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schattenjäger, liebe, fantasy, vampire, dämonen

City of Fallen Angels

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.11.2011
ISBN 9783401065595
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mareike vor der Veröffentlichung des Buches: Yeah, ein neues Mortal Instruments-Buch! Okay, eigentlich war City of Glass ein gutes Ende, eines, das dir tatsächlich mal gefallen hat, obwohl du immer ziemliche Probleme mit letzten Bänden hast (Breaking Dawn verdrängt hat und das mit Eragon vier wahrscheinlich später auch tun wird). Aaaaaber Cassie Clare, eine deiner liebsten Autorinnen, würde niemals bei MI weiterschreiben, wenn sie keine Hammeridee zum Storyverlauf hätte!

Mareike, als sie das Buch auspackt: Hm, sieht irgendwie mickrig aus neben den anderen und das Cover ist echt auch in live ziemlich hässlich. Aber hey, wieviele Bücher haben ein super hässliches Cover und sind der Knaller? an die Hassliste denkt und sich damit aufbaut

Mareike beginnt zu lesen: Oookay, irgendwie hast du jetzt kaum das MI-Feeling. Woran liegt das? Ja genau, wahrscheinlich daran, dass du krank bist! Cassie würde nämlich niemals diese Bücher schreiben, wenn sie nicht das Zeug dazu hätten, ein unterhaltsamer Knaller zu werden …

Mareike jetzt: Wie es aussieht, würde die gute Cassie doch …

Enthält leichte bis mittlere Spoiler!

Genauso war mein Weg bis zu dieser Rezension. Ich liebe Cassandra Clare, wirklich, sie zählt zu meinen Lieblingsautoren, aber City of Fallen Angels ist nur so zu beschreiben: ein 424 Seiten starker, hin und wieder unterhaltsamer Zeitraub!
Aber ich fange mal von vorne an, schließlich sollt ihr verstehen, wie es zu dieser Rezension kommen konnte. Rollen wir das Feld also wie gehabt von vorne auf …

Inhaltlich soll es hierum gehen (Klappentext Simon und Schuster):
The Mortal War is over, and sixteen-year-old Clary Fray is back home in New York, excited about all the possibilities before her. She's training to become a Shadowhunter and to use her unique power. Her mother is getting married to the love of her life. Downworlders and Shadowhunters are at peace at last. And—most importantly of all—she can finally call Jace her boyfriend.
But nothing comes without a price.
Someone is murdering Shadowhunters, provoking tensions between Downworlders and Shadowhunters that could lead to a second, bloody war. Clary's best friend, Simon, can't help her. His mother just found out that he's a vampire and now he's homeless. Everywhere he turns, someone wants him on their side—along with the power of the curse that's wrecking his life. And they're willing to do anything to get what they want. Not to mention that he's dating two beautiful, dangerous girls—neither of whom knows about the other one.
When Jace begins to pull away from her without explaining why, Clary is forced to delve into the heart of a mystery whose solution reveals her worst nightmare: she herself has set in motion a terrible chain of events that could lead to her losing everything she loves. Even Jace.

Love. Blood. Betrayal. Revenge. The stakes are higher than ever in City of Fallen Angels.

Der Inhalt, wie er tatsächlich ist:
Clary ist zurück in New York. Eigentlich sollte sie dazu ausgebildet werden, eine Shadowhunterin zu sein, aber bei ihrem Training – das zwar „total selten“ von Jace abgehalten wird, aber irgendwie gleichzeitig IMMER“ – geht es nur darum mit ihrem Trainer rumzumachen.
Simon – jetzt sexy durch den Edward-Vamp-Code – kann sich vor Ischen nicht mehr retten. Was macht der sympathisch-nerdige-neu-Vampir dann also: zweigleisig fahren. Rischtiiig! Und weil er jetzt so, so viel Macht hat, brauchen ihn alle auf ihrer Seite. Okay, eigentlich nicht alle. Raphael will ihn nicht, die Shadowhunter trauen ihm nicht, weil er eben ein gemeiner, niederer Downworlder ist und ja gut. Aber sonst finden ihn alle ganz doll supi.
Clary könnte Jace mal ihren festen Freund nennen, wenn sie nicht totale Minderwertigkeitskomplexe hätte und er sich nicht benehmen würde wie ein totaler Vollidiot – genau, ein wenig so wie Edward-“Ich-heule-immer-rum,-weil-ich-hab-dich-ja-sowas-von-nicht-verdient,-weil-du-soviel-besser-bist-als-ich“-Cullen. Jace benimmt sich also daneben, und Clary fällt dann irgendwann eine 'gar nicht' weit hergeholte oder fadenscheinige Ausrede Erklärung dafür ein, dass das, was mit ihm passiert, nicht seine Schuld ist. Denn sonst würde er ja noch viel mehr rumheulen (wie das gehen soll, fragen wir uns hier aber lieber nicht!).
Ach, und die Shadowhunter werden auch noch umgebracht, aber wen interessiert das schon, wenn Jace und Clary RUMMACHEN können? Genau, niemanden, nicht einmal sie selbst!

Kommt angeblich vor:
Love – ja, die wird ausgeschlachtet. Big-time, sag ich mal.
Blood – das muss fließen, immer her damit!
Betrayal – äh ja, irgendwie so kann man das nennen, aber das liest sich eben als allererstes voll dramatisch.
Revenge – Okay. Wenn eine Dummheit wiedergutmachen zu wollen auch als Revenge bezeichnet werden kann, dann stimmt das sogar! Hah, ist doch mal 'ne gute Trefferquote!

Meine Meinung:
Man könnte jetzt langsam doch merken, dass City of Fallen Angels mich nicht so ganz überzeugen konnte. Zum einen liegt es daran, dass schon in der Zusammenfassung Dinge angesprochen werden, die kaum oder gar keine Rolle darin spielen. Schlimmer noch, das wären die interessanten Handlungsstränge gewesen!
Ich mochte die ersten drei Bände wirklich sehr. Und obwohl ich oft ein Problem mit letzten Bänden habe und City of Glass mich von der Handlung her kaum überrascht hat, habe ich dieses Buch geliebt. Alles wichtige wurde abgeschlossen und so, dass ich damit sehr zufrieden war. Wieso schreibt man dann als Autor weiter , habe ich mich gefragt?
Als erstes vielleicht, weil die Charaktere noch etwas Wichtiges zu erzählen haben. Schauen wir uns mal an, wie sich das in CoFA gestaltet:

Simon hat jetzt das Sexy-Vampire-Mojo, heißt: er kann Jede haben (außer Clary). Was macht er also, versucht auch direkt die zu bekommen, die zur unmittelbaren Verfügung stehen. Izzy und Maia. Beides tolle Mädels, die aber tatsächlich so daneben sein sollen, dass sie das nicht mitbekommen. Merkwürdig, aber das kann auch den besten Frauen passieren. Geben wir Simon hier noch die kleine Ausrede, dass er unerfahren ist und wahrscheinlich selbst nicht so genau wusste, was er nun für die zwei fühlt. Den spannenderen Teil stellt sowieso seine „Gabe“ dar, dessen Auswirkungen wir in CoFA sehen. Dass das Ganze jedoch ein zweischneidiges Schwert ist, also auch für Simon, laut Prophezeiung, eine negative Seite haben soll, wird mal unter den Tisch gekehrt. Das ist aber noch gut, denn es geht noch schlimmer.

Denn Clary versucht sich derweil, sehr selten und eher schlecht als recht, als Shadowhunterin. Die meiste Zeit hat sie nämlich nur drei Hauptbeschäftigungen:

1. Mit Jace rummachen.
2. Jammern, weil sie sich einfach gar nie überhaupt nicht vorstellen kann, warum so ein mega-toller-Hecht wie Jace ausgerechnet mit ihr zusammen sein will.
3. Und generell wegen allem anderen zu heulen, was so geschieht und total mega-super-traurig und aufwühlend ist, oder eben sein soll.

Aber wenn ihr denkt, das ist das Schlimmste, habt ihr euch geirrt. Jace fehlt nämlich noch. Unser sprücheklopfender, vor Sarkasmus triefender Supershadowhunter (was nicht einmal böse gemeint ist) hat nämlich eine, nein zwei neue Lieblingsbeschäftigungen. Ob es daran liegt, dass er zuviel Zeit mit Clary verbracht hat, oder er frustriert ist, weil sie eben nie über das Rummachen hinauskommen, sei mal dahingestellt. Denn Jace findet rumheulen jetzt nämlich auch ganz toll! Neben seiner zweiten Lieblingsbeschäftigung (ja richtig!) mit Clary rummachen und dann schnell wegrennen.

Wenn diese brisanten und interessanten Charakterentwicklungen das Schreiben von CoFA schon rechtfertigen, was untermauert das dann noch?
Genau, ein bahnbrechend genialer, epochaler Plot, den man wie die Nadel im Heuhaufen suchen muss, um trotzdem nicht fündig zu werden, weil eben kein wirklicher Plot vorhanden ist. Richtig gehört. Nicht nur die Charaktere müssen sich dämlich verhalten und die Entwicklungen, die sie in den ersten drei Bänden durchgemacht haben, wieder zunichte machen oder schlichtweg mal kurz vergessen (ja, hier ist Clary gemeint!). Nein, auch der (nicht vorhandene) Plot muss dran glauben.
Also haben wir schon zwei Superzutaten zu einem Megabestseller wie CoFA zusammen. Fehlt aber noch eine große, wichtige Zutat: Der Bösewicht. Hier muss man als Autorin jetzt aber auch richtig gewieft sein, damit die Fans geschockt sind. Was macht man also? Hah, ich nehme einfach einen der ausgelutschtesten bösen Charaktere, die es in Bezug auf Dämonen und Unterwelt gibt und gebe ihm dann noch einen total dämlichen Grund, um mal richtig böse in CoFA zu sein. Damit die Leser aber noch mehr geschockt werden, verstricke ich das am besten mit der noch offenen Geschichte eines anderen Charakters und Simsalabim, wie von Zauberhand sind alle Superzutaten zusammen, CoFA ist fertig.

Aber das reicht noch nicht für Cassandra Clares „Wie-backe-ich-den-CoFA-Bestseller-Kuchen?“- Rezept. Hier und da müssen noch ein paar Kleinigkeiten eingestreut werden. Kontinuitätsfehler - denn hey, es ist eben verdammt schwer sich die ganzen Haarfarben von so vielen verschiedenen Charakteren zu merken, da passiert es dann auch mal öfter, dass man sich nicht zwischen schwarz, braun und hellbraun entscheiden kann. Coca-Cola ist seit neuestem rot und blau, lasst das aber bloß niemals Pepsi erfahren, denn die könnten etwas dagegen haben. Und tatsächlich gibt es noch weitere Hightlights. Ja, damit kann das Buch noch aufwarten:

Jace – wie alt ist er nochmal? So um die 17 – war noch nie in einem Supermarkt! Genau, sehr glaubwürdig. Shadowhunter essen eben auch anders. Wahrscheinlich erlegt Izzy die Zutaten für ihre schrecklichen Gerichte vorher nochmal schnell mit der Peitsche, anstatt in den Supermarkt an der nächsten Ecke zu gehen – ist auch zu einfach für einen Shadowhunter.

Um einen neuen Charakter einzuführen und dessen Identität erstmal geheimzuhalten, gibt man ihm am besten einen schwachsinnigen Namen. Simsalabim, habe ich den nächsten Schockmoment gezaubert! Und es gibt ja Schlimmeres, man könnte Jace in diesem Buch sein und deswegen dazu verdammt, entweder rumzumachen, wegzulaufen oder zu heulen. Ach, was schreibe ich hier? Jace kann alle drei Sachen und zeigt das auch gerne. Da behält man also besser den miesen Namen ...

Aber die Autorin ist noch nicht am Ende. Um sicherzustellen, dass das nächste Buch auch gelesen wird, saugt man sich noch mehr aus den Fingern, als sowieso schon. Denn ein Buch ohne Über-Cliffhanger ist kein gutes Buch! Egal, wenn das dann alles total weit hergeholt ist. Und wenn, passe ich den Rest einfach an die Schluss-Absurdität an – kann halt auch eine Taktik sein.

Als Zugabe, sozusagen die Kirsche auf der Sahne:
Die Verknüpfungen zu der Infernal Devices-Reihe sind dilletantisch eingebaut und sollen es wahrscheinlich auch sein, damit auch der dümmste Leser rallt, was hier gesagt werden will. Nicht nur das, sie nerven regelrecht. Zumindest haben sie das bei mir getan. Denn in CoFA wird so oft erwähnt, angedeutet, eingeworfen oder fallengelassen, das William Herondale, DER William HERONDALE, der Held ist, ich an Wills/Cassies Stelle hätte Komplexe und Angst davor die geschürten Lesererwartungen nicht zu erfüllen.

So eine Szene mal von mir als Beispiel nachgestellt:

Von mir nicht mit Namen genannter Charakter: Ui, kannst du dich noch an den alten Herondale erinnern, Magnus? Dieser Will war der hellste Stern am Shadowhunter-Himmel, nicht wahr?

Magnus: Oh hallo, klar kann ich mich noch an damals erinnern. An diesen Jungen, der aussah wie Alec. Oh ha, waren das Zeiten!

Alec später: Lebt der Typ noch, der so aussieht wie ich und kann er Regenbögen aus seinem Hintern schießen? Denn mir kommt es so vor, als wäre er so toll, dass er das könnte. Schließlich reden immer alle über ihn.

Magnus: Sieh mal, glitzernde Regenbogenhosen, Alec!

Alle drei: Ja, damit meinen wir und die Autorin nur eines: Kauft euch Clockwork Prince!

Ähnlich toll sind die „Andeutungen“ zu Will gemacht. Obwohl ich mir hier ein wenig "künstlerische Freiheit" genommen habe.
Was mich wirklich ärgert ist allerdings, dass ich mir nichts vorstellen kann, das diese Erwähnungen rechfertigen würde. Aber ich räume Cassie hier die Möglichkeit ein, mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Nun aber mal zu den wenigen guten Dingen an dem Buch:
Ich will nämlich nicht den Anschein erwecken, dass alles an diesem Buch schlecht ist. Simons Story ist durchaus interessant, wenn Cassandra Clare noch den Dreh hinbekommt, sie auch so zu schreiben und die Schwerpunkte richtig setzt. Generell ist er mir als Charakter - außer bei dieser Sache mit den Mädels - noch sympathischer geworden und ich bin ihm gern durch die Geschichte gefolgt. Auch er und Jace zusammen waren lesenswert und sehr unterhaltsam. So komisch sich das anhört, aber in den Szenen mit Simon zeigt Jace meiner Meinung nach mehr von der arrogant-sarkastischen Seite, die man in den ersten drei Bänden von ihm kennengelernt hat.
Isabelle ist einer der weiblichen Charaktere, die nicht die ganze Zeit heulen oder einem Typ hinterherschmachten. Sie hat gezeigt, was in ihr steckt und ich bin gespannt auf ihre weitere Entwicklung.
Alec und Magnus, sowie auch Luke kamen zumindest vor, auch wenn es ein wenig mehr hätte sein können. Auf der anderen Seite ist das bei Nebencharakteren, vielleicht auch von einem Fan dieser drei, zuviel verlangt.

Mein Fazit:
Es tut mir wirklich in der Seele weh, denn ich wollte dieses Buch mögen. Doch je mehr ich darüber nachdachte, um diese Rezension zu schreiben, desto mehr Unzulänglichkeiten sind mir aufgefallen, über die ich persönlich einfach nicht hinwegsehen kann.
City of Fallen Angels ist ein halbgarer Auftakt-Versuch von Cassandra Clare ihre Mortal Instruments Reihe um drei weitere Bände zu verlängern. Leider konnte er mich NICHT überzeugen.

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Fester Einband: 580 Seiten
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Cassandra Clare , Franca Fritz und Heinrich Koop (Übersetzer) ,
Fester Einband: 721 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2009
ISBN 9783401061344
Genre: Fantasy

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Cassandra Clare , Franca Fritz (Übers.) , Heinrich Koop (Übers.)
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Genre: Fantasy

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Cassandra Clare , Franca Fritz (Übers.) , Heinrich Koop (Übers.)
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2008
ISBN 9783401061320
Genre: Fantasy

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