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(59)

77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

thriller, vergewaltigung, kanada, entführung, lügen

Untiefen

Sheena Kamal , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.11.2017
ISBN 9783548289595
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Grundidee des Buches fand ich sehr interessant und außergewöhnlich. Auch der Beginn des Buches ist sehr spannend gestaltet, da man denkt, Nora hätte etwas zu verheimlichen, was sich dann allerdings als eine besondere Gabe, nämlich die des Lügenerkennens, herausstellt. Diese Gabe macht es dem Autoren natürlich einfacher, die Geschichte aufzubauen, da Nora jede Lüge erkennt und somit wichtige Hinweise sammelt, jedoch finde ich es nicht nötig.
Nora an sich ist äußerst unsympathisch, mir gefiel jedoch, die menschlichen Abgründe, die sich in ihr abzeichneten und das Buch überhaupt interessant machten, denn der Verlauf der Geschichte überzeugt mich nur mäßig. Je weiter man liest, desto eher verliert man den roten Faden und es kommen immer neue, abstruse Machenschaften hinzu, die schwer in einen Zusammenhang zu bringen sind.
Achtung, Spoiler: Bonnie wurde entführt, damit man ihr Nabelschnurblut zur Stammzellengewinnung nutzen kann, die wiederum dem an Leukämie erkrankten Sohnes von Noras Vergewaltiger helfen soll. Das ganze ist so schon absurd genug, jedoch kommen dann noch irgendwelche Bergbauaffären hinzu und bis heute versteh ich nicht genau, wieso man das unbedingt einbauen musste. Ich sehe überhaupt nicht, wie das das Buch weiterbringen sollte.
Den Mittelteil fand ich aus diesem Grund ziemlich anstrengend und langweilig, da auch nie wirklich Spannung aufgebaut wurde. Es wurde ständig angekündigt, dass Nora dem Ganzen näher kommt, der Leser bleibt aber im Unklaren darüber, worum es denn genau geht.
Die Charaktere im Allgemeinen, sei es Brazuca oder Simone, fand ich interessant und auch nötig, damit man beim Lesen nicht komplett verzweifelt, weil Noras Leben so trostlos ist.
Das Ende überzeugt mich leider auch nicht so richtig, es war sehr abrupt und nicht besonders einfallsreich.
Im Großen und Ganzen war es in Ordnung, aber definitiv nicht grandios und werde ich sicherlich schnell wieder vergessen.

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(75)

104 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

liebe, schottland, wale, isabel morland, hebriden

Die Rückkehr der Wale

Isabel Morland
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426521809
Genre: Liebesromane

Rezension:

Obwohl mich Liebesromane nicht so sehr reizen, hat mich das wunderschöne Cover und später dann die Leseprobe angesprochen. 
Der Schreibstil ist ab Seite 1 und das auch durchgehend sehr schön, sehr poetisch. Dadurch entsteht nicht nur eine wunderbare Atmosphäre, sondern dadurch wird es einem auch ermöglicht, sich alles bis ins kleinste Detail vorstellen zu können. Die Kulisse ist traumhaft und der perfekte Hintergrund für eine solche Liebesgeschichte. 
Mir hat der Perspektivwechsel zu Beginn sehr gefallen, da man somit in die einzelnen Köpfe der doch sehr unterschiedlichen Charaktere schauen konnte. 
Die Charaktere waren auch sehr authentisch, kreiert durch die detailreiche Beschreibung. 
Doch leider hat das Buch so gut wie keine Handlung. Es zieht sich unglaublich ewig hin, ohne dass etwas Wichtiges passiert. Viele Seitengeschichten werden ausgeführt, die nichts zu der Handlung beitragen. 
Auch fand ich es, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache, unheimlich kitschig. Es wäre für mich okay gewesen, solange man es hätte nachvollziehen können, allerdings entstand diese Liebe zwischen Kayla und Brannan wie aus dem Nichts und sie haben auch kaum Momente miteinander geteilt, abgesehen von den Techtelmechteln in dem Haus Kaylas Eltern. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sich eine tatsächliche Beziehung zwischen den beiden aufgebaut hätte, die nicht nur auf 2 Gesprächen und Sex beruht hätte. 
Als der Sturm dann aufzieht, wird es endlich mal spannend, doch das wird überhaupt nicht genutzt, denn die Geschichte zieht sich unnötig weiter, obwohl sie sehr gut da hätte enden können. Der ständige Perspektivwechsel wird immer lästiger, da man nun sich das Ende herbeisehnt, dann jedoch mit einer unwichtigen Nebengeschichte davon abgehalten wird. 
Achtung, es folgt ein Spoiler. 
Den Tod von Dalziel fand ich dann auch viel zu schnell, es hatte sich aufgebaut, man hatte gehofft, dass nun endlich die große Auflösung kommt, jedoch stirbt Dalziel dann plötzlich und somit auch das bisschen Spannung, die das Buch aufgebaut hatte. Innerhalb von einer halben Seite wird der Tod thematisiert und das war es dann mit ihm. 
Dann zieht sich wieder alles ewig hin bis zu dem Fest, an dem Brannan beschließt, zu gehen und somit Kayla und das zukünftige Baby zu verlassen. Das fand ich eine gute Abwechslung, da somit kein Happy End entsteht, das wäre zu einfach und hätte man bereits viel früher erzielen können. Jedoch erfährt man ganz zum Schluss, dass er kommen wird, was ich für einen Fehler halte. Aus einer tragischen Liebesgeschichte, die nie erfüllt wurde und nichts als schmerzhafte Erinnerungen mit sich zieht, wird somit ein langweiliges Happy End. 
Im Großen und Ganzen war es in Ordnung, der Stil war wirklich sehr schön, ging einem allerdings auch irgendwann auf die Nerven, weil sich durch die zahlreichen Beschreibungen alles noch mehr in die Länge gezogen hat. Ich war dann auch sehr froh, als es eeeeeeendlich vorbei war.

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(107)

139 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 87 Rezensionen

thriller, australien, unschuld, mob, verdacht

Crimson Lake

Candice Fox , Thomas Wörtche , Andrea O’Brien
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.10.2017
ISBN 9783518468104
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Grundidee hinter "Crimson Lake" hat mich sehr angesprochen. Ein ehemaliger Detective des Drogendezernats namens Ted Conkaffey wird wegen der Entführung und brutalen Vergewaltigung einer 13-Jährigen verhaftet, doch das Verfahren wird eingestellt und er kommt wieder auf freien Fuß. Um seiner Vergangenheit und den damit verbundenen Vorwürfen zu entkommen, flüchtet er nach Crimson Lake, einem abgelegenen Dorf und gründet mit Amanda Pharell, die selbst eines Mordes beschuldigt wurde und ihre Haftstrafe abgesessen hat, eine Detektei.
Soweit so gut.
Die Umsetzung allerdings fand ich beinahe katastrophal.
Zunächst einmal zu den Charakteren: Die Charaktere sind total aufgebauscht und unrealistisch. Vor allem die Beschreibung Amanda Pharells wirkt sehr unglaubwürdig und als würde man zwanghaft versuchen, einen speziellen Charakter zu erschaffen. Allerdings kam das bei mir überhaupt nicht so an, ich hatte eher das Gefühl, ein Kinderbuch zu lesen, da der Charakter so überspitzt und lächerlich war. Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, das überhaupt nicht zu einer kaltblütigen Mörderin passt, was ich passender und interessanter für die Story fände, auch ihre Art in Reimen zu reden, erzeugt einen sehr kindischen Eindruck.
Auch andere Charaktere wie die zwei bösen Cops des Dorfes, die als kleine Schweinchen bezeichnet werden und auch die Reporterin, die zunächst hinterhältig ist und an Informationen gelangen will und sich dann aber doch dazu entscheidet, Ted zu glauben, sind sehr klischeebeladen und passen meiner Meinung nach nicht in die Geschichte.
Was mir an der Geschichte gefallen hat, waren die beiden Verbrechen, die Ted und auch Amanda vorgeworfen wurden. Leider werden diese in den ersten zwei Dritteln so gut wie gar nicht thematisiert.
Die Haupthandlung des Buches ist die Suche nach dem vermissten Jake Scully. Diesen Handlungsstrang fand ich schrecklich. Lauter klischeebehaftete Personen, wie der reiche Autor, der eine Scheinehe führt, weil er schwul ist oder der pubertäre, wütende Sohn. Aber am allerschlimmsten war die Auflösung des Verbrechens. Zunächst einmal finde ich es äußerst unglaubwürdig, dass der gute Jake Scully von einem Krokodil gefressen wird. Wer lässt sich sowas einfallen?
Doch wie genau lösen Amanda und Ted den Fall? Durch einen Geistesblitz, den man nicht nachvollziehen kann und völlig an den Haaren herbei gezogen scheint. Ab da geschieht dann alles viel zu schnell. Die "Täter" werden überführt, was ich auch unglaublich unglaubwürdig fand.
Und plötzlich aus dem Nichts werden auch Teds und Amandas Fälle gelöst, obwohl es dafür vorher keine Anzeichen gab. Zack, Amandas Fall ist eindeutig gelöst und auf einmal findet sie heraus, wer an der Vergewaltigung des Mädchens schuld war und auch nur an einem so haarkleinen Detail, das vorher nie erwähnt wurde.
Generell wirkte es so, als hätte die Autorin zwanghaft versucht, einen Plottwist zu erschaffen und eine logische Erklärung für die Verbrechen von Amanda und Ted zu finden, ist aber kläglich dabei gescheitert und hat in letzter Minute irgendeine an den Haaren herbei gezogene Erklärung dafür gefunden und die Leser in Windeseile damit abgespeist, ohne genauer darauf einzugehen.
Im Großen und Ganzen war das Buch für mich leider ein Flop, ich hab mir wirklich viel mehr davon erhofft, da ich die Grundidee super spannend fand, allerdings ging es im Buch um ganz andere, meiner Meinung nach irrelevante Dinge wie das Verschwinden Jake Scullys.
Sollte es einen zweiten Teil geben, würde ich ihn dennoch lesen, da mir die Geschichte um Ted Conkaffey weiterhin interessant erscheint und Potenzial hat.

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