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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Blasen - Der perfekte Blowjob | Erotischer Ratgeber

Tina Rose
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei blue panther books , 15.09.2017
ISBN 9783862776214
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung:

Es handelt sich hier um einen bis auf kleine Kritikpunkte sehr gelungenen Ratgeber.
Der Einstieg beginnt mit einem lockeren, flüssigen Schreibstil. Die Autorin kommt sofort auf den Punkt und ist in ihren Aussagen kurz und knackig. Es wird nicht lange um den heißen Brei herumgeredet - genau so sollte es bei einem Ratgeber sein. Positiv fand ich auch die mehrmalige Erwähnung, dass man sich als Frau zu nichts zwingen lassen sollte, was man nicht will. Es macht nur Spaß, wenn beide Seiten daran ihr Positives sehen.
Langsam wird man mit beschriebenen Vor- und Nachteilen oder mit der Anatomie in das Thema eingeführt. 
In der zweiten Hälfte wird mit fortgeschritteneren Techniken und Vorschlägen weiter auf das Thema eingegangen. Alle werden genau geschildert, sodass man sich jede Technik gut vorstellen und nachvollziehen kann. Eine gelungene Abrundung erfolgt durch eine Zusammenfassung der Do´s und Dont´s.
Obwohl ich mir nie vorstellen konnte, dass ich so ein Büchlein lesen würde, hat mir die Lektüre gut gefallen. Ich werde mir sicher die eine oder andere Idee mitnehmen können. Vor allem für jüngere oder unerfahrene Frauen, die sich noch wenig mit dem Thema auseinandergesetzt haben oder Berührungsängste mit dieser Technik haben, ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Einziger Kritikpunkt für mich: Das Thema "Reden" wird leider viel zu wenig (bzw garnicht) angesprochen. Man sollte sich mit seinem Partner austauschen und reden was ihm/ihr gefällt und was nicht. Dieser Aspekt der Kommunikation kam in meinen Augen leider zu kurz.
Ansonsten aber ein wie gesagt sehr gelungener Ratgeber, den ich empfehlen kann. Erfrischend, nicht zu sachlich und doch prägnant informativ.

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23 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Bullshit Jobs

David Graeber , Sebastian Vogel
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2018
ISBN 9783608981087
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt

In diesem Sachbuch blickt David Graeber kritisch auf die Arbeitswelt. Er nimmt das Phänomen der Bullshit Jobs näher unter die Lupe. Bullshit Jobs - das sind Jobs, die keinem größeren Sinn dienen. Sie sind "unnötige" Arbeit, die nur der Arbeit selbst willen geschaffen wurde. Auch die Ausführenden dieser Jobs wissen dies, was zu psychischen und gesellschaftlichen Auswirkungen führt.

Meine Meinung
Grundsätzlich handelt es sich um ein sehr spannendes und interessantes Thema. Der Autor behandelt die für mich wichtigen Themen - Was sind Bullshit Jobs? Wie kann man sie genauer unterteilen bzw welche Facetten beinhalten sie? Wie sind sie (geschichtlich) entstanden? Welche psychischen Folgen hat diese Arbeit auf die Ausführenden? Warum unternimmt die Gesellschaft nichts gegen die Vermehrung derselben?

Allerdings ist der Schreibstil anspruchsvoll und großteils öde gestaltet. Dadurch kann man das Buch nicht so nebenbei lesen, sondern benötigt viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Der Autor verliert sich in weitreichenden Ausschweifungen und viel Blabla. Er kommt selten auf den Punkt und verliert seinen roten Faden häufig.
Gut fand ich, dass Beispiele von realen Menschen mit eingestreut wurden. So konnte ich mir oft mehr unter dem Phänomen vorstellen. Doch auch hier wieder das selbe Problem - ausschweifend und viel zu viele Worte.

Der letzte Punkt - Welche Lösungsstrategien gibt es? Lässt sich an der Situation etwas ändern? Was kann man als Einzelperson dagegen tun? - kam für mich leider viel zu kurz. Der Autor gibt an, keine Stellung beziehen zu wollen - Was er jedoch anschließend doch tut. Wirkliche Änderungsvorschläge bringt er nicht ein.

Fazit
Sehr interessantes und wichtiges Thema, aber leider in der Ausführung mangelhaft. Ich hatte Schwierigkeiten die Kernaussagen für mich herauszufiltern.
Wäre es nicht ein Leserunden-Buch gewesen, hätte ich mich vermutlich nicht durchgekämpft.
Das Wie und Warum wurde gut erklärt. Doch Lösungsansätze wurden weder angesprochen, noch konnte ich für mich aus dem Material welche bilden.

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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Königskinder

Alex Capus
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260092
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Max und Tina nehmen trotz schlechter Wetterprognosen eine Passstraße. Nachdem ihr Auto im Schneetreiben steckenbleibt, müssen sie notgedrungen die Nacht darin verbringen. Um die Zeit zu vertreiben beginnt Max Tina eine Geschichte zu erzählen. Sie handelt von Jakob, einem Kuhhirten, der sich in Marie, die älteste Tochter eines wohlhabenden Bauers, verliebt. Natürlich hat diese Liebe gesellschaftlich keine Chance. Doch wird es für die beiden doch noch eine gemeinsame Zukunft geben? Und wie lange wird die Liebe halten, wenn sie immer wieder längere Zeit (wir sprechen nicht nur von Tagen oder Wochen, sondern auch von Jahren) getrennt sind?

Meine Meinung
Max und Tina, ein seit 26 Jahren verheiratetes Paar, das jedoch immer wieder streitet und sich gegenseitig hänselt, bilden die Rahmenhandlung für die Liebesgeschichte zwischen Jakob und Marie. Immer wieder werden wir durch Tinas Unterbrechungen zurück "in die Realität" geholt und erhält man parallel einen Einblick und ein Gefühl für die unterschiedlichen Beziehungen. Trotz ihrer Zankereien spürt man zwischen den Zeilen sowie durch kleine Gesten die Zuneigung die zwischen Max und Tina besteht.

Die spürbare Zuneigung und Wärme, verbunden mit dem Gefühl mit ihnen im eingeschneiten Auto zu sitzen, schafft eine heimelige Wohlfühlatmosphäre.
Der Schreibstil des Autors ist auf jede Fall außergewöhnlich. Er schließt poetische Gedanken wie z.B. die Herkunft von Fossilien genauso wie wahre historische Tatsachen in die Geschichte ein. Die Figuren sind absolut authentisch. Außerdem besteht die Kunst des Autors auch darin, dass Tinas Einwände relativ genau meine Gedanken und meine Skepsis gegenüber Maxs Geschichte wiedergaben. Es scheint fast als könnte der Autor Gedanken lesen. ;)

Als Leser beschäftigt einen natürlich auch der Gedanke ob die Geschichte wahr ist (bzw. für Max wahr ist) oder erfunden. Doch im Endeffekt ist das egal - sie ist märchenhaft schön und ein wahres Leseerlebnis. Im Laufe der Leserunde zeigte sich, dass die Geschichte viel Interpretationsspielraum lässt. Jeder Leser nimmt die Geschichte etwas anders wahr denke ich. Und genau das macht ein Meisterwerk aus.

Leider lässt das Buch in der zweiten Hälfte etwas nach. Die Geschichte zwischen Jakob und Marie wird etwas übertrieben, zu unrealistisch und endet sehr abrupt. Dennoch vergebe ich aufgrund des außergewöhnlichen Schreibstils und des vermittelten wunderbaren Gefühls 5 Sterne.

Fazit
Eine gelungene, märchenhafte Geschichte die zum genießen und zum in aller Ruhe lesen einlädt. Eine Geschichte, in die man versinken kann und die eine entspannende, heimelige Atmosphäre voller Gefühl schafft. Max und Tinas Zankereien und Diskussionen lockern die Geschichte auf, machen sie lebendig. Eine absolute Leseempfehlung!!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Herz auf Empfang

Karen Witemeyer , Rebekka Jilg
Flexibler Einband
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 29.06.2018
ISBN 9783963620027
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Grace arbeitet als Telegrafistin in einer Frauenkolonie. Über den Draht lernt sie einen Kollegen aus einer anderen Telegraphenstation kennen - Amos. Die beiden verstehen sich gut und verlieben sich ineinander - ohne sich jemals gesehen zu haben.
Doch plötzlich erreicht Grace eine schreckliche Nachricht. Ein Verfolger, der auch bereits ihren Vater umgebracht hatte, ist ihrem Aufenthaltsort auf die Spur gekommen. Amos verfolgt die Nachricht ebenfalls bestürzt und macht sich auf den Weg. Kann er Grace vor der Gefahr beschützen? Entspricht sie seinen Erwartungen auch im realen Leben? Was erwartet ihn überhaupt? Und haben ihre Gefühle auch in der Realität, von angesicht zu angesicht, eine Chance?

Meine Meinung
Der flüssige Schreibstil ließ mich schnell in die Geschichte einfinden. Sie spielt im wilden Westen. Die Figuren wirken manchmal reichlich naiv, was aber zu der damaligen Zeit und den Umständen passt. 
Es handelt sich um ein Buch eines christlichen Verlages. Daher spielen auch Gott sowie Bibelzitate immer wieder eine große Rolle. Auch dieses Gottvertrauen und die Gläubigkeit passen zur Epoche. Allerdings sollte man diesen Fakt als Leser bereits vor Beginn des Buches wissen, um sich darauf einstellen zu können! Hätte ich dies vorher nicht gewusst, wäre ich vermutlich nur wenig begeistert gewesen..
Leider ist die Handlung relativ vorhersehbar. Schon bald weiß man wer gut und wer böse ist. Doch gegen Ende hin steigt die Spannung. Man kennt zwar bereits die groben Züge der Geschichte im Vorhinein. Allerdings werden dennoch spannende Szenen und unerwartete Ideen eingebracht.
Die Charaktere und ihre Entwicklung haben mich eindeutig überzeugt. Sie sind sehr authentisch dargestellt. Amos und Grace, die beiden Hauptfiguren, sind sympathisch und liebenswert. Alle Figuren werden jedoch rein gut oder rein böse dargestellt. Andere Charakterzüge findet man bei ihnen nicht wirklich. Es ist eher eine reine Schwarz-Weiß-Geschichte.
Der Autorin gelingt es einen gemütlichen Schreibstil zu finden, der sowohl romantisch, actionreich als auch feinfühlig ist, ohne in die Extremen zu schwanken. Sie bleibt ihrem Stil durchgehend treu. Schön beschrieben fand ich die zwischenmenschlichen Gefühle und das jeweilige Lesen der Mimik des Gegenübers.

Fazit
Eine kurzweilige Lektüre, die eine angenehme, leicht zu lesende Abwechslung darstellt.

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Der Hirte

Ingar Johnsrud , Daniela Stilzebach
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.06.2017
ISBN 9783764505875
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Kari Lise Wetre, die Tochter einer einflussreichen Politikerin, wird vermisst. Ein Routinefall für Fredrik Baier, der diesen und ähnliche  Fälle behandeln soll, nachdem er durch persönliche Probleme in seiner Belastbarkeit im Polizeidienst eingeschränkt wurde. Kari Lise war Mitglied in der Sekte "Gottes Licht". Kurz darauf wird Fredrik nach Solro beordert, dem Hauptsitz der Sektenmitglieder. Fünf Männer wurden grausam ermordet, die restlichen Mitglieder bleiben spurlos verschwunden. Im Keller des Anwesens stoßen die Ermittler auf ein Labor, dessen Sinn sie sich lange nicht erklären können. Langsam beginnen die Ermittlungen Fahrt aufzunehmen und Fredrik kann die langweilige Komfortzone  mit Kafa, einer jungen und attraktiven Mitarbeiterin, an seiner Seite verlassen. Doch die beiden geraten zunehmend in Gefahr..

Meine Meinung:
Ich habe zuerst den zweiten Teil der Trilogie gelesen und durfte im Zuge einer Buchverlosung nun auch den ersten Teil der Reihe kennenlernen. Daher war mir das Ermittlerteam bereits bekannt.
Fredrik und Kafa ermitteln teilweise (unverantwortlich) auf eigene Faust, wodurch sie sich in gefährliche Situationen bringen. Diese werden manchmal übertrieben actionreich und heldenhaft beschrieben. Brutalität wird in den Kämpfen auf jeden Fall großgeschrieben und genau erläutert.
Über die persönlichen Hintergründe der beiden erfährt man nur wenig, wodurch die Charaktere blass und ohne Tiefe bleiben. Auch wenn sie mir beide durchaus nicht unsympathisch sind.

Die Handlung ist vielschichtig. Neben Religion wird auch Rassenhygiene, Politik und das Dritte Reich angeschnitten. Diese diversen Handlungsstränge gestalten das Buch teilweise verwirrend, da man als Leser die Verbindung der Einzelteile oft nicht ganz oder erst spät herstellen kann. Da mich die Themen jedoch angesprochen haben und sie meiner Meinung nach gut für die Kreation eines Thrillers geeignet sind, haben sie mich dennoch (meist) überzeugt.

Trotz einiger Längen lässt sich das Buch gut und flüssig lesen. Auch wenn mir am Ende einige Zusammenhänge unklar bleiben, war es eine nette Lektüre. Dieser Band gefiel mir um einiges besser als der zweite Teil (vielleicht auch weil die behandelten Themen eher meinen Geschmack getroffen haben).

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Totes Gleis

Ulrich Stoll
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei bebra verlag, 13.09.2017
ISBN 9783898095471
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Der Roman spielt in West Berlin im Jahre 1988 - in einer Zeit des Umbruchs und des nahenden Mauerfalles. Das an sich schafft bereits ein sehr spannendes und atmosphärisches Klima.
Kein Kriminalkommissar ermittelt, sondern der Hauptprotagonist ist ein Journalist - Lucas Hermes. Dieser steht beruflich und privat vor dem Nichts. Er ist seit kurzem obdachlos und dringend auf der Suche nach einer großen Story, um wieder auf die Beine zu kommen. Als innerhalb kurzer Zeit mehrere (teils vertuschte) Bombenanschläge geschehen und dabei in den Ermittlungen immer wieder Beweismaterial verschwindet usw., vermutet er zu Recht etwas großes dahinter und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei führen die Spuren bald ins rechtsextreme Milieu - ein gefährliches Pflaster.
Bei seinen Ermittlungen wird die junge Journalistin Anna Rademacher teilweise zu seiner Gefährtin. Doch auch sie ist ein sehr eigener Charakter und bringt ihre eigenen Probleme mit sich..

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und lies mich rasch in die Geschichte eintauchen.
Da die Ermittlungen primär durch einen Fernsehreporter geschildert werden, kann die Geschichte nicht mit einem typischen Krimi verglichen werden. Lucas ist natürlich an einer guten Geschichte interessiert. Er arbeitet mit Kommissar Klamm zusammen und tauscht Informationen aus, dabei ist er allerdings immer auf seinen Vorteil bedacht. Dieser etwas andere Blickwinkel der Ermittlungen war erfrischend zu lesen.
Allerdings konnte ich mich mit Lucas als Person nicht wirklich anfreunden. Er ist teilweise sehr egozentrisch und nicht alle seine Taten und Aussagen sind für mich nachvollziehbar.. Diese fehlende Sympathie gibt für mich einen kleinen Abzug. Auch mit Anna konnte ich mich nicht ganz anfreunden. Sie schwankt hin und her und weiß nicht wirklich was sie will. Klare Entscheidungen zu treffen fällt ihr schwer. Weder bezüglich Beziehungen noch in ihren persönlichen Ermittlungen. Das machte es teilweise anstrengend, ihre Handlungen zu verfolgen und lies mich ungeduldig zurück.
Da ich das Berlin dieser Zeit nicht kenne, konnte ich hier nur wenig Assoziationen aufbauen. Das ist vielleicht bei Lesern älterer Semester anders. Die unterschiedliche Stimmung in den zwei verschiedenen Stadtteilen war jedoch gut spürbar und ein interessanter Aspekt!
Da die Handlung weite und verstrickte Kreise zieht, waren die Zusammenhänge für mich nicht immer ganz einfach zu verstehen. Diese Komplexität macht sie aber umso spannender. Schlussendlich habe ich doch ein gutes Bild der Umstände erhalten denke ich. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Fazit
Ein interessanter Krimi mit historischem Hintergrund, den ich empfehlen kann!

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Bevor wir verschwinden

David Fuchs
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 01.08.2018
ISBN 9783709934333
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Benjamin absolviert als angehender Arzt ein Praktikum auf der Onkologie. Dabei trifft er auf Ambros, seine Jugendliebe. Dieser wird als Patient behandelt und ist von einem metastasierendem Melanom betroffen. Langsam nähern sich die Beiden in diesem Setting wieder an. Doch wie findet das statt, im Angesicht des Todes? Welche Gefühle treten auf? Und was ist letztendlich wirklich wichtig?

Meine Meinung
Der ungewöhnliche Schreibstil machte es mir anfangs schwer, in das Buch hineinzufinden. Es werden kurze und relativ sachliche Sätze verwendet. Der Protagonist wirkte vor allem anfangs sehr distanziert und teilweise fast abweisend auf mich. Ich fand es anfangs schwer, mich in ihn hineinzuversetzen. Im Laufe der Geschichte gelang mir dies besser. All seine Handlungen und Gedanken konnte ich jedoch nicht nachvollziehen. Hier lies er mich manchmal zwiegespalten zurück. Eine gewisse Distanz zwischen Leser und Protagonist bleibt nach wie vor weiter bestehen.

Im Nachhinein betrachtet ist der Schreibstil jedoch sehr gelungen. Er drückt das nüchterne klinische, "sterile" Setting gut aus. Trotz der sachlichen Sprache werden in jedem Kapitel mehr Emotionen transportiert, die man zwischen den Zeilen herauslesen kann. Diese Emotionen nehmen im Laufe des Buches stetig zu. Dabei wird es jedoch auf keinen Fall zu kitschig. Alles in allem also rückwirkend betrachtet ein sehr gelungener Schreibstil.

In Rückblenden erzählt der Autor szenenweise von der Vergangenheit, der Beziehung zwischen Ambros und Benjamin. Als Leser erhält man jedoch nur Ausschnitte davon. Vieles bleibt verborgen und schlussendlich der Fantasie bzw. den eigenen Gefühlen die man in das Gelesene hinein interpretiert überlassen.

Medizinische Fachbegriffe und Informationen fallen auch immer wieder. Dafür sollte man sich als Leser interessieren oder vielleicht sogar Vorwissen bzw. Erfahrungen mitbringen.

Alles in allem ein Buch das zum Nachdenken anregt und berührt bzw. beschäftigt. Ein schwieriges Thema, das gut, fast schon literarisch, umgesetzt wurde.

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Das Gift der Wahrheit

Julia Corbin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.07.2018
ISBN 9783453359772
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Das Gift der Wahrheit" ist nach "Die Bestimmung des Bösen" der zweite Band zur Ermittlerin Alexis Hall und ihre Freundin und Kollegin die Kriminalbiologin Karen Hellstern. Ich kannte den ersten Teil nicht, hatte jedoch keine Probleme in die Geschichte einzusteigen. Man kann also die Bände durchaus unabhängig voneinander lesen. Nach dieser Lektüre werde ich den ersten Band allerdings noch nachholen. ;)


Inhalt
Am Mannheimer Klärwerk wird eine Leiche gefunden. Sie trägt ein seltsames Medaillon - eine Spinne, eingeschlossen in Bernstein. Sie war geschieden und lebte mit ihrer Lebenspartnerin zusammen. Wer kommt als Täter infrage? Ihr Ex? Ein Gegner von Homosexuellen? Ein religiös motivierter Täter?
Bald geht es Schlag auf Schlag. Weitere Leichen und damit auch weitere Spinnen werden entdeckt. Schon bald tauchen Karen und Alexis in die düstere Welt eines ganz speziellen Täters ein..

Meine Meinung
Karen war mir von Beginn an sympathisch. Ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Mit Alexis wurde ich erst nach einigen Kapiteln warm. Sie ist eher distanziert und verschlossen, was aber aufgrund ihrer Vorgeschichte und Kindheit nicht verwunderlich ist. Beide Figuren sind absolut schlüssig und authentisch beschrieben. Schön fand ich auch, einen kleinen Teil ihres Privatlebens einfließen zu lassen. So werden sie realistischer.

Bereits zu Beginn hat mich der Thriller gepackt. Der Spannungsbogen wird rasch aufgebaut und während des gesamten Buches auf hohem Niveau gehalten. Ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen! Zu Ende wird die Spannung ins schier unerträgliche gesteigert und endet in einer Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Diesen Täter hatte ich absolut nicht am Schirm! Das Ende ist schlüssig beschrieben und wird ausreichend aufgeklärt, sodass ich rundum zufrieden zurückbleibe.

Interessant fand ich auch, dass Details zur Arbeit einer Kriminalbiologin eingeflochten wurden. Diese waren passend kurz und informativ gehalten und störten den Lesefluss absolut nicht. Ganz im Gegenteil - dadurch taucht man noch tiefer in die Personen und die Geschichte ein.

Fazit
Ein extrem spannender Thriller, den ich absolut empfehlen kann! Ich habe damit eine neue Autorin für mich entdeckt, von der ich bestimmt noch mehr lesen werde.

Allerdings ist er nichts für schwache Nerven! Szenenweise ist der Schreibstil extrem eindrücklich und in gewisser Weise auch brutal geschildert. Da Spinnen eine wichtige Rolle spielen, sollte er bei Arachnophobie besser nicht gelesen werden. ;)

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39 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Mit anderen Augen

Fabian Sixtus Körner
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 11.05.2018
ISBN 9783864930607
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt:

Der Autor Fabian-Sixtus Körner wurde als "Journeyman" mit seinen Reiseberichten bekannt. In diesem Buch geht es um ein ganz persönliches Thema. Er wurde Vater einer Tochter mit Down-Syndrom. In diesem Buch setzt er sich damit auseinander, was das für sein weiteres Leben bedeuten wird. Muss er das Reisen aufgeben? Kann er das überhaupt? Welche kulturellen Unterschiede gibt es bzw. wie begegnen die Mitmenschen seiner Yanti? Ist das Leben mit einem Kind mit Beeinträchtigung als Bürde anzusehen oder ist es nicht auch eine Bereicherung? Was bedeutet es, Elternteil eines Kindes mit Down-Syndrom zu sein?

Meine Meinung:
Dank eines ehrlichen und persönlichen Schreibstils bin ich sofort gut in das Buch gestartet. Es beginnt mit der Geburt Yantis, ein absolut berührender und sehr emotional geschriebener Moment. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor seine Gedanken ehrlich und schonungslos wiedergegeben hatte. Denn wenn man als Elternteil unerwartet diese Diagnose erfährt, sind die ersten Gedanken natürlich nicht nur positiv und optimistisch.
Im anschließenden Teil lernt man Fabian und seine Frau besser kennen. Er enthält vorwiegend Reiseberichte aus ihrer Zeit vor Yantis Geburt, jeweils verknüpft mit einer Verbindung zu den Gedanken nach Yantis Geburt. Hier beginnt sich der Autor mit der Diagnose auseinanderzusetzen.
Der Rest des Buches besteht aus Erfahrungen vom Leben mit seiner Tochter. Davon, wie sie ihren ersten gemeinsamen Start als Familie meistern.
Meine Erwartungen in das Buch wurden nur teilweise erfüllt. Es war definitiv spannend und schön zu lesen. Ich hatte erwartet, dass sich der Autor intensiv mit der Diagnose seiner Tochter auseinandersetzt und zahlreiche Szenen aus dem Alltag einstreut. Die Auseinandersetzung mit dem Thema fand statt, allerdings war mir der Teil mit den Reiseberichten etwas zu lange gehalten. Das lenkt von Yanti als Hauptperson etwas ab, auch wenn sie absolut lesenswert waren. Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass mir einige Alltagsszenen mit Yanti fehlten. Sie wurden zwar grob angeschnitten, aber ich hätte mir hier noch mehr erwartet.
Gut gefallen hat mir, dass auch das Thema Integration in die Gesellschaft angesprochen wurde. Wie verschieden Mitmenschen in unterschiedlichen Ländern mit Personen mit Down-Syndrom umgehen und auch die persönliche Auseinandersetzung des Autors damit, was es für ihn bedeuten würde, wenn andere Leute Yanti hänseln oder ignorieren würden.
Schön zu lesen war die Entwicklung vom Pessimisten bzw. An-der-Zukunft-Zweifler zum definitiven Optimisten der für seinen Lebensstil, seine Familie und natürlich vor allem für Yanti kämpft.

Fazit:
Ein Buch für alle Reisebegeisterten, für alle Leser die sich für das Thema Behinderung interessieren, sowie für alle betroffenen Eltern, welche sich um ein Kind mit Down-Syndrom kümmern. Es ist ein Buch das Mut macht und zum Nachdenken anregt.
Nach dieser Leseerfahrung bleibe ich mit vielen neuen Denkansätzen die mich noch länger beschäftigen werden und einem Lächeln im Gesicht zurück.

Ein Buch, das Emotionen und Familienzusammegehörigkeit extrem gut transportiert.

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(36)

56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Fiona: Den Toten verpflichtet

Harry Bingham , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499291357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Fiona ist mit den Berechnungen eines langweiligen Betrugsfalls beschäftigt, als eine Prostituierte und ihre kleine Tochter ermordet aufgefunden werden. Obwohl sie diesem Fall nicht zugeteilt ist, lassen ihr die beiden Toten keine Ruhe und bald entdeckt sie die ersten Verbindungen zu ihrem Fall. Sie beginnt teilweise auf eigene Faust zu ermitteln, oft auch am Rande der Legalität. Dadurch bringt sie sich jedoch in große Gefahr.. Hat sie ihre Gegner unterschätzt?
Neben diesem Kriminalfall wird begleitend über Fionas Gefühlswelt und ihren Alltag geschrieben. Schon bald wird klar - Fiona ist nicht wie die anderen, sie scheint große Probleme zu haben. Was steckt dahinter, dass sie so ist wie sie ist?

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, weshalb man bald mitten in der Geschichte ist. Auch die Ich-Perspektive aus der Sicht der Protagonistin trägt dazu bei. Die teilweise brutalen Szenen werden mit einem Hauch von Humor durchmischt, was ihnen die Schärfe nimmt. Der Spannungsbogen wird gut aufgebaut. Die schlussendliche Auflösung des Kriminalfalls war zwar teilweise vorhersehbar, aber dennoch mit unerwarteten Momenten gespickt.

Der Hauptfokus liegt jedoch weniger bei der Kriminalgeschichte, sondern beim Kennenlernen von Fiona. Ihr Handeln wird teilweise durch die Auswirkungen eines Kindheitstraumas bzw. einer zwei Jahre dauernde Erkrankung im Teenageralter überlagert. Dadurch ist es manchmal unverständlich und nicht sofort nachvollziehbar. Sobald man jedoch im weiteren Verlauf nach einigem Rätseln mehr über ihre Erkrankung und die Hintergründe dieser erfährt, sind erst unverständliche, ja manchmal sogar grenzwertige Szenen, im Nachhinein besser zu verstehen und zu interpretieren.
Sie ist eine absolut außergewöhnliche, aber authentisch und interessant dargestellte Persönlichkeit. Sie ist sympathisch und eine Polizistin mit einem untrüglichen Bauchgefühl. Anfangs hatte ich mit einigen Facetten ihrer Person meine Schwierigkeiten, doch diese klärten sich auf und nun finde ich ihre Person schlussendlich durch und durch faszinierend.

Fazit
Für alle Krimifans die eigenwillige Ermittler lieben, oder auch für Psychologie-Interessierte Leser absolut empfehlenswert.

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(33)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Zwischen Wahrheit und Lüge

James Grippando , Marco Mewes
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 04.06.2018
ISBN 9783959672139
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Isabelle Bornelli, die mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter seit Jahren berufsbedingt in Hongkong gelebt hatte, wird am Flughafen Miami verhaftet. Der Grund lautet "Mordverdacht". Jack Swyteck ist ein Schulfreund von Isas Ehemann Keith und Strafverteidiger für Fälle von Todeskandidaten. Er übernimmt den Fall.
Keith beteuert natürlich Isas Unschuld. Doch nach und nach enthüllen sich Ereignisse aus der Vergangenheit, die an Isas Glaubwürdigkeit zweifeln lassen. Wie gut kennt Keith sie wirklich? Ist sie Opfer einer Vergewaltigung, Mörderin oder einfach nur eine sehr gute Lügnerin? Bis zuletzt ist keinem der beteiligten diese Frage klar..

Meine Meinung:
Durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil fiel mir der Einstieg in das Buch leicht. Es beginnt unmittelbar mit der Verhaftung Isas, was den Spannungsbogen sofort aufbaut. Dieser flacht im Mittelteil, wo juristische Überlegungen der Strategien im Vordergrund stehen ab, steigt jedoch gegen Ende hin wieder rasant an.
Als Leserin wusste ich bis zum Schluss nicht, ob Isa nun die Wahrheit sagte oder nicht. Dass sie Opfer der Vergewaltigung wurde glaubte ich meist. Aber hatte sie ihren Peiniger gefoltert und umgebracht oder zumindest den Plan für die Ausführung dessen geschmiedet? Oder war sie unschuldig und die wahren Täter wollten ihr den Mord anhängen?
Die Vermutung, dass ein Opfer einer Vergewaltigung Rache an dem Täter üben will liegt natürlich nahe. Vor allem nachdem sie den Vorfall aus Angst vor fehlendem Glauben ihrer Aussage nicht angezeigt hatte. Doch ist Selbstjustiz wirklich die einzige Lösung? Und treibt man es als Opfer wirklich bis zum äußersten?

Ich konnte mich mit den Personen großteils schwer identifizieren bzw. mich meist schwer in ihr Leben und ihre Gedanken hineinversetzen. Allerdings hielt vor allem die Frage nach der Wahrheit die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Ich stellte Theorie um Theorie auf, die ich jedoch immer wieder verwarf. Bis zum Schluss war ich mir unsicher bezüglich Isas Schuld. Genau das macht den speziellen Reiz des Buches aus!
Außerdem warf die Handlung einige Fragen in mir auf: Wird Vergewaltigungsopfern zu wenig Verständnis entgegengebracht? Wie schwierig muss es sein solch ein belastendes Trauma im Nachhinein vor Gericht aufzubreiten? Kann ein Vergewaltigungsopfer jemals eine unbelastete Beziehung führen - wohl eher nicht denn die durch die Tat verursachten Verletzungen brechen immer wieder auf.. Warum ist die Hemmschwelle groß seinem Partner über das frühere Ereignis zu erzählen? Ist dies nicht irgendwie nachvollziehbar, damit man nicht ständig Mitleid bekommt und daran erinnert wird?

Fazit:
Ein spannender Thriller, bei dem man bis zum Schluss an der Hauptperson zweifelt. Allerdings merkt man, dass der Autor Anwalt war. Ein Großteil spielt sich im Prozess oder in juristischen Fragen ab. Deshalb sollte ein minimales Interesse für das Justizsystem bestehen.

Ein Pluspunkt ist für mich der Realitätsbezug, der nachdenklich stimmt.

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(25)

34 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

Tod und tiefer Fall

Elias Haller
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Edition M, 16.05.2018
ISBN 9782919801046
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist psychisch und körperlich am Ende. Sein ehemaliger Partner hat seine Tochter ermordet und seine Frau verschwinden lassen. Bei diesem Manöver ist er vom Dach gestürzt. Nun ist er nicht nur körperlich entstellt, sondern hat natürlich auch psychische Probleme. Auch seine Karriere ist nun am Ende. Der ehemals beste Ermittler wurde an eine eigens für ihn eingerichtete Bürostelle versetzt.
Doch dann erhält er eine Nachricht geschrieben von seinem toten Partner. Zuerst nimmt er sie nicht ernst. Doch als weitere Nachrichten und Morde folgen beginnt eine gnadenlose Jagd.. Lebt sein ehemaliger Partner doch noch? Wer steckt hinter dem Manöver? Was sind seine Absichten? Kann Donner weitere Morde verhindern? Und steht eigentlich noch jemand hinter ihm oder ist er ganz alleine?

Meine Meinung:
Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil ist zwar flüssig und gut zu lesen, doch die Erzählweise und auch die herrschenden Umgangsformen sind rau und teilweise sehr brutal. Donner selbst ist eine gewöhnungsbedürftige Figur. Er ist voller Hass auf sich und seine Mitmenschen und hat eine resolute Einstellung. Durch körperliche Fitness weis er sich in allen Situationen durchzusetzen und hilft sich wenn nötig auch rasch mit Gewalt weiter.
Im Laufe der Geschichte konnte ich jedoch hinter seine raue Fassade blicken und es zeigte sich ein Mensch, der voller Selbstzweifel ist und weder ein noch aus weiß. Er weiß nicht einmal, wem er noch Vertrauen schenken kann und glaubt am ehesten nur mehr an sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten. Nach und nach wurde er mir sympathisch.
Der Spannungsbogen der Geschichte ist gut aufgebaut. Vor allem in der zweiten Hälfte konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Der Täter war für mich unerwartet und gab mir während der gesamten Handlung Rätsel auf - ein weiterer Pluspunkt.

Fazit:
Trotz der rauen Umgangsformen und des gewöhnungsbedürftigen Protagonisten lohnt es sich für Spannungsliebhaber dem Buch eine Chance zu geben.

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Der Bote

Ingar Johnsrud , Daniela Stilzebach
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 14.05.2018
ISBN 9783764505882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

In einer Villa in Oslo wird die Leiche eines Mannes gefunden, der vor zwanzig Jahren bei einem Militäreinsatz ums Leben gekommen sein soll. Kurz darauf wird in einem Abwasserschacht am anderen Ende der Stadt eine zweite männliche Leiche entdeckt, die schwere Folterspuren aufweist.
Hauptkommissar Fredrik Beier glaubt an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwieriger als erwartet. Nicht nur gibt es persönliche Diskrepanzen zu seiner weiblichen Mitarbeiterin und ihrer gemeinsamen "Vorgeschichte", sondern jemand scheint auch verhindern zu wollen, dass zu viele Informationen ans Licht kommen. Akten verschwinden, Informationen werden von den Servern gelöscht, Beweismittel verschwinden usw. Hinzu kommt die etwas schwierige psychische Situation des Hauptkommissars. Alles in allem eine ziemlich bunte Mischung. Wird es ihm trotz dieser zahlreichen Hindernisse gelingen, den Fall aufzuklären? Auch wenn dieser größere Kreise zieht als erwartet und ein gründlicher Blick in die Vergangenheit nötig sein wird?

Meine Meinung:
Das Grundkonzept der Geschichte ist gelungen, auch wenn die Handlungsstränge zahlreich sind und viele Personen eine Rolle im weiteren Verlauf spielen, was bei mir manchmal zu Verwirrung führte. Allerdings handelte es sich eher um einen Krimi, als um einen Thriller. Hierfür fehlten mir teilweise die extremen Spannungselemente. Grundsätzlich kein Problem - aber ich hatte mich aufgrund des Genres auf etwas anderes eingestellt.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Ein Spannungsbogen wird aufgebaut und entlädt sich in einem actionreichen Finale.
Die Hauptfiguren des Fredrik Beier und seiner Arbeitspartnerin Kafa sind alltagsnahe, da sie beide einige persönliche Probleme zu tragen haben. Ich konnte mich jedoch mit beiden eher wenig identifizieren. Ein weiterer Grund warum ich mich nicht ganz in die Geschichte einfinden konnte. So blieb es lediglich eine spannende Lektüre, in die ich mich nicht ganz hineinversetzen konnte, auch wenn sie durchaus realitätsnahe und nicht zu überzogen oder unwirklich war.
Ein Pluspunkt ist jedoch, dass mir der Haupttäter lange Zeit ein Rätsel war.

Fazit
Spannende Lektüre, aber konnte mich nicht ganz überzeugen.

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195 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 124 Rezensionen

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Kluftinger

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 27.04.2018
ISBN 9783550081798
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Komissar Kluftinger - von allen liebevoll "Klufti" gerufen - ist gerade erst glücklicher Opa geworden. Als sie zu Allerheiligen in typischer Familientradition die Familiengräber besuchen staunen sie nicht schlecht. Neben den Gräbern der Bekannten und Verwandten finden sie ein frisch ausgehobenes Grab an dem Kluftis Namen, samt dem aktuellen Jahr als Sterbejahr steht. Erst wird der Vorfall vom Komissar noch als Scherz abgetan, doch die Vorfälle dieser Art häufen sich. Und schnell wird klar - irgendjemand will Klufti sterben sehen.. Doch was hat der-/diejenige mit seiner Vergangenheit zu tun? Welche Verbindung zu früheren Fällen oder Tätern bestehen? Was ist das Motiv und wer soll der Täter sein?
Eine spannende Suche nach Antworten auf diese Fragen beginnt..

Meine Meinung:
Bei dem Buch handelt es sich um den 10. Band einer Reihe um Komissar Kluftinger und seine Familie. Da ich bis jetzt noch keinen einzigen davon gelesen hatte, hoffte ich dennoch gut in die Geschichte einsteigen zu können. Dies gelang mir durch den langsamen Einstieg, in dem vorerst Familienszenen stattfinden und in dem ich die Personen etwas näher kennenlernen konnte gut. Auch ohne das Vorwissen der vorherigen Bände konnte ich den Krimi problemlos lesen und verstehen.
Durch gezielte Rückblicke in die Vergangenheit Kluftis erfährt man als Leser mehr über seinen Werdegang, sowie über seine "Jugendsünden". Die Figur des Kluftingers ist authentisch und durch und durch sympathisch. Dem Autorenduo ist hier eine einzigartige Figur gelungen, die meine Meinung nach die ländliche bayrische Idylle gut verkörpert.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Ermittlungen beginnen eher gemächlich, was jedoch gut zur allgemeinen Stimmung des Romans und zu den Protagonisten passt. Der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut, um am Ende seinen Höhepunkt zu finden. Zwischendurch werden typische Alltagsszenen eingebaut, die an eine Komödie erinnern und über Klufti mit seinen Eigenarten herzlich lachen lassen. Diese Kombination aus Spannung und Komödie macht den Roman zu etwas besonderem. Hier ist den Autoren eine perfekte Mischung gelungen.
Das Ende wurde eher offen gehalten, wobei jedoch die wichtigsten Fragen geklärt wurden und die noch bestehenden auf jeden Fall Spannung für den Folgeband erzeugen. Obwohl ich grundsätzlich in sich abgeschlossene Geschichten bevorzuge, hat mich dieses offene Ende hier nur wenig gestört und wurde gut umgesetzt.
Ein kleiner Kritikpunkt besteht jedoch darin, dass die Abschlussszene in der es zum Showdown kommt meinem Empfinden nach etwas zu durcheinander und unübersichtlich war. Ansonsten aber definitiv charmant herzlich und absolut lesenswert!

Fazit:
Ein charmanter Krimi mit einer perfekten Mischung aus Spannung und Spaß. Definitive Leseempfehlung!

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Das korsische Begräbnis

Vitu Falconi
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426521700
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Der Krimiautor Eric Marchand kommt mit den Änderungen an seinem neuen Roman nicht voran. Ein Umgebungswechsel soll Muse und Ideen für den Abschluss des Buches bringen. Da er in den Hinterlassenschaften seiner Mutter auf ein Medaillon und Tagebücher gestoßen ist, die auf Korsika hinweisen, wählt er diese Insel als Destination. 
Im Bergdorf Speloncato wird er zufällig Zeuge eines Begräbnisrituals. Da er ein guter Menschenkenner ist, bemerkt er sofort, dass zwischen den Einwohnern gewisse Gruppierungen zu bestehen scheinen. Seine Neugier ist geweckt und er beschließt zu bleiben.
Doch diese Neugier wird ihm zum Verhängnis - Schon bald ist er verwickelt in die korsischen Kulturen und rutscht von einem Ereignis ins nächste. Denn die Inselbewohner vergessen nichts und sind sehr nachtragend. Blutrache und Machtverhältnisse werden bei ihnen großgeschrieben. Kann sich Eric noch glimpflich retten? Wird er auch etwas über seine eigene Familiengeschichte und die Verbindungen seiner Mutter zu dieser Insel erfahren?

Meine Meinung:
Der Schreibstil des Buches ist sehr bildhaft und flüssig zu lesen, weshalb ich mich gut in die Szenerie hineinversetzen konnte. Vor allem die Umgebungsbeschreibungen der zerklüfteten Berge und die Beschreibung der Bewohner konnte mich begeistern. Die Atmosphäre die im Dorf herrscht, wurde gut transportiert.
Auch in Eric konnte ich mich gut hineinversetzen. Allerdings konnte ich seine Handlungen vor allem zu Ende nicht immer ganz nachvollziehen. Szenenweise provoziert er, ist streitlustig oder lässt sich zu sehr von seiner Neugier leiten anstatt zu beobachten. Und gerade durch diese Eigenschaften bringt er sich immer wieder in brenzlige Situationen - was die Geschichte natürlich spannend macht.
Die ersten Hälfte des Buches erzählt nicht nur von Eric, sondern  schwenkt auch immer wieder zu anderen Morden und Ereignissen. Dies verwirrte mich anfangs etwas, wird gegen Ende jedoch alles schlüssig zusammengeführt. Da es einen Folgeband gibt, wird jedoch nicht alles aufgelöst. Aber gerade genug, um meine Fragen zu beantworten und mich mit einem zufriedenen Gefühl zurückzulassen.
Auch wenn die Geschichte stellenweise in einem gemächlichen Tempo dahinplätschert, wird vor allem gegen Ende ein Spannungsbogen aufgebaut.
Die korsische Kultur, in der Blutrache, Familiengeschichte bzw. Herkunft und die Verbindung zu den Ahnen eine große Rolle spielt, war mir bisher auch noch nicht bekannt. Über diese habe ich durch das Buch so einiges erfahren. Alles in allem haben diese Beschreibungen der Insel definitiv den Wunsch in mir geweckt, sie selbst einmal aufzusuchen und zu erleben. :)

Fazit
Kein typischer Kriminalroman in dem es um einen Mord und die damit verbundene Aufklärung geht, sondern vielmehr eine Studie der Insel Korsika und ihren Bewohnern. Man wird als Leser sanft in die Verstrickungen der Familiengeschichten und in eine traditionsreiche Kultur eingeführt.
Ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat!

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163 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 130 Rezensionen

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Wahrheit gegen Wahrheit

Karen Cleveland , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716746
Genre: Krimi und Thriller

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202 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 142 Rezensionen

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NACHTWILD

Gin Phillips , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423261968
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Joan und ihr Sohn Lincoln verbringen einen Tag wie jeden anderen - spielend im Zoo. Doch dieser Tag soll nicht wie die bisherigen enden.. Als sie sich auf den Weg zum Ausgang machen, hören sie Schüsse und sehen Leichen auf den Gehwegen, sowie einen Täter mit Waffe.
Für Joan ist klar: Nun geht es um das nackte Überleben. Sie muss ihren Sohn schützen! Um jeden Preis. Doch was wird das bedeuten? Was kommt alles auf sie zu?

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist mir gut gelungen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Was das Ganze ebenfalls spannend macht, sind Zeitangaben vor den Kapiteln. So liest man quasi in Echtzeit und erlebt so die Geschichte mit den Betroffenen mit. Einige Szenen, vor allem im zweiten Abschnitt, haben mich berührt oder mich den Atem anhalten lassen.

Das Buch beginnt mit einem ausführlichen Kennenlernen von Joan und Lincoln. Es ist in langen Beschreibungen geschrieben, was mich persönlich aber überhaupt nicht gestört hat. So erfährt man viel über die enge Bindung zwischen Mutter und Kind - die ja auch eines der Hauptthemen des Buches darstellt. Ich konnte mich gut in Joan hineinversetzen. Etwas schwer tat ich mich manchmal, da Lincoln von Superhelden begeistert ist - dafür interessiere ich mich wenig. Daher kenne ich "Predator" oder "Superman" nicht wirklich, wodurch mir vielleicht einiges entgangen ist.
Im weiteren Verlauf konnte ich Joans Handeln als Mutter gut nachvollziehen, was die Geschichte realistisch gestaltet. Auch Lincoln wirkte für mich wie ein typisches vierjähriges Kind, auch wenn er bereits etwas weiter entwickelt ist, was sich in seiner Wortwahl zeigt - für ein Einzelkind jedoch durchaus nachvollziehbar.

Auch zwei andere Charaktere, die sich im Zoo verstecken lernen wir kennen. Das hätte ich jedoch eher weniger gebraucht, da hier eindeutig ein Umdenken gefragt ist und ich mich durch die beiden kurzen Kapiteln im ersten Abschnitt nicht wirklich in die Personen hineinversetzen konnte. Was jedoch einen interessanten Aspekt des Buches darstellt, sind Kapitel aus der Sicht des Täters. So lernen wir seine verquerte Denkweise kennen und bemitleiden ihn sogar teilweise, wenn er in Rückblicken über sein bisheriges Leben erzählt.
Die genaue Motivation für seine Tat bleibt für mich jedoch schlussendlich etwas unklar.

An sich ist die Idee des Buches sehr gut und spannend und konnte meine Erwartungen bis zur Hälfte etwa ganz gut erfüllen. Danach nimmt es jedoch leider zunehmend ab. Die Geschichte wird immer wirrer und konstruierter, was zu Kosten der Spannung geht. Auch das Finale lässt mich mit einem unbefriedigendem Gefühl zurück. Hier konnte ich mich mit der Hauptperson Joan nicht mehr identifizieren. Ihre Handlungen weichen für mich von der bisher beschriebenen Person ab. Außerdem ist der Schluss etwas zu überzogen - "amerikanisch". Am Ende bleiben zu viele Fragen offen..

Fazit:
Gute Idee, allerdings ab der Hälfte zunehmend wirr und wenig spannend. Leider wurde viel Potential verschenkt - Ich hätte mir mehr erwartet!

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141 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 92 Rezensionen

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All die Jahre

J. Courtney Sullivan , Henriette Heise
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 29.01.2018
ISBN 9783552063662
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Nora Flynn wandert mit 21 aus Irland aus, um ihrem Verlobten Charlie nach Amerika zu folgen. Ihn liebt sie nicht wirklich, aber ihr Pflichtgefühl treibt sie. Außerdem möchte sie damit ihrer Schwester Theresa, die sie begleiten wird und für die sie seit dem Tod ihrer Mutter mehr oder weniger verantwortlich ist, eine Ausbildung ermöglichen. Doch es kommt anders als geplant - Theresa wird ungewollt schwanger. Nora muss eine Entscheidung treffen. Und diese hat weitreichende Folgen auf ihre ganze Zukunft..
Fünfzig Jahre später hat Nora vier Kinder: Brian, Bridget, John und ihren Liebling Patrick. Theresa lebt als Nonne im Kloster. Beide Schwestern haben keinen Kontakt mehr. Bis sie Patricks Tod wieder zueinander führt und sie sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen müssen..


Meine Meinung:
Durch einen langsamen, flüssigen Schreibstil und eine ruhige Erzählweise konnte ich schnell in das Buch hineinfinden. Die Geheimnisse der Familie werden Stück für Stück langsam teilweise aufgedeckt, womit eine Spannung aufgebaut wird, die mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lies.
Die Charaktere sind sehr gut gelungen. Jeder einzelne hat eine unverwechselbare Persönlichkeit. Keiner gleicht dem anderen. Und jeder hat seine eigenen Probleme und Geheimnisse, was es noch spannender macht. Auch aktuelle Themen wie Homosexualität, Schulden, Alkoholismus, usw. werden eingeflochten.  Die Vielzahl der integrierten Probleme und Themen war mir persönlich jedoch nicht zu viel und passte gut zum Buch.
Fehlende Kommunikation ist ein Hauptthema, welches sich durch die Geschichte zieht. Verdrängen und Verschweigen wird stattdessen großgeschrieben. Dadurch wurde ein enorm großes Lügengerüst aufgebaut, welches man als Leser Stück für Stück aufdeckt.
Am Ende fehlte mir persönlich jedoch der große Knall. Das passt einerseits zum Buch, lässt bei mir allerdings viele offene Fragen zurück. Ich konnte das Verhalten der Hauptperson Nora nicht vollständig nachvollziehen. Einige Lösungen werden zwar am Schluss angedeutet, blieben mir aber zu unvollständig.


Fazit:
Ein netter und eindrücklicher Familienroman den ich empfehlen kann, obwohl mich das Ende nicht überzeugt hat.

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163 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

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Ein Sommergarten in Manhattan

Sarah Morgan , Jutta Zniva
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 12.06.2017
ISBN 9783956496707
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
In dem zweiten Teil der Serie geht es um Frankie, die schüchterne und introvertierte Floristin der Clique. Laut ihren Erfahrungen können Beziehungen nicht langfristig bestehen und sie lehnt diese strikt ab. Was aufgrund ihrer Vorgeschichte und Erlebnisse kein Wunder ist..
Mit Matt, dem großen Bruder ihrer Freundin Paige, ist sie seit Jahren gut befreundet. Doch in letzter Zeit fühlt sie sich hingezogen zu ihm, was ihren Prinzipien widerspricht. Auch in ihm wachsen alles andere als freundschaftliche Gefühle. Doch werden die Beiden zueinander finden - Wo Frankie Beziehungen und Liebe doch so strikt ablehnt?

Meine Meinung:
Nach Band 1 war ich absolut überzeugt von der Geschichte und den Protagonistinnen. Leider konnte dieser Band diese Erwartungshaltung nicht mehr erfüllen.

Der Schreibstil war auch hier wieder flüssig, romantisch und gut zu lesen und es kam eine gewisse Spannung auf. Sehr interessant fand ich wie die Entwicklung Frankies von einem zurückgezogenen Teenager, der wirklich schlimme Sachen durchmachen musste, zu einer selbstbewussten Frau, die langsam ihre Ängste Schritt für Schritt überwindet, erzählt wurde. Allerdings konnte mich hier die Protagonistin nicht derart fesseln wie in Band 1. Außerdem fand ich die Entwicklung der Beziehung und die Überwindung ihrer Ängste zu schnell erzählt, wenn man ihre Einstellung und Vorgeschichte berücksichtigt. Das war mir persönlich zu unrealistisch.
Matt fand ich hingegen authentisch beschrieben. Er ist der perfekte Traummann (was auch nicht ganz realistisch ist aber in einem Buch absolut ok :D ).

Paige und Eva treten in diesem Band etwas in den Hintergrund. Dennoch bin ich gespannt wie es mit Eva weitergehen wird und wie sie ihre große Liebe finden wird. Also vielleicht werde ich auch noch Band 3 lesen müssen..

Natürlich weiß man bei solch einem Roman schon wie die Geschichte ausgehen wird und erwartet  auch eine gewisse Portion an Kitsch und Romantik. Allerdings waren mir manche Szenen etwas zu übertrieben und für die Protagonistin somit auch nicht ganz passend. Frankie ist keine Romantikerin. Also hätte ich mir nüchternere und unkonventionellere Szenen gewünscht.

Fazit:
Ein netter und kurzweiliger Liebesroman für zwischendurch.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die Braut

Claudia Rinke
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522505901
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Anna ist nach dem Tod ihres Vaters etwas neben die Spur geraten. Sie hat sich selbst isoliert und mehr oder weniger nur mehr mit ihrer Freundin Kayla, die Muslima ist, Kontakt. In der U-Bahn werden die beiden Zeugen einer "Werbeveranstaltung" radikalisierter Muslime, die Flyer verteilen. Anna findet diese in ihrer Naivität interessant und recherchiert genauer über das Thema. Auf Youtube entdeckt sie Videos eines Mannes namens Abu Salman, der auffallende blaue Augen hat. Als er mit ihr über Facebook Kontakt aufnimmt nimmt das Schicksal seinen Lauf. Nach und nach krempelt er lediglich über Online Chats ihr ganzes Leben um.  So soll sie zum Islam konvertieren und die Niquab (eine Vollverschleierung) tragen. Wird es ihr noch gelingen, sich aus dieser Gemeinschaft des IS zu befreien oder kann sie Abu Salman noch weiter überzeugen?


Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch gelang mir rasch. Es lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Spannung wird sofort aufgebaut und ich las die Geschichte fast in einem Rutsch durch.
Die Protagonistin Anna ist mit ihren 15 Jahren selbstverständlicherweise noch etwas naiv. Sie war allerdings sehr realistisch dargestellt und ich konnte mich gut in sie und die Situation hineinversetzen - was das Buch umso authentischer und erschreckender macht!
Einen Punkt Abzug gibt es jedoch, da mir persönlich das Ende etwas zu unrealistisch und schnell war. Hier hätte sich die Autorin eventuell mehr Zeit lassen sollen. Der letzte Abschnitt hätte durchaus mehr Raum in der Geschichte einnehmen können und noch etwas ausgebaut werden können.


Fazit:
Ein realistisches und packendes Buch über eine aktuelle Thematik, das ich vor allem jüngeren Mädchen zur Aufklärung über Internetbekanntschaften usw. empfehlen kann.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Älter werden - fit bleiben: Bewegung bis ins hohe Alter

Shazadi Simone Paulyn
Flexibler Einband: 94 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.12.2017
ISBN 9781981610884
Genre: Sonstiges

Rezension:

Von dem Buch hätte ich mir nach einer kurzen Einführung über das Alter bzw. Altersprozesse im Allgemeinen, einen Großteil an Informationen über Trainingsgestaltung bei älteren Menschen erwartet. Damit wurde ich jedoch enttäuscht.

Kapitel wie anatomischen Veränderungen im Alter, Pathophysiologie mancher Krankheiten, Rauchen usw. werden allesamt kurz angeschnitten. Dabei lässt sich jedoch weder in den Kapiteln selbst, noch im gesamten Buch ein eindeutiger roter Faden finden. Es handelt sich um eine Auflistung von Fakten. Diese sind jedoch nur teilweise mit Quellenangaben hinterlegt und oftmals auch nicht evidenzbasiert. Teilweise wiederholen sich diese Aussagen auch.

Das Buch bezieht sich außerdem auf orientalischen Tanz. Dies war aus dem Titel nicht erkennbar und trifft auch nicht mein Interessensgebiet. Manche der spärlichen Aussagen zur Trainingsgestaltung konnte ich schon auf die Praxis umlegen, aber nur sehr wenige, die außerdem relativ allgemein gehalten waren.

Fazit:
Ein Buch, das ich nicht unbedingt weiterempfehle. Es werden viele Themen angeschnitten, aber keines ausführlich beschrieben. Meine Erwartungshaltung wurde nicht erfüllt.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Das Brustgespenst

Patricia Causey
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei epubli, 05.10.2017
ISBN 9783745026870
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
In dem Buch geht es um Katia, eine ganz normale Frau, welche die Diagnose "Brustkrebs" erhält.  In den folgenden kurzen Kapiteln wird der Lebensalltag und die Geschichte dieser Protagonistin erzählt. So begleitet man sie von der Diagnose, bis hin zum Kampf gegen den Krebs und der Entscheidung, ob sie weiterkämpfen will oder nicht.

Meine Meinung:
Obwohl das Büchlein mit 134 Seiten plus einer großen Schriftart relativ dünn ist, wird die Geschichte ganz gut erzählt. Ich konnte mich super in die Protagonistin hineinversetzen und mitfühlen. Ihr Verhalten war schlüssig. Sie war realitätsnah und ihr Handeln nachvollziehbar dargestellt.
Obwohl die jeweiligen "Stationen" nur relativ kurze Einblicke gewähren, konnte ich mir dennoch einen kurzen Einblick in den Lebensalltag und die Gefühle einer Krebspatientin verschaffen.
Manche Situationen, wie zum Beispiel den Abbruch des Arbeitsalltages, hätte ich mir jedoch noch ausführlicher gewünscht bzw. haben mir gefehlt. Auch die Gedanken der Patientin selbst blieben aufgrund des geringen Umfangs teilweise auf der Strecke und hätten eventuell noch etwas ausführlicher beschrieben werden können.
Vor allem im letzten Abschnitt des Buches konnten die aufkommenden Emotionen jedoch gut transportiert werden.
Ein letzter Kritikpunkt waren die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler die auf jeden Fall noch ausgebessert werden sollten!

Fazit:
Ein Buch evtl. für Angehörige von Krebspatienten. Knapper Einblick in das Leben einer Krebspatientin. Interessant, aber mit einigen Kritikpunkten.

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202 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

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Lied der Weite

Kent Haruf , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070170
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Der Autor erzählt aus dem Leben mehrerer Personen. Victoria ist siebzehn und schwanger. Sie wird von der Mutter vor die Tür gesetzt. Die beiden Brüder McPheron die alleine auf der Farm leben nehmen sie auf. Doch kann das gut gehen?
Der zweite Handlungsstrang handelt von zwei Brüdern und ihrem Vater. Die Mutter ist vor kurzem ausgezogen. Wie wird sich ihr Leben weiterentwickeln und was haben die beiden Handlungsstränge miteinander zu tun?


Meine Meinung:
Der Autor war mir zuvor noch unbekannt. Doch damit sind mir so einige schöne Lesestunden entgangen, wie mir schnell klar wurde!
Sein Schreibstil ist einzigartig. Trotz weniger Worte schafft er eine bildhafte Atmosphäre. Dazu tragen auch seine detaillierten Szenenbeschreibungen dar, die ich in keinem Augenblick als zu umfangreich zu empfunden habe. Weiter schafft er es ein wohliges Gefühl beim Leser zu wecken. Auch im transportieren von Emotionen ist er Meister. Es gab Szenen in denen ich selbst aggressiv wurde, die mich zum lachen oder weinen brachten.
Obwohl er die Gedanken seiner Personen nicht schildert, konnte ich mich in alle gut hineinversetzen. Durch diese Erzählweise bleiben sie in gewisser Weise mysteriös und werden sicher teilweise durch jeden Leser anders ergänzt und wahrgenommen. Die Protagonisten sind auf jeden Fall tiefgründig und realitätsnahe.
Obwohl der Erzählfluss der Geschichte eher langsam ist und die Geschichte nicht von Spannung und Action lebt, habe ich mich in keinem Moment gelangweilt.


Fazit:
Es ist schwer in Worte zu packen, was dieses Buch in einem auslöst. Es ist zutiefst berührend und ein einmaliges Leseerlebnis, das mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. 
Definitive Leseempfehlung!

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Elsa P.

Daniela Schneiderheinze
E-Buch Text: 305 Seiten
Erschienen bei Independently published, 23.08.2017
ISBN B0753TN2SP
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Chantal Latzke (von allen Kevin genannt) und ihr Kollege bilden ein skurilles Ermittlerteam. Kevin mit ihrem ungewöhnlichen Kleidungsstil und Köpke mit seinem umfassenden (manchmal auch unnütz klingendem) Wissen ergänzen sich perfekt. Die Beiden werden zu einem sonderbaren Fall gerufen. In einer Altbauwohnung wurde Elsa P. schrecklich zugerichtet. Rund um die Person sind sechs Gegenstände kreisförmig aufgelegt: Apfel, Münze, Ring, Zeitung, Glühbirne und Lutscher. Doch was haben diese Gegenstände mit der Person zu tun? Und welches Motiv hatte der Täter? Fragen über Fragen in einem Fall, der sich in eine ungewöhnliche Richtung entwickelt..


Meine Meinung:
Es handelt sich hierbei um einen außergewöhnlichen Krimi, der so gar nicht der Norm entspricht. Dies beginnt beim Ermittlerteam und seinen eigenartigen Umgangsformen und zieht sich weiter über den Fall bis zum Schreibstil. Dieser ist sehr detailreich gestaltet, was das Lesen kombiniert mit den zahlreichen unterschiedlichen (und teilweise ähnlichen) Namen der Personen schwierig und anstrengend macht. Durch die vielen Details entstehen stellenweise vermeidbare Längen.
Viele der Szenen sind komikhaft übertrieben und eher fiktiv als realistisch. Auch die teilweise doch sehr unverblümten und schroffen Dialoge zwischen Kollegen oder bei den Ermittlungsarbeiten fielen auf.
Der Fall ist schlüssig, auch wenn am Ende viele offene Fragen bestehen bleiben und nur ein kleiner Puzzleteil des ganzen aufgebauten Rätsels aufgeklärt wird.
Nichtsdestotrotz baute sich, nach leichten Startschwierigkeiten aufgrund von sich verlierenden Detailbeschreibungen und fehlenden Spuren, eine Spannung auf und ich konnte das Buch rasch beenden. Nach den Längen am Anfang folgten im Mittelteil sich überschlagende Ereignisse und ich verlor als Leser den wesentlichen Fall teilweise aus den Augen bzw. blieb verwirrt zurück.


Trotz der genannten Kritikpunkte vergebe ich 4 von 5 Punkten, da das Buch auf jeden Fall unterhaltsam und einfallsreich geschrieben ist. Es war nicht hundertprozentig nach meinem Geschmack, aber auf jeden Fall ein erfrischendes Lesevergnügen.


Fazit: Kein konventioneller Krimi, aber ein unterhaltsames Buch mit erfrischend ungewöhnlichen Ansätzen.

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Losing my Religion: Die Mormonen und ich

Eric T. Hansen
E-Buch Text: 178 Seiten
Erschienen bei Hula Ink, 30.08.2017
ISBN 9783946213154
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt:
Der Autor Eric T. Hansen wuchs in einer Mormonengesellschaft auf. Dieser Glaube war anfangs tief verwurzelt, veränderte sich allerdings mit der Zeit. Zweifel kamen auf und der Autor begann über Glauben im Allgemeinen nachzudenken und sowohl die positiven, als auch die negativen Seiten seiner Kirche wahrzunehmen. Bis er sich entschloss, die Kirche zu verlassen und einen anderen Lebensweg einschlug.
In seinem Buch lässt er uns an diesem Prozess teilhaben.

Meine Meinung:
Bevor ich das Buch las, wusste ich nur sehr wenig über das Mormonentum Bescheid. Dem Autor ist es gelungen, nicht nur die geschichtliche Entwicklung dieser Religion prägnant zu erzählen, sondern auch ihre Glaubenssätze und Regeln neutral darzustellen. Es werden sowohl die positiven, als auch die Seiten, die Kritik in ihm weckten, dargestellt. Somit erhält man umfassende, informative und interessante Einblicke. Durch die neutrale Schilderung konnte ich viele der Auslegungen nachvollziehen, wobei andere für mich zu fiktiv blieben.
Weiter setzt sich der Autor mit Gott und Glaube im Allgemeinen auseinander. Das brachte mich zum Nachdenken, wie ich selbst dazu stehe.
Alles in allem war es ein interessantes und ungewöhnliches Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

Fazit:
Ein interessantes Buch, das für alle Leser, die sich für Religion im Allgemeinen oder für das Nachdenken darüber interessieren, hervorragend geeignet ist.

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