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94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

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Nie wieder Amore!

Tessa Hennig
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.07.2018
ISBN 9783548290928
Genre: Humor

Rezension:

Eigentlich hatte ich mit einem Buch für die heißen Tage, ein witziges Lesevergnügen gerechnet... und genau das hat mich auch erwartet.

Im Grunde steht Moni Renner - pensionierte Apothekerin - noch mit beiden Beinen im Leben und kann dieses in ihrer betreuten Wohnanlage weitgehend selbstbestimmt führen. Wären da nicht die Mitbewohner, die in regelmäßigen Abständen versterben und Moni an die eigene Sterblichkeit erinnern. Da kommt ihr die Nachricht aus Sizilien gerade recht: Dort ist in einem Keller ein Video aufgetaucht, dass Moni mit Ihrer (vermeintlich) verstorbenen große Liebe zeigt. Aber der totgeglaubte Liebhaber hält sich stattdessen in Italien auf. Ein willkommener Grund, sich von der Norwegenkreuzfahrt, die ihre Tochter gebucht hat, zu drücken und die Reise nach Sizilien anzutreten.

Ich war ein wenig überrascht, dass Moni so schnell nach Italien aufbrach und die Reise im Grunde rund lief. Schnell machte sie sich auf die Suche und plötzlich nahm die ganze Sache eine überraschende Wendung - zumindest meiner Meinung nach: Die Geschichte nahm einen ganz anderen Verlauf, als ich mir erdacht hatte.
Unterm Strich wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht, lediglich der Weg war ein anderer. So blieb das Buch für mich interessant.

Wie einleitend erwähnt, ist es ein ausgezeichnetes Buch für die heiße Zeit und einen entspannten Tag, egal ob am Strand, auf der Wiese oder dem Balkon. Einfach entspannt zurücklegen und genießen.

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Miss Gladys und ihr Astronaut

David M. Barnett , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 28.05.2018
ISBN 9783548289540
Genre: Romane

Rezension:

Was sich wohl Thomas Mutter nur dabei gedacht hat, ihn diesen Namen zu geben? Diese Frage dürfte hier nebensächlich sein. Aber nomen est omen: Thomas wird Astronaut und soll als erster Mensch den Mars betreten.

Gut, das ist jetzt etwas vereinfacht. Denn eigentlich ist Thomas kein Astronaut sondern Wissenschaftler und er war auch nicht auserkoren, die Marsmission zu begleiten. Ein (un)glücklicher Zufall hat ihn in die Situation gebracht. Und nun schwebt Major Tom mutterseelenallein zu dem roten Planeten. Er genießt die Einsamkeit, bis ein weiterer Zufall ihn in Verbindung mit Gladys bringt, eine etwas senile alte Dame, die die gesetzliche Vertretung für ihre minderjährigen Enkel innehat...

Gladys und ihre Enkel scheinen in der Vergangenheit nicht auf der Sonnenseite des Lebens gestanden zu haben und die Pechsträhne scheint nicht abreißen zu wollen. Klar, die Geschichte ist reine Fiktion, aber es ist ein Vergnügen anzusehen, wie Major Tom aus den Weiten des Weltalls Einfluss auf diese Familie nehmen konnte. Und ganz nebenbei wächst auch er über seine Grenzen hinaus.

Das Buch weist die richtige Mischung aus Ersthaftigkeit und rührender Geschichte auf. Darüber hinaus ist es witzig und auch ein wenig lehrreich. Eine absolut kurzweilige Lektüre, sodass ich mich der positiven Kritik nur anschließen kann.

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Der Serienkiller, der keiner war

Dan Josefsson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715664
Genre: Biografien

Rezension:

Es ist doch interessant, wie die menschliche Psyche funktioniert und wie leicht sie sich beeinflussen lässt. Sture Bergwall alias Thomas Quick ist ein Serienmörder. Oder vielleicht doch nicht. Ein Psychologenteam soll ihm "helfen", sich an seine grausamen Taten zu "erinnern".
Dabei ist der Mann lange Zeit unauffällig. Ein paar Straftaten wie Diebstahl und Banküberfall hat er zwar in seiner Akte, doch die fallen eher in die Rubrik Beschaffungskriminalität. Denn Sture ist seit seiner Jugend abhängig von verschiedenen Substanzen. Den Absprung schafft er einfach nicht. Nun behauptet er, Verbrechen einer ganz anderen Kategorie begangen zu haben. Und die Psychologen, die ihn betreuen, glauben ihm nur allzu bereitwillig.

Dan Josefsson berichtet in diesem umfangreichen Buch über einen der größten Justizskandale der schwedischen Geschichte. Ob es aber der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln. Nicht alle Beteiligten standen Josefsson für eine Stellungnahme zur Verfügung. Dennoch: Die Ereignisse sind anschaulich dargestellt. Die einzelnen Akteure werden sehr plastisch beschrieben. Der Autor unternimmt den Versuch, möglichst neutral zu berichten.
Es ist einfach, verschiedenen Personen - oder vielleicht auch nur einer - die Schuld zuzuweisen. Mir taten neben Sture ganz besonders der zuständige Staatsanwalt van der Kwast und der Vernehmungsleiter Penttinen leid. Beide stehen am Ende der Geschichte ziemlich lächerlich da. Dabei haben sie sich nur auf den Sachverstand der Psychologen verlassen. Und die haben sich wiederum auf ihre Mentorin verlassen.
Im Nachhinein betrachtet neigt man sicher schnell dazu, mit dem Finger auf die Verantwortlichen zu zeigen und den Kopf darüber zu schütteln, wie gebildete Menschen sich haben auf’s Glatteis führen zu lassen. Ich behaupte jedoch, dass keiner davon gefeilt ist. Das entschuldigt nicht alle Handlungen, die die Beteiligten vorgenommen haben, aber machen diese doch ein wenig nachvollziehbarer.

Ein wirklich interessanter und erschütternder Fall.

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118 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

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Drei Tage und ein Leben

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.12.2017
ISBN 9783608981063
Genre: Romane

Rezension:

Ende Dezember 1999 verschwindet im französischen Ort Beauval der sechsjährige Rémi. Und nur einer weiß, was mit Rémi passiert ist. Nur der zwölfjährige Antoine kennt das Schicksal des Jungen. Und er hat eine tiefe Schuld auf sich geladen.

Während das ganze Dorf nach Rémi sucht, schmiedet Antoine zunächst Fluchtpläne. Als diese scheitern, hofft er nahezu endlich enttarnt zu werden; seinem Gewissen endlich befreien zu können. Aber ein Jahrhundertsturm zwingt die Suchenden, die Suche aufzugeben. Antoine muss mit seiner Schuld leben, weil er nicht den Mut aufbringt, sich zu stellen...

Der Ansatz stimmt nachdenklich: Man kann mit einer tiefen Schuld leben, aber mit erheblichen Abstrichen. Irgendwie geht das Leben weiter. Aber der Protagonist hat schwer an daran zu tragen. Aber was wiegt schwerer: Die Tat an sich oder, dass er sich nicht den Mut aufbringt, sich zu stellen.

In mehreren Phasen seines Lebens holt ihn das Ereignis mit aller Härte wieder ein. Alles ist plötzlich wieder präsent. Und die Hoffnung, endlich "entdeckt" zu werden.

Eine wirklich einzigartige Geschichte. Und das Interessante daran ist, dass man sich schnell in einer ähnlichen Situation befinden könnte. Aber zum Glück muss ich mir, wie die meisten, nur hyothetisch Gedanken machen, wie ich handeln, reagieren und damit leben würde.

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152 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

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Der gefährlichste Ort der Welt

Lindsey Lee Johnson , Kathrin Razum
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423281331
Genre: Romane

Rezension:

Für einige ist die Schulzeit nicht einfach. Für einen Schüler der Mill Valley Middle School - Kalifornien - wird sie zur Hölle. Tristan gesteht Cally in einem Brief seine Gefühle und findet das Schreiben schnell bei Facebook wieder. Von seinen Mitschülern verspottet und verhöhnt sieht er nur noch einen Ausweg, er steigt auf sein Fahrrad und radelt zur Golden Gate Bridge, um seinen Leben ein Ende zu setzen.

Fünf Jahre später, kurz nach dem dramatischen Ende einer Abschlussparty betrachtet Cally bzw. Calista, wie ihr Name lautet und sie sich nun nennen lässt, ein altes Klassenfoto. Sie betrachtet ihre Mitschüler (auch Tristan), wie sie vermeindlich hoffnungsvoll in die Zunkunft schauen. Aber der Schein trügt.

Das Geschehene wir in dem Buch aus verschiedenen Perspektiven. Tristans Tod und die Ereignisse, die dazu geführt haben, scheinen einige schwer getroffen zu haben. Sicher, Calista war diejenige, die den Brief zur Veröffentlichung "freigegeben" hatte, aber es waren die bissigen Kommentare aller, die Tristan zu seiner verzweifelten Tat getrieben haben. Das Erlebte zu verarbeiten scheint ihnen schwer zu fallen. Andere scheinen hingegen keinerlei Gewissensbisse zu haben. Das Leben geht weiter und schließlich war es Tristans freie Entscheidung, den Brief zu schreiben. Aber ist die Antwort so einfach?

Die Erzählweise, aus den verschiedenen Sichtweisen der Figuren, ist meiner Meinung nach nicht geglückt. Tristan ist in den Köpfen seiner Mitschüler mehr oder weniger präsent, die Verarbeitung seines Schicksals steht dabei neben vielen anderen Problemen gegenüber, mit denen die Jugendlichen zu kämpfen haben. Das ist hier nicht der springende Punkt. Fast alle Abschnitte enden mit einem Cliffhanger und an manchen Stellen hatte ich das Gefühl, ein wichtiger Teil der Geschichte wurde mir verschwiegen. Es gibt Andeutungen, aber nichts Konkretes.

Nichts desto trotz eine dramatische Geschichte. Ich werde aber das Gefühl nicht lost, dass mir die Kernaussage entgangen ist - leider.

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Wildeule

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548612591
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sie ermittelt wieder: Gesine Cordes schafft es einfach nicht, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Nach dem Tod ihres kleinen Sohns hatte sie sich aus ihrem alten Leben zurückgezogen und in der Arbeit als Friedhofsgärtnerin zunächst Trost gefunen. Die Idylle wird erneut gestört, als während einer Beerdigung entdeckt wird, dass der Sarg nicht richtig geschlossen ist. Und nicht die Verstorbene im Sarg liegt, sondern ein bekannter Bestattungsunternehmer. Ein Unternehmer, der sich durch seine Methoden unter Kollegen keine Freunde gemacht hat. War es Mord? Gerade weil sie ihren alten Beruf nicht an den Nagel hängen kann, setzt Gesine alles daran, der Polizei zu helfen. Sie ermittelt undercover auf dem Friedhof.

Wieder einmal wird die Welt der ehemaligen Kriminalkommissarin auf den Kopf gestellt und aufgezeigt, dass der Schein gerne trügt.
Immer wieder wird ein Bezug zu den Vorbänden aufgestellt. Das Buch geht darauf so weit an, dass man die Geschichte auch ohne Kenntnis der Vorbände gut nachvollziehen kann; aber diejenigen, die die früheren Geschichten bereits kennen, nicht gelangweilt das Buch schließen. Es ist, wie auch schon die früheren Bände, sehr kurzweilig geschrieben. Es war mir eine Freude, die Entwicklung der ehemaligen Kommissarin weiterverfolgen zu können. Bereits jetzt freue ich mich auf den nächsten Band.

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(104)

155 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050152
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In einer für ihn typischen Weise malt Marc-Uwe Kling das Bild einer neuen Welt mit Onlineshops, die – bewusste und unbewusste – Wünsche erfüllen, selbstfahrenden Autos, intelligenten Suchmaschinen. Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. QualityPartner weiß, wer am besten zu dir passt. Fast unvorstellbar, einen Partner offline zu finden.
Aber als Peter Arbeitsloser einen Artikel erhält, den er nicht will, beschleicht das Gefühl, dass diese Welt vielleicht doch nicht so toll ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Zwar muss man keine schwierigen Entscheidungen mehr treffen; das erledigen die Maschinen. Aber hat man denn überhaupt noch eine Wahl oder ist das der Algorithmus, bei dem man mit muss?

Das Buch darf man nicht allzu ernst nehmen. Der eine oder andere Seitenhieb gegen bestehende Verhältnisse ist allerdings unverkennbar. Eingestreut in die Erzählung findet man Artikel, Anzeigen, Reklamen und bekommt ein ganz gutes Bild von QualityLand und den dortigen Verhältnissen.
Ich habe mich beim Lesen hervorragend amüsiert; gleichzeitig hat das Buch zum Nachdenken angeregt. Es ist kurzweilig und abwechslungsreich und auch der Held der Geschichte verdient diesen Namen. Seine Entwicklung zu erleben, wirkte geradezu ermutigend auf mich.
Beim Lesen habe ich mich allerdings auch gefragt, was Marc-Uwe Kling um Himmels Willen gegen Jennifer Aniston hat. ;o)

Eine wirklich kurzweilige Geschichte, die sich durchaus mit der Känguru-Trilogie messen kann.

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(137)

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Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423761819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kim Josephine staunt nicht schlecht, als sie im Rahmen einer Lesung mit einem Buch in Berührung kommt, das aus ihrem Leben erzählt. Zumindest ist Kim fest davon überzeugt. Eine beunruhigende Vorstellung.
Kim verschlingt es regelrecht. Klar, nicht alle Details sind korrekt, aber wer will stört sich denn an Kleinigkeiten… oder weiß die Autorin mehr?

Mit dem Finale des Buchs kann sich Kim allerdings nicht anfreunden, weswegen sie mit ihrer besten Freundin Petrowna der Autorin nachstellt.

Eine skurrile Geschichte, die sich um Kim Josephine und insbesondere um Petrowna dreht. Kims Charakter hatte ich zu Beginn ganz anders eingeschätzt. Besonders ans Herz gewachsen ist sie mir im Laufe der Geschichte nicht. Im Gegensatz zu Petrowna. Auch sie ist nicht unbedingt charmant, dafür aber willensstark und durchsetzungsfähig.

Des Rätsels Lösung ist allerding wesentlich simpler, als der Einstieg vermuten lässt und lässt Kim nicht gerade in einem guten Licht erscheinen. Die Straftaten, die die Protagonistinnen begehen, sind außerdem bedenklich und nicht zum Nachmachen empfohlen. (Stalking ist kein Kavaliersdelikt!)

Die Geschichte ist kurz, was das Buch für junge Leser sicher interessant macht. Darunter hat die Geschichte nicht gelitten; besonders beeindruckt war ich allerdings auch nicht.

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(54)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

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Sonntags in Trondheim

Anne B. Ragde , Gabriele Haefs
Flexibler Einband
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442757374
Genre: Romane

Rezension:

Die Neshovs haben sich auseinandergelebt.
„Der Alte“ ist glücklich, dem Hof für immer den Rücken kehren zu können. Margido führ ein erfolgreiches Unternehmen in der Gegend. Er ist der einzige, der Kontakt zu dem Alten hält. Erlend, der sich für einen Lebensstil entschieden hat, der bei seiner Familie auf wenig Gegenliebe stößt, lebt mit seinem Lebenspartner/Ehemann und zwischenzeitlich auf Kindern in Kopenhagen. Und Torunn, die unehelich Tochter von Margidos und Erlends verstorbenen weiteren Bruder Tor, zieht es vor, in Oslo zu leben. Kontakt haben sie untereinander wenig.
Doch Torunn ist mit nunmehr 40 Jahren ihre Situation leid: zwar nicht mittellos, dafür aber kinderlos, ohne Arbeit und mit einem untreuen Lebensgefährten. Die Großstadt hat sie satt. Und sosie beschließt, zurück nach Neshov zu gehen.

Im Groben ist das die Geschichte des Buchs, rundherum wird über die einzelnen Familienmitglieder zwar viel erzählt, aber eigentlich nichts gesagt. Viel Belangloses erfährt man über Erlend, was für die Handlung völlig nebensächlich ist.
Anna, das einstige Familienoberhaupt, die als eine Art Tyrannin dargestellt wird, wird zwar immer wieder erwähnt, aber über ihr Wesen, was sie schließlich so unsympatisch gemacht hat, schweigt sich die Geschichte aus. Was einst vorgefallen ist, darf – oder muss – sich der Leser anhand vager Andeutungen und mithilfe der im Einband dargestellten Übersichten zusammenreimen. Was sich irgendwann zwischen den Brüdern zugetragen hat, warum der Alte sich mit Händen und Füßen gegen einen Besuch auf dem alten Familiensitz so wehrt… dazu wird im Buch ebenfalls nichts gesagt.

An sich eine nette Familiengeschichte, über das Wesentliche erfährt man aber nichts. Ich hatte insoweit auf viel mehr gehofft.

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(77)

116 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

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Manchmal musst du einfach leben

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 19.07.2017
ISBN 9783810525291
Genre: Romane

Rezension:

Maribeth ist 44 Jahre alt, hat einen Vollzeitjob und ist darüber Mutter von Zwillingen. Vor lauter Stress bemerkt sie gar nicht, dass sie einen Herzinfarkt erleidet. Sie schiebt die Symtome zunächst auf das fettige chinesische Essen, das sie wenige Stunden zuvor zu sich genommen hat. Selbst in der Notaufnahme des Krankenhauses hat sie es eilig, ihren alltäglichen Aufgaben wieder nachzukommen.

Sie ist dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Die Sorgen bleiben aber. Besonders ihre genetische Veranlagung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt ihr zu denken. Ihre Mutter kann ihr hierüber keine Auskunft erteilen, denn Maribeth wurde adoptiert. Bislang hatte sie sich wenig für ihre Herkunft interessiert, aber mittlerweile liegt die Sache anderes.

Hinzu kommt, dass ihr Mann und ihre Mutter, die ihr während ihrer Genesung helfend zur Seite stehen soll, sie wenig unterstützen - ob es sich dabei um Maribeths subjektive Einschätzung handelt oder nicht, sei dahingestellt. Maribeth verschwindet kurzerhand...

Eine Geschichte, die ich mir so tatsächlich vorstellen kann.

Der Leser tappt zunächst ein wenig im Dunkeln, was Maribeth bewegt haben kann, ihre kleinen Kinder und ihren Mann so übereilt zu verlassen. Doch so einfach, wie meine Zusammenfassung es erscheinen lassen vermag, ist die Angelegenheit nicht. Mir kam ihr Handeln zunächst befremdlich und übereilt vor. Maribeths Intentionen stellen sich im Laufe der Geschichte allerdings als vielschichtiger heraus, als man anfangs vermuten mag.

Außerdem nimmt die Geschichte eine Wendung und ab einem bestimmten Punkt wusste ich gar nicht mehr, welchen Ausgang ich mir für Maribeth wünsche. Also habe ich auf das Beste für sie gehofft.

Eine wunderschöne Geschichte, von der ich mir gewünscht habe, das sie nie endet.

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(73)

114 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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June

Miranda Beverly-Whittemore , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 555 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.05.2017
ISBN 9783458362739
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Städtchen ist in heller Aufregung: Hollywood kommt nach St. Jude. Die Stadt soll als Kulisse für „Erie Canal“ herhalten. Viele Bewohner erhoffen sich eine Komparsenrolle in dem Film. Große Hollywoodstars halten sich in St. Jude auf. Fast jeder möchte ein bisschen Glamour verspüren. Nur eine lässt das völlig kalt: June steht kurz vor ihrer Hochzeit. Arthur Danvers ist der Glückliche. Ihre beste Freundin Lindie zweifelt allerdings an seinen Absichten und ist davon überzeugt, dass June nur mal wieder die Erwartungen anderer erfüllen will. Deswegen sorgt sie dafür, dass June Jack Montgomery kennenlernt...
60 Jahre später steckt Cassie in einer tiefen Lebenskrise. Sie flüchtet von New York nach St. Jude. Ihr Leben ist ziemlich aus der Bahn geraten: Erst verstirbt June und hinterlässt ihr Two Oaks und ihre (wenigen) Ersparnisse. Und dann  und wird sie auch noch testamentarisch durch Jack Montgomery bedacht...

Ein interessanter Ansatz. Die Geschichte wäre denkbar, wäre da nicht das alte Haus, Two Oaks, das June Zeit ihres Lebens bewohnt hat und in das Cassie, ihre Enkelin, sich nun flüchtet. Denn das Haus träumt und „schenkt“ diese Träume seinen Bewohnern.

Die Kost ist allerdings nicht ganz so leicht: Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, und zwar 1955 und 2015. Dabei träumt Cassie zu einen großen Teil Junes Geschichte. Anderes muss sie mühsam recherchieren. Die steckt allerdings mit ihren 25 Jahren in einer tiefen Lebenskrise und die Umstände die dazu geführt haben, sind wiederum Teil der Geschichte. Klingt verwirrend, ist im Buch aber sehr gut dargestellt. Es wird eine gewisse Spannung aufgebaut und im Verlauf der Geschichte gerade so viel preisgegeben, dass man zum Weiterlesen angehalten ist. Um zu dem im Umschlagtext erwähnten Mord zu gelangen, muss man Durchhaltevermögen beweisen. Am Ende löst sich natürlich alles auf und bei alledem wartet auch noch eine Überraschung auf den Leser.

Tolles Buch und eine schöne Geschichte.

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 55 Rezensionen

dialys, dialyse, famili, familiendrama, geburt, geheimnis, hoffnun, hoffnung, hughes, kathryn hughes, liebe, niere, nierenspende, schicksal, tod

Wünsche, die uns tragen

Kathryn Hughes , Uta Hege
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783548289175
Genre: Romane

Rezension:

Beths kleiner Sohn benötigt dringend eine Spenderniere. Sie und Michael, ihr Ehemann, kommen als Spender nicht infrage. Diese Ereignisse lassen den Tod Beths geliebter Mutter glatt in den Hintergrund rücken. Noch mehr grämt sie, dass ihre Mutter mit ins Grab genommen hat, wer Beths leiblicher Vater - und damit ein möglicher Lebendspender für Jake - ist.
Als sie sich endlich überwindet, das Haus ihrer Mutter auszuräumen, findet Beth einen Zeitungsausschnitt aus dem Sommer 1973 über einen schrecklichen Autounfall, der mindestens zwei Menschen das Leben gekostet hat...
... und plötzlich erzählt die Autorin wortreich über die Zusammenhänge aus dieser Zeit, deutet an, was damals passiert ist und welche Bürde einzelne Beteiligten im Nachhinein zu tragen hatten.

Eine dramatische Geschichte, keine Frage. Ich habe mich allerdings Seite um Seite gefragt, was die Geschichte rund um diesen Unfall mit Jakes akuter Erkrankung zu tun haben. Vielleicht war ich einfach nur unachtsam und nicht ganz bei der Sache, aber ich hatte das Gefühl Kathryn Hughes führt den Leser absichtlich in die Irre, indem sie massenhaft Informationen vorenthält und "falsche Spuren" legt, um am Ende mit einer "Überraschung" aufzuwarten. Mehr als einmal dachte ich, ich hätte des Rätsels Lösung vor Augen, um dann festzustellen, dass ich auf dem Holzweg war.

Am Ende klärt sich dann alles auf und es werden mehr oder weniger plausible Erklärungen geliefert.
Mehr möchte ich aber gar nicht verrat, um dem interessierten Leser nicht die Spannung zu nehmen.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

bert, billy the beast, erpressung, gewalt, humor, jugend, jugendbuch, jugendroman, maskottche, mobbing in der schule, pubertätsroman, roman, tiger, übergewicht, witzig

Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger

Jörg Menke-Peitzmeyer
E-Buch Text: 273 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 24.02.2017
ISBN 9783843714730
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist nicht einfach ein Teenager zu sein. Wenn man dann noch von der „Norm“ abweicht, wird es umso schlimmer.
Bert ist dick… Im Alter von 16 Jahre bringt er stolze 101 kg auf die Waage. Seine bisherigen Diätversuche waren nicht von Erfolg gekrönt. Dabei ist auch nicht hilfreich, dass seine alleinerziehende Mutter aller Nase lang osteuropäische Bauarbeiter zu Hause versorgt und ihre neuen „Partner“ mit selbstgekochten Speisen aus deren Heimatland zum Bleiben ermuntern will. (Nicht gerade die leichteste Küche.)
Einem glücklichen Zufall hat Bert zu verdanken, dass er als Maskottchen für eine Eishockeymannschaft im Tigerkostüm auftritt. Und wie durch ein Wunder purzeln die Pfunde. Und dann ist da noch Cheerleaderin Lilly, in die er sich verguckt hat… Ein weiterer Anspurn?

Ich bin nicht wie Bert und auch nicht übergewichtig, konnte mich dennoch von Anfang in dieser Figur finden. Der steinige Weg, den er bestreitet, die Rückschläge. Es kam mir bekannt vor. Dabei habe ich Bert nicht bemitleidet. Vielmehr ist er bewundernswert. Und obwohl die Umstände, mit denen sich der Protagonist herumschlagen muss, alles andere als komisch sind, konnte ich mir den einen oder anderen Lacher nicht verkneifen. Der Schreibstil lädt einfach dazu ein.

Ein wunderbares Buch. Die Geschichte ist nicht besonders anspruchsvoll, eignet sich also wunderbar für einen entspannten Urlaub (so habe ich das gemacht).

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(72)

110 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 71 Rezensionen

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In jedem Augenblick unseres Lebens

Tom Malmquist , Gisela Kosubek
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608983128
Genre: Romane

Rezension:

Mit dem vorliegenden Buch verarbeitet Tom Malmquist einen herben Schicksalsschlag: Sein langjährige Lebensgefährtin Karin stirbt nach kurzer schwerer Krankheit... kurz nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter. Nun ist Tom Vater und steht vor der großen Aufgabe, das Kind zu versorgen.

Eine dramatische Geschichte, ohne Zweifel. Mit dem Schreibstil habe mich allerdings sehr schwer getan. Einerseits spielt das Buch in verschiedenen Zeitebenen. Es ist auch nicht immer klar, in welcher Zeit man sich gerade bewegt. Viele Geschehnisse werden - ohne weitere Erklärung - in Bezug genommen. An der einen oder anderen Stelle habe ich mich dann gefragt, ob ich unachtsam war und irgendwas überlesen habe. In der Rückschau wird dann klar, was geschehen ist (schwierig zu erklären, ohne zu viel vorweg zu nehmen - sorry). Auf mich hat der Autor den Eindruck gemacht, in Selbstmitleid zu baden. Ja, der Verlust eines nahestehen Menschen ist schlimm... sehr schlimm sogar. Die vorliegende Geschichte wirkte zum Teil aber weinerlich.

Insgesamt eine traurige und zugleich schöne Geschichte, jedoch mit Mängeln.

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139 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 69 Rezensionen

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Betrunkene Bäume

Ada Dorian
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 24.02.2017
ISBN 9783961010011
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es eigentlich? Um Entwurzlung im doppelten Sinn:

Da ist einerseits der 80-jährige Erich, der nach und nach seine Unabhängigkeit verliert. Als junger Forscher hatte er eine Expedition durch die sibirische Taiga unternommen. Und nun gehört er zum alten Eisen. Leistet Zuarbeit, die kaum Beachtung findet. Sein Verstand ist längst nicht mehr so scharf und im Übrigen können Rechner die Arbeit deutlich schneller erledigen.
Erich hat noch ganz andere Päckchen zu tragen. Seine große Liebe hat er verloren und er hat Schuld auf sich geladen, die ihn bis heute verfolgt und vereinsamen lässt.
Auf der anderen Seite steht die junge Abiturientin Katharina, die von zu Hause ausgerissen ist, als ihr Vater die Familie verlassen hat. Sie wünscht sich nichts mehr, als ihren Vater zur Rückkehr zu bewegen.
Beide Protagonisten sind entwurzelt.
Und nicht zu vergessen, die titelgebenden betrunkenen Bäume.

Das Buch verbreitet beim Lesen eine eher bedrückende Stimmung. Anfangs war ich mir nicht im Klaren, ob ich mich in einer oder mehreren Zeitebenen bewege. Die Erleuchtung kommt im Laufe der Geschichte, deswegen will ich das nur am Rande erwähnen.
Beim Lesen haben sich mir so einige Fragen gestellt. Viele wurden beantwortet, einige blieben offen und irgendwie hat mich die ganze Geschichte verwirrt… aber in einem guten Sinne.
Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass mich die Geschichte darüber hinaus berührt hat.
Um nicht zu viel zu verraten: Ein unbeschreibliches Buch.

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135 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 68 Rezensionen

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Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Susann Pásztor
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048704
Genre: Romane

Rezension:

Wie geht man mit einer Frau um, die voraussichtlich das Frühjahr nicht überleben wird? Fred - soweit ich das herausgelesen habe arbeitet er im öffentlichen Dienst - hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen. Motiviert packt er seinen "ersten Fall" an. Aber Karla erfüllt überhaupt nicht seine Erwartungen. Sie ist sich bewusst, dass sie nicht mehr lange leben wird, will sich dennoch - obwohl sie es offenbar in Anspruch genommen hat - nicht auf die Sterbebegleitung einlassen... oder auf ihren Sterbebegleiter. Trotz fortgeschrittener Krankheit ist sie sehr selbständig und verzichtet weitestgehend auf Hilfe.

Es war interessant, sowohl Karla als auch Fred besser kennenzulernen. Beide haben durchaus interessante Lebensläufe, die im Buch thematisiert werden. Allerdings finde ich, Karlas Verhältnis zu ihrer Schwester kommt dabei kurz. Karlas "Sicht der Dinge" hätte mich wirklich interessiert.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Autorin erweckt nicht den Eindruck, die Handlung vorantreiben zu wollen. Die Gesichte entwickelt sich; es wirkt, wie aus dem Leben gegriffen.
Bei der Thematik ist es auch nicht verwunderlich, dass die Geschichte traurig ist, aber auch das ganz ohne Übertreibung. Die Autorin hat es geschafft, das richtige Maß zu finden.

Ich bin trotz anfänglicher Zweifel froh, dass ich das Buch lesen durfte.

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115 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 48 Rezensionen

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Ab morgen wird alles anders

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446250499
Genre: Romane

Rezension:

Zu dumm: Mathilde lässt in einem Pariser Café ihre Tasche stehen; darin befinden sich neben Schlüsseln, Handy und anderen - zum Teil äußerst privaten - Dingen auch ein kleines Vermögen. 10.000 Euro, um genau zu sein; Geld, das ihr anvertraut wurde, um einen Handwerker zu bezahlen. Während sich Mathilde noch gedanklich um die Wiederbeschaffung sorgt (und nebenbei einen heftigen Kater auskuriert), meldet sich ein junger Mann bei ihren Eltern und outet sich als Finder. Ob er auch ehrlich ist?
Der Einstieg ist gar nicht schlecht. Leider musste ich feststellen, dass es sich bei dem Buch nicht um eine fortlaufende Geschichte handelt, sondern insgesamt fünf Kurzgeschichten. Keine davon hat mich überzeugt. Nicht einmal Mathildes Odysee. Die Geschichten sind für meinen Geschmack nicht "rund". Zwar scheinen die Geschichten wie aus dem Leben gegriffen, aber man erfährt kaum etwas über die Personen. Nur am Rande werden hier und da ein paar Informationen eingestreut.
Ich war noch nie ein Freund von Kurzgeschichten und auch dieses Buch konnte mich nicht überzeugen.

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Eliza will Fahrrad fahren

Kim Nina Ocker
E-Buch Text: 366 Seiten
Erschienen bei Forever, 13.01.2017
ISBN 9783958181618
Genre: Romane

Rezension:

Harlows Leben ist durchgeplant bis ins Detail, doch dann erleidet ihre Großmutter einen Schlaganfall. Harlow hat das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren. Und dann geschieht das schier Unfassbare: Eliza schickt ihre ordnungsliebende und planungssüchtige Enkelin zusammen mit einer uralten Bucket-List, die sie in jungen Jahren gefertigt hatte und die verrückte Vorhaben enthält, nach Seattle, um ihre Träume zu leben. Und so kommt es, dass sich Harlow mit lila Haaren auf einen unvorhersehbaren Roadtrip begibt.

Die Geschichte hat mich von Anfang an bewegt. Harlows Entwicklung fand ich sehr interessant. Auch die Details, die man über Eliza erfährt, fand ich äußerst spannend, denn auch Eliza ist nicht (nur) die Frau, die sie zu seien scheint. Der Ausgang der Handlung fand ich allerdings sehr vorhersehbar. Jedes weitere Wort hierzu, würde jedoch zu viel verraten. Deswegen: Jedem, der an der Geschichte interessiert ist, wünsche ich viel Vergnügen dabei. Und vielleicht ahnt der eine oder andere ja nichts.
Die  „Seiten“ (soweit man bei einem ebook davon sprechen kann) flogen im Verlauf der Handlung einfach nur so dahin. Der Text ist an den richtigen Stellen witzig, an anderen stand mir dann auch schnell das Wasser in den Augen. Der Klappentext verspricht nicht zu viel.

Am Buch selbst bemängle ich, dass es viel zu viele Schreibfehler enthält. Hier besteht dringender Überarbeitungsbedarf.

Dennoch: Eine schöne Gesichte, die (auch) das Fernweh weckt.

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83 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

abnehmen, bewegung, detox, diät, ernährung, fi, fit for live, fitness, für freunde und familie, geschen, gesundheit, kochbuch, kochen, rezepte, vegan

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät

Attila Hildmann , Hubertus Schüler , Justyna Schwertner
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531318
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eines vorweg: Ob das neue Diätkonzept von Attila Hildmann funktioniert, kann ich nicht beantworten; bislang habe ich lediglich ein paar Rezepte ausprobiert. Warum das Buch unbedingt in der Vorweihnachtszeit erschienenen musste, ist mir ein Rätsel. ;o) Ich wüsste allerdings nicht, was gegen einen (kurzfristigen) Abnehmerfolg sprechen sollte. Das Konzept basiert - ganz klassisch - auf gesunder, kalorienreduzierter Ernährung mit Sport. Vor einiger Zeit hatte ich "Vegan for youth" ausprobiert und war von dem Ergebnis positiv überrascht: Die Rezepte wären leicht nachzukochen und lecker - zumindest die, die ich ausprobiert habe. So war es auch in diesem Fall.
Für neue Rezeptideen ist das Buch auf jeden Fall gut zu gebrauchen.
Verfällt man nach der "Challange" wieder in alte Gewohnheiten, ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

roman

Im Sommer wieder Fahrrad

Lea Streisand
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 18.11.2016
ISBN 9783843714358
Genre: Romane

Rezension:

In einem Alter, in dem ihre Freundinnen sich Gedanken über die Familienplanung und ihren beruflichen Werdegang machen, erkrankt Lea Streisand schwer. Diagnose: Krebs. Die Chemotherapie übersteht sie mithilfe ihrer Familie, ihres Lebensgefährten, Paul, und den Geschichten ihrer Großmutter.

Die Autorin berichet von ihrem Erfahrungen im Kampf gegen ihre Erkrankung, ihren Ängsten, Hoffnungen und von Rückschlägen, ohne dabei Mitleid erregen zu wollen. Neben den medizinischen Aspekten berichtet sie davon, welche Auswirkungen die Krankheit auf ihre soziale und wirtschaftliche Lage hat.
Leas Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt, auch wenn ich mich nicht in einer auch nur ähnlichen Situation befinde. Das alleine macht das Buch lesenswert.

Ganz nebenbei erzählt die Autorin die Geschiche ihrer Großmutter: Einer Frau, die scheinbar immer gegen den Strom geschwommen ist. Von ihrer Berufswahl über den Widerstand, ihre Heimatstadt zu verlassen oder dem Einsatz, ihren halbjüdischen Verlobten aus einem Gefangenenlager zu befreien. Ihre Großmutter war immer etwas anders als andere. Eine wirklich bemerkenswerte Frau - dabei allerdings weder sympatisch noch politisch besonders korrekt. Aber Mut kann man ihr nicht absprechen.

Ich kann nicht sagen, welche Geschiche mich mehr berührt hat. Bewegt haben mich definitiv beide!

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233 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 81 Rezensionen

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Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

Rezension:

Lennart, ein erfolgreicher schwedischer Unternehmensberater, scheint ein Frauenheld zu sein. Und darüber hinaus auch ziemlich beziehungsunfähig. Eine Nacht mit seiner neuen Kollegin Emma führt bei ihm zu Ausschlag (nicht das erste Mal, dass er so auf eine Frau reagiert). Lennart nimmt sich vor, ihr den Laufpass zu geben; doch dann ist es Emma, die ihn versetzt (vielleicht steckt aber auch etwas anders dahinter?).

Aber die junge Kollegin ist nicht seine einzige Baustelle. Plötzlich fangen sonderbare Dinge an sich abzuspielen und sein merkwürdiger Nachbar wurde offenbar ermordet. Die beiden kannten sich – schließlich war es Lennart, der Herrn Bolem Marias italienische Spezialitäten regelmäßig überbrachte -, aber mehr als eine gute Bekanntschaft ist daraus nie entstanden. Und nun wurde Lennart von Buri Bolem testamentarische bedacht und soll dessen „magisches“ Erbe antreten. Die Dinge werden immer mysteriöser, bis schließlich bei einem schweren Gewitter Buris treuer Gefährte, Mops Bölthorn, zu sprechen beginnt.

Die Geschichte hat mich hellauf begeistert. Sie ist vielleicht nicht total neu und innovativ; die Schreibweise hat mich dafür überzeugt. Sie ist witzig mit der richtigen Portion Ernst. Sie ist nicht zu ausschweifend oder zu kurz, sondern perfekt dosiert. Die Charaktere sind so beschrieben, dass man sie förmlich vor sich sieht und ihre Reaktionen nachempfinden kann. Besondern Bölthorn ist mir ans Herz gewachsen.
Alles in allem habe ich das Lesen genossen und mich köstlich amüsiert.

Die Geschichte endet schließlich mit einem Cliffhanger und ich sehe mich (in einer positiven Weise) gezwungen, das Abenteuer weiter zu verfolgen. Ich hoffe allerdings auch, dass meine (zugegeben hohen) Erwartungen dann nicht enttäuscht werden. Ich bin sehr gespannt…

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181 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

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Noah will nach Hause

Sharon Guskin , Carina Tessari
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Allegria, 22.09.2016
ISBN 9783793423065
Genre: Romane

Rezension:

Ein Vierjähriger, der sich absonderliche Geschichten ausdenkt, zu seiner "anderen" Mutter will, von einem Großvater spricht, den es gar nicht gibt, behauptet, mit einer Pistole geschossen zu haben und erzählt, dass er unter Wasser gedrückt wurde, bis er das Bewusstsein verloren hat? Janie ist einerseits stolz auf ihren Sohn, der Dinge aufschnappt, verarbeitet und ohne Weiteres wiedergeben kann; andererseits droht ihr gerade deswegen eine Auseinandersetzung mit dem Jugendamt. Eine Psychotherapie soll Abhilfe schaffen. Doch die Ärzte sind ratlos, haben Noah eher in Verdacht, psychisch krank zu sein und verschreiben ihm – trotz drohender erheblicher Nebenwirkungen - Psychopharmaka.
In ihrer Verzweiflung zieht die verzweifelte Mutter das Internet zu Rate und stößt dabei auf einen Psychologieprofessor, der das Phänomen der Wiedergeburt erforscht.
Kann es wirklich sein, dass Noah all seine Darstellungen in einem früheren Leben wiederfahren sind?

Eine wirklich spannende Ausgangsituation.
Noahs Geschichte ist gleichwohl dramatisch und sehr berührend. Und nicht nur seine; auch Professor Andersons Schicksal hat mich nicht kalt gelassen.
Der Aufbau der Geschichte ist ansprechend und lässt sich angenehm lesen. Mehrere Handlungsstränge werden nebeneinander erzählt, fügen sich aber schnell zusammen. Das Buch bietet außerdem eine gute Begründung dafür, was mit Noah vorgeht.
Unabhängig, ob man an Wiedergeburt glaubt oder nicht, das Buch ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden. An einigen Stellen erscheint mir die Geschichte doch „zu dick aufgetragen“, aber auch das mag Geschmackssache sein. Mein Fazit ist daher überwiegend positiv.

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139 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

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Ausgerechnet wir

Monika Peetz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.09.2016
ISBN 9783462049398
Genre: Liebesromane

Rezension:

Tom gerät anlässlich seines 29. Geburtstages in Panik. Mit jedem Tag, der verstreicht, sinkt seine (statistische!) Chance, eine der 6 Frauen (Berlins und Umgebung) kennenzulernen, die (statistisch gesehen) perfekt zu ihm passen. Ach ja, und Tom liebt Mathe. Zahlen sind seine Leidenschaft. Bei Frauen kommt er hingegen nicht so gut an. Er scheint ein ziemlicher Nerd zu sein.
Von einer auf Rechenmodellen basierenden Datingseite verspricht er sich nun Abhilfe. Und nach kurzem Warten hat „Nico“, der offenbar Gründer dieser Seite ist, die Frau für ihn, die zu 94 % die richtige ist. Fast perfekt. Ein Date ist schnell vereinbart. Doch statt der erhofften Traumfrau erscheint ihre Mutter, die ihre Tochter lieber früher als später unter der Haube sehen will und ihr daher das Profil erstellt hat.
Tom ist geschockt und tritt die Flucht an, doch diese hohe Kompatibilität geht ihm nicht aus dem Kopf: Er will (die echte) Lisa kennenlernen. Leichter gesagt als getan, denn Lisas Datingprofil wird gelöscht und er weiß nicht, wie er sie erreichen soll. Er versucht, sie aufzuspüren, aber das mit dem Funken will einfach nicht klappen.
Und plötzlich ist Tom Lisas Konkurrent um einen Job als Unternehmensberater und Lisa zeigt ihm die Zähne.

Wie ich schon erwartet habe, war die Geschichte sehr unterhaltsam. Ich hatte auch ein wenig Mitleid mit Tom. Alles, was er unternimmt, um Lisa näher kennenzulernen oder um Karmapunkte zu sammeln, funktioniert nicht wie erwartet. Er ist ein richtiges „Opfer“.
Das Ende hat mich nicht gänzlich überrascht. Irgendwie musste es so kommen. Allerdings hatte ich es mir doch ein wenig anders ausgemalt. Gut gelöst!

Sicher liefert das Buch nichts absolut Neues. Es ist aber eines der Besseren seines Genres. Leicht zu folgen, nicht zu weitschweifend. Eine leichte Lektüre, aber nichts anderes habe ich erwartet.
Ich bin mir im Übrigen erst Im Nachhinein über die Doppeldeutigkeit des Titels bewusst geworden. :)

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Schwestern bleiben wir immer

Barbara Kunrath
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548288420
Genre: Romane

Rezension:

Die Idee hinter dem Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen und die Erzählung auch weitestgehend gelungen: Zwei Schwestern, die verschiedener kaum sein können.
Alexa groß und dunkelhaarig und ein absoluter Familienmensch. Ihren Job hat sie vor der Geburt ihrer Tochter aufgegeben und kümmert sich hingebungsvoll um ihre Kinder und ihren Mann. Und seit einiger Zeit auch um die Gräber ihrer Mutter und ihrer eigenen, viel zu jung verstorbenen Tochter.
Ihre Schwester Katja wird hingegen als schöne und unabhängige Frau beschrieben, die einen hohen Verschleiß an Männern hat. Ihren 15jährigen Sohn sieht sie nur selten und lässt ihm so gut wie alles durchgehen.
Nur die gemeinsame Kindheit, die von dem zerrütteten Verhältnis zur ihrer abweisenden Mutter geprägt war, verbindet sie.
Ein Brief aus dem Nachlass ihrer Mutter, den diese begonnen und niemals beendet hat, macht die beiden neugierig und dann stellt sich heraus, dass die Mutter ihnen ihr Leben lang die Wahrheit über ihre Vergangenheit verschwiegen hat. Gemeinsam machen die beiden ungleichen Schwestern sich auf die Reise.

Die Schreibweise ist ganz gut. Störend fand ich allerdings die Rückblicke. Mitten in der Handlung fließen längst vergessene Geschehen ein; kursiv geschrieben, damit der Leser weiß, dass jetzt eine Erinnerung aus der Vergangenheit ans Tageslicht befördert wird. Etwa in der Mitte des Buches wird sich besonders häufig erinnert. In der Hinsicht bevorzuge ich den Stil á la Camilla Läckberg, die Vergangenes, das von Bedeutung für eine Handlung ist, einem Kapitel voranstellt. Aber das ist Geschmackssache.
Die Gesichte betreffend Clara, Alexas behinderte Tochter, die viel zu früh verstorben ist und von der ich dachte, sie könnte eine Bedeutung für den Verlauf der Geschichte haben, war in meinen Augen überflüssig. Immer mal wieder wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Tod tragisch war und Alexa unter Schuldgefühlen leidet. Wäre Clara gar nicht zur Sprache gekommen, hätte es die Geschichte nicht besser oder schlechter gemacht. Offenbar sollte einer bereits dramatischen Geschichte noch zu etwas mehr Dramatik verholfen werden.
Das Ende war dann mehr als vorhersehbar; genau das, was ich erwartet habe und in der Hinsicht leider enttäuschend.
Insgesamt ein gutes Buch. Die Geschichte ist nicht neu, aber gut umgesetzt. Es eignet sich in meinen Augen hervorragend als Ferienbuch für Sommer, Sonne, Strand und Meer.

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Wir sehen uns am Meer

Dorit Rabinyan
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462048612
Genre: Liebesromane

Rezension:

New York 2003
9/11 ist noch äußerst präsent. Mitten drin: Liat, eine israelische Jüdin, und Chilmi, ein Palästinenser. Beide lernen sich in New York kennen und fühlen sich zu einander hingezogen. Liat sträubt sich hartnäckig und geht dann doch eine Beziehung mit Chilmi ein. Doch während Chilmi mit einem Künstlervisum in der Stadt lebt, muss Liat in wenigen Monaten zurück nach Tel-Aviv. Die kulturellen Unterschiede sind enorm und daher soll die Beziehung pünktlich am 20. Mai 204 enden. Und dann werden die Gefühle während des Herbstes und des ungewöhnlich harten Winters immer intensiver.

Eine Liebesgeschichte, die an Romeo und Julia erinnert.
Obendrein bot mir der Roman die Gelegenheit, meine kürzlich in New York verbrachte Zeit ein wenig Revue passieren zu lassen. Aber da nur nebenbei.
Die Entwicklung der beiden Protagonisten und ihrer Beziehung ist anschaulich dargestellt. Wie schnell sie sich doch an das Miteinander gewöhnt haben und wie verschwenderisch sie doch mit der gemeinsamen Zeit umgegangen sind. Und immer wieder stellt sich der Leser die Frage, wie es für die beiden nach New York weitergehen soll.
Alles gepaart mit einem schrecklichen Ende.

Die langen politischen Ausführungen fand ich jedoch streckenweise anstrengend.
Aber im Übrigen enthüllt das Buch einen interessanten Blick auf die Konflikte in Jerusalem.

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