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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Grenzgängerin

Evelyne Binsack , Doris Büchel
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Wörterseh, 08.11.2017
ISBN 9783037630938
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Evelyne Binsack ist die erste Schweizerin, die in ihrem Leben 3 "Pole" der Welt besucht hat. Den Mount Everest, als höchsten Berg der Erde, den Südpol, sowie den Nordpol. In diesem Buch geht es um ihre Expedition zum Nordpol, die in 4 Etappen durchgeführt wird. Hierbei geht es sowohl um die sportlichen Leistungen, als auch um psychische Faktoren wie Willensstärke, die Reise zu sich selbst in völliger Abgeschiedenheit oder auch Grenzerfahrungen. Weiters enthält das Buch in der Mitte eine Reihe von Fotos, die die Beschreibung gut untermalen und helfen, sich das Beschriebene bildlicher vorzustellen.

Meine Meinung:
Ich bewundere diese Frau in höchsten Maßen und bringe ihr meinen vollsten Respekt für diese Leistungen entgegen. Ich selbst würde diese Stärke und die damit verbundenen Strapazen, die bereits in jahrelanger Vorbereitung und hartem Training beginnen, vermutlich niemals durchstehen. Ihre Disziplin ist wahrhaft bewundernswert.
Der Schreibstil ist locker und einfach gehalten und das Buch lässt sich rasch und flüssig durchlesen.
Wie bereits geschrieben erfährt man so einiges über das Training, aber auch über die Inuits, Eisbären oder den "Expeditionstourismus". Daher war das Buch durchaus lehrreich für mich und ich konnte mir das eine oder andere mitnehmen.
Zum Nachdenken hat mich die Lebensphilosophie von Evelyne Binsack gebracht. Was ist wirklich wichtig? Welche Prioritäten sollte man setzen? Was kann man bei solch einer Expedition über sich und über Gesellschaft oder Gruppendynamik lernen, in völliger Abgeschiedenheit?


Fazit
Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für alle Naturliebhaber, Fans von außergewöhlichen Leistungen und Abenteuern, sowie auch für alle Fans von (Extrem)sportlern. Es war auf jeden Fall eine Bereicherung für mich und ich vergebe gerne 5 von 5 Sternen

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ermittlungen, strafverteidiger, alexander stevens, 9 1/2 perfekte morde, unentdeckt

9 1/2 perfekte Morde

Alexander Stevens
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492311441
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:
Kann man trotz modernster Technologien wie Handyortung, DNA-Analysen und einem umfassenden Rechtssystem dennoch einen perfekten Mord begehen, der zwar vielleicht entdeckt wird, bei dem der Mörder aber dennoch ungestraft entkommen kann? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich dieses Buch.
Strafverteidiger Alexander Stevens beschreibt 10 aktuelle und wahre Mordfälle bei denen den Tätern genau das gelingt. Doch wie ist das möglich? Er berichtet detailreich von den Ermittlungen und erklärt durch welche Taktiken die Mörder (bewusst oder unbewusst) ihrer Strafe entkommen können - jeder auf seine ganz eigene Art.

Meine Meinung:
Das Buch war auf jeden Fall lesenswert. Der Schreibstil ist flüssig und die Thematik interessant. Mit einer stellenweise Prise Humor wird das trotzdem eher trockene Rechtsthema aufgepeppt. Doch zwischendurch folgen immer wieder Abschnitte, in denen der Autor den Lesern ein komplexes juristisches Gedankenkonstrukt vor Augen führt, was für mein Empfinden manchmal etwas kompliziert und mühsam zu lesen und zu durchblicken war. Deswegen gibt es einen Stern Abzug.
Alles in allem waren die Fälle jedoch durchaus teilweise amüsant, auf jeden Fall aber sehr interessant! Welche Lücken unser Rechtssystem doch aufweist und wie "leicht" man teilweise doch einen Mord begehen kann hat mich überrascht. Mit diesen Fällen und Geschichten hätte ich nicht gerechnet.
Durch dieses Buch wird gezeigt, dass CSI und Tatort doch nicht immer ganz mit der Realität übereinstimmen und es nicht immer so einfach ist, einen Fall aufzudecken. ;)
Die Spannung und das Interesse wurde durchgehend aufrechterhalten und ich hatte das Buch relativ rasch durchgelesen. Ich werde die eine oder andere Passage auf jeden Fall in Erinnerung behalten.

Fazit:
Eine klare Leseempfehlung für alle juristisch interessierten oder einfach neugierigen Leser!

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

oliver bottini, ackerland, securitate, der tod in den stillen winkeln des lebens, korruption

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Oliver Bottini
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.11.2017
ISBN 9783832197766
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Die 18-jährige Lisa wird brutal ermordet. Seltsamerweise sollen Cozma und Cippo den Fall übernehmen. Sie stehen beide bereits kurz vor dem wohlverdienten Ruhestand und sind für Mordfälle eigentlich seit längerer Zeit nicht mehr zuständig. Was ganz in ihrem Interesse ist - denn sie haben gewisse Taten ihrer Vergangenheit zu verbergen! 
Warum sollen ausgerechnet sie diesen Fall übernehmen? Hat da jemand seine Finger im Spiel? Und was hat es mit dem Mord auf sich? Handelt es sich wirklich um eine reine verzweifelte Liebestat oder steckt mehr dahinter?

Meine Meinung:
Das Buch beginnt recht komplex mit mehreren Handlungssträngen und Zeitsprüngen. Durch die Kapitelüberschriften, die Hinweise auf die jeweilige Lokalisation geben und den gelegentlichen Blick in das Namensregister am Buchende, konnte ich mich allerdings rasch in die Geschichte hineinfinden. Anfangs bleibt noch unklar, wie diese Handlungsstränge zusammenhängen sollen - aber am Ende führen sie schlüssig und stimmig zusammen.
Die verschiedenen Hauptpersonen werden eindrücklich beschrieben und sind jede auf ihre Art ganz speziell. Vor allem Cozma, den Komissar mit dem untrüglichen Bauchgefühl, konnte ich ins Herz schließen. Er bildet gemeinsam mit Cippo ein eigenwilliges und gut eingespieltes Paar. Beide haben sie ihre Stärken und Schwächen,  doch sie waren mir schnell sympathisch. Auch die anderen Figuren konnte ich durchgehend mehr oder weniger ins Herz schließen.
Dem Autor gelingt es ausdrücklich gut, die etwas niedergeschlagene Atmosphäre des Landes Rumänien nach der Wende einzufangen und diese zu vermitteln. Trauer, Verlust und die charakterlichen Veränderungen aufgrund von Schicksalsschlägen sind ein großes Thema. Gesellschaftskritische Themen wie Landspekulationen, Nahrungsmittelanbau in "Billigländern" und den anschließenden Export der Lebensmittel, sowie Korruption fließen gekonnt mit ein. Dabei verliert der Autor die eigentlichen Ermittlungen jedoch nicht aus den Augen, sondern webt diese Unterthemen stattdessen passend mit hinein.
Schnell stellt sich nicht nur die Frage nach dem Mörder - sondern auch wer im Hintergrund die Fäden zieht und was das eigentliche Motiv ist!
In den letzten Kapiteln steigt die Spannung rapide an und es kommt zu einem unerwarteten, spektakulären, aber durchwegs passenden Showdown. Am Ende bleiben einige Fragen offen, doch das passt gut zum Stil des Buches.

Besonders begeistert haben mich der literarische, fast schon poetische Schreibstil und die besondere Atmosphäre bzw. die eindrücklichen Emotionen, die vermittelt werden. Außerdem hat mich die Komplexität der Geschichte, die dennoch ein rundes Gesamtbild ergibt überzeugt.Was ich persönlich an einem Krimi schätze, sind vielschichtige Protagonisten, die nicht bei oberflächlichen Beschreibungen stehen bleiben, sondern viele Facetten und Eigenarten haben. Und genau das konnte ich in diesem Buch ebenfalls finden!

Fazit:
Eine definitive Leseempfehlung! Eindrücklich, emotional, besonders, einzigartig. Definitiv eines der Top-Highlights dieses Jahres und einer der besten Krimis die ich jemals gelesen habe! Vom Schreib- und Erzählstil her eines der besten mir bekannten Bücher überhaupt!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

krimi, frankreich

Tod in Deauville

James Holin
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 26.09.2017
ISBN 9783940258793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Im Dorf Deauville in der Normandie steht ein Filmfestival bevor, zu dem zahlreiche weltbekannte Stars erwartet werden. Außerdem steht im Museum für zeitgenössische Kunst eine Buchprüfung durch den Rechnungshof an.
Während einer Vernissage bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter der Museums, plötzlich tot zusammen. Kommissar Serano ermittelt, gemeinsam mit der Angestellten des Rechnungshofes Eglantine de Tournevire. Schnell merken sie: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch den Intrigen der "Oberschicht" auf der Spur.

Meine Meinung
Leider konnte dieser Krimi meinen Erwartungen überhaupt nicht gerecht werden. Der Sprachstil erzählt langsam und sorgsam die Geschichte. Allerdings wirkt er vor allem Anfangs und auch danach noch in vielen Szenen und Dialogen etwas holprig und unbeholfen. Die zahlreichen Namen und Nebenhandlungen, bereiteten mir beim Einstieg in das Buch ebenfalls Schwierigkeiten.
Nach einem typischen Krimi Einstieg folgen immer wieder zahlreiche Passagen mit ausufernden Nebenhandlungen, in denen der Autor wirklich nichts auslässt - von Sadomaso-Sessions über Prostitution bis hin zu tödlichen "Zaubern".
Diese Nebenhandlungen lenken vom eigentlichen Geschehen ab und die Ermittlungen rücken immer weiter in den Hintergrund. Auch wenn es dem Autor gelingt, die Szenen und Personen relativ bildhaft darzustellen, bleiben die Personen für mich zu viele und zu oberflächlich und der Krimi, oder sollte ich besser sagen Roman, konnte mich nicht überzeugen. Falls es sich um eine Komödie handeln sollte (das könnte ich mir noch am ehesten vorstellen), so hat der Humor leider nicht meinen Geschmack getroffen. Ein klassischer Krimi war es für mich definitiv keiner.
Einige Grundideen wären gar  nicht so schlecht gewesen - aber sie hätten nicht alle in ein Buch gepackt werden sollen und die Umsetzung war leider etwas dürftig.

Fazit
Ein Krimi mit zahlreichen abstrusen Nebenhandlungen, der mich nicht überzeugen konnte. Durch den holprigen Sprachstil gestaltete sich das Lesen teilweise mühsam und viele Passagen riefen hochgezogene Augenbrauen bei mir hervor. Das Ende war relativ vorhersehbar.

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134 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

paris, die lichter von paris, eleanor brown, liebe, roman

Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Christel Dormagen , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

Cover
Das Bild assoziiere ich mit einer nachdenklich in die Zukunft blickenden Frau. Somit passt es gut zum Inhalt des Buches. Ich denke es wäre mir auch in einer Buchhandlung aufgefallen.

Inhalt
Es handelt sich um eine Geschichte aus der Sicht zweier Frauen einer Familie. Der Großmutter und der Enkelin.
Die Geschichte von Madeleine spielt 1999. Nach einem Streit mit ihrem Mann Philipp reist diese zu ihrer Mutter. Philipp ist gutaussehend, gesellschaftlich anerkannt und wohlhabend. Doch er respektiert Madeleine nur wenig, ist bestimmend und oberflächlich. Sie ordnete sich ihm immer unter, gab ihre Leidenschaft das Malen für ihn auf und isst sogar kaum noch, um ihm zu gefallen. Doch als ihr beim Entrümpeln des Hauses die Tagebücher ihrer Großmutter in die Hände fallen, beginnt sie ihre Beziehung und ihr bisheriges Leben zu überdenken.
Die Großmutter, Margie, ist ihrer Enkelin sehr ähnlich. Auch sie entspricht nicht dem damaligen Schönheitsideal, weshalb auch bei ihr die Verehrer nicht Schlange stehen. So begleitet sie ihre rechthaberische Cousine als Anstandsdame auf eine Europareise. Doch in Paris wird plötzlich alles anders..

Die Geschichte wird in diesen zwei Handlungssträngen erzählt, die sich jeweils passend abwechseln.

Meine Meinung
Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte plätschert in einem angenehmen Tempo dahin, weshalb dieses Buch eine leichte, lockere Lektüre ist. Man wird als Leserin langsam in das Leben der beiden Frauen, ihre Ansichten und gesellschaftlichen Erlebnisse, sowie in ihre Träume und Leidenschaften eingeführt. Beide dürfen nicht ihrer Kunst nachgehen und sind bemüht, sich nach den gesellschaftlichen Konventionen zu strecken und sich in das Idealbild zu pressen.
Die Protagonistinnen sind authentisch und ihre Gefühle und Ansichten nachvollziehbar geschildert. Ich konnte mich in beide gut hineinversetzen.
Große Spannungen und unerwartete Wendungen sind bei diesem Buch allerdings nicht zu erwarten. Es bleibt relativ vorhersehbar. Doch vor allem aufgrund der tollen Aussagekraft des Buches würde ich es trotzdem empfehlen. Man sollte sich nicht aufgeben und nicht versuchen, einem Ideal zu entsprechen, wenn man damit unglücklich ist. Irgendwie findet man immer einen Weg, sich selbst zu verwirklichen, auch wenn er vielleicht nicht der gesellschaftlich anerkannte oder ganz der gewünschte ist!

Fazit
Alles in allem ein schöner und gefühlvoller Roman mit einer wichtigen Aussage, der auch den Leser zum reflektieren seines Lebens anregt. Er hat mich jedoch nicht umgehauen und war etwas vorhersehbar. Nichtsdestotrotz vor allem aufgrund seiner Aussagekraft vergebe ich 4 Sterne.
Eher eine lockere Lektüre für zwischendurch.

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48 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

winter, mord, parko, thrille, spannung ohne end

Der Engel des Bösen

Martin Krüger
E-Buch Text
Erschienen bei Edition M, 17.10.2017
ISBN 9781542099769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da ich den ersten Band der Reihe bereits kannte und regelrecht verschlungen hatte, waren meine Erwartungen an den zweiten Teil natürlich dementsprechend hoch - Und ich wurde keineswegs enttäuscht!

Inhalt:
Eine gemütliche Feier im Kollegenkreis wird abrupt unterbrochen. Ein Täter stellt über einen Live-Stream Bilder eines potentiellen Mordopfers ins Netz, das gezwungen wird seinen eigenen Tod anzukündigen. Untermalt wird das Ganze durch einen Countdown. Nun läuft die Zeit für Marie Winter und ihre Kollegen. Kann sie die Frage, die ihr der Täter gestellt hat, in der kurzen Zeit beantworten oder werden sie gezwungen sein die Ermordung einer unschuldigen Frau live mitanzusehen?Es folgen immer weitere Countdowns und "Aufgaben". Marie Winter und ihre Kollegen ermitteln verzweifelt am Rande ihrer Kräfte. Doch dann taucht Parkov, ein BKA Ermittler mit ungewöhnlichen Methoden, mit dem sie bereits im vorherigen Band gut zusammengearbeitet hatte, wieder auf der Bildfläche auf. Wird es den Beiden gelingen den Täter zu stellen?

Meine Meinung:
Auch in diesem Teil wird die Spannung bereits wieder von den ersten Seiten an aufgebaut und steigert sich im weiteren Verlauf des Buches bis ins schier unerträgliche (im positiven Sinne). Der Täter scheint den Ermittlern immer voraus zu sein und alles im Blick zu haben. Auch in diesem Band wird man als Leser immer wieder, gemeinsam mit den Ermittlern, auf falsche Fährten geführt, was das Lesevergnügen nur umso spannender macht.Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Ich konnte mich in alle Szenen sehr gut hineinversetzen. Manchmal sogar so gut, dass ich richtiggehend mitfühlen konnte und das Prasseln des Regens nahezu um mich herum spüren konnte.Die beiden Ermittler, welche ich schon im ersten Teil ins Herz geschlossen habe, zeigen in diesem Band wieder neue Facetten ihrer bewegten Vergangenheit. Ich bin nach diesem Buch nur noch mehr Fan von ihnen. Unglaublich, wie man so faszinierende Protagonisten entstehen lassen kann - Großes Lob an den Autor.Das Ende kam für mich völlig unerwartet und lies mich überrascht zurück. Genau so soll es sein!

Fazit:
Ein Thriller der Extraklasse mit Suchtfaktor! Eindeutig eine große Leseempfehlung für alle Thrillerfans!

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42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

klimawandel, sachbuch, klima, ozonloch, golfstrom

Planet Planlos

Stefan Bonner , Anne Weiss
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426214329
Genre: Sachbücher

Rezension:

In dem Buch "Planet Planlos" von Stefan Bonner und Anne Weiss geht es um die globale Erwärmung und die Auswirkungen, die der Klimawandel haben könnte/wird. Sie zeigen eindrücklich die wissenschaftlichen Belege auf, wie weit fortgeschritten der nicht allzu ferne Weltuntergang ist und dass es höchste Zeit ist, die Notbremse zu ziehen. Denn der Klimawandel hängt nachweislich mit der Industrialisierung der Menschen zusammen - auch wenn das Klimawandelgegner (natürlich stark unterstützt von den Wirtschaftsbossen) nach wie vor zu leugnen versuchen. Doch die Fakten sprechen für sich..

Cover
Das Cover ist passend gestaltet und zeigt, wie unserer Erde (und somit auch allen Spezies - auch unserer) langsam die Luft ausgeht. Außerdem kann man der Gestaltung bereits entnehmen, dass es sich nicht um ein trockenes Sachbuch handelt, sondern die Autoren, trotz der ernsten Sachlage, versuchen ein möglichst humorvolles und bildhaftes Buch zu schaffen.

Inhalt
Die Autoren beginnen anhand von persönlichen Schicksalen aufzuzeigen, welche Auswirkungen der Klimawandel bereits aktuell hat. Diese schockieren und man kann sich aufgrund der Leidensgeschichten und der verwendeten Wir-Form nur schwer davon distanzieren.Daran anschließend folgt eine historische Darstellung der Entwicklung der Klimaforschung, die aufschlussreich ist und mich insofern schockiert hat, als dass ich nicht wusste wie weit zurück die ersten nachweislichen Veränderungen bereits liegen!Das folgende Kapitel versucht die Komplexität der verschiedenen Klimasysteme (Polarkappen, Meeresströmungen, Windströmungen, usw.) und die Auswirkungen des Klimawandels darauf verständlich zu erklären. Dies ist den Autoren sehr gut gelungen und man beginnt als Leser langsam zu begreifen, wie ernst die Lage ist.Weiter geht es mit einer Aufzeichnung des täglichen CO2 Ausstoßes eines Durchschnittsbürgers, sowie Ausführungen über die (halbherzigen) Einigungen der Politiker. Spätestens jetzt wird klar, dass eine radikale Änderung notwendig ist, um im wahrsten Sinne des Wortes die Welt zu retten!Das letzte Kapitel zeigt mithilfe eines 10-Punkte-Plans ausführlich auf, wie genau das gehen könnte. Prägnant und ohne Verschönerungen wird dies hier aufgezeigt: Änderungen im Wirtschaftssystem, in der Energiegewinnung, unseres verschwenderischen Lebensstils, sowie auch einer Umstellung auf weitgehend fleischlose Ernährung, uvm.

Meine Meinung
Ein verständliches und trotzdem ausführliches Buch über dieses Thema zu schreiben, ist dank der Komplexität und auch der Unerforschtheit gewisser Klimaparameter schwierig - doch das ist den Autoren äußerst gut gelungen! Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Trotz der schockierenden Eindrücklichkeit, gelingt es den Autoren das trockene und traurige Thema mit einer Prise Humor rüberzubringen.Der Inhalt wirkt gut wissenschaftlich belegt und die Kapitel sind sinnvoll und schlüssig gereiht und aufeinander aufgebaut. Sehr gut fand ich, dass man als Leser nicht mit den harten Fakten alleingelassen wird, sondern auch versucht wird aufzuzeigen, durch welche kleinen Schritte man bereits im eigenen Alltag etwas zum Positiven verändern kann. Auch die Zitate, die den Text untermauerten, haben mir gut gefallen.

Fazit
Ein Buch, das von jedem und jeder gelesen werden sollte! Es handelt sich um ein Thema, das uns alle betrifft und jeder Mitbewohner dieser Erde sollte sich darüber informieren und etwas dagegen tun.Außerdem ist es ein extrem gutes Sachbuch, an dem ich keine Kritikpunkte finden konnte.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

als, lebensberater, spica verlag, krankheit, mut

Am Leben Sein

Ines Schmidt
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Spica Verlag GmbH, 21.08.2017
ISBN 9783946732204
Genre: Sachbücher

Rezension:

Cover
Bereits das Cover fand ich extrem ansprechend und wäre in einer Buchhandlung absolut nicht daran vorübergegangen. Das Wortspiel Am Leben Sein, spiegelt bereits vieles wieder - Die Krankheit ALS, sowie dass die Diagnose einer unweigerlich zum Tod führenden Krankheit nicht bedeuten muss, sich aufzugeben. Dies, sowie dass Liebe und Wertschätzung nicht nur für Kranke, sondern für jeden Menschen wichtige Lebensinhalte sein sollten, stellen für mich die Hauptaussagen des Buches dar, die ich mir mitnehmen konnte.

Inhalt
Bei dem Buch von Ines Schmidt handelt es sich jedoch nicht um ein Sachbuch über eine neurologische Erkrankung, sondern um etwas viel persönlicheres. Ihr Sohn Paul erfuhr mit 17, dass er an der unheilbaren Krankheit ALS leiden würde, die im Laufe der nächsten 3 bis 6 Jahre zum Tod führen sollte. Aus ihrer Sicht und derer von Franzi, Pauls bester Freundin, begleiten wir als Leser Paul bei diesem Weg - von der Diagnose bis zum letzten Atemzug und noch etwas darüber hinaus. Diese Geschichte wird mit einer CD mit ausgewählten, persönlichen Songs von Paul und seinen Freunden, sowie auch von Ines, begleitet.

Meine Meinung
Der Schreibstil ist einfach und klar und deshalb leicht lesbar und verständlich. Allerdings brauchte ich trotz der "nur" 159 Seiten relativ lange, um dieses Buch zu beenden. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass es mich sehr stark berührt hat, zum Nachdenken gebracht hat und ich Zeit brauchte, um das Gelesene zu verarbeiten. Diese Pausen sind denke ich auch notwendig, um den Hintergrund und die Tragweite des Buches und der Geschichte zu begreifen.
Es wird aufgezeigt, wie wichtig der Lebenswille und eine positive Grundeinstellung, sowie Liebe durch die Mitmenschen ist. Wie viele Emotionen in diesem Buch stecken und dadurch vermittelt werden, ist für mich schwer in Worte zu fassen. Mut und Kraft, genauso wie Trauer und Leid durch die Erkrankung werden eindrücklich beschrieben.

Fazit
Eine klare Leseempfehlung für jeden! Ich kann mich an kein Buch erinnern, dass mich jemals so berührt und beschäftigt hat!
Vor allem auch für Personen, die in Gesundheitsberufen tätig sind (Pfleger/innen und Therapeut/innen) finde ich das Buch absolut notwendig! Es vermittelt einem wahnsinnig berührend und eindrücklich, was Betroffene und deren Angehörige fühlen und auch wie wichtig ein wertschätzender, individueller Umgang mit den Patienten ist - Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Kurvendiskussion

Iris Nepomuck
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Geest-Verlag, 20.04.2017
ISBN 9783866856103
Genre: Romane

Rezension:


Ein Schönheitsideal aus Photoshop, Diäten, Leistungsdruck und Selbstdarstellung auf sozialen Medien prägen momentan unser Gesellschaftsbild stark. Dabei ist es schwer, sich davon abzugrenzen und auf sich selbst zu vertrauen, so wie man ist. Vor allem wenn man in der Kindheit Erfahrungen gemacht hatte, die einen verunsichern und prägen (wie z.B. dass Anerkennung und Liebe an Leistung geknüpft ist). Über diese Probleme und ihre eigenen schwierigen Erfahrungen damit berichtet die Autorin in ihrem Roman.

Inhalt:
Das Buch wurde von der Autorin Iris Nepomuck teilweise autobiographisch, auf eigenen Erfahrungen basierend, verfasst. Die Protagonistin Julia ist 19, als sie erkennt, dass sie seit Jahren in einer Illusion lebt. Hungern und erbrechen gehören zu ihrem Alltag, genauso wie ihr Perfektionszwang und der Wunsch von allen bewundert zu werden. Doch ist das wirklich notwendig? Was sind die im Leben wirklich wichtigen Werte? Will sie so weitermachen? Oder ist es Zeit für eine Veränderung? Somit begibt sie sich auf eine lange und schwere Reise zu sich selbst..


Meine Meinung:
Da ich bereits einige Bücher zu diesem Thema gelesen habe und ich selbst bereits einmal am Rande einer Essstörung stand, hat das Buch sofort mein Interesse geweckt.
Mithilfe von Tagebucheinträgen werden die intimsten Gedanken offen und schonungslos berichtet. Der Schreibstil ist locker und flüssig und die Geschichte bzw. die Eindrücke der Autorin haben mich bereits nach mehreren Seiten gefesselt.
Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen. Ihre Ängste, Zwänge, Lügen und Gedanken werden eindrücklich beschrieben und in manchem davon konnte ich mich selbst entdecken, wodurch das Buch auch eine gewisse Reise zu sich selbst ist und zum Auseinandersetzen und Hinterfragen der Gesellschaft sowie der persönlichen Entwicklung anregt.
Der gesamte Entwicklungsweg und Reifungsweg war gut nachvollziehbar. Ich freute mich, wie die Lebensfreude in den verschiedenen Einträgen immer mehr zu spüren war. Wie schwer der Weg aus der Sucht jedoch tatsächlich ist und wie einen diese Erfahrung lebenslang beeinflusst kann man nur verstehen, wenn man dieses Buch gelesen hat. Es ist ein mehr oder weniger Lebenslanger Kampf, nicht doch wieder rückfällig zu werden und sich seinen Selbstzweifeln und Depressionen nicht erneut hinzugeben.


Fazit:
Eine klare Leseempfehlung für alle Betroffenen, Angehörigen die ihre betroffenen Familienmitglieder besser verstehen und unterstützen können wollen, sowie für alle, die sich einen kritischen Blick auf die Gesellschaft erlauben wollen. Authentisch, ehrlich und berührend.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

humidor, erfolgreiche schriftsteller, spionage, bootsunfall, charleston

Das letzte Manuskript

Dan Walsh , Eva Weyandt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.08.2017
ISBN 9783868276664
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Als der berühmte und geheimnisvolle Schriftsteller Gerard Warner stirbt, nimmt er das Geheimnis über seine Abstammung und Familiengeschichte mit ins Grab - dachte die Verwandtschaft zumindest zunächst. Sein Enkel Michael erbt nicht nur einen Teil des Vermögens, sondern auch das Haus des Großvaters. Hier stößt er auf "das letzte Manuskript". Doch was hat es mit dieser Geschichte, die so anders ist als die bisherigen Romane seines Großvaters, auf sich?

Meine Meinung
Da es sich bei dem Autor um einen Pastor handelt, sowie das Buch eindeutig als christliches Buch gekennzeichnet wurde, waren meine Erwartungen anfangs gemischt. Doch vor allem in der ersten Hälfte spielen Gott und Glaube noch keine große Rolle. Erst in der zweiten Hälfte des Buches fließen diese zwei Säulen in die Geschichte ein. Alles in allem habe ich rückblickend betrachtet dies jedoch nicht störend oder übertrieben gefunden, auch wenn die Verteilung des Themas nicht ausgeglichen ist. Aber in der ersten Hälfte des Buches hätten diese Themen vermutlich inhaltlich nicht gepasst. Außerdem sind sie keinesfalls so herausgehoben, dass für Leser ohne christlichen Glauben dieses Buch zu vermeiden wäre.
Der Schreibstil ist locker und leicht und somit lässt sich das Buch gut und schnell lesen. So gänzlich fesseln konnten mich die Figuren und der Schreibstil jedoch leider nicht. Doch das ist Geschmackssache, da mich eher Charaktere mit zahlreichen Facetten die nicht so oberflächlich bleiben, sondern weiter in die Tiefe gehen, faszinieren. Gerard war hier natürlich so ein Charakter. Doch in Michael und seine Frau Jenn konnte ich mich nur wenig hineinversetzen.
Die Liebesgeschichte mit einer Kriegsgeschichte zu verbinden und dabei den Spannungslevel aufrecht zu erhalten ist dem Autor sehr gut gelungen. Vor allem das Manuskript in der Geschichte fand ich teilweise sehr fesselnd. Auch die optische Abgrenzung des Manuskripts von der "Gegenwart" möchte ich lobend erwähnen. So wurde Klarheit geschaffen.
Allerdings waren manche Zufälle und konfliktfreie Lösungen der Handlung mir persönlich etwas zu unrealistisch und zu problemlos (Mehr kann ich leider an dieser Stelle nicht verraten). Deshalb gibt es leider Punkteabzug.
Besonders interessant fand ich auch den geschichtlichen Hintergrund USA-Deutschland. Über diesen historischen Aspekt wusste ich bisher noch nichts.
Gesamt würde ich gerne 3.5 Punkte vergeben, doch das ist leider nicht möglich. ;)

Fazit
Auch wenn mich vor allem der Einstieg nicht fesseln konnte, entwickelte sich die Handlung zu einem mehr oder weniger fesselnden Lesevergnügen mit wenigen Defiziten. Für alle Leser, welche eine lockere und eher leichte Lektüre mit historischem Hintergrund suchen eine gute Leseempfehlung!

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

england, roman, party, freundschaft, neid

Die Party

Elizabeth Day , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.09.2017
ISBN 9783832198671
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Martin Gilmour ist ein Einzelgänger und aufgrund seiner speziellen Art auch ein Außenseiter. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, seine Mutter war ihm gegenüber sehr distanziert. Seine Mutter hasst er bis zum jeztigen Tag. Es gibt nur einen Mensch in seinem Leben - Ben, seinen besten Freund. Alles in seinem Leben dreht sich um Ben und darum, ihm zu gefallen.
Ben ist attraktiv und reicht und gehört der privilegierten Oberschicht an. Martin tut alles um sich Bens Aufmerksamkeit zu sichern und dauerhaft in seiner Nähe zu bleiben. Dafür begibt er sich in eine gefährliche Abhängigkeit..
Nach vielen Jahren hat auch Lucy, Martins Ehefrau, begriffen, dass es in seinem Leben nur Ben gibt. Ihr Ehemann mag sie, aber Liebe?
Auf der Party scheinen all diese unterdrückten Emotionen hochzukommen und die Vergangenheit holt sie ein. Bis sie auf der Polizeistation von Templeworth landen. Was ist geschehen? Was steckt hinter dem Ganzen?

(Es ist schwierig, bei diesem Buch noch nicht zu viel zu verraten und gleichzeitig auch nicht zu wenig Inhalt zu liefern. Ich hoffe ich habe den Mittelweg ganz gut gefunden. ;)  )

Meine Meinung:
Das Buch entsprach auf jeden Fall nicht meinen Erwartungen. Ich versprach mir eine rasante Party, in der ein Vorfall den nächsten ablöst und (vielleicht alkoholgeschwängert) Geheimnisse und Intrigen aufgedeckt werden.

Die Geschichte wurde jedoch mit viel weniger Action, dafür aber mit mehr Tiefe und Einblicken in die Psyche der Figuren erzählt. Das konnte meine Erwartungen schlussendlich völlig übertreffen und mich restlos begeistert zurücklassen!
Die Party findet zwar tatsächlich statt - wie sie auch der Titel schon verspricht - aber sie wird in Rückblenden auf der Polizeistation erzählt.

Martin ist ein faszinierender und einzigartiger Charakter, der mir jedoch größtenteils unsympathisch war. Seine Entwicklung, die auch mit Rückblenden in seine Kindheit erzählt wird konnte ich jedoch gut und schlüssig nachvollziehen. Er ist psychisch sehr labil, von Ben besessen und weist seltsame Aggressionsfantasien auf.
Lucy war mir hier definitiv sympathischer. Sie machte die größte und bedeutendste Entwicklung durch. Sehr interessant war hier, wie sie aus Martins Sicht erzählt wurde und anschließend ihre geschriebenen Aufzeichnungen, die eine komplett andere Facette ihrer Persönlichkeit zeigen. Denn sie ist nicht so schüchtern und einfältig wie sie sich gibt - Es steckt wahnsinnig viel mehr dahinter und ihr Verhalten hat nachvollziehbare Gründe!
Ein Kapitel aus der Sicht Bens gab es leider nicht. Das wäre jedoch noch interessant gewesen! Jedoch kann man zwischen den Zeilen in den einzelnen Szenen einiges über seinen wahren Charakter erahnen (Ich muss aufpassen nicht schon zu viel zu verraten.).

Die Unterschiede zwischen "Ober-" und "Unterschicht" werden in interessanten Aspekten herausgearbeitet und verleihen dem Roman eine Tiefe, die zum Nachdenken anregt. Alles hat am Ende Sinn ergeben und sich zu einem unerwarteten Bild zusammengesetzt!
Besonders gut hat mir gefallen, dass eine unterschwellige Spannung und ein ungutes Gefühl von Seite 1 weg mitschwang. Nach und nach wurden einzelne Facetten der Figuren aufgelöst und entwickelten sich zu einem immer spannenderen Bild.
Obwohl es sehr viel um die Psyche der Protagonisten und die gesellschaftlichen Unterschiede geht, war dieser Roman keineswegs langweilig, sondern großartig und fesselnd geschrieben von der ersten bis zur letzten Seite!

Fazit:
Der Autorin ist hier ein überaus lesenswertes und einmaliges Kunstwerk gelungen, das mich gänzlich überzeugen konnte! Das Ende war für mich nicht voraussehbar, die Figuren sind definitiv einzigartig und faszinierend und die Spannung wird von der ersten bis zur letzten Seite aufrechterhalten!

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(10)

13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

burschenschaften, österreich, politik, österreichische politik, filz

Stille Machtergreifung

Hans-Henning Scharsach
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 28.08.2017
ISBN 9783218010849
Genre: Biografien

Rezension:

Hans-Henning Scharsach beschreibt in seinem Buch über 240 Seiten die thematischen Inhalte der Burschenschaften, die Anzahl an Burschenschaftlern in der FPÖ in führenden Positionen, die Verbindungen zum Nationalsozialismus, sowie welche Verbindung Hofer dazu hat, die angewendeten Tipps und Tricks im Wahlkampf und was uns unter einer FPÖ Regierung erwarten würde.Dabei beruft er sich auf zahlreiche Quellen, sowie auf die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens, was sein Werk äußerst glaubwürdig und fundiert erscheinen lässt.

Man bekommt als Leser einen tiefen Einblick in die Thematik der Burschenschaften, die für mich immer ein großes Fragezeichen darstellten bzw. über die mir persönlich nicht viel bekannt war. Besonders gut hat mir außerdem gefallen, dass die Wirksamkeit von Fake-News eindrücklich aufgezeigt wurde. Durch soziale Medien wie Facebook werden vor allem im Wahlkampf Unwahrheiten verbreitet und durch falsche Zahlen belegt. Diese führen dann natürlich zu einem großen Aufschrei und einer sofortigen weiteren Verbreitung derselben. Da es für dieses Medium wenig Überwachung gibt und vor allem die weitere Verbreitung schwer kontrolliert und eingedämmt werden kann oder auch die Richtigstellung dieser Fehlinformationen nicht im selben Maße verbreitet wird, werden Wähler/innen systematisch manipuliert.Dieses Werk stellt durch seine wissenschaftliche Fundiertheit den genauen Gegenpol dieser Masche dar und ist somit für mich ein zur Grundbildung jedes Menschen, der in Demokratie lebt, zählendes Buch. Es zeigt unter anderem, dass Informationen kritisch hinterfragt werden sollen und auch durch verschiedene Quellen in der selben Form bestätigt sein sollten. Außerdem liefert es ein umfassendes Bild der FPÖ und der Burschenschaften, so wie deren genauen Werte und Einstellungen (die ebenfalls im Wahlkampf oft vertuscht werden).

Leider war die Meinung und Einstellung des Autors für mich persönlich in manchen Abschnitten etwas zu sehr herauslesbar, worunter natürlich die Objektivität litt. Außerdem entsprach die relative Fixierung auf den Nationalsozialismus und die im Vergleich dazu geringere Information über die Wahlkampfstrategien und die heutige Politiksituation nicht ganz meinen Erwartungen, weshalb es Punkteabzug gibt.

Aufgrund der zahlreichen Informationen erfordert das Buch viel Konzentration und Aufmerksamkeit zum Lesen. Nichtsdestotrotz lohnt es sich jedoch, sich genügend Zeit für diese Lektüre zu nehmen, um die Hintergründ umfassend zu verstehen.

Fazit:
Ein wichtiges Buch, welches zum Nachdenken und reflektieren anregt und von jedem Wähler und jeder Wählerin (egal welcher politischen Einstellung) zumindest in Österreich gelesen werden sollte!

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(29)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

thriller, forensik, gerichtsmedizin, forensikerin, 2017

Totenstarre

Patricia Cornwell , Karin Dufner
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.09.2017
ISBN 9783959671255
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller "Totenstarre" ist bereits Band 24 einer Reihe um die Ermittlerin Kay Scarpetta, die forensische Gerichtsmedizinerin  und Chefin des CFC in Cambridge ist.
Inhalt:Kay Scarpetta wird bereits seit einer Woche von Sprachanrufen eines Stalkers namens Tailend Charlie belästigt, der intime Details über ihre Vergangenheit zu kennen scheint. Anfangs nimmt sie diese nicht so ernst. Doch als sie schließlich zu einem ungewöhnlichen Todesfall einer Radfahrerin, der sie an demselben Tag zwei Mal begegnet ist, gerufen wird, wird sie langsam misstrauisch. Denn alle äußeren Zeichen deuten auf einen Blitzschlag oder einen elektrischen Schlag hin - den sie sich nicht unbedingt in dieser Form erklären kann, da in der momentanen Hitzewelle kein Gewitter in Sicht ist. So langsam beginnt sie die Ermittlung aufzunehmen und Zusammenhänge zu knüpfen..
Meine Meinung:Obwohl ich die vorherigen Bände der Serie nicht kenne, konnte ich mich durch die Informationen in den ersten Kapiteln gut in Kays Familiensituation und Privatleben einfinden. Dass der Thriller somit ohne Kenntnis der vorherigen Bände gelesen werden kann ist ein eindeutiger Pluspunkt.Doch im weiteren Verlauf verliert sich Patricia Cornwell in detailreichen Beschreibungen aller Handlungen und Umgebungsdetails, sowie dem Innenleben der Protagonistin. Die Dialoge wirken teilweise gezwungen und es wird viel aneinander vorbeigeredet. Dadurch wird die weitere Handlung langatmig und das Lesen derselben, trotz des flüssigen Schreibstils, mühsam. Darunter leidet leider die Spannung.Das Ende konnte mich wiederum fesseln und überzeugen. Es wirkte alles in allem sehr schlüssig. Doch der Mittelteil zog sich in die Länge. Hier hätte ich das Buch, hätte ich es nicht in einer Leserunde gelesen, vermutlich sogar zur Seite gelegt.Alleine der Weg zur Leiche zieht sich fast bis zur Hälfte des Buches. Die Untersuchung des Tatorts nahm einen Großteil der Handlung ein.Kay als Person war mir sympathisch. Kleine Bemerkungen ihrerseits und versteckter Humor den Kollegen gegenüber lockern den Roman etwas auf. Auch ihre intelligente und vorsichtige Art der Ermittlung gefiel mir gut.
Fazit:Ich hätte mir deutlich mehr Spannung gewünscht. Die unterschwellige Bedrohung, von der jedoch relativ spät erst wirklich die Rede ist, war für mich Großteils nicht spürbar. Außerdem war der Thriller für meinen Geschmack viel zu langatmig. Da mich das Ende jedoch überzeugen konnte 3 von 5 Sternen.

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(24)

29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

herz, sachbuch, blutdruck, wissen, leistung

Was das Herz begehrt

Felix Schröder , Nina Weber
Geheftet: 240 Seiten
Erschienen bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 07.09.2017
ISBN 9783841905451
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:
Felix Schröder und Nina Weber erklären in diesem Buch den Aufbau, die Funktionsweise des Herzens, wie es sich im Laufe des Lebens verändert und anpasst und wie man am besten einen gesunden Einfluss auf die Entwicklung nehmen kann bzw. was schädlich für dieses Organ ist. Weiters werden noch die gängigsten Herzerkrankungen informativ beschrieben.

Meine Meinung:
Was sich zunächst nach trockenen Fakten anhört, wird in einem für Laien verständlichen Text einfach und spielerisch erklärt. Dabei wird genau das perfekte Mittelmaß zwischen Information und Fakten, sowie Witz und Charme gewählt. Viel Konzentration ist jedoch dennoch gefragt. ;)
Mithilfe von Vergleichen, wie zum Beispiel des Reizleitungssystems anhand eines Orchesters, gelingt es verständliche Bilder zu schaffen und die Informationen kurz und gut vorstellbar zu vermitteln. Anschauliche, hilfreiche Skizzen, sowie lehrreiche Quizfragen lockern den Text zusätzlich auf. Die Begeisterung der Autoren für das Thema Herz ist richtiggehend spürbar.
Das Buch ist nicht speziell für Herzpatienten oder Leser mit medizinischem Vorwissen ausgelegt, sondern kann von jedem gelesen werden.
Besonders gut gefallen hat mir, dass auch die Wichtigkeit der ersten Hilfe angesprochen wird, sowie auch manchmal etwas zu wichtigen Themen, welche ebenfalls mit der Thematik passend verbunden sind, abgeschweift wird. So werden auch die Qualität von Studien hinterfragt und kurz erklärt, wie diese zustandekommen können und warum dem Ergebnis nicht immer unbedingt getraut werden darf/soll.

Fazit:
Ein informatives Sachbuch mit Charme, das ich definitiv jedem empfehlen kann!

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(88)

98 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

hugenotten, frankreich, krimi, cevennen, südfrankreich

In tiefen Schluchten

Anne Chaplet
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462050424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Ich habe es irgendwann aufgegeben, die Welt in Gut und Böse zu unterteilen, die Menschen sind beides.“

Inhalt:
Die verwitwete Tori Godon lebt in Südfrankreich, in der wunderschönen, aber auch wilden Landschaft des Vivarais. Als ein Holländer, der sich bei ihrer Freundin eingemietet hat verschwindet, ist sie beunruhigt. Doch als ein zweiter Tod die Dorfgemeinde erschüttert, ist sie alarmiert und bohrt immer tiefer in der Vergangenheit der Dorfbevölkerung, sowie der früheren Bewohner ihres Hauses - dem ältesten im ganzen Ort. Wie hängt das alles zusammen? Haben die Toten etwas mit der Vergangenheit zu tun?Doch als sie selbst bei der Suche nach dem Holländer in einen Schacht stürzt, gerät auch ihr Leben in Gefahr..

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Anne Chaplet ist einzigartig. Schnell taucht man ein in eine bildhafte Beschreibung der wilden, wunderschönen Landschaft. Die Märkte, das französische Essen, die Landschaft - all das wird so lebendig beschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat komplett einzutauchen und die Gerüche und Farben direkt selbst wahrzunehmen.Doch diese Beschreibungen der Landschaft, des französischen Lebensgefühls und der Dorfgemeinschaft nehmen leider einen Großteil des Buches ein und lassen es daher vor allem in der ersten Hälfte etwas langatmig werden. Rasch folgen geschichtliche Informationen über die Hugenotten, die Resistance usw. en masse.Die Handlung konnte mich leider nur mäßig fesseln. Obwohl ich die Hauptfiguren allesamt sehr sympathisch und authentisch fand, entsprach die Spannung und der Inhalt des Romans leider nicht meinen Erwartungen. Es handelt sich definitiv nicht um einen Kriminalroman der klassischen Art. Außerdem bleiben am Ende relativ viele offene Fragen bestehen.

Fazit:
Für klassische Kriminalromanleser eher nicht geeignet. Eher für historisch interessierte Romanleser. Als Auftakt einer neuen Serie jedoch durchaus nicht schlecht gelungen, da noch viele offene Fragen bleiben. Jedoch ist es mir persönlich für einen ersten Band etwas zu langatmig geraten.

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(7)

9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Wundergirl

Meike Cuddeford
Flexibler Einband: 468 Seiten
Erschienen bei epubli, 23.09.2015
ISBN 9783737563901
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Inhalt:
Die 25-jährige Minna hat ihr Studium abgebrochen und finanziert ihren Lebensunterhalt mittels vier Freier. Doch plötzlich geht auch das in die Brüche. Außerdem tritt ein Mordfall an die Medien, der bei ihr alte Wunden wieder aufreißt und Erinnerungen hochkommen lässt. Denn Minna wurde mit 12 von einer Bezugsperson zwei Jahre lang missbraucht.
In dem Buch geht es nicht nur um den Missbrauch, sondern auch um die Auswirkungen dieser Erfahrungen auf die Psyche, sowie das ganze weitere Leben der Betroffenen.

Cover:
Das Cover hat mich persönlich nicht angesprochen. Erst im Lauf der Geschichte erfährt man, was es mit dem Titel und dem Stern auf sich hat - eine von Minna geliebte Comicfigur. Die Schrift wirkt kindlich und gibt daher einen ersten Hinweis auf den Inhalt des Buches.

Meine Meinung:
Durch den flüssigen und einfachen Schreibstil, lässt sich das Buch gut und rasch lesen. Die Autorin versucht damit, ein Tabuthema aufzuarbeiten, wofür ihr mein größter Respekt gehört. Denn mit diesem Buch gelingt es ihr zu zeigen, dass Wegsehen und Schweigen und der damit verbundene Weitergang des Missbrauchs fatale Auswirkungen auf das restliche Leben der Betroffenen haben kann.
Die psychische Verfassung Minnas wird durch die Seiten gut transportiert. Ihre Vergangenheit wird durch Rückblenden ehrlich und ohne sie zwischen den Zeilen zu verstecken geschildert. Gerade diese offene Schilderung hinterließ bei mir Gänsehaut. Vor allem in Minnas Kindheitsverhalten konnte ich mich gut hineinversetzen und mit ihr mitfühlen.
Der Mord ist eine Nebenhandlung. Doch auch bei diesem gab es am Ende eine für mich unerwartete Aufklärung, die zeigt, wie sexueller Missbrauch an Kindern auch das unmittelbare Umfeld beeinflussen kann.
Mit Minna im Erwachsenenalter konnte ich jedoch nicht ganz warm werden. Sie scheint teilweise überhaupt keinen Kämpferwillen zu besitzen und wirkt außerdem oft naiv. Natürlich ist ihr Verhalten nur Geschmackssache und ich kann es nicht beurteilen, da ich selbst zum Glück nicht in ihrer Situation war. Jedoch war sie mir trotzdem nicht hundertprozentig sympathisch bzw. ihr Verhalten für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Passend wären für mich 3,5 Sterne, doch das gibt es leider nicht. ;)

Fazit:
Eine relativ gute Aufarbeitung des Themas sexueller Missbrauch an Kindern und dessen weitere Auswirkungen. Dieses Buch punktet vor allem mit den schonungslosen Abschnitten aus der Kindheit der Protagonistin.

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(21)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

verlag: arctis, atmosphär, der mann zwischen den wänden, beobachtung, surreale elemente

Der Mann zwischen den Wänden

Emma Ångström , Annika Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783038800057
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Die neunjährige Alva zieht mit ihrer Mutter und den beiden älteren Schwestern von einer Villa in ein Mehrfamilienhaus. Das ist nicht einfach, da damit auch die Trennung zu ihrem Vater verbunden ist. Dass die Mutter ihr nicht erklären will, warum sie keinen Kontakt zu ihm aufnehmen darf, macht es nicht leichter. Alva ist eine Einzelgängerin mit einem für ihr Alter untypischem Verhalten. Sie hat keine Freunde und liebt es, in ihrer Freizeit zu lesen, sowie sich mit übersinnlichen Phänomenen zu beschäftigen.
Dass in dem Haus unerklärliche Dinge vor sich gehen, stärkt ihr Interesse nur umso mehr. Eine Mieterin wird vermisst und wenige Tage später tot in der Wohnung aufgefunden - ohne diese jemals verlassen zu haben. In der Wohnung finden sich Spuren einer unbekannten Person.. Außerdem fühlen sich die Bewohner ständig beobachtet und mehrmals fehlt unerklärlicherweise Essen usw. Was hat es damit auf sich?


Meine Meinung:
Zu allererst möchte ich erwähnen, dass jeder Leser den Klappentext, sowie die Inhaltsbeschreibung im Buchinnenrand außen vor lassen sollte. Diese beiden Beschreibungen verraten einfach bereits zu viel und nehmen somit etwas von der Spannung.
Der Einstieg in das Buch gelang mir gut. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung konnte mich bald fesseln. Die Autorin beherrscht es, eine unheimliche, düstere Atmosphäre aufzubauen. Mehrmals lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Der Fokus der Handlung liegt auf Alva. Dadurch, dass auch Kapitel aus der Sicht von anderen Mietern eingestreut werden, erhält man einen guten Überblick über die unerklärlichen Vorgänge im Haus. Alltägliche Szenen wirken nach und nach bedrohlich und unheilvoll.
Auch Kapitel über den Täter werden eingebaut. So erfährt man mehr über seine psychische Situation und Vergangenheit.
Insgesamt sind allerdings viele Szenen sehr ekelhaft beschrieben. Somit ist das Buch einerseits nichts für schwache Nerven, andererseits auch nichts für schwache Mägen. ;)
Alva war mir anfangs noch sehr sympathisch. Die Entwicklung die sie im Verlauf der Geschichte durchläuft, hat mir allerdings überhaupt nicht gefallen (mehr kann ich momentan nicht verraten, um nicht zu spoilern). Auch das Ende lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits war es teilweise unerwartet und profitiert somit vom gewünschten Überraschungseffekt, andererseits hat es mir persönlich überhaupt nicht gefallen. Außerdem bleiben einige Fragen unbeantwortet bzw. Handlungsstränge offen.


Fazit:
Ein gruseliger Thriller, mit Tendenz Richtung Horror, der vor allem durch die Vermittlung einer gruseligen, düsteren Atmosphäre begeistern und fesseln kann. Die Handlung lässt allerdings ab der Hälfte ca. nach und konnte mich nicht mehr wirklich begeistern. Mal abgesehen davon, dass mir die Entwicklung der Hauptperson überhaupt nicht gefallen hat.

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(30)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

spannung, thriller, die gaben des todes, mor, winter-und-parkov-thriller

Die Gaben des Todes

Martin Krüger
E-Buch Text
Erschienen bei Edition M, 25.07.2017
ISBN 9781542096850
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Der "Dezembermann" tritt mittels einer grausam zugerichteten Leiche einer jungen Frau in Kommissarin Marie Winters Leben. Mit ihr hat er ein Schaufenster in der Innenstadt "dekoriert". Auf der Scheibe stehen die blutigen Worte "Holt Daniel Parkov". Dieser hat sich nach einer persönlichen Tragödie mit einem ähnlichen psychopathischen Mörder vor einigen Jahren vom Polizeidienst verabschiedet. Nun soll er wieder in den Fall eingebunden werden. Doch das stößt nicht nur auf Wohlwollen unter den Kollegen, da Parkov außerdem exzentrisch ist und sehr ungewöhnliche Ermittlungstechniken, bei denen er sich nicht an Vorschriften und Regeln hält, anwendet.  Der Dezembermann übermittelt ihnen diverse Botschaften und scheint über alles Bescheid zu wissen. Doch bald geht es nicht mehr nur um das Leben des Ermittlerduos..

Meine Meinung:
"Die Gaben des Todes" von Martin Krüger bildet einen ausgezeichneten Auftakt für eine neue Thriller-Reihe und macht definitiv Lust auf mehr!Die Handlung ist von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur. Obwohl Daniel Parkov bereits seit Jahren hinter dem Dezembermann her ist, scheint dieser immer einen Schritt voraus zu sein. So führt er immer wieder zu Überraschungen und nach und nach weiß man selbst als Leser nicht mehr, wem man eigentlich trauen kann und welche seiner Spuren echt oder bewusst falsch platziert ist. Die sich entwickelnde und spürbare Chemie zwischen Daniel Parkov und Marie Winter erhöht die Spannung des Buches noch einmal.
Besonders mit Daniel Parkov ist dem Autor eine Figur gelungen, die faszinierend und einzigartig ist. Er ist hochintelligent, exzentrisch und besitzt diverse Verbindungen zu unterschiedlichen Milieus, von welchen er im Verlauf der Ermittlungen immer wieder profitieren kann. Seine Arbeit ist im wahrsten Sinn des Wortes außergewöhnlich.Doch auch Marie Winter war mir sofort sympathisch und ist toll dargestellt. Die Beiden ergänzen sich super.
Der Schreibstil ist flüssig und ich konnte mich sehr schnell in die Handlung hineinfinden. Bereits ab den ersten Seiten hat mich dieses Buch in den Bann gezogen. Es gibt zwar teilweise Szenen, die eindeutig nicht realistisch sind und einen amerikanischen Touch haben, doch das tut der Spannung keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.

Fazit:
Ein einzigartiges Buch, das definitiv zu den Highlights dieses Jahr zählt. Ein Muss für alle Thriller-Fans!

Ich freue mich, dass ich Marie Winter und Daniel Parkov kennenlernen durfte und bin schon gespannt auf Teil 2!

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(24)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

wildnis, thriller, dystopie, wolf, verdrängung

Wolf Road - Die Angst ist immer einen Schritt voraus

Beth Lewis , Kerstin Fricke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783038800040
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Elka, ein wildes, unzähmbares Kind von sieben Jahren, wächst bei ihrer Großmutter auf. Ihre Eltern zogen in den Norden, um ihr Glück bei der Goldsuche zu finden - Elka hat sie nie kennengelernt. Bei einem schrecklichen Sturm wird sie von zu Hause weggeweht und wächst bei einem Trapper Namens Kreagar Hallet auf, der ihr alles über das Jagen und das Überleben in der Wildnis lehrt. Als sie mit siebzehn in die Stadt geht, sieht sie überall Zeichnungen von ihrem "Daddy" und erfährt, dass dieser mit diversen Morden an zahlreichen Frauen und Kindern in Verbindung gebracht wird. Kurzerhand beschließt sie, ihn zu verlassen und in den Norden aufzubrechen, um ihre leiblichen Eltern zu suchen. Doch sie weiß zu viel über Kreagar und er kann sie nicht einfach so gehen lassen.. Gelingt ihr die Flucht? Wird sie ihre Eltern finden und mit ihnen glücklich werden? Wer wird schlussendlich gewinnen - Elka oder Kreagar?


Meine Meinung:
Die Handlung wird aus der Sicht von Elka erzählt; nüchtern und hart, so wie es ihrer Persönlichkeit entspricht. Sie ist einerseits in manchen Situationen ein naives Kind, andererseits auch sehr misstrauisch und weiß oft nicht, wie sie sich unter anderen Menschen verhalten soll. Leider konnte ich mich nur teilweise in sie hineinversetzen. Dass einige der Szenen in meinen Augen unrealistisch und übertrieben ekelhaft dargestellt waren, verbesserte meinen Eindruck leider nicht. Außerdem konnte ich mich mit der dystopischen Welt, deren Zusammensetzung und Geschichte nur teilweise stückchenhaft erklärt wird, nicht ganz anfreunden.
Gut gefallen hat mir allerdings die genaue Beschreibung der Wildnis bzw. des Waldes. So konnte ich mich etwas mehr in die Szenerie hineinversetzen.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, weshalb das Buch relativ rasch gelesen werden kann.
Bis zu den letzten Seiten wusste ich nicht genau, worauf die Geschichte hinauslaufen würde, auch wenn ich so eine gewisse Vorahnung hatte. Das Ende des Buches lässt viel Spielraum für Interpretationen und lässt noch einige Fragen offen.
Einige Kapitel über Kreagars Sichtweise und Geschichte hätten meiner Meinung nach dem Buch noch eine gewisse Würze verliehen. Da diese jedoch fehlten, blieb so manches für mich nicht nachvollziehbar.


Fazit:
Konnte mich leider nicht gänzlich packen, da ich mir auch etwas anderes erwartet hätte.. Wer dystopische Elemente nicht mag, sollte dieses Buch auf jeden Fall links liegen lassen.

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(33)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

münchen, dublin, patsy logan, krimi, mord

Harte Landung

Ellen Dunne
Flexibler Einband: 441 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.08.2017
ISBN 9783458362883
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
In München wird das Büro des Online-Unternehmens Skiller eröffnet - eine Firma die mit dem Tausch von Dienstleistungen ihr Geld verdient. Wer dort arbeitet hat das große Los gezogen - ein unglaublich toller Arbeitsplatz, gratis Müsliriegel, Top-Kantine, sowie die Mitgliedschaft in der tollen "Skiller-Familie" in der sich alle lieb haben sind garantiert. Doch als die Managerin Caroline Höller, welche auf den ersten Blick das perfekte Leben führte, aus dem Fenster gestürzt und tot aufgefunden wird und ein Mord nicht auszuschließen ist, zeigt sich langsam, dass die Arbeitswelt in diesem Unternehmen offensichtlich doch nicht perfekt ist - genauso wenig wie die scheinbar heile Welt der Caroline Höller. Patsy Logan, deutsch-irische Komissarin, ermittelt in diesem Fall und kommt dabei auch immer wieder in private Konfliktsituationen.


Meine Meinung:
Harte Landung ist ein überaus gelungener Auftakt in eine neue Reihe rund um die Ermittlerin Patsy Logan. Von der ersten bis zur letzten Seite wird die Spannung aufrechterhalten und auch die endgültige Lösung war für mich nicht vorhersehbar. Ganz im Gegenteil - die meiste Zeit tappte ich im Dunklen oder war auf der falschen Spur.
Die Kapiteln sind relativ kurz und lassen sich flüssig lesen.
Am meisten konnte mich der einzigartige Schreibstil der Autorin begeistern. Die Handlung wirkt unheimlich lebhaft. Die Personen werden alle vielschichtig und genau beschrieben und zeigen alle ihre Eigenheiten und Besonderheiten, welche sie überaus liebenswert machen. Durch den gelungenen Mix an Ermittlungsinformationen, privaten Vorkommnissen, sowie auch E-Mails oder SMS wirkt das Buch realitätsnah und als könnte diese Handlung genau so auch wirklich stattfinden. Die Protagonistin Patsy schloss ich sofort nach wenigen Seiten ins Herz. Mit ihr ist der Ellen Dunne eine einzigartige, liebenswerte Figur gelungen, die mit ihrem Humor und ihrer Schlagfertigkeit bezaubert.


Fazit:
Eine definitive Leseempfehlung für alle Krimifans! Ich warte bereits gespannt auf das nächste Buch der Serie. ;)

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(31)

37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

glück, kloste, kurzgeschichten, leserunde, erzählungen

Wer verteilt das Glück?

Bastian Aue
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 11.05.2017
ISBN 9781546916208
Genre: Sachbücher

Rezension:

Paul verliert sowohl seinen Job, als auch seine Frau am selben Tag. Er erinnert sich an die Worte seines Großvaters: "Alles kommt auf einmal und meistens dann wenn man es nicht erwartet."Diese Aussage in Kombination mit der Aussage eines Teilnehmers einer Fernseh-Talkshow, welcher fragt "Wer verteilt das Glück?", veranlasst Paul dazu, genau dies herauszufinden. Also macht er sich auf die Suche. Diese beginnt er mit einer Liste von einem Glücksforscher, einem Mönch, einem spirituellen Lehrer, einem Clown, einem erfolgreichen Geschäfftsmann - und vielen mehr. All diese Personen will er diese Frage stellen, um schlussendlich zu einer Antwort zu gelangen.
Das Cover gefällt mir sehr gut und passt perfekt zum Inhalt! Die Kapitel selbst sind in einer angenehmen Länge gehalten. Das Einzige was mir an der Gestaltung nicht so gut gefiel, war die groß gewählte Schriftgröße - aber das ist Geschmackssache und hat für den Inhalt des Buches keinen Nachteil.Der Schreibstil ist schlicht und sachlich gehalten. Dadurch liest sich das Büchlein mit seinen 100 Seiten schnell und in einem Rutsch gut durch.
Mit jedem dieser Besuche und Gespräche gewinnt Paul neue Erkenntnisse, hinterfragt Systeme und Glaubensrichtungen und reflektiert sich selbst, sowie die bisher gewonnenen Einsichten. Als Leserin wuchs ich bei dieser Entwicklung mit und beantwortete mir selbst die eine oder andere Frage, welche sich auch Paul stellte. Die im Buch gezogenen Schlussfolgerungen und Gedankengänge waren dabei für mich gut nachzuvollziehen und schlüssig.Besonders gut hat mir auch das Ende gefallen, welches das Buch perfekt abrundet und zum Ausklang bringt.

FAZIT:Ein Buch, welches ich jedem Denker, Hinterfrager und Philosophie-Beigeistertem wärmstens empfehlen kann. Als Leser wächst man mit der Hauptfigur mit und beginnt über diverse Systeme der Gesellschaft und des Glaubens nachzudenken.

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(32)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

schottland, mord, krimi, thriller, ermittler

Totenkalt

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442485666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei dem Buch handelt es sich um Band 10 einer Reihe von Thrillern, welche sich um den Protagonisten Detective Sergeant Logan McRae drehen. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten in das Buch einzusteigen und die verschiedenen Persönlichkeiten auseinander zu halten bzw. sie mir überhaupt erst zu merken. Außerdem sollte man die vorherigen Bände gelesen haben, um die Beziehungen der Personen untereinander bereits zu kennen.Zusätzlich beginnt das Buch bereits mit diversen parallelen Handlungssträngen: Der nahende Tod der Partnerin des Protagonisten, welche seit langer Zeit im Koma liegt. Der Tod des über die Stadt "herrschenden" Gangsters. Logan McRaes ominöse Beziehung zu demselben (aufgrund der er in diesem Bereich etwas zwiegespalten ist - mehr dazu im Buch ;) ). Die Ermittlungen wegen zwei getöteten und einer verschwundenen Person. - Um nur einige zu nennen.Gerade diese so unterschiedlichen Handlungsfacetten sind die größte Stärke des Thrillers! Durch sie wird sowohl eine emotionale, als auch eine actionreiche, sowie eine geheimnissvolle Komponente beigesteuert, was das Buch auf jeden Fall lesenswert macht. Besonders erwähnen möchte ich auch, wie geschickt der Autor diese diversen Parallelen kombiniert hat, sodass am Ende ein rundes, klares Bild entsteht. Lobend erwähnen möchte ich auch, dass die Auflösung für mich nicht vorhersehbar war. Ich wurde beim Lesen auf eine komplett falsche Spur gelockt. Dies stellte auch einen großen Pluspunkt dar.Doch leider gab es auch einige Kritikpunkte meinerseits, auf die ich im Folgenden eingehen möchte. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches dominiert ein sehr ordinärer und derber beruflicher Umgangston zwischen den Personen. Dieser war etwas zu übertrieben und hat mir überhaupt nicht gefallen. Möglicherweise war dieser witzig oder zynisch gemeint - meinen Humor hat er allerdings leider nicht getroffen.Des Weiteren scheint vor allem die Hauptfigur Logan McRae unverwundbar und unzerstörbar zu sein. Obwohl er angeschossen wird, über einen Abgrund hinabfällt, usw. usw. steht er immer wieder auf und kommt auch trotzdem zur Arbeit. Dies ist ebenfalls übertrieben und unrealistisch.

Fazit
Ein gutes, aber nicht herausragendes Buch. Die parallelen Handlungsstränge konnten überzeugen, jedoch sollte man für ein umfassenderes Verständnis vermutlich die vorherigen Bände gelesen haben. Dann ist man vermutlich auch bereits an die ordinäre Sprache auf der Dienststelle gewohnt. ;p

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebesroma, verborgene schönheit der stern, die verborgene schönheit der sterne, krankheit, schicksa

Die verborgene Schönheit der Sterne

Karen Hilgarth
E-Buch Text: 305 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk Verlag, 15.06.2017
ISBN 9783939990413
Genre: Romane

Rezension:

"Die verborgene Schönheit der Sterne" ist nur indirekt ein Liebesroman. Zwar spielen die Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen eine zentrale Rolle, jedoch setzt sich der Roman auch mit dem Urglauben der Menschheit und der gesellschaftlichen Entwicklung der Forschung, sowie auch dem Universum auseinander.

Jedes Kapitel startet mit einigen wissenschaftlichen Sätzen über Physik bzw. das Universum. Diese regten mich jeweils zum Nachdenken an und waren teils sehr interessante Ansätze. Unter anderem wird zum Beispiel die Theorie der Anziehungskraft aufgefasst - Objekte ziehen sich gegenseitig an. Doch ist dieses Konzept eventuell auch auf die Menschen umlegbar?

„Was aber wäre, wenn diese Gesetzmäßigkeiten nicht nur auf die Forschungsobjekte der Physik zuträfen, sondern im übertragenen Sinne auch auf die der Gefühle und die von ihnen motivierten Handlungen lebendiger Wesen? Oder ist es nicht vielleicht seit Urzeiten so und wir haben es nur noch nicht bemerkt?“ 

Die Kapitel selbst sind in qualitativ hochwertiger Sprache verfasst. Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall einzigartig und erfordert viel Aufmerksamkeit. Mich konnte er allerdings hundertprozentig überzeugen. Die Handlung ist nur in wenigen Ansätzen voraussehbar und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Ich hatte bei keinem Kapitel das Gefühl, dass etwas nicht passen würde oder dass es qualitativ abgenommen hätte!

Martina und Leonhard sind ein Paar. Als Martina Jarek kennenlernt ergibt sich eine seltsame Dreieckskonstellation. Besonders gut haben mir dabei die Diskussionen zwischen Jarek (Pfarrer) und Leonhard (Wissenschaftler und überzeugter Physiker) gefallen. Sie vertreten die exakten Gegenpole in der Grundsatzfrage Wissenschaft gegen Glaube bzw. Was kommt nach dem Tod?. Äußerst anregend und interessant!
Im Laufe der Geschichte ergibt sich in dieser Konstellation durch diverse Ereignisse (die ich hier nicht vorwegnehmen möchte) eine traurige und unglückliche Handlung.
Parallel dazu läuft die Handlung zwischen Mike und Jenny. Er ist ein Alkoholiker, der aufgrund dessen, dass er sich in Jenny verliebt, von der Straße wegzukommen versucht und den Aufbau eines geregelten Lebens in die Hand nehmen will. Diese Handlung verläuft gegensätzlich zur anderen relativ positiv. Anfangs waren diese parallelen Handlungen etwas verwirrend und ich fragt mich wie diese zu verbinden seien, doch am Ende ergibt sich daraus ein stimmiges, verwobenes Bild. Denn das Schöne kann ohne dem Traurigen nicht existieren.

FAZIT: Ein Buch, das mich inspiriert und berührt hat. Es ist sehr tiefgreifend und vielleicht auch eher im Bereich der Philosophie anzusiedeln. Auf jeden Fall war es eine außerordentliche Leseerfahrung, wie ich sie in dieser vollendeten Form schon einige Zeit nicht mehr hatte. Nicht für klassische Liebesroman-Leser, sondern eher für Philosophie bzw. Wissenschaft - Interessierte empfehlenswert.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

afrika, englische bücher, gedichte, lyrik, simbabwe

Look Within - Aus voller Seele

Eve Z Nyemba , Bettina Weiss
Fester Einband: 117 Seiten
Erschienen bei kalliope paperbacks, 01.09.2008
ISBN 9783981079869
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Die Gedichte in dem Buch stammen von Eve Zvichanzi Nyemba, einer Autorin aus Simbabwe. Ihre Intention dahinter ist, die Situation der Frauen in Afrika und ihre Gefühle wie Leid, Schmerz oder auch Hoffnung zu beschreiben. Ihre Gedichte handeln sowohl von Leid und Unterdrückung, als auch von der Forderung, Afrika als einen Kontinent des Fortschritts und der Hoffnung anzuerkennen. Auch Liebe, welche jedoch erneut oft die patriarchalische Unterdrückung widerspiegelt und in vielen Gedichten außerdem mit Leid und Enttäuschung verbunden ist, spielt eine Rolle. Auch zum Besinnen auf sich selbst und sein Innerstes, aus dem man Kraft und Hoffnung schöpfen sollte, ruft sie auf - Look within.

Sie sind in zweifacher Form nebeneinander abgedruckt. Einerseits findet sich der englische Originaltext, andererseits auch die deutsche Übersetzung. Mir persönlich haben die Originaltexte besser gefallen, da durch sie das Gefühl des jeweiligen Gedichts finde ich besser vermittelt werden konnte. Allerdings waren die deutschen Übersetzungen bei Vokabelschwächen durchaus hilfreich. ;)   Also alles in allem eine gelungene Gegenüberstellung!

Die Gedichte selbst sind meist in einfacher Sprache verfasst, was aber ihrer Aussagekraft und Schönheit keinen Abbruch tut - ganz im Gegenteil! Sie haben mich teilweise sehr berührt und konnten starke Bilder und Emotionen in mir wecken.

FAZIT: Wunderschöne Literatur von einer starken Frau, die der Welt so einiges zu sagen hat! Für Lyrikliebhaber und an afrikanischer Gesellschaft Interessierten, sowie Leser die ein teilweise feministischer Touch nicht stört ein gelungenes und einzigartiges Lesevergnügen!

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curtis sittenfeld, vermählung, stolz und vorurteil, adaption, jane austen

Vermählung

Curtis Sittenfeld , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959671149
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Grundidee der Neuerzählung eines Klassikers von Jane Austen in der heutigen Zeit weckte sofort mein Interesse. Die Handlung spielt statt in Großbritannien in den USA und dreht sich um die Familie Bennet. Diese steht aufgrund des verschwenderischen Lebensstil knapp vor dem finanziellen Ruin. Nur die Ältesten 2 der 5 Töchter haben das heimische Nest verlassen und sich einen Job gesucht. Jane verdient ihr Geld als Joga-Lehrerin und Liz als Journalistin. Die beiden jüngeren Töchter Lydia und Kitty verbringen ihre Zeit mit Crossfit und Mary schließt ein Studium nach dem anderen ab, ohne etwas daraus zu machen. Mrs. Bennet wird zur kaufsüchtigen Hausfrau und Mr. Bennet verbringt sein Leben im Arbeitszimmer, bei was auch immer. Alle 5 Töchter sind Single - sehr zum Leidwesen von Mrs. Bennet. Doch wenigstens für Liz scheint es nun Hoffnung zu geben, da mit Chip Bingley ein attraktiver Arzt, der in "Vermählung", einem Abklatsch der Reality-Show "Bachelor" mitgespielt hatte, zurück in der Stadt ist. Nun versucht Mrs. Bingley mit aller Kraft die Beiden zu verkuppeln. Und auch Liz und der widerwärtige Darcy scheinen trotz der zahlreichen Streitereien nicht voneinander lassen zu können..

Die Autorin streut nebenbei auch gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Homosexualität, Samenspenden, Transsexualität oder Magersucht in den Text ein. Dabei wurde allerdings stellenweise etwas zu dick aufgetragen und es hätten nicht alle Themen untergebracht werden sollen..

Anfangs habe ich das Buch bis ca. zur Hälfte regelrecht verschlungen. Der Schreibstil war flüssig und die Charaktere erfrischend. In den ersten paar Kapiteln tat ich mir zwar noch schwer, sie auseinander zu halten, aber mit der Erzählung der unterschiedlichen Lebensgeschichten wurde es mir dann schnell möglich. Vor allem Mr. Bennet mit seinem sarkastischen Humor hat mir sehr gut gefallen und dem Buch etwas Frische verliehen.
Danach ließ die Geschichte leider stark nach und es drehte sich nur mehr um den Fernsehdreh einer "Vermählung"s-Show. Diese passte weder zu den Charakteren noch vom Schreibstil her zum restlichen Buch. Sie wirkte schlicht kitschig und unpassend.
Außerdem waren mir die Dialoge zwischen Darcy und Liz teilweise etwas zu unbeholfen und zu gekünstelt. Auch das Verhalten der Beiden konnte ich nicht in allen Szenen nachvollziehen, vor allem ab der Mitte passten ihre Taten oft nicht hundertprozentig zu den beschriebenen Charakteren bzw. Eigenschaften.
Daher konnte mich das Buch leider nicht gänzlich überzeugen. Alles in allem war es aber zumindest bis zur Hälfte eine unterhaltsame Geschichte.

FAZIT: Ein unterhaltsames Buch, das allerdings ab der Hälfte stark nachlässt.

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