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69 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

historisch, frankfurt, tod, historischer krimi, frankfurt am main

Das Geheimnis der Totenmagd

Ursula Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2011
ISBN 9783548282817
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Frankfurt im 16. Jahrhundert.... Die junge Hübschlerin Hildegard Dey wird tot in einem Straßengraben gefunden. Der Stadtbüttel und auch ein verständigter Arzt stellen den Tod fest ohne die Leiche genauer zu untersuchen. Einzig die Totenmagd Katharina Bacher, Tochter des städtischen Totengräbers, bemerkt Würgemale am Hals der Hübschlerin und findet in ihrer Hand einen verräterischen Stofffetzen der nur dem Mörder gehören kann. Mit ihrem Verdacht wendet sich Katharina an die Hurenkönigin Ursel Zimmer die ihren Einfluss beim Magistrat geltend macht und weitere Ermittlungen einfordert. Wie sich rausstellt ist Hildegard nicht das einzige Opfer des kaltblütigen Mörders der sich in besten Kreisen zu bewegen scheint. Werden sie den Mörder finden bevor noch weitere Frauen sterben müssen?

Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan historischer Romane und dieser hat mich wirklich auf ganzer Linie überzeugt. Die Covergestaltung finde ich sehr gelungen. Es sticht aus der Menge der historischen Romane hervor die meist nur einen Frauenkörper ohne Kopf und ohne Beine zeigen und bei denen man sich nach dem Lesen der Geschichte einfach fragen muss wie diese mit dem Cover zusammenpasst. Hier hingegen enthält das Cover sogar einen Hinweis auf den Schauplatz der Geschichte.

Der Roman spielt im 16. Jahrhundert in Frankfurt und man merkt deutlich, dass Frau Neeb Geschichte studiert hat denn die Lebensumstände und auch der Schauplatz Frankfurt wurden sehr detaillgetreu beschrieben und geben der spannenden Geschichte einen historisch glaubhaften Rahmen. Frau Neebs sehr lebendiger und ausdrucksstarken Erzähl- und Schreibstil hat mich regelrecht begeistert. Die Romanfiguren werden sehr anschaulich beschrieben und bleiben zu keiner Zeit oberflächlich. Selbst Figuren denen der Leser nur am Rand begegnet werden gut beschrieben und bekommen einen ausdrucksvollen Charakter. Mit Katharina Bacher hat Frau Neeb eine sehr sympathische Protagonistin geschaffen die sich trotz der harten Lebensumstände dieser Zeit und ihres Berufs eine jugendliche Naivität beibehalten hat die sie einfach sehr liebenswürdig erscheinen lässt.

Fazit: Dieses Buch hat alles um ein echter Bestseller zu werden: Eine sehr spannende Geschichte die von einer Autorin geschrieben wurde die ihr Handwerk wahrlich versteht. Für mich ein echtes Buchhighlight in diesem Jahr!

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113 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

fantasy, werwölfe, liebe, werwolf, jugendbuch

Jägerin des Mondlichts

Christine Johnson , Ursula Walther
Flexibler Einband: 315 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.04.2011
ISBN 9783548283173
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein spannender Fantasyroman nicht nur für junge Leser!

Inhalt: Eine Stadt in Nordamerika: Ein Werwolf treibt sein Unwesen und tötet auf grausamste Weise Menschen. Zur gleichen Zeit feiert Claire ihren 16. Geburtstag mit ihren Freunden, doch die Party wird vorzeitig beendet weil der Werwolf am hellichten Tag in der Gegend gesichtet wurde. Am nächsten Tag nutzt ihre Mutter, eine bekannte Fotografin, eine ruhige Minute um Claire zu erklären, dass sie die Nachfahrin einer Werwolfdynastie ist die seit vielen Jahren in dieser Gegend lebt. Claire ist erschüttert, denn der Vater ihres Schwarms Matthew ist ein weltbekannter Werwolfjäger. Wird sie ihm vertrauen können?

Meine Meinung: Obwohl ich sonst nicht viele Fantasyromane lese, hat mich dieser Roman auf ganzer Linie überzeugt. Keine Fantasiewelt, keine Romanfiguren mit unaussprechlichen Namen sondern normale Menschen in einer nordamerikanischen Kleinstadt im Hier und Jetzt - nur tragen einige dieser Menschen das Werwolfgen in sich :-) Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und die Autorin scheint sich nicht an den vielen Romanen mit der Thematik der Werwölfe beschäftigt zu haben, denn sie hat ihre ganz eigene Theorie zu Papier gebracht und die gefällt mir ausgesprochen gut. Ihr Romanfiguren wirken sehr authentisch. Besonders gefallen haben mir Claire und Matthew deren Ausdrucks- und Denkweise zu 16-jährigen Teenagern passt. Dennoch ist dies, meiner Meinung nach, nicht nur ein Roman für jüngere Leser. Insbesondere durch die Wölfe und Matthews Vater fließen Elemente in die Geschichte ein die dem Anspruch älterer Leser gerecht werden. Zudem schafft es Christine Johnson einen konstanten Spannungsbogen durch die ganze Geschichte zu ziehen der die Seiten des Romans nur so dahinfliegen ließ. Beworben wurde das Buch zwar mit 252 Seiten doch dies scheint ein kleiner Fehler zu sein, denn der Leser darf sich auf 313 Seiten voll spannender Unterhaltung freuen. Und so ist dies das erste Buch seit langer Zeit, dass ich mal wieder in einem Rutsch durchgelesen haben. Für mich persönlich ein echtes Buchhighlight in diesem Jahr!

Fazit: Ein sehr spannender Fantasyroman der sicher nicht nur junge Leser begeistern wird. Ich hoffe wir haben nicht zum letzten Mal von Christine Johnson gehört.

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132 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 38 Rezensionen

serienmörder, san diego, thriller, kreuzigung, religion

Leise stirbst du nie

Daniel Annechino , Barbara Krause
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.03.2011
ISBN 9783548282626
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das war zu wenig!

Inhalt: Ein fatanistischer Serienmörder treibt in San Fransisco sein Unwesen: seine Opfer sind Frauen mit kleinen Kinder. Er zwingt die Frauen ihrem Tod zuzustimmen um ihre Kinder zu schützen. Danach lässt er die Kinder frei und legt die Leichen der Frauen vor Kirchen ab. Detectiv Samantha Rizzo, selbst Mutter einer kleinen Tochter, wird mit dem Fall beauftragt und stellt fest, dass auch sie in das Profil des Täters passt. Wird sie ihn stoppen können?

Meine Meinung: Das Buch startet mit einem rasanten und spannenden Prolog der sich wirklich vielversprechend gelesen hat, doch leider konnte die Geschichte nicht halten was der Klappentext versprach. Zwar verfügt der Autor über einen ausgezeichneten Schreibstil und schafft es immer wieder Spannung zu erzeugen doch wer die ersten 30 Seiten gelesen hat, ist bereits in der Lage die komplette Geschichte zu erahnen. Der Mörder wird sofort zu Beginn verraten. Dies ist an sich nichts schlechtes doch die Figur bleibt im Verlauf einfach farblos und reduziert sich auf seine schlechte Kindheit und den daraus entwickelten religiören Fatanismus. Die Darstellung der Antriebsgründe des Mörders hätte der Autor besser machen können, denn die Figur der Mutter biete dazu viel Potential. Auch mit der Protagonistin Sami ist es dem Autor nicht gelungen frischen Wind in die Geschichte zu bringen. Ihre Vorgehensweise und ihr Handlungen sind stellenweise nicht nachvollziehbar. Auch der kleine Einschub über Samis Exmann wirkte sehr konstruiert und war für das Werk keineswegs von Belang. Und obwohl ich in Bezug auf die vorherrschende Brutalität in Thriller wirklich abgehärtet bin, empfand ich die Grausamkeiten in diesem Buch stellenweise unangebracht. Dies könnte aber auch daran liegen, dass mir die Antriebsgründe des Mörders nicht ausreichend genug dargestellt wurden. Dies alles gipfelt dann in einem viel zu kurz geratenen Ende das dem Werk keinen richtigen Abschluss gegeben hat.

Trotz der Kritikpunkte muss ich sagen, dass mir David Annechinos Schreibstil sehr gefallen hat. Er ließ sich flüssig lesen und obwohl ich die Geschichte als vorhersehbar empfand, schaffte es der Autor dennoch im Verlauf einen gewissen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Aufgrund des Endes der Geschichte ist es fraglich ob der Autor eine Forsetzung geplant hat. Im englischsprachigen Raum hat er bereits drei weitere Bücher rausgebracht. Sollte bei uns noch ein weiteres von ihm veröffentlicht werden, würde ich ihm gerne nochmal eine Chance geben. Denn wie er im Prolog gezeigt hat, kann er das sicher besser.

Fazit: Freunde der Genre werden hier nicht auf ihre Kosten kommen und auch der ausgezeichnete Schreibstil des Autors kann leider nicht über die Schwächen des Werkes hinwegtäuschen.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

historischer roman, braunschweig, familie, blinde, brand

Die Vergolderin

Helga Glaesener
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 21.03.2011
ISBN 9783471300077
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Elisabeth ist die Älteste von drei Geschwistern die gemeinsam mit ihren Eltern aus ihrer Heimatstadt gejagt wird weil ihr Vater, ein Goldschmied, einen seiner Kunden betrogen hat. Bei Schnee und Eis versucht die Familie in eine andere Stadt zu wandern um sich ein neues Leben aufzubauen, doch die Mutter erkrankt schwer. Der verzweifelte Vater begeht Selbstmord und so kommt es, dass die Mutter Elisabeth das Versprechen abnimmt für ihre Geschwister zu sorgen und Hilfe bei ihrem Großvater,ebenfalls einem Goldschmied, in Braunschweig zu erbitten. Dort angekommen nimmt der Großvater die Geschwister widerwillig auf. Doch da es um seine Gesundheit nicht zum Besten steht ist er seinerseits auch auf Hilfe angewiesen. Und so unterstützt Elisabeth ihn heimlich in der Schmiede obwohl sie weiß, dass dies strengstens untersagt ist. Als sie dann von einem geheimen Treffen mit ihrem Goldlieferanten von Plünderern überfallen wird kann sie mit Hilfe des Blinden Martin Clavius fliehen. Doch sie ahnt nicht welche Folgen diese Begegnung für sie haben wird....

Meine Meinung: Sehr authentisch und spannend beschreibt Helga Glaesener das Leben und Leiden der Menschen im späten Mittelalter. In vielen historischen Romanen wird die Stellung der Frau oder auch die Grausamkeiten die zu dieser Zeit fast auf der Tagesordnung standen einfach als Gott gegeben dargestellt doch hier konnte man die Angst, Wut und Verzweiflung der Romanfiguren wirklich nachempfinden. Mit Elisabeth ist es der Autorin gelungen eine sehr interessante Persönlichkeit zu erschaffen. Aufgrund der schweren Bürde, die ihr von ihrer Mutter auferlegt wurde, hat sie sich zu einer verschlossenen, starrköpfigen teilweise sogar hartherzig wirkenden Frau entwickelt die es verlernt hat Menschen zu Vertrauen. Einzig die Verbundenheit zu ihren Geschwistern und die Liebe zu ihrem Jugendfreund gibt ihr die Kraft für ihre Zukunft zu kämpfen und dies obwohl ihre Schwester Marga keine Gelegenheit auslässt ihr Steine in den Weg zu legen. Dennoch verliert Elisabeth nicht den Glauben an das Gute in ihr und kämpft aufopferungsvoll für ihrer Geschwister. Doch trotz der gut gezeichneten Protagonistin kommen auch die anderen Figuren keineswegs zu kurz und haben alle ihre Ecken und Kanten bekommen die dem Werk Farbe verleihen.

Die Thematik der Vergoldung fließt nur am Rande in die Geschichte ein und gibt der spannnenden Unterhaltung einen interessanten Rahmen. Und so haben wir hier eine Geschichte voller Intrigen, Leid, Zweifel, Missgunst und Mord bei der trotz all der detailgetreuen historischen Unterhaltung auch die Liebe nicht zu kurz gekommen ist.

Fazit: Ein sehr authenitischer Roman der mit viel Tiefgang überzeugt.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 4 Rezensionen

buchdruckerei, frauen, buchdruck, sabine weiß, geschichte

Die Buchdruckerin

Sabine Weiß
Fester Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 28.09.2010
ISBN 9783547711608
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eine Autorin die ihr Handwerk versteht....

Inhalt: Straßburg im Jahr 1520.Margarethe Prüß, Tochter eines Straßburger Druckers, erbt nach dessen Tod gegen den Willen der Zunft die Druckerei gemeinsam mit ihrem Bruder. Doch um die Geschäfte weiterführern zu können heiratet sie und versucht mit ihrem Wissen die Druckerei zu erhalten. Doch private Schwierigkeiten, das gesellschaftliche Umfeld und die Reformationen machen es ihr nicht leicht ihr Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren. Doch trotz aller Umstände kämpft sie für ihren Traum: Jeder sollte die Möglichkeit haben Bücher zu lesen....

Meine Meinung: Sabine Weiß schafft es in diesem Buch durch ihren flüssigen und ausdrucksstarken Schreibstil die Welt des frühen 16. Jahrhunderts vor dem Auge des Leser auferstehen zu lassen. Man merkt hinter jeden Satz wie detailgetreu sie die Lebensumstände und ihr Wissen über den Buchdruck recherchiert hat. Doch zu keiner Zeit wirkt das Buch langatmig oder mit historischen Fakten überladen. Denn die Autorin lässt diese Details auf sehr geschickte Weise einfließen beispielsweise während Streitgesprächen zwischen den Romanfiguren. Also in einer Situation in der der Leser sowieso vom Lesefluss mitgerissen wird.

Die Romanfiguren bestehen zum Teil aus fiktiven aber auch aus realen Personen und wirken authentisch. Mit der Protagonistin Margarethe hat Frau Weiß eine sehr sympathische Figur geschaffen mit der ich als Leser einfach mitfühlen musste. Dies alles verpackt in einer sehr spannenden Geschichte ließ die Seiten des Buch nur so dahin fliegen.

Fazit: "Die Buchdruckerin" ist ein spannender und detailgetreuer historischer Roman von einer Autorin die ihr Handwerk ganz eindeutig versteht.

Meiner Meinung nach ein absolutes Muss für jeden Fan dieser Genre.

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549 Bibliotheken, 4 Leser, 9 Gruppen, 152 Rezensionen

freundschaft, liebe, mord, alice, tod

Die Wahrheit über Alice

Rebecca James , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 21.10.2010
ISBN 9783805250030
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein absoluter Pageturner...

Inhalt: Das Buch handelt von Katherine, einem jungen Mädchen, dessen Schwester zwei Jahre zuvor auf schreckliche Weise umgebracht wurde. Seit dem ist nichts mehr wie es war. Bis Alice in Katherine's Leben tritt. Die extrovertierte Alice schafft es Katherine aus ihrem Schneckenhaus zu locken, doch irgendetwas stimmt nicht. Alice wird immer merkwürdiger - selbstsüchtig teilweise sogar grausam! Denn Alice scheint mehr über Katherine zu wissen als sie zugibt.....

Meine Meinung: Zuerst muss ich mich doch fragen warum man dieses Buch in der Genre Thriller eingeordnet hat, denn irgendwie finde ich dies nicht passend. Es ist kein Roman der dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lässt. Doch andererseits wüsste ich auf Anhieb auch keine andere Kategorie in die man das Buch einordnen können. Rebecca James ist es hier gelungen etwas völlig Neues zu erschaffen. Das Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Der flüssige wenn auch einfache Schreibstil gemischt mit dieser fesselnden, spannenden und unvorhersehbaren Geschichte machen dieses Werk zu einem echten Pageturner. Durch drei wechselnde Handlungsstränge bringt die Autorin den Leser immer nur in winzig kleinen Schritten dem Geheimnis etwas näher, ohne im Vorfeld Hinweise auf des Rätsels Lösung zu geben.

Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte muss ich wirklich sagen, dass die Autorin sich mit jeder Romanfigur sehr viel Mühe gegeben hat. Obwohl sie mit Katherine eine sehr sympathische Protagonistin geschaffen hat, kommt keine der anderen Figuren zu kurz. Zu Beginn war ich in Bezug auf die Charaktäre zwar noch etwas skeptisch und fragte mich bespielsweise wie ein solch verschlossenes Mädchen wie Katherine sich absolut bedingungslos auf die draufgängerische Alice einlassen konnte. Doch im Laufe der Geschichte bekam ich als Leser einen guten Einblick in die Gefühlswelt von Katherine und so waren ihre Handlungen sehr gut nachvollziehbar.

Alles in allem fand ich es sehr überraschend wie und in welche Richtung sich das Buch entwickelte und bedanke mich an dieser Stelle für unglaublich spannende Lesestunden!

Fazit: Ein phänomenales Erstlingswerk auf welches hoffentlich noch viele Werke folgen werden!

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 25 Rezensionen

internet, thriller, mord, minnesota, fbi

Sieh mir beim Sterben zu

P. J. Tracy , Tanja Handels
Fester Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 17.09.2010
ISBN 9783805208598
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Spannende Romanidee mit Schwächen in der Umsetzung!

Inhalt: In Minnesota wird ein Mann tot unter einer Klippe gefunden, ein halbes Jahr später wird in Minneapolis die Leiche eines Transvestiten angeschwemmt. Zuerst ermittelt die Polizei in Richtung Selbstmord bzw. Unfall. Doch bei genaueren Recherchen werden sie im Internet auf Videos aufmerksam die deutlich eine Ermordung belegen aber die sich nicht zurückverfolgen lassen. Das FBI stößt schnell an seine Grenzen und bittet die Monkewrenche-Crew, eine Gruppe von Internet-Hackern, um Hilfe. Und was diese entdecken lässt einem das Blut in den Adern gefrieren: Die geschehenen Morde sind erst der Anfang, denn die Liste des Mörders ist lang. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt......

Meine Meinung: Bei dem Roman handelt es sich um eine Fortsetzung und ist der nun 5. Roman rund um die Monkewrenche-Crew. Mit dem Thema "Snuff-Videos" greifen die Autoren P. J. Tracy ein aktuelles Thema auf und setzen dies in eine sehr spannende Romanidee um. Zu Beginn des Buches wird eine unglaubliche Spannung aufgebaut die sich jedoch nicht lange halten kann. Sobald die Ermittlungsarbeiten beginnen flacht der Spannungsbogen deutlich ab. Durch die wechselnden und gelungenen Erzählperspektiven wird der Leser jedoch immer im Geschehen gehalten.

In der Genre des Thrillers gibt es viele Autoren die Fortsetzungsromane geschrieben haben und es verstehen auch Neuleser in das Geschehen einzuführen ohne, dass diese ihre vorherigen Romane kennen. Von diesen "Größen des Thrillers" könnten sich P. J. Tracy eine Scheibe abschneiden. Denn die Romanfiguren blieben ohne genauere Erklärungen zur Person und deren persönlichem Umfeld für mich sehr farblos. Die Charaktäre kamen viel zu kurz was jedoch auch an der Masse der Hauptfiguren liegen könnte. Zudem wurden Sätze in den Raum gestellt die ohne Vorkenntnisse nicht verständlich waren. Dies ist wirklich schade, da die Autoren im Prolog gezeigt haben was sie können.

Bezüglich des Mörders und dessen Motiv verstehen es die Autoren allerdings den Leser lange im Dunkeln tappen zu lassen. Durch einige "falsche Fährten" ist die letztendliche Auflösung doch sehr überraschend und unvorhersehbar. Doch an dieser Stelle wird nicht mehr verraten :-)

Fazit: Wer die ersten Romane von P. J. Tracy kennt wird hier gut unterhalten. Allen anderen wird es schwer fallen dem roten Faden zu folgen.

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341 Bibliotheken, 8 Leser, 17 Gruppen, 76 Rezensionen

engel, gott, fantasy, apokalypse, luzifer

Apocalypsia

Andreas Izquierdo
Fester Einband: 622 Seiten
Erschienen bei Rotbuch Verlag, 16.08.2010
ISBN 9783867891080
Genre: Fantasy

Rezension:

Nichts geschieht ohne Grund...

Inhalt: Der heilige Vater stirbt! Eine Tatsache die die Grundfesten des Glaubens erschüttet und die überirdische Ordnung ins Wanken bringt. Der von Gott prophezeite Messias ist ein missgebildeter einfacher Engel. Alles woran wir geglaubt haben ist eine Lüge. Menschliche Sünden wie Verrat, Intrigen, Zweifel und Mord halten Einzug unter den Engeln. Doch auf der Erde spüren nur zwei Menschen das Unvermeidliche nahen und so nimmt die Apokalypse ihren Lauf....

Meine Meinung: Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte musste ich einige Tage darüber nachdenken. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Geschichte des Buches aus zwei Handlungssträngen besteht die parallel zueinander verlaufen. Der Eine spielt in der Welt der Engel, der Andere in der Welt der Menschen. Wobei dem Leser sofort auffällt, dass der Handlungsstrang der in der menschlichen Welt spielt wesentlich kürzer ausfällt. Ein Punkt den ich leider kritisieren muss, da dieser Bereich doch sehr ausbaufähig gewesen wäre. Viel zu schnell stürzt der Weltuntergang über die Menschen hinein, wo auf der Seite der Engel doch alles sehr detailliert beschrieben wurde. An dieser Stelle jedoch ein großes Kompliment an den Autor. Denn bisher war ich noch nie, nachdem ich ein Buch gelesen habe, so hin- und hergerissen. Wie bereits kritisiert finde ich die Längen der einzelnen Handlungsstränge oder Ereignisse nicht optimal gewählt, doch Herr Izquierdo hat einen so außergewöhnlichen Schreibstil der mich einfach in seinen Bann gezogen hat. Seine Beschreibungen, mit einer solchen Liebe zum Detail, sind so fesselnd und ausdrucksstark wie bei kaum einem anderen Autor. Sie ziehen den Leser einfach in die Geschichte rein ohne langatmig zu wirken. Man spürt hinter jedem Satz wie gut er dieses Werk durchdacht hat und es ist beeindruckend wie er die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen lässt. Für den Stil gebe ich daher dem Autor fünf Sterne, doch aufgrund des Ende des Buches kann ich für die Geschichte leider nur drei Sterne vergeben. Der Autor hat dort viel Raum für Interpretationen gelassen wodurch ich mich doch etwas im Regen stehengelassen fühlte. Denn letztendlich blieb ich mit vielen Fragen zurück....

Fazit: Ein fesselnder und mitreißender Roman, der abgesehen von dem großen Interpretationsraum, durch eine außergewöhnliche Ausdrucks- und Erzählweise mit viel Tiefgang überrascht.

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131 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 40 Rezensionen

russland, liebe, zar, zarenfamilie, anastasia

Das Haus zur besonderen Verwendung

John Boyne , Fritz Schneider
Buch: 560 Seiten
Erschienen bei Arche, 30.08.2010
ISBN 9783716026427
Genre: Romane

Rezension:

Vom Überleben einer großen Liebe....

Inhalt: In "Das Haus zur besonderen Verwendung" wird die Geschichte des russischen Bauernsohn Georgi Daniilowitsch Jatschmenew erzählt. Dies geschieht in zwei Handlungssträngen die achronisch zueinander verlaufen. Der erste Handlungsstrang beginnt im Jahr 1915. Georgi rettet dem Vetter des Zaren, auf den einen Attentat verübt wurde, das Leben und wird zum Dank in die Leibgarde des Zaren aufgenommen um den Thronfolger Zarewitsch Alexei zu beschützen. Um dies schaffen zu können lebt er Mitten in der Zarenfamilie und schon nach kurzer Zeit verliert er sein Herz an Anastasia - die Tochter des Zaren. Aus einer zarten Verliebtheit entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit die selbst schlimmste Schickssalsschläge nicht zu zerstören vermochten wie der zweite Handlungsstrang zeigt. Dieser beginnt im Jahr 1981 als bei Georgi's Frau Soja (Anastasia) Krebs diagnostiziert wird. Soja, vom Leben gezeichnet, lehnt jegliche medizinische Maßnahmen ab und Georgi muss zusehen wie die Liebe seines Lebens stirbt. Er erzählt aus seiner Sicht seine Lebensgeschichte. Man erfährt wie aus Georgi ein Ehemann, Vater, Schwiegervater und Großvater wurde und welche Spuren das Schicksal im Sand seines Lebens hinterlassen hat.

Meine Meinung: Als ich die Leseprobe zu dem Buch gelesen habe war ich absolut fasziniert. Ein Autor der es versteht seinen Leser mit seinem wundervoll bildlichen und ausdrucksstarken Schreibstil in seinen Bann zu ziehen. Mr. Boyne bedient sich dabei ungewöhnlicher Instrumente wie beispielsweile den achronischen Handlungssträngen. Anfangs war ich davon nicht begeistert, zumal die Leseprobe auf ein rein historisches Buch schließen ließ. Da zu Beginn die Erzählzeiten noch sehr weit auseinander lagen, war es schwer Georgi's und Soja's Handlungen und Äußerungen zu verstehen. Doch umso weiter ich gelesen habe, desto mehr Farbe bekamen die Romanfiguren. Wobei ich jetzt immer noch sagen muss, dass Soja mir ein Rätsel bleibt. Dies kann jedoch auch einfach daran liegen, dass dieses Buch aus Georgi's Sicht erzählt wird und somit Soja's Gefühlswelt sich dem Leser nicht vollständig offenbart.
Etwa ab der zweiten Hälfte des Buches (Krieg in England) packte mich jedoch eine neue Dynamik wodurch ich den Schreibstil des Autors nicht mehr nur als ausdrucksstark und bildlich sondern auch als absolut fesselnd beschreiben würde. Die Handlungsstränge näherten sich immer weiter einander an und so setzte sich Puzzleteil für Puzzleteil zusammen und man konnte das Gesamtbild immer besser erahnen.

Fazit: Alles in allem ist "Das Haus zur besonderen Verwendung" ein faszinierendes aber auch tragisches Buch in dem der Autor es geschafft hat, auf wundervolle Weise die Geschichte vom Überleben einer großen Liebe zu erzählen.

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843 Bibliotheken, 9 Leser, 9 Gruppen, 121 Rezensionen

david hunter, thriller, moor, england, mord

Verwesung

Simon Beckett , Andree Hesse ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 24.02.2011
ISBN 9783805208673
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Dr. David Hunter wird an den Fundort einer Leiche nach Dartmoor gerufen um die Identität der jungen Frau zu klären. Die Polizei hofft ein Opfer des verurteilten Serienmörders Jerome Monk gefunden zu haben, der zwar vier Morde gestanden jedoch die Fundorte der Leichen nie verraten hat. Doch zehn Jahre später gelingt es Monk aus dem Gefängnis zu fliehen und er scheint nicht vergessen zu haben wer an den damaligen Ermittlungen beteiligt war - denn die ersten Morde beginnen...

Meine Meinung: Bisher habe ich schon zwei Bücher der Dr. David Hunter Reihe gelesen und war bereits nach einer Seite wieder total gefessert. Den sachlichen aber auch sehr bildhaften Schreibstil des Autoren erkennt man schon nach wenigen Zeilen wieder, denn Simon Beckett versteht es wie kein anderer eine solche Atmosphäre zu schaffen, dass man die Spannung schon förmlich knistern hört. Da er auch vorangegange Ereignisse, die für die Handlung wichtig sind, erwähnt ist dieses Buch auch als Einstiegwerk für Neuleser der Reihe sehr gut geeignet.

Wie auch schon bei den anderen Werken dieser Reihe wird die Geschichte wieder aus Sicht des Protagonisten David Hunter erzählt. Vom Schicksal gezeichnet und in den vergangenen zehn Jahren gereift erleben wir dieses Mal jedoch einen veränderten David Hunter. Die Gesichtspunkte der Forensik werden etwas in den Hintergrund gedrängt, denn Beckett nimmt sich die Zeit auf die Wandlung seines Protagonisten genauer einzugehen. Einen Punkt den ich sehr positiv bewerte da man hier wirklich eine Entwicklung sieht und die Geschichten der Romanreihe nicht nach Schema F abgehandelt werden. Doch mit der Entwicklung des Protagonisten ist auch eine Schwierigkeit verbunden, die darin besteht die Spannung in der Geschichte nicht zu kurz kommen zu lassen - schließlich erwartet der Leser hier in erster Linie einen Thriller. Und dies ist ihm hier wahrlich gelungen. Und obwohl in der Geschichte die Veränderung von David Hunter im Vordergrund steht, kommen die Nebencharaktäre keineswegs zu kurz. Mit Terry und Sophie hat Beckett sehr interessante Figuren geschaffen die auf mich etwas undurchsichtig wirkten, was die Spannung aber nur noch gesteigert hat. Und so haben wir hier einen David-Hunter-Roman bei dem Simon Beckett wieder zur Höchstform aufgelaufen ist und es versteht den Leser zu fesseln, mitzureißen und durch einige falsche Fährten und überraschende Wendungen zu verunsichern :-)

Fazit: Thriller-Fans die noch kein Buch von Simon Beckett gelesen haben, werden spätestens jetzt nach der Veröffentlichung von "Verwesung" nicht mehr an ihm vorbeikommen!

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

vatikan, thriller, opus dei, bibel, moses

Curia

Oscar Caplan , Annette Kopetzki
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2011
ISBN 9783492259446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leider enttäuschend!
Inhalt: Im Geheimarchiv des Vatikans stößt Kardinal Vanko St. Pierre auf ein Pergament das die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Als er den Papst davon in Kenntnis setzen möchte wird er überfahren. Theo St. Pierre, der Bruder des Kardinals, glaubt nicht an einen unglücklichen Zufall und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen wodurch er den Zorn gefährlicher Geheimbunde auf sich zieht die ihn lieber tot als lebendig sehen wollen...

Meine Meinung: Der Klappentext und die ersten Seiten des Romans ließen mich auf einen Vatikanthriller der Extraklasse hoffen - doch leider konnte dieses Werk nicht halten was es versprach. Zwar verfügt Oscar Caplan über ein sehr gutes Ausdrucksvermögen und man merkt deutlich wie viel Arbeit er in die Recherche zu diesem Buch investiert hat. Doch bei der Umsetzung hat er es mit dem Einfluss der Informationen in die Geschichte einfach zu gut gemeint. Insbesondere die ersten zweihundert Seiten sind eine monotone Aneinanderreihung von Namen, Bezeichnungen, Orten, Bauwerken, Institutionen und Ereignissen wodurch ich mich beim Lesen regelrecht erschlagen fühlte. Erschwerend kommen die aprupten Ortswechsel hinzu die nicht deutlich gekennzeichnet wurden. Manchmal wurde auch einfach nur ein Bauwerk genannt oder eine fremde Sprache gesprochen und den aktuellen Handlungsort dazu konnte man sich denken. Wie ich den Danksagungen des Autors entnehmen konnte ist es einzig dem Lektor des Verlages zu verdanken, dass dieses Werk nicht noch in inhaltlich größerem Umfang erschienen ist. Doch meiner Meinung nach hätten diese Kürzungen noch etwas umfangreicher ausfallen können. Denn letztendlich gehen die doch sehr gelungenen und sympathischen Protagonisten in dieser Geschichte völlig unter und von der in den ersten Kapitel erzeugten Spannung war nicht mehr viel zu spüren.

Fazit: Selbst diese interessante Romanidee, seine beeindruckende Ausdrucksweise und die gut ausgearbeitete Protagonisten können nicht verbergen, dass der Autor einfach die falschen Schwerpunkte gesetzt hat. Mit einigen Kürzungen und den Schwerpunkt auf die handelnden Personen und deren zwischenmenschliche Beziehungen gelegt, hätte aus "Curia" wirkich etwas ganz Besonderes werden können!

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156 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 53 Rezensionen

thriller, perry hollow, mord, sarg, serienkiller

Das Schweigen der Toten

Todd Ritter , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 25.01.2011
ISBN 9783499255885
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein brilliantes Debüt!

Inhalt: In der verschlafenen Kleinstadt Perry Hollow wird Sheriff Kat Campbell über den Fund einer Holzkiste am Straßenrand informiert. Als sie diese öffnet findet sie den stadtbekannten Farmer George Winnick tot und mit zugenähtem Mund vor. Zeitgleich erhält der Texter der Perry Hollow Gazette ein Fax mit der Todesanzeige von George Winnick welche das Datum und den genauen Todeszeitpunkt enthält. Informationen die nur der Mörder wissen kann.......

Meine Meinung: Als ich dieses Buch durchgelesen hatte konnte ich kaum glauben, dass es sich dabei um ein Erstlingswerk handelt. Todd Ritter hat es geschafft selbst alte Hasen der Genre in den Schatten zu stellen. Schon allein das Cover ist brilliant gewählt: Beine eines Toten in Folie gewickelt und mit einen Seil umschlungen auf einem erdigen Untergrund. Eine sehr realistisch wirkende Darstellung die mit ihrer Düsternis der Geschiche in nichts nachsteht! Zwar ist die Romanidee und der Aufbau nichts wirklich neues doch Todd Ritter hebt sich durch seinen Stil von der Masse der Thrillerautoren ab. Sehr bildlich und fesselnd beschreibt er die Geschehnisse in Perry Hollow und versteht es den Leser zu schocken und durch unvorhersehbare Wendungen zu überraschen. Die Romanfiguren sind normale Menschen die in einer amerikanischen Kleinstadt wohnen und so ist die Polizistin Kat keine unterkühlte Superermittlerin sondern einfach eine nette junge Frau und liebende Mutter aus Perry Hollow die von den Bügern gemocht und geschätzt wird. Henry Goll, der zurückgezogen lebende Texter der Perry Hollow Gazette, der von dem Mörder Informationen über die Opfer und Todeszeitpunkte erhält ist für mich der interessanteste Charakter der Geschichte. Zu Beginn wirkt er sehr unscheinbar und erst im Laufe der Geschichte erfährt der Leser welche Erlebnisse Henry zu dem gemacht haben was er heute ist. Dies alles passiert in einem eigenen Handlungsstrang der sich mit den Ereignissen in Perry Hollow abwechselt. Doch wer glaubt, dass die Spannung während dieser kurzen Einschübe gelitten hat der irrt sich! Selbst im Nachhinein kann ich immer noch nicht sagen welcher Teil der Geschichte auf mich spannender wirkte und so ist dieses Buch zu einem meiner ganz persönlichen Buchhighlights geworden!

Fazit: Dieses Buch ist eine unerbittlich tickende Zeitbombe. Hier darf man gespannt sein was Todd Ritter sich als nächstes einfallen lässt!

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

romantische komödie

Was sich liebt, das trennt sich

Lauren Lipton , Katharina Kramp
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.11.2010
ISBN 9783404165278
Genre: Romane

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(197)

322 Bibliotheken, 2 Leser, 9 Gruppen, 85 Rezensionen

münchen, krimi, mord, dühnfort, kunst

So unselig schön

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.01.2011
ISBN 9783548282084
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Kunst des Todes

Inhalt: Vicky, ein ehemaliges Straßenkind, hat es geschafft nach ihrer schweren Kindheit und Jugend ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Heute macht sie eine Ausbildung in einem Reisebüro und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit der Fotografie und versucht als Urban Explorerin mit ihren Bildern die Faszination eines Bauwerks kurz vor dessen Verfall festzuhalten. Im Laufe dieser Arbeit findet sie in einer leerstehenden Brauerei in München die kopflose Leiche einer Frau. Die Kripo München und der Kommissar Dühnfort beginnen zu ermitteln. Doch Vicky lässt der Tod der Frau keine Ruhe und sie stellt selbst Nachforschungen an die sie dem Mörder gefährlich Nahe bringen....

Meine Meinung: Bisher habe ich noch keinen Roman von Inge Löhning gelesen, doch dies scheint ein echtes Versäumnis zu sein! Nach "In weißer Stille" und "Der Sünde Sold" ist dies der dritte Roman rund um den sympathischen wenn auch etwas eigenartigen Kommissar Tino Dühnfort. Bei Fortsetzungsromanen lege ich großen Wert darauf, dass der Autor es versteht einen Neuling bei jedem Teil in die Geschichte mitreißen zu können und hier wurde ich nicht enttäuscht. Natürlich werden Episoden aus den vorherhigen Werken beschrieben doch dies lässt Frau Löhning sehr geschickt in die Handlung mit einfließen. Insgesamt gliedert sich der Roman in drei Handlungsstränge die aus Sicht von Vicky, Kommissar Dühnfort und dem Täter die Handlung voran bringen. Dies alles spielt vor der Kulisse Münchens, welche von der Autorin sehr detailliert und bildreich beschrieben wird und die Bezeichnung Regionalkrimi wirklich verdient.

Mit den Protagonisten Vicky und Kommissar Dühnfort ist es Frau Löhning gelungen zwei sehr sympathische wenn auch recht eigensinnige Charaktäre zu erschaffen die mit ihrer Denkweise und ihren Handlungen den Leser überraschen, entzürnen aber auch mitreißen! Während der Ermittlungsarbeiten wird der Leser von der Autorin auf so manch falsche Fährte gelockt und so kam die letztendliche Auflösung über die Identität des Mörders für mich sehr überraschend. Alles in allem ein sprachlich und technisch sehr schön aufgearbeiteter Roman der den Leser nicht mit spritzendem Blut sondern einzig durch die Erzählkunst der Autorin fesselt. So fühlte ich mich nach Lesen des Buches wie eine Fliege die sich in dem fein gesponnen Netz einer Spinne verfangen hat - in diesem Fall ein Netz voller Spannung und ich freue mich schon wenn ich morgen die ersten beiden Teile der Reihe bei unserem Buchladen abholen kann.

Fazit: Intelligent, tiefgründig und einfach spannend! Ein Roman der einen nicht mehr loslässt sobald man einmal mit dem Lesen angefangen hat!

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204 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 47 Rezensionen

norderney, pension, humor, liebe, familie

Kein Wort zu Papa

Dora Heldt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2010
ISBN 9783423248143
Genre: Liebesromane

Rezension:

Manchmal ist weniger mehr....

Inhalt: Während ihre Freundin Marleen aus unbekannten Gründen in Dubai festsitzt, müssen Christine und Ines deren Pension auf Norderney leiten. Als ob das nicht schon genug wäre darf auch niemand erfahren warum Marleen nicht kommen kann. Da beide keine Ahnung von einem Pensionsbetrieb haben, lässt das Chaos nicht lange auf sich warten....

Meine Meinung: Dies ist nach "Ausgeliebt", "Unzertrennlich", "Urlaub mit Papa" und "Tante Inge haut ab" das fünfte Buch der Autorin Dora Heldt rund um die sympathische Protagonistin Christine Schmidt. Da dies mein erstes Buch der Autorin ist, war ich doch gespannt ob sie es schafft auch einen Neuleser in die Geschichte mitzureißen und wurde nicht enttäuscht. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich leicht lesen. Da ich diesen Sommer meinen Urlaub an der Nordsee verbracht habe stellte sich sofort eine schöne Urlaubsstimmung ein und ließ die Seiten nur so dahin fliegen. Man merkt wirklich wie viel Mühe die Autorin sich mit den einzelnen Figuren der Geschichte gegeben hat. Da es davon doch einige gibt besteht die Gefahr, dass diese in der Masse einfach untergehen doch diesbezüglich versteht Frau Heldt ihr Handwerk und lässt keine Figur zu kurz kommen. Für meinen Geschmack waren die Charaktäre jedoch von ihrer Art her etwas überzogen. Was in der Leseprobe noch amüsant war, fand ich über die Dauer der Geschichte hin etwas zu viel des Guten und die Charaktäre verlierten so zunehmend an Glaubwürdigkeit. Christine eine Frau von 47 Jahren klingt stellenweise von ihrer Ausdrucksweise her wie eine vielleicht 19-jährige. Aber ich glaube auch, dass viele lustige Passagen des Buches erst aufgrund dieser überzogenen Charaktäre zünden. Dies trifft zwar nicht meinen Geschmack aber ich bin froh, dass Frau Heldt sich nicht des hier in Deutschland so beliebten "Unter-Der-Gürtelliene-Humors" bedient. Nachdem die Geschichte dann noch sehr turbulent und mit viel zu vielen "Zufällen" endet macht der Epilog doch einiges wieder wett und ich konnte das Buch mit einem guten Gefühl zur Seite legen.

Fazit: Um es mit den Worten der selbsternannten Meisterköchin Charlotte zu sagen: Eine äußerst delikate Bouillabaisse die eine kleine Prise Salz zu viel abbekommen hat. Freunde dieser Reihe werden sicherlich voll auf ihre Kosten kommen denn auch ich fühlte mich, trotz der Kritikpunkte, gut unterhalten.

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