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71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

brasilien, entführung, thriller, menschenunwürdig, mord

Sag kein Wort

Raphael Montes , Kirsten Brandt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Limes, 26.06.2017
ISBN 9783809026785
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hoffnungslos verliebt. Und dann vom Stalker zum Entführer. Dieses Buch bringt Gänsehaut. Ich konnte dieses Rezensionsexemplar lesen und bin ein Fan dieses Schreibstils geworden.

Das Cover:

Etwas unheimlich. Klar, es ist ein Thriller, deshalb ist das Cover wieder sehr dunkel gehalten. Die Frau darauf wirkt aber tatsächlich etwas unheimlich und erinnert mich auch nicht an die Protagonistin, aber es ist doch irgendwie passend.

Das Buch:

Téo Avelar lebt zurückgezogen bei seiner Mutter, der er zur Hand geht, da sie nicht mehr die jüngste ist. Sein Medizinstudium geht voran und er fühl sich am wohlsten in der Pathologie. Besonders Gertrudes, eine Leiche für Studienzwecke, hat es ihm angetan und in ihr sieht er eine Freundin. Bis er Clarice begegnet. Sie ist freundlich, offen und dann küsst sie ihn und geht. Téo ist überzeugt, dass sie für ihn bestimmt ist. Er verfolgt sie, macht ihr Geschenke, doch als sie ihn abweist, geschieht ein Unglück. Sie fällt und stößt sich den Kopf. Téo sieht nur noch eine Möglichkeit ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie und hält sie gefangen. Mit allen Mitteln versucht er ihre Liebe zu gewinnen und geht dabei über Leichen.

Meine Meinung:

Die Perspektive dieses Buches ist äußerst interessant, da es aus der Sicht von Téo geschrieben ist. Man weiß, was er denkt, wieso er handelt wie er handelt und weiß, dass er krank ist. Mit seiner Sicht auf die Dinge lebt er in einer Parallelwelt und handelt danach. Er ist definitiv kein sympathischer Charakter, aber der Autor hat es geschafft, dass ich von Téo gefesselt war. Was sind seine nächsten Züge? Tötet er Clarice jetzt? Schafft sie es ihm zu entkommen?

Clarice ist eine ganz normale junge Frau, die ihr Leben genießt, ihre Sexualität ausprobiert und gegen ihre Eltern rebelliert. Sie ahnt nicht was für ein Mensch Téo ist. Mehrfach versucht sie in ihrer Gefangenschaft sein Vertrauen zu gewinnen um fliehen zu können.

Ich fand die Täter-Opfer-Beziehung äußerst faszinierend. Es spielen hier einige psychologische Facetten mit und ich habe mich gefragt, ob so das Stockholm-Syndrom aussieht (Stockholm-Syndrom: Das Opfer baut eine vertrauliche Beziehung zum Täter auf. Das kann soweit gehen, dass das Opfer sich nicht mehr als dieses sieht, sondern zum Partner des Täters wird.) Clarice scheint mehrere Phasen zu durchlaufen. Sie verfolgt verschiedene Strategien um aus ihrer Situation herauszukommen. Ob es ihr gelingt, könnt ihr selbst lesen 

Dagegen versucht Téo ihr Vertrauen zu gewinnen. Mit ihr möchte er sein Leben teilen, sie muss das nur verstehen. Bis auf die Gefangenschaft versucht er ein guter Mann für sie zu sein und sie glücklich zu machen.

Ich will natürlich nichts verraten, daher nur so viel: Das Ende ist erstaunlich, irritierend und unheimlich gut gemacht.

Mein Fazit:

Ein toller Thriller mit hauptsächlich zwei Protagonisten und wenigen Handlungsorten und trotzdem absolut spannend. Wann wird es verfilmt?


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176 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

new york, anna pfeffer, liebe, chatroman, cbj verlag

New York zu verschenken

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.08.2017
ISBN 9783570173978
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover:

Ich mag es sehr. Es ist fröhlich, es gibt so viel zu entdecken und man merkt worum es geht: um New York. Das pinke Cover ist sehr auffällig und man bekommt ein wenig Reiselust.

Das Buch:

Anton wurde von seiner Freundin verlassen und gerade dann, als er ihr Tickets für eine Reise nach New York schenken wollte. Nun versucht er eine neue Olivia Lindmann zu finden. Auf seinen Aufruf melden sich nicht viele Olivias, aber eine, genannt Liv, ist dabei, die in ihm mehr auslöst, als den Wunsch mit einer Olivia nach New York zu reisen. 

Meine Meinung:

Die Art des Buches, dass alles wie ein Chat-Verlauf geschrieben ist, gefällt mir wirklich gut. Es gibt keine weiteren Bemerkungen, Beschreibungen oder Erzählungen. Man erfährt nur das, was im Chat-Verlauf von Anton und Liv preisgegeben wird. Anfangs scheint es, als wenn Anton mit seiner arroganten, oberflächlichen Art nicht mit Liv’s offener, tiefgründigen Art zurecht kommt. Er wehrt sich dagegen oberflächlich zu sein und kann nicht mit Kritik umgehen und die muss er von Liv oft über sich ergehen lassen. Man bemerkt allerdings auch, dass er noch nie so ein Mädchen getroffen hat und Liv ihn neugierig und offener macht. Sie verändert was in ihm.

Anton war mir anfangs nicht sehr sympathisch. Er war witzig, ja, aber trotzdem sehr oberflächlich. Dagegen habe ich Liv sehr gemocht. Sie war bodenständig, überhaupt nicht oberflächlich und hat sich einfach für den Menschen hinter dem Bild interessiert. Während Anton ständig versucht ein Foto von Liv zu bekommen um zu sehen, ob sie hübsch ist, versucht Liv ihm ihr Leben zu zeigen und ihn von ihrem Charakter zu überzeugen. Nach einer Zeit fangen beide an sich für das Leben des anderen tiefer zu interessieren und beginnen sogar sich Ratschläge zu geben.

Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet und ich werde hierzu nicht viel sagen, weil ich nicht spoilern werde. Ich finde es toll, wie es geschrieben wurde und finde es sinnvoll. Aber damit gerechnet hätte ich niemals.

Was mich zuerst etwas enttäuscht hat war, dass ich aufgrund des Covers und der Story damit gerechnet habe, dass ein großer Teil des Buches dann schon in New York spielt, was leider nicht der Fall war. Allerdings ist es im Nachhinein aufgrund der Geschichte nicht so tragisch.

Mein Fazit:

Eine wunderbare, tiefergehende Liebesgeschichte, die zeigt, was passieren kann, wenn wir uns mit den Menschen hinter den Fotos beschäftigen und uns die Mühe geben, sie näher kennenzulernen.


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92 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

krimi, zeitreise, mittelalter, bea rauenthal, mord

Dreikönigsmord

Bea Rauenthal
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2013
ISBN 9783548611808
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich liebe Bücher mit Zeitreisen und ich habe mich mega darüber gefreut, das Buch hören zu können. 
Das Cover:
Unscheinbar was die Personen betrifft, aber man erkennt definitiv eine Frau (rechts) und einen Mann (links). Und dann dieses schöne helle Cover im Kontrast zu diesen schwarzen Personen. Es ist Winter, klarer blauer Himmel und ich finde es sehr harmonisch.
Das Buch:
Hauptkommissarin Jo Weber und ihr Kollege Lutz Jäger werden zu einer Leiche bei einem Kloster gerufen. Die Leiche ist allerdings schon skelettiert also kein Fall für Jo und Lutz – bis sie sich plötzlich im Mittelalter wiederfinden. Lutz als Kneipenwirt, Jo als Witwe eines Inhabers einer Weberei. Um zurück in die Gegenwart zu kommen müssen sie gemeinsam den Fall lösen. Die einzigen Schwierigkeiten: Lutz und Jo streiten sich ständig und zudem stehen sie kurz davor auf dem Scheiterhaufen zu landen.
Meine Meinung:
Von Anfang an fand ich die Idee eine Zeitreise mit einen Krimi zu verbinden toll. Und dass die Zeitreise ins Mittelalter geht, hat mich noch neugieriger gemacht, denn was man so über das Mittelalter hört ist meist, dass es eine sehr harte Zeit war. Krankheiten, Kriege, fehlende Innovationen (die wir heute haben) und nicht zuletzt, dass die Frauen nicht wirklich etwas zu sagen hatten. Diesen letzten Aspekt fand ich hier besonders interessant, weil Jo ein starker Charakter ist (nach außen hin), der sich gerne zur Wehr setzt und ihren Mund aufmacht. Trotzdem verliert sie nicht ihr Ziel aus den Augen und ist intelligent.
Ihr Kollege Lutz dagegen ist ein echter Pläneschmieder. Er denkt über Situationen nach, analysiert sie und handelt dann. Die Pläne sind manchmal gewagt, aber spektakulär.
Die Story hat nichts wirklich Besonderes, außer dass sie im Mittelalter spielt. Sie finden Menschen, denen sie vertrauen können und Menschen, die verhindern wollen, dass sie dem Geheimnis auf die Spur kommen. Bei diesem Kriminalfall war für mich das interessanteste, was der Tote zu seinen Lebzeiten getan hat und warum er denn sterben musste (verrate ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht).
Die Sprecherin hat mir gut gefallen, sie passte besonders zu Jo in ihrer Art.
Allgemein gesehen war dieses Hörbuch kurzweilig. Ich wollte ständig wissen wie es weitergeht, weil immer wieder Überraschungen auftauchten, die ein anderes mögliches Motiv darstellten. Zu kurz gekommen ist in meinen Augen der Beziehungsstrang zwischen Jo und Lutz. Hier hätte ich mir mehr „Inhalt“ gewünscht.
Mein Fazit:
Kurzweilige Unterhaltung für lange Autofahrten. Es macht Spaß.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

blanvalet;, mutterschutz, sandra runge, elternzeit, dont worry be mami

Don't worry, be Mami

Sandra Runge
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 27.02.2017
ISBN 9783764505769
Genre: Sachbücher

Rezension:


In diesem Buch wird nicht nur trocken über Paragraphen geschrieben, sondern man erlebt eine Frau von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zum Kind, das in den Kindergarten geht.


Das Cover:


Bunt, die Handschrift eines Kindes und Paragraphen: ein recht unscheinbares Cover, dass aber sehr gut zum Buch passt. Es ist meiner Meinung nach schlicht gehalten und verspricht vor allem, dass werdende Eltern darauf vorbereitet werden, dass es durchaus einiges juristisches gibt, was man wissen sollte oder einfach nur nützlich wäre, damit die Zeit mit Kind angenehmer wird.


Das Buch:


Sandra Runge, die Autorin, ist Rechtsanwältin und mit dem zweiten Strich auf dem Schwangerschaftstest beginnt für sie eine turbulente Zeit, in der sie sich allerhand juristische Dinge fragt und merkt, dass auch andere Eltern Hilfe benötigen. Sei es der Kindergeldantrag, der Besuch der Kita oder wie man sich gegenüber seinem Arbeitgeber verhält und welche Rechte und Pflichten man selbst hat.


Meine Meinung:


Für mich persönlich ist dieses Buch noch nicht relevant, aber aus der Sicht einer Mutter ist es sicherlich sehr nützlich. Sandra Runge hat Probleme erkannt und stellt in diesem Buch biografisch Probleme vor, die vor, während und nach der Schwangerschaft auf eine Mutter zukommen können.


Besonders toll finde ich, dass sie die Paragraphen nicht einfach „runterrattert“, sondern diese gezielt in einen Kontext setzt. Mit viel Humor erzählt sie von ihren eigenen Erlebnissen und immer dann, wenn Fragestellungen auftauchen, erklärt sie in einfachen Worten (kein juristisches Geplänkel) wie man sich verhalten kann, worauf man ein Recht hat und auch, wo das deutsche System immer noch Lücken aufweist, die zukünftig besser gestaltet werden könnten. Diese Einschübe haben mir gut gefallen, allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn sie immer an das Ende eines Kapitels gehangen worden wären. Mich hat es etwas im Lesefluss unterbrochen, wenn sich gerade eine Situation abgespielt hat und mittendrin kommt dieser Paragraph mit Erklärungen von Sandra Runge.


Dieses Buch bietet allerdings noch viel mehr als die Paragraphen und die unterhaltsame Geschichte von und um Sandra Runges Schwangerschaft. Man findet Musterschreiben (zum Beispiel für den Chef), Links zu wichtigen Informationsquellen, Checklisten und am Schluss ein Verzeichnis mit den wichtigsten Rechtsbegriffen zum Nachschlagen. Das alles macht dieses Buch zu einem nützlichen und dazu noch unterhaltsamen Begleiter in dieser manchmal nicht so einfachen Zeit.


Mein Fazit:


Wer nicht nur trockene Ratgeber haben möchte, sondern zwischendurch auch etwas Verstehen und ein kleines Lächeln auf den Lippen beim Lesen haben möchte ist hier genau richtig.

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Tags: blanvalet;, dont worry be mami, sandra runge   (3)
 

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32 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

usa, krimi, amanda, mary higgins clark, jeff

Und niemand soll dich finden

Mary Higgins Clark , Alafair Burke , Karl-Heinz Ebnet
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 25.04.2017
ISBN 9783453271074
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ein Hörbuch aus dem Random House Audio Verlag, dass mich auf meinem Weg zur Arbeit begleitet hat und mir unterhaltsame Stunden bereitet hat.


Das Buch:


Amanda Pierce verschwindet spurlos am Abend vor ihrer Hochzeit. Das ist fünf Jahre her. Ihr Mutter hat die Hoffnung, sie zu finden, noch nicht aufgegeben. Deshalb wendet sie sich in einem letzten verzweifelten Versuch an Laurie Moran. Sie ist TV-Journalistin in einer Sendung, die sich auf ungelöste Kriminalfälle spezialisiert hat. Zunächst möchte sie den Fall nicht annehmen, da es weder ein bewiesenes Verbrechen gibt, noch offensichtliche Verdächtige. Doch schnell merkt sie, dass der Verdächtigenkreis nach und nach größer wird.


Meine Meinung:


Ich würde gerne am Ende anfangen, aber dann würde ich das Beste vorwegnehmen.


Michou Friesz macht ihre Sache wirklich gut. Sie hat mich zunächst an eine Sprecherin eines anderen Hörbuches erinnert, indem die Protagonistin noch sehr jung war und die Stimme überhaupt nicht passte, aber in diesem Fall passt diese „reife“ Stimme sehr gut. Man fühlt sich wohl, es ist spannend gelesen und sie passt zu den Charakteren.


Die Charaktere:


Laurie Moran, die Journalistin, hat eine offene Persönlichkeit und eine schwierige Vergangenheit. Ihr Mann und Vater ihres Sohnes wurde getötet. Seitdem ist sie umso vernarrter in der Idee, mit ihrer Sendung Hinterbliebenen Frieden zu verschaffen und den Tätern auf die Spur zu kommen. Ich mag sie, auch wenn ich finde, dass sie teilweise recht verunsichert wirkt, besonders wenn es um Alex geht, ihren Kollegen und Freund.


Lauries Vater ist ein ehemaliger Polizist und spielt eine wichtige Rolle in Lauries Leben. Als regelmäßiger Babysitter, helfende Hand und Spürnase, wenn es um Ermittlungen geht, ist er ein zuverlässiger Mann für alle Fälle. Vertrauenswürdig und liebevoll.


Die ehemalige Hochzeitsgesellschaft ist etwas suspekt. Sowohl der Bräutigam, als auch seine neue Frau, die ehemals beste Freundin der verschwundenen Braut, haben eindeutige Motive für das Verschwinden von Amanda. Aber auch der Praktikant des Hochzeitsfotografen, der sogar vorbestraft ist, gerät schnell unter Verdacht. Seine Fotos von damals bringen allerdings Geheimnisse ans Licht und auch neue Verdächtige.


Bis zum Schluss wusste ich nicht wer der Täter sein sollte. Ich habe gerätselt, die falschen Personen verdächtigt und wäre nie, aber wirklich nie auf die Idee gekommen, dass … der Täter/die Täterin ist. Ich war unheimlich überrascht gewesen und fand es einfach nur genial. Ich werde definitiv noch mehr Bücher von Mary Higgins Clark lesen oder auch hören.


Mein Fazit:


Bei einem Krimi liebe ich es am meisten, wenn er mich bis zum Schluss fesselt. Und das hat dieser Krimi getan. Spannung, Wendungen und gute Charaktere: ein Top Buch!

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Tags: krimis, mary higgins clark, und niemand soll dich finden   (3)
 

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

dystopie, drogen, krimi, heyne, roboter

Junktown

Matthias Oden
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 09.05.2017
ISBN 9783641197179
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Eine Stadt, in der es Gesetz ist, Drogen zu nehmen. Ein wirklich interessanter und gleichzeitig erschreckender Gedanke und deshalb wollte ich dieses Buch lesen.


Das Cover:


Die Schriftart finde ich toll und auch, dass die Buchstaben auf dem Cover aussehen, als wenn sie kurz vor dem Zusammenbrechen sind. Das passt zu einer Stadt, in der es Kategorien gibt und die Menschen früher oder später „aussortiert“ werden, weil sie für die Gesellschaft nicht mehr nützlich sind.


Ansonsten ist das Cover einfach nur uninteressant.


Das Buch:


Inspektor Solomon lebt in Junktown und versucht seiner Pflicht als Polizist nachzugehen. Vor Jahren hat sich seine Frau freiwillig geopfert und seitdem genießt er einen Sonderstatus. Maschinen in der Stadt sowie die regelmäßige Einnahme von Drogen, die von der Stadt überprüft wird, sollen ein friedliches, geordnetes Leben garantieren. Bis Inspektor Solomon beginnt an diesem Konstrukt zu zweifeln.


Meine Meinung:


Die Grundidee des Buches fand ich sehr interessant, auch wenn ich diesen Sinn, alle Menschen unter Drogen zu stellen, immer noch nicht verstehen kann, weil es in meinen Augen nur eine kranke Welt und keine geordnete Welt schafft.


Inspektor Solomon fand ich als Charakter etwas verwirrend. Trotz, dass immer aus seiner Perspektive erzählt wird, habe ich mich nicht in ihn hineinversetzen können. Ich wusste nie so genau auf welcher Seite er tatsächlich steht, ob er das System wirklich verurteilt oder nur in großer Trauer wegen seiner Frau ist. Meiner Meinung nach ist er auch nicht der typische Held, den man in so einer Geschichte erwartet. Meine Erwartung war, dass er dieses System, Menschen unter Drogen zu setzen, verurteilt und versucht, etwas grundlegend zu ändern. Man bemerkt zwar, dass er nicht immer einig mit dem System ist, aber er macht auch nicht wirklich etwas dagegen. Das hat mich etwas enttäuscht. Wer das Buch liest wird zudem feststellen, dass manch andere Charaktere im Buch viel eher die Helden der Geschichte sein könnten und nicht immer sind die Bösen die Bösen und die Guten die Guten. Diese Wendungen haben mir sehr gut gefallen und waren auch logisch aufgebaut.


Da dieser Roman in der Zukunft spielt gibt es hier einige Begriffe, die quasi nicht existieren. Hier fand ich gut, dass der Autor ein Lexikon ans Ende des Buches gepackt hat, wo alle Begriffe nochmal erklärt werden.


Mein Fazit:


Alles in allem war ich etwas gelangweilt und trotz, dass ich es mag, wenn Bücher nicht so verlaufen wie erwartet, hätte ich es mir in diesem Fall dann doch anders gewünscht. Es ist zudem die Frage, ob hier eventuell ein zweiter Teil erscheint, eventuell mit anderen Protagonisten, weil die Geschichte in meinen Augen noch nicht zu Ende erzählt ist. Kaufen würde ich diesen dann allerdings nicht.

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Tags: drogen, junktown   (2)
 

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dänemark, krimi, lone theils, serienkiller, journalistin

Die Mädchen von der Englandfähre

Lone Theils , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.05.2017
ISBN 9783499272530
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Lachen ist gesund und das musste ich erst mal als ich den optimistischen Aufkleber auf dem Buch entdeckt habe: Next Bestseller. Der Verlag ist wohl sehr überzeugt von diesem Buch war mein erster Gedanke. Und dann: Ich bin gespannt, ob sie recht behalten werden. Und vorab nur soviel: Der Aufkleber ist absolut berechtigt!


Das Cover:


Hier war ich etwas enttäuscht, da es um zwei verschwundene Mädchen geht und ich denke, dass man hier mehr hätter draus machen können. Auf dem Cover ist eine Person zu sehen und auch nach dem Lesen bin ich nicht sicher, wen diese Person darstellen soll. Wenn schon Personen auf dem Cover sind, dann hätte ich mir eines mit den beiden verschwundenen Mädchen vorgestellt, die zum Beispiel an der Reling gelehnt stehen oder aus dem Bild gehen. Das Düstere allerdings passt sehr gut, da es natürlich ein Krimi ist und es hier um ein Verbrechen geht.


Das Buch:


Lulu und Lisbeth verschwinden 1985 spurlos auf einer Fähre nach England. Jahrzehnte später kauft die Journalistin Nora Sand einen alten Koffer und entdeckt ein Foto der beiden Mädchen nach deren Verschwinden. Sie beginnt mit Recherchen in einem Heim in Dänemark, wo die Mädchen aufwuchsen und die Spuren führen sie nur allzu schnell zum Serienmörder Bill Hix. Dieser sitzt schon für andere Taten im Gefängnis, aber er schweigt. Noras Recherchen werden gefährlich, als sie dem Täter zu nah kommt und selbst für ihn interessant wird. 


Meine Meinung:


Ein echter Krimi. Zunächst bin ich begeistert vom Schreibstil der Autorin. Es lässt sich flüssig lesen ohne komplizierte Fachbegriffe oder Schachtelsätze. Auch bemerkt man, dass die Autorin selbst Journalistin war und Ahnung von dem hat, was sie dort schreibt. Eine Journalistin ist keine Polizeibeamtin, sie hat mehr Grenzen und kommt nicht mit einer Marke weiter, sondern mit cleveren Tricks und einer gesunden Portion Neugier. 


Nora ist ein lebensnaher Charakter, in den man sich leicht hineinversetzen kann. Sie ist ein wenig chaotisch, was ihre Wohnung betrifft, kompliziert in Sachen Beziehung und gut in ihrem Job. Sie entwickelt sich im Laufe des Buches weiter, lernt aus ihren alten Fehlern und macht neue. Sie ist absolut menschlich und das macht sie sehr sympathisch.


Weitere wichtige Charaktere sind ein Polizist, der die Fälle rund um Bill Hix früher bearbeitet hatte und immer noch die Mädchen nicht vergessen kann, die nie gefunden wurden, sowie die beste Freundin von Nora, mit der sie öfter telefoniert und mit der sie über einen dritten Charakter, Andreas, sprechen kann, der schon mit Nora zur Schule gegangen ist, aber als dieser sich in sie verliebte, hielt sie Abstand und sie verloren sich aus den Augen. Über soziale Netzwerke nimmt Nora wieder Kontakt auf und lässt Gefühle aufleben, die sie früher nicht bemerkte, doch Andreas ist in einer Beziehung. 


Ein wichtiger Pluspunkt dieses Buches ist wohl, dass es mich in sich aufgesogen hat und das, obwohl die Action erst gegen Ende des Buches kam. Diese Autorin hat es geschafft, dass ich immer wissen wollte wie es weiter geht, obwohl im Prinzip nicht allzu viel passierte. Das ist ein Talent, was nicht jeder Autor hat. Das hat mich begeistert. 


Interessante Wendungen gibt es ebenfalls, mit denen ich nicht immer gerechnet habe und ich liebe Bücher, die nicht immer so vorhersehbar sind. 


Wie oben kurz angesprochen kam die Action zum Schluss und hier war ich etwas enttäuscht darüber wie schnell alles ging. Auch wenn es zeitlich gesehen alles passt, hatte ich das Gefühl, dass das Ende zu schnell kam.


Dies ist Band 1 einer Reihe und ich bin schon sehr gespannt wie es mit Nora weitergeht und ob wir ein paar Charaktere im nächsten Band wiedersehen werden. 


Mein Fazit:


Ein absolut empfehlenswerter Krimi mit einer starken Protagonistin. 

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Tags: bestseller, die mädchen von der englandfähr, krimi, lone theils, rowohlt   (5)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das stumme Urteil

Fabio Mongardi
Flexibler Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Scherz
ISBN 9783502518419
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Das Cover:


Das Cover meiner Ausgabe ist wirklich gelungen. Es passt einfach zu diesem italienischen Flair, der im Buch beschrieben wird. Dieses kleine, heimelige Dorf, die Gassen und es hat doch etwas unheimliches, etwas geheimnisvolles.


Das Buch:


Es geschieht ein Mord in einem kleinen, verschlafenen Nest in Italien. Zwei Carabineri sind für die Aufklärung des Mordes zuständig: Di Guiseppe, der neu, jung und voller Tatendrang ist und unbedingt diesen Mord aufklären möchte, und Marra, der schon älter ist, schon sehr lange in diesem Dorf dieser Tätigkeit nachgeht und sich schon fast dagegen sträubt diesen Fall zu klären. Viel wichtiger ist ihm der bevorstehende Umzug des Polizeireviers, bei dem er sich voll engagiert. Trotzdem lässt sich Di Guiseppe nicht aufhalten und kommt dem Mörder immer näher, obwohl die Dorfbewohner nicht reden.


Meine Meinung:


Ein dünner Krimi für zwischendurch. Da ich ein großer Thrillerfan bin, konnte mich die „Action“ und Spannung in diesem Roman nicht überzeugen. In meinen Augen existiert hier gar keine Spannung. Der Schreibstil ist allerdings sehr schön. Man bekommt tiefe Einblicke in die Umgebung des Dorfes und auch in das Leben im Dorf. Es wird alles sehr genau beschrieben und man kann förmlich die schwüle Hitze spüren und das italienische Flair der Bewohner erleben. Das hat mir sehr gut gefallen.


Die Story hat mich nicht sonderlich mitgerissen. Man kann sehr gut die Ermittlungen von Di Guiseppe verfolgen und ich gebe zu, dass ich ein wenig von der Teilnahmslosigkeit der Dorfbewohner überrascht war. Es besteht so wenig Interesse an der Aufklärung des Falles. Woran das liegt? Wohl am Mordopfer. Nach und nach zeigt sich, dass das Mordopfer keineswegs ein netter Mensch war und sich mehr Feinde als Freunde im Dorf gemacht hat. Das macht die Ermittlungen auch so schwierig, denn das Opfer hatte auch Geheimnisse.


Mein Fazit:


Als kleinen Snack für zwischendurch, als Mini-Lektüre im Urlaub oder auf einer langen Zug- oder Busfahrt, dafür ist das Buch perfekt. Ein bisschen Unterhaltung. Wer allerdings ein tiefergründiges, blutiges oder spannendes Buch erwartet ist hier definitiv falsch.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

humor, kurzgeschichten, berlin, horst evers, witzig

Wäre ich du, würde ich mich lieben

Horst Evers ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2015
ISBN 9783499267260
Genre: Romane

Rezension:


Das Cover:


So sehen Horst Evers Cover aus. Wer seine Bücher kennt, weiß, dass man ein Horst Evers Buch so immer gut erkennen kann. Die Schrift ist häufig in Schreibschrift geschrieben und das Cover an sich hat diese typischen eckigen Formen. Das ist etwas charakteristisches, was ich sehr an Büchern schätze, da man sie auf Anhieb in jedem Buchladen wiedererkennen würde.


Das Buch:


Horst Evers beschreibt alltägliche Situationen und sieht die Komik darin. Mit viel Humor sieht er selbst anstrengenden und für manche Menschen stressigen Situationen entgegen und meistert sie so. Ob beim Arzt, mit einer Gruppe von Kindern unfreiwillig im Schwimmbad oder bei der Aufregung über den Bau des Berliner Flughafens.


Meine Meinung:


Das Buch hat mich unterhalten und ab und zu musste ich schmunzeln. Ich habe dieses Buch nicht in einem durchgelesen, weil es mich so gepackt hätte, sondern weil ich einfach viel Zeit hatte und es als kleinen „Snack“ zwischendurch verzehrt habe. Und genau das würde ich auch empfehlen. Dieses Buch, vielleicht auch andere von Horst Evers, aber es war mein erstes Buch von ihm, ist in meinen Augen eher was für den kleinen Hunger zwischendurch oder als Urlaubslektüre.

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155 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

julia engelmann, poetry slam, gedichte, liebe, leben

Jetzt, Baby

Julia Engelmann
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442485680
Genre: Romane

Rezension:


Das Cover:


Ein wirklich fröhliches Cover und viel Konfetti. Julia Engelmann steht drauf. Ich war bei einem ihrer Auftritte und war richtig fasziniert von ihr, ihrem Humor, ihrer Art und auch ihrem Konfetti, den sie immer mal wieder schmiss, weil es ihr Spaß macht und Konfetti ihr gefällt. Aber ich schweife ab…


Das Buch:


Ich liebe ihre Texte. Aber ich muss zugeben, dass mir die Texte der ersten Bücher besser gefielen. Ich habe sogar die Hörbücher dazu gehört, übrigens von Julia Engelmann selbst gesprochen, und musste mir daraufhin unbedingt noch die Bücher kaufen. Sie macht das sehr gut und die Hörbücher sind ebenso wie die Bücher absolut empfehlenswert.


Man kann nicht genau auf den Punkt bringen, worum es in diesem Buch geht, weil es kein einheitliches festes Thema gibt. Aber ich möchte einzelne Texte erwähnen, die mir persönlich sehr gut gefallen. Da ist einmal der Text über einen König. Dieser Text gefiel mir so gut, weil es darum geht, wie es ist im eigenen Kopf gefangen zu sein oder eben auch frei zu sein. Es ist sehr tiefgründig und es hat mich auch schon beschäftigt und bin froh, dass ich offenbar nicht die einzige bin. 


Ein anderer Text, den ich noch erwähnen möchte, ist für Julia wohl sehr wichtig. Sie hat ihn ihrem Bruder gewidmet, genauso wie sie schon Texte für ihre Eltern (ein großartiger Text) und für ihre Großeltern geschrieben hat. Dieser Text ist sehr persönlich, ging mir allerdings nicht so nahe wie der Text für ihre Eltern.


Mein Fazit:


Es ist ein tolles Buch und absolut empfehlenswert. Man sollte sich Zeit dafür nehmen, um die Texte zu verinnerlichen und darüber nachdenken zu können.

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Tags: die poesie, jetzt bab, julia engelmann   (3)
 

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244 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

dystopie, #dystopie, veronica roth, mut, freundschaft

Die Bestimmung - Letzte Entscheidung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.09.2016
ISBN 9783570311240
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Cover:


Viel zu düster. Ich fand die ersten beiden Cover wesentlich schöner und auch bedeutungsvoller. Wenn man hier genau hinschaut, dann sieht man tatsächlich, dass es dieses Mal nicht Chicago ist, die man im Vordergrund sieht, sondern eine andere Stadt. Oder besser: ein Flughafen. Dieser spielt die wichtigste Rolle in diesem Buch. Was allerdings die Welle bedeuten soll, die auf dem Cover gezeigt wird, die meiner Meinung nach rein gar nichts mit den Fraktionen zu tun hat (die hier ja auch schon nicht mehr existent sind), weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es so etwas bedeutet wie: Die Welt ändert sich komplett. Alles was du weißt wird überrollt und du muss mit den neuen Ereignissen klarkommen.


Das Buch:


Tris, Four und ein paar andere machen sich auf den Weg um zu sehen, was hinter dem Zaun existiert. Falls etwas existiert. Schon bald kommen sie zum „Amt“, dass im Flughafen nähe Chicago Platz gefunden hat. Sie werden herzlich Willkommen geheißen, aber schnell wird klar, dass es hier zwar keine Fraktionen gibt, aber trotzdem eine Spaltung der Gesellschaft. Sie werden definiert in „Gen-Perfekte“ und „Gen-Defekte“. Schnell wird klar, dass die Unbestimmten eine weitaus größere Rolle spielen als gedacht, dass aber nicht jeder, der als Unbestimmt galt, wirklich Unbestimmt ist.


Meine Meinung:


Dieses Mal beginne ich mit der Beziehung von Tris und Four. Wieder gibt es Spannungen, wieder gibt es Geheimnisse und wieder gibt es Vertrauensprobleme. Dieses Mal kommt allerdings Eifersucht hinzu, was ein wenig neu ist. Four versucht ehrlich zu Tris zu sein, allerdings etwas spät. Es werden Menschenleben in Gefahr gebracht. Ein kleines bisschen Romantik kommt leider nur in einer einzigen Szene auf und hier kommen sich die beiden sehr nah, allerdings hat die Autorin diese Stelle sehr schnell erzählt und dieser „Moment“ war dann auch schon wieder vorbei. Das war etwas schade.


Das „Amt“ hat seine eigenen Geheimnisse, die Tris und Four mit ein paar Sympathisanten und offiziellen „Gen-Defekten“ lösen und die Probleme beseitigen möchten. Hier hatte ich den Eindruck, dass es ein wenig so ist wie in Chicago, aber mit irgendwas muss man ja ein ganzes Buch füllen sonst wäre die Geschichte schnell erzählt gewesen.


Bisher habe ich noch nicht über die Beziehung zwischen Tris und Caleb, ihrem Bruder gesprochen. Dieser hatte sich in Band 2 für die Ken entschieden und das Leben von Tris gefährdet. Sie wäre gestorben, wenn nicht jemand anderes eingegriffen hätte. Nachdem Caleb verstanden hatte, was er falsch gemacht hatte, war es zu spät. Tris konnte und wollte ihm das nicht verzeihen. Caleb weiß, dass er Schuld auf sich geladen hat und versucht diese mit allen Mitteln zu tilgen. Und wenn es sein Leben kostet. Tris willigt ein. Doch am Ende kommt alles ganz anders.


Aber als Leser liebe ich Überraschungen und komme daher nicht umhin zu sagen: Hut ab, Frau Roth! Das Ende ist klasse.

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Tags: die bestimmung letzte entscheidung, veronica roth   (2)
 

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2.687 Bibliotheken, 58 Leser, 10 Gruppen, 126 Rezensionen

dystopie, liebe, veronica roth, jugendbuch, tris

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.03.2014
ISBN 9783442480623
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Es geht weiter mit dieser spannenden Reihe und auch der Liebe von Tris und Four. (Achtung, es könnten Spoiler zu Teil 1 auftreten)


Das Cover:


Chicago’s Silouette im Sonnenuntergang. Wunderschön. Und im Mittelpunkt scheint wieder ein Zeichen einer Fraktion zu stehen. Da es ein Baum ist glaube ich, dass es das Zeichen der Amite ist, die friedfertig leben und die in diesem Teil für viele Menschen eine Zuflucht bedeuten.


Das Buch:


In diesem Teil gibt es Krieg. Nachdem die Ken eine Aktion gestartet haben, bei der fast alle Altruan umgekommen sind, sind die Fraktionen gespalten. Es gibt nur noch Menschen, die für die Ken und Jeannine Matthews sind oder Menschen, die dagegen sind. Und Tris und Four gehören zur zweiten Sorte. Sie konnten noch schlimmeres verhindern, werden aber jetzt verfolgt. Zunächst suchen sie auch Zuflucht bei den Amite, doch dort können sie nicht lange bleiben. Jeannine Matthews beginnt die Unbestimmten zu jagen und zu töten. Die Welt, wie die Menschen sie gekannt haben, existiert nicht mehr und es sind Zweifel am System geweckt worden. Tris und Four entschließen sich zu kämpfen und verlieren dabei Menschen, die ihnen wichtig sind.


Meine Meinung:


Der Kampf geht weiter und das Buch hat mich wieder gut unterhalten. Da es der zweite Teil der Reihe ist, werde ich mich mit meiner Meinung kurzfassen. Tris und Four sehnen sich nach Freiheit und danach, selbst entscheiden zu dürfen wer sie sind und wo sie hingehören. Die Menschen unterschiedlichster Fraktionen schließen sich zusammen und kämpfen für ihre Freiheit. Und natürlich gibt es hier immer noch Menschen, die sowohl die Fraktionen zurückwollen, als auch Menschen, die einfach an die Macht möchten und die Welt nach ihren Vorstellungen gestalten wollen.


Das Buch ist spannend und hat mich gefesselt. In Sachen Brutalität wird meiner Meinung nach nicht so ins Detail gegangen wie bei Teil 1, aber auch hier verlieren Menschen ihr Leben auf grausame Weise. Und das und andere Dinge, die ich nicht verraten möchte, bringt Tris dazu, sich auf eine Mission zu begeben, die für sie nur tödlich enden kann. Four möchte das natürlich nicht zulassen, aber erfährt erst sehr spät davon. Vielleicht zu spät?


Die Beziehung von Four und Tris scheint sich einerseits weiterzuentwickeln, andererseits haben beide Vertrauensprobleme und andere Vorstellungen was es heißt, eine Beziehung zu führen. Was mich an dieser Beziehung ein bisschen gestört hat ist, dass immer wieder Situationen auftauchen, die im Grunde von denselben Dingen verursacht worden sind, aber sie scheinen nicht wirklich daraus zu lernen.


Mein Fazit:


Es könnte eine meiner Lieblingsreihen werden.

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Tags: die bestimmung tödliche wahrheit, veronica roth   (2)
 

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dystopie, liebe, die bestimmung, jugendbuch, veronica roth

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.09.2014
ISBN 9783570309360
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Cover:


Ich liebe die Cover dieser Bücher und von allen Dreien gefällt mir dieses hier am besten. Es zeigt die Skyline von Chicago, der Stadt, in der Tris wohnt. Eine Stadt, in der es Fraktionen gibt. Und das auffällige, feurige Zeichen auf dem Cover ist das Zeichen der Ferox. Eine der Fraktionen. Und dieses Zeichen ist sehr auffällig und wunderschön.


Das Buch:


Chicago in der Zukunft. Es gibt eine neue Ordnung. Die Menschen sind in fünf Fraktionen aufgeteilt:


Altruan – Die Selbstlosen
Candor – Die Freimütigen
Ken – Die Wissenden
Amite – Die Friedfertigen
Ferox – Die Furchtlosen


Beatrice wächst bei den Altruan auf. Doch sie fühlt sich nicht wohl. Sie kann nicht immer selbstlos sein und schämt sich dafür, aber sie kann es nicht ignorieren. An ihrem 16. Lebensjahr muss sie, wie ihr Bruder auch, zur Initiation. Vorher gibt es einen Test, der ihnen zeigt, für welche Fraktion sie bestimmt sind. Doch Tris scheint für mehrere Fraktionen in Frage zu kommen. Sie ist eine Unbestimmte. Und das ist gefährlich, sie muss es geheim halten. Beim folgenden Ritual entscheidet sie sich jedoch für die Ferox und ist sofort gebannt von diesem aufregenden Leben. Doch um bei den Ferox aufgenommen zu werden, muss sie Tests bestehen und wenn sie verliert, muss sie den Rest ihres Lebens als Fraktionslose leben.


Meine Meinung:


Ich war sofort angetan. Von der Idee, von dem Schreibstil und von den Charakteren. Und ich spreche hier nicht nur von Tris. Auch Four, der Ausbilder von Tris bei den Ferox, ist ein spannender Charakter. Stark, geheimnisvoll, gutaussehend und klug. Und er steht auf Tris und Tris auf ihn.


Das Buch liest sich mühelos und ist anhaltend spannend. Mit spannend meine ich nicht durchgehend actionreich, sondern auch geheimnisvoll. Ich möchte euch natürlich nicht spoilern, deshalb versuche ich nicht allzuviel vom Inhalt preisgeben, aber ich mag das Buch sehr. Es ist teilweise brutal, sodass ich es nicht Kindern empfehlen würde, es enthält Emotionen und es ließ mich darüber nachdenken, ob dieses System der Fraktionen in der wirklichen Welt funktionieren könnte. Ich bin schnell zu dem Schluss gekommen, dass alle Menschen unterschiedlich sind und auch mehrere Eigenschaften der einzelnen Fraktionen haben können. Daher wäre so ein eintöniges System, indem sich die Menschen nicht entfalten können, keine Option.


Nachdem ich diesen Teil gelesen habe, musste ich unbedingt wissen, wie der Film ist und sah ihn mir noch am selben Tag an. Und unabhängig vom Buch gesehen fand ich auch den Film toll. Wenn man jedoch einen Vergleich ziehen möchte, dann zieht der Film den Kürzeren. Es werden Personen weggelassen, die meiner Meinung nach im Buch einen wichtigen Teil zur Story beitragen und wenn nicht in diesem Teil 1 relevant, dann doch in den späteren Teilen. Und so etwas mag ich überhaupt nicht. Man kann (gerne) einzelne Szenen rauslassen oder Personen, die tatsächlich keine wichtige Rolle spielen, weglassen. Aber Personen, die später noch eine wichtige Rolle spielen, sollten auf keinen Fall entfernt werden. Ich weiß, dass Bücher bei der Verfilmung gekürzt werden müssen, aber doch nicht an den falschen Stellen?!


Mein Fazit:


Die Story war neu für mich und zog mich in seinen Bann. Ich wollte sofort im Anschluss Teil 2 lesen. Ich kann es absolut empfehlen.

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fantasy, hobbits, der herr der ringe, j.r.r. tolkien, die zwei türme

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2016
ISBN 9783608939828
Genre: Fantasy

Rezension:


Das Cover:


Schlicht und einfach und bis auf das grelle Grün nicht sehr auffällig. Allerdings ist mir das bei dieser Ausgabe auch nicht so wichtig, weil ich die drei Teile in einem Schuber habe. Ansonsten finde ich, hätte man die Cover etwas schöner gestalten können, mich hätte sie nicht im Buchladen angezogen.


Das Buch:


Nachdem sich die Gefährten gezwungenermaßen getrennt habe, verfolgen alle unterschiedliche Ziele. Frodo und Sam sind immer noch mit dem Ziel unterwegs, den Auftrag von Gandalf zu erfüllen, die beiden anderen Hobbits, Pippin und Merry, haben im Wald ein altes Wesen entdeckt, dem sie nun bei einem neuen Ziel helfen und Aragorn, Gimli und Legolas verfolgen weiterhin die Spuren der beiden in der Hoffnung, sie lebend vorzufinden.


Meine Meinung:


Fans von HdR freuen sich vermutlich erst mal am meisten über die tolle Landkarte, die hinten im Buch drin ist. Sie zeigt hauptsächlich den Süden des ganzen Landes und man kann besonders den Weg von Frodo und Sam gut verfolgen. Hier eingezeichnet sind die wichtigsten Orte, Ebenen, Wälder und Berge.


Das Buch ist in verschiedene Kapitel gegliedert und meistens wechseln die Perspektiven in den Kapiteln. Das heißt, dass es in dem einen Kapitel um Pippin und Merry geht, im nächsten beispielsweise um Aragorn, Gimli und Legolas und in wieder einem anderen Kapitel um Frodo und Sam.


Diese Gestaltungsweise der Gliederung in verschiedene Kapitel hat mich dazu veranlasst, das Buch nicht aufzugeben. Sie haben mir eine Verschnaufpause gegeben, denn ich muss zugeben, es sind zwar „nur“ 441 Seiten, aber die Schrift ist ziemlich klein, was ich als anstrengend empfunden habe.


Die Geschichte habe ich schon vorher geglaubt zu kennen, da ich die Filme gesehen habe und der erste Teil und auch der Beginn diesen zweiten Teiles nah an den Filmen war (selbstverständlich nicht 1:1, aber das kennen wir ja mittlerweile von Buchverfilmungen). Und plötzlich geschahen wieder Dinge im Buch, die ich dann doch nicht gekannt habe und die sehr wohl anders und vor allem neu waren, von denen ich vorher noch nicht gehört hatte. Das hat auch mein Interesse am Buch wieder gesteigert, weil ich nun natürlich wissen wollte was hier passiert bzw. warum es passiert.


Wer Teil 1 kennt wird vom Stil von Teil 2 nicht überrascht werden. Auch hier beginnen die Charaktere immer wieder damit Lieder anzustimmen. Mein Kopf hat beim Lesen der Lieder immer automatisch Melodien hinzugefügt, was mich beim Lesen noch langsamer gemacht hat. Aber man muss solche Lieder ja auch genießen.


Mein Fazit:


Insgesamt fand ich das Buch anstrengend und habe auch ein paar Tage dafür gebraucht, aber die Story ist empfehlenswert und wer gerne Bücher im Fantasybereich liest ist hier definitiv gut aufgehoben.

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kinderbuch, die letzte haltestelle, sharon e. mckay, cbj verlag

Die letzte Haltestelle

Sharon E. McKay , Bettina Obrecht , Timo Grubing
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.03.2017
ISBN 9783570172506
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Amsterdam 1942. Eine schlimme Zeit. Die Deutschen sind in den Niederlanden eingefallen und beginnen auch dort die Jagd auf Unschuldige.


Das Cover:


Auffällig ist das Mädchen an der Hand einer Person. Sie trägt deutlich den gelben Stern als Erkennungszeichen für Juden. Links sieht man das große rote „J“, dass Juden in ihrem Ausweis haben mussten. Und rechts unten, für meinen Geschmack etwas zu unauffällig, sind die Helden der Geschichte. Zwei Brüder, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, mit ihrer geliebten Straßenbahn.


Das Buch:


In diesem Buch geht es um Beatrice, die sich mit ihrer Mutter auf der Flucht befindet. Leider sind nicht alle Menschen freundlich und versuchen ihnen zu helfen. So kommt es, dass sie weiter fliehen müssen und sich gerade in der Straßenbahn befinden, als ihre Mutter von deutschen Soldaten verhaftet wird. Nur durch den Einsatz von den Brüdern Lars und Nils, die sich als Onkel von Beatrice ausgeben, gelingt es ihnen, sie zu retten. Und so verbringt sie ihre Zeit ab sofort im Hause der Brüder.


Meine Meinung:


Ich war wieder einmal besonders begeistert von den Illustrationen in diesem Buch, gezeichnet von Timo Grubing. Sie sind zwar schwarz-weiß und relativ einfach gehalten, aber sie vermitteln einen guten Einblick in die Geschichte. Besonders für Kinder könnte es das Buch so noch interessanter machen.


Das Buch wurde empfohlen für Kinder ab 9 Jahren. Ich muss zugeben, dass ich nicht genau einschätzen kann, ob das Buch für 9-jährige schon geeignet ist oder eben nicht, weil ich schon einige Kinder in diesem Alter kennengelernt habe und manche sind einfach reifer als andere und können mehr verstehen. Meiner Meinung ist es definitiv ein Buch, dass man als Eltern gemeinsam mit seinem Kinder lesen kann/sollte. Es werden nicht nur schöne Dinge erzählt (das ist schon themenabhängig) und ich denke, dass viele Ereignisse, Handlungen oder auch Wörter erklärt werden müssten. Und natürlich könnten im Anschluss einige Fragen auf die Eltern einprasseln. Keine leichte Lektüre.


Die Story an sich gefällt mir wirklich gut. Sie erzählt recht einfach und nicht zu sehr in die „bösen“ Details gehend wie die Zeit damals war. Ein kleines Mädchen auf sich gestellt mit ihren eigenen Geheimnissen. Sie muss erst wieder das Vertrauen gewinnen und nach und nach schaffen das die beiden Brüder auch. Und sie hat sogar Spaß. Nach und nach gewinnt sie ihr „Kind-sein“ wieder zurück. Und auch von der Seite der Brüder aus betrachtet ist es eine Herausforderung. Beide sind Junggesellen, wohnen zusammen in ihrem Elternhaus und arbeiten seit 40 Jahren bei der Bahn. Gemeinsam natürlich. Und was sie überhaupt nicht können: mit Kindern umgehen. Und doch sind sie gezwungen es zu lernen um Beatrice zu schützen. Und ich musste manchmal schmunzeln 🙂 Zwei Männer die versuchen einem Kind die Haare zu bürsten? Oder sie zu beruhigen, wenn sie weint? Schwierig, aber wirklich gut umgesetzt. Ich habe die beiden Brüder in mein Herz geschlossen.


Das Buch ist in Kapitel unterteilt, sodass man es sich auch gut einteilen könnte. Man liest ein Kapitel und spricht dann mit seinem Kind darüber. Ich finde das toll.


Mein Fazit:


Ein tolles Buch um der jungen, neuen Generation die Vergangenheit nahe zu bringen und um sich damit auseinanderzusetzen.

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drogen, eric stehfest, crystal meth, gzsz, drogentrip

9 Tage wach

Eric Stehfest , Michael J. Stephan
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 30.03.2017
ISBN 9783841905185
Genre: Biografien

Rezension:


...zerstörend. Ja, so würde ich es ausdrücken, weil sie viel zerstören können. Und zwar nicht nur das Leben von dem, der sie konsumiert. Ich selbst kenne Personen, die Drogen genommen haben und nach einer ganzen Zeit endlich davon weggekommen sind. Ich habe erlebt, wie viel kaputt gehen kann, wie der Mensch daran zugrunde gehen kann. Und das war ein Mitgrund warum ich dieses Buch lesen wollte.


Das Cover:


Es ist unheimlich düster. Auffällig ist natürlich das Gesicht von Eric Stehfest, es ist praktisch seine Biographie. Und der Titel sticht hervor: 9 Tage wach. Und der erste Gedanke: Wie hat er es geschafft 9 Tage wach zu bleiben? Gesund ist das jedenfalls nicht.


Das Buch:


Eric Stehfest. Viele kennen ihn. Besonders durch seine Rolle als Chris Lehmann bei Gute Zeiten Schlechte Zeiten. In der Serie spielt er jemanden, der gegen das Unrecht kämpft und Obdachlosen hilft. Ein guter Mensch, der offenbar nicht nur in der Serie vom Weg abgekommen ist und Drogen nahm. Denn Drogen nahm er auch im wahren Leben und nun hat er einen Bestseller geschrieben und von seiner „Drogenkarriere“ erzählt.


Meine Meinung:


Ich war sofort mitten im Buch drin. Jede Geschichte ist anders, aber ich habe versucht zu vergleichen und Gemeinsamkeiten mit der Person zu finden, die in meinem Umfeld Drogen nahm. Und ich habe ein paar gefunden. Es war etwas seltsam. Das erste was mir auffiel war dieses Hin und Her. Kurze Sätze. Zusammenhanglos. Das ist mir schon früh aufgefallen. Die Person, die ich kenne (ich nenne sie ab sofort nur noch „die Person“) hatte diese Eigenschaft. Unkonzentriert, konnte sich nicht so lange auf ein Thema konzentrieren um darüber zu sprechen. Und das fiel mir in diesem Buch auf. Als Eric Stehfest beginnt von der Zeit zu berichten, in der er Drogen nahm, werden seine Sätze im Buch teilweise genau so. Und das war zugegebenermaßen für das Lesen etwas schwieriger, in anderen Bewertungen bei Amazon ist das Wort "wirr" gefallen, aber authentisch ist das auf jeden Fall. Und das wollte ich. Einen Einblick, weil ich „die Person“, auch wenn es mittlerweile vorbei ist, besser verstehen wollte und will.


Eric Stehfest berichtet von seinen Familienverhältnissen, von seiner schulischen Laufbahn und seiner Karriere. Und versucht somit zu erklären wie er in diese Szene hineinrutschte und schwer wieder herauskam. Er erzählt davon wie gut er es vor seiner Familie verbergen konnte. Man muss zugeben, das ist wahre Kunst. Und am meisten bewundere ich ihn dafür, dass er die Schuld niemandem zuweist. Dass er nicht sagt: Meine Kindheit ist schuld. Der Dealer ist schuld. Meine Familie ist schuld. Schon auf der ersten Seite spricht er von seiner Mutter, die auf der Suche nach Glück und Liebe war und sagt:


„Darum: kein Vorwurf, kein Wort je aus meinem Munde. Sie hat mit ihrer Liebe wirklich alles gut gemacht.“ (Seite 5, Zeile 8-9)


Man merkt wie sehr er seine Mutter liebt und sie frei von jeder Schuld spricht. Denn man muss dazu sagen, dass Angehörige sich selbst oft fragen, was sie falsch gemacht haben, was sie hätten ändern können und wie sie es hätten verhindern können. Doch oft ist es einfach schon viel zu spät, wenn man es als Angehöriger/Freund/Bekannter bemerkt.


Das Thema dieses Buches beschäftigt mich sehr und es ist auf jeden Fall sehr lohnenswert es zu lesen. Man erfährt in dieser sehr persönlichen Geschichte von einem Mann, der sogar in der Öffentlichkeit steht, einiges über die Erfahrung wie es ist, drogenabhängig zu sein. Wie ein Drogenrausch wirkt, wie er an die Drogen kam und ganz wichtig: Wie er versucht hat davon loszukommen und was für ihn die Motivation dazu war.


Mein Fazit:


Ein Thema, dass mich sehr beschäftigt und das es wert ist, dass darüber gesprochen wird.

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der hörverlag, familiengeheimnis, am dunklen fluss

Am dunklen Fluss

Anna Romer , pociao , Roberto Hollanda , Jessica Schwarz
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 08.01.2017
ISBN 9783844519402
Genre: Romane

Rezension:


Das Cover:


Passt perfekt. Besonders die dunklen Wolken bringen Stimmung ins Bild und es passt zum Titel. Beim Hören habe ich mir den Fluss zwar nicht so reißerisch vorgestellt wie er hier dargestellt wird, aber das Cover sieht wirklich schön aus und wenn die Sonne scheinen würde, könnte man sich fast wohlfühlen.


Das Hörbuch:


Ruby Cardel fehlt ein Jahr ihres Lebens. Das Jahr, in dem ihre Schwester von einer steilen Uferböschung in den Tod stürzte. Ein Schutzmechanismus. Doch das Gefühl, dass ihre Mutter ihr die Schuld an Jamies Tod gibt lässt nicht nach und als Ruby dann auf einer Vernissage ihrer Mutter eine ehemalige Nachbarin trifft, kommen längst verschollene Erinnerungen hoch. Sie beschließt die Nachbarin in Lyrebird Hill zu besuchen. Hier kommen Stück für Stück Erinnerungen aus dem Jahr von Jamies Tod hoch und sie kommt einer gefährlichen Wahrheit auf die Spur…


100 Jahre zuvor: Brenna’s Vater hat Schulden. Damit er diese begleichen kann, willigt sie ein zu heiraten. Kurz vor ihrem Umzug nach Lyrebird Hill gesteht ihr Vater, wer ihre leibliche Mutter war, doch es muss zu Brenna’s Schutz ein Geheimnis bleiben. In Lyrebird Hill lernt sie ihren Mann erst richtig kennen. Er ist lange nicht der gefühlvolle Ehrenmann, den sie zu kennen glaubte. Und was steckt in dem Medaillon, dass er ständig anstarrt und dabei so traurig wird. Das Medaillon birgt eine dunkle Geschichte und Brenna kommt ihr zu nahe…


Meine Meinung:


In diesem Hörbuch hat man zwei Handlungsstränge, die irgendwann zusammenlaufen. Die eine spielt im Jahr 1898, die andere in der heutigen Zeit. Und doch haben sie etwas gemeinsam. Die Handlungsstränge werden kapitelweise erzählt, abwechselnd mit den Stimmen von Jessica Schwarz und Eva Gosciejewicz. Beide haben tolle Stimmen und können wirklich gut erzählen. Teilweise hatte ich bei beiden auf mehr Gefühl gehofft, aber trotzdem war es ein Vergnügen dieses Hörbuch zu hören. Durch die unterschiedlichen Stimmen bemerkt man auch sofort, wenn es einen Wechsel in der Zeit gibt und welcher Handlungsstrang weitererzählt wird.


Die Story ist sehr persönlich. Man bekommt tiefe Einblicke in das Gefühlsleben von Brenna und Ruby und darf miterleben, wie beide nach und nach Geheimnissen auf die Spur kommen, die für sie gefährlich werden können. Beide sind in meinen Augen ähnliche Charaktere. Sie sind stark, stehen für sich ein, auch wenn das bei Ruby etwas Zeit gebraucht hat. Ich mag sie beide sehr. Besonders bei Brenna war ich dahingehend ein wenig überrascht, weil sie in einer Zeit lebte (1898), in der Frauen immer noch nicht viel selbst entscheiden konnten bzw. durften. Umso mehr habe ich sie bewundert, dass sie immer öfter ihre Meinung sagte, teilweise auch aus noch kindlichem Trotz und versuchte für das zu kämpfen, was ihr wichtig war.


Besonders fiel mir aber die Umgebung auf. Egal ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart, Blumen, Pflanzen, einfach die Natur, scheint hier ein sehr wichtiges Thema zu sein. Man bekam richtig Bilder im Kopf und konnte fast schon den Duft riechen. Ein Roman mit viel Liebe zur Natur.


Mein Fazit:


Ein wunderschöner Familienroman der Geheimnisse verbirgt und Gefahren offenbart. Mit so unterschiedlichen Charakteren, die sich in den verschiedenen Zeiten wiederholen.

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gekentert, wasser, segelboot, segeln

Gekentert

Steven Callahan , Ute Mareik , Jim Nalepka
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei celsus verlag, 17.11.2016
ISBN 9783946737001
Genre: Romane

Rezension:


Das Cover:


Sehr schlicht und unspektakulär. Im Hintergrund erkennt man blass eine Karte, auf der die vermeintliche Route der Rose-Noelle (dem gekenterten Boot) zu sehen ist.


Die Story:


In diesem Buch geht es um 4 sehr unterschiedliche Männer, die gemeinsam eine Reise machen möchten. Schon nach kurzer Zeit kentert das Boot und dreht sich einmal um sich selbst. Alles steht Kopf. Das Einzige, was den Männern bleibt, ist zu warten und zu hoffen, dass sie schnell gefunden werden. Dabei gibt es häufig Streitigkeiten und die Männer müssen gucken, wie sie mit der Situation umgehen, bei der sie nicht wissen, wie lange sie noch dauert.


Meine Meinung:


Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. 119 Tage. Das sind fast vier Monate. So lange war Jim mit drei anderen Männern auf einem gekenterten Boot und hat versucht zu überleben. Unwissend, wie lange der Kampf dauern würde. Unwissend, wie lange die Nahrungsmittel reichen würden. Unwissend, ob auf so einer Reise nicht irgendwann das Menschliche verschwindet.


Ich muss leider sagen, dass ich schwer ins Buch reingefunden habe. Ich wollte wissen: Wie überlebt man? Was ist da passiert? Doch das Buch beginnt mit ein bisschen Vorgeschichte zu Jim und man lernt ihn erst besser kennen, bevor man die Männer auf ihrer Reise begleitet.


Dasselbe gilt für den Schluss des Buches, wo man mehr Hintergrundwissen bekommt und wie es danach weiterging. Hier allerdings, fand ich es wirklich gut. Ich wollte wissen was aus den Männern wird.


Zur Mitte des Buches: Es war für mich wie eine Achterbahnfahrt. Mal fand ich es hochspannend, dann wiederum fand ich es recht langweilig. Und ich denke mir, was soll in 119 Tagen auch ständig was Neues passieren? Diese vier Menschen lebten zusammengepfercht auf bzw. in einem Boot.


Am Ende des Buches und auch auf den Innenseiten der Schutzumschläge sind Bilder. Unter anderem eines, dass die vier Männer kurz nach ihrer Rettung zeigte. Das fand ich sehr interessant, zumal man dann Gesichter der Männer aus dem Buch vor Augen hat.


Mein Fazit:


Für Menschen, die begeistert von Booten und Meeren sind ist es absolut empfehlenswert. Mir hat es gut gefallen, jedoch war es in meinen Augen zwischendurch etwas zäh und hat mich teilweise gelangweilt. Ich habe vielleicht auf mehr Action gehofft, aber das ist eben eine wahre Geschichte.

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kinderbuch, feuerkristall, sharj, fantasy, kompass

Sharj und der Feuerkristall

Audrey Harings
Flexibler Einband
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 07.02.2017
ISBN 9788494667305
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Wer von euch liebt großartige Illustrationen? Wer möchte eine Geschichte, die Weltenreisen und Fantasy verbindet? Der ist hier genau richtig. Ein Buch für Groß und Klein.


Das Cover:


Großartig gemacht. Ich bin richtig begeistert, weil man jedes Mal, wenn man wieder auf das Cover schaut, etwas Neues entdecken kann. So farbenfroh und doch etwas düster. Man erkennt auf den ersten Blick, dass es sich um Fantasy handelt. Besonders schön finde ich auch wie der Name der Autorin eingefasst ist. Er steht nicht im Mittelpunkt, aber er ist doch so eingefasst, dass er auffällt.


Die Story:


Sharj und José sind Freunde. Seit einem Abenteuer in einer anderen Welt, wo sie König Sloma gerettet haben, sind sie in Besitz von zwei Kompassen. Als sie hinter das Geheimnis von ihnen kommen möchten, werden sie durch Magie in eine andere Welt gezogen.


In dieser Welt leben Samira, Roma und Alba in ständiger Angst vor den Dajanen, einem blutrünstigen Vampirvolk. Seit der Feuerkristall nicht mehr auf dem Berg leuchtet, gibt es nur noch Nacht und bringt die Völker von Samira, Roma und Alba in Gefahr. Sharj und José sollen zur Hilfe kommen.


Meine Meinung: 


Zunächst muss ich euch unbedingt von den tollen Illustrationen erzählen, denn nicht nur das Titelbild ist so wundervoll gestaltet. Auch jeder Kapitelanfang hat ein dazu passendes Bild. Außerdem gibt es am Anfang des Buches eine Übersicht über alle Personen des Buches mit Illustrationen dazu. Ich bin wirklich begeistert davon.


Zum Buch selbst kann ich sagen, dass es sich auch gut lesen lässt, wenn man Teil 1 nicht kennt. Es sind in sich abgeschlossene Geschichten. Jetzt bin ich aber natürlich neugierig geworden und werde mir definitiv Teil 1 besorgen.


Ich muss leider zugeben, dass ich keine Ahnung habe wie man den Namen "Sharj" ausspricht. Das hat mich etwas gestört beim Lesen, weil ich jedes Mal hängen geblieben bin und mich gefragt habe, ob das "j" wie ein i oder ein sch ausgesprochen wird (ich tendiere zu i, wer es weiß, kann mich gerne aufklären :-) ).


Ansonsten bin ich angetan von diesem Buch. Die Kapitel wechseln sich sehr schön ab, das heißt, das eine Kapitel handelt von der Familie, wo Sharj aufwächst (sie ist Waise mit Pflegeeltern), das nächste handelt von der Familie von José, dann geht es um Samira, Roma und Alba in ihrer Welt und dann wiederum um José und Sharj und am Ende fügt sich alles zusammen. Einen Handlungsstrang habe ich bisher nicht ganz verstanden, denn einer dreht sich auch um die Pflegeschwester von Sharj. Zu Anfang habe ich geglaubt, dass er eine größere Bedeutung hat und irgendwann in den Handlungsstrang von Sharj einfließt, was aber nicht passiert ist. Aber vielleicht hat das für die weiteren Teile eine größere Bedeutung.


Die Story war spannend mit vielen Details und meiner Meinung nach geeignet für Klein und Groß. Es kommt keine Langeweile auf, durch die Kapitelwechsel bin ich auch immer gerne am Ball geblieben, weil ich wissen wollte, wie es mit den Personen in diesem Kapitel später weitergeht. Zudem sind die Charaktere jeder für sich etwas Besonderes. Sharj ist etwas naiv, ihre Pflegemutter scheint ihren Charakter noch wechseln zu können, ihr Pflegevater ist einfach nur böse, ihre Pflegeschwester eigentlich ganz nett, José ist klug und seine Eltern sind einfach nur unglaublich warmherzige, freundliche Personen, die man gerne kennenlernen möchte.


Mein Fazit:


Mir gefiel das Buch sehr gut und ich möchte unbedingt wissen wie sich die Personen weiterentwickeln. Aber mich interessiert nun doch auch die Geschichte um das Abenteuer mit König Sloma, daher werde ich zunächst Band 1 noch lesen.

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magie, fantasy, jugendbuch, nicholas flamel, michael scott

Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der unsterbliche Alchemyst

Michael Scott ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.03.2010
ISBN 9783570400005
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lange auf dem SUB gelegen, weil es über 400 Seiten hat (und es sieht noch dicker aus). Aber die Neugier hat gesiegt und ich habe es gelesen.

Das Cover:

Ein Traum! Oder was denkt ihr? Ich finde es einfach wunderschön. Das Gold glänzt und das Cover ist einfach nur magisch. Wirklich sehr gut gelungen

Der Inhalt:

Ein Job im Buchladen kommt Josh traumhaft vor, besonders weil seine Zwillingsschwester Sophie gegenüber im Cafe jobbt. Bis die Buchhandlung überfallen wird und Josh herausfindet, dass sein Chef niemand geringeres ist als der 670 Jahre alte Alchemyst Nicholas Flamel. Mit Hilfe von Magie wird ihm ein besonderes Buch gestohlen und als Josh diesem Buch versehentlich Seiten entreißt, befinden sich die Zwillinge schon mittendrin im magischen Gefecht zwischen Gut und Böse. Noch ahnen sie nicht, dass sie Teil einer großen Prophezeiung sind, die die Menschheit zerstören oder retten wird…

Meine Meinung:

Michael Scott hat einen sehr schönen Schreibstil. Trotz der Dicke des Buches, die mich anfangs etwas abgeschreckt hatte, war ich schnell mittendrin in der Geschichte und wollte sie unbedingt weiterlesen.

Ich habe mir den großen Nicholas Flamel immer etwas anders vorgestellt. Nicht vom Äußeren, sondern von seiner Art. Er wirkt ein wenig wie ein zerstreuter Professor und hat nicht die Fähigkeiten, die ich erwartet habe. Aber er ist trotzdem ein kluger, durchaus sympathischer Mann, der einen aber nicht ganz hinter seine Fassade blicken lässt.

Die Geschwister finde ich leider bis jetzt weder besonders sympathisch noch unsympathisch. Kennt ihr das? Sie sind eben da, aber wirklich für sie interessieren… Naja. Was ich klar sagen kann: Sophie scheint die Stärkere der beiden zu sein und auch die Mutigere.

Und einen anderen Charakter (die bösen lasse ich mal außen vor) möchte ich auch noch erwähnen. Die Frau von Nicholas Flamel. Wie heißt es so schön: Hinter jedem mächtigen Mann steht eine starke Frau (oder so ähnlich). Sie ist klug, hilfsbereit, kann Situationen gut einschätzen und ich mag sie.

Über die Story möchte ich keine großen Worte verlieren, das muss man einfach selbst lesen. Es ist spannend gemacht und ich habe gerne verfolgt, wie Sophie und Josh plötzlich von einer Welt erfahren, in der all die Dinge möglich erscheinen, von denen sie bisher nur gelesen haben. Ihr Staunen und wie ihr geschichtliches Wissen dann doch mal nützlich sein kann: man kann sich als „Normalsterblicher“ hineinversetzen.

Mein Fazit:

Ich habe mir sofort nach Beenden des Buches Band 2 gekauft (der im Übrigen nicht wirklich dünner ist, aber hoffentlich genauso spannend). Das sagt schon alles. Ich liebe diese magische Welt und ja, ich bin Potter-Fan und deshalb will ich noch mehr über Nicholas Flamel erfahren.

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kreuzfahrt, meer, gepäck, landgang, anreise

Wo bitte geht's zum Meer?

Bettina Querfurth
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.01.2017
ISBN 9783453285439
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das Cover:


Passend zum Thema gemacht und meiner Meinung nach originell gestaltet. Besonders angetan bin ich von dem Rahmen um den Titel gemacht aus einem Anker. Die Farben sind harmonisch und durch das Kreuzfahrtschiff auf dem Cover kann man schon ahnen, wohin die Reise einen verschlägt.


Der Inhalt und meine Meinung:


Die Autorin erzählt hier von ihren persönlichen Erfahrungen mit Kreuzfahrtschiffen. Als leidenschaftliche Vielfahrerin gibt sie hier viele Tipps für die eher unerfahrenen unter uns. Von der Anfahrt zum Schiff und der Einschiffung (das „An-Board-Gehen“) bis hin zum Buffet, der Unterhaltung und dem Landgang zeigt sie auf, wie man einen entspannten Kreuzfahrturlaub haben kann. Außerdem gibt es zu Anfang des Buches einen „Welcher Kreuzfahrttyp sind Sie?“-Test und am Ende jedes Kapitels gibt es eine kleine überschaubare Zusammenfassung der Tipps, so genannte Rettungsringe für Anfänger. Und für alle, die sich noch ein bisschen mit Fachjargon beschäftigen möchten gibt es am Ende des Buches ein ABC mit Wörtern, die einem auf hoher See begegnen können.


Ich bin in meinem Leben (leider) erst einmal mit einem Kreuzfahrtschiff gefahren und das war die AIDA. Seitdem möchte ich es unbedingt mal wiederholen, weil mir diese Erfahrung, jeden Tag woanders an Land zu gehen, sehr gefallen hat. Dieses Buch hat mir wieder die Lust gemacht aktiv nach einer für mich passenden Kreuzfahrt zu suchen. 


Ich selbst konnte aus diesem Buch viele Tipps mitnehmen, zumal die Autorin auch Internetseiten angibt, bei denen man nähere Informationen zu Reisen mit Kreuzfahrtschiffen findet.


Für alle, die jetzt Angst haben es könnte sich um ein reines Sachbuch handeln: NEIN, das ist es definitiv nicht. Es werden keinesfalls nur Fakten aufgezählt, sondern die Autorin beschreibt tatsächlich ihre Erfahrungen, die teilweise lustig und definitiv hilfreich sind. Sie spricht über die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Nationalitäten und über Tischgespräche, die man führen sollte oder eben nicht. Und ein Punkt hat es mir besonders angetan, weil ich zugeben muss, dass ich mir bei so etwas, auch in „normalen“ Hotelanlagen ebenfalls unsicher bin: Welche Kleideretikette muss man einhalten? Darf man mit dem Bademantel zum Essen gehen oder muss man selbst auf dem Weg zum Pool gut angezogen sein und darf nicht im Bikini durch das Hotel/Kreuzfahrtschiff laufen? Ich habe mich gefreut, dass ich offenbar nicht die Einzige bin, die sich Gedanken um diese Dinge macht.


Erwartet hatte ich tatsächlich mehr einen Roman, aber diese Mischung aus Roman (wahren Begebenheiten) und Sachbuch mit Tipps fand ich sehr unterhaltsam.


Mein Fazit:


Vor meiner nächsten Kreuzfahrt, die mit Sicherheit kommt, werde ich definitiv dieses Buch wieder zur Hand nehmen und mich ein bisschen inspirieren lassen.

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Tags: bettina querfurth, kreuzfahrt, meer   (3)
 

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marissa meyer, märchen, wie monde so silbern, cyborg, cinder

Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315281
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover:

Finde ich wunderschön. Genau wie die Cover von den weiteren Teilen. Ich finde sie einfach sehr raffiniert gemacht, weil es zunächst einfach wie ein unbestimmtes Muster aussieht und dann erkennt man bei genauerem Hinsehen, dass es sich um Schuhe handelt. Sehr schön.

Der Inhalt:

Cinder ist Mechanikerin und lebt zusammen mit ihrer Stiefmutter und zwei Stiefschwestern. Sie ist eine Außenseiterin und sehr überrascht als plötzlich Prinz Kai in unauffälliger Kleidung in ihrer Werkstatt auftaucht und möchte, dass sie etwas Wichtiges für ihn repariert. Ihre Wege kreuzen sich von da an öfter und es entwickelt sich etwas. Doch es gibt Geheimnisse. Und wieso möchte die Königin von Luna Prinz Kai unbedingt heiraten. Auf dem Ball von Prinz Kai kommt es zum Showdown…

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch lange vor mir hergeschoben, weil ich keine Lust auf Märchen hatte. Und den Namen der Hauptperson (Cinder) fand ich recht einfallslos, weil es ganz offenbar auf Cinderella hinweisen sollte. Aber dann las ich es. Und war überrascht.

Cinder ist kein gewöhnliches Mädchen und keinesfalls mit Cinderella vergleichbar. Sie gefiel mir von Anfang an. Sie hat ein gutes Herz, kommt mir ihrer jüngeren Stiefschwester gut aus und versucht alles, um ihre Stiefmutter zufrieden zu stellen. Unbeachtet und auch gefürchtet von manchen Menschen ist sie eine Außenseiterin. Und dann kommt Prinz Kai ausgerechnet in ihre Werkstatt.

Prinz Kai ist ein besonnener junger Mann, der ein guter Kaiser werden will. Er ist ein guter Mensch und das bringt ihn manchmal in eine Zwickmühle. Er muss sich entscheiden zwischen dem, was moralisch richtig wäre und dem, was für sein Land und die Menschen darin das Beste wäre.

Ja, die Story hatte teilweise tatsächlich etwas von Cinderella, allerdings in einer ganz besonderen Art und Weise. Schon allein die Welt, in der wir uns hier befinden, ist ganz anders als die Welt, die wir kennen. Es gibt mehr als nur Menschen. So gibt es auch die Bewohner des Mondes mit denen die Menschen Frieden haben wollen. Doch es bahnt sich etwas an.

Die kleinen, angedeuteten romantischen Momente kommen hier ebenso wenig zu kurz wie die Spannung. Die Königin von Luna hat etwas vor und es kommt etwas auf die Menschen zu.

Das Ende ist definitiv ein Cliffhanger und das mag ich gar nicht. Ich muss doch wissen wie es endet!!!

Fazit:

Ich habe mir im Anschluss sofort die weiteren Teile gekauft, das sagt doch alles, oder?

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gott, nachdenken, apostel, religion, phrophet

Und Gott sprach - Es werde Jonas

Sebastian Niedlich
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 01.09.2015
ISBN 9783862654994
Genre: Humor

Rezension:


Das Cover:


Ja. Sagt mir nicht zu. Ist weder witzig noch aussagekräftig. Aber auf den Inhalt kommt es an.


Der Inhalt:


Jonas ist Autor und zumindest unter seinem Pseudonym als Erotikautor erfolgreich. Lieber wäre er jedoch mit seriöser Lektüre erfolgreich. Und dann passiert ein Unglück nach dem anderen: seine Freundin verlässt ihn, seine Mutter ist enttäuscht von ihm und dann wird er ausgerechnet von einer Kirchturmspitze erschlagen und stirbt. Doch Gott hat einen Plan. Jonas soll sein neuer Messias sein und so wacht Jonas im Leichenschauhaus auf.


Meine Meinung: 


Jonas ist mir nicht so recht sympathisch. Schreiben ist für ihn das Wichtigste und seine Freundin nimmt er als zu selbstverständlich an. Und so ist es kein Wunder, dass sie ein Zeichen setzen will und geht. Ausgerechnet zu seiner Mutter. Und die ist sehr religiös und ist sehr enttäuscht von ihrem Sohn.


Die Charaktere sind sehr vielfältig. Besonders Lena, die Freundin, ist eine selbstbewusste, junge Frau, die weiß was sie will und recht bodenständig ist. Mir gefällt sie wirklich gut.


Jonas Mutter ist was ganz Besonderes. Ich finde sie etwas nervig. Sie redet ständig und fast nur von Gott. Jonas ist eigentlich das genaue Gegenteil von ihr. Seine Mutter möchte ihn ständig bekehren, weil Jonas absolut nicht an Gott glaubt. Oder zumindest nie geglaubt hat.


Jonas ist ein kluger Mann, der den großen Durchbruch möchte. Er möchte Erfolg. Und bekommt den Tod. Und dann das Leben, das unsterbliche Leben.


Und nun zu Gott. Ja, er spielt eine wesentliche Rolle in dem Buch, denn er ist der Hauptsprecher. Und das finde ich total witzig. Denn es wirkt so echt. Und in manchen Augenblicken habe ich gedacht: Ja, das würde Gott jetzt sagen. Oder: Wirklich? So ist das also?


Der Sprecher ist absolute klasse. Er bringt so viel Leidenschaft mit, man nimmt ihm seine Rolle total ab.


Der Inhalt war etwas Besonderes, weil ich so ein Buch noch nicht gehört/gelesen habe. Gott ist im Prinzip die Hauptperson, die alles einfädelt bzw. die Geschehnisse lenkt und Jonas die Person, die der Messias werden soll. Und obwohl er gar nicht gläubig ist (oder vielleicht genau deswegen) ist er der Richtige dafür. Und dieses Paradoxon ist das tolle an dem Buch. Denn Jonas ist ein Mensch wie du und ich und er glaubt nicht an Gott oder an übernatürliche Wesen.


Mein Fazit:


Ein sehr unterhaltsames Buch, das meine Empfehlung verdient.

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Tags: sebastian niedlich   (1)
 

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aufgabe, hörbuch, 2016, matthias keller, sarkasmus

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Sebastian Niedlich , Matthias Keller
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.01.2016
ISBN 9783785752982
Genre: Humor

Rezension:


Das Cover:


Lustig. Und nachdem man den Inhalt kennt, weiß man auch, dass der Tod die Schmetterlinge aka Seelen einfängt, die aus Toten herausfliegen. Und Kegeln ist ein toller Zeitvertreib mit dem Tod.


Der Inhalt:


Martin hat ein ungewöhnliches Erlebnis am Sterbebett seiner Oma. Er kann als einziger den „Tod“ sehen, der direkt neben seiner Oma steht und darauf wartet, dass sie ihren letzten Atemzug macht. Er freundet sich mit dem Tod an, der ihn als Nachfolger möchte. Bis ins Erwachsenenalter begreift Martin das aber noch nicht. Erst als er Fähigkeiten entwickelt, wie zum Beispiel die Todesart von Menschen vorauszusehen, begreift er, dass er sein Nachfolger werden soll. Doch ist er dazu bereit?


Meine Meinung:


Ein absolut unterhaltsamer Roman. Nur die Vorstellung, dass der Tod vermenschlicht wird und Martin mit ihm befreundet ist, fand ich persönlich schon sehr interessant. Schon bald habe ich mich in Martin hineinversetzt und überlegte, wie ich reagieren würde, was ich tun würde, wenn ich sehen könnte, auf welche Art Menschen, die ich kenne, zu Tode kommen würden. Es ist wirklich seltsam. Und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass diese Vorstellung vom Tod, gar nicht so schlimm ist. Der Tod kommt als Freund. Und oft als Erlösung. Und man kann ihn nicht verhindern, aber Martin versucht es.


Der Tod als Charakter war sehr interessant. Ich finde, dass er sich im Roman manchmal wie ein Kind verhält, dem man selbst erstmal etwas beibringen oder erklären muss. Zum Beispiel was Gefühle sind und wann sie nützlich sein können. Und was Freundschaft ist. Andererseits scheint er so viel mehr vom Leben und insbesondere seinem Ende zu wissen.


Martin ist ein ganz normaler kleiner Junge, den wir bis ins Erwachsenenalter begleiten. Ich finde genau das zeichnet ihn aus: Er ist wie du und ich und somit könnten auch wir mit dem Tod befreundet sein und die Fähigkeiten haben. Zu seinen Fähigkeiten gehört unter anderem das Teleportieren, was ich echt cool finde.


Mein Fazit:


Ich hatte richtig Spaß bei diesem Hörbuch und es hat mich teilweise auch zum Nachdenken angeregt, aber nicht auf eine bedrückende Art und Weise. Noch kurz zum Sprecher: Es ist toll ihm zuzuhören und er ist sehr authentisch.

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thriller, lauf sophie, wanderbuch

Lauf, Sophie

May B. Aweley
E-Buch Text: 212 Seiten
Erschienen bei null, 25.04.2016
ISBN B01ESCNCLE
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Das Cover:


Zuerst war ich mit dem Cover recht zufrieden und der Titel hat mich schon neugierig gemacht. Ich stellte mir vor, dass die Frau auf dem Cover Sophie sei, die vor ihrem Peiniger davonläuft. Und vielleicht ist es so. Aber nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich, dass sich Sophie bis auf die Unterwäsche und ihre Sportschuhe ausziehen musste bevor sie „weglaufen“ durfte. Und selbst wenn sie ihre Klamotten hätte anbehalten dürfen, dann wären es Jeans gewesen und kein Kleid. Das stört mich schon ein bisschen.


Der Inhalt:


Schon fünf tote Mädchen. Und nun glaubt das FBI endlich den Mörder gefangen zu haben. Doch er will spielen, denn er hat einen Nachfolger auserkoren, der in diesem Moment eine neue junge Frau entführt und mit ihr ein Spiel spielt. Es ist Sophie, die Nichte des ermittelnden Agenten. Und es zählt jede Minute.


Meine Meinung:


Es ist schwierig. Grundsätzlich fand ich die Idee der Story wirklich klasse. Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, war ich sehr neugierig. Ich stellte mir vor, wie diese Jagd auf blutjunge Frauen stattfinden würde und wie die Ermittler auf deren Spur kommen würde. Und eine der Frauen wäre Sophie. Und das war der erste enttäuschende Punkt für mich, denn Sophie ist die einzige Frau, auf die derzeit Jagd gemacht wird. Daher fand ich die Inhaltsangabe etwas irreführend. Und zu dem Cover habe ich mich oben ja nun schon geäußert.


Ein weiterer Kritikpunkt, den ich in der Regel nicht anführe, mir hier aber sehr deutlich wurde: Es gibt viele Fehler. Es sind oft keine Rechtschreibfehler, sondern grammatikalische Fehler. Ein Fehler, der häufiger vorkam, war zum Beispiel, dass ein Wort im Satz wiederholt vorkam, an Stellen, wo kein Wort hingehört. Das sieht einfach nach Aufmerksamkeitsfehlern aus, die vielleicht nur in der Auflage, die ich habe, sind (welche das ist steht leider nicht im Buch).


Mein dritter Kritikpunkt ist die Länge des Buches. Solch eine Story auf so wenige Seiten zu verteilen erschien mir schon zu Beginn schwierig und ich finde einfach, dass man so viel mehr hätte da rausholen können. Die Story hat so viel Potential und man hätte viele Passagen bzw. Vorgänge im Buch einfach näher beschreiben können. Das Verhör zieht sich zwar relativ lange, aber es findet kaum Ermittlungsarbeit statt. Der Täter verrät einfach schon sehr viel von sich aus. Es ist sehr einfach für das Ermittlerteam herauszufinden was los ist. Zu einfach. Die Entführung von Sophie ist wirklich gut beschrieben, allerdings ist alles was danach kommt viel zu kurz. Man bekommt nicht all zuviel von diesem Täter mit, es wird nicht wirklich was mit Sophie gemacht und die Jagd auf sie gestaltet sich eher unspektakulär.


Und zum Guten im Buch, denn das gibt es auch. Die Idee. Klingt erst mal nicht viel, aber ich wollte wirklich wissen wie es weiter geht. Sophie schien mir sehr sympathisch und ich wollte wissen ob und wie sie es schafft. Außerdem wollte ich mehr wissen, wie sich ihr Onkel beim FBI verhält, wie er es schafft sie zu finden.


Mein Fazit:


Die Idee war wirklich gut, an der Umsetzung hat es meiner Meinung nach gemangelt. Ich gebe hierfür leider nur 2,5 von 5 Sternen.

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