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7 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Polarisiert

Peter Bogardt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei chiliverlag, 29.03.2018
ISBN 9783943292619
Genre: Romane

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(7)

17 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

brandstiftung, ein gelungenes debüt, einzelkind, erste liebe, allein gelassen werden

Der rote Swimmingpool

Natalie Buchholz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 14.05.2018
ISBN 9783446259096
Genre: Romane

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(31)

39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

krimi, korsika, blutrache, familiengeheimnis, gewalt

Das korsische Begräbnis

Vitu Falconi
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426521700
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 „Das korsische Begräbnis“ bringt uns natürlich auf die Insel Korsika. Der Schriftsteller Eric versucht hier die notwendige Ruhe zu bekommen, um seinen Roman endlich fertig schreiben zu können. Ganz nebenbei würde er auch gerne etwas über die Herkunft seiner Familie erfahren. Diese sollte angeblich ihre Wurzeln auch auf Korsika haben.

 

Doch gerade wenn man Ruhe sucht, findet man alles andere. So stolpert Eric direkt in seine Vergangenheit. Er lernt die Macht der Familienclans auf Korsika kennen, aber nicht verstehen. Diese alten, tief verwurzelten Bräuche, Riten und Gepflogenheiten sind ihm fremd und undurchschaubar.

 

Da passt es sehr gut, dass er auf Laurine trifft. Sie weckt sein Interesse beinahe mehr als die Suche nach seinen Wurzeln. Da Laurine auf der Insel aufgewachsen ist, kann sie Eric die Zusammenhänge erklären. Doch wird sie dies auch tun? Ist dieses Wissen für die Gesundheit von Eric überhaupt gut, oder sollte er nur schnell die Insel wieder verlassen?

 

Laurine ist eine moderne, selbständige Frau, die es wagte, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Für das traditionsreiche Korsika etwas ungewöhnliches und befremdliches. Dennoch ist Laurine mit ihrer Heimat tief verwurzelt. Man gewinnt den Eindruck sie befinde sich in zwei Welten. Wird sie sich für eine entscheiden können? Muss sie das überhaupt? Kann sie Eric helfen, Licht in seine Vergangenheit zu bringen, ohne ihm zu schaden?

 

Vitu Falconi gelingt es dem Leser neben der Landschaft auch die Bräuche der Korsen nahezubringen. Dies ist umso spannender, da manches wie aus längst vergangenen Zeiten anmutet. Sein Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen. Auch die Beschreibungen sind bunt und bildhaft, sodass jeder, auch der, der Korsika nicht schon bereist hat, eine innere Vorstellung aufbauen kann.

 

Ich hatte das Buch viel zu schnell ausgelesen; ich wäre gerne noch länger mit Eric und Laurine auf Korsika geblieben. Für mich hat der Kriminalroman alles war eine gute Geschichte braucht – Spannung, Romantik, eine tolle Kulisse und Hintergrundinformation über Land und Leute. Ich kann „Das korsische Begräbnis“ nur weiter empfehlen.

 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

berlin, historischer roman, krimi, meuchelmord, mittelalter

Der gar schaurige Meuchelmord an einem Ratsherrn

Norbert W. F. Meier
Flexibler Einband
Erschienen bei bookshouse, 31.01.2018
ISBN 9789963538508
Genre: Historische Romane

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(12)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kobolde, fähigkeiten, fantasy, fenice abseits des regenbogens, emma blair

Fenice: Abseits des Regenbogens (Regenbogenreihe 1)

Katrina Lähn
E-Buch Text: 306 Seiten
Erschienen bei null, 06.01.2018
ISBN B078VZGCQ3
Genre: Sonstiges

Rezension:

Katrina Lähn entführt uns mit „Abseits des Regenbogens“ behutsam in die Welt Feliccima.

 

Die jugendliche Emma Blair will aus dem Schatten ihres berühmten Vaters treten und arbeitet hart auf ihr Ziel, Journalistin zu werden, hin. Als sich vor ihren Augen ihr Mitschüler Sam in Luft auflöst, gerät ihre Welt ins Wanken. Auch kann sie sich ihre plötzlich aufkeimenden Gefühlen für einen anderen Mitschüler, Alexander, nicht erklären. Emma würde nicht Journalistin werden wollen, wenn sie nicht den Wunsch hätte, solche Geheimnisse lüften zu wollen. Doch bringt sie sich damit selbst und andere in Gefahr?

 

Der Schreibstil von Katrina Lähn ist leicht lesbar. Von Aufbau, Struktur und Stil durchaus für jüngere Leser geeignet.

 

Mir kamen hier allerdings die fantastischen Elemente etwas zu kurz. Als eigenständiges Buch würde es mir nicht überzeugen, auch da zum Prolog eigentlich kein weiterer Bezug mehr stattfindet. Doch da es ja als Auftakt einer Reihe geschrieben wurde, gehe ich davon aus, dass in den weiteren Bänden dieser Aspekt mehr ausgebaut wird.

 

Die Idee des Handlungsablaufs gefällt mir wiederum. Die Charaktere von Emma und Sam sind positiv und sympathisch gezeichnet, wenngleich Emma für ihr Alter etwas reifer sein dürfte. Alexander konnte ich anfangs nicht zuordnen. Er ist mir immer wieder entglitten. Das hat sich im zweiten Drittel dann doch sehr geändert.

 

Zur Bewertung des einzelnen Buches muss ich mich schweren Herzens für 3,5 Punkte entscheiden. Als Fazit kann ich jedoch das Buch jedem empfehlen, der die gesamte Reihe lesen möchte. Auch mich hat die Neugierde gepackt was der zweite Band wohl bereithält.

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(10)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

2018, freunde, liebe, pferd

Pferdefrauen ticken anders

Tina Wolff
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2017
ISBN 9783492501354
Genre: Liebesromane

Rezension:

Einen kurzen, aber wichtigen Abschnitt im Leben von Lisa dürfen wir sie begleiten. Lisa ist Single und eigentlich mit Heinrich, ihrem dicken Kaltblutpferd, und Tom, dem Besitzer des Pferdehofes und der zugleich ihr bester Freund ist, glücklich. Wäre da nicht ihre Freundin Anke, die der festen Meinung ist, Lisas Singledasein wärt nun lange genug.

 

Just in diesem Moment taucht Johannes in Lisas Leben auf. Ein alter Schuldfreund und Lisas ehemalige Jugendliebe. Sind die neu entfachten Gefühle von Dauer, oder nur eine kurze Stichflamme?

 

Tina Wolff gibt uns mit „Pferdefrauen ticken anders“ eine wunderbare Urlaubslektüre in die Hand. Der Roman ist leicht und flüssig zu lesen, von humorvollen und zuweilen chaotischen Szenen durchwirkt. „Nichtpferdefrauen“, wie ich, dürfen sich auf einen kleinen Einblick ins Leben auf einem Pferdehof freuen.

 

Plastisch, bildlich und witzig wird nicht nur Lisas Liebesleben dargestellt, sondern auch die etwas tollpatschige Art von Heinrich. Immer wieder gibt es Szenen, die ihn einfach nur als liebenswert darstellen.

 

Natürlich stehen Lisa und Joe, wie sich Johannes jetzt nennt, im Vordergrund. Doch ist es erfrischend sich nicht nur um das Liebeglück der beiden zu bewegen, sondern auch die eine und andere Nebenhandlung lesen zu können. So ist zB. Lisas Vater der Schuldirektor und kennt auch Johannes aus seiner etwas wilderen Jugendzeit. Genauso dürfen wir uns nach Cran Canaria und nach Schottland entführen lassen.

 

Zum Cover sei noch kurz erwähnt, dass es mir zwar sehr gefällt, aber doch irgendwie zur Geschichte etwas zu jugendlich wirkt

 

Sämtliche wichtigen Charaktere finde ich sympathisch und gelungen. Das Leben von Lisa wirkt weder gekünstelt noch übertrieben, es könnte durchaus eine reale Handlung darstellen. Die Zeit mit Lias war für mich witzig und kurzweilig, auch wenn sich die Protagonisten für einen anderen Weg entschieden, als ich ihn mir für sie vorstellte. In die Sprache fließt manchmal der norddeutsche Dialekt ein, doch auch für mich als Österreicherin kein Problem zu lesen und zu verstehen.

 

 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

erotischer roman, geliebte, geliebter, lust, sex

An meinen Liebhaber

Lily Hunt
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei blue panther books , 28.02.2018
ISBN 9783862777433
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Lily Hunt beschreibt in „An meinen Liebhaber“ die Affäre einer – eigentlich – glücklich verheirateten Mutter zweier Kinder und eines ebenfalls verheirateten Mannes, der seine eheliche Treue schon länger, und immer wieder mit verschiedenen Frauen, nicht so genau nimmt.

 

Anfangs von ihren Schuldgefühlen gehemmt, merkt man im Laufe des Romans wie diese bei der Protagonistin in den Hintergrund treten. Durch zwei Erzählstränge, einmal Gegenwart, einmal fünf Jahr zuvor, können wir gut die Entwicklung der Protagonistin miterleben. Sehr deutlich zeigt dies der Wandel ihrer Sprache. Allerdings ist diese zu keinem Zeitpunkt obszön. Genauswenig lesen sich die Beschreibungen der Sexszenen ordinär oder pornografisch. In sehr klaren und überaus bildhaften Darstellungen werden dem Leser variationsreich und lustvoll die verschiedenen Treffen der beiden dargebracht.

 

In den Gegenwartsabschnitten spricht die Protagonistin ihren Liebhaber direkt an. Dies lässt den Leser noch näher in das Geschehen eintreten und vielleicht genau dadurch kann sich auch das Kopfkino beinahe automatisch einschalten.

 

Natürlich stehen bei einem erotischen Roman die Sexszenen im Vordergrund, dennoch finden wir hier auch eine nette kleine Handlung vor, sodass sich nicht einfach Sex und erotische Treffen abwechseln und aneinander reihen.

 

Das Büchlein, mit seinen nicht ganz 200 Seiten, lässt sich fliesend lesen und liegt durch sein Format leicht in den Händen. Auf die Frage, ob eine Affäre nicht für den Ehepartner demütigend und ihm gegenüber unfair ist, will ich hier nicht eingehen, da dies nichts mit dem Roman zu tun hat und eine Grundsatzfrage für jeden Menschen selbst darstellt.

 

So kann ich zusammenfassend nur positives berichten und eine aufrichtige Leseempfehlung an alle Liebhaber der erotischen Lektüre aussprechen.

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

norwegen, frauenbewegung, 20. jahrhundert, historischer roman, unabhängigkeit

Das Lied des Nordwinds

Christine Kabus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404176434
Genre: Historische Romane

Rezension:

 „Das Lied des Nordwinds“ von Christine Kabus spielt seine ersten Takte im Jahr 1905 an zwei weit entfernten Orten mit zwei Frauen aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten.

 

Ein Erzählstrang startet in Stavanger in Norwegen mit Liv Svale. Sie ist ein junges Mädchen aus der ärmsten Gesellschaftsschicht. Sie wird als Dienstmädchen in die Lehrerfamilie der Treskes gegeben. Mit ihrem Einkommen muss sie ihre Familie zuhause unterstützen.

 

Der zweite Stang beginnt in Schlesien mit Karoline von Blankenburg-Marwitz. Als blutjunges Mädchen war sie so stolz die Frau des Grafen Moritz von Blankenburg-Marwitz zu werden, doch schon bald fühlte sie sich in seinem Stammschloss mehr als Gefangene ihrer Schwiegermutter, denn als Ehefrau.

 

Während Liv im Haushalt der Treskes langsam das Vertrauen des ungeliebten Sohnes Elias gewinnen kann, merkt Karoline, dass ihr Gatte sie nur wegen des Geldes ihres Vaters geheiratet hat. Moritz lebt über seine Verhältnisse und verprasst Karolines gesamte Mitgift.

 

Im Haus der Treskes verkehrt bei einem Heimaturlaub der Missionar Halvor Eik. Schnell fällt ihm die ruhige Liv auf und er beschließt sie als seine Frau mit nach Madagaskar zu nehmen. Liv, als Dienstmädchen ohne wirkliche Rechte, müsste sich glücklich schätzen, dass ein so angesehener Mann sie erwählt. Doch Halvor macht ihr Angst. Unbewusst spürt sie, dass er in ihr nur ein nützliches Arbeitstier sieht. Zeitgleich findet Liv den Beweis, warum Oddvar Treske seinen Sohn so lieblos behandelt, auch droht er seinen Sohn Elias eine Unterbringung im strengsten Erziehungsheim der Gegend für den nächsten Montag an. Liv entscheidet sich mit Elias zu fliehen, auch wenn dies bedingt, dass sie wahrscheinlich Bjarne Morell, einen Mitarbeiter des Museums, nicht mehr wiedersehen wird. Bjarne hat sich in Livs Herz gestohlen und sie fühlt, dass auch sie ihm etwas bedeutet. Doch hat sie keine Möglichkeit ihm vor ihrem Verschwinden eine Nachricht zukommen zu lassen.

 

Karolines Welt bricht zusammen, als Moritz schwerkrank nach Hause kommt. Ihr Geld ist verjubelt, die Schwiegereltern pleite. Sollte Moritz sterben, geht das Schloss an einen verhassten weitschichtigen Verwandten, da die Ehe von Moritz und Karoline kinderlos blieb. Wie trostlos würde ihr weiteres Leben als nur geduldete Witwe – wenn überhaupt – sein? Diese Tatsache lässt Karoline aus ihrer Starre ins Leben zurückkehren. Sie findet einen Hinweis, dass Moritz angeblich ein uneheliches Kind hat. Der fixen Idee, dass dieses Kind ein Junge sein müsse, sie ihn finden und auf das Schloss als rechtmäßigen Erben ihres Mannes bringen will, nimmt in ihrem Kopf immer mehr Gestalt an. Schließlich wagt sie die Reise ins Ungewisse.

 

Wird Liv es schaffen mit Elias unterzutauchen? Wohin wird sie mit ihm gehen? Wie wollen sie überleben? Und Karoline? Hat sie eine Chance dieses Kind überhaupt zu finden? Was, wenn es sich dabei um ein Mädchen handelt? Wird ihr Plan im Keim erstickt?

Die Protagonistinnen Liv und Karoline machen im Roman eine erstaunliche Entwicklung durch. Doch bei beiden wirkt diese natürlich und nachvollziehbar. So ganz nebenbei erfährt der Leser wissenswertes über Norwegens Geschichte und erhält wunderbare Landschaftsbeschreibungen. Was das Cover verspricht, wird im Buch vollkommen gehalten.

 

Die Erzählstränge von Liv und Karoline lösen sich kapitelweise ab. Die bringt zusätzliche Bewegung ins Buch und reizt zum „immer weiter lesen wollen“ an. Von mir gibt es die maximale Punktezahl. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, dabei etwas gelernt und wunderbar den Alltag vergessen können.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

orchideen, reise, china, madagaskar, wissenschaft

Orchis

Verena Stauffer
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 12.03.2018
ISBN 9783218011044
Genre: Romane

Rezension:

Vorweg ein Wort zum Cover von „Orchis“: mit seinen kräftigen Farben der Orchideen und der abgesetzte Hintergrund, etwas überdeckt von der breiten Schrift, gerade so, als ob die Buchstaben etwas verbergen wollen, ist das Cover schon ein Blickfang. Doch wer es zur Hand nehmen kann, wird von der Struktur, aus dem das Papier des Schutzumschlages ist, positiv überrascht sein. Hier kommt „sehen“ und „fühlen“ ganz auf seine Kosten noch bevor man das Buch überhaupt öffnet.

 

Und genauso geht es auch weiter; inneres Sehen und Fühlen werden hier massiv angesprochen durch den – für mich ungewohnten - Schreibstil von Verena Stauffer. Sie beschreibt und erzählt in einer außergewöhnlichen Form und Bildvielfalt. Diese durchaus positiven Eigenschaften eines Schreibstils waren für mich hier leider eher anstrengend zu lesen.

 

Anselm, ein junger Botaniker, auf der Suche nach der schönsten Orchidee im fernen Madagaskar wird dort auch fündig. Und dies in zweifacher Hinsicht. Einmal findet er seine „Königin der Orchideen“ und zum andern trifft er auf Isaac. Seine Gefühle für Isaac dürfte Anselm selbst nicht ganz verstanden habe, sie werden auch nicht direkt angesprochen, nur angedeutet. Ob nun der Abschied von Isaac oder der Verlust seiner Orchidee der Auslöser war, wird ebenfalls nicht konkret dargestellt, jedenfalls, driftet Anselm während der Heimreise per Schiff in eine Art Wahnzustand ab, der ihn zuhause in eine Anstalt zwingt.

 

Nach seiner Entlassung scheint sich sein beruflicher Weg wieder zu stabilisieren. Sein Streben, der Beste zu sein, die einzigartigste Orchidee zu entdecken, treibt ihn aber schon bald nach China. Wird seine Sehnsucht dort gestillt werden?

 

Die doch sehr poetische Sprache lässt die Handlung mehr und mehr in den Hintergrund treten. Ich konnte mich leider nicht damit anfreunden. Wer an sehr gehaltvoller Sprache, an Beschreibungen und Erzählungen mittels farbenfrohen Wortbildern Interesse hat, der wird mit diesem Buch sehr gut beraten sein.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

krimi, krimödie;, astrologie, reihe, ruhrgebiet

Planetenpolka

Lotte Minck
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droste Verlag, 22.02.2018
ISBN 9783770020171
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lotte Minck ruft in „Planetenpolka“ ein neues Ermittlerteam auf den Plan.

Stella, die Astrologin, wird als erste hellhörig. Geht es beim Tod von Cäcilie von Breidenbach um Mord, oder verstarb die alte Dame doch eines natürlichen Todes? Ihr Bauchgefühl und die Sterne lassen Stella sich mit ihrer Vermutung voll Vertrauen an Kommissar Arno wenden. Dieser block allerdings bei der ersten Erwähnung ihres Berufes ab. Doch Stella gefällt ihm. Und irgendetwas könnte vielleicht doch an der Geschichte sein. So beginnt er vorsichtige Nachforschungen anzustellen.

 

Bei weitem nicht so vorsichtig sind Stella und ihr bester Freund Ben, ein Journalist. Die beiden bewegen sich auch mal auf – für Kommissar Arno – unverzeihlich illegalen Wegen, um an Hintergrundinformation zu kommen. Doch schon bald wird klar, dass die Familie von Breidenbach so einiges verbergen will. Auch Mord?

 

Stella, Ben und Arno werden als junges, dynamisches Trio gezeichnet und erfüllen diese Anforderung auch mit Auszeichnung. Im Haus, gemeinsam mit Stella, leben ihre Großmutter Maria, bekannt als Wahrsagerin Madame Pythia und ihrer Mutter Felicitas, der die Berufe der beiden mehr als peinlich sind. Gerade durch diese beiden Trios – einerseits Stella, Ben und Arno, andererseits das Frauentrio – entwickeln die Figuren eine interessante und liebenswerte Beziehung zueinander.

 

Der Einstieg passiert direkt am Beginn der Ermittlung, sodass sofort der Wunsch nach mehr Information geweckt wird. Die notwenigen Rückblicke erhält der Leser auch gleich anschließend. Dadurch zeichnet sich die Situation als kompaktes Gesamtbild, deren Lösung man allerdings nicht sofort erraten kann. Viele Variablen, viele Möglichkeiten und eventuelle Wendungen verstärken den Lesespaß und das Mitraten.

 

Der Krimi ist witzig und flüssig geschrieben, einzelne Szene nehmen den Leser gefangen und lassen ihn das Buch nicht aus der Hand legen. Die Charaktere sind offen und mehrschichtig angelegt, sodass eine Fortsetzung mit ihnen ebenfalls Spaß versprechen darf, auch im Hinblick darauf, dass bei den Beziehungen der Hauptprotagonisten der Entwicklungsweg nicht konkret abgeschlossen scheint.

 

Dieses Buch kann ich all jenen empfehlen, die leichte Krimis in Verbindung mit Humor lieben. Leichte Krimis in Bezug darauf, dass hier nicht die Tat an sich im Vordergrund steht, sondern ob es überhaupt Mord war und wie man dies beweisen könnte. Der Krimifall ist in sich abgeschlossen, die Charaktere bieten die Möglichkeit weiterer Geschichten in dieser Konstellation. Ich hatte einige Stunden beste Unterhaltung mit Stella und Co.

 

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(25)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, bernstein, bernsteinanhänger, erste liebe, bremen

Bernsteinzauber und Liebesglück

Lilli Wiemers
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.03.2018
ISBN 9783956497773
Genre: Liebesromane

Rezension:

Beim Einstieg in „Bernsteinzauber und Liebesglück“ war ich wirklich begeistert und von der Geschichte gefangen.

 

Wir schreiben 1956. Drei junge Freundinnen finden einen Bernstein. Da eine von ihnen wegziehen muss, beschließen sie, daraus einen Anhänger in Herzform schneiden zu lassen und ihn in drei Teile zu teilen. Jede der Freundinnen solle diesen Anhänger solange tragen, bis ihr die wahre Liebe begegnet und ihn dann diesem Menschen schenken.

 

Als jetzt Hanna von ihrer Großmutter diese Geschichte erfährt, beginnt sie die Suche nach der großen Liebe ihrer Großmutter und findet dabei auch, nach Missverständnissen und Problemen, auch ihr Lebensglück. Allerdings ist die Neugierde geweckt, wie es wohl den anderen Freundinnen ergangen ist, die sich irgendwann aus den Augen verloren haben. Und so sucht Hanna nach einer der Freundinnen.

 

Der Roman besteht aus eben diesen drei Geschichten, wie es den ehemaligen Freundinnen mit ihrer wahren Liebe ergangen ist.

 

Für mich haben sich die drei Geschichten mehr oder weniger wiederholt. Nur mit anderen Protagonisten. Grundsätzlich finde ich die Idee dahinter richtiggehend gut. Leider haben sich die drei Geschichten beinahe wiederholt. Mit austauschbaren Protagonisten, dennoch blieb das Muster gleich. So hat sich meine anfängliche Begeisterung leider relativ schnell verflüchtigt. So kann ich nur drei Sterne vergeben.

 

Nimmt man eine Geschichte für sich und baut diese noch etwas aus, kann ich mir durchaus einen wunderbaren Roman vorstellen.

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(28)

44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, flucht, gewalt, ex, februar 2018

Someone for you

Ronja Delahaye
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Forever , 09.02.2018
ISBN 9783958189515
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Someone for you“ zeigt uns eine Seite der falsch verstandenen Liebe, die niemand erleben möchte. Spannend, mitreißend, fesselnd, geschickt erzählt, sind nur vier Attribute die mir schlagartig zu diesem Buch einfallen.


Ronja Delahaye lässt uns mit Liv mitleiden und mitängstigen, wenn sie von ihrem gewalttätigen Ex-Freund Niko wiedereinmal gefunden wird. Dieser verfolgt sie seit zwei Jahren durch die ganze Welt. Ständig fluchtbereit leben zu müssen, hat zur Folge, dass Liv sehr wenig Kontakt zu anderen Menschen aufbaut.


Doch dann tritt Elijah in ihr Leben. Er ist so anders. Berührt etwas in Liv, sodass sie es wagt, sich ihm zu öffnen. Aber auch er scheint etwas zu verbergen. Kann er Liv die Sicherheit und Geborgenheit geben, die sie sich so sehnlichst wünscht?


Als auch hier wieder Niko auftaucht, fällt Liv in ihr geübtes Muster und sie flieht, diesmal aber auch um Elijah vor Niko zu schützen.


Nur kurz währt ihre Flucht, als Niko sie wieder findet. Wird Elijah ihr zu Hilfe kommen können? Gibt es für Liv und Elijah eine gemeinsame Zukunft oder steht zuviel Vergangenheit zwischen ihnen, den auch Elijah hadert mit Entscheidungen die er vor Jahren getroffen hat. Kann er jetzt die richtige Wahl treffen?


Die Autorin erzählt die Geschichte beginnend kurz vor dem Kennenlernen von Liv und Elijah, in der sie aber immer wieder Rückblicke einfließen lässt, sodass wir auch von Liv und Nikos gemeinsamer Vergangenheit erfahren. Seine Gewaltbereitschaft ist durch die gewählten Worte spürbar und lässt beim Leser – zumindest bei mir - Wut aufkommen wie ein Mensch nur soviel Grausamkeiten einem anderen im Namen der Liebe antun kann. Liv hingegen ist die zurückgezogene, ängstliche und doch so starke Persönlichkeit. Manchesmal ist mir ihr Verhalten nicht so recht nachvollziehbar, aber dies stört den Geschichtsfluss und die Leseverständlichkeit nicht.


Mit „Someone for you“ hat uns Ronja Delahaye eine Liebesgeschichte in die Hand gegeben, die durch die verdrehte Anschauung eines Gewalttäters ums Überleben kämpfen muss. Ich finde sie leicht lesbar geschrieben, wenngleich auch manche Passagen bei mir Herzklopfen und eben auch aufsteigende Wut hervorgerufen haben. Ich gebe 4 von 5 Punkten und merke noch an, dass dieses Buch sehr wohl zum Nachdenken anregt.


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(521)

912 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 66 Rezensionen

liebe, frauen, humor, frauenroman, liebeskummer

Mondscheintarif

Ildikó von Kürthy , , ,
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.1999
ISBN 9783499226373
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cora ist verliebt. Und sie wartet. Wartet auf den einen alles entscheidenden Anruf von ihm. Wird er sich melden? Hat sie das Spiel überreizt? Wie lange sich ein paar Stunden anfühlen können!


Als Cora das erste Mal Dr. Daniel Hofmann trifft, ist ihr Aufeinandertreffen eher schmerzhaft - für ihn.


Doch wie heißt es so schön – man trifft sich immer zweimal.


Bei beiden scheint es, als ob Gefühle im Entwickeln sind. Und beide spielen das Spiel „wer darf wen, und vor allem, wann, anrufen“ sehr gut. Vielleicht zu gut?


Cora leidet Höllenqualen während sie auf diesen Anruf wartet.


Wir erfahren den Beginn und die erste Entwicklung von Cora und Daniel in kurzen Rückblicken zwischen den, sehr witzig und unterhaltsam beschriebenen, Höhen und Tiefen des verzweifelten Wartens.


Von so ungefähr: „Der ist es ja gar nicht wert.“, über: „Ich bin zu hässlich für ihn.“ bis hin zu: „Verdammtes Telefon! Läute endlich!“, finden wir die ganze Palette innerhalb kürzester Zeit in Coras Gedanken.


Das relativ dünne Büchlein mit gerade einmal 142 Seiten lässt sich, auch durch den lockeren Schreibstil, leicht und schnell lesen. Die rückblickenden Sequenzen sind gut vom erzählenden Text abgehoben, sodass man immer sofort weiß, ob man in der Gegenwart oder Vergangenheit ist.


Ildikó von Kürthy bringt uns in Mondscheintarif mit uns selbst in Kontakt. Denn, wer kennt dieses Warten nicht auch von sich, zumindest auf die eine oder andere Art und Weise?


Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und durfte einige kurzweilig Stunden mit Cora verbringen.

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(26)

47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

bretagne, liebe, erbschaft, kamelien, betrug

Die Kamelien-Insel

Tabea Bach
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783404176311
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine Ehe, die gar nicht so perfekt ist, wie sie im ersten Augenblick scheint, ein Job, der zu viel Stress verursacht, Werte, die schnellstens überdacht werden wollen. Das sind ein paar der Zutaten zur Geschichte über „die Kamelien-Insel“, bzw. eigentlich über ihre Besitzerin Sylvia.

 

Sylvia, eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, hat sich selbst versprochen, nie mehr arm werden zu wollen. Dementsprechend hart hat sie an ihrem Erfolg gearbeitet.

 

Mit ihrem Ehemann Holger scheint sie in dieser Hinsicht an einem Strang zu ziehen. Doch ist sie auch (noch) glücklich mit ihm? Beide sehen sich immer nur kurz zwischen ihren Terminen, die sie schon mal Tage voneinander trennen.

 

Als Sylvia eine Kamelien-Insel in der Bretagne erbt, zeigt sich der wahre Stand ihrer Ehe. Während Holger die Insel so schnell wie möglich zu Geld machen will, wird hingegen Sylvia von der Insel und den Menschen dort in ihren Bann gezogen.

 

Um die ganze Sache noch etwas komplizierter zu machen, verliebt sich Sylvia in den dort beschäftigten Gärtner Mael. Wie soll sie sich verhalten? Zu ihrem Mann stehen und um eine Ehe kämpfen, die es vielleicht nicht mehr wert ist? Die Sicherheit ihrer momentanen Existenz bewusst aufgeben, um in eine völlig ungewisse Zukunft zu gehen?

 

Tabea Bach zeichnet die relativ kurze Zeit im Leben von Sylvia sehr emotional, anschaulich und wunderbar angenehm lesbar. Ihr gelingt es, sowohl die Liebe zu Kamelien spürbar zu machen, als auch die Besonderheiten der Bretagne und ihren Bewohnern gefühlvoll, bewegend und fesselnd zu transportieren.

 

„Die Kamelien-Insel“ ist ein Roman, der mich sehr schnell aus dem Alltag geholt hat. Abzutauchen in eine andere Welt, mit Sylvia mitleiden, -lieben und –leben, war einfach und bildhaft, beinahe plastisch vorstellbar die Umgebung, die Menschen in der Bretagne. Einzig konnte ich hin und wieder die Blauäugigkeit oder Gutgläubigkeit von Sylvia, die ja selbst eine erfolgreiche Unternehmensberaterin ist, nicht ganz nachvollziehen. Meist bezog sich dies auf ihren Ehemann, was man wiederum damit entschuldigen könnte, dass man das naheliegende einfach nicht sieht oder wahrhaben will.

 

Alles in allem hat mich die Geschichte gefangen, es gibt Wendungen, die ich so nicht vorhergesehen hatte und meine Lust einen Sommerurlaub zu buchen, ist enorm in die Höhe geschnellt.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Fortunas Blüten

Julie Jo Stark
E-Buch Text: 427 Seiten
Erschienen bei null, 27.12.2017
ISBN B078NYPBS4
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Tödde Henri, ein 17jähriger Händler, ist nach erfolgreichen Verkaufsmonaten am Weg in sein Heimatdorf. Sein jugendlicher Leichtsinn lässt ihn die Wandergruppe verlassen um noch eine ausstehende Schuld einzuheben – und nicht zuletzt - Catherine zu sehen, die junge Wirtstochter vom Sonnenhof. Doch sein Alleingang bringt ihn in Lebensgefahr. Nur ganz knapp überlebt er. Allerdings all seiner Einkünfte beraubt. Und lebend stellt er eine immense Gefahr für die Gauner dar.


Henri´s Familie ist auf sein Einkommen angewiesen um über den nächstenWinter zu kommen. Sein Gerechtigkeitssinn, gepaart mit seinem jugendlichen Tatendrang – oder sollte man es Naivität nennen? -, lassen ihn aufbrechen, um sich sein Geld von den Gaunern zurückzuholen.


Fast ständig rutscht er von einem Problem in die nächste Katastrophe, nur um sich durch seine Gewitztheit oder die Hilfe anderer, wieder daraus zu befreien. Nur kurz sind seine Ruhephasen zwischen den Ereignissen.


Der Weg nach Berlin, wie er die diebischen Gesellen finden will, ob es ihm gelingt sein Eigentum zurückzuholen und Gerechtigkeit zu erlangen, welche Freunde ihm, wie und wann, beistehen, ob er Catherine´s Herz gewinnen kann, all das wird von Julie Jo Stark wunderbar bildlich dargestellt. Natürlich darf in der damaligen Zeit auch eine Truppe Gaukler nicht fehlen, die keine unwesentliche Rolle spielt.


Der Krimi-Roman gewährt uns auch Einblicke in das Leben der einfachen Leute um das Jahr 1720 vom Händler, über Dienstmagd bis sogar hin zum Henker. Meist kenne ich historische Romane aus der Sicht von Edelmännern, Rittern oder gar Herrscher. Nicht so in „Fortunas Blüten“. Hier ist der Mittelpunkt wirklich der kleine Mann.


Ein erfrischend anderer Zugang zur Materie. Im leicht zu lesenden Schreibstil und einer witzigen Erzählweise, lässt sich dieser Roman genüsslich verschlingen. Die Charaktere sind lebhaft, mit viel eigenem, starken Willen und Zusammengehörigkeitsgefühl dargestellt, sodass sich immer wieder Wendungen ergeben, die man nicht vorhergesehen hat.


Ein Roman, der sicher Freunde des Liebesromans genauso entzücken wird, wie die Krimifans. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung mit diesem Roman kalte Wintertage und auch sonnige, sommerliche Urlaubsstunden zu verbringen.



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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Zimt und Zitrone – Bergamotte

Ambra Lo Tauro
Flexibler Einband: 667 Seiten
Erschienen bei Independently published, 05.11.2017
ISBN 9781973230366
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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96 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

fantasy, elfen, bibliothek, drachen, steampunk

Die maskierte Stadt

Genevieve Cogman , Dr. Arno Hoven
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404208883
Genre: Fantasy

Rezension:

Genevieve Cogman zeigt uns in ihrem zweiten Band „Die maskierte Stadt“ ein Weltengefüge aus verschiedenen Parallelwelten. Auf der einen Seite Welten im völligen Chaos von Elfen geliebt und bewohnt. Das andere Ende stellen Welten der Drachen mit präziser Ordnung und Hierarchie dar. Irgendwo dazwischen Mischwelten in denen auch Menschen – mehr oder weniger – gut leben können. Nicht nur Elfen und Drachen finden hier ihre Plätze, auch Werwölfe und Magie verzaubern uns.


Irene Winter, eine Agentin der Bibliothek, und ihr Lehrling Kai haben den Auftrag ein wertvolles Buch für die Bibliothek zu besorgen, als plötzlich und unerwartet Kai entführt wird. Als Irene bemerkt, dass es ausnahmsweise nicht um das Buch geht, sondern um Kai selbst, ist es beinahe zu spät.


Sie hat alle Hände voll zu tun um herauszufinden, wer hinter Kais Verschwinden wirklich steckt, was das Motiv ist und wie es ihr überhaupt möglich sein soll, Kai aus dieser anderen Welt zurückzuholen, ja wie es ihr überhaupt möglich sein soll, die richtige Welt, in der er gefangen gehalten wird, zu finden.


Wir lernen mit Irene nicht nur ein vordergründig zauberhaftes Venedig kennen, sondern dürfen beinahe mit ihr mitleben.


Genevieve Cogman treibt die Geschichte teilweise in einer Geschwindigkeit voran, dass man als Leser das Gefühl bekommt, man sei inmitten dieser Welten. Es gibt immer wieder Wendungen die so nicht vorhersehbar sind, halten diese auch dadurch die Spannung und die Neugierde hoch.


Obwohl „Die maskierte Stadt“ der zweite Teil der Reihe ist, findet man sich mit den Personen, Welten, der Handlung und den Umständen innerhalb kürzester Zeit zurecht, auch, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Hingegen ist man nicht gefeit, aus Neugierde auch später noch den ersten Teil lesen zu wollen – zumindest ist dies bei mir eingetreten -, ja, und den dritten sowieso.


Ich kann dieses Buch jedem Fantasyfan sowieso, aber auch allen, die an der Aufdeckung und Lösung verschiedener Probleme (Richtung Krimi) Interesse zeigen und jenen, die ab und zu in „andere“ Welten schnuppern empfehlen, da es wirklich eine Freude macht, Irene auf ihrer Rettungsmission beizustehen. Wer allerdings eine gehörige Portion Herz-Schmerz-Liebelei sucht, wird hier nicht fündig werden. In der Kategorie Fantasy gebe ich daher alle möglichen Punkte.


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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ein Jahr mit einem Narzissten

Katrin Roth
Flexibler Einband: 620 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.11.2017
ISBN 9783745057782
Genre: Biografien

Rezension:

Die Autobiographie von Karin Roth zeigt den (jetzt entwickelten) Mut und die Stärke der Autorin. Das eigene Leben, bis in die intimsten Bereiche, öffentlich zu machen, zeugt von dem großen Wunsch, ja der Herzensangelegenheit, mit der Karin Roth anderen Menschen, ob selbst betroffen oder nicht spielt eine untergeordnete Rolle, zeigen möchte, wie das Wesen von Narzissten aussehen kann. Aber genauso möchte sie vermitteln, dass man nicht alleine ist, wenn man sich in so einer Beziehung befindet und vor allem, dass man es schaffen kann, sich zu lösen.


Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil schildert uns Karin Roth wortgewandt ihre Beziehung zu diesem Narzissten. Wir leben, leiden, hoffen und zittern mit ihr mit, wenn ihr Freund sie wieder einmal belügt, manipuliert und beinahe in den Selbstmord aus Verzweiflung treibt.


Im zweiten Teil des Buches beschreibt Karin Roth ihren Weg nach Trennung. Von außen betrachtet ist man verleitet zu sagen: „Vergiss ihn.“ Doch so leicht ist es weder bei einer Trennung nach einer „harmlosen“ Beziehung und erst recht nicht, wenn man monatelang manipuliert und gedemütigt wurde.


Karin Roth zeigt einfühlsam, wie sie es dennoch mit Geduld und Liebe zum Leben, ihren Kindern und sich selbst geschafft hat, zu verstehen, dass ein Narzisst nie einen Grund zur Änderung sehen wird, nie einen Fehler bei sich suchen wird und sich immer wieder Partner suchen wird, die er manipulieren kann.


Wenn es hier auch um die Beziehung zwischen eines dominanten Narzissten und einer – schon im Vorfeld – verletzten Frau, die ihre Vorliebe für starke, bestimmende Partner ausleben möchte, geht, so bildet das Buch doch auch eine gute Hilfe um narzisstisch veranlagte Menschen, ob Mann oder Frau, in jeder anderen Beziehungsform leichter zu erkennen und ihren Manipulationen nicht so unvorbereitet ausgesetzt zu sein.


Ich durfte die erste Auflage des Buches lesen, der noch eine Korrektur den letzten Schliff geben wird – diese ist von der Autorin auch schon angekündigt worden -. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, es öffnet Augen und Gefühl. Kann Hoffnung für jene, die in eine Beziehung mit einem Narzissten sind, bringen und den Anstoß geben, auch selbst den Mut zum Absprung zu finden und sich nicht länger kaputt machen zu lassen.


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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, tod, leben nach dem tod, leben, annie kay

Sternenrot: Im Sommer

Annie Kay
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei null, 21.03.2014
ISBN B00J68QEC0
Genre: Fantasy

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

alm, tatsachenbericht, almleben, hütebuben, urlaub

Zeitlang

Sibylle Leimeister
Flexibler Einband
Erschienen bei Athesia Tappeiner Verlag, 28.04.2017
ISBN 9788868392536
Genre: Romane

Rezension:

Sibylle Leimeister beschreibt in „Zeitlang – Mein Sommer auf der Alm“ ihren Sommer als freiwillige Sennerin auf einer Südtiroler Alm.


Sie erfüllt sich einen lang gehegten Traum und tauscht für einen Sommer ihr gewohntes Leben in Deutschland gegen das einer Sennerin mit zwei jugendlichen Hütebuben. Schnell wird ihr klar, dass hier alles anders läuft als sie es gewohnt ist, aber auch anders, als von der vermittelten Agentur beschrieben.


Kein Strom, daher keine Möglichkeit Lebensmittel zu kühlen, warmes Wasser muss extra erwärmt werden, Hygiene wird auf der Alm etwas anders bewertet. Selbstverständlichkeiten werden zur Herausforderung. Große Wandergruppen zu bewirten zur Beinahe-Krise.


Dazu kommt die geizige Bäuerin, die der Sennerin und den Kindern das Leben zusätzlich schwer macht.


Ungeschönt und ehrlich wirkt die Darstellung der drei Monate. Ob Sibylle mit Naturgewalten, Entbehrungen, der Bäuerin, den vielen Wanderern oder körperlichen Blessuren zu kämpfen hat, alles wird in einem locker leichten Schreibstil beschrieben und farbenfroh erzählt. Man lebt und leidet mit Sibylle, möchte das eine oder andere mal der Bäuerin die Meinung sagen oder den betrunkenen Wanderern die Tür weisen.


Sibylle zeigt trotz aller Widrigkeiten ein Durchhaltevermögen, das bewundernswert ist. Ich denke an ihrer Stelle, wäre ich vorzeigt nach Hause gefahren. Auch wenn ich dafür einen beschwerlichen Abstieg samt Gepäck in Kauf hätte nehmen müssen.


Trotz der relativ (für mich) kleinen Schrift und den sehr vielen Zeilen pro Seite, habe ich das Buch, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen können. Ich empfehle es all jenen, die romantische Vorstellungen vom Leben auf einer Alm, abseits unserer Annehmlichkeiten, hegen, oder als Einstieg für jene, die sich selber mit dem Wunsch als „Zeitsenner“ beschäftigen.


Die spritzig, witzige Erzählweise von Sibylle Leimeister lässt auch die arbeitsreichsten Tage auf der Alm zu einem Lesevergnügen werden.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

erotik, liebe, roman

Zimt & Zitrone

Ambra Lo Tauro
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Lulu Pr, 02.06.2017
ISBN 9780244010874
Genre: Sonstiges

Rezension:

Durch Ambra Lo Tauro dürfen wir das Leben von Dani über einige Jahre hindurch begleiten. Die alleinerziehende Mutter zweier Töchter glaubt sich in einem Traum, als sich der bekannte Musikstar Nick sich in sie verliebt. Doch das Leben mit ihm, ist so viel anders als ihr ruhiges alltägliches Leben zuvor. Ob mit ihm auf Tour, oder heimlich in ihrem Heimatort – nichts ist wie vorher. Dieses Leben mit ihm wird durch Nick´s ständige Untreue auch nicht einfacher. Als er dann auch noch Dani´s Vertrauen missbraucht, steht Dani vor einer Entscheidung. Halt gibt ihr Nick´s bester Freund Bo. Dadurch wird die Situation noch um eine Stufe komplizierter.


Dani, Nick und Bo sind drei starke Persönlichkeiten. Und das müssen sie in diesem – ihrem – komplizierten, und doch für sie selbst einfachen, Leben auch sein. Geraten sie nicht nur durch ihr eigenes Zutun, sondern auch durch so einige Ereignisse von außen, immer wieder in Bedrängnis und fordernde Situationen. Schwache Charaktere hätten hier schon längst aufgegeben.


Der ungewohnte Lebensstil, den die drei für sich als richtigen Weg empfinden und leben, mag in uns Lesern von Zustimmung bis Ablehnung alle Schattierungen der Emotionen hervorrufen. Nur eines lässt er uns mit ziemlicher Sicherheit nicht – kalt. Das Überdenken herkömmlich bekannter Lebensstile findet beinahe nebenbei statt. Jeder wird durch dieses Buch aufgerufen, sich selber seine Meinung zu bilden, bzw. vorgefasste Sichtweisen zu beleuchten, zu bestätigen oder über Bord zu werfen.


Ich würde Dani´s Leben – und das ihrer Familie - als interessant, positiv anders, durchaus fesselnd, mit einem guten Schuss Erotik ohne in unangenehme Schichten abzufallen, bezeichnen. Eine Geschichte weit weg vom normalen Alltag, mit vielleicht etwas vielen Ereignissen und Konflikten, aber mit abgerundetem Ende. Doch Vorsicht, es könnte passieren, dass sich dieses Buch auch in deine Gedanken schleicht, wenn du gerade nicht am Lesen bist, sodass du schnellstmöglich weiterlesen möchtest. Es ist definitiv kein Buch für „schnell mal zwischendurch“.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Einmal Ewigkeit und zurück: Eine Reise ins Leben nach dem Leben

Dagmar Freudenstein
E-Buch Text: 174 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 23.10.2017
ISBN B076QCTX4F
Genre: Romane

Rezension:

Dagmar Freudenstein gibt uns mit „Einmal Ewigkeit und zurück“ ein Werkzeug in die Hand, mit dem man die Frage, nach einem Leben nach dem Tod, ganz behutsam beginnen kann, zu beleuchten.


Nach dem viel zu frühen Tod ihrer besten Freundin Greta fällt Serafina in eine Art Trauerstarre. Als ihr Greta jedoch eine Nachricht aus dem Jenseits schickt, wird Serafina aus dieser gerissen; sie bekommt die wunderbare Chance zu begreifen, dass es „dort“ etwas geben muss. Sie macht sich auf die Suche nach Greta.


Doch wie macht man das? Wo beginnt man? Wo ist der Weg und wie kann man von hier aus Kontakt aufnehmen? Fragen über Fragen tauchen auf, auch mancher Zweifel und Rückschlag ist nicht unvermeidlich.


Dagmar Freudenstein zeichnet gekonnt ein Bild der suchenden Serafina. Weder überzogen esoterisch noch stur wissenschaftlich wird das heikle Thema aufbereitet, sodass ich es auch gerade für Einsteiger in diese Thematik empfehlen würde. Dazu ist das Buch in einer leicht zu lesenden Sprache geschrieben und der Seitenumfang von unter 174 ermöglicht ein relativ zügiges durchlesen des Buches.


Wer allerdings jetzt annimmt es gehe von der ersten bis zu letzten Seite nur um die Suche nach Greta, dem sei versichert, dass dies nicht so ist. Wir erfahren ebenso wie Serafina ihr Studentenleben gestaltet, lernen Freunde von ihr und deren verschiedene Ansichten kennen und erhalten sogar einen kleinen Blick in Serafina´s eigene Familiengeschichte.


Ich gebe 5 von 5 Punkten, da ich hier dieses Thema gut und sensibel bearbeitet finde, eingepackt in die Geschichte einer Studentin am Beginn ihres jungen Erwachsenenlebens.






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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

Und aus der Mitte entspringst DU

Eleonora Park
E-Buch Text: 214 Seiten
Erschienen bei null, 20.10.2017
ISBN B076N5MMXJ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eleonora
Park lässt uns in „Und aus der Mitte entspringst DU“ teilhaben
am Leben der 35jährigen Lora. Nach einem Burn out befindet sie sich
am Weg zurück ins Leben. Sie lebt gesund und schaut auf sich.
Jobmäßig hat sie sich selbständig gemacht und nimmt nur mehr
Aufträge an, bei denen sie das Gefühl hat, die Klienten haben eine
ähnliche Einstellung wie sie. Gut, sie kann es sich finanziell
leisten. Doch das ist schon das einzige, das sie von den meisten von
uns unterscheidet. Alles andere könnte aus jedem realen Leben
kommen. Dies macht das Buch zu einem ungekünstelten Lesevergnügen.




Im Laufe
der Geschichte findet Lora immer mehr zu sich und meistert die
letzten Schritte zurück ins Leben. Hier wird sie unterstützt von
ihrer Familie, Oma Grandy ist lesenswert, von ihren Freundinnen und
der Katze „Sweety“, welcher sie spontan ein Zuhause gibt.





Natürlich
darf eine Spur Romantik nicht fehlen. Die kommt von Seiten des
Nachbarn. Der ist Lora anfangs ganz und gar nicht sympathisch,
wandelt sich jedoch ihre Einstellung mit fortschreitender Seitenzahl.
Wie und warum.... lest selbst.





Grundsätzlich
ist das Buch kein reiner Liebesroman. Allerdings mit Romantik und
Witz gespickt, habe ich einige Stunden Lesevergnügen mit Lora und
der Beobachtung, wie sie ihren Weg meistert, verbringen dürfen. Von
mir gibt es eine Leseempfehlung für alle die keine schwülstigen
Liebesromane lesen wollen, sondern auf eine gefühlvolle, mit
tiefgreifenden Gedanken versehene, Geschichte Lust haben.




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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

frankreich, stockrosen, neuanfang, trennung, freundschaft

Madame hat andere Pläne

Julie Jo Stark
E-Buch Text: 113 Seiten
Erschienen bei creative space, 11.10.2017
ISBN B076DF14FK
Genre: Sonstiges

Rezension:

In „Madame hat andere Pläne“ stellt uns Julie Stark die überaus sympathische, humorvolle und auch sehr starke Debbie vor.

Debbie wird nach 37 Ehejahren von ihrem Mann für eine jüngere Frau verlassen. Doch anstatt sich leise und heimlich ihrem Schicksal zu fügen, macht sich Debbie – wenn auch etwas Hals über Kopf – auf nach Frankreich um ein Haus, mit türkisen Fensterläden und Stockrosen davor, zu finden, von dem sie nicht mehr genau weiß, in welchem Ort es steht. Doch es steht für sie als Synonym für ihren Neuanfang.


Wir dürfen miterleben, wie Debbie ihren Neustart gestaltet. Da ist zum einen Muriel, die Nachbarin. Ist sie verschroben oder verrückt? Was treibt sie so geheimnisvolles? Zum andern der Jäger Julien, den Debbie anfangs etwas ungeschickt in die Hände fällt, sie ihn aber vom ersten Moment an anziehend findet. Könnte sich aus den beiden etwas entwickeln? Oder Penny und ihr Mann John. Ein reizendes Paar, unaufdringlich und doch für Debbie zur Stelle. Flirtet John nur mit Debbie, oder will er mehr? Und zu alle dem Neuen noch das Alte, in Form von Bob, Debbies „Noch-Ehemann“. Er steht plötzlich vor Debbie´s Türe um … ja was? Will er Debbie zurück? Hat er einen Vorschlag zur Zukunftsgestaltung? Und da ist auch Susan, Debbie´s jahrelange beste Freundin. Kann sie Debbie´s Trip verstehen und nachvollziehen?


Das Buch holt einen regelrecht aus einem grauen Herbst-/Winteralltag in das sonnige Frankreich. Mir haben die Beschreibungen eine sehr farbenfrohe Kulisse auf meine innere Leinwand zeichnen können und ich genoss die Zeit mit Debbie. Einzig sind mir die Personen Julien und Susan etwas zu kurz ins Geschehen eingeflossen. Doch vielleicht finden wir die beiden ja in einer Fortsetzung wieder? Von mir gibt es eine Leseempfehlung, um einem trüben Alltag schnell und witzig Sonne verleihen zu können.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

familie, tiefe seelische ängste, beschreibt das leben zur damaligen zeit, selbstmord, starke frauen

Vielleicht im Himmel einmal

Lea Söhner
Buch: 384 Seiten
Erschienen bei Silberburg, 01.10.2017
ISBN 9783842520516
Genre: Romane

Rezension:

„Vielleicht im Himmel einmal“ von Lea Söhner beschreibt uns die Frauen der Familie Schneider. Heinrich der dominante, sehr in seinem Glauben verhaftete Vater, zwingt seine Töchter in die unterwürfige Frauenrolle der damaligen Zeit. Obwohl sie alle starke Frauen sind, können sie dem Vater nichts entgegensetzen.


Rosa, Heinrichs dritte Tochter aus erster Ehe, bringt es fast am Ende ihres
Lebens auf den Punkt: „Heinrich Schneider war furchtbar. Man hatte
bei ihm keine Chance.“ Und dennoch wurde er von allen auf ihre
eigene Art geliebt und verehrt.


Bis hin zu den Enkeltöchter reicht sein Blick, sogar noch nach seinem
Tod. So sehr sind die Frauen geprägt, dass sogar der Gedanke an
Selbstmord – wäre er denn keine Sünde – in dem einen oder
andern Geist auftaucht, nur um endlich dem Gefühl des „nicht genug
seins“ entschwinden zu können.


Die Familie wird durch einen Stammbaum im Buch sehr gut erklärt. Auch zu Beginn gibt es eine kurze Beschreibung der einzelnen Personen, sodass man leicht den Überblick über alle 12 Frauen behält.


In meinen Augen wechselt der Schreibstil je nach Charakter der Person. Von einem langsamen Erzählen bis hin zu einem fast hektischen, schnell alles sagenden, bevor man es sich anders überlegt. Das untermauert gut die verschiedenen Persönlichkeiten, die doch alle eines gemeinsam haben. Nicht ihr Leben leben zu dürfen wie sie es wollen.


Lea Söhner zeichnet 13 verschiedene Persönlichkeiten in einem
Familienverband. Sie bringt das Wesentliche gut zur Anschauung. Auch das Frauenbild der damaligen Zeit wird bildhaft und manchmal sehr emotional vermittelt. Die Schicksale der Frauen sind interessant zu lesen. Für die volle Punktzahl fehlt mir persönlich lediglich die
Abrundung. Der Bogen der Einstiegsszene zum Ende ist für mich nicht klar genug. Dennoch tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch.


Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die einen Einblick in das bäuerliche, im Glauben verwobene Leben der Landbevölkerung, vor allem der Frauen, seit den 20iger Jahren erhalten wollen.


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