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58 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

berlin, booklovers, faruk, jugendstrafvollzug, klassicher kriminalroman, mord, rache, rechtsystem, sabinethiesler, sabine thiesler, thriller, tod, toscana, toskana, verlag heyne

Zeckenbiss

Sabine Thiesler
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.04.2018
ISBN 9783453271470
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: In Ambra, in der Toskana, wird eine deutsche Frau ermordet. Vom Täter oder dem Motiv fehlt jede Spur. In Deutschland gibt es einige Monate später einen weiteren ungeklärten Mordfall. Gibt es einen Zusammenhang?
Währenddessen sitzt der 17-jährige Faruk zum wiederholten Mal im Jugendknast. Schon als Kind wurde er straffällig, ist inzwischen Mehrfach und Intensivtäter, kommt aber immer mit geringen Strafen davon. Auch diesmal hofft er auf eine vorzeitige Haftentlassung.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Sabine Thiesler ist wie immer absolut flüssig und sehr gut zu lesen. Trotz vieler Charaktere und verschiedener Handlungsstränge bin ich nie aus dem Lesefluss geraten.
Bis etwa zur Hälfte des Buches waren mir die Zusammenhänge noch völlig unklar, erst dann laufen nach und nach die Handlungsstränge zusammen und die Verbindungen werden deutlich.
Fast alle Charaktere werden sehr ausführlich beschrieben; ihre Vergangenheit, sowie ihre Gedanken und Gefühle. Ich konnte mit allen (außer Faruk) mitfühlen. Mit dem Mörder genauso wie mit seinen Opfern (was auf keinen Fall heißen soll, dass ich die Morde gutheiße!).
Faruk, sein Leben in der JVA, die Zustände dort, seine Vergangenheit und die Tötung des Mädchens (für mich die schrecklichste Stelle im Buch - diese genaue Beschreibung fand ich überflüssig!) haben meiner Meinung nach zu viel Raum in der Geschichte eingenommen, auch wenn so Faruks kriminelle Entwicklung und sein Charakter sehr deutlich werden. Außerdem glaube ich, dass Frau Thiesler sich hier vieler Klischees bedient hat.
Commissario Neri und seine Frau Gabriella, die vielen Lesern schon ans Herz gewachsen sind, haben leider nur eine sehr kleine Rolle, denn die Geschichte spielt hauptsächlich in Deutschland.

Fazit: Ein „Thiesler“ mit einem anderen Aufbau als sonst, aber demselben genialen Schreibstil. Ich habe „Zeckenbiss“ gerne gelesen, finde das Buch aber etwas schwächer als seine Vorgänger. 


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67 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

arzt, ausbildung, berlin, deutschland um 1900, gefängnis, gleichberechtigung, komtess, medizingeschichte, medizinhistorie, preussen kaiserreich berlin frauenemanzupation, sommerfeld, starke frauenfiguren

Die Ärztin - Das Licht der Welt

Helene Sommerfeld
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499273995
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: 1878. Nach einem tragischen Unglück und einer mutigen Tat, verlässt die 13-jährige Ricarda Pertersen, die Tochter der Köchin und des Gärtners auf Schloss Freystetten in Brandenburg, ihre Familie um als Mündel der Komtess Henriette von Freystetten in Berlin zu leben. Die Komtess ist eine der ersten Ärztinnen in Deutschland und führt ein emanzipiertes Leben. Ricarda assistiert ihr gerne bei den Behandlungen und träumt bald davon, selber kranken Menschen helfen zu können.

Meine Meinung: Obwohl mich das Cover überhaupt nicht angesprochen hat, hat mich die Leseprobe schnell überzeugt.
Das Buch beginnt sofort spannend mit dem Unfall, der gewissermaßen der Beginn der Veränderung von Ricardas weiterem Leben ist. Zur damaligen Zeit hätte sie alsTochter der Köchin und des Gärtners so gut wie keine Möglichkeit einer Weiterbildung gehabt und hätte zwangsläufig ebenfalls im Haushalt der Familie von Freystetten gearbeitet. Als Mündel der angesehenen unverheirateten Komtess Henriette wird sie jedoch in deren Kreise eingeführt und erlebt den Alltag der Ärztin, aber sie sieht auch viel Leid. Und sie erfährt auch schnell, wie schwer es Frauen in der dominanten Männerwelt gemacht wird, etwas zu erreichen, das für die meisten Männer selbstverständlich ist. Ich habe das Buch als sehr interessant und informativ empfunden. In unterhaltsamer Romanform habe ich viel über diese Zeit erfahren, über die Rolle der Frau (auch über die damalige Mode), über die Lebensverhältnisse der ärmeren Leute, über Krankheiten, die Krankenpflege und über die medizinische Weiterentwicklung. Ich bin froh, dass ich im Jahr 2018 lebe!
Die verschiedenen Charaktere; einige sympathisch, andere weniger, sind glaubhaft beschrieben. Die Protagonistin Ricarda ist eine intelligente, ehrgeizige und mutige junge Frau, die für ihr Ziel einiges in Kauf nimmt. Ich werde sicher auch noch den 2.Teil „Die Ärztin - Stürme des Lebens“ lesen, der am 20. November erscheint.

Fazit: Eine wirklich sehr interessante historische Geschichte aus der Welt der Medizin.

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hamptons, liebe, long island, meer, neuanfang, new york, roman, sand, selbstfindung, sommer, strand, strandhaus, trauer, umweltschutz, urlaub

Ein Sommer in den Hamptons

Karen Swan , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.04.2018
ISBN 9783442487509
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Nach 11-jähriger Beziehung verabschiedet sich Rowenas Freund Matt ziemlich überraschend für einen halbjährigen Selbstfindungstrip nach Asien. Rowena, genannt Ro, ist bestürzt, doch durch Zufall erhält sie die Möglichkeit den Sommer mit zwei flüchtigen Bekannten in einem Haus in den Hamptons zu verbringen. Nach anfänglichem Trennungsschmerz beginnt sie die Zeit zu genießen und erlebt einen aufregenden und unvergesslichen Sommer.

Meine Meinung: Die Hamptons sind als Urlaubsort für die Reichen und Schönen Manhattans bekannt, für ihre wunderschönen weißen Strände und viel Sonne.
Die Protagonistin Ro, die nur zufällig in diese glamouröse Welt stolpert, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ihr kleinen Macken und ihre Tollpatschigkeit (ihr Mitbewohner Hump, den ich auch sehr mochte, nennt sie sogar liebevoll Bigfoot) machen sie sehr liebenswert. Sie versucht als Fotografin ihren Lebensunterhalt für den Sommer zu verdienen, was sich allerdings zunächst als sehr schwierig erweist. Sehr lange Zeit trägt sie ausschließlich Kleidung von Matt, bis endlich ihre Verwandlung von der betrübten alleingelassenen Freundin zur selbstbewußten Frau beginnt.
Der Schreibstil von Karen Swan ist flüssig und ihre anschaulichen Beschreibungen vom Leben auf den Hamptons, der Umgebung, den Stränden und den Häusern, fand ich gut gelungen.
Natürlich ist das Ende ziemlich schnell vorhersehbar, aber das störte mich nicht. Allerdings hatte die Handlung für mich einige Längen. Ich hatte einen leichten Sommer- und Liebesroman erwartet und die eingeschobene Kriminalgeschichte fand ich überflüssig und auch langweilig. Dafür kam die Liebesgeschichte etwas zu kurz.

Fazit: Trotz der sympathischen Protagonisten und des angenehmen Schreibstils fand ich das Buch leider etwas zäh. 150 - 200 Seiten weniger hätten mir sicher besser gefallen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

adoption, ehe, ehekonflikt, familie, familienpension, frankreich, mütter, mutter und tochter, neue liebe, provence, pseudonym, scheidung, sommer, sommerlektüre, vergangenheit

Sommer mit Aussicht

Lena Wolf
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499291326
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Die 34jährige Luisa möchte endlich ihre leibliche Mutter Regina, die in der Provence eine kleine Pension betreibt, kennenlernen. Elisabeth, Luisas Adoptivmutter und Stefan, ihr Noch-Ehemann begleiten sie zu einem Treffen und einem Kurzurlaub nach Frankreich. Es macht die Sache nicht einfacher, dass Elisabeth nicht ahnt, dass Stefan und Luisa sich bereits vor einem halben Jahr getrennt haben. Schon die Hinreise wird abenteuerlich, denn erst haben sie eine Autopanne, und dann werden sie von einem attraktiven Franzosen in einem uralten Kleintransporter mitgenommen.

Meine Meinung: „Sommer mit Aussicht“ ist ein Roman mit gleich zwei Schwerpunkten. Einmal geht es um die Liebe, denn Luisa steht zwischen zwei Männern. Ihr Mann Stefan wünscht sich einen Neuanfang mit ihr, aber Nicolas, ihr Helfer bei der Autopanne, gefällt ihr auch sehr gut und flirtet mit ihr. Ein anderes Thema ist das Verhältnis zwischen Luisa und ihrer leiblichen Mutter Regina, das sich nicht so entwickelt, wie Luisa es sich wünscht. Lena Wolf sind die Übergänge zwischen ernsten und amüsanten Abschnitten gut gelungen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und humorvoll. Ich konnte mir alle Beschreibungen sehr gut vorstellen.
Luisa hat mir am besten gefallen. Ihre leicht chaotische Art macht sie sehr liebenswert und ihre Gefühle und Gedanken zu Regina konnte ich gut nachvollziehen. Auch alle anderen Charaktere (mit Ausnahme von Regina, mit der ich nicht warmwerden konnte) sind ausnahmslos gut gezeichnet und sympathisch.

Fazit: Ein Sommerroman mit einem wunderschönen Setting, der trotz seiner teilweise ernsteren Stimmung nicht den Humor und die Leichtigkeit verliert. Eine perfekte Urlaubslektüre.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

blum, familie, familiengeheimnis, fiona blum, freunde, vergangenheit

Das Meer so nah

Fiona Blum
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.04.2018
ISBN 9783442314782
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die 42-jährige Mathematiklehrerin Lucy S. Harper aus Manchester liebt Ordnung und Beständigkeit. Als sie eines Tages einen Anruf von einer Unbekannten aus Irland erhält, dass ihr Vater George im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte, ist sie sehr irritiert, denn ihrem Vater Peter geht es gut. Ihre Eltern wollen ihre Fragen nicht beantworten und so macht sich Lucy kurzentschlossen auf den Weg nach Irland um der Sache auf den Grund zu gehen…

Meine Meinung: Dieser Roman ist eine amüsante Reise durch Irland, eigentlich eine Liebeserklärung an dieses schöne Land mit seinen liebenswerten Einwohnern und ihren unaussprechlichen Namen.
Der Schreibstil von Fiona Blum ist flüssig, locker und schnell zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich allerdings nur langsam ohne große Highlights, aber es ist schön, Lucys positive Veränderung mitzuerleben. Lucy, die alleine lebt und Überraschungen verabscheut, wagt plötzlich etwas und reist alleine mit einem alten VW Bus durch ein fremdes Land. Ein Abenteuer bei dem sie neue Menschen kennenlernt, von allen etwas lernt und offener wird. Lucy und auch alle Nebencharaktere haben ihre kleinen liebenswerten Schrullen, was sie umso sympathischer macht. Jeder Charakter hat seine eigene kleine Geschichte. Das fand ich persönlich etwas zu viel. Weniger Charaktere, aber dafür etwas mehr Handlung oder tiefer gehende Beschreibungen (z.B. von Liam) wären mir lieber gewesen. 
Das Ende ist wie ein großes zufriedenstellendes Finale.

Fazit: Ein warmherzig geschriebener Road Trip durch Irland, der mich gut unterhalten hat. Ein Wohlfühlbuch mit ausnahmslos sympathischen Charakteren.

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

afrika, britische kolonien, coming-of-age, dekandenz, farmer, golden twenties, happy valley set, kenia, kolonialismus, kolonie, nairobi, roaring twenties, zeitgenössische belletristik

Kenia Valley

Kat Gordon , Mayela Gerhardt
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 24.04.2018
ISBN 9783455002775
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Der knapp 15-jährige Theo kommt 1925 mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester Maud aus England nach Kenia, denn sein Vater ist der neue Direktor der Uganda Eisenbahn.
Theo freundet sich sehr schnell mit Freddie und Sylvie an, die beide zwar etwa zehn Jahre älter sind als er, ihn aber vom ersten Moment an faszinieren. Sie ziehen ihn mit hinein in ihre ausschweifendes exzentrisches Leben voller Parys, Affären und Glamour.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Kat Gordon ist sehr flüssig und bildhaft zu lesen und ließ mich schnell in die schillernde Welt des Happy Valley Set eintauchen.
Die Charaktere waren mir allerdings fast alle unsympathisch, vor allem Freddie und Sylvie. Ihr egoistisches Verhalten, ihr dekadenter Lebensstil und ihre Arroganz den afrikanischen Angestellten gegenüber, gefiel mir überhaupt nicht. Sie genießen Theos große Bewunderung, ja sogar fast Anbetung, und machen sich einen Spaß daraus, ihn überallhin mitzunehmen und in ihre Welt einzuführen. Theo dagegen verliebt sich schon auf den ersten Blick unsterblich in die schöne Sylvie und sieht in dem gutaussehenden Freddie lange Jahre ein Vorbild. Er ist stolz und glücklich, bei den ausschweifenden Partys und anderen Unternehmungen dabei sein zu dürfen. Er ist süchtig nach ihrer Zuneigung und Akzeptanz. Erst viel später, nach seinem Studium in Edinburgh, hat sich vieles verändert und auch Theo ist inzwischen erwachsen und macht nach und nach eine positive Verwandlung durch.
Seine jüngere Schwester Maud ist von Anfang an ein Sympathieträger. Sie macht nicht alles mit, sondern hinterfragt die Dinge. Als Einzige der Europäer (in diesem Buch) sieht sie in den einheimischen schwarzen Angestellten (Totos genannt) auch die Menschen und wertschätzt sie. Obwohl die Geschwister so unterschiedlich sind, hängen sie doch sehr aneinander.


Fazit: „Kenia Valley“ schildert das sorglose und schillernde Leben der reichen Europäer in den 20er und 30er Jahren und die schleichende Veränderung im Laufe dieser Zeit in Kenia.
Eine eher ungewöhnliche Geschichte mit einem exotischen und historischen Setting.


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153 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 101 Rezensionen

adoption, band 1, dänemark, gut gezeichnete figuren, jeppe korner, jeppe kørner, kopenhagen, krimi, krokodilwächter, manuskript, messer, mord, schnitte, thriller, verlust

Krokodilwächter

Katrine Engberg , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.2018
ISBN 9783257070286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Inhalt: Die 21-jährige Literaturstudentin Julie wird von ihrem älteren Nachbarn Gregers tot aufgefunden. Erstochen und von Schnitten im Gesicht gezeichnet. Einige Spuren deuten auf Kristoffer, den jungen Freund der Vermieterin Esther de Laurenti hin. Als diese dann der Polizei ein von ihr geschriebenes Manuskript zeigt, das einen sehr ähnlichen Mord beschreibt, glaubt die Polizei der Auflösung sehr nahe zu sein. Doch dann geschieht ein weiterer Mord…

Meine Meinung: „Krokodilwächter“ von Katrine Engberg ist der erste Fall des dänischen Ermittlerteams Jesse Kørner und Anette Werner. Jeppe ist ein typischer Ermittler wie man ihn auch aus anderen skandinavischen Krimis kennt. Seine Frau hat ihn verlassen, er fühlt sich einsam, hat körperliche Beschwerden und ist leicht depressiv. Anette spielt in diesem Buch eine etwas kleinere Rolle. Sie ist ungeduldiger und nicht sonderlich diplomatisch, aber in ihrem Privatleben scheint alles in Ordnung zu sein. Zusammen bilden Jeppe und Anette ein starkes Team. Zitat S.22: „An guten Tagen hackten sie aufeinander rum wie ein altes Ehepaar, an schlechten Tagen hätte er sie am liebsten in den Øresund geschmissen“. Ich persönlich mag gegensätzliche Ermittler sehr gern.
Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr verschieden. Besonders gut hat mir die 68-jährige Hausbesitzerin  und emeritierte Professorin Esther de Laurentis gefallen. Sie ist zwar etwas exzentrisch, vielleicht auch leicht schrullig, aber vor allem warmherzig und liebenswert.
Auch die Sprache und der ruhige und unaufgeregte Schreibstil haben mir zugesagt. Die Spannung steigt zuerst relativ langsam, doch je mehr die Polizei ermittelt, desto spannender und komplexer wird der Fall. Bis zur endgültigen Auflösung hatte ich weder vom Mörder noch vom Motiv eine genaue Vorstellung.
Der Titel des Buches, der mich zuerst etwas irritiert hat, wird erst gegen Ende geklärt.

Fazit: „Krokodilwächter“  ist ein gut konstruierter, komplexer und spannender Kriminalroman, bei dem die Ermittlungsarbeit der Polizei im Vordergrund steht. Als Thriller würde ich das Buch aber nicht bezeichnen. Ich denke, das Ermittlerteam, das mir bisher noch etwas fremd geblieben ist (vor allem Anette), wird sich in den nächsten Büchern noch weiterentwickeln.


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193 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

adriana popescu, cbt, cbtverlag, erste liebe, jugendbuch, jugendbücher, liebe, meinsommeraufdemmond, mein sommer auf dem mond, popescu, probleme & krankheiten, psychiatrie, rezension, rügen, schicksal

Mein Sommer auf dem Mond

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.03.2018
ISBN 9783570311981
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Fritzi, Bastian, Tim und Sarah lernen sich in einem Therapiezentrum für psychisch kranke Jugendliche auf Rügen kennen. Die vier unterschiedlichen Teenager bilden für einige Wochen ein Team, die Therapiegruppe „Die Astronauten" und müssen sich wohl oder über zusammenraufen. Dabei freunden sie sich an, helfen einander und wachsen über sich hinaus.


Meine Meinung: Jugendbüchern stehe ich (ü50) immer sehr skeptisch gegenüber. Zu oft wurde ich schon enttäuscht. „Mein Sommer auf dem Mond“ hat mich aber von Anfang an begeistert. Der Schreibstil von Adriana Popescu ist absolut wunderbar und mitreißend. Sie schafft es mit bewundernswerter Leichtigkeit und Humor dem Leser ein schwieriges Thema nahe zu bringen.
Die vier Jugendlichen, die alle mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben, sind sich zunächst fremd und auch nicht besonders sympathisch. Im Laufe der Zeit werden sie jedoch zu richtig guten Freunden. Nach und nach akzeptiert jeder den anderen und vor allem sich selbst. Der Weg dorthin hat Höhen und Tiefen und ist auch am Ende des Buches noch nicht geschafft, und es ist sehr berührend, ihn begleiten zu dürfen.
Die Geschichte wird abwechselnd von Fritzi und Bastian erzählt und beinhaltet auch eine kleine Liebesgeschichte. Diesen Wechsel finde ich sehr gelungen, denn er ermöglicht, beide besser zu verstehen.
Alle vier Protagonisten waren mir am Ende ans Herz gewachsen und ich hatte beinahe das Gefühl, als würde ich sie persönlich kennen.

Ein Satz, der mir besonders gut gefallen hat: „Mein Herz hat die Schuhe ausgezogen und tobt sich seit Minuten in einer Hüpfburg aus“. ♥️👟👟

 Fazit: Für mich ist „Mein Sommer auf dem Mond“ von Adriana Popescu ein aus der Masse herausragendes Jugendbuch und auf jeden Fall auch für ältere Leser geeignet. Eine Geschichte über Freundschaft, Akzeptanz, Mut und die erste Liebe. Klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 14 Rezensionen

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Die Engelsmühle

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 29.10.2008
ISBN 9783865520807
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Inhalt: Der pensionierte Arzt Abel Ostrovski wird in seiner Villa ermordet aufgefunden. Vor seinem Tod wurde er brutal gefoltert. Die Polizei verdächtigt schnell Peter Hogarts Bruder Kurt. Hogart setzt alles daran, um die Unschuld seines Bruders zu beweisen und gerät dabei in große Gefahr, denn der Mörder ist völlig skrupellos.

Meine Meinung: Nach „Die Schwarze Dame“ ist „Die Engelsmühle“ der zweite Teil der Thrillerreihe mit dem Detektiv Peter Hogart. Beide Bücher, die bereits vor etwa zehn Jahren zum ersten Mal erschienen, wurden vom Autor überarbeitet und neu aufgelegt.
Peter Hogart ist Versicherungsdetektiv und klärt auf seine eigene Art die spektakulärsten Mordfälle auf, übersieht dabei geflissentlich Vorschriften und Gesetze, findet die geheimsten Verstecke und bringt sich selbst in haarsträubende Situationen. Seine Schwäche sind schöne Frauen und Zigaretten. Außerdem ist er der Polizei immer einen Schritt voraus. Trotz dieser Klischees ist Hogart ein sympathischer Protagonist, denn er hat auch Humor. Auch seine Nichte Tatjana hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil von Andreas Gruber ist wie gewohnt flüssig, bildhaft und teilweise sehr amüsant. Aber wie auch in seinen anderen Thrillern sind die Morde ziemlich grausam und auch an ekligen Beschreibungen wird nicht gespart. Trotz verschiedener Vorkommnissen nimmt das Buch erst im letzten Drittel so richtig Fahrt auf. Dann konnte ich es aber auch nicht mehr weglegen. Obwohl ich schon früh eine Vermutung hinsichtlich des Täters hatte, fand ich es deshalb nicht weniger spannend.

Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Im Vergleich zu A. Grubers anderen Reihen, finde ich die Peter Hogart Reihe allerdings am schwächsten.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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145 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

amalfiküste, amrum, familiengeheimnis, geheimnisvolle vergangenheit, geschwiste, italien, katharina herzog, lena, liebe, sommer, sommerroman, tod, trauer, vergangenheit, zitronen

Zwischen dir und mir das Meer

Katharina Herzog
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499274206
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lena lebt zusammen mit ihrem Vater und ihrer Oma Hilde auf Amrum. Seitdem ihre Mutter Mariella, eine gebürtige Italienerin, vor zwanzig Jahren nach dem Schwimmen im Meer nicht wieder zurückkgekehrt ist, führt sie ein zurückgezogenes Leben. Sie arbeitet in einem Hospiz und sammelt Meerglas, das sie zu Schmuck verarbeitet. Eines Tages taucht ganz überraschend der junge Italiener Matteo Forlani auf Amrum auf. Irgendwie kommt er Lena bekannt vor, doch als sie am nächsten Tag noch einmal mit ihm sprechen möchte, erfährt sie, dass er schon abgereist ist. Zurückgelassen hat er eine Mappe mit Fotos, auf denen Lenas Mutter als junges Mädchen zu sehen ist. Mariella sieht auf den Fotos so glücklich und strahlend aus, wie Lena sie nie gesehen hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um Matteo wiederzusehen und mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren.

Durch den wunderbaren Schreibstil von Katharina Herzog gelingt es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Wie immer beschreibt sie ihre Charaktere sehr lebendig und authentisch. Die beiden Schwestern, Lena und Zoe, sind sehr verschieden und gehen unterschiedlich mit dem Verlust der Mutter um. Während Lena sich zurückzieht und viel grübelt, gibt sich die quirlige Zoe eher unbekümmert, genießt das Leben und reist viel. Seit Lenas Trennung von ihrem Verlobten ist das Verhältnis der Schwestern angespannt. Sehr schön fand ich darum die positive Entwicklung, die Lena im Lauf der Geschichte macht. Endlich verliert sie ihren, Zitat S. 333: „Stock im Arsch“.
Rückblicke in die Vergangenheit erzählen von Mariellas Jugendzeit in Italien. Mariella kommt aus einfachen Verhältnissen und freundet sich mit Francesca, der Tochter eines reichen und skrupellosen Plantagenbesitzers, an. Sehr zum Missfallen ihres Vaters geht Francesca jahrelang bei der Familie ein und aus. Gegen Ende kommt es zu einer (für den Leser) überraschenden Wende.

„Zwischen uns das Meer“ ist ein warmherziger und berührender Sommerroman, der in mir die Sehnsucht nach Italien geweckt hat. Die traumhafte Amalfiküste, das Meer, Zitronen und Limoncello!
Es geht um die Beziehung der beiden Schwestern, um die Vergangenheit ihrer Mutter und natürlich um Liebe.


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42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

ellen, gewaltverbrechen, heiligendamm, krimi, menschliche abgründe, mord, rache, regionalkrimi ostsee, vergangenheit

So bitter die Rache

Eric Berg
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 19.03.2018
ISBN 9783809026600
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Ellen Holst zieht nach der Trennung von ihrem Mann, einem Diplomaten, mit ihrem 14-jährigen Sohn Tristan in die nur vier Häuser umfassende Siedlung „Vineta“ in Heiligendamm. Nach vielen Auslandsaufenthalten möchte sie hier endlich zur Ruhe kommen. Erst bei ihrem Einzug erfährt sie, dass in ihrem Haus vor sechs Jahren drei Menschen ermordet wurden. Die Tat wurde nie aufgeklärt. Ellen will nicht darüber nachdenken, doch dann kommt es zu seltsamen Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren…


Meine Meinung: Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen und beginnt mit Ellens Geschichte in der Gegenwart. In der Vergangenheit erfahren wir dagegen von den Geschehnissen in „Vineta“ vor und bis zu den Morden. Auf beiden Zeitebenen gibt es noch einen zusätzlichen Handlungsstrang. Hier geht es um den jungen Albaner Malush und seine Schwester Majlinda. Es dauerte einige Zeit, bis ich den Zusammenhang zu der Geschichte erkennen konnte. Manchmal musste ich auch überlegen, was in welcher Zeit passierte, weil viele Charaktere in beiden Zeitsträngen dabei sind. Das fand ich etwas verwirrend.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen, doch die Handlung zog sich für mich etwas in die Länge. Gegen Ende steigt allerdings die Spannung und der Wechsel der Zeiten erfolgt in immer kürzeren Kapiteln. 
Die Charaktere werden mit all ihren Eigenheiten, Schwächen und Problemen sehr authentisch beschrieben, und nach und nach wird die Stimmung in beiden Zeiten immer angespannter.
Bis zum Schluss bleibt unklar, wer die Toten sind, wer der Mörder ist und welches Motiv er hatte. Ich hatte einige Ideen, die ich aber alle wieder verwerfen musste.

Fazit: Ein gut erzählter psychologischer Krimi, der die menschliche Abgründe und Schwächen seiner Protagonisten beschreibt, aber leider nur zögernd in Fahrt kommt.

Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

deutsch-südwestafrika, familiengeheimnis, schokolade

Zartbittertod

Elisabeth Herrmann , Laura Maire
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 19.03.2018
ISBN 9783844528848
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Die 19-jährige Mia möchte Journalistin werden und muss für die Aufnahmeprüfung die Geschichte eines alten Familienfotos erzählen. Mia entscheidet sich für ein Foto, das in der kleinen Chocolaterie ihrer Eltern hängt. Zu sehen ist darauf ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade, daneben ihr Urgroßvater Jacob und sein Lehrherr. Jakob ist schwarz und Mia will nun recherchieren, wie und warum er aus Deutsch - Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Sie besucht die Nachkommen von Jakobs ehemaligen Lehrherrn und stößt bei ihren Nachforschungen unverhofft auf Widerstand.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist lebendig, bildhaft und sehr unterhaltsam. Auch der Sprecherin Laura Maire kann man gut zuhören (das ist für mich ein ganz wichtiges Kriterium bei Hörbüchern).
Das Thema, die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika und der Völkermord an den Herero, fand ich sehr interessant. Darüber liest man eher selten etwas. Allerdings fand ich den Bezug zum Heute, vor allem zu den Ereignissen in der Geschichte, etwas weit hergeholt und auch die Aufklärung eher unrealistisch. Obwohl ich „Zartbittertod“ nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Krimi, gibt es einige spannende Elemente und viel Rätselraten bis zum Schluss.
Die Protagonistin Mia hat mir von Anfang an gut gefallen und auch Will, der sie bei ihren Nachforschungen unterstützt, fand ich ganz symphatisch. Auch die kleine Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist zwar vorhersehbar, aber ganz nett und unaufdringlich. 


Fazit: Trotz kleiner Kritikpunkte hat mir das Buch / bzw. Hörbuch, das für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen wird, ganz gut gefallen.

Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das kostenlose Rezensionsexemplar



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117 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

1939, adoption, amerika, familie, geheimnis, georgia tann, geschwister, kinderheim, lisa wingate, memphis, menschenhandel, missbrauch, usa, waisen, waisenhaus

Libellenschwestern

Lisa Wingate , Andrea Brandl
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Limes, 05.03.2018
ISBN 9783809026907
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: 1939, Memphis, Tennessee. Die 12-jährige Rill Foss wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern auf einem Hausboot, das auf dem Mississippi liegt. Als ihre Eltern sie wegen eines Notfalls allein lassen müssen, werden die Kinder von Polizisten

abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Dort widerfahren ihnen unglaubliche Dinge.
70 Jahre später begegnet Avery Staffort in einem Altenheim der 90-jährigen May Crandall. Der Anblick von Avery scheint May zu verwirren und sie entwendet Avery deren Libellenarmband, ein Familienerbstück. Neugierig geworden, sieht Avery sich später in Mays Zimmer um und entdeckt auf einem alten Foto eine Frau, die ihrer Großmutter Judy sehr ähnlich sieht. Sie beginnt zu recherchieren um die Verbindung der beiden Frauen aufzuklären und deckt unglaublich erschütternde Geheimnisse auf.

Meine Meinung: „Die Libellenschwestern“ ist zwar eine fiktive Geschichte, beruht aber auf wahren Begebenheiten. Die Kinderheime von Georgia Tann, in denen schätzungsweise 5.000 Kinder wie Waren angepriesen und regelrecht verkauft wurden, gab es wirklich. Von den 1920er Jahren bis 1950. Viele von den Kindern hauptsächlich armer Leute wurden entführt, oder die Mütter wurden quasi gezwungen Verträge zu unterzeichnen, deren Sinn sie oft nicht verstanden. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Nachwort in diesem Buch zu lesen.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die mir beide gleich gut gefallen haben.
Im Jahr 1939 schildert Rill zunächst ihr Leben auf dem Hausboot, dann die Entführung und die darauf folgenden dramatischen und berührenden Ereignisse. Trotz des traurigen und aufwühlenden Inhalts war ich total gefesselt von der Handlung.
In der Gegenwart forscht Avery nach der Verbindung zwischen ihrer Großmutter und May. Nach und nach klären sich auch für den Leser die  Zusammenhänge. Die kleine Liebesgeschichte, Averys Schwestern und vor allem die Kinder, lassen die Geschichte nicht ganz so bedrückend wirken und lockern die Handlung etwas auf.
Durch den fesselnden, bildhaften und berührenden Schreibstil und die spannende Handlung konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen. Lisa Wingate ist der Wechsel zwischen den Zeiten sehr gut gelungen, so dass der Roman im Ganzen nicht  ZU bedrückend wirkt.
Fazit: Ein großartiges Buch, das mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das kostenlose Leseexemplar.

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

1930er jahre, bettina storks, familiengeschichte, frankreich, geheimnisvolles portrait, gemälde, große liebe, liebe, mutter, mutter-tochter, mutter-tochter-enkelin, mutter-tochter-verhältnis, paris, provence, vertrauensbruch

Das geheime Lächeln

Bettina Storks
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.03.2018
ISBN 9783453359741
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: In einem Auktionskatalog entdeckt die Journalistin Emilia das Gemälde einer jungen Frau, die ihr unglaublich ähnlich sieht. Emilia ist überzeugt, dass diese Frau ihre ihr unbekannte und vor vielen Jahren verstorbene Großmutter Sophie ist, die Ende der 30er Jahre nach Paris gegangen ist und um deren Künstlerleben sich viele Gerüchte ranken. Selbst Pauline, Emilias Mutter und Sophies Tochter, hat ihre Mutter nie kennengelernt und Emilia beschließt spontan, das Gemälde bei der Auktion zu ersteigern.

Meine Meinung: Der Schreibstil von Bettina Storks gefällt mir sehr gut und der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Die Autorin beschreibt die Charaktere und die verschiedenen Handlungsorte, sowie sogar den Mistral, sehr lebendig und bildhaft, so dass ich jetzt am liebsten eine Reise nach Frankreich machen würde.
Emilia ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist Anfang 50, verheiratet und hat zwei bereits erwachsene Söhne. Ihr ruhiges Familienleben wird erschüttert, als sie zufällig vom Seitensprung ihres Mannes Vladi erfährt. Sie verzeiht ihm, aber das Verhältnis der beiden ist seitdem ziemlich angespannt. Deshalb kommt es ihr ganz gelegen, sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Großmutter Sophie zu machen. Kurzentschlossen reist sie in die Provence und wohnt dort in Sophies ehemaligem Haus, das inzwischen ihre Mutter geerbt hat. Dort trifft sie Jean Pierre, einen Freund ihrer Großmutter, von dem sie Informationen erhofft.
Jean Pierre war mir zuerst ziemlich unsympathisch, aber gegen Ende des Buches mochte ich ihn doch ganz gern. 
Während der größte Teil der Geschichte in der Gegenwart spielt, gibt es nur wenige Rückblicke von Sophie oder Jean Pierre auf die Vergangenheit. Das fand ich sehr schade, denn vom Leben der beiden hätte ich gerne viel mehr gelesen. Vor allem die 40er Jahre hätten mich sehr interessiert.

Fazit: Eine Geschichte über ein Familiengeheimnis mit viel französischem Flair und größtenteils sympathischen Charakteren.


Vielen Dank an das Bloggerportal und den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

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112 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

1949, 2. weltkrieg, berlin, claire winter, diana-verlag, familiendrama, gegenwart und zweiter weltkrieg, journalismus, kriegsverbrechen, krimi, nachkriegsdeutschland, nachkriegszeit, nazizeit, vertuschung, zweiter weltkrieg

Die geliehene Schuld

Claire Winter
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 05.03.2018
ISBN 9783453291942
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Deutschland 1949. Jonathan, ein junger Journalist einer Berliner Zeitung, arbeitet an einer brisanten Reportage über ehemalige Kriegsverbrecher. Seine Recherchen bringen ihn in höchste Gefahr und er schafft es gerade noch, seine Unterlagen an seine Kollegin und Jugendfreundin Vera zu schicken, bevor er tödlich verunglückt. Vera, die während des 2.Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren hat, möchte eigentlich nur noch nach vorne blicken. Doch als sie von Jonathans Tod erfährt, führt sie seine Recherchen fort und die Spuren führen sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste.


Meine Meinung: Claire Winter schafft es mit „Die geliehene Schuld“ die Nachkriegsjahre in Deutschland überaus spannend, informativ und interessant lebendig werden zu lassen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten, aber auch anderer Charaktere, auf zwei Zeitebenen erzählt.
In der Gegenwart erfährt Vera von Jonathans Tod und erhält seine Unterlagen mit der Bitte, seine Recherchen zu Ende zu führen. Sehr schnell gerät sie dadurch in Lebensgefahr.
In Rückblicken, die neun Monate vor Jonathans Tod beginnen und sich zeitlich immer weiter der Gegenwart annähern, erzählt die Autorin von Jonathan und der jungen Marie, die gerade eine Stelle als Sekretärin im neu gegründeten Parlamantarischen Rat in Bonn antritt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und der Spannungsbogen steigt so rasant an, dass ich das Buch nur sehr ungern aus der Hand gelegt habe.
Alle Charaktere sind lebendig und authentisch beschrieben. Mit einigen fühlt und leidet man mit, andere verabscheut oder fürchtet man. Marie hat mir besonders gut gefallen; durch ihre Nachforschungen hat sie eher unfreiwillig eine große Entwicklung gemacht.

Fazit: Dieser sehr gut recherchierte Roman liest sich wie ein spannender Thriller. Obwohl die Geschichte fiktiv ist, sind die historischen Fakten leider wahr. Ein ganz tolles Buch!

Dieses Buch wurde mir vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfü gung gestellt. Vielen Dank dafür.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

dordogne, familie, ferien, frankreich, kampf gegen krankheit und tod, krankheit, liebe, liebesgeschichte, mutter, schicksal, sommer, tragik, trennung, urlaub, vatersohnbeziehung

Was in unseren Sternen steht

Catherine Isaac , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.03.2018
ISBN 9783499273032
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Nur wenige Monate nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes William, hat Jess sich von Adam getrennt. Daraufhin hat Adam sich in Frankreich ein neues Leben aufgebaut und führt das Château de Roussignol, ein malerisch glegenes Hotel, das er liebevoll restauriert hat. Inzwischen ist William zehn Jahre alt und Jess

möchte den Herzenswunsch ihrer kranken Mutter erfüllen und Adam und William in einem fünfwöchigen Urlaub einander nahe bringen, denn auch sie hat etwas erfahren, das ihr weiteres Leben stark beeinflussen wird. Doch Jess merkt bald, dass sie noch Gefühlte für Adam hat…
Meine Meinung: Fünf Wochen Urlaub in der Dordogne, in einem alten Chateau inmitten von Lavendelfeldern und Kiefernwäldern - das hört sich nach einem lockeren und leichten Liebesoman an, der Urlaubsstimmung erzeugt und Fernweh weckt. Zum Teil ist es auch so, doch der Hintergrund der Geschichte ist viel ernster, als ich zuerst gedacht hatte.
Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in der Geschichte und begeistert von dem mitreißenden Schreibstil. Die Charaktere sind absolut lebendig beschrieben und auch das Château und die malerische Umgebung in Frankreich konnte ich mir bildlich vorstellen.
Jess ist eine unglaublich liebenswerte Protagonistin. Trotz ihrer Sorgen behält sie ihre gute Laune, ist lustig, manchmal auch etwas verpeilt und tollpatschig. Einige Male habe ich laut über sie lachen müssen. Auch ihr Umgang mit ihrem Sohn William hat mir gut gefallen. William hat den Kopf voller Wissen, das er auch sehr gerne weitergibt und beweist, aber auf eine nette, noch kindliche Art. Dafür ist er als Fußballspieler leider eine Niete.
Adam konnte ich zuerst nicht richtig einschätzen, aber im Lauf der Geschichte wurde auch er mir immer sympathischer.
Catherine Isaac wechselt mühelos von einem lockeren und humorvollem Schreibstil, der den Urlaub begleitet, zu einem ernsthafteren Stil, wenn sie Jess Erinnerungen, ihre Sorgen um die Gesundheit ihrer Mutter oder die ungewisse Zukunft beschreibt.
Fazit: Ein ganz wundervoller und toll geschriebener Roman über den Mut, das Leben zu nehmen, wie es kommt, über die Liebe und den Zusammenhalt einer Familie. Selten hat mich ein Buch emotional so berührt. Eine Geschichte zum Lachen und zum Weinen. Sooo schön. Uneingeschränkte Leseempfehlung.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

krimi, mord, mördersuche, mysteriös, mystisch, nordfriesland, nordsee, rächer, regionalkrimi, spannend, spannung, sympathischer ermittler, theo krumme, ungesühnter mord, vergangenheit

Schwarzes Watt

Hendrik Berg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442487288
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Vor 20 Jahren sah Ina den Mörder ihrer Schwester vom Tatort wegrennen. Seitdem hat sie sein Bild vor Augen. In einem Familienurlaub an der Nordsee ist sie sich sicher, den Mann gesehen zu haben. Kommissar Krumme und seine junge Kollegin Pat beginnen zu ermitteln und stellen fest, dass der Verdächtige ein angesehener und sehr beliebter Pastor ist, dem keiner etwas Böses zutraut. Hat Ina sich geirrt?
Meine Meinung: „Schwarzes Watt“ von Hendrik Berg ist bereits der 4.Teil mit dem Ermittlerteam Krumme und Pat. Das Buch ist allerdings auch sehr gut ohne Vorkenntnisse (Ich habe auch keine) zu lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist.
Theo Krumme gefällt mir sehr gut als Kommissar und auch als Mensch. Pat, die eine kleinere Rolle spielt (zumindest in diesem Buch), finde ich aber auch sehr sympathisch.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und die kleinen privaten Einblicke in Krummes Leben, vor allem seine Erlebnisse mit dem riesigen Hund Watson, lockern die Handlung auf und sind sehr humorvoll.
Dass dieses Buch mystische Elemente beinhaltet, wusste ich vorher nicht. Ich war zwar zuerst etwas überrascht, aber dann gefiel es mir ganz gut. Es verdüstert die Stimmung etwas und passt gut zur Nordsee, dem Watt und der Marsch.
Als richtig spannend habe ich diesen Krimi nicht empfunden, trotzdem hat er mir wegen der sympathischen Charaktere und dem Nordseeflair sehr gut gefallen und ich werde ganz sicher auch die drei vorherigen Teile lesen.


Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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278 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 114 Rezensionen

der zopf, familie, frauen, freiheit, haare, indien, italien, kanada, krebs, leben, mut, schicksal, schicksale, sizilien, zopf

Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

„Drei Frauen, drei Leben, drei Kontinente - dieselbe Sehnsucht nach Freiheit“
Diese starken, jedoch völlig unterschiedlichen Frauen; Smita aus Indien, Giulia aus Sizilien und Sarah aus Kanada haben eines gemeinsam - sie kämpfen mutig gegen die Widerstände, die ihnen das Leben vorgibt.
Smita gehört in Indien zu den Ärmsten. Sie ist eine „Schmutzsammlerin“, eine
Unberührbare. Ihr größter Wunsch ist es, dass ihre kleine Tochter Lalita die Schule besuchen kann, um später ein besseres Leben führen zu können. Dafür nimmt Smita viele Strapazen auf sich.
Giulia arbeitet in Sizilien in der Perückenfabrik ihrer Familie. Nach einem schweren Unfall ihres Vaters übernimmt sie die Führung und trifft gegen den Willen der Familie eine Entscheidung.
Sarah lebt in Montreal, ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und eine ehrgeizige und erfolgreiche Anwältin. Ihr Leben ist durchorganisiert, doch dann erkrankt sie.
Die Geschichten der drei Frauen werden abwechselnd und unabhängig voneinander erzählt, wie Kurzgeschichten. Drei Erzählstränge, die zu einem Zopf verflochten werden. Erst zum Schluss erfährt der Leser, was die drei Frauen verbindet (auch wenn man es vorher schon ahnen kann).
Der Schreibstil ist flüssig und unaufgeregt, ohne viel wörtliche Rede und dadurch intensiver. Alle drei Geschichten haben mir gut gefallen, doch Smitas Schicksal hat mich am meisten berührt. Ihr Lebensumstände sind unglaublich schwer, und beim Lesen hatte ich mehrmals eine Kloß im Hals. Von ihr hätte ich gerne noch mehr gelesen und ihre Geschichte wird sicher noch einige Zeit nachwirken.

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80 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

ddr, dt autor, erbe, familie, familiendrama, familiengeheimnis, familiengeheimnisse, familientragödie, flucht, freiheit, geheimnis, geheimnisse, mauer, stasi, vergangenheit

Kranichland

Anja Baumheier
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 13.03.2018
ISBN 9783805200219
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Berlin 2012. Theresa erbt überraschend ein Haus in Rostock von ihrer Schwester Marlene, die angeblich schon vor Theresas Geburt bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen sein soll. Theresa ist ratlos und auch ihre ältere Schwester Charlotte weiß nichts darüber. Bei ihren Nachforschungen kommt Theresa einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur, das sie tief erschüttert.

Meine Meinung: „Kranichland“ wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich im Verlauf der Geschichte immer weiter annähern. Das hat mir sehr gut gefallen. 
Der Roman umfasst fast 80 Jahre deutscher Geschichte und beginnt im Jahr 1936, als der 8-jährige Johannes Groen seine Mutter verliert. 
1946 kommt er nach seiner Flucht aus Schlesien alleine nach Rostock. Dort lernt er Elisabeth kennen. Drei Jahre später heiraten sie und gründen eine Familie. Die ersten Jahre sind glücklich, doch Johannes arbeitet fieberhaft am Aufbau des Sozialismus und hat immer weniger Zeit. Dann ziehen sie gegen Elisabeths Willen nach Ost-Berlin und Elisabeth beginnt eine Affäre mit ihrem Chef, bleibt aber trotzdem bei ihrem Mann. Ihre zweite Tochter Marlene kommt zur Welt und die Situation wird immer komplizierter. Während die ältere Tochter sich dem System unterordnet, will Marlene ihr Leben selbst bestimmen. Schließlich verstricken sich Johannes und Elisabeth  in ein Netz aus Lügen und Geheimnissen, das erst Jahrzehnte später aufgedeckt wird.
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Ich bin in der BRD aufgewachsen und fand es sehr interessant in Romanform hinter „die Mauer“ zu schauen. Für uns ist es heute kaum vorstellbar, wie das Leben für die DDR-Bürger damals war. Einiges wusste ich natürlich schon, anderes war aber auch für mich neu (zB. das verbotene Micky-Maus Heft). Die Autorin, Anja Baumheier, ist in Dresden geboren und hat ihre Kindheit in der DDR verbracht. Es ist ihr sehr gut gelungen, die damalige Zeit wieder lebendig werden zu lassen und glaubwürdig zu schildern. Außerdem konnte ich mich in alle  Mitglieder der Familie Groen hineinversetzen und sie größtenteils auch verstehen. 
Nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Geschehnisse im Heute haben mir wirklich gut gefallen. Nach und nach entwirren sich alle Geheimnisse und so steigt der Spannungsbogen konstant an. Die letzten ca. hundert Seiten MUSSTE ich in einem Rutsch lesen.
Fazit: Eine berührende, aber auch sehr interessante und informative Geschichte über die Auswirkungen des politischen Systems der DDR auf eine Familie.

Vielen Dank an den @rowohltverlag für das tolle Leseexemplar.

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158 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

aids, carol rifka brunt, coming-of-age, gegenwartsliteratur, hiv, homosexualität, jugend, jugendbücher, jugendliche, kunst, lgbtiq literatur, netgalleyde, roman, trauer, verlust

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Carol Rifka Brunt , Frauke Brodd
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 23.02.2018
ISBN 9783961610075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Wenn man etwas erst mal weiß, kann man es niemals mehr nicht wissen.“ 

New York 1987. Die 14-jährige June hat eine sehr enge Beziehung zu ihrem Onkel Finn. Als dieser an Aids stirbt, ist ihre Trauer sehr groß. Dann versucht Toby - der, wie ihre Mutter ihn nennt, „spezielle“ Freund von Finn - näheren Kontakt zu ihr aufzunehmen. Nur zögernd und heimlich - denn ihre Eltern, vor allem ihre Mutter, Finns Schwester, machen Toby für Finns Krankheit und Tod verantwortlich - willigt June in ein erstes Treffen ein und ganz langsam entwickelt sich zwischen den beiden Trauernden eine zarte Freundschaft.

June, eine Protagonistin, die wahrscheinlich jedem Leser sofort ans Herz wächst, ist 14 Jahre alt, groß und kräftig, und eher eine Einzelgängerin. In ihrer Freizeit streift sie allein durch den Wald und träumt sich ins Mittelalter. Noch vor ein paar Jahren hat sie zusammen mit ihrer Schwester fantasievolle Spiele und Geschichten ersponnen, doch inzwischen verbindet die beiden eher eine Art Hass-Liebe. Ihre Eltern sind beide Buchhalter und in der Steuersaison schwer beschäftigt und kaum zu Hause. Obwohl sie June notgedrungen sagen mussten, dass Finn an Aids sterben würde, haben sie ihr verschwiegen, dass er eine Liebesbeziehung mit Toby hatte.
Ich habe die Zeit in den 80ern miterlebt und kann mich noch gut an die ersten Aids-Toten, die Schlagzeilen und die Angst vor Ansteckung, erinnern. Die Krankheit war noch unerforscht und es gab keine Medikamente dagegen. In diesem Buch wird Aids aber nicht zum Hauptthema, sondern es geht vielmehr um die eigentlich noch kindliche, bewundernde und große Liebe von June zu ihrem Onkel, denn er ist der Einzige, dem sie vertraut hat, der sie verstand und der auf sie einging. Es geht auch um June und Toby, die beide um denselben Menschen, ihre große Liebe, trauern und die dadurch zueinanderfinden. Eine echte und tiefe Freundschaft entsteht. Allerdings habe ich auch einige Kritikpunkte an Toby. Obwohl er weiß, dass June erst 14 ist, bietet er ihr Zigaretten und Alkohol an und trifft sich allein mit ihr in der Wohnung. Hätte Junes Mutter davon erfahren, hätte sie noch mehr Gründe gehabt, sauer zu sein und sich in ihrer Meinung zu Toby bestätigt gefühlt.
Und es geht um die Beziehung zwischen June und ihrer Schwester Greta. Und gerade dieser Teil des Romans hat mich am meisten gepackt und berührt. Denn auch  Greta ist erst 16 Jahre alt, also noch lange nicht erwachsen, und steht unter dem großen Leistungsdruck der Eltern. „manchmal liege ich im Bett und sehe mich in meinem Zimmer um und kann einfach nicht glauben, dass ich kein Kind mehr sein darf.“  
Die Sprache der Autorin ist wirklich wunderschön, manchmal poetisch und sehr eindringlich. Von Seite zu Seite wurde ich tiefer in diese Geschichte hineingezogen, die mir immer besser gefiel und ich würde June sehr gerne noch eine Weile auf ihrem weiteren Weg begleiten.

Ein wirklich wundervolles Buch über Trauer, Liebe, Freundschaft und das Erwachsen werden. Eine Geschichte, die in Erinnerung bleibt.

Vielen Dank an den @eisele_verlag für dieses tolle Buch, das ich als Rezensionsexemplar lesen durfte.

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226 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

2. weltkrieg, behinderung, ellen sandberg, euthanasie, familiengeschichte, gerechtigkeit, heilanstalten, inge löhnig, krieg, mord, münchen, nationalsozialismus, roman, verbrechen, zweiter weltkrieg

Die Vergessenen

Ellen Sandberg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.12.2017
ISBN 9783328100898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: 1944. Die junge Krankenschwester Kathrin ist gerade mit ihrer Ausbildung fertig und tritt eine Stelle in der Pflegeanstalt  Winkelsberg an. Sie beginnt ein Verhältnis mit dem Arzt Karl Landmann und merkt erst nach einer Weile, was in der Klinik vor sich geht.

München 2013. Die Journalistin Vera entdeckt in der Wohnung ihrer 89 jährigen Tante alte Fotos, die auf eine Verbindung zu einem Verbrechen in der Nazizeit hinweisen. Hat ihre Lieblingstante wirklich mit einem Massenmord zu tun gehabt? Vera will das Geheimnis aufdecken und einen Artikel darüber schreiben.
Gleichzeitig soll Manolis, ein Mann für “besondere Aufträge“, alte Akten aufspüren, die im Besitz der alten Dame sein sollen. Er ahnt nicht, welchem Geheimnis er damit auf die Spur kommt…

Meine Meinung: Nach dem bedrückenden Prolog beginnt die Geschichte zunächst ganz ruhig und der Spannungsbogen baut sich nur sehr langsam, aber konstant auf. Irgendwann war ich so von der Geschichte gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte..
Die Protagonisten Manolis, Vera und Kathrin haben mir sehr gut gefallen, auch wenn Manolis auch eine sehr dunkle Seite hat. Er entwickelt sich aber im Lauf der Geschichte zum Positiven weiter und seine Geschichte ist mir sehr nah gegangen (obwohl sie seine Entwicklung zum „lautlosen Problemlöser“ nicht entschuldigt!).
Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt und Kathrins Geschichte in der Vergangenheit berichtet zunächst von ihrer Zeit in der Euthanasie-Klinik, in der während der Nazizeit Menschen mit Behinderungen vorsätzlich getötet wurden. Später gibt es kurze Einblicke in die 60er Jahre. Aber auch durch Veras Recherchen erhält man viel Informationen zu den damaligen Ereignissen. Diese Verknüpfung ist der Autorin sehr gut gelungen. Auch, wie sie zwei völlig unterschiedliche Kriegsverbrechen in einem Buch verarbeitet, hat mir gut gefallen.
Fazit: Das Buch wirft die Frage auf, wieviel Kriegsverbrecher jahrzehntelang unerkannt und unbestraft unter uns gelebt haben. Die Geschichte ist sehr spannend und erschütternd  und ich habe nach dem beenden des Buches noch einiges über die Verbrechen im Internet gelesen.

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130 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

biografische romane, blanvalet, deutsche geschichte, deutschland, dram, feindschaft, flower-power-zeit, freundschaft, glück, liebe, lilli beck, münchen, nachkriegszeit, roman, streit

Glück und Glas

Lilli Beck
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.08.2015
ISBN 9783764505431
Genre: Romane

Rezension:

Glück und Glas“ - wie leicht zerbricht das?

Inhalt: Hannelore und Marion werden beide am 7. Mai, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg geboren. Während Marions Mutter Elsa nach einem Bombenangriff kein Dach über dem Kopf mehr hat und ihr Mann noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, wohnt Hannelores Mutter Hilde mit ihrem Mann und Schwiegervater in einer schönen Villa. Nachdem die Frauen sich im Krankenhaus kennengelernt haben, bietet Hilde Elsa und ihrem Baby Unterkunft und Arbeit in ihrem Haus an. Die Mädchen werden trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft bald beste Freundinnen.

Meine Meinung: Der Leser begleitet Marion (die sich später Moon nennt) und Hannelore (später Lore) von der Geburt bis zu ihrem 70. Geburtstag in unterschiedlich großen Zeitsprüngen. 
Hauptsächlich wird die Geschichte aus Moons Sicht erzählt, da sie das aufregendere und ereignisreichere Leben hat. Das fand ich schade, denn ich hätte auch gerne mehr von Lore gelesen. 
Der Schreibstil von Lilli Beck gefällt mir sehr gut und lässt sich flüssig lesen. Ihr gelingt es, die damalige Zeit wieder lebendig werden zu lassen, indem sie die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse, die Musik, die Mode und die Neuerungen der letzten 50 Jahre des 20. Jahrhunderts in die Geschichte einfließen lässt.
Am besten haben mir die Kindheitsjahre von Hannelore und Marion in der Nachkriegszeit gefallen, hier wurden schon die Unterschiede der beiden Freundinnen in der Erziehung und in den Lebensbedingungen sehr deutlich. Hannelore wächst behütet in einer wohlhabenden und liebevollen Familie auf, doch Marion leidet unter ihrem strengen Vater und den ärmlichen Verhältnissen.
Moons Geschichte in den 60er / 70er Jahren, leider ein großer Teil des Buches, hat mir insgesamt weniger gut gefallen. Teilweise hat mich die Handlung etwas deprimiert. Obwohl Moon ein gefeiertes Fotomodell wird und auch immer wieder auf die Füße fällt, muss sie doch sehr viele Niederlagen einstecken. Zitat Moon Seite 476: „Bis auf wenige Wochen war mein Leben eine einzige Kathastrophe.“ Und auch Lore führt kein wirklich glückliches Leben. Die enge Freundschaft der beiden zerbricht durch einen Vertrauensbruch und lässt sich viele Jahre später nur schwer wiederherstellen.

Fazit: Das Buch ist eine Zeitreise ins letzte Jahrhundert und eine Geschichte über eine Freundschaft, die stärker ist als Glas.


Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

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156 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

apfelbauern, apfelernte, apfelhof, cold case, düster, elbmarsch, hamburg, krimi, kriminalroman, marsch, mord, regionalkrimi, romy fölck, totenweg, vergangenheit

Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Frida, eine junge Polizistin und Studentin an der Polizeiakademie in Hamburg, kehrt nach vielen Jahren zurück auf den Apfelhof ihrer Eltern in Deichgraben, einem kleinen Ort in der Elbmarsch. Ihr Vater Fridtjof wurde hinterrücks niedergeschlagen und besinnungslos in einem Straßengraben gefunden. Seitdem liegt er im Koma. Hat der Anschlag etwas mit dem Land zu tun, dass Fridtjof nicht verkaufen will? Kommissar Bjarne Haverkorn übernimmt die Ermittlungen. Er hat Frida bereits vor 18 Jahren kennengelernt, als diese ihre beste Freundin Marit ermordet in einem alten Viehstall gefunden hat. Der Mord konnte nie aufgeklärt werden und belastet Haverkorn und Frida bis heute.

„Totenweg“ ist der erste Teil einer Krimireihe mit dem Ermittlerduo Bjarne Haverkamp und Frida Paulsen. Nachdem zuerst jeder noch für sich recherchiert, arbeiten sie, nachdem Frida Haverkorn ein Geheimnis anvertraut hat, zusammen. Frida ist noch jung und unerfahren. Außerdem hat sie hat den Mord an ihrer Freundin noch nicht verarbeitet. Durch ihre persönliche Betroffenheit reagiert sie manchmal impulsiv, unbedacht und auch waghalsig. Haverkorn ist dagegen schon ein erfahrener Ermittler, allerdings hat er private und gesundheitliche Probleme. Zusammen bilden sie ein gutes Team und sind beide sympathisch. 
Der Schreibstil ist sehr flüssig und durch den gut aufgebauten und ständig ansteigenden Spannungsbogen, sowie die verschiedenen Verdächtigen (für den Leser jedenfalls) und überraschenden Wendungen, die zum Schluss geschickt miteinander verknüpft werden, habe ich das Buch zwischendurch nur ungern zur Seite gelegt.
Das Cover passt perfekt zu der Geschichte, genauso habe ich mir die Landschaft in der Elbmarsch vorgestellt. Ziemlich einsam, viele Wiesen und wenig Gehöfte. Eine etwas düstere Atmosphäre.

Fazit: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diesen Kriminalroman in der Leserunde der Lesejury zu lesen. Ich habe noch nie erlebt, dass in einer Leserunde so viel spekuliert und diskutiert wurde. Super!
„Totenweg“ von Romy Fölck ist ein gut erzählter und spannender Kriminalroman und ich werde sicher auch den zweiten Fall von Frida und Haverkorn lesen.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jeffrey archer, kain und abel

Kain und Abel

Jeffrey Archer , Ilse Winger , Richard Barenberg
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 09.01.2018
ISBN 9783837140804
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: Über 60 Jahre lang, ab 1906, wird die Geschichte von zwei erfolgreichen Männern mit sehr unterschiedlicher Herkunft erzählt.
Abel Rosnovski, unehelicher Sohn eines polnischen Adligen, und in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen, gelangt als Kind nach russischer Kriegsgefangenschaft mit einem Auswandererschiff nach Amerika. Durch Intelligenz und Ehrgeiz arbeitet er sich zum Hotelmanager hoch. William Kane, am gleichen Tag geboren wie Abel, Millionärssohn und Erbe eines gigantischen Vermögens, wird zum Bankpräsidenten. Ihre Wege kreuzen sich und ein lebenslanger Hass nimmt seinen Anfang.

Meine Meinung: Das Buch/Hörbuch hat mich vom Aufbau und Stil an die Clifton-Reihe erinnert. Der Erzählstil von Jeffrey Archer ist sehr fesselnd und gefällt mir richtig gut. Allerdings überwiegen auch in diesem Buch die politischen und geschäftlichen Passagen. Wieder geht es um Macht, Geld und Erfolg. Archer war selbst Politiker, wahrscheinlich ist es damit zu erklären. Da konnte es schnell passieren, dass meine Gedanken beim Zuhören abschweiften...🙄
Die Protagonisten Abel und William sind gut beschrieben, beide sind intelligent und ehrgeizig und bauen sich jeweils ein Imperium auf. Besonders sympathisch fand ich sie jedoch im Verlauf der Geschichte nicht mehr. Am besten hat mir die Geschichte ihrer ersten ca. 20 Lebensjahre gefallen. Vor allem Abels Aufstieg vom bettelarmen polnischen Einwanderer zum Hotelmanager, aber auch Williams clevere Geschäftsideen als Kind.
Schade finde ich, dass diese beiden Männer, die eigentlich Freunde hätten sein können, sich durch ihre Sturheit selbst und auch ihren Familien im Wege standen. Für beide hätte das Leben einfacher und schöner sein können und ich fand das Ende darum auch etwas traurig.

Fazit: Obwohl das Hörbuch für mich einige Längen hatte, gefiel es mir insgesamt ganz gut. Großes Lob auch an den Sprecher Richard Barenberg!

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177 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 85 Rezensionen

20. jahrhundert, arktis, bernhard schlink, briefe, deutsche geschichte, deutschland, diogenes verlag, drama, emanzipation, expedition, lebensgeschichte, liebe, roman, sehnsucht, zweiter weltkrieg

Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

Rezension:

Schon sehr früh verliert Olga ihre Eltern und wird deswegen von ihrer lieblosen Großmutter in Pommern aufgezogen. Bald freundet sie sich mit Herbert und dessen Schwester Viktoria an, die Kinder von reichen Gutsbesitzern. Aus der Freundschaft zu Herbert wird Liebe, doch Viktoria und auch ihre Eltern akzeptieren Olga nicht, da die gesellschaftlichen Unterschiede zu groß sind. Doch Herbert und Olga treffen sich weiterhin heimlich. Während Olga liest und lernt, ist Herbert unruhig, will rennen und hat Sehnsucht nach der Weite. Kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs bricht er zu einer Expedition nach Nordostland, eine Insel des Spitzbergen-Archipels, auf, während Olga wartend zurückbleibt…
Meine Meinung: Der Roman schildert in groben Zügen das Leben von Olga bis zu ihrem Tod mit 90 Jahren. Fast ein ganzes Jahrhundert.
Schon der erste Satz: „Sie macht keine Mühe, am liebsten steht sie und schaut.“, hat mich neugierig auf Olga gemacht. Sie wirkt sehr bodenständig, klug und auch eigenwillig und bleibt ihrer großen Liebe Herbert ein Leben lang verbunden.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der erste Teil erzählt die Geschichte von Olga und Herbert, vom Kennenlernen bis zu seiner Expedition 1914 und den folgenden Jahren bis 1950.
Dieser Teil zog sich für mich manchmal etwas in die Länge.
Der zweite Teil hat mir am besten gefallen. Hier wird Olgas Geschichte von Ferdinand erzählt, dem Sohn der Familie, bei der Olga nach dem Krieg und der Vertreibung aus Pommern, als Näherin angestellt ist.  Zwischen Ferdinand und Olga entwickelt sich eine ganz besondere und warmherzige Beziehung. Im Lauf der Zeit teilt Olga mit Ferdinand ihre Erinnerungen an Herbert. Bis zu ihrem Tod stehen die beiden sich sehr nah. 
Auch der Schreibstil, der im ersten Teil sogar manchmal poetisch ist, Zitat: „Sie blickten einander in die Augen und waren nur Augen und Seele“, oft aber auch nüchtern und sachlich, ist im zweiten Teil anders. Persönlicher und warmherziger.
Der dritte Teil besteht aus Olgas Briefen an Herbert, die sie ihm während seiner Expedition und in den Jahren danach geschrieben hat. Manche sind zornig, einige liebevoll und voller Sorge, andere offenbaren Geheimnisse.
Durch diese drei ganz verschiedenen Teile wird dieser Roman zu etwas Besonderem und Olga ist mir am Ende richtig ans Herz gewachsen. Der letzte Brief war eine große Überraschung und hat mir gut  gefallen. Er zeigt Olgas Charakter und Eigenwilligkeit.
Fazit: Ein Buch, das seine Zeit braucht, denn die Geschichte entwickelt sich nur langsam.  Trotzdem sehr lesenswert.

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