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1.840 Bibliotheken, 21 Leser, 3 Gruppen, 43 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, zauberer, magie

Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.02.2006
ISBN 9783551354020
Genre: Fantasy

Rezension:  
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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

seelenfänger, vampir, fantas, seelenfänge, tragik

Seelenfänger: Jäger und Gejagte

Charlotte da Silva
E-Buch Text: 427 Seiten
Erschienen bei Henning Verlag, 10.12.2014
ISBN B00QW4DI0C
Genre: Sonstiges

Rezension:


Auch wenn ich skeptisch gegenüber Büchern bin, die Vampire als Thema haben, war ich sehr überrascht.

Das Cover:

Angsteinflösend. Das war das erste Wort, das mir dazu einfiel. Es erinnert mich irgendwie an einen Zombie, auf dessen Auge man gezoomt hat. Aber wenn man das Auge näher betrachtet, erkennt man diesen Schimmer, dieses Glänzen. Da ist etwas. Insgesamt finde ich das Cover äußerst gelungen, da es eindeutig neugierig macht und gleichzeitig aber auch so gar nichts verrät. Durch den Untertitel dachte ich allerdings, dass die Person auf dem Cover zur zweiten Kategorie, die der Gejagten, gehört.

Zum Inhalt:

Richards Leben findet jäh ein Ende als sein Fürst ihn erdolcht, weil dieser Richards Frau für sich alleine möchte. In den letzten Momenten seines Lebens kommt ein Priester und schenkt ihm ein neues Leben.

Rund 200 Jahre später: Williams Vater wird von einem Vampir getötet. Das stürzt die Familie in ein Loch. Fortan muss William alleine für seine Schwester Marie und ihren vaterlosen Sohn John sorgen. Doch er findet keine Arbeit und dann wird John auch noch krank. In seiner Verzweiflung tritt er einer Gruppe von Vampirjägern bei, deren Arzt sich um John kümmert und William verdient Geld um für seine Familie sorgen zu können. Anfangs läuft alles wie es soll, bis William auf die ersten Vampire trifft und er anfängt, die Ziele der Gruppe in Frage zu stellen. Besonders Tristan, der Anführer der Gruppe, der zu Anfang noch gut auf William zu sprechen ist, scheint nicht der Held zu sein, für den ihn die Gruppe hält. Sind die Vampire wirklich wie wilde Tiere und töten aus reinem Überlebensinstinkt und Blutdurst? Oder steckt mehr dahinter?

Meine Meinung:

Die ersten Seiten fand ich ehrlich gesagt langweilig. Es war zwar leicht in die Geschichte reinzukommen, aber Rittergeschichten interessieren mich nicht wirklich und das war sie zu Anfang. Bis Richard seinen Tod und sein neues Leben findet. Er wird zum Vampir gemacht. Und ab da an zog mich die Geschichte in seinen Bann. Jeder der Charaktere ist sehr vielschichtig und ich muss zugeben, dass ich selbst die Protagonisten nicht immer sympathisch fand, aber ihre Eigenschaften machen sie nur menschlich und genau das fand ich gut. Die ganze Story spielt hauptsächlich im Jahr 1757 und ist sehr authentisch. Die Umgebung wird sehr gut beschrieben und man findet sich wirklich in diesem Jahr in London wieder. Alles ist dreckig, die verschiedensten Gestalten treiben sich auf der Straße herum und natürlich gibt es noch keine Elektrizität.

Um auf den Titel des Buches zu sprechen zu kommen ohne zu viel verraten zu wollen: Die Vampire sind Seelenfänger. Und das ist ein wirklich toller Aspekt, der der Autorin hier eingefallen ist. Denn so hat dieses Buch rein gar nichts mit diesen typischen Vampirgeschichten gemeinsam, die ich sonst so gelesen habe. Es wird mit Klischees aufgeräumt und auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz, nimmt aber nicht den größten, wenn auch aber einen bedeutenden Teil des Buches ein. Insbesondere die festen Familienbande zwischen William und Marie kommen sehr deutlich zutage, auch wenn Marie etwas vor William zu verbergen hat. Man hat das Gefühl, dass ständig etwas passiert, auch in ruhigeren Momenten.

Als Vampir gehört Richard selbstverständlich zu der gejagten Spezies und muss sich besonders vor Tristan in Acht nehmen. Tristan ist zunächst der geborene Anführer bis er beginnt, seine persönliche Fehde auf dem Rücken der Gruppe auszutragen. In meinen Augen ist er definitiv der unsympathischste Charakter (auch wenn der Fürst vom Anfang ihm in nichts nachsteht).

Mein Fazit:

Soweit ich weiß, arbeitet die Autorin schon an Teil 2 und ich bin mega gespannt darauf. Ich werde mir das Buch definitiv kaufen. Die Autorin hat mich begeistert. Das Buch erhält 5 von 5 Sternen.

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Tags: seelenfänger, vampire   (2)
 

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

berlin, mord, thriller, trauma, entführung

Der Todesprophet

Chris Karlden
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.08.2016
ISBN 9783746632322
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ich habe mich mal wieder in mein Genre gewagt. Thriller. Und dann noch einer meiner liebsten Sorte, denn für mich war er zum großen Teil ein Psychothriller. Ich mag, wenn es an die Nerven geht.

Cover:

Das Cover finde ich sehr spannend. Schon vor dem Lesen ist das Kopfkino bei mir losgegangen. Bei dem Titel und dann eine Spritze auf dem Cover habe ich mir ein Buch à la Todesengel im Krankenhaus vorgestellt. Bekommen habe ich etwas ganz anderes. Zu Thrillern gehört meiner Meinung nach ein farbarmes Cover mit Eyecatchern und das hat dieses Cover geschafft.

Inhalt:

Ben Weidner ist Journalist und ihn plagen auch ein Jahr nach seinen schrecklichen Erlebnissen in Äthiopien Albträume und von Zeit zu Zeit muss er sich mit Blackouts rumschlagen. Seine Frau hat ihn verlassen und sein Job ist nun ein anderer. Im Rahmen einer Recherche zu einem Artikel sagt ihm ein Wahrsager die Zukunft voraus und dass um 2:41 Uhr etwas Schlimmes geschehen wird. Ben schreibt darüber. Und prompt ist er der Hauptverdächtige in einem Mordfall, da genau diese Uhrzeit hier eine wichtige Rolle spielt. Ben sieht nur eine Möglichkeit. Er muss fliehen und versuchen seine Unschuld zu beweisen. Doch der Täter ist gerissen und schreckt auch nicht vor Bens Familie zurück.

Meine Meinung:

Ich liebe Psychothriller. Und Chris Karlden hat es hier geschafft, dass der Leser mit dem Protagonisten Ben leidet. Ich mag Ben. Und ich habe ihn nicht für einen Mörder gehalten. Doch zusammen mit seinen Blackouts und seinen Selbstzweifeln habe ich auch begonnen zu überlegen, ob Ben nicht doch ein Mörder sein könnte und seine Taten dann vergisst. Der Thriller beginnt schon recht rasant. Man erfährt was genau Ben in Äthiopien passiert ist und bemitleidet ihn. Durch diesen Rückblick versteht man auch, warum es Probleme mit seiner Frau und Tochter gibt. Im Laufe des Thrillers erkennt man dann, dass es sich nicht um einen einfachen Mordfall handelt und hinter den Taten ganz andere Motive verborgen sind. Immer mehr Menschen sind im Laufe des Thrillers miteinander verwoben und auch, wenn ich zeitweise Angst hatte, dass der Autor hier den roten Faden aus den Augen verliert, hatte alles am Ende einen Sinn und war wirklich gut durchdacht. Was mir an diesem Thriller besonders gefallen hat ist, dass hier ein „normaler“ Mensch im Mittelpunkt stand und der Thriller nicht, wie es in vielen Thrillern passiert, aus Sicht des Kommissars geschrieben wurde. Zwar spielen diese hier ebenfalls eine Rolle, jedoch sind sie anfangs eher Nebenrollen und kommen erst gegen Ende des Buches mehr zum Vorschein. Zugegebenermaßen muss ich sagen, dass der Thriller zum Ende hin auch ein paar Klischees bedient. Allerdings gibt es heutzutage wohl kaum noch Thriller, in denen es keine Inhalte gibt, die nicht irgendein Klischee bedienen.

Mein Fazit:

Auch den nächsten Thriller von Chris Karlden werde ich definitiv lesen. Ich mag seinen Schreibstil und seine Denkweise.

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Tags: chris karlden   (1)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

bücherreihe, die bücher von umber, gelesen 2012, lieblingsbuch, fantasy

Die Bücher von Umber - Drachenspiele

Paul W. Catanese , Birgit Schmitz
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.11.2011
ISBN 9783551552792
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Inhalt:

Im zweiten Teil begeben sich Lord Umber und Happenstance auf weitere spannende Abenteuer auf ihrem Weg zu den Drachenspielen, die von dem König Burgador veranstaltet werden, einem tyrannischen König.

Meine Meinung:

Ich bin sowieso schon verliebt in die Reihe. Da es ein zweiter Teil ist, möchte ich nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen, weil ich nicht spoilern möchte. 

ACHTUNG: Kann minimale Spoiler zu TEIL 1 enthalten:

Man erfährt hier mehr über Happenstances Vergangenheit, da mit Umbers Hilfe ein Teil seiner Erinnerung zurückkehrt. Happenstance entwickelt sich weiter und versucht mit seinem neuen Leben und seiner Gabe als Fädenzieher klarzukommen. Allerdings kann er das nicht alleine schaffen und benötigt Hilfe, doch der einzige Mann, der ihm helfen könnte, ein anderer Fädenzieher, ist immer unterwegs und schwer auffindbar und birgt offenbar Geheimnisse. Und dann müssen sie sich auch noch mit König Burgador und seinem Sohn Magador auseinandersetzen.

Die ganze Story ist sehr spannend geschrieben und die Neugier auf die Fädenzieher bleibt erhalten. Man lernt neue Wesen kennen, wie die Bittmichs, die eine äußerst interessante und gefährliche Spezies darstellen. Außerdem bin ich ständig gespannt, welche neuen Erfindungen Umber in diese Welt einführt und ob er es irgendwie schafft in seine Welt zurückzukommen.

Ich liebe diese Bücher einfach. Sie sehen äußerst unscheinbar aus, aber in ihnen kann man Abenteuer, Fantasy, Freundschaft und auch Liebe entdecken und das macht sie besonders.

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Tags: die bücher von umber, drachenspiele, p.w. catanese   (3)
 

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453 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

jahreszeiten, fantasy, liebe, jennifer wolf, morgentau

Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315953
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Cover:

Finde ich einfach wunderschön. Das Mädchen auf dem Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zur Protagonistin Maya Morgentau (Der Name ist im Übrigen auch wunderschön). Sie sieht so unschuldig und liebenswürdig aus. 

Zum Inhalt:

Die Menschen leben auf einem kleinen noch bewohnbaren Teil der Erde und verehren die Erdgöttin Gaia. Alle 100 Jahre wird ein Mädchen ausgewählt und sie muss sich zwischen einem der vier Söhne von Gaia, den Jahreszeiten, entscheiden und ist von da an 100 Jahre an diesen gebunden. Eine schwierige Entscheidung. Und dieses Mal trifft es Maya. Doch wird sie sich für die richtige Jahreszeit entscheiden?

Meine Meinung:

Ich habe das Buch zuerst als Hörbuch gehört und dann nochmal als Buch gelesen. Ich war vom Hörbuch und der Erzählerin einfach total begeistert und musste das Buch dann einfach haben und habe es mir gekauft. 

Der Schreibstil ist flüssig. Es ist seltsam, aber der Schreibstil hat in meinen Augen eine gewisse Ruhe ausgestrahlt, was aber keinesfalls heißt, dass hier nicht jede Menge passiert. Und Langeweile kommt definitiv nicht auf. 

Die Protagonistin ist Maya und es ist ein ganz besonderes Jahr. Es wird wieder ein junges Mädchen ausgewählt, um bei der Erdgöttin Gaia zu leben und einen ihrer Söhne zum Mann zu nehmen. Maya glaubt nicht daran, dass sie ausgewählt werden könnte, da sie sich für sehr gewöhnlich hält und beispielsweise ihre beste Freundin sehr viel schöner ist als Maya. Doch Gaia persönlich erwählt Maya und sie muss Abschied von ihrer Mutter nehmen. 

Maya schien mir anfangs eine sehr schüchterne Person zu sein, die sich im Laufe des Buches aber weiterentwickelt und erwachsen wird. Sie übernimmt Verantwortung, entdeckt Gefühle und fängt an die Weltordnung und deren Gesetze in Frage zu stellen. 

Natürlich kommen hier auch Männer vor und das sind die heißbegehrten Jahreszeiten. Schon auf der Erde wird diskutiert, wen ein Mädchen auswählen würde und es wird immer von denselben gesprochen. Der Sommer ist so toll, weil es immer warm ist. Der Frühling und der Herbst sind auch sehr begehrt. Wohin schon lange niemand wollte: zum Winter. Denn hier ist es kalt und niemand will für 100 Jahre frieren. Doch als Maya Nevis, den Winter, kennenlernt, fühlt sie sich von ihm angezogen. Sie versucht ständig ihm näher zu kommen, aber er weicht aus und scheint keinerlei Interesse daran zu haben, dass sich ein Mädchen für ihn entscheidet.

Ich habe bei diesem Buch gelächelt, habe ein paar Tränen vergossen, war entsetzt, war erfreut, habe nicht geglaubt, was ich gelesen habe, habe mit dem Ende nicht gerechnet. Es kam einfach so viel zusammen und es war wunderschön. Ein Buch, was ich auf jeden Fall öfter lesen werde und ich freue mich schon jetzt auf Abendsonne, den zweiten Teil.

Mein Fazit:

Absolut empfehlenswert. Fantasy mit Gefühl. Ich war begeistert. 5 von 5 Sternen.

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Tags: jahreszeiten, jennifer wolf, morgentau   (3)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

reue, mutterschaft, fachbuch, bereute mutterschaft, beziehung

Regretting Motherhood

Orna Donath , Karlheinz Dürr , Elsbeth Ranke
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Knaus, 04.02.2016
ISBN 9783813507195
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein heikles Thema und wird von der Gesellschaft immer noch ignoriert. Deshalb interessierte mich dieses Buch:

Allgemeine Infos zum Buch:

Geschrieben wurde dieses Buch von der israelischen Soziologin Orna Donath, die auch die Studie „Making a Choice“ über jüdische Frauen in Israel, die keine Kinder wollten, vornahm und im Jahr 2011 veröffentlichte. Sie geht in diesem Buch insbesondere auf die Frauen ein, die nie Mütter werden wollten, es aber aus den unterschiedlichsten Gründen wurden und wie diese damit umgehen.

Meine Meinung:

Das Buch behandelt ein sehr schwieriges Thema und ich, als Frau, die zwar noch keine Kinder hat, sich ein Leben ohne Kinder aber nicht vorstellen kann, ist dieses Thema ein wenig sonderbar. Um ehrlich zu sein konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die nicht gern Mutter sein wollen. Natürlich weiß ich, dass es Frauen gibt, die sich dagegen entscheiden, aber mir blieb immer ein Rätsel warum. Diese süßen kleinen Menschen, die von einem selbst stammen, in denen die eigenen Gene weitergetragen werden, die so viel Liebe brauchen und diese auch zurückgeben: Ich wollte nicht glauben, dass jemand auf so eine Erfahrung in seinem Leben verzichten möchte. Aber ich wollte wissen warum. Und deshalb machte mich dieses Buch so neugierig. Weil ich grundlegend eine andere Einstellung dazu habe.

In diesem Buch kommen Frauen zu Wort, die nur eins oder mehrere Kinder haben, die unterschiedlichen Alters sind (von 26 bis 73 Jahren) und aus unterschiedlichen Gründen nie Kinder wollten und aus den unterschiedlichsten Gründen trotzdem Kinder haben. Den Frauen werden Fragen gestellt und diese beantworten sie in diesem Buch so gut es eben geht, denn manche können es nicht genau erklären.

Interessant fand ich, dass viele Frauen Kinder bekamen, weil die Gesellschaft das verlangt. Man steht einfach unter Druck. Zudem kommen sie aus einer Gesellschaft, in der es als normal gilt, Kinder zu haben (und nicht nur eins). Die Gesellschaft versteht nicht, wenn eine Frau sagt, dass sie keine Kinder möchte. Man muss schon eine sehr starke Frau sein, um dazu zu stehen und sagen zu können: „Ich will kein Kind.“ Und man muss sich als Frau damit abfinden können, ja man muss damit rechnen, von der Familie verstoßen zu werden, wenn man so denkt.

Nach dieser Lektüre habe ich meine Meinung nicht geändert. Ich möchte immer noch Kinder. Aber ich kann ein bisschen nachvollziehen wie schlimm es sein muss, wenn man das nicht will und die Gesellschaft einen trotzdem dazu zwingt. Einige Mütter zwangen sich gute Mütter zu sein. Sie versuchten auf das Kind einzugehen, sie versuchten eine gute Mutter zu sein. Manche Mütter versuchten es gar nicht erst und verließen den Mann und das Kind oder überließen die Erziehung von Anfang an anderen Familienmitgliedern. Es ist erstaunlich wie viel Einfluss die Gesellschaft auf Menschen hat. Es gibt in diesem Buch auch Frauen, die erst nach dem ersten Kind begriffen, dass sie keine Mutter sein wollen.

Eines sagen fast alle Frauen: Sie lieben ihr Kind. Und doch wollen sie keine Mutter sein. 

Diese Aussage scheint ein Paradoxon zu sein, aber wenn man sich damit auseinandersetzt kann man es nachvollziehen. Sie möchten keine Mutter sein. Aber trotz allem lieben sie diesen Menschen, der ihr Kind ist. Viele sagen sie würden die Zeit gerne rückgängig machen und keine Mutter mehr sein, aber sie beziehen es nicht explizit auf ihr Kind. Sie sagen nicht: Ich möchte, dass mein Kind tot ist oder nie gewesen ist. Ihre Aussage bezieht sich nicht auf den Menschen, auf die Person. Und ich muss sagen, dass mir diese Frauen sehr leid tun und ich finde, dass die Gesellschaft es akzeptieren sollte, wenn Frauen keine Mütter werden wollen.

Was mir nicht gefallen hat, ist die Eintönigkeit. Glücklicherweise hat das Buch nur 272 Seiten, worüber ich froh bin, denn ich hatte mit der Zeit das Gefühl, dass sich Aussagen einfach wiederholten. Es gab nichts Neues zu berichten. Und obwohl es am Anfang des Buches gesagt wurde, war ich enttäuscht darüber, dass die Männer nicht zu Wort kamen. Bei Männern scheint es immer okay zu sein, wenn sie kein Vater sein wollen. Wenn Frauen das nicht wollen, dann sind viele Menschen entrüstet. Und für mich ein ganz wichtiger Punkt kam ebenfalls nicht zur Sprache: Die Sicht der ungewollten Kinder. Mich hätte interessiert wie sie damit umgehen, nicht gewollt zu sein. Ich glaube, dass Kinder so etwas spüren.

Mein Fazit:

Ein sehr wichtiges Thema, das in der Gesellschaft gemieden wird. Allerdings gibt es zu häufige Wiederholungen und meiner Meinung nach einfach kein Fazit. Außerdem fehlen mir, die im letzten Absatz genannten Punkte. Deshalb gibt es hierfür leider nur 3 von 5 Sternen.

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117 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

liebe, zweiter weltkrieg, krieg, winterhonig, verlust

Winterhonig

Daniela Ohms
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.04.2016
ISBN 9783426653975
Genre: Romane

Rezension:

Kurzinhalt:

Mathilda wächst in einer Großfamilie auf dem Land auf und lernt schon als Kind den Stalljungen Karl kennen. Mit den Jahren wächst die Zuneigung. Doch abgesehen davon, dass ihr Vater wegen alter Familienfehden Karl nicht akzeptieren würde, hat Karl ein Geheimnis. Dieses Geheimnis ist für ihn gefährlich und kann auch Mathilda in Gefahr bringen.

Cover:

Vom Cover bin ich leider nicht so begeistert. Und ich muss dazu sagen: Das Auge isst mit, nicht nur beim Essen, sondern auch beim Bücherkauf. Und hier ist es so, dass es mir im Buchladen einfach nicht aufgefallen wäre, weil es sehr schlicht und unauffällig ist. Und auch der Titel macht erstmal nicht neugierig, weil mir, wie vermutlich den meisten, das Wort „winterhonig“ nichts sagt und ich vor dem Lesen nicht wusste, was es ist 

Meine Meinung:

Es passiert nicht oft, aber dieses Buch hat es geschafft. Es gab in diesem Buch einige Passagen, die sich gezogen haben. Ich dachte zeitweise: „Ok, das hätte nicht so ausführlich sein müssen bzw. das hätte man auf weniger Seiten zusammenfassen können.“ Aaaaaber… es war nie langweilig. Es hat Spaß gemacht, es hat mich unterhalten. Ich dachte immer das wäre ein Widerspruch in sich, wenn sich ein Buch in die Länge zieht und Spaß, aber hier hat es funktioniert.

Die Geschichte zwischen Mathilda und Karl steht im Vordergrund, aber auch Mathildas Bruder, der den Kontakt zwischen seinem besten Freund Karl und Mathilda erst hergestellt hat, spielt eine wichtige Rolle. Eine sehr wichtige sogar. Durch ihn habe ich gemerkt, dass selbst unscheinbare Nebenrollen eine tragende Rolle spielen können. Warum, verrate ich euch hier nicht, das müsst ihr selbst lesen.

Immer wieder gibt es auch Rückblicke, die von Mathildas schwerer Kindheit erzählen. Als Nachzüglerin in der Familie, voll von Trauer über den frühen Tod ihrer Mutter und seit jeher ein eher bescheidenes Verhältnis zu ihrem Vater, hat Mathilda es nicht leicht. Schon früh muss sie auf dem Hof mitanpacken und als im Krieg nach und nach ihre Brüder in die Wehrmacht eingezogen werden, müssen die Mädchen die schweren Arbeiten übernehmen. Einziger Lichtblick ist Karl, der ihren unstillbaren Durst nach Wissen befriedigt und sie zum Lachen bringt. Ihr zeigt, dass das Leben auch Spaß machen kann, selbst wenn es schlechte Zeiten gibt.

Mir gefallen die Charaktere wirklich sehr. Sie sind sehr vielfältig und jeder ist einzigartig. Selbst augenscheinlich unsympathische Charaktere werden erklärt, bzw. man versteht nach einiger Zeit warum sie so geworden sind und akzeptiert ist. Natürlich nicht mit jedem Charakter: Wir sind hier immer noch im 2. Weltkrieg, wo Machthunger und Gewalt herrscht.

Der Roman ist meiner Meinung nach sehr authentisch und man kann sich wirklich vorstellen, wie das Leben auf dem Land im 2. Weltkrieg gewesen sein muss. Wenn auch von Bomben häufig verschont, so mussten die Menschen trotzdem ihren Beitrag zum vermeintlichen zukünftigen Sieg beitragen. Außerdem hat die Autorin einen sehr flüssigen Schreibstil und ich fand auch das Nachwort sehr interessant. Hier erzählt sie, wie sie überhaupt auf die Idee zur Geschichte gekommen ist und auch, dass ihre Oma einen entscheidenden Beitrag zum Buch geleistet hat und ein Teil des Romans durchaus ihren wahren Kern hat.

Mein Fazit:

Eine unterhaltsame Liebesgeschichte in einer außergewöhnlichen Zeit mit spannenden Charakteren und verschiedensten Emotionen. Mir hat es sehr gut gefallen und erhält deshalb auch 5 von 5 Sternen.

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Tags: daniela ohms, winterhonig   (2)
 

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950 Bibliotheken, 74 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, zauberei, magie

Harry Potter und das verwunschene Kind

Joanne K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Sehnsüchtig darauf gewartet und schnellstmöglich verschlungen. Das geht nur mit einem Harry Potter.

Es ist anders. Es ist ein Theaterskript. Und wenn ich die vielen schlechten Bewertungen zu dem Buch lese, in denen die Leser überrascht waren, dass es kein richtiger Roman ist, kann ich nur den Kopf schütteln. Es war bekannt, dass es ein Theaterskript ist und kein Roman. Und auch, dass J.K. Rowling hier nicht alleine gehandelt hat.

Cover:

Mir gefallen die Farben und auch der erste Blick aufs Cover. Aber: Mehr nicht. Ich weiß selbst nach dem Lesen nicht so genau, wer hier das verwunschene Kind sein soll und ich verstehe auch nicht, was das Bild auf dem Cover aussagen soll. Ein Junge in einer Art Nest und er sieht nicht gerade glücklich aus. 

Inhalt:

Der neue HP behandelt die drei Freunde Harry, Ron und Hermine eher als Randfiguren und so richtig zum Einsatz kommen sie erst gegen Ende des Buches. Die Hauptfiguren sind hier dagegen Harrys Sohn Albus und dessen Freund Scorpius, Sohn von Draco Malfoy. Eine ungewöhnliche Freundschaft, zumal beide die große Last des Erbes ihrer Väter zu tragen haben. Scorpius versucht Albus vor Dummheiten zu bewahren, doch als dieser den Zeitumkehrer stiehlt, um eine in seinen Augen gute Tat zu vollbringen, kommt es zu Veränderungen in der Zeit. Nun müssen sie versuchen, die Veränderungen wieder hinzubiegen.

Meine Meinung:

Ich hatte mir vorgenommen dieses Theaterskript als eigene Geschichte zu betrachten. Natürlich ist es in einem gewissen Maß eine Fortsetzung, jedoch war mir klar, dass es wenig mit der für uns „realen“ Welt von Harry Potter zu tun haben wird. Ich musste mich wie die meisten erst mal an die Art eines Theaterskripts gewöhnen, aber ich fand mich schnell rein. Anfangs waren es mir zu viele neue Namen, aber auch hier gewöhnt man sich schnell dran. Ich habe mich sehr darüber gefreut Albus und Scorpius kennenzulernen. Und auch, dass sie sich angefreundet haben und man gemerkt hat, dass Albus genauso ein Sturrkopf sein kann wie sein Vater hat mir gefallen. In den Kindern kann man eben doch einen Teil unserer alten Figuren erkennen. Die Story an sich gefiel mir auch sehr gut, wobei ich hier nicht allzu viel verraten möchte. Albus belauscht ein Gespräch zwischen Harry und Diggory, der vom Zeitumkehrer gehört hat und möchte, dass Harry Cedric Diggory zurückholt. Er vermisst seinen Sohn immer noch sehr. Harry lehnt ab, weil er weiß, dass man mit der Zeit nicht spielen sollte, doch sein Sohn sieht das als Chance, etwas Gutes zu tun. Er stiehlt zusammen mit Scorpius den Zeitumkehrer und reist dann zurück zum Trimagischen Turnier. Doch durch diese Tat verändert er die ganze Zukunft, und das nicht zum Guten. Also müssen sie versuchen, die Zeit wieder zurückzuändern. Ich muss zugeben, es ist eine ganz schöne Spielerei. Mir gefiel das Buch sehr gut und als Harry Potter Fan hat es mir wirklich Spaß gemacht endlich wieder die Magie zu spüren und man erfährt auch noch ein paar überraschende Details.

Eine Sache gibt es, mit der ich mich nicht ganz anfreunden kann. Ich finde es seltsam Harry als Vater zu erleben. Klar, es sind einige Jahre vergangen und ich selbst bin nun auch erwachsen, aber ich habe immer noch den Jungen vor Augen und kann ihn mir nicht so gut als Vater vorstellen. Ich finde auch, dass hier die Weasleys eindeutig zu kurz kommen. Sowohl Ginny, die ja eigentlich zur engen Familie von Harry gehört, als auch Ron kommen kaum vor bzw. haben nicht wirklich große Rollen.

Mein Fazit:

Alles in allem ist es ein gelungenes Theaterskript und ich würde gerne mal das Theaterstück in London ansehen (wenn es doch nicht immer ausverkauft wäre und so teuer wäre!). Harry Potter erhält nach all den Jahren von mir auch wieder 5 Sternen.

 

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Tags: harry potter, j.k. rowling   (2)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, dave, katie, julia beylouny, love

Erinner mich an Liebe

Julia Beylouny
E-Buch Text: 348 Seiten
Erschienen bei Forever, 12.08.2016
ISBN 9783958181236
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Cover:

In Rosa gehalten. Ok, das fand ich schon etwas kitschig und klischeehaft, aber man kann ja noch mehr entdecken. Eine Frau, die liest, ein Mann, der offenbar zuhört und sie sehen sich nicht an. Außerdem eine Gitarre, die eindeutig auf Musik hinweist. Ich muss zugeben die Schriftart gefällt mir hier nicht so gut, aber dafür ist das Cover stimmig zum Buchinhalt.

Zum Buch:

Katie ist Krankenschwester und möchte unbedingt etwas Neues probieren. Sie kommt auf die verrückte Idee im Radio nach einem Job zu suchen. Und dort meldet sich Bayless. Er engagiert sie als Vorleserin. Sie soll ihm vorlesen, während er sich hinter einer Trennwand versteckt. Erst, wenn sie das Buch beendet hat, möchte er sich ihr zeigen. Katie findet es seltsam und spannend zugleich und auch die Geschichte im Buch hat es in sich. Langsam beginnt sie für diesen seltsamen Mann Gefühle zu entwickeln, auch wenn es nicht sein sollte.

Meine Meinung:

Bevor ich mit dem Besten beginne, fange ich lieber von vorne an. Die Charaktere sind mir durchweg sympathisch, bis auf Katies Verlobter. Er scheint sehr selbstsüchtig zu sein und hat einfach nichts Liebevolles an sich. Besonders toll finde ich Katies Freunde. Ihre beste Freundin unterstützt sie in allem und ist offen und ehrlich. Ihr WG-Kumpel ist einfach nur ein bisschen verrückt. Man fühlt sich in der WG einfach selbst wie zu Hause.

Bayless ist wirklich mysteriös und ich war mir anfangs nicht so sicher, was ich von ihm halten soll. Ich stellte mir vor, dass er völlig entstellt sein müsste und Angst vor der Welt hat und sich deshalb in seinem kleinen Zimmer verschanzt. Er ist allerdings absolut sympathisch, offen, neugierig und hilfsbereit.

Als Katie sich entschlossen hatte, für Bayless zu „arbeiten“ und ihm vorzulesen dachte ich zunächst: „Laaaangweilig“. Es kann doch nicht spannend sein ein Buch zu lesen, in dem ein Buch vorgelesen wird. Doch auch die Geschichte im Buch des Buches hat mich fasziniert und war wirklich spannend. Ich habe gehofft und mitgelitten. Ich war sauer. Und das interessante war zu erfahren, was Bayless und Katie von dieser Geschichte hielten. Sie unterhalten sich darüber, stellen Vermutungen auf. Ich konnte teilweise Katie und dann wiederum Bayless absolut verstehen ud deren Meinung nachvollziehen.

Und dann kam diese HAMMER-Wendung. Ich muss wirklich sagen: Gut gemacht Julia. Zugegeben, im Anschluss dachte ich mir, dass ich es hätte wissen müssen und bei genauerem Hinsehen hätte es einfach Klick machen müssen. Obwohl ich auch sagen muss, dass es schon am Anfang eine Stelle im Buch gab, bei der ich glaubte, es wissen zu können. Ich würde euch so gerne von der genialen Wendung erzählen, aber ich würde dazu euch die Spannung nehmen. Lest es also selbst.

Ich kann nur so viel sagen: Irgendwie war ich einen Augenblick wie erstarrt und ich konnte es einfach nicht glauben! Und doch hat alles Sinn gemacht.

Mein Fazit: Eine romantisch, verwirrende Liebesgeschichte zweier Menschen, die einfach zusammen gehören. 4 von 5 Lesezeichen.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

thriller, spannend, jugend, nervenkitzel, spie

play2live

Kirsty McKay , Frank Böhmert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551520838
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Um ehrlich zu sein konnte ich mit dem Cover nicht viel anfangen. Bei der Betrachtung des Covers dachte ich zuerst, dass es hier um ein Spiel im Internet geht und ein Jugendlicher die Realität aus den Augen verloren hat und denkt, das Spiel sei real und setzt es um. Aber hier geht es um etwas anderes. Den Titel finde ich gut getroffen und die Farben passen wirklich toll zum Buch. Ich finde, dass es im Buch einige düstere Stellen gibt.

Das Buch spielt auf einer Insel, auf der es nur ein Eliteinternat gibt, in das Eltern ihre genialen Kinder hinschicken. Auch Cate verbringt ihre Schulzeit dort, auch wenn sie weiß, dass sie nicht mit den Oberschlauen mithalten kann. Zumindest Kunst interessiert sie und ihr Kunstlehrer versucht sie zu fördern. In ihrem dritten Jahr kann Cate es nicht glauben: Sie ist eine der Auserwählten. Sie darf am geheimen Spiel „Killer“ teilnehmen und gehört von nun an zur Gilde. Es gibt bei diesem Spiel einen Meister, 12 Spieler und einen Killer. Wer es schafft, den Killer zuerst zu erraten und noch nicht getötet wurde, gewinnt das Spiel. Es wird von Lehrern geduldet, da dabei normalerweise niemand zu schaden kommt, auch wenn es den ein oder anderen Streich gibt. Doch dieses Jahr ist alles anders. Einer der 12 Mitspieler hat es auf Cate abgesehen und will ihr etwas antun. Aber warum? Und kann sie das Geheimnis um den Killer rechtzeitig lüften bevor noch andere Schüler zu Schaden kommen?

Die Idee dieses Buches finde ich echt gut. Besonders gefiel es mir als plötzlich Cates Freund aus Kindertagen in der Schule auftaucht. Er lässt alte Zeiten wieder aufleben und scheint wirklich ein toller Typ zu sein. Er sieht gut aus, ist charmant, witzig und ein wirklich guter Freund. Er möchte Cate unbedingt helfen, den Killer ausfindig zu machen und gerät dabei selbst ins Visier des Killers. Mir gefiel, dass das ganze auf einer Insel spielt. Die Landschaft wird sehr gut beschrieben und man kann sich die Insel total gut vorstellen. Ich habe manchmal das Gefühl gehabt den Wind in meinen Haaren zu spüren und die salzige Luft zu riechen (und nein, ich lebe nicht am Meer und habe draußen gesessen und gelesen ). Das Internatsgelände, der Wald, das Meer, die geheimnisvollen Höhlen, in denen die Gilde ihre Treffen abhält. Das alles passt toll zusammen und man spürt beim Lesen einfach diese Stimmung. Die Charaktere hatte ich mir anfangs etwas anders vorgestellt. Vielleicht habe ich da auch an typische Klischees gedacht und geglaubt, dass dort alle Jugendlichen mit Nerdbrille und hochintelligentem Gequatsche herumlaufen. Aber es sind nun mal ganz normale Jugendliche. Vaughn, Cates Freund aus er Kindheit, bringt durch seine Idee, ein eigenes Internetforum für das Spiel zu eröffnen, zusätzlich Fahrt ins Spiel.

Ich muss zugeben, dass es auch Stellen gab, die mich gelangweilt haben, weil sie sich irgendwie gezogen haben, aber dass ich tatsächlich überrascht war, als ich erfuhr wer der Killer ist, beweist mir, dass es für mich doch ein gutes Buch ist. Denn das ist mir wichtig: möglichst lange miträtseln zu können und trotzdem keine Ahnung zu haben, wer der Killer ist.

Der Schreibstil ist wirklich schön, insbesondere wenn man bedenkt, dass es ein Buch für Jugendliche ist. Ich konnte es zügig lesen und man bleibt durch die vielen Vorkommnisse am Ball. Und man fiebert nicht nur im Spiel mit. Ich habe gehofft, dass Cate und Vaughn vielleicht ein Paar werden, habe gehofft, dass Martin, der in Cate verliebt ist, keine Chance bei ihr hat, obwohl er mir trotzdem leidtat und habe mich gefreut, dass Cate Alex, den Meister des Spiels, trotz des Kusses offenbar als Mann ausgeschlossen hat, was ihn als den allseits beliebten Jungen bestimmt getroffen hat. Und trotzdem war ich mir unsicher wen sie nun „wählt“.

Alles in allem hat das Buch wirklich für gute Unterhaltung gesorgt und ich kann es besonders Jugendlichen weiterempfehlen.

Mein Fazit: 3,5 von 5 Sternen.

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Tags: spannung   (1)
 

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455 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

stefanie hasse, fantasy, bücher, liebe, book elements

Die Magie zwischen den Zeilen

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2015
ISBN 9783551300423
Genre: Fantasy

Rezension:

Wollt ihr ein Buch über Bücher lesen? Wenn ihr Leseratten seid, dann kann die Antwort nur „Ja, ich will“ lauten.

Ich habe lange gebraucht, bis ich dieses Buch zur Hand genommen habe. Gekauft letztes Jahr auf der Buchmesse in Frankfurt und Stefanie Hasse hat es sogar signiert. Und trotzdem hat mich die Lust auf dieses Buch nicht gepackt. Und das, obwohl ich total auf Bücher stehe, in denen es um Bücher geht.

Lin ist eine Wächterin und beherrscht das Element Wind. Als Wächterin ist es ihre Aufgabe die Buchfiguren, die Nacht für Nacht von eifrigen Lesern und Leserinnen aus den Büchern herausgelesen werden, einzufangen. Denn in unserer Welt können sie gefährlich sein und sind zudem meist hilflos. Für dieses Schicksal muss Lin jedoch ein Hobby aufgeben: Das Lesen. Denn es ist zu gefährlich für einen Wächter. Und doch hat sie einen Schwachpunkt und liest in einem ungewöhnlichen Buch. Es ist alt und sie verliebt sich in den Protagonisten Zac. Doch im realen Leben ist da noch Ric. Er ist ein Feuerelement. Wie Gegensätze sich doch anziehen können..

Lins Entwicklung in diesem Buch gefällt mir sehr gut, weil sie während des Buches erwachsener zu werden scheint. Ich mag sie, auch wenn mir manchmal ihre Schwärmereien von Zac und ihre Genervtheit (gibt es das Wort?) von Ric auf die Nerven gehen. Und was hält Ric eigentlich von Lin? Ric scheint ein sehr cooler Typ zu sein, den die Frauen umschwärmen. Und dann ist da noch sein tolles Auto: ein Diablo. Mit Flügeltüren, 5-Punkt-Gurten und einer starken Maschine. Und Ric scheint unnahbar zu sein und zeigt nie Gefühle. Das kann ja was werden. Und dann ist da noch Ty, die beste Freundin und Mitbewohnerin von Lin. Ty ist eine tolle Freundin, immer für Lin da und natürlich hat sie immer gute Ratschläge zur Hand. Außerdem ist sie in Lins Geheimnis, dass sie eine Wächterin ist, eingeweiht. Doch Ty verbirgt ein schlimmes Geheimnis.

Mir gefiel die Vorstellung sehr gut, dass Figuren aus Büchern herausgelesen werden können. Je mehr Emotionen ein Leser in eine Figur steckt, desto wahrscheinlich ist es, dass diese Figur in unserer Welt erscheint. Aber seien wir mal ehrlich: Möchte jemand eine böse Hexe aus Hänsel und Gretel hier haben? Oder gar einen Vampir oder einen Werwolf? Natürlich gibt es auch „nette“ Figuren wie Dornröschen oder der Prinz auf dem weißen Pferd, aber würden die in unserer Welt zurecht kommen? Ich bezweifle das stark. Die Idee ist allerdings sehr cool. Und hier sehr gut umgesetzt. Ich möchte nicht auf die Intrigen in diesem Buch eingehen, weil ich euch nicht zu viel verraten will. Nur so viel: Der Kampf zwischen Wächtern und Buchfiguren hat gerade erst begonnen.

Mein Fazit: Viel Spannung, viele Emotionen und ein roter Faden, der alles sehr real macht und man wünscht sich teilweise dort zu sein.

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Tags: bücher, magie, stefanie hasse   (3)
 

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spannung, junge, schiff, abenteuer, schicksal

Die Bücher von Umber - Der gefundene Junge

Paul W. Catanese
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.10.2010
ISBN 9783551551207
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So lange hat dieses Buch, der Beginn einer Trilogie, auf meinem SUB gelegen und aufgrund des Covers, was mich ehrlich gesagt überhaupt nicht anspricht, habe ich es immer mehr oder weniger übersehen.

Ähm, ja, zum Cover sage ich nicht viel. Es gefällt mir nicht. Es ist einfach zu dunkel (obwohl zu der Welt passend) und auch der Wal passt und macht Sinn, aber in meinen Augen ist das Cover einfach zu farblos und zu dunkel.

Aaaaaber, die Geschichte.

Und seien wir ehrlich, darum geht es uns doch.

Lord Umber kommt aus einer anderen Welt und ist ein Revolutionär. Deshalb ist er auch sehr bekannt und beliebt, doch keiner weiß, woher er wirklich kam. Er „erfindet“ viele Dinge wie zum Beispiel den Buchdruck und erregt damit viel Aufmerksamkeit. Auf eine seiner Touren auf der Suche nach besonderen Dingen findet er Hap. Hap hat kein Gedächtnis an seine Vergangenheit. Er weiß weder wo er herkommt, noch wie er heißt oder sonstige Details seines Leben. Lord Umber nimmt ihn mit, auch, weil er dem Geheimnis des Jungen auf die Spur gehen will und hofft, durch ihn vielleicht einen Weg in seine Heimat finden kann. Lord Umber scheint mehr zu wissen, als er zugeben will, auch über Hap.

Von Anfang an passiert in diesem Buch etwas. Man ist sofort in der Geschichte drin und was mir besonders gefallen hat ist die Vorstellung, dass Lord Umber aus unserer Zeit kommt und jetzt in dieser anderen Welt lebt, die so wenig Fortschritt hat und ein wenig ans Mittelalter erinnert. Es existiert Magie, es ist eine fantastische Welt und man kommt sehr schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind starke Persönlichkeiten und man erkennt im Laufe des Buches eine tolle Entwicklung der Figuren. Ich muss allerdings zugeben, dass mit einer starken Vorstellungskraft einige Szenen etwas gruselig bzw. brutal sein können. Dieses Buch zog wie ein Film an mir vorbei und trotz, dass so viele Fragen beantwortet wurden, gibt es noch tausend offene Fragen und die werde ich jetzt entdecken. Teil 2 hatte ich glücklicherweise noch auf meinem SUB und Teil 3 musste ich mir einfach gleich besorgen, nachdem ich nach kurzem Googlen herausgefunden hatte, wie schwer man Band 3 bekommt.

Mein Fazit: Eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren und eine tolle Entwicklung. Bekommt von mir vorerst 4 von 5 Sternen. Ich bin noch nicht durch mit der Trilogie.

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Tags: die bücher von umber;, jugendbuch, spannung   (3)
 

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4.417 Bibliotheken, 49 Leser, 9 Gruppen, 164 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, magie, zauberei

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.01.2005
ISBN 9783551354013
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gibt es eigentlich noch jemanden, der ihn nicht kennt?

Die magische Welt von Harry Potter hat mich seit meinem 11. Lebensjahr begleitet und somit war ich genauso alt wie Harry Potter als er in Hogwarts aufgenommen wurde. Und wie ihr euch somit denken könnt bin ich mit Harry gewachsen. Er wurde 12, ich wurde 12. Er wurde 13, ich wurde 13.

Nun aber zur Einführung in die Welt von Harry Potter:

Für alle, die Harry Potter nicht kennen, hier eine kleine Inhaltsangabe zu diesem ersten Teil der HP-Reihe:

Harry Potters Eltern sterben durch die Hand von Voldemort und da Harry diese Attacke unerklärlicherweise überlebt hat, ist er nun „der Junge, der überlebt hat“ und somit überall in der magischen Welt bekannt. Albus Dumbledore, der Schulleiter von Hogwarts beschließt, dass Harry bei seiner Tante aufwachsen soll. Die Familie Dursley ist alles andere als begeistert und so hat Harry keine wirklich guten Jahre bei den Dursleys und zudem weiß er nichts von seiner wahren Herkunft. 11 Jahre später erhält Harry einen Brief, indem ihm mitgeteilt wird, dass er an der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen wurde und nun beginnt für ihn ein neues Leben. Doch was wäre dieses neue Leben ohne alte Feinde und neue Freunde?

Ich fand das Buch als Kind schon spannend und bin nicht überrascht, dass ich es heute immer noch so gut finde. Ein Klassiker eben:-)

Der Waisenjunge, der bei seinen schrecklichen Verwandten aufwachsen muss, geht mir immer noch ans Herz. Am schönsten finde ich, dass man als Leser alles sehr gut nachvollziehen kann. Man erlebt Harry als ganz normalen Jungen und lernt mit ihm zusammen die magische Welt und somit auch alle magischen Begriffe und Andersartigkeiten kennen. Oder wusstet ihr vorher was Quidditch ist oder dass es Elfen und Kobolde gibt? Ich habe mit Harry diese Welt entdeckt und schon in diesem ersten Teil lernt man einiges über Freundschaft und darüber, dass man sich Gedanken machen sollte und nicht alles so hinnehmen sollte, wie andere Leute die Dinge sehen. Dieser erste Teil gehört für mich zu den Lieblingsteilen dieser Reihe, was aber im Großen und Ganzen besonders daran liegt, dass man die magische Welt kennenlernt und zum ersten Mal die wunderbaren Dinge erlebt, die eine Zauberwelt so mit sich bringt.

Harry Potter selbst ist für mich ein Charakter, in den man sich gut hineinversetzen kann. Manchmal habe ich tatsächlich gedacht, ob ich, wenn ich ein Junge wäre, mich noch besser in ihn hätte hineinversetzen können. Harry ist mutig und trotz seinem Aufwachsen bei den Dursleys weiß er, was Gerechtigkeit und Freundschaft bedeutet. Ich finde, dass das ganz wichtige Werte schon damals waren, aber auch in der heutigen Gesellschaft noch sind.

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Tags: harry potter, harry potter band 1, klassiker, verlag carlsen   (4)
 

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kinderbuch, erste liebe, eva & adam

Schule, Scherereien und die erste Liebe

Mans Gahrton , Maike Dörries
Flexibler Einband: 119 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2005
ISBN 9783551353856
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als Kind habe ich die Serie im Fernsehen gesehen, die genau wie das Buch auf den gleichnamigen Comics beruht, und ich habe sie geliebt. Ja, mittlerweile bin ich vielleicht zu alt dafür, aber ich glaube, nach diesem Buch werde ich mir die ganzen Folgen nochmal ansehen


Auf dem Cover sieht man Eva & Adam und ich finde, dass sie fast genau wie die Schauspieler der Serie aussehen und auch gut getroffen sind. Außerdem finde ich es wirklich ansprechend für Kinder in dem Alter.

Adam kommt in eine neue Schule und zuerst befürchtet er, dass der Start etwas holprig sein könnte. Doch er findet schnell Anschluss und hat nun einen besten Freund. Doch auch mit diesem spricht er nicht über alles. Zum Beispiel nicht über Eva. Adam mag sie, doch er weiß nicht wie Eva denkt. Und dann kommt diese Party, das verrückte Partyspiel und später werden sie Freunde. Oder ist da noch mehr möglich?

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und es macht einfach Spaß, weil ich mich zurückversetzt gefühlt habe. Wie war es damals bei mir als ich für Jungs geschwärmt habe? Wie war es in der Schule, auf Geburtstagen oder allgemein der Umgang zwischen Jungs und Mädchen? Wir wissen alle, dass Unsicherheiten und die Angst, sich zu blamieren eine große Rolle gespielt haben und Eva und Adam bilden hier keine Ausnahme.

Eva kommt mir schon sehr verantwortungsbewusst und „erwachsen“ vor. Sie ist sich ihrer Gefühle für Adam nicht sicher, erst nachdem ihre beste Freundin anfängt, Adam toll zu finden, keimt in ihr so etwas wie Eifersucht auf.

Ich muss zugeben, dass ich beim Lesen wirklich ständig die Schauspieler aus der Serie vor Augen hatte und ich fand die beiden damals so süß zusammen. Und im Buch ist es auch so.

Absolut empfehlenswert für Kinder, die anfangen, das andere Geschlecht zu entdecken

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Tags: erste liebe, eva & adam, kinderbuch   (3)
 

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sommer, margot antony, für junge jugendlich, strand, spaß

Sommer

Margot Antony , Sebastian Wehling , Peer Klehmet
Flexibler Einband: 183 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.05.2009
ISBN 9783551358714
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kennt jemand dieses Buch? Nein? Dann vielleicht den Film dazu mit Jimi Blue Ochsenknecht. Den Film habe ich ebenfalls gesehen und er hat mir ganz gut gefallen. Dementsprechend hatte ich auch beim Lesen die Gesichter der Schauspieler vor mir. Aber das hat nichts mit dem Lesevergnügen zu tun.


Zu dem Cover werde ich nicht viel sagen, da es Filmszenen darstellt, was ich so eigentlich nicht mag. Aber ich habe nun mal diese Ausgabe.

Im Buch geht es um Tim, der überall ein ziemlicher Außenseiter ist, weil sein Vater berufsbedingt sehr oft umzieht und er somit sehr oft Stadt und Schule wechseln muss. Weil er dieses Mal nicht mitfahren darf, muss er zu seiner Großmutter auf die Insel. Zuerst ist er nicht sonderlich begeistert, aber dann lernt er Vic kennen. Die aber leider einen Freund hat. Doch das kümmert Tim nicht wirklich und schon bald scheint er Chancen bei Vic zu haben.

Mir gefiel das Buch wirklich gut. Es ist so eine typische Urlaubslektüre, die einfach gute Laune verbreitet. Am meisten gefiel mir Eric, der beste Freund von Tim auf der Insel. Er ist etwas pummelig, hat seinen eigenen Humor und ich finde ihn einfach klasse. Er mag zunächst etwas seltsam erscheinen, aber er hat ein weiches Herz

Vic ist auch ein toller Charakter. Eigentlich fügt sie sich ihrer Clique, ihrem Freund und ihren Eltern, aber nachdem sie Tim kennengelernt hat, ändert sich ihre Einstellung.

Natürlich geht es in diesem Buch um die Liebe und auch das Thema „erstes Mal“ hat seinen Stellenwert. Ich finde gut, dass in diesem Buch zwei Arten wie es das erste Mal laufen kann gezeigt werden. Hab ich schon gesagt, dass ich Tim mag? Ja und ich finde Jimi Blue Ochsenknecht schon ganz cool

Das Buch hat mich gut unterhalten, war allerdings auch vorhersehbar und schnell zu lesen. Hier würde ich mir tatsächlich den Film lieber ansehen, den ich auch gesehen habe.

Naja, mein Fazit fällt dann dementsprechend aus. Für die kurzweilige Unterhaltung ist dieses Buch absolut geeignet und macht Spaß zu lesen. Möchte man etwas tiefergehendes lesen, dann ist dieses Buch eher nichts. Mir hat es dennoch gefallen und deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.Über diese Anzeigen

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Tags: margot antony, sommer, spaß, verlag carlsen   (4)
 

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liebe, gehörlos, jugendbuch, freak city, kathrin schrocke

Freak City

Kathrin Schrocke
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.05.2013
ISBN 9783551310934
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch werde ich behalten und mit Sicherheit noch öfter lesen. Lest diesen Beitrag! Ein absolutes Jahreshighlight. 

Mir gefiel das Cover schon vor dem Lesen des Buches, aber danach verstehe ich es auch. Und es passt einfach so gut und macht so viel Sinn.

Mika wurde von Sandra verlassen. Der flippigen, beliebten und erfolgreichen Sandra. Sie ist Frontsängerin der Schulband, bildhübsch und absolut cool. Und nach einem Jahr Beziehung macht sie einfach so Schluss, weil Mika ihr zu langweilig ist. Mika hat sein erstes Mal mit ihr gehabt und ist total verrückt nach ihr. Als er sie in der Stadt sieht folgt er ihr in ein Dunkelcafé und erfährt, was sie wirklich über ihn denkt. Überstürzt verlässt er das Café um eine Etage höher das Café Freak City zu betreten. Hier trifft Mika Lea zum ersten Mal. Lea ist gehörlos. Er findet sofort Gefallen an ihrem Aussehen und als Sandra auftaucht, ist Lea perfekt um Sandra eifersüchtig zu machen. Kurzerhand schreibt er sich vor ihren Augen in einen Kurs für Gebärdensprache ein. Weder seine Freunde noch seine Familie verstehen das. Und Mika selbst ist auch verwirrt. Lea verwirrt ihn. Sie zeigt ihm eine neue Welt und lässt ihn verstehen. Doch eigentlich hängt er doch noch an Sandra, die auch plötzlich wieder Interesse zeigt. Aber da ist auch Lea, die durch eine winzige Berührung ungeahnte Gefühle in ihm auslöst. Wen will er, Lea oder Sandra?

Ich war von Anfang an fasziniert und gefangen in diesem Buch. Es ist eindeutig ein Jugendbuch, indem es auch um die erste große Liebe geht. Hier kommen so viele Gefühle auf. Das Buch beginnt mit Zeilen des Liedes von Wir sind Helden – Nur ein Wort. Und zum ersten Mal habe ich begriffen worum es in diesem Lied wirklich geht (bitte lacht nicht). Und ich finde es wunderschön. Ich finde es toll, Mikas Weg mitgehen zu können. Ein 15-jähriger, mitten in der Pubertät, verwirrt, weiß nicht genau was er will und glaubt zunächst ganz genau zu wissen wen er will. Wenn da nicht Lea wäre und ihm die Welt der Gehörlosen näherbringt. Lea ist ein aufgewecktes, tolles Mädchen, das aber auch ihre Probleme mit der Welt hat. Aber ihre Welt hat auch etwas Besonderes. Ich finde es toll wie Mika sich engagiert. Auch wenn der Gebärdensprachkurs zunächst eine Schnapsidee von ihm war, ist er gewillt es durchzuziehen nachdem er Lea näher kennengelernt hat. Er mag sie. Wie sehr, ist ihm aber noch nicht klar.

Mir ist durch dieses Buch erst klar geworden, wie schwer es Gehörlose manchmal haben müssen. Auch ich hätte gesagt, es sei eine Behinderung. Dass diese Menschen (das klingt wieder nach Ausgrenzung, ist so aber nicht gemeint) sich jedoch total normal vorkommen, da sie auch nichts anderes kennen, ist vielen von uns nicht bewusst. Sie möchten genauso behandelt werden wie andere auch. Und ich finde es toll, was Mika hier im Buch macht. Er steht zu Lea, stellt sie seinen Freunden vor, die sich leider ziemlich daneben benehmen. Sie können mit Lea einfach nichts anfangen und sind unbeholfen, weil sie nicht wissen wie sie sich verhalten sollen.

Meine Lieblingsszene ohne zu viel verraten zu wollen:

Der Abend am See mit dem Lagerfeuer, wo Mika Lea seinen Freunden vorstellt.

Und nun möchte ich noch einmal auf das Cover zu sprechen kommen. Dort sehen wir offensichtlich verliebte Jugendliche, die tauchen. Sie schauen sich an und sind sich ganz nah. Und verstehen sich wortlos, gehörlos. Unter Wasser ist es still und es würde auch gar nichts bringen sprechen zu können. Hören würde man es sowieso nicht. Ich finde dieses Cover wunderschön, weil es genau das ausdrückt, was im Buch klargemacht werden soll. Es gibt noch andere Schnittmengen als Töne oder die gesprochene Sprache. Gefühle zum Beispiel.

Das Buch ist in meinen Augen für jedermann gedacht. Es ist voller Poesie und man kann so viel von Mika lernen. Ich liebe es.

Dafür gibt es dann auch selbstverständlich 5 von 5 Lesezeichen und ich freue mich einfach, dass die Carlsen-Challenge mit einem so tollen Buch begonnen hat. Das motiviert definitiv.

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Tags: freak city, gefühle, verlag carlsen   (3)
 

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166 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

darkmere summer, jugendbuch, helen maslin, mystery, fluch

Darkmere Summer

Helen Maslin , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551520821
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ich mag die Farbe des Covers sehr und im Licht spiegelt sie sich so schön. Andererseits kenne ich den Inhalt des Buches und obwohl das Cover recht dunkel ist, hätte ich mir ein blaufarbenes Cover gewünscht, da es sowohl das Meer als auch das dunkle Schloss wiedergespiegelt hätte. Aber zum Positiven: Ich mag das Cover wirklich sehr und auch das Mädchen, das dort steht.

Kate freut sich auf die Ferien. Sie wurde von Leo in sein Schloss Darkmere eingeladen. Er hat es gerade geerbt und nun möchte er es sich auch ansehen. Mit Jackson, Beano, Dan und Lucie geht es los und alle staunen als sie das Schloss sehen: Es ist wunderschön. Doch der Schein trügt und schon bald scheinen die schaurigen Geschichten des Schlosses wahr zu werden. Kate findet ein Tagebuch und beginnt zu recherchieren. Elinor, die das Tagebuch 1825 schrieb, beschreibt ihr Leben im Schloss. Sie kam mit Hoffnung und erlebte einen Albtraum. War sie es, die das Schloss verfluchte?

Das ist ein Jugendbuch und natürlich dreht sich hier vieles um die erste Liebe, um Partys feiern (und das an einer richtig tollen Location), um Trinken, Raufen und Spaß haben. Doch dann ist da auch noch das Schloss und die Geschichte, dass angeblich jeder männliche Nachkomme (und dazu gehört Leo) verflucht sei. Und ganz bestreiten kann er es nicht, da schon ein paar seiner Verwandte entweder sehr früh gestorben sind oder aber verschwunden sind. Mir gefiel die Story wirklich gut. Es war für mich etwas Neues und hat sich sehr spannend angehört. Leo ist allerdings ein Charakter, der mir nach kurzer Zeit wirklich auf die Nerven ging. Anführer der Gruppe, (fast) jeder macht was er sagt, er tut, als wenn ihm eigentlich alles egal ist und eigentlich hat er auch nur Alkohol, Drogen, Partys und natürlich Frauen im Kopf. Jackson ist da ganz anders. Er mag Kate, doch die mag offensichtlich Leo. Und Leo findet das toll. Immer wieder nähert er sich ihr und tut dann so, als ob nichts gewesen wäre. Doch Kate steht auf ihn. Kates Charakter mag ich sehr. Zwar versucht sie irgendwie dazuzugehören, aber irgendwann merkt sie, dass sie sich nicht unbedingt verstellen muss um gemocht zu werden. Sie entwickelt sich im Laufe des Buches weiter, genauso wie Jackson.

Die Kapitel wechseln sich ab. Zuerst wird etwas von der Gegenwart mit den Jugendlichen erzählt und dann kommt wieder ein Kapitel mit Elinor, die 1825 im Schloss gelebt hat. Am Spannendsten fand ich die Abschnitte über Elinor. Elinor scheint ein wenig rebellisch zu sein, weiß aber doch, dass sie sich ihren Eltern fügen muss. Nachdem ihre schöne Schwester Anna einen Unfall erleidet muss Elinor dem Mann schöne Augen machen, der für ihre Schwester gedacht war. Dieser nimmt Elinor zur Frau und sie wird Herrin von Darkmere. Man erfährt viel über das Leben von damals und wie Elinor die ganze Situation, in die sie praktisch gezwungen worden war, empfindet. Elinor mochte ich von Anfang an. Ihre Schwester Anna, die später zu ihr aufs Schloss zieht, war mir dagegen unsympathisch. Sie hatte nur Augen für das Äußere und Schöne und ich bin nicht sicher, ob sie überhaupt ein guter Mensch war. Und St Cloud, der „tolle“ Herr von Darkmere, war einfach nur ein unsensibler, tyrannischer Mann, der Elinor nur benutzte, weil ihr Vater ein hohes Tier beim Zoll war.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und die schön gestalteten Kapitelanfänge haben mir sehr gefallen.

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

familie, tierschutz, wissenschaft, freundschaft, kindheit

Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

Karen Joy Fowler , Marcus Ingendaay
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.06.2016
ISBN 9783442484386
Genre: Romane

Rezension:

Die Inhaltsangabe des folgenden Buches sagt nichts über die Tatsache aus, dass die Schwester, die hier verschwindet, ein Affe ist, der in der Familie aufgewachsen und geliebt worden ist, als wäre sie ein Mensch.

Ich selbst nahm zunächst an, dass dieses Buch eher in die Kategorie Krimi oder Familiengeheimnisse mit Schrecken gehört. Das war falsch.

Zunächst fand ich das Cover nicht so ansprechend, weil ich dachte, das sieht nach typischer Sommerlektüre aus, die eher was für den Urlaub ist. Doch die Geschichte dahinter ist nicht so leicht zu lesen. Nach dem Lesen der Inhaltsangabe fand ich das Cover irgendwie passend, irgendwie schön. Ich stellte mir dieses junge Mädchen in dem roten Kleid vor, wie es auf diesem Steg steht und in die Weite sieht. Fast verträumt, mit einer gewissen Sehnsucht im Blick. Und irgendwie einsam. So, als wenn etwas fehlt. Und dieser fehlende Teil ist ihre Schwester.

Aber wohin ist ihre Schwester Fern verschwunden? Und wieso hat sie sie einfach allein gelassen? Sie beide waren ein Dreamteam. Nicht auseinanderzubringen. Fern und Rose ergänzten sich. Während Fern nichts sagte, übernahm Rose das. Sie plapperte viel und ständig und wusste immer, was Fern und sie wollten. Meistens war es dasselbe. Natürlich gab es auch Eifersüchteleien, aber sie liebten sich. Sie sind Schwestern. Und dann ist Fern fort. Von heute auf morgen. Und niemand spricht darüber. Offenbar hält Lowell, ihr Bruder, die Situation nicht mehr aus und läuft von zu Hause weg. Und so zerbricht eine ganze Familie. Jahre später an der Uni denkt Rose über all das nach und findet nach und nach mehr darüber heraus, wer und was für ihr Leben verantwortlich ist. Und sie lernt sich selbst kennen.

Es gibt in diesem Roman einige Zeitsprünge und manchmal musste ich mich erst einmal zurechtfinden in welcher Zeit ich gelandet bin. Denn Rose beginnt ihre Geschichte mittendrin, sie betont das sogar, und von der Mitte aus nähert sie sich dem Anfang der Geschichte, die sie näher an die Wahrheit führt und natürlich springt sie auch ab und zu in die Gegenwart. Das Ende ist im Hier und Jetzt. Hier wird deutlich wie sich alles entwickelt hat. Und auch wenn das alles nun erst einmal recht kompliziert klingt, man gewöhnt sich nach kurzer Zeit daran und ich kam wirklich gut damit klar.

Auch die Sprache fand ich sehr schön. Man bemerkt recht schnell, dass Rose studiert und ihr Intellekt recht weit fortgeschritten ist und natürlich bemerkt man den Einfluss ihres Vaters, der Professor war. Es gibt viele Fachbegriffe/Fremdwörter, von denen die meisten erklärt werden und ich habe gemerkt, dass es ein Buch mit Niveau ist.

Mich hat das Buch besonders wegen seiner Schreibweise angesprochen, weil ich schnell gemerkt habe, dass es hier nicht nur oberflächlich gesehen um die Beziehung zwischen Fern und Rose ging, sondern insbesondere auch darum, dass Rose nicht weiß, wer sie ist, wo ihr Platz in der Welt ist und tiefgründiger gesehen geht es hier zusätzlich um das Thema Tierschutz. Wie weit dürfen Menschen gehen in Bezug auf Experimente mit Tieren, in Bezug auf „Verarbeitung“ von Tieren und das alles zum vermeintlichen Wohl des Menschen. Entscheidende Fragen sind hier doch: Gehört die Welt eigentlich den Menschen und haben diese das Recht, diese für sich allein zu beanspruchen?

Besonders empfehlenswert für Menschen, die Tiere mögen, sich für den Tierschutz einsetzen, die die Beziehung zwischen Mensch und Tier wertschätzen.

In diesem Buch habe ich auch drei besondere Zitate gefunden, die mich zum Nachdenken gebracht haben.

Die Abzüge in der Bewertung kommen von der manchmal komplizierten Schreibweise (aber keinesfalls anstrengend) und weil es einfach ein Buch ist, dass mir zwar gefallen hat, dass ich aber kein zweites Mal lesen würde, weil die Story für mich persönlich einfach durch ist (kann es hier leider nicht anders beschreiben).

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doping, ddr, krimi, sport, odenwald

Nachtblau stirbt die Erinnerung

Brigitte Pons
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 03.03.2016
ISBN 9783802599316
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Das Cover ist der Hammer! Ich liebe diesen blauen Vogel. Die Farbe ist einfach toll schwärm. Ich gebe zu, bis auf die Farbe hat das Cover wohl nichts mit dem Buch zu tun, aber es ist auffällig. Durch die dunklen Farben weiß man schon, dass es sich definitiv um ein „dunkleres“ Genre handelt wie z.B. einen Krimi oder Thriller. Ich könnte den Vogel stundenlang anstarren.

Und nun wollt ihr bestimmt endlich wissen, worum es hier eigentlich geht:

Frank Liebknecht ermittelt wieder. Ja, wieder, weil es offenbar schon der dritte Fall von ihm ist, allerdings kann man dieses Buch auch als Einzelband lesen. Ich hatte dadurch keinerlei Nachteile. Allerdings war ich am Ende neugierig, wie einzelne Beziehungen der Personen vor diesem Teil schon waren und wie sie sich verändern. Aber zurück zu diesem Teil. Das Buch beginnt mit mysteriösem Vandalismus. Auf dem Friedhof wird ein umgedreht in die Erde gebohrtes Kreuz gefunden unter dem 30 alte DDR-Münzen liegen. Und kurze Zeit später wird Kommissar Brenner brutal überfallen, als er sich mit dem Trainer seiner Tochter Pia treffen wollte. Offenbar fühlt sich Trainer René verfolgt und möchte einen Rat. Doch dazu kommt es nicht mehr. Was hat es mit dem Überfall auf sich? Hat der Vandalismus damit zu tun? Und wem im Dorf kann man noch trauen?

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mittendrin und das recht spannend. Der Vandalismus auf dem Friedhof ist sehr mysteriös und die Dorfbewohner können damit nichts anfangen. Als dann noch Kommissar Brenner ins Koma geprügelt wird, geht auch ein wenig die Angst um. Mir gefiel besonders der Charakter von Frank Liebknecht und seinem Kollegen Marcel, der ein besonderes Geheimnis hat, das er versehentlich offenbart und die Freundschaft zu Frank auf die Probe stelle. Außerdem ist da noch die liebenswürdige Kollegin Sylvie, die meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt (vielleicht ist das in den Vorgänger-Büchern anders?). Sylvie hat eine sehr erfrischende Art und ihr scheint nichts peinlich zu sein. Ich mag sie. Der Trainer René ist undurchschaubar. Er behält einfach sehr viel für sich und ich glaube, mitunter dieses Verhalten bringt ihn dahin, wo er am Ende steht. Was haben Kommissar Brenners Tochter Pia und ihr Schulfreund Carsten mit der ganzen Sache zu tun und was wissen sie wirklich? Mir gefiel besonders, dass dieser Krimi in einem Dorf spielt. Man bekommt ein bisschen was vom Dorfleben mit. Menschen treffen sich in der Kirche oder auch in der scheinbar einzigen Kneipe des Dorfes. Jeder kennt jeden und man ist teilweise noch sehr traditionell eingestellt. Und was gibt es in jedem Dorf: Tratsch. Und so auch hier.

Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Fall stellt Doping dar. Und natürlich kommt auch Liebe, Neid, Hass und Eifersucht nicht zu kurz. Das Buch ist flüssig geschrieben. Die Ermittler sind sehr sympathisch, weil man so viel von ihrem Privatleben mitbekommt und auch hier mitfiebert.

Mein Fazit:

Ein gutes Buch, das für den Moment eine schöne Lektüre war, aber dessen Inhalt ich in einem Jahr mit Sicherheit vergessen werde. Ich vergebe hierfür 3,5 Sterne.

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krimi, zyankali, eigenbrötler, niederbayern, bayr.wald

Blutige Kristalle

Anke Neder
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei KSB-Media, 16.03.2016
ISBN 9783946105336
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Genusskrimi, dazu konnte ich mir ja überhaupt nichts vorstellen. Ich habe sofort gedacht, dass es sich hierbei um einen Krimi handelt, indem es hauptsächlich ums Essen geht. Jetzt fällt mir auf: Wie komme ich eigentlich darauf, dass Genuss = Essen ist? Um Essen geht es hier reichlich wenig, aber alleine schon der ruhige und buchige Kommissar machte das Buch schon genussvoll. 

 Anke Neder – Blutige Kristalle, KSB-Media, 192 Seiten, TB, 10,50 €

Cover:

Ich mag es überhaupt nicht. Es wäre mir überhaupt nicht im Laden aufgefallen und bei „Blutige Kristalle“ denke ich spontan an Bergwerke, wo Kristalle herausgearbeitet werden und dort vielleicht jemand gestorben ist. Oder auch an Blutdiamanten. Aber auf keinen Fall denke ich an den Inhalt dieses Buches.

Inhalt:

Der Hauptkommissar wird Buchliebhabern gefallen, der er ist selber einer. Hat jede Menge Bücher und bei der ein oder anderen Gelegenheit denkt er über die Bücher bzw. Zitate aus Büchern nach. Sein Name ist übrigens Franz Hobelsberger. Ja, der Nachname ist irgendwie gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie passt er zum Kommissar. Er ist eher der stille Typ und wird als Sonderling gesehen. Zunächst hat sich sein Nachbar erhangen, doch dessen Ehefrau glaubt nicht an einen Selbstmord und bittet Franz zu ermitteln. Noch am selben Tag wird ein Toter gefunden. An einen Baum gefesselt und einen Pfeil in der Brust. Mord aus Leidenschaft? Ein Jäger, der sein Beuteschema gewechselt hat? Wer weiß das schon. Franz Hobelsberger beginnt zu ermitteln mit Hilfe seiner Kollegen Lederer und Wurm.

Meine Meinung:

Den Kommissar finde ich einfach klasse. Er ist nicht der typische Kommissar, den man schon aus tausenden Büchern kennt. Dieser hier ist ruhig, Buchliebhaber, hat Herz und nicht so viele Altlasten wie viele andere Kommissare in Büchern. Seine Kollegen sind so ziemlich das Gegenteil von ihm, aber durch die Ich-Perspektiven findet man heraus, dass Franz ein gutes Herz hat und ganz genau weiß, was um sich herum geschieht und wie seine Kollegen sind bzw. wie er noch von ihnen lernen kann oder auch sie von ihm. Die Story selbst fand ich nicht so besonders, wobei mich der Zusammenhang der Morde doch etwas überrascht hat. Die Personen scheinen so gar nichts miteinander zu tun zu haben, doch nach und nach kommen die Zusammenhänge.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist kurzweilig. Die Charaktere sind sympathisch, besonders der Kommissar ist mir bis zum Ende des Buches ans Herz gewachsen. Relativ schnell konnte ich allerdings erahnen, zumindest was eine wichtige Rolle in diesem Fall spielt.

Mein Fazit:

Aufgrund des Covers hätte ich es nicht gekauft. Aufgrund des Kommissars schon. Aufgrund der Story nicht unbedingt. Also gebe ich ihm 3 von 5 Sternen.

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Tags: anke neder, genus, krimi   (3)
 

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wien, krimi, serienmörder, carlotta fiore, theresa prammer

Mörderische Wahrheiten

Theresa Prammer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783471351376
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass mich dieses Buch mitgerissen hat. 

Das Cover:

Hier ist teilweise eine Stadt zu erkennen, die wahrscheinlich Wien darstellen soll, denn hier spielt die Handlung. Sonderlich auffällig finde ich das Cover nicht, aber der Titel ist sehr einprägsam und man fragt sich, was dahinter steckt. Ich finde die Farben erinnern eher an Winterzeit und ich dachte zuerst auch, dass die Geschichte vielleicht im eisigen Winter spielt.

Worum geht es?

Carlotta Fiore, kurz Lotta, ist Kaufhausdetektivin und Tochter der berühmten, verstorbenen Opernsängerin Maria Fiore. Sie lebt in einer Beziehung mit dem Polizisten Hannes, dem sie sich nicht ganz öffnen kann. Und dann geschehen Morde. Jugendliche, Mädchen und Jungen, werden erstochen aufgefunden. Was sie alle gemeinsam haben: Sie tragen gelbe T-Shirts, graue Hosen, tragen rosa Nagellack und wurden mit exakt 21 Stichen getötet. Das Tatmuster entspricht einem Serienmörder, der vor 20 Jahren sein Unwesen trieb, nun aber in Haft verstorben ist. Wer ist der neue Täter? Lotta ermittelt und der einzige, der ihr helfen könnte, ist der damalige leitende Ermittler Konrad Fürst, ihr ehemaliger Partner, der gerade aus dem Koma erwacht ist und sich nun an nichts mehr erinnert, nicht mal mehr an Lotta. Wird er sich rechtzeitig erinnern und noch mehr Morde verhindern können?

Meine Meinung:

Es wird nie langweilig. Das ist mein Grundurteil:-) Von Anfang an, ab dem Zeitpunkt als Konrad aus dem Koma erwacht, hat die Geschichte mich mitgerissen. Man erfährt direkt am Anfang, dass Konrad möglicherweise Lottas Vater ist und bevor sie es herausfinden konnten, fiel er nach einem Sturz ins Koma und nun erinnert er sich an nichts mehr. Und Lotta will ihm nicht unnötig die Schrecken seiner Vergangenheit wieder aufzeigen. Und dann kommt natürlich noch die Mordserie dazu. Und als ob das nicht genügen würde, hat Lotta noch einige Probleme mit sich selbst, die sie auf ihre Beziehung mit Hannes überträgt. Sie kann sich ihm nicht richtig öffnen. Und dann enttäuscht sie ihn auch noch sehr. Das Buch ist ein Auf und Ab der Gefühle. Und was mir besonders gefiel: Wenn ich Krimis oder Thriller lese, dann finde ich meist sehr schnell raus, wer der Mörder ist. Hier war es mir jedoch bis fast zum Schluss verborgen geblieben. Jeder und keiner hätte der Mörder sein können. Und mit diesem Mörder habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Und das fand ich total spannend. Sowieso muss ich sagen, dass die Story wirklich gut geschrieben ist. Der Schreibstil ist absolut flüssig, es ist inhaltlich stimmig und ich hatte einfach nur Freude beim Lesen (und Rätseln).

Zu spät habe ich gesehen, dass es ein zweiter Teil ist, der allerdings abgeschlossen ist. Den ersten Teil werde ich mir auf jeden Fall auch noch kaufen, weil ich die Protagonistin Carlotta Fiore als Mensch sehr faszinierend finde. Insbesondere, weil sie kein „Übermensch“ ist, sondern ein ganz normaler Mensch mit Schwächen, Problemen und Fehlern.

Mein Fazit:

Absolut empfehlenswert, ich hoffe es folgen noch viele weitere Romane von Theresa Prammer und eventuell auch mit Carlotta Fiore.

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Tags: krimi, mörderische wahrheite, theresa prammer   (3)
 

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thriller, melanie raabe, mord, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Unglaublich, ich liebe Thriller und habe noch kein Buch von Melanie Raabe gelesen. Ich habe schon viel Gutes von ihr gehört, ihre Bücher sollen toll sein und nun durfte ich bei einer Leserunde auf wasliestdu.de mitmachen und konnte dieses Buch lesen.

Das Cover:

Ok, ich habe keinen blassen Schimmer, was dort zu sehen sein soll oder ob da was zu sehen ist. Für mich ist es einfach nur schwarz-weiß. Zumindest wusste ich so genau: Hey, das ist mein Genre, das ist ein Thriller. Solche Aufkleber auf Büchern mag ich eigentlich auch nicht. Hier ist es ein Kommentar von Charlotte Link, die ich persönlich mag und natürlich spricht es mich an, wenn eine Autorin, die ich mag, dieses Buch für gut hält. Aber ich habe schon oft erlebt, dass diese Aufkleber nur irreführend sind. Ich mag es dagegen sehr, wenn so einzelne Sätze wie hier auf dem Cover zu lesen sind. Sie machen absolut neugierig. Das hat auch dieses Buch geschafft. Ob ich das Cover mag oder nicht? Ich habe keine Ahnung.

Inhalt:

Die Protagonistin Linda Conrads lebt seit dem Mord an ihrer Schwester sehr zurückgezogen. Sie hat seit 11 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen und schreibt in der Regel einmal im Jahr ein Buch, damit sie etwas Geld verdient. Zu ihren Eltern hat sie so gut wie keinen Kontakt mehr, allein ihr Verleger und ihre Haushälterin sind ihr Kontakt zur Außenwelt. Radio hört sie keines, weil sie Angst vor einem bestimmten Song hat. Am liebsten schaut sie DVDs und kümmert sich um die Pflanzen in ihrem Wintergarten. Eines Tages schläft sie vor dem Fernseher ein und als sie wach wird, laufen die Nachrichten und wen sieht sie dort: Den Mörder ihrer Schwester! Für sie ist klar, niemand wird ihr glauben, sie muss ihn selbst stellen. Und sie plant ihn in die Falle zu locken und schreibt ein Buch. Nur für ihn. Die Handlung: Der Mord an ihrer Schwester.

Meine Meinung:

Von Anfang wurde gesagt: Das ist der Mörder. Und als Leser glaubt man Linda sofort. Sie tut einem leid, man möchte sie in den Arm nehmen. Und man verfolgt mit Spannung ihre Falle. Schnappt sie zu? Wie geht es dann weiter? Interessant fand ich besonders, dass die Kapitel sich abwechseln. Zuerst wird etwas über die Gegenwart erzählt, man erlebt Linda, ihre Ängste, ihre Vorbereitungen für die Falle und dann sind da die anderen Kapitel, in denen man Einblicke in ihr Buch bekommt. Und die Einblicke in ihr Buch verraten uns jede Menge über Lindas Schwester Anna. Wie perfekt sie war. Wunderschön, liebenswürdig, von jedem gemocht. Aber wer hätte sie dann warum umbringen sollen? Das Buch war sehr spannend und unterhaltend. Immer wieder wird der Leser in Situationen gebracht, in denen er nicht mehr weiß, was er glauben soll. Ist Linda vielleicht doch verrückt geworden und dieser Mann im Fernsehen unschuldig? Wie war wirklich das Verhältnis zwischen Linda und Anna und kannte sie Anna wirklich?

Mein Fazit:

Durchgehend spannend, man erfährt nach und nach was damals passiert ist und lernt Linda kennen. Man fühlt mit, man ist zeitweise irritiert und man will, dass es so endet, wie man sich das denkt. Ich vergebe hierfür liebend gerne 4 von 5 Sternen.

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Tags: krimi, melanie raabe, psycho, spannung, thriller   (5)
 

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geister, geisterbahn, kinderbuch, humor, dämonen

Ghostsitter - Geister geerbt

Tommy Krappweis , Timo Grubing
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 01.10.2015
ISBN 9783505137570
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Huhu, huhu… die Geister gehen um – und andere merkwürdige Gestalten. Ein Buch für kleine und große Abenteurer und Geisterfans.

Darf ich vorstellen:

 

Ist das Cover nicht toll? Ich liebe es Manche mögen solch überfüllte Cover nicht, aber ich finde dieses Cover klasse. Jedes Mal, wenn ich wieder darauf schaue, entdecke ich ein neues Detail und das macht richtig Spaß. Und wenn man genau hinschaut, dann sehen die Gruselwesen doch gar nicht so gruselig aus, oder?

Tom ist ein 15-jähriger Junge, der bei seiner nicht-leiblichen Oma wohnt und ein Faible für Online-Spiele hat. Doch heute muss er mit seiner Oma zu einem Anwalt und erfährt dort, dass er der Alleinerbe von Großonkel Heinrich ist. Er erbt eine Geisterbahn und wenn er diese ein paar Jahre erfolgreich betreibt, dann erbt er das Millionenvermögen. Das ist doch was. Tom ist total perplex und als sein Großonkel Welf ihm die Geisterbahn zum ersten Mal zeigt, bekommt er einen Schreck. Die gruseligen Geister leben! Da ist Vladar, der Vampir, Mimi, der Geist, Hop-Tep, die Mumie und Zombie Wombie. Nicht zu vergessen sein Onkel Welf, der eigentlich ein Werwolf ist. Tom scheint neue Freunde gefunden zu haben, doch was wäre das für ein Buch, wenn es nicht auch Schwierigkeiten gäbe. Der böse Zoracz, der mit allen Mitteln versucht, sich die Geisterbahn anzueignen.

Ich finde, Tom ist für sein Alter schon ganz schön erwachsen. Er denkt nach, bevor er redet oder handelt, möchte das Richtige tun. Andererseits bekommt man auch einen Einblick in ihn als typischen Jungen. Er spielt gerne Online Games und ist etwas unsicher bei Mädchen, die er mag. Auch fällt ihm immer was tolles ein, wenn Not am Mann ist. In diesem Buch passiert sehr viel und ich hatte das Gefühl, dass alles Schlag auf Schlag geht. Und immer, wenn ein Rätsel bzw. Geheimnis gelüftet wurde und Tom scheinbar der Wahrheit näher kommt, kommen neue Rätsel oder Fragen auf. Viele bleiben auch bis zum Ende des Buches unbeantwortet, was aber daran liegen könnte, dass das hier nur der erste Band einer Trilogie ist.

Ich persönlich fand das Buch nicht gruselig genug, allerdings ist es auch ein Jugendbuch für Kinder ab 10 Jahre. In diesem Alter ist es mit Sicherheit etwas anderes. Ich bin noch nicht sicher, ob ich die Folgebände lesen werde, weil ich mich doch etwas zu alt dafür fühle. Trotzdem: Für Kinder ein absolut empfehlenswertes Buch, ich gebe ihm 4 von 5 Sternen.

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sex, alltagstauglich, erfrischend, witzi, humorvol

Du willst es doch auch

Tatjana Meissner
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Eulenspiegel - Das Neue Berlin, 29.01.2016
ISBN 9783359024927
Genre: Humor

Rezension:


Der Titel meiner Rezension und der Titel des Buches sagen schon alles. Und das Cover sagt es auch. Es geht um Sex. Viel Sex, an verschiedenen Orten, in verschiedenen Stellungen und mit unterschiedlichen Personen.

Cover:

Hm, was soll man hierzu wohl noch viel sagen. Die Autorin selbst ist abgebildet und zeigt ihr tolles Dekoltée. Und ich muss sagen mit der roten Lederjacke und der frechen Frisur sieht sie doch echt toll aus. Und wie ich schon erwähnt habe ist der Titel wohl vielsagend.

Inhalt:

Alle tun es und keiner redet drüber. Bis auf Frau Meissner und die vielen unterschiedlichen Personen, die sie zum Thema Sex, Sexualität, Vorlieben und Erfahrungen befragt hat. Darunter eine Prostituierte, ein Sex-Shop-Besitzer, eine Dildo-Fee, aber auch die beste Freundin, den Facebook-Freund und zu guter Letzt sind natürlich auch ihre eigenen Erfahrungen mit dabei.

Meine Meinung:

Ich habe oft geschmunzelt. Sei es die Erfahrungen der Krankenschwester aus der Notaufnahme, dessen Patient noch drei Stunden auf einen Arzt warten musste... mit einem vibrierenden Vibrator im Hintern. Oder auch die Freundin, die Sex auf dem Glas-Küchentisch hat, der in tausend Scherben zerbricht. Es ist unglaublich worüber die Menschen mit Tatjana Meissner gesprochen haben. Und es ist wahrlich interessant und lustig. Es ist alles so charmant erzählt und dadurch, dass die Perspektive oft wechselt wird es nie langweilig. Sie erzählt oft von sich selbst und ihren Erfahrungen, auch mit ihrem Mann und was sie bei Auftritten erlebt hat und dann wird erst mal immer eine Story eines Gesprächspartners erzählt. Ich muss sagen, dass ich es einmal schwer hatte es zu verstehen, weil der Befragte einen Dialekt spricht und ich mich wirklich konzentrieren musste, um es zu verstehen. Das ist ein sehr kurzweiliges Buch, dass mich auch sehr neugierig auf die Lesungen/Auftritte von Tatjana Meissner gemacht hat. Deshalb habe ich sie gleich mal auf Facebook geliked und beobachte jetzt, wann sie mal in meiner Nähe ist. Ich bin definitiv gespannt auf weitere Geschichten und ich bin sehr neugierig :-)

Mein Fazit:

Aufregend, amüsant, sexy: 5 von 5 Sternen.

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humor, frauenroman, frauen, chick lit, neuanfang

Tante Inge haut ab

Dora Heldt
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423253086
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover:

Oh wie schön ist der Sommer und das Leben. Das denkt man doch glatt bei diesem Cover. Eine ältere Dame mit Gepäck und rotem Hut auf einer Düne mit Möwe und Leuchtturm. Das müssen Ferien sein. Man bekommt sofort gute Laune und es erinnert an Urlaub, man möchte einfach am Strand liegen und dieses Buch lesen.

Inhalt:

Und plötzlich ist sie da. Mit neuem Hut und ohne Mann. Was ist nur mit Tante Inge los? Dieses Jahr möchte sie auf Sylt doch tatsächlich nicht bei ihrem Bruder wohnen, mietet sich ein Appartment, trifft sich mit einem seltsamen Mann und dann taucht auch noch ihre männerverachtende Freundin Renate auf. Was passiert hier und welches Geheimnis hütet Tante Inge vor ihrer Familie und ihren Freunden?

Meine Meinung:

Ja, das kann heiter werden:-) Schon der Beginn des Buches riss mich sofort mit sich und ich war gefangen im Sog des Buches. Ich konnte es bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand nehmen. Es war so erheiternd. Die verrückte Renate macht sich an jeden Mann ran, sogar an den von Inge. Inges Mann Walter ist ein Sparfuchs. Inges Bruder ist ein Möchtegern-Detektiv und dessen Freund Kalli für alles zu haben. Nur die Frauen versuchen vernünftig zu bleiben und vernünftig zu denken. Christine, die Nichte von Inge, wollte doch nur Johann, ihrem neuen Freund, ihre ganz normale Familie zeigen, was gründlich daneben geht. So normal sind sie offenbar gar nicht.

Mir gefällt diese Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit, denn das Geheimnis von Inge ist sehr ernst. Ich wartete die ganze Zeit gespannt auf die Auflösung und als sie dann kam, da dachte ich, nein, sie hätten doch noch warten können, was kann denn jetzt noch spannendes passieren. Aber es passierten noch allerhand Dinge:-) Besonders amüsant sind einige Szenen, wenn man dann doch bedenkt, dass die meisten Herrschaften in diesem Roman schon jenseits der 60 sind und keineswegs alt gebrechlich genannt werden können. Und was man nicht alles für die Liebe tut. Zum Beispiel sich den Hintern brechen:-) Mehr verrate ich aber nicht. Und zwischen all den witzigen Tatsachen gibt es dann noch die kleinen und großen Probleme, die fast jede Figur in diesem Buch hat. Sehr sympathisch ist mit auch Anika und ihr Sohn Till, mit denen Inge sich auf Sylt anfreundet. Und dann wäre da noch ein Überfall. Und die Nackedeis in der Sauna. Jaja, hier passiert allerhand und ich kann es nur empfehlen. Gott sei Dank habe ich gleich noch ein Buch von Dora Heldt im Schrank und kann sofort weiterlesen.

Mein Fazit:

Absolut empfehlenswert. 5 von 5 Sternen bekommt das Buch von mir und ich freue mich auf viele weitere von Dora Heldt.

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