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16 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

3 sterne

Der Klang der Erinnerung

Anna Smaill , Katharina Hinderer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783038800064
Genre: Romane

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(111)

198 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 98 Rezensionen

fantasy, palast, horror, französische revolution, jugendbuch

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Romane

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(85)

219 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

sklaverei, amerika, colson whitehead, flucht, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

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(18)

37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, familie, horror, mord, psychothriller

Die Wölfe kommen

Jérémy Fel , Anja Nattefort
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423261432
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Auf einer Farm inmitten der wogenden Weizenfelder von Kansas nimmt alles seinen Anfang. Zwölf Menschen werden in diesem grandios konstruierten Episodenroman Teil der Meute desBösen, mal selbst Raubtier, mal verfolgt von weitaus gefährlicheren Wölfen. Kapitel für Kapitel führt Jèrèmy Fel den Leser unausweichlich hinein in ein beängstigendes Labyrinth der menschlichen Niedertracht, das von den USA bis nach Europa reicht. Das Böse hat viele Gesichter. Es fasziniert, verführt, infiziert - und bleibt unberechenbar.

Eindruck

Der Schreibstil von Fel ist flüssig, leicht verständlich und mit Sicherheit auch spannend. Allerdings konnte er mich mit seinem Debüt nicht fesseln, was daran lag, dass die Geschichte für mich nicht homogen war, sondern aus vielen kleinen Einzelepisoden bestand, in denen die 12 Protagonisten vorgestellt werden und tiefe Einblicke in ihre Leben offenbaren. Diese Kurzgeschichten allerdings haben meinen Lesefluss extem gestört, war ich gerade mit einer Person vertraut und habe mich in sie hineingefunden, zack - da kam schon die nächste. Für mich ist "Die Wölfe kommen" weder ein Thriller noch ein Roman, da mir einfach der leitenden rote Faden fehlte. Für mich stellt es sich als eine Aneinanderreihung von Abartig-und Grausamkeiten, die alles in allem am Ende irgendwie zusammen laufen mögen.
Definitiv drüber war für mich die Verbindung zwischen Homosexualität und daraus resultierenden Verbrechen, sowie die Pauschalthese, das ein Verbrechergen existiert.

Fazit

Ich konnte nicht abbrechen, weil ich ständig gedacht habe, dass es mich noch fesseln würde ABER weiterlesen wollte ich eigentlich auch nicht. So gar nicht mein Buch.

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(36)

70 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

musik, blues, gitarre, grégoire hervier, gitarren

Vintage

Grégoire Hervier , Alexandra Baisch , Stefanie Jacobs
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257070026
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Thomas Dupret, 25, ist passionierter Musiker und ein Fan von Vintage-Gitarren, die er in dem Laden, wo er bisweilen aushilft, liebevoll restauriert. Daneben verdient er sich noch etwas Geldmit Konzertbesprechungen. So geht sein Leben seinen Ganz bis zu dem großen Tag, als sein Chef ihn mit einer Edelgitarre zu einem schottischen Landhaus entsendet: Ein mysteriöser Lord bietetihm dort den Deal - und die Story - seines Lebens an: Gegen eine fürstliche Belohnung soll er nach der teuersten aller Kultgitarren suchen, der "Gibson Moderne". Eine Patentzeichnung gab es, doch wurden im Jahr ihrer Erfindung auch Exememplare gebaut? Und wer hat, wenn es sie gibt, diese Raritäten in seinem Besitz? "Vintage" ist eine faszinierende Mischung aus Fakten und Fiktion. Ein Roadmovie über das größte Rätsel der Rockgeschichte.

Eindruck

Gregoire Hervier hat mit Vintage einen Roman geschaffen, in dem mit jeder Faser des Körpers die Faszination, Leidenschaft, Emotion, Genialität sowie die Liebe zur Musik und zu Vintage-Gitarren zu spüren ist. Die Liebe zum Detail und die Leichtigkeit mit der Fachwissen zu einem Krimi durch die Musikszene gezaubert wurde, hat mich wie in einem Strudel durch die Zeiten des Blues gezogen. Die Mischung aus Fakten und Fiktion ist wahnsinnig gut gelungen. Skurile erfundene und legendäre reale Personen reichen sich die Klinke in die Hand und haben mich mehrfach nach den Tatsachen und Umständen recherchieren lassen. Man war also mittendrin in der Geschichte, statt nur dabei.
Mit Thomas hat Hervier eine Hauptperson geschaffen, die von Beginn an meine Sympathien hatte und mit dem ich sofort auf seine abenteuerliche Reise gegangen bin, und mit ihm alles was sich auf der Suche nach einem der hartnäckigsten Mythen der Musikgeschichte ergeben hat, erlebt habe. Und auch die weiteren Charaktere wie z.B. Lord Winsley - dem Betrug und der Gier verfallen - oder Bruce, gefangen in Sex, Drugs and Rock'n Roll - haben ihren Teil dazu beigetragen aus diesem Buch ein absolutes Erlebnis zu machen. 
"Vintage" kann man gar keinem Genre zuschreiben. Eigentlich ist es ein Sachbuch über die legendäre "Gibson Moderne" im Speziellen sowie Bauarten, Klängen und Eigenarten von Gitarren im Allgemeinen, das durch den Hype und die Sagen um diese Gitarre zum Krimi und durch den Protagonisten Thomas mit ganz viel Emotionen, Charme und Witz zum Roman wird. 

Fazit

Mythos oder nicht - wer weiß das schon? Letztlich könnte nur die Erbauer und potentielle Besitzer etwas darüber sagen, aber die schweigen beharrlich und werden schon wissen warum! Es ist meiner Meinung nach auch nicht wichtig und sollte auch nicht wirklich aufgeklärt werden. Denn so oder so ähnlich, wie von Hervier recherchiert und zurecht gesponnen, könnte es gewesen sein. Eine sehr geniale Geschichte für alle Musiker, Musikbegeisterten, alle die es werden wollen oder diejenigen, die einfach ein wenig Blues in ihre Herzen lassen können. Absolute Leseempfehlung!

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(11)

13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

psychothriller, astrid korten, thriller, wintermord, spannung

Wintermorde

Astrid Korten
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.08.2017
ISBN 9783744820134
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Verlegerin Alma, erdrückt von Beruf, Familie und dem Desinteresse ihres Mannes, sucht nach radikaler Veränderung. Sie will ihren Mann loswerden. Alma sucht nach Gleichgesinnten und findet sie in einem Chatroom. Vier Frauen, ein gemeinsamer Nenner: Wut. Doch dann geschieht ein heimtückischer Mord, der wie ein Albtraum auf Almas Brust lastet, in dem ihr Winterherz mit neuer Herzklappe schlägt. Als sie begreift, dass sie die Hauptfigur in einem perfiden Rachespiel ist, ist es zu spät.

Eindruck

Wenn Frauen sich ausschließlich über ihre Männer und Ehe identifizieren, von denen sie dann betrogen werden und in denen sie frustriert sind, weil Langeweile und stereotypische Abläufe dasLeben bestimmen, bekommen sie dumme Fantasien. Wenn sich dann noch vier solcher Frauen, die sich nichteinmal kennen treffen und zusammenrotten, werden diese Fantasien noch dümmere Ideen, die in die Tat umgesetzt werden und außer Kontrolle geratene Frauen zu Racheengeln. Und wenn weiterhin eine dieser vier Frauen ein absolut berechnendes, asoziales und egozentrisches Individuum ist - ja dann werden alle anderen zum Werkzeug in einem ganz perfiden, miesen Rachefeldzug.
"Wintermorde" ist ein spannender Psychothriller über das Thema Seitensprünge und was es in Frauen hervorruft. Wie immer toll recherchiert und genial umgesetzt, durch einen sich langsam aber kontinuierlich aufbauenden Spannungsbogen und mit einer absolut nicht vorhersehbaren Wendung zum Showdown.
Allerdings fehlte mir in diesem Thriller der Bezug zu den Protagonisten. Mit keiner von Ihnen bin ich bis zum Schluss wirklich warm geworden. Diesem Buch hätte 30 bis 50 Seiten mehr gutgetran, um die Distanz zu den Damen zu überwinden. Trotzdem ein weiteres "Korten-Schätzchen" in meiner Sammlung, zu der hoffentlich noch einige dazukommen werden.


Fazit

Typisch Astrid Korten - sie spannt die Nerven ihrer Leser wie Drahtseile und kurz bevor diese reißen kommt die Lockerung in Form einer nie geahnten Auflösung. Erwartet das Uner-wartete und ihr bekommt Spannung pur, wer noch nicht dem Korten-Fan-Club beigetreten ist - einsteigen liebe Leute, die Fahrt lohnt sich. 

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(6)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

gemüse, aromatisch, israel, salat, küche

Köstliches Israel

SCM
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei SCM Collection, 22.08.2017
ISBN 9783789398070
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt

54 klassische Rezepte aus Israel geben Einblick in die jüdische Küche und holen ein Stück orientalische Kultur auf heimische Teller. Alle diese Rezepte sind typisch für bestimmte jüdische Feiertage. Sie wurden in der Praxis erprobt und dank Schritt-für-Schritt-Fotos ist das Nachkochen überhaupt kein Problem. Atmosphärische Bilder und Einblicke in Fest- und Feiertage runden die kulinarische Reise ab.

Eindruck

"Köstliches Israel" - ein schön gemachtes Kochbuch, nicht nur mit Rezepten für jeden Anlass sondern auch mit tollen Erklärungen zu Traditionen und Festen, unterlegt mit Bibelsprüchen. Seitlich eines jeden Rezeptes sind Symbole angebracht, die auf den ersten Blick verdeutlichen, für wieviele Personen gekocht wird, welche Zubereitungszeit ich einplanen muss und um welchen Schwierigkeitsgrad es sich handelt. Einzelne Arbeitsschritte und das fertige Endprodukt sind klar und appetitlich dargestellt.
Jedoch muss ich sagen, das einige Angaben zu Zutaten doch irre führend und unklar sind, sowie das eine oder andere Rezept so wie es geschrieben steht nicht stimmt. Im Prinzip sind es einfach nach zu kochende leckere Rezepte, aber man benötigt schon eine gute Portion Erfahrung und Gefühl auf das man sich verlassen muss.

Fazit

Ein schönes, interessantes und etwas anders gestaltetes Kochbuch, nicht ohne Schwächen - dennoch zu empfehlen, wenn man ein Mindestmaß an Improvisationstalent in der Küche besitzt.

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(69)

96 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

sklaverei, afrika, ghana, usa, amerika

Heimkehren

Yaa Gyasi , Anette Grube
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.08.2017
ISBN 9783832198381
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Die Geschichte setzt mit Effia und Esi ein. Schwestern, deren Lebenwege von Anfang an getrennt verlaufen. Es ist Effias Stamm, die Fante, der Hand in Hand mit den Briten das Geschäft der Versklavung Tausender betreibt. Über Jahrhunderte profitieren Effias Nachkommen davon oder verzweifeln daran, so wie ihr Enkel James. Dessen Urenkel wiederum, der kluge Yaw, muss erkennen, dass man in diesem gnadenlosen Spiel als Schwarzer nur verlieren kann, weil am Ende stets die Weißen profitieren. 

Eindruck

"Was habe ich dir über den Tod gesagt?, fragte die alte Dame streng. Ihre Stimme klang jetzt kräftiger als zu Beginn des Gesprächs. Marjorie zog an der Schnur. Die alte Dame behauptete, dass nur der Körper sterbe. Der Geist wandere." Seite 378

Gerade mit Blick auf die momentanen Strömungen, finde ich es wichtig, dass möglichst viele dieser Geister wandern, nicht nur um nach Hause zu finden, sondern um sich in Erinnerung rufen. Wir dürfen nicht vergessen und müssen stetig daran arbeiten, diese Zeiten nie wieder aufleben zu lassen. Die Arroganz, Ignoranz und Intoleranz gegenüber anderen Nationen, Religionen und Hautfarben muss weiter bekämpft werden, doch wenn ich mir ansehe, welches Gedankengut aktuell wieder aufkeimt, kann ich nur angstgeladen, wenig hoffnungsvoll und verständnislos den Kopf schütteln. Die Annahme einer sei besser, mehr Wert und hätte eine größeres Anrecht auf dieser Welt zu leben, muss raus aus den Köpfen. Doch ich befürchte es wird auch in den nächsten Jahrzehnten nicht gelingen, da die Einfältigkeit der Menschheit hartnäckig besteht.
Yaa Gyasi hat einen eindrucksvollen, bild- und sprachgewaltigen Roman zu Papier gebracht. Eine Familienchronik der Traurigkeit, jedoch nicht mit erhobenen Finger sondern mit feinfühliger Sprache - die natürlich so manches Mal einen scharfen Unterton hatte - und gewaltigen Bildern. Der Fokus liegt hier nicht auf Einzelschicksalen und reißerischen Szenen, sondern auf der Last einer ganzen Familie über sieben Generationen hinweg. Die Suche nach Heimat, Identität, Authentizität und Freiheit hat mir so manches Mal die Sprache verschlagen und mich zu Tränen gerührt. Besonders schockiert hat mich hier auch die Tatsache, dass die eigenen Landsleute an einem so wiederlichen Geschäft mitgewirkt haben. Das es weder eine britische noch armerkanischeGlanzleistung an Empathie und Menschlichkeit war, war mir ja bekannt. Aber aus den eigenenReihen verraten und verkauft worden zu sein - ekelhaft, verachtend, vernichtend. 
Mit "Heimkehren" könnte ein weiteres Epos um die Sklaverei entstanden sein, das als Klassiker so manche große und kleine Bibliothek bereichert. Hoffentlich wird von dieser Autorin nochmehr kommen, was mich richtig begeistern würde.

Fazit

Tolles Buch um ein grausames Stück Zeitgeschichte, dass sich NIE mehr wiederholen darf. Es rüttelt einmal mehr auf und macht bewußt, in welcher gefährlichen politischenr Situation wir uns aktuell wieder befinden. Ein Mahnmal !

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

wildnis, thriller, dystopie, wolf, verdrängung

Wolf Road - Die Angst ist immer einen Schritt voraus

Beth Lewis , Kerstin Fricke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783038800040
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

In einer verwüsteten Welt hat Elka beinahe alles, was man zum Überleben braucht, von einem Mann gelernt, den sie nur Trapper nennt. Ein einsamer Jäger, der sie bei sich aufgenommen 
hat, als Elka noch ein Kind war. Jahrelang hat er vor ihr verbergen können, dass er ein Killer ist und wie sein tatsächlicher Name lautet: Kreagar Hallet. Und jetzt, da Elka erwachsen ist und die Wahrheit kennt, könnte sie sein nächstes Opfer sein. Sie flieht nach Norden, um ihre richtigen Eltern zu finden. Aber an ihre Fersen heften sich Hallet und die Gesetzeshüterin Lyon, die noch eine persönliche Rechnung offen hat. Es kommt zu einer Verfolgungsjagd

Eindruck

Der Mensch ist des Menschen schlimmster Feind !

Als erstes vorweg geschickt, es handelt sich um keinen reinen Thriller mit mega Spannungsfaktor, sondern ist eine Mischung aus Thriller, Dystopie und Drama um ein gesellschaftliches Tabuthema, dass bei weitem nicht für die Nerven von Jedermann geeignet ist. Wer einen 
nervösen und sensiblen Magen hat, sollte die Finger von "Wolf Road" lassen und sich nicht komplett an den Klappentext hängen.

Die Idee und Umsetzung der Geschichte hat mich fasziniert. Bis zum Schluss ist nicht klar, wo die Reise eigentlich hingeht. Gar nicht aufgeklärt wird, um was für eine "Apokalypse" es sich handelt und wann sie sich eigentlich ereignet hat. Es könnte jederzeit zwischen Ende 1800 und jetzt stattgefunden haben oder sich in der Zukunft ereignen, klar ist nur, dass es sich um einen Bombenangriff gehandelt hat, beim dem chemische Kampfstoffe eingesetzt wurden, die Teile der Natur vergiftet haben. Ebenso ist lange Zeit nicht klar, in welchem Land man sich befindet. Dieses Verwirr- und Ratespiel hat mich persönlich richtig abgeholt, weil ich nicht nur das gesamte Buch über immer wieder am nachdenken war, sondern das Ganze nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Das Tabuthema, welches die Autorin aufgegriffen hat, macht deutlich wie die kindliche und jugendliche Psyche verdängt, wie Selbstschutz funktioniert um in Stadien der Abhängikeit von Erwachsenen keinen sichtbaren Schaden zu nehmen. Die Dynamik die sich im Laufe des 
Erwachsen werdens zwischen der Protagonistin und ihrem Ziehvater entwickelt ist höchst interessant. Allerdings muss man sich auf die Erzählweise aus der Egoperspektive einlassen können um den Bezug zu finden. Wenn man sich in die Protagonistin hinein finden konnte, 
hat man eine intensive, sehr interessante psychologische Studie bekommen. Die handelnden Personen allgemein konnten mich für sich einnehmen. 

Fazit

Ein weiteres faszinierendes Buch aus dem Arctis Verlag, was mich begeistert und schockiert, angezogen und abgeschreckt hat. Ich kann es an alle weiterempfehlen, die sich nicht scheuen, sich mit Tabuthemen auseinander zu setzen. Mich hat es zum nachdenken angeregt und wird mich lange Zeit nicht loslassen und mit Sicherheit nicht nur einmal gelesen im Schrank versauern und schon gar nicht wieder das Haus verlassen.

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(21)

90 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

zukunft, sachbuch, humanismus, dataismus, homo sapiens

Homo Deus

Yuval Noah Harari , Andreas Wirthensohn
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 28.08.2017
ISBN 9783406704017
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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(141)

272 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 104 Rezensionen

thriller, fbi, ethan cross, spectrum, august burke

Spectrum

Ethan Cross , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404175550
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten 
Gebäude.

Eindruck

Ein Cop dessen Vita für den Polizeidienst mehr als fraglich und für das FBI ein No Go ist - Nic. Ein ebenso genialer wie schrulliger "Asperger", der in kniffligen, grenzwertigen Situation vom FBI zu Rate gezogen wird - Burke. Ein alter Hase unter den FBI Agents, der beide unter seine väterlichen Fittiche nimmt und somit ein leistungsstarkes Dreigestirn bildet - Carter. Als Gegner einen Söldner und Massenmörder mit Gewissenbissen und Selbstzweifeln kurz vor dem Ende seiner "Karriere" - Krüger. Fertig ist das Rezept für einen gelungenen Auftakt zu einer neuen Reihe.

Es ist nicht die Offenbarung des noch nie da Gewesen, aber durch die geniale, feine und sehr interessante - ja schon kuriose - Ausarbeitung der Charaktere ist "Spectrum" für ich wirklich spannend und fesselnd gewesen. 
Durch die vielen handelnden Personen und Handlungen an zwei Orten ist es anfangs etwas verwirrend und man muss schon genau aufpassen um die Hintergründe zusammen zu bringen, was aber durch den Schreibstil sehr gut machbar ist.

Nicht ganz glücklich bin ich mit der Zusammenführung der beiden Handlungsstränge durch die Protagonistin Isabel sowie mit dem Ende, wie es durch Burke herbeigeführt wurde. Beides halte ich für absolut unglaubwürdig und von daher nicht wirklich passend. Über Burke kann ich dabei noch hinweg sehen, Isabel hingegen erachte ich als gänzlich überflüssig und fehl am Platz, zumal sie bis zum Showdown eine eher nebensächliche Rolle einnimmt und man sich fragt, ob noch mehr über sie kommt, ihr dann aber am Schluss eine recht große Lobby eingeräumt wird, was ich ein wenig störend fand. 

Fazit

Ein wirklich guter Auftakt zu einer neuen Reihe, die ich gerne weiter verfolgen werde und der mir die Shepperd-Reihe nocheinmal mehr schmackhafter gemacht hat. Zwar mit kleinen Schwächen, dennoch absolut gut gemacht. Von daher ersteinmal 4 Sterne, und sehen wie es mit Carter, Nic und Burke weitergeht..

Aufgrund einger doch recht detailliert beschriebenen Szenen, dürfte "Spectrum" nichts für ganz schwache Nerven sein.

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(65)

108 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

thriller, mary kubica, chicago, don't you cry - falsche tränen, falsche tränen

Don't You Cry - Falsche Tränen

Mary Kubica , Rainer Nolden
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959671057
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Apartment in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der sie vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintliche brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, das schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für Ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.

Eindruck

Vorweg muss ich sagen, dass es sich für meinen Geschmack nicht um einen Thriller handelt sondern eher um einen Spannungsroman handelt. Geschrieben in drei Perspektiven, Quinn, Alex und Esther - wobei Quinn und Alex in der Ich-Form erzählen, Esther erscheint 
lediglich als Erzählung.

Anfangs empfand ich die endlosen Monologe von Quinn und Alex sehr ermüdend und habe mich gefragt, wohin das ganze eigentlich führen soll. Mehr und mehr kam ich zu der Annahme, dass Alex gestört ist und Quinn/Esther eine gespaltene Persönlichkeit sind. Doch ich habe mich eines besseren belehren lassen, denn als in Alex vermeintlichen Fantasien noch Pearl hinzu kommt, passte alles von den Wohn- bzw. Aufenthaltsorten nicht mehr zueinander. Eine Idee
musste her, und derer gab es viele. Mit jedem neuen Kapitel erschien ein weiteres Fragezeichen vor meiner Stirn...

"Dont you cry" ist eine Familientragödie - leise, psychologisch, subtil, tiefgründig und zeigt am Ende auf, wozu Menschen fähig sind, wenn sie um die familiäre Liebe betrogen und belogen werden. Ich finde die Fäden sehr geschickt zusammengesponnen, wobei der Fokus auf der Geschichte und nicht auf ausgeprägten charismatischen Charakteren liegt. Der Aufbau gibt reichlich Platz für Irritationen, Assoziationen und Spekulationen, sodass sich für mich das Durchhalten trotz Längen wirklich gelohnt hat.

Mit dem Ende war ich nicht ganz so glücklich, denn meiner Meinung nach war für das Tete à Tete zwischen Quinn und Ben kein Raum und es hat auch nicht wirklich gepasst.

Fazit

Alles in allem ein guter Spannungsroman der mit sehr leisen Tönen daher kommt und auf blutrünstige, reißerische Szenen und knallharte Täter sehr gut verzichten kann, weil die
Autorin auf Psychologie setzt. 

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

justiz-thriller, john grisham, online texte, fantasy buch, bestechung

Bestechung

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453270336
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Die Anwältin Lacy  Stoltz ermittelt in einem Korruptionsfall von nie da gewesenem Ausmaß. Ein Richter soll über Jahre hinweg Bestechungsgelder in schwindelerregender Höhe kasssiert 
haben. Woher stammt dieses schmutzge Geld? Lacy Stoltz recherchiert und kommt Machenschaften auf die Spur, die sie das Leben kosten könnten.

Eindruck

John Grisham führt in "Bestechung" durch einen fachlich fundierten und komplex konstrierten Fall von Korruption. Die Ausmaße und Summen um die es geht sind Atem raubend und kaum zu fassen, involviert und ganz oben mit an der Spitze eine geld- und machtgierige Bundesrichterin. Doch wie es - zum Glück - meistens ist, wer den Hals zu voll nimmt, wird letztendlich daran ersticken.

Korruption, Erpressung, Mord nicht reißerisch sondern fachlich, sachlich, distanziert was die juristische Seite betrifft. Den Protagonisten hat Grisham Leben mitgegeben und interessante 
Charaktere gezeichnet. Man kann von einem Fall der einen Korruptionsskandal um eine Bundesrichterin behandelt nicht erwarten, dass es ein Gefühlsgewitter à la "Die Jury" hervor-
ruft, und somit bleibt die emotionale Schiene hier unbefriedigt. Wer Interesse am US Justizsystem, den Schachzügen von US Anwälten und kleinen und größeren Tricks der ermittelnden Behörden hat, wird mit "Bestechung" einen weiteren guten Roman von John Grisham in seiner Sammlung haben.

Fazit

Solider Roman über Korruption in Schwindel erregenden Dollar Höhen, allerdings mit Passagen die in der Realität hoffentlich selten bis gar nicht vorkommen. Kann man gut lesen, ist aber nicht das Beste was bisher aus Grisham's Feder kam. 

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

england, geburt, flut, flucht, naturkatastrophe

Vom Ende an

Megan Hunter , Karen Nölle
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 18.05.2017
ISBN 9783406705076
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Eine Frau bekommt ihr erstes Kind, während eine Naturkatastrophe England heimsucht und die Städte verwüstet. Auf der Flucht verschwindet ihr Gefährte, aber neben Schrecken und Barberei
erlebt die Erzählerin auch das intime Glück einer Mutter-Kind-Liebe.

Eindruck

"Vom Ende an" war meine erste Novelle und wird es vermutlich auch bleiben. Der Schreibstil in Form eines Tagebuches, oder Gedankenfetzen hat mich sehr auf Distanz gehalten. Hinzu
kommt, dass es keine Namen gibt - lediglich die Personen mit Buchstaben bezeichnet werden, was mir eine sehr unterkühlte Atmosphäre vermittelt hat.
Der Fokus dieser Novelle liegt klar auf der Mutter-Kind-Ebene und nicht auf der Naturkatastrophe, was mir persönlich nicht ganz so gefallen hat. Die Ausmaß der Flut und die damit verbundenen
Szenarien wurden mehr oder weniger in den Hintergrund gestellt. 

Seite 129:
"Wir sind alle entwurzelt, das ist es. Losgerissen, frei schwebend, umhertreibend, alles zugleich. Und das Ende, der Halt, die Anbindung sind nicht in Sicht." 

Allein solche Sätze machen die Unsicherheit, Angst und Verzweiflung der Situation deutlich und deshalb konnte ich mir die ausschließliche mütterliche Glückseligkeit der Erzählerin, in einer Zeit, in der ihr ganzes Leben buchstäblich an ihr vorbeischwimmt und die Zukunft ungewiß ist, so gar nicht vorstellen. Es ist mir unbegeiflich, wie ich in einer Phase des totalen Chaos und vor dem Nichts stehend in dem Geruch von Windeln und Sabberfäden auf meiner Kleidung 
schwelgen kann. Vielleicht fehlt mir dieVorstellungskraft, weil ich keine Mutter bin.

Fazit

Eine Novelle scheint nicht für mich geschaffen zu sein. Dennoch fand ich die poetische Sprache, sowie die Thematik interessant und die Tagebuchform wäre durchaus reizvoll gewesen, wäre da nicht diese Unpersönlichkeit und Distanz, die mich nicht nicht in ihren Bann ziehen konnte. 

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

freundschaft, entführung, hass, neid, psychothriller

WO IST JAY?

Astrid Korten
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.05.2017
ISBN 9781521310021
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Eine junge Frau wird im Aachener Stadtgarten brutal zusammen-geschlagen. Wenig später stirbt sie an ihren Verletzungen. Nicht weit davon entfernt wohnt die Tierärztin, Mia Becker, mit ihrem Mann Leon und den Kindern Esther und Benny. Nach einem Girfriend-Wochenende verschwindet Mias beste Freundin, die charmante, gut aussehende Jay de Winter, spurlos. Mia ist davon überzeugt, dass Jay ihre Familie nicht freiwillig verlassen hat, zumal die Tote aus dem Stadtgarten Jay verblüffend ähnlich sieht.

Eindruck

(Dieser Psychothriller basiert auf einem wahren Fall, der sich vor einigen Jahren in Aachen ereignet hat.)

Willkommen auf der Achterbahn der Emotionen - Vertrauen und Mißtrauen, Liebe und Hass, Aufmerksamkeit und Gleichgültigkeit, Loyalität und Verrat, Lügen und Intrigen.

Eine Clique von 8 Personen - drei Ehepaare, zwei Single, kennen sich seit ewigen Zeiten. Gemeinsame Unternehmungen und Besuche, die Kinder wachsen zusammen auf, ein fester Abend in der Woche. Man hilft sich, man ist füreinander da - keine Kompromisse in kleinen und 
großen Katastrophen des Alltags. 

Bis..., ja bis durch das Verschwinden von Jay die Fassade bröckelt und plötzlich nichts mehr so ist wie es mal war. Von einer Sekunde auf die andere ist nur noch Schein statt sein und bei jedem einzelnen fällt nach und nach die verlogene Maske, die sich hinter einer scheinbar so sorglosen, engen Freundschaft verborgen hat. Einzig Mia hält noch an allem fest und in zerstörerischer Sorge um die beste Freundin beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren. Die Er-kenntnis, dass keiner den anderen kennt wie er wirklich ist, trifft Mia wie ein mittleres Erdbeben und die Gleichgültig- und Tatenlosigkeit - ja sogar Erleichterung darüber, dass Jay aus ihrer Mitte verschwunden ist - lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren. Nur in Falk findet Mia einen verständnisvollen Verbündeten, der ihr hilft nach ihrer Freundin zu suchen, denn Mia spürt mehr und mehr, dass Jay ihre Familie nicht einfach aus einem Streit mit ihrem Ehemann oder einer Laune heraus einfach sang- und klanglos verlassen hat. Doch dann gerät Mia selbst in große Gefahr.

Behaltet Eurer Freunde im Auge, hört Ihnen zu und redet selbst über das was Euch bewegt und noch viel intensiver darüber was Euch stört. Nur wenn Missverständnisse ausgeräumt werden, wenn Eifersucht und Neid schon im Keim erstickt werden - nur dann sind Freundschaften ein stabiles Fundament.  Und nur dann können wir darauf bauen, das wir in einer Gemeinschaft füreinander da sind, uns Halt geben und uns auffangen, wenn wir ins stolpern geraten. Ehrlichkeit, Offenheit, Loyalität und Vertrauen sind die Fundamente, Diese Fundamente gilt es zu pflegen und zu schützen, denn sie geben uns einen sicheren Stand.

Mit einem flüssigen, fesselnden Schreibstil und grandioser Recherche schafft Astrid Korten hier mal wieder eine Gänsehautatmosphäre. Authentisch, greifbar und lebendig gezeichnete Charaktere
sowie die Brisanz, dass es sich um einen tatsächlich geschehenen Kriminalfall handelt, halten den Leser in Atem und fesseln von der ersten bis zur letzten Seite.   
 
Fazit

"Wo ist Jay" - großes Kino das unter die Haut geht und lange dort verharrt. Grandioser und fesselnder Psychothriller, der auf blutrünstige Szenen verzichten kann, dafür bei mir aber eine Menge
Fragen bezüglich Freundschaft und auch zum Täter ins Rollen gebracht hat. Von mir hier eine absolute Leseempfehlung.


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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

vergangenheit, schicksal, freundschaft, frankreich, liebe

Palast aus Staub und Sand

Haroon Gordon
Flexibler Einband
Erschienen bei hockebooks, 04.10.2016
ISBN 9783957511621
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnise vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem
eine ungwöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt...

Eindruck

"Palast aus Staub und Sand" - eine Geschichte um Familie, Freundschaft, großen Emotionen und lange gehegte Geheimnisse. 
Haroon Gordon jongliert in diesem Roman mit Worten und schafft so eine sprach- und bildgewaltige Atmosphäre um ein und in einem Frauengefängnis in der algerischen Wüste. Dieses bildet den einen Erzählstrang in dem es um das Leben zweier Jungen geht, die in Welten aufwachsen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine privilegiert und mit allen Möglichkeiten der Entfaltung - wäre da nicht ein kleiner Wehrmutstropfen, nämlich das Frauengefängnis
von Abda. Der andere Sohn einer Meuchlerin, intelligent, aufgeschlossen und der beste Freund - wäre da nicht ein großer Wehrmutstropfen, nämlich das Frauengefängnis von Abda. Die beiden scheinen gesellschaftlich Lichtjahre voneinander entfernt und umkreisen sich in inniger Freundschaft wie Sateliten - und es umgibt sie eine Lüge, die für beide alles hätte verändern können, wenn die Wahrheit, so unangenehm sie für manch einen gewesen wäre, ans Licht gekommen wäre.

Der zweite Strang handelt von der jungen Ella, traumatisiert durch ihre Kindheit und vor sich selbst und dem Rest der Welt nach Afrika geflüchtet. 

Durch eine intelligente, emotionale und intensive Geschichte hat Haroon Gordon beide Stränge geschickt und spannend miteinander verwoben und zu einem sehr gelungenen Ende zusammengeführt.
 
Nähe und Geborgenheit nehmen und geben wollen, Traumata und Enttäuschungen erkennen und verarbeiten können, für andere einstehen ohne an die Folgen zu denken und Empathie zu empfinden, dass alles wird hier sehr tiefgründig behandelt. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, real und greifbar dargestellt, jeder auf seine ganz eigene Art mit allen Höhen und Tiefen. Keiner der Protagonisten wirkt überzeichnet oder übermenschlich dargestellt. 

Fazit

Ein starkes, sehr intensives Debüt über menschliche Verhaltensweisen und familiäre Dramen, was zum nachdenken anregt und lange nachhallt. Nach diesem Erstlingswerk sollte man sich Haroon Gordon merken und "Palast aus Staub und Sand" als einen gut gehüteten Schatz in der Bibliothek stehen und gelesen haben.
Für mich ein Buch zum "die Nacht durch" bei gutem heißem Tee über Empathie, Toleranz und Liebe im Allgemeinen zu philosophieren

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485 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

fantasy, liebe, attentäter, verrat, prinzessin

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod - und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit - doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem 
Gefängnis zu entfliehen ...

Eindruck

Zuerst war ich ein wenig verwirrt, denn ich begann den zweiten Band mit mir schon bekannten Kapiteln. Genauer gesagt die ersten 3 Kapitel sind die letzten 3 aus Band 1. Das habe ich so noch nicht erlebt, fand es aber eine ganz spannende Sache, denn man bekam ein kleine Auffrischung und war sofort wieder in der Handlung gefangen.

Die Charaktere haben sich weiter entwickelt, vor allem Lia ist reifer geworden aber nicht weniger risikobereit, wenn es darum geht Rafe und sich selbst zu retten und ihren Bruder zu rächen. Die Planung der Flucht ist spannend und intelligent eingefädelt, auch wenn es erscheint als müssten sich alle selbst und gegenseitig verraten. Die Nerven sind zum zerreißen gespannt und es heißt keinen Fehler zu machen - denn der würde den Tod bedeuten.

Der Schreibstil ist nach wie vor flüssig und leicht zu lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass es sich fast nur in Venda abgespielt hat. Ich mag die Stadt mit ihren unterirdischen Gängen, der geheimen Bibliothek und den verwirrenden Straßen und Wegen. Die Mischung aus einerseits britisch mittelalterlich und andererseits die Festung in der Wüste hat mich magisch in den Bann gezogen. Auch das Geheimnis um die Herkunft des Komizar's ist sehr spannend und hat eine Menge Platz für Spekulationen gelassen.

Ein wenig schade finde ich, dass die Geschichte um Pauline und Lia sehr kurz kommt. Ich hoffe da wird im nächsten Band mehr zu lesen sein. Schließlich ist die Lüge, die Lia ihrer Freundin aufgetischt hat, nicht gerade ein kleiner Brocken. Zwar wollte Lia Pauline schützen, dennoch war damit zu rechnen, dass sie auffliegt.

Außerdem die Frage, wird sich die Prophezeiung erfüllen? Denn hier endet es wieder mit einem gemeinen Cliffhänger, der sogar gemeiner ist als im "Kuss der Lüge". Somit hat das Hibbeln auf 
Band 3 begonnen und es ist noch eine lange Zeit bis Oktober.

Fazit

Spannende und fesselnde Fortsetzung der "Chronik der Verbliebenen" mit starker Sternetendenz nach oben. 4,5 Sterne

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135 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

new york, drogen, restaurant, alkohol, gastronomie

Sweetbitter

Stephanie Danler , Sabine Kray
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.04.2017
ISBN 9783351036720
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, was aus ihr werden soll. Doch dann landet
sie in einem edlen New Yorker Restaurant, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Ein Tempel des Genusses, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession - darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich geniessen zu können.

Eindruck

"Sweetbitter wird eine Menge Leute hungrig machen." 
The New York Times

Mir hat es ehrlich gesagt eher den Appetit verdorben. Es ist eine Aneinanderreihung von oberflächlichen, belanglosen Gesprächen. Geführt von ziel-, orientierungs-, hoffnungs- und planlos dahin-gleitenden Personen, die sich ihren kümmerlichen Alltag durch Alkoholexzesse, ausschweifenden Drogenkonsum und emotions-losen Quickies auf Toiletten, in Kühlräumen oder auf Schreibtischen, versuchen schön zu reden. Und das ganze - als wäre es Normalität - während der Arbeitszeiten und nach Arbeitsende am Arbeitsplatz sowie weiter nach Feierabend. Warum keiner an seinem Leben etwas ändert wenn es doch so schrecklich ist, erschließt sich mir nicht.

"Sagen wir es so: Ich wurde geboren, als ich auf der anderen Seite der George Washington Bridge ankam..." 
Zitat Tess.

Wenn meine Geburt und Glückseligkeit darin besteht, dass ich mich in einem Restaurant mit Fruchtfliegen in der Bar und Kakerlaken in der Küche zum Junkie und Alkoholiker ausbilden lasse, mich an einen abgerissen, kaputten Typen hänge der mich demütigt und würgt und nach der ersten Nacht mit ihm wache ich mit Schürfwunden und blauben Flecken auf - Shades of Grey läßt grüßen -,dann wäre ich lieber nicht geboren worden. Und wenn ich mich dann auch noch für meinen Vorgesetzen über den Schreibtisch beuge um meine Beförderung zu bekommen - dann wäre ich lieber gestorben, weil ich mir selbst nicht mehr ins Gesicht sehen könnte.

"Wusstest Du, dass das Gedächtnis von Fischen nur vier Sekunden umfasst?"
Seite 235

Toller Satz aus diesem Buch, denn exakt solange wird es hoffentlich dauern, dass ich es aus meinem Gedächtnis gestrichen habe.
Eine Geschichte voll farbloser Charaktere, eine Protagonisten die ich einfach immer nur hätte schütteln können, damit sie die Augen aufmacht. Ein Schreibstil der für mich überhaupt keinen Fluss
hatte, da er aus abgehakten kurzen Absätzen, sinnlosen Gesprächsfetzen und einer Ausdrucksweise bestand, die zum Himmel schreit. Ich frage mich, ob es literarisch wertvoll ist, heute zum guten Ton gehört oder eine Art Wettstreit unter den Autoren ist, wer das Wort f..... am häufigsten oder in den meisten Varianten in seinem Buch unterbringt. Ich persönlich finde es abstoßend und ordne so einen Roman keinesfalls in der gehobenen Literatur ein.

Von den anfänglichen Beschreibungen der Lebensmittel, kulinarischen Ausflügen und Geschmacksexplosionen war sehr schnell nichts mehr vorhanden. Meiner Meinung nach suggeriert
der Klappentext ein völlig falsches Themengebiet und ich hatte mehr und mehr das Gefühl in einem anderen Buch zu stecken. Dabei fand ich das Cover so schön und die Inhaltsangabe hatte mir wirklich Lust auf diesen Roman gemacht.  

Fazit

Frust statt Genuss! In einem guten Restaurant essen zu gehen kann so sinnlich und leidenschaftlich sein, eine Atmosphäre schaffen die mich als Gast für kurze Zeit alles um mich heraum vergessen
lassen kann. Nach diesem Buch frage ich mich zukünftige hoffentlich nicht, ob mein Kellner besoffen und auf dem Kokstrip ist oder gerade von einem Quickie auf der Toilette kommt ohne sich die Hände gewaschen zu haben.  

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57 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, science fiction, zukunft, dystopie, scifi

Hagerstown

Edward Ashton , Kerstin Fricke
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670821
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Anders Jensen ist einer der allerersten Veränderten. Jedoch war die Technilogie der Genmodifikation zu der Zeit so neu, dass das Ergebnis für ihn eher Fluch als Segen ist. Und so lebt Anders nun am
Rande der Gesellschaft, an deren Spitze er stehen sollte. Eine Gesellschft, in der nicht Herkunft und Hautfarbe, sondern alleine die genetischen Modifikationen Karrierechancen bestimmen. Eine
Gesellschaft, die so auf die Sicherheit ihrer Bürger bedacht ist, dass beunruhigende Nachrichten binnen Sekunden aus dem Netz gelöscht werden - noch während die Sicherheitsbehörden auf dem
Weg zum Urheber sind.

Und plötzlich kommt Anders in den Besitz von Geheimnissen, die diese Gesellschaft zu Fallbringen können.

Eindruck

Wenn Avatare gegeneinander den Aufstand proben, geht die Welt zugrunde!

Wer in "Hagerstown" einen - wie deklariert -  "normalen" Thriller erwartet ist hier falsch. Ich hatte anhand des Klappentextes etwas völlig anderes erwartet. Bekommen habe ich einen dystopischen Thriller, der, würden wir uns nicht im Jahr 2017 befinden, schon in die Science Fiction Richtung geht. Aber enttäuscht wurde ich auf keinen Fall.
Die Geschichte ist verwirrend, lässt auch einige Fragen offen, aber wer sich für Biotechnologie, Genmanipulation und Modifizierung von Menschen interessiert, ist hier genau richtig. Wer dann noch viel im Netz unterwegs ist kommt weiter auf seine Kosten.
Was als vermutete virale Epidemie mit Massensterben, die von der Regierung vertuscht wird, beginnt entpuppt sich als Aufstand der Avatare gegen - nach ihrer Meinung - weniger entwickelte Generierte.

Zukunftsmusik - ich denke die spielt schon sehr laut und das die Forschung für die meisten in diesem Buch geschilderten Dinge längst bereit ist. Vermutlich ist es nur noch eine Frage der Genehmigung durch Ethikkommissionen, Patentrechte und - wie immer an erster Front - des Geldes.

Der Schreibstil von Edward Ashton ist wahnsinnig schnell und sehr spannend, gepaart mit einer großen Portion Humor und einer guten Prise Rotzigkeit. Die Geschichte wird von 4 verschiedenen Personen in der Ich-Form erzählt, was eigentlich eine enge Bindung zu den Protagonisten entstehen lässt. Das ist hier aber ganz und gar nicht der Fall. Distanziert, unterkühlt und emotionsarm - das triftt es ziemlich genau. Allerdings ist wird nicht nur so erzählt, genau diese Gefühlslage transportieren die Charaktere untereinander. Es erscheint, als wenn durch die Manipulationen in den Genen und 
im Körper die Emotionen auf der Strecke bleiben. Das hat mich anfangs sehr irritiert und auch gestört, doch im Verlauf des Buches empfand ich es als durchaus vom Autor gewollt und hat mit dem gesamten Szenario genial zusammengepasst.

Einige wichtige Punkte bleiben ungeklärt, was zu leichter Unzufriedenheit führt. Ich bin mir allerdings nicht sicher - das habe ich nach Besprechung in der Leserunde überdacht -  ob die endgültige Aufklärung das Non plus Ultra gewesen wäre oder ob dieses "in der Luft hängen" vom Autor gewollt ist, um zum nachdenken und grübeln anzuregen. Da ich mir in diesem Punkt aber nicht sicher bin, muss ich leider auf ein Sternchen verzichten. Sonst wäre "Hagerstown" ein Hammerdebüt gewesen.

Fazit
Sehr, sehr tolles erstes Buch von Edward Ashton und hoffentlich nicht das Letzte. Er hat es auf jeden Fall geschafft, dass "Hagerstown" lange bei mir nachklingen wird. Wer sich in nicht ganz einfachen, 
verwirrenden Dystopien mit vielen Begriffen aus der Technologie, Technik und Genforschung wohl fühlt, der erhält hier eine klare Leseempfehlung.

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(83)

133 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

tracy rees, london, schicksal, cornwall, liebe

Die zwei Leben der Florence Grace

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351567
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Kurz vor dem Tod ihrer geliebten Großmutter erfährt Florrie, wer sie wirklich ist. Sie gehört einer reichen, berüchtigten Londoner Familie an. Fortan lebt Florrie bei den Graces. In der großen Stadt wird aus dem wilden Mädchen die junge Florence Grace. Der elegante Lebensstil beeindruckt sie, doch zuhause fühlt sie sich hier nicht. Nur ihr Cousin Turlington scheint sich ernsthaft für sie zu interessieren. Aber Turlington ist nicht der, der er zu sein scheint. Was ist sein Geheimnis?

Eindruck

Cornwall oder London ?

Ein Vergleich, der nichts und niemandem Stand halten kann. Zu unterschiedlich sind doch die Persönlichkeiten, zu tief die Kluft des Verständnisses füreinander. Denn Cornwall ist hart und rau. Und so urgewaltig, unberechenbar und schwer wie die Landschaft ist das Leben der Menschen dort. Harte Arbeit und Entbehrungen sind das tägliche Brot und doch sind ist man dort glücklich, denn jeder einzelne ist sich seiner selbst bewußt, lebt im Einklang mit der Natur und entnimmt ihr nur was zum leben benötigt und mit eigener Hände Arbeit erwirtschaftet wird. Nachbarschaft und Freundschaft sind zwei der höchsten Güter. 

In London hingegen herrscht Oberflächlichkeit und Arroganz. Der Wert eines Menschen wird doch ausschließlich an seiner Schönheit und seinem Reichtum gemessen. Verstaubte Konventionen, die
Dressur junger Mädchen um sie in eine bestimmtes Kosett zu pressen, damit sie den Anforderungen genügen und möglichst prunkvoll verheiratet werden zu können, lässt ihnen keine persönlichen Entfaltungsmöglichkeit.

"Die zwei Leben der Florence Grace" ist ein poetische, melancholische atemberaubende Reise von Cornwall nach Cornwall. Eine Geschichte die das Herz wärmt, wenn Tracy Rees Cornwall und 
deren Bewohner beschreibt. Die zu Tränen rührt wenn man mit Florrie auf die ungewisse Reise in ein unbekanntes Leben und so ganz anderes Leben geht und einem selbst das Herz schwer werden
lässt, in dem Moment, da ihre Träume platzen nachdem sie alles riskiert hat. Und man atmet auf und lebt neu auf, als sie erkennt wohin ihr Herz gehört. Zwar hat London ihr eine völlig andere und schillernde Welt gezeigt, doch Cornwall hat die Wurzeln genährt und am Leben erhalten

Die Charaktere sind lebendig, greifbar und real zum Leben erwacht. Sehr eindringlich dargestellt, wie die Damen der feinen Gesellschaft nur auf Geld und Ansehen bedacht sind und dann in sich zusammen sinken, wenn der Status Quo sich ändert. Es ist erschütternd wie sich in einer Krise - die von einem Familienmitglied selbst, aus Rache für die Geldgier, bewußt herbeigeführt wurde - die Gesellschaft abwendet anstatt die Ärmel hochzukrempeln und zu unterstützen. Und es ist ebenso erschütternd, das es diejenigen sind, die aus einer miesen Situation das Beste machen und für die einstehen, die sie jahrelang ebenso mies behandelt haben. 

Charakter ist eben keine Frage des Geldes sondern der Erziehung und der Werte, die wir vermittelt bekommen. Sind die entsprechend, können wir auch schwierigsten Situationen trotzen und das Beste daraus machen.
 
Fazit

Ein wunderschönes Buch voll Poesie, Melancholie und Lebensfreude. Heimat ist dort, wo das Herz ist und Familie sind die, die dieses Herz berühren. Unabhängig von Ansehen, Geld oder Geburt.
Wer beides für sich noch nicht gefunden hat, sollte die Geschichte von Florence Grace lesen und aufmerksam in sich selbst hineinhören, dann wird man Heimat und Familie finden. 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, hochzeit, brautmodenladen, glaube, hochzeitsladen

Der Hochzeitsladen

Rachel Hauck
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 24.02.2017
ISBN 9783775157728
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

In den 1930er Jahren führt Cora Scott einen erfolgreichen Brautmodenladen in Heart's Bend, einer Kleinstadt in Tennessee. Während sie darauf wartet, dass ihre große Liebe zu ihr zurückkehrt, erfüllt sie die Träume anderer.

Mehr als achtzig Jahre später: Haley Morgan kehrt in ihre Heimatstadt Heart's Bend zurück. Nach dem traumatischen Tod ihrer Freundin Tammy und nachdem sie die Wahrheit über den Mann erfahren hat, den sie geliebt hat, sucht sie einen neuen Platz im Leben. Sie beschließt, den Brautmodenladen wieder zu eröffnen. Die Leben von Cora und Haley verbinden sich zu einer Geschichte voller Mut, Geheimnisse und Liebe.

Eindruck

Die Gegenwart nimmt den Leser mit, durch das Leben von Haley. Einst gaben sie und ihre beste Freundin sich das Versprechen mit dem kleinen Finger, dass wenn sie groß sind, sie den Hochzeitsladen wieder eröffnen und zu altem Glanz verhelfen. Haley nimmt diese Herausforderung an für sich und einen Neuanfang, aber auch um den Geist ihrer toten Freundin weiterleben zu lassen. Und, weil man einen einmal gemachten Schwur nicht bricht.

Die Vergangenheit begleitet den Leser durch das Leben von Cora. Sie hat den Hochzeitsladen von ihrer Tante übernommen und geht in dieser Aufgabe auf. Die Träume von Bräuten zu erfüllen und den Hochzeitstag zum schönsten ihres Lebens zu machen, ist Cora's Leben. Und dabei vergißt sie fast ihr eigenes.

Es ist die Geschichte von wahrgenommenen Chancen, Liebe und der Hoffnung auf das kleine große Glück. Die Suche nach sich selbst und unserem persönlichen Platz im Leben. Wie stark beeinflußt unser Glaube unser Tun und Handeln und inwieweit ist das, was uns passiert göttliche Fügung. Wieviel mehr bekommen wir zurück, wenn wir von Herzen geben statt auf Profit und eigenen Standard zu schauen. Die Fäden werden hier hoffnungsvoll romantisch, mit dem ganz besonderen Südstaatencharme und unbändigem Glauben an die Liebe und das Leben zusammengesponnen, die am Ende ein wunderschönes Familiengeheimnis offenbaren.

Der Hochzeitsladen ist von Anfang bis Ende von einer Magie umgeben, die den Leser Teil dieses Gebäudes werden lässt. Durch die Beschreibung der Einrichtung, der Zimmer und ganz besonders
der Treppe hatte ich beim lesen immer ein leichtes Gefühl von "vom Winde verweht". Es ist Rachel Haug sehr gut gelungen, die Charaktere leben zu lassen und ich war durch alle Generationen mit den Damen die für, mit und im Hochzeitsladen gelebt haben, verbunden. Ich habe mit ihnen gelitten, gelacht, gehofft und geweint.

Hätte ich dieses Buch schon vor langer, langer, langer Zeit gelesen - Mädels ich sage Euch, meinen Brautkleidkauf hätte ich 100%ig anders geplant und durchgeführt!   

Fazit

Bei aller Romantik und aller Träumerei zwischen Seide, Tüll und Spitze konnte ich allerdings der Geschichte nicht abnehmen, dass es Menschen gibt die - nur um der Nostalgie willen - extem hohe
Geldbeträge an eine völlig fremde Person verschenken. Daher ziehe ich mit einem weinenden Auge 1 Sternchen ab.
"Der Hochzeitsladen" von Rachel Hauck wird mich nie mehr verlassen und erhält von mir eine absolute Leseempfehlung - nicht nur für Heiratswillige.

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436 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 205 Rezensionen

thriller, london, ragdoll, serienmörder, mord

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Die Leiche schwebte nackt ein Stück über dem Dienlenboden. Hunderte beinahe unsichtbarer Fäden fixierten sie in dieser Stellung. Detective Wolf brauchte einen Augenblick, um zu begreifen, was er da sah. Im Näherkommen fielen ihm die groben Stiche auf, die die nicht zueinander passenden Körperteile zusammenhielten. 
Eine Leiche. Und sechs Opfer.

Eindruck

Zuerst hat mich das wahnsinnig tolle Cover in seinen Bann gezogen. Mit der schwarz-silbrigen Krähe und der kupferglänzenden Schrift ist es ein echter Eyecatcher. Ein klasse Titel - "Ragdoll" (Lumpen-/Flicken- puppe oder auch Vogelscheuche) und schon war mein Interesse geweckt.

Die Geschichte beginnt mit einem sehr interessanten Prolog, der  mit einem Prozeß in 2010 beginnt und in dessen Verlauf etwas geschieht, wo ich mich fragte, wieso ist Wolf 2004 - also 4 Jahre später - noch in Team, das den Ragdoll-Fall ermittelt. Die Aufklärung kam relativ früh und hier sehe ich die Schwäche der Geschichte. Denn nach so einem Vorfall wie in 2010 hätte er niemals in den ermittelnden Außendienst zurückkehren können. Letztlich lief es nach dem Motto "eine Krähe hakt der anderen keine Auge aus". Wie passend !

Die Idee dieser Handlung fand ich sehr genial und auch wie sich die Lösung aufbaut. Immer wieder sind kleine Brücken in die Vergangenheit Wolfs nach dem verheerenden Gerichtsprozeß eingebaut, mit denen ich anfangs nicht viel anfangen konnte, doch irgendwann ergaben sie einen Sinn und waren wichtig. Nicht nur das, sie führten zu einer für mich nicht vorhersehbaren Auflösung des Ragdoll-Falles. Und somit hatte ich ein Aha-Erlebnis. 

Die Lösung des ganzen Falles ist angelegt auf knapp über 2 Wochen, somit ist der Ablauf ziemlich kompakt und temporeich. Die Taten die begangen werden sind für ganz zarte Nerven nicht wirklich geeignet und der Schluss nochmal eine rasante Achterbahnfahrt. 

Die Protagonisten dieses Buches sind schon allesamt sehr speziell, gewöhungsbedürftig und nicht wirklich sympathisch, dennoch hatte ich nie das Gefühl das Buch weglegen zu müssen. Weil sie irgendwie ganz einfach so - und nicht anders - in diese Geschichte reingehörten auch wenn einige Charaktere die gängen Klischees bedienen. Auch einige Nebenstränge hätten nicht sein müssen, haben aber auch nicht gestört oder den Lesefluss unterbrochen oder genervt.

Fazit

Alles in allem ein gelungenes Debüt mit einem tollen Faden aber auch kleinen Schwächen, aber sehr lesenswert und ich bin gespannt auf weitere Bände dieser Reihe.

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(72)

134 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

tod, trauer, verlust, roman, 70er jahre

Ein fauler Gott

Stephan Lohse
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.03.2017
ISBN 9783518425879
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworfen. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas.

Eindruck

Mit "Ein fauler Gott" hat Stephan Lohse ein sehr trauriges und für jede Familie dramatisches Thema aufgegriffen. Für Eltern ist es das Schlimmste, was ihnen überhaupt passieren kann, das eigene Kind
zu verlieren. Für eine geschiedene, völlig auf sich allein gestellte Frau wie Ruth in den 70er Jahren der Supergau schlechthin. Dennoch muss das Leben weitergehen, wenn noch andere Kinder da sind. Und die Alternative die Ruth für sich und sogar Ben in Erwägung zieht, hat mich sehr schockiert.

Zitat aus dem Buch:
"Den eigenen Tod sterben wir, den Tod unserer Kinder müssen wir leben".

Es ist unendlich schwer und mit Sicherheit für viele Eltern gar nicht möglich, so einen Verlust zu leben, denn es gibt nicht wirklich Etwas oder Jemanden, der einem aus dem ganz tiefen Tal der Ohnmacht heraushelfen kann. Die Emotionen, die in und aufkeimen - Trauer, Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit - sind für meinen Geschmack hier viel zu kurz gekommen. Zwar zieht sich Ruth mehr und mehr zurück und ist nicht in der Lage ihren Alltag und auch den von Ben zu meistern, aber durch den distanzierten Schreibstil kam das alles nicht wirklich an die Oberfläche. Ben hat sein kleines Heil für eine kurze Zeit im Nachbarn Herrn Gäbler gefunden. Dem er sich anvertrauen und seine Gefühle offenbaren konnte, da er auf seine Mutter nicht zählen konnte. 

Als sehr verwirrend und anstrengend zu lesen fand ich die Zeitsprünge. Einmal wird die Geschichte aus der Sicht von Ben erzählt, dann wieder von Ruth und zwischendurch noch Abstecher in Ruth's tiefste Vergangenheit, die ich aber als zusammenhanglos und konfus empfunden habe. Hier musste ich mich oftmals erst orientieren, um wen es sich gerade handelt - Überschriften wären ein wenig hilfreich gewesen.
Gut verzichten können, hätte ich auf die sexuellen Exkursionen aus Ben's ersten Versuchen ein Teenager zu werden und ganz sauer aufgestoßen ist mir die Ausdrucksweise. Mag sein, dass in den
70ern Pisse, Kacke und Rotze zum guten Ton gehörte, für meinen Geschmack war es eindeutig zu viel.

Die Charaktere empfand ich als sehr nüchtern und distanziert, so dass mir sowohl Ruth als auch Ben bis zum Ende des Buches fremd geblieben sind. Ruth war die gesamte Geschichte über mehr oder 
weniger nur am Rande vorhanden und von Ben gab es für mein Empfinden zu viele langatmige unwichtige Episoden wie z.B. der Aufenthalt im Kinderheim - der sich mir überhaupt nicht erschlossen hat - oder aber das Fußballspiel, die die Geschichte nicht wirklich vorangebracht haben.

Fazit

"Ein fauler Gott" - eine sehr traurige Thematik, der aber mir persönlich die Atmosphäre und die wirklichen Emotionen fehlten, dafür aber den Nebenschauplätzen zu viel Raum gegeben wurde.
Sehr schade, ich hatte mir von diesem Buch viel mehr und ganz anderes versprochen. Es hat mich einfach so gar nicht fesseln können.

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(81)

106 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

kuba, spanien, mexiko, liebe, mexico

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Mexiko-Stadt der Mittelpunkt der neuen Welt und Mauro Larrea einer ihrer wohlhabendsten Bewohner. Er nennt einen Barockpalast sein Zuhause, besitzt Minen, Ländereien, Kutschen, Pferde, Logen überall ... Jahre zuvor kam er mit nichts ins Land, als Witwer, als Vater zweier Kinder. Sein kühner Aufstieg begann. Jetzt soll nach zwangig Jahren Arbeit im Bauch der Erde alles verloren sein, wegen einer 
einzigen Entscheidung! Hals über Kopf verlässt er die Stadt, versucht sein Lebensglück ein zweites Mal zu machen und begegnet Soledad Montalvo, einer schönen, einer klugen, einer unberechenbaren 
Frau.

Eindruck

Maria Duenas hat mit diesem Roman ganz großes Kino geschaffen, einen Hauch von "Vom Winde verweht".
Ein opulenter Historienschmöker, der den Leser wortgewaltig auf eine Reise mitnimmt, durch das stolze Mexiko bis hinein in das vor Lebensfreude nur so sprühende Kuba und sein Ende findet im
farbenfrohen und noblen Spanien.
 
Große Gefühle in jeder Art, große Tragödien und das kleine große Glück. All das ist in diesem Buch zu finden, desssen Geschichte mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und nicht mehr los gelassen hat. Aufstieg und Fall des Mauro Larrea, der am Ende sein Glück in der alten Heimat und mit Soledad gefunden hat. Spannend und fesselnd war es, hinter das Geheimnis und die Tragödien der Familie Montalvo zu kommen.

Durch den wahnsinnig lebendigen Schreibstil konnte man förmlich die Weine und Köstlichkeiten schmecken und die kubanischen Zigarren riechen sowie die Atmosphäre von vielen Orten bis in
die letzte Pore aufnehmen. Die beschriebenen großen Roben der Damen und Herren der feinen Gesellschaft hatte man genauso plastisch vor Augen, wie die durchaus sehr eigene Aufmachung von 
Larrea's Diener, Freund und Weggefährten. In den Landschaften und Häusern fühlte man irgendwie ein Stück Heimat und die Charaktere sind so lebendig, stark und authentisch, dass man gemeinsam mit ihnen auf dieser abenteuerlichen Reise war. 

Ein ganz kleiner Wehrmutstropfen - der allerdings meine Bewertung nicht schmälert - ist, das es bei der Menge der Personen und des Umfangs der Reisetätigkeiten kein Personenregister und Routen bzw. Karten gab. Aber auch ohne war alles gut im Blick zu behalten.

Fazit

Ein grandioser, anspruchsvoller Roman voller Gefühl, Herz, Seele und Stolz. Meiner Meinung nach mit Potential für einen Klassiker.

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(51)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

paris, berlin, geld, coco chanel, model

Madame Cléo und das große kleine Glück

Tanja Wekwerth
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670623
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Einst war Madame Clèo ein erfolgreiches Pariser Mannequin, heute kann sie kaum noch ihre Altbauwohnung in Berlin bezahlen. Daher vermietet sie ein Zimmer unter und findet in Adamo und seiner kleinen Tochter Mimi wahre Freunde. Doch die Vergangenhenheit lässt Madame Clèo, die Grande Dame mit Herz, nicht los. Ein großer unerfüllter Traum erwacht zu neuem Leben, als Mimi eines Tages auf eine riesige Summe Geld stößt. Madame Clèo hat eine bezaubernde Idee und jede Menge Briefumschläge ...

Eindruck

Einmal noch Paris sehen und dann vielleicht sterben ... doch dann reicht ein wenig Feenstaub und ein bißchen Glitzerpuder aus und das große kleine Glück stolpert in Dein Leben!

Die Geschichte ist bezaubernd, romantisch, poetisch, ein klein wenig liebenswert verrückt und eine einzige tiefe Liebeserklärung an Paris, Coco Chanel und No.5. So fein und emotional erzählt, dass es die Seele nährt und das Herz erwärmt. Ich fühlte mich als Teil dieser ganz ungewöhnlichen Wohngemeinschaft und bin mit ihnen in Paris gewesen um Madame Chanel ein letztes Mal Lebe wohl zu sagen.
Manchmal braucht es so wenig um das große kleine Glück zu finden, man muss nur mutig und vertrauensvoll zugreifen, wenn es einem angeboten wird.

Clèo, Mimi und Adamo sind so tolle, greifbare und lebendige Charaktere, dass man sie man sofort schon lange zu kennen scheint. So wohnt, lacht, weint, streitet und reist mit Ihnen als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Sehr schön und lebendig war, dass sie alle eine Entwicklung gemacht haben, so das die Geschichte wahnsinnig toll fließen konnte. Mimi ist liebevoll kaltschnäuzig und auf eine ganz besondere Art frech, über ihre Sprüche habe ich Tränen gelacht.


Zitat:
"Erst machen wir uns zurecht. Du weißt schon, wir könnten unserem Schicksal begegnen."

Das werde ich mir nach dieser zauberhaften Geschichte voller Gefühl wieder mehr zu Herzen nehmen. Denn, vielleicht wartet mein großes kleines Glück an der nächsten Ecke.

Fazit

Ich habe mich in diesen Roman, in Clèo und Mimi und in "Spagetti Puttanesca" nach Adamo verliebt. Leseempfehlung.

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