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148 Bibliotheken, 54 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

fantasy, history, intrigen, alexander der große, götter

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

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(48)

57 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

spreewald, erntehelfer, gurkenbauern, klaudia wagner, krimi

Spreewaldtod

Christiane Dieckerhoff
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548287614
Genre: Krimi und Thriller

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(59)

122 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

thriller, psychothriller, vergangenheit, familie, unfal

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426520567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Zoe Maisey verursachte mit 15 Jahren unter Alkoholeinfluss einen Unfall mit Todesfolge, bei dem drei Jugendliche ums Leben kamen. Sie musste eine Haftstrafe absitzen und währenddessen zerbrach die Ehe ihrer Eltern. Nun, drei Jahre später hat ihre Mutter einen neuen Ehemann mit Sohn gefunden, der nichts über ihre Vergangenheit weiß. Wieder droht die Familie an Zoes Geheimnissen zu zerbrechen und dann wird plötzlich auch noch Zoes Mutter zuhause tot aufgefunden. Wer wird diesmal als schuldig verurteilt?

 

Meine Meinung zum Buch:

Mir hat der Thriller sehr gut gefallen, da die Autorin nicht nur die damaligen Geschehnisse und Geheimnisse um den Unfall mit Zoe aufarbeitet, sondern auch das Leben als neue Familie in den Mittelpunkt gestellt wird. Interessant finde ich, dass jeweils abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet wird, z.B. erzählt Zoe, ihre Mutter, ihre Tante Tessa, ihr Stiefbruder, ihr Anwalt usw. Dadurch wird laufend die Geschichte um eine Ansicht oder um einen Aspekt erweitert und somit auch die Spannung konstant aufrechterhalten. Interessant finde ich auch, dass nicht nur Zoe ein Geheimnis mit sich trägt, das ihr Stiefvater und ihr Stiefbruder nicht wissen sollten, sondern auch alle anderen Beteiligten haben Geheimnisse voreinander, die sie mehr oder weniger geschickt zu verbergen versuchen. Als Bereicherung finde ich auch die Geschichte in der Geschichte, also das Drehbuch, das Lukas für seine Stiefmutter und Stiefschwester geschrieben hat, in dem er von seinen Erinnerungen an seine gestorbene Mutter berichtet und gleichzeitig vor der Gewalttätigkeit seines Vaters warnt. Auch die Situation, in der die Polizei herausfinden möchte, wer für den Tod von Zoes Mutter verantwortlich ist und auch untereinander Vermutungen angestellt werden, finde ich spannend aufbereitet.

 

Titel und Cover:

Das Cover ist optisch wunderschön und ästhetisch und hat mir auf Anhieb gefallen. Den Titel finde ich gewöhnungsbedürftig, vor allem, da es ein Englischer Titel mit deutschem Untertitel ist, was nicht ganz so stimmig ist.

 

Mein Fazit:

„Perfect girl“ ist ein abwechslungsreicher, spannender Thriller, der die Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet und somit auch sehr facettenreich ist.

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(103)

189 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

mord, erinnerungen, roman, lügen, krimi

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Literaturagent Peter Katz bekommt von Richard Flynn den ersten Teil eines Manuskriptes zugesandt, das sofort sein Interesse weckt. Es geht um den Mord eines Psychologieprofessors, der damals nicht aufgeklärt werden konnte. Als Peter wissen möchte, wie die Geschichte, von der Richard behauptet, dass sie auf wahren Tatsachen beruht, weitergeht, ist Richard inzwischen verstorben und das Manuskript ärgerlicherweise nicht auffindbar. Peter engagiert John Keller für intensive Recherchearbeiten. Es werden die Sichtweisen aller damals beteiligten Personen eingeholt bzw. rekonstruiert und so wie es scheint hat jede/r eine andere Erinnerung bzw. Sichtweise der Geschehnisse.

 

Meine Meinung zum Buch:

Ich finde die Idee und die Herangehensweise mithilfe des Manuskriptteiles sehr interessant und auch sehr gelungen umgesetzt. Dadurch, dass verschiedene Personen ihre Sichtweisen schildern, ist das Buch durchgehend spannend und als LeserIn ist man hin- und hergerissen von den unterschiedlichen Geschichten. Sobald man den Eindruck bekommt, so könnte der Abend damals tatsächlich abgelaufen sein, kommt wieder eine Wende und eine Neuorientierung. Es ist schwierig zwischen Fakten und Erinnerungen (ob wahr oder falsch) zu unterscheiden und genau dies macht den Nervenkitzel aus. Ich bin am Ende froh, dass das Manuskript von Richard erst so spät wiederauftaucht, denn so konnten viel mehr Eindrücke gewonnen werden. Auch der Schluss, der nicht alles aufklärt, gefällt mir persönlich sehr gut. So kann man auch als LeserIn noch zusätzlich die eigene Sichtweise hineindenken.

 

Titel und Cover:

Den Titel finde ich nicht aussagekräftig genug, eher etwas täuschend, obwohl er spannend klingt und das Cover gefällt mir optisch sehr gut, ist auch auffällig, sagt aber meiner Meinung nach, nicht viel über den Inhalt aus.

 

Mein Fazit:

Das Buch der Spiegel war vom Anfang bis zur letzten Seite spannend – Die Suche nach der endgültigen Wahrheit ist damit aber noch nicht beendet. Wer die Wahrheit sucht, muss weitersuchen.

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(38)

46 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

alleinerziehend, single, familie, kinder, erziehung

Esst euer Eis auf, sonst gibt's keine Pommes

Katja Zimmermann
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548376707
Genre: Humor

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Katja Zimmermann beschreibt ihr Leben, beginnend von ihrer Schwangerschaft mit Zwillingen bis zum Beginn der Pubertät ihrer Kinder. Ihr Partner verlässt sie zwei Wochen nach der Geburt um in Australien seine Träume zu verwirklichen, Katja bleibt in Deutschland und ist von nun an Single und Alleinerziehend. Auf humorvolle und ehrliche Weise beschreibt sie die Höhen und Tiefen ihres Alltages, wie wichtig soziale Netzwerke und die Unterstützung von Freunden und Familie sind und gibt auch einen kurzen Einblick in die finanzielle Situation in Deutschland.

 

Meine Meinung zum Buch:

Katja Zimmermann hat es geschafft, in einer humorvollen und autobiografischen Weise, ihr Leben als Alleinerziehende Single-Mom mit Zwillingen in ein Buch zu packen. Allein dies ist neben Kindererziehung, Beruf, Haushalt usw. schon eine Glanzleistung und mindestens 5 Sterne wert. Mir gefällt der lockere Schreibstil, die Kapitel sind recht kurz und die 12 Jahre vergehen wie im Flug. Neben den Alltagsproblemen und den gesamten Anforderungen, die Kinder mit sich bringen, hat Katja auch ganz ehrlich ihre Ängste, Sorgen und Unsicherheiten berichtet und auch immer wieder betont, wie wichtig das familiäre Umfeld ist und dass man sich nicht genieren muss, Hilfe einzufordern. Fast noch schwieriger als die Betreuung und Erziehung ihrer beiden Kinder, gestaltet sich für Katja die Suche nach einem neuen Partner, vor allem, wenn dieser auch eigene Kinder in die Patchworkfamilie einbringt. Als tolle Idee gefällt mir, dass sich die Nachbarn auf der gemeinsamen Treppe treffen um sich dort auszutauschen und ihre „kleinen Freiheiten“ zu haben. Auch die Geschichten von Katjas Bekannten, die ebenfalls teilweise Alleinerziehend sind, finde ich als Bereicherung. Interessant fand ich auch die finanzielle Unterhaltsregelung in Deutschland, da ich nur die österreichische Variante kenne. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist, dass der Vater der Zwillinge häufig negativ dargestellt wird. Natürlich kann ich verstehen, dass sie nicht begeistert darüber war, mit Zwillingen sitzen gelassen zu werden, aber in einem Buch, das eben auch ihre Kinder lesen können oder werden, finde ich es nicht so schön, dies so häufig zu betonen. Außerdem kann er uns auch schlecht seine Sicht erklären. Das ist mein einziger Kritikpunkt, ansonsten bewundere ich Katja für ihren Mut und für ihren ehrlichen Einblick. Was mir auch noch gut gefällt, sind die Literaturempfehlungen und Blogs am Ende des Buches.

 

Titel und Cover:

Den Titel fand ich auf Anhieb sympathisch und witzig und auch das Cover ist ein Hingucker, somit hat mich das Buch sofort angesprochen.

 

Mein Fazit:

Eine ehrliche und humorvolle Autobiografie einer Single-Alleinerziehenden-Zwillings-Mama, die trotzdem ganz viel Power hat und es nebenbei auch noch geschafft hat, dieses Buch zu schreiben.

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(108)

185 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, happy slapping

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

In Schweden häufen sich unglückliche Unfälle, bei denen sehr wohlhabende Personen ums Leben kommen und deren Leichen verschwunden sind bzw. dann gefroren wiederauftauchen. Das Ermittlerteam ist wirklich gefordert, die Zusammenhänge zu erkennen und scheinbar unbedeutende Puzzleteile zusammenzufügen. Parallel dazu sind sie einer Jugendbande auf der Spur, die Obdachlose tötet und die Filme im Internet verbreitet.

 

Meine Meinung zum Buch:

Obwohl es sich um den dritten Teil einer Krimi-Reihe handelt, ist es gut möglich, mit dem aktuellen Teil zu starten. Für mich beinhaltet „Minus 18 Grad“ alle Elemente, die es für einen spannenden Krimi, den man nicht aus der Hand legen möchte, benötigt: Das Ermittlerteam ist selbst nicht perfekt, im Gegenteil, jede und jeder kämpft mit seinem eigenen Privatleben, mit Expartnern, gegen die Alkoholsucht, gegen Karrierebremsen und teilweise auch gegeneinander, trotzdem harmoniert das Zusammenarbeiten dann irgendwie doch noch. Die einzelnen Geschichten aus dem Privatleben der ErmittlerInnen sind mindestens genauso spannend wie die Aufklärung des Falles und nehmen einen bedeutenden Platz im Rahmen des Buches ein. Zudem sind auch noch die Ehepartner, Expartner und Kinder der ErmittlerInnen involviert. Der Ermittlungsfall ist meiner Meinung nach auch eine richtig gelungene Idee und die Spannung bleibt durch die vielen Wendungen und Unterbrechungen konstant aufrecht, sodass es wirklich kaum möglich ist, das Buch zur Seite zu legen. Am Ende sind noch immer nicht alle Dinge geklärt und es gäbe auf alle Fälle die Möglichkeit für eine Fortsetzung.

 

Titel und Cover:

Der Titel macht neugierig und das Cover in Kontrastfarben hebt den Titel nochmals so richtig hervor. Außerdem wirkt es düster und unheilvoll, genau richtig für einen guten Krimi.

 

Mein Fazit:

Obwohl es bereits der dritte Teil der Krimi-Reihe ist, und ich die beiden Vorgänger-Bücher nicht gelesen habe, war es kein Problem hineinzufinden, im Gegenteil – ich war gefesselt und möchte jetzt auch die beiden vorangegangenen Teile nachholen.

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(72)

102 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

thriller, mord, hamburg, bernhard aichner, totenrausch

Totenrausch

Bernhard Aichner
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2017
ISBN 9783442756377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Brünhilde Blum wird international als Mörderin gesucht, nachdem sie die Männer, die für den Tod ihres Mannes verantwortlich waren, gerächt hat. Sie flüchtet nach Hamburg und will dort mit ihren beiden Töchtern einen Neuanfang starten, doch ein Versprechen ihrerseits soll eingelöst werden und schon bald ist sie wieder im gleichen Milieu gelandet und muss grausame Verbrechen ausüben um ihre Familie zu retten.

 

Meine Meinung zum Buch:

Obwohl ich die beiden ersten Teile der Trilogie nicht gelesen habe, war es überhaupt nicht schwierig, mitten im Geschehen einzusteigen. Es gab kurze Rückblenden, die als kurze Zusammenfassung der ersten beiden Teile ausreichend sind. Gut gefallen hat mir der mitreißende Schreibstil des Autors und die recht kurzen und übersichtlichen Kapitel, zusätzlich noch unterbrochen durch Dialoge – somit konnte ich das Buch ziemlich schnell lesen und auch die Spannung wurde nicht unterbrochen. Der Charakter von Brünhilde Blum, später Marie, hat mich zu Beginn fasziniert – auf der einen Seite die liebevolle, aufopfernde Mutter, auf der anderen Seite brutale Mörderin und dann wiederum einfühlsame Bestatterin – trotz alledem ein runder und passender Charakter. Im Laufe des Thrillers wurde Brünhilde (oder Marie) aber zunehmend unglaubwürdiger und auch die Handlungen wurden surreal, sodass es mir nicht mehr ganz so gut gefallen hat.

 

Titel und Cover:

Der Titel „Totenrausch“ passt perfekt zu den beiden vorigen Teilen, das Cover ist ebenfalls stimmig und optisch ansprechend.

 

Mein Fazit:

Der finale Thriller der Totenfrau-Trilogie ist bestimmt ein spannender Abschluss für jene, die die ersten beiden Teile gelesen haben, aber auch ein Quereinsteigen direkt in den letzten Teil ist gut möglich. Auf die Fernsehserie, die in Vorbereitung ist, bin ich auch schon gespannt!

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(56)

61 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

low carb, salate, salat, rezepte, dressing

Shaking Salad Low Carb

Karin Stöttinger
Fester Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 09.01.2017
ISBN 9783710601040
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Shaking Salad „Low Carb“ knüpft an das Vorgänger-Buch der Autorin an und beinhaltet sowohl vegetarische, vegane, Fisch- und Fleischgerichte als auch süße Speisen und Cheat Meals. Geschmacklich ist für Jeden etwas dabei. Die meisten Gerichte sind nach dem „Low Carb“-Prinzip zusammengestellt. Die Zubereitung variiert von schnell bis zeitintensiv und somit eignen sich die Gerichte auch für einen schnellen Snack für unterwegs, bis hin zum Picknick oder Essen im Glas zuhause – alleine oder mit Familie und Freunden.

 

Meine Meinung zum Buch:

Ich finde die Autorin sehr sympathisch und auch die einzelnen Gerichte sind ansprechend präsentiert und machen Lust aufs Ausprobieren. Die bunte Mischung aus vegetarischen, veganen Gerichten, Fisch, Fleisch und süßen Speisen finde ich auch gelungen und abwechslungsreich, hier ist glaube ich, für jeden Geschmack etwas dabei. Mir persönlich fehlen ungefähre Zeitangaben für die Dauer der Zubereitung. Manche Salate bzw. Gerichte sind sehr zeitintensiv und einige davon eignen sich auch nicht so gut für „unterwegs“ – sind also nicht „to go“ wie beworben. z.B. würde ich mir nicht die Mühe machen, Süßkartoffelstreifen in Fett knusprig zu backen und dann in ein Glas mit saftigen Zutaten quetschen, wo sie wieder lasch werden und nicht mehr schmecken. Des weiteren sind nicht alle Rezepte „Low Carb“ im üblichen Sinn, da zB. Kartoffeln dabei sind und Baguette als Beilage. Für mich ist das kein Problem, da es für mich keine Rolle spielt, aber für Menschen, die sich nach dem „Low Carb-Prinzip“ ernähren wollen, ist es irreführend. Ansonsten hätten diese Rezepte auch zu den „Cheat Meals“ gehört, genau genommen. Etwa die Hälfte der Gerichte würde ich eher frisch zubereitet genießen, etwa wenn man Gäste eingeladen hat und kreativ im Glas servieren möchte, da sie frisch und warm besser schmecken.

 

Titel/Cover/Bilder:

Aufgrund des Titels und der Aufmachung habe ich mir vorgestellt, dass das Buch mehr Rezepte für schnelle, kreative Salatgerichte, die sich zum Mitnehmen eignen, beinhalten würde. „Rasch geschichtet“ und „schnell geschüttelt“ - dies war nur teilweise der Fall, zum anderen Teil sind die Gerichte ziemlich zeitintensiv. Die grafische Gestaltung und Präsentation der Gerichte hat mich aber sehr angesprochen und macht wirklich Appetit!

 

Mein Fazit:

Nicht immer „Low Carb“ oder „to go“, aber trotzdem interessante und leckere, wenn auch aufwändige Salate, die zum Nachkochen anregen.

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(85)

151 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, roman, studium

Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Zu Beginn des Buches sind Elena und Lila beide 16 Jahre alt. Dieser Roman beschreibt den zweiten Teil einer Saga und beinhaltet die Jugendjahre der beiden Freundinnen, die sich trotz unterschiedlichster Lebensgeschichten innerlich stark miteinander verbunden fühlen und trotz Höhen und Tiefen ihre Freundschaft aufrechterhalten. Lila ist mit 16 Jahren frisch verheiratet, aber trotz plötzlichem Wohlstand nicht glücklich. Elena quält sich durch anstrengende Studienjahre, erschwert durch ihre Armut und unglücklich verliebt.

 

Meine Meinung zum Buch:

Nachdem ich schon gespannt auf die Fortsetzung gewartet habe, muss ich zugeben, das Warten hat sich gelohnt. Der zweite Teil, der die völlig unterschiedlichen Erfahrungen der beiden Freundinnen während ihrer Jugendzeit beschreibt, war prägend. Mir haben die beiden Charaktere, die völlig unterschiedlich sind, beide auf ihre Art und Weise sehr gut gefallen, allerdings konnte ich mich mit Elena besser identifizieren. Sie kämpft sich mühevoll und teilweise lustlos durch ihr Studium und kann sich noch nicht an ihrem Erfolg erfreuen, da dies auch von ihrem Umfeld und ihrer Familie nicht die Anerkennung bringt, die sie sich erhofft. Einzig Lila spornt sie immer wieder dazu an, weiterhin fleißig zu sein und nicht aufzugeben und dann auch ihre Jugendliebe, die eher auf intellektueller Basis ist. Lila wirkt sehr unglücklich und betrübt und ist trotz ihres neu erheirateten Reichtums nicht glücklich, weder in ihrer Ehe, noch intellektuell. Sie bewundert und beneidet ihre Freundin um die Möglichkeit, studieren zu dürfen. Auch wenn die beiden Freundinnen teilweise eine recht komplizierte Beziehung führen, auch streiten und sich dann wieder für längere Zeit aus dem Weg gehen, haben sie dennoch eine tiefere innere Bindung, sodass sie immer wieder den Kontakt zueinander finden. Genau dies hat mir auch sehr gut gefallen, dass es in einer Freundschaft nicht immer nur rosig ist, sondern auch Hochs und Tiefs normal sind. Zudem spielt auch der wirtschaftliche Faktor der 60er Jahre in Italien in diesem Teil eine bedeutende Rolle und ich habe es als zusätzliche Bereicherung empfunden. Obwohl der Roman über 600 Seiten hat und teilweise sehr detailliert und ausschweifend beschrieben wird, habe ich mich nicht gelangweilt, sondern gut unterhalten gefühlt.

Vor allem das Ende ist, wie schon im ersten Teil, interessant und ohne Abschluss, sodass ich zu gerne gleich wissen möchte, wie sich die Lebensgeschichten von Elena und Lila weiterhin gestalten.

 

Titel und Cover:

Der Titel passt wunderbar zum Inhalt, vor allem zu Lila und das Cover spiegelt treffend das italienische Flair der 60er Jahre. Hilfreich war auch, dass zu Beginn eine kurze Zusammenfassung aller Personen und was bisher passiert ist, dargestellt war. Der Roman wurde unter einem Pseudonym geschrieben, wer der bzw. die AutorIn oder Autorengruppe ist, ist nicht bekannt.

 

Mein Fazit:

Mir hat die Fortsetzung „Die Geschichte eines neuen Namens“ noch besser gefallen als der erste Teil „Meine geniale Freundin“. Ich wurde auf alle Fälle wieder vom #FerranteFever angesteckt und warte jetzt schon gespannt und voller Vorfreude auf das Erscheinen der nächsten Teile der Saga.

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(71)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

low carb, kochbuch, lchf, diät, rezepte

Easy. Überraschend. Low Carb.

Bettina Matthaei , Oliver Brachat
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531127
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Das Low Carb Kochbuch beinhaltet Rezepte für eine Diät-Form, die derzeit im Trend liegt. Dadurch, dass Kohlenhydrate weggelassen werden, sollen Abnehmerfolge schneller sichtbar sein. Bettina Matthaei bietet Rezepte für Hauptgerichte, schnelle Gerichte, vegetarische Gerichte und viele alternative Brotrezepte.

 

Meine Meinung zum Buch:

Ob wenige Kohlenhydrate, dafür aber viel Fett – zum Großteil tierisches Fett – tatsächlich eine gesunde Ernährungsform darstellen, sei hintenangestellt, mich konnte das Kochbuch nicht vollständig zufrieden stellen. Was mir sehr gut gefallen hat, sind die Brotrezepte, davon sind wirklich zahlreich Varianten geboten, sodass es nicht eintönig wird und die sich auch gut in den Ernährungsplan integrieren lassen. Das Thema Frühstück wurde eigentlich nur angerissen und bietet kaum Gerichte, sodass es entweder besser ausgearbeitet oder weggelassen werden müsste, meiner Meinung nach. Die vegetarischen Gerichte sind abwechslungsreich und schmackhaft. Bei den „schnellen Gerichten“ hätte ich mir auch mehr Rezepte erwartet, denn dies sind die Gerichte, die man im Alltag am häufigsten isst, die restlichen Fleisch- und Fischgerichte fand ich weder überraschend noch neu und vom Preisniveau auch eher hochpreisig.

 

Titel und Cover:

Das Cover und die Fotos der Gerichte sind sehr hochwertig und aufwändig gestaltet, allerdings finde ich den Titel etwas hochgestochen. Aufgrund von Schlagwörtern wie „Easy“ oder „überraschend“ und „genial“ auf dem Cover waren meine Erwartungen an das Buch ziemlich hoch.

 

Mein Fazit:

Das Kochbuch hatte aufgrund der großen Versprechungen hohe Erwartungen bei mir ausgelöst, diese aber nur teilweise erfüllen können. Es sind relativ wenige neue Rezepte oder Gerichte für „jeden Tag“ dabei, ausgenommen sind hier die Brotrezepte, die sind super!

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(35)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

erziehung, kinder, humorvoll, eltern, zw

Eltern haften an ihren Kindern

Martin Zingsheim
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783548376585
Genre: Humor

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Martin Zingsheim ist Kabarettist und Vater von drei kleinen Kindern. Er erzählt Anekdoten aus seinem Familienalltag mit Kindern ohne den Anspruch als Maßstab oder Ratgeber für andere gelten zu wollen. Das Buch ist in Kapitel gegliedert, die gerne auch durcheinander gelesen werden können. Zusätzlich sind die einzelnen Kapitel gespickt mit Zitaten aus

 

Meine Meinung zum Buch:

Martin Zingsheim schreibt selbst, dass sein Buch kein Ratgeber sein soll und dieses Versprechen hat er auch eingehalten. Interessant fand ich, dass einmal aus Sicht eines Familienvaters geschrieben wird. Mir hat seine lockere Schreibweise teilweise sehr gut gefallen und auch einige Geschichten fand ich zum Schmunzeln, allerdings hat mich das Buch nicht komplett überzeugt. An manchen Stellen fand ich doch recht langatmig und wiederholend bzw. auch nicht so komisch, wie ich es mir von einem Kabarettisten erwartet hätte. Die Kapitel über die pseudoenglischen Geheimbotschaften zwischen Elternteilen und dem Urlaub mit Kindern, habe ich sehr gut nachempfinden können und wurden auch witzig aufgegriffen, wohingegen mir die Themen wie Religiosität und Medien nicht gefallen haben. Die Zitate und die Zeichnungen von Kindern fand ich hingegen wiederum als Bereicherung und Auflockerung.

 

Titel und Cover:

Das Cover finde ich einerseits lustig, aber optisch nicht auffällig oder herausragend. Der Titel hat mich angesprochen, allerdings hat er bei mir falsche Erwartungen geweckt. Unter „Eltern haften an ihren Kindern“ habe ich mir Anekdoten von Helikoptereltern und solchen, die alles perfekt machen wollen und jeden Schritt ihrer Sprösslinge überwachen und dokumentieren, vorgestellt.

 

Mein Fazit:

Nachdem ich einige aktuelle Ratgeber und Nicht-Ratgeber sowie Blogs über das Thema gelesen habe, hat mich Martin Zingsheim nicht ganz überzeugen können und es gibt meiner Meinung nach, witzigere und kurzweiliger Bücher.

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(69)

80 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

vegan, rezepte, diät, kochen, abnehmen

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät

Attila Hildmann , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531318
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Mit „Vegan for Fit 2“ bietet Attila Hildmann ein effektives Diät- und Fitnessprogramm an, das in nur 7 Tagen Erfolg verspricht und zudem gesund ist. Detox steht hier stark im Vordergrund, neben Sport und Bewegung sowie ein vorgegebener Ernährungsplan (Morgens, Mittags, Abends und Shakes) mit Rezepten für 7 Tage, der im Bedarfsfall um weitere 7 Tage erweitert werden kann.

 

Meine Meinung zum Buch:

Ich finde es spannend, dass das Programm mit einer Testgruppe in Form einer Challenge ausprobiert wurde und somit nicht nur theoretisch fundiert ist, sondern auch praktisch erprobt wurde, wenn auch mit einer kleinen Stichprobe von 21 TeilnehmerInnen. Grundsätzlich ist das Buch eher praxisorientiert und die Theorie wird häppchenweise eingestreut, ist aber nicht überwiegend. Die Rezeptvorschläge für die ersten 7 Tage bzw. für die mögliche zweite Ergänzungswoche sind durchwegs sehr lecker, enthalten Lebensmitteln, die auch im Handel erhältlich sind und die Zubereitung hält sich zeitlich im Rahmen. Sie sind auch erstaunlich abwechslungsreich und schmackhaft. Für mich gewöhnungsbedürftig sind Shakes als Frühstück. Da hilft mir am dritten Tag, der als „Durchhänger“ bezeichnet ist, auch der „Mango-Matcha-Spinat-Smoothie nicht darüber hinweg, aber das ist halt Geschmacksache. Etwas enttäuscht bin ich vom Sportprogramm, denn die Übungen sind auf Dauer schon recht langweilig und eintönig. Hier hätte ich mir mehr praktische Tipps erwartet. Das Kapitel ist auch sehr übersichtlich ausgefallen. Zudem finde ich, dass die „Belehrungen“, wie man zu einer besseren Welt beitragen kann, am Ende des Buches nicht sein müssen.

 

Titel/Cover/Grafik:

Mir gefällt an diesem Buch, dass es sehr übersichtlich gestaltet ist: Die Größe ist praktisch und handlich, die Gliederung ist übersichtlich und vor allem der Ernährungsplan ist mit vielen Fotos versehen, die Lust auf Kochen und gesundes Genießen machen. Weniger gut gefällt mir das Titelbild, es erweckt für mich den Anschein, dass das Buch nur für Extremsportler geeignet wäre, was überhaupt nicht der Fall ist. Diese falsche Annahme wird auch durch den Titel noch zusätzlich unterstützt.

 

Mein Fazit:

Obwohl ein 7-Tages-Fitnessprogramm einfach klingt, ist es schon relativ schwierig umzusetzen und in den Alltag zu integrieren. Ich kann die Rezeptideen und das Konzept weiterempfehlen, aber den sportlichen Aspekt finde ich verbesserungsbedürftig.

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(138)

312 Bibliotheken, 33 Leser, 2 Gruppen, 124 Rezensionen

weltraum, kai meyer, hexen, science fiction, raumschiff

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Baroness Iniza wurde von den Hexen auserwählt, der Gotteskaiserin als Braut gebracht zu werden. Gemeinsam mit ihrem heimlichen Geliebten Glanis gelingt ihr eine chaotische Flucht durch die Galaxie. Auch der Kopfgeldjäger Kranit und die ehemalige Schürferin Shara Bitterstern sowie eine Muse sind an manchen Turbulenzen nicht gänzlich unbeteiligt. Inizas Ziel ist es, Noa zu erreichen, den Ort der Piraten, an dem ihr Onkel Fael regiert.

 

Meine Meinung zum Buch:

Für mich ist „Die Krone der Sterne“ ein völlig neues Leseerlebnis, da ich mich erstmals an Fantasy herangewagt habe. Auch wenn ich zu Beginn schon etwas länger gebraucht habe, bis ich mich in die Charaktere, aber vor allem in den galaktischen Örtlichkeiten und mit den neuen Begriffen zurechtgefunden habe, muss ich zugeben, dass ich es keineswegs bereue.

Die Charaktere sind völlig unterschiedlich und wandeln sich auch innerhalb der Geschichte, sodass für jede/n LeserIn jemand dabei ist, den man interessant finden und mögen muss. Einzig Glanis ist, obwohl er technisch visiert, konzentriert und schlau ist, noch ein wenig blass und geht neben den starken Persönlichkeiten etwas unter. Die Muse ist für mich eine positive Bereicherung – sie ist nicht Mensch und nicht ganz Maschine und somit überhaupt nicht einschätzbar.

Meine Kritikpunkte sind, dass es für meinen Geschmack etwas zu actionreich war, vor allem da die Kampfszenen auch sehr detailliert beschrieben wurden und dann auch noch Iniza und Shara miteinander kämpfen mussten. Hier hätte es für mich etwas weniger sein können, dafür mehr an Hintergrundinformationen, warum Iniza so handelt oder auch über die Gotteskaiserin, die meiner Meinung nach, trotz ihrer bedeutenden Funktion, zu kurz gekommen ist.

Sehr gut gefallen haben mir die unerwarteten Wendungen. Immer wenn man das Gefühl hatte, dass jetzt einmal Ruhe einkehrt und die Geschichte ruhig dahinplätschern könnte, kam ein überraschender Plot oder eine Wende und ich war von der Geschichte wieder komplett eingenommen und gefesselt.

Der Schluss ist nicht endgültig und in sich abgeschlossen, sondern offen gelassen, sodass man am liebsten sofort den nächsten Teil weiterlesen möchte.

 

Titel und Cover:

Der Titel ist recht vage gehalten und verrät noch überhaupt nicht, worum es im Buch geht. Das Cover ist optisch sehr ansprechend und strahlt schon eine gewisse mystische Atmosphäre aus. Die goldenen Elemente heben sich, wenn man das Buch kippt, vom Untergrund ab und insgesamt wirkt das Cover in echt noch viel schöner als auf der Abbildung.
Den gelben Werbeaufkleber finde ich störend, da er ablenkt und nicht ins Bild passt - kann man aber einfach abziehen.

 

Mein Fazit:

Leider ist das Buch genau an der Stelle zu Ende, wo die Charaktere sympathisch wurden und es so richtig spannend geworden ist. Es schreit quasi nach einer Fortsetzung!

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(68)

85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

rom, thriller, serienmörder, mord, krebs

Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

In Rom herrscht seit Wochen Regenwetter und ebenso düster ist auch die Stimmung in der Polizeistation. Ein Täter, der sich selbst als Schatten bezeichnet, lässt Menschen auf brutale Weise ums Leben kommen, schickt mysteriöse Nachrichten an einen ehemaligen Journalisten und lässt die Leichen genau nach seinem ausgeklügelten Plan, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, wieder auftauchen. Das Team um Profiler Enrico Mancini, der Experte für Serienmorde ist, arbeitet auf Hochtouren und kommt dem Täter immer näher, aber die Zeit rennt ihnen auch genauso schnell davon.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert, indem Orte, Personen und sogar einfache Handlungen bis ins kleinste Detail beschrieben werden. An manchen Stellen hat es mir gut gefallen, vor allem, wenn es um die Beschreibung von Örtlichkeiten und Landschaften geht, aber manchmal war es schon zu viel, sodass der Lesefluss gestört wurde. Vor allem bei einem Thriller erwarte ich mir, dass die Spannung konstant hochgehalten wird, dies war hier nicht immer der Fall. Es gab starke Schwankungen und zwischendurch Passagen, die zu langatmig waren. Die Charaktere fand ich allesamt nicht richtig sympathisch und auch zu unpersönlich und oberflächlich. Einerseits kann ich Mancinis Trauer über seine verstorbene Frau gut nachvollziehen und auch verstehen, warum er in gewissen Situationen ausrastet, aber es war teilweise schon einen Tick zu viel. Die Idee mit den Handschuhen fand ich gut, dass er Alkoholabhängig ist, ist wiederum ein gängiges Klischee, das schon so oft bedient wurde, dass es quasi zum Standardermittler gehört. Ebenso finde ich die Staatsanwältin mit ihrer Geheimniskrämerei eigenartig. Warum verheimlicht sie mit allen Mitteln ihren Sohn? Wieso dürfen nicht einmal ihre engsten Teamkollegen davon wissen? Und wie schafft sie es als alleinerziehende Mutter, die tage- und nächtelang durcharbeitet, dies mit einem Kind im Schulalter zu managen? Dies war für mich unglaubwürdig und überzogen. Dass der alte Professor als Berater einbezogen wurde und die Gespräche mit ihm fand ich als Bereicherung. Die Gedankengänge des Täters sowie die Auswahl seiner Opfer und seine Vorgehensweisen fand ich äußerst spannend, sowie den Bezug zu Mancini am Ende auch. Dies habe ich noch nirgendwo auf ähnliche Weise gelesen.

 

Titel und Cover:

Ich finde, dass das Cover einerseits zum Inhalt des Buches passt: Es ist düster, verregnet und die Stimmung ist drückend. Auf der anderen Seite ist es aber auch etwas unscheinbar, sodass ich nicht sicher bin, ob mir das Buch, in einer Buchhandlung ins Auge gesprungen wäre. Glaube, eher nicht. Der Titel passt gut, dass der Täter ein „Schatten“ ist, kommt im Buch mindestens 20 Mal vor, vielleicht auch öfter.

 

Mein Fazit:

Mich hat der „Schattenkiller“ nicht durchgehend gefesselt, es waren sehr spannende Passagen, aber dann wieder sehr langatmige, detaillierte Durststrecken, was ich bei einem Thriller nicht haben möchte. Nachdem es sich um ein Debüt handelt, bin ich mir sicher, dass der Autor bei seinem nächsten Thriller noch eine Schippe draufpacken kann und dann würde ich auch den zweiten Teil gerne lesen.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Geliebte, der Mann, dessen Frau und die zwei Söhne.

Valerie Springer
Flexibler Einband
Erschienen bei Berger & Söhne, Ferdinand, 02.01.2013
ISBN 9783850285810
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Fanny hat eine besondere Gabe, sie ist eine Zeit-Zauberin, außerdem hat sie einen IG (= Imaginärer Gesprächspartner) und eine besondere Art zu lieben und von anderen geliebt zu werden. Zuerst hat Fanny eine Affäre mit Nikolaus, der mit Sylvie verheiratet ist und mit ihr zwei erwachsene Söhne namens Max und Moritz hat. Zeitgleich verliebt sich Fanny auch in Max, obwohl sie nicht weiß, dass er der Sohn von Nikolaus ist und ab diesem Zeitpunkt geraten alle Gesetze für Zeit und Raum außer Kraft.

 

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch ist wirklich anders geschrieben und aufgebaut als alle anderen Bücher, die ich bisher gelesen habe. Die Autorin macht bewusst, gleich wie Fanny, Zeitsprünge und wechselt die Erzählperspektive zwischen den einzelnen Personen. Zwischendurch gibt es Einschübe, die als Erklärung dienen und als „Eine Belanglosigkeit“ bezeichnet werden, obwohl sie nicht belanglos sind. Fanny hat auch die Gabe, die Zeit stillstehen zu lassen. Zwischendurch stellt man sich als Leser immer wieder Fragen, wie „Was wäre anders, wenn…“ oder „Was würde sich ändern, wenn…“ zB. Fanny dies oder jenes anders gemacht oder nicht gemacht hätte. Es wäre die ganze Geschichte anders verlaufen.

Ein paar schöne Zitate habe ich mir auch herausgeschrieben:

„Sie war lebendig, in der Leblosigkeit.“ (S. 105)

„…ist Zeit betrüblich relativer, als Einstein sich das wohl dachte.“ (S. 108)

„Der Schmetterlingseffekt der Chaostheorie besagt, dass kleinste Abänderungen der Ausgangssituation eine qualitativ veränderte Entwicklung innerhalb eines Systems bewirken.“ (S. 148)

 

Titel und Cover:

Der außergewöhnliche Titel hat mich sofort angesprochen, obwohl ich selbst eigentlich viel lieber kurze und prägnante Titel bevorzuge. Da Cover passt auch ganz gut zum Inhalt, da es unscharf und undeutlich ist und somit mehr Spielraum für eigene Interpretationen lässt.

 

Mein Fazit:

Mir hat diese völlig andersartige Geschichte sehr gut gefallen und von mir aus hätte sie gerne noch weitergehen können!

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

2016, eltern-sein, nina massek, humor, ratgeber

Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs: 20 wunderbare Flunkereien, die Eltern das Leben erleichtern

Nina Massek
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.11.2015
ISBN 9783442158645
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Nina Massek beschreibt in 20 Kapiteln, die auch gerne durcheinander oder einzeln gelesen werden können, ihre Erfahrungen mit „Notlügen“ mit ihren eigenen und ihr bekannten Kindern. Die Themen reichen von Haustieren, Spielplatz, Einkaufen mit Kindern bis zu Urlaub und Autoritätspersonen. Nina Massek gibt keine Ratschläge, sondern berichtet aus ihrem Alltag und manchmal sind die Geschichten auch mit einem Augenzwinkern zu lesen und nicht ganz ernst gemeint.

 

Meine Meinung zum Buch:

Mir gefällt an dem Buch die lockere Schreibweise der Autorin und auch, dass sie sich selbst nicht immer zu ernst nimmt. In manchen Situationen hat man das Gefühl, dass man sich mit Nina Massek bei einem lockeren Tratsch im Café befindet und sie aus ihrem ganz normalen Chaosfamilienalltag mit kleinen Kindern berichtet. Bei manchen Themen musste ich schmunzeln und konnte mich auch selbst gut wiedererkennen, z.B. bei den Bügelperlen, die überall im Haus wiederauftauchen, nur nicht da wo sie sein sollten oder auch wenn es um das gerechte Aufteilen von Diskutieren über Nahrungsmitteln geht, obwohl eigentlich immer genügend davon vorhanden ist. So wurde bei uns auch schon diskutiert, warum ein Kind ein größeres Pausenbrot mitbekommt und nachgemessen (ok, wirklich 1 cm), so viel Zeit muss sein, auch wenn man schon spät dran ist und dann hat man Erklärungsbedarf. Sehr gut kenne ich auch die Frage, wann wir endlich da sind, obwohl wir erst losgefahren sind, aber dafür ist uns leider auch noch kein Geheimrezept eingefallen. Die Kleiderfrage sehe ich hingegen ziemlich entspannt, da mache ich mir keinen Stress, was Kinder für den Kindergarten anziehen möchten, da kann es auch gerne ein Sommerkleid im Winter, dann halt mit dicken Strumpfhosen und T-shirts darunter sein. Was mir nicht so gefallen hat, ist, wenn man als Elternteil offensichtlich lügt, z.B. wenn man beim Naschen erwischt, dann sollte man das auch zugeben, denn Kinder merken das und wir wünschen uns ja auch von ihnen, dass sie ehrlich sind, auch wenn es unangenehm ist, was es zu erzählen gibt. Und als Elternteil darf ich auch einmal etwas nicht wissen und das zugeben oder die Kinder auf später vertrösten oder wir sehen gemeinsam nach, einfach eine Geschichte zu erfinden, finde ich nicht gut. Ich glaube aber, dass Nina Massek ein bisschen überspitzt formuliert hat und manche Gespräche in allen Familien mit Kindern auf ähnliche Weise geführt werden und vorkommen, nur alle erzählen dies nicht so frei und ehrlich.

 

Titel und Cover:

Auch wenn der Untertitel „20 wunderbare Flunkereien, die Eltern das Leben erleichtern“ einen Ratgeber-Charakter hat, so ist das Buch definitiv kein Ratgeber. Das Cover finde ich recht unscheinbar gestaltet, es könnte durchaus mehr Farbe oder und Grafik vertragen. Ich weiß nicht, ob mir das Buch in einer Buchhandlung aufgefallen wäre, glaube aber, eher nicht.

 

Mein Fazit:

Nachdem ich in letzter Zeit einige Bücher und Blogs zu diesem Thema gelesen habe, muss ich sagen, dass mir „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“ im Großen und Ganzen ziemlich gut gefallen hat.

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177 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

thriller, entführung, psychothriller, trauma, helen callaghan

Dear Amy - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest

Helen Callaghan , Heike Reissig
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 10.01.2017
ISBN 9783426654200
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Margot Lewis arbeitet als Lehrerin und betreut gleichzeitig die Kolumne „Dear Amy“ bei einer Zeitung, in der sie hilfesuchenden Jugendlichen Ratschläge erteilt oder Kontakte zu Hilfestellen vermittelt. Als Katie Browne, ein Mädchen ihrer Schule spurlos verschwindet, bekommt Margot fast zeitgleich einen anonymen Brief, der mit Bethan Avery unterschrieben ist, einem Mädchen, das vor fast 20 Jahren ebenfalls spurlos verschwunden und nicht wiederaufgetaucht ist. Margot, die gerade in Scheidung lebt, ist persönlich stark in den Fall involviert, sodass sich dies zudem negativ auf ihre psychische Erkrankung auswirkt.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Psychothriller ist toll aufgebaut, sodass man zu Beginn leicht und einfach mit den Charakteren vertraut wird und auch gut in den Lesefluss hineinkommt. Mit der Zeit wird er immer mysteriöser und fesselnder, sodass man ihn kaum aus der Hand legen kann und quasi in einem Rutsch lesen kann. Bei Margot spürt man, dass sie Dinge aus ihrer Vergangenheit verdrängt oder verschweigt und dies schlägt sich auch auf ihre Gefühlsebene nieder. Zwischenzeitlich verliert man als Leser das Gefühl dafür, wen man vertrauen kann und wer ein falsches Spiel spielt. Die Geschichte der beiden vermissten Mädchen und auch die Parallele zu einem Entführungsfall, der vor 20 Jahren geschehen ist, sowie die Wiederaufrollung finde ich sehr interessant. Ebenfalls spannend finde ich, dass über Margots Vergangenheit erst im Laufe des Buches immer mehr Details bekannt werden und auch, dass Margot selbst nicht so leicht durchschaubar ist.

 

Titel und Cover:

Das Cover ist aufgrund der Kontrastfarben schwarz und neongrün sehr auffällig und modern und spricht auch eine jüngere Zielgruppe an. Der englische Titel samt Untertitel gefällt mir sehr gut

 

Mein Fazit:

Ich kann für „Dear Amy“ eine absolute Leseempfehlung für Leser, die Psychothriller lieben, aussprechen. Mich hat das Buch gefesselt, sodass ich es kaum weglegen konnte – ein Psychothriller ganz nach meinem Geschmack!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

schweden, schären, vergangenheit, erste liebe, eis

Heimwärts über das Eis

Gunilla Linn Persson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783458361879
Genre: Romane

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

„Heimwärts über das Eis“ beinhaltet zwei Handlungsstränge: Einerseits wird rückblickend in das Jahr 2014 die Rückreise einer Gruppe Jugendlicher über das Eis und das damalige Unglück, das das gesamte Inselleben bis dato verändert, geschildert. Der zweite Handlungsstrang handelt von Ellinor, die ihr gesamtes Leben einsam und traurig auf der Insel verbracht hat. Nach der Rückkehr ihrer Jugendliebe auf die Insel verändert sich ihr Leben von Tag zu Tag ein klein wenig.

 

Meine Meinung zum Buch:

Was mir am besten gefallen hat, ist die bildhafte Sprache und die poetische Ausdrucksweise der Autorin. Es wurden Plätze, Personen und die Natur lebhaft und treffend beschrieben und trotzdem bleibt zwischen den Zeilen sehr viel Raum für eigene Gedanken und eigene Interpretationen. Sehr gelungen finde ich auch die Wandlung von Ellinor, wie sie sich von einer traurigen, frustrierten, lustlosen älteren Dame durch das Aufkeimen ihrer Gefühle für Herrmann, ihrer damaligen Jugendliebe, wiederfindet und ihr Leben reflektiert und verändert. Vor allem Ellinors Schicksal und ihr täglicher Überlebenskampf ist herzergreifend. Obwohl die beiden Erzählstränge bewusst langsam aufgebaut werden und weniger an aktiven Handlungen passieren, passiert sehr vieles auf der emotionalen und zwischenmenschlichen Ebene, sodass das Lesen ein wahrer Genuss ist. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir in den letzten wenigen Kapiteln das Interaktionstempo dann zu schnell wurde, und es nicht so gut zum restlichen Aufbau des Buches passte. Ohne den Schluss verraten zu wollen, war es für mich zu schnell, zu viel, zu surreal.

 

Titel und Cover:

Der Titel hat mich sofort angesprochen und er passt auch wirklich perfekt zum Handlungsstrang aus dem Jahr 1914, bei dem die Jugendlichen ihre Rückreise über das Eis antreten. Am Cover gefallen mir das typisch skandinavische Motiv und die Farbgestaltung. Was mir nicht so gut gefällt, ist der Schriftzug, da er etwas überdimensioniert ist und auch zwischen dem Namen der Autorin und dem Titel kein Unterschied in der Schriftgröße oder Schriftart erkennbar ist.

 

Mein Fazit:

„Heimwärts über das Eis“ kann ich all jenen empfehlen, die Romane mit weniger aktiven Handlungen, dafür aber umso mehr Lebensgeschichten, Schicksale, Natur, Poesie und eigenen Gedankengängen mögen.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, mord, psychothriller, stuttgart, buch

Dafür wirst du büßen

Guido Kniesel
Flexibler Einband: 258 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.12.2016
ISBN 9781540484017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Der Horrorschriftsteller Karl Baumann hat nach dem dramatischen Autounfall, bei dem seine Frau Mara ums Leben gekommen ist, eine Schreibblockade. Aus finanziellen Gründen muss er nun endlich sein aktuelles Werk „Love Body“ in Angriff nehmen und dafür recherchiert er in diversen Online Dating-Agenturen. Nach seinem ersten katastrophalen Date gerät er unerwartet in Mordverdacht und kommt für ein paar Tage ins Gefängnis. Dafür schreibt sich sein neues Buch quasi wie von selbst.

 

Meine Meinung zum Buch:

Mir hat die Buch-in-Buch Geschichte sehr gut gefallen und es war für mich auch aufgrund der unterschiedlichen Schriftarten immer gut erkennbar ob es sich um die Geschichte von Karl oder um Anna handelt. Durch die abwechselnden Handlungsstränge wird die Spannung konstant aufrechterhalten und ich habe das Buch ziemlich schnell verschlungen. Für mich hätten es durchaus auch noch gerne 100 Seiten mehr sein können. Mit der Zeit nähern sich die beiden Erzählstränge von Karl und Anna immer weiter an und man erkennt die Parallelen immer deutlicher. Ebenfalls verstricken sich beide immer mehr in fast ausweglose Situationen. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist, dass das Ende von Annas Geschichte noch einmal umgeschrieben wurde, denn mit dem ersten Ende wäre ich nicht zufrieden gewesen, mit dem Jetzigen kann ich gut leben. Bei Karls Geschichte hat mich gestört, dass ich bis zum Schluss über den Unfallhergang im Unklaren geblieben bin, vor allem, da es häufiger angesprochen wurde und am Ende bestimmt noch einen spannenden Platz gefunden hätte.

 

Titel und Cover:

Der Titel klingt sehr vielversprechend und macht neugierig. Das Cover ist optisch interessant gestaltet, sodass man das Schattenspiel erst auf den zweiten Blick erkennt. Außerdem liegt das Buch durch den weichen, geschmeidigen Einband sehr gut in der Hand.

 

Mein Fazit:

Auch wenn es meiner Meinung nach eher ein Thriller als ein Psychothriller war, kann ich für das Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen!

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

krebs, familie, berlin, großmutter, krankheit

Im Sommer wieder Fahrrad

Lea Streisand
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 18.11.2016
ISBN 9783550081309
Genre: Romane

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Lea ist 30 Jahre alt, lebenslustig und steht mitten im Leben – bis sie plötzlich erfahren muss, dass sie an Krebs erkrankt ist. Die Autorin beschreibt den Umgang mit ihrer Krankheit, mit Höhen und Tiefen. Gleichzeitig gedenkt sie ihrer verstorbenen Großmutter, indem sie durch ihre intensive Beschäftigung mit den Hinterlassenschaften in Form von Bildern und Briefen „Mütterchen“, wie sie von allen genannt wurde, wieder lebendig werden lässt.

 

Meine Meinung zum Buch:

Lea Streisand hat eine sehr mitreißende Art zu schreiben, sodass ich das Buch quasi in einem Rutsch gelesen habe und kaum weglegen konnte. Trotz der ernsten Themen, war es schön, das Buch lesen zu dürfen und auch die negativen Seiten zu erfahren. Lea Streisand schreibt mal humorvoll, mal zynisch, mal frech – treffend, wie es für die Situation gerade passt. Super gelungen finde ich die Idee, dass sie zwei Lebensgeschichten in einem Buch verpackt hat: Einerseits ihre Erfahrungen und ihr Umgang mit ihrer plötzlich aufgetretenen Krebserkrankung und auf der anderen Seite die Erinnerungen an ihre verstorbene Großmutter, die in ihrem Leben als Schauspielerin und Regieassistentin sowie während der Kriegsjahre sehr viel erlebt hat. Beide Lebensgeschichten ergänzen sich so gut und vor allem die Erinnerung an ihre Großmutter gibt Lea während ihrer Zeit der Krankheit und der Chemotherapie sowie danach Kraft und Stärke.

 

Titel und Cover:

Den Titel habe ich schon von Beginn an sehr schön gefunden, wenn man dann mitten im Lesen ist, erfährt man auch die tiefere Bedeutung und dann ist er wirklich sehr treffend und gelungen. Am Cover gefällt mir die Farbe, die mich persönlich gleich angesprochen hat und das Foto von Mütterchen.

 

Mein Fazit:

„Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ein Buch mit einem wunderschönen Titel und beschreibt das wahre Leben mit Höhen und Tiefen von damals und heute, sodass ich eine klare Leseempfehlung aussprechen muss!

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199 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

cornwall, thriller, minen, stiefmutter, weihnachten

Stiefkind

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516621
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Rachel hat den alleinerziehenden, vermögenden Anwalt David Kerthen nach einer kurzen Kennenlernphase geheiratet und ist nach Cornwall in das abgeschiedene Anwesen der Kerthens gezogen. Nachdem David unter der Woche in London arbeitet und lebt, versucht sich Rachel mit ihrem achtjährigen Stiefsohn Jamie anzufreunden und gleichzeitig mehr über die lange Familientradition der Kerthens herauszufinden. Jamies Mutter Nina ist erst vor kurzem bei einem tragischen Unfall an den Klippen gestorben, ihre Leiche wurde nicht gefunden. David ist sehr häufig abwesend, Jamie ist schwer traumatisiert und Rachel fühlt sich immer weniger wohl in ihrem Anwesen, sodass sie bald schon an ihrer eigenen Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln beginnt.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Psychothriller hat mir vom Spannungsaufbau, abgesehen von einer kleinen Schwäche zu Beginn des Buches, sehr gut gefallen. Eine gewisse Unruhe ist über das gesamte Buch hinweg zum Greifen spürbar. Man merkt auch, dass der Autor zusätzlich als Reisejournalist tätig ist. Die Beschreibung der örtlichen Begebenheiten ist so bildhaft und detailliert, dass man das Gefühl hat, sich an Cornwalls Küste zu befinden, auch wenn ich selbst noch nie dort war. Die Charaktere sind alle schwierig zu durchschauen, sodass man bis zum Schluss hin- und hergerissen davon ist, wer nun durch seine Visionen den Bezug zur Realität verliert. Gerade dadurch war es aber interessant und man wird als Leser zusätzlich durch das Zählen der Tage bis Weihnachten, durch die Geschichte gehetzt. Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt, hier wird die Geschichte schon recht unrealistisch und überzogen.

 

Titel und Cover:

Der Titel ist sehr prägnant und treffend, sodass ich mich sofort angesprochen gefühlt habe. Auch das Cover ist ein Hingucker und passt auch perfekt zum Inhalt des Buches.

 

Mein Fazit:

Der Psychothriller macht seinem Genre alle Ehre und zusätzlich gibt es noch eine traumhafte Beschreibung der Landschaft, wie in einem Reisebericht.

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

schweden, rassismus, krimi, mord, tom stilton

Die Strömung

Cilla Börjlind , Rolf Börjlind , Christel Hildebrandt
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei btb, 08.03.2016
ISBN 9783442753956
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 

Kurze Inhaltszusammenfassung:

In Schweden passieren kurz hintereinander grausame Morde an kleinen Kindern, was die Ermittlungsarbeit der Polizei auch aufgrund des öffentlichen Interesses erschwert und die Verantwortlichen unter Druck setzt. Olivia Rönning arbeitet trotz persönlicher Bedrohungen weiter am Fall und sogar der ehemalige Ermittler Tom Stilton wird hinzugezogen um möglichst rasch Erfolge erzielen zu können. Auch die Ereignisse aus der Vergangenheit und die Verschwiegenheit der betroffenen Personen erleichtert das Lösen des Falles nicht.

 

Meine Meinung zum Buch:

Obwohl „Die Strömung“ bereits der dritte Kriminalroman mit Olivia Rönning ist und ich die beiden vorangegangenen Teile nicht gelesen habe, hatte ich absolut keine Schwierigkeiten hineinzufinden. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass mir inhaltlich etwas fehlt, da der aktuelle Fall in sich abgeschlossen ist. Dass zwei Autoren an dem Buch geschrieben haben finde ich als absolute Bereicherung. Der Krimi ist sehr geradlinig aufgebaut, er ist durchgehend spannend und flüssig zu lesen – und das obwohl er über 500 Seiten hat. Allein bei der Auflösung des Falles ganz zum Schluss konnte man als Leser schon erahnen, wie die Dinge aus der Vergangenheit mit den aktuellen Geschehnissen zusammenhängen und war nicht mehr ganz so überrascht. Die Thematik finde ich sehr interessant und auch die Verknüpfung von vergangenen Ereignissen mit der Gegenwart war eine Bereicherung. Auch die Charaktere wirken authentisch und sympathisch, sodass ich gerne noch mehr von ihnen lesen möchte und mir schon einmal den ersten und den zweiten Teil besorgt habe.

 

Titel und Cover:

Das Cover wirkt sehr hochwertig und düster und verheißt Unheil, wie es sich für einen spannenden Krimi gehört. Der Titel lässt noch nicht erahnen, wie er zum Inhalt passt.

 

Mein Fazit:

Das Buch ist absolut spannend von der ersten bis zur letzten Seite (und das sind nicht wenige), sodass ich mir jetzt auch die beiden Vorgängerkrimis besorgt habe und mich schon auf das Lesen freue.

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112 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

entführung, thriller, roman, kindesentführung, kinder

The other Girl

Maggie Mitchell , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 26.02.2016
ISBN 9783471351123
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Lois und Carly May werden im Alter von zwölf Jahren entführt und in einer Jagdhütte gefangen gehalten. Dort beginnt eine Freundschaft zwischen den beiden Mädchen, die sie ein Leben lang begleitet, auch wenn sie sich nach ihrer Freilassung nicht mehr sehen dürfen. Zwanzig Jahre danach ist Lois Universitätsprofessorin und veröffentlicht ein Buch über die damaligen Geschehnisse und Carly May ist eine alkoholabhängige, erfolglose Schauspielerin, die ein Drehbuch über die damaligen Ereignisse vorgelegt bekommt – und somit kreuzen sich die Lebenswege von Carly May und Lois ein zweites Mal.

 

Meine Meinung zum Buch:

Die Autorin Maggie Mitchell beschreibt sehr detailliert, für meinen Geschmack schon etwas zu genau und am Anfang hatte ich gewisse Schwierigkeiten in das Thema hineinzufinden. Das Buch hat mich nicht von Anfang an gefesselt, ich musste erst mit den Charakteren, die abwechselnd aus ihrer jeweiligen Perspektive die Ereignisse schilderten, warm werden. Zudem hätte die Schriftgröße etwas größer ausfallen können. Die Thematik fand ich sehr spannend. Vor allem, dass die beiden Mädchen „freiwillig“ mit ihrem Entführer mitgegangen sind, ohne Aufstand und ohne Fluchtversuche bei ihm geblieben sind, finde ich erstaunlich. Etwas gefehlt hat mir, wie das soziale Umfeld mit dem Verschwinden der Mädchen umgegangen ist, wie haben sich die Eltern gefühlt, usw. Diese Sichtweise hätte das Buch für mich spannender gemacht, denn es war zwischenzeitlich etwas langatmig. Das Thema hätte auf alle Fälle noch Potenzial für eine spannendere Umsetzung geboten.

 

Titel und Cover:

Das Cover finde ich optisch wunderschön und auch sehr passend zum Inhalt des Buches. Dass der Titel in englischer Sprache ist, mag ich normalerweise nicht so gerne, in diesem Fall passt es aber ganz gut und ist stimmig.

 

Mein Fazit:

Kein schlechter Debütroman von der Autorin, allerdings hätte er noch viel spannender sein können. Das Thema hätte noch mehr Potenzial geboten.

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

thriller, schweden, mord, spannung, psychothriller

Aroma des Todes (Hochspannung 15)

Jacob Nomus
E-Buch Text: 125 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 18.02.2016
ISBN 9783732519842
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Sylvia bekommt anonym ein Buch zugeschickt, in dem beschrieben wird, wie sie angeblich ihren Freund Matts, von dem sie seither nichts mehr gehört hat, ermordet hat. Nachdem Sylvia unter Gedächtnislücken leidet und gewisse Ereignisse aus ihrer Vergangenheit aufarbeiten muss, ist ihr oft nicht bewusst, was Realität und was Wahnvorstellungen sind. Dadurch ist es für sie auch schwierig herauszufinden, wem sie vertrauen kann. Ihre Mitbewohnerin Anna setzt sich sehr für sie ein und kümmert sich fürsorglich um sie, ihr Vater verfolgt eine andere Strategie, ihr Freund Matts ist spurlos verschwunden und ihre Mutter ist schon während ihrer Kindheit verstorben.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Autor hat das Buch sehr spannend aufgebaut, sodass in sehr schneller Abfolge rasch viele Ereignisse passiert sind. Aufgrund der kurzen, übersichtlichen Kapitel lässt sich das Buch auch extrem zügig – nahezu in einem Schwung – lesen, für meinen Geschmack schon zu schnell. Dadurch kommen auch nicht so viele Details und Wendungen im Laufe des E-books vor und für mich als Leser war relativ schnell klar, wer hinter der Verwirrung in Sylvias Leben stecken muss. Für einen Thriller war mir auch etwas zu wenig „thrill“, für mich war es eher ein etwas oberflächlicher Krimi. Ich glaube, dass der Autor das Thema, das zweifellos sehr interessant ist, noch konkreter und genauer ausarbeiten hätte können um einen wirklich spannenden Krimi oder Thriller zu erhalten.

 

Titel und Cover:

Der Titel passt in Anbetracht von Sylvias „Therapie“ zur Traumabewältigung sehr gut, ebenfalls auch die Schnecke, die auch eine tragende Rolle spielt.

 

Mein Fazit:

Gewisse Teile des Thrillers hätten durchaus noch weiter ausgebaut werden können und es hätte auch etwas mehr an „thrill“ vorkommen dürfen, damit das E-book meinen Geschmack trifft.

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

hemingway, biografie, f. scott fitzgerald, 1920er jahre, cote d'azur

Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

Emily Walton
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783992001521
Genre: Biografien

Rezension:

Kurze Inhaltszusammenfassung:

F. Scott Fitzgerald verbringt mit seiner Frau Zelda und der vierjährigen Tochter Scottie den Sommer an der Küste in Südfrankreich. Dort möchte er ohne Ablenkung an seinem Roman arbeiten und zugleich aufgrund der Währungsvorteile Geld sparen. Sein voriger Roman „Der große Gatsby“ war nicht ganz so erfolgreich wie erhofft und deshalb musste er sich mit Kurzgeschichten sein Leben finanzieren. Doch auch in der Abgeschiedenheit des französischen Dorfes lässt Fitzgeralds Arbeitseifer zu wünschen übrig, zu groß ist auch hier die Ablenkung durch Freunde, Partys, Alkohol und durch seine kränkelnde Frau.

 

Meine Meinung zum Buch:

Die Autorin Emily Walton hat es geschafft, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich als Leser sofort in die 1920er Jahre hineinversetzt fühlt. Zum Teil hat man sogar das Gefühl, inmitten einer Autobiografie von F. Scott Fitzgerald geraten zu sein. Zudem beschreibt die Autorin sehr eindrucksvoll Fitzgeralds Alkoholexzesse und die damit verbundenen Dummheiten, die er anstellt. Nachdem auch noch weitere Künstler wie Ernest Hemingway ins Spiel kommen, wird die Geschichte inhaltlich noch runder und dadurch aufgewertet. Auch die wechselnden Freundschaftsbeziehungen sowie die Paarbeziehungen der Eheleute untereinander werden ausführlich und authentisch beschrieben. Im Epilog wird das weitere Leben der einzelnen Charaktere weiterverfolgt und kurz geschildert. Insgesamt bietet das Buch eine etwas andere Leseerfahrung, die für meinen Geschmack gerne etwas länger hätte ausfallen können.

 

Titel und Cover:

Der Titel klingt sehr interessant und Neugierde erweckend – und das obwohl er ziemlich lange ist und ich eigentlich kürzere Titel bevorzuge. Einzig das fehlende Komma im Titel stört. Das Cover wirkt hochwertig und ist optisch sehr an den Stil der 1920er Jahre angepasst. Es zeigt eine Strandpromenade in Südfrankreich, somit passt es ausgezeichnet zum Inhalt des Buches.

 

Mein Fazit:

Ich kann eine absolute Leseempfehlung für Literaturinteressierte, aber auch für Einsteiger abgeben.

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