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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, österreich, indigo, mysteriös, suhrkamp

Indigo

Clemens J. Setz
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.11.2013
ISBN 9783518464779
Genre: Romane

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faultierchens für cambia

Mein schönes Leben

Manfred Krug
Flexibler Einband: 451 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.06.2005
ISBN 9783548367569
Genre: Biografien

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47 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

krebs, tagebuch, krankheit, tod, sterben

So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!

Christoph Schlingensief
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei btb, 20.09.2010
ISBN 9783442740703
Genre: Biografien

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(2.401)

2.563 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

jakobsweg, hape kerkeling, humor, pilgern, spanien

Ich bin dann mal weg

Hape Kerkeling
Fester Einband: 405 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.09.2010
ISBN 9783492259736
Genre: Sachbücher

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

krimi, graz, österreich, amoklauf, österreichische autoren

Graz im Dunkeln

Robert Preis
Buch: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 24.03.2016
ISBN 9783954511808
Genre: Krimi und Thriller

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

vergewaltigung, blutschwamm, baumark, selbstjustiz, literatur

Inventurdifferenz

Britta Mühlbauer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 29.07.2013
ISBN 9783552062276
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Die Handlung des Romans wird von Frauen getragen.

Marlies, die Ich-Erzählerin erzählt ihre Geschichte. In der Gegenwart ist sie auf der Suche nach Hanna und in Rückblenden erfahren wir warum.  Hanna ist die Frau, die sie vor allem wegen ihrer feministischen Ansichten, die diese auch so gut wie möglich lebt,  fasziniert. Durch Hanna trifft Marlies wieder auf ihre geliebte Freundin Valerie aus der Kindheit und deren Mutter Lilo.

Männer sind, wie im wirklichen Leben auch hier die Chefs. Drei Personen seien hier erwähnt: Siggi, der die Securityfirma leitet, der Baumarktkönig und Lilos Freund, Chef der Firma für die sie Wolle verkauft.

Dennoch, die Handlung wird durchwegs von den Frauen getragen und vorangetrieben. Sympathisch sind vor allem die sogenannten Verlierer, Lilo, die von einer Beziehungskrise in die andere schlittert und beruflich endlich durchstarten will -  wir LeserInnen wünschen ihr sehr, dass es ihr gelingt -  und der hässliche Ralf mit den gelben Zähnen, der lieber auf der Straße lebt

 Britta Mühlbauers Roman ist vielschichtig, ihn als feministischen Thriller zu besprechen, erscheint mir durchaus als zu kurz gegriffen. Ich sehe Britta Mühlbauer als Erzählerin, wichtig ist die Geschichte, die Personen, die Orte, die Handlung. Die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht, wir wollen wissen, was passiert ist, wie es weitergeht und wie es endet.

Britta Mühlbauer lässt die Geschichte von Marlies erzählen. Sie erschafft hier eine Figur, die unsympathisch ist, gezeichnet durch ein großes Feuermal im Gesicht, dennoch aber uns Leserinnen und Leser fesselt. Wir verstehen sie, wir begleiten sie, wir machen ihre Wünsche zu unseren.

 Schon als Kind sammelt sich in ihr unbändige Wut, die oft unkontrolliert zum Ausbruch kommt. Ihre Familie kann nicht damit umgehen, Schwierigkeiten die entstehen werden vertuscht und zur Seite geschoben. Durch Tabletten und später in ihrer Ausbildung in einer Securityfirma lernt Marlies diese Wut zu kontrollieren und gezielt einzusetzen, was sie zu einer gefährlichen Waffe macht. Marlies erzählt die Geschichte lakonisch, zeigt wenig Gefühlsregungen. Wir erfahren von ihrer Kindheit, hören mit, wie ihre Mutter sie durch ein heißes Bad abtreiben wollte, nehmen teil an ihrem Kampf um die Stellung in der Firma, die sie anstrebt, verfolgen Schritt für Schritt ihre Arbeit in einem Baumarkt, lernen Hanna kennen. Der Autorin gelingt es, dass wir, obwohl wir Marlies nicht mögen oder gar bedauern, auch wie sie Hanna Nähe suchen, wir wollen die beste Freundin Valeries werden und warum nicht, wir wollen, dass sie endlich von Siggi für den Personenschutz eingeteilt wird.

An dieser Stelle möchte ich auch noch erwähnen, dass dieses Buch mit seinen Schauplätzen ein zutiefst Wienerisches ist. In der Kleingartensiedlung, im Baumarkt, im Espresso Regina, und selbst in der Securityfirma  fühlen wir uns zuhause

Ja genau so wird es im Pausenraum eines Baumarktes zugehen, die Personen dort bekommen sofort Charakter und wir erkennen sie wieder. Und wer kennt nicht so ein Espresso Regina, oder möchte es zumindest kennen? Kleingartensiedlungen sind genau so wie hier beschrieben. Die Intrigen und Machtkämpfe in der Securitiyfirma sind durchaus plausibel und die Securitymänner und Frauen, die vor den Juweliergeschäften am Kohlmarkt stehen, sind wirklich dort, wie ich es jetzt erst kürzlich zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe.

Alle die Personen, die auf den einzelnen Schauplätzen vorkommen, kennen wir. Trotzdem, das muss ich hier erwähnen, hat dieses Buch nichts mit den jetzt so modernen Krimis mit Lokalkolorit gemeinsam, da werden keine Klischees breitgetreten.

 Zurück zu Marlies. Als ihre Freundin Valerie in ernste Schwierigkeiten gerät, nimmt Marlies Rücksicht, zeigt Gefühle, verrät Valeries Freund nicht, obwohl sie wissen müsste, dass dies ein Fehler ist. Valerie zu liebe handelt sie nicht und kann dadurch die heraufkommende Katastrophe nicht verhindern. Als diese Katastrophe aber dann passiert, überlegt sie keine Sekunde und nimmt Rache. Indirekt wird sie dazu auch noch von Hanna ermutigt, oder vielleicht sogar von ihr benutzt. Die Autorin beschreibt Marlies Rache detailreich in all ihrer Grausamkeit und das muss so sein, weil nichts anderes zu dieser Figur passen würde.

 In der Erzählebene der Gegenwart ist Marlies auf der Suche nach Hanna. Marlies braucht und erhofft von ihr nach ihrer Tat so etwas wie Absolution. Einmal, ganz kurz, kommen wir Hanna so nahe, wie sonst während des ganzen Textes nicht. Wir besuchen mit Marlies Hannas Elternhaus und erfahren dort von ihrer „Ersatzmutter“ mehr über sie und beginnen zu verstehen.

 Als Marlies Hanna trifft, ist vieles anders als sie, als wir erwartet haben und am Ende fragen wir uns, ist das, was Marlies neues Leben ausmacht, die Hölle, das Fegefeuer oder einfach das, was sie sich immer gewünscht hat.

 

 

 

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