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398 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 153 Rezensionen

krimi, taunus, mord, nele neuhaus, wald

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf einem Campingplatz explodiert ein Wohnwagen, doch Kommisar Oliver von Bodenstein muss feststellen, dass dies nicht der Feuerteufel ist, der seit Wochen im Taunus sein Unwesen treibt. Im Wohnwagen befand sich jemand... und es war nicht die totkranke Besitzerin, denn diese wird kurze Zeit später erdrosselt aufgefunden. Alles scheint mit dem Verschwinden von Bodensteins bestem Freund vor 42 Jahren zusammenzuhängen. Bodenstein und Pia Sander (früher Kirchhoff) stoßen in Ruppertshain auf eine Mauer des Schweigens, die auch nach Jahrzehnten kaum zu durchbrechen scheint. Doch sie müssen schnell herausfinden, was damals passiert ist, denn der Mörder ist noch nicht am Ende seiner Mission...
"Im Wald" ist bereits der 8. Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Sander, in dem vor allem Bodenstein an seine Grenzen gebracht wird. Schnell zeichnet sich ab, dass er fast alle Verdächtigen persönlich kennt und mit einigen als Kind sogar befreundet war... Doch wer von seinen damaligen Freunden könnte ein Mörder sein?
Wer Nele Neuhaus Krimis kennt und schätzt, wird auch den neuen Teil lieben. Die Taunusregion als Setting ist wieder gewohnt liebevoll und detailliert ausgearbeitet, genauso wie die verschiedenen Personen aus deren Sicht man die Geschichte erlebt. Dieses Mal hat Neuhaus aber selbst für ihre Verhältnisse unheimlich viele Verdächtige und Personen in die Geschichte eingefügt, so dass auch das eigentlich sehr sinnvolle Personenregister irgendwann nicht mehr weiterhilft. Mehr als einmal musste ich zurückblättern und noch einmal nachlesen, wer denn nun Person X war und wie sie mit Person Y verwandt, verschwägert, verfeindet oder wahlweise alles zusammen, war. Das hat leider den Lesefluss gestört und die Spannung augebremst. Hier hätten Altersangaben im Personenregister schon etwas geholfen, denn so kam ich einfach zu oft durcheinander.  Nele Neuhaus Stil ist jedoch wie immer toll zu lesen- spannend, kurzweilig und der immer wieder einfließende Dialekt ist witzig. Dazu ließen die vielen geschickt gelegten falschen Fährten (dafür ist Neuhaus bekannt!) die Seiten nur so an mir vorbeifliegen.  Ein Kritikpunkt für mich war der Täter - da ich alle Romane der Reihe kenne, war mir zu schnell klar, wer es ist. Neuhaus hat da einen ganz bestimmtes "Täterprofil". Das ist etwas schade. Allerdings weiß ich aus einer Leserunde, dass es der absoluten Mehrzahl der Leser nicht so ging und die meisten absolut überrascht über die Auflösung waren. 
Fazit: Für Neuhausfans ist auch dieses Buch ein echtes Muss. Die Ermittler sind mir über so viele Jahre ans Herz gewachsen, so dass ich bei diesem Fall ganz besonders mitgefiebert und mitgelitten habe. Leser, die noch kein Buch der Reihe kennen, könnten noch mehr Probleme mit den vielen Namen und den häufigen Anspielungen auf vergangene Teile haben, sollten sich Neuhaus als Krimifans aber nicht entgehen lassen! Einen Punkt ziehe ich für das häufige Zurückblättern ab. Das hat mich einfach sehr gestört.

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(67)

120 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

animox, gestaltwandler, das heulen der wölfe, jugendbuch, kinderbuch

Animox - Das Heulen der Wölfe

Aimee Carter , Maren Illinger , Frauke Schneider
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789146237
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der 12jährige Simon lebt mit seinem Onkel direkt am Central Park in New York und ist einer dieser typischen Loserjungs... nur einen einzigen Freund, der ihn nun zu Beginn der siebten Klasse auch noch verrät, um Eindruck bei der Schlägertruppe zu machen. Nein, Simon hat es wirklich nicht leicht. Seine Mutter ist als Forscherin ständig in der Weltgeschichte unterwegs, schickt zwar Postkarten von überall her, aber ist eben nicht da. Der einzige Lichtblick für Simon: Die Tauben, die Mäuse und andere Kleintiere, die er überall trifft. Denn Simon ist kein normaler Junge (was ihn jedoch auch so viel angreifbarer für die Rowdies macht): Er kann mit Tieren sprechen und sie reden mit ihm! Und obwohl sein Onkel wirklich alles tut, um ihn davon abzuhalten, füttert er doch jeden Morgen die Tauben vor seinem Fenster und Felix, die kleine fernsehsüchtige Maus ist sein bester Freund...

Doch dann passiert etwas, was die Welt von Simon komplett auf den Kopf stellt: Auf dem Weg zur Schule, versucht ein Adler ihn zu warnen! Jemand hätte es auf ihn abgesehen und wolle ihn entführen! Simon ignoriert die Warnung (Was weiß ein Adler schon von seinen Problemen - Bryan, der Oberrowdy will ihn doch einfach "nur" verhauen...). Zu Hause jedoch erwartet ihn die Überraschung seines Lebens. Seine Mutter ist da, aber bevor er sich entscheiden kann, ob er sich darüber freut oder tierisch sauer auf sie ist, brechen Tausende und Abertausende Ratten (bähhh! gruselige Vorstellung) in die Wohnung ein und wollen ihn tatsächlich kidnappen! Auf der Flucht vor den Nagern erfährt Simon etwas Unglaubliches: Seine Mutter und auch sein Onkel sind Animox. Das heißt, auch sie können mit Tieren reden und noch viel unglaublicher, sie können sich in Tiere verwandeln. Simon kann es nicht fassen, er wäre angeblich auch einer! Bevor er jedoch weitere Fragen stellen kann, wird seine Mutter von den Ratten verschleppt und sein Onkel und er auf der Flucht getrennt. Schon steckt Simon mitten drin im Krieg der fünf Königreiche der Animox... Wem kann er trauen und wird es ihm gelingen, seine Mutter zu retten?

Ein klasse Reihenauftakt für junge Leser! Aimée Carter hat hier eine Welt geschaffen, mit der sich sowohl Jungs als auch Mädchen toll identifizieren können. Wer würde nicht gern mit Tieren reden können oder gar selbst mal ein Vogel oder vielleicht doch lieber ein Bär sein?Simon und seine Freunde sind Teenies, die genau an der Grenze stehen, zwischen "Ich weiß sowieso alles besser" und "Ich brauche noch Hilfe von meinen Eltern/Großeltern und habe ein tiefes Urvertrauen". Genau aus diesem Konflikt heraus bringt Simon sich und seine Freunde immer wieder in neue Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt. Nie im ganzen Buch wissen Simon und wir als Leser, wem man trauen kann und mehr als einmal möchte man ihm zurufen: "Tu das nicht!" Die Charaktere sind glaubwürdig, geheimnisvoll und entwickeln sich spannend über das gesamte Buch hinweg und dank des Cliffhangers am Ende freue ich mich sehr auf den Folgeband, der im Frühjahr 2017 erscheinen soll.

Fazit: Dieses Buch empfehle ich für junge Leser von ca 10-14 Jahren. Es liest sich einfach, ist rasant und actionreich, aber auch für Gedanken und Gefühle der Protagonisten ist genug Platz, so dass ich einige Male kopfschüttelnd davor saß. Was in dem Gehirn eines 12jährigen so vor sich geht, ist halt manchmal nicht so einfach zu verstehen für einen Erwachsenen. ;)

claudi-liest.blogspot.de

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

ritter, lebensweisheiten, ethan, lebensregeln, ratschlag

Regeln für einen Ritter

Ethan Hawke , Kristian Lutze
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462049336
Genre: Romane

Rezension:

Welch ein seltsames und doch so schönes Buch! Ethan Hawke ist hier eine ganz außergewöhnliche Geschichte gelungen.

Ein angeblicher Vorfahre schreibt im Jahr 1483 am Vorabend einer großen Schlacht einen langen Brief an seine vier Kinder. Darin enthalten ist nicht nur seine Lebensgeschichte, sondern vor allem Verhaltensregeln, die einen guten Ritter ausmachen. Dabei schließt er auch ausdrücklich seine Töchter mit ein, denn auch Damen könnten sich ritterlich verhalten.

Dieses Buch hat mich wirklich verzaubert. Es ist ganz klein und in grün gebunden, tatsächlich wie eine Fibel oder ein Handbuch. Mehrmals wurde ich beim Lesen angesprochen, ob ich gerade in einem Gesangsbuch oder ähnlichem lesen würde. Die einzelnen Regeln sind immer der Titel des Kapitels und dann folgt eine Episode aus dem Leben von mit der Erklärung als Fabel verpackt. Alle Kapitel sind mit wunderschönen Vogelzeichnungen von Hawkes Ehefrau versehen. Was mich an diesem Buch begeistert hat, sind die eigentlichen Regeln. Es geht hier um Ehrlichkeit, Demut, Dankbarkeit, um Respekt für jeden, um Treue, um Fleiß und harte Arbeit. Genau um die Dinge, die auch in der heutigen Zeit einen guten Menschen auszeichnen und doch oft viel zu kurz kommen.

"Regeln für einen Ritter" regt zum Nachdenken und Reflektieren an. Was für ein Mensch möchte man sein, wie wird man gesehen, wie sieht man sich selbst. Was ist wichtig im Leben?

Ich fand es ganz wunderbar, da Hawke das alles ohne erhobenen Finger schreibt. Ich bin immer wieder abgetaucht in die kleinen Geschichten und mit einem guten Gefühl wieder in der Realität angekommen. Sein Schreibstil ist wirklich schön: schlicht, geradlinig und so, wie ich es mir vorstellen würde, wie sein Vorfahre es geschrieben haben könnte. Ich nehme das Buch auch jetzt hin- und wieder in die Hand, wenn ich mich nach einem langen, harten Tag, an dem ich mich so gar nicht "ritterlich" gefühlt habe, auf das zurückbesinnen möchte, was wirklich wichtig ist. 

Ich bin restlos begeistert von diesem bezaubernden Buch und lege es jedem ans Herz.


www.claudi-liest.blogspot.de

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953 Bibliotheken, 68 Leser, 4 Gruppen, 73 Rezensionen

schottland, zeitreise, liebe, outlander, diana gabaldon

Outlander - Feuer und Stein

Diana Gabaldon , Barbara Schnell
Flexibler Einband: 1.136 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426518021
Genre: Historische Romane

Rezension:

Puhhh, harter Tobak! Ich habe eine Weile mit mir gerungen, überhaupt eine Rezension zu schreiben, da ich ungern schlecht bewerte... Ich hatte so viel Positives gehört und die Fernsehserie hat auch jede Menge Anhänger, also habe ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut.

Aber wo soll ich anfangen? Story? Gibt es nicht so wahnsinnig viel: Hübsche und natürlich sehr kluge Frau gerät in Schottland in eine Zeitspalte und findet sich im 18. Jahrhundert wieder. Dort trifft sie auf den (brutalen) Vorfahren ihres Ehemanns und wird von (noch brutaleren) schottischen Rebellen entführt. Und klar, als Erstes fällt ihr nichts Besseres ein als sich direkt in einen dieser Typen zu verlieben.

Ab diesem Moment plätschert die Geschichte nur noch vor sich hin, um ein weiteres Kapitel mit einem weiteren Liebesakt der Protagonisten zu beenden.
Vielleicht (!) könnte ich damit sogar leben, wenn nicht zusätzlich der Schreibstil einfach öde wäre. Nichts in der Sprache deutet auf die zwei verschiedenen Epochen hin und trotz Ich-Perspektive bleibt mir Claire ziemlich fremd, wodurch ich ihre zügellose Leidenschaft zu James überhaupt nicht nachvollziehen kann. Dazu kommen die absolut eindimensionalen Charaktere und die simple Einteilung in Gut und Böse, was mich ziemlich enttäuscht zurückließ. Auch die zeitliche Einordnung ins Schottland des 18. Jahrhunderts ist mir mit zu wenig Hintergrundwissen gefüllt, denn eigentlich ist es eine sehr spannende Zeit, in der sich die schottischen Clans und Engländer (mal wieder) erbarmungslos gegenüberstanden.
Schade, dieses Buch wird mir nicht weiter in Erinnerung bleiben und ich werde wohl auch keine weiteren Romane der ziemlich langen Reihe lesen. Wer nach seichter Unterhaltung sucht und Fortsetzungsromane liebt , der hat hier vielleicht eine passende Reihe gefunden. Für mich ist es leider nichts.

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113 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

wissenschaft, 19. jahrhundert, insekten, usa, erwachsen werden

Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

Jacqueline Kelly , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.02.2013
ISBN 9783446241657
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ende des 19 Jahrhunderts in der texanischen Einöde ist es nicht so leicht, das einzige Mädchen unter mehreren Geschwistern zu sein. Davon kann Calpurnia wirklich ein Lied singen. Ständig von den Brüdern gepiesackt, vom Vater mehr oder weniger ignoriert und von der Mutter mit aller Macht gedrängt, ein anständiges Frauenzimmer und brave Ehefrau zu werden.

Doch das ist so gar nicht das, worauf Calpurnia Lust hat. Sie hat völlig andere Interessen, denn seit sie das Buch von Charles Darwin gelesen hat, versucht sie auch in ihrer Gegend Spuren der Evolution zu entdecken. Dabei findet sie einen unerwarteten Begleiter- den eigenbrödlerischen und griesgrämigen Großvater. Eigentlich kennt Calpurnia ihn gar nicht richtig, gibt er sich bei den Familienessen doch recht schweigsam oder gar bissig.Doch schon bald merken beide, wie sehr sie die Liebe zur Natur und Wissenschaft verbindet. Eines Tages machen sie eine aufregende Entdeckung, der ihnen einen kleinen Platz in der großen weiten Welt der Wissenschaft schaffen könnte...

Welch ein zauberhaftes Buch! Calpurnia habe ich sofort ins Herz geschlossen und ihre Wissbegierde ist einfach ansteckend. Es ist sehr spannend zu lesen, wie sich das kleine Mädchen in einer Welt durchsetzt, in der weder Wissenschaft noch Frauen sonderlich wertgeschätzt werden.Das Buch besticht nicht nur durch die interessanten Charaktere und der liebevolle Sprache - zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl Tom Sawyer zu lesen, so sehr war ich in die Zeit um 1900 abgetaucht. Was es noch lesenswerter macht, sind die vielen vielen liebevollen Zeichnungen von Tieren und Pflanzen. Einfach wunderbar!

Fazit: Ein wunderbares Buch, das ich als Biologin natürlich besonders wegen des Bezugs zur Evolution gern gelesen habe. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung an alle Leser, die Geschichten über schlaue, unabhängige Mädchen lieben.

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133 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

fantasy, jonathan stroud, valley - tal der wächter, zombies, deutsch

Valley - Tal der Wächter

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 492 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 19.09.2011
ISBN 9783442475162
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Tal, vergessen von der Welt - ein Junge, der mehr sehen will, als ewig die selben Berge und mehr hören möchte als die ewig gleichen Geschichten und ein Mädchen, dass so ganz anders ist als alle anderen...
Hal ist der jüngste Sohn aus Svens Haus und schon deswegen hat er es nicht so leicht in der Familie. Dazu kommt, dass er es einfach satt hat, die ewig gleichen Geschichten über die Heldentaten seiner Vorfahren zu hören und wie viel schlauer, besser und reicher doch seine Familie im Vergleich zu den zwölf anderen Familien im Tal ist.
Er will mehr von der Welt sehen! Doch es ist verboten, das Tal zu verlassen. Niemand, der es je gewagt hat, ist zurückgekehrt! Etwas Grauenvolles lauert an den Grenzen und hindert die Bewohner des Tals über die Berge zu gehen...
Auf einem Fest der zwölf Häuser lernt Hal die ungewöhnliche und wilde Aud kennen. Auch sie möchte einfach nur verschwinden und hat ebenso wie Hal die Geschichten der Vorfahren einfach nur noch satt. Und -oh Wunder- in ihrer Familie klingen die Heldentaten plötzlich so ganz anders und auch der wichtigste Held ist nicht mehr Sven, sondern angeblich jemand ganz anderes...
Doch noch bevor die Beiden ihre Flucht antreten können, passiert etwas Furchtbares und Hal muss sich beweisen, denn plötzlich steht viel mehr als ihre Neugier und ihr Fluchtplan auf dem Spiel...
Jonathan Stroud ist einer meiner Lieblingsfantasyautoren. Ich liebe seine Bartimäus-Reihe und auch Lockwood & Co überzeugte mich restlos. Deswegen war ich sehr gespannt auf Valley. Insgesamt hat mir das Buch auch ganz gut gefallen. Hal ist ein unsicherer Junge, der eine interessante Wandlung durchmacht und die Idee des Tals mit den zwölf Familien und ihrer jeweilig ganz eigenen Sicht auf die eigene Geschichte ist spannend!

Aber ganz perfekt ist es doch nicht, so kommt der typische Stroud-Witz nicht wie gewohnt beim Leser an und zwischendurch hat das Buch doch die ein oder andere Länge. Die anderen Charakter bleiben außerdem etwas blass und sind mir kaum im Gedächtsnis geblieben. Was Stroud allerdings wunderbar gelingt: Ich hatte wahnsinnig viele Bilder im Kopf. Das Lesen fühlte sich an als würde ich einen Film sehen - sein Schreibstil liest sich einfach sehr flüssig!

Fazit: Noch nicht der Stroud, den ich gewohnt bin und den ich so schätze, aber trotzdem ein Buch, das mir die ein oder andere vergnüngliche Lesestunde beschert hat.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

finnland, abenteuer, action, jagd, jugendbuch

Big Game - Die Jagd beginnt

Dan Smith , Birgit Niehaus
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551520739
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell dir vor, du bist 13 und lebst mitten im finnischen Nirgendwo. Eine alte Tradition des Dorfes ist es, dich allein in den Wald auszusenden, bewaffnet mit einem Bogen - altmodischer und seltsamer geht es doch wohl kaum noch! Und dort sollst du auch noch ein Tier töten, das hoffentlich größer und gefährlicher als ein Kaninchen oder Eichhörnchen ist. Zu allem Überfluss ist dein Vater auch noch ein Held, der damals einen Bären getötet hat. Und du? Du bist eher der ängstliche Typ und hast eigentlich überhaupt keine Lust auf diese Veranstaltung.... Oskari ist dieser Junge und weiß wirklich überhaupt nicht, wie er sich achtbar aus der Affäre ziehen kann. Doch ihm läuft ein viel höheres Tier vor den Bogen: der amerikanische Präsident!!! Oskari kann es nicht fassen: Was macht ausgerechnet der mächtigste Mann der Welt mitten im finnischen Wald? Es bleibt keine Zeit für lange Erklärungen, denn schon sind fiese Terroristen hinter ihnen her und Oskari muss in einem rasanten Katz- und Mausspiel beweisen, was wirklich in ihm steckt!

Das Buch wurde 2013 von Dan Smith geschrieben, ungewöhnlicherweise nach einer Drehbuchvorlage. Der Kinofilm startete am 15. Juni 2015 mit Samuel Jackson als Präsident in Deutschland. Und genau hier liegt die große Schwäche des Romans: Er liest sich zu sehr wie ein Film! Die Handlung schreitet zwar sehr zügig voran und es wird sich nicht groß mit weitschweifigen Beschreibungen der Umgebung oder der Charaktere aufgehalten- eben ein richtiger Actionroman für junge Leute. Jedoch bleibt der Leser dadurch auf Distanz sowohl zur Handlung als auch den Personen, obwohl Oskari eine wirkliche Entwicklung durchmacht.
Der Schreibstil ist geradlinig und auch der Humor kommt nicht zu kurz, doch ist die eigentliche Zielgruppe nicht ganz zu erkennen. Für Erwachsene ist das Buch ein wenig zu kindlich, für junge Leser finde ich es an manchen Stellen zu brutal und blutig geraten.

Doch weil das Buch mich trotz der Schwächen gut unterhalten hat und mich auch immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat, vergebe ich noch drei von fünf Sternen!

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

high fantasy, fantasy, drachen, drachen <3, wüste

Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.09.2015
ISBN 9783404207954
Genre: Fantasy

Rezension:

Das erste aller Worte ist verschwunden, doch der dunkle Magier Nyan setzt alles daran, es in seine Hände zu bekommen. Dafür schreckt er nicht davor zurück all seine furchtbaren Verbündeten zusammenzurufen, um sie in eine letzte große Schlacht gegen die freien Völker der Wüste zu führen. Anûr, der junge Geschichtenerzähler und seine Gefährte, der schwarze Drache Meno begeben sich mit ihren Freunden auf die verzweifelte Suche nach dem Wort, um es vor Nyan zu schützen. Doch obwohl sie vor allem gemeinsam stark sind, müssen sie sich doch trennen und jeder auf seine Weise die tausendundeine Gefahren und Herausforderungen der Wüste meistern...
Band 1 "Flammenwüste" war für mich eines der Fantasyhighlights 2014 und ich habe das Buch förmlich verschlungen. Band 2 knüpft nun unmittelbar an das Ende der vorherigen Geschichte an und wir sind wieder mittendrin in der atemlosen und verzweifelten Suche nach dem ersten aller Worte.  Akram El-Bahay verzaubert seine Leser auch hier durch die Verküpfung von Elementen aus den orientalischen Geschichten und ganz klassischen Fantasywesen, wie den Drachen. Die Sprache ist einfach und gut zu lesen. Manchmal würde ich mir zwar etwas mehr Rafinesse wünschen, aber der El-Bahay schafft es trotzdem, wunderbare Bilder seiner Welt in den Köpfen der Leser entstehen zu lassen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet. Ich habe wahnsinnig mit den verschiedenen Personen durch die häufigen Wechsel der Erzählperspektive mitgefiebert und habe mich allen unheimlich nah gefühlt. Allerdings hat mich das pubertäre Verhalten von Anûr hin und wieder schon sehr genervt, denn eigentlich hat er Wichtigeres zu tun als sich mit Eifersüchteleien aufzuhalten, die zum Ende hin ein verheerendes Unglück auslösen... Besonders hervorzuheben sind die "Geschichten in der Geschichte". Immer wieder erzählen sich die Protagonisten gegenseitig Sagen und Märchen aus längst vergangenen Zeiten, die doch alle irgendwie eine wahren Kern haben. Diese machen einen großen Zauber des Buches aus!
Fazit: Ein tolles Fantasybuch für Drachenfans, die Tolkien mögen sind und gespannt sind, wie sich Drachen wohl in der Wüste schlagen.

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320 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

fantasy, flohzirkus, london, magie, flöhe

Dunkelsprung

Leonie Swann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.11.2014
ISBN 9783442313877
Genre: Fantasy

Rezension:  
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258 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 68 Rezensionen

ddr, flucht, liebe, sturmrose, schiff

Die Sturmrose

Corina Bomann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.03.2015
ISBN 9783548286686
Genre: Romane

Rezension:

Annabel hat gerade eine ziemliche unschöne Scheidung hinter sich und möchte nun neu anfangen. Gemeinsam mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie zieht es sie in ein traumhaftes Häuschen auf Rügen.
Dort arbeitet sie als Werbefachfrau und findet auch schnell erste Aufträge. Doch neben der Scheidung bedrückt Annabel noch ein weiteres, älteres Trauma. Als Kind wurde sie von ihrer Mutter sitzen gelassen, die angeblich ohne sie aus Leipzig in den Westen geflohen ist. Annabel ist zwar bei liebevollen Adoptiveltern großgeworden, doch dieser Verlust sitzt bis heute tief in ihr.
Der Neuanfang auf Rügen könnte noch perfekter laufen als sie eines Tages ein altes Schiff, die Sturmrose, im Hafen von Binz entdeckt und sich Hals über Kopf in dieses Schiff verliebt.
Was sie nicht ahnt: Durch dieses Schiff wird sie mehr mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden als es ihr je lieb war. Und es gibt noch andere Interessenten...
Wird es Annabel gelingen, das Schiff zu kaufen und die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen?

Corina Bomann schreibt wunderbare Geschichten über starke Frauen in verschiedenen Zeiten - der Roman "Die Jasminschwestern" hat mich sehr beeindruckt. Ihre Romane sind in den letzten Jahren zu absoluten Wohlfühlbücher für mich geworden. Auch mit "Die Sturmrose" kann die Autorin zu Beginn des Buches an dieses Gefühl anknüpfen. Ihr Stil liest sich flüssig, herzerfrischend und insbesondere die Schilderungen von Rügen, dem Häuschen, Binz und natürlich dem Schiff haben mich direkt von einem wunderschönen Ostseeurlaub träumen lassen.
Annabel ist eine starke Frau, die sich trotz des Traumas in ihrer Kindheit und eines wirklichen Mistkerls von Exmann nicht unterkriegen lässt. Sie ist eine liebevolle Mutter und auch Männern gegenüber nicht völlig misstrauisch geworden- Sie glaubt noch immer an den Richtigen.
Die weiteren Charaktere sind ebenfalls gut gelungen und besonders Annabels Adoptiveltern habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Doch trotz all dieser positiven Eindrücke hat mich das Buch ziemlich enttäuscht zurückgelassen. Warum? Eines der Hauptthemen ist die Flucht aus der DDR und Machenschaften der Stasi. Und wie so oft ist es so, dass die Sieger die Geschichte schreiben....
Nein, in der DDR war nicht alles schlimm, es ging nicht allen schlecht und ein kleiner 20jähriger IM kam mit ziemlicher Sicherheit nicht mit einer Straftat mit Todesfolge einfach so davon, nur weil er seit kurzem bei der Stasi war...
Es mag sein, dass das bei hohen Tieren anders war, aber wissen wir, wie das heute so ist?
Komischerweise sind in dem Buch auch alle nach der Wende in den Westen gegangen... Nein- auch das hat nicht jeder gemacht!
Wer schon damals zu Ostzeiten wirklich das geglaubt hat, was einem die Medien erzählt haben, der glaubt auch heute alles, was insbesondere die Boulevardpresse so von sich gibt, ohne Dinge weiter zu hinterfragen...
Mich stört an dem Buch einfach die totale Schwarz-Weiß-Malerei mit der Erfüllung aller Ostklischees, die so in den Köpfen der Menschen festsitzen. Da hätte ich mir von einer Autorin aus Mecklenburg-Vorpommern einfach ein etwas differenzierteres Bild gewünscht- eben kritisch, ohne Dinge schönzureden, aber auch ohne alles schlechtzumachen!

Fazit: Stilistisch und sprachlich wie immer ein wunderbarer Frauenroman von Corina Bomann. Wegen der Eindimensionalität und Klischees in der Handlung gibt es von mir diesmal aber leider 2 Punkte Abzug und nur eine eingeschränkte Leseempfehlung... Schade!!

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

köln, geheimnisse, köl, schacht, andrea schacht

Die Fährmannstochter

Andrea Schacht
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.02.2015
ISBN 9783442382552
Genre: Historische Romane

Rezension:

Myntha lebt im Mühlheim am Rhein zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Sie ist Fährmannstochter und beileibe nicht auf den Kopf gefallen. Sie hat nur ein Problem: Seit sie vor einigen Jahren einem brutalen Exorzismus unterworfen wurde, schlafwandelt sie. Das macht den einfachen Leuten viel Angst und so muss sie sich in regelmäßigen Abständen ins Kloster der Machabäerinnen zurückziehen, um die Wogen zu glätten. Doch als die Oberin des Klosters in einem mysteriösem Feuer ums Leben kommt, geht es nicht nur um das Wohlergehen von Myntha. Die schwerstkranke Pilgerin, die sie vor einige Tagen vor dem Ertrinken rettete, wird der Brandstiftung verdächtigt. Doch warum brennen in der Gegend immer wieder Weihrauchgefäße in den Kirchen? Myntha kommen Gerüchte über gestreckten Weihrauch minderer Qualität zu Ohren und so versucht sie alles, um die wahren Schuldigen zu finden.

Myntha ist eine starke Frau, die sich nichts gefallen lässt, gerade weil sie nicht dem Standard einer braven Frau in dieser Zeit entspricht. Ihr schweres Schicksal, das durch den Exorzismus um einiges verschlimmert wurde, trägt sie mit unglaublich viel Fassung und vor allem auch Humor, was sie mir unglaublich sympathisch macht.
Ihre Brüder und der Vater sind in ihrer Tollpatschigkeit wahnsinnig liebenswerte Menschen, die immer für Myntha einstehen. In einer Zeit, in der das Wort einer Frau in einigen gesellschaftlichen Kreisen nicht viel galt, zeigen diese Männer viel Respekt und Anerkennung klugen Frauen gegenüber.

Die Fährmannstochter ist Band 1 einer mehrteiligen Serie und ich kann es kaum erwarten, dass Andrea Schacht sie fortsetzt. Als Vorgeschichten lohnt es sich, die Begine Almut -Reihe und die Reihe um deren Tochter Alyss zu kennen. Die Autorin spannt so einen Bogen über mehrere Generation von 1376 an. Ich kannte die Bücher und damit die handelnden Personen vorher jedoch nicht und kam trotzdem gut in die Handlung rein.
Mehrere Schicksale wurden in "Die Fährmannstochter" angerissen und ich freue mich als Leser mehr zu erfahren über die Pilgerin Agnes - wer ist sie wirklich? Warum ist der Stallbursche Henning so gut erzogen und doch so still? Findet Frederic den Feuerteufel, der schon ein Mal sein Leben zerstört hat und ihn immer noch bedroht? Auch das Schicksal der besten Freundin von Myntha ist noch gänzlich offen- sie möchte auf keinen Fall Nonne werden, aber dazu braucht sie einen Ehemann, der in den Augen ihrer Eltern besteht... Auch die Klärung des Falls rund um den gestreckten Weihrauch ließ mir als Leser keine Ruhe. Hier gefiel mir vor allem die Lösung, die für mich einfach am Realistischsten war.
Wie man sieht, lernt der Leser einige nette, liebenswerte und interessante Charaktere kennen und ich freue mich, ihre Schicksale weiterzuverfolgen. Dazu liest sich das Buch einfach super. Andrea Schacht schreibt flüssig und lebhaft, so enstand in meinem Kopf mit Leichtigkeit das Köln und Mühlheim des 15. Jahrhunderts.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Gestaltung des Antagonisten. Er ist mir persönlich einfach etwas zu schablonenartig gezeichnet. Den verblendeten, machthungrigen, abergläubischen, skrupellosen und dabei sexuell gewalttätigen Priester liest man einfach zu oft in historischen Romanen. Hier würde ich mir für die kommenden Bücher mehr Tiefe wünschen.

Fazit:
Die Autorin verbindet tolle Charaktere mit vielen spannenden Handlungssträngen, die aber nie zu viel werden, zu einem wunderbaren Roman. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen und starken Frauen!

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230 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 23 Rezensionen

abenteuer, jugendbuch, chroniken der weltensucher, fantasy, südamerika

Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

Thomas Thiemeyer
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.03.2012
ISBN 9783785574096
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ihr habt genug von leuchtenden Vampiren, schimmernden Aliens, dystopischen Gesellschaften und den ewig gleichen Dreiecksgeschichten? Ihr seid Fans von Jugendbüchern, weil euch die leichte Sprache gleich viel tiefer in die Geschichte eintauchen lässt? Ihr habt mal wieder Lust auf einen richtig klassischen Abenteuerroman mit fremden Kulturen, mystischen Erlebnissen und einem Helden, der sich hinter Indiana Jones oder Kapitän Nemo nicht verstecken muss? Dann seid ihr hier genau richtig!

Oskar ist ein mittelloser Waisenjunge im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit Taschendiebstählen, obwohl ein wahrer Meister seines Fachs, kommt er gerade so über die Runden... Doch sein Leben ändert sich schlagartig als er auf Carl Friedrich Donhauser, der sich für einen Sohn Alexander von Humboldts hält, trifft.
Donhauser, er bezeichnit sich selbst nur als Humboldt, ist Abenteurer, Erfinder und Visionär- Er hat schon so allerlei Gefahren durchgestanden.
Gemeinsam mit seiner Nichte Charlotte, Oskar, der geheimnisvollen Haushälterin Eliza und dem kleinen Kiwi Wilma machen sie sich auf ins größte Abenteuer ihres Lebens!
In Südamerika, versteckt in den unzugänglichen Anden Perus, soll ein geheimnissvolles Volk leben, welches das Geheimnis des Fliegens entschlüsselt hat! Doch auch andere, mächtigere und düstere Gegner sind auf dem Weg dort hin. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Thomas Thiemeyer ist für mich vor allem ein Autor für spannende Thriller mit mystischem Einschlag, wie bspw. Valhalla.
"Die Stadt der Regenfresser" ist das erste Jugendbuch, welches ich von ihm gelesen habe und ich bin restlos überzeugt davon! Thiemeyer hat die Gabe, durch seinen rasanten und doch bildreichen Schreibstil ganze Filme im Kopf des Lesers abspielen zu lassen und so habe ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen.
Die Protagonisten sind durch und durch gelungen mit ihren jeweiligen Ecken und Kanten. Auch die Nebenfiguren haben alle ihren eigenen Charme, was selten genug vorkommt. Die Handlung nimmt von Anfang an Fahrt auf und bleibt zu jedem Zeitpunkt einfach nur spannend.

Fazit:
Dieses Buch macht einfach Spaß und ist eigentlich für fast jeden Leser von tollen Geschichten à la Jules Verne etwas. Fans von halbwissenschaftlichen, halbfantastischen Abenteuerromanen werden hier einen Schatz entdecken!
Und das Schönste daran: "Die Stadt der Regenfresser" ist der erste Band einer ganzen Reihe: "Die Chroniken der Weltensucher", die akutell fünf Bücher umfasst.

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46 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

historischer roman, mord, krimi, historisch, frankfurt

Die Rache der Hurenkönigin

Ursula Neeb
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.09.2014
ISBN 9783548286037
Genre: Historische Romane

Rezension:

Genre: Historischer Krimi

1522: Seit Ursel Zimmerin, auch die Hurenkönigin genannt, die letzte Mordserie in Frankfurt aufgeklärt hat, sind einige Jahre ins Land gegangen. Vor kurzem hat ein gewisser Martin Luther 95 Thesen an eine Kirchentür in Wittenberg genagelt. Im freigeistigen und modernen Frankfurt ist seitdem ein erbitterter Streit zwischen den Anhängern der alten Kirche den Reformierten ausgebrochen.
Auch Ursel und ihr langjähriger Lebensgefährte Bernhard führen gerne stundenlange Streitgespräche über die Verehrung von Heiligen und dem Sinn des Beichtens...
Die Stimmung in der Stadt droht jedoch zu kippen als zur Buchmesse mehrere bestialische Frauenmorde geschehen, die eindeutig die Handschrift von Marienvereherer zu tragen scheinen. Die Polizei ermittelt bis in höchste Kirchenkreise, doch erst Ursel und ihr scharfer Verstand führen zum wahren Täter....

"Die Rache der Hurenkönigin" ist der mittlerweile vierte Band um die Vorsteherin der städtischen Hurengilde Ursel und ihre Weggefährten. Ursula Neeb lässt wie immer das Frankfurt des frühen 16. Jahrhunderts mit viel Liebe zum Detail auferstehen. Die besondere Stärke der Autorin sind dabei die unterschiedlichen Sprachstile, die die Bevölkerungsschichten glaubhaft charakterisieren und mir als Leser die Identifikation mit den einzelnen Personen erleichterten.
Leider ist der vierte Band für mich gleichzeitig der schwächste Band der Reihe. Die Protagonisten erleben keinerlei Entwicklung und durchweg alle Nebenfiguren, traurigerweise oft lange Wegbegleiter durch die Bücher, bleiben einfach nur blass.
Die Aufklärung des Falls konnte mich ebenfalls kaum fesseln, war mir doch von Anfang an klar, wer der Täter ist und auch seine Motive waren wenig überraschend und ich habe sie jetzt doch schon zu oft in vielen Krimis/Thrillern gelesen.

Fazit: Für mich war dieses Buch leider recht enttäuschend, obwohl ich durch die Vorgänger eigentlich ein großer Fan der Reihe bin. So kann ich diesen historischen Krimi nur eingefleischten Fans empfehlen, die das Buch sowieso lesen wollten, weil es zur Reihe gehört. Allen anderen Lesern empfehle ich lieber Band 1 "Das Geheimnis der Totenmagd".


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kindheit, neil gaiman, magie, fantasy, freundschaft

Der Ozean am Ende der Straße

Neil Gaiman , Hannes Riffel
Fester Einband: 238 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783847905790
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Mann kehrt wegen einer Beerdigung an seinen Geburtsort zurück... Er ist im mittleren Alter und hat irgendwann und irgendwo auf seinem Lebensweg seine Träume verloren. Er lebt eben so vor sich hin wie so viele andere Menschen auf dieser Welt.
Doch der Besuch erinnert ihn an seine Kindheit und an Dinge, die er in einem Sommer erlebt hat, die eigentlich gar nicht hätten geschehen dürfen... Lettie Hempstock, ein Mädchen aus seinem Ort, führte ihn damals an den Teich ihres Hauses und erzählte vom großen Ozean, der dieser Teich in Wahrheit sein sollte. Aber das geht doch gar nicht, oder doch?

Neil Gaiman hat einen wunderschönen, poetischen und vielschichtigen Fantasyroman geschrieben. Wer hier einen normale Geschichte erwartet, über ein Kind, das seltsame Dinge sieht- dem sei gesagt: So einfach ist das nicht! Wir als Leser erfahren nie den Namen des Jungen und doch tauchen wir durch die Ich-Erzählperspektive ganz tief hinein in die Gedanken- und Traumwelt des Siebenjährigen. Man ist sich einfach nie sicher, was nun der Fantasie des Kindes entspringt und was Realität ist- wunderbar!

Fazit: Ein zauberhafter Fantasyroman für Fans von Alice im Wunderland oder ähnlichen Büchern mit der einzigen kleinen Schwäche, dass das Buch durch seine recht verwirrende Handlung und Zeitsprünge zu wenig in meinem Kopf hängen geblieben ist.

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322 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 13 Rezensionen

kai meyer, fantasy, china, wolkenvolk, drachen

Seide und Schwert

Kai Meyer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.07.2010
ISBN 9783551359131
Genre: Fantasy

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Haus hinter dem Spiegel

Frank Schuster
Buch: 180 Seiten
Erschienen bei MainBook, 05.08.2014
ISBN 9783944124728
Genre: Romane

Rezension:

Lorina versteht die Welt nicht mehr. Die kleine Nachbarskatze war wieder heimlich zu Besuch, doch hat sich plötzlich total erschreckt und ist weggelaufen. Seitdem benimmt sich Lorinas kleine Schwester Eliza total merkwürdig. Dauernd redet sie von einem Haus hinter dem großen alten Spiegel im Wohnzimmer- und an ihren Namen erinnert sie sich auch nicht. Sie möchte lieber Alice genannt werden! Als sie schließlich einen Aufsatz in perfekter Spiegelschrift schreibt, ohne dies selbst zu merken, versucht Lorina gemeinsam mit ihrem Vertretungsleser alles, um Eliza zu verstehen... Dabei stoßen sie in der Bibliothek auf die Geschichten von Alice im Wunderland - können sie mit diesen der kleinen Schwester helfen?

Die Verknüpfung einer modernen Geschichte mit der Handlung von Lewis Carrols "Alice im Wunderland" ist eine tolle Idee. Junge Leser, die die Geschichten schon kennen, vielleicht auch den Film schon gesehen haben, aber sich noch nicht an das Buch gewagt haben, gibt es bestimmt einige. Nach dem Lesen von "Das Haus inter dem Spiegel", bekommen vermutlich Viele große Lust, einmal das Original zu lesen!
Frank Schuster schreibt wunderschön bildhaft und seine Charaktere sind liebe- und humorvoll ausgearbeitet.

Fazit: Ein wunderbares Buch für junge Leser ab etwa 8 Jahren- von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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alter, 2016, september, zusammen alt werden, generationenkonflikt

Und dann kam Paulette

Barbara Constantine , Ina Kronenberger , ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2014
ISBN 9783499266690
Genre: Romane

Rezension:

Ferdinand ist Witwer und lebt seit zwei Monaten allein mit seinem Kater auf seinem eigentlich idyllischen Bauernhof in Frankreich. Doch so schön der Hof auch ist- Ferdinand ist einsam. Sein Sohn und besonders seine Schwiegertochter wollen ihm den Umgang mit seinen Enkelkindern möglichst schwer machen und auch sonst hat er nur wenige Bekanntschaften...

Als eines Tages das Haus seiner alten Nachbarin Marceline undicht wird und sie mit ihren Tieren allein da steht, kommt Ferdinand eine verwegene Idee: Was wäre, wenn sich die beiden einfach zusammentäten? Der Bauernhof ist groß genug! Eine WG wäre doch was tolles! Trotz ihrer großen Unterschiede raufen sich Ferdinand und Marceline zusammen. Nach und nach ziehen mehr Bewohner ein. Jeder hat seine Probleme und Sorgen, doch alle Bewohner stellen fest: Zusammen ist man einfach weniger allein!

Der wunderbare Roman von Barbara Constantine ist einer meiner "Überraschungssommerschätze" in diesem Jahr. Die Autorin überzeugt mit einer zauberhaften Sprache und einem tollen Schreibstil. Die Charaktere des Buches sind alle liebevoll gestaltet und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass es genau solche Menschen tatsächlich geben könnte- mit all ihren Ecken und Kanten. Das Buch beschreibt authentisch, wie einsam unsere Gesellschaft heutzutage ist und wie gerade alte Menschen entmündigt werden. Es zeigt aber vor allem, wie man diese Einsamkeit und Bevormundung überwinden kann, ohne dabei seine eigene Individualität und Freiheit aufgeben zu müssen.

Fazit: Liebenswerte Charaktere und eine ganz eigene Atmosphäre prägen diesen wunderbares Buch. Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung!

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drachen, fantasy, flammenwüste, drache, high fantasy

Flammenwüste

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.08.2014
ISBN 9783404207565
Genre: Fantasy

Rezension:

Genre: Fantasy (eher für Jugendliche)

"Der Wind flüstert es, die Wüste wispert ihren Namen.

Die Menschen zittern, und die Flammen singen ihr Lied...

... die Drachen sind zurück!"

Im Land der Tiefen Wüste geschehen schreckliche Dinge... Karawansereien und Dörfer werden überfallen und nicht nur dem Erdboden gleich gemacht- nein sie werden bis auf die Grundmauern verbrannt und niemand überlebt. Die Gerüchte verbreiten sich schnell: Ein Drache soll für die Verwüstungen verantwortlich sein! Doch noch sind der Sultan und vor allem der Prinz skeptisch: Drachen gehören in das Reich der Legenden, seit dem letzten großen Krieg vor Tausend Jahren wurde keine der geflügelten Bestien mehr gesehen!

Anur und sein Großvater sind Geschichtenerzähler und reisen durch das Land, um die Bevölkerungen mit alten Sagen, Legenden und Geschichten zu unterhalten. Doch nun sind sie zum Sultan eingeladen... Dieser möchte alles wissen, was es aus den alten Geschichten über Drachen zu erfahren gibt.

Als es Anur gelingt, eine jahrtausendalte Truhe mit Hilfe eines magischen Wortes zu öffnen, erfüllt sich sein größter Traum: Er befindet sich mitten im größten Abenteuer seines Lebens und wird selbst Teil einer Geschichte.... doch schon bald muss er feststellen, dass es als Held  gar nicht immer so leicht ist. Wird er gemeinsam mit dem Prinzen den Drachen finden und können sie ihn besiegen?

Akram El-Bahay ist ein wunderbarer Fantasyroman gelungen. Geschickt verknüpft er Motive aus 1001 Nacht mit Elementen der Drachenfantasy und weiteren Fabelwesen. Seine Liebe zu Tolkien ist dabei in vielen kleinen Details nicht zu übersehen.

Die Sprache ist fesselnd und besonders die Beschreibung der Drachen und Schauplätze verursachten die ein oder andere Gänsehaut.

Mein einziger Kritikpunkt: Hin und wieder hatte ich das Gefühl, einiges schon woanders gelesen zu haben. So sind einige Handlungsstränge und auch Wesen mir doch ein wenig zu sehr an Tolkiens Werk angelehnt.

Fazit: 

Flammenwüste ist für mich mein persönliches Fantasyhighlight 2014. Fans von Stroud und Paolini sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

märchen, harry potter, magie, hogwarts

(The Tales of Beedle the Bard) By J.K. Rowling (Author) Hardcover on (Dec , 2008)

J.K. Rowling
Fester Einband: 108 Seiten
Erschienen bei null, 02.12.2008
ISBN B0092KXGEQ
Genre: Sonstiges

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, humor

von Bitterweg: Das DuneburgDebakel (Band 1)

Platti Lorenz
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 15.08.2014
ISBN 9783847695769
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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92 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

katharer, mittelalter, historischer roman, schäfer, 14. jahrhundert

Der Klang der Lüge

Liv Winterberg
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2014
ISBN 9783423260183
Genre: Historische Romane

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drachen, 1001 nacht, fantasy, flammenwüste, wüste

Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

Akram El-Bahay
E-Buch Text
Erschienen bei Bastei Entertainment, 16.05.2014
ISBN 9783838759845
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Karawanenführer Kadim steht eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben. Er bringt Händler mit teuren Luxusgütern durch die gefährliche Wüste und hat so ein gutes Auskommen. Doch eines Tages ändert sich sein Leben komplett. Eine Stadt mitten in der Wüste niedergebrannt - nein geschmolzen! Doch was könnte so viel Hitze produzieren? Die einzige unmögliche Antwort: Drachenfeuer!

Doch die gibt es eigentlich nur im Märchen, oder? Und wenn es sie doch gibt, welche Geschichten sind noch wahr? Etwa die der goldenen Stadt mit ihrem unendlichen Reichtum und einem tödlichen Geheimnis?
Dieses kurze Ebook hat es schon auf den wenigen Seiten geschafft, mich komplett in die Welt von Kadim eintauchen zu lassen. Die Mischung aus klassischen Fantasyelementen wie Drachen und Magiern in einem orientalischen Setting mit Karawanen und Oasen ist unheimlich mitreißend und dem Autor Akram El-Bahay wunderbar gelungen. Innerhalb weniger Seiten war ich total gefesselt von den Beschreibungen der Wüste und vor allem des Drachen.  Kadim ist ein sympathischer Typ, der bodenständiger kaum sein könnte- mit Magie oder gar Drachen hat er so gar nichts am Hut, das gehört für ihn in das Reich der Märchen und Sagen. Umso unfassbarer ist für ihn der Moment, als er das erste Mal dem Drachen gegenüber steht und dieser sein Maul öffnet, um alles zu verbrennen, was ihm im Wege steht...
Da es sich hier um eine Vorgeschichte zu dem eigentlichen Roman "Flammenwüste", der am 15.8. erscheint, lernen wir als Leser nebenbei schon die späteren Hauptcharaktere und den großen Widersacher kennen. Das funktioniert- ich kann es kaum erwarten, das Hauptbuch in den Händen zu halten! Das Ebook der kurzen Geschichte gibt es übrigens schon für 1,49 €. Für Fantasyfans ein kleines Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte! :)

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

endzeit, ödland, postapokalypse, enklaven, bergwerke

Ödland - Das Versteck im Moor

Christoph Zachariae
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei Lucid Dreams, 17.12.2013
ISBN B00HDP6QT4
Genre: Fantasy

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

zeitreise, familie, traum, traumwandeln, jugendbuch

Wettlauf in der Nacht

Thomas Taylor , Stefanie Mierswa
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.06.2014
ISBN 9783551520562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

David ist eigentlich ein ganz normaler Jugendlicher- mitten in der Pubertät, kämpft er sich durch seinen Alltag- in der Schule ist er nicht so sonderlich beliebt. Das macht ihn zwar traurig, aber er nimmt es eben hin.
Seit sein Vater bei einem Einsatz als Soldat ums Leben gekommen ist, haben solche Nicklichkeiten unter Schülern nicht mehr so eine große Bedeutung für ihn.
Seit einiger Zeit hat er außerdem einen neuen besten Freund, Eddie. Das Problem: Eddie ist nicht real, David träumt einfach sehr häufig von ihm- oder ist da etwa mehr?
Eines Tages träumt er besonders intensiv und rettet Eddie das Leben... Kurz darauf wird er aus der Schule entführt und erfährt, was er wirklich ist. Er ist ein Traumwandler, der durch die Zeit reisen kann! Eddies Leben steht auf dem Spiel, denn konkurrierende Zeitreisende wollen den Lauf der Zeit ändern.
Doch damit bedrohen sie auch Davids Existenz und so muss er sich mit seinen neuen Freunden in den schwersten Kampf seines Lebens begeben...

Zeitreisen sind ein unglaublich spannendes Thema- nicht nur für Jugendliche- und so habe ich dieses Buch mit großer Neugierde und vielen Erwartungen gelesen.

Thomas Taylor ist hier ein guter Auftaktband zu einer geplanten Trilogie gelungen. Die Idee, dass Kinder bis zum Erreichen des Erwachsenenalters in ihren Träumen durch die Zeit reisen können, ist faszinierend. Sie reisen also nicht physisch, sondern mit ihrer Seele. Werden sie entdeckt, glauben die Menschen meist, einen Geist gesehen zu haben.
So kommen also die Geschichten und Mythen über Gespenster und andere übersinnliche Erscheinungen in die Welt- tolle Idee! :)
Leider weist die Geschichte einige Logiklücken auf, die der Autor nicht so richtig erklärt. Warum versuchen die Gegenspieler Eddie nur zu einer bestimmten Zeit aus dem Weg zu räumen und versuchen das nicht einfach zu einer anderen Gelegenheit? Sie wissen viel aus seinem Leben, wann und wo er sich aufhält- das kann nicht so ein großes Problem sein...
Diese Frage beschäftigte mich das ganze Buch hindurch und störte eine wenig den Lesegenuss.

Der Schreibstil ist jedoch sehr angenehm, das Buch liest sich schnell und flüssig. David und die weiteren Charaktere fand ich ebenfalls gut gelungen. Typische Teenager, die ihre Probleme mit der Selbstfindung haben, diese jedoch zurückstellen, wenn es darum geht, die wirklich wichtigen Probleme zu lösen.

Fazit: 
Ein gelungens Jugendbuch, sehr gut für Leser, die z.B. Harry Potter oder auch X-men mochten und sich auf eine Zeitreisegeschichte einlassen wollen. Trotz der Logikschwächen freue ich mich auf die Folgebände, denn obwohl die Handlung erstmal abgeschlossen scheint, gibt es zum Schluss einen netten Cliffhanger, der Lust auf mehr macht!


claudi-liest.blogspot.de

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290 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 67 Rezensionen

thriller, grusel, mord, mystery, vermont

Winter People - Wer die Toten weckt

Jennifer McMahon , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2014
ISBN 9783548286099
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was würdest du tun, wenn du einen geliebten Menschen für 7 Tage von den Toten zurückholen könntest? Würdest du es tun? Wozu wärst du bereit? Was erwartest du, was willst du ihm sagen?

1911- Sara hat ihre Tochter Gertie durch einen grausamen Mord verloren und ist krank vor Trauer - doch sie kennt das Geheimnis, Tote wieder zu erwecken... Ihr Mann Martin versucht mit allen Mitteln, seine Frau wieder zur Vernunft zu bekommen - Geister? Das gibt es doch nur im Märchen, oder? Doch was geschah wirklich an dem Tag, an dem Gertie starb? Warum kann sich Martin an so vieles nicht mehr richtig erinnern? Warum fühlt er sich ständig beobachtet?

Gegenwart- Ruths Mutter ist verschwunden - einfach so - und hat sie und ihre fünfjährige Schwester zurückgelassen. Doch das passt gar nicht zu ihr! Gerade sie, die nicht einmal Internet ins Haus lässt, weil ja dann die gesamte amerikanische Regierung mitlesen könnte...Und warum findet Ruth eine Waffe und 2 Pässe von wildfremden Menschen im Schlafzimmer der Eltern?

Jennifer McMahon ist mit Winterpeople ein unglaublich spannender, düsterer und beklemmender Mysterythriller gelungen. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gegruselt. Das winterliche Setting und die unheimlichen Begebenheiten führten zu einer Gänsehaut nach der anderen- nie war ich mir sicher, was nun Einbildung und was Realität war. Wenn ich dachte, dass ich nun durchschaut hätte, wie alles wirklich war, kam oft genug noch ein völlig überraschender Aspekt hinzu! McMahon schafft es, dass ich mit allen Charakteren mitgefiebert habe und durch die unterschiedlichen Sichtweisen und Zeitsprünge konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was wirklich passiert ist!

Fazit: Ein toller Thriller - für Fans von düsteren Geschichten, ohne übertriebene Gewalt, in der sich die Schaurigkeit vor allem im Kopf abspielt, ist Winterpeople genau das Richtige!

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