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Vermessung der Ewigkeit

Eben Alexander , Ptolemy Tompkins , Juliane Molitor
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453703292
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eben Alexander mit Ptolemy Tompkins:
Vermessung der Ewigkeit –
7 fundamentale Erkenntnisse über das Leben nach dem Tod
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Juliane Molitor

3. Aufl. München 2017

Rezension von Dietrich Pukas vom 24.06.2018

Das Buch stellt die Fortsetzung und Vertiefung der Konsequenzen aus der einmaligen Nahtoderfahrung des Gehirnchirurgen Dr. med. Eben Alexanders dar, die er in seinem Weltbestseller „Blick in die Ewigkeit“ anschaulich geschildert hat. Eine schwere bakterielle Meningitis hatte ihn 2008 für sieben Tage in ein tiefes Koma gestürzt und sein Bewusstsein völlig ausgeschaltet. Währenddessen erlebte er als sein wahres oder spirituelles Selbst eine fantastische, aber wirklich anmutende Reise ins Jenseits zu Gott im himmlischen Reich der Ewigkeit. Wie durch ein medizinisches Wunder kehrte er ins Leben zurück und wurde vollständig gesund, sodass er seitdem als aktueller Botschafter Gottes mit leidenschaftlichem Engagement den Menschen auf der Erde Hoffnung und Zuversicht spendet. Aufgrund einer ganzheitlichen Verbindung von Wissenschaft, Spiritualität und persönlicher Erfahrung erforscht er nun unser irdisches Leben im großen Rahmen der Geschichte und der spirituellen Entwicklung des Universums und ergründet die Unsterblichkeit unserer Seele als Bestandteil eines universalen Bewusstseins, wobei ihn eine Vielzahl betroffener Informanten und Helfer unterstützt hat und fördert.

Aus der Fülle dessen, was er alles an spirituellem Wissen hinter und

Jedenfalls können wir am Ende rational und emotional begründet an die Unsterblichkeit unserer Seele glauben und auf ein in Gott gefügtes Jenseits hoffen (vgl. ausführlicher D. Pukas: Philosophie zwischen Wissbarkeit und Glaube 2018). über unserer konkreten, irdischen, in Zeit und Raum bestimmten Welt zusammen getragen hat und vor uns ausbreitet, greife ich einige schlüsselwortartige Aspekte auf. In der Einleitung setzt er sich auf vielfältige Weise mit dem Begriff der Realität auseinander, dass der Mensch nur zum Teil als Körper aus Erde gemacht ist, die Materie aus chemischen Elementen besteht und die chemische Struktur des Lebens auf Kohlenstoff basiert. Zudem findet ein ständiger Austausch der Elemente und eine Erneuerung der Körperzellen statt. Die also „handfeste“ Materie der uns umgebenden physischen Welt befindet sich im chemischen Wandel und laufend im Fluss. Demgegenüber präsentiert sich der „himmlische Teil des menschlichen Wesens“, nämlich unsere unsterbliche Seele durchaus als beständig und existent. „Liebe, Schönheit, Herzensgüte und Freundschaft“ seien „so real wie Regen, Butter, Holz, Stein, Plutonium, die Ringe des Saturn oder Salpeter“. Früher zweifelten die Menschen nicht daran, dass die spirituelle Welt real ist und Alexander zitiert den Quantenphysiker Max Blanck, der als Urgrund der Materie einen intelligenten Geist annahm. Die quantenmechanischen Experimente auf subatomarer Ebene sind auf unsere Vorstellungskraft und das Bewusstsein angewiesen, sodass Physik und Hirnforschung ein unabhängig vorhandenes Bewusstsein als Basis von allem, was ist, akzeptieren müssten. Daraus folgt die zentrale Bedeutung des Bewusstseins sowie die Einstufung des Menschen als spirituelle Wesen mit Seelen, die in einer geistigen Welt existieren, und als materielle Wesen mit Körper und Gehirn, die in einer materiellen Welt leben. So sollten wir uns der Wahrheit öffnen, die unsere Vorfahren noch kannten: „Es gibt eine größere Welt hinter der, die wir Tag für Tag um uns herum wahrnehmen.“ Nach Alexanders Verheißung erweist sich diese Welt liebevoller, als wir uns es vorstellen können, und tief in uns sollten wir nach der Erinnerung daran suchen, wobei uns das Buch leiten soll.

Im Rückgriff auf die großen vorchristlichen Denker Platon und Aristoteles sowie die Mysterienreligionen legt Alexander anschaulich dar, welches Wissen über die jenseitigen Welten bereits die Menschen der Antike hatten, und er fordert von den modernen Wissenschaften, dass sie daran anknüpfen sollten, um die universale Welt heute umfassend zu deuten. Er bezieht sich dabei auch auf sein Nahtoderlebnis, das als eine Art moderne Mysterieninitiation seine einst verengte Weltsicht als Hirnchirurg gewaltig verändert und für übersinnlichen Input geöffnet hat. So wurde er wie Andere ein „Eingeweihter“ und Bewohner zweier Welten und widmet sich der Mission, neue Eingeweihte oder Anhänger für ein höheres Weltverständnis zu gewinnen, in dem der Geist des Mystikers Platon und der des Realisten Aristoteles zusammen kommen einschließlich innovativer Methoden und Wege dorthin. Unter Bezugnahme auf Natur- und Geisteswissenschaftlicher wie Newton und Descartes führt er uns von der körperlichen Sehkraft in der äußeren, materiellen Welt unter die Oberfläche zum spirituellen Sehen in der inneren Sphäre des Geistes, der Seele und des universalen Bewusstseins. Das Aufregende für mich ist dabei, dass er seit seiner Nahtoderfahrung den Mystikern darin zustimmt, dass das „Himmelreich“ nichts Abstraktes, kein Wunschdenken oder keine Traumlandschaft ist, sondern dass es dort Objekte gibt wie Bäume, Felder, Menschen, Tiere, sogar Städte, Seen, Flüsse, Meere, Gewitterregen. Allerdings funktionieren diese Dinge nicht nach unseren irdischen Regeln, sondern nach den „Gesetzen der himmlischen Physik“. Sie sind ultra-real: „viel zu real, um real zu sein“, alles ist eins und hängt zusammen, ist ohne grundlegende Trennung; Raum, Zeit und Bewegung gehen in den spirituellen Modus über. Indes sei gewiss, dass wir dort landen und hingehören, wo uns die Liebe in uns und als „Essenz des Himmels“ leitet. Und wir sind gut beraten, Liebe, Mitgefühl, Vergebung, Ehrlichkeit bereits im Diesseits walten zu lassen, denn die Liebe (die Gott ist) besteht in beiden Seinsbereichen und bleibt uns erhalten.

Im Gesamtzusammenhang hält Alexander ein Plädoyer für den Glauben, weil er die Gläubigen stark macht, insofern er eine feste Zuversicht auf das ist, was man erhofft. Wissenschaft bzw. Wissen und Glaube sind als beide Arten von Weltverständnis eng miteinander verflochten und haben unsere Kultur geformt. Wissen setzt den Glauben voraus, um die Welt verstehen zu können. Denn wir müssen glauben, dass sie einen Sinn hat und für dieses Verständnis offen ist, was die unabdingbare Glaubenskomponente hinter jeder Art von Wissenschaft ist und den geistigen Bereich als real erweist. Und der Mensch ist mehr als die einfache irdische Person, er muss bereit sein zu sterben, um das größere Wesen der himmlischen Person zu werden. Das können nicht die empirische Psychologie und Hirnforschung ergründen, dazu sind wissenschaftliche Befragungen nach mystischen Erfahrungen und Erleuchtungserlebnissen angebracht. Damit könnte begriffen werden, dass „unsere Odyssee durch die Materie“ kein Test ist, sondern die Evolution des Kosmos selbst mit uns als Hoffnungsträger Gottes. Jedenfalls liegt es in der Verantwortung der Wissenschaftler, kein Wissen zu unterdrücken, wie heikel es auch sei. Wissenschaft, Religion und Spiritualität müssen als Partner betrachtet werden und als solche agieren, damit das Universum ganzheitlich erschlossen, auch das Leid auf der Welt als Drama der irdischen Existenz relativiert und überwunden werden kann, indem wir die Fesseln des Lebens in der linearen Zeit sprengen und uns (wieder) zu dem multidimensionalen Wesen entfalten, das wir im Kern immer sind und in früheren bzw. östlichen Religionen übereinstimmend als Teil Gottes in uns selbst angesehen wurde und das Göttliche zum Zentrum aller Gipfel und Mittelpunkte macht.

In seinem Schlusswort des Buches hat mich Alexander auch noch mit einer unerwarteten Überraschung verblüfft. Er stellt den Sinnspruch voran: Wer das Geheimnis des Klanges enträtselt, der kennt das Mysterium des gesamten Universums. Wie wir von seinem Nahtodereignis wissen, „bildeten Musik, Klang und Schwingungen Schlüssel für den Zugang zum gesamten Spektrum der geistigen Reiche“ – von der „kreisenden Melodie aus reinem weißem Licht“ bis hin zu den Engelschören und schließlich zu Om, der Gottheit des Urklanges (in der hinduistischen Tradition). Dieses Erlebnis mit dem Om als dem Ursprung von allem Existierenden hat Alexander zur Klangforschung geführt, wo ihm mit dem Einsatz von Musik und Manipulationen von Klangfrequenzen ein ungewöhnlicher Ausflug in tief transzendente Bewusstseinszustände ermöglicht wurde. So wollte er die Informationsarbeit seines Neokortex im Gehirn neutralisieren, um die großartige Bewusstseinserweiterung während seiner Jenseitsreise nachzuahmen, indem er seine Gehirnwellen mit bestimmten Frequenzen synchronisierte. Und es gelang seit 2011, mit Hilfe ausgeklügelter Techniken von erfahrenen Klangspzezialisten und Audio-Komponisten das Gehirn in wachem Zustand von außen durch elektrisches Stimulieren so zu beeinflussen – da im subatomaren Bereich alles Schwingung ist –, dass ihm wie auch Anderen vorübergehend in Klang gestützten Meditationen tiefgründige, spirituelle Erlebnisse wie aus seinem Koma-Geschehen zuteil wurden. Und was zudem erstaunlich ist, die Klangforscher griffen zur Gestaltung ihrer Verfahren auf archaeoakustische Untersuchungen, nämlich das Studium der akustischen Eigenschaften alter Kultstätten zurück. Man hat festgestellt, dass etwa die Große Pyramide von Gizeh in Ägypten und die prächtigen mittelalterlichen Kathedralen auf der Welt wie Notre-Dame de Chartres so gebaut wurden, dass ihre Gebäudestruktur bestimmte Klänge verstärkt. Orgelmusik und Chorgesänge bescherten den Gottesdienstbesuchern in Resonanz mit der besonderen Akustik erhebende spirituelle Erlebnisse, die sie dem Göttlichen nahe sein ließen. Alexanders Schlussappell: Wir sollen unsere Achtsamkeit kultivieren und die Tiefe sowie wahre Natur unseres Bewusstseins, unsere persönliche Verbindung zu allem, was ist, selbst erforschen. Seien wir dazu bereit, mit Alexanders Büchern können wir den Einstieg wagen! Jedenfalls können wir am Ende rational und emotional begründet an die Unsterblichkeit unserer Seele glauben und auf ein in Gott gefügtes Jenseits hoffen (vgl. ausführlicher D. Pukas: Philosophie zwischen Wissbarkeit und Glaube 2018).

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Gestatten: Hochsensibel: Wie hochsensible Menschen den Alltag meistern

Jasmin Schindler
Flexibler Einband: 202 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 17.12.2017
ISBN 9781981797615
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sich selbst und die anderen Menschen besser verstehen und behandeln

Jasmin Schindler: Gestatten: Hochsensibel. Wie hochsensible Menschen den Alltag meistern 1.Auflage 2017 (www.healthyhabits.de)

Rezension von Dietrich Pukas 23.03.2018


Im Unterschied zu meinen üblichen Rezensier-Gepflogenheiten sowie der Thematik und direkten Ansprache im vorliegenden Werk angemessen, halte ich meine Buchbesprechung recht persönlich. Im Zusammenhang mit Patrick Hundts „ausgezuckert“-Veröffentlichung bei Healthy Habbits bin ich als Diabetiker auf Jasmins Thema „hochsensible Menschen“ (HSPs) aufmerksam geworden. Das weckte mein Interesse, weil ich mich bislang schon für ziemlich introvertiert und sensibel hielt und mich feinfühliger wähnte als die Mitmenschen ringsum. Also wollte ich erfahren, wie HSPs sind, was sie umtreibt, ob ich dazu gehöre und was ich von ihnen lernen könnte. Nach der angenehmen, aufschlussreichen Lektküre muss ich sagen: Es ist eine gute Fügung, dass ich an das ungewöhnliche Werk geraten bin, dadurch mein Wissen erweitern, meine Umgebung noch bewusster wahrnehmen und mein Leben bereichern kann. In diesem Sinne möchte ich dazu beitragen, dass auch Andere davon profitieren mögen.

Jasmin Schindler, keine professionelle Psychologin oder Therapeutin, sagt: „Es ist ein Buch von HSPs für HSPs“, insofern sie anhand zahlreicher authentischer Erfahrungsberichte von Hochsensiblen vor allem anderen Betroffenen helfen will, sich wieder zu erkennen und verstanden zu fühlen, damit sie sich das Leben leichter machen und sich weiterentwickeln können. Denn hochsensible Menschen plagen sich infolge ihrer feinfühligen Veranlagung mit etlichen Problemen, die „Normalos“ als solche nicht empfinden, nicht kennen und erkennen, nicht berücksichtigen, sodass sich die HSPs von ihnen nicht verstanden sehen und vielfach abgeschreckt werden. Jasmin zeigt ihnen, dass sie als Betroffene oft mit den gleichen Schwierigkeiten hadern, gegen Reizüberflutung und Abgrenzung kämpfen oder in ihrem „Gedankenkarussell“ gefangen sind. Das führt allzu häufig zu Selbstzweifeln bis hin zum Verzweifeln, auch zum Allein-Gelassen-Sein mit seiner zartbesaiteten Eigenart, schließlich zur inneren Leere und Ausgezehrtheit. Aber die besonders empfindsamen Eigenschaften erweisen sich nicht nur als Schwäche, sondern bergen auch Stärken zur Selbstbehauptung durch den fein erspürten und geschickten Umgang mit Gleichgesinnten und den Anderen. Aufgrund ihrer breiten Recherchen unter aktiven HSPs bis in die USA und ihrer eigenen erschöpfenden Erfahrung hat Jasmin zwölf hilfreiche Strategien entwickelt, die zum Abschirmen vor Gefährdungen zum und Aufladen der „Akkus“ animieren, andererseits zum Überwinden der Bequemlichkeit sowie zur Entfaltung der Persönlichkeit ermutigen.

Die von Jasmin in Bezug auf die zwölf Gewohnheiten von HSPs ermittelten und geschilderten Probleme und Komplikationen kenne ich durchaus aus eigener Anschauung und persönlichem Erleben, ich verstehe auch ihre Zuspitzung ins Extreme in den Beispielfällen und besonderen Lebensläufen der HSPs und kann die Strategien zu ihrer Bewältigung im Alltag rational nachvollziehen. Das betrifft als Erstes den Grundsatz, die eigene Hochsensibilität zu akzeptieren, die im detaillierten Wahrnehmen und tiefen Verarbeiten von Reizen sowie intensiven Empfinden und Erleben der Umwelt besteht. Also sollte man über das typische Grübeln, Analysieren, Zweifeln zur Selbstanerkennung und zum Selbstwertgefühl finden, indem man den Wunsch nach Normalität relativiert und sich um den Kontakt mit Gleichgesinnten bemüht. Des Weiteren gilt es, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, wenngleich man die Schwächen nicht ausblenden, sondern positiv wenden bzw. umdeuten sollte. Die charakteristische und gute Eigenart, sich zu vertiefen, darf weder in Verzettelung noch Erschöpfung ausarten, sondern ist in gezielter Konzentration zu effektiven und zufrieden stellenden Ergebnissen umzusetzen. Sinnvolle Ratschläge zum „Aufräumen als Reinigungsprozess“ sowie „Ausmisten gegen Reizüberflutung“ schließen sich konsequent an. Unter der Überschrift „Input reduzieren“ folgen Empfehlungen zum geeigneten, schonenden Umgang mit der digitalen Umgebung: Einschränkung des Nachrichtenkonsums, Mediendiät, dosiertes Telefonieren, E-Mail-Reduktion, Apps löschen, Einsatz sozialer Medien, Lärmschutz, Erholungsphasen. In der heutigen hektischen Zeit und stressigen Arbeitswelt ist es für die Hochsensiblen, die meist auf Dauerempfang eingestellt sind und zur Perfektion neigen, besonders wichtig, mit ihrer Energie zu haushalten und den verdichteten Arbeitsmodus mit den vielfältigen Möglichkeiten aktiver Entspannung und gesunder, ganzheitlicher Lebensführung (Trio: Essen, Bewegung, Schlaf) erträglich zu gestalten. Die weiteren Strategien erstrecken sich auf Vorschläge zum „Kopf abschalten“ (Atmung, Entspannung, Meditation), „Sich mit Gleichgesinnten umgeben“ (HSP-Gruppen, Facebook, spezialisierte Blogs und Foren), „Nicht gefallen wollen“ (Nein sagen, Sucht nach Lob und Anerkennung widerstehen), „Sich abgrenzen“ (von eigenen Ansprüchen, anderen Menschen, Leid, effektiver Altruismus), „Seine Komfortzone ausdehnen“ (Bequemlichkeit überwinden, Gewöhnung überprüfen, Neues erproben), „Mehr spielen“ (Burn-out vermeiden, Lockerlassen, kreatives Gestalten).

Wie Jasmin treffend feststellt, gelten die Ratschläge zwar im Besonderen zur Problemlösung für die Hochsensiblen, betreffen im Grunde jedoch mehr oder weniger relevant alle Menschen, da Hochsensibilität ein weites Feld mit fließenden Übergängen darstellt, sich nicht messen und nicht von normaler bzw. weit verbreiteter feinfühliger Veranlagung abgrenzen lässt. So kann ich mich selbst hier auch nicht eindeutig zu ordnen. Ich bin ein sehr nachdenklicher Mensch, denke über vieles und etliches recht vertieft nach, habe mich mit zahlreichen Wissenschaften befasst und ein großes Themenspektrum schreibend bearbeitet. Mein breites rationales Interesse schließt emotionales Engagement und Elemente hoher Erregung ein, lässt mich Glücksmomente intensiv erleben und bei Schicksalsschlägen in niederschmetternder Trauer versinken, was ich sicherlich als hochsensibel strukturiert verbuchen kann. Aber bei mir „heilt die Zeit alle Wunden“, bevor Dauerschäden entstehen. Zwar vergisst man das Unglück oder ungerechte Ereignis nicht, jedoch tut es bald nicht mehr weh und hemmt nicht die persönliche Entwicklung. Der Grundstein für diese Abhärtung gegen die Unbill des Lebens wurde bereits in meiner Kindheit und Jugend in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit gelegt, während mein ererbter Diabetes mir seit über 30 Jahren eine disziplinierte Lebensweise abfordert, wenn ich gesund und ohne Folgeschäden bleiben will; er ist nicht abzuschüttelnde Plage und Messstation für den Emotionspegel zugleich. Auf diese Weise hat meine Sozialisationsgeschichte eine abstumpfende Wirkung auf mein Gemüt gehabt und hält meine allzu sensible Ausprägung im Zaume, vielleicht als eine Art latente natürliche Überlebensstrategie. Meine Technikbegeisterung habe ich übrigens mit meiner Naturverbundenheit – wie ich meine – in ein ausbalanciertes, verträgliches Verhältnis gebracht, z. B. Ressourcen-Schonung durch Reparieren kaputter Gegenstände und Einrichtungen oder Verminderung des noch zu wenig erforschten Elektrosmogs, der die Kommunikation der Körperzellen stört und unbeachtet die Gesundheit beeinträchtigt.

Jedenfalls hat mich die Buchlektüre zum Nachsinnen über mein Dasein gebracht und ich gewahre Veränderungsbedarf zur Verbesserung der Verständigung mit meinen Mitmenschen. Möglicherweise kann ich mit meinen hinzu gewonnenen Einsichten jetzt eher Leute mit hochsensiblen Antennen in meinem unmittelbaren Umfeld ausmachen und mit ihnen Kontakt aufnehmen und pflegen. Deshalb hoffe ich und wünsche, dass der Buchtitel nicht die weniger Sensiblen ablenkt, sondern deren Neugier weckt und ihnen ebenfalls zu wertvollen Erkenntnissen verhelfen kann.

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medizin, nahtod, nahtoderfahrung, sachbuch, spiritualität, tod

Blick in die Ewigkeit

Eben Alexander , Juliane Molitor
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453703124
Genre: Sachbücher

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abnehmen, erfahrungsbericht, gesundheit, ratgeber, zucker

Ausgezuckert

Patrick Hundt
Flexibler Einband: 74 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 16.06.2015
ISBN 9781514203767
Genre: Sachbücher

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Die Zuckersucht nachhaltig überwinden

 

Patrick Hundt: Ausgezuckert – Wie du vom Zucker loskommst

2. akt. erw. Aufl. 2016 (www.healthy habits.de)

Rezension von Dietrich Pukas 20.11.2017

 

Aufgrund seiner „zuckrigen Vorgeschichte“, d. h. seiner leidvollen Erfahrungen mit einem nahezu ungezügelten Zuckerkonsum seit seiner Kindheit und Jugend hat Patrick Hundt eine brauchbare Strategie entwickelt, wie man seine langfristig angeeignete Zuckersucht infolge der verführerischen Umgebung und angestammten Gewohnheiten nachhaltig und ohne Überanstrengung überwinden kann. Dazu setzt er auf unsere Vernunft und erläutert die Wissensgrundlagen, um uns die Problematik zielgerichtet bewusst zu machen, uns zu überzeugen und zu motivieren, damit wir uns die verfestigten gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen abgewöhnen und durch neue bessere ersetzen können.

 

So öffnet er uns die Augen über den Zucker in Früchten und Fertigware, indem er die Funktionen von Glucose und Fructose sowie Ballaststoffen in unseren Lebensmiteln darstellt. In diesem Zusammenhang schärft er unseren Blick für die Nährwerttabellen auf den Verpackungen der Produkte im Supermarkt. Denn wir verzehren in der Regel viel mehr Zucker, als uns bewusst ist, weil wir die in unserer Nahrung versteckten zuckerähnlichen Stoffe nicht erkennen, jedoch verringern oder vermeiden müssten, da sie werbewirksam mit Begriffen wie „weniger süß, reduzierter Zuckergehalt, zuckerarm, zuckerfrei“ verschleiert werden. Daran knüpft Hundt Erklärungen, wie Zucker im Körper aus Glucose und Fructose Fett macht, die Insulinresistenz fördert und die Fettverbrennung behindert, als Folge Kranheiten verursacht und Diabetes sich zur lawinenartigen Volkskrankheit ausbreiten lässt.

 

Als besonders schlimm erweist sich, dass Zucker süchtig macht, insofern er im Gehirn die gleichen Aktivitätsmuster wie Drogen erzeugt, wobei Gene und eigene Lebensgeschichte eine Rolle spielen. Wer sich früh im Leben an Süßes gewöhnt, spürt weiterhin ein Verlangen danach, oft mit steigender Tendenz. Ein erhöhter Insulinspiegel stoppt das Sättigungssignal und verführt uns zum Weiteressen, was durch unsere „zuckerhaltige Umgebung“ begünstigt wird. Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene gibt Hundt die Hoffnung auf ein schnelles Umdenken verloren, aber im individuellen Bereich macht er sich um so mehr für eine Veränderung stark, indem er engagiert für eine Umsteuerung unserer Gewohnheiten eintritt. Er zeigt wiederholt an Beispielen im täglichen Leben, wie wir Widerstände gegen schlechte Gewohnheiten aufbauen und Widerstände gegen gute Gewohnheiten senken müssen. Dazu gilt es, Ausdauerqualitäten zu entwickeln, indem wir mit Hilfe unseres Verstandes und Denkens die Ernährung umstellen, die Auslösereize unserer Laster erkennen, pragmatische Vereinbarungen mit uns selbst treffen, Aufgaben festlegen, Fortschritte messbar machen, uns Belohnungen schaffen. Am eigenen Vorbild unterbreitet uns Hundt in sieben Schritten praktische und selbst erprobte Vorschläge, wie wir vernünftige Konsumgewohnheiten gestalten und einen maßvollen Umgang mit Zucker einschließlich Berücksichtigung des sozialen Umfeldes sowie Bewältigung von Entzugserscheinungen pflegen können.

 

Hinweise zu einem „Anti-Zucker-Kurs“ als E-Mail-Kurs bei „Healthy Habits“, zuckerfreien Rezepten oder einer Rückmelde-Möglichkeit unter „zucker@healthyhabits.de“ runden das lesenswerte und nützliche Buch ab, das nicht nur Diabetikern, sondern allen gesundheitsbewussten Menschen wärmstens zu empfehlen ist.

 

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evolution und darwinismus, gott als schöpfungsprinzip, liebe und wissen als seele, menschliche unsterblichkeit, nahtoderfahrungen, natur als gesetz und zufall, sinn des lebens

Bin ich, wenn ich nicht mehr bin?

Markolf H. Niemz
Fester Einband: 199 Seiten
Erschienen bei Kreuz Verlag, 01.01.2012
ISBN 9783451610462
Genre: Sachbücher

Rezension:

Markolf H. Niemz

Bin ich, wenn ich nicht mehr bin?

Ein Physiker entschlüsselt die Ewigkeit

2. Aufl. Freiburg i. Brsg. 2011 (Kreuz)

 

In einer Theorie ganzheitlichen Denkens greift der Physiker Markolf H. Niemz auf Erkenntnisse der Naturwissenschaft, Sterbeforschung und Religion zurück, um die letzten Fragen unserer Existenz nach Unsterblichkeit, Jenseits, Ewigkeit, Gott schlüssig zu erklären.

 

Dazu setzt er bei der Natur an und konstatiert:

Irgendetwas bewirkt, dass überall im Kosmos Naturgesetze gelten wie Energie = Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat (E = m c2 ). Dies hat nach dem Ursache-Wirkungs-Prinzip eine Quelle, einen Urgrund übergeordneter Vernunft, was Niemz Gott nennt, den man sich jedoch nicht als ein Beziehungswesen personal vorstellen muss, sondern abstrakt als Schöpfungs-Prinzip – als Schöpfer und Schöpfung zugleich – auffassen kann.

In der Natur gibt es zudem Zufälle wie z. B. genetische Mutationen. Sie sind für eine freie Entfaltung nötig und erweisen das Leben als ein Spiel, bei dem das Erschaffen von Liebe und Wissen eine entscheidende Bedeutung hat.

Zur Natur gehören Lebewesen wie Pflanze, Tier, Mensch. Jedes Lebewesen kann fühlen und lernen, was Niemz als „Sinn des Lebens“ definiert. Sogar beim Sterben als Teil des Lebens können wir noch fühlen und lernen und Nahtoderfahrene erlebten schon eine eigene Lebensrückschau als Himmel oder Hölle.

In der Natur sind absolute Werte wie Liebe und Wissen wichtig, welche gefühlt und gelernt werden und die Seele ausmachen. Die Liebe erweist sich als absolut, wenn sie z. B. aus dem Liebenden und Geliebten ein Ganzes gestaltet.

In der Natur kommt der Tod vor. Nahtoderfahrene berichten oft von einem Flug ins Licht, das immerhin im Diesseits und Jenseits gleichermaßen vorhanden ist. Die Perspektive des Lichts sieht Niemz als Ewigkeit an, weil für das Licht jede räumliche und zeitliche Distanz den Wert null hat. Dort sindq ohne Nacheinander keine Entwicklung und kein Leben nach dem Tod möglich. Beim Sterben könnte die Seele sozusagen auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, um ins Licht einzutauchen, während die Summe aller Seelen das Jenseits darstelle, in dem alle Liebe und alles Wissen im Licht gespeichert seien.

 

Nach Niemz´ Theorie muss Gott allerdings keine Wunder vollbringen, um das Böse und Katastrophale in der Welt gütig abzuwenden, wie es vom Allmächtigen nach der sogenannten Theodizee-These erwartet wird. Denn nach den Berichten von Nahtoderfahrenen existiere über das Ich des einzelnen Menschen hinaus etwas viel Wertvolleres, nämlich seine im Leben verwirklichte Liebe und sein erworbenes Wissen, welche als Seele mit dem Tod ins Licht eintauchen und vereint mit den anderen Seelen das Jenseits in Ewigkeit füllen. In die Ausdifferenzierung seiner Argumentationskette bezieht Niemz sowohl die Evolutionstheorie als auch die Relativitätstheorie und Quantentheorie ein. Die wichtigste Botschaft aus der Evolutionstheorie (Charles Darwin) lautet: Das Leben ist ein Wechselspiel mit Regeln und Zufällen; alle Lebewesen brauchen sich gegenseitig, um die Entwicklung voran zu bringen und das Gesamtwerk entstehen zu lassen. Die relevante Erkenntnis aus der Relativitätstheorie (Albert Einstein) ist, dass absoluter Raum (umrandeter Weltraum) und absolute Zeit (begrenzte Weltzeit) Illusionen sind und nur verschiedene räumliche und zeitliche Distanzen existieren, die von der jeweiligen Perspektive abhängen, ein Gegenüber von Menschen ermöglichen und zum Beziehungsaufbau genutzt werden sollten. Die Quantentheorie (Werner Heisenberg) trägt zu einem zeitgemäßen Weltbild die Einsicht bei, dass Alles mit Allem zusammenhängt, die gesamte Materie einschließlich Körper durch Quanten oder kleinste Energieeinheiten zusammen gehalten wird, sodass wir in unserem tiefsten Innern gar keine Individuen, sondern etwas miteinander Verbundenes, nämlich eine Ganzheit sind. Daraus ergibt sich nach Niemz die Lebensweisheit: Anderen zu helfen bedeutet sich selbst zu beschenken, andere zu übervorteilen sich selbst zu schaden.

 

Für die Wissenschaft resultiert daraus, dass sie alles einbeziehen und allumfassend sein sollte, weshalb Niemz für seine Theorie noch die wesentlichen Botschaften aus Sterbeforschung und Theologie bzw. Religionen heranzieht. Die Sterbeforschung untersucht die Erlebnisse klinisch Toter, die vor dem endgültigen Aussetzen aller Organfunktionen wieder ins Leben zurück gekehrt sind und übereinstimmend von folgenden Nahtoderfahrungen als Ablaufphasen berichteten:

Gefühl des Entspanntseins, Friedens, großer Harmonie;

Außerkörperliche Erfahrung durch Vision, den Körper zu verlassen;

Flug durch einen dunklen Raum, Tunnel, Höhle, Tal;

Begegnung mit einem hellen Licht von magischer Anziehungskraft;

Jenseitskontakte mit Verstorbenen, Rückschau auf das vorbei ziehende eigene Leben.

Der Zeitpunkt der Wiederbelebung bricht mit der Rückkehr in den eigenen Körper – oft bewusst und schmerzhaft erlebt – jede Nahtoderfahrung früher oder später ab. Wer bis zur letzten Phase vorgedrungen ist, empfand meist die Liebe und das Wissen als die höchsten Werte des Lebens, woraus Niemz die Folgerung zieht, dass Fühlen und Lernen den Sinn des Lebens ausmachen und man sie zu Lebzeiten pflegen sollte. Diese Bewusstseinserweiterung Sterbender hält Niemz nicht für „visuelle Wahrnehmung“, sondern er nimmt an, dass sich das Bewusstsein durch die Ausbreitung der Seele ins Licht (vielleicht masselos mit Lichtgeschwindigkeit) erweitert. Dass die Seele noch nicht experimentell nachgewiesen ist, sieht Niemz nicht als Gegenbeweis für ihre Existenz und nicht als Widerlegung seiner Theorie an.

 

Hinsichtlich seiner Analyse der Weltreligionen stellt Niemz fest, dass seine Definition der Begriffe für Gott, Seele, Jenseits, Ewigkeit eine „logische Schnittmenge“ der religiösen Kernaussagen darstellt, was auch für den hohen Stellenwert der Liebe und des Wissens bzw. der Erleuchtung bei den Religionen zutrifft und seine Theorie stützt. Das mag zwar tröstlich sein, jedoch erweist sich die naturwissenschaftliche Fundierung des abstrakten Gottes als Schöpfungsprinzip und die Abkehr vom personalen Gott durch den Naturbegriff als Regeln und Zufälle eher als schmerzliche Erkenntnis. Ähnlich ambivalent stellt sich die an sich positive Wertgerichtetheit der Entwicklung des Lebens und der materiellen Welt einschließlich Evolution heraus. Wenn wir nämlich der Definition der Ewigkeit als Perspektive des Lichts beipflichten, aus der jede Distanz den Wert null hat, dann kann es keine Entwicklung und kein Leben nach dem Tod geben, weil der Körper sterblich und endlich ist, während sich das Licht physikalisch gesehen mitten unter uns in der Gegenwart und gleichfalls in der Ewigkeit befindet. Ebenfalls kann man sich Niemz‘ Auffassung vorstellen, dass Fühlen und Lernen den Sinn des Lebens ausmachen und die Seele in gefühlter Liebe und gelerntem Wissen besteht. Schwieriger nachvollziehbar und dem Glauben aufgegeben dürfte es sein, dass die immaterielle Seele mit dem Tod ins Licht und ins Jenseits einfließt und dort mit aller gefühlten Liebe und jedem gelernten Wissen durchdrungen sowie allen Seelen vereint ewiglich im Licht gespeichert werde.

 

Zwar führt Niemz hier als Argument ferne Erinnerungen von Nahtoderfahrenen an nicht selbst erlebte, nicht mit eigenem Wissen belegte, jedoch echte Ereignisse auf. Aber m. E. ist einzuwenden, dass die klinisch Toten noch nicht die Grenzüberschreitung ins Jenseits wirklich vollzogen haben und Mediziner die Nahtoderfahrungen als ein letztes, außerordentliches Aufbäumen des Körpers und der Sinne auslegen, weshalb es doch Diesseitserfahrungen sind, möglicherweise im tiefsten Innern der Quanten-Sphäre, wo alles miteinander zusammen hängt. Jenseitserfahrungen als mitteilbare Bewusstseinsinhalte erscheinen mir einstweilen utopisch; jedenfalls ist ungeklärt, wie die Seele ohne Masse auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden oder sonst wie ins Licht eintreten kann. Der umgekehrte Weg, Botschaften aus dem Jenseits in sinnliche Wahrnehmungen zu transformieren, erweist sich gleichermaßen unbekannt. Bleibt da mehr als nur die Hoffnung auf ein Jenseits voller Liebe und Weisheit? Alle Mal erscheint es faszinierend und spannend, sich dem sprachlich ansprechenden sowie mit Gedanken-Experimenten zur Sinnestäuschung, Grafiken und Bildern illustrierten Buch hinzugeben.

 

Mit dem Autor kann man unter markolf.niemz@herder.de zur Diskussion in Kontakt treten.

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christogenese, emergenz-theorie, gott als schöpfer, gottgläubigkei, naturalismus, theismus, weltverbesserung

Gott denken

Holm Tetens
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 04.02.2015
ISBN 9783150192955
Genre: Sachbücher

Rezension:

Holm Tetens: Gott denken

Ein Versuch über rationale Theologie

Stuttgart 2015 (Reclam UB 19295)

Rezension vom 17.10.2016

 

Holm Tetens, Philosophie-Professor an der Freien Universität Berlin, unternimmt entgegen dem Trend moderner Philosophie zur naturalistischen Metaphysik den Versuch, Gott rational zu denken, indem er einen kritischen Vergleich von Naturalismus und Theismus bzw. theistischer Ideologie auf der logisch-begrifflichen Argumenationsebene durchführt, um dem verbreiteten materialistischen Denken in heutiger Zeit sozusagen auf Augenhöhe zu begegnen.

 

Die Kernthese des Naturalismus lautet: Die materielle Welt der konkreten Dinge und Ereignisse stellt die einzige und eigentliche Wirklichkeit dar, wie sie von den Erfahrungs- und besonders Naturwissenschaften treffend beschrieben wird. Danach sind auch wir Menschen nichts Anderes als ein Stück kompliziert organisierter Materie, existieren nur als körperhafte Wesen und funktionieren nach Naturgesetzen. Nach der Emergenz-Theorie, dass aus dem bislang Vorhandenen durchaus unerwartet und unvorhergesehen etwas qualitativ Neuartiges entstehen kann, wird vorausgesetzt, das Mentale emergiere aus dem Physischen, also unser Bewusstsein entspringe der höher entwickelten Materie. Wie dies geschieht, kann zwar wissenschaftlich empirisch heute noch nicht nachgewiesen werden, weil bisher nur eine winzige Probe des Universums in einer zu kurzen Zeitspanne seiner Existenz zur Verfügung steht, aber die ungeheuere Leistungsfähigkeit der kollektiven menschlichen Inelligenz wird das wie jede existenzielle Frage, auch auf welche Weise der Prozess der Kosmogenese ohne Gott als allmächtigen Akteur in Gang gesetzt werden konnte und einst beendet wird, im Laufe der Zeit schlüssig erklären können. Mit dem leiblichen Tod löst sich unser Geist als angenommenes Körpersubstrat einschließlich Selbstwertgefühl total auf; die Seele erweise sich nur als Metapher in einer gottlosen Welt, in der wir neben anderen, unerkannten Welten zufällig leben (vgl. Atkins 2013). Die Erwartung des endgültigen Aus der menschlichen und universalen Existenz ruft fundamentale Angst, Frustration, Resignation, Panik hervor. Die daraus resultierende Aussichtslosigkeit, tief empfundene Ungerechtigkeit und Sinnlosigkeit provozieren rücksichtslosen Egoismus und die Hinwendung zum Bösen; Ausdruck dafür ist die Philosophie des Absurden von Jean Paul Sartre.

 

Demgegenüber lautet die von Tetens vertretene Kernthese des Theismus: Gott existiert als allmächtiger Schöpfer der Welt in der Qualität eines unendlichen vernünftigen Ich-Subjekts und schafft uns Menschen als endliche geistige Ich-Subjekte. Er will unbedingt unser Heil, indes ist der Fortschritt der Welt mit dem Menschen als Gestalter prinzipiell offen und Gott muss das Böse, Leid und Tod zulassen, damit sich das Gute durchsetzen kann und schließlich durch  Auferstehung der Toten, höchstes Gericht, Vergebung und Versöhnung der Menschen  in einer neuen, besseren Welt Gnade und Gerechtigkeit walten können. Teilhard de Chardin setzt für diese letzte Entwicklungsphase des Kosmos und der Menschheitsgeschichte den Begriff der Christogenese oder „Einmütigung“, nämlich der gottgewollten Einswerdung, christlichen Verbrüderung aller Menschen. Indes können wir in unserer Begrenzheit Gott in seiner Transzendenz nicht direkt erkennen und als Wirklichkeit beweisen, jedoch können wir ihn als ernst zu nehmende Möglichkeit rational denken und mit seiner überragenden Rolle als allmächtiger Schöpfer der Welt und seiner Bedeutung für unser Leben argumentieren. Wir können seine Macht und Fähigkeiten definieren und er kann durch uns in der Erfahrungswelt indirekt gegenwärtig sein. So können wir auf ihn hoffen, ihn in unserer Not anrufen, loben, fürchten, eine Beziehung zu ihm aufbauen, unterhalten, abbrechen, was unsere Haltung und unser Handeln im Leben maßgeblich beeinflussen kann. Der Gottgläubige vertraut auf den gerechten, barmherzigen Gott, der grundsätzlich unser Heil will, er akzeptiert ihn als Richter und Erlöser, selbst wenn er ihn nicht versteht und zum Verzweifeln neigt. Allerdings lässt sich dieser tiefe Gottesglaube nicht durch den Verstand erzwingen, er muss als Gnade oder Geschenk Gottes – wodurch auch immer – jeweils selbst erfahren und verinnerlicht werden. Wem und wievielen dies jemals zuteil wird, bleibt freilich offen.

 

Beide Denkansätze offenbaren Probleme und Chancen. Hinsichtlich der naturalistischen Kernthese erweist sich als unbefriedigend und höchst unwahrscheinlich, dass die empirischen Wissenschaften irgendwann den Ursprung der Welt aus dem absoluten Nichts schlüssig nachweisen können, da aus einer Voraussetzung logisch nur folgen kann, was sie impliziert. Damit wird gleichfalls die Emergenz des Mentalen aus dem Physischen ad absurdum geführt. So konnte nach Richard David Precht die Hirnforschung bisher nicht ermitteln, wie sich die Hirnströme in Denken verwandeln. Außerdem ist nicht erklärbar, warum es in einer rein materiellen Welt erlebnisfähige und selbstreflexive Ich-Subjekte gibt. Demgegenüber erweist sich die Kernthese des Theismus als argumentative Stärke, insofern die Zielvoraussetzung Gottes als Schöpfer der Welt und der Menschen als geistige Ich-Subjekte theoretisch gewährleistet, dass sich die Kosmogenese in einem unendlichen Prozess und in der Gerichtetheit auf den höchsten (göttlichen) Wert widerspruchsfrei entwickeln kann. Die Überzeugung, dass ein vernünftiger, gerechter, gütiger Gott unser Schicksal letztlich zum Guten wenden wird, schafft Zuversicht für ein sinnvolles Leben, spornt zu christlicher Daseinsbewältigung an und hilft auch, die Unzulänglichkeiten und das Leid in Gegenwart und Diesseits, die allzu oft als Gottesgegenbeweise empfunden werden, eher zu ertragen.

 

Doch sei Tetens bevorzugter Position entgegen gehalten: Ebenfalls die Anhänger des Naturalismus und die Atheisten müssen nicht verzagen und das Leben in der vorfindlich unvollkommenen Welt verdammen. Da kein Mensch als selbstreflexives Wesen absoluter Nihilist ist, resultiert aus der Konzentration auf das Diesseits ohne göttliche Geborgenheit durchaus die Übernahme hoher Eigenverantwortung, weil es darauf ankommt, aus seinem begrenzten Dasein in dieser Realität selbst das Beste zu machen. Sei es, dass wir durch Fortpflanzung und Vererbung, Familiengründung, Aufzucht von Nachkommen Spuren unseres Menschseins über den leibhaftigen Tod hinaus setzen. Oder sei es, dass wir durch soziale Taten, geistige Werke, geniale Erfindungen Erfüllung finden und Manche gar Großes leisten und fast unsterblichen Ruhm erlangen. Gottgläubigkeit erweist sich nicht als notwendige oder ausschließliche Bedingung zur Verwirklichung der Menschenrechte sowie der Weltverbesserung für ein brüderliches und friedliches Zusammenleben aller Menschen in Einklang mit der Natur, also als optimale Annäherung an die Zielsetzung, die wir als Christogenese postuliert haben. Und die Glaubens hemmende Wiederauferstehungsthese kann gekontert werden, nämlich mit Immanuel Kants nüchterner Feststellung, dass wir berechtigt sind, an die Unsterblichkeit der Seele zu glauben.

 

Beide metaphysischen Kernthesen sind durch die Argumentation weder bewiesen noch widerlegt, sondern nur als theoretische Möglichkeit begründet, naturalistische und theistische Weltdeutung logisch-begrifflich mit einander zu vergleichen und abzuwägen. Sowohl das naturalistische als auch das theistische Szenario können sich durch die reale Entwicklung der Welt als falsch oder richtig erweisen. Von beiden Positionen aus kann man indes die Fragen nach dem Sinn unseres Daseins stellen und die Erfahrungen und Erkenntnisse interpretieren. Und man kann im Einzelnen unterschiedliche Schlussfolgerungen ziehen. Wichtig wäre, dass möglichst viele – gleich  welcher Gesinnung – das Buch lesen und sich dem als wertvoll erkannten, humanen, welterhaltenden Ziel stellen.

 

Weiter führende Literatur:

Peter Atkins: Über das Sein. Ein Naturwissenschaftler erforscht die großen Fragen der Existenz, Stuttgart 2013 (Reclam 20273);

Richard David Precht: Wer bin ich und wenn ja, wie viele? München 2007 (Goldmann 15528);

Dietrich Pukas: Die Logik in der Welt – Ansätze zur Weiterentwicklung des Neukantianismus, Frankfurt/M. 1978 (Haag+Herchen);

 

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Wer liebt... vergibt: Eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art

Frieda Lamberti
E-Buch Text: 122 Seiten
Erschienen bei null, 28.10.2015
ISBN B015G2HX74
Genre: Sonstiges

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Auf die Freundschaft!

Annika Bühnemann
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Belle Epoque Verlag, 15.07.2015
ISBN 9783945796443
Genre: Romane

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Liebe ist Vertrauen

Annika Bühnemann
E-Buch Text: 82 Seiten
Erschienen bei null, 29.10.2015
ISBN B017E4G9A4
Genre: Liebesromane

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Traummänner und andere Hirngespinste

Annika Bühnemann , Anna Fischer
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei null, 17.07.2014
ISBN 9781500579876
Genre: Liebesromane

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Sei ganz du selbst: Branding für Autoren

Annika Bühnemann
Flexibler Einband: 76 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.11.2015
ISBN 9783739214399
Genre: Sonstiges

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A Place to Remember: Chloe & Hugh (London Love Stories 2)

Sarah Saxx
E-Buch Text: 131 Seiten
Erschienen bei null, 22.03.2016
ISBN B01DCKOHQC
Genre: Liebesromane

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Das Leben und sein hinterhältiger Plan

Sarah Saxx
E-Buch Text: 372 Seiten
Erschienen bei null, 05.01.2016
ISBN B01A9EA67S
Genre: Liebesromane

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Es muss wohl an dir liegen

Mhairi McFarlane , Katharina Volk , Heike Holtsch
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426517956
Genre: Liebesromane

Rezension:


Mhairi McFarlane: Es muss wohl an dir liegen

Aus dem Englischen von Katharina Volk
Knaur Taschenbuch München 2016

Rezension von Dietrich Pukas (24.04.2016) 

Nach ihrem imposanten Bestseller „Vielleicht mag ich dich morgen“ erwartet man mit Spannung, welches fesselnde Schauspiel uns Mhairi McFarlane mit ihrem neuesten Roman „Es muss wohl an dir liegen“ bietet. Es ist ihr ein betörendes „Feuerwerk der Liebe und Intrigen“ gelungen, das wiederum ungeheueren Lesespaß für Alt und Jung, Reich und Arm, Frau und Mann, Abenteurer und Romantikerin bereitet.

Mit der ihr eigenen Anschaulichkeit und Treffsicherheit entfaltet die Autorin die Charaktere der Darsteller, wobei das Figurenspektrum mehr denn je bunt und kontrastreich ausfällt und sich das Personenkarussell schneller dreht als sonst. Da ist die attraktive Protagonistin Delia Moss, PR-Angestellte bei der Stadtverwaltung von Newcastle. Mit ihren tizianroten Haaren und üppigen Kurven lässt sie die Männerherzen und nicht nur das etwas höher schlagen als normal. Sie hat ihr Lebensglück bereits in Gestalt von Paul, einem gut aussehenden, lustigen Barkeeper und Kneipenbesitzer, gefunden und will ihn nach 10 Jahren des Zusammenlebens endlich ehelichen. Aber nicht nur dieser Plan endet in einer Katastrophe, beruflich stolpert sie über den charmanten Joe, einen getarnten genialen Computer- und Internetspezialisten, der die Oberen der Stadtverwaltung gewitzt blamiert und anonym herausfordert. Statt ihn auftragsgemäß zur Strecke zu bringen, empfindet Delia Sympathie für ihn und freundet sich mit ihm an, was sie ihren Job kostet. Sie zieht zu ihrer besten Freundin Emma, eine gewiefte, erfolgreiche Anwältin, nach London, nimmt ihre Comics-Zeichnerei aus Studienzeiten wieder auf, während sie sich zunächst vergeblich um neue Arbeit bemüht, bis sie auf den geilen, skrupellosen Kurt trifft. Dieser betreibt eine aufregende, unkonventonelle PR-Agentur und stellt Delia Knall auf Fall ein – wegen ihrer kreativen Fähigkeiten und ihrer erotischen Ausstrahlung. Im Zuge ihrer neuen Tätigkeit gerät Delia an den smarten Schönling Adam, einen Enthüllungsreporter und den härtesten Konkurrenten ihres Arbeitgebers, der die Naivität Delias in Bezug auf Kurts Machenschaften für seine Zwecke ausnutzt und sie sich als angeblicher Kämpfer für Aufklärung und das Gute gefügig macht. Wie und bei wem soll die 33-jährige Delia da ihr Glück finden, um die ersehnte Familie zu gründen?

Die moderne Berufs- und Arbeitswelt mit ihrer Hektik, Stresssituationen, animierenden Abwechslung und vor allem Tücken bildet wiederum den spannungsreichen Handlungsrahmen für das kunstvoll eingebettete Privatleben der Hauptpersonen und beeinflusst die Ausprägung und Entwicklung ihrer emotionalen Befindlichkeiten, Leidenschaften, Hass- und Liebesgefühle. Indem Mhairi McFarlane der Bedeutung ihrer zentralen Figuren trotz ihrer charakteristischen Verschiedenartigkeit im turbulenten Geschehen eine gewisse Ebenbürtigkeit zukommen lässt, erzeugt sie Offenheit und abwechselnde Überraschungen bis zum Ausgang der Geschichte und hält die Leser-/innen bei Laune bis zum Schluss.

Livestream-Lesung mit Mhairi McFarlane zu dem Buch bei Lovely Books am 25.04.2016 zum Nachlesen: http://www.lovelybooks.de/lesung/Mhairi-McFarlane/

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Vielleicht mag ich dich morgen

Mhairi McFarlane , Karin Dufner , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426516478
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mhairi McFarlane: Vielleicht mag ich dich morgen

Roman aus dem Englischen von Karin Dufner und Ulrike Laszlo.

Deutsche Erstausgabe Knaur Taschenbuch München 2015

Rezension von Dietrich Pukas 01.01.2016

 

Der Erfolgsroman der britischen Bestseller-Autorin verheißt mit seiner eigenwilligen und tiefgründigen Liebesdramatik ein ungewöhnliches Lesevergnügen. Der kunstvoll aus den Schicksalssträngen der beteiligten Personen und wechselvollen Situationen geflochtene Inhalt beschert uns immer wieder unerwartete Überraschungen und bewirkt anhaltende Spannung, sodass man kaum erwarten kann zu erfahren, wie die einzelnen Dilemmas jeweils aufgelöst werden und welche Rolle sie im großen Beziehungsdrama der beiden Hauptpersonen Anna und James spielen. Die Gegensätze und Gemeinsamkeiten der Lebensläufe und Charaktere, Einstellungen und Gepflogenheiten führen zu bizarren, widersprüchlichen Handlungen und verstricken die agierenden Personen in ausweglos erscheinende Schwierigkeiten und Lebenslagen. So können wir wiederholt rätseln, auf welche Weise der geschickt bei den Lesern geschürte Wunsch auf eine endgültige Aussöhnung der beiden sympathischen Kontrahenten doch noch zustande kommen könnte, obwohl dies ständig in höchstem Maße infrage gestellt wird. Mit welcher Figuren- und Handlungskonstellation erreicht die Autorin eine solche Dramatik?

 

Dr. Anna Alessi, versierte Dozentin für Geschichte an der Londoner Universität, ist 32 Jahre alt, bildschön und attraktiv, einfühlsam, beliebt, eine gefragte Gesprächspartnerin und von den Männern einschließlich Studenten heiß begehrt. Allerdings sieht sie sich selbst nicht als Traumfrau, was mit ihrer Vergangenheit zusammenhängt, sondern Anna sagt sich, dass sie aufgrund ihrer Erfahrungen eigentlich versuchen sollte, ohne Mann auszukommen und glücklich zu sein. Ihre Freundinnen und Bekannten teilen diese Ansicht allerdings nicht und überreden sie mehrfach zu Blind Dates mit unbekannten Männern aus dem Internet. Indes erweisen sich diese alle als Katastrophen-Typen mit meist absurden Sexualvorlieben. Zwar gesteht sie sich ein: „Ein Internetdate ist im Grunde genommen nur ein Treffen, um flachgelegt zu werden“. Aber sie hofft dennoch letztlich auf die große Liebe und die Begegnung mit ihrem Traummann. Das erwartet sie freilich nicht von dem Klassentreffen nach 16 Jahren, zu dem sie ihre Freundin schickt, um mit ihrer Vergangenheit voll ins Reine zu kommen und sich endlich ihrer latenten Angst zu stellen.

 

Als Jugendliche hieß Anna, geschuldet ihrer italienischen Abstammung, Aureliana und war bevorzugtes Mobbing-Opfer ihrer Mitschüler/-innen, weil sie dick und hässlich war, in den selbst genähten Klamotten laufend Anlass für Hänseleien bot. Auf dem Abschlussfest der Schule fand eine „Mock-Rock-Party“ statt, wo sie von ihrem heimlichen Schwarm James Frazer und seinem Kumpel Laurence heimtückisch auf die Bühne gelockt, als Elefant bloßgestellt und vom johlenden Publikum mit bereitgestellten Süßigkeiten beworfen wurde. Der Stachel der Verhöhnung saß so tief, dass er ihr schließlich allen Lebensmut raubte; nur im allerletzten Augenblick konnte ihre Schwester Agatha, genannt Aggy, ihren eingeleiteten Selbstmord verhindern. Dafür war Aureliana Aggy zutiefst dankbar und inniglich verbunden, denn sie gestaltete nach der Schulzeit mit Verstand, Klugheit, Mut und Zähigkeit ein erfolgreiches Dasein: Sie studierte, promovierte, machte berufliche Karriere als anerkannte Historikerin an der Uni, während sie gezielt durch bewusste Ernährung und sportliches Training gewaltig abspeckte und dauerhaft die natürliche Schönheit ihres Körpers zur Geltung brachte und zur Krönung ihren Vornamen änderte.

 

Daher wird Anna auf dem Klassentreffen nicht als das einstige Spottobjekt erkannt und sie kann ihre Hauptpeiniger von damals, James und Laurence, die die schöne Unbekannte sogleich begehren und anmachen wollen, mit Genugtuung abblitzen lassen. Einige Zeit später trifft sie James aus beruflichem Anlass wieder, jedoch trotz namentlicher Vorstellung erkennt er sie weiterhin nicht als Aureliana und sie kann ihn unerkannt drangsalieren und die Zusammenarbeit am umfangreichen Ausstellungsprojekt „Theodora“ erschweren, um ihren tief sitzenden Frust von einst etwas abzumildern. Anna ist für den Kurator der byzantinischen Abteilung des British Museums die Expertin und Verbindungsfrau zur Uni und James ist als Computer-Fuzzi und Marketingspezialist, offiziell als Projektleiter für technisches Design und Entwicklung der Internetagentur Parlez engagiert worden. Er soll die Ausstellung für die Öffentlichkeit und Berichterstattung ins rechte Licht rücken, nicht zuletzt auch als App für iOS- und Android-Endgeräte aufbereiten. So haben beide ein großes Stück gemeinsamer Arbeit vor sich, die für den Erfolg des Vorhabens und das Prestige von Anna und James entscheidend ist. Dabei kommen sie sich im Laufe der Zeit menschlich näher, entdecken Gemeinsamkeiten und können sich ebenfalls amüsieren, was auch dadurch befördert wird, dass James‘ verführerische, superhübsche Frau Eva ihn gerade zugunsten eines jungen Malers vorüber gehend verlassen hat.

 

Die zaghaft aufkeimende Annäherungs-Beziehung zwischen Anna und James wird durch Versuche von Laurence, James schlecht zu machen und Anna abzuschleppen, sowie verschiedene andere Zwischengeplänkel gestört und auf Sparflamme gehalten. Sie wird jedoch abrupt zunichte gemacht, als James anlässlich eines Schulfotos in Annas Wohnung ihre Aureliana-Idendität erfährt und er ihr im heftigen Streit spontan vorwirft, sie könne ihm nicht die Schuld daran geben, dass sie damals wie eine „Missgeburt“ ausgesehen habe. Das gilt Anna als untrüglicher Beweis, dass James immer noch der schlimme, böse Mensch von damals ist und sie beschimpft ihn aus Wut: „Du mieses, dreckiges Superturboarschloch.“ Damit endet die lange Verfolgungsjagd, bei der Aureliana Anna einholt und sie wieder eins sind, verbunden in Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit und Elend.

 

Für beide folgt einerseits eine Zeit großer Leere, andererseits ein Martyrium mit unbeherrschten Selbstvorwürfen, Schuldzuweisungen an den Anderen, Rache-, Vergeltungs-, Schuld- und Sühnegefühlen. Anna ist erstmal regelrecht krank, will niemanden sehen, kann keinen Dienst machen. Sie hat mit James endgültig abgeschlossen, ist zutiefst verletzt, sie hat von ihm Einsicht, Reue und Entschuldigung für die einstigen Untaten erhofft sowie erwartet und nun das Gegenteil erfahren. Laurence hat immerhin Abbitte geleistet, wenn auch mit durchsichtigen Motiven, was kein Trost ist. Da ergreift Annas heimlich in sie verliebter Kollege Patrick die Initiative und blamiert James in dessen Firma mit einem unerlaubten Tonbandmitschnitt abfälliger Äußerungen, sodass James der Jobverlust droht. Dieser vermutet Anna hinter der Intrige und stellt sie zur Rede. Anna durchschaut den Hintergrund, verschafft sich Klarheit und bekennt sich gegenüber James‘ Chefin angeblich aus Liebe und Verzweiflung selbst zur Tat, worauf diese James vergibt und ihn gar noch befördert. Darauf sieht sich James in Annas Schuld, reflektiert ihre möglichen Motive und gelangt allmählich zur Einsicht und Reue. Er spürt inzwischen eine Veränderung in sich: eine innere Abwendung von Oberflächlichkeit, Glanz und Glamour, gar der Vergötterung seiner Eva und innige Hinwendung zu den wahren Werten des Menschlichen, wie sie Anna verkörpert und lebt. Jetzt weiß er, was er zu tun hat. Er geht früh morgens vor das Uni-Institut, fängt Anna auf dem Weg dorthin ab und fleht sie aufrichtig um Vergebung an, was sie ihm abnimmt. Sie verbringen den Tag damit, ihre Freundschaft – allerdings auf Distanz – zu besiegeln.

 

Die Gelegenheit zum nächsten Kontakt und Freundschaftsdienst kommt zustande, als Annas Schwester Aggy wegen ihrer eigenen verpatzten Hochzeitsplanung in große Verzweiflung stürzt und sie in die Hände des unredlichen Laurence gerät, der sie mit seiner raffinierten Taktik als Ersatz für Anna verführen bzw. missbrauchen will. Anna bittet in höchster Not James um Hilfe und dieser rettet Aggy nicht nur aus Laurences gefährlichen Klauen, sondern er eröffnet ihr eine neue Zukunftsperspektive für eine romantische Hochzeit mit ihrem Chris in Italien, der Heimat ihres Vaters, wobei er sie auch finanziell unterstützen will. Anna und Aggy sind James für seine Fürsorge „unendlich“ dankbar und Anna ringt sich endlich dazu durch, James auf Aggys Jungesellinnen-Abschiedsparty ihre Liebe zu bekennen und sich ihm hinzugeben. Doch noch kein Happy End! James offenbart ihr nämlich, dass seine Frau Eva zu ihm zurückkehren will und sie es noch einmal miteinander versuchen wollen. Und er schlägt vor, dass ihre Freundschaft trotzdem erhalten bleiben soll, was für Anna nicht vorstellbar ist. Aggys Hochzeit findet in der Toscana statt und wird ein herrliches Fest. Auch für Anna ist gesorgt: Primo, ein blendend aussehender, charmanter italienischer Architekt, ist für sie als Tischnachbar eingeladen worden. Indes hat Anna in der Hochzeitsstimmung am Vortag an James eine Mail abgesetzt, in der sie ihm ihre Liebe gesteht und dass er sie in guter Erinnerung behalten möge wie sie ihn. Und James macht es möglich, sie am Hochzeitsabend in seine Arme zu schließen und sie beide in Liebe zu vereinen.

 

Das ist der Inhaltsabriss als Leitfaden, der sich durch alle 72 Kapitel des Buches zieht, während sich die Leser in den wechselvollen Szenen an den faszinierenden Schilderungen der Autorin ergötzen und ihre profunde Menschenkenntnis, psychische Feinfühligkeit und psycho-soziale Tiefgründigkeit bewundern können. Dazu die animierende, erfrischende, lockere Ausdrucksweise, zu der sicherlich auch die deutschen Übersetzerinnen ihren Anteil beigetragen haben. So kann man sich beim Lesen darüber freuen, dass mit 490 Seiten viele vergnügliche und unterhaltsame Stunden vor uns liegen, und darüber hinaus dem nächsten Roman von Mhairi McFarlane erwartungsvoll entgegen sehen.

 

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Hoffnung - Vertrauen - Vergebung: Drei Geschichten über die Liebe

Annika Bühnemann , Sarah Saxx , Frieda Lamberti
Flexibler Einband: 230 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 31.10.2014
ISBN 9781502893604
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sarah Saxx/Annika Bühnemann/Frieda Lamberti

Hoffnung – Vertrauen – Vergebung

Drei Geschichten über die Liebe (2. Aufl. Fulda 2014)

Rezension von Dietrich Pukas (06.05.2015)

Schöne Idee: Eine Trilogie von Kurzromanen zu präsentieren, um die Facetten der Liebe unter den Aspekten von Hoffnung, Vertrauen, Vergebung auf faszinierende Weise zu beleuchten. Dabei stellen Hoffnung, Vertrauen, Vergebung jeweils Elemente dar, die alle drei Geschichten grundlegend prägen und als Gemeinsamkeit aufweisen, dass sie in der gefühlsträchtigen Weihnachts- bzw. Vorweihnachtszeit spielen. Zu eigen ist allen noch eine lockere, realistische Alltagssprache, die sozusagen an markanten Stellen „kein Blatt vor den Mund nimmt“ und die Leser/-innen direkt anspricht, jedoch dennoch die entscheidenden Momente der Liebe, jene Kulminationspunkte von Hoffnung, Vertrauen, Vergebung  in  glühende, strahlende, ergreifende, gefühlvolle Metaphern hüllt.  Aber die Geschichten sind jeweils in unterschiedlichen Erzählstilen gestaltet und haben ihre thematischen Schwerpunkte bei verschiedenen Problemen und Konflikten aus dem Lebensalltag, die spannend erzählt und auf die Spitze getrieben sowie zu ihrem je eigenen Happy End geführt werden.

 

In dem mit „Hoffnung“ überschriebenen Roman von Sarah Saxx kämpft als Protagonistin Sophie um eine gemeinsame Zukunft mit ihrem Lebensgefährten Fabian. Ihre auf dieses Ziel gerichtete Hoffnung und Erwartung werden auf eine harte Probe gestellt. Denn ihre Liebe und Partnerbeziehung geraten in die Tretmühle der modernen Arbeits- und Wirtschaftswelt und drohen zermalmt zu werden, als sich Fabian selbstständig macht und sich über alle Maßen in seine Arbeit hinein steigert, sodass er dabei auch Sophie allzu oft vergisst und unglücklich macht. Zwischen Selbstbehauptung und Selbstaufgabe, Stress und Existenznot gerät er in eine überwältigende Abwärtsspirale, während Sophies Zuversicht und Vertrauen immer mehr schwinden. Wie können sie da noch die unheilvolle Entwicklung zum Punkt ohne Umkehr stoppen und zum Marsch ins gemeinsame Glück umlenken?

 

Annika Bühnemann erzählt in „Vertrauen“ die klassische Geschichte vom armen Mädchen und dem reichen Märchenprinzen erfrischend locker sowie gekonnt in unsere moderne Zeit versetzt. Nach dem bewährten Motto „Gegensätze ziehen sich an“ verstricken sich in eine prickelnde und leidenschaftliche Liebesbeziehung: die bis über den Hals verschuldete Malermeisterin Carolin und der verkappte Millionär Raphael als Mitinhaber eines Imperiums floriender Sprachschulen. Damit daraus etwas Tragendes für eine gemeinsame Zukunft werden kann, sitzen der unglücklich verheiratete Raphael und die von Männern tief enttäuschte Carolin zwar beide in einem kurzzeitig wärmenden Bassin, jedoch ebenfalls in einem Pool, angefüllt mit zwischenmenschlichen Negativerfahrungen . Und über ihrem Annäherungsgeschehen und Zusammenfinden schwebt die ganze Zeit das Damoklesschwert der Problematik, die alles zunichte machen kann: durch Verschweigen der wahren Identität und Lebensumstände zwar eine Nivellierung der trennenden Statusunterschiede vorzutäuschen und eine Chance des Kennenlernens zu erringen, sich aber gleichzeitig der Gefahr des Vertrauensbruches und tiefster Enttäuschung auszusetzen.

 

Frieda Lambertis Kurzroman „Vergebnung“ konfrontiert uns mit zwei Menschen, die indes verheiratet sind, sich allerdings zum wahren, unverfälschten Leben zusammen raufen müssen. Patrizia ist an der Seite des politisch  ambitionierten Nikolas der Aufstieg in die Hamburger Gesellschaft gelungen und führt nach außen hin ein beneidenswertes Leben. Doch von der Innenansicht betrachtet, handelt es sich um ein hohles, bedrückendes Dasein – überschattet von der Tragik, keine eigenen Kinder mehr zu bekommen, und kompensiert durch soziales Engagement für repräsentative Zwecke. Patrizia leidet darunter, dass der stressige Politikbetrieb Nikolas gefühlsmäßig von ihr entfremdet, er zu wenig  Verständnis für ihr im Grunde sinnentleertes Dasein aufbringt. Sie gaukelt ihm Zufriedenheit und Dankbarkeit vor, bis sie – damatisch zugespitzt auf das Weihnachtsfest – in Gestalt ihrer Schwester Josefine und deren kleiner Tochter Ida von ihrer unbewältigten Vergangenheit eingeholt wird. Die unmittelbaren Ereignisse erschüttern verfestigte Vorurteile, Heucheleien, Fehleinschätzungen; kann dadurch der Weg für die erlösende Vergebung und in ein unverkrampftes Leben frei werden?

 

So bieten uns – Frauen gleichsam wie Männern – die erfahrenen Autorinnen kurzweilige, spannende Unterhaltung jenseits von Krimis mit Mord und Totschlag. Und die anschaulich und mehrdimensional dargestellten Figuren und Personen mit ihren vielschichtigen Sorgen und Nöten sowie in diffizilen Situationen voller Lebensfreude und Glück mögen uns vergnüglich zur Reflexion unseres eigenen Verhaltens animieren.

(vgl. www.annikabuehnemann.com; www.sarahsaxx.com; friedalamberti.wix.com/friedalamberti) 

 

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Verbale Kommunikation. Ein sprachliches Lehr - und Arbeitsbuch für berufliche Schulen und gymnasiale Oberstufen.

Dietrich. Pukas
Geheftet
Erschienen bei Rinteln, Merkur Verlag, 01.01.1972
ISBN B003D9B35Q
Genre: Sonstiges

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amüsement, berufsschüler/-innen, bildungsakteure, eigenwillige und skandalöse - zur überraschung und freude des lesers., fantasieentfaltung, humor, in dem buch wird die berufsschule, ironie, lehrer/-innen, menschliche schwächen und stärken, satire, skanda

Niedertracht und Macht, daß es kracht. Satirisches aus der Berufsschule

Dietrich Pukas
Flexibler Einband
Erschienen bei TRIGA-Verl., 01.01.2001
ISBN 9783897741966
Genre: Sonstiges

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Tags: als ungeahntes objekt amüsanter unterhaltung, als ungewöhnliches satirisches spektakel, amüsement, auf keinen fall entbehrt sie der komik und offenbart viel sinn für das alltäglich-skurrile, berufsschüler/-innen, bildungsakteure, denkanregung präsentiert. dabei werden auf witzige, die die mehrheit der bürger von ihrem ausbildungsgang her eher als solide alltagsinstitution kennt, die über das berufliche bildungswesen hinaus weisen und das bildungs- und gesellschaftssystem überhaupt betreffen, eigenwillige und skandalöse - zur überraschung und freude des lesers., fantasieentfaltung, humor, in dem buch wird die berufsschule, ironie, lehrer/-innen, menschliche schwächen und stärken, satire, skandal, spottende art und weise typisch menschliche schwächen und seltener ausgeformte stärken sowie extreme gesellschaftliche phänomene unserer zeit   (19)
 

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carla berling, jesses maria, kultur, satire

Jesses Maria - Kulturschock

Carla Berling
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 13.03.2009
ISBN 9783837065244
Genre: Comics

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sm

Im Netz der Meister

Carla Berling
Flexibler Einband
Erschienen bei Seitenblick, 04.08.2008
ISBN 9783933540164
Genre: Romane

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Jesses Maria - Wechseljahre

Carla Berling
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.04.2010
ISBN 9783839146279
Genre: Comics

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berling, lustig, udo jürgens

Jesses Maria - Im Bett mit Herrn Juergens

Carla Berling
E-Buch Text
Erschienen bei Carla Berling, 12.08.2011
ISBN B005H7ZBB4
Genre: Romane

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autor, autoren, buchmarkt, buch schreiben, schreiben, schriftsteller, verlag

Vom Kaempfen und vom Schreiben

Carla Berling , Vladi Krafft
Flexibler Einband: 183 Seiten
Erschienen bei Kulturmaschinen e.K., 17.10.2011
ISBN 9783940274403
Genre: Biografien

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roma

Die Rattenfänger

Carla Berling
Fester Einband
Erschienen bei VAT Verlag, 31.10.2012
ISBN 9783940884404
Genre: Romane

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angela merkel, atomausstieg, biographie, bundeskanzlerin merkel, bundespräsidentenwahl, cdu-politik, demokratieabbau, energiewende, enrgie-gau, entmachtung der parteien, erosion von demokratie und rechtsstaat, esm, europäische staatsschuldenkrise, euro-re

Die Patin

Gertrud Höhler
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Orell Füssli Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783280054802
Genre: Sachbücher

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Gertrud Höhler: Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut.
Rezension von Dietrich Pukas (31.10.1012)
Welch Glück für uns, dass Frau Prof. Dr. Gertrud Höhler, eloquente Literaturwissenschaftlerin, erfolgreiche Publizistin, renommierte Wirtschafts- und Politikberaterin, einst die verlockenden Angebote aus dem Politikbetrieb ausschlug. So können eingeschworene CDU-Anhänger und Merkel-Vasallen Höhlers aufschlussreiches Buch nicht überzeugend als missgünstige Enthüllungsfantasien einer beleidigten Polit-Rivalin abtun. Statt dessen ist Gertrud Höhler befähigt, mit unabhängigem Geist und scharfem Verstand uns eine feinsinnige, wohl begründete Analyse dessen vorzulegen, was Sprache, Verhalten und Handeln der deutschen Regierungschefin Angela Merkel offenbaren. Sie fördert Überraschendes, Fragwürdiges und Gefährliches, politisch Brisantes zutage, das alle Bürger und Politiker in höchstem Maße betrifft, denen die Werte der Demokratie und das Wohl der Menschen am Herzen liegen und die darauf in Zukunft nicht verzichten wollen.
Zunächst beschreibt Höhler eindrucksvoll – stets in ansprechender, bildreicher Sprache –, wie Angela Merkel , die Frau aus dem Osten, „Anderland“ genannt, als „blauäugiges Unschuldslamm“ startet, unauffällig beobachtend als Testfahrerin mitTarnkappe und Tarnanzug den Westen sowie Deutschland der Wende erkundet und schließlich zur machthungrigen Wölfin mutiert (S. 17 ff.). Stillschweigend, unerkannt von den sie fördernden CDU-Männern, bei denen sie eher zufällig gelandet ist, gewinnt sie ihre Erfolg versprechenden Überzeugungen: Bindungslosigkeit als Führungsqualität, nämlich Relativismus, Indifferenz in Wertfragen, moralisches Desinteresse, Verzicht auf Bekenntnisse. Das Motto lautet: Alles ist relativ, vorläufig, reversibel, was auch für Werte gilt. Misstrauen und Unberechenbarkeit sind gut, weil sie uns vor denen schützen, die uns durchschauen und beherrschen wollen. Ohne Verpflichtungen und Traditionen, aber mit grenzenloser Flexibilität unterwegs sein, mit persönlichem Machtanspruch als Maxime des eigenen Handelns, dann kann man an den herkömmlichen Mitstreitern und Parteistrategen vorbei ziehen. Diese Erfahrungen und Einsichten hat Merkel ihren Westkollegen voraus, machen sie persönlich mächtig und ermöglichen, dass das einstige „Mädchen“ den Schwarzen Riesen, den Übervater Kohl, vom Thron stößt, „seinen zögernden Söhnen den Vatermord abnimmt“ (S. 22 ff.). Konsequent baut Angela Merkel ihre Machtposition auf, wird Landesvorsitzende, Bundesministerin, Generalsekretärin, Bundesvorsitzende, Kanzlerkandidatin der CDU, Bundeskanzlerin der großen und schwarz-gelben Koalition, führende Krisenmanagerin in Europa (Bildzeitung: „gute Patin Europas“, „Königin von Europa“).
Ausführlich und bei den verschiedenen Anlässen aufgreifend schildert Gertrud Höhler das „System Merkel“ (M), das die Macht der Aufsteigerin begründet und sichert. Es sind folgende Merkmale, die die Merkel-Politik bestimmen: „Marginalisierung der Parteien, Verwechselbarkeit der Programme, Nonchalance im Umgang mit Gesetzen, Aufweichung von Wert- und Normkonzepten, no commitment (keine Verpflichtung, D. P.), Bindungslosigkeit als Zukunftsmotor, zentralistische Allgegenwart von Staat und Plan, Überwindung des Wettbewerbs“ (S. 141). Darauf fußt ihr Konzept der situativen Entscheidungen, das die Flüchtigkeit aller Versprechen sowie eine hohe Verfallsgeschwindigkeit aller Loyalitäten beinhaltet (S. 270). Aus ihrer Sozialisation in der DDR-Diktatur geht Merkel nach dem Seitenwechsel als Überlegene gegenüber ihrer Mannschaft im Westen hervor, indem sie deren Tugenden, die verpflichten und binden, abgeworfen hat: Vertrauen, Verlässlichkeit, Loyalität, Treue, Berechenbarkeit. Sie nimmt für sich als Chefin das Privileg in Anspruch, schwer lesbar zu sein, und verbirgt ihr wahres Gesicht hinter Worthülsen, Gedankenschablonen, Sprachbausteinen, sodass Bundespräsident Gauck sagt, er kann sie nicht erkennen. Gauck hat in demselben Regime mit lauter Leuten in Deckung, Verratenen und Verrätern gelebt, jedoch gegenteilige Konsequenzen für seine Wertordnung gezogen: Er tritt für die Freiheit ein mit unverhülltem Gesicht und unverstellten Absichten, denn er ist kein Machttaktierer und erweist sich als von der Mehrheit der Deutschen akzeptiertes Staatsoberhaupt, jedoch als Antipode zu Merkel, die in seinem lauteren Charakter eine Gefahr für ihre autoritäre Machtpolitik sieht (S. 69-72).
Als wichtige Geschehnisse der Merkel-Politik schlüsselt Höhler vor allem folgende Ereignisse auf: die Ausmerzung der Machtkonkurrenten in der CDU, das Drama der Bundespräsidenten-Wahlen, die europäische Staatsschuldenkrise, den Atomausstieg mit der Energiewende. Für den CDU-internen Machtkampf ist typisch, dass die starken Konkurrenten der Staatschefin gehen (müssen) wie Merz, Koch, Oettinger, Peter Müller, von Beust, Röttgen u. a., während die schwachen und loyalen CDU-Leute grundsätzlich bleiben (dürfen) wie etwa Pofalla, öffentlich untragbar gewordene Kandidaten wie Guttenberg und Wulff sonderentsorgt werden (u. a. durch taktische Vertrauenserklärungen der Kanzlerin in dichter Folge) (S. 147-151). Die Vorgänge bei den Wahlen der Bundespräsidenten Köhler, Wulff und Gauck stellt Höhler als Drama in drei Akten dar, „Päsidentendämmerung“ genannt. Zur Andeutung der fragwürdigen, der Demokratie abträglichen Machenschaften zur Auswahl der Kandidaten und Manipulation der Wahlberechtigten geben wir die metaphorischen Überschriften wieder: „Das Amt als Beute der Politik“, „Nicht nur die Kandidaten, auch das Amt entmachten“, „Das Gauck-Paradox – Unsterbliche Werte, die im Sterben liegen“ (S. 195-230). Laut Höhler hatte Merkel in der Euro-Krise einen taktischen Vorteil, da sie „so wenig Europäerin wie sie Konservative“ ist (S. 91 ff.). Angesichts der drohenden Staatspleiten in Griechenland, Portugal und Irland sowie der enormen Haushaltsdefizite in Spanien und Italien, jedoch der ansteigenden deutschen Konjunktur wurde „Deutschland zum starken Mann Europas“ und Merkel galt als „mächtigste Frau der Welt“. Sie ergriff ihre „neue Rolle als europäische Sparmeisterin“ und erweiterte ihre Macht international, indem die europäische Staatsschuldenkrise verschleiernd zur „Euro-Krise“ umgedeutet wurde und mit Merkel an der Spitze unter Missachtung bestehender EU-Verträge der Euro-Rettungsschirm wiederholt erhöht wurde. Unter den Überschriften „Euro-Rettung: Lizenz zur Rechtsbeugung“ (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität = EFSF), „Merkels : Ein deutscher Maßanzug für Europa“ (permanenter Krisenfonds ESM = Europäischer Stabilitätsmechanismus; Modell der Schuldenbremse), „Keine Zeit für Demokratie: der Europäische Zentralstaat“ (Finanzunion und Fiskalpakt zur Kontrolle; Vereinnahmung der EZB), „Europa am deutschen Gängelband“ (Marktwirtschaft als Planwirtschaft) zeichnet Höhler, die offensichtlich in Finanzen, Wirtschaft, Politik recht sachkundig ist, auf, wie Merkel „ihren Weg zur Staatswirtschaft und zur Einheitspartei auf der europäischen Ebene“ konsequent fortsetzt (S. 93-103).
Der Atomausstieg mit der Energiewende ist Höhlers Paradebeispiel für die Etablierung des Systems M und das Grundmuster für den politischen Umbau Deutschlands zu einem zentralistischen Staat und zieht sich als Leitindiz für die „freibeuterische Machtmentalität“ der Bundeskanzlerin durch das gesamte Buch: „Positionslosigkeit, Werterelativismus und autoritäre Anmaßung“ (S. 104 ff.). Die Mehrheit von CDU/CSU und FDP beschloss 2010 im Bundestag die Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke und brachte damit das Atomausstiegsgesetz der rot-grünen Bundesregierung von 2002 zu Fall. Angesichts bevorstehender Verfassungsklagen und Landtagswahlen nutzte Merkel 2011 den GAU von Fukushima („fast wie ein Geschenk“) zum radikalen Kurswechsel und agierte als „politische Heuschrecke“, indem sie das rot-grüne Alleinstellungsmerkmal des Atomausstiegs erbeutet und drei Tage nach der japanischen Katastrophe aus persönlicher Betroffenheit sich selbst ermächtigt, das Verlängerungsgesetz ihrer eigenen Regierung für drei Monate auszusetzen (Moratorium), obwohl dies nur durch ein nachfolgendes Gesetz rechtens ist. Außerdem wurden nach Höhler noch ein halbes Dutzend anderer Gesetze, unter ihnen Aktienrecht und Verfassungswerte, „einfach vom Tisch gewischt“. Mit der sofortigen Abschaltung von sieben Kernkraftwerken stellte sich die Kanzlerin den Energiekonzernen und der gesamten Wirtschaft „als neue Herrin des Kernsektors der Industriegesellschaft“ (Staatszugriff auf den Energiesektor) vor, ohne dafür eine Rechtsgrundlage zu haben, also außerhalb der Legalität (S. 106, 107). Merkels Wort ist praktisch Gesetz. Da wurde zur Verschleierung und moralischen Rechtfertigung ein juristischer Trick angewendet, nämlich der Rückgriff auf die staatlich gebotene Pflicht zur Gefahrenabwehr („im Zweifel für die Sicherheit“) wurde strapaziert – für Höhler ein Angstargument und eine Irreführung der Menschen, weil die Risiken in Japan und Deutschland aufgrund der nachlässigen japanischen Sicherheitshandhabung nicht vergleichbar seien. Das Atomrestrisiko war für Merkel zum Wahlrestrisiko geworden, der Grüne Kretschmann wurde Ministerpräsident in Baden-Württemberg, die feindliche Übernahme der Ausstiegsidee durch das Moratorium ist fehlgeschlagen. Deshalb wurde als nächster Coup der Kanzlerin die Opposition ins Atomausstiegsboot geholt und SPD und GRÜNE konnten sich der 180°-Energiewende durch eine schnelle Gesetzesnovellierung nicht entziehen. Höhlers Fazit: Die Kanzlerin ist beim Atomausstieg ihrem Politikstil treu geblieben: Unterwanderung der demokratischen Entscheidungsfindung, Täuschung der Bevölkerung über die Beweggründe, Bruch von Versprechen (hier gegenüber der Industrie), Arroganz ihres Führungsanspruchs infolge inhaltlicher Fehler (S. 108-110).
Gertrud Höhler liefert noch zahlreiche interessante Szenarien aus dem System M, die in den Überschriften wie Polit-Possen anklingen: „Ideenleasing im CDU-Themenpark: Merkels Ankündigungsdemokratie“, „Erlkönigin auf der Rüttelstrecke: Testfahrerin Angela im Themenpark der CDU“, „Nicht Sachpolitik, sondern Machtpolitik: Merkels Punktlandung in der parteilosen Mitte“, „Die Leitwölfin der Bindungslosen“, „Atomausstieg: Nebelbomben für das Volk“, „Lautlose Sprengungen im Wertesystem“, „Merkels Geheimnis – Windsbraut oder Windmaschine?“, „Das System M präsentiert: Die unsinkbare Kanzlerin“. In Wahrheit handelt es sich um ernsthafte Beeinträchtigungen unserer demokratischen Verhältnisse, nach Höhler um die „Demokratie im Stresstest“ (S. 233 ff.), die es vor Zerfallserscheinungen zu bewahren gilt.
Am Schluss sagt Gertrud Höhler lediglich: Wir können wählen – zwischen zwei Folgerungen aus Deutschlands Geschichte: der „Selbstermächtigung der deutschen Politik“ (Merkel) und einer „Freiheitmelodie“ (Gauck), die sie seit der letzten Präsidentenwahl übertönt (S. 273). Höhler hat das Buch geschrieben – „für alle, die die Faust noch in der Tasche haben“. Das sollten m. E. zuallererst die getäuschten und enttäuschten CDU-Anhänger, CDU-Politiker, CDU-Mitglieder, CDU-Wähler sein und gleichfalls die SPD- und FDP-Politiker, die das System M mitgetragen haben und auch noch seine Ausbreitung in der zweiten Legislaturperiode ermöglichen – sie sollten zu naheliegenden Konsequenzen motiviert werden und dazu die Faust aus der Tasche nehmen. Die Oppositionellen und Anti-Merkel-Wähler, die die Fäuste strecken, aus Resignation senken oder vor Ohnmacht in der Tasche behalten, können sich durch Höhlers rückhaltlose , feinmaschige Auklärung und überzeugende Deutung ermutigt fühlen und noch gezielter gegen das System M opponieren. Die Politiker als solche, gleich welcher Farbe und unabhängig vom nächsten Wahlausgang, sollten sich aufgrund der Erkenntnisse einer Koalition unter oder mit Merkel verweigern wie SPD Kanzlerkandidat Steinbrück; als Alternative gibt es z. B. Ursula von der Leyen. Die Wähler und Bürger überhaupt, nicht zuletzt die „wertebesoffenen Westler von gestern“ (S. 269) sollten zahlreich zur Wahl gehen und das Demokratie aushöhlende System „Merkel“ mehrheitlich abwählen. Das wäre der schönste Erfolg, den dieses allen empfehlenswerte Buch, das spannende Enthüllungen und ein Spracherlebnis verheißt, meines Erachtens haben kann.

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