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(218)

451 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, krimi, mord, gone girl, gillian flynn

Gone Girl - Das perfekte Opfer

Gillian Flynn , Christine Strüh
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596520725
Genre: Krimi und Thriller

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217 Bibliotheken, 5 Leser, 8 Gruppen, 42 Rezensionen

mord, familie, vergangenheit, thriller, massaker

Finstere Orte

Gillian Flynn , Christine Strüh
Fester Einband: 527 Seiten
Erschienen bei Scherz, 19.02.2010
ISBN 9783502100959
Genre: Krimi und Thriller

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434 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

jay kristoff, assassinen, nevernight, fantasy, mia corvere

Nevernight - Die Prüfung

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

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(4.022)

4.766 Bibliotheken, 27 Leser, 3 Gruppen, 49 Rezensionen

fantasy, michael ende, klassiker, kinderbuch, die unendliche geschichte

Die unendliche Geschichte

Michael Ende
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 17.09.2014
ISBN 9783522202039
Genre: Klassiker

Rezension:

Kurz zum Inhalt

Auf der Flucht vor seinen Klassenkameraden landet Bastian in einem alten Antiquariat. Dort findet er das Buch "Die unendliche Geschichte" und fühlt sich mit einem mal magisch davon angezogen. Kurzerhand stiehlt er das Buch und versteckt sich auf dem Dachboden der Schule. Doch schon nach wenigen Kapiteln merkt Bastian, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Buch handelt. Denn aus irgendeinem Grund spielt er in der Geschichte eine große Rolle und schnell wird klar: Er muss die kindliche Kaiserin retten, sonst wird Phantásien untergehen.

Die Handlung

Die Handlung ist gekonnt von Michael Ende ausgeführt und reißt den Leser von der ersten Seite an mit sich. Wir folgen zwei Erzählsträngen, Bastians in der realen Welt und Atréjus in Phantásien. Es gibt so gut wie keine langweiligen Passagen und auch Kleinigkeiten fügen sich einwandfrei ein. Der rote Faden ist durchgehend da, auch wenn er manchmal nicht direkt erkennbar ist. Man wird durch die Welt Phantásiens geführt, die mit so viel Liebe beschrieben wird, dass man am liebsten selbst sofort dorthin reisen möchte.

Die Protagonisten

Bastian hat vor allem mit sich selbst zu kämpfen. In der Schule wird er gehänselt, sein Vater scheint sich kaum für ihn zu interessieren. Das einzige in dem Bastian gut ist, ist Geschichten zu erfinden. Nur das interessiert niemanden. Er muss sich im Laufe der Handlung seinen Selbstzweifeln stellen und anfangen sich selbst zu akzeptieren.
Atréju hingegen scheint mit allem gesegnet zu sein, was Bastian sich wünscht. Er ist mutig, stark und klug. Er wird respektiert und ernst genommen. Doch auch Atréju muss auf seiner Reise noch einiges lernen und sieht sich mit seinen Ängsten konfrontiert.

Nebencharaktere

Ich glaube es gibt kaum einen Charakter den ich mehr liebe als Fuchur den Glücksdrachen. Ich meine immerhin ist er ein Glücksdrache! Er begibt sich gemeinsam mit Atréju auf die Reise Phantásien zu retten, nachdem dieser ihn befreit hat. Er ist immer zuversichtlich, dass am Ende alles gut wird, egal wie auswegslos die Situation aussieht.
Faszinierend fand ich auch immer den Werwolf, der dem Leser einen unglaublich tiefen Einblick in die Geschehnisse rund um Phantásien gibt.
Auch all die anderen Charaktere sind einzigartig und spielen alle ihre Rolle in der unendlichen Geschichte.

Interpretation

Tatsächlich darf man Die unendliche Geschichte nicht einfach als irgendein Kinderbuch abtun. So ziemlich alles und jeder hat eine Bedeutung und somit gibt es kaum eine Passage, die nicht wichtig für die Handlung und die Entwicklung der Charaktere ist.
Eine komplette Interpretation würde jetzt den Rahmen sprengen, aber ihr solltet beim Lesen auch auf scheinbare Kleinigkeiten achten.
Ich möchte euch auch nicht allzu viel vorwegnehmen, aber wenn es euch interessiert schaut mal hier vorbei: Inhalt und Interpretation der unendlichen Geschichte

Fazit

Die unendliche Geschichte ist nicht einfach nur ein Kinderbuch, sondern eines der großartigsten Bücher, die ich je gelesen habe. Es ist eines der wenigen Bücher die ich immer und immer wieder lesen könnte und ich glaube auch eines der ersten, welches ich je in der Hand hielt. Man kann es als phantastische Geschichte lesen und sich einfach nur begeistern lassen oder man liest es sehr aufmerksam und setzt sich mit dem Gelesen mehr auseinander. Es erschließen sich einem so unglaublich viele Blickwinkel, dass es unmöglich ist, alle aufzuzählen.
Dieses Buch ist nicht nur ein Klassiker, sondern ein Meisterwerk seinesgleichen.

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Tags: must-read, spannend   (2)
 

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

emotional, romance, scifi, sequel, spannend

Their Fractured Light

Amie Kaufman , Meagan Spooner
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Disney-Hyperion, 01.12.2015
ISBN 9781423171041
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurz zum Inhalt:

Der Planet Corinth ist eine einzige riesige Stadt. Nichts anderes gibt es mehr. Auf der alten Stadt wurde eine neue aufgebaut und Gebäude erstrecken sich bis zu mehreren tausend Metern in die Luft. Die junge Trickbetrügerin Sophie will sich nach dem Tod ihres Vaters an den Verantwortlichen rächen. Nach einem gescheiterten Infiltrierungsversuch schließt sie sich kurzerhand mit dem Hacker Gideon zusammen. Dieser scheint seine eigenen Gründe zu haben, warum er Sophie hiflt. Was Sophie nicht weiß: Hinter Gideons Fassade versteckt sich mehr, als sie ahnen konnte.

Handlung:

Nach der etwas langatmigen Handlung in These Broken Stars und der etwas rasanteren Action in This Shattered World vereint Their Fractured Light die Handlungsstränge mehr als gekonnt. Die Story ist durchgehend spannend und bietet eine perfekte Mischung aus ruhig und schnell. Die emotionale Seite, die mir im zweiten Teil gefehlt hat, wird wieder stärker Aufgegriffen und lässt den Leser mitbangen. Mir wurde das volle Unterhaltungsprogramm geboten.

Protagonisten:

Hach. Ich finde die beiden einfach großartig. Sie arbeiten so wahnsinnig gut zusammen, ob gewollt oder nicht. Sophia, die gut mit Menschen umgehen kann und Gideon der Technick-Freak. Eine tolle Konstellation, die einfach super zusammen funktioniert hat. Ich mag beide unglaublich gerne und konnte zu beiden eine Verbindung aufbauen und mitfühlen. Beide haben verständliche Gründe für ihr Ziel und helfen sich gegenseitig sich ihren Ängsten zu stellen.

Nebencharaktere:

Im dritten Teil der Starbound Reihe spielen noch eine ganze Menge anderer Charaktere eine Rolle. Die wichtigsten sind auch gut dargestellt, obwohl man natürlich wie in den Folgebänden immer noch merkt, dass der Hauptfokus auf den Protagonisten liegt. Das ist in meinen Augen aber auch gar nicht schlimm. Die Nebencharaktere erfüllen ihre Rolle, um die Handlung weiterzubringen, sind aber keine einfachen 08/15 Personen.

Der/Die Antagonist/en

Hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist super spannend gewesen, wie sich der Antagonist in den drei Büchern immer weiter herauskristallisiert hat. Man bekommt auch endlich viel mehr Hintergrundinformationen und die offenen Fragen werden auch beantwortet. Manchmal ist man nunmal nicht schon immer der Böse. Manchmal wird man dazu gemacht. Kaufman und Spooner haben hier eine durchdachte Vergangenheit aufgebaut, die auch mal etwas anders ist.

Fazit

Auch wenn Lilac und Tarver mein Lieblingspärchen bleiben, hat mir insgesammt der dritte Teil am besten gefallen. Vor allen Dingen, wenn man dann alle drei Teile gemeinsam betrachtet, bin ich ganz verliebt in das Universum rund um Elysium, Avon und Corinth. Eine gelungene Reihe, die sich mit diesem Abschluss einen Platz in meinem Herzen ergattert hat. DIese Reihe ist auf jeden Fall zuckersüß und bietet trotzdem eine Komplexität, die ich so nicht erwartet habe.

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Tags: emotional, großartig, spannend   (3)
 

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(195)

319 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 145 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, freizeitpark, vergnügungspark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Zodiac Island - Der Vergnügungspark der sich mit den Themen der Sternzeichen auseinander setzt. Er ist einer der beliebtesten Freizeitparks, bis eines Tages ein Serienkiller auf Jagd geht und 3 Opfer fordert. Nach den schrecklichen Ereignissen wird Zodiac Island geschlossen.

20 Jahre später soll der Freizeitpark in neuem Glanz erstrahlen - als Murder Park. Ein Ort, der mit den Ängsten der Menschen spielt.
Paul Greenblatt gehört zu den 12 Personen, die diesen Park vorab testen sollen. Ein ganzes Wochenende verbringt die Gruppe auf der Insel. Doch niemand weiß, dass das Morden noch nicht sein Ende gefunden hat. Ein Kampf ums Überleben beginnt, denn die Fähre zur sicheren Küste kommt erst in 3 Tagen...

Meine Meinung:

Leider wird diese Rezension wohl die erste auf meinem Blog, die nicht positiv ausfallen kann. Nachdem ich immer wieder über dieses Buch gestolpert bin bei verschiedenen anderen Bloggern und viele positive Stimmen dazu gehört habe, wurde ich neugierig.
Murder Park verliert leider in vielen Punkten und konnte mich absolut nicht überzeugen.

Die Story ist an vielen Stellen sehr chaotisch. Einen wirklichen Spannungsverlauf konnte ich nicht erkennen. In einem Moment war die Stimmung noch sehr ruhig und im nächsten Satz ist jemand tot. Dabei werden die Morde so platt und tonlos dargestellt, als ob man sich über das Wetter unterhält. Mir hat dabei einfach der Nervenkitzel gefehlt. Der Aufbau, der langsam in die Richtung führt, dass jemand sterben könnte. Die Ungewissheit, ob es vielleicht eine Chance für das Opfer gibt. Die Morde selber wurden auch nie beschrieben, wie so vorgefallen sind, was genau passiert ist. Kein Kampf mit dem Mörder, sondern einfach nur eine Leiche. Das hat in meinen Augen den Lesefluss sehr monoton gehalten und mich oftmals ziemlich unzufrieden gelassen.
Und sorry, aber das Ende?! In meinen Augen total unlogisch. Kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ich glaube, den Plottwist-Effekt, den Winner damit erzielen wollte, habe ich soweit verstanden. Allerdings ist er damit voll am Ziel vorbeigeschossen. Der Plottwist war für mich weder überraschend noch sinnvoll. Mich hat es mehr verärgert und genervt. Das war genau das Ende, von dem ich von Anfang an gehofft habe, dass es nicht passiert.

Was mich fast noch mehr gestört hat, als die unstrukturierte Handlung war der Aufbau der Dialoge. Der Schreibstil Winners packt mich generell nicht so, da er sehr oberflächlich und sprunghaft auf mich gewirkt hat. Aber die  DIALOGE! Komplett unrealistisch. Ich kann mir einfach keine Situation vorstellen, in denen sich Menschen so unterhalten würden. Die Grammatik, die Ausdrucksweise, nichts davon wirkt auch nur ansatzweise authentisch. Mehr als einmal haben mich diese Dialoge auch komplett aus dem Lesefluss gerissen. Auch der Aufbau der Dialoge, in welche Richtung sie sinngemäß führen sollten, war oft nicht nachvollziehbar. Die Charaktere haben Schlüsse aus den Aussagen der anderen gezogen, die ich selbst nach mehrmaligen lesen nicht erkennen konnte.

Keiner der Charaktere hat auf mich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich konnte niemanden eine Persönlichkeit zuordnen. Die Protagonisten wirkten total gekünstelt und haben einfach so reagiert, wie es scheinbar notwendig war um die Handlung weiterzubringen. Man baut keine Bindung zu den Personen auf und damit wirken die Morde noch weiter entfernt, als sowieso schon.

Fazit:

Für mich war dieser Thriller leider ein absoluter Reinfall. Kein Spannungsbogen, unauthentische Dialoge, Charaktere ohne Persönlichkeiten. Ein oberflächlicher Schreibstil, der einen nicht mit sich reißt und leider oftmals eher langweilt. Selbst die Idee selber habe ich mir anders vorgestellt und das was Winner daraus gemacht hat, ist leider nichts für mich gewesen.

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Tags: langweilig, vorhersehbar   (2)
 

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(150)

261 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

entführung, thriller, amy gentry, familie, good as gone

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.02.2017
ISBN 9783570103234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten konnte mich "Good as Gone" zum Schluss für sich gewinnen. Anfangs fiel es mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden - Anna ist leider einfach kein Sympathieträger. Ich schaffte es einfach nicht, mich in sie hineinzuversetzen. Mit ihr schafft die Autorin es nicht, mich am Ball zu halten. Da die Handlung erstmal aus ihrer Sicht erzählt wird, musste ich mich wirklich durchbeißen. Doch als dann immer mehr Kapitel aus den Sichtweisen anderer Figuren kamen, wurde es für mich immer spannender. Anfangs war es etwas verwirrend und ich habe stundenlang gerätselt, was denn jetzt eigentlich passiert. Ist die junge Frau Julie? Oder doch nicht? Was ist mit Julie passiert? Welche Rolle spielen die anderen Figuren, die scheinbar zufällig auftauchen? Und genau das hat mir sehr gefallen. Dieses rätseln und nicht wissen, was denn eigentlich wahr ist und was nicht. Man bekommt kleine Häppchen aus der Vergangenheit präsentiert und muss diese erstmal in Verbindung setzen.

Mit ihrem Schreibstil lässt die Autorin viel Raum für Interpretationen zwischen den Zeilen. Auf eine Art und Weise wirken ihre Worte konkret und sachlich. Umso mehr Spielraum hatten meine eigenen Gedanken. Meiner Vorstellungskraft, wie viel Wut, Trauer, Angst aber auch Freude die Figuren hatten, waren keine Grenzen gesetzt. Zudem unterstreicht Amy Gentry damit die Emotionslosigkeit der Mutter, die diese im Laufe der Jahre angenommen hat. Um nicht in ihrer Trauer zu ertrinken, suchte Anna sich einen anderen Weg mit dem Verlust ihrer Tochter umzugehen.

Erst ganz zum Schluss dämmerte mir so langsam, worauf es hinaus laufen würde. Das Finale war dann leider relativ kurz und einfach. Vorhersehbar. Die Spannung die sich im Laufe der Handlung aufgebaut hatte war für mich schon vor dem Showdown nicht mehr vorhanden. Es war, als wäre mit einem mal die Luft raus. Leider passierte in den letzten 50 Seiten nicht mehr wirklich viel, es fühlte sich ein bisschen danach an, als müsste man das Buch jetzt einfach zu Ende bringen.

 Fazit

Alles in allem konnte mich "Good as Gone" vor allem durch seinen soliden Mittelteil und anfangs sehr unvorhersehbare Entwicklung überzeugen. Auch wenn der Schlussteil meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt, kann man "Good as Gone" auf jeden Fall empfehlen!

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Tags: packend, rätselhaft, spannend   (3)
 

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(180)

288 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

thriller, haus, psychothriller, spannung, the girl before

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die ersten 200 Seiten konnte mich „The Girl Before“ einfach nicht für sich gewinnen. Ich hatte Schwierigkeiten damit, nachzuvollziehen, warum zum Teufel jemand in solch einem Haus wohnen wollen sollte. Das Haus spielt eine zentrale Rolle und mir fiel es einfach nicht leicht zu akzeptieren, dass sich das jemand freiwillig antun würde. Die Regeln sind absurd und dienen in meinen Augen lediglich dazu Monkfords Persönlichkeit zu unterstreichen. Monkford ist äußert minimalistisch und verlangt von seinen Vermietern ebenso zu wohnen. Es darf keine Deko geben, keine Sachen dürfen rumliegen NICHT MAL BÜCHER SIND ERLAUBT! Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Ich liebe meine Deko, brauche Kissen und Kuscheldecken auf meinem Sofa und mein BÜCHERREGAL! Was würde ich ohne mein Bücherregal tun? Niemals dort einziehen!

Nachdem ich dann einfach versucht habe auszublenden, dass ich mir das niemals freiwillig antun würde, habe ich versucht mich mehr auf die restliche Handlung zu konzentrieren. Und was soll ich sagen? Am Anfang langweilte es mich. Mir war relativ schnell klar, in welche Richtung sich die Story entwickeln würde und leider auch wer der Mörder ist. Es war so offensichtlich, wie der Autor versucht, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken, dass es schon fast klischeehaft gewirkt hat. Wer sich ein wenig in dem Genre auskennt, kennt die Tricks die dem Leser vorgegauckelt werden sollen. Und genau davon war auch ich überzeugt. Das ich nicht hinters Licht geführt werden könnte. Und was soll ich sagen? FALSCH GEDACHT! Die letzten 100 Seiten war ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher, was denn jetzt eigentlich tatsächlich passiert war. Es fanden immer weitere Handlungsstränge zusammen, von denen ich nichts geahnt hatte, aber auf eine äußerst authentische Art und Weise. Nie wirkte es weit hergeholt, es hat immer absolut Sinn ergeben und hat sich logisch in das Geschehen eingefügt. Und am Ende musste ich mir eingestehen. Ja, ich habe mich täuschen lassen. Und damit hatte ich nicht gerechnet. Einige Aspekte haben plötzlich eine ganz andere Rolle gespielt als gedacht und somit konnte mich „The Girl before“ am Ende doch nochmal packen und mitreißen.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das man die Handlung aus zwei Sichtweisen erlebt. Einmal aus der Sicht von Emma, die in diesem Haus gestorben ist und aus der Sicht von Jane, die einige Zeit später einzieht. Abwechselnd erlebt man, wie die beiden Frauen zu diesem Haus kommen und wie sie sich mit der Zeit eingewöhnen. Anfangs sind die Parallelen zwischen Emma und Jane sehr groß und man hat fast das Gefühl, es wird etwas überdramatisiert, wie ähnlich sich die beiden sind. Doch im weiteren Verlauf wird klar, dass beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Während Jane sich auf macht, herauszufinden, was mit Emma passiert ist, kann der Leser zeitgleich miterleben, was tatsächlich geschehen ist.

Etwas verwirrend war der Stilwechsel zwischen den einzelnen Kapiteln. In denen aus Emmas Sicht, also aus der Vergangenheit, werden für die Sätze keine Anführungszeichen verwendet. Besonders am Anfang bin ich immer wieder über die Wörter gestolpert und musste den Satz nochmal von vorne lesen. Man gewöhnt sich jedoch ziemlich schnell dran und der gewohnte Lesefluss hat sich bei mir schon nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Aus meiner Sicht hätte man diesen Stilwechsel aber auch weglassen können.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kind verschwunden, suche, kinder, freundschaft, italien

Mädchen aus Papier

Sina Flammang
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 20.03.2017
ISBN 9783641187965
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung

Mari ist eine typische Jugendliche, sie fühlt sich unverstanden von der Welt und vor allem ihren Eltern, trinkt Alkohol um "cool" zu sein und ist andauernd von allem genervt. Ich konnte mit Mari leider so gar nicht warm werden, denn obwohl die Handlung aus Mari's Perspektive in der Ich-Form erzählt wird, erlebt man nicht viel Einblick in ihre Denkweise. Was oder wieso sie etwas fühlt, wird oft nicht genauer erklärt und es fiel mir schwer ihren Gedankengängen und Handlungen zu folgen. Manche Situationen wirkten dadurch für mich etwas überspitzt und schwer nachzuvollziehen. Durch die gewählte Erzählperspektive wurde auch der Einblick in die anderen Charaktere erschwert und oftmals habe ich mich einfach nur gewundert, was in deren Köpfen eigentlich vorgeht. Vor allem mit Annika hatte ich meine Schwierigkeiten. Ich meine ja, ok, für sie ist es bestimmt auch nicht einfach, nach all den Jahren wieder zurück zu ihrer "Familie" zu kommen, die doch viel mehr erstmals Fremde sind. Ich hab mich jedoch öfters gefragt, ob sie tatsächlich verrückt ist? Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass wir mehr über Annika und ihre Vergangenheit erfahren.

"Ich will weglaufen, aus dem Fenster klettern, die Türe hinter mir zuknallen. Die Welt hat plötzlich ihre Konturen verloren, und ich will, dass sie sich wieder scharf stellt." S.65

Ein wichtiges Element in der Handlung ist die "Therapiegruppe" zu der Mari regelmäßig muss, für Kinder, deren Geschwister verschwunden oder verstorben sind. Dabei empfindet Mari kaum Traurigkeit, da sie immer das Gefühl verspürt, bloß den Ersatz für ihre große Schwester zu spielen. Als Annika dann doch wieder auftaucht, glaubt Mari, dass es keinen Platz mehr für sie gibt und verschließt sich immer mehr vor ihren Eltern und Freunden, bis sie es irgendwann nicht mehr aushält. Die im Klappentext angesprochene Italienreise kommt dabei meiner Meinung nach viel zu kurz, ich hatte eher erwartet, dass sie ein Hauptpunkt in der Handlung darstellt.

Das Lesen an sich fiel mir perönlich etwas schwer. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen, dass das Buch im Präsens geschrieben ist, da die meisten Bücher ja eher in der Vergangenheitsform erzählen. Zudem nutzt Sina Flammang vor allem in den Dialogen viele typische Jugendworte und Anglizismen. Clementine's Lieblingsspruch zum Beispiel ist "No risk, no fun!". Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, man findet sich aber doch recht schnell ein. Durch den doch sehr umgangssprachlichen Schreibstil wird zudem sehr schön die Authentizität des Jugendbuches unterstrichen, es fühlt sich viel realer an, die Dialoge wirken mehr wie aus dem echten Leben und nicht gestellt.

"Familie ist ein Konstrukt, mit dem wir uns selbst vorgaukeln, einen sicheren Platz im Leben zu haben. Aber nichts ist sicher." S. 171

Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz gehalten und zeigen Momentafnahmen aus Mari's Leben. Oftmals befindet man sich im nächsten Kapitel, an einem ganz anderem Ort, einige Tage später. Man erfährt meist nur in knappen Erzählungen in Mari's Gedankenwelt, was in der Zwischenzeit passiert ist. Das kann manchmal etwas verwirrend sein, da man sich erstmal wieder in das Geschehen einfinden muss. Meist kann man sich jedoch ziemlich schnell zurecht reimen, was in der Zwischenzeit passiert ist und man verliert nicht direkt den Überblick.

Fazit

Insgesamt ist "Mädchen aus Papier" ein interessanter Jugendroman. Es werden viele wichtige Themen aufgegriffen, vielleicht jedoch ein paar zuviele. So ist leider nicht genug Platz in der Handlung das gesamte Spektrum darzustellen. Es lässt sich leicht und flüssig lesen und die dargestellten Dialoge wirken wie aus dem echten Leben. Wer etwas leichtes für nebenbei sucht liegt mit Sina Flammang's Jugendroman auf jeden Fall richtig!

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Tags: jugendroman   (1)
 

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

cecelia ahern, zukunft, love, dystopie, young adult

Flawed

Cecelia Ahern
E-Buch Text: 334 Seiten
Erschienen bei HarperCollinsChildren'sBooks, 24.03.2016
ISBN 9780008125103
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ich gehört habe, dass Cecelia Ahern, die für Erwachsene-Romane wie "PS. Ich Liebe Dich" oder "Für immer vielleicht" bekannt ist, einen Young Adult Roman rausbringt, war ich erstmal skeptisch.  Aber ich kann euch versichern: Ich wurde nicht enttäuscht! Mit "Flawed" hat sie bewiesen, dass sie auch anders kann. Und zwar richtig!

"I like solutions. The problem was disturbing me, and fixing it just made sense." S.56

Celestine ist schnell einer meiner Lieblingscharaktere überhaupt geworden. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich mich so gut mit ihr identifizieren konnte. Oder auch daran, dass sie einfach ein greifbarer Charakter ist, mit Ecken und Kanten und auch mal Fehler macht. Sie verspürt Angst, Liebe, Freude und Hoffnung. Und lässt uns jedes dieser Gefühle miterleben. Celestine ist keine Heldin. Und eigentlich will sie auch keine sein. Sie hat keine besonderen Talente (außer, man lässt "Mathe-Genie" gelten), ist nicht außergewöhnlich stark oder schnell. Sie ist in einer gewöhnlichen Familie groß geworden und ist wohlbehütet aufgewachsen. Und trotzdem schafft sie es immer wieder mich davon zu überzeugen, was für eine unglaublich starke junge Frau sie tatsächlich ist. Sie ist stur, ehrlich und lässt sich nicht von ihren Überzeugungen abbringen! Auch die meisten anderen Charaktere sind überzeugend dargestellt, doch bei manchen fehlt mir etwas die Tiefe. Ich hätte mir vor allem etwas mehr Infos zu Judge Crevan gewünscht, seine Motivation, seine Vergangenheit, seine Interessen. Warum ist ihm das "Flawed" System so wichtig? Welche Gründe bewegen ihn? Man erfährt im 2. Teil einen leichten oberflächlichen Blick drauf, aber so richtig klar wird es leider nicht. Auch ihre Schwester Juniper oder ihr Freund Art wirken unglaublich interessant und ich hätte gerne mehr von den beiden gelesen.

"I must become imperfect to prove that I am perfect." S.87

Das "Flawed" System soll für eine perfekte Gemeinschaft sorgen. Jeder "Flawed" ist verpflichtet durch ein rotes Armband immer erkenntlich zu sein und sich an gewisse Regeln zu halten. Es gibt eine Ausgangssperre, eine vorgeschriebene Diät, speziell markierte Sitze im Bus. Es dürfen nie mehr als zwei Gebrandmarkte beieinander stehen. Es ist den anderen verboten einem "Flawed" zu helfen. Man wird sozial ausgegrenzt, verachtet und gemieden. Es hat mich ein wenig an unsere national-sozialistische Zeit erinnert, in der ein ähnliches Verfahren mit den Juden abgehalten wurde.

Was mich dann aber doch wirklich zum nachdenken angeregt hat, ist, dass ihre Zukunftvision gar nicht so abwegig ist. Unser Leben heutzutage ist durch soziale Netzwerke öffentlicher als je zuvor. Der eine gibt mehr von sich preis, der andere weniger. Und wer versucht nicht, sich in diesen öffentlichen Netzwerken so gut wie möglich darzustellen? Zudem wird durch den Schutz des Internets die Bereitschaft über andere zu urteilen wesentlich erhöht. Es fällt uns einfacher, auch mal eine negative Meinung zu äußern, da wir meist keine persönliche Bindung zu unserem Gegenüber im Internet aufbauen. Die Konsequenzen unserer Handlung werden uns meist nicht so sehr bewusst, wie wenn wir einen anderen Menschen tatsächlich sehen. In "Flawed" werden die Gebrandmarkten von der Gesellschaft ausgeschlossen und solange man sich nicht selbst in dieser Situation befindet, fällt es leicht die Augen davor zu verschließen.

"Everybody wants to look like they know what they're doing, when really most of the time nobody has a clue." S. 252

Cecelia Ahern's Schreibstil ist wie immer beeindruckend, fließend und fesselnd. Man wird sofort in den Bann gezogen und wird zum nachdenken angeregt. Ihre Worte sind durchdacht und lassen einen Celestine's Gefühlswelt erschreckend nah miterleben. Nicht nur einmal hatte ich unglaubliches Mitleid für das junge Mädchen oder habe mit ihr gehofft und gebangt. Ich hoffe, dass Cecelia Ahern mehr davon liefert!


"Flawed" ist eine unglaublich durchdachte, spannende Dystopie, die zum nachdenken anregt und einen so schnell nicht mehr loslässt. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass Ahern eine Trilogie daraus gemacht hätte. Dann hätte sie etwas mehr auf die Nebencharaktere eingehen können, denen teils ein wenig die Tiefe gefehlt hat. Insgesamt ein großartiges Young Adult Debüt, dass man auf jeden Fall gelesen haben sollte.

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Tags: dystopie, fesseln, spannend, young adult   (4)
 

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

monster, familie, jacob, fantas, cairnholm island

Miss Peregrine home for peculiar children. Die Insel der besonderen Kinder, englische Ausgabe

Ransom Riggs
Buch
Erschienen bei Random House US, 01.05.2012
ISBN 9781594746062
Genre: Fantasy

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