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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

magie, erinnerung, flohzirkus, suche, wesen

Dunkelsprung

Leonie Swann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442485420
Genre: Romane

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555 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, kinder, die insel der besonderen kinder, besondere fähigkeiten

Die Insel der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426520260
Genre: Fantasy

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121 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

osten ard, fantasy, tad williams, high fantasy, das herz der verlorenen dinge

Das Herz der verlorenen Dinge

Tad Williams , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608961447
Genre: Fantasy

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181 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

thriller, janet clark, jugendbuch, schlechter schreibstil, vorhersehbar

Schweig still, süßer Mund

Janet Clark
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.11.2013
ISBN 9783785577844
Genre: Jugendbuch

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

flüchtlinge, liebe, griechenland, syrien, familie

Grenzlandtage

Antonia Michaelis , Peer Martin , Kathrin Schüler
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 09.12.2016
ISBN 9783841504692
Genre: Jugendbuch

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

wasser, jugendbuch, dystopie, fantasy, traditionen

Der Geschmack von Wasser

Emmi Itäranta , Anu Stohner
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2014
ISBN 9783423650090
Genre: Jugendbuch

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156 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

hexen, prophezeiung, freundschaft, magie, jugendbuch

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Poppy, eine junge Hexe, und Ember, ein ganz normales Mädchen, werden in der Stunde ihrer Geburt durch einen mächtigen Fluch vertauscht. Sie leben nun das Leben der jeweils anderen. Poppy passieren in der Welt der Menschen seltsame Dinge, Fensterscheiben zerspringen, Gegenstände fliegen durch die Luft, während Ember ein mangelndes Talent für die Hexenkunst zeigt. Die Idee von Irena Brignulls Debüt ist zauberhaft, doch gibt es so einige Aspekte, die entweder zu betont werden oder aber vollkommen in den Hintergrund geraten.

Die beiden Mädchen habe ich von Beginn an ins Herz geschlossen. Ember wirkt zwischen den Hexen so zart und zerbrechlich, Poppy zwischen den Menschen hart und ruppig. Beide sind auf ihre Weise stark, obwohl Poppy als zentrale Heldin, mehr einstecken muss als die eher behütete Ember. Und hier ist der erste Knackpunkt: Nachdem die beiden Mädchen aufeinander treffen und eine zarte Freundschaft aufbauen, betritt Leo die Bühne. Poppy verliebt sich in Leo, Ember verliebt sich in Leo und sogar Embers Cousine Sorrel verliebt sich in ihn. Im Verlauf der Handlung nimmt Leo eine tragende Rolle ein und drängt die eigentliche Thematik in den Hintergrund. Die Liebesgeschichte wird so zentral, dass sie die weiteren Ereignisse der Handlung bestimmt, die dann zwar in sich abgeschlossen war, aber nicht nach meinem Geschmack. Alles abseits davon - die Hexenwelt, Poppys Freundschaft zu Ember, die Prophezeiung - wird nebensächlich und driftet ins Stereotypische ab. Poppy ist ein durchweg gelungener Charakter, der mit den Seiten mehr an Tiefe gewinnt und weitere Facetten erhält. Die anderen Figuren fallen leider alle einfach über den Tellerrand. 

Etwas, das mir an Die Prophezeiung der Hawkweed besonders gefallen hat, ist die Ebene des Zwischenmenschlichen, die Gefühle, die sich zwischen den Zeilen aufbauen. Wie die Mädchen aufeinander treffen, wie sie miteinander umgehen und wie glücklich sie sind, dass sie einander haben, jemanden, der sie versteht und akzeptiert. Andererseits wird die zarte Freundschaft durch Leo auf eine Feuerprobe gestellt, wenn ein Gefühl in das Leben der Mädchen tritt, das sie bis dahin noch nicht kannten - Liebe mit allen ihren schönen und hässlichen Seiten. Das ist Irena Brignull wirklich gelungen. 

Aber wo ist die Hexenkunst und die Prophezeiung geblieben? Ich bin mir sicher, dass man im zweiten Band vollkommen in die Welt der Hexen eintaucht, und ich hätte es mir schon in diesem Band gewünscht, mehr darüber zu erfahren. 

Fazit: Die Geschichte um Ember und Poppy konnte mich ohne Frage mitnehmen und verzaubern. So wunderbar gestaltet und geschrieben die Liebesgeschichte und die Tatsache, wie viel Unheil eine Prophezeiung anrichten kann, auch war, so sehr hat mir doch die Hexenkunst und das Eintauchen in ihre Welt und Lebensweise gefehlt. 

3,5 von 5 Sternen

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Tags: hexen, jugendbuch   (2)
 

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

fantasy

Trix Solier - Odyssee im Orient

Sergej Lukianenko , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 08.07.2013
ISBN 9783407744296
Genre: Jugendbuch

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597 Bibliotheken, 25 Leser, 6 Gruppen, 49 Rezensionen

magie, fae, throne of glass, fantasy, adarlan

Throne of Glass - Erbin des Feuers

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716536
Genre: Jugendbuch

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

flucht, 2. weltkrieg, historisches, ostpreuße, preußen

Salz für die See

Ruta Sepetys , Henning Ahrens
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560230
Genre: Jugendbuch

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144 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

berlin, is, jugendbuch, attentat, freundschaft

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

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247 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

alexander der große, fantasy, magie, makedonien, jugendbuch

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 340 v.Chr. im antiken Griechenland. Der junge Mann, der später allen als Alexander der Große bekannt sein wird, macht mit seinen 17 Jahren  gerade erst seine ersten Schritte als König und Stratege. Er ist auf der Suche nach einer Gelegenheit aus dem Schattens seines Vaters zu treten und sein Können zu beweisen. Wie jeder junge Herrscher lernt Alexander schnell, das Macht nichts ist, was man kampflos erreicht und dass Freunde zu Feinden, und Feinde zu Freunden werden können.

Eleonor Herman hat mit ihrem ersten Jugendroman zwei Welten geschickt verknüpft. Das historische Setting der Antike, das sie dem Leser mit bildgewaltiger Sprache näher bringt, kombiniert mit mythologischen und fantastischen Elementen, lässt einen schnell glauben, dass es wirklich so gewesen sein könnte. Man merkt hier schreibt jemand, der sich in der historischen Materie auskennt. Oft hatte ich das Gefühl, ich würde selbst mit Alexander, Katerina und Zofia durch Makedonien und Persien streifen. Trotz der großartigen Verknüpfung von Geschichte mit Magie und Mythologie haperte es doch stark an der Spannung und der Authentizität der Figuren.

Wir begleiten während des Buches sieben Figuren: Den jungen Alexander, seine Halbschwester Cynane und seinen besten Freund Hephaistion, Katerina und Jacob aus einem Dorf in Makedonien, die persische Prinzessin Zofia und Alexanders Mutter Königin Olympias. Ärgerlicherweise konnte ich mit den eigentlichen Protagonisten Alexander und Kat am wenigsten anfangen. Dagegen hat mir Cyn, die wie eine Spinne ihr Netz emsig Intrigen spann neben Olympias und Zofia am besten gefallen. Alle drei hatten Ziele für das sie arbeiteten, an denen sie scheiterten und dennoch nicht aufgaben und neue Wege suchten. Bei Kat war mir das lange nicht klar, bis sie es denn endlich zur Sprache gebracht hatte und bei Heph und Jacob war sie etwas wie eigenständiges Handeln gar nicht zu erkennen. Heph hätte man als POV-Charakter getrost herausstreichen und dafür Jacobs Perspektive mehr Raum geben können, zumal er auf einer interessanten Position des Spielbretts stand. Mit Alexander besserte es sich im letzten Drittel und offenbarte mehr von seinem Wesen und seinem Können. Er ist nicht auf den Kopf gefallen, für sein junges Alter sehr reif und verantwortungsbewusst.

Es ist sehr schade, dass die Autorin das Potenzial ihrer Figuren nicht voll ausgenutzt hat und nur an der Oberfläche gekratzt hat. Die Emotionen und Gefühle sind tief vergraben und kommen nicht wirklich ans Tageslicht. Die Jugendlichen waren oft zu ruhig und stoisch, dabei boten manche Situationen viel Zündstoff, die dann aber schnell links liegen gelassen wurden und damit auch die Spannung. Hier erlebt die Geschichten so einige Höhen und Tiefen. Es gibt Passagen, die spannend und fesselnd sind und dann wiederum Szenen, die zu detailliert ausgeleuchtet werden und dadurch an Tempo verloren und oftmals zäh wirkten. Die Handlungsstränge von Kat und Jacob sind das beste Bespiel. Jacob wurde nach dem Blutturnier fast völlig außen vor gelassen und der Twist in Kats Geschichte erfolgte viel zu spät. Er war ohne Frage spannend, aber zog die weiteren Ereignisse in die Unglaubwürdigkeit.

Fazit: Schattenkrone hat seine Stärken und seine Schwächen. Der Mix aus historischen, mythologischen und fantastischen Elementen ist Eleonor Herman durchaus gelungen und ihr Schreibstil kurbelt das Kopfkino an. Auf der anderen Seite waren die Figuren noch zu blass und die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge erfolgte viel zu spät und hat der Geschichte viel Spannung gekostet. Dennoch hatte ich meine Freude mit der Geschichte und bin gespannt auf die Fortsetzung.

3,5 von 5 Sternen

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(993)

1.965 Bibliotheken, 32 Leser, 5 Gruppen, 281 Rezensionen

dystopie, fantasy, liebe, amy ewing, das juwel

Das Juwel - Die Gabe

Amy Ewing ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.08.2015
ISBN 9783841421043
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Violet Lasting hat eine besondere Gabe (wie hunderte anderer Mädchen ihrer Welt auch), denn sie kann durch die Kraft ihrer Gedanken etwas wachsen lassen. Sie wird bei einer Auktion von der Herzogin vom See gekauft, entkommt der Armut und lebt nun ein Leben im Luxus. Der Preis: Sie muss der Herzogin ein Kind schenken. Oder auch kürzer: Prunkvolle Schlösser, schöne Kleider, rauschende Feste. Denn um wirklich vielmehr geht es auch nicht. 

Das Grundthema der Leihmutterschaft zusammen mit den Auspizien war definitiv eine sehr gute Grundidee und hätte schon allein aufgrund des genetischen Aspekts interessant werden können. Die Surrogate, so werden die Mädchen genannt, sollen den Adligen Kinder schenken und dabei das Aussehen, den Charakter der Sprösslinge nach den Wünschen der Eltern beeinflussen. Mit dem Charakter ist es schwierig, aber das Aussehen und die Intelligenz, wird die Wissenschaft sicherlich in naher Zukunft beeinflussen können. Ein Thema, das mir in Büchern noch nicht so häufig begegnet ist. Leider geht dieser faszinierende Aspekt einfachen unter. Autorin Amy Ewing fokussiert sie sich bedauernswerterweise auf prunkvolle Kleider und oberflächliche Figuren. Es hapert (mal wieder) an allen Ecken und Enden.

Angefangen bei Protagonistin Violet. Sie ist wunderschön, unglaublich talentiert, sie hat eine für ihre Verhältnisse glückliche Familie, sträubt sich gegen ihr zukünftiges Leben als Surrogat ... und so weiter, und so weiter. Das unspektakulärste ist noch, dass Violet 
aus dem Sumpf stammt, dem ärmsten der fünf Ringe der Stadt so wie alle anderen Surrogate auch und die Auspizien beherrscht, und dass natürlich herausragend. Man könnte sagen Violet ist eine Mary Sue, aber anderseits ist sie das auch wieder nicht. Sie wirkt von Anfang an sehr weinerlich und suhlt sich in Selbstmitleid und beschwert sich über ihre Situation. Dabei müsste man meinen, die Mädchen sind indoktriniert ihr Leben als Surrogat als Ehre, als Privileg zu empfinden und schließlich wissen sie ja nicht, was tatsächlich im Juwel vor sich geht. Verwunderlich war auch, dass Violet in vier Jahren Ausbildung scheinbar nichts gelernt hat, jedenfalls keine höfische Etikette so oft wie sie unnötigerweise ins Fettnäpfchen tritt. Ebenso verwunderlich ist, dass sie, obwohl sie in bitterer Armut aufgewachsen ist, den Wert der Dinge, die ihr geschenkt werden nicht schätzt und sie sogar vorsätzlich zerstört. Violet ist keine Mary Sue, aber dafür eine unglaublich nervige, kindische und fast dümmliche Persönlichkeit, die ihren Kopf einfach nicht zum Denken benutzt. Die einzigen Szenen, in denen Violet mir sympathisch war, waren die Momenten, in denen sie Cello spielte und sich von der Musik tragen ließ.

Die Nebenfiguren glänzen mit seltenen Auftritten und sind allesamt sehr blass, sodass sie mir kaum im Gedächtnis geblieben sind. Wenn sich einer von ihnen gegen das System auflehnt, steckt auffällig oft eine kleine Schwester dahinter (Primrose lässt grüßen!), als gäbe es keine anderen Motivationen, die den Figuren eine Hintergrundgeschichte gegeben hätte. Auch bei der Herzogin vom See versucht Amy Ewing ihr mehr Tiefgang zu geben, sie wirkt dadurch aber eher bipolar als vollkommen rund.

Und dann ist da ja noch Ash und die furchtbare Liebesgeschichte. Ash, lieber Ash, wärst du doch niemals in Violets leben getreten. Die Liebesgeschichte hat den letzten Funken Hoffnung darauf zerstört, dass Violet noch aufwacht, aufhört zu jammern und endlich damit beginnt zu rebellieren. Aber Ash ist wie alle anderen ein unglaublich blasser Charakter und ebenso weinerlich wie seine Liebste. Violet begegnet zum ersten Mal einem hübschen jungen Mann, den sie attraktiv findet und steigert sich geradezu in diese "Beziehung", von Schwärmerei kann man wirklich nicht sprechen. So ist eine Protagonistin wohl noch nie mit ihrem Love Interest zur Sache gekommen, sodass diese Liebesgeschichte nicht nur überstürzt, unglaubwürdig und völlig fehl am Platz ist, es ist auch ein Wunder, dass der behandelte (Frauen)Arzt keinerlei Veränderungen feststellt...

Die Handlung, wenn man es denn eine Handlung nennen kann, besteht aus flachen Erklärungen, ist vorhersehbar und so fokussiert auf die Liebesgeschichte, dass es einfach nicht spannend wurde. Der Schreibstil von Amy Ewing ist sehr einfach gehalten und leider auch sehr umgangssprachlich, was einfach nicht in die Welt von Herzogen und Fürsten passt. Die Seiten werden mit Beschreibungen von Kleidern und Räumen gefüllt, die eher wie Lückenfüller wirkten denn als anschauliche Beschreibung des Settings. Und in jeder Welt aus Glitzer, dem rosaroten Mädchentraum, darf das alles entscheidende Schonheitsideal unserer Zeit nicht fehlen. Schön, schöner, am schönsten. Und bist du nicht schön, dann bist du hässlich. Und scheinbar wird immer vergessen, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt. 

Fazit: Das Juwel macht seinem Namen keine Ehre. Die Handlung ist dünn, fast gar nicht vorhanden und das letzte Potenzial wird von der unnötigen Liebesgeschichte zerstört. Die Protagonistin in großen Teilen unsympathisch. Die Nebenfiguren blieben blass. Die Geschichte bliebt sehr deutlich hinter ihrem Potenzial und den Erwartungen zurück. Zumal Amy Ewing eine Thematik gewählt hat, mit der wir uns in naher Zukunft auseinandersetzten könnten, wäre da deutlich mehr drin gewesen. Für Selection-Fans könnte die Reihe von Interesse sein, aber ich rate dennoch davon ab. 

1 von 5 Sternen

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(70)

90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

rom, thriller, serienmörder, mord, krebs

Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Enrico Mancini ist DER Profiler der italienischen Polizei, ein anerkannter Experte für Serienmorde. Als in der Nähe des Tibers mehrere Leichen entdeckt werden, die auf grausame Weise getötet wurden, wird Mancini zu den Tatorten gerufen. Zunächst scheint es keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, doch dann werden die Morde durch verschlüsselte Botschaften angekündigt und es wird klar, dass der Mörder einen grausamen Racheplan verfolgt. 
 
Ich hatte große Schwierigkeiten mit diesem "Thriller" überhaupt warm zu werden. Selten habe ich so lange gebraucht, um ein Buch zu beenden und stand auch mehrmals kurz davor, es auch einfach zur Seite zu legen. Letztendlich habe ich mich dann doch aufgerafft und Mirko Zilahy hat es mir wirklich nicht einfach gemacht. Da wäre zum einen der Schreibstil: Das ganze Buch hindurch ist er sehr ausführlich, gerade zu schleppend, sodass sich keine wirkliche Spannung aufbaut und die Handlung extrem in die Länge gezogen wird. Könnte ich fließend italienisch, hätte ich das Buch lieber im Original gelesen, denn es kommen viele italienische Begriffe, die gar nicht übersetzt wurden. Sehr ärgerlich! Zum anderen kamen so einige medizinische Fachbegriffe vor, die man als Normalsterblicher, der nicht in dem Bereich arbeitet, nicht ohne weiteres zuordnen kann. Sie wurden beim ersten Mal einfach in den Raum geworfen und wenn, dann erst einige Kapitel später aufgeklärt. Ebenfalls ärgerlich!  
 
Der Schreibstil war die erste Hürde (die ich bis zum letzten Satz nicht überwunden habe), die Charaktere sind die zweite. Ich konnte weder mit Commissario Mancini noch mit seinen Kollegen etwas anfangen. Sie blieben alle farblos, ich konnte sie überhaupt nicht greifen. Die Figuren haben sich immer wieder vollkommen widersprüchlich verhalten wie Fähnchen im Wind. Mancini wurde mit jeder Seite nerviger, sein Handeln, Denken und Tun konnte ich nur selten nachvollziehen. Es ist erstaunlich wie viele Probleme Zilahy seinem Protagonisten aufgehalst hat ... Frau an Krebs verstorben, Selbstmitleid, Alkoholsucht, Depressionen ... Ecken und Kanten an einem Charakter sind immer gewünscht und es nicht leicht, die Liebe seines Lebens zu verlieren, aber der Fokus lag viel zu sehr auf diesen Problemen, dass sie eine Ermittlung seitens Mancinis vollkommen unmöglich gemacht hat.  
 
Der Fall an sich und das herbstliche, verregnete Rom waren eine spannende Mischung. Die tolle Atmosphäre wurde allerdings zunehmend durch Infodumping und das Nicht-Ermitteln der Charaktere in den Hintergrund gerückt. Seitenweise wurde die Funktionsweise des Schlachthauses in Testaccio oder die Geschichte der Gasometer vor dem Leser ausgebreitet. Ein paar historische Fakten sind interessant, aber das war zu viel des Guten. Und dann waren da noch die "Ermittler", die sich - man kann es nicht anders sagen - wahrlich dämlich angestellt haben. Informationen wurden immer wieder wiederholt und durchgekaut, die essentiellsten Verbindungen sah Mancini erst knappe 60 vor dem Ende. Vierzig Seiten vorher konnte man als Leser den Täter schon entlarven und sieht den Ermittlern die restlichen Seiten, dabei zu wie sie immer noch im Dunkeln tappen. Das Ende war dadurch sehr vorhersehbar und der langersehnte WOW-Effekt blieb schlussendlich leider aus. 

Fazit: "Schattenkiller" hat als Basis einen interessanten, gut durchdachten und eigentlich spannenden Kriminalfall, der allerdings an seinen unfähigen Ermittlern und einem schleppenden Schreibstil scheitert. Mirko Zilahy sollte seine Charaktere in eventuellen Folgebänden nicht mit zahlreichen Problemen überfordern und den Leser nicht mit unnötigen Informationen und Wiederholungen langweilen. Und seine Figuren vielleicht nochmal nach Quantico schicken, denn was immer seine Ermittler sind, sie sind keine Ermittler und schon gar keine Profiler. Mit Mancini werde ich nicht noch einmal auf die Jagd nach einem Mörder gehen, aber vielleicht kann mich Zilahy mit einer anderen Figur überzeugen. 

2,5 von 5 Sternen

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(18)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

sherlock, hörbuch, audiobook, cumberbatch, sherlock holmes

Benedict Cumberbatch Reads Sherlock Holmes' Rediscovered Railway Mysteries: Four original short stories (BBC)

John Taylor
Audio CD
Erschienen bei BBC Physical Audio, 20.08.2015
ISBN 9781785291579
Genre: Krimi und Thriller

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, dschinnland, wunschkrieg, bagdad, sturmkönige-trilogie

1001-Nacht-Trilogie / Die Sturmkönige - Wunschkrieg

Kai Meyer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208463
Genre: Fantasy

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(20)

67 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, kai meyer, dschinn, samarkand, dschinnland

Die Sturmkönige - Dschinnland

Kai Meyer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208456
Genre: Fantasy

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(81)

200 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

angelfall, susan ee, engel, apokalypse, raffe

Angelfall - Tage der Dunkelheit

Susan Ee , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453317482
Genre: Fantasy

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(187)

459 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

schweden, krimi, stieg larsson, vergewaltigung, spannend

Verblendung

Stieg Larsson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 20.07.2015
ISBN 9783453438200
Genre: Krimi und Thriller

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(101)

316 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

1001 nacht, liebe, fluch, orient, magie

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

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(153)

428 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 43 Rezensionen

dystopie, ashes, zombies, liebe, ilsa j. bick

Ashes - Pechschwarzer Mond

Ilsa J. Bick , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Robert A. Weiß , Naemi Schuhmacher
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.09.2013
ISBN 9783863960636
Genre: Jugendbuch

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(205)

495 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 65 Rezensionen

dystopie, zombies, ashes, liebe, endzeit

Ashes - Ruhelose Seelen

Ilsa J. Bick , Sonja Schuhmacher , Naemi Schuhmacher , Gerlinde Schermer-Rauwolf
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.08.2013
ISBN 9783863960070
Genre: Jugendbuch

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(336)

754 Bibliotheken, 16 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

dystopie, zombies, tom, alex, ashes

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

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(49)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

thriller, afrika, frankreich, mord, paris

Purpurne Rache

Jean-Christophe Grangé , Ulrike Werner-Richter
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 11.11.2016
ISBN 9783431039641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Grégoire Morvan hat in den 70er Jahren während der Zeit seiner Strafversetzung im Kongo einen brutalen Serienmörder, den Nagelmann, aufgespürt und hinter Schloss und Riegel gebracht. Dadurch hat er sowohl großes Ansehen als auch Reichtum erworben, der seiner Familie heute ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben ermöglicht. Aber Grégoire Morvan ist auch ein Patriarch wie er im Buche steht und jeder hat nach seiner Pfeife zu tanzen (was bedauernswerterweise auch alle tun). Die fast tyrannische Herrschaft des Familienvaters hat Spuren hinterlassen: Der jüngste Sohn ist drogenabhängig, die Tochter eine Prostituierte und der Älteste Erwan lässt gern die Fäuste sprechen anstatt Diplomatie einzusetzen. Als die zersprengte Leiche eines jungen Offizieranwärters in einem Bunker auf dem Gelände einer Militärflugschule gefunden wird, soll Erwan dort "Schadensbegrenzung" betreiben. Dabei kommt ein Fall zu Tage, der Grégoire Morvans sorgfältig aufgebaute Ordnung kräftig durchrüttelt...


Von Beginn an war ich mir unsicher, was für eine Art Geschichte mich erwartet: Ein Krimi? Ein Thriller, wie es auf dem Einband steht? Ein Familiendrama? Nach dem Lesen kann ich sagen, es ist mehr Krimi als Thriller, und auch mehr Familiendrama als Krimi. Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in die Familie Morvan. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, keinesfalls oberflächlich. Jeder hat seine eigenen Macken und Päckchen zu tragen. Die größten Geheimnisse allerdings hat der alte Morvan und ich hätte zu gern erlebt, wie ihm das Handwerk gelegt wird. Diese Genugtuung hat der Autor mir allerdings verweigert. 

Man erlebt es oft, dass die Meinungen bei einem Buch stark auseinander gehen können. So ergeht es mir mit Purpurne Rache. Auf der einen Seite haben wir diesen großartigen und spannenden Fall, der - auf der anderen Seite - durch das Drama der Familienmitglieder teilweise stark in den Hintergrund gedrängt wird. Erwan ist der Leiter des Ermittlungsteams und ist fast nur damit beschäftigt im Auftrag seines Vaters seinen jüngeren Geschwister hinterher zu rennen. Zusätzlich dazu erhalten der alte Morvan, Loic (der Bruder) und Gaelle (die Schwester) zahlreiche extra Kapitel, die sich mit ihren Lebenskrisen befassen. Das war durchaus interessant, aber nicht zielführend für die Mordermittlung. Es scheint, als hätte sich Grangé nicht entscheiden wollen, worauf er seinen Roman fokussieren möchte: Auf den Kriminalfall oder auf den Morvan-Clan. 

Das hatte zur Folge, dass sich für mich die Kapitel, bei denen es ausschließlich um die Familienmitglieder ging, zunehmend gezogen haben wie Kaugummi, denn wirklich weiterentwickelt haben sich die Figuren nicht. Am Ende blieben so viele Fragen unbeantwortet und die spannendsten Geheimnisse im Dunkel. Der letzte Abschnitt lässt zudem vermuten, dass ein zweiter Band folgen könnte. 

Fazit: Im Grunde hat Purpurne Rache alles, was einen guten Kriminalroman ausmacht: Einen leitenden Kommissar mit Ecken und Kanten, der auf keinen Fall perfekt ist, einen interessanten und spannenden Fall, schöne und unerwartete Wendungen... Nur zu viele Seiten, die nichts für die Charaktere und die Handlung getan haben. Mit 300 Seiten weniger hätte Purpurne Rache ein atmosphärisch dichter Krimi werden können, der Familie und Fall verbunden hätte und sie nicht wie zwei Romane in einem aussehen lassen. 

3,5 von 5 Sternen

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(105)

154 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

selbstjustiz, london, krimi, henker, gericht

Wer Furcht sät

Tony Parsons
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174423
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


! Hierbei handelt es sich um die Rezension zum dritten Band einer Reihe !

Selbstjustiz - ein ebenso brisantes und interessantes Thema, geradzu perfekt für einen Krimi oder Thriller. Ähnlich hat Autor Tony Parsons gedacht und die Frage der Gerechtigkeit zum Thema des neuen Falls von Detective Max Wolfe. In London nimmt eine Gruppe Erwachsener das Gesetz in die eigene Hand, film ihre Taten und stellt diese online. Schon bald werden sie von der Öffentlichkeit gefeiert und zum "Club der Henker" getauft. Sie töten den Abschaum der Gesellschaft - Mörder, Pädophile, Hassprediger, Junkies. Und nur Vollständigkeit halber möchte ich die Rechtfertigung des ersten Angeklagten zitieren: 

Huren, sagte er. Billige Huren, die Schnaps und Drogen wollten. Schlampen, die sich selbst zur Schau stellten. Mädchen, die Männer mögen. Viele Männer. Typische Mädchen dieses Landes. (S. 14)

Man wird als Leser sofort in den Konflikt zwischen Recht und Gerechtigkeit  geworfen. Ja, ich wollte Mahmud Irani hängen sehen, weil es mir gerecht erscheint. Ich Recht bin ich deswegen nicht. Ich verurteile Selbstjustiz in jedem Fall aufs Schärfte. Gerade der Anfang von Wer Furcht sät war gut geschrieben, die Spannung dicht und die Thematik stürzte mich in den ersten Gewissenskonflikt. Nach diesem starken Anfang verflog die Euphorie jedoch. Das Thema Selbstjustiz wurde für meinen Geschmack zu oberflächlich behandelt, nahm viel zu wenig wirklichen Raum ein, um die Charaktere und mich als Leser wirklich in eine tiefer gehende Auseinandersetzung zu zwingen, zu hinterfragen, was ist Recht und Gesetz, was Gerechtigkeit? Und schon bin ich mit der Tür ins Haus gefallen ...

... und mache direkt weiter: Auch die Charakter haben in Bezug auf das Thema viel zu wenig über ihre Handlungen nachgedacht und diese reflektiert. Es kam mir so vor als habe Tony Parsons auf Biegen und Brechen versucht, Detective Wolfe dazu zu bringen, am eigenen Leib zu erfahren, wie schmal der Grat zwischen der Ausübung von Recht und Gesetz und der Selbstjustiz ist - und das ist auf ganzer Länge misslungen, sei es nun die Gerichtsverhandlung im ersten Kapitel, bei der drei Jugendliche beinahe nur verwarnt werden, die einen Mann zu Tode prügelten oder die Tatsache, dass der Sohn von Max' Chefin durch eine Attacke in einem Club erblindet ist und der Täter straffrei davongekommen ist. Die Grundlage - die Ereignisse und die Konflikte waren ohne Frage da, wurden aber nicht aufgegriffen: Ist das Gleichgewicht zwischen  Verbrechen und Strafe gerechtfertigt und ausgeglichen?  Was spricht für und was gegen die Todesstrafe? Die Stimmung der Bevölkerung und der Politik deren Meinungen zu den Morden und dem Thema sind zudem vollkommen unter den Tisch gefallen. 

Wenden wir unseren Blick nun den Ermittlern im Fall des "Clubs der Henker" zu: Detective Max Wolfe wirkte auf mich in seinem privaten Leben sehr authentisch und liebenswert. Er ist eher ein Durchschnittstyp und ein allein erziehender Vater. Wie er mit seiner Tochter Scout umgegangen ist und sich darüber freute, dass sie beide das erste Schuljahr unbeschadet überstanden haben, war sehr süß und sympathisch. Ich hätte sehr gene mehr Vater-Tochter-Momente erlebt. Sobald Max jedoch in seiner Arbeitswelt als Ermittler auftritt, verblasst er gerade zu. Rückblickend kann ich noch nicht einmal sagen, was Max großartig zur Ermittlung beigetragen hat.

Um ihn herum wuselten gefühlt tausende Kollegen umher die mich schlichtweg einfach überforderten. Hier ein Kollege, dort eine Kollegin und hier eine Stimmenanalytekerin, die mir als einzige langfristig im Gedächtnis geblieben ist, dort der Rechtsmediziner, ein Psychologe, Historiker, PR-Agentin, und noch mehr Kollegen und Kolleginnen, die alle mehr oder weniger gleichzeitig im Ermittlungsraum herumstanden, angestrengt auf ihre Laptops starrten und praktisch nichts zu Tage förderten. Wurde da überhaupt ermittelt? Auch meine liebste Figur, Tara, die Stimmenanalytekerin hat nichts zur Aufklärung des Falls beigetragen. Sie war, so schien es mir, nur als kleiner Love Interest für zwischendurch eingeplant. Dabei war sie das Interessanteste am ganzen Buch.

Der Schreibstil war besonders zu Anfang sehr gewöhnungsbedürtig. Man merkt, dass Tony Parsons früher als Journalist gearbeitet hat. Er schreibt sehr kühl und distanziert, wenig detailliert, was entschieden dazu beigetragen hat, dass weder Charaktere noch Schauplätze wirklich hängen bleiben. Unterhaltsam, wissenswert und durchweg gelungen war die Einflechtung der zahlreichen Informationen zu Londons historischen und blutigen Vergangenheit in die Handlung des Buches. 

Fazit: Wer Furcht sät arbeitet mit einer interessanten und brisanten Grundthematik, die jedoch nur oberflächlich behandelt wurde. Die Charaktere blieben unterstützt durch den kühlen distanzierten Schreibstil blass, die Handlung hatte mit einigen Logiklücken, nicht nachvollziehbaren Aktionen der Figuren und Ermittlungen zu kämpfen, die nicht voran kamen. Tony Parsons wird seinem eigenen Anspruch, einen Kriminalroman mit Herz, Gefühl, Lachen und Tränen, Spannung und Nervenkitzel zu schreiben, nicht gerecht. Es hapert dafür an zu vielen Ecken.

2,5 von 5 Sternen

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