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196 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Bösland

Bernhard Aichner
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 01.10.2018
ISBN 9783442756384
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt. „Komm mit ins Bösland“ sagt Bens Vater oft. Damit meint er den Dachboden ihres Hauses und dort misshandelt er den kleinen Ben jahrelang. Nach dem Tod des Vaters wird Bösland zum Rückzugsort für Ben und seinen Freund Kux. Als Ben 13 Jahre alt ist, findet seine Mutter ihn dort mit einem toten Mädchen im Arm. Seine Schulfreundin Matilda wurde brutal erschlagen und Ben kann sich an nichts erinnern. Erst 30 Jahre später kommt plötzlich die Erinnerung zurück und wenig später geht das Morden weiter…


Meine Meinung: Durch den leichten Schreibstil mit den kurzen prägnanten Sätzen lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Dazu kommen die oft sehr kurzen Kapitel, die sich zwischen Bens Geschichte und Dialogen in Form von Auflistungen, wie bei einem Gesprächsprotokoll, abwechseln. Diese Art der Erzählform gefällt mir leider nicht so gut. Auch Ben, als Protagonist, sowie auch die anderen Charaktere blieben mir ziemlich fremd. Zwischen jedem Kapitel, auch wenn es nur eine Seite lang ist, gibt es zwei bis drei leere Seiten, so dass die vom Verlag angegebene Seitenzahl von 448 Seiten nicht annähernd erreicht wird.
Die Idee der Geschichte finde ich eigentlich ganz gut. Sie ist wirklich sehr böse und hinterhältig. Ein Katz und Mausspiel, mit schockierenden Wendungen und spannenden Passagen und einige Zeit weiß man nicht, zu wem man halten soll. Doch nach einiger Zeit wird die Geschichte etwas vorhersehbar. 

Fazit : Ein guter Thriller, der mich leider nicht vollkommen überzeugen konnte.

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(145)

239 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

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Rachewinter

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2018
ISBN 9783442486557
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:In Wien erhält die Anwältin Evelyn Meyers Besuch von Michael Kotten. Der junge Mann seht unter Mordverdacht und bittet Evelyn seine Verteidigung zu übernehmen. Sie erklärt sich einverstanden und glaubt an seine Unschuld. Doch schon bald kommen ihr Zweifel an der Geschichte ihres Mandanten und sie beginnt zusammen mit ihrem neuen Assistenten Flo eine gefährliche Recherche.
Etwa zur gleichen Zeit wird Kommissar Walter Pulaski zu einem tödlichen Unfall in ein Autobahnmotel gerufen. Polaski ist der Einzige, der nicht an einen Unfall glaubt. Da er den Toten persönlich kennt, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Die Spur führt ihn nach Wien und zu Evelyn Meyers.

Meine Meinung: Nach „Rachesommer“ und „Racheherbst“ ist „Rachewinter“ der dritte Fall für Evelyn Meyers und Walter Pulaski, aber problemlos ohne Vorkenntnisse zu lesen.
Der Schreibstil von Andreas Gruber ist flüssig, bildhaft und mitreißend. Seine Sprache ist schlicht und oft umgangssprachlich.
Lange Zeit gibt es zwei parallel verlaufende Handlungsstränge, unterbrochen von den Schilderungen neuer Morde. Evelyn Meyers ermittelt zusammen mit ihrem neuen Assistenten Flo in Österreich (in Wien) und Walter Pulaski in Deutschland (Leipzig) . Alle drei Charaktere haben mir gut gefallen. Evelyn und Flo sind clever und lassen sich nicht so leicht einschüchtern. Außerdem hat Flo einige Begabungen, die sehr hilfreich für Evelyn sind. Walter Pulaski ist zynisch und ruppig, er hat aber auch ein weiches Herz, was man im Umgang mit seiner Tochter erkennen kann. Auch alle anderen Charaktere - vom nervigen Motelangestellten bis zum fiesen Bodyguard - sind super beschrieben.
Die Handlung überrascht mit ungewöhnlichen Morden und überraschenden Wendungen und die Spannung steigt bis zum großen Showdown. Hier überschlagen sich die Ereignisse und sind vielleicht etwas zu viel des Guten - aber mir hat es trotzdem gefallen. Die Atmosphäre ist düster und bedrohlich und die eisigen Temperaturen konnte ich mir richtig gut vorstellen. Teilweise fand ich die Handlung allerdings schon etwas skurill und ich fühlte an alte Edgar Wallace Romane oder Filme erinnert. 

Fazit: Für mich nicht der beste Thriller von Andreas Gruber, aber trotzdem lesenswert.

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(71)

187 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Die kleinen Wunder von Mayfair

Robert Dinsdale , Simone Jakob
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226728
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die 15-jährige schwangere Cathy läuft von zu Hause weg und sucht Zuflucht in Papa Jacks Emporium, Londons größtem Spielwarengeschäft. Papa Jacks Söhne Emil und Kaspar verlieben sich beide in Cathy und wetteifern um ihre Liebe. Auch sonst sind die beiden Brüder Rivalen. Der jüngere Emil hat zwar viel handwerkliches Talent und stellt vorwiegend Spielzeugsoldaten her, aber ihm fehlt die Fantasie, mit der Kaspar seine Spielzeuge anscheinend zum Leben erweckt. Dann kommt der Erste Weltkrieg und verändert Kaspars Einstellung zu Kriegsspielzeug. Die Rivalität zwischen den Brüdern beginnt zu eskalieren…

Meine Meinung: Ich wusste bereits vor dem Lesen, dass es sich bei diesem Buch nicht um eine warmherzige Familiengeschichte handelt und das war sicher auch gut so.
Der Schreibstil von Robert Dinsdale ist flüssig und sehr bildhaft, trotzdem dauerte es eine ganze Weile, bevor ich mir diese Spielzeugwelt, in der fast die gesamte Handlung spielt, richtig vorstellen konnte. Das lag zum Teil sicher daran, dass es in Papa Jacks Emporium unglaublich viel zu entdecken gibt. Außer Geheimgängen, einem Papierwald, einem Spielhaus, Werkstätten usw. gibt es die verschiedensten Spielzeuge, die durch einen Aufziehmechanismus "zum Leben“ erweckt werden können und die überall herumlaufen oder fliegen. Zum Teil erinnerten mich die Erfindungen an Harry Potter oder auch an die Fantastischen Tierwesen. Auch mit den Charakteren konnte ich mich nur langsam anfreunden. Cathys Tochter Martha und Papa Jack mochte ich am liebsten - und natürlich Sirius, den Patchworkhund.
Die Handlung spielt, mit großen zeitlichen Abständen dazwischen, in der Zeit von 1907 bis 1953. Diese Zeit, in der zwei Weltkriege stattfinden, verändert im Emporium vieles.
Nach etwa der Hälfte des Buches wird die Geschichte ernster und tiefgründiger, was mir zwar gefallen hat, aber sich dann doch etwas zu sehr in die Länge zieht.

Fazit: „Die kleinen Wunder von Mayfair“ ist eine außergewöhnliche Geschichte voller fantastischer Ideen, Magie und nostalgischer Kindheitserinerrungen, die aber auch die Schrecken und die Tragik des Krieges thematisiert. Mir hat das Buch zwar nicht durchgängig gleich gut gefallen, aber ich würde insgesamt trotzdem 4 Sterne vergeben.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Liebe ist das schönste Geschenk

Ivy Pembroke , Sabine Längsfeld
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.10.2018
ISBN 9783805200226
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Sam zieht nach dem Tod seiner Frau mit seinem achtjährigen Sohn Teddy von Amerika nach London in die Christmas Street. Ein großer Schritt, doch Sam möchte für sich und Teddy einen Neuanfang. Sam möchte seine neuen Nachbarn gerne näher kennenlernen. Deshalb läd er sie alle gemeinsam ein, doch das gestaltet sich schwieriger als erwartet…

Meine Meinung: Sam und Teddy mochte ich von Anfang an sehr und auch alle anderen Charaktere sind mir nach und nach ans Herz gewachsen. Ivy Pembroke beschreibt jeden einzelnen von ihnen mit all seinen Eigenheiten und Macken liebevoll und warmherzig. Ich möchte nicht auf die einzelnen Nachbarn eingehen, denn das würde zu viel vorweg nehmen. Es macht Spaß, sie alle kennenzulernen. Dann gibt es noch Jack, den Straßenhund. Jack wurde von seinem Besitzer verlassen und stromert nun täglich von einem Haus zum anderen um sich seine Leckereien und Streicheleinheiten abzuholen. Er ist die Gemeinsamkeit, die alle Nachbarn verbindet.
Der Schreibstil hat mir auch richtig gut gefallen, er ist vor allem sehr humorvoll. Ich liebe Bücher, die mich zum Lachen bringen! Die Kapitel sind relativ kurz und werden aus den verschiedenen Perspektiven aller Beteiligten erzählt. Auch die Liebesgeschichte ist witzig und nimmt keinen zu großen Raum in der Geschichte ein.

Fazit: Auch wenn die Handlung bereits im Sommer beginnt und Weihnachten endet, ist dieser Roman allein durch die herzerwärmende Atmosphäre ein ganz bezaubernder Weihnachtsroman. Es geht um Liebe, Familie, Freundschaft und Zusammenhalt. Einfach schön. 

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(13)

30 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Ich und der Weihnachtsmann

Matt Haig , Sophie Zeitz , Chris Mould
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423289658
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: Das 11-jährige Kaminkehrermädchen Amelia wohnt seit kurzer Zeit bei dem Weihnachtsmann und seiner Frau Mary in Wichtelgrund. Obwohl es Amelia sehr gut bei den Wichteln gefällt, kann sie sich nur schwer einfügen. Doch dann wird Wichtelgrund von den Kaninchen und dem Osterhasen bedroht und das kann Amelia nicht zulassen.

„Wunder haben Grenzen, weil es sonst keine Wunder wären“

Meine Meinung: „Ich und der Weihnachtsmann“ ist bereits der dritte Teil von Matt Haigs zauberhafter, fantasievoller und weihnachtlicher Kinderbuchreihe, die nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen gerne gelesen wird.
Diese Geschichte wird aus der Sicht der kleinen Amelia erzählt, die bereits im Vorgängerbuch „Das Mädchen, das Weihnachten rettete“ eine große Rolle spielt. Besonders gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Geschöpfen, z.B. mit dem Weihnachtsmann, Mary, den fliegenden Flunker Elfen, dem Rentier Blitz und einigen Wichteln. Auch Pixie, die Wahrheitselfe - mein Lieblingscharakter - ist wieder dabei und spielt sogar eine größere Rolle. Pixie MUSS immer die Wahrheit sagen und auf jede Frage antworten, auch wenn sie nicht will, das führt machmal zu witzigen Situationen. 
Amelia hat trotz aller Bemühungen Schwierigkeiten, sich dem Leben im Wichteldorf anzupassen, denn alles ist hier anders als in der Menschenwelt und ihr fehlt der Wichtelzauber. Durch eine gemeine Lüge sind plötzlich viele Wichtel gegen sie. Dann sinkt das „Hoffnungsbarometer“ in Wichtelgrund und Amelia will herausfinden, was passiert ist. Zusammen mit Pixie gerät sie in ein gefährliches Abenteuer.
Der Schreibstil von Matt Haig ist sehr bildhaft, voller witziger Ideen und kindgerecht. Auch wenn Amelia in Gefahr gerät und es spannend wird, so weiß man doch, das alles gut enden wird, denn es ist ein Kinderbuch. Auch der Bösewicht, der Osterhase, ist nicht wirklich richtig böse. Und zwischen den Zeilen liest man viele wichtige Botschaften. Es geht um Vertrauen, Vorurteile, Mut und den Glaube an Wunder. Das Buch ist toll mit schwarz-weiß Zeichnungen von Chris Mould illustriert.
Obwohl mir die beiden Vorgängerbücher etwas besser gefallen haben, fand ich auch diese Geschichte wieder ganz wundervoll und magisch.

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(85)

181 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Die Suche

Charlotte Link
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.2018
ISBN 9783764504427
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Detective Sergant Kate Linville von Scotland Yard wohnt einige Tage in dem Bed & Breakfast der Familie Goldsby, weil sie ihr Elternhaus in Scarborough verkaufen möchte.
Dann wird die Leiche der vor einem Jahr verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris in den Hochmooren gefunden und nur wenig später verschwindet Amelie, die ebenfalls 14-jährige Tochter der Goldsbys. Eher unfreiwillig wird Kate in den Fall hineingezogen.

Meine Meinung: Die Ermittler Kate Linville aus London und Chief Inspector Caleb Hale von der Polizei in Scarborough sind mir bereits aus dem Buch „Die Betrogene“, das einige Jahre früher spielt, bekannt. Beide Charaktere sind zwar sympathisch, aber ziemlich problembeladen. Kate ist äußerst unscheinbar, zurückhaltend und hatte noch nie eine Beziehung. Caleb kämpft täglich gegen seine Alkoholsucht. Beide ermitteln unabhängig voneinander.
Der Schreibstil von Charlotte Link ist wie immer sehr flüssig zu lesen, aber obwohl es in der ersten Hälfte des Buches immer wieder fesselnde und spannende Passagen gibt, zieht sich die Handlung doch ziemlich. Doch je weiter ich las, desto mehr packte mich das Buch.
Wie bei der Autorin üblich, erzählt sie aus mehreren Perspektiven, was die Geschichte komplexer macht und der Leser Einblick in die Gedanken und Handlungen der verschiedenen Protagonisten bekommt. Alle Charaktere sind individuell ausgearbeitet, egal ob sympathisch oder unsympathisch. Besonders interessant fand ich die Kapitel aus der Sicht des Täters und trotz diverser Spekulationen war ich ebenso ratlos wie Kate und Caleb. Bis zum spannenden Ende gibt es noch einige überraschende Wendungen.

Fazit: Ein komplexer, zum Schluss immer spannender werdender Kriminalroman, der mir trotz einiger Längen gut gefallen hat. 

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(73)

134 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Die Schwestern vom Ku'damm

Brigitte Riebe
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.10.2018
ISBN 9783805203371
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Berlin im Mai 1945. Der Krieg ist endlich vorbei, doch die Stadt liegt in Trümmern. Auch das Kaufhaus der Familie Thalheim am Ku’damm ist zerstört. Dennoch lassen sich die Schwestern Rike, Silvie und Florentine Thalheim nicht entmutigen. Besonders Rike setzt alles daran, das Kaufhaus wieder aufzubauen. Der Weg dahin ist allerdings alles andere als einfach…

Meine Meinung: In diesem ersten Teil einer Trilogie geht es um Rike, die älteste der

Thalheim Schwestern und spielt in der Zeit von 1945 bis 1951. Rike ist äußerst zielstrebig und wird im Laufe des Buches ganz und gar zur Geschäftsfrau. Ihrem Vater gefällt nicht immer, dass sie nun den neuen Weg vorgibt. Nach dem Tod ihres Großvaters erfährt sie von einem Geheimnis ihrer Mutter, das sie sehr bewegt.
Ihre Schwester Silvie ist dagegen lebhaft und lebenshungrig, doch auch sie unterstützt die Familie so gut sie kann.
Die kleine Schwester Florentine ist noch sehr jung und rebellisch. Trotzdem mochte ich sie gern. Ihre Geschichte wird erst im dritten Teil erzählt.
Brigitte Riebe erzählt sehr anschaulich und interessant von den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren. Die Bevölkerung leidet unter Hunger, Wohnungsnot und der klirrenden Kälte des ersten Nachkriegswinters. Es fehlt an allem. Viele Männer werden noch vermisst und die Frauen sind auf sich allein gestellt, was sie umso stärker macht. Auch die politische Situation lässt die Autorin geschickt in die Geschichte einfließen. (Eine chronologische Übersicht der nennenswertesten geschichtlichen Ereignissen in Berlin findet sich auf den letzten Seiten des Buches.)
Nachdem Rike zufällig die Jüdin Miriam trifft, die vor dem Krieg zusammen mit ihrer Mutter bei den Thalheims Mode entworfen und genäht hat, wagen sie zusammen einen Neuanfang und planen sogar eine Modenschau.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen, aber leider konnte mich das Buch nicht völlig fesseln. Mit den meisten Charakteren konnte ich mich nicht so richtig anfreunden und die Liebesgeschichte fand ich ziemlich langweilig. Vielleicht war es nur der falsche Zeitpunkt für mich.
Dennoch ist „Die Schwestern vom Ku’damm - Jahre des Aufbaus“ ein interessanter Familien-Roman über den Wiederaufbau eines großen Kaufhauses im Berlin der Nachkriegszeit, der die harte, aber auch hoffnungsvolle Zeit gut widerspiegelt.

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(46)

151 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

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Die Tochter des Uhrmachers

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Diana, 08.10.2018
ISBN 9783453291386
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Birchwood Manor 1862. Der talentierte junge Maler Edward Radcliff verbringt mit Künstlerfreunden einige Zeit in seinem neuen Landhaus an der Themse. Doch dann wird seine Verlobte ermordet…
Im Jahr 2017 entdeckt die junge Archivarin Elodie Winslow die Sepiafotografie einer wunderschönen jungen Frau und die Zeichnung eines Hauses, das ihr bekannt vorkommt. Elodie verbindet mit diesem Haus eine Geschichte aus ihrer Kindheit. Neugierig geworden, beginnt sie nachzuforschen…

Meine Meinung: Die bildhafte und oft poetische Sprache von Kate Morton hat mir wie immer gut gefallen und lässt sich sehr flüssig lesen. Doch in diesem Roman besteht die Geschichte aus ungewöhnlich vielen verschiedenen Charakteren und Handlungssträngen, die in der Zeit hin und her springen. Hauptprotagonistin ist Birdie, die Tochter des Uhrmachers. Ihre Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Ich mochte sie sehr gern, genauso wie Lucy und Ada. Mit Elodie dagegen, der Protagonistin in der Gegenwart, konnte ich leider nicht richtig warmwerden.
Viele der Handlungsstränge spielen zu unterschiedlichen Zeiten auf Birchwood Manor. Dieses wunderbare, etwas unheimliche Haus ist ein tolles Setting. Der mystische Teil der Geschichte hat mich zuerst etwas gestört, doch im Lauf der Geschichte gefiel er mir immer besser. „Die Tochter des Uhrmachers“ ist eine sehr komplexe Geschichte, bei der der Leser schon mal schnell den Überblick verlieren kann. Ich mag es nicht so gern, wenn ich mich immer wieder auf neue Charaktere und damit auch auf eine ganz neue Handlung einstellen muss. Wenn ich mich gerade in die neue Handlung eingefunden hatte, gab es einen erneuten Wechsel. Auch gab es für mich einige Längen. Trotzdem lässt sich die Geschichte absolut flüssig lesen und Kate Morton ist es wunderbar gelungen, die Handlungsstränge schließlich zusammenlaufen zu lassen. Die Aufklärung der Zusammenhänge und der Geschehnisse im Sommer 1862 haben mir richtig gut gefallen. ⭐️⭐️⭐️⭐️


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(10)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Sternstunde

Karin Kalisa
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.10.2018
ISBN 9783426281901
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die fast achtjährige Kim hat am Heiligen Abend Geburtstag. Deshalb hat der Weihnachtsstern eine ganz besondere Bedeutung für sie. Als sie im Radio hört, der Stern wäre nur ein Komet aus Gas und Staub, ist sie fassungslos. Der nette Astrophysiker Arthur Sanftleben aus der Nachbarschaft erklärt ihr daraufhin einiges über „ihren“ Stern.


Meine Meinung: Diese kurze, aber wunderschön erzählte Winter- und Weihnachtsgeschichte verbreitet sehr schnell eine angenehme und wohlige Atmosphäre. Die kleine Kim muss man einfach sofort gernhaben und auch ihr Bruder und ihre Eltern sind sehr liebenswert. Eine gut gelaunte und harmonische Familie in der Vorweihnachtszeit. Auch die anderen Charaktere sind sehr warmherzig beschrieben und wirklich sympathisch. Sogar Kims Mitschüler Max hat seine netten Seiten und das Ende hat mir besonders gut gefallen.
Die Erklärungen von Herrn Sanftleben - übrigens ein sehr passender Name für den Mann - fand ich sehr schön und kindgerecht.

Fazit: „Sternstunde“ von Karin Kalisa ist ein optisch und inhaltlich ganz bezauberndes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

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(29)

49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Das Mädchen mit dem Edelweiß

Jillian Cantor , Stefanie Fahrner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453422384
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Katies Vater ist an Alzheimer erkrankt und hat nur noch wenige klare Momente. Um ihm eine Freude zu machen, lässt Katie seine riesige Briefmarkensammlung von dem Philatelisten Benjamin prüfen - in der Hoffnung auf einen „Schatz“. Tatsächlich entdeckt Benjamin auf einem alten ungeöffneten Brief eine ungewöhnliche Briefmarke aus den Dreißigerjahren. Katie und Benjamin beschließen, der Herkunft des Briefes und seiner Marke auf die Spur zu gehen. Ihre Suche führt sie nach Österreich, ins Jahr 1938…

Meine Meinung: Der bildhafte und flüssige Schreibstil von Jillian Cantor hat mir von Anfang an gut gefallen und schon der Prolog hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht.
Die Handlung spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. 1938/39 geht es um den jungen Christoph, der eine Lehre in einem kleinen österreichischen Ort bei dem bekannten Briefmarkengraveur Friedrich Faber macht. Die jüdische Familie Faber hat den Waisen liebevoll bei sich aufgenommen und Christoph ein neues Zuhause gegeben. Schon bald verliebt sich Christoph in die ältere Tochter der Familie. Doch dann wird Österreich an Deutschland angeschlossen und die Lage für die jüdische Familie von Tag zu Tag gefährlicher.
1989/90 spielt die Handlung in Los Angeles. Katie möchte unbedingt das Geheimnis des Briefes und der Briefmarke entschlüsseln, da sie ahnt, dass dieser Brief eine besondere Bedeutung für ihren Vater hat. 
Beide Handlungsstränge haben mir gut gefallen. J. Cantor schreibt sehr interessant und informativ über das Handwerk der Briefmarkengravur. Auch die historischen Ereignisse in Österreich, die Gefahr für die Juden, die Kinderlandverschickung und den Widerstand, beschreibt sie sehr fesselnd. Sogar den Mauerfall in Deutschland hat sie geschickt in die Handlung einfließen lassen. Die Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Obwohl Elena eine starke und engagierte junge Frau ist, mochte ich sie am wenigsten. Alle anderen Charaktere waren mir jedoch sympathisch.

Fazit: Eine bewegende und spannende Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.

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(15)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Ein Winter voller Blumen

Marie Fontaine
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 25.09.2018
ISBN 9783805200318
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Herbst / Winter in Paris: Die junge Fleur Danton hat sich mit dem kleinen Blumenladen „Fleurs de Fleur“ einen Traum erfüllt. Doch die Geschäfte laufen nicht gut und sie ist stets kurz davor, ihren bezaubernden Laden schließen zu müssen. Nicholas Matin, der erst seit Kurzem in dem vornehmen Hotel Louis XV in der Abteilung für Reklamation und Problemfälle arbeitet, betritt eines nasskalten Novembertages den Blumenladen - obwohl er niemanden hat, dem er Blumen schenken könnte - und ist sofort von Fleur verzaubert. Von nun an zieht ihn das Fleurs de Fleur magisch an…

Meine Meinung: Der Schreibstil hat mir von Anfang an überaus gut gefallen. Er ist ruhig, warmherzig und sehr anschaulich. Die beiden Protagonisten, Fleur und Nicholas, muss man einfach gern haben. Auch alle Nebencharaktere sind wunderbar lebendig beschrieben. Fleur ist eine starke Frau, die trotz vieler Tiefschläge letztendlich nicht aufgibt. Man spürt ihre Liebe zu Blumen (und die der Autorin) und wenn man die Beschreibungen ihres Blumenladens liest, spürt man die zauberhafte und entspannte Atmosphäre dort.
Nicholas ist in seinem Beruf kompetent und durchsetzungsfähig, doch wenn es um Fleur geht, wird er unsicher und ungeschickt. Außerdem hat er ein gutes Herz und ein Gewissen. 
Obwohl die beiden sich sehr mögen, finden sie durch Missverständnisse nur sehr schwer zueinander.
Diesen Roman liest man am besten in eine Decke gekuschelt und mit einer Tasse Tee, denn dann kann man ganz in die Geschichte eintauchen und befindet sich im wunderschönen winterlichen Paris, hört den Wind und spürt die Kälte, besucht Fleurs gemütlichen Blumenladen und fiebert einem Happy End entgegen.

Fazit: Eine zauberhafte, altmodische Liebesgeschichte, wie man sie sonst kaum noch findet und die im Leser ein warmes Gefühl hinterlässt.

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(9)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Das Licht zwischen den Zeiten

Sophia von Dahlwitz
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Droemer, 03.09.2018
ISBN 9783426281918
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Westpreußen 1918. Der erste Weltkrieg ist verloren und politische Unruhen und Revolten mehren sich. Auf dem Gut Frommberg der Familie von Dahlwitz scheint die Zeit dagegen stehen geblieben zu sein. Häufig sind Gäste da und es wird gefeiert. Doch dann verliebt sich die Tochter Helen in ihren Adoptivbruder Georg, was vor allem ihre Mutter Donata nicht akzeptieren will und kann. Sie verbietet den Liebenden die Beziehung und verliert so letztendlich beide. Jahre später verliebt sich die jüngste Tochter Rudela in ihren entfernten Cousin Justus, was zunächst positiv erscheint. Bis sich herausstellt, dass Justus ein aktiver Nationalsozialist der ersten Stunde ist…

Meine Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen und auch der Klappentext hat mir gefallen. 
In „Das Licht zwischen den Zeiten“ erzählt die Autorin Sophia von Dahlwitz (der Name ist aus Rücksicht auf ihre Familie ein Pseudonym) die Geschichte ihrer Vorfahren. In diesem Roman geht es nicht vorrangig um die Liebesgeschichte von Helen und Georg, sondern auch um die unruhige politische Situation in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg. Von dieser Zeit habe ich noch keinen Roman gelesen und fand es deshalb sehr interessant. Ich war überrascht, wie viele Anhänger Hitler zu dieser Zeit schon hatte. Und das aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. 
Helen und Georg sind beide noch sehr jung, als sie sich ineinander verlieben und sich sind ihrer Gefühle nicht immer sicher. Donata (nicht gerade eine liebevolle und sympathische Mutter) ist strikt gegen diese Verbindung. Mich konnte diese Liebesgeschichte, die sehr nüchtern erzählt wird, leider nicht berühren. Ich bin weder mit Helen und Georg, noch mit den anderen Charaktere besonders warm geworden.
Obwohl sich das Buch flüssig lesen ließ und ich viele Kapitel interessant und gut fand, haben mir der Schreibstil und die Sprache mit den vielen, im heutigen Sprachgebrauch wenig geläufigen Wörtern, sowie den eingeschobenen Passagen mit Erklärungen - was wäre wenn… - nicht gefallen. Auch die Passagen aus der heutigen Zeit in Kursivschrift, haben mich irritiert und den Lesefluss sehr gestört.

Fazit: Bei diesem Buch gehen die Meinungen auseinander. Viele Leser sind total begeistert, doch mich konnte die Geschichte leider nicht richtig packen.

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(148)

244 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 133 Rezensionen

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Das rote Adressbuch

Sofia Lundberg , Kerstin Schöps
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442314997
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Doris ist 96 und lebt allein in einer Wohnung in Stockholm. Täglich kommt eine Pflegerin, die sie sie ziemlich lieblos versorgt.  Ansonsten sind die einzigen Lichtblicke in ihrem Leben die Gespräche über Skype mit ihrer Großnichte Jenny, die mit ihrer Familie in San Francisco lebt. Doris beginnt anhand der Einträge in ihrem roten Adressbuch, das sie als Zehnjährige von ihrem Vater zum Geburtstag geschenkt bekommen hat und seitdem wie einen Schatz hütet, für Jenny ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Ihre Reise der Erinnerungen geht von Schweden

nach Paris, New York, England und zurück nach Schweden. In Gedanken ist sie immer bei dem Mann, den sie nie vergessen konnte…

Meine Meinung: Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart berichtet Sofia Lundberg von der alten und vereinsamten Doris, die trotz ihrer körperlichen Gebrechen allein in ihrer Wohnung lebt. Alle Verwandten und Freunde, deren Namen sie in ihrem Adressbuch notiert hat, sind inzwischen gestorben. Ihr ist nur noch ihre Großnichte Jenny geblieben, doch die wohnt weit weg in San Francisco. Doris möchte Jenny, sozusagen als Erbe, ihre bewegte Lebensgeschichte hinterlassen und beginnt, anhand der Namen in ihrem Adressbuch, sich zu erinnern und zu schreiben. In Rückblicken wird Doris Vergangenheit, die Menschen, die ihr Leben geprägt haben, sowie ihre schönen und schlimmen Erlebnisse, wieder lebendig.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist klar, einfach und sehr schnell zu lesen. Gerade die Kapitel in der Vergangenheit werden relativ kurz und ohne überflüssige Beschreibungen erzählt. Schon nach kurzer Zeit war ich so von dem Buch gefesselt, dass ich es nur zwischendurch ungern weggelegt habe.
Jenny und Doris haben mir beide gut gefallen. Doris hat trotz ihrer Situation ihren Humor nicht verloren und Jenny zeigt der alten Dame ihre Liebe und Zuneigung ganz deutlich. Vor allem die Geschehnisse in der Gegenwart haben mich sehr berührt. Die gebrechliche und einsame Doris, die außer Jenny niemanden mehr hat, tat mir unglaublich leid. 
Das Ende ist zwar unglaubwürdig und konstruiert, rundet aber die Geschichte sehr schön ab und hat mir deshalb gut gefallen.

Fazit:  „Das rote Adressbuch“ ist ein berührender und schöner Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Vielleicht bringt die Geschichte von Doris ja  Einzelne dazu, sich etwas mehr um einsame ältere Menschen zu kümmern.

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147 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

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Der Spielmann - Die Geschichte des Johann Georg Faustus

Oliver Pötzsch
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783471351598
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Der Spielmann“ von Oliver Pötzsch ist ein mittelalterlicher Roman, der die Lebensgeschichte von Faust in unterhaltsamer Form erzählt. Eine Geschichte über dunkle Mächte und das Böse.

Schon der erste Satz „Im Herbst, als die Kinder verschwanden, kamen die Gaukler in die Stadt“ hat mich sehr neugierig gemacht. Ich habe bereits sehr gerne die „Henkerstochter-Reihe“ und „Die Burg der Könige“ von Oliver Pötzsch gelesen und liebe seinen bildgewaltigen und farbenprächtigen Schreibstil, der die Atmosphäre des Mittelalters wunderbar aufleben lässt. Deshalb war ich auch schnell von „Der Spielmann“ gefesselt und mochte den kleinen Johann Georg (oder Faustus, wie ihn seine Mutter liebevoll nennt) und seine Freundin Margarethe sehr gerne. Außer Margarethe hat der kleingewachsene Johann keine Freunde, denn statt mit den anderen Jungen zu raufen, ist er wissbegierig, lernt und liest lieber.
Die Geschichte liest sich flüssig, teilweise sehr spannend und mystisch, und immer düster. Besonders die beschwerliche Reise von Bayern über die Alpenpässe nach Italien und die bildhaften Beschreibungen vom alten Venedig, haben mir sehr gut gefallen. Aber auch die deutschen Städte beschreibt Pötzsch sehr authentisch.
Leider konnte mich trotz des tollen Schreibstils die Handlung nicht komplett fesseln. Etwa in der Mitte des Buches ließ die Spannung eine ganze Weile nach, bis sie - nach einem Zeitsprung von 13 Jahren - endlich wieder mehr Fahrt aufnahm.
Faustus heißt "der Glückliche“, doch Johann hat kaum Glück in seinem Leben (in diesem Buch jedenfalls, es wird noch eine Fortsetzung geben) und seit der seinem Pakt mit dem düsteren Magier Tonio del Moravia, entwickelt sich der kleine, aufgeweckte Junge zu einem grüblerischen, unzufriedenen und oft jähzornigen Mann. Zudem wird er wird vom Pech und Unheil verfolgt und auch wenn er mir oft leid tat, wurde er mir von Seite zu Seite unsympathischer.
Ingesamt vergebe ich 3 1/2 Sterne.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Liebe Mrs. Bird

AJ Pearce , Silke Jellinghaus
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 25.09.2018
ISBN 9783463400976
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: London 1941. Die junge Emmeline Lake träumt davon, Kriegsberichterstatterin zu werden. Als sie eine Stellenanzeige für eine Teilzeit-Gehilfin beim London Evening Chronicle liest, bewirbt sie sich sofort. Tatsächlich bekommt sie die Stelle und erkennt erst an ihrem ersten Arbeitstag, dass sie als Sekretärin bei der respekteinflößenden Kummerkastentante Mrs. Bird nur die Leserbriefe vorsortieren soll. Alle Briefe, die Mrs. Bird irgendwie anstößig findet, muss sie sofort zerschneiden - und das sind sehr viele. Doch Emmeline fühlt mit den Frauen, deren Briefe aussortiert werden, mit und beginnt, ihnen zu antworten. Sie unterschreibt statt mit ihrem Namen, mit "Henriette Bird“... Meine Meinung: Der Schreibstil von A. J. Pearce hat mir sofort gefallen. Er ist lebhaft, mitreißend und an den passenden Stellen witzig und ich musste häufiger beim Lesen schmunzeln. Je mehr ich in diese Geschichte eintauchte, desto mehr fesselte sie mich. Emmeline, genannt Emmy, ist anfangs noch ziemlich naiv, aber trotzdem sehr sympathisch und liebenswert. Auch ihre beste Freundin Bunty habe ich sofort gemocht. Bunty ist loyal, witzig, lebhaft und sehr verliebt in ihren Freund William. Aber eigentlich sind alle Charaktere ganz toll und individuell beschrieben. Fast alle sind sehr sympathisch, einige davon auch ein bisschen schräg, aber ich mochte sie alle - sogar die aufbrausende und laute Mrs. Bird, die alles „unerquicklich“ und „inakzeptabel“ findet.
Die Autorin erzählt in dieser Geschichte aber nicht nur von den Leserbriefen und Mrs. Bird, sondern auch sehr spannend und dramatisch vom Bombenhagel in Londons Straßen. Vom Mut einiger Menschen und von Freundschaft. 
Fazit: „Liebe Mrs. Bird“ hat mir sehr gut gefallen, es ist eine warmherzige und schöne Geschichte über Mut, Freundschaft und Herzenswärme.

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Möwenherz

Karen Bojsen
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.06.2018
ISBN 9783453359710
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Ebba ist die persönliche Assistentin des Stargeigers Jona Bennett. Zusammen reisen von Termin zu Termin um die ganze Welt. Doch Jona ist ausgebrannt und braucht dringend eine Pause. Kurzentschlossen nimmt Ebba Jona mit an die Nordseeküste zur Beerdigung ihrer Großmutter und in das alte Kapitänshaus, das Ebba geerbt hat - und eigentlich nicht haben will. Unverhofft trifft Ebba Finn, ihre Liebe aus Kindertagen. Denn auch Finn ist ganz spontan an die Nordsee gereist.

Meine Meinung: Die Geschichte „Möwenherz“ wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Von Ebba, Jona und Finn. Zuerst hat mich gestört, dass Jona in dem Buch eine relativ große Rolle spielt, denn ich fand ihn ziemlich arrogant. Allerdings wurde er mir immer sympathischer. Finn mochte ich von Anfang an, nur mit Ebba konnte ich bis zum Schluss nicht richtig warmwerden. Alle drei haben noch etwas aufzuarbeiten. Die Bewohner des kleinen Örtchens Emilienkoog (leider ist der Ort fiktiv) und auch der Hund Otto sind warmherzig und liebenswert beschrieben. Eigentlich sogar liebenswerter als die Protagonisten.
Eingebunden in die Geschichte gibt es noch einige interessante Informationen über Wale, das Walsterben an den Küsten und den früheren Walfang.
Gut gefallen hat mir, dass der Titel „Möwenherz“ durchaus seine Berechtigung hat. Das Ende kommt ziemlich plötzlich und konstruiert und ist mir einfach zu viel „heile Welt“.
Trotz einiger positiver Aspekte konnte mich die Handlung leider nicht komplett fesseln, doch durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil von Karen Bojsen ist das Buch eine leichte Lektüre für zwischendurch. Von mir gibt es 3 1/2 Sterne.

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34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Im Visier des Mörders

Sharon Bolton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442487271
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Es sollte ein wunderschöner Ausflug werden, doch dann beobachten die Passagiere eines Heißluftballons am Boden einen Mord. Sie geraten in Panik und kurz darauf stürzt der Ballon ab. Es gibt nur eine Überlebende. Sie flieht, denn sie ist die einzige Augenzeugin. Der Mörder und auch die Polizei suchen sie

fieberhaft…

Meine Meinung: Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und beginnt sofort spannend mit dem beobachteten Mord. Der Mörder, der sofort die Verfolgung des Ballons aufnimmt, ist völlig skrupellos und brutal. Gerade auf den ersten Seiten musste ich ein paarmal schwer schlucken.
Zwischendurch gibt es zunächst kurze, später längere Kapitel aus der Vergangenheit der Schwestern Jessica und Isabel. Jessica hatte Isabel, die seit 21 Jahren Nonne ist und im Kloster wohnt, mit der Ballonfahrt zum 40. Geburtstag überrascht. 
Im Laufe der Geschichte werden die Zusammenhänge zwischen den Personen und den Ereignissen in der Vergangenheit immer deutlicher, die Handlung  wird immer spannender und alle Fragen werden schließlich geklärt. Dabei gibt es viele absolut überraschende Wendungen.
Der Schreibstil von Sharon Bolton lässt sich flüssig lesen und die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet. Ganz toll und auch humorvoll fand ich die Passagen mit den Nonnen gegen Ende des Buches. 

Fazit: Ein packender Thriller mit einem stetig wachsenden Spannungsbogen und vielen Wendungen. Leseempfehlung!

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311 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 150 Rezensionen

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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Nach der Trennung von ihrem Freund ist die Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen um noch einmal neu anzufangen. Schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie auf der Straße von einer alten Bettlerin angesprochen: „Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten:“ Bevor Norah reagieren kann, ist die Bettlerin spurlos verschwunden. Norah ist verwirrt, sie kennt Arthur Grimm nicht und sie könnte auch niemals einen Menschen töten, doch an einem 11. Februar vor vielen Jahren ist etwas Schreckliches passiert…

Meine Meinung: „Der Schatten“ war mein erstes Buch der Autorin. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft und die Kapitel haben eine angenehme Länge, so dass man zügig mit dem Lesen voran kommt.
Mit der Protagonistin Norah konnte ich irgendwie nicht so richtig warm werden, ihre Freunde Max, Paul und Sandra waren mir schon sympathischer. Die düstere und etwas schaurige Atmosphäre im winterlichen Wien fand ich sehr gut beschrieben. Wien ist als Setting wunderbar gewählt. Immer wieder geschehen unheimliche Dinge, die Norah sich nicht erklären kann - und der Leser ebensowenig. Der 11. Februar kommt immer näher und mit ihm die Frage: Was ist damals passiert und was wird in diesem Jahr passieren? Wird Norah tatsächlich zur Mörderin? Stellenweise fand ich die Handlung sehr spannend und rätselhaft, mit einigen überraschenden Wendungen, aber leider gibt es zwischendurch auch immer wieder Längen. Die Auflösung wirkte auf mich sehr konstruiert und unglaubwürdig

 und hat mir leider überhaupt nicht gefallen.

Fazit: Ein düsterer Thriller mit einem richtig tollen Setting. Obwohl mich das Buch nicht ganz überzeugt hat, bin ich doch auf andere Thriller von Melanie Raabe neugierig geworden.

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209 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Die 12-jährige Suzy Swanson macht sich ganz andere Gedanken als Gleichaltrige, zB. über den Schlafrythmus von Schnecken oder wie oft das Herz geschlagen hat, wenn man 12 Jahre alt ist. Als ihre beste Freundin Franny ertrinkt, will Suzy das nicht glauben. Franny war doch eine gute Schwimmerin! Um sich selbst den Tod der Freundin zu erklären und um ihn akzeptieren zu können, sucht Suzy nach anderen Todesursachen. Vielleicht wurde Franny von einer äußerst giftigen Qualle gebissen? Suzy beginnt zu recherchieren…


Meine Meinung:  Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und berührt, was auch an dem tollen Schreibstil von Ali Benjamin liegt.
Susy ist ein sehr eigenwilliges und außergewöhnliches Mädchen. Da sie kein Interesse an den Dingen hat, mit denen sich gleichaltrige Mädchen beschäftigen (Jungen, Klamotten, Schminke), sondern sich völlig in der Welt der Naturwissenschaften verlieren kann, ist sie eine Außenseiterin und hat nur eine einzige Freundin - Franny. Suzys Ideen sind sehr kreativ und als Leser fand ich sie lustig, bei ihren Mitschülern eckt Suzy allerdings damit an, was teilweise auch verständlich ist. Ich fand Suzy sehr liebenswert, denn Ali Benjamin versteht es, den Leser Suzys Gedanken und Gefühle nahe zu bringen. 
Der Tod ihrer Freundin setzt ihr sehr zu, sie hört auf zu sprechen und sucht eine Erklärung für Frannys Ertrinken, denn sie will nicht akzeptieren, dass „Dinge einfach so passieren“. Auch ihre Eltern sind mit ihrem Verhalten völlig überfordert und schicken sie zu einer Therapeutin.
Das Buch ist aufgeteilt in naturwissenschaftliche Kapitel über Quallen, in Kapitel in der Gegenwart und in Rückblicke in die Vergangenheit, die hauptsächlich das letzte Schuljahr schildern und deutlich machen, warum Suzy so große Schwierigkeiten hat, Frannys Tod zu akzeptieren. 
Das Ende fand ich passend und hoffnungsvoll.

Fazit: Ein sehr berührendes Jugendbuch über das Loslassen und das Erwachsen werden (empfohlenes Alter: 12 -15), das aber auch für erwachsene Leser absolut lesenswert ist.

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137 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit

Claire Douglas , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.06.2018
ISBN 9783328101697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Francesca und Sophie sind allerbeste Freundinnen und unzertrennlich. Sie wohnen in einer Kleinstadt am Meer, verbringen viel Zeit miteinander und erzählen einander alles. Doch eines Nachts verschwindet Sophie spurlos. Am Pier wird nur ein einzelner Turnschuh von ihr gefunden - sonst nichts.
Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült und zusammen mit Sophies Bruder Daniel sucht Francesca nach

Antworten…

Meine Meinung: „Missing“ von Claire Douglas wird aus zwei verschiedenen Perspektiven und von zwei verschiedenen Sprecherinnen erzählt. In der Gegenwart geht es um Francesca, genannt Frankie (gelesen von Cathlen Gawlich), die nach dem Leichenfund in ihren Heimatort zurückkehrt und zusammen mit Daniel nach weit zurückliegenden Hinweisen auf Sophies Verschwinden sucht. Während ihrer Anwesenheit in dem kleinen Küstenort geschehen ihr merkwürdige und mysteriöse Dinge. Sophies Erlebnisse (gelesen von Laura Maire) in der Vergangenheit erfahren wir durch ihre Tagebucheinträge aus der Zeit kurz vor ihrem Verschwinden. Sophies Passagen gefielen mir besser und Sophie war mir auch sympathischer als Frankie. Durch den Perspektivwechsel wird nach und nach aufgeklärt, was damals passiert ist.
Insgesamt hat das Buch / Hörbuch düstere, mysteriöse und auch spannende Passagen, aber leider auch viele Längen, doch die Wendung am Schluss hat mich überrascht (auch wenn ich einiges schon erahnen konnte) und mir gut gefallen. 3 1/2 ⭐️

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Azurblau für zwei

Emma Sternberg , Vanida Karun
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 14.05.2018
ISBN 9783837141764
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Isa, Mitte dreißig, ist an einem Tiefpunkt angelangt. Ihr langjähriger Freund hat sie verlassen, nachdem ihr gemeinsamer Kinderwunsch scheiterte und fast gleichzeitig schließt die Buchhandlung in der sie arbeitet. Dann entdeckt sie zufällig die Anzeige der 75-jährigen Schriftstellerin Mitzi, die eine persönliche Assistentin und Lektorin für ihr neues Buchprojekt, ihre Memoiren, sucht. Allerdings lebt Mitzi auf Capri.

Kurzentschlossen schreibt Isa eine Bewerbung und ist wenig später schon auf dem Weg nach Italien…

Meine Meinung: Der Anfang des Buches / bzw. Hörbuches hat mir gut gefallen. Isa war mir sofort sympathisch und ich konnte mich gut in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen.
Auch die Charaktere, denen Isa auf Capri begegnet - Massimo, der Gärtner; Luca, der Polizist und Mitzi, die Schriftstellerin - haben mir gut gefallen.
Nach dem eher ernsten Beginn des Buches hatte ich insgesamt mehr Tiefe erwartet, aber mit Isas Ankunft auf Capri wird die Geschichte zunächst etwas leichter und lockerer. 
Mit der Arbeit an Mitzis neuem Buch, ihrer Lebensgeschichte, wird die Handlung in zwei Erzählstränge aufgeteilt. In Mitzis Erinnerungen an ihre Vergangenheit und ihre verlorene Liebe und in Isas Geschichte in der Gegenwart, bei der Mitzi natürlich auch eine Rolle spielt. 
Die Frauen freunden sich schnell miteinander an und Isa genießt ihre Zeit auf Capri, vor allem, als sie den netten Polizisten Luca näher kennenlernt.
Der Schreibstil von Emma Sternberg ist flüssig und ihre bildhaften Beschreibungen der Insel Capri erzeugen Fernweh.
Etwa im letzen Drittel des Hörbuches fand ich die Geschichte von Isa dann etwas langatmiger und leider auch kitschiger. Auch die unerwartete Wendung in Mitzis Geschichte war mir zu seicht und unrealistisch.

Fazit: Ein Sommer- und Urlaubsroman mit einem tollen Setting und italienischem Flair. Nicht anspruchsvoll, aber unterhaltsam und als Hörbuch bei der Gartenarbeit war es für mich ganz passend. 
3 1/2 Sterne.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Farben des Himmels

Christina Baker Kline , Anne Fröhlich
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.05.2018
ISBN 9783442314157
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Christina Olsen leidet an einer seltenen Krankheit. Schon seit ihrer Kindheit verlässt sie deshalb nur selten die Farm ihrer Eltern in Maine. Ihr Leben ist geprägt von schwerer körperlicher Arbeit.
Dann lernt Christina den jungen Maler Andrew Wyett kennen, der bald ein guter Freund wird und ein ganz besonderes Bild von ihr malt



Meine Meinung: Der Schreibstil von Christina Baker Kline hat mir sehr gut gefallen. Ruhig, einfühlsam und unaufgeregt erzählt sie auf zwei Zeitebenen die Lebensgeschichte von Christina Olsen.
Schon mit drei Jahren machen sich bei Christina die Anzeichen ihrer Krankheit bemerkbar. Nach einem schweren Fieber mit starken Schmerzen sind ihre Hände und Füße verformt. Die vom Arzt verordneten Beinschienen bereiten nur Schmerzen und fügen ihr tiefe Wunden zu. Trotz ihrer körperlichen Einschränkungen nehmen ihre Eltern keine Rücksicht und sie muss auf der Farm helfen. Die Arbeit ist hart. Es gibt weder Elektrizität noch fließendes Wasser, aber Christina beschwert sich nicht. Sie ist intelligent und ehrgeizig, stolz und eigensinnig und möchte so unabhängig wie möglich sein, was ihr nicht immer gelingt. Ich konnte ihren Frust, ihre Traurigkeit und ihre ruppige Art gut nachvollziehen. Erst als sie den Maler Andrew Wyett kennenlernt, der sich völlig ungezwungen bei ihr einquartiert, um zu malen, findet sie einen Freund, der sie versteht. 
Ich fand Christina sehr authentisch. Auch wenn sie keine Sympathieträgerin ist, so ging mir ihr Schicksal doch nah. Ihre Brüder, besonders Al, der auch noch als Erwachsener sein Leben mit Christina verbringt, fand ich sympathisch. (Ein wenig erinnerten mich Al und Christina an das alte Geschwisterpaar von „Anne auf Green Gables“.) Andrey und seine Frau Betsy bringen endlich frischen Wind auf die Farm.
Das Ende und Christinas Gedanken zu dem Bild „Christinas Welt“ haben mir gut gefallen und mich neugierig gemacht. Ich habe im Internet nach Christina und Andrew gesucht und außer „Christinas Welt“ noch ein anderes Gemälde von Wyett gefunden, das im Buch beschrieben wird. Auch im Nachwort gibt es noch einige interessante Informationen. Obwohl Christina, Andrew und auch deren Familien real sind, ist die Geschichte fiktiv. 
„Christinas Welt“ ist meiner Meinung nach zu Recht eines der berühmtesten amerikanischen Gemälde des 20. Jahrhunderts. (Es ist im Buch abgebildet, aber  leider nur sehr klein).

Fazit: Ein ruhiges und berührendes Buch über eine starke Frau, das mich mehr und mehr gefesselt hat. Besonders interessant fand ich dabei den wahren Hintergrund und das Gemälde.

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121 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Zwischen uns ein ganzes Leben

Melanie Levensohn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783596702718
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Paris 1940. Die jüdische Studentin Judith lebt allein mit ihrer Mutter in Paris. Unter der deutschen Besatzung wird die Lage für sie immer gefährlicher.

Washington 2006. Béatrice, eine Französin, deren Karrierepläne gerade zu scheitern drohen, freundet sich mit einer älteren Frau an, um die sie sich ehrenamtlich kümmert. Diese Frau, Jacobina, bittet sie um Hilfe bei der Suche nach ihrer, ihr unbekannten älteren Halbschwester Judith. Diese Suche ist ein Versprechen, das Jacobina ihrem Vater vor vielen Jahren am Sterbebett gegeben hat.

Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Es beginnt 1982 in Montreal, als Jacobinas Vater Lica seiner Tochter gesteht, dass sie noch eine ältere Halbschwester namens Judith hat, deren Schicksal ungeklärt ist. Sein letzter Wunsch ist es, dass Jacobina sich auf die Suche nach Judith macht.
Danach ist das Buch in zwei Handlungsstränge und Zeitebenen eingeteilt.
Im Jahr 2006 lernt der Leser Béatrice in Washington kennen. Béatrice ist eine intelligente und ehrgeizige Frau von 43 Jahren. Sie gibt ihr Geld gern für schicke und exklusive Dinge aus. Doch in der Beziehung zu ihrem älteren Freund Joaquín kriselt es häufiger und auch beruflich steht sie plötzlich stark unter Stress. Dann macht sie eher zufällig Bekanntschaft mit der hilfsbedürftigen Jacobina und schon bald verbindet die beiden Frauen eine Freundschaft. Jacobina, die das Versprechen, das sie ihrem Vater gab, immer noch nicht eingelöst hat, bittet Béatrice um Hilfe.
Der zweite Handlungsstrang beginnt 1940 in Paris. Judith lernt Christian, den Sohn eines Bankiers kennen und sie verlieben sich ineinander. Christian kümmert sich liebevoll um Judith und auch um ihre Mutter, die in ärmlichen Verhältnissen leben. Als die Situation für Judith immer gefährlicher wird, geht er für sie ein hohes Risiko ein. 
Der Schreibstil von Melanie Levensohn ist angenehm und flüssig zu lesen. Obwohl mir beide Handlungsstränge gut gefallen haben, hatte Béatrices Geschichte meiner Meinung nach einige Längen. Die Passagen, die ihre Arbeit betreffen, hätte ich mir etwas weniger ausführlich gewünscht. Da Judiths Geschichte in der Ich-Form erzählt wird und die Handlung spannender und emotionaler ist, gefiel sie mir etwas besser. Die Charaktere fand ich, bis auf einige Ausnahmen (Joaquín, seine Tochter Laura und Béatrices Chef) sympathisch. Jacobinas Rolle hatte ich allerdings größer erwartet, ihre Rolle hat eigentlich Béatrice übernommen, die sich im Laufe der Geschichte sehr positiv entwickelt. 
Diese Geschichte hat einen wahren Hintergrund. Die Großtante des Ehemannes, und zufällig auch Namensvetterin der Autorin, wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und ihr Schicksal ist bis heute ungewiss. Die „echte" Jacobina hat zehn Jahre lang vergeblich nach ihr gesucht. Diese Tatsache macht das Buch für mich noch authentischer und berührender.

Fazit: Ein Buch, das an einem Einzelschicksal die unfassbaren Verbrechen des Holocaust deutlich macht. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Das Nachtfräuleinspiel

Anja Jonuleit
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423261999
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Annamaria, 17 und schwanger, ist überglücklich ein neues Zuhause bei Liane, Carl und ihren fünf Kindern zu finden. Liane ist Kindertherapeutin und Buchautorin von Erziehungsratgebern und wird für das junge elternlose Mädchen schnell zum Idol. Doch je länger Annamaria bei der Familie lebt, desto mehr zweifelt sie an der heilen Welt der Familie. Meine Meinung: Der Schreibstil von Anja Jonuleit gefällt mir sehr gut und auch wenn die Geschichte sich zunächst nur langsam entwickelt, so nimmt sie bald so ransant an Fahrt auf, dass man sich ihrem Sog nur schwer entziehen kann.Die Autorin versteht es, ihre Charaktere authentisch und lebhaft zu beschreiben. Lianes Geschichte beginnt in der Gegenwart, im Jahr 2017, doch in Rückblicken erfährt der Leser einiges aus ihrem Leben. Dabei wird ihr Charakter sehr deutlich. Um an ihr Ziel zu kommen, ist ihr jedes Mittel recht. Sie agiert völlig skrupellos, berechnend und manipulativ. Für sie ist ihre Art von Kindererziehung die einzig Richtige. Leider wird sie durch ihren Erfolg (Buchveröffentlichungen und sogar eine eigene Fernsehsendung, die sehr and die „Super Nanny“ erinnert) in ihrer Meinung noch bestärkt. Doch in Wirklichkeit ist ihre Bilderbuchfamilie nur Fassade. Als Leser wartet man gespannt darauf, dass Liane für ihr Handeln endlich bestraft wird. Annamaria hat mir dagegen gut gefallen. Schwanger von ihrem verheirateten Lehrer, von ihrer alkoholkranken Pflegemutter im Stich gelassen und nach einem traumatischen Erlebnis beim Nachtfräuleinspiel (einem alten schwäbischen Brauch zu Fastnacht) nimmt Liane sie als Kindermädchen und Haushaltshilfe bei sich auf. Zunächst ist Annamaria überglücklich bei der Familie, hält sich strikt an Lianes Vorgaben zur Ernährung, und ihr Verhältnis zu den Kindern ist liebevoll und mitfühlend. Doch nach einer Weile erkennt sie immer mehr, was wirklich in der Familie vor sich geht. Das Ende hätte ich mir für sie vielleicht etwas positiver gewünscht. Fazit: Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Das Thema (für mich als Erzieherin und Mutter besonders interessant) ist sicher nicht häufig in Romanen zu finden. Es hat mich sehr berührt und erschüttert. Außerdem ist es spannend wie ein Krimi. Ganz sicher ein Highlight für mich! Ganz sicher werde ich bald noch andere Bücher der Autorin lesen.

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110 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Sommer in Atlantikblau

Miriam Covi
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2018
ISBN 9783453422131
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Lotte Selinger macht auf Wunsch ihrer verstorbenen Großtante Charlie mit ihrer Mutter und ihren zwei Schwestern ein paar Tage Urlaub in New York. Auf dem Rückflug muss die Maschine wegen eines Vulkanausbruchs in Island notlanden. Nun sitzen die vier Frauen an der kanadischen Ostküste fest. Da das Flughafenhotel ausgebucht ist, nehmen sie die Hilfe eines mürrischen Mannes an, der ihnen anbietet, sie zu einem Bed & Breakfast in seinem Heimatort Chester

zu bringen. Lotte ist fasziniert von den unverschämt blauen Augen dieses Mannes, Connor, und trotz seiner schroffen und abweisenden Art, und gegen ihren Willen, fühlt sich Lotte sofort zu ihm hingezogen…

Meine Meinung: Natürlich ist die Geschichte von Anfang an vorhersehbar, aber das störte mich überhaupt nicht.
Der Schreibstil ist locker und lebendig und passt sehr gut zu diesem leichten Sommerroman, der in dem kleinen Ort Chester in Nova Scotia, spielt. Durch die bildhaften Beschreibungen konnte ich während des Lesens diesen kleinen Ort (ich habe ihn inzwischen gegoogelt - wunderschön), das Mapletree Bed & Breakfast und die Charaktere deutlich vor mir sehen.
Lotte ist eine sehr sympathische und liebenswerte Protagonistin. Sie hat ihre Schwächen und Fehler, ebenso wie ihre Mutter und ihre Schwestern. Die drei Schwestern sind sehr unterschiedlich und im Laufe der Geschichte werden auch ihre Probleme und Selbstzweifel thematisiert und alle vier Frauen machen eine positive Verwandlung durch. Natürlich ist Connor nicht ohne Grund mürrisch und abweisend, trotzdem hat er auch Humor. Auch die Nebencharaktere, wie z.B. Hazel, Roy, Harold und Ethan, werden sehr warmherzig beschrieben.
Die Liebesgeschichte, die sich nur langsam entwickelt, fand ich sehr humorvoll und sie hat mir gut gefallen.
Das Ende dagegen war für mich etwas zu kitschig und unglaubwürdig.

Fazit: Ein schönes Sommerbuch, das durch sein tolles Setting, seine liebenswerten Protagonisten und seine Leichtigkeit überzeugt. 

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