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585 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 39 Rezensionen

vampire, liebe, dragos, tavia, fantasy

Erwählte der Ewigkeit

Lara Adrian , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.08.2012
ISBN 9783802583858
Genre: Fantasy

Rezension:

Das 10. Buch der Midnight-Breed-Serie, „Erwählte der Ewigkeit“ geschrieben von Lara Adrian beginnt genauso spannend und actionreich, wie das vorherige endete. Ein großer Gegenschlag mit Heimatverlusten auf Seiten des Ordens bildet einen gelungenen Auftakt. Auch wenn das Augenmerk überwiegend auf den Hauptpersonen Sterling Chase und Tavia Fairchild liegt, fällt frühzeitig auf, dass die Autorin der Beschreibung über die Lebensverhältnisse einiger Ordenskrieger und die allgemeine Lebenssituation im neuen Hauptquartier viel mehr Raum lässt als bisher. So zum Beispiel tragen Lucan´s Angst Gabrielle ein Kind zu schenken, sowie die Fürsorge und Patenzeremonie der frisch gebackenen Eltern, Dante und Tess, genauso dazu bei, dass der Leser einen ganz neuen Eindruck vom Orden bekommt, wie die Weihnachtsbaumaction von Nikolai für die kleine Mira und der stetig anwachsenden Zahl der Ordensmitglieder in Form von Stammesgefährtinnen und Kindern. Der ganze Orden wächst von einem Buch zum nächsten immer mehr als Familie zusammen und lässt die Handlungen und Gedanken der einzelnen Mitglieder dadurch viel menschlicher wirken, sehr gegenteilig vom ursprünglichen Ordensgrundgedanken.
Mit Sterling Chase und Tavia Fairchild hat sich Lara Adrian zwei interessante, charakterstarke und von der Vergangenheit belastete Akteure ausgesucht.
Die beiden lernen sich nicht gerade unter einem guten Stern kennen und haben mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, bis sich ein zartes Band aus Vertrauen und Zuneigung bildet und das ein oder andere gefährliche Erlebnis sie zusammen schweißt. Chase hat viel mit seiner Blutgier zu kämpfen, während Tavia ihr neues Ich akzeptieren und kontrollieren lernen muss.
Überhaupt hat sich die Autorin mit Tavia, etwas neues, in der Geschichte unvorstellbares und nie vorher da gewesenes ausgedacht. Tavia´s Geheimnis zu ihrem äußerst interessanten Wesen gilt es zu lüften und mit jeder gelesenen Seit kommt man dieser Enthüllung näher.
Auch die Weiterentwicklungen von Jenna und ihren neuerdings mysteriösen Träumen sind sehr aufregend im Zusammenhang zu sehen.
Viele offene Fragen aus den älteren Büchern laufen in verzweigten Handlungssträngen allmählich zusammen.
Auch für die „Gewaltjunkies“ unter den Lesern gibt es einiges, denn Dragos scheint sich dem Orden überlegen zu fühlen und spielt beinahe offensiv. Er wirkt in seinen Ansichten größenwahnsinnig und grausam, was zum Rest des Buches und der entstehenden Liebe zwischen Tavia und Chase einen passengen Kontrast abgibt.
Zum Ende des Buches gibt es endlich den lang ersehnten, großen Knall. Dragos setzt dem bisherigen Kampfgeschehen die Krone auf und die Opferzahlen steigen in atemberaubende Höhen.
Die gesamte Situation gerät völlig außer Kontrolle.

Wer bei dem erbitterten Kampf letztendlich den längeren Atem oder die bessere Titanmunition hat, erfahrt ihr auf 457 unglaublich aufregenden Seiten.

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(74)

184 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, vampire, blutkristall, berlin, morgan

Der Blutkristall

Jeanine Krock
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 01.10.2009
ISBN 9783866081154
Genre: Fantasy

Rezension:

Vivianne Causantín ist eine geborene Vampirin und damit eine Seltenheit in der Vampirwelt. Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, muss ihre Identität um jeden Preis geheim bleiben. Aus diesem Grund fungieren ihre eigentlichen Brüder Asher und Kieran in der Öffentlichkeit als ihre Liebhaber. Vivianne ist jedoch nicht der einzige Schatz in der Familie. Seit vielen Jahren zählt der Blutkristall, ein magisches Juwel mit großer Macht, das einst dem Feenvolk gehörte, zu ihrem Besitz und Vivianne wurde von ihrer Familie zur Wächterin bestimmt. Als sie eines nahenden Morgens von einem Pariser Club in ihre Wohnung zurückkehrt, findet sie einen Fremden und eine blutende (fast) Leiche vor und muss mit Schrecken feststellen, dass der wertvolle Kristall gestohlen wurde. Ihre Brüder einzuschalten, die sie nur für unfähig halten würden, fällt ihr im Traum nicht ein und so bleibt ihr nur eine Wahl, die Hilfe des Fremden, der sich als Morgan vorstellt, anzunehmen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Suche nach dem Kristall mit Verfolgungsjagt-Charakter, die sie schließlich von Paris bis nach Berlin führt. Dort angekommen überschlagen sich die Ereignisse. Nicht nur das ihnen der ominöse Dieb immer wieder entwischen kann zerrt an den Nerven, auch ein Besuch beim Stadthalter ist fällig, der alles andere als positiv und ehrlich wirkt. Neben dem geben ihr auch Sebastian, ein zwiespältiger Typ und Cyron, den Vivianne bereits aus Paris kennt, viel Stoff zum Nachdenken. Noch mehr denkt sie jedoch an Morgan und ihre Gefühle für ihn werden immer intensiver. Da er sie ständig aus gefährlichen Situationen rettet, in die sie sich dank ihrer Eigensinnigkeit, selbst manövriert hat, kommt sie ihm dadurch unweigerlich näher.

Jeanine Krock´s lebendiger und flüssiger Schreibstil gibt das Tempo durch die handlungsintensive Geschichte an und bringt den Leser dazu sich ganz und gar auf die Emotionen, Geheimnisse und Stimmungen im Buch einzulassen. Ihre detailierten Beschreibungen der Städte Paris und Berlin wirken sehr realitätsnah und bildlich.
Auch ihre Personen weisen die unterschiedlichsten Charakterzüge auf und gewähren dem Leser einen tiefen Einblick in ihre jeweilige Persönlichkeit. Einige von ihnen sind von Geheimnissen und Rätseln umgeben, die es zu lösen gilt. Cyron der mysteriöse Barkeeper ist einer davon genau wie Nabrah, Viviannes Beschützer in Rabengestalt.
Die humorvollen Dialoge zwischen Morgan und Vivianne lockern die gesamte Stimmung auf und brachten mich das ein oder andere Mal zum Lachen. Besonderer Reibungspunkt der beiden war Viviannes überspanntes Modebewusstsein und ihr Hang zur Dramatik in diesem Punkt. Man spürt jedoch deutlich ihre Veränderung vom anfangs naiven Modepüppchen zum mehr nachdenkenden, verständnisvollerem Vampir. Auch wenn das Hauptaugenmerk in diesem Teil nicht auf der Romanze der beiden Hauptprotagonisten, sondern auf der Suche nach dem Blutkristall liegt, gibt es Momente in denen es zwischen Vivianne und Morgan heftig knistert und sie sich der anziehenden Wirkung des anderen nur zu deutlich bewusst sind.
In der Geschichte am meisten überrascht hat mich Cyron der mit seinen Enthüllungen am Schluss noch mal alles auf den Kopf stellt und die ganze Geschichte in ein anderes Licht rückt.
Insgesamt kann ich dieses Buch mit bestem Gewissen weiter empfehlen!

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(123)

234 Bibliotheken, 1 Leser, 19 Gruppen, 60 Rezensionen

vampire, blut, england, familie, liebe

Die Radleys

Matt Haig , Friederike Levin
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 19.08.2010
ISBN 9783462042337
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Familie, die für Außenstehende so normal wie jede andere Familie ist, hütet ein unglaubliches Geheimnis. 17 Jahre lang sind sie erfolgreiche, abstinente Vampire, bis sich an einem einzigen Wochenendes alles schlagartig ändert.
Die Kinder Clara und Rowan wussten, ja ahnten nicht mal etwas von ihrem angeborenen inneren Ich, geschweige denn von der Existenz des Vampirs im Allgemeinen. Als Clara an einem ganz gewöhnlichen Freitag, einen Mitschüler in Notwehr aussaugt und tötet, wird Mutter Helens schlimmster Alptraum Wirklichkeit. Vater Peter und ihr bleiben nun keine andere Wahl mehr, sie müssen mit der Sprache rausrücken und eine Lösung für die Leiche finden. Denn die Devise von Abstinenzlern lautet: Bloß NICHT auffallen.
Peters Bruder Will, ein praktizierender Vampir ohne Moralvorstellungen, scheint da die letzte Hoffnung zu sein. Ein großer Fehler wie sich im Laufe der Handlung herausstellt. Denn die Probleme fangen mit Onkel Will erst richtig an. Helens kleine „perfekte“ Welt bricht in sich zusammen und alles läuft aus dem Ruder. Will verführt die Familie - bis sich alles nur noch um Blut dreht. Ein Ausweg aus dem ganzen Schlamassel scheint aussichtslos...

Matt Haig ist bereits in vielen Genres vertreten und trifft mit seinem neuesten Werk den Geist der Zeit. Seine Charaktere sind alles andere als perfekt und obwohl sie zum Teil als Freaks abgestempelt werden, macht sie gerade diese „Menschlichkeit“ zur sympathischsten Familie unter den Vampiren. Sie haben ganz normale "menschliche" Schwierigkeiten und Beziehungsprobleme, die sich im Verlauf der Handlung immer weiter zuspitzen und in einer Art Explosion entladen. Dadurch wird die entscheidende Wende eingeleitet und die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht erhalten.
Auch die Unwissenheit des Lesers zu Beginn, bezüglich der Vergangenheit von Peter, Helen und Will hält Überraschungsmomente bereit.
Als Leser kann man sich in die Charaktere hineinversetzen und ihre Gedankengänge, Ängste, Wünsche und Hoffnungen nachempfinden. Sie wirken durch und durch realistisch und überzeugen in ihrer Beschreibung.

Der Schreibstil des britischen Autors ist sehr bildlich und witzig. Die zum Teil komischen Situationen, in die die Romanfiguren gerieten, konnte ich mir wie in einem Kopfkino vorstellen. Besonders die sarkastischen Bemerkungen und sein britischer Humor sind die blutroten I-Tüpfelchen auf der Geschichte. Das Buch ist aber nicht nur amüsant sondern regt auch zum Nachdenken an.
Der Roman ist ein vergnüglicher Lesespaß, der sämtliche Themen, wie Eheprobleme, Fremdgehen, Verbrechen und Mord, die erste Liebe und die Folgen von lang gehüteten, düsteren Familiengeheimnisse anschneidet.
Auf jeden Fall zu empfehlen!!

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(1.017)

1.891 Bibliotheken, 22 Leser, 15 Gruppen, 171 Rezensionen

liebe, engel, lucian, hamburg, fantasy

Lucian

Isabel Abedi
Fester Einband: 553 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.09.2009
ISBN 9783401062037
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rebecca ist ein ganz normales 16 jähriges Mädchen und lebt zusammen mit ihrer Mutter Janne und deren Lebensgefährtin Patrizia, genannt Spatz, in der Hamburger Innenstadt.
Während einer traditionellen Ladys Night am Mittwochabend scheint anfangs alles wie immer zu sein. Die drei Frauen entschließen sich endlich einmal den Dachboden auszumisten. Dabei kommen einige Erinnerungsstücke ans Tageslicht, sowie auch ein kleiner, weißer Bär aus Rebeccas Kindheit. Bei diesem Anblick spürt sie plötzlich einen feinen Riss, tief in ihrem Inneren, der ihr Leben komplett verändern wird. Noch in derselben Nacht träumt Rebecca von ihrem eigenen Tod, in einem ihr unbekannten Zimmer. Erschrocken über die Intensität des Traumes, bemerkt sie einen Fremden, der von draußen direkt zu ihr ins Zimmer sieht. Purer Zufall? Oder besteht zwischen beiden Gegebenheiten ein Zusammenhang?
Der fremde Junge scheint Rebecca zu verfolgen, denn er taucht immer wieder in ihrer Nähe auf, doch sie empfindet ihm gegenüber keine Angst. Es ist viel mehr eine tiefe, innere Ruhe, die sie erfüllt sobald sich der Fremde ihr nähert und dennoch schwirren ihr tausend Fragen im Kopf herum, die sie zu lösen versucht.
Lucian, wie er sich bei einem weiteren mehr oder weniger zufälligen Treffen vorstellt, hat keine Erinnerung an seine Vergangenheit und doch weiß er viele Details aus Rebeccas Leben, die er eigentlich nicht wissen kann. Sie scheint sein einziger Anhaltspunkt zu sein. Immer mehr kapselt sich Rebecca von ihrem alten Leben ab um mit Lucian zusammen zu sein.
Doch was ist mit Lucian passiert? Wer ist er? Warum weiß er so viel über Rebecca? Und warum fühlt sie sich in seiner Nähe so geborgen und vollkommen? Was für ein Geheimnis verbirgt sich wirklich hinter dem rätselhaften Lucian?

„Lucian“ ist aus der Sicht eines weiblichen Teenagers geschrieben und richtet sich auch hauptsächlich an diese Zielgruppe. Die Perspektive des Ich-Erzählers baut eine perfekte Bindung zum Leser auf, der sich mit der Situation identifizieren kann. Man steht auf demselben Wissensstand wie Rebecca und löst gemeinsam mit ihr das Rätsel um Lucian auf.
Die umgangssprachliche und alltägliche Erzählungsweise lässt sich leicht und flüssig lesen. Es wurden Gedichte und Textauszüge aus Romanen oder Liedern integriert, zum Teil auch auf Englisch, die die jeweilige Gefühlslage unterstreichen. Isabel Abedis Schreibstil finde ich persönlich sehr bildlich und emotional. Sie beschreibt ihre Charaktere und deren Umgebungen sehr genau und detailliert, sodass sie eine überzeugende Tiefe und Vielschichtigkeit bekommen. Auch die stilistischen Mittel sind sehr gelungen und passend. Die Aneinanderreihung von Worten oder Satzgruppen, als die Gedanken einer Person darzustellen und die verschiedenen Einschübe und Denkanstöße der Philosophen sind sehr authentisch.
Erst zum Ende hin laufen alle verzweigten Handlungsstränge zusammen, sodass die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wird. Man gerät beim Lesen immer wieder auf falsche Fährten, die sich als eine Sackgasse entpuppen und das Geschehen nimmt unerwartet eine plötzliche Wendung, die ein Wechselbad der Gefühle auslöst.
An manchen Textstellen kommen mir persönlich die Tränen. Zum Bespiel als Janne ihre Tochter nach Los Angeles schickt oder auch das Ende, das auf den ersten Blick nicht nach einem Happy End klingt. Und doch war es, wenn man den Kontext betrachtet, das einzig Richtige. Ich hätte mir dennoch ein anderes Ende gewünscht.
Lucian ist eine große Liebesgeschichte, wie sie in meinen Augen nicht romantischer und zugleich tragischer sein könnte.
Die Personen sind keineswegs perfekt. Sie machen Fehler, die menschlich sind und Jedem im Alltag auch passieren können, was die Geschichte realistisch wirken lässt. Selbst den fantastischen Teil kann man im Zusammenhang mit den Erklärungen glauben.
Das Buch ist für mich in sich stimmig und unbedingt zu empfehlen.

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(250)

500 Bibliotheken, 13 Leser, 9 Gruppen, 100 Rezensionen

liebe, magie, fantasy, caster, hexen

Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

Kami Garcia , Margaret Stohl , Petra Koob-Pawis , Margaret Stohl Inc.
Fester Einband: 541 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.08.2010
ISBN 9783570138281
Genre: Fantasy

Rezension:

In einer unscheinbaren Kleinstadt wie Gatlin in den Südstaaten der USA scheint sich seit dem Bürgerkrieg vor 150 Jahren nicht viel verändert zu haben. Für Ethan Wate ist es seit dem Tod seiner Mutter der absolute Horror. Er kommt sich fehl am Platz vor und kann es kaum erwarten nach der Highschool endlich zu verschwinden, als er eines Tages vor dem Mädchen aus seinen immer wiederkehrenden Träumen steht. Lena Duchannes. Seit diesem Tag ist nichts mehr so wie es war und Ethans größtes Abenteuer beginnt. Er freundet sich mit Lena an, verteidigt sie vor der Klasse und den engstirnigen Dorfbewohnern, die sie verurteilen, weil sie die Nichte des mysteriösen und rätselhaften Macon Ravenwood ist. Ethan ist das egal. Die zwei verbringen viel Zeit miteinander, erleben gemeinsam merkwürdige Dinge, stolpern über die Vergangenheit ihrer Vorfahren und verlieben sich. Beide wissen, dass sie etwas Besonderes verbindet, doch Lena hütet ein großes Geheimnis. Sie ist eine Caster, sowie alle aus ihrer Familie. An ihrem 16. Geburtstag soll sie berufen werden. Ob auf die dunkle oder lichte Seite, kann sie selbst nicht bestimmen, so scheint es jedenfalls. Ethan allein gibt ihr die Kraft an das Gegenteil zu glauben, doch Ihr Geburtstag rückt näher, die Lage spitzt sich zu und Lenas Angst wächst stetig. Die Geschichte ihrer Vorfahren scheint sich zu wiederholen. Ob sie auch das gleiche Ende nehmen wird? Kann Lena ihrem Schicksal entfliehen oder es doch selbst in die Hand nehmen? Wird ihre und Ethans Liebe sie beschützen können?

Alles ist aufeinander abgestimmt. Angefangen beim Buchcover, dass mit dem Inhalt perfekt harmoniert und dem englischen Song, der immer wieder im Buch eine Rolle spielt und die Gedanken von Lena wiederspiegelt. Spätestens bei den bildlich dargestellten Stammbäumen bemerkt man das gut durchdachte Konzept. Die Personen- und Umgebungsbeschreibungen sind sehr detailiert und ausführlich. Man hat den Eindruck in diese erschaffene Welt einzutauchen. Auch die Charaktere wirken sehr lebendig und haben alle ihre Eigenheiten. Die Spannbreite reicht von engstirnigen, sturen, an Gewohnheiten gefesselten Dorfbewohnern über schräge und durchgeknallte Eltern bis hin zu liebevollen und sich sorgenden Familienmitgliedern und offenen, mutigen Teenagern. Manche Romanfiguren sind in ihren Verhaltensweisen und Absichten sehr komplex und undurchsichtig, sodass man sich fragt ob sie zu den „Guten“ gehören oder doch heimlich Böses im Schilde führen. So wird die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht erhalten und der Leser immer wieder mit ungewöhnlichen Ereignissen, Rätseln und Geheimnissen konfrontiert. Durch die Perspektive des Ich-Erzählers aus der Sicht Ethans wird eine perfekte Verbindung zum Leser aufgebaut, der sich mit Ethan und dessen Gedanken und Taten identifizieren kann. Man steht die ganze Zeit über auf demselben Wissensstand wie er und versucht die Rätsel um Lena und ihre Berufung, die Visionen und Träume, ihren mysteriösen Onkel Macon Ravenwood, die unterirdische Caster Bibliothek und das mysteriöse Arbeitszimmer von Ethans Vater zu lösen. Dabei wird man immer wieder von unerwarteten Wendungen überrascht oder auf falsche Fährten gelockt und kann das Buch vor Spannung kaum noch aus der Hand legen.
„Sixteen Moons“ die Geschichte einer Liebe, die scheinbar alle Hindernisse überwindet, ist der Auftakt einer wundervollen Buchreihe, die ich nur empfehlen kann. Ich freue mich jetzt schon auf den 2. Teil.

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(93)

243 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 8 Rezensionen

orakel, vampire, liebe, fantasy, anna

Im Bann der Nacht

Alexandra Ivy , Kim Kerry
Flexibler Einband: 463 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.11.2010
ISBN 9783453354913
Genre: Fantasy

Rezension:

Durch den Roman „Im Bann der Nacht“ geistern viele Wesen aus der Fantasy Welt. Mit Vampiren, Feen, Kobolden und Gargylen, sowie einer Göttin, Werwölfin und Sharlot ist für jeden Fantasy-Fan etwas dabei.
Die Geschichte ist mit der sagenumwobenen Legende um Avalon, König Artus und Morgana verknüpft. Die Hauptfiguren Conde Cesar, ein hinreißender Vampir und Anna Randal eine Naturkraft, die das Blut von Artus in sich trägt, begegnen sich zum ersten Mal in einer Nacht, 200 Jahre vor der eigentlichen Geschichte. Cesar verführt die damals unschuldige Anna und trinkt ihr Blut - nicht ohne Folgen. Er wird gezwungen, den mächtigen Orakeln zu dienen, während Anna sich in der Zwischenzeit allein durchschlagen muss. Sie sucht nach Antworten, weil sie nicht versteht, warum sie nach Jahren immer noch jung ist und nicht stirbt. Sie gibt Cesar die Schuld, denn sie glaubt, er hätte sie in irgendetwas verwandelt und sich dann aus dem Staub gemacht.
Nach 200 Jahren erfährt Anna, wo Cesar ist und will ihn zur Rede stellen. Doch trotz allen Vorwürfen, die sie ihm macht, kann sie sich der Anziehung, die von ihm ausgeht, kaum entziehen. Unter der ständigen Angst vor Morgana, die sie verfolgt und tot sehen will, kommen sich Cesar und Anna wieder näher und sie gibt ihr Misstrauen ihm gegenüber auf. Als Anna von Morgana nach Avalon verschleppt wird, wohin Cesar ihr nicht folgen kann, befürchtet er das schlimmste, doch wie durch ein Wunder gelingt Anna das unmögliche...

Dem gemeinsamen Leben von Cesar und Anna scheint nichts mehr im Wege zu stehen, doch Cesar ahnt, dass noch nicht alles überstanden ist, denn bisher hat er Anna eine wichtige Information verschwiegen, die ihr Leben und ihre Zukunft betrifft...

Die Geschichte ist sehr verstrickt und es ist die Aufgabe des Lesers, mit jeder gelesenen Seite die verflochtenen Familienverhältnisse zu entwirren und die Zusammenhänge mit Avalon, Morgana und Artus zu entdecken. Die Spannung wird durch die Entführungen und der vielen Rätsel um Annas Fähigkeiten, ihrer Vergangenheit und Zukunft immer neu aufgebaut. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die witzigen, zum Teil sarkastischen Wortwechsel und Dialoge lockern die handlungsintensive Geschichte auf. Auch die amüsanten Verführungsversuche von Cesar, die Anna zu Beginn der Geschichte gekonnt ignoriert, zaubern ein Lächeln auf das Gesicht des Lesers.
Insgesamt finde ich die Idee, einen Vampir Roman mit einer historischen Legende zu verknüpfen, gewagt aber sehr interessant und Alexandra Ivy hat mit ihrem humorvollen Schreibstil gezeigt, dass die Geschichte, wenn man sie in gewisser Weise abstrakt darstellt, durchaus spannend sein kann. Als kleinen Kritikpunkt würde ich auf das Ende des Romans zusprechen kommen, da einige Fragen unbeantwortet im Raum stehen bleiben.
Nichtsdestotrotz lohnt es sich, diese Roman-Reihe von Alexandra Ivy zu lesen. Das schöne an den Romanen ist, dass sie alle irgendwie zusammenhängen, weil man Freunde, Familien- oder Clanmitglieder aus den vorherigen Bänden schon kennt. Trotzdem macht es nichts, wenn man die Bücher unabhängig voneinander oder auch in anderer Reihenfolge liest. Denn außer den wiederkehrenden Figuren, steht jede Geschichte für sich.

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(340)

728 Bibliotheken, 4 Leser, 8 Gruppen, 47 Rezensionen

vampire, hunter, liebe, orden, corinne

Gejagte der Dämmerung

Lara Adrian , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.07.2011
ISBN 9783802583841
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach scheinbar endlosen Qualen und jahrzehntelanger Misshandlung und Folter wurde Corinne Bishop vom Orden aus Dragos Klauen befreit. Natürlich möchte sie endlich zu ihrer geliebten Familie zurück und wird von Hunter -einem ehemaligen Killer aus Dragos´ perversem Zuchtprogramm- der die Seiten gewechselt hat und nun ein Ordenskrieger ist, begleitet. Leider ist das so heißersehnte Familienwiedersehen eine einzige Katastrophe, denn ihr Stiefvater Victor Bishop hat ziemlich viel Dreck am Stecken und ist an ihrer Entführung vor 75 Jahren nicht ganz unschuldig. In ihrem Vertrauen erschüttert und zutiefst verletzt, geht sie mit Hunter mit um die Person zu finden, die ihr die ganze Zeit über die Kraft gegeben hat, nicht aufzugeben. Doch Dragos scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein und so geraten Hunter und Corinne von einer gefährlichen Situation in die nächste, dabei kommen sie sich unweigerlich näher und der sonst so emotionslose Hunter taut ihr gegenüber auf. Sie finden schließlich bei Savannahs Schwester in den Sümpfen von New Orleans Unterschlupf und Hunter macht sich heimlich allein auf den Weg um seine Mission zu erfüllen. Durch das folgende auf und ab der Gefühle der beiden, wird ihre zarte Liebe zueinander auf die Probe gestellt. Auch beim Orden in Boston geht es drunter und drüber…
Dragos hat mit Hilfe eines GPS-Ortungsgerätes die genauen Koordinaten des Hauptquartiers ermitteln können und setzt zum entscheidenden Vernichtungsschlag an. Chase hat unterdessen den Orden verlassen und scheint der Blutgier zu verfallen…

Ich finde Lara Adrian hat sich mit dem 9. Band der Midnight-Breed-Serie selbst übertroffen. Dramatik und Spannung sind bis zum äußersten ausgereizt. Das spiegelt sich schon in der Wahl ihrer Hauptfiguren wieder. Mit Hunter hat sie einen von Dragos ehemaligen Killern als männliche Hauptfigur, der dem Orden beigetreten ist und nun gegen Dragos kämpft. Hunter wurde bisher immer als unnahbar und emotionslos beschrieben, eine Maschine nur für den Kampf ausgebildet, die eine tödliche Kälte ausstrahlt das man glatt weg Angst bekommen könnte. Das war auch der Grund warum ich nicht gerade ein Fan von seiner Romanfigur war. Einzig und allein sein liebevoller Umgang mit der kleinen Mira machte mich neugierig was möglicherweise hinter seiner Fassade steckt.
Sein weiblicher Gegenpart ist Corinne Bishop, die jahrelang durch Dragos die schlimmsten Momente ihres Lebens durchmachen musste. Aber Folter und Misshandlung haben ihre Grundeinstellung zum Leben nicht getrübt. Umso erstaunlicher scheint der Umstand, dass sich gerade sie in einen von Dragos Killer verliebt. Jeder kann sich sicher die geladene Spannung zwischen ihnen vorstellen und genau an diesem Punkt wendet sich das Blatt. Hunter macht von allen Ordenskriegern die extremste Verwandlung durch. In Corinnes Gegenwart wirkt er oftmals unsicher und zurückhaltend, beinahe schüchtern, was man ihm nie zugetraut hätte. Auch wenn man ihn an manchen Stellen schwer einschätzen kann, fällt auf, dass er bei weitem weniger Macho ist, als die meisten anderen Krieger. Wenn es um seine Gefühle für Corinne geht, steht er nicht so auf der langen Leitung und will sie nicht wahr haben, das macht ihn ebenfalls mehr sympathisch in meinen Augen. Außerdem sehr positiv war, dass man neben der Liebesgeschichte der Hauptpersonen auch eine Menge über die anderen Ordenskrieger erfährt. Besonderes Augenmerk legte die Autorin auf Chase, der eine dramatische Entwicklung ins Negative machte, die mich sehr überrascht hat.
Auch die fortwährende Hintergrundgeschichte um den Krieg zwischen dem Orden und Dragos spitzt sich zu und rückt mehr und mehr in den Vordergrund, denn Lucan und seine Brüder geraten immer mehr in Bedrängnis und wichtige Entscheidungen bestimmen über ihre Zukunft.
Insgesamt ist der Roman wieder wahnsinnig spannend und sehr handlungsintensiv geschrieben, sodass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Einzige Kritikpunkte sind die offenen Fragen um Jenna und ihre Fähigkeiten aus dem vorherigen Buch, die auch weiterhin offen bleiben und das spekulative, offene Ende.
Wir dürfen uns also auf einen mitreißenden, finalen Show-Down freuen.

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