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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

moral, malaria, parasiten, james meek, liebe

Liebe und andere Parasiten

James Meek , Karen Nölle , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei DVA, 19.08.2013
ISBN 9783421045867
Genre: Romane

Rezension:

Der britische Autor und Journalist James Meek wurde im Jahr 1962 in London geboren. Sein Roman Liebe und andere Parasiten ist bereits der zweite Roman des Autors, der in die deutsche Sprache übersetzt wurde.
Der Klappentext des Buches bringt die Handlung auf den Punkt: „Bec Shepherd, Forscherin aus Leidenschaft, hat ein hehres Ziel im Leben: Sie will die Menschheit von der Geißel der Malaria befreien. Dafür ist sie sogar bereit, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Ihr Bruder Ritchie hingegen, einstmals gefeierter Rockstar und nun millionenschwerer TV-Produzent, riskiert für eine Affäre mit einer Minderjährigen die Trennung von seiner Ehefrau. Nur einer weiß von dieser Bettgeschichte: der skrupellose Journalist Val. Als Bec seinen Heiratsantrag ablehnt, droht Val, Ritchies Fehltritt publik zu machen – wenn dieser nicht seine Schwester an den öffentlichen Pranger stellt. Muss Ritchie sie wirklich verraten, um seine eigene Haut zu retten?“
In diesem Roman geht es neben großen medizinischen Fragen auch um die Kraft der Familie. Der Autor James Meek stellt die Frage nach dem richtigen und falschen Handeln, nach dem optimalen Verhältnis zwischen Vernunft und Glaube. Er fragt nach Moral, thematisiert den Glauben an Gott ebenso wie die Erkenntnis durch die Wissenschaft. Er führt eine Charakterstudie durch und zeichnet anhand nur einer Familie das Bild einer ganzen Gesellschaft nach. So wird aus diesem Familienroman im Handumdrehen ein Gesellschaftsroman.
Der Autor schreibt schnörkellos und mit einer interessanten Sprache. Manche Strecken im Buch erscheinen allerdings recht langatmig. Man hat den Eindruck, der Autor würde den berüchtigten „roten Faden“ doch allzu weit aus den Augen verlieren. Zudem lädt der Protagonist Ritchie aufgrund seiner teilweise negativen Charakterzüge von Ignoranz und Egoismus sicherlich nicht alle Leser zum Identifizieren mit dem Helden ein.
Nur wer tiefgründige Literatur mag, sollte zu diesem Roman greifen, da doch große Fragen behandelt werden. Auch das große Figurenensemble des Romans ist nicht zu unterschätzen. Wer allerdings Denkanstöße in Bezug auf die heutige Gesellschaft sucht, der sollte diesen Roman durchaus lesen. Ich bin bei der Bewertung hin- und hergerissen zwischen drei und vier Federkielen, da der Roman zwar große Fragen aufwirft, in der Umsetzung aber vor allem im Hinblick auf den Plot in meinen Augen Makel aufweist.

Weiteres auf meinem Blog: http://www.literatur-diskussion.com/

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Tags: familienroman;, gesellschaftskritik;, gesellschaftsroman;, james meek;, liebe, liebe und andere parasiten   (6)
 

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frankreich, liebe, bücher, trauer, paris

Das Lavendelzimmer

Nina George
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2013
ISBN 9783426652688
Genre: Romane

Rezension:

In diesem 384-seitigen Roman geht es um den in Paris lebenden Buchhändler Jean Perdu, der auf seinem Bücherschiff, der literarischen Apotheke, jegliche Bücher aufbewahrt und versucht, sie an die passenden Menschen zu bringen. Jede Krankheit der Seele vermag Jean zu erkennen und mit seinen Büchern zu lindern. So verordnet er seinen Lesern die Bücher wie Medizin. Denn
„[e]in Buch ist Mediziner und Medizin zugleich. Es stellt Diagnosen und ist Therapie. Die richtigen Romane mit den passenden Leiden zusammenzubringen: Das ist die Art, wie ich Bücher verkaufe“,  beschreibt Jean Perdu. Nur sich selbst vermag er nicht zu heilen, seit dieser einen Nacht vor einundzwanzig Jahren, als die schöne Südfranzösin Manon ihn verließ, während er schlief. Nur einen Brief hatte sie hinterlassen, welchen Jean seitdem nie zu lesen gewagt hatte. Als er in diesem entscheidenden Sommer wieder auf Manons Brief gestoßen wird, stürzen ganze Wolkenbrüche über ihn ein, Stürme brechen aus und die Welt um Jean Perdu scheint sich neu zu ordnen. So beginnt für ihn eine lange Reise: durch duftende Lavendelfelder, über Stadtgrenzen hinweg und vor allem in sein tiefstes Selbst. Dabei kommt so einiges ans Licht, was Jean Perdu nie für möglich gehalten hätte. Warum war der Inhalt des Briefes so viel anders, als Jean es erwartet hatte?
Jean Perdu nimmt den Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Auf dieser wird dem Leser zum einen die wunderschöne Landschaft des südlichen Frankreichs nähergebracht. Denn Nina George besitzt die Gabe, Naturbilder mit einer unglaublichen Eindringlichkeit und Echtheit zu beschreiben. Zudem führt den Leser die Reise des Jean Perdu durch die Welt der Bücher, durch die Welt der Liebe… ja im Prinzip durch das Leben. Immer wieder finden sich Bezüge auf andere literarische Werke, auf bekannte Autoren und auf berühmte Romane, was von einem großen Literaturhorizont der Autorin zeugt. Sie kreiert Wortneuschöpfungen und philosophiert auf eine angenehme Weise über deren Sinn und Bedeutung. Der Roman Das Lavendelzimmer ist weiterhin auf angenehm leichte Weise unglaublich lebensklug. Die Autorin sinniert über das Leben, über Angst, Gewohnheit, Träume oder den Tod. Ein jedes dieser Phänomene vermag sie mit beschwingten Worten ihren Romanfiguren so in den Mund zu legen, dass der tiefere Sinn dieses Romans dem Leser meist im Vorbeigehen auf die Schulter springt. Doch kann über diesen tieferen Sinn nur gegrübelt werden: das Leben zu lieben, die Zeit zu nutzen, Trauer nicht zu bekämpfen, Liebe zu teilen… es vermittelt im Grunde zu leben! Auf der anderen Seite aber besticht dieser Roman durch seine charmanten Dialoge, die dem Leser ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern und die Romanfiguren sympathisch machen – jede auf seine Weise. Denn exakt herausgearbeitet ist in diesem Roman ein jeder Romancharakter und dennoch verzichtet die Autorin glücklicherweise auf klischeeartige Figurentypen. Die vielschichtigen Charaktere, der mitreißende Schreibstil und die immer wieder aufflammende Spannung in der Geschichte sind diesem Roman eigen.

Weitere Rezensionen wie diese findet ihr auf meinem Blog...
http://literatur-diskussion.blogspot.de/

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Tags: frankreich, george, lavendel, lieblingsbuch, nina george, paris, province, sommer;   (8)
 

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69 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

kindesmissbrauch, selbstjustiz, missbrauch, opfer, mord

Die Eisbärin

Matthias Gereon
E-Buch Text: 359 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 19.03.2013
ISBN B00BWT4RZW
Genre: Krimi und Thriller

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liebe, ehebruch, irland, depressione, freundschaft

Bis das Glück mich findet

Sheila O'Flanagan ,
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.03.2013
ISBN 9783442478217
Genre: Liebesromane

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