Leserpreis 2018

cheshirecatannetts Bibliothek

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Pillow Thoughts

Courtney Peppernell
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Andrews McMeel Publishing, 05.10.2017
ISBN 9781449489755
Genre: Sonstiges

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182 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Milk and Honey

Rupi Kaur
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Andrews McMeel Publishing, 05.11.2015
ISBN 9781449474256
Genre: Gedichte und Drama

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127 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Das Glück an meinen Fingerspitzen

Julie Leuze
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401666
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Liebesroman von Julie Leuze hat mich als Leserin überzeugt: ich fand ihn:
- sehr spannend. Ich hatte nie Langeweile, da sich das Hauptgeschehen in der Wildnis Kanadas, auf einer einsamen Insel, abspielt und dementsprechend viele Abenteuer und Überraschungsmomente eingebaut sind - die aber nie von der Realität abweichen. Man merkt, dass sich die Autorin mit den Tieren wie Bären, Wölfen und Co. auseinander gesetzt hat, sodass man sich nie denkt: "Hä, wie unrealistisch, wäre so nie passiert."
- emotional ergreifend: ich werde an der Stelle nicht spoilern, da man lange nicht erfährt, was manche Figuren durchleben. Aber zwei Sachen kann ich sagen, ohne zu spoilern: in dem Buch werden auch Krankheiten /Probleme thematisiert, zusätzlich wie das Umfeld darauf reagiert und welche mentalen Belastungen und Probleme dabei entstehen können. Und zweitens wird stark auch zeitgemäße Gesellschaftskritik geübt (Thema Social Media, YouTube und Co., die Gefahren und Schattenseiten davon, und auch positive Nutzungsmöglichkeiten) - sehr interessant und dadurch ein gutes Jugendbuch, das man durchaus in der Schule empfehlen könnte zur privaten Lektüre. Man kann auch als junger Mensch zum Nachdenken angeregt werden - zum Thema Liebe: dass Liebe nicht nur wegen Mitleid, Dankbarkeit oder Hilfe bestehen bleiben kann und auch komplizierte Beziehungen zwischen Paaren und Freunden finden hier Platz - ohne vom eigentlichen Geschehen wegzuschweifen, also sehr geschickt integriert.
- nicht vorhersehbar: die Figuren und deren Bezugspersonen sind super ausgearbeitet. Es finden Kapitelweise gelungene Perspektivwechsel statt, wovon manche sogar richtig künstlerisch/poetisch sind (Stichwort: Insel). Die Liebe zwischen den Hauptfiguren entwickelt sich auch Stück für Stück - nicht zu schnell, nicht zu langsam und ist ein zusätzlicher Grund, weshalb man weiter lesen möchte.

Das Ende war auch total nach meinem Geschmack.

Und was ich persönlich aus dem Buch mit mitgenommen habe, ist Lebensmut und den Wille zum Kämpfen - und diese Motivation können finde ich besonders schön an dem Roman.

Meine absolute Lieblingsstelle:

"Aber das Helle ist niemals ausgelöscht. Es ist nur schwach! Man kann seine innere Stärke suchen! Man kann das Helle wählen, kann gegen das Dunkle kämpfen und sich wehren und wenn das alles nichts hilft, dann kann man sich verdammt noch mal Hilfe holen! Was ist denn schon dabei, wenn man sich helfen lässt? Ist das nicht eine Million Mal besser als die Menschen, denen man wichtig ist, vor Sorge verrückt werden zu lasen?! (...) Du suchst, wählst und kämpfst! Und wenn du Hilfe dabei brauchst, sagst du Bescheid!"

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

UND ICH BIN!

Samsara Kaiser
E-Buch Text: 588 Seiten
Erschienen bei Samsara Verlag, 29.01.2018
ISBN B079G9G3HB
Genre: Sonstiges

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

atheismus, buddhismus, christentum, erzählung, fabel, hinduismus, islam, judentum, könig, narr, religion, suche, weiser, weisheit, weltreligionen

Der König, der Weise und der Narr

Shafique Keshavjee , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.09.2000
ISBN 9783442150700
Genre: Sachbücher

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218 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Die Stadt der Träumenden Bücher

Walter Moers
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaus, 28.08.2017
ISBN 9783813507980
Genre: Romane

Rezension:

Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers... ja, was soll ich dazu nun schreiben? Zuerst vielleicht, dass ich etwas von mir selbst erschrocken bin, dass ich noch nie etwas von Walter Moers gelesen habe. Dieses Buch ist das erste Buch, das ich von Moers gelesen habe - und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Würde jetzt nicht so viel für die Uni anstehen, würde ich sofort in die Buchhandlung rennen und mein Regal mit Walter Moers aufstocken.
In die Stadt der Träumenden Bücher werden wir in eine fantasiereiche Welt entführt - ich habe mich etwas gefühlt, wie als damals ich Harry Potter gelesen habe. Denn der Leser wird Zeuge einer ihm unbekannten Welt, eines fabelhaften "Märchens", in dem Lebewesen, Städte, Berufe, Lebensweisen, ja die ganze Welt neu erschaffen werden  - und dabei dreht sich alles um Bücher - mit so unglaublich viel Liebe zum Detail bei allen Beschreibungen, Erzählungen, ja sogar bei Namensgebungen. Ich kann die Handlung und die Abenteuer in diesem Roman gar nicht zusammenfassen und jetzt hier so erklären, dass es diesem Werk gerecht werden würde. Der Schreibstil ist brilliant - Moers gibt vor ausschließlich der deutscher Übersetzer dieses Buches zu sein, das eigentlich aus der Feder des Protagonisten Hildegunst von Mythenmetz aus Zamonien stammen soll. Dieser ist der Erzähler und ein schriftstellernder Lindwurm. Klingt doch völlig logisch, oder?! Das geniale ist einfach, wie schnell man Teil von dieser Welt wird - Welche Städte und welche Lebewesen für welchen Zweck geboren und ausgebildet werden und was es für Sprachen und Orte gibt. Es gibt so viele lustige Stellen - schon allein die zahlreichen Neologismen, Kunstwörter, Fußnoten und all die Ideen dahinter haben mich total fasziniert und unterhalten. Die Illustrationen in dem Buch haben mich immer wieder gefreut und ich habe lange nicht mehr, so ein interessantes und schön gestaltetes Buch gelesen - alles aber nicht 0815 - für jung und alt - einfach genial.

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249 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

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Miss Gladys und ihr Astronaut

David M. Barnett , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 28.05.2018
ISBN 9783548289540
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe den Roman extrem gern gelesen, weil er mich in eine andere kleine Welt entführt hat, mich oft zum Schmunzeln und Lachen gebracht hat, aber auch zum Nachdenken und mich sogar manchmal etwas melancholisch hat werden lassen. Er ist an manchen Stellen lustig, dann wieder ernst, traurig (Gladys Demenz zB) bis hin zu tragisch, aber nie so, dass man sich danach schlecht fühlt: sondern immer mit viel Hoffnung am Ende - was auch für mich die Hauptbotschaft dieses Buches ist: nie die Hoffnung und seinen Lebenswillen zu verlieren, den Willen aus allem das Beste zu machen, an sich und andere zu glauben und zu kämpfen.

Hierbei schafft Barnett eine tolle und auch wilde Geschichte um Major Tom, Miss Gladys, Ellie und James herum - und auch andere Figuren, mit nochmal anderen Persönlichkeiten und Eigenarten, kommen nicht zu kurz.
Faszinierend ist auch, wie unterschiedlich die Figuren sind und wie das dann im Laufe der Handlung bei jedem durch andere Menschen oder Geschehnisse beeinflusst wird - Major Tom als kleines Beispiel ist extrem zynisch und "griesgrämig" und macht dann eine große Entwicklung durch während aller Geschehnisse.

Ich finde alle Figuren sind toll ausgearbeitet und man hat so eine Vielfalt an Themen in diesem Buch, dass man nie gelangweilt ist - die Handlung selbst trägt dazu natürlich auch bei - da es, meiner Meinung nach, viele spannende Geschichten sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit der Figuren gibt und man viele unterschiedliche Momente aus verschiedenen Perspektiven erlebt - tolle Zeitsprünge und Perspektivwechsel findet man hier nämlich. 

Man kann durchaus sagen, dass man nebenbei einiges fürs Leben lernen - nehmen wir da nur mal Gladys Rat, nie im Streit auseinander zu gehen, oder auch wie man mit Schicksalsschlägen umgehen kann, das Thema Vergebung gegenüber sich und anderen spielt eine große Rolle uvm. 

Aus den Gründen hat mich der Roman total abgeholt und er ist für mich mehr als ein Buch über Freundschaft oder nur ein lustiger, lockerer Roman. 
Auch wenn diese Elemente enthalten sind. 
Aber dieses "mehr" macht ihn für meinen Geschmack sogar besser als erwartet. 

Auch das Ende war nach meinem Geschmack
 und ich habe vor allem die letzten Seiten sehr geliebt ;) Schön melancholisch. 

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526 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 156 Rezensionen

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Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Mich hat der  Roman von Matt Haig absolut überzeugt - ich gebe da 5/5 Sternen und kann ihn absolut jedem weiter empfehlen. Dieses Buch ist fesselnd: der Protagonist, Tom, ist über 400 Jahre alt und Matt Haig hat ihn absolut zum Leben erweckt mit seiner Geschichte. Wer hier nur eine schnulzige Liebesgeschichte über mehrere Jahrhunderte erwartet, wird überrascht sein. Denn es geht zwar auch um Toms große Liebe, seine schmerzhaften Erfahrungen mit Liebe, Familie und Freunden über die Zeit, doch zugleich wird ein sehr spannender Handlungsstrang geöffnet, der von der "Albatros"-Gesellschaft handelt. Diese wird von einem 700 Jahre alten Mann geführt und besteht eben nur aus diesen lang lebenden Menschen. Wir sprechen dabei nicht von Unsterblichen, denn auch Tom kann ermordet werden oder sich selbst töten und wird eines Tages sterben - doch der Alterungsprozess ist sehr stark verlangsamt und damit einhergehend auch die Anfälligkeit für Krankheiten kaum vorhanden. Damit spoiler ich gerade wenig - da dies bereits auf den ersten Seiten erklärt wird. Jedenfalls entwickelt sich um die Albatros-Gesellschaft ein spannender kleiner "Krimi" - wozu ich hier nicht mehr verrate.
Neben Liebe und Krimi überrascht das Buch bzw. eher der Autor auch einfach mit seinen Ideen, mit denen er Toms Lebens ausschmückt, interessant und lustig macht - so erzählt Tom von Begegnungen mit z.B. Shakespeare, F. Scott Fitzgerald (der sich gerade Sorgen darum macht, dass sein "The Great Gatsby" nicht gut ankommt) und Charlie Chaplin (uA) - und gerade diese Stellen habe ich immer sehr genossen.
Hinzu kommt, dass auch viel von der Historik der Welt (Deutschland, England, Frankreich, Kriege etc.) mit einfließt - denn Tom unterricht in der Gegenwart Geschichte an einer Schule und kann diese natürlich sehr lebhaft erzählen. Das Faszinierende hierbei sind dann die Zeitsprünge, die eingebaut werden - gerade erzählt Tom zB etwas historisches, und hat dann deshalb im nächsten Kapitel einen Flashback dazu, was ihm persönlich zu dieser Zeit passiert ist. Sehr gut geworden, finde ich.
Generell ist es einfach schön geschrieben - ich habe viele Stellen gefunden, die ich mir heraus schreiben werde. Es ist auch melancholisch, traurig und kritisch (gesellschaftskritisch, da heraus gestellt wird, dass sich Geschichte wiederholt und sich die Menschen im Kreis bewegen; frei nach dem Motto: "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt."). Und trotzdem verliert sich die Stimmung nicht nur in Kritik sondern zeigt auch die schönen und lebenswerten Momente im Leben eines Menschen, wie man das Leben zu etwas für sich besonderem machen kann und enthält dabei eben auch Humor und steckt voller Emotion.
Alles in allem mochte ich die Story an sich sehr - habe auch keine Logikfehler oder Lücken gefunden.
Was ich auch aufregend finde ist, dass es so viele Zeitsprünge gibt, dass man irgendwie das Gefühl hat, man ist selbst so klein als Mensch und hat so wenig Zeit auf der Erde.
Also nutzt sie und lest paar Bücher ;) Und greift auch zu diesem.











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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Designing Your Life: How to Build a Well-Lived, Joyful Life

Bill Burnett
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knopf Publishing Group, 20.09.2016
ISBN 9781101875322
Genre: Sonstiges

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108 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Das Kind in dir muss Heimat finden

Stefanie Stahl
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kailash, 16.11.2015
ISBN 9783424631074
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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105 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Wiedersehen im Café am Rande der Welt

John Strelecky , Bettina Lemke , Root Leeb
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423348966
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich war sehr gespannt, ob die Fortsetzung von "Das Café am Rande der Welt" mir genauso gefallen und mich prägen wird wie der erste Teil. Besonders weil Leute oft geschrieben haben, dass der erste Part "besser" sei und der zweite nicht so wirklich "notwendig". Dem stimme ich persönlich aber überhaupt gar nicht zu:
Das erste Buch habe ich gelesen, nachdem ich einen neuen Lebensweg eingeschlagen habe - von Jura zum Lehramt. Zu dieser Zeit hat es mich absolut in meiner Entscheidung bestätigt, mich inspiriert und motiviert. Ich fühlte mich gut beim Lesen, weil ich für mich selbst fühlen konnte, dass ich mich für einen Weg entschieden habe, der in meinen Augen meinem ZDE (Zweck der Existenz) entspricht - also dass ich etwas tue, was mit vielen anderen Dingen zusammen in meinem Leben, zu meinem ganz persönlichen Glück passt und ich mich anfange zu verwirklichen - unabhängig von der Meinung anderer, alten Vorstellungen, Prestige Gedanken oder sonstigem.
Ich war sehr dankbar für dieses Geschenk, denn ich kannte John Strelecky noch nicht, und mein Freund brachte mir das Buch nach der Arbeit spontan mit.
Das zweite Buch "Wiedersehen am Café am Rande der Welt" war aber meine kleine Rettung dieses Jahr. Das erste war eine Bestätigung und ein gutes Gefühl. Das zweite hat mich zum Weinen gebracht. Weil ich mich dank dieser Fortsetzung an bestimmte Gefühle, Vorsätze etc. zurück erinnert habe und es mich sozusagen "zurück geholt hat" in die Inspiration von früher. Denn manchmal verliert man seinen Kopf, wenn die Zeiten was härter werden. Und die Fortsetzung erinnert einen daran, dass nur weil man seinen "Lebensweg" gefunden hat, das noch lange nicht bedeutet, dass man nie wieder mehr an sich zweifeln oder man nie Probleme beim Erreichen seiner Ziele haben wird. Stattdessen sollte man glücklich sein, dass man schon die ersten Schritte getan hat (im Gegensatz zu vieler anderer Menschen) und sich ruhig auch mal erlauben, kurz inne zu halten und zurück zu schauen auf den bereits erreichten Weg, um seine Kräfte für den weiteren zu sammeln. Außerdem tauchen in dem zweiten Teil nochmal ganz neue Ideen und Denkanstöße auf: MPS zum Beispiel = Multiple Persönlichkeitsstärke, das Universum als Navi, Autos - die den Hobbyfahrer unendlich glücklich machen und für Person xy nur ein leeres Symbol sind, um einem Club anzugehören - oder auch The Big Five for Life kommen vor- womit John auch auf das gleichnamige Buch verweist (clever ;D), dass 20 % aller Männer VOR dem Rentenalter sterben, dass man Lernender und Lehrender zugleich ist (und man andere inspirieren kann und sollte, ihnen hilft, ABER sich auch selbst immer helfen lassen sollte, da dies auch anderen Menschen ein gutes Gefühl gibt), der eigene "Spielplatz", KINDER - wie man von ihnen lernen kann, aber auch was die Gesellschaft sich von Kindern oft fälschlicherweise erhofft oder wie man in der Gesellschaft mit Menschen, die Kinder haben oder nicht, umgeht USW USW - wirklich all das kann ich so gar nicht ausführen oder erklären - aber ich kann nur sagen und empfehlen, beide Bücher selbst zu lesen - Frauen UND Männer - verteilt diese Bücher am besten überall - denn ich glaube, dass jeder für sich selbst was ganz Eigenes, Individuelles aus all dem ziehen kann. Die Bücher vermitteln nämlich nicht, dass dies oder jenes alle Menschen glücklich macht (Reisen, Kinder, Geld, der oder der Job, Autos...), sondern dass jeder Mensch auf sich selbst Hören kann und sollte, um sein ganz individuelles, reines, echtes, unverstelltes Glück zu erkennen, anzuerkennen und dann dafür etwas zu tun.

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659 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Mein Herz in zwei Welten

Jojo Moyes , Karolina Fell
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.01.2018
ISBN 9783805251068
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich gehe bewusst nicht auf den Inhalt ein - denn ich werde und will nichts spoilern:
Jojo Moyes hat mit  "Ein ganzes halbes Jahr", "Ein ganz neues Leben" und "Mein Herz in zwei Welten" einer meiner Lieblingstrilogien geschaffen. Ich bin nicht leicht von jedem x-beliebigen Liebesroman zu begeistern.
Aber diese Reihe ist für mich wie eine Ode ans Leben - an dieses eine einzige Leben, was wir nur haben, das wir selbst in der Hand haben und nutzen sollen. Es kann nämlich in den schlimmsten Fällen: a) in jungen Jahren vorbei sein oder b) man kann alt werden und auf ein unerfülltes Leben zurück blicken - deshalb sollte man bewusst leben, genießen und vor allem eigene Entscheidungen treffen. Dies vermittelt jedes einzelne dieser Bücher und alle drei gemeinsam ergeben die für mich perfekte Trilogie.
Vor allen Dingen nimmt man aus dieser mit, dass man zu sich selbst als Mensch stehen soll und das Recht dazu hat, so zu leben und zu sein, wie man will.
Ich liebe Louisa Clark - ihre Herzlichkeit, Liebe, Güte und vor allem auch ihre Schusseligkeit und Planlosigkeit, ihren Kleidungsstil und ihre Art, auf Menschen zu zu gehen. Und ich finde, dass es einfach Spaß macht, ihr bei ihrer Entwicklung von Buch zu Buch zu zu schauen.
Ein weiterer Riesenpluspunkt ist es, dass sowohl im 2. als auch im 3. Teil neue Figuren und damit komplett neue Charaktere auftauchen, die viele Überraschungen in sich tragen und auch jeder für sich seine eigene Lehre/Botschaft an Louisa und manchmal an den Leser.
Als ich die letzte Seite von "Mein Herz in zwei Welten" las, war ich zum einen glücklich und auch irgendwie stolz auf Louisa - aber ich hatte vor allem auch so einen "Buchend"-Schmerz in mir; die letzten Seiten habe ich absichtlich langsam gelesen und genossen; aber ich konnte nicht vermeiden, dass ich traurig war, dass die Reihe nun vorbei ist. Alles, was gut ist, braucht auch ein Ende - ich würde nicht wollen, dass man die Geschichte bis ins Unendliche ausschlachtet und etwas schlechtes draus wird, trotzdem musste ich mir einen Moment des Verarbeitens nehmen ;) so verdrückte ich die ein oder andere Träne (besonders bei dem Gedanken an Will, Lous Trauer, aber auch bei anderen Figuren wie Margot; wobei ich hier nicht ausführlicher werde, weil ich niemandem etwas spoilern will), die Geschehnisse aller Bänder zogen an mir vorbei und ich ließ etwas Wehmut zu. Das gehört bei guten Büchern dazu.  
Absolut bleibt mir Jojo Moyes' Louisa Clark in Erinnerung - sowas von 5 Sterne. 

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147 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Der Glasmurmelsammler

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596521418
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin total begeistert von Cecelia Aherns Roman - mich haben die Geschichten und Figuren in dem Buch berührt, ohne dass ich es zu kitschig fand.
Im Gegenteil: Die Geschichte eines an Alzheimer erkrankten Vaters (der auch seine schlechten Seiten im Leben hatte, die nicht ausgespart werden, weshalb hier nichts zu kitschig dargestellt ist) verfolgen zu können, ist mal was Neues. Man rätselt von Anfang an mit bei den tollen und spannenden Geschichten. Es wird nie langweilig: Perspektivwechsel und Zeitsprünge sind dauerhaft vorhanden und langsam fügt sich Kapitel für Kapitel das Puzzle zusammen.
Wir erfahren viel über Familie, Liebe und Schicksal im Leben. 
Dabei steht der Vater, seine Tochter und ein Haufen Brüder im Mittelpunkt - das fand ich besonders schön und mal abwechslungsreich in einem Roman. 
Die Beziehung des Vaters zu seinem Bruder Hamish hat mich bis zum Ende voll abgeholt - an alle, die es gelesen haben oder lesen werden: Der nächtliche Dialog der Brüder am Ende des Buches...-so schön und traurig. <3 oder?!
Absolute Empfehlung - viel Handlung, interessante Figuren und kein Kitsch. 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Und du bist?

Samsara Kaiser
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Samsara Verlag, 25.07.2017
ISBN 9783000566769
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch ist echt mal was Neues...anders!

Ich habe "Und du bist...?" von Samsara Kaiser (*1996) ohne große Erwartungen oder Vorstellungen gelesen. Am Anfang kam ich etwas schwer rein und musste mich an einpaar Dinge gewöhnen: 
Die Sprache war nicht schwer, aber anders: Etwas Theater/Film-mäßig schienen mir die Dialoge und man wurde sofort in eine Welt voller Figuren geworfen, die alle sehr unterschiedlich sind und auch alle eine eigene Geschichte haben - aber vor allem in eine Buchwelt mit sehr vielen Zeitsprüngen und Perspektivwechsel. 
Das Buch hat 575 Seiten - aber die Kapitel sind immer sehr kurz, weshalb ich gut weiter lesen konnte trotz anfänglicher Skepsis. Hinzu kam dann, dass mir einpaar Rechtschreib/Zeichen/Absatzfehler anfangs auffielen, bei denen ich auch erstmal stutzte.
Aber wisst ihr was? Zum Glück habe ich weiter gelesen :D
Denn es dauerte nicht lange (keine Sorge, man kommt nicht erst nach der Hälfte des Buches in die Geschichte rein), da hatte mich die Handlung gepackt. 
Ich will gar nicht viel zur Handlung schreiben (weil ich einfach niiiichts spoilern will), man kann ja den Klappentext immer nachlesen. Stattdessen sind mir folgende Punkte wichtig:
Den Leser erwartet bei dem Buch eine Liebesgeschichte, die an einigen Stellen auch Kitsch zu bieten hat,
Aber, wenn das alles wäre, dann hätte mich das Buch nicht begeistert, da könnt ihr euch sicher sein ;)
Ich habe noch nie einen schnulzigen Liebesroman gelesen, der ZUGLEICH ab einem gewissen Zeitpunkt (und das relativ früh) zu einer Art Krimi/Thriller mutiert - nicht im Schlagabtausch sondern miteinander fließend... Dazu parallel entwickeln sich psychologische Geschichten gewisser Figuren (mit verschiedenen Schicksalen, Krankheitsverläufen und -behandlungen, Waiserhäusern etc.). Hier fragt man sich manchmal, ob übertrieben wird - aber am Ende klärt das Buch dadurch auch auf (die Autorin arbeitet sogar als psychologische Beraterin für Kinder und Jugendliche) und man konnte Samsara Kaiser auch Fragen stellen, wodurch klar wurde, das einiges an Recherche in dem Buch steckt. 
Aber was eigentlich für mich das überraschendste war, was mich dann überzeugt hat, sind die unglaublich VIELEN Wendungen in diesem Roman. Was ging da ab? Ich garantiere euch: Ihr werdet bis zur letzten Seite nicht auf den Ausgang der Geschichte kommen und Meinungen zu Figuren ständig ändern.
Das hält einen sehr wach beim Lesen und lässt einen auf der Hut sein.
Das führt zu einem gewissen Tempo beim Lesen und in der Handlung - und das wird auch sehr durch die Kürze der Kapitel unterstützt und die Perspektivwechsel gepaart mit Zeitsprüngen. Themen, die nicht den Fokus der Story bilden, werden nicht unnötig in die Länge gezogen - und aufregende Szenen werden an der richtigen Stellen durch einen Sprung oder Wechsel unterbrochen, um Spannung zu halten, kehren dann aber auch zu einem gesunden Zeitpunkt wieder zurück - d.h. man hat ständig Fragen, bekommt zu gegebener Zeit Antwort, und damit wieder Fragen usw. - das hat Samsara Kaiser wirklich drauf! 
Manchmal liest man auch eine Handlung, die dann abbricht und im nächsten Kapitel von einer anderen Figur im gleichen Raum erzählt wird - das hat dem Ganzen auch Charakter gegeben. 
Ich möchte unbedingt die Fortsetzung lesen - welche noch nicht erschienen ist - aber nach diesem Ende bin ich wirklich angefixt. Denn eins verrate ich: das Buch endet mit einem Knall - und noch mehr Fragen :D
Und jetzt habe ich mich sowieso an Stil gewöhnt (Stellen die sehr filmisch auf mich wirken, stelle ich mir dann halt auch als Serie/Film vor, macht Spaß :D), fiebere mit gewissen Figuren mit, hasse den ein oder anderen und warte ab jetzt auf den zweiten Teil ;D
Wieso also 5/5, wenn ich doch paar kleine Kritikpunkte hatte: sei es jetzt im Schriftdruck (dazu sei angemerkt, dass mir aufgefallen ist, dass der Verlag "Samsara Verlag" heißt, weshalb ich da noch mehr Eigenarbeit, Fleiß und Schweiß dahinter vermute und da dann zusätzlich Nachsehen habe) oder ab und an stilistisch - für mich ganz einfach; es ist Samsara Kaisers erstes Buch (!): die Geschichte hat mich überzeugt aufgrund der Spannung und der ganzen Wendungen (im Plot steckt echt einiges an Fantasie ;) Hut ab; ich rüste mich schonmal für die Überraschungen im zweiten Buch;D), außerdem war ich an einigen Stellen berührt (man findet einige schöne, wahre Aussagen über das Menschsein oder auch das Leben, die Liebe) und ich will wissen, wie es weiter geht. 
Vielen Dank, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte, liebe Samsara Kaiser!

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Leben lernen - ein Leben lang

Albert Kitzler
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 13.10.2017
ISBN 9783451600111
Genre: Sachbücher

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145 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Als die Träume in den Himmel stiegen

Laura McVeigh , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596299706
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Roman handelt von der Flucht eines Mädchens und ihrer Familie innerhalb Afghanistans und aus Afghanistan heraus. Ich bin ein großer Fan von Khaled Hosseini - all seine Romane haben einen großen Platz in meinem Herzen. Dieser Roman von Laura Mc Veigh hat meine Aufmerksamkeit also durch den gelben Sticker erlangt - sofort wurde er zur Kasse getragen.
Khaleds Bücher sind in meinem Herz zusammen gerückt und haben etwas Platz für "Als die Träume in den Himmel stiegen" gemacht.
Eine wunderschöne, bewegende, erschütternde Geschichte mit rührenden, sehr facettenreichen Figuren, einigen Wendungen und ohne einen Hauch Langeweile. Das Buch liest sich wie ein tragisches Märchen, das von einem Mädchen erzählt wird, man fühlt und hofft mit und lernt so viel: nicht nur etwas über die Geschichte Afghanistans sondern auch über das Leben, über die Menschen, die selbst in den dunkelsten Zeiten Licht finden, ja Licht sind und auch über die, die die Dunkelheit verbreiten.
Ich bleibe mit einem gebrochenen Herzen zurück für die kleine Samar und ihrem Schicksal - habe aber auch großen Glauben in diese Buchfigur und einiges durch diese kleine Kämpferin gelernt. 

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152 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

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Der gefährlichste Ort der Welt

Lindsey Lee Johnson , Kathrin Razum
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423281331
Genre: Romane

Rezension:

"Der gefährlichste Ort der Welt" von Lindsey Lee Johnson ist ein Buch, das sich tatsächlich mit einem der gefährlichsten Orte der Welt befasst: Dem Internet.
Das Buch behandelt ganz allgemein gesagt das Thema Mobbing - sowohl im realen Leben als auch im virtuellen über Social Media.  
Zu Beginn lernen wir Tristan kennen, der ein Außenseiter an seiner Schule ist und auch familiäre und gesundheitliche Probleme hat. Per Brief gesteht er Cally seine Liebe - dieser landet auf Facebook und was folgt sind beleidigende Kommentare (untertrieben ausgedrückt) und noch mehr Ausgrenzung und Gelächter. Tristan begeht Selbstmord. Daraufhin lernt der Leser sieben weitere Schüler kennen, die alle auf ihre Weise am Mobbing beteiligt waren oder zumindest auf der Schule sind und mit eigenen Problemen kämpfen. Doch es bleibt nicht bei diesem Mobbing-Fall in dem Buch. Wir erfahren Stück für Stück, wie die einzelnen Figuren mit dem Suizid umgehen und sich dadurch verändern - ob positiv oder negativ. Außerdem treten weitere "Mobbing"Fälle in Vorschein, beispielsweise verursacht durch Parties mit viel Alkohol oder Drogen, nach denen gewisse Fotos oder Videos im Netz auftreten etc.
Im Buch werden also Kommentare auf FB, Twitter und Co. behandelt und die Folgen realistisch beleuchtet. Auch Kommentare von Erwachsenen, die beispielsweise nach Medienberichten im Internet diskutieren - und sich teilweise nicht verantwortungsbewusster als Jugendliche verhalten.
Außerdem werden auch andere schulische Vorfälle eingewebt, von Lehrer-Schüler Beziehungen bis hin zum Druck auf gewisse Schüler von ihren Eltern. 
Dabei sind alle Schicksale der Schüler miteinander verwebt und stehen nicht alleine im Raum. Das heißt wir bekommen auch teilweise Kapitelweise verschiedene Blickwinkel auf das gleiche Geschehen. Dadurch ist es der Autorin meiner Meinung nach super gelungen, zu zeigen, wie unterschiedlich verschiedene Charaktere zu gewissen Taten stehen und auch aus welchen Motivationen sich Handlungen entwickeln. 
Es bleiben auch gewisse Gedankengänge oder Hintergründe offen - was ich aber gar nicht als Kritikpunkt sehe: ich finde, dass es alles nur noch realistischer macht, denn genau so ist es im echten Leben auch: dass man viele Fragen hat zu gewissen Personen, zu ihren Gedankenwelten, zu allen Problemen, die sie je im Leben hatten und zu allem, was sie erlebt haben - doch am Ende, hat doch jeder Mensch sein eigenes Universum im Kopf, an dem hat man manchmal ansatzweise teil, oder man kann gewissen Dinge versuchen zu erklären oder zu verstehen, aber alles wird einem nie offen dargelegt werden. So fühlt man sich manchmal, wie ein Beobachter auf der Schule, der die Person xy eben auch nicht wirklich gekannt hat, und nur nach gewissen Erzählungen oder Untersuchungen urteilen kann. Wie Kafka treffend formuliert hat: "Verlassen sind wir doch wie verirrte Kinder im Walde. Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen vor einander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle..."
Die Autorin hätte alle Gedanken aller Figuren nooooch mehr ausbreiten können - doch würde sie sie je treffen? Am Ende ist es doch so, dass wir andere Menschen wirklich nie zu 100 Prozent begreifen werden können - nur das, was dieser Mensch uns selbst sehen lässt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen - die sich entwickelnde hasserfüllte Dynamik im Netz ist erschreckend und leider heutige Realität - sowohl Kinder, Jugendliche und Erwachsene benehmen sich unbedacht und teilweise unmenschlich im Internet, fühlen sich vor ihrem Computer mächtig.
Wie sowas eskalieren kann zeigt das Buch von Anfang bis Ende.
Deshalb finde ich auch, dass es eine super Schullektüre ist, die massenweise Diskussionsstoff bietet.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die Meistermagier

Charlie N. Holmberg
E-Buch Text: 234 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 02.05.2017
ISBN 9781542095761
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe ein tolles Finale erwartet und war auch vom dritten Band nicht enttäuscht. auch hier mangelt es nicht an Action, Liebe und natürlich Zauberei - es geht um das Beenden der Lehre Ceonys, und dabei natürlich wieder um den Kampf gegen die "Bösewichte" aus den Büchern davor. ich fand es nur schade, dass einige Fragen bezogen auf die Zauberwelt offen geblieben sind - das war dann nicht ganz rund bzw.nicht zu Ende durchdacht finde ich; z.B. blieb die Frage ungeklärt, wer Zauberer wird und wer nicht - also wie das entschieden wird; z.B. war Ceony auf der Zauberschule, ihre Geschwister aber nicht - und das wird irgendwie gar nicht erklärt - und Zauberer und nicht Magier wohnen gemeinsam in einer Welt und erstere werden bewundert: Nur hätte man diese Dinge gerne mehr ausgeführt gehabt. So lag der Fokus der Trilogie nicht wirklich auf der Zauberwelt und dem System dahinter - sondern eher auf den Lehren, Lehrlingen und deren Zauberkünsten; der Liebe Ceonys und dem Kampf - dafür gibt es einen Stern weniger. Es bleibt aber alles in allem spannend, unterhaltend und die Idee hinter all dem macht einfach Spaß! auch das Ende war sehr schön gestaltet und ein schöner Abschluss. also ich empfehle diese youngadult magician Serie weiter :D

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Der Glasmagier

Charlie N. Holmberg
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 07.02.2017
ISBN 9781477809723
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich mochte die neue Idee einer Zauberwelt, in der man mit menschenerschaffenen Materialien zaubert ja schon aus Band 1. Ich finde die Fortsetzung absolut gelungen und so spannend, dass ich es auf der Autofahrt nach Polen in einem Rutsch durchgelesen habe und hier nun direkt auch den dritten Teil lese.
Der Glasmagier steht dem ersten Buch (Der Papiermagier) in nichts nach - es bleibt sehr spannend, da sich Ceony (Die Protagonistin) auch hier gegen "dunkle Maechte", also Magier die mit Menschenblut zaubern, beweisen und verteidigen muss - da diese Rache nehmen moechten wegen der Geschehnisse aus Teil 1.
Waehrenddessen erfaehrt der Leser auch weiterhin ueber das Fortschreiten der Lehre der Hauptfigur und es geht auch mit der Liebesgeschichte Ceonys weiter, die sich auf eine natuerliche Weise entwickelt und nicht zu kitschig und daher unrealistisch waere. Ausserdem lernt der Leser auch weitere Personen aus Ceonys Leben kennen, wie ihre Freundin aus Schulzeiten, die ihr beim Kampf in diesem Buch sehr helfen wird.
Wie vorhergesagt oder eher wie in meinem Wunsch nach "Der Papiermagier" erfahren wir auch kontinuierlich mehr ueber die Zauberwelt an sich - ueber neue Zaubereien, ueber die anderen Materialien (z.B. dass Magier, die an Feuer gebunden sind und Feuer als "Waffe" erschaffen, ihr eigen geschaffenes Feuer nicht spueren, oder auch wie Glasmagier durch Spiegel schreiten koennen etc.) - dadurch bekommt die Zauberwelt weitere Farben und mir gefaellt diese echt sehr. Ich stellte mir waehrend des Lesens echt so tolle Filme auf Basis der Buecher vor :D
Am Ende des Buches passiert ausserdem etwas (ich verrate nicht was), das nochmal die zuvor geglaubten "Grundregeln" der Zauberei auf den Kopf stellt, was deshalb unheimlich gespannt auf den dritten Teil macht. Ich erwarte ein tolles Finale.

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473 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Die Hütte

William Paul Young , Thomas Görden
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 30.09.2011
ISBN 9783548284033
Genre: Romane

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174 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Turtles All the Way Down

John Green
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.10.2017
ISBN 9780241335437
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“Your now is not your forever.” P. 93 // Ich kann den neuen Roman von John Green „Turtles all the way down“ auf jeden Fall weiter empfehlen. Green hat es wieder geschafft, eine komplett neue Geschichte zu erschaffen mit einer Figurenwelt, die ich so noch nicht kannte. Ich möchte in meiner Rezension nicht allzu viel von der Handlung verraten, aber es geht grob gesagt hauptsächlich um die junge Protagonistin Aza, die mit ihren „Hygiene“ Zwängen zu kämpfen hat, ihren spiralartigen Gedanken zum Thema „Wer bin ich oder was ist ein Ich und woher oder von wem sind meine Gedanken?“, sich in sich gefangen und von niemandem verstanden fühlt; trotz Familie, Freunde und Therapie. Man erlebt vieles mit und durch Aza und auch ihr Umfeld lernt man emotional kennen. Wie wer auf welche Weise mit all dem umgeht und wie hilflos Angehörige sich fühlen können. Währenddessen taucht der Leser aber auch in eine Liebesgeschichte zwischen Aza und Davis ein, die überhaupt nicht kitschig ist, aber trotzdem magisch und mal wieder so schön von Green eingeleitet und ausgedrückt wird. Wo wir schon beim Ausdruck sind – ich würde es auf jeden Fall empfehlen, Green auf Englisch zu lesen. Hier ein Beispiel aus dem Buch wieso: “I thought about him asking me, if I’d ever been in love. It’s a weird phrase in English, in love, like it’s a sea you drown in or a town you live in. You don’t get to be in anything else – in friendship or in anger or in hope. All you can be in is love. And I wanted to tell him that even though I’d never been in love, I knew what it was like to be in a feeling, to be not just surrounded by it but also permeated by it.” P. 149f. – wunderschön oder? Funktioniert aber nur auf Englisch. Des Weiteren geht es auch um Davis’ Vater, der von der Polizei gesucht wird – und darum wie Aza und ihre Freundin dahingehend ermitteln; das heißt auch Spannung bleibt hier nicht auf der Strecke. Dadurch steht auch desöfteren Davis‘ Gedankenwelt im Mittelpunkt und wie isoliert er sich als „reicher“ Sohn fühlt ("What's the difference between who you are and what you have? Maybe nothing..." P. 79; “It seemed to me that one of the defining features of parents is that they don’t get paid to love you.” P. 146) Auch er schreibt z.B. einen Block und hier finden sich auch richtig schöne Gedanken und poetische Stellen.
Trotz allem wirkt nichts gestellt oder deplatziert. Es bleibt alles sehr natürlich und realistisch – die Freundschaft von Aza und Daisy hat Höhen und Tiefen wie im echten Leben, die Liebe zwischen Aza und Davis gestaltet sich sehr schwer und entwickelt sich nicht zu schnell, beziehungsweise verläuft dann auch passend zu den beiden Figuren, usw.
Was ich besonders an diesem Roman auch mochte, waren einige Metaphern – z.B. ist auch der Titel eine; diese verrate ich hier aber nicht, denn die solltet ihr selbst lesen können ohne Spoiler.
Aber diese Metapher kann ich als Beispiel mit euch teilen – Gespräch zwischen Aza und ihrer Therapeutin:
“How can you be anything to your Self? I mean, if you can be something to your Self, then your self isn’t, like, singular?” – “…Maybe it’s not even singular. Self is a plurality, but pluralities can also be integrated, right? Think of a rainbow. It’s one arc of light, but also seven differently colored arcs of light.” P. 87
Auch das Ende hat mir so so so gut gefallen – und das Ende eines Buches ist immer mit am wichtigsten. Es ist immer unheimlich schwer ein Buch zu rezensieren, in das man sich ein Stück verliebt hat, ohne zu viel zu verraten. Deshalb mache ich an der Stelle echt Schluss und sage: taucht selbst in diese Welt ein, wenn ihr nun aufmerksam geworden seid.

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104 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Der Papiermagier

Charlie N. Holmberg , Nadja Schuhmacher
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei 47North, 12.05.2015
ISBN 9781503947276
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Papiermagier von Charlie N. Holmberg ist eine Geschichte über Magie, die ich so noch nicht kannte.
Die Zauberer müssen sich nach der Schule an ein Material binden, mit dem sie zaubern können und von dem sie sich nicht trennen können. Damit kann man dann verschiedene Sachen benutzen/Zaubersprüche vollführen - z.B. Patronen, die ihr Ziel nicht verfehlen, oder ein Papierfächer. der große Stürme hervorruft etc. Man kann nur Materiale wählen. die vom Mensch erschaffen worden sind: z.B. Glas, Metall, Plastik, oder eben auch Papier. Die schwarze/böse Magie ist an das Material Menschenfleisch gebunden. Ich finde allein diese Ideen total spannend und mal was ganz Neues.
Ceony hat ihre Schule abgeschlossen und begibt sich nun in die Lehre. Ihr wurde das Material Papier zugeordnet und sie soll also zum "Falter" ausgebildet werden. 
Das Buch handelt dann einmal von der Einführung in die uns unbekannte Zauberwelt, ihrer Ausbildung und vor allem dann von der Rettung ihres Lehrmeisters (um den dann auch eine Liebesgeschichte entsteht), dessen Leben durch dunkle Mächte bedroht ist (ich führe absichtlich so wenig wie möglich vom genauen Inhalt der Geschichte aus). 
Ich fand das Buch aufregend und habe es verschlungen.
Ich fand es auch gut, wie Ceonys Vergangenheit in die actionreiche Handlung am Ende verwebt wird und bin überzeugt, dass man in den Folgebändern noch mehr über sie und die Zauberwelt erfahren wird, über die dem Leser nach Band 1 noch einige Fragen offen bleiben.
Ich habe es genossen, mir diese Welt der Zauberei vorzustellen und ganz besonders ins Herz geschlossen, habe ich den vom Lehrmeister gefalteten Hund - was es mit diesem auf sich hat, müsst ihr selbst heraus finden ;) 

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191 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

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Still Alice

Lisa Genova , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2015
ISBN 9783404271153
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe mir "Still Alice" als Ebook gekauft und in einpaar Tagen durchgelesen. Der Roman führt dem Leser Alzheimer unheimlich real vor Augen und lässt ihn an den Gefühlen und Gedanken der an Alzheimer erkrankten Alice und auch an den ihrer Angehörigen teilhaben. Es gab viele Stellen, an denen ich Tränen in den Augen hatte. Der Roman berührt einen so sehr, weil man hautnah miterlebt, wie sich Alice Stück für Stück verliert und darüber hinaus auch, weil man realisiert, dass Alice Erinnerungsvermögen zwar schwindet, sie jedoch keineswegs "verlernt" Emotionen wahrzunehmen und zu deuten. Die Momente mit ihrer Familie, die unterschiedlichen Reaktionen der Angehörigen, Alice' Gedanken zu ihrem Ehemann und ihren Kindern - das alles lässt einen realisieren, was und wer im Leben letztendlich zählt - was einen ausmacht, dass man der Mensch, der man ist, nicht nur wegen seines Berufes oder seiner Fähigkeiten ist. Das Buch ist einfach nur weiter zu empfehlen. Eigentlich kann man die Gefühle, die vermittelt werden und die in einem ausgelöst werden, nicht wirklich beschreiben - man muss es selbst erleben durchs Lesen. 

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112 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Als die Zeit vom Himmel fiel

Mella Dumont
E-Buch Text: 346 Seiten
Erschienen bei tienna, 14.09.2015
ISBN B015EUUXOS
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mir "Als die Zeit vom Himmel fiel" von Mella Dumont als Ebook gekauft, weil es im Angebot war und ich das Thema Visionen/Zeitreise/sprünge an sich ganz interessant fand. Also habe ich ohne große Erwartung sehr spontan zu lesen begonnen und ich muss sagen: Ich mochte das Buch sehr.
Ich habe es an zwei Tages durchgelesen, weil ich es so spannend fand. Es ist in die Kategorie Fantasy-Liebes-Roman einzuordnen. Ich finde die Geschichte und Idee zu den Zeitfähigkeiten verschiedener Figuren sehr gut gestaltet: Man muss erst durchs Lesen genau wie die Protagonistin Stück für Stück heraus finden, was für eine Fähigkeit sie genau hat: Zukunftsreisen? Visionen? Zeitsprung? Etc. An manchen Stellen werden auch Versuche unternommen, die Zeit physikalisch zu erklären und es wird kurz auf Mehrdimensionalität eingegangen - aber dabei wird nur an der Oberfläche gekratzt. Dies ist aber nicht schlimm, da der Roman auch gar keinen Anspruch darauf erhebt, Raum und Zeit Theorien bis ins letzte Detail aufzustellen. Im Vordergrund stehen immer die Emotionen und Probleme der Figuren. Es entsteht eine spannende Geschichte, da die Hauptprotagonistin als Trader in einer Firma eingestellt wird, weil diese viel Geld mit Menschen machen wollen, die die Zeit für sich nutzen können - ich versuche bei der Bewertung bewusst nicht zu verraten, was es damit genau auf sich hat, aber es sei gesagt: Es ist eine sehr aufregende Idee mit dieser "Zeitfähigkeit". Dabei werden Vor- UND Nachteile dieser Fähigkeit erläutert - was ich am besten an der Geschichte fand, weil es dadurch nicht platt ist und diese Fähigkeit auch sehr negative Auswirkungen haben kann. Jedenfalls spannt sich darum dann eine actionreiche/Krimi/Liebesgeschichte auf, denn klar: Die Firma will viel Geld machen und schreckt nicht vor Bedrohungen zurück, damit Mitarbeiter alles genau nach ihren Vorstellungen machen. Die Hauptprotagonistin gerät also in Gefahr und es geht letztlich darum, dass sie sich mit Hilfe ihres Freundes (um den auch eine eigene sehr spannende Geschichte gebaut wird)  und einiger anderer wichtiger Figuren (Trainer, Familie, Freunde etc) mit viel Vorbereitungsarbeit zu schützen versucht. Ob dies gelingt, müsst ihr selbst herausfinden, wenn ich euer Interesse geweckt habe ;) Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es nicht langweilig wird. Einige Schnulz/Liebes/Sex-Szenen sind auch eingebaut, d.h. auch hier kommen Romantiker auf den Geschmack, wenn man das so sagen kann und ihr versteht, was ich meine. Aber die Action überwiegt, also fand ich es nicht zu kitschig.

Ich finde auch, dass es ein gutes Buch zum Verfilmen wäre. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und die Geschichte habe ich davor so noch nie gehört. Deshalb 5/5.

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225 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

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54 Minuten

Marieke Nijkamp , Mo Zuber
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440167
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Jugendroman "54 Minuten - jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe" von Marieke Nijkamp hat mit sehr gut gefallen und mich mitgerissen: Deshalb von mir 5 Sterne.
Ich möchte im Folgenden erklären warum und auch auf 1,2 Kritikpunkte eingehen, die ich hier gelesen habe.
Ich habe das Buch für die Leserunde gewonnen, nur leider kam das Buch erst vor paar Tagen bei mir an, weshalb ich bei der Diskussion, die schon Anfang September stattfand, nicht teilnehmen konnte. Habe es dann heute Morgen angefangen und in einem Ruck durchgelesen, weil ich es so spannend fand. Und hier kommen wir zum ersten Punkt:

- Mir persönlich hat der Schreibstil sehr sehr gut gefallen für ein Jugendbuch: die Sprache ist klar und trotzdem nicht herzlos, abgehakt. Man findet rührende Stellen über Gedanken und Träume der Figuren, die hier manche als "dramatisch" oder zu hochgestochen angesehen haben - ich finde sie schön. 

- Der Aufbau ist in meinen Augen genial, denn er ist der Grund dafür, weshalb man das Buch kaum weglegen kann und man fast den Atem anhält und immer schneller lesen will:
Das Buch ist in Kapitel unterteilt und jedes davon trägt die Minutenzahl als Titel - Beispiel: 10.01 Uhr - 10.02 Uhr.
Als Leser wissen wir durch den Buchtitel "54 Minuten", dass das Geschehen im kleinsten Detail geschildert werden wird.
Und jetzt kommt das Beste:

Die Perspektive wechselt innerhalb eines jeden Kapitels zwischen 4 Charakteren (Claire, Autumn, Tomas, Sylv) sehr schnell - alle 2-4 Seiten wechselt die Headline mit der entsprechenden Figur.
Das heißt wir bekommen die einzelnen Minuten sogar aus vier verschiedenen Sichten parallel geschildert: Also das hat mich beeindruckt! Manche hier haben geschrieben, dass man dadurch schwer reinkommt usw. aber ich finde, dass gerade DAS einen fesseln kann. Man weiß zum Beispiel dass jemand in der Aula sitzt und um sein Leben bangt und im gleichen Moment: BÄM, Szenenwechsel zu Claire, die draußen mit ganz anderen Sorgen und Ängsten steht und alles passiert zur gleichen Zeit.
Ich fand gerade das echt super und ich glaube, dass einen das als Jugendlicher Leser auch sehr anspricht.
Weiterer toller Punkt ist das Beenden der Kapitel mit Tweets und Posts der Opfer in der Aula und der Reaktion der Presse und Außenstehenden, weil das unsere heutige Welt widerspiegelt. 

- Die Handlung:
Für mich sehr bewegend und packend. Der Amoklauf wird schonunglos und grausam geschildert: Manche schrieben auch hier "dramatisch" oder "reißerisch" - aber ganz ehrlich? Ein echter Amoklauf IST hochdramatisch, purer Horror und man will und kann sich nicht vorstellen, wie es wohl sein muss, so etwas live mitzuerleben/zu überleben. Und für dieses schwere Thema schafft es die Autorin in meinen Augen sehr gut, ein Szenario zu erschaffen, was einem das erschreckende Gefühl gibt, direkt dran teilzuhaben: mit Angst zu haben, zu hoffen und mitzufühlen. 

- Die Figuren:
Ich finde es toll, dass sich bis zum Ende des Romans alle Beziehungen und Verbindungen zwischen den Figuren nach und nach zeigen und alles erst stückweise klar wird: weil auch das schafft Spannung. 

(mögliche Spoiler, aber keine extremen): 

Ich habe gelesen, dass einige Leser es schade finden, dass der Amokläufer Tyler nicht genug beleuchtet wird: Zu schleierhaft seien die Beweggründe, es würde zu viel Hass auf ihn aufgebaut und wie soll man so etwas denn nun verhindern? 
Bei mir kam das Gefühl gar nicht auf: Es hat nur genau das Gefühl bei mir verstärkt, dass viele Angehörige oder Opfer eines solchen Amoks auch haben: Man KANN es eventuell auch nach dem Lauf gar nicht verstehen UND eventuell wird man die echten, bzw. ALLE Beweggründe oder besser gesagt die Psyche des Täters nie bis zum Schluss verstehen oder kennenlernen - vielleicht nimmt er sie auch mit ins Grab.
Es werden hier Anhaltspunkte gegeben: gewalttätiger, alkoholisierter Vater, verstorbene Mutter, Verlassen werden, allein Fühlen, Unbeliebtsein an der Schule, andere Vorstellungen für die Schwester, innerer Hass und Aggression, keine Hilfe mittels Therapie etc etc - reicht das nicht? Was denn noch? Schließlich geht es in dem Buch doch um die 54 Minuten - nicht um das Anbahnen und Tylers Geschichte davor, nicht um die Ermittlungen danach, etc etc - sondern um den Moment: Wo es schon zu spät ist. 

Und wenn man sich dann die Frage stellt: Wieso hat er das getan? Wie kann man das verhindern? 
Hat Claire eine Mitschuld? Was sollte das mit Sylv und der Vergewaltigung? 
--> Genau das kann man alles diskutieren, weshalb ich finde, dass sich dieses Buch sehr gut als Schullektüre eignet. Alles was das Buch "versäumt" (in meinen Augen tut es das nicht, da es keinen Anspruch gestellt hat, den Amokläufer psychologisch zu beleuchten),  kann man in Arbeitsschritten mit Schülern diskutieren und erarbeiten. Man kann auch über andere Beweggründe als Tylers sprechen und darüber, wie traurig, schlimme, reale Geschichten das Leben schreiben kann (weshalb ich auch die Vergewaltigung von Sylv nicht als "zu viel", bzw übertrieben bezeichnen würde)..
Auch die Social Media Perspektive im Buch bietet Schulstoff. 

Das Buch geht sogar auf die Schwester des Täters ein, die auch von ihm bedroht wird in der Aula: Wie die Mitschüler sie mit gemischten Gefühlen ansehen, manche voll Hass, Matt aber zum Beispiel überhaupt nicht - auch darüber kann und muss man reden. Nämlich wenn so etwas Schreckliches passiert ist, wie man dann mit der eigenen Inneren Trauer, Wut und dem Unverständnis umgeht. Wie geht man mit Schuldzuweisungen um, etc.

Fazit: 
Ich werde das Buch für meine spätere Zeit als Lehrer im Regal behalten und habe beim Lesen mitgefühlt, an zwei Stellen auch geweint und finde, dass es einen guten Anreiz bietet, das Thema nicht tot zu schweigen. Es erstellt kein allgemeines Täterprofil, es sagt nichts genaues dazu, wer allein oder gemeinsam Schuld hat, es sagt auch nicht, dass man solche Tragödien mit einem Rezept abwenden kann: Doch es bietet Stoff! Man kann damit arbeiten, diskutieren und es wird jüngere Schüler packen: Es ist nicht langweilig, sondern sehr gut aufgebaut und geschrieben. 

Das Ende also der Epilog des Romans, der außerhalb der 54 Minuten liegt, war für mich persönlich sehr berührend, nicht zu kitschig - menschlich, Hoffnung gebend und einfach schön, ohne viel sagen zu müssen oder die Zukunft der betroffenen Familien zu beleuchten.

Danke für das Zusenden des Buches. 

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