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Maitage

Günter Wels
Fester Einband: 274 Seiten
Erschienen bei Czernin, 31.08.2010
ISBN 9783707603255
Genre: Romane

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Das Antwerpener Testament

Evelyn Grill
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Residenz, 15.01.2011
ISBN 9783701715664
Genre: Romane

Rezension:

Evelyn Grill, 1942 als Evelyn Holzapfel geborene Oberösterreicherin, studierte Juristin und seit 1980 schriftstellerisch tätig, legt 2011 nach Das römische Licht (2008) und damit nach knapp 3 Jahren ihren neuen Roman Das Antwerpener Testament im Residenz Verlag vor.

Am Beginn des Romans, der sich aus 8 Kapiteln zusammensetzt, befinden wir uns im Jahre 1983 an einem regnerischen, kalten Märztag in Worthing Seafront/England.
Wir begegnen im Zuge des Begräbnisses von Henriette Stanley, der Tochter einer Reeder-Familie aus Antwerpen, die durch Heirat nach England gekommen ist, einer Reihe von Familienmitgliedern, deren Leben- meist rückblickend- im Laufe des Romans in nach ihnen benannten Kapiteln vorgestellt wird - durch einen personalen Erzähler, der scheinbar in die Rolle des jeweiligen Hauptprotagonisten schlüpft.
Da ist einmal die Tochter der Verstorbenen, Ann, die mit ihrem deutschen Mann Ulrich und ihren Kindern David und den Zwillingen Greg und Maud anreist und der speziell das 3.Kapitel gewidmet ist, spielend im Jahre 1950.
Lilly, Namensgeberin für das 2.Kapitel, das in New York 1951 spielt, ist das Bindeglied zu Ulrich, seine Cousine nämlich, und jene Figur, die als ausschlaggebende Kraft für Ulrichs Heirat mit Ann einem als Leser immer wieder präsentiert wird. Dies scheint deswegen erwähnenswert, da die Heirat zwischen Ann und Ulrich kein einfaches Unterfangen ist. Das liegt einerseits daran, dass sich die Mutter Anns, Henriette Stanley, bis zum Schluss gegen die Verbindung stellt, da ein deutscher Ehemann einfach nicht in Frage kommt (wegen des Testaments u.a.), und andererseits an der Tatsache, dass Ulrich seine Liebe zum Zeitpunkt der Heirat schon als einigermaßen erloschen empfindet.
Da die Figur Ulrich harmoniebedürftig und wenig kämpferisch gezeichnet ist, verwundert dies den Leser jedoch nicht. Nein, es macht ihn eher ungeduldig. Der ständige Briefwechsel zwischen Ulrich und der naiven, wenig willensstarken Ann, v.a. auf den letzten Seiten, verleitet zum Querlesen. Weder die komplikationsbehaftete Geburt ihres Sohnes David, der dadurch einen irreparablen Schaden davonträgt, noch Anns durchaus qualvoller Krebstod am Ende des Romans, lassen den Leser empathisch werden.
Das Antwerpener Testament, das dem Werk auch den Namen gibt, wird zum Schluss hin geöffnet und es enthält – nichts Unerwartetes. Leider!
Langsam, manchmal zu langsam und damit zu detailliert – kaum ein Nomen ohne Attribut – erzählt die Autorin die Geschichte einer Familie, deren Figuren mehr stereotypisch als individuell gezeichnet sind. Selbst die „geheimnisvolle“ Figur, die lediglich im 1.und letzten Kapitel auftritt, lässt keine Spannung aufkommen, selbst dann nicht, als sie ihr Geheimnis zu lüften beginnt.
Evelyn Grills Versuch, eine Art Familienchronik auf knapp 316 Seiten zu schreiben, bleibt ein Versuch, allerdings durchaus ein solider!
3 von 5 Sternen

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