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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Germany

Don Winslow , Conny Lösch , Martin Kessler
Audio CD
Erschienen bei Argon, 22.03.2016
ISBN 9783839814888
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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44 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 12 Rezensionen

u-bahn, schweden, krimi, berlin, anschlag

Opferzahl

Arne Dahl , Wolfgang Butt
Fester Einband: 439 Seiten
Erschienen bei Piper, 22.02.2011
ISBN 9783492049689
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Klappentext mit dem Zitat aus dem schwedischen "Expressen" (bester Krimi überhaupt von Dahl) hat mich mal wieder neugierig gemacht.

In der Stockholmer U-Bahn - im letzten Wagen des letzten Zuges um 0:59 Uhr - explodiert eine Bombe, kurze Zeit später bekennt sich eine anscheinend islamistische Gruppe zum Anschlag. Ein anonymer Anrufer mit Akzent spricht einen Satz, der später wichtig werden wird:

„Lower your eyes. It makes the mind more focused, and gives more peace to the heart.“ Zu deutsch etwa: "Senke den Blick. Das schärft das Bewußtsein und schenkt dem Herzen mehr Frieden".

Die Gruppe nennt sich "Die heiligen Reiter der Siffin", benannt nach einer heiligen Schlacht des Islam, zwischen Schiiten und Sunniten.

Das uns als Arne Dahl Leser bekannte A-Team steht vor ungewohnten Aufgaben. ... Terroranschlag ... die wiedereingesetzte Chefin Kerstin Holm sucht später Unterstützung beim inzwischen pensionierten Jan-Olof Hultin, der die Koordination zwischen den beteiligten polizeilichen und geheimdienstlichen Organen innehat. Erneut Kompetenzgerangel und Heimlichtuerei zwischen Staatspolizei, Stockholmer Polizei und der aus anderen Titeln bekannten Sicherheitspolizei "Säpo".

Die Untersuchung der Identität der Ermordeten git Rätsel auf. Alle Opfer saßen oder standen im letzten Teil des U-Bahn Wagens, obwohl im vorderen Teil und in der Mitte viele Sitzplätze frei waren. Und ... Die Überlebenden im vorderen Teil fuhren alle nach Hause, die Mehrzahl der Opfer aber entfernte sich von ihrem Wohnort. Wo wollten sie mit der letzten U-Bahn hin?

Das A-Team stößt immer wieder an Grenzen, deckt aber mehr und mehr auf, aber nicht nur die "Die heiligen Reiter der Siffin" machen ihnen das Leben schwer.
Nach mühseliger kriminalistischer Kleinarbeit können die Ermittler die vier Mitglieder der Bekennergruppe ausfindig gemacht werden, allerdings fallen diese nach und nach Mordanschlägen zum Opfer.

Also wer steckt tatsächlich hinter dem Anschlag?

Der Showdown spielt dann schließlich in Berlin, aber mehr nicht an dieser Stelle, selber lesen!!!

Für mich als Arne Dahl Fan ist "Opferzahl" einer seiner besten Romane!

Für Sie vielleicht auch, denn das Finale kann spannender kaum sein.

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117 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

vatikan, tempelritter, kreuzritter, rom, thriller

Dogma

Raymond Khoury , Anja Schünemann , ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2011
ISBN 9783499256387
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Vermächtnis der Tempelritter

Konstantinopel Juli 1203: Kreuzritter belagern die Stadt. In einer Nacht gelingt es einer Gruppe von Tempelrittern unter Führung von Everard von Tyros, einen sagenhaften literarischen Schatz sicherzustellen; den sie in drei Holztruhen in vermeintliche Sicherheit bringen. Doch sie kommen nicht sehr weit, in einem Kloster werden sie Tage später vergiftet.

Zeitsprung:

Istanbul 2010: Der iranische Archäologe Sharafi wird mit dem Tod konfrontiert: Er hat eine Entdeckung gemacht, die ihn später sein Leben kosten wird. Als Drohung zeigt ihm sein Peiniger - ein iranischer Topagent - den abgeschlagenen Kopf der Lieblingslehrerin seiner Tochter, Miss Deborah.

Kurze Zeit später im Vatikan: Tess Chaykin (bekannt aus "Scriptum", auch vom Autor Raymond Khoury) wird entführt. Um sie zu retten, muß FBI Agent Reilly (auch ein alter Bekannter aus Scriptum) hochbrisante Akten aus den geheimstem Archiven des Vatikan stehlen, an seiner Seite der oben genannte iranische Agent, der sich zunächst als der Archäologe Sharafi ausgibt.

Nach einer atemberaubenden Verfolgungsjagd unter Zuhilfenahme eines gut motoriesierten Papamobils aus dem Hause Daimler Benz kann Reilly seine Freundin Tess befreien. Nur durch die Hilfe des Kardinals Brungnone (ja ja, auch der ist schon aus Scriptum bekannt) kommen Reilly und Tess frei, der iranische Agent kann aber vorher fliehen.

Nun beginnt eine turbulente Jagd nach den Schätzen, Tess und und Reilly machen erstaunliche Fortschritte bei den Recherchen, aber sie haben immer den Iraner auf den Fersen.

Tess und Reilly benutzen Autos und Linienflüge, der Iraner aber hat einen südafrikanischen Piloten als Gehilfen, der ihn immer zeitnah mit einem kleinen Flugzeug an die jeweiligen Orte des Geschehens bringt (Italien, Türkei und Griechenland).

Die Jagd findet ihren Höhepunkt in der türkischen Stadt Konya, wo eine alte Dame Tess und Reilly die gesuchten Schätze zeigt, die ihre Familie seit vielen Jahrhunderten in einem Keller verbirgt. Doch der fanatische Iraner ist mit drei PKK Söldnern auch hier wieder zur Stelle. ... Schußwechsel ... AK 47 ... Tess und die alte Dame können fliehen.

Reilly wacht schließlich in einem Flugzeug in der Gewalt des Iraners und seines südafrikaischen Piloten hoch über den Wolken auf und ... aber lesen Sie selber ...

Leseeindruck:

Gut recherechiert, spannender Plot. Hat Spaß gemacht, die 550 Seiten lesen sich gut, auch Dank der sehr guten Übersetzung von Frau Schünemann (Dank ihr dafür).

Mein Eindruck ist, daß man Scriptum nicht unbedingt vorher gelesen haben muß, aber man wird Scriptum nach diesem Titel erstrecht lesen.

Autor:

Raymond Khoury, im Libanon geboren, wuchs in den USA auf. Er studierte Architektur und arbeitete in der Finanzbranche, bevor sein erster Roman Scriptum erschien. Scriptum wurde in 38 Sprachen übersetzt und erreichte eine Weltgesamtauflage von 6,8 Millionen. In Deutschland stand Scriptum monatelang verdientermaßen auf Platz eins der Bestsellerliste.

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Tags: instanbul, kreuzritter, scriptum, temperitter, templer, vatikan   (6)
 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

vatikan, thriller, opus dei, bibel, moses

Curia

Oscar Caplan , Annette Kopetzki
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2011
ISBN 9783492259446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schwere Kost, aber trotzdem sehr lesenwert.

Der Protagonist, Théo St. Pierre ist Ägyptologe am Louvre in Paris. Sein Bruder Vanko, Kardinal und Leiter eines geheimen Archivs des Vatikan wird ermordet.

Der Grund für den Mord ist ein antiker Papyrus, der die Legitimation der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam in Frage stellt.

Théo beginnt mit den Recherchen zum Tode seines Bruders, wird dabei aber nicht nur von Monsignore Guzmann, Chef des berüchtigten Opus Dei verfolgt...

Die Person Mose, in allen drei Weltreligionen präsent, wird in Frage gestellt. War Moses der Pharao Echnaton? War der biblische "Exodus" in Wirklichkeit etwas ganz anderes als die Flucht der Juden vor den Ägytern in das "Heilige Land"?

Höchste Würdenträder der drei Religionen arbeiten zusammen, um weiteres Forschen zu verhindern. Mittendrin Théo und seine Verbündeten, eine Psychonalytikerin, ein etwas zwielichtiger Antikendealer, sowie einige andere Personen sind aber fast immer einen Schritt voraus. Schließlich wird ein Pistolenattentat im Louvre auf Théo verübt und eine Flucht beginnt, die uns über Ägypten bis nach Saudi-Arabien führt.

Viele seitenlange Zeitsprünge in das antike Ägypten beleuchten zwar die Hintergünde, machen aber das Buch noch komplexer, wieder neue Namen, Funktionen und Fakten.

Ich habe das Buch nicht nur einmal beiseite gelegt um bei Wikipedia selbst nach den Namen und Bezügen zu recherchieren. Allein dafür fünf Sterne!

Leider wird es Richtung Ende doch recht esoterisch, weißes Pulver läßt bei der Schmelztemperatur von Gold die Zeit stillstehen und Labore explodieren.

Der Schluß ist etwas entäuschend, am Ende war ich zufrieden, mich durch dieses Werk hindurchgekämpft zu haben (viele Leser, siehe andere Rezis, gaben ja nach etwa 200 Seiten auf). Zu Ende lesen lohnt sich aber!

Über den Autor

Oscar Caplan studierte Chemie in Bologna und Wirtschaft an der Columbia University in New York. Er arbeitete als Investmentbanker in London, Mailand und New York, war kaufmännischer Geschäftsführer einer internationalen Unternehmensgruppe in Zürich.

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134 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 16 Rezensionen

collector, außerirdische, science fiction, weltall, heitz

Collector

Markus Heitz
Flexibler Einband: 653 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 12.05.2010
ISBN 9783453526501
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Collector von Markus Heitz

Zum Buch:

Die Story beginnt im Jahr 3042. Die Menschheit hat es geschafft - durch internationale Kartelle - diverse Galaxien zu beherschen. Nach und nach wird die Dominanz der meschlichen Rasse gebrochen, die Collectoren vereinnahmen Planeten, die zuvor von Menschen beherrscht wurden.
Natürlich kommt es daraufhin zu Konflikten, galaktische menschengeführte Flotten liefern sich erbitterte Gefechte mit der neuen Gefahr aus dem All.
Einer der Protagonisten, Kris (natürlich ein Mensch und Deutscher) soll einen bei Ausgrabungungen gefunden Hyperantrieb mit seinem Frachter an einen anderen Ort im Weltall bringen, wird aber aufgerieben, verliert nicht nur seine Fracht, sonern auch seine welt(all)weite Reputation und wird fortan gejagt.
Sein Vater, schwerst angeschlagen durch Zeit-Raum Sprünge hat die Fähigkeit, mit anderen Wesen zu kommunizieren, eine Fähigkeit, die Kris auch kennen lernen wird.
Wir lernen die Tirani (vierbeinige Humanoide), Chimären (Laborwesen mit menschlichem und tierischem Erbgut) und vor allem die durch die "Church of Stars" entstellten Menschen kennen, deren Biomasse durch Metall ausgetauscht wurde.
Collectors und Menschen liefern sich einen heftigen Schlagabtausch am Ende des Buches, gottlob sind weder Sie, noch ich am Ende dabei, oder wollen Sie noch tausend Jahre leben?

Fazit:

Insgesamt sehr lesenswert. Der Autor schaftt es, Sci-Fi mal aus einer etwas anderen Perspektive erleben zu lassen. Als Geisteswissenschaftler und Germanist ist seine Sicht der Zukunft wohltuend anders als die der Techniker.
Interessant fand ich seine Hinweise auf körperliche Störungen, die das Leben im Weltall und vor allem während der Sprünge mit Hyperantrieben verursacht. Ein Mensch ist eben Zweibeiner und wurde für Geschwindigkeiten konzipiert, die Zweibeiner erreichen.
Heitz beschreibt die Menschheit nicht als die finale Entwicklung der Evolution. Es gibt dort draußen durchaus Wesen, die uns nicht nur das Wasser reichen können, sondern auch technisch und logistisch überlegen sind. Die Collectoren sind beispielsweise in der Lage, die Menopause einer älteren Frau zu stoppen und ihnen ungeahnte Fruchtbarkeit zu geben.

Markus Heitz bekommt von mir vier von fünf möglichen Sternen.

Der Autor:

Markus Heitz, bekannt durch seine Romane "Die Zerge", "Ritus" und andere Titel wurde 1971 in Homburg geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte an der Universität des Saarlandes und gilt heute als einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands.

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167 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 25 Rezensionen

vampire, wolfgang hohlbein, vampir, fantasy, hohlbein

Wir sind die Nacht

Wolfgang Hohlbein , Dennis Gansel , Jan Berger
Fester Einband: 606 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 01.06.2010
ISBN 9783453266780
Genre: Fantasy

Rezension:

Lena lernt Vampir !!
>
> Zum Buch:
>
> Als erstes lernen wir das Vampirtrio Louise - die Chefin -, Nora und
> Charlotte kennen, die nach ausgiebigem Blutrausch über den Wolken ohne
> Fallschirm aus einem Flugzeug springen, das Ganze aber unbeschadet
> überstehen.
>
> Danach kommt Lena ins Spiel, die sich ihren Lebensunterhalt mit
> Taschendiebstählen verdient. Bei einem ihrer "Einsätze" hat sie die
> Brieftasche eines offenbar reichen Russen im Visier und stiehlt sie
> ihm. Der Russe wird allerdings gleichzeitig im Rahmen einer Jagd auf
> organisierte Kriminalität von einer SOKO überwacht. Lena fliegt auf,
> kann aber zunächst fliehen, wird aber am Ende einer rasanten
> Verfolgungsjagd von Tom, einem der SOKO Ermittler (der ihr von Anfang
> an sympathisch ist) gestellt und erfährt, wen sie bestohlen hat. ...
> ... Erneut gelingt ihr die Flucht...
>
> Lena – weiter auf Diebestour - wird später auf der Damentoilette der
> Berliner Nobeldisco "Charlottes Club, Wir sind die Nacht" von einer
> Vampirin (Louise, wer sonst) gebissen und dadurch selber zum Vampir.
> Nach und nach verändert sich Lena; Vampir zu werden ist ein
> längerwährender Prozeß. Lena entwickelt übermenschliche Körperkräfte,
> ihre Wahrnehmung wird geschärft, später stellt sich aber auch der
> unstillbar erscheinende Durst auf Blut ein, ein Grundnahrungsmittel
> der Vampirinnen sind übrigens Blutkonserven, die sie in einer
> Kühltasche stets parat haben.
>
> Erst gefällt Lena das Leben in Reichtum, Freiheit und die Macht, die
> sie spürt. Doch immer häufiger schockiert sie die Blutgier ihrer
> Gefährtinnen, wie ihre eigene - stärker werdende Gier. Und da ist ja
> auch noch ihre Zuneigung zu Tom, dem sie einige Male begegnet und
> dessen Leben sie mehrfach rettet; aber ... er ist ein Mensch.
>
> Die Situation verschärft sich dramatisch, als nicht nur die SOKO,
> sondern auch die Russenmafia hinter den Vieren her sind. Der Boss der
> Russanmafia ist ebenfalls ein Vampir, ein "Strigoi", den Louise seit
> Jahrhunderten kennt und fürchtet. Schließlich müssen die vier ihre
> Deckung in ihrem Club, die Suite im Nobelhotel und alles andere
> aufgeben. Es bleibt nur eine halsbrecherische Flucht durch Europa,
> deren Ende hier nicht verraten wird.
>
> Fazit:
>
> Oft ist das Buch so spannend, daß man es kaum aus der Hand legen kann.
> Ständig kommt es zu irgendwelchen Schießereien, Verfolgungsjagden,
> Prügeleien, Explosionen oder anderen blutigen Auseinandersetzungen.
> Gelegentlich passieren diese Dinge bei Tageslicht, wobei unsere
> Vampirinnen unter unerträglichen Schmerzen auch mal in Flammen
> aufgehen; meistens verheilen die Wunden aber in kurzer Zeit.
>
> Das Vampirgenre war als Lektüre für mich neu und vor diesem Titel von
> Wolfgang Hohlbein eher weniger interessant , … aber … es liest sich
> gut und macht wirklich Spaß.
>
> Leider läßt das Buch zum Ende hin etwas nach, bleibt aber lesenswert.
>
> Autor:
>
> Wolfgang Hohlbein (* 15. August 1953 in Weimar) ist ein deutscher
> Schriftsteller in den Genres Horror-, Science-Fiction- und
> Fantasyliteratur. Mit 35 Millionen verkauften Büchern zählt er
> außerdem zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Sein Durchbruch
> gelang ihm 1982 mit seinem ersten Roman Märchenmond.
>
>

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

organisation, täglicher ballast, legasthenie, smartphone, gehirn

Der Google-Effekt

Douglas C. Merrill , James A. Martin
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Südwest Verlag, 23.06.2010
ISBN 9783517086187
Genre: Sachbücher

Rezension:

Auf dem Markt existieren ungezählte Ratgeber, wie wir unser Leben (besser) organisieren können. Bei „Der Google Effekt“ hat mich aber schon der erste Satz im Klappentext neugierig gemacht. Der Autor Douglas C. Merill schreibt an dieser Stelle sinngemäß das, was ich gedacht habe, als ich dieses Buch zum ersten Mal in die Hand nahm: „Schon wieder ein Buch darüber wie man sich organisiert? … “.

Interessiert geworden, las ich weiter, dass Merrill Informationsvorstand bei Google war, Psychologie in Princetown (New Jersey) studiert hat und bereits als Schüler – bedingt durch seine Legasthenie – Mittel und Techniken finden musste, um in einer Welt der Nicht-Legastheniker bestehen zu können … fand ich schon mal sehr interessant!

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, „Wie es in Ihnen aussieht“, „Die neue Art der Selbstorganisation“ und „Die großen und kleinen Probleme bewältigen“

Alle drei Teile und jedes Kapitel fassen die wesentlichen Aspekte am Ende noch einmal zusammen.

Im ersten Teil zeigt Merrill Aspekte unserer Wahrnehmung, der Arbeitsweise des Gehirns (insbesondere die Verschiebung von Kurzzeitwissen ins Langzeitwissen (Codierung).

Einige Prinzipien der Selbstorganisation laut Merrill seien hier aufgezeigt (kleine Auswahl):

Das Leben so organisieren, dass das Gehirn möglichst wenig belastet wird.
Befreien Sie Ihren Kopf so schnell wie möglich von Ballast.
Multitasking kann die Effizienz sogar verringern.
Wissen allein ist nicht Macht. Das Teilen von Wissen ist Macht.
Information nicht ordnen, sondern suchen (lassen).

Teilweise sind es kleine triviale aber wirkungsvolle Strategien; zum Beispiel Kartons, bevor sie vielleicht auf Nimmerwiedersehen im Keller verschwinden auf allen vier Seiten beschriften.

Wenn Sie den Keller umräumen, drehen Sie einen nur auf einer Seite beschrifteten Karton möglicherweise in eine andere Richtung, wo er vom Platz her besser hinpasst.

Aber … Sie haben aber in der Situation keinen Stift dabei, mit dem Sie die jetzt nach vorne zeigende unbeschriftete Seite des Kartons mit Informationen über den Inhalt versehen könnten, außerdem drängt die Zeit, der Keller soll ja fertig werden und überhaupt: Sie wissen ja sowieso, was sich in diesem Karton befindet (falsch und unnötig! Sie wissen über den Inhalt des Kartons in – sagen wir mal - fünf Monaten nichts mehr und belasten Ihr Gehirn mit Fragmentinformationen).

Nicht trivial, sondern sehr eindringlich hat Merrill mir aufgezeigt, wie ich meine Effizienz (oder auch Organisiertheit) … bitte alles positiv im Sinne einer besseren Lebensführung verstehen … optimieren kann, vor allem in Hinsicht auf weniger Stress und mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens.

Zentraler Punkt der Optimierung und Organisiertheit ist die Konzentration auf das Wesentliche (das haben Ihnen aber auch schon Ihre Eltern damals mit erhobenem Zeigefinger erzählt). Konzentrieren Sie sich also auf Ihr Projekt, Ihre Steuererklärung, oder was auch immer Sie im Moment umtreibt.

Da unser Gehirn aber nur ein beschränktes Hin- und Herschalten (Kontextwechsel) zwischen intellektuellen Themen stressfrei und effizient beherrscht , sollten wir versuchen ebenjene Kontextwechsel zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren.

Soll beruflich beispielsweise heißen: Solange Sie performante Gehirnleistung für ein Projekt abrufen müssen: eMails nicht jede Minute vom Server abrufen lassen und gleich lesen, verstehen und im schlimmsten Fall auch gleich beantworten ... übrigens, woran haben Sie gerade VOR der letzten eMail gearbeitet ???

Sinnvoller ist es, sich eine Zeitscheibe für die Abarbeitung eingehender eMails zu reservieren (alle Stunde oder so), das geht sogar automatisch, indem Sie den Abruftakt einfach auf diese 60 Minuten einstellen, das Briefkastensymbol unten rechts oder der Lautsprecher mit der Ansage „Sie haben Post“ erinnert sie und regelt den Zyklus automatisch. So vermeiden Sie unnötige und stressende Kontextwechsel und gewinnen Produktivität.

Die Integration von Online-Kalendern (ja, mehrere !!!) mit dedizierten Rechten für die Beteiligten (Lesen, Bestätigen, Ändern, etc.) vereinfacht die Koordinierung beruflicher wie privater Termine erheblich. So kann zwar Ihre Hundenanny sehen, wann sie den Hund betreuen soll und diese Termine auch mit einem Mausklick verbindlich zusagen (was Hin- und Hertelefonieren erspart und der Nanny und Ihnen Planungssicherheit verschafft). Aber Ihre Nanny sieht auf den anderen Kalendern nicht, wann Sie mit welchem Geschäftspartner (oder Zahnarzt) einen Termin haben oder welche Oper Sie sich nächsten Donnerstag mit Ihrer Frau ansehen möchten.

Intelligente Mobile Phones (in Deutschland Handy genannt, versteht aber in anglophonen Ländern niemand so recht), also Smartphones (wie Apple IPhone oder auch Android-basierte Geräte … google this …) helfen uns sehr bei der Organisation unserer Abläufe. Inzwischen sind sie Hi-Speed internetfähig, beim Kauf bitte auf das Feature HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) achten, sonst laufen Sie Gefahr im schnellen mobilen Internet mit Schneckengeschwindigkeit umherzukrauchen.

Mit Smartphones können Sie fast alles erledigen, wofür Sie vor wenigen Jahren einen ausgewachsenen Computer benötigten; auch kleinere abgegrenzte Aufgaben (five Minutes slices), die Sie weniger als fünf Minuten in Anspruch nehmen in ansonsten ineffektiven Zeiten wie in der Schlange im Supermarkt oder im Stau. So zum Beispiel Blumen ordern für die Frau, Squash Termin mit Buddy Fred für nächste Woche klarmachen, Tante Frieda ein Telegramm zum Geburtstag schicken, usf.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich konnte diverse Anregungen für mich positiv umsetzen und empfehle den Titel nachdrücklich, auch wenn meine Rezension vielleicht etwas technisch daherkommt.

Viele des Autors Hinweise und Strategien ranken sich rund um Google. Das Unternehmen steht ja auch in dem zweifelhaften Ruf eine Datenkrake zu sein, erinnert sei nur an „Google View“, wo Sie sich auch in Deutschland demnächst beliebige Adressen und auch damit das Ranking jedes (auch Ihres) Wohnumfeldes mindestens visuell erschießen können.

Fairerweise sei final gesagt, dass Merrill jederzeit Alternativen zu den Produkten von Google aufzeigt.

Und … Merrill hat immer einen Notizblock (aus echtem Papier) am Mann …

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Tags: email, google, legasthenie, organisation, papier, smartphone   (6)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

krimi, sizilien, montalbano, italien, bella italia

Die dunkle Wahrheit des Mondes

Andrea Camilleri
Fester Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 11.09.2007
ISBN 9783785716014
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Comissario Montalbano hat auf der Dachteresse zu tun, aha ; aber auf Seite 214 habe ich dieses Buch verlassen, sorry

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

krimi, venedig, italien, mord, commissario brunetti

Das Gesetz der Lagune

Donna Leon , Monika Elwenspoek (Übers.)
Fester Einband: 322 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.06.2002
ISBN 9783257063134
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schönes Buch
Donna Leon zeigt uns mit ihrem Kriminalfall die Verstrickungen der venezianischen Muschelfischer, deren Machenschaften einer "eigenen" Gesellschaft entspringen. Nicht umsonst wurde dieses Buch mehrfach ausgezeichnet. Aber Commissario Brunetti klärt diesen Fall - wie immer- souverän. Donna, mach weiter so!

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(1.093)

2.145 Bibliotheken, 35 Leser, 6 Gruppen, 169 Rezensionen

meer, thriller, umwelt, wissenschaft, ozean

Der Schwarm

Frank Schätzing
Fester Einband: 1.001 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.02.2004
ISBN 9783462033748
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich arbeite an der Rezi, sorry

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Tags: geld, tiefsee   (2)
 

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(23)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

krimi, münchen, polonius fischer, langsamer spannungsaufbau, stranguliert

Idylle der Hyänen

Friedrich Ani
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 26.08.2006
ISBN 9783552053915
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Polonius Fischer hat hier einen besonders schweren Fall. Tiefgarage, Kellerabteil, alter Schrank. Eine tote Frau im grünen Sommerkleid. Die Frau ist ist bekannt, wo ist ihre Tochter? Ich habe von Friedrich Ani schon besseres gelesen, deshalb nur drei Sterne, aber die auch nur für andere - gerne gelesene - Titel.

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(51)

112 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

kindheit, familie, landflucht, armut, verlust der unschuld

Die Farm

John Grisham
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 17.07.2002
ISBN 9783453864788
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

John Grisham zeigt hier autobiografisch sein Lebensumfeld als Kind. Wer Action-Thriller wie "Die Firma" ode "Die Akte" erwartet, liegt hier falsch. Das Buch beschreibt in eindringlicher Art die Südstaaten der USA in den 60er und 70er Jahren. Wer das berücksichtigt und keinen "Justice Case" erwartet, sondern eine stolz-verstohlene und ehrliche Liebeserklärung an die Heimat Grishams, der liegt hier richtig. Grishams Buch riecht förmlich nach Baumwollfeldern, und den "deep down South" schweren Sonnenuntergängen, die man wirklich nur im Süden der USA auf einer Terasse genießen kann.

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(277)

553 Bibliotheken, 0 Leser, 8 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, schweden, wallander, mord, skandinavien

Mittsommermord

Henning Mankell
Flexibler Einband: 605 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.05.2002
ISBN 9783423205207
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wallanders Kollege Svedberg stirbt und gerät posthum in einen dunklen Verdacht. Jugendliche sterben in einem Rollenspiel mit Verkleidungen aus vergangenen Epochen. Düstere schwedische Anmutungen und ein Wallander, der im Zwiespalt zum Fall und seinem Kommissariat steht. Ungeahnt heftiger Showdown; unbedingt lesen !!

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Tags: rollenspiel mord showdown   (1)
 

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(183)

312 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 30 Rezensionen

china, schweden, krimi, rache, afrika

Der Chinese

Henning Mankell , Wolfgang Butt (Übers.)
Fester Einband: 603 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.05.2008
ISBN 9783552054363
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch für mich als langjährigen Mankell Fan ist dieser Titel einer der besten! Obschon vom Unfang her herausfordernd (aber stört uns das?) ist dieses Buch fesselnd ab der ersten Seite. Mankell gibt uns Einblicke in das China des vorvergangenen Jahrhunderts mit transkontinentalen Handlungsfäden (Entführung, Eisenbahnbau in den USA, am Ende Rückkehr zum ersten Handlungsstrang nach Europa), er baut eine Spannung auf, die selbst alle "Wallanders" und auch "Die Löwin" in den Schatten stellt. Für alle, die Mankell nur mit Kurt Wallander verbinden, ein absolutes Muß!

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Tags: china, eisenbahn, rache, reichtum, wolf   (5)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Generation Tourismus

Ulrich Hettmer
Flexibler Einband: 227 Seiten
Erschienen bei novum publishing, 30.06.2009
ISBN 9783850227285
Genre: Romane

Rezension:

Eindringliche lyrische Eindrücke, die der Autor offenbar abends in meistens mediteranen Hotels zu Papier gebracht hat, als die oft beschriebene Familie wahrscheinlich bereits glücklich schlief. Der Autor saß vermutlich spätabends auf dem Balkon, mit Blick auf das Mittelmmeer und schuf diese Verse. Generation Tourismus könnte für ihn bedeuten, daß man abseits vom normalen Leben in friedvoller Stimmung einfach nur mal einen Augenblick genießt, Kraft tankt und Freude am Leben hat.

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629 Bibliotheken, 41 Leser, 7 Gruppen, 62 Rezensionen

mond, china, thriller, raumfahrt, zukunft

Limit

Frank Schätzing
Fester Einband: 1.328 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 05.10.2009
ISBN 9783462037043
Genre: Romane

Rezension:  
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