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55 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

liebe, bretagne, wolkenfischerin, claudia winter, berlin

Die Wolkenfischerin

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.12.2017
ISBN 9783442485734
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Claire Durant ist weder Pariserin, noch hat sie Kunst studiert. Doch durch diese Schummeleien hat sie sich eine gute Stellung in einem Berliner Gourmet-Magazin ergaunert. Doch dann bittet ihre Mutter sie um Hilfe und notgedrungen reist Claire zurück in ihren kleinen Heimatort in der Bretagne. Und auch dort verstrickt sie sich schnell in Lügengeschichten, die ein großes Durcheinander zur Folge haben…

Meine Meinung: Nach kurzer Verwirrung auf den ersten Seiten, denn es gibt im ersten Viertel des Buches eine zweite Geschichte in der Vergangenheit, fand ich schnell in die Handlung hinein, denn der Schreibstil ist sehr flüssig, locker und humorvoll.
Das Setting, der kleine Ort Monguériec in der Bretagne, in dem das Buch größtenteils spielt, hat mir sehr gut gefallen. Claudia Winter hat die Einwohner dieses Ortes überaus lebendig und warmherzig mit all ihren kleinen liebenswerten Macken beschrieben. Eigentlich sind alle Charaktere, sowie auch die Protagonistin Claire, überaus sympathisch. Das macht gerade den Wohlfühlcharakter dieser Geschichte aus. Trotz aller Lockerheit spricht dieses Buch aber auch ein ernsteres Thema an, nämlich Claires anhaltende Trauer um ihren Vater und die damit verbundene Entfremdung zu ihrer Mutter und ihrer gehörlosen Schwester Maelys. Dadurch geraten die lustigen Szenen der Liebesgeschichte leider etwas kürzer.
Fazit: Ein richtig schönes Buch mit einem tollen Schreibstil, liebenswerten Charakteren und einer Liebesgeschichte. Berührend, aber auch lustig. 
Mein Favorit von Caudia Winter bleibt aber „Aprikosenküsse“ 😉

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(63)

86 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

kent haruf, roman, colorado, amerikanische kleinstadt, belletristik

Lied der Weite

Kent Haruf , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070170
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die 17-jährige Victoria ist schwanger und wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Sie sucht Zuflucht bei ihrer Lehrerin Maggie Jones, doch deren dementer Vater duldet Victoria nicht im Haus. So kommt Maggie auf die Idee das Mädchen bei den Brüdern Mc Pheron, zwei alten Viehzüchtern, unterzubringen. Zuerst sind die beiden Junggesellen skeptisch, doch sehr schnell schließen sie Victoria ins Herz.
Meine Meinung: Die Geschichte spielt in der fiktiven Kleinstadt Holt im US Bundesstaat Colorado, in der jeder jeden kennt. Die meisten Einwohner schätzen sich und helfen einander, aber wie immer, gibt es auch in Holt Ausnahmen. Eine parallele Gechichte zu Victoria und den Mc Pherons ist die von Tom Guthrie, dessen depressive Frau Ella die Familie verlassen hat,  und der nun mit seinen beiden kleinen Söhnen Ike und Bobby allein zurechtkommen muss.
Je mehr ich las, desto besser hat mir das Buch gefallen. Das liegt hauptsächlich an dem wundervollen, ruhigen Schreibstil. Auch traurige, dramatische oder spannende Szenen sind nicht reißerisch beschrieben, sondern genauso unaufgeregt, wie der Rest der Geschichte. Der ganze Text kommt komplett ohne Anführungszeichen bei wörtlicher Rede aus, was ich aber in keiner Weise als störend empfunden habe.
Alle wichtigen Charaktere sind gut beschrieben, jeder hat seine eigene Geschichte, seine Probleme und Sehnsüchte, und ich konnte mich gut in jeden Einzelnen hineinversetzen. Besonders gut haben mir die beiden Brüder Mc Pheron gefallen. Diese rauen alten Männer, deren Leben vorher nur aus ihrer Arbeit auf der Farm bestand, zeigen sich Victoria gegenüber überaus liebevoll, warmherzig und beschützend.
Fazit: Ein warmherziges, leises und trotzdem sehr mitreißendes Buch. Ich hätte sehr gerne noch endlos weitergelesen...

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, kochen, atlantik verlag, meisterkoch, orient

Der Meisterkoch

Saygin Ersin , Johannes Neuner
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 05.10.2017
ISBN 9783455001488
Genre: Romane

Rezension:

„Einsamkeit bedeutet, dass du es vermisst, jemanden deinen Namen sagen zu hören“ Zitat S. 324

„Der Meisterkoch“ von Saygin Ersin wurde mir vom Atlantik Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Inhalt: Istanbul um 1600. Als ein neuer Sultan an die Macht kommt, lässt er all seine männlichen Verwandten töten. Nur ein 5-jähriger Junge kann mit der Hilfe seiner Mutter gerade noch entkommen. Der kleine Junge besitzt außergewöhnliche Fähigkeiten, er ist ein "Geschmacksbeherrscher“. Und so endet seine Flucht auch in der Palastküche und seine ersten Lehrjahre als Koch beginnen. Später studiert er in Bagdad Sternen- und Naturheilkunde und auf der Insel Hormus Gewürzkunde. Schließlich kehrt er als Meisterkoch zurück nach Istanbul in die Palastküche, mit dem Ziel, seine große Liebe Kamer wiederzufinden.

Meine Meinung: Nachdem ich einige Seiten brauchte, um mich in die Geschichte mit den vielen fremden Namen und Ausdrücken und dem bildhaften, oft poetischen Schreibstil einzufinden, konnte ich völlig in diese märchenhafte, bunte und fremdländische Welt eintauchen. Der Schreibstil ließ mich langsamer lesen als gewohnt, aber dieses Buch muss man auch auf sich wirken lassen.
Im Laufe der Geschichte erinnert sich der Meisterkoch, der im Buch allerdings immer „Der Küchenmeister“ genannt wird, an seine Vergangenheit. An seine Flucht über die Palastmauern zwischen großen Kuppeln hindurch, an die Jahre seiner Ausbildung in den Küchen, an seine wachsende Liebe zu Kamer, einer jungen Palasttänzerin und an die Reisen, um sein Wissen zu vervollständigen.
Am besten haben mir die ausführlichen Beschreibungen der Palastküchen und der Zubereitungen der vielen Speisen gefallen. Da wäre ich gerne dabei gewesen und hätte dem Küchenmeister über die Schulter geschaut, um den Duft der verschiedenen Aromen selbst riechen zu können. Die Schilderungen der Reisen fand ich dagegen etwas weniger interessant.

Fazit: „Der Meisterkoch“ ist ein außergewöhnliches und fremdländisches Leseabenteuer mit wunderbar gewählten und beschriebenen Charakteren und Orten, voller Gewürze und Farben. Eine märchenhafte Geschichte aus dem Osmanischen Reich.

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krieg, liebe, familie, weltkrieg, hörbuch

Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten

Anne Jacobs , Daniela Hoffmann
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 13.11.2017
ISBN 9783837140668
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Die inzwischen 70-jährige Franziska wurde am Ende des 2. Weltkriegs als junges Mädchen von dem herrschaftlichen Gut Dranitz in Mecklenburg-Vorpommern, das schon ewig in Familienbesitz war, vertrieben. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands reist Franziska 1990 zurück nach Dranitz, um das Gutshaus wieder in ihren Besitz zu bringen und neu aufzubauen.
Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da das Thema Flucht und Vertreibung aus dem Osten mich sehr angesprochen hat. (Meine Oma musste 1945 aus Ostpreußen fliehen).

Doch schon nach den ersten Sätzen merkte ich, dass die Art des Vorlesens der Sprecherin Daniela Hoffmann mir nicht zusagte. Hauptsächlich störte mich der Tonfall in den ersten Kapiteln in der Vergangenheit, vielleicht habe ich mich später auch einfach daran gewöhnt.
Das Buch ist in zwei Zeiten eingeteilt. In der Gegenwart (hier 1990) geht es um Franziska und ihre Enkelin Jenny, die Gut Dranitz wieder aufbauen wollen. Ich konnte Franziskas  Sehnsucht nach ihrem alten Leben und dem Gutshaus nachvollziehen, aber auch die Skepsis der Einwohner des Dorfes Dranitz der „Baronin“ gegenüber. Sehr gestört haben mich die auffallend häufigen abschätzigen Äußerungen über die ehemalige DDR und deren Bewohner. 
In der Vergangenheit, 1939 - 1946, geht es vor allem um das Leben auf Gut Dranitz während des Krieges. Um Franziska, ihre Schwester Elfriede und um beider Liebe zu Walter Iversen. Die Liebesgeschichte zwischen Franziska und Walter fand ich etwas zu schnell und unromantisch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mir diese Geschichte in der Vergangenheit trotzdem besser gefallen. Während sie immer fesselnder wurde, empfand ich die Geschichte in der Gegenwart immer langweiliger und unnötig in die Länge gezogen. Es kam mir so vor, als müsse sie weitererzählt werden, da die andere noch nicht beendet war.
Die meisten Charaktere, bis auf Franziska und die ehemalige Angestellte Mine, haben mir nicht besonders gefallen. Besonders Franziskas Enkelin Jenny fand ich sehr unsympathisch und anmaßend, ähnlich wie Elfriede. Alle anderen Charaktere bleiben relativ farblos.
Fazit: Leider hat dieses Buch/Hörbuch meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Es ist zwar ganz unterhaltsam, aber die Folgebände werde ich wahrscheinlich nicht lesen, bzw. hören. 3,5 von 5 Sternen.


Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt.

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(52)

108 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

nina blazon, fayra, freundschaft, phönix, kinderbuch

FAYRA - Das Herz der Phönixtochter

Nina Blazon , Gerda Raidt
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.10.2017
ISBN 9783570164938
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Die 12-jährige Anna-Fee wohnt erst seit einer Woche mit ihren Eltern in einer Wohnung in einem alten Herrenhaus. Sie sind vorerst die einzigen Mieter dort. In einer Sturmnacht sieht Anna-Fee etwas Unglaubliches. Ist sie wach oder träumt sie? Als sie zusammen mit ihrer Freundin Nelly am nächsten Tag ein rätselhaftes Mädchen im Garten findet, ist das der Beginn eines großen und gefährlichen Abenteuers, denn das Mädchen - Fayra - besitzt magische Kräfte und wurde aus einer Parallelwelt hierher gelockt. Möglichst schnell müssen die Mädchen nun ein Portal zu dieser Welt finden, denn Fayras Kräfte schwinden…
Meine Meinung: „Fayra“ - mein erstes Buch von Nina Blazon - ist eigentlich ein Kinder- und Jugendbuch, aber durchaus auch für erwachsene Leser, die sich ihre Fantasie bewahrt haben, geeignet.
Die Handlung fängt sofort, ohne lange Einführung, spannend und mitreißend an, so dass man sofort in der Geschichte gefangen ist.
Anna-Fee, genannt Fee, war mir sofort sympathisch, sowie auch ihre beste Freundin Nelly; die ganz anders ist als Fee, nämlich frech, forsch und mutig, und auch Fees Eltern und später ihr neuer Freund Junis. Natürlich gibt es auch undurchschaubare und fiese Typen, denn die dürfen ja auf keinen Fall fehlen. Mit Fayra bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Sie ist die meiste Zeit ziemlich unnahbar, und ich fand es schade, dass sie relativ wenig Zeit zusammen mit Fee verbringt. Ich war davon ausgegangen, dass die beiden sich gemeinsam auf die Suche nach dem Portal machen würden. Das war leider nicht so. Trotzdem sind alle Charaktere liebevoll ausgesucht und gezeichnet.
Der Schreibstil ist zwar einem Kinderbuch entsprechend einfach und flüssig, aber auch sehr bildhaft und keinesfalls zu anspruchslos für Erwachsene. Eigentlich ist der einzige Unterschied zu einem Roman für Erwachsene, dass es sich bei den Protagonisten um 12-jährige Kinder handelt, die deshalb in ihrem Handeln eingeschränkt sind und aufgrund ihrer geringeren Lebenserfahrung häufiger anders handeln als Erwachsene es tun würden. 
Sehr schön fand ich die Entwicklung von Fee. Für Fayra und mit Hilfe ihrer Freunde wird sie immer mutiger und selbstbewusster. Auch ist Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt ein wichtiger Aspekt dieses Buches.
Fazit: Eine turbulente Fantasygeschichte mit tollen Charakteren, vielen Ideen und einem ansprechenden Schreibstil.

Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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(28)

58 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

kanada, insel, familiengeheimnis, schwestern, roman

Das Licht der Insel

Jean E. Pendziwol , Veronika Dünninger
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 16.10.2017
ISBN 9783328101611
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die Zwillinge Emily und Elizabeth sind unzertrennlich. Sie wachsen auf der kleinen, sturmumtosten und abgeschiedenen Insel Porphyry inmitten des Lake Superior auf. Ihr Vater ist dort Leuchtturmwärter. Emily spricht jedoch nicht, ist in sich gekehrt, macht viele einsame Wanderungen auf der Insel und malt wunderschöne Bilder. Elizabeth und auch ihr Bruder Charlie fühlen sich für sie verantwortlich. Bis eines Tages ein dramatisches Ereignis das Leben der Familie für immer verändert…

Meine Meinung: Die ersten hundert Seiten zogen sich für mich ziemlich. Bis dahin fand ich die Handlung und auch die Tagebucheinträge ziemlich langweilig. Doch dann gibt es die ersten Hinweise auf ein Familiengeheimnis und ich war gefesselt. Und zwar so sehr, dass ich für die letzten ca. hundertfünfzig Seiten eine „Nachtschicht“ einlegen musste. Ich konnte das Buch einfach nicht weglegen, bevor ich alle Zusammenhänge und Geheimnisse kannte.
Wie bei vielen Büchern, in denen es um Familiengeheimnisse geht, gibt es auch in diesem wieder eine Handlung in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit.
Die Idee: rebellischer Teenager macht eine Art soziale Strafarbeit („förderliche Resozialisierung“) und lernt dabei eine ältere lebenserfahrene Frau kennen, ist nicht neu (z.B. „Der Zug der Waisen), hat mir aber trotzdem gut gefallen. Das Mädchen Morgan hilft der inzwischen 80-jährigen und blinden Elizabeth bei der Aufarbeitung von deren Erlebnissen und dem Aufklären des Geheimnisses. Beide Charaktere haben mir gut gefallen.
Vielleicht gibt es ein oder zwei Zufälle zu viel, doch auch das habe ich nicht als störend empfunden, denn sie führen zu einem für mich zufriedenstellenden Ende.

Fazit: Ein düsterer, dramatischer und berührender Roman um ein Familiengeheimnis. Nach einigen Kapiteln zur Einführung ein echter Pageturner.



Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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(60)

122 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

prag, liebe, winter, neuanfang, trauer

Wintersterne

Isabelle Broom , Uta Rupprecht
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.10.2017
ISBN 9783453359109
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine Reise ins magische, verschneite Prag

Inhalt: Megan, Hope und Sophie lernen sich während eines Urlaubs in Prag kennen. Die drei unterschiedlichen Frauen haben alle ihre eigenen Probleme mit ihrem Leben und der Liebe. In Prag wird ihnen einiges klarer…

Meine Meinung: Das schöne Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und auch der Klappentext und die Leseprobe haben mir gut gefallen. Aber leider wurden meine Erwartungen an das Buch  nicht so ganz erfüllt. Irgendwie kommt die Handlung nicht voran und außer Spaziergängen mit endlosen Beschreibungen von Prag mit viel Schnee, Essen und Trinken passiert nicht viel. Erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf. Außerdem hatte ich erwartet, dass aus den drei Frauen enge Freundinnen werden, aber trotz einiger gemeinsamer Unternehmungen und Begegnungen hat jede Frau ihre eigene Geschichte. Trotzdem ist der Schreibstil sehr flüssig zu lesen.

Am besten hat mir die Geschichte von Megan gefallen. Die Fotografin begleitet ihren besten Freund Ollie, einen Grundschullehrer, der sich dort auf seinen kommenden Unterricht vorbereiten will, nach Prag. Die zwei haben viel Spaß miteinander und gegen Megans Willen, denn die Fotografie steht für sie an erster Stelle, funkt es gewaltig zwischen ihnen. Diese beiden Charaktere waren mir am sympathischsten, obwohl ich Megans Gedankengänge irgendwann nicht mehr nachvollziehen konnte.
Hope ist mit ihrem neuen Freund Charlie in Prag. Zwar sind sie frisch verliebt, aber Hope plagt das schlechte Gewissen ihrer Tochter Annette gegenüber, denn wegen Charlie hat sie sich von ihrem langjährigen Ehemann, Annettes Vater getrennt. Annette hat daraufhin den Kontakt zu ihrer Mutter komplett abgebrochen. Hope ist die älteste der drei Frauen, sehr mütterlich, beschützend, besorgt - ich fand sie langweilig.
Die junge, zerbrechlich wirkende Sophie ist seit zehn Jahren mit ihrer großen Liebe Robin zusammen und möchte ihn bald heiraten. Leider kann er im Moment nicht bei ihr sein und sie wartet sehnsüchtig auf seine Ankunft. Die zwei haben sich in Prag kennengelernt und waren seitdem oft gemeinsam dort. Sophies melancholiche Sehnsucht nach ihm und die Rückblicke wurden mir irgendwann zuviel.

Nachdem das Buch gegen Ende eine unerwarteten Dramatik und Spannung hat, ist der Schluss bis zum Prolog offen. Mehr verrate ich nicht.

Fazit: Ein winterlicher Roman, der gut in diese Jahreszeit und das derzeitige Wetter passt (hier bei uns auf jeden Fall) und die Sehnsucht nach Prag weckt. 



Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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139 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

thriller, boston, mord, vergangenheit, missbrauch

Blutzeuge

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 20.11.2017
ISBN 9783809026389
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Detective Jane Rizzoli und Pathologin Maura Isles werden zu einem grausam zugerichteten Mordopfer gerufen. Der Leiche der jungen Frau wurden beide Augäpfel entfernt und in ihre linke Handfläche gelegt. Die genaue Todesursache bleibt unklar. Wenig später wird eine weitere Leiche gefunden. Aus der Brust des Mannes ragen drei Pfeile. Gibt es eine Verbindung? Die Spur führt Jahrzehnte zurück, zu einem Fall von Kindesmisshandlung in einem katholischen Kinderhort…

Meine Meinung: Der Schreibstil von Tess Gerittsen ist wie gewohnt flüssig und fesselnd und wer diese Thriller-Reihe kennt, dem sind wieder viele Charaktere bekannt, denn wie immer gibt es auch Einblicke in das Privatleben der beiden Protagonistinnen.
Der Fall ist gekonnt aufgebaut, mit einem zunächst langsam ansteigenden Spannungsbogen, bei dem sich nach und nach die Zusammenhänge klären und es dabei zu unerwarteten Wendungen kommt.
Ich wusste bis fast zum Schluss nicht, wer der Mörder ist. Es gibt mehrere Verdächtige.
Einige Kapitel sind aus der Sicht einer jungen Frau geschrieben, die man zunächst nicht richtig einschätzen kann. Was hat sie mit dem Fall zu tun? Ist sie Täter oder Opfer?
Die Morde sind zwar makaber und grausam, werden aber nicht reißerisch geschildert. Blutig und manchmal auch ziemlich eklig geht es dagegen bei Mauras pathologischen Untersuchungen zu. Ich bin froh, nur davon zu lesen und es nicht sehen oder, schlimmer noch, riechen zu müssen🙈.

Fazit : „Blutzeuge“ ist ein gelungener Thriller und hat mich von Anfang an gefesselt, auch, wenn es vielleicht nicht das stärkste Buch der Reihe ist.


"Blutzeuge wurde mir vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Rondom House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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(112)

167 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

weihnachten, dinosaurier, tom fletcher, kinderbuch, der weihnachtosaurus

Der Weihnachtosaurus

Tom Fletcher , Franziska Gehm , Shane Devries
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 02.10.2017
ISBN 9783570164990
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: William hat vor vielen Jahren bei einem Unfall seine Mutter verloren und sitzt seitdem im Rollstuhl. Er LIEBT Dinosaurier und sein größter Wunsch ist deshalb, einen echten Dinosaurier vom Weihnachtsmann zu bekommen.

Meine Meinung: Es geht in diesem Kinderbuch nicht nur um Williams Weihnachtswunsch und um den Weihnachtosaurus, sondern auch um ein gemeines Mädchen in der Nachbarschaft, unter dessen Hänseleien und Gemeinheiten William leidet, und um einen anderen bösen Menschen, der in der Weihnachtsnacht zu einer großen Gefahr wird.
Der Schreibstil ist warmherzig und kindgerecht und eignet sich auch gut zum Vorlesen. Allerdings haben mich einige Ausdrücke, hauptsächlich zu Anfang des Buches, wie zB. „Pissnelke“, „Dödel“, und ähnliche, gestört. Genauso wie „Gregory Strullmann, Pipiplatz, am Urinalpark“. Sicher finden Kinder das witzig, aber für ein Kinderbuch, erst recht für ein Weihnachtsbuch, finde ich es unpassend.
Aber alle Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Es gibt gute, die sehr liebenswert sind und auch böse, die man überhaupt nicht mag. Und die Weihnachtswelt am Nordpol überrascht mit neuen Ideen.
Das Schriftbild wird durch viele schöne Illustrationen von Shane Davies aufgelockert, leider nicht immer ganz passend zur Geschichte, aber das fand ich nicht sehr störend. Außerdem sind wichtige Wörter, die Überschriften, sowie Ausdruckslaute groß und fett gedruckt, wie in einem Comic. ZB: KNIRSCH, RRRRRRRUUUUUUUUUUMMMSSSS, ZACK, ROOOAAAARRRR!
Die Geschichte ist herzlich, berührend und unerwartet spannend und das Lesen oder Vorlesen macht auch Erwachsenen Spaß. Der Spannungsbogen steigt bis zum ersehnten glücklichen Ende permanent an. Und für ein Kinderbuch ist dieses Ende genau richtig.

Fazit: Bis auf einige wenige sprachliche Abstriche hat mir „Der Weihnachtosaurus“ sehr gut gefallen. Eine Weihnachtsgeschichte mit Gefühl, Magie, Spannung und einem Happy End.
Ich glaube, ich werde im nächsten Jahr wieder mehr Kinderbücher lesen…


Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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(84)

163 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

weihnachten, liebe, waisenkind, familie, angelika schwarzhuber

Der Weihnachtswald

Angelika Schwarzhuber
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783734101366
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Wie jedes Jahr an Weihnachten besucht die ehrgeizige Anwältin Eva ihre Großmutter Anna, die in einem stattlichen Anwesen wohnt, das schon lange in Familienbesitz ist. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. In diesem Jahr hat ihre Großmutter das Waisenkind Antonie eingeladen, sowie Evas Jugendfreund Philipp, um gemeinsam Weihnachten zu feiern.
Die kleine Antonie fühlt sich sehr unwohl bei den fremden Menschen und läuft ausgerechnet während eines Schneesturms weg. Philipp und Eva machen sich auf die Suche nach ihr und landen plötzlich zusammen mit Antonie in der Vergangenheit…

Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht und die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Auch die Charaktere sind bis auf Eva und das Kind Anna alle sympathisch und warmherzig beschrieben. Natürlich ist das so gewollt, denn Eva und Anna machen beide während der Zeit von Evas Besuch in der Vergangenheit eine große positive Entwicklung durch. Die Veränderung von Eva passiert sehr schnell und ist meiner Meinung nach zu extrem, und auch die Liebesgeschichte, obwohl sie vorhersehbar ist, hat keine Zeit sich langsam zu entwickeln.
Die Idee, eine Reise in die Vergangenheit zu machen und seine eigenen Vorfahren kennenzulernen, finde ich faszinierend. Leider hat mich dann aber die Handlung nicht so überzeugt und stellenweise fand ich die Geschichte etwas langweilig. 
Das Setting ist für einen Weihnachtsroman sehr schön gewählt und weihnachtliche Stimmung kommt beim Lesen auf jeden Fall auch auf. Auf den letzten Seiten gibt es noch einige alte Plätzchenrezepte, was mich gefreut hat. Ein nettes „Weihnachtsmärchen“, aber kein Highlight für mich.



Das Buch habe ich vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

weihnachten, wichtel, all age, kinder, phantasievoll

Das Mädchen, das Weihnachten rettete

Matt Haig , Sophie Zeitz-Ventura , Chris Mould
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423281287
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Das Leben ist wie ein Schornstein - manchmal musst du dich durchs Dunkel mühen, um ans Licht zu gelangen.“
Ich bedanke mich ganz herzlich beim @dtv_verlag für dieses wundervolle Buch!
Inhalt: „Weißt du, wie Wunder funktionieren?“
Amelia lebt mit ihrer schwerkranken Mutter in äußerst ärmlichen Verhältnissen und arbeitet als Kaminkehrermädchen. Sie setzt alle Hoffnungen auf eine Rettung durch den Weihnachtsmann, doch bei dem geht in diesem Jahr alles schief. Amelias Mutter stirbt und Amelia kommt in ein Arbeitshaus. Ein Jahr später macht sich der Weihnachtsmann jedoch auf die Suche nach Amelia, die inzwischen die Hoffnung fast aufgegeben hat - denn ohne Hoffnung gibt es keine Wunder und ohne Wunder gibt es kein Weihnachten!
Meine Meinung: Der Schreibstil von Matt Haig ist wunderbar bildhaft und äußerst fantasievoll. Schon nach kurzer Zeit war ich völlig versunken in dieser zauberhaften Welt der Wichtel, Trolle, der Wahrheitselfe, der Fliegenden Flunker-Elfen und natürlich des Weihnachtsmannes. In der Weihnachts- und Wichtelwelt gibt es andere Zeiten als bei den Menschen, zB. beinahe Bettzeit, langsam wird es Zeit, ziemlich spät und viele andere. Außerdem besitzt der Weihnachtsmann ungewöhnliche Sachen; den unerschöpflichen Sack voller Geschenke, das Hoffnungsbarometer und die Stopptaste, um die Zeit anzuhalten.
Die Kapitel mit dem Weihnachtsmann sind sehr humorvoll und lustig, die Kapitel mit Amelia sind dagegen traurig und berührend. Der böse Mr Creeper ähnelt etwas Mr Scrooge aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Und genau dieser Schriftsteller spielt auch in der Geschichte mit. Eine andere historische Person, die der Weihnachtsmann trifft, ist Königin Victoria.
Fast alle Seiten sind sehr schön und passend illustriert von Chris Mould.
Nicht ganz so gut gefallen hat mir die Geschichte mit den Trollen, aber das ist wirklich nur ein winzig kleiner Kritikpunkt.
Fazit: Dieses Kinderbuch, das Matt Haig sicher nicht nur für Kinder geschrieben hat, ist das schönste und zauberhafteste Weihnachtsbuch, das ich seit sehr langer Zeit gelesen habe!

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(76)

179 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

rassismus, hebamme, diskriminierung, usa, gegenwartsliteratur

Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:

Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House für dieses Rezensionsexemplar.

Inhalt: Die Afroamerikanerin Ruth Jefferson arbeitet seit 20 Jahren als Hebamme und Säuglingsschwester im Mercy-West Haven Hospital auf der Entbindungsstation und hat ein gutes Verhältnis zu ihren Kolleginnen und den Ärzten. Doch eines Tages wird ihr auf Wunsch der Eltern eines neugeborenen weißen Babys untersagt, das Kind zu betreuen und anzufassen. Ruth ist sehr gekränkt. Durch eine stressige Situation auf der Entbindungsstation, passiert es einige Tage später, dass Ruth alleine mit dem Baby ist um es nach einem Routineeingriff zu überwachen. Plötzlich hört der kleine Junge auf zu atmen und läuft blau an. Soll Ruth sich den Anweisungen widersetzen und dem Baby helfen? Doch jede Hilfe kommt zu spät und das Kind stirbt. Die Eltern sind außer sich vor Trauer und dem Hass auf Ruth. Es kommt zur Mordanklage gegen sie…

Meine Meinung: Der Schreibstil von Jodi Picoult gefällt mir sehr gut und die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Trotz einiger Längen bleibt der Spannungsbogen fast konstant hoch. Gegen Ende, während des Prozesses, gibt es noch einige überraschende Wendungen, die die Spannung noch erhöhen.
Die Themen Diskriminierung und Rassismus werden dem Leser auf berührende und eindringliche Weise näher gebracht. Leider ist Rassismus nicht nur in Amerika aktuell und zeigt sich auch in kleinen, meist unüberlegten Dingen.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven in der Ich-Form erzählt. Von Ruth, Kennedy und Turk.
Ruth fand ich als Protagonistin gut gewählt und glaubwürdig, aber besonders sympathisch war sie mir leider nicht.
Kennedy ist als ihre Anwältin sehr engagiert und macht im Laufe des Prozesses eine große Entwicklung durch. Durch ihre Gespräche und Erlebnisse mit Ruth überdenkt sie auch ihre eigene Einstellung zum Rassismus noch einmal.
Turk und Brit sind die Eltern des verstorbenen Babys, aber leider kann man kein Mitleid für sie empfinden, da sie absolut unsympathisch beschrieben werden. Beide sind rassistisch und sehr brutal. Sie hassen alle, die nicht so sind wie sie. Statt zusammen ihr Baby zu betrauern, sind sie gefangen in ihrem Hass auf Ruth.
Das Ende - 6 Jahre später - hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Ich fand es unglaubwürdig und nicht passend zur Ernsthaftigkeit der vorangegangenen Handlung.

Fazit: Wieder mal ein toller Roman von Jodi Picoult mit einem schwierigen Thema, das uns alle angeht und nachdenklich macht.

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(71)

241 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

fantasy, katharina seck, bastei lübbe, tochter des dunklen waldes, liebe

Tochter des dunklen Waldes

Katharina Seck
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208807
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt: Die junge Lilah wohnt bei Onkel und Tante in deren Wirtshaus "Schwarze Eiche" in dem kleinen Dorf Grünweite, das von zwei Seiten von einem großen, undurchdringlichen und bedrohlich wirkenden Wald umschlossen ist. Dem Morgenwald. Um diesen Wald ranken sich düstere Sagen und kein Mensch soll jemals von dort zurückgekehrt sein.
Dann wird am Waldrand die Leiche einer jungen Frau gefunden und zur gleichen Zeit verschwindet Dorean, ein junger Mann, in den Lilah sich verliebt hat. Hat er etwas mit dem Mord zu tun? Ist er in den Wald geflohen? Lilah will es herausfinden und wagt sich in den Morgenwald...

Meine Meinung: Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zu diesem Buch.
Die Geschichte beginnt in dem kleinen Dorf Grünweite und durch die Erklärungen zum Morgenwald herrscht eine düstere Atmosphäre. Katharina Seck versteht es hervorragend mit ihren Worten Stimmungen, Gefühle und die Umgebung zu beschreiben. Durch ihre bildhafte Sprache entsteht ein Kopfkino. Ich liebe düstere und etwas gruselige Geschichten und Beschreibungen. Diese Stimmung bleibt allerdings nicht während der ganzen Geschichte erhalten. Im Mittelteil wird sie sogar eher leicht und freundlich und die Handlung zieht sich auch etwas, bis zum Ende hin wieder mehr Spannung aufgebaut wird.
Die Charaktere haben mir alle ganz gut gefallen. Lilah ist ein nettes junges Mädchen und Dorean ist eher undurchsichtig, aber das ist Teil der Handlung. Besonders das Mädchen Nerida, mit ihren roten Haaren und ihrer Fröhlichkeit, war mir sofort sympathisch. Auch die "bösen" und unsympathischen Typen fehlen natürlich in dieser Geschichte nicht.
Das Hauptthema, also die Fantasy-Idee, fand ich sehr überraschend, ungewöhnlich und auch neu, was absolut positiv zu bewerten ist. Nur leider hat sie mir persönlich nicht so zugesagt (ich bin aber auch kein typischer Fantasy-Leser).

Fazit: Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten. Leider konnte mich die Geschichte aber nicht völlig überzeugen. Manche Stellen fand ich etwas lang und es bleiben noch einige Fragen offen. Aber vielleicht gibt es ja bald eine Fortsetzung, die diese Fragen beantwortet?!

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(20)

43 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

weihnachten, liebe, freundschaft, comfort food cafe, familie

Weihnachten mit dir

Debbie Johnson , Irene Eisenhut
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453580602
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Becca Fletcher hat Weihnachten schon als Kind gehasst. Trotzdem fährt sie nach Dorset, um dort mit ihrer Schwester und deren Familie die Feiertage zu verbringen. Obwohl Becca am liebsten vor dem ganzen Weihnachtstrubel weglaufen möchte, wird die Zeit für sie doch ganz schön…

Meine Meinung: „Weihnachten mit dir“ ist die Fortsetzung von „Frühstück mit Meerblick“ und das kleine Städtchen an der Küste ist nach wie vor die reinste Idylle. Die einzige Person, die Ecken und Kanten hat, ist Becca, und das hat mir gut gefallen. Wer ist schon perfekt? Die anderen Charaktere sind größtenteils schon aus dem ersten Buch bekannt, die meisten spielen aber nur noch kleinere Rollen. Besonders gut haben mir Becca, Sam und die 90-jährige Edie gefallen.
Der Schreibstil von Debbie Johnson ist absolut flüssig und humorvoll. Außerdem macht sie sich auf nette Art über den oft übertriebenen Weihnachtsrummel lustig.

Fazit: Es hat mir viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Gerade in der Weihnachtszeit darf es für mich auch mal etwas kitschig sein, so dass ich über die absolut heile Welt in Dorset hinwegsehen kann.

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212 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 132 Rezensionen

liebe, geheimnisse, das glück an regentagen, regentage, familie

Das Glück an Regentagen

Marissa Stapley , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 07.11.2017
ISBN 9783499291708
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Irgendwann wird der Regen aufhören, das tut er immer“

Inhalt: Nachdem Mae von ihrem Lebensgefährten hintergangen und verlassen wurde, kehrt sie nach zehn Jahren zurück zu ihren Großeltern nach Alexandria Bay.
Hier hat sie bereits als Kind ihre Eltern durch ein tragisches Unglück verloren und Jahre später ihren besten Freund und erste große Liebe. Gabe. Von einem Tag auf den anderen ist er verschwunden.
In der Zeit ihrer Abwesenheit hat sich einiges verändert. Ihre Großmutter Lilly leidet an beginnender Demenz und hat versehentlich ein Geheimnis verraten, das ihren Ehemann George so sehr verletzt, dass er sie nach 60 Ehejahren verlässt und in ein Hotel zieht. Auch andere Geheimnisse kommen bald ans Licht…

Meine Meinung: Der Schreibstil von Marissa Stapley hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig und schnell zu lesen. Die Kapitel werden aus der Perspektive der einzelnen Protagonisten erzählt: von Lilly, George, Mae, Gabe und einige auch von Maes verstorbener Mutter Virginia. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, meistens sind es Erinnerungen. Durch die verschiedenen Sichtweisen, Rückblicke und die relativ kurzen Kapitel wird die Geschichte aufgelockert und ist abwechslungsreich. Zum besseren Verständnis wäre es gut, wenn die Kapitel mit dem Namen der betreffenden Person gekennzeichnet wären. Stattdessen gibt es über jedem Kapitel einen Tipp von Virginia, was man an Regentagen machen kann. ZB. „Lies einen Krimi ohne Unterbrechung von Anfang bis Ende durch.“ Einige dieser Tipps haben mir ganz gut gefallen.
Die Geheimnisse fand ich nicht besonders spannend und einige Fragen sind für mich noch offen geblieben: Was hat Virginia mit Jonah verbunden? Welche Sache sollte Gabe erledigen, bevor sein Vater das Boot verkaufte? Warum wollte Lilly nicht, dass aus Gabe und Mae ein Paar wird? Oder habe ich etwas überlesen? Auch von Lillys Vergangenheit und ihrer Liebesgeschichte hätte ich gern mehr erfahren. 
Obwohl mich die Protagonisten nicht völlig überzeugen konnten, haben mich die ersten gut 200 Seiten des Buches sehr gefesselt. Danach flachte die Handlung leider ab.

Fazit: Ein berührender Roman um Familiengeheimnisse, Missverständnisse, falsche Anschuldigungen und natürlich um die Liebe. Das Buch war zwar kein Highlight für mich, hat mich aber trotzdem gut unterhalten.


Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rowohlt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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810 Bibliotheken, 50 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, flugangst, flugangst 7a, psychothriller

Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Flugangst 7A“ von Sebastian Fitzek wurde mir freundlicherweise vom @droemerknaur Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Inhalt: Nach jahrelanger Funkstille nimmt die 22-jährige hochschwangere Nele wieder Kontakt zu ihrem Vater Mats, einem Psychiater, auf. Sie möchte ihn nach der Geburt ihres Babys an ihrer Seite haben, da sie sich vom Vater des Babys getrennt hat. Als er ihre SMS „Es geht los“ erhält, geht er an Bord des Langstreckenflugs Buenos Aires - Berlin. Kurz darauf erhält er einen Anruf: Er soll einen ehemaligen Patienten so manipulieren, dass dieser die Maschine mit über 600 Menschen an Bord zum Absturz bringt. Sonst sterben seine Tochter und ihr Baby. 

Meine Meinung: Nach langer Zeit habe ich mal wieder,  aufgrund der vielen positiven Rezensionen, ein Buch von Sebastian Fitzek gelesen und ich habe es nicht bereut.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und mitreißend. Der Aufbau der Geschichte ist komplex, der Spannungsbogen steigt permanent an und es gibt einige unvorhersehbare Wendungen. Viele Kapitel enden mit einem Cliffhanger, die mich immer weiterlesen ließen, bis ich das Buch in relativ kurzer Zeit durchgelesen hatte.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus drei Perspektiven erzählt:
Mats Tochter Nele ist die Fruchtblase geplatzt. Auf dem Weg zum Krankenhaus wird sie entführt und aus dem geplanten Kaiserschnitt kann nichts mehr werden.
Mats leidet unter extremer Flugangst, steigt aber für seine Tochter trotzdem in den Flieger nach Berlin. Er hat ein schlechtes Gewissen und bei Nele einiges wieder gut zu machen. Dann wird er vor die Wahl gestellt, entweder Nele und ihr Baby zu opfern, oder auf die Forderungen des Anrufers einzugehen.
Dann ist da noch Feli, eine ehemalige Kollegin  und kurze Affäre von Mats, die eigentlich in einigen Stunden heiraten will, aber trotzdem bereit ist, für Mats einige Nachforschungen anzustellen.
Vor allem die beiden Frauen waren mir sehr sympathisch und ich fand die Kapitel mit ihnen noch spannender, als die mit Mats. Aber auch alle anderen Charaktere sind gut gezeichnet und haben zum unvorhersehbaren Ablauf der Geschichte beigetragen.
Die Auflösung ist zwar etwas abstrus, aber für einen spannenden Thriller nehme ich das gerne in Kauf.

Fazit: Sebastian Fitzek ist mit „Flugangst 7A“ wieder ein richtig spannender Thriller gelungen, den ich förmlich verschlungen habe.

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Tags: flugangst 7a, psychater, spannend   (3)
 

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84 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

liebe, paris, das haus ohne männer, frankreich, frauen

Das Haus ohne Männer

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.10.2017
ISBN 9783453359628
Genre: Romane

Rezension:

„Die Liebe ist hartnäckig. Wenn man ihr die Tür verschließt, versucht sie, durchs Fenster hereinzukommen.“

Inhalt: Die fünf Bewohnerinnen eines Hauses mitten in Paris sind sich einig: Keine Männer dürfen ins Haus. Sie alle haben der Liebe abgeschworen und Kater Jean-
Pierre ist das einzige geduldete männliche Wesen. Doch dann zieht Juliette in das Haus ein und sie denkt ganz anders darüber…

Meine Meinung: Der Schreibstil von Karine Lambert ist warmherzig, leicht humorvoll und sehr flüssig zu lesen. Die 222 Seiten kann man gut an einem gemütlichen Leseabend lesen.
Die Frauen sind eng untereinander befreundet und leben seit Jahrzehnten ohne Männer, doch dann kommt Juliette, die noch an die Liebe glaubt. Jeden Sonntag treffen sich die Frauen im 5. Stock bei der „Königin“, einer inzwischen 75-jährigen ehemaligen Baletttänzerin, zum Abendessen. Der Königin gehört das Haus und sie hat die Regel aufgestellt. „Freundschaft in Pantoffelweite“ nennen die Frauen ihre Besuche. Alle Frauen sind auf ihre Art sympathisch, sind aber eher Nebencharaktere. Zwar werden nach und nach die Schicksale der Frauen und ihre schlechten Erfahrungen mit Männern erzählt, aber der rote Faden, der sich durch die Handlung zieht, ist Juliettes Geschichte. Sie mochte ich auch am liebsten. Alle Schicksale haben mich berührt und doch fehlte mir etwas in dem Buch und es konnte mich nicht so richtig fesseln. Der Ansatz ist auf jeden Fall da, aber ich hatte eine insgesamt zusammenhängende Geschichte erwartet.
Das Buch wurde mir vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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Tags: haus ohne männer, liebe, schicksal   (3)
 

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(53)

109 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

koma, lily oliver, krankenhaus, hoffnung, träume die ich uns stehle

Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426518977
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver wurde mir freundlicherweise vom @droemerknaur Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Inhalt: Seit einem Unfall ist Lara Patientin auf der psychatrischen Station eines Krankenhauses. Sie hat die letzten zwei Jahre ihres Lebens komplett vergessen und leidet unter dem Zwang, permanent reden zu müssen. In den Gruppen- und Einzelstunden mit ihrem Therapeuten Martin macht sie keine großen Fortschritte. Als sie zufällig auf den im Koma liegenden Studenten Thomas trifft, findet sie die Lösung für sich: Bei Thomas darf sie reden und er reagiert auf ihre Stimme, indem sich sein Herzschlag leicht erhöht. Lara erzählt Thomas eine Geschichte, aus der bald eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm wird. Nach und nach machen beide gesundheitliche Fortschritte.

Meine Meinung: Wow - was für eine Geschichte!!!
Die Geschichte wird hauptsächlich aus Laras Sicht erzählt. Nach jedem Besuch bei Thomas folgt ein kurzes Kapitel aus seiner Sicht. Gedanken und Gefühle, die ihm im Koma durch den Kopf gehen.
Lara war mir von Anfang an unheimlich sympathisch. Sie hat trotz ihrer schwierigen Situation und ihrer Unsicherheit nicht den Humor verloren. ZB. bezeichnet sie sich selbst und auch ihre Mitpatienten als „durchgeknallt“.
Auch alle anderen Charaktere sind gut gewählt. Im Lauf der Geschichte hat mir vor allem Martin, Laras Therapeut, immer besser gefallen.
Lily Oliver erzählt diese bewegende Geschichte einfühlsam und mit relativ kurzen Sätzen, so dass das Buch, trotz des ernsten Hintergrundes, angenehm zu lesen ist.
Ich muss zugeben, dass ich mich zuerst schwer getan habe in die Geschichte hineinzufinden. Der Anfang zieht sich etwas in die Länge, aber dann steigt der Spannungsbogen bis zum Ende rasant an und ich war absolut gefesselt. Vor allem das letzte Drittel des Buches hat mich emotional stark berührt. Die Hintergründe und Ursachen von Laras Krankheit zu erfahren und wie es zu dem Unfall kam, sind äußerst tragisch. Bei Thomas ebenso.
Das Ende finde ich realistisch und passend.
Fazit: Eine wundervolles aufwühlendes Buch, das mir sicher noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

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Tags: hoffnung, koma   (2)
 

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(73)

143 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

liebe, münchen, geschwister, lilli beck, nachkriegszeit

Wie der Wind und das Meer

Lilli Beck
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783764505776
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: München, April 1945. Nach einem schweren Fliegerangriff hat der elfjährige Paul auch noch seine letzten lebenden Verwandten verloren. Alles was ihm bleibt ist ein Kochtopf und ein Koffer mit einigen Fotos, der Puppe seiner kleinen Schwester Rosalie und den Papieren seiner Familie. Auf der Suche nach etwas zu Essen und einem Unterschlupf trifft er auf das jüdische Mädchen Sarah, das seiner Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch Sarah hat in dieser Nacht ihre Eltern verloren und ist ganz allein. Von nun an geben sie sich als Geschwister aus um von den Behörden nicht getrennt zu werden. Doch als Teenager verlieben sie sich ineinander und ihre Notlüge wird ihnen zum Verhängnis…
Meine Meinung: „Wie der Wind und das Meer“, so gehören Paul und Rosalie/Sarah zusammen und da dieser Spruch oft im Buch vorkommt, passt der Titel perfekt.
Das Buch beginnt am Abend des 25. April 1945. Bomben zerstören das Haus, in dessen Keller Paul mit seiner Familie Zuflucht gesucht hat und er ist der Einzige, der sich retten kann.
Schon von der ersten Zeile an hat mich dieses Buch gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und so bildhaft, dass ich während des Lesens zB. das zerstörte München und die Kinder in den Trümmern vor meinen Augen sehen konnte. Lilly Beck hat viele historische Ereignisse der damaligen Zeit (das Kriegsende, den Wiederaufbau, das Wirtschaftswunder, den Mauerbau, politische Attentate, Drogentote, Hausbesetzungen, Aids und vieles mehr) in die Geschichte einfließen lassen. Die Umsetzung fand ich nicht immer gelungen. 
Die Geschichte ist in fünf Teile und Zeitabschnitte unterteilt , von 1945 - 1989, und spielt in München und in Berlin. Mal wird aus Pauls und mal aus Rosalies/Sarahs Perspektive erzählt.
Die beiden Protagonisten haben mir gut gefallen und ihre enge Bindung und ihre spätere Liebe zueinander ist durch ihre gemeinsamen Erlebnisse für mich nachvollziehbar. Aber auch alle anderen Charaktere sind überzeugend und lebendig gezeichnet. 
Fazit: Das Buch ist eine fesselnde und berührende Zeitreise und auf jeden Fall lesenswert, auch wenn ich es gegen Ende schwächer fand.
Vielen Dank an den  @blanvalet.verlag für das Leseexemplar.

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Tags: liebe, tragisch, wind und meer   (3)
 

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(92)

152 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

bodensee, vertreibung, brigitte riebe, sudetenland, flüchtlinge

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Nane reist zur Beerdigung ihrer Großmutter Eva an den Bodensee. Dort hatte Eva zusammen mit ihrer ältesten Tochter Marlene eine gut florierende Schnapsbrennerei betrieben, die Marlene nun allein weiterführen muss. Eva hat ihrer Enkelin Nane die Aufzeichnungen ihrer Vergangenheit hinterlassen, beginnend im Jahr 1938. So erfährt Nane alles über Evas Erlebnisse und Gefühle während der Kriegsjahre, der Vertreibung aus dem Sudetenland und dem Neuanfang am Bodensee. Und so wird auch endlich ein lange gehütetes Geheimnis gelöst…
Meine Meinung: Die Geschichte der drei Frauen; Eva, Marlene und Christiane, genannt Nane, wird auf zwei Zeit, bzw. Handlungsebenen erzählt. In der Gegenwart geht es um die 34-jährige Nane, die gesundheitliche Probleme hat und dringend eine Auszeit braucht. Sie wohnt nach der Beerdigung bei Marlene und liest in jeder freien Minute die Aufzeichnungen ihrer Großmutter Eva, die die Jahre 1938 -1953 umfassen. 
Diese Rückblicke in die Kriegs- und Nachkriegszeit haben mir am besten gefallen und hätten gerne noch mehr Raum in dem Buch einnehmen dürfen. Bisher habe ich noch nicht viel über die Sudetendeutschen im und nach dem Krieg gehört oder gelesen, darum fand ich diese Geschichte besonders interessant. 
Der Schreibstil von Brigitte Riebe ist sehr flüssig und durch den Wechsel der Zeiten fliegt man nur so durch die Seiten.
Von den drei Protagonistinnen mochte ich Eva am liebsten. 
Aus dem aufgeweckten Kind Marlene ist eine reservierte und eigensinnige Frau geworden, die ihre Kindheitserlebnisse nie abschütteln konnte. Wenn man später ihre Geschichte kennt, versteht man ihre Verletzlichkeit. 
Nane konnte mich dagegen nicht so richtig überzeugen.
Gegen Ende des Buches werden die Jahre 1945 - 1953 leider ziemlich überstürzt erzählt. Das hat mir nicht so gut gefallen. Doch die anschließende Auflösung von Marlenes Geheimnis fand ich richtig gut. Darauf wäre ich nicht gekommen.
Fazit: Ein interessanter, informativer und auch berührender Familienroman mit einem gut recherchierten Hintergrund (Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin). Nicht perfekt, aber durchaus lesenswert.

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Tags: 2. weltkrieg, familiengeheimnis, familiengeschichte, marlenes geheimnis   (4)
 

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(56)

75 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

liebe, freundschaft, italien, kochbuch, nudelbar

Der Duft von Pinienkernen

Emily Bold
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289083
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich habe „Der Duft von Pinienkernen“ bei @vorablesen gewonnen. Vielen Dank dafür.

Inhalt: Greta und Katrin sind seit sehr vielen Jahren enge Freundinnen. Sie wohnen zusammen in einer WG und betreiben zusammen eine Nudelbar in München. Doch durch einen unverzeihlichen Fehler von Greta kommt es zum Bruch der Freundschaft. Um zuerst einmal Abstand zu gewinnen, nimmt die Halb-Italienerin Greta das Angebot eines Verlegers an und reist durch Italien um Rezepte für ein Kochbuch zu sammeln. Für die passenden Fotos trifft sie auf ihren Stationen den Fotografen Christoph, der ihr immer sympathischer wird. Aber wird es ihr auch gelingen, den Streit mit Katrin zu schlichten?

Meine Meinung: Emily Bold erzählt in einem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil von Gretas Reise durch Italien. Von den verschiedenen Menschen, die ihr dort begegnen, vom Kochen, von der Zusammenarbeit mit Christoph, aber leider auch immer wieder von dem Bruch mit Katrin und dem Grund dafür. Das war mir irgendwann zu viel und zu übertrieben. Gut dagegen gefallen mir die Beschreibungen Italiens und die der Nudelzubereitung. Ich hätte mir, so wie es im Moment in vielen Büchern üblich ist, mehr Rezepte gewünscht. Ein Rezept für Nudelsalat mit Pinienkernen steht auf der Umschlag-Innenseite.
Die Entwicklung von Greta finde ich durchaus positiv, doch ihre sehr schnellen relativ engen Beziehungen zu neuen Bekanntschaften sind mir zu unrealistisch und zu kurz angeschnitten, denn dann geht  die Reise schon weiter. Nicht einmal der Abschied von ihren Freunden in Bologna wird beschrieben.
Das Ende ist zwar vorhersehbar, doch trotzdem zufriedenstellend.

Fazit: Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht richtig überzeugen. Trotz des flüssigen Schreibstils konnten mich weder die Charaktere, noch die eher flache Handlung berühren. Ein Buch, das ich sicher nicht lange in Erinnerung behalten werde.

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Tags: der duft von pinienkernen, freundschaft, italie, kulinarische reise, liebe   (5)
 

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(49)

118 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

meer, nordsee, liebe, trauma, ängste

Die Stille zwischen Himmel und Meer

Kati Seck
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2017
ISBN 9783404175901
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Edda Sturm wurde mit fünf Jahren von einer fremden Frau entführt und in einem Keller gefangen gehalten. Erst zwölf Jahre später, mit siebzehn Jahren, konnte sie sich befreien und zu ihrer leiblichen Mutter zurückkehren. Die Jahre ihrer Gefangenschaft haben tiefe Wunden in ihrer Seele zurückgelassen und lange Zeit und viele Therapiestunden später, beschließt Edda, einen Urlaub am Meer zu machen und sich ihren Dämonen und ihrer Agoraphobie zu stellen. Sie mietet ein kleines Ferienhaus, doch durch einen Buchungsfehler bekommt sie einen unfreiwilligen Mitbewohner. Sebastian. Und der ist ebenso wenig erfreut darüber wie Edda...

Meine Meinung: Durch ihren wunderschönen und teilweise sehr poetischen Schreibstil, ist es Kati Seck gelungen, mich von Anfang an an die Geschichte zu fesseln. Noch nie habe ich ein Buch mit so vielen berührenden Sätzen, bzw. Aussagen gelesen. Toll!

Edda war mir sofort sympathisch. Trotz ihrer traumatischen Erlebnisse hat sie sich zu einem wunderbaren und empathischen Menschen entwickelt. Sie ist mitfühlend, verständnisvoll, hilfsbereit und auch mutig, wenn es darauf ankommt. In anderen Augenblicken ist sie aber auch zurückhaltend, unsicher und ängstlich. Ihre Agoraphobie bezeichnet sie mit den Worten: "Klein sein in einer großen Welt".
Meine zuerst schlechte Meinung zu Sebastian hat sich ziemlich schnell geändert und auch Hilde, und vor allem Mia, sind äußerst liebenswerte Charaktere.

In Rückblicken erzählt Kati Seck von Eddas Zusammenleben mit Isolde, ihrer Entführerin, und von ihrem Leben nach ihrer Befreiung. Durch diese Einblicke fiel es mir noch leichter, mich in Edda hineinzuversetzen und mit ihr mitzufühlen. Nicht nur die Jahre in der Gefangenschaft waren sehr hart für sie, sondern auch die Zeit danach und ihr Weg zurück ins "normale" Leben.

Während der Leser Edda immer besser kennenlernt, baut sich der Spannungsbogen bis zum Höhepunkt langsam auf. Das Ende, das mich zuerst nicht zufriedengestellt hat, finde ich inzwischen genau richtig.

Cover und Titel sind super!

Fazit: Dieses berührende Buch mit dem fantastischen und außergewöhnlichen Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. 



Vielen Dank an lesejury.de und Kati Seck, dass ich dieses Buch vorab lesen durfte.

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Tags: , erinnerungen, himmel und meer, still, in die zukunft sehen, vergangenheit bewältige   (5)
 

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(34)

54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

ostsee, kraniche, zeit, fischland-darß-zingst, zingst

Luisa und die Stunde der Kraniche

Tania Krätschmar
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.08.2017
ISBN 9783734104190
Genre: Romane

Rezension:

"Luisa und die Stunde der Kraniche" von Tania Krätschmar
Inhalt: Nach dem überraschenden Heiratsantrag ihres langjährigen Freundes Richard, erbittet sich die 38-jährige Luisa zwei Wochen Bedenkzeit, denn Richard ist vor allem eines wichtig: seine Karriere.
Sie möchte im Ferienhaus ihrer Familie in Zingst an der Ostsee in Ruhe über ihre Zukunft nachdenken. Vieles erinnert sie hier an ihren verstorbenen Großvater und an ihre Schwester, zu der sie wegen Richard seit sechs Jahren keinen Kontakt mehr hat. Luisa genießt die Zeit in Fischland Darß Zingst, die Ruhe und die Natur. Immer wieder begegnet ihr die alte Mary, die ihr seltsam bekannt vorkommt. Auch der Kranichexperte Jan Sommerfeldt läuft ihr immer wieder über den Weg...
Meine Meinung: Da ich schon einige Male in Fischland Darß Zingst Urlaub gemacht habe, die Ostsee liebe und genau wie Luisa die Kraniche beobachtet habe, war dieses Buch für mich ein Muss!
Der Schreibstil von Tania Krätschmar ist absolut flüssig zu lesen und obwohl die Geschichte sehr vorhersehbar ist, hat sie mich doch schnell gefesselt. Manche Bücher liest man einfach genau zur passenden Zeit. In diesem Fall im Urlaub in der Nähe der Ostsee. Vor allem haben mir die bildhaften Beschreibungen der Natur, von Fischland Darß Zingst, vom Bodden und die Informationen über die Kraniche gefallen. Auch die Erklärungen zu den Uhren des Großvaters und zur magischen blauen Stunde vermitteln eine besondere Atmosphäre.
Luisa mochte ich zwar wirklich gern, aber ihre Unentschlossenheit, vor allem gegen Ende des Buches, nervte mich ein bisschen. Aber auch alle anderen Charaktere waren ausnahmslos sympathisch.
Die mystische Komponente hat mir nicht so gut gefallen und ich fand sie überflüssig. Luisa hat die Bedeutung auch erst erkannt, nachdem sie ihre Entscheidung getroffen hatte.
Mein Fazit: Ein Fernweh erzeugender netter Unterhaltungsroman, in dem die Themen Zeit, Familie und Liebe eine Rolle spielen. 
Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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Tags: die blaue stunde, luisa und die stunde der kraniche, ostsee   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

die moortochter, spannung

Die Moortochter

Karen Dionne , Andreas Jäger , Eimsbütteler Tonstudio , Julia Nachtmann
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 24.07.2017
ISBN 9783844527100
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Helena lebt mit ihrem Mann und den zwei kleinen Töchtern in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Als Kind lebte sie zusammen mit ihren Eltern in einer einsamen Blockhütte im Moor. Erst als 12-jährige erfuhr Helena, dass ihr Vater ihre Mutter als Jugendliche entführte, jahrelang vergewaltigte und in der Hütte gefangen hielt. Nach der Flucht aus dem Moor von Mutter und Tochter saß der Vater 15 Jahre lang im Hochsicherheitsgefängnis. Bis jetzt. In den Nachrichten hört Helena, dass ihrem Vater die Flucht gelungen ist. Helena weiß, nur sie kann ihn finden…
Meine Meinung: Das Hörbuch ist grandios gesprochen von Julia Nachtmann. Durch ihre angenehme Stimme und den eingängigen Erzählstil, fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht.
In die Protagonistin Helena konnte ich mich schnell hineinversetzen, auch wenn mich in manchen Passagen ihre Denkweise und ihre Handlungen erschreckt haben, weil sie dann sehr ihrem Vater ähnelte. Das ist aber bei der Art ihrer Erziehung und ihrer damaligen Lebensweise nicht verwunderlich. Trotz der sadistischen Handlungen ihres Vaters und seiner schweren Strafen, liebt sie ihn. Zu ihrer Mutter dagegen kann sie keine enge Beziehung aufbauen. Auch nicht später in Freiheit.
Das Buch/Hörbuch ist in zwei Handlugsstränge aufgeteilt. In der Gegenwart macht sich Helena auf die Suche nach ihrem Vater und in Rückblicken erzählt Karen Dionne von Helenas Kindheit in der Hütte und der Zeit im Moor, so dass deutlich wird, warum Helena in der Lage ist, ihren Vater aufspüren zu können. Die Rückblicke mit der Überschrift  “Die Hütte“ sind zwar größtenteils interessant, hätten aber insgesamt kürzer gehalten werden können. Zusätzlich erfährt der Leser/Hörer noch in einigen Passagen, wie es Helena in der ersten Zeit in Freiheit erging.
Der Spannungsbogen baut sich, vor allem durch die vielen Rückblicke, nur langsam bis zum Höhepunkt am Ende des Buches auf.
Fazit: Das Buch/Hörbuch hat mir, trotz einiger Längen ganz gut gefallen. Ich würde es allerdings nicht als Psychothriller bezeichnen, sondern eher als Drama mit einem spannenden Ende.
Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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Tags: die moortochter, spannung   (2)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinderbuch, götter, der lächelnde odd, wikinger

Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard

Neil Gaiman , Andreas Steinhöfel , Brett Helquist
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2015
ISBN 9783401506920
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Rezension bezieht sich auf die Neuauflage des Buches von Neil Gaiman mit Illustrationen von Chris Riddell aus dem Arena Verlag.
Inhalt: Odd ist ein zwölfjähriger Wikingerjunge. Trotz seines schweren Lebens hat er sein Lächeln nicht verloren. Eines Tages, zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters und der Heirat seiner Muttter mit Elfred dem Fetten, nimmt der Winter kein Ende und Odd macht sich allein auf den Weg zur alten Holzfällerhütte seines Vaters. Dort begegnet er den von einem Eisriesen in Tiere verzauberten Göttern Thor, Odin und Loki. Die vier machen sich gemeinsam auf den Weg nach Asgard, denn nur der lächelnde Odd kann den Eisriesen und damit den ewigen Winter von dort vertreiben.
Meine Meinung: Schon die Aufmachung des Buches ist wunderschön. Die Illustrationen sind, wie auf dem Cover, alle in schwarz/weiß und silber gehalten und sehr detailliert und aufwendig. Jede einzelne Seite ist liebevoll verziert und die meisten Illustrationen nehmen eine ganze Buchseite ein, einige sogar eine Doppelseite.
Die Geschichte ist, einem Kinderbuch entsprechend (empfohlen für Kinder ab 10 Jahren), einfach zu lesen und zum Teil mit viel Witz geschrieben. Ich musste so manches Mal schmunzeln und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Tiere: Bär, Fuchs und Adler sind humorvoll beschrieben und passen charaktermäßig perfekt zu den Göttern, die sie verkörpern. Auch in den Illustrationen der Götter sind sie später wiederzuerkennen.
Alle Charaktere sind so liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss. Sogar der Eisriese ist nicht wirklich böse und angsteinflößend.
Fazit: Ich bin zwar erwachsen, aber ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Die Geschichte, die Neil Gaiman erzählt, ist toll und die Illustrationen von Chris Riddell passen perfekt dazu. Das Buch ist ein Muss für jeden Liebhaber illustrierter Bücher, egal, wie alt er ist!
Vielen lieben Dank an den Arena Verlag für diesen Buchschatz!

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Tags: der lächelnde odd, götter, kinderbuch, wikinger   (4)
 
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