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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Im Visier des Mörders

Sharon Bolton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442487271
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Es sollte ein wunderschöner Ausflug werden, doch dann beobachten die Passagiere eines Heißluftballons am Boden einen Mord. Sie geraten in Panik und kurz darauf stürzt der Ballon ab. Es gibt nur eine Überlebende. Sie flieht, denn sie ist die einzige Augenzeugin. Der Mörder und auch die Polizei suchen sie

fieberhaft…

Meine Meinung: Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und beginnt sofort spannend mit dem beobachteten Mord. Der Mörder, der sofort die Verfolgung des Ballons aufnimmt, ist völlig skrupellos und brutal. Gerade auf den ersten Seiten musste ich ein paarmal schwer schlucken.
Zwischendurch gibt es zunächst kurze, später längere Kapitel aus der Vergangenheit der Schwestern Jessica und Isabel. Jessica hatte Isabel, die seit 21 Jahren Nonne ist und im Kloster wohnt, mit der Ballonfahrt zum 40. Geburtstag überrascht. 
Im Laufe der Geschichte werden die Zusammenhänge zwischen den Personen und den Ereignissen in der Vergangenheit immer deutlicher, die Handlung  wird immer spannender und alle Fragen werden schließlich geklärt. Dabei gibt es viele absolut überraschende Wendungen.
Der Schreibstil von Sharon Bolton lässt sich flüssig lesen und die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet. Ganz toll und auch humorvoll fand ich die Passagen mit den Nonnen gegen Ende des Buches. 

Fazit: Ein packender Thriller mit einem stetig wachsenden Spannungsbogen und vielen Wendungen. Leseempfehlung!

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(156)

251 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Nach der Trennung von ihrem Freund ist die Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen um noch einmal neu anzufangen. Schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie auf der Straße von einer alten Bettlerin angesprochen: „Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten:“ Bevor Norah reagieren kann, ist die Bettlerin spurlos verschwunden. Norah ist verwirrt, sie kennt Arthur Grimm nicht und sie könnte auch niemals einen Menschen töten, doch an einem 11. Februar vor vielen Jahren ist etwas Schreckliches passiert…

Meine Meinung: „Der Schatten“ war mein erstes Buch der Autorin. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft und die Kapitel haben eine angenehme Länge, so dass man zügig mit dem Lesen voran kommt.
Mit der Protagonistin Norah konnte ich irgendwie nicht so richtig warm werden, ihre Freunde Max, Paul und Sandra waren mir schon sympathischer. Die düstere und etwas schaurige Atmosphäre im winterlichen Wien fand ich sehr gut beschrieben. Wien ist als Setting wunderbar gewählt. Immer wieder geschehen unheimliche Dinge, die Norah sich nicht erklären kann - und der Leser ebensowenig. Der 11. Februar kommt immer näher und mit ihm die Frage: Was ist damals passiert und was wird in diesem Jahr passieren? Wird Norah tatsächlich zur Mörderin? Stellenweise fand ich die Handlung sehr spannend und rätselhaft, mit einigen überraschenden Wendungen, aber leider gibt es zwischendurch auch immer wieder Längen. Die Auflösung wirkte auf mich sehr konstruiert und unglaubwürdig

 und hat mir leider überhaupt nicht gefallen.

Fazit: Ein düsterer Thriller mit einem richtig tollen Setting. Obwohl mich das Buch nicht ganz überzeugt hat, bin ich doch auf andere Thriller von Melanie Raabe neugierig geworden.

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194 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Die 12-jährige Suzy Swanson macht sich ganz andere Gedanken als Gleichaltrige, zB. über den Schlafrythmus von Schnecken oder wie oft das Herz geschlagen hat, wenn man 12 Jahre alt ist. Als ihre beste Freundin Franny ertrinkt, will Suzy das nicht glauben. Franny war doch eine gute Schwimmerin! Um sich selbst den Tod der Freundin zu erklären und um ihn akzeptieren zu können, sucht Suzy nach anderen Todesursachen. Vielleicht wurde Franny von einer äußerst giftigen Qualle gebissen? Suzy beginnt zu recherchieren…


Meine Meinung:  Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und berührt, was auch an dem tollen Schreibstil von Ali Benjamin liegt.
Susy ist ein sehr eigenwilliges und außergewöhnliches Mädchen. Da sie kein Interesse an den Dingen hat, mit denen sich gleichaltrige Mädchen beschäftigen (Jungen, Klamotten, Schminke), sondern sich völlig in der Welt der Naturwissenschaften verlieren kann, ist sie eine Außenseiterin und hat nur eine einzige Freundin - Franny. Suzys Ideen sind sehr kreativ und als Leser fand ich sie lustig, bei ihren Mitschülern eckt Suzy allerdings damit an, was teilweise auch verständlich ist. Ich fand Suzy sehr liebenswert, denn Ali Benjamin versteht es, den Leser Suzys Gedanken und Gefühle nahe zu bringen. 
Der Tod ihrer Freundin setzt ihr sehr zu, sie hört auf zu sprechen und sucht eine Erklärung für Frannys Ertrinken, denn sie will nicht akzeptieren, dass „Dinge einfach so passieren“. Auch ihre Eltern sind mit ihrem Verhalten völlig überfordert und schicken sie zu einer Therapeutin.
Das Buch ist aufgeteilt in naturwissenschaftliche Kapitel über Quallen, in Kapitel in der Gegenwart und in Rückblicke in die Vergangenheit, die hauptsächlich das letzte Schuljahr schildern und deutlich machen, warum Suzy so große Schwierigkeiten hat, Frannys Tod zu akzeptieren. 
Das Ende fand ich passend und hoffnungsvoll.

Fazit: Ein sehr berührendes Jugendbuch über das Loslassen und das Erwachsen werden (empfohlenes Alter: 12 -15), das aber auch für erwachsene Leser absolut lesenswert ist.

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(61)

112 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit

Claire Douglas , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.06.2018
ISBN 9783328101697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Francesca und Sophie sind allerbeste Freundinnen und unzertrennlich. Sie wohnen in einer Kleinstadt am Meer, verbringen viel Zeit miteinander und erzählen einander alles. Doch eines Nachts verschwindet Sophie spurlos. Am Pier wird nur ein einzelner Turnschuh von ihr gefunden - sonst nichts.
Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült und zusammen mit Sophies Bruder Daniel sucht Francesca nach

Antworten…

Meine Meinung: „Missing“ von Claire Douglas wird aus zwei verschiedenen Perspektiven und von zwei verschiedenen Sprecherinnen erzählt. In der Gegenwart geht es um Francesca, genannt Frankie (gelesen von Cathlen Gawlich), die nach dem Leichenfund in ihren Heimatort zurückkehrt und zusammen mit Daniel nach weit zurückliegenden Hinweisen auf Sophies Verschwinden sucht. Während ihrer Anwesenheit in dem kleinen Küstenort geschehen ihr merkwürdige und mysteriöse Dinge. Sophies Erlebnisse (gelesen von Laura Maire) in der Vergangenheit erfahren wir durch ihre Tagebucheinträge aus der Zeit kurz vor ihrem Verschwinden. Sophies Passagen gefielen mir besser und Sophie war mir auch sympathischer als Frankie. Durch den Perspektivwechsel wird nach und nach aufgeklärt, was damals passiert ist.
Insgesamt hat das Buch / Hörbuch düstere, mysteriöse und auch spannende Passagen, aber leider auch viele Längen, doch die Wendung am Schluss hat mich überrascht (auch wenn ich einiges schon erahnen konnte) und mir gut gefallen. 3 1/2 ⭐️

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Azurblau für zwei

Emma Sternberg , Vanida Karun
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 14.05.2018
ISBN 9783837141764
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Isa, Mitte dreißig, ist an einem Tiefpunkt angelangt. Ihr langjähriger Freund hat sie verlassen, nachdem ihr gemeinsamer Kinderwunsch scheiterte und fast gleichzeitig schließt die Buchhandlung in der sie arbeitet. Dann entdeckt sie zufällig die Anzeige der 75-jährigen Schriftstellerin Mitzi, die eine persönliche Assistentin und Lektorin für ihr neues Buchprojekt, ihre Memoiren, sucht. Allerdings lebt Mitzi auf Capri.

Kurzentschlossen schreibt Isa eine Bewerbung und ist wenig später schon auf dem Weg nach Italien…

Meine Meinung: Der Anfang des Buches / bzw. Hörbuches hat mir gut gefallen. Isa war mir sofort sympathisch und ich konnte mich gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen.
Auch die Charaktere, denen Isa auf Capri begegnet - Massimo, der Gärtner; Luca, der Polizist und Mitzi, die Schriftstellerin - haben mir gut gefallen.
Nach dem eher ernsten Beginn des Buches hatte ich insgesamt mehr Tiefe erwartet, aber mit Isas Ankunft auf Capri wird die Geschichte zunächst etwas leichter und lockerer. 
Mit der Arbeit an Mitzis neuem Buch, ihrer Lebensgeschichte, wird die Handlung in zwei Erzählstränge aufgeteilt. In Mitzis Erinnerungen an ihre Vergangenheit und ihre verlorene Liebe und in Isas Geschichte in der Gegenwart, bei der Mitzi natürlich auch eine Rolle spielt. 
Die Frauen freunden sich schnell miteinander an und Isa genießt ihre Zeit auf Capri, vor allem, als sie den netten Polizisten Luca näher kennenlernt.
Der Schreibstil von Emma Sternberg ist flüssig und ihre bildhaften Beschreibungen der Insel Capri erzeugen Fernweh.
Etwa im letzen Drittel des Hörbuches fand ich die Geschichte von Isa dann etwas langatmiger und leider auch kitschiger. Auch die unerwartete Wendung in Mitzis Geschichte war mir zu seicht und unrealistisch.

Fazit: Ein Sommer- und Urlaubsroman mit einem tollen Setting und italienischem Flair. Nicht anspruchsvoll, aber unterhaltsam und als Hörbuch bei der Gartenarbeit war es für mich ganz passend. 
3 1/2 Sterne.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Farben des Himmels

Christina Baker Kline , Anne Fröhlich
Fester Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.05.2018
ISBN 9783442314157
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Christina Olsen leidet an einer seltenen Krankheit. Schon seit ihrer Kindheit verlässt sie deshalb nur selten die Farm ihrer Eltern in Maine. Ihr Leben ist geprägt von schwerer körperlicher Arbeit.
Dann lernt Christina den jungen Maler Andrew Wyett kennen, der bald ein guter Freund wird und ein ganz besonderes Bild von ihr malt



Meine Meinung: Der Schreibstil von Christina Baker Kline hat mir sehr gut gefallen. Ruhig, einfühlsam und unaufgeregt erzählt sie auf zwei Zeitebenen die Lebensgeschichte von Christina Olsen.
Schon mit drei Jahren machen sich bei Christina die Anzeichen ihrer Krankheit bemerkbar. Nach einem schweren Fieber mit starken Schmerzen sind ihre Hände und Füße verformt. Die vom Arzt verordneten Beinschienen bereiten nur Schmerzen und fügen ihr tiefe Wunden zu. Trotz ihrer körperlichen Einschränkungen nehmen ihre Eltern keine Rücksicht und sie muss auf der Farm helfen. Die Arbeit ist hart. Es gibt weder Elektrizität noch fließendes Wasser, aber Christina beschwert sich nicht. Sie ist intelligent und ehrgeizig, stolz und eigensinnig und möchte so unabhängig wie möglich sein, was ihr nicht immer gelingt. Ich konnte ihren Frust, ihre Traurigkeit und ihre ruppige Art gut nachvollziehen. Erst als sie den Maler Andrew Wyett kennenlernt, der sich völlig ungezwungen bei ihr einquartiert, um zu malen, findet sie einen Freund, der sie versteht. 
Ich fand Christina sehr authentisch. Auch wenn sie keine Sympathieträgerin ist, so ging mir ihr Schicksal doch nah. Ihre Brüder, besonders Al, der auch noch als Erwachsener sein Leben mit Christina verbringt, fand ich sympathisch. (Ein wenig erinnerten mich Al und Christina an das alte Geschwisterpaar von „Anne auf Green Gables“.) Andrey und seine Frau Betsy bringen endlich frischen Wind auf die Farm.
Das Ende und Christinas Gedanken zu dem Bild „Christinas Welt“ haben mir gut gefallen und mich neugierig gemacht. Ich habe im Internet nach Christina und Andrew gesucht und außer „Christinas Welt“ noch ein anderes Gemälde von Wyett gefunden, das im Buch beschrieben wird. Auch im Nachwort gibt es noch einige interessante Informationen. Obwohl Christina, Andrew und auch deren Familien real sind, ist die Geschichte fiktiv. 
„Christinas Welt“ ist meiner Meinung nach zu Recht eines der berühmtesten amerikanischen Gemälde des 20. Jahrhunderts. (Es ist im Buch abgebildet, aber  leider nur sehr klein).

Fazit: Ein ruhiges und berührendes Buch über eine starke Frau, das mich mehr und mehr gefesselt hat. Besonders interessant fand ich dabei den wahren Hintergrund und das Gemälde.

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(66)

97 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Zwischen uns ein ganzes Leben

Melanie Levensohn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783596702718
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Paris 1940. Die jüdische Studentin Judith lebt allein mit ihrer Mutter in Paris. Unter der deutschen Besatzung wird die Lage für sie immer gefährlicher.

Washington 2006. Béatrice, eine Französin, deren Karrierepläne gerade zu scheitern drohen, freundet sich mit einer älteren Frau an, um die sie sich ehrenamtlich kümmert. Diese Frau, Jacobina, bittet sie um Hilfe bei der Suche nach ihrer, ihr unbekannten älteren Halbschwester Judith. Diese Suche ist ein Versprechen, das Jacobina ihrem Vater vor vielen Jahren am Sterbebett gegeben hat.

Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Es beginnt 1982 in Montreal, als Jacobinas Vater Lica seiner Tochter gesteht, dass sie noch eine ältere Halbschwester namens Judith hat, deren Schicksal ungeklärt ist. Sein letzter Wunsch ist es, dass Jacobina sich auf die Suche nach Judith macht.
Danach ist das Buch in zwei Handlungsstränge und Zeitebenen eingeteilt.
Im Jahr 2006 lernt der Leser Béatrice in Washington kennen. Béatrice ist eine intelligente und ehrgeizige Frau von 43 Jahren. Sie gibt ihr Geld gern für schicke und exklusive Dinge aus. Doch in der Beziehung zu ihrem älteren Freund Joaquín kriselt es häufiger und auch beruflich steht sie plötzlich stark unter Stress. Dann macht sie eher zufällig Bekanntschaft mit der hilfsbedürftigen Jacobina und schon bald verbindet die beiden Frauen eine Freundschaft. Jacobina, die das Versprechen, das sie ihrem Vater gab, immer noch nicht eingelöst hat, bittet Béatrice um Hilfe.
Der zweite Handlungsstrang beginnt 1940 in Paris. Judith lernt Christian, den Sohn eines Bankiers kennen und sie verlieben sich ineinander. Christian kümmert sich liebevoll um Judith und auch um ihre Mutter, die in ärmlichen Verhältnissen leben. Als die Situation für Judith immer gefährlicher wird, geht er für sie ein hohes Risiko ein. 
Der Schreibstil von Melanie Levensohn ist angenehm und flüssig zu lesen. Obwohl mir beide Handlungsstränge gut gefallen haben, hatte Béatrices Geschichte meiner Meinung nach einige Längen. Die Passagen, die ihre Arbeit betreffen, hätte ich mir etwas weniger ausführlich gewünscht. Da Judiths Geschichte in der Ich-Form erzählt wird und die Handlung spannender und emotionaler ist, gefiel sie mir etwas besser. Die Charaktere fand ich, bis auf einige Ausnahmen (Joaquín, seine Tochter Laura und Béatrices Chef) sympathisch. Jacobinas Rolle hatte ich allerdings größer erwartet, ihre Rolle hat eigentlich Béatrice übernommen, die sich im Laufe der Geschichte sehr positiv entwickelt. 
Diese Geschichte hat einen wahren Hintergrund. Die Großtante des Ehemannes, und zufällig auch Namensvetterin der Autorin, wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und ihr Schicksal ist bis heute ungewiss. Die „echte" Jacobina hat zehn Jahre lang vergeblich nach ihr gesucht. Diese Tatsache macht das Buch für mich noch authentischer und berührender.

Fazit: Ein Buch, das an einem Einzelschicksal die unfassbaren Verbrechen des Holocaust deutlich macht. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

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(25)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

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Das Nachtfräuleinspiel

Anja Jonuleit
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423261999
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Annamaria, 17 und schwanger, ist überglücklich ein neues Zuhause bei Liane, Carl und ihren fünf Kindern zu finden. Liane ist Kindertherapeutin und Buchautorin von Erziehungsratgebern und wird für das junge elternlose Mädchen schnell zum Idol. Doch je länger Annamaria bei der Familie lebt, desto mehr zweifelt sie an der heilen Welt der Familie. Meine Meinung: Der Schreibstil von Anja Jonuleit gefällt mir sehr gut und auch wenn die Geschichte sich zunächst nur langsam entwickelt, so nimmt sie bald so ransant an Fahrt auf, dass man sich ihrem Sog nur schwer entziehen kann.Die Autorin versteht es, ihre Charaktere authentisch und lebhaft zu beschreiben. Lianes Geschichte beginnt in der Gegenwart, im Jahr 2017, doch in Rückblicken erfährt der Leser einiges aus ihrem Leben. Dabei wird ihr Charakter sehr deutlich. Um an ihr Ziel zu kommen, ist ihr jedes Mittel recht. Sie agiert völlig skrupellos, berechnend und manipulativ. Für sie ist ihre Art von Kindererziehung die einzig Richtige. Leider wird sie durch ihren Erfolg (Buchveröffentlichungen und sogar eine eigene Fernsehsendung, die sehr and die „Super Nanny“ erinnert) in ihrer Meinung noch bestärkt. Doch in Wirklichkeit ist ihre Bilderbuchfamilie nur Fassade. Als Leser wartet man gespannt darauf, dass Liane für ihr Handeln endlich bestraft wird. Annamaria hat mir dagegen gut gefallen. Schwanger von ihrem verheirateten Lehrer, von ihrer alkoholkranken Pflegemutter im Stich gelassen und nach einem traumatischen Erlebnis beim Nachtfräuleinspiel (einem alten schwäbischen Brauch zu Fastnacht) nimmt Liane sie als Kindermädchen und Haushaltshilfe bei sich auf. Zunächst ist Annamaria überglücklich bei der Familie, hält sich strikt an Lianes Vorgaben zur Ernährung, und ihr Verhältnis zu den Kindern ist liebevoll und mitfühlend. Doch nach einer Weile erkennt sie immer mehr, was wirklich in der Familie vor sich geht. Das Ende hätte ich mir für sie vielleicht etwas positiver gewünscht. Fazit: Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Das Thema (für mich als Erzieherin und Mutter besonders interessant) ist sicher nicht häufig in Romanen zu finden. Es hat mich sehr berührt und erschüttert. Außerdem ist es spannend wie ein Krimi. Ganz sicher ein Highlight für mich! Ganz sicher werde ich bald noch andere Bücher der Autorin lesen.

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(57)

106 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Sommer in Atlantikblau

Miriam Covi
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2018
ISBN 9783453422131
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Lotte Selinger macht auf Wunsch ihrer verstorbenen Großtante Charlie mit ihrer Mutter und ihren zwei Schwestern ein paar Tage Urlaub in New York. Auf dem Rückflug muss die Maschine wegen eines Vulkanausbruchs in Island notlanden. Nun sitzen die vier Frauen an der kanadischen Ostküste fest. Da das Flughafenhotel ausgebucht ist, nehmen sie die Hilfe eines mürrischen Mannes an, der ihnen anbietet, sie zu einem Bed & Breakfast in seinem Heimatort Chester

zu bringen. Lotte ist fasziniert von den unverschämt blauen Augen dieses Mannes, Connor, und trotz seiner schroffen und abweisenden Art, und gegen ihren Willen, fühlt sich Lotte sofort zu ihm hingezogen…

Meine Meinung: Natürlich ist die Geschichte von Anfang an vorhersehbar, aber das störte mich überhaupt nicht.
Der Schreibstil ist locker und lebendig und passt sehr gut zu diesem leichten Sommerroman, der in dem kleinen Ort Chester in Nova Scotia, spielt. Durch die bildhaften Beschreibungen konnte ich während des Lesens diesen kleinen Ort (ich habe ihn inzwischen gegoogelt - wunderschön), das Mapletree Bed & Breakfast und die Charaktere deutlich vor mir sehen.
Lotte ist eine sehr sympathische und liebenswerte Protagonistin. Sie hat ihre Schwächen und Fehler, ebenso wie ihre Mutter und ihre Schwestern. Die drei Schwestern sind sehr unterschiedlich und im Laufe der Geschichte werden auch ihre Probleme und Selbstzweifel thematisiert und alle vier Frauen machen eine positive Verwandlung durch. Natürlich ist Connor nicht ohne Grund mürrisch und abweisend, trotzdem hat er auch Humor. Auch die Nebencharaktere, wie z.B. Hazel, Roy, Harold und Ethan, werden sehr warmherzig beschrieben.
Die Liebesgeschichte, die sich nur langsam entwickelt, fand ich sehr humorvoll und sie hat mir gut gefallen.
Das Ende dagegen war für mich etwas zu kitschig und unglaubwürdig.

Fazit: Ein schönes Sommerbuch, das durch sein tolles Setting, seine liebenswerten Protagonisten und seine Leichtigkeit überzeugt. 

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(12)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Bad Friends - Was habt ihr getan?

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426522585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Sie sind die besten Freunde: Der 15-jährige Abdi, ein Flüchtlingsjunge aus Somalia und der gleichaltrige Noah, der seit Jahren gegen seine Krebserkrankung kämpft. 
Ein gemeinsamer nächtlicher Ausflug endet für Noah auf der Intensivstation, nachdem er bewusstlos aus dem Bristol Feeder Canal gezogen wurde. Was ist passiert? Da Abdi schweigt und Noah im Koma liegt, beginnt Detektive Jim Clemo zu ermitteln.


Meine Meinung: Obwohl der Schreibstil mir gut gefällt und auch flüssig zu lesen ist, hat mich das Buch leider nicht ganz überzeugen können.
Die Geschichte hat zwei verschiedene Handlungsstränge, die durch Abdi miteinander verbunden sind. Es geht um die Aufklärung der Ereignisse, die in der Nacht zu Noahs Sturz ins Wasser geführt haben, aber auch um ein Flüchtlingslager, in dem Abdis Familie schon vor seiner Geburt eine Zeit lang gelebt hat. Nur durch Zufall ist Abdi auf etwas gestoßen, das ihn besorgt.
Die Anfeindungen und Vorurteile gegenüber Flüchtlingen, sowie auch Noahs Leben mit der Krankheit werden thematisiert und anschaulich beschrieben. Genauso wie die Freundschaft dieser unterschiedlichen Jungen, die beide aus verschiedenen Gründen Außenseiter sind.
Etwas gestört hat mich die fehlende Kapiteleinteilung, besonders bei Perspektivwechseln, zumal Noah und Jim Clemo beide in der Ich-Form erzählen.

Fazit: Das Buch ist auf keinen Fall uninteressant, aber als Thriller würde ich es nicht bezeichnen. Spannung kam leider erst gegen Ende auf. 3 1/2 Sterne, aufgerundet auf 4.

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93 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

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Weit weg von Verona

Jane Gardam , Isabel Bogdan
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 23.07.2018
ISBN 9783446260405
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die 13-jährige Jessica Vye lebt zur Zeit des zweiten Weltkriegs mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder an der Nordostküste Englands. Sie hat nur eine einzige wirkliche Freundin, da sie mit ihrer unangepassten Art und ihrem Drang, meistens schonungslos die Wahrheit zu sagen, schnell aneckt. Bei Mitschülern genauso wie bei Lehrerinnen. Ihr großes Ziel ist es, Schriftstellerin zu werden, doch eine der Lehrerinnen weckt große Zweifel in ihr.

Meine Meinung: Ich brauchte ein paar Seiten, um mich an den Schreibstil und die Protagonistin zu gewöhnen, doch dann fand ich beide grandios. Jane Gardam lässt ihre Protagonistin Jessica selbst ihre Geschichte erzählen, und das auf eine frische, mit englischem Humor versetzte, manchmal aber auch nachdenkliche Art. 
Jessica ist ein ungewöhnliches, eigenwilliges und anders denkendes Mädchen. Etwas schräg und absolut liebenswert. Weder ihre Eltern, noch ihre Lehrerin Miss Dobbs erkennen ihr Talent, oder unterstützen sie. In der älteren Lehrerin Miss Philemon findet sie endlich eine Art Seelenverwandte.
Die Geschichte ist ruhig, ohne große Höhen und Tiefen, trotzdem fand ich sie sehr unterhaltsam und schön. Ein Buch, das ich sicher noch ein zweites Mal lesen werde.

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(59)

89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Das Gift der Wahrheit

Julia Corbin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.07.2018
ISBN 9783453359772
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Hauptkommissarin Alexis Hall und Kriminalbiologin Karen Hellstern werden zu einer bereits stark verwesten weiblichen Leiche gerufen, die nur durch Zufall am Mannheimer Klärwerk gefunden wurde. Dei der Toten finden sie ein Medaillon mit einer in Harz gegossenen Kreuzspinne. Relativ schnell kann das Opfer identifiziert werden und die Ermittlungen führen zu Gabriela Thalbach, der Freundin der Toten und ihrer Tochter Merle. Schon seit längerer Zeit werden die beiden von Gabrielas Exmann terrorisiert und bedroht. Ist er der Täter? Gibt es noch mehr Opfer? Die Spuren führen zu Morden in Kolumbien.

Meine Meinung: „Das Gift der Wahrheit“ ist bereits der zweite Fall für Karen und Alexis, aber durchaus ohne Vorkenntnisse zu lesen, auch wenn häufiger Bezug auf den Vorgänger genommen wird.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und der Spannungsbogen baut sich zuerst langsam, aber dann unaufhörlich auf. Unterbrochen wird er durch Einblicke in das Privatleben der beiden Ermittlerinnen und durch die biologisch / wissenschaftlichen Erklärungen von Karen, der Kriminalbiologin. Diese Ausführungen nehmen (meistens) gerade soviel Raum ein, um interessant zu bleiben. Noch mehr davon hätte mich gelangweilt.
Als etwas zu viel habe ich dagegen die privaten Probleme und Gedanken von Alexis empfunden. Dadurch gerät der eigentliche Fall manchmal sogar in den Hintergrund.
Gut gefallen haben mir die Perspektivwechsel. So bekommt der Leser nicht nur die Geschichte aus der Sicht der Ermittler geschildert, sondern auch aus der des Mörders, der Opfer und anderer Charaktere. Das macht das Buch sehr abwechslungsreich und spannend. Vor allem mit den Opfern habe ich mitgezittert und gelitten. Die Morde sind ziemlich grausam und makaber und der Mörder völlig skrupellos.

Fazit: Das Buch ist gut geschrieben und stellenweise so spannend, dass mir ein Schauer über den Rücken lief😱, und sicher nichts für Menschen mit einer Spinnenphobie🕷🕸

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(55)

115 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Der Schmetterlingsjunge

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442205424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Die Tote lag bäuchlings auf dem Bett - auf ihren Rücken hatte ihr Mörder einen riesengroßen wunderschönen Schmetterling gemalt. Nils Trojan und seine Kollegen sind fassungslos, doch nur zwei Tage später finden sie ein zweites Opfer mit einer ähnlichen Bemalung. Der Mörder hinterlässt an den Tatorten Spuren für die Polizei, die auf weitere Verbrechen hinweisen und spielt ein perfides Verwirrspiel mit den Ermittlern.


Meine Meinung. „Schmetterlingsjunge“ ist bereits der 7. Fall für Nils Trojan und bisher habe ich alle Bücher gelesen. Manche fand ich super, andere weniger gut.
Ich bin eigentlich kein Fan von Thrillern, in denen es um psychopathische Serienkiller geht, die eine traumatische Kindheit hatten. Davon gibt es auch schon jede Menge. Trotzdem hat mich diese, in meinen Augen etwas absurde (damit meine ich die Art der Morde) Geschichte, von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil ist einfach, flüssig und zusätzlich durch die große Schrift sehr schnell zu lesen. Die Handlung ist rasant und spannend, ohne überflüssige Längen, und da jedes Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger endet und es viele Perspektivwechsel gibt, lässt sich das Buch nur schwer zur Seite legen. 
Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser in Rückblicken mehr über die Vergangenheit des Täters und kann so den Ursprung seiner Taten erkennen.
Die sich anbahnende neue Liebesgeschichte ist ziemlich vorhersehbar und für mich persönlich auch überflüssig, nimmt aber zum Glück nicht zu viel Raum ein und ich bin froh, dass Trojans Beziehungsprobleme mit Jana endlich in den Hintergrund treten.

Fazit: Für mich war „Schmetterlingsjunge“ ein echter Pageturner und deshalb sehe ich gerne über einige kleine inhaltliche Schwächen hinweg.

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90 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer

Ann Kidd Taylor , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.04.2018
ISBN 9783328102373
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Maeve und ihr Zwillingsbruder Robin verlieren schon im Alter von sechs Jahren ihre Eltern bei einem Unfall. Sie wachsen bei ihrer Großmutter Perri auf, die an der Küste Floridas das „Hotel der Musen“ betreibt. Im Alter von zwölf Jahren passieren zwei entscheidende Dinge am selben Tag: Maeve küsst Daniel, ihre erste große Liebe, und sie wird von einem Hai gebissen. Die Beziehung zu Daniel zerbricht einige Jahre später, doch Maeve entwickelt eine große Liebe zu Haien und wird Meeresbiologin. An ihrem 30. Geburtstag kehrt sie in das Haus ihrer Großmutter zurück und trifft unverhofft auch Daniel wieder…

Meine Meinung: In diesem ersten Roman von Ann Kidd Taylor geht es nicht nur um eine Liebesgeschichte und das Verzeihen von Kränkungen, sondern auch zu einem relativ großen Teil um Haie und andere Meeresbewohner. Um Tierquälerei und das grausame und illegale Geschäft mit Haifischfossen; shark finning genannt. Dieses Thema fand ich auch sehr interessant, vor allem die bildhaften Beschreibungen der Tauchgänge haben mir gut gefallen. Insgesamt gesehen war es mir aber etwas zu ausführlich.
Die Charaktere sind alle sympathisch beschrieben, über einige, z.B. Perri, Maeves bücherliebende und etwas verrückte Großmutter, hätte ich allerdings gerne noch etwas mehr erfahren. Ganz bezaubernd wird dagegen die sechsjährige Hazel geschildert. Auch wenn sie manchmal etwas zu altklug ist, so fand ich die Passagen mit ihr sehr amüsant und berührend. Ich glaube, jeder Leser wird sie sofort lieben!
Das Setting Florida ist ein Traum und der Schreibstil leicht, flüssig und bildhaft. Obwohl man das Ende schon bald erahnen kann, war ich mir nie ganz sicher und ich war einige Male kurz davor, auf die letzte Seite zu schauen.
Fazit: Insgesamt ist „Shark Club“ ein schön zu lesender Sommerroman, den ich gerne weiterempfehle.


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17 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Pfaffs Hof

Hiltrud Leenders
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499273711
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt: Anfang der 60er Jahre zieht die kleine Annemarie mit ihren Eltern auf den dunklen und baufälligen Hof der Familie Pfaff in einen kleinen Ort am Niederrhein. Die Eltern haben sich nicht mehr viel zu sagen und die Stimmung ist meistens ziemlich gedrückt. Der älteste Sohn Peter (1944 geboren) ist schon ausgezogen, weil er sich mit dem Vater überworfen hat. Die Mutter hat ständig andere Männer zu Hause, wenn der Vater nicht da.

Annemarie flüchtet sich in die Welt der Bücher und träumt davon Studentin zu werden. Ihr großes Vorbild ist Astrid Lindgren.

Meine Meinung: Die ganze Geschichte, die in den späten Nachkriegsjahren spielt, wird aus der Sicht von Annemarie erzählt. Ich schätze ihr Alter auf etwa 6 oder 7 Jahre zu Beginn und auf 10 oder 11 Jahre am Ende des Buches. Die Menschen sind noch von der schweren Last und Schuld des Krieges geprägt und vor allem die ehemaligen Soldaten möchten diese schlimmen Jahre möglichst schnell vergessen und nicht mehr darüber sprechen. Annemaries Vater wird noch viele Jahre nach dem Krieg  von Alpträumen gequält. Das Mädchen bekommt alles mit, denn es schläft zwischen den Eltern. Die Mutter macht vor Annemarie kein Geheimnis daraus, wie sie zu dem Vater steht (dem „Satan“) und Annemarie sieht sie häufiger mit anderen Männern, die sie sich scheinbar wahllos aussucht. Der Vater scheut sich, Annemarie seine Zuneigung zu zeigen, die aber trotzdem ganz deutlich erkennbar ist. Mit Gefühlen war man zu der Zeit eher zurückhaltend.
Durch die Sichtweise eines Kindes und der typischen Sprache der 60er wirkt dieser Roman äußerst lebhaft und authentisch. Die Kapitel sind sehr kurz und flüssig zu lesen. Allerdings springen die Kapitel manchmal ohne genaue Angaben in den Zeiten, was etwas verwirrend ist. Hiltrud Leenders benutzt Redewendungen, Ausdrücke, Lieder und Gebete, die ich persönlich (geboren 1964) auch noch sehr gut kenne und für mich war es wie eine Reise in die Vergangenheit. Auch kenne ich noch Steghosen, Wasserwellen, die Besucherritze, Eisblumen am Fenster und auch das Lied: "Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann auch zu dir. Mit dem kleinen Hackebeilchen und macht Hacke-, Hacke-, Hackemus aus dir.“ (Heute unvorstellbar, so etwas Kindern vorzusingen!).
Annemarie hat einen starken Willen, sie wird immer selbstbewusster und hat ein  klares Ziel vor Augen: Sie möchte studieren!  
Das Ende, eine Provokation von Annemarie, fand ich sehr gut.

Fazit: Mir hat das Buch, das eine Zeitreise in die 60er Jahre ist und Annemaries Alltag schildert, sehr gut gefallen.

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Sommerhaus zum Glück

Anne Sanders
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.05.2018
ISBN 9783764506308
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Nach einer gescheiterten Beziehung kauft Elodie kurzentschlossen und unbesehen ein altes marodes Bed and Breakfast in St. Ives und reist von Frankfurt nach Cornwall. Das kleine Haus ist von Grund auf renovierungsbedürftig und vor Elodie liegt viel Arbeit. In einem Café des kleinen Ortes lernt sie deren Besitzerin Helen und die lebenslustige alte Dame Brandy kennen und bald verbindet die drei eine enge Freundschaft.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Anne Sanders ist wunderbar leicht, locker und humorvoll. Schon von der ersten Seite an hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen und zudem den Wunsch in mir geweckt, einmal nach St. Ives zu reisen.
Alle Charaktere sind lebhaft und warmherzig beschrieben und sehr sympathisch. Am allerbesten hat mir allerdings Elodie gefallen. Besonders amüsant fand ich ihre ersten Begegnungen und Gespräche mit Tom. Aber auch bei anderen Passagen musste ich manchmal laut lachen (z.B. über die maulende Myrte).
Die Perspektiven wechseln zwischen Elodie und Helen - beide in der Ich-Form, was mich zuerst etwas irritiert hat - , denn auch Helen hat eine eigene kleine Geschichte und schließlich sogar Brandy. Der Perspektivwechsel ist jedoch gut gelungen, denn die Geschichte wird dadurch nicht unterbrochen.

Fazit: Ein wirklich schöner und leichter Sommerroman mit einem tollen Setting und liebenswerten Charakteren. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. So muss es sein!

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Zeckenbiss

Sabine Thiesler
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.04.2018
ISBN 9783453271470
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: In Ambra, in der Toskana, wird eine deutsche Frau ermordet. Vom Täter oder dem Motiv fehlt jede Spur. In Deutschland gibt es einige Monate später einen weiteren ungeklärten Mordfall. Gibt es einen Zusammenhang?
Währenddessen sitzt der 17-jährige Faruk zum wiederholten Mal im Jugendknast. Schon als Kind wurde er straffällig, ist inzwischen Mehrfach und Intensivtäter, kommt aber immer mit geringen Strafen davon. Auch diesmal hofft er auf eine vorzeitige Haftentlassung.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Sabine Thiesler ist wie immer absolut flüssig und sehr gut zu lesen. Trotz vieler Charaktere und verschiedener Handlungsstränge bin ich nie aus dem Lesefluss geraten.
Bis etwa zur Hälfte des Buches waren mir die Zusammenhänge noch völlig unklar, erst dann laufen nach und nach die Handlungsstränge zusammen und die Verbindungen werden deutlich.
Fast alle Charaktere werden sehr ausführlich beschrieben; ihre Vergangenheit, sowie ihre Gedanken und Gefühle. Ich konnte mit allen (außer Faruk) mitfühlen. Mit dem Mörder genauso wie mit seinen Opfern (was auf keinen Fall heißen soll, dass ich die Morde gutheiße!).
Faruk, sein Leben in der JVA, die Zustände dort, seine Vergangenheit und die Tötung des Mädchens (für mich die schrecklichste Stelle im Buch - diese genaue Beschreibung fand ich überflüssig!) haben meiner Meinung nach zu viel Raum in der Geschichte eingenommen, auch wenn so Faruks kriminelle Entwicklung und sein Charakter sehr deutlich werden. Außerdem glaube ich, dass Frau Thiesler sich hier vieler Klischees bedient hat.
Commissario Neri und seine Frau Gabriella, die vielen Lesern schon ans Herz gewachsen sind, haben leider nur eine sehr kleine Rolle, denn die Geschichte spielt hauptsächlich in Deutschland.

Fazit: Ein „Thiesler“ mit einem anderen Aufbau als sonst, aber demselben genialen Schreibstil. Ich habe „Zeckenbiss“ gerne gelesen, finde das Buch aber etwas schwächer als seine Vorgänger. 


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105 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Die Ärztin - Das Licht der Welt

Helene Sommerfeld
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499273995
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: 1878. Nach einem tragischen Unglück und einer mutigen Tat, verlässt die 13-jährige Ricarda Pertersen, die Tochter der Köchin und des Gärtners auf Schloss Freystetten in Brandenburg, ihre Familie um als Mündel der Komtess Henriette von Freystetten in Berlin zu leben. Die Komtess ist eine der ersten Ärztinnen in Deutschland und führt ein emanzipiertes Leben. Ricarda assistiert ihr gerne bei den Behandlungen und träumt bald davon, selber kranken Menschen helfen zu können.

Meine Meinung: Obwohl mich das Cover überhaupt nicht angesprochen hat, hat mich die Leseprobe schnell überzeugt.
Das Buch beginnt sofort spannend mit dem Unfall, der gewissermaßen der Beginn der Veränderung von Ricardas weiterem Leben ist. Zur damaligen Zeit hätte sie alsTochter der Köchin und des Gärtners so gut wie keine Möglichkeit einer Weiterbildung gehabt und hätte zwangsläufig ebenfalls im Haushalt der Familie von Freystetten gearbeitet. Als Mündel der angesehenen unverheirateten Komtess Henriette wird sie jedoch in deren Kreise eingeführt und erlebt den Alltag der Ärztin, aber sie sieht auch viel Leid. Und sie erfährt auch schnell, wie schwer es Frauen in der dominanten Männerwelt gemacht wird, etwas zu erreichen, das für die meisten Männer selbstverständlich ist. Ich habe das Buch als sehr interessant und informativ empfunden. In unterhaltsamer Romanform habe ich viel über diese Zeit erfahren, über die Rolle der Frau (auch über die damalige Mode), über die Lebensverhältnisse der ärmeren Leute, über Krankheiten, die Krankenpflege und über die medizinische Weiterentwicklung. Ich bin froh, dass ich im Jahr 2018 lebe!
Die verschiedenen Charaktere; einige sympathisch, andere weniger, sind glaubhaft beschrieben. Die Protagonistin Ricarda ist eine intelligente, ehrgeizige und mutige junge Frau, die für ihr Ziel einiges in Kauf nimmt. Ich werde sicher auch noch den 2.Teil „Die Ärztin - Stürme des Lebens“ lesen, der am 20. November erscheint.

Fazit: Eine wirklich sehr interessante historische Geschichte aus der Welt der Medizin.

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Ein Sommer in den Hamptons

Karen Swan , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.04.2018
ISBN 9783442487509
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Nach 11-jähriger Beziehung verabschiedet sich Rowenas Freund Matt ziemlich überraschend für einen halbjährigen Selbstfindungstrip nach Asien. Rowena, genannt Ro, ist bestürzt, doch durch Zufall erhält sie die Möglichkeit den Sommer mit zwei flüchtigen Bekannten in einem Haus in den Hamptons zu verbringen. Nach anfänglichem Trennungsschmerz beginnt sie die Zeit zu genießen und erlebt einen aufregenden und unvergesslichen Sommer.

Meine Meinung: Die Hamptons sind als Urlaubsort für die Reichen und Schönen Manhattans bekannt, für ihre wunderschönen weißen Strände und viel Sonne.
Die Protagonistin Ro, die nur zufällig in diese glamouröse Welt stolpert, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ihr kleinen Macken und ihre Tollpatschigkeit (ihr Mitbewohner Hump, den ich auch sehr mochte, nennt sie sogar liebevoll Bigfoot) machen sie sehr liebenswert. Sie versucht als Fotografin ihren Lebensunterhalt für den Sommer zu verdienen, was sich allerdings zunächst als sehr schwierig erweist. Sehr lange Zeit trägt sie ausschließlich Kleidung von Matt, bis endlich ihre Verwandlung von der betrübten alleingelassenen Freundin zur selbstbewußten Frau beginnt.
Der Schreibstil von Karen Swan ist flüssig und ihre anschaulichen Beschreibungen vom Leben auf den Hamptons, der Umgebung, den Stränden und den Häusern, fand ich gut gelungen.
Natürlich ist das Ende ziemlich schnell vorhersehbar, aber das störte mich nicht. Allerdings hatte die Handlung für mich einige Längen. Ich hatte einen leichten Sommer- und Liebesroman erwartet und die eingeschobene Kriminalgeschichte fand ich überflüssig und auch langweilig. Dafür kam die Liebesgeschichte etwas zu kurz.

Fazit: Trotz der sympathischen Protagonisten und des angenehmen Schreibstils fand ich das Buch leider etwas zäh. 150 - 200 Seiten weniger hätten mir sicher besser gefallen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Sommer mit Aussicht

Lena Wolf
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499291326
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Die 34jährige Luisa möchte endlich ihre leibliche Mutter Regina, die in der Provence eine kleine Pension betreibt, kennenlernen. Elisabeth, Luisas Adoptivmutter und Stefan, ihr Noch-Ehemann begleiten sie zu einem Treffen und einem Kurzurlaub nach Frankreich. Es macht die Sache nicht einfacher, dass Elisabeth nicht ahnt, dass Stefan und Luisa sich bereits vor einem halben Jahr getrennt haben. Schon die Hinreise wird abenteuerlich, denn erst haben sie eine Autopanne, und dann werden sie von einem attraktiven Franzosen in einem uralten Kleintransporter mitgenommen.

Meine Meinung: „Sommer mit Aussicht“ ist ein Roman mit gleich zwei Schwerpunkten. Einmal geht es um die Liebe, denn Luisa steht zwischen zwei Männern. Ihr Mann Stefan wünscht sich einen Neuanfang mit ihr, aber Nicolas, ihr Helfer bei der Autopanne, gefällt ihr auch sehr gut und flirtet mit ihr. Ein anderes Thema ist das Verhältnis zwischen Luisa und ihrer leiblichen Mutter Regina, das sich nicht so entwickelt, wie Luisa es sich wünscht. Lena Wolf sind die Übergänge zwischen ernsten und amüsanten Abschnitten gut gelungen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und humorvoll. Ich konnte mir alle Beschreibungen sehr gut vorstellen.
Luisa hat mir am besten gefallen. Ihre leicht chaotische Art macht sie sehr liebenswert und ihre Gefühle und Gedanken zu Regina konnte ich gut nachvollziehen. Auch alle anderen Charaktere (mit Ausnahme von Regina, mit der ich nicht warmwerden konnte) sind ausnahmslos gut gezeichnet und sympathisch.

Fazit: Ein Sommerroman mit einem wunderschönen Setting, der trotz seiner teilweise ernsteren Stimmung nicht den Humor und die Leichtigkeit verliert. Eine perfekte Urlaubslektüre.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Meer so nah

Fiona Blum
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.04.2018
ISBN 9783442314782
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die 42-jährige Mathematiklehrerin Lucy S. Harper aus Manchester liebt Ordnung und Beständigkeit. Als sie eines Tages einen Anruf von einer Unbekannten aus Irland erhält, dass ihr Vater George im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte, ist sie sehr irritiert, denn ihrem Vater Peter geht es gut. Ihre Eltern wollen ihre Fragen nicht beantworten und so macht sich Lucy kurzentschlossen auf den Weg nach Irland um der Sache auf den Grund zu gehen…

Meine Meinung: Dieser Roman ist eine amüsante Reise durch Irland, eigentlich eine Liebeserklärung an dieses schöne Land mit seinen liebenswerten Einwohnern und ihren unaussprechlichen Namen.
Der Schreibstil von Fiona Blum ist flüssig, locker und schnell zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich allerdings nur langsam ohne große Highlights, aber es ist schön, Lucys positive Veränderung mitzuerleben. Lucy, die alleine lebt und Überraschungen verabscheut, wagt plötzlich etwas und reist alleine mit einem alten VW Bus durch ein fremdes Land. Ein Abenteuer bei dem sie neue Menschen kennenlernt, von allen etwas lernt und offener wird. Lucy und auch alle Nebencharaktere haben ihre kleinen liebenswerten Schrullen, was sie umso sympathischer macht. Jeder Charakter hat seine eigene kleine Geschichte. Das fand ich persönlich etwas zu viel. Weniger Charaktere, aber dafür etwas mehr Handlung oder tiefer gehende Beschreibungen (z.B. von Liam) wären mir lieber gewesen. 
Das Ende ist wie ein großes zufriedenstellendes Finale.

Fazit: Ein warmherzig geschriebener Road Trip durch Irland, der mich gut unterhalten hat. Ein Wohlfühlbuch mit ausnahmslos sympathischen Charakteren.

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(34)

76 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

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Kenia Valley

Kat Gordon , Mayela Gerhardt
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 24.04.2018
ISBN 9783455002775
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Der knapp 15-jährige Theo kommt 1925 mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester Maud aus England nach Kenia, denn sein Vater ist der neue Direktor der Uganda Eisenbahn.
Theo freundet sich sehr schnell mit Freddie und Sylvie an, die beide zwar etwa zehn Jahre älter sind als er, ihn aber vom ersten Moment an faszinieren. Sie ziehen ihn mit hinein in ihre ausschweifendes exzentrisches Leben voller Parys, Affären und Glamour.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Kat Gordon ist sehr flüssig und bildhaft zu lesen und ließ mich schnell in die schillernde Welt des Happy Valley Set eintauchen.
Die Charaktere waren mir allerdings fast alle unsympathisch, vor allem Freddie und Sylvie. Ihr egoistisches Verhalten, ihr dekadenter Lebensstil und ihre Arroganz den afrikanischen Angestellten gegenüber, gefiel mir überhaupt nicht. Sie genießen Theos große Bewunderung, ja sogar fast Anbetung, und machen sich einen Spaß daraus, ihn überallhin mitzunehmen und in ihre Welt einzuführen. Theo dagegen verliebt sich schon auf den ersten Blick unsterblich in die schöne Sylvie und sieht in dem gutaussehenden Freddie lange Jahre ein Vorbild. Er ist stolz und glücklich, bei den ausschweifenden Partys und anderen Unternehmungen dabei sein zu dürfen. Er ist süchtig nach ihrer Zuneigung und Akzeptanz. Erst viel später, nach seinem Studium in Edinburgh, hat sich vieles verändert und auch Theo ist inzwischen erwachsen und macht nach und nach eine positive Verwandlung durch.
Seine jüngere Schwester Maud ist von Anfang an ein Sympathieträger. Sie macht nicht alles mit, sondern hinterfragt die Dinge. Als Einzige der Europäer (in diesem Buch) sieht sie in den einheimischen schwarzen Angestellten (Totos genannt) auch die Menschen und wertschätzt sie. Obwohl die Geschwister so unterschiedlich sind, hängen sie doch sehr aneinander.


Fazit: „Kenia Valley“ schildert das sorglose und schillernde Leben der reichen Europäer in den 20er und 30er Jahren und die schleichende Veränderung im Laufe dieser Zeit in Kenia.
Eine eher ungewöhnliche Geschichte mit einem exotischen und historischen Setting.


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170 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 107 Rezensionen

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Krokodilwächter

Katrine Engberg , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.2018
ISBN 9783257070286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Inhalt: Die 21-jährige Literaturstudentin Julie wird von ihrem älteren Nachbarn Gregers tot aufgefunden. Erstochen und von Schnitten im Gesicht gezeichnet. Einige Spuren deuten auf Kristoffer, den jungen Freund der Vermieterin Esther de Laurenti hin. Als diese dann der Polizei ein von ihr geschriebenes Manuskript zeigt, das einen sehr ähnlichen Mord beschreibt, glaubt die Polizei der Auflösung sehr nahe zu sein. Doch dann geschieht ein weiterer Mord…

Meine Meinung: „Krokodilwächter“ von Katrine Engberg ist der erste Fall des dänischen Ermittlerteams Jesse Kørner und Anette Werner. Jeppe ist ein typischer Ermittler wie man ihn auch aus anderen skandinavischen Krimis kennt. Seine Frau hat ihn verlassen, er fühlt sich einsam, hat körperliche Beschwerden und ist leicht depressiv. Anette spielt in diesem Buch eine etwas kleinere Rolle. Sie ist ungeduldiger und nicht sonderlich diplomatisch, aber in ihrem Privatleben scheint alles in Ordnung zu sein. Zusammen bilden Jeppe und Anette ein starkes Team. Zitat S.22: „An guten Tagen hackten sie aufeinander rum wie ein altes Ehepaar, an schlechten Tagen hätte er sie am liebsten in den Øresund geschmissen“. Ich persönlich mag gegensätzliche Ermittler sehr gern.
Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr verschieden. Besonders gut hat mir die 68-jährige Hausbesitzerin  und emeritierte Professorin Esther de Laurentis gefallen. Sie ist zwar etwas exzentrisch, vielleicht auch leicht schrullig, aber vor allem warmherzig und liebenswert.
Auch die Sprache und der ruhige und unaufgeregte Schreibstil haben mir zugesagt. Die Spannung steigt zuerst relativ langsam, doch je mehr die Polizei ermittelt, desto spannender und komplexer wird der Fall. Bis zur endgültigen Auflösung hatte ich weder vom Mörder noch vom Motiv eine genaue Vorstellung.
Der Titel des Buches, der mich zuerst etwas irritiert hat, wird erst gegen Ende geklärt.

Fazit: „Krokodilwächter“  ist ein gut konstruierter, komplexer und spannender Kriminalroman, bei dem die Ermittlungsarbeit der Polizei im Vordergrund steht. Als Thriller würde ich das Buch aber nicht bezeichnen. Ich denke, das Ermittlerteam, das mir bisher noch etwas fremd geblieben ist (vor allem Anette), wird sich in den nächsten Büchern noch weiterentwickeln.


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243 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

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Mein Sommer auf dem Mond

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.03.2018
ISBN 9783570311981
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Fritzi, Bastian, Tim und Sarah lernen sich in einem Therapiezentrum für psychisch kranke Jugendliche auf Rügen kennen. Die vier unterschiedlichen Teenager bilden für einige Wochen ein Team, die Therapiegruppe „Die Astronauten" und müssen sich wohl oder über zusammenraufen. Dabei freunden sie sich an, helfen einander und wachsen über sich hinaus.


Meine Meinung: Jugendbüchern stehe ich (ü50) immer sehr skeptisch gegenüber. Zu oft wurde ich schon enttäuscht. „Mein Sommer auf dem Mond“ hat mich aber von Anfang an begeistert. Der Schreibstil von Adriana Popescu ist absolut wunderbar und mitreißend. Sie schafft es mit bewundernswerter Leichtigkeit und Humor dem Leser ein schwieriges Thema nahe zu bringen.
Die vier Jugendlichen, die alle mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben, sind sich zunächst fremd und auch nicht besonders sympathisch. Im Laufe der Zeit werden sie jedoch zu richtig guten Freunden. Nach und nach akzeptiert jeder den anderen und vor allem sich selbst. Der Weg dorthin hat Höhen und Tiefen und ist auch am Ende des Buches noch nicht geschafft, und es ist sehr berührend, ihn begleiten zu dürfen.
Die Geschichte wird abwechselnd von Fritzi und Bastian erzählt und beinhaltet auch eine kleine Liebesgeschichte. Diesen Wechsel finde ich sehr gelungen, denn er ermöglicht, beide besser zu verstehen.
Alle vier Protagonisten waren mir am Ende ans Herz gewachsen und ich hatte beinahe das Gefühl, als würde ich sie persönlich kennen.

Ein Satz, der mir besonders gut gefallen hat: „Mein Herz hat die Schuhe ausgezogen und tobt sich seit Minuten in einer Hüpfburg aus“. ♥️👟👟

 Fazit: Für mich ist „Mein Sommer auf dem Mond“ von Adriana Popescu ein aus der Masse herausragendes Jugendbuch und auf jeden Fall auch für ältere Leser geeignet. Eine Geschichte über Freundschaft, Akzeptanz, Mut und die erste Liebe. Klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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106 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 19 Rezensionen

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Die Engelsmühle

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 29.10.2008
ISBN 9783865520807
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Inhalt: Der pensionierte Arzt Abel Ostrovski wird in seiner Villa ermordet aufgefunden. Vor seinem Tod wurde er brutal gefoltert. Die Polizei verdächtigt schnell Peter Hogarts Bruder Kurt. Hogart setzt alles daran, um die Unschuld seines Bruders zu beweisen und gerät dabei in große Gefahr, denn der Mörder ist völlig skrupellos.

Meine Meinung: Nach „Die Schwarze Dame“ ist „Die Engelsmühle“ der zweite Teil der Thrillerreihe mit dem Detektiv Peter Hogart. Beide Bücher, die bereits vor etwa zehn Jahren zum ersten Mal erschienen, wurden vom Autor überarbeitet und neu aufgelegt.
Peter Hogart ist Versicherungsdetektiv und klärt auf seine eigene Art die spektakulärsten Mordfälle auf, übersieht dabei geflissentlich Vorschriften und Gesetze, findet die geheimsten Verstecke und bringt sich selbst in haarsträubende Situationen. Seine Schwäche sind schöne Frauen und Zigaretten. Außerdem ist er der Polizei immer einen Schritt voraus. Trotz dieser Klischees ist Hogart ein sympathischer Protagonist, denn er hat auch Humor. Auch seine Nichte Tatjana hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil von Andreas Gruber ist wie gewohnt flüssig, bildhaft und teilweise sehr amüsant. Aber wie auch in seinen anderen Thrillern sind die Morde ziemlich grausam und auch an ekligen Beschreibungen wird nicht gespart. Trotz verschiedener Vorkommnissen nimmt das Buch erst im letzten Drittel so richtig Fahrt auf. Dann konnte ich es aber auch nicht mehr weglegen. Obwohl ich schon früh eine Vermutung hinsichtlich des Täters hatte, fand ich es deshalb nicht weniger spannend.

Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Im Vergleich zu A. Grubers anderen Reihen, finde ich die Peter Hogart Reihe allerdings am schwächsten.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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