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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

eft, stress, klopftechni, unabhängiger kleinverlag, hochsensibilitä

EFT Klopftechnik für Hochsensible

Monika Richrath
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei dielus edition, 01.11.2016
ISBN 9783981797541
Genre: Sachbücher

Rezension:

Monika Richrath führt den Leser in ihrem Buch gekonnt in die Technik EFT ein. Sie soll dazu dienen, Stress, sowie negative Emotionen und Gedankenmuster durch beklopfen spezifischer Meridianpunkte "aufzulösen" und dadurch gelassener und freier leben zu können.
Der Aufbau des Buches ist toll gelungen. Es wird mit einer kurzen Einführung über Hochsensibilität, die Auswirkungen von Stress auf den Körper, sowie die Wirkungsweise der Technik, gefolgt von einem langsamen Aufbau und Einstieg in EFT begonnen. Anschließend werden einige Vorschläge zu Klopfsätzen aufgearbeitet. Den Schluss bilden nützliche Tipps&Tricks. Die Informationen dazu sind durch ein umfassendes Literaturverzeichnis belegt und scheinen dadurch fundiert.
Die Sprache ist einfach und klar verständlich gehalten, weshalb der Einstieg in die Technik leicht gelingt. Konzentration zum Lesen ist natürlich trotzdem erforderlich, da es sich um ein Lehrbuch handelt. Übungen, sowie weiterführende Links werden ebenfalls passend eingestreut.
Anfangs stand ich der Technik etwas skeptisch gegenüber, doch mit zunehmendem Verlauf des Buches, sowie meines Übens dazu, konnte sie mich immer mehr überzeugen. Auch das Merken der Klopfpunkte gelang mir bereits nach einigen Wiederholungen.
Das Buch wird speziell für Hochsensible postuliert. Allerdings ist es für jeden Menschen, der mit Stress, Perfektionismus, sowie mangelnder Selbstliebe/Selbstachtung zu kämpfen hat sinnvoll und hilfreich.

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

glück, leserunde, kloste, lebe, suche

Wer verteilt das Glück?

Bastian Aue
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 11.05.2017
ISBN 9781546916208
Genre: Sachbücher

Rezension:

Paul verliert sowohl seinen Job, als auch seine Frau am selben Tag. Er erinnert sich an die Worte seines Großvaters: "Alles kommt auf einmal und meistens dann wenn man es nicht erwartet."Diese Aussage in Kombination mit der Aussage eines Teilnehmers einer Fernseh-Talkshow, welcher fragt "Wer verteilt das Glück?", veranlasst Paul dazu, genau dies herauszufinden. Also macht er sich auf die Suche. Diese beginnt er mit einer Liste von einem Glücksforscher, einem Mönch, einem spirituellen Lehrer, einem Clown, einem erfolgreichen Geschäfftsmann - und vielen mehr. All diese Personen will er diese Frage stellen, um schlussendlich zu einer Antwort zu gelangen.
Das Cover gefällt mir sehr gut und passt perfekt zum Inhalt! Die Kapitel selbst sind in einer angenehmen Länge gehalten. Das Einzige was mir an der Gestaltung nicht so gut gefiel, war die groß gewählte Schriftgröße - aber das ist Geschmackssache und hat für den Inhalt des Buches keinen Nachteil.Der Schreibstil ist schlicht und sachlich gehalten. Dadurch liest sich das Büchlein mit seinen 100 Seiten schnell und in einem Rutsch gut durch.
Mit jedem dieser Besuche und Gespräche gewinnt Paul neue Erkenntnisse, hinterfragt Systeme und Glaubensrichtungen und reflektiert sich selbst, sowie die bisher gewonnenen Einsichten. Als Leserin wuchs ich bei dieser Entwicklung mit und beantwortete mir selbst die eine oder andere Frage, welche sich auch Paul stellte. Die im Buch gezogenen Schlussfolgerungen und Gedankengänge waren dabei für mich gut nachzuvollziehen und schlüssig.Besonders gut hat mir auch das Ende gefallen, welches das Buch perfekt abrundet und zum Ausklang bringt.

FAZIT:Ein Buch, welches ich jedem Denker, Hinterfrager und Philosophie-Beigeistertem wärmstens empfehlen kann. Als Leser wächst man mit der Hauptfigur mit und beginnt über diverse Systeme der Gesellschaft und des Glaubens nachzudenken.

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39 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

schottland, ermittlungen, mord, land und leute, ermittler

Totenkalt

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442485666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei dem Buch handelt es sich um Band 10 einer Reihe von Thrillern, welche sich um den Protagonisten Detective Sergeant Logan McRae drehen. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten in das Buch einzusteigen und die verschiedenen Persönlichkeiten auseinander zu halten bzw. sie mir überhaupt erst zu merken. Außerdem sollte man die vorherigen Bände gelesen haben, um die Beziehungen der Personen untereinander bereits zu kennen.Zusätzlich beginnt das Buch bereits mit diversen parallelen Handlungssträngen: Der nahende Tod der Partnerin des Protagonisten, welche seit langer Zeit im Koma liegt. Der Tod des über die Stadt "herrschenden" Gangsters. Logan McRaes ominöse Beziehung zu demselben (aufgrund der er in diesem Bereich etwas zwiegespalten ist - mehr dazu im Buch ;) ). Die Ermittlungen wegen zwei getöteten und einer verschwundenen Person. - Um nur einige zu nennen.Gerade diese so unterschiedlichen Handlungsfacetten sind die größte Stärke des Thrillers! Durch sie wird sowohl eine emotionale, als auch eine actionreiche, sowie eine geheimnissvolle Komponente beigesteuert, was das Buch auf jeden Fall lesenswert macht. Besonders erwähnen möchte ich auch, wie geschickt der Autor diese diversen Parallelen kombiniert hat, sodass am Ende ein rundes, klares Bild entsteht. Lobend erwähnen möchte ich auch, dass die Auflösung für mich nicht vorhersehbar war. Ich wurde beim Lesen auf eine komplett falsche Spur gelockt. Dies stellte auch einen großen Pluspunkt dar.Doch leider gab es auch einige Kritikpunkte meinerseits, auf die ich im Folgenden eingehen möchte. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches dominiert ein sehr ordinärer und derber beruflicher Umgangston zwischen den Personen. Dieser war etwas zu übertrieben und hat mir überhaupt nicht gefallen. Möglicherweise war dieser witzig oder zynisch gemeint - meinen Humor hat er allerdings leider nicht getroffen.Des Weiteren scheint vor allem die Hauptfigur Logan McRae unverwundbar und unzerstörbar zu sein. Obwohl er angeschossen wird, über einen Abgrund hinabfällt, usw. usw. steht er immer wieder auf und kommt auch trotzdem zur Arbeit. Dies ist ebenfalls übertrieben und unrealistisch.

Fazit
Ein gutes, aber nicht herausragendes Buch. Die parallelen Handlungsstränge konnten überzeugen, jedoch sollte man für ein umfassenderes Verständnis vermutlich die vorherigen Bände gelesen haben. Dann ist man vermutlich auch bereits an die ordinäre Sprache auf der Dienststelle gewohnt. ;p

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebesroma, die verborgene schönheit der sterne, krankheit, schicksa, gefühl

Die verborgene Schönheit der Sterne

Karen Hilgarth
E-Buch Text: 305 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk Verlag, 15.06.2017
ISBN 9783939990413
Genre: Romane

Rezension:

"Die verborgene Schönheit der Sterne" ist nur indirekt ein Liebesroman. Zwar spielen die Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen eine zentrale Rolle, jedoch setzt sich der Roman auch mit dem Urglauben der Menschheit und der gesellschaftlichen Entwicklung der Forschung, sowie auch dem Universum auseinander.

Jedes Kapitel startet mit einigen wissenschaftlichen Sätzen über Physik bzw. das Universum. Diese regten mich jeweils zum Nachdenken an und waren teils sehr interessante Ansätze. Unter anderem wird zum Beispiel die Theorie der Anziehungskraft aufgefasst - Objekte ziehen sich gegenseitig an. Doch ist dieses Konzept eventuell auch auf die Menschen umlegbar?

„Was aber wäre, wenn diese Gesetzmäßigkeiten nicht nur auf die Forschungsobjekte der Physik zuträfen, sondern im übertragenen Sinne auch auf die der Gefühle und die von ihnen motivierten Handlungen lebendiger Wesen? Oder ist es nicht vielleicht seit Urzeiten so und wir haben es nur noch nicht bemerkt?“ 

Die Kapitel selbst sind in qualitativ hochwertiger Sprache verfasst. Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall einzigartig und erfordert viel Aufmerksamkeit. Mich konnte er allerdings hundertprozentig überzeugen. Die Handlung ist nur in wenigen Ansätzen voraussehbar und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Ich hatte bei keinem Kapitel das Gefühl, dass etwas nicht passen würde oder dass es qualitativ abgenommen hätte!

Martina und Leonhard sind ein Paar. Als Martina Jarek kennenlernt ergibt sich eine seltsame Dreieckskonstellation. Besonders gut haben mir dabei die Diskussionen zwischen Jarek (Pfarrer) und Leonhard (Wissenschaftler und überzeugter Physiker) gefallen. Sie vertreten die exakten Gegenpole in der Grundsatzfrage Wissenschaft gegen Glaube bzw. Was kommt nach dem Tod?. Äußerst anregend und interessant!
Im Laufe der Geschichte ergibt sich in dieser Konstellation durch diverse Ereignisse (die ich hier nicht vorwegnehmen möchte) eine traurige und unglückliche Handlung.
Parallel dazu läuft die Handlung zwischen Mike und Jenny. Er ist ein Alkoholiker, der aufgrund dessen, dass er sich in Jenny verliebt, von der Straße wegzukommen versucht und den Aufbau eines geregelten Lebens in die Hand nehmen will. Diese Handlung verläuft gegensätzlich zur anderen relativ positiv. Anfangs waren diese parallelen Handlungen etwas verwirrend und ich fragt mich wie diese zu verbinden seien, doch am Ende ergibt sich daraus ein stimmiges, verwobenes Bild. Denn das Schöne kann ohne dem Traurigen nicht existieren.

FAZIT: Ein Buch, das mich inspiriert und berührt hat. Es ist sehr tiefgreifend und vielleicht auch eher im Bereich der Philosophie anzusiedeln. Auf jeden Fall war es eine außerordentliche Leseerfahrung, wie ich sie in dieser vollendeten Form schon einige Zeit nicht mehr hatte. Nicht für klassische Liebesroman-Leser, sondern eher für Philosophie bzw. Wissenschaft - Interessierte empfehlenswert.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

afrika, englische bücher, gedichte, lyrik, simbabwe

Look Within - Aus voller Seele

Eve Z Nyemba , Bettina Weiss
Fester Einband: 117 Seiten
Erschienen bei kalliope paperbacks, 01.09.2008
ISBN 9783981079869
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Die Gedichte in dem Buch stammen von Eve Zvichanzi Nyemba, einer Autorin aus Simbabwe. Ihre Intention dahinter ist, die Situation der Frauen in Afrika und ihre Gefühle wie Leid, Schmerz oder auch Hoffnung zu beschreiben. Ihre Gedichte handeln sowohl von Leid und Unterdrückung, als auch von der Forderung, Afrika als einen Kontinent des Fortschritts und der Hoffnung anzuerkennen. Auch Liebe, welche jedoch erneut oft die patriarchalische Unterdrückung widerspiegelt und in vielen Gedichten außerdem mit Leid und Enttäuschung verbunden ist, spielt eine Rolle. Auch zum Besinnen auf sich selbst und sein Innerstes, aus dem man Kraft und Hoffnung schöpfen sollte, ruft sie auf - Look within.

Sie sind in zweifacher Form nebeneinander abgedruckt. Einerseits findet sich der englische Originaltext, andererseits auch die deutsche Übersetzung. Mir persönlich haben die Originaltexte besser gefallen, da durch sie das Gefühl des jeweiligen Gedichts finde ich besser vermittelt werden konnte. Allerdings waren die deutschen Übersetzungen bei Vokabelschwächen durchaus hilfreich. ;)   Also alles in allem eine gelungene Gegenüberstellung!

Die Gedichte selbst sind meist in einfacher Sprache verfasst, was aber ihrer Aussagekraft und Schönheit keinen Abbruch tut - ganz im Gegenteil! Sie haben mich teilweise sehr berührt und konnten starke Bilder und Emotionen in mir wecken.

FAZIT: Wunderschöne Literatur von einer starken Frau, die der Welt so einiges zu sagen hat! Für Lyrikliebhaber und an afrikanischer Gesellschaft Interessierten, sowie Leser die ein teilweise feministischer Touch nicht stört ein gelungenes und einzigartiges Lesevergnügen!

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69 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

curtis sittenfeld, vermählung, stolz und vorurteil, adaption, jane austen

Vermählung

Curtis Sittenfeld , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959671149
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Grundidee der Neuerzählung eines Klassikers von Jane Austen in der heutigen Zeit weckte sofort mein Interesse. Die Handlung spielt statt in Großbritannien in den USA und dreht sich um die Familie Bennet. Diese steht aufgrund des verschwenderischen Lebensstil knapp vor dem finanziellen Ruin. Nur die Ältesten 2 der 5 Töchter haben das heimische Nest verlassen und sich einen Job gesucht. Jane verdient ihr Geld als Joga-Lehrerin und Liz als Journalistin. Die beiden jüngeren Töchter Lydia und Kitty verbringen ihre Zeit mit Crossfit und Mary schließt ein Studium nach dem anderen ab, ohne etwas daraus zu machen. Mrs. Bennet wird zur kaufsüchtigen Hausfrau und Mr. Bennet verbringt sein Leben im Arbeitszimmer, bei was auch immer. Alle 5 Töchter sind Single - sehr zum Leidwesen von Mrs. Bennet. Doch wenigstens für Liz scheint es nun Hoffnung zu geben, da mit Chip Bingley ein attraktiver Arzt, der in "Vermählung", einem Abklatsch der Reality-Show "Bachelor" mitgespielt hatte, zurück in der Stadt ist. Nun versucht Mrs. Bingley mit aller Kraft die Beiden zu verkuppeln. Und auch Liz und der widerwärtige Darcy scheinen trotz der zahlreichen Streitereien nicht voneinander lassen zu können..

Die Autorin streut nebenbei auch gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Homosexualität, Samenspenden, Transsexualität oder Magersucht in den Text ein. Dabei wurde allerdings stellenweise etwas zu dick aufgetragen und es hätten nicht alle Themen untergebracht werden sollen..

Anfangs habe ich das Buch bis ca. zur Hälfte regelrecht verschlungen. Der Schreibstil war flüssig und die Charaktere erfrischend. In den ersten paar Kapiteln tat ich mir zwar noch schwer, sie auseinander zu halten, aber mit der Erzählung der unterschiedlichen Lebensgeschichten wurde es mir dann schnell möglich. Vor allem Mr. Bennet mit seinem sarkastischen Humor hat mir sehr gut gefallen und dem Buch etwas Frische verliehen.
Danach ließ die Geschichte leider stark nach und es drehte sich nur mehr um den Fernsehdreh einer "Vermählung"s-Show. Diese passte weder zu den Charakteren noch vom Schreibstil her zum restlichen Buch. Sie wirkte schlicht kitschig und unpassend.
Außerdem waren mir die Dialoge zwischen Darcy und Liz teilweise etwas zu unbeholfen und zu gekünstelt. Auch das Verhalten der Beiden konnte ich nicht in allen Szenen nachvollziehen, vor allem ab der Mitte passten ihre Taten oft nicht hundertprozentig zu den beschriebenen Charakteren bzw. Eigenschaften.
Daher konnte mich das Buch leider nicht gänzlich überzeugen. Alles in allem war es aber zumindest bis zur Hälfte eine unterhaltsame Geschichte.

FAZIT: Ein unterhaltsames Buch, das allerdings ab der Hälfte stark nachlässt.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

generationen, familie, trauma, massenhinrichtung, ostpreußen

Das Foto: Ein multiperspektivischer Generationenroman

Elva Schevemann
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei tredition, 28.11.2016
ISBN 9783734568565
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Das Buch beginnt damit, dass ein Müllmann ein Foto findet, welches er behält, da es ihn fasziniert. Auf ihm ist eine Frau mit ihrem Sohn zu sehen. Nach und nach entwickelt sich eine tragische Familiengeschichte. Jedes Kapitel ist als eine Momentaufnahme aus der Sichtweise einer anderen Person geschrieben. Nach und nach setzen sich diese zu einem stimmigen Bild zusammen und ergeben dadurch einen facettenreichen Einblick in eine Familie, die durch die persönlichen und psychischen Auswirkungen des zweiten Weltkriegs geprägt ist. Gustav kämpfte an der Front und seine unverarbeiteten Erlebnisse lassen ihn sein ganzes Leben nicht mehr los. Durch sein Verhalten prägt er auch seine Mitmenschen.

Meine Meinung:
Anfangs stand ich dieser Erzählweise etwas skeptisch gegenüber, doch nach ein paar Kapiteln fand ich mich schnell damit zurecht und ich finde sie im Nachhinein sehr gut gewählt. So bekommt man ein umfassendes Bild von allen Familienmitgliedern.
Durch den detaillreichen Schreibstil konnte ich mich sehr gut in die verschiedenen Situationen hineinversetzen und mich in manche Szenen richtiggehend hineinfühlen. Auch die Gefühle und Gedanken der verschiedenen Personen sind meist gut beschrieben und ihre Handlungen und Persönlichkeiten waren dadurch für mich weitestgehend nachvollziehbar.
Der Roman brachte mich zum Nachdenken - über meine eigene Familie, die Gesellschaft und die psychischen Auswirkungen des zweiten Weltkrieges auch auf die folgenden Generationen. Durch die Verhaltensweisen der anderen Familienmitglieder (vor allem der Eltern) und dem Leiden unter den unverarbeiteten Eindrücken wurden alle anderen beeinflusst. Das zeigt, wie wichtig eine emotionale Aufarbeitung von traumatischen Geschehnissen ist!
Alles in allem ein Buch das mich berührt hat. Ich konnte mich gut hineinversetzen, es enthielt teilweise bewegende und rührende Szenen und regte mich zum Nachdenken an. Trotz der überwiegend negativen Szenen vermittelt es keine drückende Stimmung.

Fazit:
Für alle Leser, die sich für den zweiten Weltkrieg interessieren, eine Bereicherung der Büchersammlung.

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, israel, vergangenheit, meschugge, claudia s. c. schwartz

Meschugge sind wir beide

Claudia S. C. Schwartz
Geheftet: 256 Seiten
Erschienen bei Eden Books, 09.06.2017
ISBN 9783959100755
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt:
Das Buch ist eine Biographie der Liebesgeschichte zwischen Claudia und Shaul. Die Beiden lernen sich kennen, als sie gemeinsam an einem Theaterstück arbeiten - sie als Schauspielerin und er als Komponist. Zwischen ihnen funkt es sofort, denn sie sind sich sehr ähnlich und genau auf einer Wellenlänge. Doch ihre Familien könnten unterschiedlicher nicht sein! Claudia ist katholisch und deutsch, ihr Großvater hat an der Wehrmacht gedient. Shaul ist israelisch und Jude, seine Großeltern haben unter dem Holocaust gelitten. Das diese Geschichte voller Turbulenzen ist, kann man erwarten!

Meine Meinung:
Dieses Buch war eine ganz besondere, sehr intensive Leseerfahrung! Es hat mich zum Lachen, sowie zum Weinen gebracht und an vielen Stellen auch zum Nachdenken. Obwohl es sich um eine Liebesgeschichte handelt, ist sie überhaupt nicht kitschig und schon garnicht voraussehbar. So berührt hat mich ein Buch selten!

Es wird sowohl das Kennenlernen bis zur Geburt des ersten Kindes erzählt, als auch die Vergangenheit und die Hintergründe und Erlebnisse der Großeltern in Form von Rückblenden eingebunden. Insgesamt ergibt sich ein stimmiges Bild der Familien.
Vor jedem Kapitel ist ein Foto zur Einleitung, was dem Buch noch mehr persönliche Note verleiht. Besonders hervorheben möchte ich den einzigartigen Schreibstil der Autorin. Ich war gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es hat sich gelesen wie die Erzählungen einer engen Freundin - fast sogar noch intimer und persönlicher, als wäre man selbst dabei gewesen. Durch die geschriebenen Zeilen werden die Emotionen und Gefühle der Autorin sehr gut vermittelt und man spürt sie als Leser regelrecht selbst.
Sehr gut hat mir auch gefallen, dass ich durch das Buch einen Einblick in die familiären Verhältnisse und Bräuche des Judentums werfen konnte.
Dieses Buch vermittelt eine einzigartige Botschaft von der Bereicherung durch Multikulturalität, sowie von Toleranz und Liebe. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Nachrichten von Gewalt und Terror überhand nehmen, eine wichtige Erzählung!

Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung für jeden!!

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

depression, medikamentenmissbrauch, krankheite, unzufriedenheit, unsicherheit

Die Krankheitensammlerin

Kia Kahawa
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei epubli, 21.02.2017
ISBN 9783741894657
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Inhalt:Die Protagonistin Fiona hat eine Sammlung von Krankheiten "angehäuft": Zu ihrem geringen Selbstwertgefühl, den Depressionen, sowie dem Übergewicht und den damit verbundenen Problemen wie Knieschmerzen, usw. kommt nun auch noch eine Schilddrüsenunterfunktion hinzu. Dabei würde sie jedoch so gerne ein sorgenfreies, glückliches Leben führen. Also beschließt sie ab Silvester von einem Tag auf den anderen die "neue Fiona" zu sein, der alles perfekt gelingt, die begehrt, schlank und gesund ist. Doch ob das gutgehen wird ist fraglich..

Meinung:Das Buch war auf jede Fall ganz anders, als ich es mir vom Klappentext her erwartet habe. Was aber nicht heißt, dass ich von der Story enttäuscht war!
Fionas Gedankenwelt voller Selbstmitleid und Selbsthass wird von der Autorin Kia Kahawa sehr gut dargestellt. Man kann sich wunderbar in sie hineinversetzen, obwohl ich persönlich ihre Handlungen immer nachvollziehen konnte. Ihre depressiven Gedankengänge voller Gejammer werden schonungslos aufgebreitet, was sie im Laufe der Geschichte für mich zunehmend unsympathischer gemacht hat. Außerdem mixt sie verschiedene Medikamente durcheinander, um ihr Ziel endlich dünn zu werden (denn damit wäre alles besser, so sieht sie es) so schnell wie möglich zu erreichen.
Auch wenn mich Fiona in großen Teilen etwas genervt hat, war das Buch sehr spannend zu lesen. Dies liegt natürlich auch an dem großartigen Schreibstil der Autorin, welcher mich gefesselt hat. Die Kapitel sind in einer angenehmen Länge und auch die Schriftart ist gut gewählt.

Fazit:Ein Buch für alle Leser, die bereit dazu sind, die Welt einmal aus dem Blickwinkel einer depressiven, übergewichtigen Frau zu betrachten und dadurch zum Nachdenken angeregt zu werden. Außerdem wird das Thema Medikamentenmissbrauch behandelt. Alles in allem also ein Buch, mit ernstem Hintergrunde, das mir gut gefallen hat.

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

schiffskapitäne, wasserschutz, eissee, wasserbotschafter, rhein

Jeder Tropfen zählt

Ernst Bromeis
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei Rüffer & Rub, 04.11.2016
ISBN 9783906304069
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch handelt von Ernst Bromeis - Expeditionsschwimmer und selbst ernannter Wasserbotschafter. Das Genre ist schwierig einzuordnen. Es handelt sich einerseits um ein Sachbuch, jedoch auch um einen Ratgeber sowie eine Biografie.

Den Anfang bildet eine Beschreibung des Autors über seine Heimat, seine Hintergründe und Motive, sowie eine Erklärung bzw. eine Beschreibung seines Weges bis zur Bildung des Projekts "Das blaue Wunder". Diese ist schlüssig und ich konnte mich gut in die Person hineinversetzen.
Danach folgt eine Beschreibung seiner Durchschwimmung der Schweizer Süßwasserseen, sowie des Rheins von der Quelle bis zum Meer. Mit diesen Projekten versucht er die Aufmerksamkeit der Gesellschaft für seine wichtige Botschaft "Wasser ist endlich und muss geschützt werden. Es ist die Quelle allen Lebens." zu erreichen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine reine Detailbeschreibung, sondern auch die Bindung, die der Schwimmer zu den Seen aufbaute, die verschiedenen "Charaktere" der Seen, sowie die psychischen Herausforderungen werden gut geschildert. Abgerundet wird das Buch durch die im Buchumschlag abgedruckten Karten, sowie zahlreichen Fotos der verschiedenen Stationen. Dadurch konnte ich mir den Verlauf noch besser vorstellen.
Zwischendurch erhält man als Leser immer wieder interessante und auch erschreckende Informationen über die Wasserverschwendung und -vernichtung und die sich dadurch entwickelnden Probleme.
Am Ende finden sich noch nützliche Tipps, wie der Wasserverbrauch im eigenen Haushalt reduziert werden kann, sowie ein Ausblick auf Ernst Bromeis weitere Vorhaben. Er plant ein Wasserzentrum zu errichten und spielt bereits mit dem Gedanken, auch in anderen Kontinenten Expeditionen durchzuführen, um so das Bewusstsein weiter zu schärfen.

Die Gliederung des Buches fand ich perfekt und stimmig. Es ist einfach geschrieben, jedoch bei Weitem keine einfache Lektüre, da viele Denkanstöße geliefert werden. Es sensibilisiert hervorragend für ein meiner Meinung nach sehr wichtiges Thema und ich denke dieses Buch wird mich auch im Nachhinein nun noch weiter beschäftigen.

FAZIT:
Ein hervorragendes Buch, das meiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte! Es enthält wichtige Information für ein in Zukunft wahrscheinlich immer wichtiger werdendes Thema. Jeder kann und sollte seinen Beitrag zum Schutz unseres Planeten beitragen. Dazu ist es wichtig, sich über bestehende Problematiken aufzuklären, wozu dieses Buch einen guten Ansatz bildet.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

manche engel sterben früh, hass, flucht mit dem freund, berlin, neid

Manche Engel sterben früh

Margarete van Marvik
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei epubli, 01.08.2016
ISBN 9783741834097
Genre: Romane

Rezension:

Cover
Das Cover zeigt eine junge Frau, welche, die Hände vor dem Gesicht, über der Anderen kniet, sowie einen Grabstein, Engelsflügel und ein Buch. Dieses Bild hat mich leider nicht auf Anhieb angesprochen, da es nicht stimmig und zusammengestückelt aussieht. Der Klappentext weckte allerdings dann meine Neugier.


Inhalt
Die Protagonistin Ruth wird plötzlich von einem Tag auf den anderen durch die Geburt ihrer Halbschwester Christin, von der sie bis zu diesem Datum nichts ahnte, aus ihrem schönen Leben gerissen. Sie erfährt plötzlich zunehmende Ablehnung von der Mutter, welche sie sich anfangs nicht erklären kann. Ihr abgöttisch geliebter Stiefvater ist ständig arbeiten und bekommt von alldem nichts mit. Christin ist der Engel der Familie, bekommt alles und denunziert wiederum Ruth. Also beschließt diese schlussendlich nach einem längeren Leidensweg die Familie hinter sich zu lassen und sich ein eigenes Leben in Berlin bei ihrer Tante aufzubauen. Bis eines Tages ihre verhasste Schwester vor der Tür steht und sie die Vergangenheit erneut einholt..


Meine Meinung
Das Buch ist von Anfang an sehr packend geschrieben und einfach zu lesen, da auch eine simple Sprache verwendet wird. Die Geschichte wird meist aus der Sicht von Ruth erzählt. Allerdings kommt im weiteren Verlauf ein Kapitel aus der Sicht des Vaters vor, was nötig ist um die Handlung zu konzipieren. Die Erzählung darüber, wie er in die Stadt gekommen ist usw. war allerdings meiner Meinung nach nicht relevant und hätte weggelassen werden können. Auch Christins Geschichte erfährt man, vor allem auch in der letzten Hälfte durch die sehr brutalen Tagebucheinträge. Was mir allerdings gefehlt hat, war die Sichtweise der Mutter. Diese wird zwar kurz erwähnt, jedoch wäre ein Kapitel in dem ihr Gedankengang beschrieben wäre, interessant gewesen (allerdings sicherlich schwer zu schreiben und umzusetzen).


Ein Schicksalsschlag folgt auf den nächsten, was die Handlung für mich persönlich etwas zu übertrieben macht. Ich denke schon, dass sie in Teilen so stattfinden könnte, jedoch vor allem der Lebensverlauf von Ruths Vater und die folgende Rache an die Mutter waren zwar teils nachvollziehbar, aber überzogen meiner Meinung nach.


Das Buch handelt von Liebesentzug, Hoffnungslosigkeit, Demütigung, Verzweiflung und Brutalität und ist somit kein leichter Lesestoff. Es ist aufwühlend und bewegend, jedoch konnte ich mich nicht komplett in Ruth bzw. die Geschichte hineinversetzen. Dies lag denke ich daran, dass der Schreibstil etwas zu sachlich war und mir die Gedankengänge der Protagonisten etwas fehlten. Durch den Schwenk auf die Sichtweise des Vaters usw. wurde ebenfalls wieder von der Hauptfigur abgelenkt.


Fazit
Die Autorin hat mutig versucht ein schwieriges Thema umzusetzen, was ihr auch einigermaßen gelungen ist. Allerdings war die Handlung für meinen Geschmack in Teilen etwas zu überzogen.
Alles in allem jedoch eine nachdenklich stimmende und ergreifende Leseerfahrung, die nicht für schwache Nerven gedacht ist. Auch eine Altersbeschränkung von ca. 17 Jahren finde ich sinnvoll, da vor allem die von Christin erlebten Rotlicht-Milieu-Erfahrungen sehr erschütternd sind.
Leider hat mich der Roman nicht hundertprozentig überzeugt und ich konnte mich nicht ganz in die Geschichte hineinversetzen, was allerdings auch daran liegen kann, dass ich ähnliches noch nie erlebt habe.

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simbabw, afrika, briefe, wilde tiere, weiße farmer

Briefe aus Simbabwe

Kara Benson
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei kalliope paperbacks, 01.03.2006
ISBN 9783981079814
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Büchlein ist, wie schon der Titel erahnen lässt, in Form von 10 Briefen aufgebaut. Diese richtet die Autorin an ihre Freundin Hanna. Jedes Kapitel beginnt mit einem schönen Foto, das den Leser gut auf den Inhalt des folgenden Briefes vorbereitet. Kara Benson lebte von 2003-2006 gemeinsam mit ihrem Partner, welcher bei einem Hilfsprojekt für die örtliche Bevölkerung mitarbeitet, in Simbabwe und schildert in den Briefen genauestens die politische Situation, die Gesellschaft des Landes, deren Einstellungen und Mentalität, sowie persönliche Erlebnisse und Beobachtungen.


Der Kontrast zwischen einer Politik, die ihr eigenes Land wirtschaftlich wie ein Tsunami dem Erdboden gleichmacht, sowie die Ungleichheit zwischen Arm und Reich und die Schönheit bzw. Einzigartigkeit der Landschaft, sowie die trotz allem lebensfrohe Einstellung der Bevölkerung, die trotz der Unterdrückung durch die Regierung zusammenhält, offen füreinander ist und sich gegenseitig unterstützt, werden gut aufgezeigt.
Die Autorin berichtet von der "Säuberung" des Landes von weißen Mitbürgern, was mich an Ereignisse geschichtlichen Hintergrundes in unserer Gesellschaft denken ließ.
Besonders gefallen hat mir auch die Reflexion über die Sinnhaftigkeit der Hilfsprojekte, in der beide Standpunkte kritisch beleuchtet wurden. Diese zeigte eine andere Sichtweise auf und zeichnet ein Bild von Afrika, das ich bislang nicht gewohnt war, was mich persönlich zum Nachdenken anregte.


Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich, weshalb sich das Buch relativ flüssig lesen lässt.


Da ich selbst noch nie in Afrika oder Simbabwe war, kann ich keine Vergleiche zu eigenen Eindrücken anstellen. Alles in allem war es jedoch ein sehr interessantes und lesenswertes Buch, das ich jedem Reiseinteressierten empfehlen würde, da es die verschiedenen Facetten des Landes (Politik, Gesellschaft, Landschaft, Besonderheiten), sowohl positive als auch negative, aufzeigt!

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Meine abgeschminkten Jahre

Stefanie Giesselbach , Irene Stratenwerth
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060585
Genre: Biografien

Rezension:


INHALT

Nachdem die Autorin Stefanie Giesselbach während eines Auslandseinsatzes eineinhalb Jahre für ihren deutschen Arbeitgeber in Chicago gearbeitet hat, wird sie auf dem Flughafen verhaftet und in Handschellen abgeführt. Dass die Geschäfte ihres Arbeitsgebers nicht ganz mit rechten Dingen zugingen, wusste sie. Sie selbst war daran allerdings weder wirklich beteiligt, noch fuhr sie dadurch Gewinne ein. Die Kritik die sie ihm gegenüber zu seinen dubiosen Arbeitsbedingungen äußerte, stieß mehr oder weniger auf taube Ohren. Nun soll sie jedoch für die Zollunterschlagung ihres Arbeitsgebers büßen. Sie ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihr dies einen fünfeinhalbjährigen Zwangsaufenthalt in den USA kosten wird. In diesem Buch berichtet sie von ihren Erfahrungen während dieses Aufenthalts, wovon sie ein Jahr im Frauenknast verbringen muss.

MEINUNG

Das Buch ist einfach geschrieben und leicht zu lesen. Ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden und sie hat mich relativ schnell gefesselt. Es war sowohl schockierend, als auch faszinierend, über die Bedingungen in diesem Rechtsstaat zu lesen. Wer im Falle einer Anklagung keine großen Summen Geld aufbringen kann, ist in jedem Falle benachteiligt und hat mit höheren Strafen zu rechnen. Gut fand ich, dass auch die Geschichte anderer Frauen, welche die Autorin im Gefängnis kennenlernte, kurz beschrieben wurde. So bekam man schnell den Eindruck, als würde das Gesetz in den USA komplett willkürlich verwendet wird. Alleine durch das Mitwissen an einer Straftat oder auch dadurch, eine Person mit dem Auto wohin gefahren zu haben, ohne davon gewusst zu haben, dass diese eine Straftat geplant hatte, kann man zu Gefängnis verurteilt werden.Auch im Gefängnis selbst ist es von Vorteil, wenn man Geld zur Verfügung hat. Die Preise im Gefängnisshop sind horrend, doch es entsteht ein riesiger Tauschhandel.Der Bericht über die Zustände im Gefängnis war anders als ich es mir erwartet hatte. Hier befindet man sich in einer völlig eigenen Welt, in der eigene Gesetze und Regeln herrschen. Allerdings geht es allerdings viel harmonischer und familiärer zu als erwartet. Durch ihre Kreativität gestalten die Frauen den Alltag durch Feste oder Dekorationen und durchbrechen somit die Eintönigkeit. Außerdem entstehen sogar Freundschaften. Dass Stefanie eigentlich von Anfang an Unterstützung durch einen Mithäftling bekam, fand ich erstaunlich.Die Autorin hat auf jeden Fall meinen vollsten Respekt, diese Zeit so gut überstanden zu haben, obwohl sie grundlos verurteilt wurde. Hier seinen Frohsinn, seine Lebenskraft und seine positive Einstellung zu behalten zeigt von Stärke. Gut gefallen hat mir die Einstellung, dass diese "verlorene" Zeit auch als gewonnene Zeit gesehen werden kann, da sie durch diese Erfahrung auf jeden Fall viele neue Eindrücke und Sichtweisen gewonnen hat. Es ist schließlich eine Geschichte, die im Endeffekt wirklich jedem passieren kann!

FAZIT

Alles in allem ein spannender und absolut lesenswerter Bericht, den ich jedem empfehlen kann.

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106 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

kuba, spanien, mexiko, liebe, mexico

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Romane

Rezension:


"In Wahrheit war ich nie mehr als ein Bergmann, der irgendwann im Leben Glück gehabt hat."



Dieser Satz beschreibt den Protagonisten der Geschichte hervorragend. Mauro ist ein Bergmann, der einst mit seinen Kindern aus Spanien in die Kolonie Mexikos aufgebrochen ist. Dort konnte er sich hocharbeiten und zu einem reichen und angesehenen Mann werden. Das Buch beginnt damit, dass er allerdings zu viel für eine Mine aufs Spiel gesetzt hatte und dadurch seinen gesamten Wohlstand verlor. Nun versucht er seinen Ruf zu wahren und wieder auf die Beine zu kommen, um seinen nun erwachsenen Kindern weiterhin ein gutes Leben sichern zu können. Seine Reise führt ihn nach vielen Verstrickungen und Umwegen bis nach Kuba, wo er eine Frau trifft, die anders ist als alle anderen und sein Leben auf den Kopf stellt.

"Das Leben reißt uns mit. Wir werden von unberechenbaren Winden manchmal weit abgetrieben und manchmal wieder zurückgeweht, und meistens lohnt es sich nicht, gegen den Strom anzuschwimmen."


Die erste Hälfte des Buches war trotz den hauptsächlich geschäftlichen Hintergründen sehr spannend und fesselnd geschrieben und ich war kurz davor, das Buch zu meinem neuen Lieblingsbuch zu küren. Mit Mauro wurde ich sehr schnell warm und konnte mich gut in ihn und seine Entscheidungen und Handlungen hineinversetzen. Auch der Schreibstil der Autorin faszinierte mich. Die Geschichte ist sehr bildhaft und lebendig geschrieben, ich hatte teilweise das Gefühl ganz darin zu versinken und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Manche Szenen waren so eindrücklich und fesselnd beschrieben, dass ich buchstäblich den Atem anhielt.
Doch in der zweiten Hälfte begann die Qualität leider abzunehmen. Mauros Hauptziel, in 4 Monaten genug Geld um seinen Kredit zurückzuzahlen aufzubringen, gerät immer mehr in den Hintergrund. Er wird in diverse Verstrickungen hineingezogen, die teilweise allerdings ziemlich konstruiert wirken. Vor allem gegen Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und es wird von der Autorin etwas zu dick aufgetragen. Das simple Ende, dessen Auflösung dann relativ überstürzt kommt, hat mich etwas enttäuscht zurückgelassen.


FAZIT:
Zu Beginn ein äußerst faszinierendes Buch, das sein gewisses Etwas allerdings in der zweiten Hälfte verliert und in sich überschlagenden Ereignissen, die mich als Leser überrumpelt haben, sowie einem plötzlichen, simplen Ende resultiert. Trotzdem war es alles in allem eine sehr schöne Geschichte, die absolut lesenswert ist. Da mich vor allem die erste Hälfte des Buches so begeistern konnte, wie es schon eine Weile kein Buch mehr geschafft hatte und mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen hat, sind es trotz einiger Kritikpunkte 4 Sterne für mich.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

mr, frauen, lady, männer, beziehung

Mr. Right und Lady Perfect

Annegret Braun
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Lambert Schneider, 01.01.2017
ISBN 9783650401953
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Partnersuche hat sich in den vergangenen Jahrhunderten enorm gewandelt, wie jeder weiß. Doch war dieser Wandel immer nur zum Guten? Genau diese Frage stellt man sich als Leser nach und während dem Buch.
Die gesellschaftlichen Umstände der Partnersuche im Laufe der Geschichte werden im Buch gut dargestellt und von historischen Zitaten aus Tagebucheinträgen, biographischen Geschichten oder Zeitungen gut unterlegt. Somit bekommt man als Leser einen guten und umfassenden Überblick über die Thematik. Die einzelnen Zitate, Geschichten und Anekdoten, machen das Buch lebendig und geben ihm eine humorvolle Note. So bleibt das Lesen durchgehend interessant.
Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der gut und leicht zu lesen ist. Die Kombination zwischen Wissenschaft und Humor, sowie die Verknüpfung der Geschichte mit der Gegenwart und fließende Überleitungen von einer Epoche in die nächste gelingen ihr außerordentlich gut. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass verschiedene Gesellschaftsschichten beschrieben werden.
Die Kapitel passen inhaltlich gut zueinander und sind so angeordnet, dass sich ein roter Faden durch das Buch hindurch zieht. Auch die Aussage, dass DER "Mr Right" bzw. DIE "Lady Perfect" nicht existieren, kommt gut hervor. Somit ist das Buch nicht nur ein wissenschaftliches Sachbuch, sondern es regt auch zum Nachdenken und reflektieren über das eigene Liebesleben und die Gesellschaft an, wobei es allerdings nicht den Charakter eines Ratgebers annimmt, sondern lediglich Denkanstöße setzt.


Fazit: Alles in allem ein sehr gelungenes Lesevergnügen, dass ich genossen habe.

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152 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

sarah morgan, manhattan, freundschaft, liebe, schlaflos in manhattan

Schlaflos in Manhattan

Sarah Morgan , Stefanie Kruschandl
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 06.02.2017
ISBN 9783956496073
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Paige hat alles erreicht - ein Apartment in New York, zwei wundervolle Freundinnen und einen super Job. Doch als sie anstelle der erwarteten Beförderung eine Kündigung bekommt, wird alles anders. Gedrängt von Jake, dem besten Freund ihres Bruders, für den sie schon seit Jahrzehnten schwärmt, gründet sie mit ihren Freundinnen eine eigene Firma.
Obwohl Jake sie bereits als Teenie eiskalt abblitzen ließ, als sie ihm ihre Liebe gestand, konnte sie ihre Gefühle für ihn nie vergessen..


Meine Meinung:
Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und bewegend geschrieben. Ich konnte mich bereits nach wenigen Seiten sehr gut hineinfühlen. Die Charaktere sind genau beschrieben und jeder auf seine Weise einzigartig und liebenswert. Selbst die Nebencharaktere sind gut gelungen. Besonders im Gedächtnis blieb mir dabei Maria, Jakes Mutter, die den heimeligen Eindruck einer typische italienischen mamma vermittelt.
Obwohl man in groben Zügen schon weiß bzw. ahnt wie die Geschichte ausgehen wird, war das Buch keineswegs langweilig. Es macht Spaß die Geschichte gemeinsam mit den drei Freundinnen, die jede auf ihre Weise sehr unterschiedlich sind, aber dadurch verschiedene Charaktereigenschaften verkörpern, in die man sich gut hineinversetzen kann, zu erleben.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Durch bildhafte Szenenbeschreibungen hat man das Bild New Yorks noch besser vor Augen.
Toll fand ich auch, dass die Geschichte aus zwei Sichtweisen beschrieben wird - von Jake und von Paige. So lernt man beide Charaktere und ihre Einstellungen und Macken sehr gut kennen und es macht die Geschichte noch spannender und sympathischer.
Obwohl es hauptsächlich um ihre Geschichte geht, kann man bereits Ansätze für Spekulationen der Handlung der fortsetzenden Romane erkennen.


Fazit:
Ein wundervolles, romantisches Buch und ein gelungener Start in eine neue Reihe. Ich bin gespannt auf die Folgeromane!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"Alles nur,...weil ich dich liebe..."

Patricia Dohle
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei epubli, 23.02.2016
ISBN 9783737591263
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Das Buch handelt von einer jungen Frau, die sich in ihrer Ehe sehr viel gefallen lassen muss, bis sie schlussendlich keinen anderen Ausweg mehr weiß als sich zu wehren. Das Cover und der Titel passen sehr gut zu der Geschichte und spiegeln sie perfekt wieder.

Die Hauptfigur befindet sich im Gefängnis und ihre Geschichte wird mit Rückblicken abwechselnd mit Szenen aus der Gegenwart beschrieben. Sehr gut kann man den Verlauf von einer lebenslustigen jungen Frau zu einem tief traumatisierten Menschen verfolgen. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Die Sprache des Buches ist leicht verständlich und stellt keine großen Herausforderungen. Der Bericht wirkt sehr authentisch und realistisch. Grundsätzlich ist das Buch sehr packend geschrieben, ich konnte stellenweise nicht mehr zu lesen aufhören. Sehr detailreich und ausführlich wird ihre Geschichte beschrieben, die teilweise nicht schön zu lesen ist. Zart besaiteten Lesern würde ich daher von diesem Buch abraten.
Allerdings gibt es aufgrund mehrerer Rechtschreibfehler einen Stern Abzug. Auch etwas mehr Formatierung hätte ich mir gewünscht. Die einzelnen Kapitel sind ohne Absätze in einer Schlange dahingeschrieben. Das allerdings sind nur Kleinigkeiten.

Fazit: Eine sehr packende und bewegende Geschichte, die mir gut gefallen hat. Da dies für viele Frauen der Alltag ist, durchaus ein Thema mit dem man sich beschäftigen sollte. Vielleicht ist die Geschichte ja für die Eine oder Andere ein Blick auf ihre Situation und somit ein Auslöser um wegzukommen und sich Hilfe zu suchen.

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

forensik, interessan, www.die-rezensentin.de, realistisch, anatomi

Anatomie des Verbrechens

Val McDermid , Doris Styron
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 29.02.2016
ISBN 9783813507225
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Krimi-Romane von Val McDermid habe ich bis jetzt noch nicht gelesen, weswegen ich keinen Bezug zum sonstigen Stil der Autorin herstellen kann, sondern nur zur Thematik und dem Schreibstil dieses Sachbuches, welches mich auf jeden Fall von der Autorin überzeugt hat.
Durch Fernsehserien wie CSI oder Tatort hat fast jeder bereits einen kleinen Einblick in die Arbeit der Forensik bekommen - Aber was davon läuft auch im "echten Leben" genau so ab? Welche Methoden verwenden die Ermittler wirklich und wie funktionieren diese?Über diesen Weg den die Beweisstücke gehen und wie sich die verschiedenen Bereiche der Forensik im Laufe der Geschichte entwickelt haben, gibt die Autorin in dem Buch sehr informativ und mit genauester Recherche im Hintergrund (zumindest hatte ich beim Lesen den Eindruck), einen Überblick. In den zwölf Kapiteln wird jeweils ein Fachbereich und seine Entwicklung beschrieben. Diese Kapiteln sind jeweils mit realen Fällen und der Lösung derselben versehen, was dem Sachbuch den trockenen Charakter nimmt und es sehr spannend macht.Einige der Kapiteln, wie Pathologie oder Entologie (die Lehre der Insekten, welche die Leiche besiedeln) sind jedoch nicht für sensible Leser geeignet, da die Prozesse äußerst genau und sorgfältig beschrieben werden.
Man braucht zum Lesen des Buches viel Konzentration und Aufmerksamkeit, um die einzelnen Fakten und Zusammenhänge gut erfassen zu können. Doch sich die Zeit dafür zu nehmen, ist meiner Meinung nach absolut empfehlenswert. Ich habe dieses Buch sehr genossen und mir viele interessante Informationen daraus mitnehmen können. Auch den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und gut zu lesen.Positiv vermerken möchte ich auch, dass man durch das Buch einen sehr umfassenden Überblick bekommt und kein Fachbereich in kleinster Weise vernachlässigt wird, sondern alle sehr genau und ausführlich behandelt werden.

Fazit:  Nicht nur für Krimi-Fans, sondern auch für wissenschaftlich interessierte Leser absolut empfehlenswert!

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

london, who's your daddy, tagebuch, bridget jones, helen fielding

Bridget Jones' Baby

Helen Fielding , Karin Diemerling , Heike Reissig , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.11.2016
ISBN 9783442486656
Genre: Liebesromane

Rezension:


Ich habe die vorherigen Bridget Jones Filme und Bücher schon mehrmals angesehen bzw. gelesen und deswegen waren meine Erwartungen an das Buch auch relativ hoch - und sie wurden vollends erfüllt. Bridget ist in diesem Buch genauso chaotisch und verpeilt wie von den anderen Teilen gewohnt. Zu meinem Überraschen, hat die Serie auch nicht an Qualität abgenommen sondern ist stetig gleich unterhaltsam geblieben.


Bridget wird schwanger und nun stellt sich die Frage - Ist das Baby von Marc oder von Daniel? Selbst die Ärztin kann keinen der Beiden ausschließen. Die beiden Männer haben sich seit dem letzten Teil nicht verändert - Marc ist kühl, beherrscht und wirkt unnahbar und Daniel, der Frauenheld, der nichts ernst nehmen will und auf den meist nur wenig Verlass ist. Nun liefern sich die Beiden einen "Konkurrenzkampf" und versuchen sich gegenseitig auszustechen. Als Leser fiebert man das gesamte Buch hindurch mit und wartet und hofft gespannt auf die Auflösung wer schlussendlich der Vater ist.
Auch Bridgets Freunde sind wieder mit dabei und haben sich nicht verändert. Sie sorgen für zusätzlichen Trubel.
Das Buch ist wie ein Tagebuch geschrieben und leicht zu lesen. Man kann sich sehr gut in Bridget hineinversetzen und ich konnte mich in vielen Situationen mit ihren Reaktionen identifizieren.


Alles in allem ein amüsantes und leichtes Lesevergnügen und ein unbedingtes Muss für jeden Bridget-Fan!

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

liebe, therapie, beziehung, praxis, partner

Kämpfst Du noch oder liebst Du schon?

Dee und Matthias Stolla , Karin Frauenfelder
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei tao.de in J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, 11.10.2016
ISBN 9783960512684
Genre: Sachbücher

Rezension:

In dem Buch von Dee und Matthias Stolla, werden die verschiedenen Aspekte einer Beziehung, unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Mann und Frau aufgezeigt.
Im ersten Teil werden Konfliktsituationen an sich und die dabei verwendeten Kampfmittel erklärt. Im zweiten Teil werden die dazu passenden Lösungsansätze aufgezeigt. Praktische Übungen, die durchaus lehrreich sind, werden nach jeder Erklärung angeführt.

Das Buch ist sehr humorvoll und leicht verständlich geschrieben. Anhand einiger Beispiele werden die verschiedenen Bestandteile einer Beziehung anschaulich erklärt. Der Schreibstil ist relativ persönlich und freundschaftlich, man fühlt sich oft direkt angesprochen. Auch mit den Kampf- bzw. Liebesmittel kann man sich teilweise sehr gut identifizieren.

Durch diese Lektüre konnte ich meine Beziehung aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Sie regt zum Nachdenken an und richtet den Fokus teilweise vom Partner weg auf sich selbst und fordert zum Ausbruch aus den gewohnten Mustern auf. Mir hat es gut gefallen, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Fragestellung "Kämpfst du noch oder liebst du schon?" vor allem am Ende des Buches mehr in den Vordergrund rückt. Allerdings muss diese Frage jeder für sich selbst beantworten, nachdem man als Leser, sofern man sich darauf einlässt, die neu gewonnenen Erkenntnisse reflektiert.

Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich noch nicht ganz glücklich fühlt in seiner Beziehung bzw. der an den Qualitäten des Partners zweifelt. Durch den Inhalt des Buches und die Übungen kann man einiges über sich selbst und auch über den Partner lernen. Ich nehme mir vermehrte Akzeptanz der negativen und Wertschätzung der positiven Seiten des Partners, sowie mehr auf meine Gefühle, anstatt auf meinen Verstand zu achten, mit - grundsätzlich keine wirklich neuen Erkenntnisse, aber sie immer wieder einmal ins Bewusstsein zu rufen schadet nicht.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

schule, gesellschaft, verzweiflung, deutschland, burnout

Frust, Revolte und Normalitaet: Die Leiden des Lehrers Wolfgang Fink

Rose Kleinknecht-Herrmann
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.08.2016
ISBN 9781536905380
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch ist einzigartig. Am Anfang bin ich ihm eher mit gemischten Gefühlen entgegengetreten, aber nun da ich fertig bin, kann ich sagen, dass es wirklich außergewöhnlich und gut gelungen ist.

Der Lehrer Wolfgang Fink beschreibt seine Gedanken und detailgenauen Beobachtungen der Gesellschaft, des Schulsystems und der Menschen seiner Umgebung aus der Ich-Perspektive. Daher kann man sich sehr gut in ihn hineinversetzen. Manche seiner Stellungen habe ich als Leser hinterfragt und anders gesehen, aber alles in allem versteht man seine Person sehr gut. Obwohl er bemitleidenswert ist und teilweise abwertend seiner Umgebung gegenüber, fand ich ihn meist sympathisch.
Das die Autorin selbst unterrichtet hat und laut ihrer Aussagen die Personen in dem Roman mehr oder weniger aus dem wahren Leben gegriffen hat, macht die Geschichte noch authentischer und stellt einen guten Realitätsbezug her.
Die gehobene Sprache und der mit einigen Fremdwörtern durchsetzte Text, kombiniert mit den ernsten Hintergrundthemen, erfordern einige Konzentration und viel Aufmerksamkeit beim Lesen. Aber der gewählte, literarisch hochwertige Sprachstil passt meiner Meinung nach hervorragend zum Thema des Buches.
Besonders gefallen haben mir die genaue Beobachtung und die Gedanken zur gesellschaftlichen Entwicklung und des Schulsystems, die mich über einiges zum Nachdenken gebracht haben (zum Beispiel über die schon früh unterstützte Sexualität der Jugend oder das Verhalten der Jugend gegenüber den Älteren). Mit dem Thema Nachkriegszeit und Kriegstraumata konnte ich persönlich nicht so viel anfangen, da dies meine Generation nicht mehr direkt betrifft.
Auch an meine eigene Schulzeit und das dortige Verhältnis zu den Lehrern musste ich denken.

Fazit: Ein anregendes Buch für alle, die eine Lektüre abseits den gewohnten Genres suchen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe lust prostata

Liebe - Lust - Prostata

Friedrich W. Zimmermann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Zimmermann, Friedrich, 22.09.2016
ISBN 9783000536823
Genre: Liebesromane

Rezension:

Prostata - ein Körperteil jedes Mannes, der weitgehend ignoriert wird. Vor allem Prostatakarzinom und die Folgen einer Entfernung sind Tabuthemen, über die niemand nachdenken will und von denen sich niemand betroffen fühlt.
Der Autor erzählt in diesem Buch seine Geschichte, die genau davon handelt. Er schildert sie sehr persönlich und scheut nicht davor zurück, ohne falsche Hemmungen seinen Weg von der Krebsdiagnose über die OP und Rehabilitation bis zu seinem weiteren Alltagsleben genauestens zu schildern. Im zweiten Teil werden viele nützliche Informationen über Prostata und die Behandlung des Karzinoms, sowie Interviews mit Ärzten über die allgemeine Versorgungslage und auch Internetseiten bzw. Anlaufstellen für Betroffene oder auch Interessierte angeführt.


Alle offenen Fragen, die man sich zu diesem Thema stellen könnte, werden offen und ehrlich beantwortet, was das Buch wirklich außergewöhnlich macht. Mögliche Alternativen, sowie auch die medizinischen Hintergründe werden dem Leser gut und verständlich erklärt, die ausführlich angeführten Quellenangaben laden interessierte Leser zur weiteren Lektüre ein.
Vor allem auch die Aufforderung zur Eigeninitiative, was die Untersuchung oder auch in weiterer Folge die Krankenhaus Auswahl und die Aufforderung sich bei den Ärzten genau zu informieren, anbelangt hat mir gut gefallen. Auch die Beschreibung der wichtigen Rolle der Partnerinnen, die oft weniger Scheu vor dem Thema haben und die entwicklungsgeschichtliche Erklärung warum das so ist haben mir gut gefallen.
Das Buch ist meiner Meinung nach sowohl für alle Männer, zur Aufklärung, dass Prostata-Entfernung kein "Todesurteil" ist, als auch für alle Partnerinnen, um die Männer von der Notwendigkeit einer Vorsorgeuntersuchung aufzuklären, ein Muss. Auch für alle betroffenen Männer bzw. auch Partnerinnen derselben denke ich, dass das Buch eine informative Stütze sein kann - um ehrliche Antworten zu bekommen wie das Leben dennoch ohne Abstriche weitergehen kann.

Fazit: Ein flüssig zu lesendes, sehr informatives Buch, dass eine Bereicherung für alle medizinisch interessierten Leser ist.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

mandalas, beckenbodentraining, beckenboden, phantasiereisen

Phantasiereisen ins Reich des Beckenbodens: Finde Deine Mitte

Simone Paulyn
Flexibler Einband: 62 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.08.2016
ISBN 9781537068879
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das von Simone Paulyn, einer Physiotherapeutin die unter anderem mit Schwerpunkt Beckenboden arbeitet, geschriebene Buch beinhaltet 12 Phantasiereisen und Bewegungsgeschichten zum Thema Beckenboden. Jede Geschichte hat unterschiedliche Ziele und therapeutische Ansätze, die jeweils davor noch einmal aufgelistet werden. Eine der Geschichten ist für Männer.

Auf den ersten Blick erinnert das Büchlein durch die Mandalas vor jeder Geschichte und die groß gewählte Schriftart an ein Kinderbuch. Doch es hat wirklich relevanten Inhalt!
Die Geschichten sind alle sehr flüssig und verständlich geschrieben. Allerdings werden das Wissen wie man seinen Beckenboden anspannt, sowie einfache anatomische Begriffe wie z.B. Steißbein vorausgesetzt. Ich konnte mir alle Geschichten sehr gut vorstellen und gut umsetzen. Durch viele der Geschichten werden auch Entspannung und positive Emotionen gefördert.
Die Idee mit den Mandalas vor jedem Kapitel, um sich dadurch einzustimmen und zu entspannen habe ich zuerst skeptisch beäugt. Doch es hat wirklich gut funktioniert und das Büchlein wurde dadurch zu einem einzigartigen und individuellem Unikat.
Mir hat es sehr gut gefallen und ich konnte damit mein Bewusstsein für den Beckenboden stärken und mein Training ergänzen.
Meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch für alle Kursleiter, die etwas frischen Wind in ihr Programm bringen wollen.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

roboter, insel, science fiction, computer

Zwei Kontinente auf Reisen

Jenny Karpe
E-Buch Text: 252 Seiten
Erschienen bei neobooks, 31.08.2016
ISBN 9783738082265
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Buch handelt von einem anfangs achtjährigem Mädchen namens Kira und ihrem Freund Aaron. Die beiden gehören den verfeindeten Völkern Amerika und Ruan an und leben auf einer Insel, die nach einer weltweiten Katastrophe als einziges übrig geblieben ist. Das sich die beiden Völker den kleinen Lebensraum teilen müssen, führt natürlich zu zahlreichen Konflikten. Weiters droht die Insel auch noch auseinander zu brechen. Kira und Aaron setzen es sich zum Ziel die beiden Völker zu versöhnen und ihre Insel zu retten.
Als erstes springt einem sofort das wunderschön gestaltete Cover ins Auge. Die schwarzen, sehr vertraut wirkenden Figuren, vor den warmen rot und blau Töne versprechen eine spannende Geschichte. Diese Erwartung wurde jedoch nur zum Teil erfüllt.Ich habe einige Kapitel gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden. Die Dialoge sind oft langgezogen und vor allem anfangs etwas holprig geschrieben. Auch zu den Protagonisten konnte ich durch das ganze Buch hindurch in weiten Teilen keine "persönliche Bindung" aufbauen. Das Hineinversetzen fiel mir vor allem anfangs schwer, als die Protagonisten noch Kinder waren. Dies änderte sich durch einige sehr überraschend kommende Zeitsprünge. Doch auch in weiterer Folge hatte ich Schwierigkeiten mit den Protagonisten, die sich in manchen Szenen nicht ganz altersgerecht verhielten, vor allem von der Sprache der Dialoge her. Das Handeln der Figuren war allerdings schon schlüssig und in weiten Teilen auch für mich nachvollziehbar.
Zur Mitte hin wurde das Buch spannender. Die Geschichte wird immer komplexer und es stellten sich mir immer mehr Fragen über die Hintergründe und den Sinn und Zweck der Insel. Sehr lange tappt man als Leser im Dunkeln und stellt Spekulationen an, von denen sich einige am Ende des Buches dann bewahrheiteten. Diese Unklarheiten, kombiniert mit einigen sehr spannenden und actionreichen Szenen zwischendurch, brachten frischen Wind in die Geschichte und haben bei mir etwas Spannung und Neugier aufgebaut. Zu Ende hin wurde es jedoch wieder etwas enttäuschender, aber das ist Geschmackssache.
Der Schreibstil und die Sprache der Autorin haben mir gut gefallen. Man merkt, dass sie viel Leidenschaft, Zeit und Bemühen in das Buch gesteckt hat. Die Geschichte ist flüssig und mit einer sehr bildhaften und lockeren Sprache geschrieben.


Fazit: Ich bin mit der Handlung und den Charakteren nicht ganz warm geworden. Aber das ist reine Geschmackssache. Ich würde dieses Buch Lesern empfehlen, deren Interesse im Bereich Science Fiction liegt und die verstrickte Geschichten mögen. Weiters würde ich das Buch eher jüngeren Lesern empfehlen, da ihnen das Hineinversetzen in die Charaktere sicherlich leichter fällt.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

nordkorea, straflager, flucht, diktatur, arbeitslager

Flucht aus Lager 14: Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam - Ein SPIEGEL-Buch

Blaine Harden
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Deutsche Verlags-Anstalt, 10.09.2012
ISBN 9783641090777
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen detaillierten autobiografischen Bericht eines Nordkoreaners, der in einem der schlimmsten der von der Regierung verleugneten politischen Straflager geboren wurde und dem die Flucht gelungen ist.
Das Buch ist allerdings nicht, wie anfangs erwartet, von ihm selbst, sondern von einem Journalisten geschrieben, welcher sich jahrelang mit diesem Thema beschäftigte.

Das Buch ist sehr schonungslos und realistisch geschrieben. Der Autor berichtet auf Grundlage der Erzählungen des Flüchtlings von den strengen Lagerverhältnissen, die Hinrichtungen, Psychoterror und unmenschliche Bedingungen beinhalten. Jedes Kapitel befasst sich mit einem anderen Thema. Es werden die Erzählungen aus dem Lager und allgemeine Hintergrundinformationen über das Land (zum Beispiel über die anhaltende Hungersnot, die politischen Verhältnisse zu anderen Ländern, oder auch Steuerbetrüge um dem Diktator einen angemessenen Geburtstag zu verschaffen) verknüpft, was ich als sehr positiv empfunden habe, da man so einen sehr guten Einblick in das Land und seinen Unterdrückungsapparat bekommt. Dies hatte der Autor sich auch zum Ziel gesetzt.

Auch den Einwand, dass manche Details vielleicht nicht ganz der Wahrheit entsprechen würden, da Flüchtlinge in einer schlechten finanziellen Situation wären und durch die "Gehirnwäsche" in Nordkorea oft Probleme haben Vertrauen aufzubauen, wird angesprochen. Allerdings hat man den Eindruck, dass der Autor alles ausführlich mit anderen Berichten und Erfahrungen abgeglichen hat und man so auf den Bericht vertrauen könnte. Sehr gut fand ich auch, dass der Autor auch Berichte und Erfahrungen von anderen geflüchteten Personen unterschiedlicher Stellungen und mit unterschiedlich langer Aufenthaltsdauer in diesem Land eingestreut hat. Auch den mehrmals angesprochenen Vergleich zu den Konzentrationslagern unter dem Nazi-Regime und auch die Anführungen, warum diese Lager in Nordkorea sogar noch schlimmer wären, fand ich gut, da zu den KZs ja doch etwas mehr Hintergrundinformationen und Erlebnisberichte bekannt sind.

Viel Konzentration ist zum Lesen dieses Buches auf jeden Fall erforderlich, um die Fakten zu verstehen und alles miteinander verknüpfen zu können. Es wird ein nüchterner und sachlicher Schreibstil verwendet und die Sprache ist eher als anspruchsvoll einzustufen; es werden schon einige Fremdwörter verwendet.

Am Ende des Buches sind noch einmal die Regeln, die im Lager gegolten hatten, so wie Karten vom Lager und von der Fluchtroute des Nordkoreaners angeführt, was ich so als Überblick auch positiv empfunden habe.

Erschreckend war für mich auch der Einblick in das Denken der Nordkoreaner auch nach einer gelungenen Flucht. Zu diesem Thema wurden Studien und Zitate von Psychologen angeführt. Es ist für mich unvorstellbar, dass man eine ganze Bevölkerung langfristig so manipulieren und psychisch eigentlich langfristig schädigen kann.

Diese Erzählung ist auch deshalb so einzigartig, weil sich Nordkorea vollkommen von allen anderen Ländern abschottet und nichts über die Zustände in seinem Inneren preisgeben will. Es ist ein Wunder, dass diesem Mann die Flucht gelang, genauso wie die Veröffentlichung dieses Berichts.  Meiner Meinung nach sollte dieses Buch eine Pflichtlektüre für jeden sein. Ich musste mir immer wieder ins Gewissen rufen, dass diese Zustände tatsächlich jetzt in diesem Moment herrschen, und das, obwohl durch zahlreiche Berichte von Flüchtlingen (auch wenn diese nicht unbedingt aus den Zwangslagern kommen) die schrecklichsten Dinge über dieses Land, das seine lächelnde, glatte Fassade trotz allem aufrecht erhalten kann und das nur selten am Bildschirm der allgemeinen Medien erscheint, bekannt sind.

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