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84 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

harry potter, liebe, freundschaft, ebook, challenge

Fangirl auf Umwegen

Amelie Murmann
E-Buch Text: 236 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646928877
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als sicherlich größter Booknerd auf Erden gehen für die 18-jährige Luna quasi alle Träume auf einmal in Erfüllung, als sie eine Reise zu den Universal Studios in Orlando gewinnt, um die »Wizarding World of Harry Potter« zu besuchen. Dort erwartet sie und die anderen Gewinner die ultimative Challenge zu ihrer Lieblingsbuchwelt und Luna ist mehr als nur bereit, alles daran zu setzen, den ersten Platz zu ergattern. Leider macht ihr dabei ein gewisser Leo immer wieder einen Strich durch die Rechnung und das, obwohl er nicht mal annähernd ihr Fanwissen besitzt. Nach erbitterten Kämpfen um Zauberstäbe und Schulschals platzt Luna schließlich der Kragen – und sie lernt Leo plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen …

Ich war nie der größte Fan von Harry Potter. Ich mag die Bücher und Filme, aber ich fand es eigentlich immer das Fandom selbst viel cooler und wie HP Menschen verbindet. Das Reden über HP selbst. (Ja, und jetzt eben auch die Wizarding World...). Und genau darum geht es in Fangirl auf Umwegen. Nicht um Harry Potter selbst, sondern ihn und seine Wirkung in der „realen Welt“.
Hm, wo fange ich am besten an? Das Buch hat was von Panem (wegen dem Wettkampf), Charlie und die Schokoladenfabrik (wegen der goldenen Tickets für die Challenge) und Harry Potter (wegen des Handlungsortes), aber in Contemporary. Luna ist halt der absolute Booknerd, deshalb wird das ganze Buchzeug überallhin auf ihre Umgebung projiziert. Genau das hat Amelie gemacht: Sie hat genommen, was in allen unseren Booknerd-Köpfen ist und es zu einem Buch gemacht. Leute, ich finde das so cool! =D Es sind die ganzen Kleinigkeiten, die überzeugen. Dass Luna und Leo als Ginny und Draco „geshippt“ werden. Dass sie total begeistert sind über die Punkte in der Wizarding World, in denen man selbst zaubern kann. Oder wie sie mit ihrem Harry Potter-Wissen die Rätsel knacken.
Luna und Leo sind zwei sympathische Protagonisten. Luna ist der typische Booknerd, in dem wir uns wohl alle ein bisschen wieder finden. Und Leo ist ein ganz lieber, wie Draco in netter. ^^ Die Szenen mit den zweien zusammen sind fluffig süß und witzig. Einerseits kommen die beiden sich langsam näher und andererseits neigen sie dazu, Wortgefechte zu führen.
Am tollsten fand ich, wie Amelie die Wizarding World beschreibt und die magische Atmosphäre einfängt. Man merkt, dass sie den Park nicht nur kennt, sondern auch selbst liebt und das gibt dem Buch nochmal eine besondere Note. Wie schon erwähnt, ich will jetzt irgendwann auch unbedingt noch in die Wizarding World und ich gebe Amelie die Schuld daran.
Hm, was könnte ich noch sagen? Die Geschichte ist sehr kurzweilig und lässt sich sehr schnell lesen. Als ich Fangirl auf Umwegen gelesen habe, hatte ich eigentlich kaum Zeit zum Lesen, war aber trotzdem nach zwei Tagen durch. Es packt, es fesselt und nimmt einen mit und man merkt gar nicht, wie die Seiten vorbei fliegen.

Über die Autorin:
Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. Ihr Debütroman »Wanderer. Sand der Zeit« ist bei Impress, einem Imprint des Carlsen Verlags, erschienen.

Fazit
Leute, das schlechteste, was ich über dieses Buch sagen kann, ist, dass ich mich an einer Stelle gefragt habe, ob Harley Quinn wirklich aus Deadpool ist oder ob da ein Fehler rein gerutsch ist. Höchstens noch, dass das Buch zu wenig Seiten hat und ich nur zu gerne noch weiter gelesen hätte, aber ich habe echt nichts zu bemängeln. Fangirl auf Umwegen ist super und ich kann es jedem empfehlen, auch nicht-Harry Potter-Fans.

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132 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 62 Rezensionen

alchemie, london, code, jugendbuch, rätsel

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423761482
Genre: Kinderbuch

Rezension:

»Verrate es niemandem«
Bis zu dieser rätselhaften Warnung war Christopher Rowe eigentlich zufrieden mit seinem Leben als Lehrling des Apothekermeisters und Alchemisten Benedict Blackthorn. Er hatte ein Dach über dem Kopf, sein Meister lehrte ihn nicht nur, wie man Mittel gegen Warzen herstellt, sondern auch wie man verschlüsselte Botschaften knackt und Rätsel löst. Doch das alles ändert sich, als eine Serie mysteriöser Morde London heimsucht. Fast immer sind es Alchemisten, die getötet werden. Christopher spürt, dass sein Meister in Gefahr ist. Ihm bleibt nur wenig Zeit, die Mörder zu enttarnen und hinter ein Geheimnis zu kommen, das so mächtig ist, dass es die Welt zerstören kann …


Das Cover hat es mir angetan, diese coole Mischung aus Mysterie, Abenteuer und Rätseln. Zu gefühlten 80% war es daran Schuld, dass ich den Blackthorn Code lesen wollte und ich hatte echt Erwartungen an das Buch. Die große Stärke des Buches ist die ganze Alchemie-/Apothekerthematik und dass es kaum andere (Jugend)Bücher aus dem Bereich gibt.
Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Einerseits ist da Christopher, der ein bisschen eine Harry Potter-Rolle einnimmt, wenn ihr wisst, was ich meine. Er ist klug, hat Rätsel seines Meisters gelöst, die ich die paar Seiten, die ich Zeit gehabt hätte, sie zu knacken, nicht geschafft habe. Er ist loyal seinem besten Freund Tom gegenüber. Die Loyalität ist übrigens beidseitig, anfangs war ich mir zwar nicht so sicher, was das zwischen den beiden sein soll, doch mit der Geschichte entwickelt sich auch ihre Freundschaft insoweit, das man sieht, dass die zwei alles Mögliche für einander tun würden. Und Christophers Gefühle seinem Meister gegenüber, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen werde, sind glaubhaft beschrieben. Die zweite der Figuren ist der bereits erwähnte beste Freund Tom. Ich bin so froh, dass ich das Buch gelesen habe und nicht nach den ersten Kapiteln auf meinen Kopf gehört habe, der keine Lust auf so eine blöde Figur hatte! Am Anfang ist Tom nur der doofe Freund, der einfach allen Blödsinn mitmacht, den Christopher vorschlägt. Doch in ihm steckt noch viel mehr. Tom ist ein wunderbarer Freund und Bruder und ich mag ihn so sehr für alles, was er aus eigenem Antrieb für seinen besten Freund tut.
Ich hatte das Gefühl, ich gehöre nicht zum angesprochenen Publikum. Es liest sich wie ein Buch für jüngere Jungs. Gründe: 1. Es kommen im ganzen Buch höchstens vielleicht 10 Mädchen oder Frauen vor. 2. Ständig kriegt irgendwer etwas in die Weichteile. (Kann mir übrigens mal jemand erklären, wieso das so lustig sein soll?) Das sind zwei Punkte, die ich herauskristallisiert habe. Die Geschichte hat einfach eine Atmosphäre um sich, die eher auf Jungs ausgerichtet ist, besser kann ich es nicht mehr beschreiben. Dennoch kann man das Buch auch so echt gut lesen. Es waren dadurch halt Kleinigkeiten dabei, die ich nicht so super fand, aber hey, ich hatte trotzdem Spaß an dem Buch!
In diesem Buch gibt es keine Liebesgeschichte. Für mich etwas ungewöhnlich, in den meisten Büchern, die ich lese, gibt es wenisgtens am Rand eine, aber alles andere hätte auch nicht gepasst. Stattdessen wird der Fokus auf das Lösen des Rätsels, des Blackthorn-Codes, und die Such nach dem Mörder gelegt.

Über den Autor:
Kevin Sands hat Theoretische Physik studiert und bereits als Wissenschaftler, Unternehmensberater und Lehrer gearbeitet. Er lebt in Toronto. ›Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten‹ ist sein Debüt.

Fazit
Der Blackthorn-Code ist ein fantastisches Buch! Ich fühlte mich zwar nicht immer angesprochen und hatte einige Kleinigkeiten, die mich gestört haben, doch die tollen Figuren, die Thematik und der Handlungsverlauf gleichen das mehr als nur aus.

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mona kasten, begin again, liebe, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

3,5 Sterne

Neuer Name, neue Frisur, neue Stadt: Hunderte Meilen von ihrer dunklen Vergangenheit entfernt will die junge Studentin Allie Harper noch einmal ganz von vorne beginnen. Alles, was ihr für den Neuanfang noch fehlt, ist ein WG-Zimmer. Als sie auf den unverschämt attraktiven Kaden White trifft, ist ihr klar: Dieser Kerl mit seinen Tattoos und der mürrischen Art ist so ziemlich der Letzte, mit dem sie sich eine Wohnung teilen will. Doch als alle Stricke reißen, bleibt Allie keine andere Wahl. Kaden, der eigentlich auf keinen Fall eine weibliche Mitbewohnerin haben wollte, stellt sofort Regeln fürs Zusammenleben auf: keine Gefühlsduselei und schon gar keinen Körperkontakt! Zunächst kein Problem, doch mit der Zeit kommen sich die beiden näher – und irgendwann weiß Allie nicht mehr, ob sie seine Regeln noch einhalten kann ...

Begin Again wird zur Zeit ja desmaßen gehypt, hauptsächlich wohl wegen der Autorin, Mona. 66% der Bewertungen bei Goodreads sind 5 Sterne und als ich angefangen habe war der Prozentsatz noch höher und man konnte nichts außer völlig begeisterten Meinungen und Kommentaren lesen. Leute, ihr alle seid Schuld, dass meine Erwartungen so durch die Decke geschossen sind!
Ich fand das Buch gut, aber eben nicht so überwältigend gut. Es ist eben typisch New Adult.
Einen dicken Pluspunkt kriegt Begin Again von mir dafür, dass Allies Geschichte nicht das ewige „Ich wurde vergewaltigt und xy bringt mich darüber hinweg“ ist. Eine tragische Vergangenheit KANN auch anders aussehen, Begin Again ist dafür ein super Beweis. Gerade die amerikanischen Autorinnen können sich davon gerne ein Stückchen abschneiden.
Dieses Buch besteht aus lauter super tollen sympathischen Charakteren. Ich finde Allies Persönlichkeit so gut beschrieben. Man fühlt mit ihr, versteht sie und versteht auch vor allem ihren Drang, sich von der Vergangenheit zu befreien. Dawn ist mein Liebling gewesen, die kleine, süße Dawn, die die beste Freundin ist, die Allie je hatte und die zu ihr gehört wie... [hier irgendwas einsetzen, was untrennbar mit einander verbunden ist] und ich freue mich schon wahnsinnig auf ihre Geschichte. Spencer, Ethan, Scott, Monica, sie alle kommen mir wie Freunde vor und es hat Spaß mit ihnen gemacht.
Ihr merkt, wer in der Aufzählung fehlt? 100 Punkte an jeden, der Kaden gesagt hat. Kaden hat seine Momente, er kann echt süß sein und viele der Dialogie zwischen ihm und Allie machen Spaß zu lesen. Aber zu gefühlt 50% geht es bei dieser Art Bücher doch darum, dass man den Love interest mag und trotz seiner guten Momente hat Kaden mich leider nicht überzeugt. Ich werde nicht weiter ins Detail gehen, aber er hat so einige Aktionen abgezogen, die meiner Meinung nach unverzeihlich sind und ihn mir daher unsympathischer gemacht haben. Allie verzeiht ihm irgendwann (natürlich), aber ich konnte das nicht, ich hätte es ehrlich gesagt auch nicht allzu tragisch gefunden, wenn die zwei am Ende nicht zusammen gekommen wären.
Allgemein war es mir manchmal etwas zu dick aufgetragen. Teilweise gibt es so unwahrscheinlich dramatische Szenen, bei denen ein, zwei Schichten weniger auch nicht geschadet hätten. Das ist nur mein persönlicher Geschmack und ich finde, die Geschichte hatte mit Allies Vergangenheit und meinetwegen noch der Beziehung zu Kaden schon genug Drama, es braucht doch nicht jeder eine furchtbar tragische Vergangenheit gehabt zu haben, bevor er an die Uni kam.

Über die Autorin:
Mona Kasten, geboren 1992, lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen im Norden Deutschlands. Ihre Vorliebe für Kaffee und Schokolade ist mindestens so groß wie ihre Faszination für Worte, die sich bereits im Kindesalter tief in ihr verankert hat. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, vloggt sie über Bücher, Filme und alles, was sonst noch Lebensfreude macht.

Fazit
Allgemein fand ich das Buch schon ganz gut. Ich würde, gerade, wenn man Mona und ihre Videos nicht kennt, raten, die Erwartungen vielleicht nicht gaaanz so hoch zu setzen und nicht die Neuerfindung des Genres zu erwarten, aber wenn man Lust auf eine coole Protagonistin, Spaß (nicht doppeldeutig gemeint ^^) und New Adult hat, macht man mit Begin Again sicher nicht viel verkehrt.

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jugendbuch, umzug, schwarzer humor, todesarten, tod

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen …

Wisst ihr, was ich an diesem Buch so cool fand? (Na gut, einiges; aber ganz besonders cool?) Das Duo Anna Pfeffer hat das mit den deutschen Anspielungen drauf. In Büchern fallen oft Bemerkungen zu Disney, zu Harry Potter, zu irgendwelchen amerikanischen Superstars. Die beiden Autorinnen schaffen es, auch deutsche Anspielungen unterzubringen, ohne, dass es sich irgendwie anders oder gezwungen anfühlt. Wenn mir jetzt noch ein weiteres Beispiel außer Cro einfallen würde... Aber der reicht eigentlich völlig aus, um meinen Punkt zu machen. Das Buch spielt in Deutschland, wieso sollte die deutsche Kultur und die deutschen Stars da nicht einfließen?
Das Buch glänzt mit der tollen Hassliebe-Beziehung, die sich von den vielen üblichen Geschichten aus dem Bereich unterscheiden. Eriks und Emis Hass auf einander geht fließend in eine Art Freundschaft und mehr über, sodass man nicht genau festmachen kann, wo der eine Abschnitt ihrer Beziehung endet und ein anderer anfängt. Es wird einem nicht von der großen, legendären Liebe erzählt, von der man als Leser aber nichts mitbekommt, nein, hier ist genau das Gegenteil der Fall und ich finde es toll. Das macht die Geschichte realistischer und, naja, so viel angenehmer zu lesen, weil man nicht alles vorgesetzt bekommt, sondern selbst entdecken darf, was sich zwischen Emi und Erik entwickelt.
Emi ist eine fantastische Protagonistin. Sie ist vom Typ „sympathischer Außenseiter“, sie ist eine Einzelgängerin und sie hätte eigentlich locker die Rolle des beliebten Mädchens der Schule übernehmen können. Mit ihrem schwarzen Humor und ihrem Selbstbewusstsein hätte sie das Zeug dazu, wenn Make Up mal out wird und die „üblichen Beliebten“ ihren Reiz verlieren. Emis Art nimmt einen ein, ich bin ihr fast sofort verfallen.
Erik... Erik lässt sich genauso wenig einfach in eine Kategorie stecken. Die zwei sind eben dynamisch und lebendig, unglaublich, wie gut das Autorenduo das eingefangen hat. Erik, dieser coole, unsympathische Blödmann, den man in jeder Szene etwas anders sieht.
Wenn man es ganz genau nimmt, ist die Geschichte nichts Neues, aber Anna Pfeffer haben so viele kleine, originelle Sachen eingebracht, dass es mir fast so vorkommt. Dieses Buch ist mit so vielen einfach gar nicht zu vergleichen. Zum Beispiel Emis Hobby, skurille Tode zu sammeln und den Leuten um sie herum Tode zu verpassen, wenn sie von ihnen genervt ist. Wie cool ist das denn?? Es liest sich so gesagt etwas seltsam, aber glaubt mir, es ist witzig liebevoll geschrieben und es ist mir so neu gewesen. Oder, ein weniger extremes Beispiel: Emis Familie. In vielen Jugendbüchern ist die Familie die absolute Bilderbuchfamilie, der Horror oder gar nicht da. Aber Emis Familie ist so viel näher an der Realität dran. Die Familie ist da und spielt ein große Rolle in ihre Leben. Einerseits liebt Emi sie und andererseits ist sie genervt und streitet sich mit ihrem Bruder. JA! Genau so ist es, genau so nehmen Jugendliche ihre Eltern wahr, gerade in dem Alter. Und ich bin begeistert, wie toll Anna Pfeffer auch das getroffen hat.

Über die Autorin(nen):
Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet. Schon damals entwarfen sie Geschichten, die aus Lehrern paranoide Agenten und aus Mitschülern tragische Helden machten. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 71 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund und schreiben noch immer zusammen. „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ihr erster Jugendroman.

Fazit
Ich bin ganz und gar überzeugt und meinen Geschmack getroffen! Anna Pfeffer haben Personen und Beziehungen mitten aus dem Leben geschrieben und eine fesselnde Geschichte drum herum gewickelt. Es ist jetzt 10 Tage her, seit ich Für dich soll's tausend Tode regnen beendet habe und beim Tippen kriege ich gerade wieder große Lust, wieder in den tollen Schreibstil einzutauchen und zu den Figuren zurückzukehren.

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martina riemer, übernatürliche wesen, monster, kämpfe, liebe

Monster Geek

May Raven
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783959912716
Genre: Fantasy

Rezension:

45 Jahre in der Zukunft lebt Jessamine Diaz als Gildenjägerin. Im Untergrund verborgen, spürt sie Vampire, Werwölfe und andere absonderliche Wesen auf und bringt sie zur Strecke. Ein ansehnlicher Sold führt Jess von ihrer Heimatstadt Montreal nach Tschechien, wo seit zwei Wochen Kinder spurlos verschwinden. Obwohl sich Jess einredet, diesen Auftrag nur wegen des Geldes anzunehmen, weiß sie, dass sie es für die Kinder und deren zerstörte Familien tut, die sie an ihr eigenes Schicksal erinnern.
Vor Ort mischt sich der Polizeichef Petr in ihre Untersuchungen ein und zudem kommt ihr der hartnäckige Pfarrer Matej in die Quere, der heißer aussieht, als gut für ihn ist. Damit bringen nicht nur die Monster, sondern auch die beiden Männer Jess gehörig ins Schwitzen...


Leute? Martina Riemer/May Raven hat es drauf! Es geht zwar in eine andere Richtung als man es von ihr bisher kennt, aber trotzdem erkennt man ihren Stil wieder, wer Martinas YA/NA Bücher mochte, wird bestimmt auch mit Jess seinen Spaß haben.
Jess ist cool. Sie ist eine coole, toughe und selbstbewusste Bad-Ass-Monsterjägerin mit einem weichen Kern und einer weiblichen Seite und dieser Mix ist echt gut gelungen. Es macht Spaß mit ihr und ich konnte sie oft gut verstehen. Am sympathischsten macht sie mir, dass sie sich für den Auftrag hauptsächlich wegen der Kinder entschieden hat, DAS ist Jess (zumindest eine Seite von ihr) und DAS ist es, was sie ausmacht.
Jetzt überlege ich, wie ich etwas über Matej sagen kann, ohne wie ein sabbernder Teenie zu wirken. Äh, er ist nett? Wenn Matej nicht total heiß ist, dann weiß ich auch nicht und er ist tatsächlich nett, nicht der übliche Bad Boy, den man an dieser Stelle erwarten würde und in der Runde, in der ich dieses Buch gelesen habe, sind wir ihm alle verfallen. xD Auch hier wieder hat Martina einen hammer Mix geschaffen, auch wenn ich mir nach wie vor ziemlich sicher bin, dass sie ihn nur zum Pfarrer gemacht hat, um die ganzen Pfarrer-Witze bringen zu können. =P
Aber auch die Welt um die Figuren herum wirkt ungewohnt und interessant. Zum einen wäre da eine Kleinstadt Tschechiens als Handlungsort. Man merkt, dass das Buch nicht in Amerika, Deutschland oder einem der anderen Länder stattfindet, in denen die Geschichte sich abspielt. Es ist so ein Gefühl beim Lesen, etwas Anderes. Zum Anderen spielt das Buch 45 Jahre in der Zukunft und Martina hat sich einiges für diese Zeit ausgedacht. Die technischen Entwicklungen finde ich besonders spannend, von den HandChips, die Handy, Kreditkarte und alles Mögliche andere ersetzen, bis hin zu den GleitZügen, mit denen man innerhalb von nur ein paar Stunden bis ans andere Ende der Welt reisen kann.
Diese ganze Atmosphäre hat mir jedoch etwas besser gefallen als das Buch selbst. Monster Geek liest sich wie Nalini Singh, Jennifer Estep und andere bekannte Autorinnen aus der Richtung, auf deren Namen ich gerade nicht mehr komme (bzw. so, wie ich mir ihre Bücher in etwa auch vorstelle). Es hat typische Elemente, die man so schon hunderte Male gelesen hat und Wendungen, die mich genau deshalb nicht so überraschen und begeistern konnten, wie ich es gerne gewollt hätte. Gerade weil die Figuren und das ganze Drumherum so cool und besonders ist, hätte mir noch gefehlt, dass Jess' Fall weniger vorhersehbar ist und, naja, eben auch besonderer.
Mein anderes kleines Problem, das ich habe, ist eines, dass ich mit Martinas Büchern generell habe. Für meinen Geschmack war das Buch an manchen Stellen einen Tick zu dramatisch, etwas zu dick aufgetragen. Das ist keine Kritik, aber da es auch in meine Wertung mit einfließt, wollte ich es zumindest mal erwähnt haben.

Über die Autorin:
May Raven schreibt Liebesromane mit und ohne Fantasy im Erwachsenenbereich, in denen es auch einmal so richtig heiß hergehen kann. Wie andere Autoren hat sie schon immer gerne gelesen, sich mit sexy Romanhelden auf spannende Ausflüge begeben und von mutigen Magiern, mystischen Wesen, blutigen Kriegern oder aber auch schillernden Glitzerstaub verzaubern lassen. Diese Liebe zu Büchern möchte sie mit ihren Geschichten anderen ebenfalls näher bringen und hofft, die Leser genauso mitzunehmen und zum Träumen zu bringen, wie es ihr beim Schreiben ergangen ist.

Fazit
Monster Geek glänzt mit tollen Figuren, super Witzen, einem ungewöhnlichen Handlungsort und macht Spaß! Ich habe noch etwas mehr von dem Buch erwartet, dennoch kann ich es echt empfehlen. Ich bin jedenfalls neugierig auf mehr von Jess und wie die Geschichte weiter geht.

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nina mackay, plötzlich banshee, banshee, fantasy, feen

Plötzlich Banshee

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492703932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Yay, es ist ja so toll, den Hater für ein halbwegs beliebtes Buch zu spielen! Nicht! Ich wollte das Buch mögen, wirklich! Banshees sind noch kaum auf dem Markt präsent und da hätte das Buch alle Möglichkeiten offen gehabt. Teen Wolf zeigt doch, wie cool die sein können! Plötzlich Banshee hat mich teilweise echt an meine Grenzen gebracht und (es tut mir selbst fast schon weh, das zu schreiben) ich hasse es.
Meet Alana: Sie ist die Tollpatschigkeit. Egal, was auch immer sie sonst für Eigenschaften hat, es geht nichts, ohne dass sie über irgendwas oder irgendwen stolpert, irgendeine Dummheit macht oder sonst irgendwas, für das der ganze Raum sie bitte ganz peinlich anstarren darf. Eigentlich soll sie auch Privatdetektivin sein, aber wie geht das denn bitte? Ich kenne Alana jetzt schon 400 Seiten lang und sie hat nichts, absolut NICHTS gemacht, was auch nur darauf hinweisen würde. Yay, ein Mal hat sie ein paar Begriffe gegoogelt. Das kann ich auch. Bin ich jetzt auch Veronika Mars? Verdammt, nicht mal die blöde Katze der Nachbarin hat sie gefunden, die hat ihr bester Freund aufgegabelt!
Meet Dylan: Der Love Interest, der unserer Protagonistin natürlich sofort verfällt, obwohl sie ihn mit aller Kraft zurück stößt. Ihm muss ich zumindest zu Gute halten, dass man ab und zu sogar merkt, dass er Polizist ist. Aber wozu genau waren die paar kurzen Stellen aus seiner Sicht? Um mir zu zeigen, wie scharf er auf Alana ist und dass er gar nicht anders KANN, als sie zu leben? Oh, darauf wäre ich sonst ja niiieee gekommen.
Das Buch ist einfach mega dämlich und, wenn man auch nur halbwegs viel liest, auch sehr vorhersehbar. Ich fange mal mit dem Vorhersehbaren an. Sorry, aber ich habe auf jede Wendung grundsätzlich schon mindestens 10 Seiten früher gewartet, tendenziell mehr. Ich meine, zum Beispiel, dass der beste Freund in sie verliebt ist? Das hat man schon in der ersten Szene gemerkt, in der die zwei Zusammen waren und das war auf Seite 15 oder so! Bis zum Liebesgeständnis dauert es aber noch mindestens das halbe Buch. Oder im „Showdown“ fehlt eine Person. Huch, die ist der Bösewicht? WER KOMMT DENN NUR AUF SOWAS? Ich könnte euch da echt dutzende Beispiele nennen. Und das zusammen mit Alanas dämmlichen Bemerkungen, dämmlichen Handlungen und denen von allen anderen Figuren zusammen, das hat mich echt fertig gemacht. Ein SERIENMÖRDER läuft frei in der Gegend herum und Alana läuft trotzdem ganz alleine in die Nacht hinaus, sie liest WhatsApp-Nachrichten, während sie gerade Auto fährt, geht es eigentlich noch blöder? Ich kaufe ihr nicht ab, dass sie schon fast 21 sein soll. In dem Alter sollte man doch BITTE zumindest so viel Hirn im Kopf haben oder meinetwegen auch nur Überlebenswille, dass man NACHDENKT, bevor man sich einfach mal so in Lebensgefahr begibt.
Oft sollte diese blöde Dämlichkeit anscheinend als Humor getarnt werden. Nur so kann ich mir erklären, wie andere Leser dieses Buch witzig finden können. Es gab ganz genau eine Stelle, die ich halbwegs lustig fand. Eine! Auf 400 Seiten. Aber nein, tut mir leid, ich kann nicht darüber lachen, wenn jemand hinfällt oder vergleichbares. Das war noch nie mein Humor und das wird er auch nie sein. Es ging mir einfach nur sehr stark auf die Nerven, wie oberflächlich, tollpatschig und schwer von Begriff Alana (+andere Figuren) auf dessen Kosten erscheint, das ist einfach nicht lustig.
Kurz vor dem Ende hatte ich noch wirklich Hoffnung. Es gab eine Szene, die das Potential für ein mega geniales Ende gehabt hätte, die die Geschichte für mich zumindest ein bisschen gerettet hätte. Ja, das Schlüsselwort ist HÄTTE. Es HÄTTE genial werden können, aber leider hat die Autorin den einfachen Weg gewählt und ist doch wieder zu dem blöden vorhersehbaren Pfad zurück gekehrt.
Habe ich eigentlich schon über die „Liebesgeschichte“ geredet? Die ist so künstlich und konstruiert. Dylan ist aus dem Blauen heraus plötzlich in Alana verliebt, Alana hat irgendwann, als sie ihn zur Ablenkung von ihren Banshee-Kräften küsst, gemerkt: „Oh, der Kerl ist attraktiv!“ Am meisten auf die Nerven geht mir, wie wenig Mühe sich die Autorin dabei gegeben hat. „Hey Alana, ihr solltet zu unserem Ball kommen. Das ist DIE Möglichkeit, die feenkillende Sekte aufzuhalten, auf die wir gewartet haben könnten und nein, das ist AUF KEINEN FALL ein Versuch, uns zu verkuppeln.“ Das macht so gar keinen Spaß mehr!

Über die Autorin:
Nina MacKay, geboren irgendwann in den ausgeflippten 80er Jahren, arbeitet als Marketing Managerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Charakteren. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihre größte Leidenschaft.

Fazit
Ich wollte es mögen, das wollte ich wirklich sehr und es tut mir sehr leid, falls ich mit meiner Rezension irgendwem auf die Zehen trete. Aber ich fand das Buch dämlich, vorhersehbar und nervig und ich konnte ihm absolut gar nichts abgewinnen. Vielleicht hat noch jemand Spaß daran, der erst ganz wenig gelesen hat und nicht direkt alles durchschaut oder jemand, der einen anderen Humor hat. Herrgott, es gibt ja jetzt schon genug Leute, die es gut fanden! Wenn euer Geschmack aber in etwa in die selbe Richtung geht, dann spart euch die Zeit, es lohnt sich nicht.

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93 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, road to forgiveness, schmerz, herzenswege, verlust

Road to Forgiveness

Martina Riemer
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551300577
Genre: Liebesromane

Rezension:

4,5 Sterne

Ava hat zu viel verloren, um noch ihren Träumen hinterherzujagen. Nicht einmal der Klang ihrer Violine kann sie von dem Schmerz ihrer Vergangenheit befreien. Bis sie an der Uni auf Nathan trifft. Ein BWL-Student, der ebenso viel Leid in seinem Blick trägt wie sie selbst und der ihr erst so fern und dann so nah erscheint. Als sie sich begegnen, weiß keiner vom Leben des anderen, sie sehen nur, wer sie heute sind, und werden unweigerlich voneinander angezogen. Aber auch die größte Liebe wird irgendwann vom Schatten der Vergangenheit eingeholt …

Letztes Jahr habe ich Road to Hallelujah gelesen, das Buch von Nats Schwester Sarah und seinem besten Freund Johnny und es sehr gemocht und ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass Nat und Ava mich noch mehr überzeugen würden. Es ist deutlich ernster und wirkt erwachsener als der Vorgänger. Vielleicht hat gerade einfach meine Stimmung gepasst, vielleicht ist das Buch wirklich besser, ich habe es jedenfalls geliebt.
Ich bin echt begeistert. Road to Forgiveness hat einerseits eine ganz ähnliche Stimmung wie die üblichen New Adult-Romane, ist aber andererseits nicht so ausgelutscht und viel origineller als diese. Im New Adult ist es doch oft das selbe: Mädchen wurde irgendwann vergewaltigt und durch Junge kommt sie endlich darüber hinweg. Daher fand ich es erfrischend, dass Martina Ava und Nat andere Steine in den Weg gelegt hat andere Probleme, die sie überwinden müssen.
Ava ist der Hammer. Nat hatte es nicht schwer, ihn mochte ich bei RtH schon, aber auch Ava hat mich schnell für sich gewonnen. Sie ist tough und lässt sich nicht unterkriegen (außer von dieser einen Sache...) und sie hat trotzdem einen tollen Humor. Sie schaut sich, ganz mädchenhaft, gerne kitschige Teeniefilme an und sie hat die Stärke, mit ihren Abgründen seit dem Unfall weiterzuleben. Okay, das ist erst das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe, aber Ava ist für mich zweifellos ihre beste Figur bisher, da werden es alle anderen nicht leicht haben.
Die Liebesgeschichte ist genau so, wie es eine Liebesgeschichte sein sollte: Nicht zu schnell und doch innig. Zwischen Ava und Nat besteht eine Verbindung, das spürt man von ihrer ersten Begegnung an und sie baut sich schon fast frustrierend langsam auf. Es hat ungelogen mehr als das halbe Buch gedauert, bis die zwei sich auch nur geküsst haben!
Am meisten an diesem Buch liebe ich, dass ich nicht das Gefühl habe, dass Nat Ava rettet oder Ava Nat. Die zwei bringen sich gegenseitig dazu, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, sie bringen sich dazu, dass der jeweils andere sich selbst rettet und das finde ich toll.
Für mich sind es keine vollen fünf Sterne, das liegt aber nur Kleinigkeiten. Einige Stellen waren mir zu klischeehaft dramatisch, unnötige Komflikte, die man nicht unbedingt gebraucht hätte. Alles in allem hat es mich aber nicht allzu sehr gestört und trotzdem Spaß gemacht.

Über die Autorin:
Martina Riemer wurde 1985 in Niederösterreich geboren und wohnt nun in Wien. Zurzeit ist sie als Sachbearbeiterin mit eher zahlenlastigen Arbeiten beschäftigt. Privat geht sie ihrer Leidenschaft Bücher zu lesen und eigene Geschichten zu schreiben mit Freude nach. 2014 hat sie ihre ersten beiden Bücher veröffentlicht und es damit bei Lovelybooks sogar auf Platz 3 der besten Debütautoren des Jahres geschafft.

Fazit
Ich habe es nicht erwartet, aber Road to Forgiveness habe ich noch mehr geliebt als Road to Hallelujah. Es ist eine typische New Adult-Geschichte, aber mit originellen Ideen und tollen Figuren, deshalb würde ich die Geschichte jedem empfehlen, der das Genre mag, aber keine Lust auf die immergleiche Handlung hat.

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

freundschaft, blog, kino, film, jess

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen

Cornelia Franke
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.07.2016
ISBN 9783570310144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

3,5 Sterne

Jess große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt ...

Das Innere des Buches ist nicht so rosarot wie der Umschlag! Das erstmal vorweg. Auch wenn das ganze Pink schon etwas hat. =)
Ich habe Wär mein Leben ein Film... ganz gerne gelesen, aber es ist so ein Buch, zu dem ich bewusst greifen musste. Wisst ihr, was ich meine? Es lässt sich gut lesen, aber es hat mich nicht so gefesselt, dass ich jedes Mal, wenn ich es zur Seite legte, gleich wieder weiter lesen wollte. Wär mein Leben ein Film... erzählt eine eher ruhige Geschichte, die darauf setzt, dass man sich mit Jess identifiziert und ihre Beziehungen zu ihrem Vater und ihren Freunden mitverfolgen will. Ich finde das gar nicht so schlecht, an manchen Stellen hat es mich trotzdem vollkommen mitgerissen, aber ich hatte das Gefühl, dass die Filmwelt für Jess das ist, was für mich die Buchwelt ist. Ich lebe in der Buchwelt und könnte bestimmt ein Buch-Wer wird Millionär? ohne Probleme durchspielen und ich kenne einen gewissen Teil der Filme, die man anscheinen kennen muss, aber bei Jess Filmleidenschaft fühlte ich mich etwas außen vor.
Wie gesagt, ich habe das Buch trotzdem gerne gelesen. Ich fand Jess manchmal etwas sehr kindisch, aber sie ist so schön normal, leidenschaftlich,stur und immer mit einer schlagertigen Erwiderung auf den Lippen, wenn Klassenzicke Antonia mal wieder auftaucht, ein bisschen so, wie meine Schwester in ein paar Jahren vielleicht sein wird. Auch ihre Freunde sind klasse, absolute Fantasy, Sci-Fi bzw. IT, auch wenn ich mir mehr Szenen mit Tom, dem totalen Sci-Fi-Fan gewünscht hätte.
Die Freunschaft/Beziehung zwischen Jess und Marvin (Jarvin =P) ist besonders süß. Spätestens auf Seite 32, als Lisa andeutet, wie blind Jess ist, merkt man, dass Marvin mehr von ihr will. Ich habe mich oft genug über Jess Blindheit gewundert, aber das hat Marvin nicht davon abgehalten, sich total süß um Jess zu kümmern und für sie da zu sein, wenn sie ihn brauchte.
Des Weiteren wäre ein Buch über Filme nicht vollständig ohne Anspielungen auf jede Menge Filme, oder? In der Leserunde, in der ich das Buch gelesen habe, hatten wir so eine Art Spiel laufen, wer die meisten Anspielungen findet und die Listen beweisen, dass die Autorin nicht mit ihnen gespart hat.
Das Buch spricht jedoch auch ernstere Themen an wie (Cyber)Mobbing, Verlust und generell schwierige Verhältnisse in einer Familie. Ich persönlich war nicht darauf gefasst und ich weiß ehrlich nicht, ob ich das Buch gelesen hätte, wenn ich es vorher gewusst hätte (persönliche Ansichten einfach), dennoch finde ich es gut, dass es thematisiert wird. Das Buch richtet sich an jüngere Leser und ich denke, gerade in dem Alter ist es wichtig, die Leute auf sowas aufmerksam zu machen und nicht totzuschweigen.

Über die Autorin:
Cornelia Franke wurde 1989 in Mönchengladbach geboren. Nach ihrem Abitur zog sie nach Berlin, studiert Kulturwissenschaften und arbeitet freiberuflich als Lektorin im Bereich Jugendbuch und Fantasy. Seit 2011 engagiert sie sich für Schreibworkshops an Schulen.

Fazit
Wär mein Leben ein Film... ist eine süße Geschichte aus dem normalen Leben, die aber auch ernstere Themen behandelt. Das Buch war nicht ganz meins, aber trotzdem habe ich es gerne gelesen und Jess und ihre Freunde gern gehabt.

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52 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

lovestory, new york, meg leder

Museum of Heartbreak

Meg Leder , Henriette Zeltner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.07.2016
ISBN 9783570172650
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung, enthält Spoiler!

Eine Gebrauchsanleitung in Sachen Liebe sollte wirklich endlich mal jemand schreiben!, findet die 17-jährige Penelope, als sie mit Karacho in ihre erste große Liebesgeschichte reinrauscht und, ohne über Los zu gehen, erst wieder an der Abfahrt »Herzensleid« zum Stehen kommt. Darauf bereitet einen wirklich keiner vor, weder Eltern noch Lehrer noch sonst wer von den angeblich so Erwachsenen. Genau betrachtet haben die nämlich auch kein Patentrezept in Sachen Liebe parat. Also beschließt Penelope, selbst dieses Buch zu schreiben, die Geschichte ihrer großen Liebe und deren Scheitern, entlang an all den kleinen Erinnerungsstücken, die sich durch Penelopes Liebesleben ziehen: vom ersten Händchenhalten im Kindergarten über den ersten kumpelig-peinlichen Kuss mit 11, bis hin zum ultimativen Date mit Mr Right.

Es gibt allgemein zwei Gründe, wieso ein Buch von mir nur einen Stern kriegt. 1. Ich breche es ab. Es hat noch nicht mal geschafft, mich bis zum Ende zu halten. 2. Ich hasse es leidenschaftlich und/oder rege mich die Ganze Zeit auf. Museum of Heartbreak erfüllt den letzten Punkt, aber hallo. Es dauerte nicht langsam, bis die ersten Sachen und Figuren mich zur Weißglut brachten. Vielleicht bin ich inzwischen zu alt für diese Art von Buch?
Erstmal was ich erwartet habe: Ich habe eine Geschichte erwartet, in der unsere Protagonistin uns anhand von Gegenständen vorstellt, was für Erfahrungen sie mit Jungs hatte. Was weiß ich, ein Buntstift aus dem Kindergarten, der sie an den Jungen erinnert, mit dem sie Händchen gehalten hat und ein besonderer Pulli, den sie anhatte, als sonst was passiert ist. Ein bisschen so, wie To all the boys I've loved before auch klingt. Aber der Titel ist irreführend. Es wird im Grunde nur eine ganz normale Geschichte erzählt und während dieser paar Wochen(?) bewahrt Pen einige Sachen auf, die sie Prinz Charming am Ende in ihrem Museum of Heartbreak vorstellt. Das ist so viel flacher und eindimensionaler, als ich es mir vorgestellt habe.
Es ist fast von Anfang an klar, dass Pen am Ende mit ihrem besten Freund Eph zusammen kommen soll, dem „groß gewachsenem, gut aussehendem Hottie“. (würg) Schön und gut, aber zwei Sachen haben mich daran massiv gestört. Zum einen hasse ich Eph, wirklich, ich hasse ihn zutiefst. Er ist unsympathisch, eklig, kindisch und ich habe gehofft, dass er und Pen sich endlich zerstreiten, damit ich ihn bis zum Ende des Buches nicht mehr sehen muss. Lesen. Wie auch immer. (Spoiler: So viel Glück hatte ich nicht.) Und der andere Punkt war, dass das Buch damit beginnt, dass Pen sich total in den Neuen in der Klasse verknallt, den perfekten Traummann, bis er gegen Ende doch nicht mehr so perfekt ist, weil er Epf Platz machen muss. Ich fand diese Beziehung so gezwungen, vom Anfang bis zum Ende und kann kein bisschen nachvollziehen, wie Pen nur so blind sein konnte. Zum Beispiel nennt er sie immer Scout und ich bin mir zu 90% sicher, dass er das tut, weil er sich ihren Namen nicht gemerkt hat. Yay, Romantik pur!
Um nochmal zu dem „kindisch“ zurückzukommen: Pen war genauso schlimm. Sie ist 17, aber sie benimmt sich wie höchstens 12. Sie ist so eine egoistische, blöde Kuh, bei der es immer nur um sie gehen muss und die sich selbst viel zu wichtig nimmt. Ich muss nicht verstehen, was nicht nur einer, sondern gleich zwei Typen an ihr finden, oder? Das Highlight war ja, als sie mit ihren beiden besten Freunden zerstritten war und nicht mal auf die Idee kam, dass sie sich vielleicht entschuldigen könnte.
Mal ganz abgesehen davon, konnte ich aber auch den Kleinigkeiten absolut nichts abgewinnen. Es gibt Bücher, die ich nicht mag, aber zumindest gibt es eine Figur oder irgendeinen anderen Aspekt, den ich noch ganz gut fand. Aber das geht hier einfach nicht. Das Buch ist flach und eindimensional und voll mit zu vielen zu gewollten Anspielungen. Man muss nicht 1000 Prominamen, Filmtitel, Musiker und was nicht sonst noch alles erwähnen, um „cool“ zu sein. Außerdem hatte ich bei einem großen Teil dieser Anspielungen das Gefühl, beleidigt zu werden. Ein Charakter tut an einer Stelle so, als würde er Miley Cyrus nicht kennen und alle um ihn herum regen sich direkt auf. Pen will zu einem Date kein High School Musical T-Shirt anziehen, weil man sie für einen „16-jährigen Disney-Fan“ halten könnte. WEN INTERESSIERTS? Es ist doch kein Drama, wenn man einen Star nicht kennt und ich kenne Leute, die älter sind als ich und Disney lieben. Die Autorin wirbelt nur unnötig Staub auf, aber das hätte sie lieber ganz lassen sollen, dadurch ist sie mir nur auch unsympathischer geworden.

Über die Autorin:
Meg Leder ist Korrektorin für verschiedene Fachzeitschriften und Fachverlage in New York City. Bekannt wurde sie vor allem durch ihr viel gelobte Nachschlagewerk "The Handbook of Novel Writing". Meg Leder hat seit neuestem ihren Hort in Brooklyn, NY.

Fazit
Sorry, aber nein. Vielleicht haben jüngere Leser noch Spaß an dem Buch, aber für mich war es ein einziger Reinfall. Ich fand die Figuren ausnahmslos alle unsympathisch und unreif dafür, dass sie schon fast erwachsen sein sollen und die Anspielungen haben einen großen Teil der Geschichte ausgemacht, sind aber sehr unglücklich eingebracht. Ich bin jedenfalls sehr froh, dieses Buch hinter mir zu haben.

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226 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 69 Rezensionen

paris, liebe, adriana popescu, paris du und ich, jugendbuch

Paris, du und ich

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.07.2016
ISBN 9783570172322
Genre: Jugendbuch

Rezension:

4,5 Sterne

Romantik pur hatte sie geplant – eine Woche Paris bei ihrem chéri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss die sechzehnjährige Emma feststellen, dass Alains »Emma« inzwischen »Chloé« heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhanden gekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafés au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf ihre Art. Paris für Entliebte – mit Chillen auf Parkbänken, Karussellfahren auf alten Jahrmärkten, stöbern in schrägen Kostümläden. Doch ob das klappt: sich in der Stadt der Liebe NICHT zu verlieben?

Adriana Popescu kann zaubern! Vor ein paar Jahren war ich in Paris und es war einfach nur eine Stadt. Sie hatte ihre schönen Ecken, klar, aber sonst hat sie keinen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen. Doch Emma (bzw. Popescu) beschreibt Paris so liebevoll und behaglich, dass es abfärbt. Ich mag Paris nicht besonders, aber ich habe mich beim Lesen zusammen mit Emma und Vincent sogar ein bisschen in die Stadt verliebt. Das hier war mein erstes Buch der Autorin und wenn ihre anderen Bücher genauso gut sind, dann könnte auf meiner Lieblingsautorenliste irgendwann vielleicht mal ein neuer Name stehen.
Emma ist ein „stolzer Buchnerd“, was dem Buch so tolle buchige Wörter wie Spoiler oder einen Besuch in der Buchhandlung Shakespear and Company beschert. Im Ernst, es ist doch immer toll, wenn Buchfiguren unsere Leidenschaft teilen, oder? Sie mag Hemingway, Fitzgerald und Co. und auf ihrem Weg durch Paris ist sie immer wieder auf den Spuren ihrer geliebten Autoren. Auch wenn ich von den meisten von ihnen noch nichts gelesen habe, ist es einfach so eine Buchsache. In der einen oder anderen Stadt, in der ich war, habe ich ganz ähnliches auch schon gemacht und da fühlte ich mich Emma verbunden.
Was ich an dem Buch so liebe, ist die natürliche Beziehung zwischen Emma und Vincent. Man kriegt von Alain zwar nicht viel mit, aber es wird klar, dass beide sich während ihrer kurzen Beziehung verstellt haben. Emma und Vincent sind immer sie selbst, wenn sie zusammen sind. Es fängt schon damit an, dass sie sich direkt am Anfang von ihren schlechten Eigenschaften erzählen, damit sie sich bloß nicht in einander verlieben. Dadurch sind beide einem sofort sehr sympathisch und wachsen beim Lesen ziemlich schnell ans Herz.
Ein Highlight für mich war Jean-Luc, Vermieter von Vincents Wohnung, oder genauer die Geschichten, die er von Clara, der Liebe seines Lebens erzählt hat. Clara ist schon einige Jahre vorher gestorben, aber durch Jean-Lucs Erzählungen weiß man, dass die zwei eine sehr lange Zeit zusammen waren und dass sie die ganzen Jahre unglaublich verliebt in einander waren. Und ich mag Geschichten von solcher schönen, langhaltenden Liebe sehr gerne.
Den kleinen Abzug gebe ich nur, weil ich das Gefühl hatte, das Ende ist nicht ganz rund. Für die großen Probleme, die die ganze Zeit im Hintergrund lauerten, ging es zum Schluss zu schnell. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die nicht viel an meinem Gesamteindruck ändern.

Über die Autorin:
Adriana Popescu, 1980 in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, bevor sie für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und City-Blogs schrieb. 2012 gelang ihr mit dem E-Book »Versehentlich verliebt« der Auftakt einer Reihe von Überraschungserfolgen. Mittlerweile harrt eine große Fangemeinde ihren nächsten Veröffentlichungen entgegen, die in mehreren großen Publikumsverlagen erscheinen. Mit »Paris, du und ich« legt sie nun ihren heiß ersehnten zweiten Jugendroman vor.

Fazit
Paris, du und ich ist ein süßes, witziges Buch und ein einziger Liebesbrief an Paris. Es hat mich mitgerissen, fast permanent zum Lächeln gebracht, mich an einigen Stelen traurig gemacht und trotz einiger unwichtiger Kleinigkeiten gut unterhalten.

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241 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

freundschaft, blindheit, marci lyn curtis, liebe, musik

Alles, was ich sehe

Marci Lyn Curtis , Nadine Püschel
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551560223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

Es ist noch nicht so lange her, dass ich Jane & Miss Tennyson gelesen und dadurch den Verlag für mich entdeckt habe. Allein dadurch schon habe ich von Maggie und ihrer Geschichte einiges erwartet.
Ich habe bestimmt schon Bücher gelesen, in denen blinde Personen vorkommen, aber ich müsste eine ganze Weile nachdenken, um das sicher sagen zu können. Auf jeden Fall haben sie nie eine solch große in dem jeweiligen Buch gespielt wie hier Maggie. Es ist etwas Besonderes, die Geschichte aus ihrer Sicht zu lesen, ihre Blindheit ist gleichzeitig etwas ganz Anderes, als das, was man kennt und alltäglich normal. Maggie muss eben damit leben, genau wie ein Mensch, der ein Bein, verliert, damit weiterlebt und seinen Alltag dem anpasst.
Ich war nicht sofort so begeistert von dem Buch wie am Ende. In der ersten Hälfte stößt Maggie jeden von sich weg und Teile der Kommentare von ihr und Ben fand ich seltsam. Mehrmals dachte ich beim Lesen: „Gut, aber nicht mein Geschmack.“ Doch je näher Ben und Maggie sich kamen, desto weniger störte es mich, wenn es überhaupt noch vorkam.
Ben ist mit Abstand mein Lieblingscharakter gewesen, er ist eine Mischung aus dem 10-jährigen Kind, das er ist und jemand viel Älterem. Ein Beispiel: Der Originaltitel des Buches, The One Thing, bezieht sich auf Ben, der Maggie nach ihrem absoluten Ding fragt und ihr den Rest des Buches lang, nachdem sie sagt, dass sie keins hat, hilft, es zu finden. Und ich finde, da ist von beiden etwas drin, von dem kleinen Jungen Ben und von dem weisen Ben und genau das macht ihn aus.
Die Liebesgeschichte zwischen Maggie und Bens Bruder Mason spielt, wie schon in Jane & Miss Tennyson, eine kleinere Rolle. Man merkt erst langsam, dass Mason und Maggie sich näher kommen und selbst dann ist das Band zwischen ihnen erst zart und zurückhaltend und nicht der Mittelpunkt der Geschichte. Das Buch punktet viel mehr mit Ben und der Geschichte um ihn herum, denn etwa ab dem Moment, als man erfahren hat, wieso Maggie ausgerechnet ihn sehen kann, war ich überzeugt und konnte es nicht mehr zur Seite legen.

Über die Autorin:
Marci Lyn Curtis wuchs in Nordkalifornien auf, wo sie Biologie studierte. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Dackel in Maryland. „Alles, was ich sehe“ ist ihr erster Roman.

Fazit
Alles, was ich sehe ist auf verschiedene Weisen ein besonderes Buch, das mir letztendlich ans Herz ging und mich trotz einiger Einstiegsschwierigkeiten voll überzeugt hat.

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, elizabeth craft, flower, jugendbuch, rezension

FLOWER

Elizabeth Craft , Shea Olsen , Katja Hald , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.06.2016
ISBN 9783570164181
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die achtzehnjährige Charlotte hat keine Zeit für Jungs, sondern setzt all ihren Ehrgeiz auf die Zulassung an der Stanford Universität. Da tritt ein fremder Junge in ihr Leben, der geheimnisvolle Tate. Charlotte verliebt sich auf den ersten Blick und will nur noch eins: Tate. Und Tate will sie.
Dann der Schock: Tate ist nicht irgendwer, sondern ein Superstar, der bekannteste Sänger seiner Generation. Und er hat dem Rampenlicht – und Beziehungen – den Rücken gekehrt. Doch die Anziehungskraft zwischen Charlotte und Tate ist so stark wie das Schicksal selbst...


Flower klingt zwar klischeehaft, aber ich hatte auf gerade so eine Geschichte Lust und dafür klang Flower perfekt. Der Anfang hat mir auch gut gefallen, aber sobald die Beziehung zwischen Charlotte und Tate richtig anfing, war es der Anfang vom Ende.
Rudern wir nochmal zurück. Ja, die Geschichte fängt süß an. Und besonders Charlotte fand ich richtig cool. Sie hat sich als Ziel gesetzt, dass sie sich aufs Lernen konzentriert und sich nicht von Jungs, Party und dem ganzen typischen Zeug ablenken lässt. Und sie hat sich noch an ihre Prinzipien gehalten, als jemand, Tate, sich wirklich für sie interessiert hat. Ich habe sie dafür geliebt, dass sie nicht plötzlich alles, was sie ausmacht, über Bord schmeißt, weil ein Junge sie hach ANGESEHEN hat. Ich habe sie so lange geliebt, bis sie zu Tate zurück gekrochen ist, nachdem sie vorher gegangen ist, weil ihr nicht gepasst hat, wie er sie behandelt. Da hat sie meinen Respekt verloren.
Es gibt Paare, die sollten nicht zusammen kommen und ich finde, Charlotte und Tate sind so ein Paar. Das ganze Hin und Her zwischen „völlig verliebt in einander“ und „wir sollten auf gar keinen Fall zusammen sein“ hat mich sehr an Tessa und Hardin aus der After-Reihe erinnert. Wieso kommt Charlotte immer wieder zurück, so, wie Tate sie behandelt? Wieso kann Tate sich nicht einfach mal entscheiden, ob Charlotte die Liebe seines Lebens ist oder er sich so weit wie möglich von ihr fern halten will? Das hat mich schon als Leserin genervt, da kann mir niemand weismachen, dass es den Charakteren da wirklich so anders ergangen ist.
Leider haben auch die anderen Charaktere mich nicht erreicht. Der beste Freund, die Schwester, die Großmutter, sie wirkten alle so aufgesetzt, als hätten die Autorinnen nur grob ihre Charaktereigenschaften herausgearbeitet und dabei viel zu dick aufgetragen. Carlos ist Charlottes Freund, damit sie nicht wie die komplett freundlose Versagerin da steht, wobei ich an dieser Freundschaft auch immer wieder gezweifelt habe. Ich meine, Charlotte erzählt ihm wieder und wieder nichts von sich und Tate, weil sie keine Lust hat, alles lang und breit zu diskutieren. Aber macht das nicht eine Freundschaft aus? Dass man ehrlich zu einander ist? Selbst wenn sie nicht weiter in die Tiefe gehen will, kann sie ihm zumindest von Tate erzählen, anstatt ihn aus solchen nichtigen Gründen anzulügen. Okay, Nebencharaktere. Charlottes Großmutter ist auch so eine Figur, die gefühlt nur deshalb da ist, um als Gewicht gegen die Beziehung zwischen Tate und Charlotte zu fungieren. Und die Schwester, die sich durch eine zu frühe Schwangerschaft ihren Weg verbaut hat, ist das Paradebeispiel dafür, wie Charlotte auf keinen Fall werden will.

Über die Autorinnen:
Elizabeth Craft ist Fernsehautorin und Produzentin. Nach ihrem Abschluss an der Columbia Universität schrieb sie ihre ersten Romane für Alloy, bevor sie dann nach Los Angeles zog, um fürs Fernsehen zu arbeiten. Sie hat an beliebten Fernsehserien wie Joss Whedons »Angel«, »The Shield« und »Lie to Me« mitgearbeitet sowie an »The Vampire Diaries« und »The 100« für CW.

SHEA OLSEN arbeitet als Produzentin für die Filmproduktionsgesellschaft Rage Productions und lebt mit ihrem Mann, ihrem Hund Diesel und zwei Katzen in Bend, einem kleinen Bergdorf in Oregon. Oft findet man sie lesend oder an einem neuen Roman schreibend am Ufer eines Sees in den Cascade Mountains, wo sie mit ihrem Mann eine kleine Hütte renoviert.

Fazit
Das Buch erinnert mich an eine Mischung aus Sina Müllers Josh & Emma und der After-Reihe von Anna Todd. Leider bin ich nicht überzeugt, dazu hat mich an den Charakteren vieles zu sehr gestört. Zwischendurch kann man das Buch schon ganz gut lesen, aber man sollte echt nicht zu viel erwarten.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

stiefgeschwister, liebe, romance, hass, lyx verlag

Was auch immer geschieht

Bianca Iosivoni
E-Buch Text
Erschienen bei Egmont LYX.digital, 01.07.2016
ISBN 9783736302884
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sieben Jahre ist es her, seit Callie und Keith sich zuletzt gegenüberstanden. Damals, kurz nach Callies dreizehntem Geburtstag, war ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen – einem Unfall, an dem Keith die Schuld trug. Callie konnte ihrem Stiefbruder nie verzeihen. Noch heute leidet sie unter den Erinnerungen an das schreckliche Ereignis. Doch als sie für den Highschoolabschluss ihrer kleinen Schwester in das Haus ihrer Stiefmutter zurückkehrt, begegnet sie Keith zum ersten Mal nach all den Jahren wieder. Sofort flammen ihre Wut und ihr Hass auf ihn wieder auf. Aber auch die gefährlichen Gefühle, die Keith schon damals in ihr ausgelöst hat …

Ich hatte bei Goodreads angekündigt, dass diese Rezension ein einziger Liebesbrief sein würde. Sorry, es geht gar nicht anders. Es gibt gute Bücher, die man gerne liest, wenn man zum Lesen kommt und die man liebt, solange die Geschichte noch präsent ist. Und dann gibt es da noch Was auch immer geschieht, das einen mit voller Macht fesselt und vergessen lässt, dass es auch noch eine Welt außerhalb der Seiten gibt.
Ich lese nicht oft New Adult, aber wenn, dann, weil ich mir eine gute (Liebes)Geschichte davon erhoffe. Wisst ihr was? Was auch immer geschieht ist genau das, was ich darin immer gesucht habe. Wo andere Bücher nur scheinbar eine tragische Vergangenheit haben, die sehr gewollt rüber kommt, ist hier eine Tiefe und Natürlichkeit. Wo Liebesgeschichten sonst eher oberflächlich bleiben, haben Keith und Callie eine Vergangenheit und die Funken sprühen nur so zwischen ihnen. Und wo es in anderen Büchern ab einem Punkt kaum noch etwas Anderes geht als Sex, ist es hier nicht so. Was auch immer geschieht ist sowas wie die perfekte Ausführung eines New Adult-Romans.
Callie ist eine fantastische Protagonistin! Am besten hat mir gefallen, dass sie sich selbst treu bleibt, egal, was auch passiert. Aber sie kam mir auch vollkommen echt und natürlich vor. Seien wir mal ehrlich, viele Bücher haben Protagonisten nach bestimmtem Schema, doch hier bin ich noch nicht mal entfernt auf den Gedanken gekommen, Callie zu vergleichen. Ja, sie ist bestimmt nicht einzigartig, aber sie ist erfrischend anders im Gegensatz zu den üblichen Mädels in YA und NA.
Keith … Hach, ja. Wenn er einen mit seinem Charme nicht einwickelt, dann weiß ich auch nicht. xD Auch er ist nicht der übliche Bad Boy, dem man in NA so oft begegnet.
Ganz ehrlich? Als ich das Buch zum ersten Mal entdeckt habe, hatte ich bedenken, weil Keith und Callie Stiefgeschwister sind. Besonders diesen Satz hier, der neben der Inhaltsangabe herumgeistert, fand ich schrecklich: „Sie darf ihn nicht lieben. Denn er ist ihr Stiefbruder.“ Ich habe da meine Ansichten und auch einige echt miese Ausführungen hinter mir. Doch die zwei haben eben nicht diese Bruder-Schwester-Beziehung. Sie haben „nur“ als Kinder in der selben Familie gelebt und gerade die sieben Jahre Abstand, die sie seitdem hatten, machen einen Unterschied, für mich zumindest. Es sind dann halt nicht mehr Stiefbruder und Stiefschwester, die sich lieben, es sind Callie und Keith, zwei ganz normale Menschen, wie alle anderen auch (mehr oder weniger). Wie sie nun zu einander stehen, ist da nicht mehr so wichtig.
Am allerbesten hat mir die Natürlichkeit gefallen, die aus allem und jedem spricht. Bei den Charakteren hatte ich das ja schon erwähnt, aber auch für die Handlung gilt das selbe. Ein Beispiel: Eine Diskussion über Gilmore Girls und wer am besten zu Rory passen würde. Oder auch generell alle Beziehungen, Figuren, alles, was passiert. Okay, alles, da kann ich mich auch kurz halten. Zu keinem Zeitpunkt erscheint IRGENDWAS gezwungen oder als würde es da nicht hin gehören oder nicht passen.

Über die Autorin:
Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni, geb. 1986, von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.

Fazit
Leute, im Ernst, lest es einfach! Wenn ihr auch nur einen entfernt ähnlichen Buchgeschmack habt wie ich, dann solltet ihr euch diesen Schatz hier nicht entgehen lassen.

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88 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

paige toon, johnny jefferson, rockstar, erste liebe, das verrückte leben der jessie jefferson

Das verrückte Leben der Jessie Jefferson

Paige Toon , Gisela Schmitt , Vera Baschlakow
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.06.2016
ISBN 9783959670234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

2,5 Sterne

An Jessies 15. Geburtstag verunglückt ihre Mutter tödlich - ohne je verraten zu haben, wer ihr leiblicher Vater ist. Außer sich vor Trauer und Wut, entlockt Jessie ihrem Stiefvater das schockierende Geheimnis: Ihr Erzeuger ist der Mega-Rockstar Johnny Jefferson, der nichts von ihrer Existenz ahnt! Klar, dass Jessie ihren berühmten Dad unbedingt treffen will, doch der Besuch im sonnigen Kalifornien, wo Johnny mit seiner Familie lebt, verläuft zunächst holprig. Dank des heißen Nachwuchsmusikers Jack findet Jessie schließlich Gefallen an der Glitzerwelt von L.A. Aber kann sie in dieser Glamourwelt wirklich bestehen?

Dieses Buch macht es einem echt nicht leicht, reinzukommen. Auf den ersten 50 Seiten hat Jessie kaum etwas gemacht, als ständig zu trinken, zu rauchen und sich mit Händen und Füßen gegen ihren Stiefvater zu wehren. Ich fand das anstrengend und spielte schon mit dem Gedanken, es abzubrechen, aber sobald Jessie erfahren hat, dass ihr Stiefvater weiß, wer ihr biologischer Vater ist, war sie wie ausgewechselt.
Paige Toon schreibt sonst Frauenromane und ich finde, das merkt man dem Buch an. Ich kann das auch an nichts Bestimmtem fest machen. Jessie wirkt auf mich wie eine Chick Lit- Figur und auch die Geschichte fühlt sich von dem Genre angehaucht an. Das kann man finden, wie man will, ich jedenfalls mochte das nicht so gerne. Ich habe in ein paar Rezensionen gesehen, dass sie gerne wieder im Jefferson-Universum waren, denn um Johnny und seine Frau gibt es ein eigenes Buch, einen Frauenroman. Und da ist wieder mein Punkt: Es ist eine andere Zielgruppe, die andere Sachen an Büchern gerne mag.
Am meisten habe ich wohl darauf gewartet, dass die Öffentlichkeit weiß, wer sie ist. Dieser Aspekt kam erst ziemlich spät auf und ich hätte mir gewünscht, dass er noch eine größere Rolle spielt. Vermutlich im nächsten Teil erst. Ich fand es auch so nicht schlecht, Jessie zum Beispiel auf eine große Hollywoodparty zu folgen, aber dadurch hatte es für mich immer auch etwas Surreales, als würde sie gar nicht richtig zu den anderen Leuten dort gehören.
Und dann ist da noch die „Liebesgeschichte“. Liebesgeschichte in Anführungszeichen, weil ich erstmal gut nachdenken musste, ob es da wirklich eine gab. Die hat bei mir leider gar keinen Eindruck hinterlassen. Ich könnte nichts mehr zu Jack sagen oder was er zusammen mit Jessie gemacht hat, außer, dass sie zwei sich auf einer Party getroffen haben und danach einige SMS hin und her gingen. Das wird wohl nicht gerade die große Liebe gewesen sein. Vor allem deutet es sich an, dass es im 2. Band eine Dreiecksgeschichte geben wird, da habe ich ehrlich gesagt nicht viel Lust, weiterzuverfolgen, wie es mit den Zweien weiter geht.

Über die Autorin:
Paige Toon ist die Tochter eines Rennfahrers. Doch für ihre eigene Laufbahn schwebte ihr eher rasantes Schreiben als Fahren vor. Sie arbeitet als freie Journalistin – wenn sie nicht damit beschäftigt ist, einen weiteren internationalen Bestseller zu verfassen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Cambridge.

Fazit

Es war jetzt zwar nicht das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe, aber ich habe mir echt mehr erhofft. Jessie Jefferson hat leider nicht meinen Geschmack getroffen und wirkte zu „erwachsen“ geschrieben.

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162 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

jane austen, liebe, football, familie, emma mills

Jane & Miss Tennyson

Emma Mills , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551560254
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat.

Ich bin mir nicht zu 100% sicher, dass es Absicht ist, aber das Buch liest sich wie ein moderner Jane Austen-Roman. Okay, zugegeben, ich habe nur Stolz und Vorurteil gelesen, aber ich habe trotzdem die gleiche Art von Liebesgeschichte, die sich langsam, aber innig entwickelt und ähnliche Charaktertypen erkannt. Die Beziehung der beiden Protagonisten geht von Vorurteilen, über Freundschaft und Missverständnisse und wenn ich so an Stolz und Vorurteil denke, dann passt diese Beschreibung genau so dazu wie zu dem Buch hier.
Emma Mills hat es geschafft, tolle, stinknormale und realistische Figuren zu schaffen. Ezra, der angeblich arrogante Fottballspieler, Foster, der Außenseiter, der redet wie ein Wasserfall und Devon, die nicht wirklich besonders ist und andererseits doch wieder. Das sind so Charaktere, denen man selbst in der Schule über den Weg laufen könnte, die nicht perfekt sind, sondern ganz einfach menschlich und echt. Dafür, dass Emma das eingefangen hat, bewundere ich sie zutiefst.
Noch dazu kann bestimmt fast jeder sich mit Devon identifizieren, würde ich sagen. Devon, das ist die, an der alles ganz normal ist und die durch nichts heraus ragt, die, die (zumindest am Anfang) keine Ahnung hat, worüber sie ihren Bewerbungsaufsatz zum Thema „Ein Kapitel aus meinen Leben“ schreiben soll, sodass sie über das Kantinenessen schreibt, dass sie jeden Tag isst. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei den ganzen Auserwählten und ach so Besonderen Protagonistinnen in Jugendbüchern bin ich Devon gerne durch ihre unspektakulärere Geschichte gefolgt.
Neben den Charakteren, liebe ich die Beziehungen zwischen ihnen so sehr! Wie sich ständig alles entwickelt und verändert. Damit meine ich nicht nur die Beziehung zwischen Ezra und Devon, sondern die zwischen allen drei Hauptfiguren, Ezra, Devon und Foster, aber auch die zu verschiedenen Nebencharakteren. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber dadurch, dass diese Beziehungen ständig wachsen, blühen und gedeihen, wirken sie, wirkt das ganze Buch so lebendig.
Da Jane Austen in diesem Buch eine so große Rolle spielt, will ich zu ihr auch noch kurz etwas sagen. Um ganz ehrlich zu sein bin ich kein besonders großer Fan von ihr, aber durch Devons tiefe Liebe zu ihr und ihre Vergleiche mit ihrem Leben macht sie mir doch wieder Lust, mir Verstand und Gefühl zu schnappen und direkt etwas von ihr zu lesen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir eine Stelle, als Devon das Auftauchen des betrunkenen Lord irgendwas bei seiner geliebten mit einer betrunken abgeschickten SMS an die Ex vergleicht. Wenn sowas nicht Lust macht, ein Austen-Buch zu lesen und solche Vergleiche selber zu finde, was dann? =D

Über die Autorin:
Emma Mills ist in den USA besser bekannt als vlogger Elmify. Jane & Miss Tennyson ist ihr Debütroman.

Fazit
Wer eine moderne Version von Stolz und Vorurteil lesen will, der ist hier genau richtig. Wer es nicht will, ist hier trotzdem richtig. Jane & Miss Tennyson ist, genau wie Devon, durch seine Gewöhnlichkeit so besonders und durch die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander so lebendig.

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japan, romantasy, samurai, geliebter samurai, an lin

Geliebter Samurai (Yuna und Yoshi)

An Lin
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.04.2016
ISBN 9781532904189
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im 12. Jahrhundert haben sie sich heimlich geliebt: Prinzessin Yuna und der Samurai Yoshi. Doch als sie in unserer Zeit für eine zweite Chance wiedergeboren werden, schlagen ihre Herzen für unterschiedliche Welten: Yuna ist eine tüchtige Geschäftsfrau, und Yoshi zockt lieber Computerspiele, statt für die Schule zu lernen. Erst durch Mura, einen alten Widersacher der kaiserlichen Familie, kreuzen sich ihre Wege wieder. Im Kampf um Leben und Tod entfacht das Feuer zwischen Yoshi und Yuna neu. Da entscheidet sich der Samurai in Yoshi erneut für den Ehrentod, um Yuna zu retten... Ist ihre Liebe für immer verloren?

Das Buch hat eine echt spannende Grundidee, aber ich war leider zu beschäftigt damit, genervt zu sein über die Charaktere, dass ich beim Lesen deutlich weniger davon mitbekommen habe.
Zuerst mal ist da Yuna, die doofe Kuh. Sie ist mit 29 Jahren die älteste der Personen und so unfassbar naiv und schwer von Begriff, dass man das teilweise nicht hätte ahnen können. Ja, Yuna, wenn du schon von Anfang an ziemlich sicher weißt, dass du wiedergeboren wurdest und die Träume Erinnerungen aus deinem anderen Leben sind, dann kaufe ich es dir nicht ab, wenn du dich mit Händen und Füßen dagegen wehrst, sobald es dir mal jemand gesagt hat! Oder ihre Sicht auf Yoschi. Sie sieht ihn zum ersten Mal, als er gerade die Schule schwänzt und reitet den ganzen Rest des Buches lang darauf herum, dass er ein Schulschwänzer und ach so unreif ist. Tja, was man sagt, ist man selber? Im Ernst, damit und durch ein paar andere Aktionen erschien Yuna mir etwa tausend Mal unreifer als Yoschi. Ein anderes Beispiel: Yuna wird fast erwürgt. Ihrer Mutter empfiehlt sie, den Polizeischutz, der ihnen zur Verfügung gestellt wird, anzunehmen, aber sie hält es für „übertrieben“ und ein permanenter Personenschutz „würde sie daran erinnern, was sie durchmachen musste“, was sie nicht will. Da in etwa hat es angefangen, dass ich an Yunas Verstand gezweifelt habe. Okay, Yuna, dann lebe dein Leben halt normal weiter, ohne dich ständig daran zu erinnern. Dann beschwere dich aber auch nicht, wenn es kurz bleibt.
An ihrer Seite steht Yoschi, ein ganz normaler Jugendlicher. Ihn mochte ich ganz gerne, aber auch mit ihm hatte ich ein entscheidendes Problem. Und zwar ging mir seine Charakterentwicklung viel zu schnell. Die Handlung spielt innerhalb von ein paar Tagen. Am Anfang ist er eben dieser Schüler, der das Lernen nicht so ernst nimmt und lieber Videospiele spielt, aber nach dem, was in den paar Tagen passiert, kommt er als perfekter Traumtyp heraus und ist wie ausgewechselt. Einerseits kann man das bis zu einem gewissen Punkt verstehen, aber ich hätte mir da einen besseren Übergang zwischen Charakter A und Charakter B gewünscht, besonders, weil er dann eben reifer als Yuna wirkt.
Die große, epische Liebesgeschichte … ist keine. Man kriegt mit, dass Yuna und Yoschi vor 800 Jahren mal eine innige Affäre hatten und das beeinflusst ein wenig, wie sie sich in der Gegenwart sehen. Und in der Gegenwart gibt es zwar immer wieder Momente zwischen den beiden, aber da habe ich deutlich mehr erwartet. Gerade wegen dem Altersunterschied zwischen Yuna und Yoschi hätte das nämlich spannend werden können, finde ich, eben weil es sonst nicht üblich ist.
Trotz der ganzen Kritik muss ich aber schon betonen, dass ich den Schreibstil gerne mochte. Er ist flüssig und lässt sich schnell und angenehm lesen, sodass ich es ziemlich schnell durch hatte.

Über die Autorin:

An Lin wurde 1984 bei Hamburg geboren, lässt sich aber auch gerne von süddeutscher Dorfidylle inspirieren.
Seit ihrer Kindheit beschäftigt die Autorin sich mit Japan. In ihrem Studium der Literatur, Geschichte und Soziologie verfasste sie wissenschaftliche Arbeiten über Nihon, lernte die Sprache und bereiste das Land. Das brachte sie dazu, Japan-Romane für junge Erwachsene zu schreiben. Zuvor skriptete sie für renommierte Häuser wie den Carlsen Verlag Comics und andere Texte im japanischen Stil.
Die Autorin geht gerne mit Freunden in Hamburg Sushi essen, sammelt Manga, joggt leidenschaftlich gern durch süddeutsche Wälder, fährt ein japanisches Elektroauto, bespricht Romane in einem privaten Jane-Austen-Club und leitet in Stuttgart einen Stammtisch für Japan-Interessierte.

Fazit

Geliebter Samurai ist mal wieder so ein Kandidat: Interessante Idee, klasse Schreibstil, aber die Charaktere ziehen es ziemlich weit runter. Ich denke, wenn man sich SEHR für Japan interessiert, könnte man das Buch schon lesen, aber man verpasst auch nicht wirklich was, wenn man es nicht tut.

Lieben Dank an An Lin für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplares.

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fantasy-serie, falaysia

Falaysia - Allgrizia

Ina Linger
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei epubli, 14.10.2014
ISBN 9783737510752
Genre: Romane

Rezension:

Unvermutet und plötzlich wacht Jenna in einer ihr völlig fremden, mittelalterlichen Welt auf und weiß zunächst gar nicht, wo ihr der Kopf steht und was sie tun soll. Erst als sie auf ein altes Bauernpaar stößt, erfährt sie, dass sie sich in Falaysia befindet, einer Welt, die sich von der ihren völlig unterscheidet. Wie sie dorthin gekommen ist und warum, bleiben für sie jedoch zunächst unbeantwortete Fragen – bis sie Leon begegnet, der ebenfalls aus ihrer Welt kommt, jedoch schon seit Jahren in Falaysia verschollen ist. Durch ihn erfährt sie, dass ihre Tante Melina und deren alter Freund Demeon für ihre missliche Lage verantwortlich und sie beide in ein gefährliches ‚Spiel‘ verwickelt sind, das sie erst noch begreifen müssen.
Obwohl Jenna und Leon sich gegenseitig nicht wirklich geheuer sind, beschließen sie, sich zusammenzuraufen und zu versuchen, gemeinsam den Weg durch die Länder Falaysias zurück nach Hause zu finden. Dies ist allerdings alles andere als ein Kinderspiel, denn es scheint so, als würde in Falaysia gerade ein Krieg ausbrechen. Und dann gibt es da noch den gefürchteten Kriegerfürsten Marek, der noch eine persönliche Rechnung mit Leon offen hat und diesen wie ein Besessener verfolgt. Ein Mann, der bald auch schon Jennas Leben bedroht, aber dennoch eine seltsame Faszination auf sie ausübt…


Falaysia fand ich weder besonders gut, noch besonders schlecht. Es ist das perfekte Beispiel dessen, was bei mir 3 Sterne bekommt.
Die Idee ist ganz gut, ein Spiel, das eine Art Magier spielen und in dem Menschen aus unserer Welt als Spielfiguren nach Falaysia geschickt werden. Nicht die Neuerfindung des Rades, aber ganz interessant, daraus lässt sich einiges machen. Ich bin allerdings mit der Umsetzung nicht so recht zufrieden. Für meinen Geschmack setzt die Geschichte zu sehr auf Beschreibungen und büßt dadurch an Action ein. High Fantasy Welt, klar, die muss beschrieben werden, aber mir wäre lieber gewesen, wenn das noch stärker mit der Handlung verknüpft gewesen wäre. Irgendwo hatte ich es schon mal erwähnt: Vielleicht ist die Geschichte für mich persönlich auch einfach etwas zu fantasylastig?
Mit den Figuren schwankte es auch ständig hin und her. Einerseits ist Jenna eine coole und starke Protagonistin, andererseits ist sie unglaublich naiv, was zu einem Mädchen ihres Alters nicht wirklich passt. Bei Leon sieht es ähnlich aus. Einerseits ist er eine Art Ritter in strahlender Rüstung, der Jenna unter seine Fittiche nimmt (was spannender war als die Beschreibung klingt), aber andererseits war er zu sehr auf seinen Hass und seine Rachegelüste versteift, sobald Marek in der Geschichte auftauchte.
Eine Richtung, in die die Geschichte geht, hat mir aber gar nicht gefallen. Okay, es wird im Klappentext schon angedeutet, deshalb will ich das auch erwähnen. Und zwar ist das die „seltsame Faszination“, die Marek auf Jenna ausübt. Der Typ hat sie relativ am Anfang fast vergewaltigt und ich konnte es echt nicht glauben, dass sich zwischen den Beiden später sogar eine Liebesgeschichte anbahnt. Tut mir leid, aber das geht für mich gar nicht, wie sympathisch er später auch dargestellt wird.

Über die Autorin:
Ina Linger wurde 1975 in Berlin geboren und hatte schon als Kind eine immense Fantasie. Aus diesem Grund fing sie auch schon im Kindesalter an, ihre ersten kleinen Geschichten zu schreiben und hat bis heute nicht damit aufgehört. Sie arbeitete nach einem Germanistik- und Grundschulpädagogik-Studium in der Funktion einer Sozialpädagogin in Berlin Neukölln und ist erst seit Anfang 2015 hauptberuflich freischaffende Autorin. Im Dezember 2011 veröffentlichte sie zusammen mit Cina Bard ihren ersten Roman mit dem Titel 'Three-Night-Stand - Liebe ist simpel'. Im Sommer 2012 folgte der erste Band ihrer Fantasyreihe 'Falaysia - Fremde Welt', der im Oktober sogar mit dem dnbp (derneuebuchpreis) für Selbstverleger ausgezeichnet wurde. Bis heute (Stand Juni 2015) sind bereits fünf Bände der Reihe erschienen. Ein sechster wird im Juli 2015 veröffentlicht werden.
Die Autorin bewegt sich jedoch gern in unterschiedlichen Genres. So wird auch in diesem Sommer wieder ein romantische Komödie als weiteres Gemeinschaftsprojekt mit Cina Bard entstehen und veröffentlicht werden.

Fazit
Alles in allem fand ich die Geschichte gut, die Ausführung auch ganz okay, weiß aber noch nicht, ob sie mich genug interessiert, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde.

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841 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

cassandra clare, schattenjäger, liebe, lady midnight, fantasy

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.05.2016
ISBN 9783442314225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

It's been five years since the events of City of Heavenly Fire that brought the Shadowhunters to the brink of oblivion. Emma Carstairs is no longer a child in mourning, but a young woman bent on discovering what killed her parents and avenging her losses. Together with her parabatai Julian Blackthorn, Emma must learn to trust her head and her heart as she investigates a demonic plot that stretches across Los Angeles, from the Sunset Strip to the enchanted sea that pounds the beaches of Santa Monica. If only her heart didn't lead her in treacherous directions...Making things even more complicated, Julian's brother Mark-who was captured by the faeries five years ago-has been returned as a bargaining chip. The faeries are desperate to find out who is murdering their kind-and they need the Shadowhunters' help to do it. But time works differently in faerie, so Mark has barely aged and doesn't recognize his family. Can he ever truly return to them? Will the faeries really allow it?

Wenn ich auf die Goodreads-Seite von Lady Midnight gehe, sehe ich als aller erstes die Rezension von Shannin (leaninglights). Ihr erster Satz: „Best first book in a series of Cassie's yet!“ Sowas in die Richtung haben so viele Leute gesagt, dass ich das Buch schließlich gelesen habe, obwohl es mir relativ egal war.

Vervollständigt diesen Satz mit einer der folgenden Aussagen: Lady Midnight ist mies, weil …
a) die beiden Protagonisten absolut keine Chemie haben.
b) irgendwann doch eine gewisse Chemie zwischen ihnen herrscht, die zwei sich aber so nervig und unreif benehmen, dass das noch schlimmer ist.
c) CC es geschafft hat, mit einer verdammten Szene das ganze restliche Buch für mich zu zerstören und mir viele der Figuren deutlich unsympathischer zu machen.
d) die Beziehungen zwischen den Figuren das Letzte sind.
e) es zu viele Love Interests für die Hauptfiguren gibt.
f) niemand sich mal hinsetzen und vernünftig mit den anderen reden kann.
g) der nächste Band genau darauf basiert, dass sich zwei Personen nicht hinsetzen und mit einander reden.
h) viele Motive und Figuren in TMI und TID so oder ähnlich schon mal aufgetaucht sind.
i) es jede Menge Logikfehler gibt.
j) DAS ENDE DAS ABSOLUT LETZTE IST!
k) alles von a) – j)

Das wirklich Traurige ist, dass das Buch auf den ersten ca. 400 Seiten mega genial war und ich ihm vielleicht sogar 5 Sterne gegeben hätte. Emma war mir anfangs von Cassies Protagonistinnen die liebste und die Story hat echt Potential und wäre vielleicht wirklich eines der besten Bücher in der Shadowhunter-Welt gewesen, hätte CC nicht alles an die Wand gefahren.

Über die Autorin:
Cassandra Clare was born overseas and spent her early years traveling around the world with her family and several trunks of fantasy books. Cassandra worked for several years as an entertainment journalist for the Hollywood Reporter before turning her attention to fiction. She is the author of City of Bones, the first book in the Mortal Instruments trilogy and a New York Times bestseller. Cassandra lives with her fiance and their two cats in Massachusetts

Fazit
Super Charaktere, gute Story – bis sie es nicht mehr ist. Das Buch hätte gut werden können, hat letztendlich aber nur erreicht, dass ich absolut keine Lust mehr habe, jemals weitere Bücher der Autorin zu lesen.

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vergängnis, fantasie, freude, trauer, hochzeit

Die Geschichtenerzählerin Band 3: Das Erwachen

Stella Jante
E-Buch Text: 547 Seiten
Erschienen bei www.stellajante.com, 16.04.2016
ISBN B01E7L6J7A
Genre: Sonstiges

Rezension:

Achtung, Band 3 der Geschichtenerzählerin-Trilogie


Ein Hexenmeister versucht, die Rolle der Geschichtenerzählerin an sich zu reißen, und alles scheint verloren. Beide Welten – die reale und die Anderswelt – sind vom Untergang bedroht. Es beginnt ein erbitterter Kampf um Menas Gabe. Dabei wird nicht nur ihr Liebster Kinnon, der halbe Sìdhe, sondern auch die ganze Anderswelt ins Chaos gestürzt. Ab nun liegt es an Mena, den roten Faden in ihrer eigenen Geschichte zu erkennen und alles zu einem guten Ende zu bringen …

Ich muss Stella erstmal ein Kompliment aussprechen. Ich habe ihre Reihe um die Geschichtenerzählerin von Anfang an verfolgt und man kann wirklich sehen, wie sie ihr Schreiben weiter entwickelt und verbessert hat. Ich habe das Gefühl, dass sie sich meine Kritik zu den vorherigen Teilen wirklich zu Herzen genommen und es nun besser gemacht hat. Super, weiter so!
Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Ich mag die Welt von Mena, Kinnon und den alpinen und irischen Sagenwesen und fühle mich beim Lesen ziemlich wohl darin. Es gibt einige rasantere Stellen, aber ansonsten ist das so ein Buch, mit dem man in eine andere Welt abtaucht, ohne sich gleich darin zu verlieren.
Anders, als im zweiten Teil, gibt es auch einen klar erkennbaren roten Faden, der sich bis zum Ende hin durch die Haupthandlung zieht. Das hat mir richtig gut gefallen, denn dadurch kriegt die Geschichte auch einen Rahmen.
Mein Kritikpunkt: Teilweise hätte man einiges raus kürzen können, finde ich. Das Buch ist ziemlich lang und es sind dann immer wieder Phasen drin, in denen sich die Handlung zieht und die Geschichte nur unnötig aufbauscht.

Fazit
Das Erwachen ist ein guter Abschluss für die Geschichtenerzählerin-Trilogie. Nicht perfekt, aber gut und sie wird mir schon ein wenig fehlen, jetzt, da sie beendet ist.

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241 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, hoffnung, despair, hope, kampf

Hope & Despair - Hoffnungsschatten

Carina Mueller
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551300607
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sie sind buchstäblich ein Geschenk des Himmels: Zum Dank für die heimliche Rettung eines schiffbrüchigen Ufos bekam die amerikanische Regierung einst zwölf übermenschliche Babys geschenkt. Sechs Mädchen und sechs Jungen – jeweils für die guten und die schlechten Gefühle der Menschen stehend. Dies ist genau siebzehn Jahre her und die Babys sind nicht nur groß geworden, sondern wurden auch voneinander getrennt. Während Hope und die anderen fünf Mädchen sich als Probas dem Guten im Menschen verpflichten, verhelfen die männlichen Improbas dem kriminellen Untergrund zu Geld und Macht. Bis zu dem Tag, an dem die Improbas ihre Gegenspielerinnen aufspüren und nur Hope entkommen kann. Mit ihrem Gegenpart Despair dicht auf den Fersen…

Hinter Hope & Despair steckt eine echt geniale Idee und eine echt miese Umsetzung. Dieses Buch hat mich aus verschiedenen Gründen so sehr aufgeregt, dass ich daran außer der Idee leider absolut gar nichts gut finden kann. Hier sind einige Punkte, die mich besonders gestört haben:
Jugendsprache. Man kann vieles machen, aber bitte, nicht das. Wenn jedes zweite Wort, das die Charaktere wechseln, ein Schimpfwort ist, dann ist das nicht „cool“, „jugendlich“ oder, da sich das hauptsächlich auf die männlichen Figuren bezieht, „männlich“. Es ist einfach nur grausam, solche Respektlosigkeit zu lesen. Leute, ich war auch mal Jugendliche, bin es je nach Definition auch immer noch und ich bin die ganzen Jahre mit der deutschen Sprache zurecht gekommen, ohne jeden ständig zu beleidigen, wenn ich den Mund aufmache! Das geht!
Sexismus. Das gehört teilweise in den Punkt eben und auch in meinen nächsten mit rein, aber es hat mich so dermaßen gestört, dass ich es nochmal separat ansprechen muss. Der Sexismus in diesem Buch ist ganz schlimm. Die (männlichen) Improbas nennen die (weiblichen) Probas immer „Bitches“, „Tussis“, „Puppen“ und noch einiges mehr. Wieso? Was ist so schlimm an Probas? Mädchen? Irgendwas, was man nicht sofort abwertend oder beleidigend versteht? Passt auf Improbas, nennt sie bloß nicht beim Namen, sonst könnten sie auf die Idee kommen, euch in den Hintern zu treten! Und das von einer weiblichen Autorin! Noch dazu kommt die Darstellung der (Im)Probas. Die Mädchen sind natürlich alle hilflose, blonde Dinger, die keiner Fliege etwas zu Leide tun und einfach alles mit sich machen lassen und darauf hoffen, dass irgendjemand zu ihrer Rettung kommt. Die Jungs sind harte Muskelprotze, die Könige der Welt und brüsten sich vor einander, wer seine Proba am besten erniedrigt und am effektivsten foltert. Außerdem wird schon direkt am Anfang gesagt, dass die Improbas als Männer NATÜRLICH viel stärker sind als die Probas. Das sind nicht nur Klischees, sondern auch so sexistische, dass ich es echt nicht fassen kann.
Charaktere. Die Charaktere sind alle so eindimensional und flach. Die Probas sind gut, die Improbas sind schlecht und genau danach verhalten sie sich auch. Fertig. Hope und Despair hatten immerhin ein paar mehr Kanten, aber so flach, wie alle waren, hat das auch keinen Unterschied mehr gemacht.
Hope & Despair. Abgesehen vom bereits Genannten habe ich ein massives Problem mit den beiden, eigentlich mehr mit Despair als mit Hope. Und zwar macht er Hope dafür verantwortlich, dass er als Kind Hoffnungen hatte, die enttäuscht wurden und hasst sie deshalb. Ich kann das gar nicht schreiben, ohne die Augen zu verdrehen. Wie bescheuert ist das bitte? Da kann man auch gleich Despair erledigen, dafür, dass „er“ so viele Leute aus Verzweiflung in den Selbstmord getrieben hat. Bringt die Probas und Improbas doch gleich alle um, dann hat sich das auch erledigt und die Menschen können in ihrer Gefühllosigkeit versinken. Yay!
Liebesgeschichte. Hope und Despair sind Erzfeinde. Und ganz plötzlich ist da zwischen ihnen aus dem Nichts eine Liebesgeschichte. Irgendwie scheine ich den Teil dazwischen verpasst zu haben.
Handlung. Die dreht sich immer und immer wieder im Kreis und mindestens die Hälfte der Zeit spielt Folter eine Rolle, eine bestimmte Strecke, die eine der Personen mit dem Auto abfährt und Tage/Nächte, in denen praktisch das selbe passiert. Ich muss sagen, dass das gegen Ende hin zumindest minimal besser geworden ist.

Über die Autorin:
Carina Mueller wurde 1984 im schönen Westerwald geboren, wo sie heute immer noch lebt und arbeitet. Neben ihrem Hund und ihren Pferden zählte das Lesen schon immer zu ihren größten Hobbies, woraus sich dann die Idee entwickelte, eigene Romane zu schreiben. Sie selbst liebt Jugendbücher und auch Fantasy-Romane, vor allem die ganz spannenden, weshalb sie auch in diesen Genres schreibt.

Fazit

In Kurz: Ich hasse es. Viele der Punkte in meiner Rezension habe ich mir während des Lesens von der Seele geschrieben, in der Hoffnung, dass ich sie später löschen und etwas Positiveres schreiben könne. Dass sie drin geblieben zeigt für mich sehr deutlich, wie sehr mich das Buch noch immer aufregt und wie mies ich das Buch fand.

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403 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

liebe, freundschaft, familie, jugendbuch, schule

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Estelle Laure , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 10.03.2016
ISBN 9783737353267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lucille sollte sich eigentlich auf ihr Abschlussjahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden ist immer für sie da und sie ist heimlich verliebt. Doch am ersten Schultag nach den Sommerferien kommt Lucilles Mutter nicht aus dem Urlaub zurück und die beiden Schwestern müssen allein zurechtkommen. Aber Lucille gibt nicht auf und versucht, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie verdient Geld, bezahlt Rechnungen und kümmert sich um Wren. Da bleibt nicht viel Zeit, vor allem nicht für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht?

Glück, Schicksal, Happily Ever After... Kommt schon, ich bin doch sicherlich nicht die Einzige, die diese Assoziation hatte! Der Klappentext deckt das zwar nicht so direkt, aber trotzdem habe ich gerade bei dem Titel erwartet, dass es eine Liebesgeschichte gibt, die das Glück sein soll, das das harte Schicksall von Lucille zurückdrängt.
Mein Problem mit dem (Hör)Buch hat schon damit angefangen, dass es einfach viel zu ernst ist. Lucilles Mutter ist weg und hat sie mit ihrer Schwester allein gelassen. Da ich selber öfter mal auf meine Schwestern aufpassen muss, weiß ich, dass das hart sein kann, besonders auch, wenn sie den Haushalt schmeißen und Geld verdienen muss, um irgendwie über die Runden zu kommen, das will ich ihr auch gar nicht absprechen. Aber wieso kann sie nicht mal die Nachbarin fragen, ob sie ihr hilft? Irgendwelche Verwandten wird sie bestimmt auch noch haben. Lucille übernimmt diese Verantwortung und anstatt einen Teil davon vielleicht mal mit jemandem zu teilen, zerfließt sie in Selbstmitleid und stresst sich immer mehr.
Lucille ist generell ein Charakter, bei dem ich ziemlich zwiegespalten bin. Einerseits ist da die Lucille, die sich in Selbstmitleid ertränkt und niemanden um Hilfe bittet, aber andererseits stellt sie sich selbst hinten an und kümmert sich um ihre Schwester, obwohl sie selbst kaum älter ist als sie. Ganz egal, was ich sonst noch von ihr halte, das muss ich einfach bewundern.
Eben habe ich ja gesagt, dass ich auf eine Liebesgeschichte gehofft habe. Und es gibt auch eine, die jedoch ziemlich schwierig ist. Es geht nämlich darum, dass Digby seine Freundin mit Lucille betrügt. Und sie WEISS das, sie hat seine Freundin mehrmals getroffen und denkt sich auch immer wieder, dass sie nichts mit ihm anfangen sollte, weil er eben schon vergeben ist. Sorry, aber das macht mir weder den einen, noch die andere irgendwie sympathisch und Lucilles hat bei weitem auch so schon wenig Sympathiepunkte bei mir.

Über die Autorin:
Estelle Laure ist eine US-amerikanische Autorin. Sie hat in Vermont Kreatives Schreiben studiert und lebt heute mit ihren beiden Kindern in Taos.

Fazit
Lucille nimmt alles viel zu ernst und ihre Entscheidungen machen sie nicht allzu sympathisch. Im Grunde finde ich die Idee nicht schlecht, aber die Ausführung könnte locker als Handlung einer super dramatischen Dramaserie durchgehen, von der ich nach den ersten Paar Folgen schon genug hätte.

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6.688 Bibliotheken, 22 Leser, 7 Gruppen, 229 Rezensionen

liebe, tod, trauer, briefe, verlust

P.S. Ich liebe Dich

Cecelia Ahern ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.04.2005
ISBN 9783596161331
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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668 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 159 Rezensionen

selbstmord, liebe, suizid, depression, jennifer niven

All die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Limes, 28.12.2015
ISBN 9783809026570
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

All die verdammt perfekten Tage. Wenn ich mir eines der Wörter aussuchen würde, welches das Buch am besten beschreibt, wäre es das „verdammt“. Mit einem Hauch von dem „perfekt“ vielleicht noch. Ich denke, dadurch kommt man schon darauf, aber hier nochmal im Klartext: Ich fand das Buch nicht so besonders, wie fast alle anderen. All die verdammt perfekten Tage ist ein weiteres gehyptes Buch, das an mir vorbeigeht.
Ich fand das Buch nicht schlecht. Finch ist richtig cool und einfach ein richtig interessanter Charakter. Er erfindet sich immer wieder neu, probiert verschiedene Stile aus und wenn er mal gerade in einem Stil ist, dann passt er alles, von seinem Aussehen, bis hin zu seinem Verhalten daran an. Generell würde ich sagen, er ist ungewöhnlich und er selbst, ganz ohne Hemmungen.
Violet erscheint neben ihm dagegen sogar ein wenig blass. Wenn Finch ein schillernder Regenbogen ist, ist Violet höchstens ein einzelner Lichtstrahl. Ihr Teil der Geschichte ist ziemlich stark darauf aufgebaut, dass sie einen Menschen verloren hat. Es ist gar nicht auszublenden. Ständig ist das ihre Entschuldigung, wieso sie für dieses oder jenes noch nicht bereit ist oder es nicht tun wird. Ja, Verluste sind hart, aber das hat mich bei Violet teilweise echt genervt.
Was ich ganz witzig fand, war überhaupt die ganze Konstellation. „Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will“, damit wird das Buch beworben. Erst, wenn man Finch kennenlernt, kann man wirklich verstehen, wie das geht.
Schade fand ich, dass es keinen wirklichen Spannungsbogen in dieser Geschichte gibt. Die Handlung plätschert so dahin und versucht gar nicht erst, jemanden zu packen, der nicht so recht überzeugt ist. Mir kam es viel eher vor wie die Ansammlung von Ausflügen und Ereignissen, die Violet und Finch zusammen erleben und meistens sind sie einfach auch genau das: Ereignisse, die zwei Menschen erleben. Es gibt bestimmt Leute, denen das gefällt und die es spannend finden, aber da gehöre ich nicht dazu.
Für mich hat die Geschichte auf einem 3-Sterne-Niveau angefangen und ist im weiteren Verlauf irgendwann bis zu 4 Sternen gewandert. Wie gesagt, ich fand es nicht schlecht und in der Mitte mochte ich es sogar ganz gerne. Aber das Ende ist echt das Letzte. Ich bin meistens ganz zufrieden damit, wie ein Buch endet, egal, wie das passiert, aber das Ende von All die verdammt perfekten Tage hat mich mit einer Wut zurück gelassen, die noch Tage anhielt. Gott, Jennifer, wieso? Jemand, mit dem ich mich darüber unterhalten hatte, meinte, dass man das Ende entweder mag, oder eben nicht. Deshalb gibt es auch hier wieder sicher Leute, die dieses Ende und auch die Art Ende mögen. Ohne Spoilern kann ich dazu aber nicht mehr sagen.

Über die Autorin:
Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte.

Fazit
All die verdammt perfekten Tage, ein weiteres Buch, das meiner Meinung nach viel zu sehr gehypt wird. Das Buch ist nicht schlecht und hat einen ziemlich coolen Protagonisten, aber ob einem dieses Buch und insbesondere dieses Ende gefällt oder nicht, das ist definitiv Geschmackssache.

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74 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

amie kaufman, jay kristoff, englisch, young adult, invasion

Illuminae Files - Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knopf Books for Young Readers, 20.10.2015
ISBN 9780553499117
Genre: Jugendbuch

Rezension:

The year is 2575 and two mega-corporations are at war over a planet that's little more than an ice covered speck. Too bad nobody thought to warn the people living on it. With enemy fire raining down on them Ezra and Kady have to make their escape on the evacuating fleet. But their troubles are just beginning. A deadly plague has broken out on one of the space ships and it is mutating with terrifying results. Their ships protection is seriously flawed. No one will say what is going on. As Kady hacks into a tangled web of data to find the truth its clear only one person can help her. Ezra. And the only problem with that is they split up before all this trouble started and she isn't supposed to be talking to him.

Wow. Das beschreibt es schon ziemlich genau. Dieses Buch ist einfach wow.
Das Geschichte wird durch die Illuminae-Files erzählt. Es ist, als wäre der Leser diesen Ordner bekommen und so kriegt man durch Chats, Berichte und vieles mehr nach und nach mit, was da überhaupt passiert. Und da sind wirklich tolle Sachen dabei, das kann ich euch sagen. Also, die Gestaltung kriegt alle Sterne, die es nur geben kann, und noch mehr. Was die beiden Autoren sich da alles ausgedacht haben, habe ich bisher noch nirgendwo sonst gesehen. Das aber nur (mehr oder weniger) am Rande.
Die Geschichte. Eigentlich sollte man meinen, irgendwelche Dokumente durchzulesen ist langweilig, oder? Nö, ist es nicht, zumindest meistens nicht. Dadurch, dass die Geschichte durch so viele Quellen erzählt wird, kommt eigentlich immer wieder eine Erzählweise, die einem gefällt. Ja, den Wikipedia-mäßigen Artikel fand ich relativ langweilig und generell zog es sich am Anfang stellenweise ziemlich, aber spätestens ab der Hälfte fing die Geschichte richtig an und da konnte ich mich dem Buch nicht mehr entziehen.
Die Charaktere. Wenn das nur so Dokumente sind, gibt es da überhaupt Charaktere und kann man irgendeine Verbindung zu ihnen aufbauen? Antwort: Ja und ja. In den meisten Dokumenten geht es um die beiden Protagonisten Kady und Ezra und gerade durch die Chats und ihre Antworten bei den Befragungen werden die beiden einem sympathisch und sind nicht einfach irgendwelche Personen da, sondern werden zu Charakteren, um die man sich sorgt und von denen man nicht will, dass sie doch noch sterben.
Die Liebesgeschichte. Ja, es gibt auch eine Liebesgeschichte in dem Buch, die spielt sich aber eher im Hintergrund ab. Immerhin wurde ihr Planet gerade angegriffen! ^^ Ezra und Kady sind bei der Evakuirung auf zwei verschiedenen Schiffen gelandet und so kann man durch ihre Nachrichten an den jeweils anderen und die Chats mit anderen Figuren sehen, wie sie sich langsam über die Entfernung hinweg wieder näher kommen.
Die Sci-Fi. Andere Welten, die Geschichte spielt auf Raumschiffen... an dem Sci-Fi-/Dystopie-Aspekt kommt man hier gar nicht vorbei. Da hat das Autorenduo ganze Arbeit geleistet und ein richtig cooles Universum, inklusive neuer technischer Errungenschaften natürlich, geschaffen.

Fazit
Es hat interessant gestartet, ging mit einer Mischung aus teilweise langweilig und ziemlich gut weiter, und etwa ab der Hälfte wurde es zu einem „Kann ich nicht mehr zur Seite legen“-Buch. Mit der absolut genialen Aufmachung kriegt das Buch auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal (sobald ich einen finde =P). Den fünften Stern gibt es nur deshalb nicht, weil es eben gerade am Anfang nicht besonders spannend war und ich in der Zeit mehrmals mit dem Gedanken gespielt habe, das Buch zur Seite zu legen.

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Lilien und Luftschlösser - Verliebt in Serie

Sonja Kaiblinger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.03.2015
ISBN 9783785578797
Genre: Jugendbuch

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