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93 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

amoklauf, jugendbuch, schule, 54 minuten, roman

54 Minuten

Marieke Nijkamp , Mo Zuber
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440167
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Jugendroman "54 Minuten - jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe" von Marieke Nijkamp hat mit sehr gut gefallen und mich mitgerissen: Deshalb von mir 5 Sterne.
Ich möchte im Folgenden erklären warum und auch auf 1,2 Kritikpunkte eingehen, die ich hier gelesen habe.
Ich habe das Buch für die Leserunde gewonnen, nur leider kam das Buch erst vor paar Tagen bei mir an, weshalb ich bei der Diskussion, die schon Anfang September stattfand, nicht teilnehmen konnte. Habe es dann heute Morgen angefangen und in einem Ruck durchgelesen, weil ich es so spannend fand. Und hier kommen wir zum ersten Punkt:

- Mir persönlich hat der Schreibstil sehr sehr gut gefallen für ein Jugendbuch: die Sprache ist klar und trotzdem nicht herzlos, abgehakt. Man findet rührende Stellen über Gedanken und Träume der Figuren, die hier manche als "dramatisch" oder zu hochgestochen angesehen haben - ich finde sie schön. 

- Der Aufbau ist in meinen Augen genial, denn er ist der Grund dafür, weshalb man das Buch kaum weglegen kann und man fast den Atem anhält und immer schneller lesen will:
Das Buch ist in Kapitel unterteilt und jedes davon trägt die Minutenzahl als Titel - Beispiel: 10.01 Uhr - 10.02 Uhr.
Als Leser wissen wir durch den Buchtitel "54 Minuten", dass das Geschehen im kleinsten Detail geschildert werden wird.
Und jetzt kommt das Beste:

Die Perspektive wechselt innerhalb eines jeden Kapitels zwischen 4 Charakteren (Claire, Autumn, Tomas, Sylv) sehr schnell - alle 2-4 Seiten wechselt die Headline mit der entsprechenden Figur.
Das heißt wir bekommen die einzelnen Minuten sogar aus vier verschiedenen Sichten parallel geschildert: Also das hat mich beeindruckt! Manche hier haben geschrieben, dass man dadurch schwer reinkommt usw. aber ich finde, dass gerade DAS einen fesseln kann. Man weiß zum Beispiel dass jemand in der Aula sitzt und um sein Leben bangt und im gleichen Moment: BÄM, Szenenwechsel zu Claire, die draußen mit ganz anderen Sorgen und Ängsten steht und alles passiert zur gleichen Zeit.
Ich fand gerade das echt super und ich glaube, dass einen das als Jugendlicher Leser auch sehr anspricht.
Weiterer toller Punkt ist das Beenden der Kapitel mit Tweets und Posts der Opfer in der Aula und der Reaktion der Presse und Außenstehenden, weil das unsere heutige Welt widerspiegelt. 

- Die Handlung:
Für mich sehr bewegend und packend. Der Amoklauf wird schonunglos und grausam geschildert: Manche schrieben auch hier "dramatisch" oder "reißerisch" - aber ganz ehrlich? Ein echter Amoklauf IST hochdramatisch, purer Horror und man will und kann sich nicht vorstellen, wie es wohl sein muss, so etwas live mitzuerleben/zu überleben. Und für dieses schwere Thema schafft es die Autorin in meinen Augen sehr gut, ein Szenario zu erschaffen, was einem das erschreckende Gefühl gibt, direkt dran teilzuhaben: mit Angst zu haben, zu hoffen und mitzufühlen. 

- Die Figuren:
Ich finde es toll, dass sich bis zum Ende des Romans alle Beziehungen und Verbindungen zwischen den Figuren nach und nach zeigen und alles erst stückweise klar wird: weil auch das schafft Spannung. 

(mögliche Spoiler, aber keine extremen): 

Ich habe gelesen, dass einige Leser es schade finden, dass der Amokläufer Tyler nicht genug beleuchtet wird: Zu schleierhaft seien die Beweggründe, es würde zu viel Hass auf ihn aufgebaut und wie soll man so etwas denn nun verhindern? 
Bei mir kam das Gefühl gar nicht auf: Es hat nur genau das Gefühl bei mir verstärkt, dass viele Angehörige oder Opfer eines solchen Amoks auch haben: Man KANN es eventuell auch nach dem Lauf gar nicht verstehen UND eventuell wird man die echten, bzw. ALLE Beweggründe oder besser gesagt die Psyche des Täters nie bis zum Schluss verstehen oder kennenlernen - vielleicht nimmt er sie auch mit ins Grab.
Es werden hier Anhaltspunkte gegeben: gewalttätiger, alkoholisierter Vater, verstorbene Mutter, Verlassen werden, allein Fühlen, Unbeliebtsein an der Schule, andere Vorstellungen für die Schwester, innerer Hass und Aggression, keine Hilfe mittels Therapie etc etc - reicht das nicht? Was denn noch? Schließlich geht es in dem Buch doch um die 54 Minuten - nicht um das Anbahnen und Tylers Geschichte davor, nicht um die Ermittlungen danach, etc etc - sondern um den Moment: Wo es schon zu spät ist. 

Und wenn man sich dann die Frage stellt: Wieso hat er das getan? Wie kann man das verhindern? 
Hat Claire eine Mitschuld? Was sollte das mit Sylv und der Vergewaltigung? 
--> Genau das kann man alles diskutieren, weshalb ich finde, dass sich dieses Buch sehr gut als Schullektüre eignet. Alles was das Buch "versäumt" (in meinen Augen tut es das nicht, da es keinen Anspruch gestellt hat, den Amokläufer psychologisch zu beleuchten),  kann man in Arbeitsschritten mit Schülern diskutieren und erarbeiten. Man kann auch über andere Beweggründe als Tylers sprechen und darüber, wie traurig, schlimme, reale Geschichten das Leben schreiben kann (weshalb ich auch die Vergewaltigung von Sylv nicht als "zu viel", bzw übertrieben bezeichnen würde)..
Auch die Social Media Perspektive im Buch bietet Schulstoff. 

Das Buch geht sogar auf die Schwester des Täters ein, die auch von ihm bedroht wird in der Aula: Wie die Mitschüler sie mit gemischten Gefühlen ansehen, manche voll Hass, Matt aber zum Beispiel überhaupt nicht - auch darüber kann und muss man reden. Nämlich wenn so etwas Schreckliches passiert ist, wie man dann mit der eigenen Inneren Trauer, Wut und dem Unverständnis umgeht. Wie geht man mit Schuldzuweisungen um, etc.

Fazit: 
Ich werde das Buch für meine spätere Zeit als Lehrer im Regal behalten und habe beim Lesen mitgefühlt, an zwei Stellen auch geweint und finde, dass es einen guten Anreiz bietet, das Thema nicht tot zu schweigen. Es erstellt kein allgemeines Täterprofil, es sagt nichts genaues dazu, wer allein oder gemeinsam Schuld hat, es sagt auch nicht, dass man solche Tragödien mit einem Rezept abwenden kann: Doch es bietet Stoff! Man kann damit arbeiten, diskutieren und es wird jüngere Schüler packen: Es ist nicht langweilig, sondern sehr gut aufgebaut und geschrieben. 

Das Ende also der Epilog des Romans, der außerhalb der 54 Minuten liegt, war für mich persönlich sehr berührend, nicht zu kitschig - menschlich, Hoffnung gebend und einfach schön, ohne viel sagen zu müssen oder die Zukunft der betroffenen Familien zu beleuchten.

Danke für das Zusenden des Buches. 

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

tod, leben, leserunde, schmerz, gefühle

Liebeserklärung an das Leben

Lana N. May
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 04.08.2015
ISBN 9781503931206
Genre: Romane

Rezension:

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob mir das Buch gefallen wird, da ich bisschen schwer reingekommen bin. Fand den Anfang etwas schleppend und der Stil hat mir anfangs nicht gefallen, aber bin froh, dass ich trotzdem weiter gelesen habe : Der Roman wird aus der Sicht von Luisa erzählt und man erfährt schon direkt am Anfang, dass sie und ihr Mann ihre vierjährige Tochter verloren haben - man weiß aber noch nicht, wie ihr Kind ums Leben gekommen ist. Beide sind in tiefer Trauer und ihr gemeinsames Leben hat sich komplett geändert: Jeder trauert für sich und sie driften als Paar ab, bis Luisa entschließt, sich umzubringen - ist das jetzt zu viel verraten? Ich finde nicht! Denn die Haupthandlung des Romans fängt nun erst an: Luisa wird vom Tod höchstpersönlich Tag für Tag auf kleine Abenteuer mitgenommen, denn er möchte ihr zeigen, dass das Leben noch lebenswert ist und was es zu etwas besonderem macht; wofür sie den Blick verloren hat und dass sie noch andere Aufgaben und Menschen im Leben finden kann... Sie selbst entscheidet, ob sie ihm Tage schenkt oder ob sie sich am Ende eines Tages fürs Sterben oder Leben entscheidet. Wie und wieso macht der Tod das alles? Wer oder was ist der Tod? Wie entscheidet sich Luisa? Das alles solltet ihr selbst herausfinden, wenn ihr neugierig geworden seid ;) ich kann nur sagen: Es gab letztendlich einige Stellen, die ich mir markiert habe, weil ich sie sehr treffend und schön fand - und, was ganz wichtig ist: Das Ende hat mich berührt :) 

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

leben, sinn des lebens, philosophie, glück, perspektive

Das Café am Rande der Welt

John Strelecky , Bettina Lemke
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2014
ISBN 9783423253574
Genre: Sachbücher

Rezension:

Heute habe ich eine ganz besondere #Buchempfehlung für euch❤ #DasCaféAmRandeDerWelt - #EineErzählungÜberDenSinnDesLebens 
von #JohnStrelecky 😍 dieses #Buch hat mir mein Freund vor zwei Wochen geschenkt und ich hatte es zuvor ab und zu auf den Buchladentischen gesehen, aber nie dazu gegriffen.. Und jetzt habe ich es gelesen und möchte direkt noch mehr #Bücher von diesem Autor 🙌 der Titel fasst die kurze Erzählung gut zusammen: Es geht um einen Mann, der durch Zufall im Café der Fragen landet und sich dort mit Menschen über die Fragen 1. Wieso bin ich hier? 2. Habe ich Angst vor dem Tod? und 3. Führe ich ein erfülltes Leben? unterhält. Es werden auch schöne und berührende Geschichten über zB einen Fischer und Golfer eingebaut. Das Buch ist dünn, ich habe mir aber Zeit zum #lesengelassen, weil ich das Buch oft nach zwei Kapiteln weggelegt habe und mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht habe 😊der Leser stellt sich viele Fragen durch die Erzählung selbst und denkt auch über die Rolle von Geld im eigenen Leben nach, Fremd- und Selbstbestimmung etc. Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen, es ist sogar schön gestaltet mit Bildern darin und wer beispielsweise #PauloCoelho mag, wird sich auch über diese Geschichte freuen - auch wenn sie leichter geschrieben ist, wie eine kurze Geschichte eben; dafür mit großer Bedeutung für einen selbst 💘 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Flucht ohne Ende: Ein Bericht

Joseph Roth
E-Buch Text: 159 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag AG, 20.11.2012
ISBN 9783257602746
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Georg (suhrkamp taschenbuch)

Siegfried Kracauer
E-Buch Text: 335 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag, 11.03.2013
ISBN 9783518730874
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

berlin, 1920er jahre, 1930er jahre, erich kästner

Fabian: Die Geschichte eines Moralisten

Erich Kästner
E-Buch Text: 270 Seiten
Erschienen bei Atrium Verlag AG Zürich, 25.04.2012
ISBN 9783037920206
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch gefällt mir. Es ist an vielen Stellen lustig und kritisch. Jedoch sollte man beim Lesen darauf achten, dass der Protagonist Fabian nicht auf Erkenntnis ausgerichtet ist, wie man vielleicht zunächst vermuten würde, wenn man ihn manchmal über die Welt sprechen hört. Was bleibt, kann man als "linke Melancholie" identifizieren. Dazu verweise ich gerne auf den gleichnamigen Aufsatz von Walter Benjamin zu Kästners neuem Gedichtbuch, den man wunderbar auf diesen Roman beziehen kann. 
In Fabian herrscht eine routinierte Unzufriedenheit: Beispielsweise überlässt er sein eigenes Preisausschreiben gleichgültig seinem Kollegen, er ist promovierter Germanist, Frauen laufen ihm zu, er könnte theoretisch viele Jobs haben - doch das alles ist ihm egal. Es geht um konstruierte Widersprüche - sie werden künstlich aufrecht erhalten, fast als würde es um das Posieren an sich gehen: "Ich habe es verstanden. Und dann reicht es auch schon." Es wird nichts unternommen. Hier zeigt sich die linke Positionierung Kästners. Der Text ist angeblich politisch - ist er aber doch nicht ganz. Es wird immernoch an traditionellen Werten festgehalten. Und dann tritt die Melancholie hinzu: Sie belügt sich und verschiebt sich selbst. Kästner bedient sich an Stereotypen, die nicht mehr relevant sind (vorher ja). Er positioniert sich dadurch nicht stark genug, fast als sollten alle noch möglichst "Freunde bleiben". 
Gerade unter diesem Aspekt gelesen, ist der Roman sehr lesenswert und interessant. Als Parallellektüre ist Kracauers "Georg" zu empfehlen. 

Zitat aus der taz: Kritik Walter Benjamins: „Dieser linke Radikalismus ist genau diejenige Haltung, der überhaupt keine politische Aktion mehr entspricht“, schrieb Benjamin 1931, denn sie ergebe sich in die scheinbare Aussichtslosigkeit der Weltlage und habe im Grunde von vornherein nichts anderes im Auge, als „in negativistischer Ruhe sich selbst zu genießen“. Im Resultat sei diese Art von Literatur konservativ und kleinbürgerlich.

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251 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

freundschaft, kinderbuch, mut, tieferschatten, lustig

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Andreas Steinhöfel ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2011
ISBN 9783551310293
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich musste das Buch in der Uni lesen für ein "Kinder-&Jugendliteratur Seminar" und hätte vom Titel & Cover her nicht gedacht, dass ich es mögen werden. Aber schon nach einem Kapitel mochte ich den Schreibstil sehr. Rico wurde mir sympathisch &ich musste an vielen Stellen schmunzeln. Ich finde die Lexikoneinträge, die Rico selbst für sich schreibt, als Einschübe immer sehr witzig, da man sich als Erwachsener kaum Gedanken über Wörter macht & man dadurch kindliche Gedanken dazu erfährt, die nicht mal falsch sind! Außerdem mag ich es, dass sich Rico und Oscar so toll ergänzen, & alle beide über sich hinauswachsen: Rico vom Nachdenken her & Oscar in seinem Handeln & Mut. Ich finde für Kinder/Jugendliche hat das Buch dadurch eine sehr schöne Message: Egal ob klein, groß, dick, dünn, schlau, "dumm" - verurteilt nicht, macht keine Witze, sondern helft euch & zusammen schafft ihr große Sachen. Außerdem stelle ich mir das Verbrecherjagdabenteuer für ein Kind noch viel spannender vor beim Lesen als für mich jetzt, ich war eher fasziniert von den "Bingokugeln" in Ricos Kopf. Ich denke aber, dass jeder etwas anderes aus diesem Buch für sich ziehen kann & gerade das finde ich daran so toll. 

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1.924 Bibliotheken, 30 Leser, 7 Gruppen, 126 Rezensionen

freundschaft, roadtrip, abenteuer, tschick, jugend

Tschick

Wolfgang Herrndorf , , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499256356
Genre: Romane

Rezension:

Diesmal mache ich es etwas kürzer ;) - ich mag den Roman und er ist für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet.
Ein Buch über Freundschaft, ausbrechen aus dem Alltag, Abenteuer wagen, das erste Verliebtsein und Familie; mit vielen Stellen zum Schmunzeln: "Landkarten sind für Muschis" und auch vielen ernsteren Stellen und Problemen - auch verschiedene Gesellschaftsschichten sind eingebaut und man merkt: eine reiche Familie ist nicht unbedingt glücklicher oder intakter als eine Bauernfamilie :)

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

berlin, erich kästner, klassiker, emil und die detektive, kriminalroma

Emil und die Detektive

Erich Kästner
Buch
Erschienen bei Klett, 01.03.2014
ISBN 9783126757232
Genre: Klassiker

Rezension:  
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192 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

alzheimer, rowan coleman, familie, einfach unvergesslich, einfach unvergesslic

Einfach unvergesslich

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.01.2016
ISBN 9783492308021
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch ist zu meinem Lieblingsbuch (Neben Drachenläufer) geworden:
Die Geschichte ist von vorne bis Ende wunderschön, nie langweilig und das Ende genial.
Der Schreibstil ist wunderschön und das Buch geht einem nie mehr aus dem Kopf.

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43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

liebeskummer, kinder, kindermädchen, neuanfang, trennung

Überall bist du

Gerhild Stoltenberg
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Atlantik, 11.04.2017
ISBN 9783455171419
Genre: Romane

Rezension:

Ein leichter Roman mit starken, teils ruehrenden und teils poetischen Passagen, aber auch mit kleinen Schwaechen.
Erstmal allgemein: Das Buch liest sich schnell und richtet den Blick des Lesers darauf, sich selbst als Mensch wertzuschaetzen, zu lieben und sich nicht von einem anderen Menschen (auch nicht vom Liebespartner) verbiegen lassen zu sollen. Man soll was aus seinem Leben machen und es geniessen.
Was ich erfrischend fand war, dass es um Liebeskummer geht - denn so ein Buch habe ich (glaube ich) noch nie gelesen.
Es gibt einige Stellen, die sehr poetisch geschrieben sind und schoene Lebensweisheiten enthalten. 
Ausserdem wird einem auch deutlich, wie wertvoll Kinder im Leben sein koennen und wie sie einem nochmal eine ganz neue Perspektive aufs Leben geben koennen. Ich hatte beim Lesen der Buchbeschreibung gar nicht erwartet, dass der grossteil des Buches sich um einen Babysitterjob drehen wird - was aber viele ruehrende Stellen ausgefuellt hat. 
An einigen Stellen habe ich auch gelacht und wollte der Protagonistin ein imaginaeres High Five geben.
Das Ende des Romans gefaellt mir auch absolut - ich fand es perfekt.
Weshalb ich zwei Sterne abziehe, setzt sich wie folgt zusammen: Es gibt Figuren, die ich viel zu unrealisitisch fand (Oskar), dann widerrum welche, die zwar auftauchen, aber nie wirklich Farbe gewinnen oder entwickelt werden (Stella, Matze..) und die Mitte des Buches (S. 103-163) hat mich ueberhaupt nicht gepackt und war etwas stark gezogen bzw. mit Stellen gefuellt, die nicht unbedingt haetten sein muessen. 
Trotz allem wuerde ich das Buch an diejenigen empfehlen, die einen schnell zu lesenden und schoenen Roman lesen moechten, vor allem auch denen, die Liebeskummer haben, da hier schon einige troestende Stellen zu finden sind und auch Menschen, die etwas Kinderlogik gebrauchen koennen ;) 

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1.624 Bibliotheken, 48 Leser, 2 Gruppen, 207 Rezensionen

tod, briefe, liebe, trauer, freundschaft

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe das Buch auf englisch gelesen und würde es auch jedem empfehlen. Wie es auf deutsch wirkt, weiß ich nicht, aber so hat es mich sehr berührt.
Besonders interessant ist es, dass man nicht nur über die Geschichte der Figuren etwas erfährt, sondern auch über die Persönlichkeiten, an die die Briefe gerichtet sind (Kurt Cobain, Amy Winehouse, Judy Garland, E.E. Cummings und co.).
Generell ist der Schreibstil durch die Briefform aus der Sicht von Laurel, sodass man umso leichter mitfühlen kann. 
Ich mag es außerdem, wie viel Poesie in dem Buch von Laurel eingebaut wird - z.B. weil sie im Englisch Unterricht ein Gedicht gelesen hat und es sie inspiriert hat.
Das Buch handelt von Laurel, die ihre Schwester verloren hat und die sich in ihrem ersten Highschool Jahr finden muss - Freunde finden, sich verlieben und sich dabei treu bleiben. Währenddessen erfahren wir viel über das Leben mit ihrem Vater, der Tante und mit der Mutter, die nicht dort ist, wo Laurel sie braucht. 
Nach und nach erfährt der Leser, was Laurel schon tragisches in ihrem Leben durchmachen musste - aber alles setzt sich erst ab Mitte/60-70% des Buches Stück für Stück zusammen, sodass es bis zum Ende spannend bleibt und geheimnisvoll.
Die Beziehung zu ihrer Schwester May hat mich sehr gerührt und zugleich traurig gemacht, wie sie ihre Schwester wahrgenommen hat aus Augen eines Kindes, die zu ihr aufschaut und wie sich ihre Sicht im Laufe des Buches Stück für Stück durch verschiedene Vorkommnisse ändert. Der Leser lernt, dass jeder Mensch gewisse "Ozeane" in sich trägt, Tiefen..von denen Mitmenschen vielleicht nichts ahnen und die man nur kennen lernt, wenn der gegenüber einem erlaubt mit einzutauchen. 
Laurel wächst im Laufe des Romans - sie entwickelt sich und lernt, was es heißt, zu leben und mit dem Leben klar zu kommen. 
Ich finde, der Leser kann etwas aus dem Buch lernen - aus den Augen eines Teenagers sozusagen. 
Und ich wundere mich nicht, wieso das Buch Jugendbuch des Jahres war - absolut verdient, aber eben auch rührend und vielsagend für Erwachsene. 
Das Ende müsst ihr nun selbst für euch herausfinden - ich sage nur eines: Ich habe Enttäuschungen davon gehört - ich hingegen war absolut zufrieden - genau so, wie es war. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Ginster

Siegfried Kracauer
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei HörbucHHamburg HHV GmbH, 14.03.2013
ISBN B00BU8P6SM
Genre: Romane

Rezension:

Ginster handelt zur Zeit des ersten Weltkriegs. Die Hauptfigur Ginster versucht sich vor dem Militär zu drücken und findet nicht die Begeisterung zum Vaterland, wie scheinbar der ganze Rest des Volks -schließlich doch eingezogen, erlebt er die Militärsübungen und findet weiterhin einfach nicht den Grund und Sinn für all das (das war jetzt meine eigene Kurzfassung; es finden natürlich noch einige andere Szenarien statt). Ein kritischer Roman mit vielen Momenten, die einem zum Nachdenken und manchmal auch zum Schmunzeln bringen. Privat fand ich es trotzdem schwer zu lesen - ich bin ein Schnellleser und habe es in zwei Tage durchgelesen (weil ich eben auch musste;D)..aber wurde dabei auch oft müde und bin über Stellen gestolpert, die mich zu Tode gelangweilt haben... einiges habe ich auch noch nicht verstanden und da besteht viel Redebedarf auf meiner Seite -und genau das ist es eigentlich: Ich denke, dass das Buch im Seminar interessant gewählt ist und man vieles entdecken wird im Laufe des Semesters. Man wird genau am Text arbeiten, Motive und Stile kennenlernen, Kritiken und Sekundärliteratur hinzuziehen und sich mit der pervertierten Sachlichkeit befassen. Das Buch privat zu lesen und mit niemanden drüber sprechen zu können? Wäre nichts für mich ;) 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

klassiker, science fiction, außerirdische, alien, mars

Krieg der Welten

H.G. Wells , Jan Enseling , Hauke Kock
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 26.01.2017
ISBN 9783945493861
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Science Fiction Klassiker „Krieg der Welten“ von H.G. Wells als illustrierte Sammlerausgabe in neuer Übersetzung hat mich wirklich überrascht und auch meine Meinung dazu geändert. Ich muss gestehen (ich fühle mich dabei etwas leichtgläubig und „uninformiert“, wenn man das so sagen kann), dass ich durch den Film aus 2005 angenommen habe, dass dieser die Romanhandlung stark wiederspiegelt. Dem ist überhaupt nicht so! Einpaar Sätze von Wells am Anfang und Ende dienen lediglich als Rahmen und die Marsianer sind optisch angepasst. ALLES, wirklich ALLES andere hat rein GAR NICHTS mit dem Buch zu tun.
Kommen wir erstmal zum Inhalt:
Dem Leser sollte klar sein, dass er sich auf einen älteren Sprach- und Schreibstil einlassen muss (1898). Man muss sich erst daran gewöhnen, da man es mit einem Ich-Erzähler zu tun hat, der auch oft Sätze verwendet wie: „Dem Leser muss bewusst sein…“ oder „Ich gehe davon aus, dass der Leser mit … vertraut ist, weshalb ich nicht weiter darauf eingehe.“ etc. Dabei wird kaum direkte Rede verwendet. Man findet sich in einer langen Erzählung wieder, die der Protagonist, der sich als Wissenschaftler dem Fach der „spekulativen Philosophie“ zuordnet, auch genau als solcher wiedergibt – sehr rational und weniger emotional. Dadurch wird aber eben auch die Kritik an der Menschheit sehr deutlich – Wells kritisiert durch seinen Protagonisten (also durch seine Beobachtungen und Kommentare dazu) die Selbstzufriedenheit des Menschen über seine erreichten Ziele, seine Vorstellungen über die Zukunft und betrachtet mit Skepsis eventuelle „Fortschritte“. Er möchte dem Leser die Zerstörbarkeit der irdischen Zivilisation nahe bringen und zeigt ihm sehr deutlich die anfängliche Arroganz und Ignoranz der Menschen, die nach dem außerirdischen Angriff in Angst umschlägt. Die Menschen finden sich plötzlich in der Position von „Ameisen“ wieder und verlieren ihre unbelehrbare Selbstsicherheit. Jedoch scheinen sie am Ende des Romans nicht viel gelernt zu haben, wodurch der Leser nachdenklich zurück gelassen wird.
Anders als im Film befinden wir uns also in einer Zeit von Pferden und Kutschen – was für mich das Ganze aber spannender gemacht hat. Ich rate jedem von dem schlecht gemachten Film ab (mit einem unertragbarem Tom Cruise) und rate wenn schon zu diesem Buch. Hier hat der Protagonist übrigens auch gar keine Kinder (nur um nochmal zu unterstreichen, dass das Buch rein nichts mit dem Film gemeinsam hat).
Das Buch teilt sich in einen ersten und zweiten Teil.
Ich fand den zweiten um einiges spannender und den ersten eher schleppend. Im zweiten erfahren wir auch mehr zu den Marsianern und irgendwie passiert auch mehr „Action“. Im ersten Teil haben mir aber die Berichte zum ahnungslosen Bruder der Hauptfigur gefallen.
Ich bin kein Fan von ScFi, aber dieses Buch hat mir gefallen, da es nicht sinnlos oder brutal ist – sondern wirklich sehr gesellschaftskritisch und vorausschauend; fast visionär und man kann vieles deuten; statt sich an den „Aliens“ zu stören, wenn man solche Geschichten nicht mag.
Weil ich mich aber trotzdem schwer getan habe, wirklich in der Geschichte drin zu bleiben und mich der Stil wirklich nicht mitgerissen hat, musste ich einen Stern abziehen: das ist aber wirklich Geschmackssache – als Klassiker muss man das Buch trotzdem schätzen.
Zur Aufmachung:
Die Übersetzung ist toll und mir haben auch die Fußnoten gefallen.
Die Illustrationen haben einem Spaß gemacht und ich habe mich immer gefreut, bis zur nächsten zu lesen, was einen auch drin gehalten hat – es hätten ruhig sogar eeetwas mehr sein können aber, oder vielleicht an anderen Stellen etwas aufwendigere: Als Beispiel – das Bild im Anhang (im Wasser) hat mir sehr gefallen, weil dort viel passiert. Aber das Bild der Tentakeln im Keller hätte man sich für meinen Geschmack sparen können und eine interessantere Stelle nehmen können.
In jedem Fall finde ich, dass man diesen Klassiker einmal gewälzt haben sollte – schon allein, um sich von Spielbergs Bildern zu lösen und Raum für Wells Kritik an den Menschen als Tätern, die zu Opfern werden, zu schaffen.




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388 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 179 Rezensionen

organspende, liebe, transplantation, lily oliver, depression

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte von Gwen berührt und klärt zugleich auf. 
Es handelt sich hierbei nicht nur um eine Liebesgeschichte. Man erfährt auch viel zum Thema Organspende - dabei findet man nicht nur durch die Protagonistin Einblick in die vielen verschiedenen Schicksale, sondern auch durch eingearbeitete Forenbeiträge, Ärzte, Patienten, Angehörige der Organspender und -empfänger. 
Das Buch wird an keiner Stelle langweilig. Es ist spannend, da sich der Leser bis zum Ende fragt, ob Noah es schafft, Gwen einen Sinn zum Leben aufzuzeigen und ob Gwen seelischen Frieden findet. Die Handlung ist nie einseitig, die Perspektiven wechseln, die Orte usw. 
Was ich toll finde, ist dass ich auch vieles dazugelernt habe - z.B. wie viele Medikamente ein Organempfänger nehmen muss, was für eine hohe Zahl nach z.B. zehn Jahren sogar doch noch das Organ abstoßen und sterben usw.  All das wird nicht künstlich eingespannt, es wirkt nie deplatziert. 
Gleichzeitig ist das Buch eine Ode daran, dass man sein Leben genießen und etwas draus machen sollte.
Es werden auch weitere Probleme oder Schwierigkeiten des Lebens behandelt abgesehen vom Organthema. Der Leser lernt viele Menschen kennen - Menschen, die nach Liebe suchen und sich dabei verlieren; Menschen, die studieren, obwohl sie sich dabei leer und ziellos fühlen; etc.
Es werden immer Auswege und Hoffnungsschimmer aufgezeigt und am Ende zählt eines: Dass man seinem Herzen folgt und bewusst lebt - so lange man kann.
Der Schreibstil gefällt mir auch, da man viel aus den Augen der Figuren sehen kann und in ihre Köpfe eintaucht. 
Einen Stern habe ich abgezogen, da ich das Ende etwas abrupt fand und es mich nicht so berührt hat, wie der Rest des Buches. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es ein lesenswerter Liebesroman ist. 

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

entführung, krimi, rätsel, intrige, lüge

Zeig mir den Tod

Petra Busch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2013
ISBN 9783426511244
Genre: Krimi und Thriller

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228 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 92 Rezensionen

thriller, san francisco, misshandlung, roman, doppelmord

Boy in the Park – Wem kannst du trauen?

A. J. Grayson , Karl-Heinz Ebnet
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426305713
Genre: Krimi und Thriller

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93 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

koma, liebe, leben, freundschaft, familie

Das Traumbuch

Nina George
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur, 17.03.2016
ISBN 9783426653852
Genre: Romane

Rezension:

Ich möchte "Das Traumbuch" von Nina George jedem ans Herz legen. Ich habe es schnell durchgelesen, weil ich es schwer zur Seite legen konnte und es hat sich in mein Herz geschlichen und großen Eindruck hinterlassen. Es wandert zu meinen neuen Lieblingsbüchern.
Der Leser steigt schon ab Seite eins in ein packendes, berührendes, heldenhaftes Szenario, das tragisch endet und weshalb man unbedingt weiter lesen will.
In dem Buch geht es um Henri, der Kriegsreporter ist, Vater und Geliebter. Er fällt ins Koma. Sein Sohn Sam ist hochbegabt und nimmt Klänge, Menschen, Orte und Gefühle als Farben wahr. Ich möchte so wenig wie möglich zu den Beziehungen zwischen Henri und Sam und der weiteren, wichtigen Figur Edwina sagen, denn Seite für Seite saugt man stückchenweise neue Informationen auf, die einem einen detaillierten Einblick in das Leben der Figuren geben. Alle sind sie voller Stärken und Schwächen und haben eigene Lebensgeschichten. Das Buch ist poetisch geschrieben, wie ich finde - was mich am meisten abgeholt hat. Nina George erzählt in ihrem Roman von den unbekannten Welten zwischen Leben und Tod, Realität und Traum. Sie wechselt gekonnt Perspektiven, Realität, Traum, Zwischenwelt. In einem Kapitel befindet man sich mit Henri in einer Art Komatraum - zurück in der Zeit als er im Krieg Sams Mutter kennenlernte und plötzlich liest man das weitere Kapitel, denkt sich erst: "Hä.. das Kapitel davor hat doch genauso angefangen, habe ich mich verblättert? Ist das ein Druckfehler?" und plötzlich merkt man: Moment mal..hier sind doch Kleinigkeiten anders.. Und ahnt Kapitel für Kapitel in was für einem verwirrten und verlorenen Zustand Henri sich befindet. Es fällt einem schwer zuzuordnen, was nun wahr ist und was nicht, die Außenfiguren helfen einem Stück für Stück ins Bild zu rücken und man fängt an mit zu leiden, zu hoffen und das Buch zu lieben. Kleiner Auszug gefällig?
- "Wir können Glück mitnehmen.
Und Liebe.
Alle schönen Stunden des ganzen Lebens, all das Licht, das wir in Ruhe betrachten, und den guten Duft und das Lachen und die Freundschaft.
Sämtliche Küsse und das liebkosende Streicheln und den Gesang. Den Wind im Gesicht, den Tango. Die Musik, das Knacken des herbstlichen Grases, angefrorenen Tau der Nacht.
Sternenfunkeln und Zufriedenheit, Mut und Großzügigkeit.
All das kann man mitnehmen.
All das ist dazwischen.
'Geht nicht mit leerem Herzen', flüstere ich..."
Wirklich, ich liebes es.

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liebe, leben, jugendbuch, identität, fjb verlag

Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596811564
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Wenn man ins Universum starrt, ist sein Mittelpunkt nur Kälte. Und Leere. Letztendlich sind wir dem Universum egal. Dem Universum und der Zeit. Deswegen dürfen wir einander nicht egal sein." - Diese Stelle hat mich mitten ins Herz getroffen.
David Leviathan hat eine unglaublich interessante und neue Geschichte geschaffen - weil ich die besser kaum in Worte fassen kann als der Klappentext, folgt dieser: "Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren. Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein? Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?" Kapitel für Kapitel ist A also in einem anderen Körper und muss jeden Morgen die Erinnerungen des Menschen abrufen, damit er in der neuen Familie und im neuen Freundeskreis nicht seltsam auffällt an diesem Tag, ist aber gleichzeitig immer er/sie/es selbst. A ist pur und liebt pur - denn er denkt nicht in Geschlechtern oder hält sich an Äußerlichkeiten fest - er schaut nur auf die Persönlichkeit. Absolute Buchempfehlung - denn der Leser wird für eine ganz neue Sicht auf das Leben und die Liebe sensibilisiert frei von Vorurteilen oder Äußerlichkeiten. Das #Buch endet und die Fortsetzung "Letztendlich geht es nur um dich" erzählt die Geschichte weiter - welche ich also auf jeden Fall auch noch lesen MUSS - denn die Geschichte ist nicht nur eine Liebesgeschichte sondern auch spannend auf einer "Fantasyebene" - im ersten Teil passieren auch Dinge, die "A bedrohen" - aber dazu sage ich nicht viel, da ich jedem die eigene Leseerfahrung ohne Spoiler gönne ;) Absolut verdiente 5 Sterne!

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liebe, organspende, herz, jugendbuch, jessi kirby

Mein Herz wird dich finden

Jessi Kirby , Anne Brauner
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.02.2016
ISBN 9783737353526
Genre: Jugendbuch

Rezension:

-Eine Liebe, die tragisch endet.
Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. 
Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben.
Und am Ende der Tränen: das Glück.
"Mein Herz wird dich finden" von Jessi Kirby ist ein Roman, der nicht nur die Liebe ganz wunderbar behandelt, sondern auch das Thema Trauer, Verlust, Loslassen und - Organspende!  
Jedes Kapitel fängt mit einem Zitat an, wie diesem hier:

"Schreibe es dir aufs Herz, dass jeder Tag der beste Tag des Jahres ist. Niemand hat irgendetwas begriffen, bis ihm klar ist, dass die Welt jeden Tag untergehen kann." - Ralph Waldo Emerson 
oder Zitaten aus Büchern zu Organspende oder zu Infos übers Herz. 
Das rahmt jedes Kapitel schön ein und versorgt einen mit vielen wahren Fakten, z.B. zu Angehörigen von Organspendern oder Menschen, die ein Organ erhalten - wie viele Medikamente sie danach nehmen müssen, damit sie das Organ nicht abstoßen etc. 
Kirby hat es geschafft ein solch schweres Thema rührend und ehrlich zu einer bewegenden Geschichte zu machen. 
Mia hat ihren Freund Jakob durch einen Autounfall verloren und macht sich danach auf die Suche nach den Menschen, denen er seine Organe gespendet hat. Noah hat Jakobs Herz bekommen. Sie lernen sich kennen, doch Noah weiß nicht, wer Mia ist. 
Ein schönes, trauriges und spannendes Buch. Wir tauchen in Mias Trauer und Liebe ein, lernen ihre Familie kennen und werden Zeuge von einer großen, innerlichen Entwicklung. 
Das erste Buch für mich über so ein Thema und sehr lesenswert, wie ich finde.

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london, liebe, krieg, new york, gut chester

Bei Dir ist mein Herz

June Adams
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 11.08.2016
ISBN 9781536941968
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich habe June Adams Roman als Ebook im Angebot für nur 2,99€ gekauft und hatte erstmal keine großartigen Erwartungen. Durch den Preis dachte ich mir, kann nicht schaden und die Frage: "Was wäre, wenn Du die große Liebe Deines Lebens plötzlich verlieren würdest?" hat mich dann auch nachdenklich gemacht und mein Interesse geweckt.
Was ist das Ergebnis?
Ich habe das Buch verschlungen, mitgefühlt, geweint und mich über die Kraft der Liebe gefreut.
Das Buch erzählt mehrere Liebesgeschichten. June Adams schafft es von Kapitel zu Kapitel Figuren und Geschichte zu wechseln UND sogar von Gegenwart zur Nazizeit, von Stadt zu Land, usw. Egal in welchem Alter, egal zu welcher Zeit: Die Liebe steht in diesem Roman im Mittelpunkt - der Kampf darum, der mögliche Verlust, die schönen und schmerzhaften Seiten. 
Ich möchte nicht viel zum Inhalt verraten, denn der Leser soll selbst in die aufregenden Geschichten eintauchen und sich mitreißen lassen. Nur was ich schön finde: Wie die Figuren und Geschichten ineinander verwoben werden nach und nach - z.B. wie das Haus am Meer aus 1938 plötzlich zum gleichen Schauplatz im 21. Jh. wird. 
Das Buch hat was magisches und sicherlich auch was märchenhaftes/kitschiges. Aber da auch viel Kummer und Leid mit einfließen, ist es nicht zu makellos. Die märchenhaften, schönen Stellen helfen dem Leser über die tragischen besser hinwegzukommen. Ich kann das Buch sehr empfehlen - es hat mich noch einmal mehr daran erinnert, wie glücklich man sein kann, Liebe im Leben gefunden zu haben, diese zu pflegen und jeden Tag bewusst miteinander zu leben. 

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liebe, liebesroman, rowan coleman, geheimnisse, lebensweisheiten

Wolken wegschieben

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492307963
Genre: Romane

Rezension:

Rowan Coleman hat eines meiner absoluten Lieblingsbücher geschrieben: "Einfach unvergesslich". Seitdem möchte ich jedes Buch lesen, das sie schreibt. Auch "Zwanzig Zeilen Liebe" hat mir sehr gefallen und viele Briefe in dem Buch haben mich total berührt.
"Wolken wegschieben" hat mich auf den ersten Seiten gedroht zu enttäuschen. Anfangs war mir die Geschichte zu "typisch", plump und bisschen ausgelutscht: Taltenagentur, Hauptfigur als Assistentin, unzufrieden mit ihrem Äußeren und fühlt sich allein und dann soll eine berühmte Persönlichkeit in ihr Leben treten. Ich dachte erst so: "Hä?! Das ist so gar nicht Colemans Stil.." Also habe ich weitergelesen und ja! Die Wende kommt nach einigen Seiten (bleibt geduldig dran; ich verrate nicht viel nur: "Ab dem Laden wird es spannend" - alle so: Hä, was redet sie ;D): Überraschende Dinge passieren: ja sogar "zauberhafte" könnte man sagen und mysteriöse. Figuren, mit denen man nicht gerechnet hätte treten ins Leben der Hauptfigur, sie macht im Buch einen starken Entwicklungsprozess durch, viele vergangene Dinge kommen Stück für Stück ans Licht und am Ende macht das Puzzle Sinn. Auch die anderen Figuren im Buch kommen nicht zu kurz. Einiges kann man im Laufe des Romans zwar voraussehen - es überrascht einen also nicht bis zum absoluten Ende so wie "Einfach Unvergesslich", trotzdem ist es letztendlich ein starkes Buch: Über Familie, Liebe, Freundschaft, schlimme Erfahrungen, die das ganze Leben beeinflussen, den Willen und vor allem Mut, sich und sein Leben in die Hand zu nehmen und so viel Sonne wie nur möglich in sein Leben zu lassen. 

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selbstmord, liebe, suizid, depression, trauer

All die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Limes, 28.12.2015
ISBN 9783809026570
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Jeder Moment ist einzigartig. An welchen Augenblick erinnern Sie sich am liebsten?"// Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen und möchte es euch ans Herz legen, ohne viel zu verraten 😊 es ist ein berührender Roman über Liebe, den Sinn des Lebens, Schicksalsschläge, Depression und Freundschaft 🌠 es enthält wunderschöne Sichtweisen, hat poetische Passagen und macht zugleich traurig ❤ wer "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" mag, wird dieses Buch auch lieben 😊 inhaltlich sage ich nichts mehr, da man direkt in die Geschichte und Figuren eintaucht und ich nichts vorweg nehmen will 😉 klare Buchempfehlung von mir 😘 

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erste liebe, jugendbuch, annika, meer, levian

Mittelmeersplitter

Theresa Sperling
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Lektora-Verlag, 27.09.2016
ISBN 9783954610792
Genre: Romane

Rezension:

Ich muss sagen, Theresa Sperlings Jugendroman, Mittelmeersplitter, hat mir sehr gefallen. Ich war gespannt, ob er mich berühren wird oder ob ich nicht doch schon "zu alt" (fast 24) dafür bin.
Aber ich habe den Roman in 3-4 Stunden durchgelesen und konnte ihn nicht weglegen - weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weiter geht: Der Roman hat nämlich immer Handlung, durchläuft verschiedene Phasen und Orte und hält bis zum Schluss Geheimnisse geheim, damit man "geködert" wird. 
Was mir besonders positiv aufgefallen ist, dass der Prolog in die Geschichte stückchenweise mit eingebaut wird - das fand ich so kunstvoll - Im allgemeinen ist Frau Sperlings Schreibstil passend und gekonnt: Die fortwährenden Metaphern zum Eis und Wasser, die sich durch den ganzen Roman ziehen, und die Vergleiche ("Hinter diesen eisblauen Augen und unter dieser Haut, die sich über Levians zitternde Muskeln spannte, steckte ein Junge mit einem Herz so groß wie ein Wolkenkratzer. So glaubte ich.) machen den Text lebendig und schön. 
ich habe mir immer die Frage gestellt, wie ich das Buch wohl als 15/16 Jährige empfunden hätte - und ich glaube, wenn man jemanden in dem Alter kennt, ist das Buch echt ein wunderbares Geschenk! Es steckt so viel wahres über die Liebe darin, über Freundschaft, Familie und Schmerz. Auch die ersten Male - Küssen, Sex, zusammen Duschen, in den Urlaub fahren usw - sind so gut beschrieben, dass ich glaube, dass sie gerade für Jugendliche besonders aufregend sein können. 
Aber auch für mich waren die Stellen wertvoll: Man hat sich zurück erinnert, musste oft schmunzeln - und irgendwie konnte man sich gut hineinversetzen, man hat sich wieder "jung gefühlt"; und alles in allem steckt am Ende diese Hoffnung zum Lieben und Leben in dem Roman, dass man positiv in die Zukunft blickt und das Gefühl dafür bekommt, was wichtig ist im Leben, inwieweit man sein Leben selbst beeinflussen kann und dass man eben hinabtauchen muss - auch wenn man mal Angst hat - um das Leben zu spüren, zu lieben und letztlich eben zu leben. "Doch wer das Meer wirklich liebt, muss einmal hinabgetaucht sein." - Eben, genau wie mit dem Leben. 

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familie, anna mcpartlin, homosexualität, roman, irgendwo im glück

Irgendwo im Glück

Anna McPartlin , Sabine Längsfeld
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499272233
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman von Anna Mc Partlin ist bewegend, überraschend und aufwühlend - dieses Buch löst so viele Emotionen in einem aus, dass man nach dem Beenden erstmal da sitzt und nicht weiß, wohin mit sich.

Ist es zu Ende, möchte man, dass es weiter geht.

Mir fällt es diesmal schwer, gute Worte für dieses Buch zu finden - ich möchte nämlich nichts verraten und das passiert hier viel zu schnell.
Deshalb hier das, was ich sagen kann:
Das Buch ist auf keiner einzigen Seite langweilig oder uninteressant. Die Figuren, die Geschichten, Zeitsprünge und Perspektivwechsel haben mich so in den Bann gezogen, dass ich immer weiter lesen wollte - wie bei einer Lieblingsserie, die man nicht aufhören kann zu gucken. Es sind so viele Momente gewesen, in denen ich total traurig wurde und dann wieder welche, in denen ich mich sooo mit der Figur gefreut habe. Man fiebert als Leser mit. 
Den Rahmen der Handlung (selbst den verrate ich nicht komplett) bildet die Hauptfigur, die ihre (tragische) Familiengeschichte vor Menschen im Vorlesungssaal vorliest. Anfang schockt - Ende berührt.. und irgendwie ist das ein Zwiespalt: Man findet es perfekt so wie es ist, aber aus lauter Traurigkeit und Fassungslosigkeit würde man am liebsten doch eingreifen in das Geschehen.
Hach ich sag's euch, lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, zu einem Buch zu schreiben, was ich genau denke oder fühle:
Ich verkürze mal und sage: Es zählt ab nun eindeutig zu meinen Top 10 und wird mir lange nicht aus dem Gedächtnis gehen. 
Was ich hier nicht im Detail sagen will, ist viel zur Handlung: Das Buch lebt davon, dass man direkt in eine Familie eintaucht, die es mehr als schwer hatte und hat - es ist ein auf und ab der Gefühle, Liebe, Hass und Hoffnung in dieser Geschichte - dass ich am Ende echt nur sagen will: LEST DIESES BUCH, ehrlich :) 

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