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154 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

wasser, norwegen, frankreich, umwelt, klimawandel

Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Im Jahr 2017 kämpft eine ältere Frau, Signe, gegen die Zerstörung der Gletscher ihrer norwegischer Heimat durch den Verkauf von Gletschereis zur exklusiven Kühlung von Getränken in südliche Länder. Ihre Mutter ist eine ökonomisch orientierte Hotelbesitzerin, während ihr Vater Signe die Liebe zur Natur vermittelt. Auch ihre große Liebe, Magnus, treibt sie in den Zwiespalt zwischen Liebe und ökologischem Bewusstsein. Signe kämpft und dieser Kampf lässt sie zu einer grauhaarigen, alten Frau werden, die nicht viel um ihr Äußeres gibt. Sie kämpft mit ihrem Segelboot gegen den Sturm, sie kämpft gegen gesellschaftliche Normen und gegen die Zerstörung der Gletscher. In aneinander gereihten Kurzsätzen wird die Atemlosigkeit dieses Kampfes deutlich – ein Tiefgang fehlt allerdings.


2041 flieht ein junger Familienvater, David, mit seiner Tochter Lou nach der Zerstörung seiner Heimat durch Dürre und Feuer in ein Lager in Nordfrankreich, um eine Passage in eines der Wasserländer zu ergattern. David ist im Lager auf der Suche nach seiner Frau und seinem jüngeren Sohn, die er bei der Flucht verloren hat. Bei einem Ausflug mit Lou finden sie ein Boot, das sie vom tristen und immer hoffnungsloseren Aufenthalt im Lager ablenkt. Davids Geschichte und Lebensumstände vor der Flucht werden leider nur sehr kurz beschrieben – er hat in einer Entsalzungsanlage gearbeitet. Davids Verhalten im Lager ist in vielen Momenten nur als irrational und unreif zu bezeichnen – möglicherweise der extremen psychischen Belastung geschuldet – die Bedeutung für die Geschichte erschließt sich mir nicht.


Das Ziel des Buches ist klar und überdeutlich: es ist ein warnender Appell an die gedankenlose und profitorientierte Verschwendung unserer Ressourcen – in diesem Fall des Wassers – verbunden mit einem düsteren Zukunftsszenario. So richtig und wichtig diese 'message' ist – so wenig gelungen ist die literarische Umsetzung in Form eines Romans. Keiner der Protagonisten wird dem Leser sympathisch und über weite Strecken des Buches wartet der Leser auf eine entscheidende Wendung, auf ein zu lösendes Problem oder auf einen Höhepunkt. Die späte Zusammenführung der beiden Geschichten von Signe und David ist recht banal und künstlich. Bis dahin ist dieses Buch über weite Passagen sehr moralisierend, hilflos-naiv und teilweise auch pathetisch. Die erhofft unterhaltsame Fortsetzung der 'Geschichte der Bienen' ist nicht gelungen. Schade.


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69 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

münchen, roman, krimi, kriminalroman, gesellschaftskritik

Kühn hat Ärger

Jan Weiler
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492057578
Genre: Romane

Rezension:


Kommissar Kühn ermittelt in einem Mordfall an einem jungen Libanesen in der Münchner Schickeria. Bei der Aufklärung dieses Falles beschäftigen Kühn Fragen nach Schein und Sein, nach den Motiven für soziales Engagement, nach Macht und Ohnmacht gegenüber skrupellosen Bauträgern und Banken und nach sozialen Rissen, die durch unsere Gesellschaft gehen. Auch im privaten Bereich kriselt es in seiner Ehe, sieht er sich im beruflichen Wettbewerb und seine Gesundheit macht ihm zu schaffen. 
Jan Weiler schafft es, all diese Themen in einem kritisch-ironischen Schreibstil zu einer sehr unterhaltsamen und auch nachdenklich stimmenden Geschichte zu verweben. Die kursiv gedruckten Gedankengänge Kühns lassen einen sensiblen Kommissar erkennen, der sich auf dem schmalen Grad zwischen bitterem Ernst und intelligentem Witz bewegt. Dem Leser wird durchaus an der ein oder anderen Stelle die Unvereinbarkeit des eigenen Anspruchs mit der Wirklichkeit vor Augen geführt und hinterlässt so einen nachhaltigen Eindruck ohne moralisierend zu sein.
Fazit: Es fällt schwer, das Buch eindeutig als Roman oder als Krimi zu verorten - für einen sozialkritischen Roman fehlt Tiefgang und für einen Krimi fehlen Spannungselemente und Wendungen. Allerdings finde ich gerade die Kombination äußerst gelungen und lesenswert!

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156 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 78 Rezensionen

liebe, deutschland, arktis, bernhard schlink, briefe

Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

Rezension:


Sie stand am liebsten und schaute; er konnte kaum stehen, da wollte er schon laufen. Olga, aus ärmlichen Verhältnissen, und Herbert, aus wohlhabender Familie, lernen sich in der Schulzeit Anfang des 20. Jahrhunderts kennen und werden trotz aller Standesunterschiede und unterschiedlicher Ansichten über das Leben und die Politik zu einem Liebespaar. Herbert verliert sich in Machtvorstellungen seiner Zeit und begibt sich auf Eroberungs- und Erkundungsreisen nach Afrika und in die Arktis, wobei er von letzterer nicht mehr zurück kehrt. Olga meistert ihr Leben als Lehrerin, überlebt die Flucht aufgrund des ersten Weltkrieges und findet danach Arbeit als Näherin bei einer Familie. Mit dem jüngsten Sohn der Familie, Ferdinand, entsteht eine langjährige, vertrauensvolle Beziehung und Ferdinand macht sich nach seiner Pensionierung daran, die Beziehung von Herbert und Olga genauer zu erkunden. Er gelangt an Briefe, die Olga an Herbert nach Norwegen an eine Poststation geschickt hatte, die Herbert aber nie erreicht haben.


Der erste Teil des Buches bis zum Ende des Ersten Weltkrieges besteht aus einer teils behäbigen, teils sehr nüchternen Beschreibung der Beziehung zwischen Olga und Herbert und Olgas Leben. Viele geschichtliche, politische und persönliche Aspekte werden angeschnitten und leider nie zufriedenstellend beleuchtet.
Der zweite Teil des Buches ist erkennbar aus der Perspektive von Ferdinand geschrieben; wobei sich hier zwangsläufig Vergleiche zu der Konstellation im Buch ‚Der Vorleser‘ aufdrängen: ein junger Mann und eine ältere Frau. Diese Beziehung bleibt aber genauso leblos wie die gesamte Geschichte: man fragt sich lange, wohin dieser temporeiche aber wenig mitreißende Ritt durch die deutsche Geschichte bis in die 70er Jahre eigentlich führen soll. Bis zur Hälfte des Buches muss der Leser warten, bis sich endlich eine Schlink-typische Wendung abzeichnet, deren Auflösung am Ende leider konstruiert und aufgesetzt wirkt - zu keiner Zeit hat sich eine entsprechend dringende Motivation abgezeichnet.
Der dritte Teil besteht aus den Briefen, die Olga an Herbert geschrieben hat und die - endlich - die lange fehlende Emotionalität offenbaren, die der Leser im Nachhinein in die gelesene Geschichte hinein zu flechten versuchen kann. Aber diese Aufgabe erwarte ich eher vom Autor. 
Dieses Buch will zu viel und enttäuscht - es erscheint mir als grobes Skript mit durchaus Potential für ein noch zu schreibendes Werk.

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(141)

245 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

juli zeh, dystopie, roman, leere herzen, deutschland

Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

Rezension:


Angesichts einer Welt aus Widersprüchen, in der „jeder Gedanke sich selbst aufhebt und jedes Wort sein Gegenteil meint“, in der „demokratieverdrossene Nicht-Wähler Wahlen gewinnen, während engagierte Demokraten mit dem Wählen aufhören“ und niemand mehr weiß, was er denken soll, lautet im Deutschland der nahen Zukunft der neue Zeitgeist: Pragmatismus.
Während das Land wird von einer rechtsgerichteten ‚Besorgte-Bürger-Bewegung‘ reagiert wird, die mit Hilfe von einem Effizienzpaket nach dem anderen den Rechtsstaat und die Demokratie beschneidet, stecken die übrigen Bürger die Köpfe in den Sand und betrachten Politik wie das Wetter - sie findet statt und nur Idioten beschweren sich darüber. Britta und ihr Partner Tabak treiben diesen völlig prinzipienfreien Pragmatismus auf die Spitze, indem sie suizidbereite Personen aufspüren, ausbilden und dann unterschiedlichsten Terrororganisationen zuführen, getreu dem pragmatischen Motto: wenn schon Terroranschläge, denn wenigstens nicht chaotisch-anarchisch, sondern sauber organisiert. Das Geschäft läuft hervorragend bis Konkurrenz auftaucht und ihr Geschäft sowie ihr Leben in Gefahr gerät.


‚Leere Herzen‘ ist ein Pamphlet gegen die Gleichgültigkeit, die Resignation und den Sarkasmus indem es aufzeigt, dass der schlimmste, machbare Fehler darin besteht, die Hände ‚mit intellektuell überlegenen Argumenten‘ in den Schoß zu legen, wenn es um die Verteidigung unserer Gesellschaftsform und der Demokratie geht. Juli Zeh’s gesellschaftliche Analyse ist intelligent, messerscharf und sezierend; ihr Schreibstil ist, passend zum Thema, schlicht und von einer Eindringlichkeit, die beim Lesen beinahe körperlich schmerzt. „Da. So seid ihr.“  Die Verbindung des ‚moralischen Durchrüttelns‘ und der (Selbst)Anklage mit Thrillerelementen gelingt auf eine seltsame Art: es sind nicht so sehr die Handlungen und Wendungen, die die Spannung aufbauen, sondern die schockierende Ungeheuerlichkeit von Juli Zeh’s Gedankenkonstrukts, die dem Leser den Atem nimmt.
Dieses Buch wirkt lange nach und hinterlässt ein ein mulmiges Gefühl ob der Frage, in wie weit dieses Buch im wirklichen Deutschland der nahen Zukunft von einem Science Fiktion Thriller zu einem historischen Bericht wird. Absolute Leseempfehlung!

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118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

spanischer bürgerkrieg, spanien, spionage, bürgerkrieg, franco

Der Preis, den man zahlt

Arturo Pérez-Reverte , Petra Zickmann
Fester Einband: 295 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.09.2017
ISBN 9783458177197
Genre: Historische Romane

Rezension:

Spanien im Jahr 1936: ein hochrangiger Politiker der rechtsgerichteten Falangisten soll in Alicante aus dem Gefängnis der ‚Roten‘ befreit werden. Beauftragt wird der Agent Falcó und ihm zur Seite stehen ein paar weitere Nationale, die ihn in dieser Mission unterstützen sollen - unter ihnen die mysteriöse Eva. Falcó hat alle Attribute, die ein kinotauglicher Agent ‚mit der Lizenz zum Töten‘ haben muss: ein gut aussehender Frauenheld mit markanten Zügen, ein charismatischer und eloquenter Macho, der sich in Gesellschaften bewegen kann, ein Einzelgänger, der es gewohnt ist, Dinge allein und ohne Aufsicht zu erledigen, ein Insider, der auch mit dubiosen Geschäften vertraut ist, ein Vollstrecker, der auch vor dem Töten nicht zurück schreckt. Der Auftrag entwickelt sich anders als gedacht und plötzlich steht weniger die Befreiung des Politikers als die Beziehung zwischen Falcó und Eva im Vordergrund der Geschichte.


Für die Lektüre dieses Buches ist es ratsam, Grundkenntnisse über den spanischen Bürgerkrieg mitzubringen, denn der Autor spart nicht mit Namen, Bezeichnungen politischer Lager und Abkürzungen für diverse Nachrichten- und Geheimdienste. Die Handlung der Geschichte ist solide, erwartbar spannend, stilistisch gut erzählt und bis hierher entspricht sie dem Klischee eines guten Agententhrillers. Unerwartet ist für mich, dass Falcó nicht ‚im Auftrag einer guten Sache’ unterwegs ist sondern frei von Moral und Gewissen auf höchst fatalistische, ja, nihilistische Art und Weise nur ‚seinen Job macht‘ und dabei auch ohne mit der Wimper zu zucken unschuldige Menschenleben opfert. Wenn das Ziel dieses Romans eine Persönlichkeitsstudie über einen fragwürdigen Held war, dann ist das meiner Meinung nach leider gescheitert, denn man erfährt über Falcó nicht mehr, als dass er ein stark rauchender, Frauen verführender Agent ist, der Kollegen ins Verderben laufen lässt, für den das professionelle Töten eine ‚Kategorie‘ ist, bei der man gewisse Qualitäten braucht und der ein Menschenleben allenfalls rettet, um nicht in der Schuld zu stehen. Warum er so ist, wie er ist, erfährt man nicht. Schade.



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140 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

darwin, marx, karl marx, london, charles darwin

Und Marx stand still in Darwins Garten

Ilona Jerger
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.08.2017
ISBN 9783550081897
Genre: Romane

Rezension:


Darwin und Marx haben zur gleichen Zeit in unmittelbarer Nähe in London gewohnt, beiden haben für ihre Zeit und auf ihrem Gebiet jeweils bahnbrechende, nachhaltig verändernde Beobachtungen gemacht und Thesen aufgestellt und doch sind sie sich nie persönlich begegnet.  
Die Erwartungen an das (fiktive) Aufeinandertreffen von Marx und Darwin waren dementsprechend groß, da man doch die Darwin’schen Erkenntnisse der Evolution als naturwissenschaftliche Grundlage für den Kommunismus deuten könnte, indem der Schöpfergedanke überwunden wird, die Theorie des ‚survival of the fittest‘ aber, vom kommunistischen Standpunkt aus, höchst kritisch zu sehen ist. 
Nun, die hohen Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt, da das Zustandekommen dieses Treffens doch einigermaßen konstruiert wirkt und der Verlauf dieses Gesprächs über offensichtliche Gemeinsamkeiten und Differenzen nicht hinaus kommt. Man merkt deutlich den Respekt der Autorin vor den historischen Personen und es ist in der Tat ein heikles Unterfangen, den beiden die Worte füreinander in den Mund zu legen!
Statt dessen nähert sich Ilona Jerger den beiden in persönlicher Hinsicht und widmet sich deren Charakter, Privatleben und vor allem Darwins Forschung in einem sehr amüsanten, intelligenten, bildhaft-vergleichenden - ja, fast  glossenartigen Schreibstil, der sprachverliebte Leser ein ums andere Mail schmunzeln lässt.
Alles in allem ist dieses Buch eine unterhaltsame, intelligente Lektüre, an die man nicht zu viele Erwartungen an das Treffen zwischen Darwin und Marx haben sollte.

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

freundschaft, rassismus, london, hautfarbe, entwicklungshilfe

Swing Time

Zadie Smith , Tanja Handels
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462049473
Genre: Romane

Rezension:


Die Geschichte zweier Freundinnen mit gemeinsamer Liebe zum Tanzen, deren Lebens- und Berufswege sich trennen und im Verlaufe der nächsten zwanzig Jahre immer mal wieder kreuzen, erinnert an die Elena Ferrante Trilogie, kommt aber glücklicherweise ohne deren übertrieben unterwürfigen Pathos aus. Eine der beiden, Tracey, besitzt genügend tänzerisches Talent, um diesen Berufsweg einzuschlagen und erhält kleinere Engagements. Die andere, die Ich-Erzählerin ohne Namen, wird nach einigen Stationen schließlich die persönliche Assistentin einer Pop-Sängerin von Weltruhm (ich konnte mich des Eindrucks, es handele sich hier um Madonna nicht erwehren) und stellt nicht nur ihr Berufs- sondern auch ihr gesamtes Privatleben in deren Dienst.
Passend zum Titel ‚swingt‘ die Ich-Erzählerin hin und her zwischen Kindheitserinnerungen und Stationen ihrer eigenen Entwicklung und manchmal scheint dieser Rhythmus aus dem Takt, da dem Lebensweg von Tracey nur ein recht kleiner Raum zukommt und auch die Bedeutung der Freundschaft, meiner Ansicht nach, von den beiden sehr unterschiedlich gewichtet wird.
Auffallend ist auch die relative Bedeutungslosigkeit eines starken ‚plots’; vielmehr beschreibt Zadie Smith kaleidoskopartig verschiedenste ethnische und religiöse, politische und soziale, emotionale und familiäre Themen im Umfeld der Protagonistin, die alle hochaktuell sind und vor allem das Thema des Scheiterns beinhalten. Mit scharfer Beobachtungsgabe, wunderbar eleganten Formulierungen und einer guten Portion Ironie schafft Zadie Smith eine Bestandsaufnahme unserer Zeit, in der vor allem alles relativ ist: wenn der Traumberuf als Tänzerin nur zu zweitklassigen Rollen reicht, wenn das Durch-die-Welt-Jetten zum Verlust von emotionalen Bindungen führt, wenn Charity-Projekte sich ins Gegenteil verkehren und wenn einflussreiche und herausragende schwarze Künstler ihre Haut bleichen. Ein beeindruckendes Buch, wenn auch mit leichten Rhythmusstörungen und einem Hauch von Fatalismus.

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Tags: emanzipation, freundschaf, hautfarbe, scheitern   (4)
 
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