dominikschmellers Bibliothek

36 Bücher, 20 Rezensionen

Zu dominikschmellers Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
36 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

starn, menschsein, corvus, feuer der leere, feuer

Feuer der Leere

Robert Corvus
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704397
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Es gibt nur noch 1 Million Menschen und sie fliehen auf Großraumschiffen vor garstigen Außerirdischen. Doch ist es eine lebenswerte Existenz, wenn man niemals den Fuß auf echten Boden setzen kann, niemals den Wind in den Haaren spüren?

Meine Videorezension:


Besonders gefallen hat mir die alternative Gesellschaftsform der Menschheit, die der Autor entworfen hat. Tausende Details und die konsequente Umsetzung der Ideen lassen das Leben der Hauptpersonen real erscheinen.
Das Finale verblasst leider ein wenig angesichts des fulminanten Starts im 1. Kapitel.

Mein persönliches Highlight: der Syntho-Uterus! – Eine Vorrichtung, um Embrionen ex utero (also außerhalb der Mutter) reifen zu lassen 🙂

Fazit: Ein episches Buch, das in eine sehr komplex beschriebene SciFi-Gesellschaft entführt. Geschickt gesetzte, überrraschende Wendungen sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

bernhard hennen, robert corvus, fantasy, abenteuersaga, abenteur

Die Phileasson-Saga - Die Wölfin

Bernhard Hennen , Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453317536
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Wölfin zeigt sich ruhiger und weniger kompakt wie die Teile zuvor. Ich denke, dies passt zu den Landschaften aus ewigem Schnee, in die uns dieser Teil der Saga entführt.

Meine Videorezension:


Die Geschichte im dritten Teil der Phileasson Saga wirkt weniger dicht, als Teil zwei, in dem der Himmelsturm erkundet wurde. Die Abenteuer spielen in verschiedenen Orten im Norden Aventuriens und wirken stellenweise episodenhaft, doch die Autoren haben sich bemüht, Elemente zu finden, um die einzelnen Stellen zu verknüpfen (z.B. die Goblins). Der Hauptplot dreht sich um eine Seuche, die unter den Nivesen ausgebrochen ist, einem Volk, das als Nomaden in den Schneelandschaften lebt. Diese Seuche will Phileasson zusammen mit seiner Ottajasko bekämpfen, was gleichzeitig die dritte Aufgabe auf der Abenteurfahrt darstellt.

Zusätzlich besteht dieser Teil der Saga aus einer Art Verarbeitung der Geschehnisse im Himmelsturm, die nicht nur den Leser, sondern natürlich auch die Charaktere sehr mitgenommen haben und immer noch beschäftigen.

Da es sich bereits um den dritten Teil der Reihe handelt, ist es spannend zu beobachten, wie sich die Charaktere immer weiter entwickeln. Besonders die neu hinzugekommenen Figuren Praioslob und Doctore Bombastus Barraculus haben es mir angetan. Die Wölfin lebt ganz klar vom Charakterspiel zwischen den Figuren und den Autoren gelingt es immer wieder die Charaktere in spannende Konflikte miteinander und mit der Umwelt zu treiben.

Die schlichte Sprache des Romans gefällt mir. Durch die vielen Begriffe aus der Welt des Schwarzen Augen wird man schnell nach Aventurien versetzt und fühlt sich selbst auf einer Art Entdeckungsfahrt. Auch einige Gedichte/Lieder finden sich in Die Wölfin, was sehr dazu beiträgt, dass man in den Norden Aventuriens und in die Kultur der Thorwaler Einblick erhält.

Fazit
Der dritte Teil der Saga zeigt seine Stärken vor allem im Charakterspiel und führt uns schonungslos in Situationen zwischen Leben und Tod.
Ich bin gespannt, wie es im vierten Teil weitergeht.

Immer genug Muße zum Lesen
Euer Dominik Schmeller

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

magische krone, deutsche high fantasy, jugendliche helden, high fantasy, drachen

Die Krone von Lytar

Richard Schwartz
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492280518
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Dorf lebt seit Jahrhunderten im Frieden. Doch ein habgieriger König bringt den Krieg zu ihnen und ein blutiges Zeitalter beginnt.

Meine Videorezension:

 

Die Welt von Lytar erscheint in diesem Buch zuerst recht einfach gestrickt. Doch im Laufe der Geschichte merkt der Leser, wie viel wirklich hinter Lytar steckt. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, der Autor hätte sich von Tolkiens Mittelerde inspirieren lassen, hat dann aber etwas völlig Eigenes daraus gemacht.
Mittelerde ist eher eine mystische Welt, in der es riesige Reiche gibt, die seit Jahrhunderten existieren, und in der Elfen und Zwerge zusammen mit Menschen regieren. Lytar ist hingegen eine post-apokalyptische Welt, die nach der Katastrophe (dem Kataklysmus), der dem großen und wohlhabenden Reich Lytar widerfahren ist, in Trümmern liegt. Große Organisationen wie Königreiche scheint es kaum mehr zu geben. Vielmehr leben die Menschen für sich allein und kennen kaum etwas von der Welt um sie herum.
Gerade das Ende des Buches zeigt aber, dass Schwartz es genau wie Tolkien versteht, sehr episch zu schreiben.
Nachdem ich den ersten Teil des Romans gelesen hatte, hatte ich mir eigentlich vorgenommen, die weiteren Teile eher nicht zu lesen. Die Geschichte erschien mir dann doch zu platt, langatmig und die Personen zu austauschbar. Im Nachhinein aber muss ich sagen, dass mich die Geschihcte gefangen hat. Inzwischen bin ich gespannt auf die weiteren Teile.

Fazit:
Eine Geschichte, die sehr klassisch beginnt und dann überraschend viel Tiefgang entwickelt.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

97 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

game of thrones, mittelalter, westeros, sachbuch, got

Winter is Coming

Carolyne Larrington , Jörg Fündling
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2016
ISBN 9783806233506
Genre: Sachbücher

Rezension:

Welche Anekdoten und wahren Begebenheiten stecken hinter George R. R. Martins genialem Zyklus Das Lied von  Eis und Feuer? Wer das wissen möchte, sollte unbedingt einen Blick in das Sachbuch Winter is coming von Carolyne Larrington werfen.

Meine Videorezension:

 

 


In diesem Buch erzählt die Autorin, welche wahren Begebenheiten aus dem Mittelalter und der Antike George R. R. Martin zu seiner Welt Westeros und Essos inspiriert haben. In dem Buch steckt wirklich jede Menge Geschichtswissen. Und all diese Fakten sind in eine angenehme Erzählweise verpackt. Die Autorin, selbst Professorin für mittelalterliche Literatur in Oxford, weiß ganz klar, wovon sie spricht.
Gerade für Fans der Reihe (der Romane oder auch der Serie Game of Thrones) ist dieses Buch nicht nur ein Hintergrundfundus, sondern auch ein Muss.
Ich selbst habe viele neue Sachen darin entdeckt. Z.B. gibt es eine ausführliche Passage über die Entstehung des Schachspiels und seine Verbindung zum Cyvasse (ein von Martin für seine Geschichte erfundenes Spiel).

Fazit:
Macht Spaß zu lesen und steckt voller Infos, die man so vielleicht nicht erwartet hätte.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

einsamer wolf, spielbuch, abenteuer, fantasy, krieger

Die Neuen Kai Krieger 1: Jagd nach dem Mondstein

Joe Dever
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783945493090
Genre: Fantasy

Rezension:

Einsamer Wolf geht weiter! Wie kann ich das sagen, ohne jemals einen Band von Einsamer Wolf gespielt zu haben? Egal! Das braucht es nicht, um mit der »Jagd nach dem Mondstein« Spaß zu haben.

Am Anfang des Buches wird auf mehreren Seiten die Geschichte Einsamer Wolfs und dem Land Sommerlund beschrieben. Soweit ich das verstanden habe, handelt es sich dabei um die Geschehnisse der vielen Spielbände »Einsamer Wolf«, von denen es immerhin 20 Stück gibt. Am Ende erfahren wir vom geheimnisvollen Mondstein, dessen Kraft ein Segen für das Land sein sollte, doch der das Land so sehr verändert, dass Einsamer Wolf von Sorgen geplagt wird. Wir bekommen nun den Auftrag, eben diesen Mondstein wegzuschaffen. Und um diese gefährliche Mission dreht sich das Spielbuch. Wir brechen aus der Stadt Holmgard heimlich auf, um uns in die Länder um Bisutan und Elzian zu begeben. Unsere Reise beginnt an Bord eines Segelschiffes. Welche Gefahren werden auf uns lauern?

Bevor man mit dem Abenteuer starten kann, muss man sich erst in die Regeln einlesen. Die sind nicht zu kompliziert und übersichtlich, erlauben aber gleichzeitig eine angenehme Auswahl in der Gestaltung unseres Charakters. Ich habe mir die Regeln erst einmal komplett durchgelesen und mir danach meinen Helden »Mondstern« mit der speziellen Kai-Waffe »Alema« erstellt. Fürs reine Erstellen habe ich ungefähr 10 Minuten benötigt.

Die Welt des Einsamen Wolfs ist sehr komplex und reichhaltig. Die Völker und Wesen sind sehr phantasievoll und vielfältig. Man merkt in jedem Abschnitt, wie lange die Welt schon bespielt wird. Immerhin gibt es schon viele, viele Spielbücher, die sich mit den Abenteuern des Einsamen Wolfs beschäftigen. Auf der anderen Seite machen es all diese Namen natürlich für einen Neuling in der Serie – wie mich – schwieriger, der Geschichte zu folgen. An manchen Stellen wird man regelrecht mit Namen von Ländern, Völkern, Städten und ihren Herrschern überflutet.

Zur leichteren Orientierung enthält das Buch eine farbige (!) Karte, auf der wir unseren Weg mit dem Mondstein verfolgen können. Außerdem finden sich einige schön gezeichnete SW-Illustrationen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, da die Seiten angenehm luftig gebunden sind. Ein besonderer Vorteil, da man bei Spielbüchern ja im Allgemeinen sehr viel hin und herblättert.

Das verwendete Kampfsystem macht Spaß, ist nicht kompliziert und erlaubt es, Kämpfe recht schnell abzuwickeln.
Zur Auswahl für unseren Helden stehen viele Sondertalente – Großmeisterdisziplinen des neuen Ordens genannt. Von diesen darf man sich bei Erstellung des Helden 5 aussuchen und sie werden tatsächlich immer wieder während des Abenteuers abgefragt. Sind also alles andere als bloße tote Hintergrundgeschichte.

Das Spielbuch enthält sogar noch einen Bonus: Ein Zusatzabenteuer mit 300 Abschnitten im Anhang, das parallel zum Hauptabenteuer des Buches spielt.

Fazit:
Ein Spielbuch in einer sehr detaillierten Welt, das auch ohne Vorkenntnisse Spaß macht. Viele Fortsetzungen stehen in Aussicht.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

unna, lebkuchenherz, krimi, kirmes, westfalen

Todesgruß

Astrid Plötner
Flexibler Einband: 407 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Regionalkrimi Todesgruß erleben wir den ersten Fall von Maike Graf und Max Teubner.

Meine Videorezension:


In Unna (NRW) wird eine Zahnärztin ermordet aufgefunden. Der Fall ist seltsam, hängt der Dame doch ein großes Lebkuchenherz um den Hals mit der Aufschrift: "Ein letzter Gruß, G."

Doch noch seltsamer ist, dass Hauptkommisarin Maike Graf schon am Abend zuvor eine Warnung von einem anonymen Anrufer erhalten hat, der den Mord an der Ärztin angekündigt hat. Steckt der Ehemann Guido hinter dem Mord? Immehin scheint er in dubiose Immobiliengeschäfte verwickelt zu sein. Oder ist es doch der Immobilienhai Gero selbst, der die Ärztin umgebracht und im Stadtpark drapiert hat?
Doch kaum ist die Polizei auf einer heißen Spur, erfolgt ein weiterer Mord. Und schon bald erschallt in Unna der Schreckensruf: Der Kirmesmörder geht um!

Der Roman hält genau das, was das Cover mit dem Wort "Spannung" verspricht. Das Buch ist deshalb auch so spannend zu lesen, weil es so lebensecht geschrieben wurde. Nicht nur die Polizeiarbeit, sondern auch das restliche Leben der Figuren scheinen bis aufs Kleinste recherchiert und überlegt worden zu sein.
Besonders beeindruckt hat mich der Detailgrad, mit dem die Nebenfiguren des Buches geschildert wurden. Man hat das Gefühl, dass die Anwohnerin, die mal so nebenbei befragt wird, genauso ein "echtes" Leben und Vorstellungen hat, wie die Hauptpersonen in Form der ermittelnden Polizisten.

Fazit:
Ein Roman, der nicht nur spannend ist, sondern auch einen tollen Blick in das Leben einiger interessanten Figuren in Unna zulässt.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

parallelwelt, magie, fantasy, krieg

Der verwaiste Thron

Raymond Feist , Dagmar Hartmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.06.2016
ISBN 9783734160981
Genre: Fantasy

Rezension:

Der verwaiste Thron ist der zweite Teil der Midkemia-Saga von Raymond Feist (Neuauflage 2016 – Blanvalet). In diesem Fantasyroman wird der Fortgang des Spaltkrieges beschrieben und wir erfahren, wie es mit den Hauptpersonen aus Teil 1 weitergeht.

Meine Videorezension:


Wir begleiten Pug auf seinen Abenteuern in der fremden Welt der Tsuranis, in die er als Kriegsgefangener gelangt ist. Erst muss er viele Jahre als Sklave arbeiten, kann sich dann aber beweisen und wird tatsächlich als Magier ausgebildet, nachdem sein Talent erkannt worden ist.
Tomas kämpft für seine Heimat in Midkemia gegen die Tsuranis. Außerdem wird seine Beziehung zur Königin der Elben immer intensiver. Eine Beziehung, die eigentlich nicht sein darf…
Der Fürst Arutha kämpft ebenfalls für seine Heimat und bricht verzweifelt zu einer gefährliche Reise auf, um Verstärkung in Krondor zu erbeten.

Die Charaktere sind auch in diesem Roman gut ausgearbeitet, doch fehlt wieder eine Liste der Personen. Es spielen wirklich sehr viele Personen im Roman mit und es ist schwer, nicht den Überblick zu verlieren.

Die Karte im Buch ist schön gestaltet und die Einzelheiten, die Feist uns hier über seine erschaffenen Welten verrät, sind interessant und lassen diese Welten sehr glaubwürdig erscheinen.

Fazit:
Der zweite Teil einer Reihe, in der über die Spaltkriege in Midkemia erzählt wird. Geht tiefer als Teil 1, konnte mich aber nicht völlig mitreißen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

34 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

england, wikinger, historisch, fantasy, ebook

Hammer of the North - Die Söhne des Wanderers

Harry Harrison , John Holm , David Friemann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 15.06.2016
ISBN 9783945493410
Genre: Historische Romane

Rezension:

In Hammer of the North - Die Söhne des Wanderers von H. Harrison/J. Holm werden wir von eiserner Faust gepackt und in das England der Wikingerzeit geschleudert. Wenn man diesen Roman liest, kann man wirklich ganz tief in die kriegerische Welt der Wikinger eintauchen. Und entdeckt ein Englang, das es so nie gegeben hat. Ein England unter der Herrschaft der Nordmänner.

Meine Videorezension:

 

 

Handlung
Die Nordmänner landen in England und wollen sich für ihren ermordeten Anführer an den Königreichen der Insel rächen. Wir erleben diese Eroberung unter anderem aus den Augen des Jungen Shef, der selbst unter widrigen Umständen im strengen England aufwächst. Im Laufe des Romans rollte nicht nur der Krieg über die englische Insel, sondern wir können auch die Entwicklung von Shef beobachten, wie er sich durch Schläue und Fleiß von einem Sklaven zum Anführer hocharbeitet. All dies wird überschattet von den schwierigen Familienverhältnissen des Jungen, bei denen sein Stiefvater - von den Wikingern verstümmelt - und sein Halbbruder ihm nach dem Leben trachten.

Im Roman wird immer wieder darauf eingegangen, dass die Kirche in England oft der Grund für alles Übel ist, anstatt die Erlösung, als die sie sich darstellt. Dies ist natürlich eine moderne Sichtweise, passt aber in den Roman, da vor allem Shef vom Geist her ein eher moderner Charakter ist, der viel hinterfrägt und die technische  Entwicklung des Krieges vorantreibt.
Die mystischen Elemente, die einen Teil des Buches einnehmen, sind mir manchmal ein bisschen zu schwammig geblieben. Da hätte ich mir vielleicht eine andere Umsetzung gewünscht. Zum Ende hin wird aber auch dieser Teil des Buches sinnvoll und "rund" abgeschlossen.
Ganz klar fehlt eine Karte in dem Buch, denn kaum ein Leser wird mit dem frühmittelalterlichen England vertraut sein und wissen wo auf der Insel die Königreiche Northumbria und Wessex lagen. Da recht viel gereist wird, könnte man auf einer solchen Karte die Strecken zwischen den Orten viel besser abschätzen und sich generell besser orientieren.

Sprache
Die oft wechselnde Perpektive ist hier sicher ein Manko, das mir unangenehm auffällt. Führt es doch manchmal zur Verwirrung in den Kapiteln.
Doch andererseits besticht die Sprache mit Klarheit und vielen Begriffen aus der Welt der Wikinger, die den Leser ganz tief in die  Geschichte ziehen.

Fazit
Mit "Die Söhne des Wanderers" beginnt ein Epos, das uns in die Welt der Wikinger führt und diese wirklich leben lässt. Da es sich um "alternative Geschichte" handelt, bin ich gespannt, wo uns die Autoren in den weiteren Bänden hinführen werden. Eigentlich ist alles möglich. Ich bin gespannt.

  (0)
Tags: alternative geschichte, vikings, wikinger   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

fantasy, spielbuch, jens schumacher, fantasy-spielbuc, spielbücher

Die Welt der 1000 Abenteuer - Das Vermächtnis des Zauberers

Jens Schumacher
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 27.06.2016
ISBN 9783945493571
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Vermächtnis des Zauberers ist das erste Spielbuch (außerhalb von Das schwarze Auge), das ich seit vielen Jahren gelesen habe. Ich mag es, von Abschnitt zu Abschnitt zu springen und zu sehen, wie sich die Handlung auf meine Entscheidungen hin entwickelt.


Die Geschichte dreht sich um ein Königreich, dessen magischer Schutz allmählich schwächer wird und das drauf und dran ist, von einer Horde Finsterlinge überrollt zu werden. So muss ein trotteliger Vielfraß drei Teile eines verschollenen Zauberstabs finden und wir werden zusammen mit ihm ausgeschickt, um eben diesem Trottel auf seinem Weg beizustehen. Glücklicherweise hat der Dicke nicht viel zu sagen, sodass wir alle Entscheidungen nahezu alleine treffen dürfen.
Es entwickelt sich eine rasante Reise durch ein vielfältig gestaltetes Königreich, während der wir verzweifelt versuchen, die Teile des verschollenen Zauberstabs zu finden. Doch dies stellt sich natürlich nicht als allzu leicht heraus.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuauflag von Schumachers 1. Spielbuch zu dieser Reihe. Die Welt und auch die Geschichte ist fantasievoll ausgedacht und hält einige Überraschungen bereit. Auffällig ist auch die Hommage an Tolkien: Wir treffen auf einen Drachen in einem einsamen Berg nahe eines großen Sees. Er will uns fressen, wenn wir nicht einen Rätselwettbewerb gegen ihn bestehen. Wenn das mal nicht an Smaug und Gollum erinnert...

Besonders zu erwähnen sind die schönen Innenillustrationen, die zahlreich in dem fast 300 Seiten starken Buch zu finden sind. Ebenfalls gefällt mir, dass das Buch immer wieder darauf eingeht, welche Ausrüstung wir uns auf dem Weg eingesammelt haben.
Die Geschichte entwickelt sich spannend und es macht Spaß, den Wendungen zu folgen. Gleichzeitig sind die Welt und die Charaktere mit dem einen oder anderen Augenzwinkern geschildert. Es ist witzig, die Passagen zu lesen und immer tiefer in diese Welt einzutauchen.
Es stellt sich als nicht ganz leicht heraus, die Aufgabe zu erfüllen, für die wir ausgezogen sind. Doch mir hat es Spaß gemacht, die verschiedenen Wege auszuprobieren und zu sehen, welcher letztendlich ans Ziel führt. Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: teilweise scheint der Weg etwas linear und es ist kaum möglich die Reihenfolge der Ereignisse zu verändern.

Wer auf Spielbücher steht und gerne eine neue, locker geschilderte, aber gefährliche Welt erkunden will, dem kann ich Das Vermächtnis des Zauberers empfehlen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

krieg, ritter, midkemi, schlacht, magier

Der Lehrling des Magiers

Raymond Feist , Dagmar Hartmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.06.2016
ISBN 9783734160950
Genre: Fantasy

Rezension:

In Der Lehrling des Magiers von Raymond Feist erleben wir die ersten Schritte in die Welt Midkemia, die Feist in vielen Folgeromanen und Reihen weiter ausbaut. Lohnt sich die Reise in den Kontinent Midkemia?

Meine Videorezension:



Handlung
Ein 13-jähriger Junge lebt bescheiden in einer kleinen Stadt am Meer. Wir begleiten ihn auf seiner Jagd nach Krabben. Doch er wird von einem Sturm überrascht und schließlich von einem Magier und seinem Gehilfen gerettet.
Pug wird Lehrling bei diesem Magier, der am Hofe des Herzogs arbeitet. So gelangt Pug bald in höhere Kreise und es gelingt ihm sogar, durch eine Heldentat zum Junker aufzusteigen.
Bis hierher verläuft das Buch in »geordneten Bahnen«, dann – ungefähr nach dem ersten Viertel des Romans – erscheint ein geheimnisvoller Feind an der Küste. Menschen aus einer anderen Dimension! Sind sie wirklich mit ihrem Schiff nur an der Küste gestrandet? Oder bereiten sie eine Invasion Midkemias vor?

Charaktere
Pug ist ohne Zweifel der Hauptcharakter der ersten drei Viertel des Romans. Wir erleben, wie der Junge heranwächst, seine Fähigkeiten entwickelt und die Welt entdeckt.
Insgesamt sind die Charaktere sehr verschieden und auch interessant. Da es jedoch sehr viele unterschiedliche Charaktere gibt, hätte eine Personenliste – vielleicht mit Stammbaum – im Anhang sehr geholfen.

Welt
Midkemia ist sehr klassisch und scheint größtenteils an Tolkiens Mittelerde angelehnt. Da es in dieser Reihe sehr viele Bände gibt, wird die Welt sicher von Roman zu Roman bereichert. Ich freue mich darauf, Midkemia noch weiter zu entdecken. Hier in Band 1 konnte mir die Welt noch nicht so sehr ans Herz wachsen. Die beschriebenen Passagen wirkten noch recht austauschbar. Trotz langer Reise der Hauptpersonen durch das Land bin ich noch nicht wirklich dort angekommen. Die beschriebene Landschaft wirkt steril und atmet nicht zwischen den Buchseiten.

Sprache
Die Sprache ist angenehm, sticht aber weder positiv noch negativ heraus. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der auktoriale Erzähler. In modernen Romanen wird heute meist ein personeller Erzähler verwendet.

Fazit
Der Auftakt zu einer Reihe, die sehr interessant werden könnte. Der erste Band geizt ein wenig mit Spannung und lässt noch viel Luft nach oben.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

98 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, bernhard hennen, dsa, das schwarze auge, nordwärts

Die Phileasson Saga - Nordwärts

Bernhard Hennen , Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453317512
Genre: Fantasy

Rezension:

Alles begann inspiriert durch »Reise um die Erde in 80 Tagen« von Jules Verne und entwickelte sich zu einer der beliebtesten Kampagnen von Das schwarze Auge: Der Phileasson Saga.
Nun haben Bernhard Hennen und Robert Corvus diese epische Geschichte über zwei Thorwalerkapitäne, die eine Abenteuerfahrt um den ganzen Kontinent bestehen müssen, wieder auferstehen lassen.

Meine Videorezension:


Handlung
Der Roman beschreibt, wie sich die beiden besten thorwalschen Kapitäne, Phileasson und Beorn, aufmachen, um in ihren Booten zusammen mit einer ausgewählten Mannschaft den Titel »König der Meere« zu erobern. Um den Titel für sich zu erstreiten, müssen die Männer viele gefährliche Aufgaben meistern und dabei den Kontinent Aventurien in 80 Wochen umrunden.
Am Anfang von Nordwärts steht ein knapp 100 Seiten langer Prolog, der vor allem einen der Charaktere einführt (zum Prolog unten mehr).
Dann erleben wir, wie die Kapitäne die Herausforderung der Abenteuerfahrt annehmen, sich eine Mannschaft zusammenstellen, zu ihrer ersten Aufgabe in den eisigen Norden aufbrechen und versuchen, diese zu lösen.
Da dies der Auftakt einer langen Reihe (vermutlich 12 Bände) ist, werden hier die Charaktere ausführlich vorgestellt. Und es sind viele, viele Charaktere (mehr dazu, siehe unten).

Wer sich nun fragt, warum er die Romane lesen soll, obwohl er die Saga doch schon kennt, dem kann ich sagen: es lohnt sich! Auch alte Fans der Saga können sicher noch einiges Neues entdecken. Dies liegt vor allem an vielen Charakteren, die Hennen und Corvus sich extra für ihre Adaptation überlegt haben und die in der ursprünglichen Kampagne nicht auftauchen.

Aufgefallen ist mir die zweigeteilte Handlung, in die der Roman zerfällt.
In den ersten knapp 100 Seiten leiden wir mit dem jungen Tylstyr in einem Prolog. Hier wird sehr emotional geschildert, wie der Magier von seinem Dorf abgelehnt wird. Da eine Hungersnot droht, entscheidet sich das Dorf, ein Handelsschiff zu überfallen. Keiner der Seeleute darf überleben, damit niemand hinter das Geheimnis der grausamen Tat kommt. Tylstyr wird gezwungen, sich an diesem Überfall zu beteiligen.
Doch es wird noch schlimmer. Ein Mädchen überlebt den Überfall auf das Schiff, wird von den Jungmannen aus dem Dorf in eine Höhle gesperrt und viele Male vergewaltigt. Tylstyr, der Ausgestoßene, möchte ihr unbedingt helfen.
Und der Leser wünscht sich natürlich, dass er Erfolg hat. Dies verstärkt die Bindung des Lesers zum Charakter.
Und genau hier liegt das Problem. Nach dem Prolog nimmt die Geschichte eine komplett andere Wendung. Die bisherigen Geschehnisse sind eigentlich für den Rest der Geschichte kaum mehr relevant. Nur zwei Mitglieder auf der Abenteuerfahrt, Tylstyr und ein anderer Jungmann aus demselben Dorf, betreffen die Vorfälle im Prolog noch.
Ich weiß nicht, was Hennen und Corvus weiterhin geplant haben, doch hoffe ich, dass es den beiden gelingen wird, die Vorgeschichte noch stärker mit der Hauptgeschichte zu verknüpfen.
Die Stimmung in der weiteren Geschichte ist sicher eine ganz andere, als die im Prolog. Und diese Stimmung gefällt mir auch besser. Hier schwingt eher das unbeschwertere, abenteuerliche Flair mit, das ich in Aventurien liebe.

Charaktere
Die Figuren des Romans sind sehr vielschichtig und besitzen glaubwürdige Emotionen und Wünsche. Dabei scheint fast jeder mit einer eigenen Motivation ausgestattet zu sein.
Bisher ist noch nicht so viel von Charakterentwicklung zu sehen, doch bin ich schon sehr gespannt darauf, wie sich die Figuren im Laufe der Reise noch verändern werden.
Als meine momentanen Lieblingscharaktere würde ich herauspicken:
Den alten Kämpen, Eichward vom Stein.
Das geheimnisvolle Mädchen mit Gesichten, Leomara

Welt
Die Romanreihe ist eine Adaption einer sehr beliebten und erfolgreichen Kampagne aus dem Rollenspiel Das schwarze Auge. Und spielt deshalb natürlich auch auf dem Kontinent Aventurien. Vielen wird Aventurien wohl bekannt sein. Wer den Kontinent nicht kennt, kann hier mal nach ein paar Infos schauen:
http://www.wiki-aventurica.de/

Mir gefällt, wie Hennen und Corvus die Thorwaler in Nordwärts dargestellt habe. Sie weisen zum Beispiel explizit darauf hin, dass das Thorwalsch (die Sprache der Thorwaler) keine höfliche Anrede, sondern nur das Du kennt. Da merkt man, dass die beiden sich wirklich intensiv mit dem Hintergrund beschäftigt haben.
Geschickt wurde auch immer wieder darauf eingegangen, welche Sprache die jeweiligen Charaktere sprechen. Nicht alle sind gebürtige Thorwaler und so ergeben sich vielerlei Akzente. Dadurch wirkt die Welt nicht einfach nur wie ein Einheitsbrei, sondern vielschichtig.
Auch die Elfen, die ja innerhalb der Saga noch eine wichtige Rolle spielen werden, haben die Autoren gut eingefangen. Ihre Eigenart – vor allem ihre aventurische Eigenart im Vergleich z.B. mit den Elben im Herr der Ringe – kommt gut zur Geltung.

Sprache
Direkt und mit wenigen Schnörkeln. Präzise wird vor allem dann alles beschrieben, wenn es um Kampf oder Schifffahrt geht.
Die Welt der Thorwaler hätte man vielleicht noch mit ein paar mehr nordischen Begriffen ausschmücken können.
Die Tatsache, dass hier zwei Autoren zusammen am Werke waren, merkt man am Text nicht. Alles wirkt sehr einheitlich.
Probleme hatte ich nur stellenweise bei der Perspektive. Die Autoren halten die Perspektive zwar immer genau ein, dennoch kann es verwirrend sein, wenn zu viele Perspektivfiguren in derselben Szene vorkommen. Da sich die Charaktere alle zusammen auf Abenteuerfahrt befinden, kommt dies aber leider häufig vor.

Fazit
Ein spannender Roman und ein würdiger Auftakt zur großen Phileasson Saga.
Ich freue mich schon auf die nächsten Romane. Hennen und  Corvus haben uns in diesem Buch interessante Charaktere präsentiert. Ich möchte gerne wissen, wie sie sich auf der weiteren Reise schlagen.

Immer genug Muße zum Lesen
Euer Dominik Schmeller

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

grauwacht, bisola, nacht, fehlkauf, corvus

Grauwacht

Robert Corvus
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 19.01.2015
ISBN 9783492269940
Genre: Fantasy

Rezension:

In Grauwacht tauchen wir ein in die Nacht einer Welt, die konsequent anders ist, als unsere Erde. Wird es Krieg geben zwischen den Menschen und den amphibienhaften Sasseks? So unterschiedlich diese Rassen sind, so unterschiedlich sind ihre Lebensarten. Leben die Sasseks doch im ewigen Tag, während sich die Menschen durch die bitterkalte Dunkelheit der Nacht kämpfen müssen.

Meine Videorezension:


Handlung
Das Buch beginnt mit Remon, der Besuch von der Guardista Vorena bekommt. Schnell wird klar, dass Remon ein Eidbrecher ist. Er war ebenfalls ein Guardista, hat die Grauwacht aber für seine Frau Nata verlassen. Zusammen haben sie inzwischen eine Tochter.
Die Grauwacht kann man aber nicht so einfach verlassen, denn jeder Guardista bekommt das seltene Nabo, eine mächtige Substanz, die den Körper vor Verletzungen – auch schweren – schützt und die Kämpfer dadurch stärker macht. Dieses Nabo ist begrenzt, sodass nur einige Hundert Guardista überhaupt existieren können. Jeder, der die Grauwacht verlässt, nimmt also jemand anderen den Platz weg. Zusätzlich ergibt sich so die Gefahr, dass derjenige draußen in der Wildnis stirbt und das Nabo somit für die Gemeinschaft verloren ist.
Dies ist nicht das einzig geniale Konzept, dass Robert Corvus in diesen Roman gepackt hat.
Doch zurück zur Handlung:
Vorena zwingt Remon, mit ihr auf die Suche nach einem verschollenen Guardista zu gehen. Wenn die beiden ihn gefunden haben, soll Remon vor ein Gericht gestellt und für seinen Verrat zu Tode verurteilt werden. Im Laufe der Suche der beiden lernen wir die faszinierende Welt Bisola weiter kennen (siehe unten bei Welt).
Der Auftrag endet nicht so, wie Vorena sich das vorgestellt hat und sie ist Remon einen Gefallen schuldig. Also muss sie ihn ungestraft laufen lassen.
Hier beginnt die eigentliche Geschichte, denn Remon muss nun seine Frau und seine Tochter finden, die ihre heimatliche Gemeinschaft verlassen haben, da sie Remon für tot hielten.
Hier kommt nun der erste große Plottturn (also Wendepunkt) der Geschichte und es ist beileibe nicht der Letzte. Die Geschichte wandelt sich öfter als ein Chamäleon.
Wir folgen Nata, die in die Metropole Oculor aufbricht, um dort mit ihrem Vater, einem weisen Sabo zu sprechen, um mehr über die merkwürdige Veränderung der beiden Monde des Planeten herauszufinden. Doch auch dort verläuft beileibe nicht alles so, wie geplant.
Wird Remon Nata wiederfinden oder wird er doch noch von der Grauwacht gestellt und hingerichtet? Was hat es mit der Veränderung der Monde der Welt auf sich?
Diese und viele andere Fragen treiben den Leser weiter. Das Buch hat jede Menge Drive und entwickelt sich ab ca. 100 Seiten zu so etwas wie einem Pageturner. Zumindest soweit dies im Fantasybereich möglich ist.


Charaktere
Wie in vielen Büchern von Robert Corvus erleben wir die Welt aus der Sicht von vielen Protagonisten. Hier will ich mich auf diejenigen beschränken, die schon zu Anfang eine größere Rolle spielen, um den Fortgang der Geschichte nicht zu stark zu verraten.
Remon ist ein Abtrünniger, der für die Liebe die Grauwacht verlassen hat. Er ist eine starke Persönlichkeit und setzt seine durch das Nabo verliehene Stärke dafür ein, seine Gemeinschaft bei der Jagd bestmöglich zu unterstützen.
Als Vorena ihn findet, fügt er sich dem Unvermeidlichen, hört aber niemals auf, seine Familie zu lieben und für sie zu kämpfen.
Vorena ist eine prinzipientreue Frau, die in der Grauwacht als zänkisch verschrien ist. Sie sagt, was sie denkt und hält an Ehre und Treue in jeder Situation fest.
Nata ist die Tochter eines Sabo, die für die Liebe (Remon) die Sicherheit der Metropole Oculor aufgegeben hat, in der niemand frieren oder hungern muss. Dadurch zeigt sich, wie stark ihre Liebe zu Remon ist. Doch gleichzeitig ist Nata eine kluge Frau, die sich auf die Spur eines großen Rätsels setzt, um herauszufinden, was es mit der Veränderung ihrer Welt auf sich hat. Ein bisschen Schade finde ich den Versuch des Autors, diese Suche mit der Angst von Nata vor dieser Veränderung zu erklären. Die wissenschaftliche Neugier dieser Frau erscheint mir doch sehr stark und für mich wäre dies eigentlich glaubwürdige Motivation genug.

Welt
Das Setting der Geschichte ist sicher das, was den Roman ausmacht. Wir erleben eine Welt, die zweigeteilt ist. Der Tag-/Nachtzyklus läuft sehr langsam ab. So gibt es eine Seite des Planeten, die sehr lange im Licht, eine andere Seite, die sehr lange in Dunkelheit liegt. Daraus folgen dann natürlich auch die entsprechenden Temperaturen von glutheiß bis eiskalt.
Hier zeigt sich die Qualität des Autors, der ohne zu Zögern sämtliche Konsequenzen zieht, die aus diesem Setting folgt. Dies macht den Roman wahnsinnig glaubwürdig.
Die gesamte Gesellschaft auf dem Planeten ist ständig auf Wanderschaft. Die Menschen bleiben in der Nacht, die Sasseks im Tag. Dadurch entsteht natürlich ein Wechsel an den Grenzen, den die Grauwacht hütet. Offenbar gibt es ein altes Abkommen, das all dies regelt.
Die Welt erscheint mir ein bisschen wie eine Fantasy-SciFi-Mischung, denn es gibt auch Schutzschilde und andere Gerätschaften, die mir eher in eine zukünftige Welt passen. Doch dies alles wird vom Autor sehr glaubwürdig verwoben.
Eine weitere tolle Idee ist das Nabo. Ich habe dazu oben schon etwas geschrieben. Es macht die Grauwacht nicht nur interessant, es wirft Remon auch in ein Dilemma, aus dem es keinen einfachen Ausweg gibt. Und weil der Autor eben für seine Konsequenz bekannt ist, habe ich während des Lesens schon sehr um den Mann bangen müssen.
Durch das Einführen eigener Entfernungs- und Zeitangaben wird die Welt noch lebendiger. Strecken werden in Clicks gemessen, was auf mich auch wieder einen eher SciFi-Charakter hat.
Besonders gefallen hat mir aber auch die Zeitmessung. Sie beruht vollständig auf den Monden, die den Planeten umgeben. So gibt es einen Doppelmond, der wohl in etwa einem Jahr entspricht, und dann die Umläufe der beiden Monde. Dabei braucht einer der Monde (Mezza) sehr viel länger als der andere (Dya), sodass sich vielfältige Zeitenteilungen ergeben. Dies alles ist wunderbar in die Geschichte integriert und macht sie sehr stimmungsvoll.
Doch dies sind nicht alle Idee, die der Autor in das Buch gesteckt hat. An jeder Ecke erwarten den Leser neue Einfälle und es scheint, als lese man nicht nur diese eine Geschichte, sondern als stöbere man in einer ganzen, reichhaltigen Bibliothek.

Sprache
Der Schreibstil von Robert Corvus ist mir schon aus seinen anderen Büchern bekannt. Er ist nicht verschnörkelt und liest sich genau so, wie ich es gerne habe. Besonders bei Kämpfen bemerkt man, wie tief sich der Autor mit der Materie beschäftigt hat. Er beschreibt wunderbar die verschiedenen Bewegungen. Ich persönlich bin kein Fan von langen Kampfbeschreibungen, auch wenn sie in Fantasybüchern dazugehören, doch es ist schön, wenn man merkt, dass der Autor weiß, wovon er spricht.
Die konsequente Umsetzung der Welt kommt auch in der Sprache gut rüber.
Ab etwa der Mitte des Buches können wir sogar einen Blick in einen Sassek werfen. Dem Autor gelingt es unglaublich gut, dieses fremde Volk glaubwürdig zu machen und die Welt der Menschen auf Bisola aus den Augen der Amphibie zu beschreiben. Es machte sehr viel Spaß diese Stellen zu lesen.

Fazit
Ein genialer Roman, bei dem ich den Moment gefürchtet habe, in dem ich den letzten Satz lese. Charaktere, Setting und Plot sind sehr glaubwürdig umgesetzt. Es gibt so viele Wendepunkte, dass es nie langweilig wird und man jedes Mal einen anderen Aspekt dieser tollen Welt erforschen kann.
Die Bücher des Autors sind alle sehr gut, doch dieser Roman war mit Abstand das Beste, das ich bisher von ihm gelesen habe.

Immer genug Muße zum Lesen
Euer Dominik Schmeller

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(100)

335 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

fantasy, magier, magie, kalypto, tom jacuba

KALYPTO - Die Herren der Wälder

Tom Jacuba
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.04.2015
ISBN 9783404207916
Genre: Fantasy

Rezension:

In Kalypto - die Herren der Wälder von Tom Jacuba entsteht vor uns eine reichhaltige Welt, dicht geschildert und liebevoll gestaltet. Wir begleiten drei Charaktere. Drei Charaktere mit völlig unterschiedlichen Motiven. Was geschieht, wenn sie aufeinandertreffen? Wird die Welt, wie sie ist, zerstört? Oder entsteht etwas völlig Neues und Wundervolles?

Meine Videorezension:

Handlung
Die alte Zivilisation Kalypto erwacht nach sehr, sehr langem Schlaf.
Die Welt hat sich verändert. Die Magierin Catolis bekommt den Auftrag, zusammen mit weiteren Magiern im Verborgenen herauszufinden, welche Völker nun auf dieser Welt leben und welches von ihnen am besten geeignet ist, dem 2. Reich Kalypto zu dienen.
Weiterhin wird das Leben von zwei Menschen in diesen neuen Völkern beschrieben: Lasnic und Ayrin.
Lasnic gehört zu den Waldmenschen und muss, nach einer sehr ungewöhnlichen und rauen Kindheit, mit seinem Leben im Waldreich zurecht kommen.
Ayrin hatte ebenfalls eine schwere Kindheit. Sie wurde sehr früh Königin, da ihre Mutter auf mysteriöse Weise verstorben ist. Nun muss sie ihre Stellung im Bergkönigreich Garona behaupten und ihren Hass überwinden, den sie gegen ihre kleine Schwester Lauka spürt.

Mir fällt es schwer, die Handlung zusammenzufassen. Ich hatte schon beim Lesen das Problem, dass mir irgendwie der Drive im Buch gefehlt hat. Der Leser weiß nicht immer, wohin die Reise gehen soll. Das kann gut und spannend sein. Hier war es mir aber zu viel und ich war eher verwirrt, anstatt gespannt.

Charaktere
Catolis ist die Drahtzieherin hinter allem. Sie stößt die Suche nach den Völkern an und dirigiert alles aus dem Hintergrund. Sie hat immer alles im Griff und wirkt völlig von sich überzeugt.
Lasnic ist ein Waldmensch. Der Charakter blieb für mich leider bis zum Schluss des Buches recht unsympathisch, auch wenn er sich in den letzten Zügen noch gebessert hat. Lasnic flucht gerne und ist ein Weiberheld.
Ayrin spürt schon früh das Gewicht des ganzen Bergkönigreiches auf ihren Schultern (und das ist massiv). Die Garonesen sind ein hartes und raues Volk und so ist es teilweise auch ihre Königin. Ich konnte ihre Gefühle teils recht gut nachvollziehen, streckenweise aber auch gar nicht. Als Charakter ist Ayrin ziemlich schwer greifbar. Ich hätte mir gewünscht, sie hätte ihren Willen mehr durchgesetzt und hätte sich nicht von den »Älteren« so vieles vorschreiben lassen. Aber auch dies mag eine Eigenart der Garonesen sein, passen würde es zu diesem Volk.

Welt
Das Besondere an diesem Buch ist auf jeden Fall die Welt, die der Autor Tom Jacuba hier erschaffen hat. Es gibt viele verschiedene Reiche, alle mit einem eigenen Volk belebt, das eigene Gedanken, eine eigene Sprache, Sitten und Lebensweise hat.
Auf jeder Buchseite atmen diese Völker in ihrem eigenen Takt. Man muss nur einen Satz lesen und weiß sofort, wo in der Welt man sich gerade aufhält.
Dies wird unterstützt durch die vielen Wortneuschöpfungen, die der Autor in diesem Buch getätigt hat. Jedes Volk hat eine ganz eigene Art, die Dinge zu betrachten. So sprechen die Waldmenschen beispielsweise nicht von König und Graf, sondern von Waldfürst und Eichgraf. Schartan ist der Teufel und »ins Vorjahrslaub fallen« heißt sterben.
Sosehr diese sprachliche Eigenart der Völker einen in den Roman zieht, sosehr kann sie auch den Leser verwirren. Dadurch verliert die Lektüre an Spannung.
Das Buch wandert auf dem schmalen Grat zwischen »toll detailreich« und »zu detailreich, ich bin verwirrt«.
Dazu kommt noch, dass es sehr viele Namen im Roman gibt. Leider ist es mir beim Lesen nicht gelungen, alle Namen immer parat zu haben, sodass ich einige Passagen  nicht gleich verstanden habe. Auch dies ein Problem für die Spannung.
Andererseits muss das bei einer so reichen Welt eben sein. Und es gehört zur Fantasy irgendwie ja auch dazu.
Ein Namensglossar wäre hier vielleicht nicht schlecht gewesen.

Sprache
Die Wortwahl des Autors ist passend auf jedes Volk zugeschnitten. Die Sprache lässt sich flüssig lesen und sie ist nicht zu poetisch.
Etwas merkwürdig wirkte auf mich, dass Lasnic von seinem Vater immer nur als »Vogler« spricht. Das scheint sehr distanziert und ebenso wirkte der Charakter dann auf mich als Leser.

Fazit
Ein gutes Buch, dessen Handlung manchmal ein bisschen ziellos wirkt und das durch den extremen Reichtum an Details fast schon verwirrt.
Ob ich den zweiten Teil lesen will, weiß ich jedoch noch nicht.

Immer genug Muße zum Lesen
Euer Dominik Schmeller

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

1788, geheimnis, jakob wolff, bestie, jagd

Jakob Wolff - Chastels Geheimnis: 1788 (Jakob Wolff - Hexenmeister)

Dominik Schmeller
E-Buch Text: 103 Seiten
Erschienen bei Leseratten Verlag, 07.10.2015
ISBN 9783945230138
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

109 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

krieg, fantasy, frieden, schwert, christian von aster

Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

Christian von Aster
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.08.2015
ISBN 9783608939347
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Klinge, die das Zeug dazu hat, die Welt vom Krieg zu befreien? Zu schön, um wahr zu sein?

Meine Videorezension:



Der junge Jaarn lebt in einem Hort der Bücher. Von der kriegerischen und gefährlichen Welt um ihn herum bekommt er nur wenig mit.
Doch eines Tages erfährt er, dass er der Erbe eines der großen Fürsten ist und eine Aufgabe zu erfüllen hat, die, wenn sie nur gelingt, der ganzen Welt endlich Frieden bringen würde. Eine abenteuerliche Reise beginnt und schon bald steht Jaarns Welt kopf.

Der Roman »Das eherne Buch« scheint eine klassische Geschichte zu erzählen. Das Motiv – die Heldenreise – wird aber durch zahllose Plotttwists aufgebrochen. Beim Lesen erschien es mir fast so, als wollte der Autor mit aller Macht verhindern, zu vorhersehbar zu werden.
Doch genau das ist auch eines der größten Probleme, die ich mit dem Buch hatte. Die Geschichte und auch die Charaktere beginnen klar und man kann allem folgen. Doch nach dem ersten Viertel des Buches beginnt es, durcheinanderzugeraten, sodass es mir schwerfiel, mit der Handlung mitzufiebern.
Außerdem tragen viele Figuren in dem Buch nicht nur einen Namen, sondern besitzen einen oder gar mehrere Spitznamen, die genauso häufig bei der Beschreibung und Anrede verwendet werden. Gerade in einem Fantasybuch haben Leser ja öfter mal Probleme mit den unterschiedlichen Namen der Figuren. Mit den zahlreichen Spitznamen hat der Autor der Geschichte, meiner Meinung nach, keinen Gefallen getan. Mich jedenfalls haben die verschiedenen Namen verwirrt.
Eines der größten Probleme war in meinen Augen, dass Jaarn als Protagonist zu passiv blieb. Als Leser möchte ich mit den Charakteren mitfiebern. Natürlich agiert der Protagonist gerade in den ersten Teilen einer Geschichte oft passiv. Doch Jaarn blieb dies im »ehernen Buch« bis zum Schluss.

Insgesamt ein Roman, der die große Fantasie des Autors zeigt, doch mich gleichzeitig mit seinem Aufbau nicht recht überzeugen konnte.

  (2)
Tags: fehlende geschichten, frieden, heldenreise, knochenkönig, narben, städte, wal   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rollenspiel, dungeon, dsa, helden, abenteuer

Spuren der Verheißung (Buch und PDF)

Alex Spohr
Buch: 120 Seiten
Erschienen bei Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH, 01.07.2013
ISBN 9783868893205
Genre: Fantasy

Rezension:

Im Abenteuerband Spuren der Verheißung stecken fünf Abenteuer für das Rollenspiel "Das schwarze Auge", die sich alle mit dem Thema Dungeon auseinandersetzen.

Gedacht ist das Buch als Anthologie zu dem blauen Themenband Q5 "Katakomben und Kavernen", das sich mit Dungeons und Höhlensystemen beschäftigt. Der Themenband hat mir sehr gut gefallen. Die  Anthologie dazu hinkt ein bisschen.

Zwar sind einige der Abenteuer nicht schlecht - so hat mir die gruslige Ghuljagd in Fasar ganz besonders gefallen - doch sind die entworfenen Dungeons nicht das, was ich mir von einem solchen Band erwartet habe.

Die Geschichte, die alle fünf Abenteuer verbinden soll, ist leider nicht gut gelungen. Zwar stellt sie sicher einen Ansporn für die Helden dar, alle Dungeons zu besuchen, doch wirkt die Geschichte um die fünf verschollenen Schlüssel, die einen Schatz sichern, reichlich unglaubwürdig.

Fazit:
Ein Spielbuch, aus dem man einige Ideen ziehen kann, das sich aber fürs Durchspielen direkt weniger eignet.

  (4)
Tags: abenteuer, dsa, dungeon, helden, rollenspiel   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

133 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

fantasy, mykar, skargat, daniel illger, debüt

Skargat - Der Pfad des schwarzen Lichts

Daniel Illger
Flexibler Einband: 568 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.04.2016
ISBN 9783608946420
Genre: Fantasy

Rezension:

In Skargat von Daniel Illger tauchen wir ein in eine bittere Welt der Menschen, die zugleich von der Welt der Geister durchdrungen wird. Welche Regeln gelten für wen? Kann man einen Toten erwecken? Und kann man einen Geist töten?

Meine Videorezension:


Handlung
Der junge Mykar wird in seinem Dorf von allen misshandelt. Nur Cay stellt sich auf seine Seite und wird sein Freund. Als Cays Verlobte ermordet wird, fällt der Verdacht auf Mykar. Der Junge wird von den aufgebrachten Dörflern erschlagen, stirbt aber nicht wirklich, sondern lebt im Wald in einer Art Totenschlaf weiter.
Jahre später erfährt Mykar, dass Cay wegen des Mordes an einem Adeligen verhaftet worden ist. Er möchte unbedingt die Unschuld des Mannes beweisen, der als Einziger in dieser Welt gut zu ihm gewesen ist. Dazu findet er bald die Unterstützung des abgehalfterten Adligen Justinius, dessen größenwahnsinniger Magd und der geheimnisvollen Vanice.

Charaktere
Die Charakteres dieser Geschichte sind unglaublich schillernd und unverwechselbar gestaltet. Alleine die Magd Scara, die sich in allen Belangen über ihren Herrn Justinius stellt und ihn bei jeder Gelegenheit maßregelt, ist einfach zu köstlich.
Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben, und da der Roman in der 1. Person geschrieben ist, taucht der Leser sehr tief in die Gefühle und Gedanken dieser Personen ein. Immer ein sehr packendes, aber nicht immer ein angenehmes Erlebnis.

Welt
Die Welt, die Daniel Illger entwickelt, scheint riesig zu sein (zumindest versprechen das zahlreiche Andeutungen im Roman und die Karte am Ende des Buches).
Dennoch spielt Skargat in einem kleinen Teil dieser Welt. Außer einigen Nebenschauplätzen spielt die Geschichte größtenteils in einer Stadt, der Perle. Besonders beeindruckt hat mich die Totenstadt, die sich dort, als Relikt einer untergegangenen Zeit, über eine große Fläche erstreckt.
Das Besondere an diesem Roman ist sicherlich die Geisterwelt, die parallel zur Welt der Menschen zu existieren scheint und die wir im Laufe der Handlung immer mehr entdecken.

Sprache
Der Roman ist in der 1. Person geschrieben, wobei sich die Perspektive nicht nur an einer Person aufhält, sondern insgesamt drei Personen aus ihrer Sicht abwechselnd erzählen: Mykar, Justinius und Vanice.
Die Sprache des Romans ist in weiten Teilen sehr beeindruckend. Ganz besonders sticht die Sprache des Ich-Erzählers Justinius heraus. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht stellenweise sehr derb. Doch es macht unglaublichen Spaß ihm zuzuhören.
Besonders gefallen haben mir auch die Namen, die Daniel Illger seinen Charakteren gegeben hat. In Justinius klingt schon die Gerechtigkeit mit, gleichzeitig zeugt es von Adel. Vanice hört sich für mich nach der englischen Form von Venedig an (morbides Flair) und erinnert gleichzeitig ein bisschen an die Südstaaten der USA. Scara schließlich hört sich ein bisschen wie der Laut einer respektlosen Krähe an und der teuflische Skargat schwingt darin mit.

Fazit
Tolles Buch mit grandioser Stimmung. Am Ende bleiben so viele Geheimnisse, dass ich ganz gespannt auf einen zweiten Teil bin.

  (5)
Tags: geist, leichenfresser, mystisch   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

umsturz, waldwasser, verrat, machtverhältnisse, kinderbuch

Hinter dem Tor: Fantasy

Martin S. Burkhardt
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei GMEINER, 01.04.2014
ISBN 9783734992322
Genre: Sonstiges

Rezension:

In »Hinter dem Tor« folgen wir der jungen Lara durch ein Tor in ihrem Internat und betreten die Welt Alea. Die Geschichte beginnt mit einem Klischee und bleibt leider leblos.

Meine Videorezension:


Welt:
Die Welt Alea – eine Parallelwelt zu unserer Erde – ist vollkommen mit Wald bewachsen. Alles Interessante scheint sich in der riesigen Stadt Alea abzuspielen, die jedoch von Soldaten drangsaliert wird. Diese Schutztruppen sind eigentlich dazu da, die Menschen in der Stadt vor den Gefahren aus dem Wald zu schützen. Doch einerseits scheinen diese Gefahren kaum zu existieren und andererseits leiden die Bewohner von Alea mehr unter der Herrschaft durch die Soldaten, als durch die Gefahr von außen.
In diese Welt stolpert die 14-jährige Internatsschülerin Lara. Ist sie auserkoren, die Retterin dieser Welt zu sein? Aber natürlich ...
Hier wird auch gleich das erste Problem des Buches klar: Vieles entstammt Klischees oder ist zu vorhersehbar.
Der Grund dafür, dass Lara überhaupt auf das wundersame Internat geschickt wird, ist die Scheidung ihrer Eltern. Zu allem Überfluss spielt aber weder die Scheidung noch einer der beiden Eltern im weiteren Buch eine Rolle. Warum also, wird uns von der Scheidung überhaupt erzählt? Soll es den Charakter von Lara verdeutlichen? Wenn ja, warum denkt dann Lara kein einziges Mal später an diese dramatische Scheidung?
Dies ist nur ein Beispiel für viele Punkte, die in diesem Buch ähnlich gehandhabt werden. Alles wird immer dann aus dem Ärmel geschüttelt, wenn es gerade nötig ist. Doch nichts hat wirklich Einfluss, kein Ereignis scheint von dauerhafter Relevanz zu sein.

Charaktere:
Die Personen, allen voran die Hauptperson Lara (ebenfalls die einzige POV), bleiben leider sehr flach. Nichts bindet den Leser emotional an die Figuren. Leider schafft es der Roman nicht, die Gefahren, die die Charaktere durchstehen müssen, wirklich aufregend und relevant zu schildern. Nicht einmal die Charaktere selbst scheinen wirklichen Anteil an dem Geschehen zu haben. So wirken die Hauptcharaktere nach dem großen Finale so, als kämen sie gerade von einer Teeparty.
Zitat einer der Figuren: »Das war ja viel besser, als ich erwartet habe«, sagte er zufrieden.

Handlung:
Die Verbindung der Erde mit Alea durch ein Tor im Internat ist eigentlich völlig austauschbar. Für die Geschichte ist es vollkommen ohne Belang, ob Lara von der Erde kommt oder nicht. Für die Lösung des letzten Konflikts greift die Geschichte sogar auf die Erklärung zurück, dass Laras Vorfahren vielleicht einmal aus Alea stammten.
Richtig unglaubwürdig wird es, als Lara dieses Tor nach Alea entdeckt. Es steckt in einem Raum am Ende eines für jeden zugänglichen (lediglich für Schüler verbotenen) Ganges. Der Zugang zu diesem Raum ist unverschlossen und das Tor, das wie ein Garagentor geformt ist, lässt sich einfach öffnen, wenn man einen roten Knopf drückt.
Ist ja nicht so, dass ein Tor in eine andere Dimension hier auf der Erde so viel wert wäre, dass dafür Kriege ohne Ende geführt würden ...
Die Erzählstimme des Romans wirkt sehr kindlich und damit für einen erwachsenen Leser etwas naiv, wohingegen die Handlung stellenweise ganz schön brutal wird. Von der Intensität liest es sich wie ein Kinderbuch, von der Handlung will es ein Buch für Erwachsene sein. Deshalb passt es für keinen von beiden.

Sprache:
Leider ist die Erzählweise platt und konnte mich beim Lesen überhaupt nicht packen. Vor allem hat mich gestört, dass offenbar nicht genug Mühe darauf verwendet wurde, treffend zu formulieren. Detailarmut und Substantivismus lassen die Sprache unhandlich und lieblos erscheinen.

Fazit:
Leider eine leblose Geschichte, die mich nicht packen konnte.
Einen Stern extra gibt es nur für die Handvoll spannender Ideen, die der Autor eingebaut hat. So fand ich das Waldwasser und die Raubwehre ganz cool (siehe meine Videorezension).

  (3)
Tags: dimensionstor, feind, gefahren, kinderbuch, raubwehr, soldat, soldaten, wald, waldwasser   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, helden, low fantasy, dark fantasy, dichter

Legenden von Nuareth - Die Stunde der Helden

Jörg Benne
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 28.05.2015
ISBN 9783945493212
Genre: Fantasy

Rezension:

Im Roman "Die Stunde der Helden" geht es genau darum: um Helden. Eigentlich geht es um den Barden und Poeten Felahar, der durch die wilden Nordlande zieht und erst allmählich erkennt, aus welchem Holz manche Helden wirklich geschnitzt sind.

Meine Videorezension zum Buch:



Welt:
Die Welt Nuareth, die Jörg Benne in diesem Roman ausbaut, scheint mir sehr gut durchdacht zu sein. Diese Geschichte spielt in den rauen Nordlanden. Besonders aufgefallen ist mir hier, wie detailverliebt der Autor die Siedlungen der Gegend beschreibt. Jede von ihnen scheint eine eigene Seele zu haben. Besonders rausgestochen hat für mich Velnshöh, eine Bergbausiedlung mit herrlich versnobbten Minenbesitzern.

Charaktere:
Die Hauptcharaktere sind ausführlich entwickelt. In kurzen, eingestreuten Rückblenden wird der Hintergrund der drei Helden Dalagar, Wim und Huk beleuchtet, die der Ich-Erzähler Felahar begleitet, um ihre Abenteuer aufzuschreiben.
Gerade diese drei Helden zeigen in vielen Punkten starke Klischees. Der schöne Kämpfer, der jeder Frau hinterhersteigt, der tumbe Hüne und der garstige Zwerg. Trotzdem gelingt es dem Autor einige Details einzubauen, die das Klischee der Helden aufbrechen und sie so einzigartig machen. Beispielsweise trägt der schöne Schwertkämpfer eine Augenklappe.
In "Die Stunde der Helden" tauchen viele Nebenfiguren auf, die leider nicht alle überzeugen können. Dies liegt vor allem daran, dass die Tiefe fehlt und sie beim Lesen nicht genug ans Herz wachsen.

Handlung:
Die Handlung folgt der Reise der Helden durch die Nordlande. Dadurch wechseln nicht nur die Orte, sondern auch die Feinde der Helden ziemlich rasant. Dies führt dazu, dass sich ein Gesamtbild nicht einstellen will. Der Geschichte fehlt das Gefühl eine "runde Sache" zu sein. Es wirkt mehr, wie mehrere Abenteuer, die hintereinander erzählt werden.
Doch die beschriebenen Abenteuer sind flott erzählt und sehr spannend. Ich denke, dieses Konzept der Abenteuerreise ist vom Autor so gewollt. Für mich fehlt dadurch aber das große "Aha" im Roman.

Sprache:
Ich muss mich vor Jörg Benne verbeugen. Ihm gelingt es an vielen Stellen des Romans, die Emotionen der Figuren grandios rüberzubringen. Und das, obwohl die eine oder andere Situation wirklich krass ist. Hut ab.
Auch das Finale ist sprachlich eindeutig einer der Höhepunkte der Geschichte. Nicht nur spannend, sondern auch präzise komponiert.

Fazit:
Ein rundweg gelungener Low Fantasy-Roman ohne Magie aber viel Kraft und Emotion. Freunde von gut durchdachten Welten werden bei Jörg Benne sicher ihre Freude finden.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen.

  (3)
Tags: dichter, echsen, emotion, held, heldengruppe, liebe, low-fantasy, poet, raues land, söldner   (10)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

180 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

stephen king, dystopie, horror, virus, endzeit

The Stand - Das letzte Gefecht

Stephen King , Harro Christensen , Joachim Körber , Wolfgang Neuhaus
Flexibler Einband: 1.488 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453438187
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5.660)

8.516 Bibliotheken, 69 Leser, 23 Gruppen, 112 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Feuerkelch

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.02.2008
ISBN 9783551354044
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3.852)

6.032 Bibliotheken, 25 Leser, 20 Gruppen, 90 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz (Übersetz.)
Fester Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.01.2000
ISBN 9780828818551
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Gefährten des Zwielichts

Alexander Lohmann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.01.2011
ISBN 9783404202836
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

zeitreise, frankreich, ritter, mittelalter

Timeline - Eine Reise in die Mitte der Zeit

Michael Chrichton
Fester Einband
Erschienen bei Erscheinungsort: BerlinErscheinungsort: Berlin: Buchgemeinschafts Verlag, 2000, 01.01.2000
ISBN B002AF4AW2
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(48)

97 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

dinosaurier, jurassic park, ian malcolm, gentechnik, abenteuer

Dino Park

Michael Chrichton
Flexibler Einband: 533 Seiten
Erschienen bei Knaur Verlag, 01.01.1990
ISBN B002O8GA0U
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 
36 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks