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38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

science fiction, ki, charles stross, zeitreiseantrieb, zukunft

Singularität

Charles Stross , Ursula Kiausch
Flexibler Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.03.2005
ISBN 9783453520165
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Am Tag, an dem der Krieg erklärt wurde, regnete es Telefone aus dem Himmel." Schon dieser erste Satz des Romans zeigt, dass es sich nicht um eine einfache Geschichte handelt. Diese Telefone dienen auch wirklich der Kommunikation. Denn damit kann das sogenannte Festival angerufen werden, eine Flotte von Außerirdischen, welche diese etwas „rückständige“ Welt besuchen. Sie wollen nichts weiter als unterhalten werden. Geschichten sollen erzählt werden und als Dankeschön kann man sich etwas wünschen. Wirklich Alles! Und das machen die Bewohner des Planeten auch. Politisch gesehen befinden wir uns irgendwie in Russland um das Jahr 1900. Menschen werden vom Staat überwacht und Freiheit ist nur ein Wunschtraum, welcher aber jetzt in Erfüllung gehen könnte.

Damit die Geschichte einen Zusammenhang bekommt, werden noch zwei Hauptfiguren eingebaut - Martin und Rachel. Beide lernen sich eher mehr durch einen Zufall kennen. Er arbeitet als Ingenieur und sie ist „offiziell“ als Botschafterin der alten Erde unterwegs. Sie kommen sich näher und... nicht sonderlich Neu was da auf euch wartet, aber dennoch hat der Roman noch mehr zu bieten. Da hätten wir zum einen die Raumschiffe, welche mit einem möglichen Zeitreiseantrieb ausgestattet sind. Hierzu hat sich der Autor viel Zeit genommen, um die Theorie dahinter genauestens zu erklären. Zum anderen gibt es auch noch eine zeitreisende Kugel, welche Menschen in der Zukunft geschaffen haben, damit keiner mehr mit der Zeit herumspielt.

Als der "rückständige" Planet sich gegen das Festival wendet und in den Krieg zieht, gibt es auch heftige Gefechte im All. Mit netten Details versehen, kann man sich gut vorstellen, in was für ein Chaos am Ende unserer Helden geraten. Wenn später märchenhafte Wesen auftreten und eine goldene Eier legende Gans mit ins Spiel kommt, war ich weder überrascht, noch erfreut. Damit hat der Autor immerhin bewiesen, dass Sciencefiction heutzutage nicht mehr nur mit Technik zu tun haben muss. Inhaltlich greift er viele Themen auf, um die es wirklich lohnt zu kämpfen - Freiheit der Presse oder die freie Entscheidungsgewalt über sein eigenes Leben.

Der Autor vergisst auch nicht die Dummheit der Menschen. Denn was macht man wenn man alles im Überfluss hat? Vielleicht ist eine Ordnung doch nicht so schlecht, auch wenn sie noch so erdrückend ist? Wer weiß, zumindest ist die Story um Martin und Rachel mit passenden Nebengeschichten gespickt und selbst der Gouverneur erlebt ein für sich ganz eigenes Abenteuer. Ich bin mir sicher, dass jeder der sich ein typisches Sci-Fi-Buch vorstellt, hier nach den ersten Seiten doch erst einmal die Stirn runzelt. Allein die Tatsache mit den Telefonen vom Anfang, stellt sich doch mehr als Merkwürdig dar, hat aber einen sehr gewissen Charme.

Fazit:
Erzähle eine Geschichte und wünsche dir was und finde dabei heraus, dass du gar nichts weiter brauchst. Vielleicht ist diese Geschichte mehr ein Denkanstoß an jeden der sich ein Füllhorn wünscht, verpackt in eine ungewisse Zukunft, mit zwei Spionen die sich lieben lernen und am Ende ein Planet seine Einwohner verloren und wiedergefunden hat. Eine sehr eigene Grundstimmung empfängt den Leser, welche bis zum Ende anhält. Sciencefiction gibt es genug und wer noch ein wenig Fantasy zulässt, wird hier auch gut unterhalten.

Matthias

Autor: Charles Stross
Broschur: 496 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 01.03.2005
ISBN: 978-3-453-52016-5

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Tags: charles stross, festival, raumschiffe, zeitreiseantrieb   (4)
 

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alien, luzifer verlag, alien covenant, scifi, androide

Alien: Covenant

Alan Dean Foster , Peter Mehler
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 19.05.2017
ISBN 9783958352223
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Anfang oder das Ende? Als erstes muss ich gestehen, dass ich wirklich froh war den Namen des Autors zu lesen - Alan Dean Foster. Er hat schon bei Star Trek den Filmen von J. J. Abrams einen rundum passenden Roman verpassen können. Mit Alien kennt er sich ebenfalls bestens aus, denn er schrieb schon Aliens: The Official Movie Novelization und Bücher zu den vorangegangenen Filmen. Für Alien: Covenant konnte man demnach keinen besseren finden. Die Crew der Covenant befindet sich auf dem Flug zu ihrem Ziel - Ein Planet welcher unter vielen tausend auserwählt wurde, um kolonisiert zu werden. Wach an Bord gibt es nur Mutter (die KI des Raumschiffes) und Walter (Der Androide). Alles scheint gut zu laufen und die ersten Jahre sind gemeistert, als plötzlich eine Schockwelle das Schiff aus seiner Bahn wirft.

Die Crew muss geweckt werden, doch schon hier geschieht schon das erste Unglück und der Captain stirbt auf tragische Weise beim Wecken aus dem Cryo-Schlaf. Ein schier unglaublicher Verlust und kein gutes Zeichen für die Reise. Es wird getrauert und vermisst, was mir persönlich später in der Story zu kurz vorkam. Das Schiff wird repariert und wieder fit gemacht für die weitere Reise. Doch dann wird ein seltsames Signal empfangen. So weit draußen dürfte das nicht der Fall sein. Bei genauer Untersuchung stellt sich heraus, dass es sich um eine Projektion einer Frau handelt, welche ein Lied singt. Bei noch genauerer Analyse stellt die Crew fest, dass dieses Signal von einem bewohnbaren Planeten ganz in der Nähe stammt.

Kurzerhand entscheidet der neue Captain dort zu landen, denn vielleicht ist diese Welt eine bessere neue Heimat. Bis hier hin hat man wirklich Spaß als Leser und kann wunderbar die Geschichte genießen. Doch dann kommen die ersten Fragen über manch Entscheidung. Da hätten wir den Sturm welcher über dem Landegebiet tobt - Warum wartet man nicht einfach? Auch später ist die Naivität mit welcher sich manch Charakter auf dem Planeten bewegt schon erschreckend hoch. Doch dafür stimmt die Spannung und die mehr als drückende Düsternis in diesem unwirklichen Paradies. Sobald das erste Alien sich blicken lässt, hat man die gewünschte Stimmung, welche man nur in dieser Reihe wiederfinden kann.

Der Geruch von Tod und Eingeweiden ist irgendwie allgegenwärtig. Der Story fehlen im Endeffekt nur Kleinigkeiten und man erfährt viel zu wenig über die Lebewesen dieser verschollenen Welt. Am interessantesten bleibt dann noch der Androide David, welcher mit seinem „Bruder“ Walter ein schönes Beispiel dafür ist, wie unperfekt wir Menschen doch eigentlich sind in dem was wir selber schaffen. Beide erinnern mich auch sehr stark an Data und Lore, welche sich in der Serie auch immer wieder begegnen und der eine die Menschen versucht zu verstehen und der andere sich nach Perfektion sehnt. Als Vorgeschichte zum allerersten Alien-Film fehlt vielleicht ein runderes Ende und auch manch Figur erlebt leider nur Randerscheinung, doch das Alien bleibt und ist in einzigartig und wird noch immer einigen Lesern in Alpträumen begegnen.

Fazit:
Alien schrieb schon Geschichte, da war ich noch ein kleines Kind. Mittlerweile dachten wir alle die Geschichte dahinter zu kennen, doch erst mit Alien: Covenant offenbart sich der eigentliche Teufel dahinter. Alan Dean Foster schafft es die Bildgewalt und das Unbehagen der Crew gut aufzufangen. Auch wenn die Story nicht viel Überraschungen hergibt, war es wieder einmal herrlich mit dem Alien einen Streifzug durch die Geschichte zu erleben und ich wäre immer wieder für ein neun Trip bereit!

Matthias


Autor: Alan Dean Foster
Klappenbroschur: 396 Seiten
Verlag: Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 19.05.2017
ISBN: 978-3-95835-222-3

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Tags: alan dean foster, alien, androide   (3)
 

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halbelbisch, vess, die maschine, spin galaxie, seldya

Die Verlorenen

Andrew Bannister , Simon Weinert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492704113
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Spin-Galaxie. Eine Ansammlung von Sternen, irgendwo im All. Die Menschen gibt es immer noch, auch wenn die Zeit in der wir diese Geschichte erleben, nicht mehr genau in Zahlen zu fassen ist. Was sind schon tausend Jahre? Andrew Bannister lässt von seinem Vorgänger-Roman „Die Maschine“ genug übrig, damit man sich auch ohne Kenntnis in dieses Abenteuer stürzen kann. Da haben wir Sklavin Seldya, welche auf der sogenannten Waben-Welt ihr Dasein fristet. Doch sie und eine handvoll Freunde haben genug und planen einen Ausbruch. Dann haben wir noch Belbis, den Maler, er lebt auf einem Planeten, der durch das Erwachen eines neuen Sterns religiös in die Krise gestürzt wird.

Doch zurück zu Seldya. Ihre Flucht gelingt und sie landet mit ihrer Mannschaft auf einem riesigen Raumschiff. Es ist kein normales Schiff, vielmehr ein ehemaliges Kriegsschiff, mit einer ausgesprochen hochentwickelten KI, welche jedoch die letzten Jahrtausende auf Eis gelegt wurde. Kurzerhand übernimmt sie die Führung und es dürfte nicht verwundern, dass so ein Kidnapping nicht unbemerkt bleibt. Sie flüchten zu einer neuen Welt, doch auch hier spielen sich merkwürdige Dinge ab. Den Hafenmeister Vess, fällt es schwer diesen Diebstahl zu erklären und er muss sich auf die Suche nach den Dieben begeben.

Jeder einzelne erlebt dabei seine eigene Geschichte und erst am Ende wird klar, was der Spin eigentlich ist und was er für eine Bedeutung hat. Nicht nur das Leben wie die Bewohner es geführt haben wird sich nach den Ereignissen verändern, auch die Planeten selbst sieht man jetzt in einem ganz anderen Licht. Kleine Nebengeschichten helfen den im Hintergrund lauernden Geheimnissen zu lauschen und man kann mit jeder Seite seine Fantasie freien Lauf lassen. Nicht immer geht es zwingend um Science-Fiction, hin und wieder kommt man sich eher wie im tiefen Mittelalter vor. Doch dann gibt es eben diese Momente, in den Bannister Ideen beschreibt, welche mehr als interessant klingen.

Manch Gegenspieler unserer Helden, entwickeln im Lauf der Story ein ungeahntes Eigenleben und selbst wenn man denkt alles vorhersagen zu können, passiert doch noch etwas überraschendes. Ob wir bereits das Ende der Spin-Galaxie erlebt haben mag ich bezweifeln, denn inhaltlich könnte der Autor wohl noch hundert neue Figuren erfinden und sie in dieses spannende Universum hineinversetzen. Überrascht war ich jedoch von manch Wortwahl, was wiederum dem Roman auch Frische mitbringt. Was Seldyan erlebt und ob Belbis seinen Anfang als Maler überlebt, werdet ihr mit Genuss in Erfahrung bringen und wenn ihr dann noch seht Vess bei seiner Reise durchlebt, habt ihr ein wirklich gutes Buch gelesen.

Fazit:
Science-Fiction-Romane beschreiben nicht nur die Faszination des Unbekannten, manchmal sind es mehr die Charaktere, welche eine Geschichte so lebendig machen, dass man sie nicht vergessen kann. Die Spin-Galaxie beherbergt so viel mehr als nur ein unglaubliches Geheimnis, dass selbst der Bettler am Straßenrand eine tragende Rolle spiele könnte. Andrew Bannister hat ein gutes Timing für Spannung und Muße. Keine gähnenden Passagen durch die man sich quälen muss und dank der Auflösung der zum Schluss, kann man als Leser jeder Seite durchweg genießen.

Matthias

Autor: Andrew Bannister
Klappenbroschur: 400 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 02.10.2017
ISBN: 978-3-492-70411-3

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Tags: die maschine, generationenraumschiff, halbelbisch, raumschiff, seldya, spin galaxie, vess   (7)
 

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die leere, commonwealth, edeard, void-zyklus, peter f. hamilton

Schwarze Welt

Peter F. Hamilton , Michael Neuhaus
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.04.2016
ISBN 9783404208296
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Peter F. Hamilton schreibt seit so vielen Jahren an seinem Sci-Fi-Epos, dass man schon wirklich genau hinschauen muss, um auch mithalten zu können. Das Commonwealth ist eine Geschichte aus der die Menschen in den Weltraum gelangt sind, Kolonien gegründet haben und andere Lebewesen begegnet sind. Dank der umfangreichen Erkundung der Galaxis wurde auch die unfassbare Leere entdeckt – ein immer größer werdendes Schwarzes Loch. Nicht das die Einwohner alle Angst davor hätten, vielmehr wollen einige sogar hinein, um in ihm zu leben, denn vor vielen Zyklen hat es ein Mann auch wieder heraufgeschafft.

Er berichtet von einem Leben wie im Himmel und seit dem ist der Glaube und seine Anhängeranzahl stetig gewachsen. Was genau sich jedoch hinter der Leere befindet weiß niemand, doch wie man eine Reise dorthin überleben kann wird durch die sogenannten Träumer vorbereitet. Inigo war der erste und ein zweiter scheint aufgetaucht zu sein. Dieser Roman fängt mit einer Kriminalgeschichte an. Ein Tresorraum, in dem nur noch Leichen zu finden sind. Was ist hier geschehen und was wurde entwendet? Dass es in solch einer Zukunft nicht mehr um Gold geht, könnt ihr euch sicherlich denken. Genauso ist es auch.

Die Diebe waren erpicht auf das DNA-Abbild von Inigo. Es scheint, als ob irgendjemand ihn nachbilden will, um die große Pilgerfahrt in die Leere auf den Weg zu bringen. Es werden verschiedene Agenten auf den Weg geschickt, wobei auch hier unterschiedliche Parteien die Fäden ziehen. Nebenbei wird auch noch die Geschichte von Edeard erzählt, welcher später in die Geschichte eingeht als der „Waterwalker“. Nein, es handelt sich hier nicht um Jesus, vielmehr um einen Menschen, welcher telekinetische Kräfte entwickelt und eben über das Wasser laufen konnte.

Aber vielleicht steckt ja doch mehr hinter Edeard? Zumindest müssen sich alle am Ende die Frage stellen, ob es das jetzt war, denn die Leere beginnt unaufhörlich weiter zu wachsen. Nichts kann sie aufhalten! Habe ich alles verstanden? Leider nein.! Das liegt zum einen auch an Hamiltons Schreibstil und den immer wieder auflebenden Nebenfiguren, welche auch genauso schnell wieder verschwinden oder eben in anderen Ausgaben wiederkehren. Dafür benutzt der Autor ein wunderbares Potpourri an technischen Errungenschaften, von Raumschiffen, Waffen, Dyson-Spheren, Planetentransportern, Lebewesen-Wiederherstellung und noch Vieles mehr.

Fazit:
Im Commonwealth hat Peter F. Hamilton aktuell den Void-Zyklus gestartet und Fans wissen auf was sie sich einlassen. Eine Reise, eine Suche, eine Detektiv-Geschichte, Anbetung und die Leere – Alles wie gehabt und alles in einem Stil, den man entweder mag und von Anfang an verfolgt oder man sich eher anderen Geschichten gewidmet hat. Ich habe es noch einmal versucht und wünsche Hamilton weiterhin viel Schreibkraft und hoffe, dass er auch mal einen Roman außerhalb des Commonwealth schreibt, denn seine Visionen über die Zukunft klingen erstaunlich, nur die Gesamtheit und die Tragweite seiner Bücher lässt manch Leser einsam zurück.

Matthias

Autor: Peter F. Hamilton
Taschenbuch: 382 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 15.04.2016
ISBN: 978-3-404-20829-6

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Tags: commonwealth, die leere, edeard, inigo, peter f. hamilton, void-zyklus, waterwalker   (7)
 

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aliens, widerling, ramon espejos, prospektor, gefangener

Planetenjäger

George R.R. Martin , Gardner Dozois , Daniel Abraham , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 26.06.2017
ISBN 9783764531720
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Eine Kolonie, weit weg von der Erde. Ramon Espejos wuchs in Mexiko auf, doch auf der Suche nach dem Glück, landete er eben genau hier. Schon vorher verbrachte er viel Zeit auf der Straße und er weiß wie man überlebt. Er ist kein feiner Kerl, keiner den man wirklich als seinen Kumpel bezeichnen würde. Selbst bei den Frauen hält er es nie lange aus, außer aktuell bei Elena. Doch ein Abend sollte sein Leben komplett ändern. Eine Bar, zu viel Alkohol und schon war der Streit nicht weit. Noch ein paar Schluck mehr und ein Kampf war unausweichlich. Keine Sekunde zu spät zückte Ramon das Messer und... nun ihr könnt euch denken wie es ausgegangen ist. Jetzt muss er dringend aus der Stadt, denn die Polizei wird schon nach ihm suchen.

Als Job, wenn man das so bezeichnen möchte, nennt er sich Prospektor. Er erkundet unerforschtes Gebiet, zeichnet Karten auf, nimmt Gesteinsproben und erforscht die Vegetation. Genau das versucht er erneut und flüchtet so in die Wildnis. Nach einigen Kilometern außerhalb der bekannten Region findet er einen geeigneten Platz und er geht seiner Bestimmung nach. Hier eine Probe und da eine kleine Sprengung, um herauszufinden welche Mineralen sich in dem Berg befinden. Leider lag er bei diesem Berg ganz falsch. Wie aus dem Nichts taucht eine Drohne auf und er wird gefangen genommen. So viel in etwa kann man auch vom Klappentext erfahren.

Nur wie es weitergeht., da war ich schon überrascht. Nicht das einfach nur eine simple Entführung durch Aliens dahinter steckt, vielmehr hat man ab dem ersten viertel des Buches eine Änderung der Hauptfigur und eine neue kommt hinzu. Es erinnert zum Teil an eine Flucht, eine Jagd, eine Expedition und an ein Experiment. Das es Aliens gibt wissen die Menschen schon seit vielen Jahren, Ohne sie wären die Menschen vielleicht nicht einmal auf diesem Planeten. Dennoch gibt es immer noch Lebewesen welche unbekannt sind und genau auf diese trifft Ramon. Die Jagd/Flucht wird wunderbar durch Nebensächlichkeiten beschrieben.

Wie etwa Feuer machen, Floß bauen, Essen fangen und vieles mehr. Selbst den Zwiespalt zwischen Jäger und Gejagten kann man schier stetig hören. Die Selbsterkenntnis und die Erinnerungen an die Vergangenheit helfen dem Leser Ramon besser zu verstehen. Vielleicht ist er doch nicht so ein harter Kerl für den er sich selbst hält?! Einzig die Wortwahl unseres Helden mag mir manchmal den Lesefluss gehemmt haben. Selbst wenn man auf der Straße groß geworden ist, muss man nicht zwingend auch so reden.

Fazit:
Kantig, Dreckig und mit einem ganz eigenen Charme. Ramon Espejos bringt mit seiner Art die feine saubere Gesellschaft der Zukunft ordentlich durcheinander und schön zu sehen, dass nicht immer alle Abenteuer nur einen Faden haben, sondern auch mit Überraschungen glänzen können. Schade nur, dass Ramons Wortschatz so begrenzt ist. Ein paar mehr Ausführungen zu den Aliens und den Raumschiffen haben mir noch gefehlt, aber sonst, gibt es in puncto Spannung und Abwechslung nichts zu meckern. Bis bald Ramon - En una nueva aventura!

Matthias

Autor: George R.R. Martin, Gardner Dozois, Daniel Abraha
Broschur: 352 Seiten
Verlag: GRRM By Penhaligon
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 26.06.2017
ISBN: 978-3-7645-3172-0

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Tags: daniel abraham, gardner dozois, george r.r. martin, jäger, neue kolonien, prospektor, ramon espejos   (7)
 

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

adrian j walker, england, familie, endzeit, tor

Am Ende aller Zeiten

Adrian J Walker
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 21.09.2017
ISBN 9783596037056
Genre: Fantasy

Rezension:

… weiß man vielleicht wirklich erst, was man liebt und vermisst. Edgar Hill, ein Vater von zwei kleinen Kinder, Mann einer sich sorgenden Frau und Angestellter, welcher mehr Unglücklich ist, als das er ständig lächelnd durch den Tag rennt. Eines Tages passiert es aber, die Welt geht im wahrsten Sinn unter. Er selbst wohnt in einem kleinen Ort in England, weit weg von den großen Städten und vielleicht war auch dieser Fakt einer der Gründe, warum er überlebt hat. Nur halb bei Verstand schafft es Ed seine Familie am Leben zu halten. Versteckt im Keller überleben sie die ersten Wochen. Die Kinder sind von dieser Katastrophe schlimmer mitgenommen als die Erwachsenen und nur durch ein wenig Glück werden sie gerettet, doch sein Abenteuer sollte erst noch kommen.

Er meldet sich freiwillig, um nach Nahrung und Wasser zu suchen. Viele Tage ist er manchmal weg und eines Tages sind alle verschwunden. Eine große Evakuierungsaktion hat die Überlebenden zusammengerufen und sie sollen jetzt mit Schiffen in andere Länder gebracht werden, die es nicht so schlimm erwischt hat wie England. Edgar muss sich jetzt mit seinem Trupp 500 Meilen quer durch England schlagen, damit er seine Familie wiedersehen und vielleicht auch gerettet wird. Alles wäre so einfach gewesen. In ein Auto steigen, losfahren und schon wäre man in wenigen Tagen am Ziel. Doch diese heile Welt ist nicht mehr und so müssen sich Ed und seine Kameraden durch diese postapokalyptischen Zustände ziehen.

Dabei lernen wir sehr unterschiedliche Charaktere kennen. Die einen sind sehr hilfsbereit und glauben wirklich an das Gute im Menschen. Andere wiederum sind durchtrieben und nutzen diesen Zustand um Macht und Gewalt über die Überlebenden zu bringen. Skurrile und unwirkliche Geschichten der einzelnen Personen ergänzen diese Reise, welche nicht ganz so ausgeht, wie man es zu hoffen wagt. Walker hat bei der Beschreibung im ersten drittel des Buches eine wahres Feuerwerk an Worten gefunden, um sich und sein Leben zu beschreiben. Allein die Tatsache Kinder aus einer Spaßtagesstätte zu holen, wird bei mehr als einen Erwachsenen ein mitnicken hervorrufen.

Später gleichen sich viele Zustände unserer Helden, was der Tatsache geschuldet ist, dass der menschliche Körper eben doch seine Grenzen hat. Das Abenteuer wirft hier und da auch Fragen auf, welche mit einigen Logiklöchern auch noch erweitert werden, dafür hat der Autor aber wohl mehr als einen Survival-Guide gelesen. Was isst man wenn es kaum noch etwas gibt? Wo findet man noch Wasser wenn eigentlich alles verdreckt ist oder wie bewegt man sich in einer derart zerstörten Welt am schnellsten voran? Selbst die Frage nach Gott findet einen Platz in diesem Buch und vielleicht hat der Autor Recht, es geht gar nicht darum ob man an ihn glaubt oder nicht, sondern das man etwas hat, an dem man sich festhalten kann.

Fazit:
Ein spannend verpacktes Abenteuer, eine Reise mit vielen Hindernissen und ein Vater, welcher erkennt, dass die Familie der Grund ist, warum man all die Schmerzen überleben kann. Adrian J Walker versucht nicht die Welt schön zu reden und greift dabei auf die Wirklichkeit zurück. Die Herkunft spielt dabei keine Rolle und selbst wenn der Held dieser Geschichte dieses Abenteuer überleben sollte, wird sein Leben nie mehr das selbe sein. Der Roman ist sicherlich mehr Survival als Science Fiction, beschreibt aber anschaulich, wie wir Menschen wohl bei einer solchen Katastrophe reagieren würden.

Matthias

Autor: Adrian J Walker
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 21.09.2017
ISBN: 978-3-596-03705-6

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Tags: adrian j walker, edgar hill, england, survival   (4)
 

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wissenschaft, science fiction, raumfahrt, technik, raumstation

Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

Phillip P. Peterson
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.12.2015
ISBN 9783404208432
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Da haben wir Menschen es wirklich geschafft und wer dieses Buch zu Ende gelesen hat weiß auch, dass ich mehr meine als den Flug ins All. Von der ersten Seite an fühlt man sich sehr wohl in der Welt von Peterson. David ist ein guter Wissenschaftler, welcher sich auf Signale der ausgesandten Raumsonden der NASA spezialisiert hat. Während die Welt durch viele Terroranschläge den Atem anhält, versucht er herauszufinden, warum plötzlich kein Kontakt mehr mit den Sonden herzustellen ist. Doch er ist nicht die einzige Hauptfigur. Da haben wir noch Ed. Ein älterer aber grundlegend erfahrener Astronaut, welcher sich auf seiner letzten Mission befindet.

Er und seine Crew sind die letzten Besatzungsmitglieder der ISS. Richtig gelesen, sie hat nur noch wenige Wochen bis sie im Pazifik versenkt wird. Doch bei dieser letzten Mission läuft einiges schief. Nur mit sehr viel Glück und dank der Führung von Ed, kommen alle heil zur Erde zurück. In anbetracht dieser Ereignisse sollte man meinen, er habe seinen Job verloren und so wäre es auch fast gekommen, wenn nicht Privatunternehmen und die NASA zusammen eine neue Mission ins Leben gerufen hätten. Dank neu entwickelter Fusionsernergie ist es den Menschen gelungen Antimaterie herzustellen und das ist der Grundbaustein für einen neuen Schiffsantrieb.

Nebenher werden immer wieder News mit eingestreut, wie die Menschen unserer Zeit um jede Ressource kämpfen und dabei alles riskieren. Ein wirklich beeindruckender Teil des Buches beschreibt die Astronautenausbildung. Detailliert geht Peterson auf das Leben im All ein und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Wusste ihr, dass einige Astronauten unter Platzangst leiden? Doch ein spezielles Training hilft, mit dieser Angst umzugehen. Jetzt ist der Roman schon zwei Drittel zu Ende, was soll da jetzt noch kommen? Ich sage euch, es lohnt sich! Schon der Start der Rakete ist so anschaulich beschrieben, dass man als Leser fast neben einen der Helden sitzt.

Doch alle vier Mitglieder des Raumschiffs werden noch etwas weitaus beeindruckenderes erleben. Dabei geht der Autor sehr wissenschaftlich vor und bedient sich einiger bekannter Theorien. Es handelt sich dabei um ein Paradox, auf welches bis dato keiner eine Antwort gefunden hat. Ich gestehe, dass ich beim lesen Raum und Zeit vergessen habe. Alles klingt so plausibel und man nimmt ihm wahrlich all die Ereignisse als Wirklichkeit ab. Dennoch kann ich nur hoffen, dass wir Menschen uns besinnen und uns eine hoffentlich glücklichere Zukunft bevorsteht, als jene welche dir hier beschrieben wird. An alle Star Trek Fans, ihr werdet sehen, dass auch der Autor ein Fan dieser Franchise ist.

Fazit:
Nichts beeinflusst uns Menschen so sehr wie die Unendlichkeit der Fantasie. Sie ist der Grundstein für manch Wissenschaft und Philipp P. Peterson verbindet beides zu einem beeindruckenden mitreißenden Science-Fiction-Roman. Der technische Stand der Dinge wird auf anschauliche wissenschaftliche weise beschrieben und das Finale lässt euch definitiv noch lange über die hier geschriebenen Worte grübeln.

Matthias

Autor: Phillip P. Peterson
Taschenbuch: 478 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 10.12.2015
ISBN: 978-3-404-20843-2

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Tags: philipp p. peterson, raumschiff;, wissenschaft   (3)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

delfine, thriller, u-boot, michael grumley, john clay

Breakthrough

Michael Grumley , Wally Anker
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.09.2017
ISBN 9783453318755
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wissenschaftler haben nicht immer Recht, was aber wenn doch? Wir befinden uns tief im Karibischen Meer. Ein amerikanisches U-Boot befindet sich auf einer Routinemission, doch diese Fahrt, wird die Mannschaft so schnell nicht vergessen. Zuerst wird der Kurs von der einen zur anderen Sekunde verändert, doch damit nicht genug, dass Schiff verschwindet sogar völlig vom Radar. Sonderermittler John Clay wird damit beauftragt, diesen mysteriösen Fall zu lösen. Mit so etwas hatte er noch nie zu tun und auch viele Experten können ihm nicht wirklich weiterhelfen. Doch erste Hinweise verdichten sich, da muss irgendetwas im Wasser sein. Er macht sich auf, um an der zuletzt bekannten Position zu nachzusehen.

Und tatsächlich, was er hier entdeckt, verschlägt nicht nur ihm, sondern später auch dem Präsidenten den Atem. Da technische Gerätschaften in dieser Region anscheint unwirksam sind, zieht er eine anerkannte Meeresbiologin hinzu. Alison Shaw befasst sich eigentlich mit einem eigenen sehr außergewöhnlichen Projekt - Sie will die Sprache von Tieren übersetzten. In diesem Fall sind es Delfine. Viele Jahre der Forschung werden zusammengeführt und in einen Rechner eingespeist, was er am Ende ausspuckt, nun sagen wir mal so, diese Tiere sind nicht umsonst als sehr intelligent eingestuft worden.

Ich kann euch gar nicht viel von der Story verraten, denn egal wie viel ich erzähle, die Story verliert dabei ihren Reiz. Zumindest kann ich erwähnen, dass besonders Ermittler Clay einen ausgesprochen ordentlichen Job macht, nicht nur als Hauptfigur, sondern auch im Roman selbst. Einige Wendungen muss man leider so hinnehmen wie sie sind und Delfine als Lösung einzusetzen war sicherlich auch der Umgebung geschuldet. Jedoch wirklich nötig waren sie meiner Meinung nach irgendwie nicht. All die militärischen Standards werden ebenfalls aufgefahren. Da haben wir die, die gleich schießen wollen und andere welche mit dem Köpfchen denken.

Nicht das ich wirklich vom Verlauf der Geschichte überrascht war, denn alles ergibt sich allein schon von den Dialogen her. Hier eine Bombe, da etwas Science-Fiction und fertig ist Story? Nicht ganz. Mir haben einige Passagen wirklich gut gefallen und ich konnte mir schön anschaulich vorstellen, was warum passiert. Selbst die Erklärungen zu Tsunamis, Eis und Energie klingen mehr als plausibel. Als Informationstechnologe ist Michael Grumley auch gut im Umgang neuster Technik, nur bei dem wirklich echten Geheimnis, war mir die Grundidee einfach zu simpel. Hier stelle ich mir die Frage, ob die Menschen in diesem Roman sich die Planeten in unserem Sonnensystem nicht angeschaut haben?!

Fazit:
Breakthrough dient als Auftakt zu einer Science-Fiction-Serie, welche uns die nächsten Jahre noch begleiten wird. Mit viel Spannung am Anfang und anschaulichen kleinen Nebengeschichten, verbindet Michael Grumley die typischen politischen Machtkämpfe der Militärberater und der Wissenschaftler. Wer am Ende gewinnt und wer am meisten verliert - Die Geschichte schreibt heute schon ein ähnliches Bild. Wollen wir hoffen sie entscheiden sich anders. Wie wäre es einfach mal erstaunt zu sein und sich freuen jemand „Neues“ kennenzulernen?

Matthias

Autor: Michael Grumley
Paperback: 384 Seiten
Verlag: HEYNE Verlag
Sprache:
Deutsch
Erscheinungsdatum: 11.09.2017
ISBN: 978-3-453-31875-5

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Tags: alison shaw, delfine, john clay, michael grumley, u-boot   (5)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

doctor who, technik, ben aaronovitch, militär, fantasy

Doctor Who - Die Hand des Omega

Ben Aaronovitch , Axel Merz
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404208814
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Im Endeffekt ist es wie immer, entweder man mag den Doctor oder eben nicht. In meinem Fall bin ich immer wieder hin und hergerissen. Ben Aaronovitch hat versucht aus einem Drehbuch einen Roman zu schreiben, was nicht nur für ihn, wie er zu Anfang berichtet einen Herausforderung war, sich am Ende auch für den Leser anders darstellt, als man es sonst aus Romanen gewohnt ist. Willkommen in der Coal Hill School in London im Jahr 1963 Nicht das der Doctor hier etwas lehrt, vielmehr befindet sich hier ein Geheimnis, welches er aus dunkler Vergangenheit wieder in Ordnung bringen muss. .

An seiner Seite die etwas durchgedrehte Ace, welche schon als Kind gern Sachen in die Luft gejagt hat und an der Seite des Doctor mehr als ein Abenteuer erlebt hat, in dem Explosionen recht hilfreich waren. Auch diesmal kann der erste Angriff der Daleks mit etwas Sprengstoff gewonnen werden. Aber was machen die Todfeinde des Doctors hier? Das fragt sich nicht nur der besorgte Leser, sondern auch die restlichen Figuren des Romans. Da haben wir noch viel britisches Militär, welches wundersamer weise sich nicht sonderlich wundert, dass man hier gegen ein paar Außerirdische kämpfen muss. Hm...

Wir erfahren, dass die Daleks sich vor vielen Jahren entzweit haben und nun versuchen eine Waffe in die Finger zu bekommen, welche die Zeit verändern kann. Ein Gefecht folgt dem nächsten und genau hier ist Knackpunkt. Der Roman beschreibt in vielen kleinen Schritten wie sich wer gegen wen zur Wehr setzt, vergisst dabei aber die Story. Das Kämpfen, wird hier ohne lange zu zucken durchgeführt. Soldaten fallen, Daleks benutze ihre Strahlenkanonen und als der Doctor auf dem feindlichen Raumschiff landet, war ich nicht überrascht, wie sich wohl das Ende gestalten wird. Nichts hat Aaronovitch dem Zufall überlassen, ähnlich wie der Doctor.

Ich gebe zu, dass ich mir unter der „Hand des Omega“ auch etwas ganz anderes vorgestellt habe, als das, was es am Ende ist. Ich gehe auch davon aus, dass es nicht das letzte Mal war, dass man dieses Ding zu Gesicht bekommen hat. Alle anderen Figuren der Geschichte sind wahrlich nur Beiwerk, einzig der Doctor kann dank seiner Art und Weise auch ein kleines Schmunzeln dem Leser entlocken. Trocken britisch und mit einer ordentlichen Portion Selbstsicherheit, huscht er durch die Geschichte, wobei sie irgendwie nicht hängen bleiben will.

Fazit:
Der Doctor, hat mit der Hand des Omega, wahrlich alle Hände voll zu tun. Nicht nur seine Erzfeinde, die Daleks, sitzen ihm im Nacken, auch das einheimische Militär steckt mitten in einem Krieg gegen diese Außerirdischen. Was das Omega ist und wie er den Fall löst, sollten Fans sich nicht entgehen lassen, allen die bei Doctor Who einsteigen wollen, rate ich eher davon ab, denn manchmal kann der Doctor nichts dafür, dass die Spezies Mensch so sehr auf Gewalt und Kampf steht wie hier.

Matthias

Autor: Ben Aaronovitch
Taschenbuch: 238 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 21.07.2017
ISBN: 978-3-404-20881-4

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Tags: ben aaronovitch, doctor who   (2)
 

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kantaki, dorian, andreas brandhorst, lidia

Diamant

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492281218
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zeit - wer möchte sich nicht selbst gern mehr davon? Wir wünschen uns so viel zu erleben und zu entdecken, dass man am Ende sagen kann, man hat auch wirklich gelebt. So ähnlich geht es auch Lidia. Eine junge Frau, die sich nichts mehr wünscht, als Pilotin auf einem Kantaki-Schiff zu werden. Sie lernt Dorian kennen, der reiche Sohn eines unglaublich großen Konsortium-Anführers. Für wen wird sie sich jetzt wohl entscheiden? Für den jungen Mann der ihr alle Wünsche erfüllen kann oder für ihren eigenen Weg? Dorian kann es einfach nicht fassen sitzen gelassen zu werden.

Er, der ihr alles bieten kann, der alles kaufen und besitzen kann, warum entscheidet sie sich nicht für ihn? Doch kommen wir jetzt ein wenig von dieser Liebesstory weg und schauen uns die Sciencefiction hinter der Geschichte an. Da haben wir die Kantaki. Ein insektenartiges Volk, welches mit ihren Schiffen Raum und Zeit überwinden können. Niemand ist seither so weit entwickelt wie sie. Die Menschen konnten durch dieses Volk erst aufbrechen zu den Sternen und haben in den letzten Jahrhunderten die Galaxie langsam erobert.

Viele andere Völker beherbergt unsere Milchstraße noch, obwohl wir nur ein winzig kleiner Teil von etwas viel Größerem sind. Brandhorst erklärt auch interessante theologische Ansätze über Gott oder besser gesagt das, was man als solches wahrnimmt. In vielen Passagen helfen deutliche Erklärungen den Kosmos, wie er ihn sich vorstellt, wahr werden zu lassen. Egal ob alte Ruinen, zeitlose Raumspalten oder ein Krieg der mit Anomalien ausgefochten wurde, hier bekommt wirklich jeder von Allem etwas. Mit einer guten Portion Vorstellungskraft, werdet ihr euch auch sehr wohl fühlen, wäre da nicht unser Held der Geschichte.

Als tragische Figur und Bindeglied zwischen den Welten, verfällt Dorian nicht nur seinem Egoismus, sondern auch seinem Stolz. Sein Weg pflastern wahrlich unheimlich viele Leichen und auch wenn nicht immer gewollt, führen alle Taten am Ende eben doch zum gleichen Ergebnis. In einigen Phasen möchte man ihn manchmal gar nicht mehr begleiten, viel zu unangenehm fühlt man sich in seiner Gegenwart. Selbst das Finale erweist sich nur als Sprungbrett zu Teil Zwei und öfter habe ich mir schon gewünscht, er würde einfach sterben und alles hätte endlich ein Ende.

Fazit:

Liebe, Tod, Verzweiflung und Zeit - mehr braucht Andreas Brandhorst nicht, um diesen epochalen Roman zu schreiben. Tief traurige Momente, wechseln die Bilder mit fanatischen Bildnissen über Raum und Zeit. Unglaubliche Welten werden gefunden und unsere Leben als Wimpernschlag in der Geschichte erkannt. Ich bin mir sicher, dass wirklich erst am Ende der Romanreihe sich endgültig alles erklärt, was hier angesprochen wird. Wer den Einstieg jetzt wagt, wird auch definitiv hängen bleiben.

Matthias

Autor: Andreas Brandhorst
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 01.08.2017
ISBN: 978-3-492-28121-8

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Tags: andreas brandhorst, dorian, kantaki, lidia   (4)
 

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haarteppichknüpfer, rebellen, haare, schiffer, sonnensystem

Die Haarteppichknüpfer

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.10.2012
ISBN 9783404206971
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In Geschichten gibt es oft einen oder mehrere Helden, welche man in dem anstehenden Abenteuer nach und nach begleitet. Gefahren lauern an allen Ecken, Action im Kampf und Intrigen bringen dir Spannung, welche am Ende aufgedeckt werden. Die Haarteppichknüpfer bricht jedoch mit all diesen konventionellen Richtlinien. Eschbach begibt sich mit seinem Roman in eine mehrere zehntausend Jahre entfernte Zukunft. Ein Kaiser regiert das Universum und jeder einzelne Mensch ist dessen Untertan. Doch es gibt Gerüchte, dass es den Kaiser nicht mehr gibt und Rebellen die Macht übernommen haben....

Auf einem tief im All vergessen Planeten knüpft ein Mann an einem Teppich. Wie der Name des Buches es verrät, handelt es sich um einen Teppich aus Haaren. Ein Knüpfer muss mehr als eine Frau und Kinder haben, denn nur die Haare der Frauen und Töchter dürfen benutzt werden. So ein Wunderwerk zu erstellen dauert ein ganzes Leben und nicht selten werden die Arbeiter dabei blind oder sterben früher an den Folgen dieser Arbeit. Einen Sohn muss man ebenfalls haben, welcher die Schuld des Vaters auf sich nimmt und an einem neuen Teppich arbeitet und so geht es seit vielen tausend Jahren.

Der Kaiser bekommt seine Teppiche und die Knüpfer werden dafür am Ende ihres Lebens bezahlt. Was alles hat das mit Science Fiction zu tun? Das klingt doch eher wie tiefes Mittelalter?! Genau hier hat Andreas Eschbach eine weitere Besonderheit benutzt. Er vermischt einfach Fortschritt und Technologie mit Altertum, fügt eine Priese Gottesanbetung hinzu und fertig ist dieser wirklich ungewöhnliche Roman. Die Geschichte erfährt nicht einen geradlinigen Faden, welchen man folgt und vielleicht kleine Überraschungen hin und wieder für Abwechslung sorgen.Vielmehr hat er Einzelstorys im Gepäck und beschreibt damit das große Ganze.

Hier ein Einkäufer der Teppiche, da ein Pilot, welcher die Teppiche nicht fassen kann und dann ein Rebell welcher vor dem Kaiser steht. Nichts wird dabei dem Zufall überlassen, alles enthält ein kleines Puzzlestück, welches das Ende die Auflösung des Geheimnisses hinter den Haarteppichknüpfer zusammenfügt. Mit jeder Seite erfährt man mehr über den Kaiser, die Zukunft der Menschen, Rebellen, Raumschiffe und Lebensweise. Im Endeffekt fügt Eschenbach nur das zusammen, was wie eine traurige Wahrheit allzeit über diese Geschichte schwebt, denn was sind schon zehntausend Jahre für einen scheinbar unsterblichen Kaiser?

Fazit:

Die Haarteppichknüpfer ist nicht einfach nur eine banale Geschichte über uns Menschen in einer fernen Zukunft - Der Roman ist eine Offenbarung! Andreas Eschbach hebt sich mit seiner außergewöhnlichen Erzählstruktur deutlich von vielen Genre-Kollegen ab. Der Leser lechzt nach der Lösung und vergisst dabei wie schnell die Zeit verstreicht. Es ist wirklich lange her, dass mich ein Roman danach noch so sehr beschäftigt hat wie dieser. Prädikat – Besonders zu empfehlen!

Matthias

Autor: Andreas Eschbach
Taschenbuch: 319 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 12.10.2012
ISBN: 978-3-404-20697-1

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Tags: eschbach, haarteppichknüpfer, raumschiffe, rebellen, universum   (5)
 

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rise of the federation, malcolm reed, admiral jonathan archer, föderation, cross cult

Star Trek - Rise of the Federation 2

Christopher L. Bennett
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 06.06.2017
ISBN 9783959811965
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das die Föderation von Anfang an einen nicht ganz so leichten Start hatte, konnten wir nicht nur in der Serie miterleben, auch im ersten Teil zu „Rise of the Federation“ ging es turbulent her und der Frieden in der Galaxis schien in Gefahr zu sein. Auch dieses mal erleben wir wieder Admiral Jonathan Archer, welcher diesmal versucht die Bewohner des wohlhabenden Rigel-Systems zum Beitritt in die Föderation zu bewegen. Christopher L. Bennett hat uns dafür nicht nur eine Geschichte geschrieben, sondern versucht wieder mehrere Parallelstorys ineinanderlaufen zu lassen. Da haben wir zum einen Archer selbst, der sich „endlich“ mal wieder verliebt, wobei er am Ende erkennt, dass man das Glück meist schon lange kennt.

T´Pol und Trip, sind sich nicht mehr sicher ob ihre Beziehung so funktioniert, denn er kann eben nicht von Sektion 31 lassen. Er begibt sich auf eine Mission, welche noch einmal zeigt, wie wichtig es ist auch im Schatten zu agieren, was offizielle Kräfte eben nicht immer können. Dann wird auch noch ein neuer Präsident gewählt, ja genau, Politik ist diesmal ein wichtiger Bestandteil des Buches, was unweigerlich zu langen Reden, mit fragwürdigen Inhalten führt. Wichtig für den Fortlauf der Geschichte vielleicht, aber wahrlich gähnend zu lesen. Reed,macht sich mit seinem Raumschiff, die Pionier, auf den Weg und muss das Verschwinden einiger Crewmitglieder klären, welche von einer Organisation gekidnappt werden, um geheime Daten zu entschlüsseln.

Doch auch dieses Katz und Mausspiel ergibt sicher seiner Handlung und führt mehr zu einem zähen Fluss und nicht zu einer spannenden Jagd. Das die gleichen Drahtzieher wie in Teil eins wieder ihre Finger nach Archer ausstrecken, ist sicher auch logisch, aber irgendwie auch schade. All die Macht welche aktuell offen steht, warum nicht mal andere neue Figuren mit einbringen? Jedes einzelne Komplott welches heimlich und tückisch geschmiedet wurde, zerfällt nach und nach und das nicht nur weil Archer aufgepasst hat, vielmehr weil viele Köche eben den Brei dann doch verderben.Genau das gleich passiert dem Autor, welcher sich einfach zu sehr auf Abwechslung konzentriert hat, als auf die eigentliche Story.

An vielen Stellen möchte man gar nicht wissen, was der ein oder andere denkt und gerade was die Reden der politischen Gegner angeht, sie zehren einfach nur am Geduldsfaden des Lesers. Da es mit dieser Buchreihe weitergehen wird, hoffe ich nur, dass der Autor sich wieder fängt und sich mehr auf die Einzelgeschichten konzentriert, als das er an zu vielen Plätzen zu gleich ist. Ebenfalls hat mir die Weiterzählung aus dem ersten Teil gefehlt, denn was ist nun mit dem Transporter? Wird er je wieder eingesetzt werden können? Dennoch war es schön alle alten Figuren wieder in Aktion zu erleben und Trip hat mir diesmal am besten gefallen.

Fazit:
Wer viele Hasen jagt, fängt keinen. Genau das passiert in diesem Fall Autor Christopher L. Bennett. Die Ideen sind alle gut und könnten jeweils einen Einzelroman hervorbringen, aber dennoch hat er versucht alles in einen einzigen zu quetschen. Obwohl am Ende alles gut wird und wir die Zukunft der Föderation weiter erleben können, sollten sich die Geschichten zukünftig mehr konzentrieren, denn es gibt sicherlich noch so viel was Archer selbst oder Red mit seiner eigenen Crew erleben könnte. Ich für meinen Teil hoffe es sehr.


Matthias

Autor: Christopher L. Bennett
Taschenbuch: 375
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 06.06.2017
ISBN: 978-3-95981-196-5

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Tags: admiral jonathan archer, babel, christopher l. bennett, cross cult, föderation, malcolm reed, rise of the federation, t´pol, trip tucker   (9)
 

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zeitreise, zukunft, ausbeuten, zeitreisen, zeitkurie

Zeitkurier

Wesley Chu , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.08.2017
ISBN 9783453317338
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zeitreisen haben mich schon immer fasziniert. Egal ob bei Star Trek oder wie in vielen anderen Filmen/Büchern gab und gibt es das unausweichliche Paradox, vor welches man nicht nur als Leser, sondern auch als Hauptfigur steht. Der Einstieg in den Roman erleben wir gleich als direkten Auftrag, denn wie der Name es schon verrät, geht es eben um einen solchen einen „Zeitkurier“. James zählt zu den mittlere ältesten, obwohl er gerade mal etwas mehr als zehn Jahre dabei ist. Anscheinend ist dieser Job wirklich nichts für jeden, denn die Selbstmordrate bei den Chonauten liegt extrem hoch. Seine Aufgabe beinhaltet wichtige Artefakte aus der Vergangenheit zu bergen. Dafür müssen Zeit und Ort genau bekannt sein. Einmal dort hineingesprungen, ist dieser Zeitstrom für eine ganze Weile nicht mehr zu betreten.

Auch sonst gilt es, mehr als Gesetz bei der Reise durch die Zeit zu beachten. Wenn man Fehler macht gibt es Verwerfungen, welche verehrende Auswirkungen haben können. Als Beispiel: du tötest jemand der einen Krieg überlebt hätte. Er hätte Kinder gehabt, doch diese gibt es jetzt nicht mehr. Es ändert sich alles bis zu diesem Punkt. Egal wie man es jetzt dreht, die ganze Welt könnte eine andere sein. Hier ist es jedoch nicht so, denn es scheint, dass es doch einen großen Strang der Zeit gibt von dem nur wenig abgewichen werden kann. So hätte man auch bei allen Möglichkeiten den zweiten oder wie hier auch den dritten Weltkrieg nicht verhindern können.

James ist nach all den Einsätzen ordentlich müde und will am liebsten alles an den Nagel hängen, bis er bei einem seiner wichtigsten Aufträgen einen katastrophalen Fehler macht und jetzt als gesuchter Verbrecher sich durch seine Zeit schlagen muss. Eigentlich will ich gar nicht zu viel verraten, denn genau das macht Chu in seinem Roman schon Seite für Seite. Mit einem spannenden Mix aus Action und passender Geschichte hält er für seinen Helden tiefe Sympathie parat. Alle anderen erfüllen ebenfalls gekonnt ihre Rolle, nur Grace nervt ein wenig, ihr werdet dann schon wissen wieso und warum.

Interessant finde ich Chus Ideen für die Zukunft. Eine tote ausgebeutete Erde, auf der das Leben fast nicht mehr existiert. Die Meere sind mit einer meterdicken Deckschicht bedeckt, die Sonne lässt sich kaum blicken und die Luft kann man kaum atmen. Der 3. Weltkrieg verwüstete das Land und die Erde als Heimat ist längst verlassen. Wir befinden uns weit in unserem Sonnensystem verbreitet. Technisch hoch entwickelt, fehlt uns nur eins - Energie und Ressourcen, welche seit Jahren aus der Vergangenheit geplündert werden. Ich habe mich dennoch gefragt, warum James am Ende nicht doch die Zeit richtig ändert, denn das was übrig von uns ist, wird nicht mehr lange leben, egal wie viel wir davon noch retten könnten.

Fazit:
Wesley Chu lädt uns zu einem interessanten und spannenden Thriller durch die Zeit ein. Ein schön durchdachter Roman, mit einem glaubhaften Helden und im Vordergrund immer die Zukunft unserer Erde. Viele interessante Ansätze in neue Technologien und bei manchen Kampf stellt man sich direkt vor man sei dabei. Selbst wenn das Ende doch etwas enttäuscht, bleibt das Gesamtbild positiv.

Matthias

Autor: Wesley Chu
Paperback: 496 Seiten
Verlag: HEYNE Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 14.08.2017
ISBN: 978-3-453-31733-8

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Tags: 3. weltkrieg, wesley chu, zeitreisen   (3)
 

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enterprise, jonathan archer, phlox, hoshi sato, christopher l. bennett

Star Trek - Rise of the Federation 1

Christopher L. Bennett
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 02.05.2017
ISBN 9783959811880
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Captain, oder besser gesagt Admiral Archer ist zurück mit einer Geschichte weit vor Kirk und noch weiter vor Picard. Doch was diese frühen Helden schon alles erleben, ist wirklich beeindruckend. Neben Archer, welcher nur noch politisch eingreifen muss, gibt es alle anderen bekannten Figuren der Serie, welche sich wieder ordentlich ins Zeug legen, um uns doch noch von ihrem Können zu überzeugen. Da haben wir z.B. Reed, welcher dank seines alten Captains befördert wird und sich mit seinem eigenen Schiff auf eine Entdeckungsreise begibt. T´Pol hingegen ist Captain der Enterprise und kann zumindest Dr. Phlox und Sato bei sich behalten. Sie untersuchen unter anderem geheimnisvolle Angriffe auf Schiffe und Außenposten. Keiner weiß wer diese Angreifer sind..

Doch damit nicht genug, es gibt noch eine dritte Geschichte. Diese handelt ausschließlich von Politik und die Erkenntnis, dass man manchmal weniger bekommt, aber am Ende mehr erreicht. Die Einzelstorys laufen am Ende zwar nicht zusammen, haben aber einen doch recht gleichen Tenor, denn es soll der Kampf so gut es geht vermieden werden, vielmehr Wissenschaft und Kommunikation stehen im Vordergrund. Was dem Roman in Summe auch recht gut steht, abgesehen von kleineren Kampfeinlagen. Dabei geht es gegen ein Volk welches nur die „Stummen“ genannt wird. Hier helfen, eher nicht überraschend, die außergewöhnlichen vulkanischen Fähigkeiten einer Gedankenverschmelzung.

Ach ja, wir haben auch noch unseren Spion bei Sektion 31. Trip ist ganz der Alte und gelangt an Informationen, welche sonst keiner hätte organisieren können. Das sich diesmal nicht alle zur selben Zeit und am selben Ort befinden, macht die Sache auf der einen Seite umfangreich, aber auf der anderen zerreißt man damit auch manch frisch aufgebaute Spannung. Da haben wir zum einen Archer und Trip, wie sie zusammen einige herausfinden, doch plötzlich landet man wieder bei Reed und muss miterleben wie er mit seiner Besatzung fast das zeitliche segnet. Bereitet euch also darauf vor, viel hin und her zu springen. Immerhin sind die Absätze schön kurz gehalten und man kommt nie wirklich aus dem Lesefluss, nur schade dass man über manch neues Volk oder Wesen so wenig erfährt.

Was mir an dieser Enterprise schon immer gefallen hat waren zum Teil die unbekannten, aber für Fans, alten Gesichter. Planeten, Namen, Völker oder Technik, alles kennt man und lernt es doch gerade erst kennen. Die staunenden Augen, wenn man plötzlich schneller als mit Warp 5 fliegen kann oder das ein Transporter vielleicht doch nicht die beste Möglichkeit ist zu reisen, all das findet noch einmal aus einem völlig neuen Blickwinkel statt. Das die Föderation nur mit Frieden Stärke beweisen kann, ist nach dem gerade erst gewonnenen romulanischen Krieg logisch, auch dass die Völker sich erst richtig kennen lernen müssen und nur zusammen ans Ziel kommen ist ebenfalls nur verständlich, aber warum haben wir Menschen das nicht schon früher auf unserer eigenen Erde erkannt?

Fazit:
Star Trek - Enterprise, schön dass es dich wieder gibt und ich freue mich mehr von dir und deiner Mannschaft zu erfahren. Ich wünsche dir weiterhin allzeit gute Fahrt, ein waches Auge auf fremde Welten, neue Lebensformen und selbst wenn sie noch so unwirklich erscheinen, begegne ihnen mit Ehrfurcht und Frieden. Christopher L. Bennett schenkt uns einen kleinen Einblick in eine Zeit, bevor man sich auf die Stärke der Föderation verlassen konnte und zeigt wie schon damals Intrigen und Machtspielchen an der Tagesordnung waren, um das Kartenhaus zusammenfallen zu lassen.


Matthias

Autor: Christopher L. Bennett
Taschenbuch: 380
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 02.05.2017
ISBN: 978-3-95981-188-0

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Tags: christopher l. bennett, enterprise, hoshi sato, jonathan archer, phlox, star trek, t´pol   (7)
 

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Die Invasion

Robert A. Heinlein , Margaret Auer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453317420
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ein UFO über Iowa? Kann das wirklich wahr sein? Genau aus diesem Grund begeben sich drei Agenten in diese Region, um herauszufinden was es damit auf sich hat. Sam und Mary und ihr Vorgesetzter, welcher nur „Der Alte“ genannt wird, bekommen ein mehr als wackeliges Täuschungsmanöver vorgespielt, dass sie schnell durchschauen und weitersuchen. Am Ende finden sie schließlich ganz in der Nähe den Beweis, dass Aliens nicht nur gelandet sind, sondern die Kontrolle über die Menschen ergriffen haben. Diese Wesen sind nicht friedlich und ihr Ziel die Eroberung der Erde nimmt fortan ihren Lauf. Da der Alte beste Kontakte zum Präsidenten hat, ist der erste Weg schon vorprogrammiert.

Doch dieser hält nichts von diesem Geschwätz und ohne Beweise geht es gar nicht erst das Risiko ein, die Bevölkerung unruhig zu machen. Da müssen sich die Agenten eben etwas einfallen lassen. Mit Übertragungsgeräten versuchen sie einen der befallenen Menschen zu filmen, was mehr als Katastrophe endet, aber die Beweise sprechen für sich. Wir erleben jetzt wie es Sam ergeht, denn er gerät in die Finger dieser Aliens und er führt viele ihrer gewünschten Taten aus. Das dabei mehr als ein Mord passiert, kann man sich auch vorstellen. Dennoch verfeinert sich der Kampf und Sam schafft es, dank des Alten, wieder frei zu kommen.

Anfänglich sind sie recht gut zu erkennen, da sie sich anscheint nur am Nacken ihrer Opfer festsetzen, doch später finden die Wissenschaftler viele interessante neue Dinge über die Invasoren heraus. Enttäuscht war ich allerdings von der Lösung die zum Sieg führen sollte. Da steckt wirklich nicht die tiefe Detailarbeit dahinter, welche sonst in diesem Buch Vorrang hatte. Ein weiterer Fakt welcher sich nicht ganz erschließt ist die zaghafte Verbreitung der Aliens. Am Ende sind nur einige kleine Teile der USA besetzt und andere nicht. Sicherlich gab es Vorkehrungen, aber nachdem auch Tiere befallen waren hätte innerhalb von ein paar Wochen alles durch sein müssen.

Interessant finde ich allerdings den Hintergrund zu dem Buch, denn es ist eine Wiederveröffentlichung auf dem Jahr 1951. Damit ist auf die Vorstellungskraft des Autors zu achten, denn er vermischt viele aktuelle Themen, wie etwa den Kalten Krieg gegen Russland, mit seinen Ideen für die Zukunft, wie etwa Strahlenpistolen, Telefone hinter dem Ohr oder sogar Kolonien auf andere Planeten. Ich war schon zeitweise sehr überrascht wie er sich all das Kommende so vorstellt und manches könnte wirklich nützlich sein. Eine weitere kleine Tatsache ist die Ähnlichkeit zu Akte X, denn Sam und Mary könnten auch glatt Scully und Mulder heißen.

Fazit:
Wer gern eine Geschichte, um schleimige Invasoren aus dem Weltall lesen mag, findet hier ein Paradebeispiel für gute Sci-Fi aus den 50ger Jahren. Die Dialoge sind knapp und die Story in Form eines Berichtes gut zusammengefasst. Hier und da ein paar kleine Widersprüche, dafür aber mit etwas Liebe und Action versüßt. Für damalige Verhältnisse sicher ein schockierendes Buch und selbst heute hat es einen gewissen Charme.
Matthias Göbel

Autor: Robert A. Heinlein
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: HEYNE Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
ISBN: 978-3-453-31742-0

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dennis nuel, utopie, zukunft, wissenschaft, sci-f

Der Übungseffekt

David Brin , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 343 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453318175
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wer hätte gedacht, dass man Physik auch mal völlig anders erleben kann und damit ein ganzes Abenteuer? Genau das passiert Physiker Dennis Nuel. Wir befinden uns in einer nicht all zu fernen Zukunft. Irgendwann haben sich einige Wissenschaftler zusammengetan und das sogenannte Zievatron entwickelt. Damit ist es möglich durch Raum und Zeit zu reisen – so zumindest die Theorie. Nachdem man aber auf der anderen Seite keine Meldung mehr bekommt, muss jemand hindurch und nachschauen was dort drüben passiert ist. Dennis nimmt sich dieser Aufgabe an und ist somit der erste Mensch auf einem völlig fremden Planeten. Mit Überlebensrationen ausgestattet und genug Material ein neues Zievatron auf der anderen Seite aufzubauen bricht er auf.

Ohne große Überraschung stellt er fest, dass diese andere Welt gar nicht so anders ist als unsere. Landschaft, Pflanzenwelt und Wetter gleicht der Erde und selbst wenn die Tierwelt etwas anders ausschaut, haben sie immer noch gleiche uns bekannte Optik und Eigenschaften. Doch darum ging es gar nicht. Was ist hier passiert? Warum wurde das Portal zerstört? Ab jetzt bekommt die Geschichte eine bereits oft erzählte Art und Weise verpasst. Dennis erkennt das hier Menschen leben. Auf einer primitiven Stufe, etwa mit dem Mittelalter zu vergleichen. Genau diese haben anscheint das Tor zerlegt, da hier Metall extrem selten zu sein scheint.

Natürlich wird er irgendwann entdeckt und eine endlos lange Flucht nimmt ihren Lauf. Er gerät dabei in Gefangenschaft, bricht wieder aus und das gleich beginnt immer wieder von vorn. Er lernt dabei viele Charaktere kennen. Einige bleiben bis zum Schluss und andere eben nicht. Selbst eine Prinzessin ist dabei. Und welcher Held bekommt sie wohl am Ende? Wie dem auch sei, dass Buch trägt nicht umsonst diesen seltsamen Namen, denn der Übungseffekt ist nicht anderes als umgekehrte Physik. Wo sich in unserer Welt durch Benutzung von Geräten und Gegenständen alles abnutzt und schlechter wird, ist es hier genau andersherum.

Alles wird besser oder hochwertiger. Als Beispiel: Kleidung wird mit groben Gewebe hergestellt und durch das tragen wird sie immer feiner und besser oder eine Axt welche erst grob wie aus der Steinzeit ausschaut, wird nach und nach scharf und zu einer mächtigen Waffe bei ständiger Übung. Genau das macht den Reiz des Buches aus. Immer wieder stellt man sich diese seltsame Welt vor. Warum jedoch aus einem einfachen angebundenen Stock ein Propeller wird oder aus einer fahrenden Kiste ein Auto... egal, vielleicht sollte man nicht immer alles hinterfragen, denn allein die Grundidee wird euch zum Grübeln anregen.

Fazit:
David Brin erreicht mit seinem Übungseffekt einen Überraschungseffekt. Inhaltlich erreicht er mit seiner überaus interessanten Idee einen netten Lesespaß, welcher nur von der doch recht durchsichtigen Geschichte getrübt wird. Ein zukünftiger Mensch in einer alten Welt, welcher mit seinem Wissen wie ein Zauberer angesehen wird. Von einer Flucht wird er in die nächste getrieben und so mutiert der einfache Physiker Dennis am Ende doch noch zu einem Prinzen.

Matthias

Autor: David Brin
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: HEYNE Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 14.11.2016
ISBN: 978-3-453-31817-5

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star trek, geordi laforge, enterprise, dayton ward, worf

Star Trek - The Next Generation

Dayton Ward
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 06.06.2017
ISBN 9783959811842
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich habe mir schon vor einigen Roman-Ausgaben gewünscht, dass die Enterprise endlich wieder das macht wofür sie geschaffen wurde – Forschen und Abenteuer erleben und genau das bekommen wir hier. Captain Jean-Luc Picard erforscht einen Teil des Weltalls, welcher vor vielen Jahren nur mit einer Sonde untersucht wurde. Damals wurde festgestellt, dass es hier Anzeichen für intelligentes Leben gibt. Für Picard ein perfekter Start für seine aktuelle Forschungsreise. Doch schon auf dem Weg zu einen der beiden bewohnten Planeten, fällt der Crew ein riesiges Raumschiff ins Auge. Monströs und ohne ein Anzeichen das es aktiv im Raum seine Bahnen zieht, steht das erste Rätsel vor ihren Augen.

Schon jetzt habe ich mich gefreut und es sollte genauso weitergehen. Denn auf dem Schiff ist alles seltsam, die Materialien, die Steuerung und zu guter Letzt auch noch Zeitreisen. Richtig gehört, es geht mal wieder um die Manipulation der Zeit. Doch wie und warum, dass wird alles erst später geklärt. Als erstes geht es um die an Bord befindlichen Mitglieder der Crew, welche sich im Kälteschlaf befinden und geweckt werden müssen. Wobei nur noch zwei davon überlebt haben und das automatische System dazu ausgefallen ist. Nicht lange lässt dann auch Besuch auf sich warten und schon befindet sich Picard in einer prekären Lage. Das Schiff gehört den Gegnern der Rasse, welche als erste die Enterprise entdecken und keinen verwundert es, dass sie das Schiff als Kriegsbeute festhalten wollen.

Die „Pfeil des Schicksals“, so der Name des Schiffes, wird nach und nach erforscht und unfassbare Daten werden herausgefunden. Der Plan welcher dem Schiff zu Grunde liegt ist erschreckend und wenn er in die Tat umgesetzt würde, wird es Generationen von Leben verändern. Es muss am Ende nicht nur auf politischer Ebene gekämpft werden. Mehr als eine Schlacht steht auch der Enterprise selbst bevor. Vielleicht liegt es an der Crew, an Picard, Worf und alle anderen alten Charaktere, aber ich habe mich wirklich schnell in die Geschichte eingelesen. Dayton Ward benutzt auf seine ganz eigene Weise die typischen Eigenschaften der Figuren und mischt sie gekonnt mit allen aktuellen Gegebenheiten.

Sehr professionell bindet der Autor die Geschehnisse der letzten Jahre im Star Trek Universum mit ein, so dass auch Neueinsteiger noch einmal einen schönen Querschnitt bekommen. Die Wendungen am Ende und die immer wiederkehrenden Momente der Überraschungen heben den Schluss noch einmal besonders gut hervor. Sicherlich erfindet er die grundlegenden Ideen nicht neu und die Paradoxen einer Zeitreise sind immer Gesprächsstoff für Diskussionen, aber warum nicht auch die anderen mal reisen lassen, wenn man es selbst schon mehr als einmal getan hat?!

Fazit:
Ganz genau das was ich haben will!!! Spannung, Enterprise, fremde Welten und Fantasie. Nach all den Kriegen und Auseinandersetzungen wurde es wirklich Zeit, dass die Crew etwas Neues erlebt und Dayton Ward trifft meiner Meinung nach den Nagel voll auf den Kopf. Eine schöne Geschichte mit allem was man als Star Trek Fan haben möchte. Wenn es jetzt so weitergeht, dann werden kommende Roman der Next Generation wieder ein absolutes Pflichtprogramm.

Matthias

Autor: Dayton Ward
Taschenbuch: 426
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 06.06.2017
ISBN: 978-3-95981-184-2

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Tags: captain jean-luc picard, cross cult, dayton ward, enterprise, geordi laforge, next generation, star trek, worf   (8)
 

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spannung, fremder planet, futuristisch, aliens, hektisch

Squids

Leo Aldan
Flexibler Einband: 502 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 01.03.2016
ISBN 9781530282067
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Erde, immer noch ein spannender Planet und was man hier alles entdecken kann... Astrophysiker Doktor Jake Dexter Forrester befindet sich auf einer Mission mitten in Grönland, als er plötzlich am Rand eines Eisbergs verschollen geht. Er wacht in einem dunklen Zimmer auf und weiß nicht wo er ist. Bis hier hin liest sich alles spannend und überraschend flott. Nach und nach erfahren wir, dass er sich in einem Raumschiff befindet. Jake will wissen was los ist, bekommt aber nirgendwo Antworten. Später kommt er sogar auf einen fremden Planeten und es scheint das Paradies zu sein. Essen entsteht auf Wunsch, Frauen so viel man will und das bisschen, was man arbeiten soll, erledigt sich fast von allein.

Doch Jake ist anders, er will wieder zurück zur Erde und schon ist er ein Problem. Er ist der einzige der sich gegen diese Welt stemmt und erfährt dabei fast nebenläufig, was wirklich im Hintergrund gespielt wird. Die Menschen werden überwacht und im Endeffekt eingesperrt, beobachtet und nur wegen der Arbeit die sie leisten wie Tiere gehalten. Selbst verliebt sich Jake in ein junges Mädchen, welches er immer wieder verliert, wiederfindet und verliert usw... Die Reise von Jake und seinem wirklich unglaublichen Abenteuer ist sicherlich wirklich nichts Neues in Sachen Science Fiction. Vielmehr nimmt sich Dan Aldan einiges zur Hand, was schon erzählt wurde und mischt es zu seiner eigenen Version zusammen.

Das er Star Trek Fan ist, liest man auch deutlich, denn egal ob manch technische Lösung, siehe Traktorstrahl oder der Essenreplikator. Später geht er direkt ins nächste Jahrhundert, als Jake sich wünscht neben Picard im Raumschiff zu sitzen und seinen ersten Weltraumflug mitzuerleben. Bei den Aliens nimmt er sich eine uns nicht unbekannte Tierart zur Hand – die Squids (engl. für „Kalmar“). Einige Fragen bleiben jedoch sehr weit offen und ich bin einfach nicht dahinter gekommen. Zum einen warum brauchen diese Aliens wirklich die Menschen? Sie haben den Weltraum erforscht und können nicht selbst im Bergwerk arbeiten? Und warum benehmen sich die Kalmar genauso wie die Menschen in Sachen Politik oder Kindererziehung? Uvm.

Ansonsten haben wir eine Wendung nach der anderen, denn Jake steht nicht still, was dem Roman wirklich gut tut. Er bewegt sich, sucht Lösungen und selbst manch Randfigur findet mehr als einmal neben dem Helden statt. Genau da hätte Aldan mehr machen können. Den Anfang etwas kürzer, den Mittelteil etwas stauchen und das Ende feiner ausgefeilt und wir hätten eine wirklich schöne Runde Sache auf dem Tisch. Ich musste mir unweigerlich die Aliens immer wie die aus den Simpsons vorstellen, keine Ahnung wieso, vielleicht waren all die Tentakeln und die blubbernde Sprache doch zu verführerisch sie in grün zu färben.

Fazit:
SQUIDS: Aus der Tiefe des Alls erweist sich für mich als Sci-Fi-Roman, welcher nicht perfekt ist, aber eine Sammlung an guten Ideen verbindet. Ein charismatischer Held, eine galaktisches bedrohliches Ereignis und eine Flucht die keine Ende zu nehmen scheint. Vielleicht war es nicht der letzte Auftritt von Doktor Jake Forrester und vielleicht gibt es mehr als diese intelligenten Tintenfischlebewesen in den weiten des Alls.

Matthias

Autor: Leo Aldan
eBook: 502 Seiten
Verlag: www.storyecke.de
Sprache: DeutschErs
Erscheinungsdatum: 06.06.2017

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Tags: doktor jake dexter forrester, leo aldan   (2)
 

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body bank, lissa price, starters - enders, enders, dystopie

Starters - Enders

Lissa Price , Birgit Reß-Bohusch
Flexibler Einband: 752 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.03.2015
ISBN 9783492280082
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Starters - Enders

Was sind Starter und was sind Ender? Ganz einfach, als Starter bezeichnet man alle Jugendlichen und Kinder bis etwa Anfang Zwanzig und alle Ender sind alle Menschen ab etwa 60 Jahre. So viel erst einmal zum Namen. Ansonsten befinden wir uns in diesem Roman in einer nicht all zu fernen Zukunft. Die Welt hat mal wieder ein Krieg erlebt und jetzt haben sich vielleicht einige gefragt was mit den Menschen zwischen diesen beiden, denn Midle passiert ist? – Alle Tot. Durch Sporen wurde alle vernichtet und nur wer rechtzeitig noch eine Impfung bekommen hat konnte überleben. So verwundert es nicht, dass hier als Hauptfiguren fast nur junge und alte Menschen in Erscheinung treten.

Die 16-jährige Callie steht dabei im Mittelpunkt. Sie hat nicht nur ihre Eltern verloren, sondern auch ihre Wohnung und lebt mit ihrem kleinen Bruder auf der Straße. Doch das kann nicht immer so weitergehen, denn die Regierung will alle Weisen einfangen und in Heime stecken. So muss sie versuchen Geld zu verdienen und bekommt einen Tipp, dass bei der Body Bank, für wenig Einsatz, viel Geld zu holen ist. Was genau aber hier passiert, wird ihr erst klar, als sie sich darauf einlässt. Ein Chip wird ihr implantiert. Mit diesem kann nun ein anderer Mensch sich in ihrem Körper durch die Stadt bewegen und ein Abenteuer erleben. Gerade wenn man 150 Jahre ist, möchte man vielleicht wirklich nochmal das Leben eines 16jährigen vollziehen oder?

Doch alles ändert sich ,als sie eines Tages aufwacht und die Stimme ihrer Mieterin hört. Ab jetzt ändert sich der Roman zu einem Thriller. Auf der Suche nach verschwundenen Kindern gerät sie immer tiefer hinter die Zukunftspläne der Body Bank und selbst wenn sie sich verliebt und dabei auch mehr als einmal in Gefahr geriet, Callie gibt nicht auf. Der erste Teil liest sich eher wie ein Teenie-Abenteuer und endet irgendwie auch so. Doch der zweite Teil ist schon um einiges blutiger. Lissa Price hat hier versucht noch einmal alles aus der Geschichte herauszuholen und sorgt auch für Überraschungen, welche aber bei ganz genauem lesen nicht ganz so überraschend sind. Wer der Old Man ist oder ob sie Blake je wiedersehen wird, dass sind so die Fragen, welche erst viel viel später gelöst werden..

Um der Geschichte die Emotionen noch einmal hochzutreiben, wird auch das Elternhaus besucht und keine Sorge ich verrate nichts, es gibt später ein unverhofftes Wiedersehen. Da wir uns nicht so weit weg in der Zukunft befinden, sind alle möglichen Erfindungen die auf uns warten vielleicht gar nicht so abwegig. Selbst der Krieg mit den Sporen könnte wohl wirklich stattfinden nur bin ich mir nicht sicher ob die Gesellschaft sich nach so einer Katastrophe wirklich so entwickeln würde. Immerhin ist die Jugend immer der Grundstein, dass die Älteren auch eine Zukunft haben. Dialoge und Figuren wurden auch nicht zu üppig ausgereizt und die schön schnelle Entwicklung des Romans treibt die Grundstory wunderbar voran.

Fazit:
Lissa Price schenkt allen Startern in die Sciencefiction einen passenden Einstiegsroman. Mit vielen Emotionen und einer starken frechen Heldin, führt sie uns in eine technisch fortgeschrittene Gesellschaft, welche die Kluft zwischen Arm und Reich und zwischen Alt und Jung deutlicher nicht aufzeigen könnte. Das Angebot zwei zum Preis von einem kann ich ebenfalls empfehlen, denn so bekommt man die ganze Geschichte und muss nicht erst auf den nächsten Teil warten.

Matthias


Autor: Lissa Price
Broschur: 752 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 09.03.2015
ISBN: 978-3-492-28008-2

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andreas brandhorst, asper, omni, das arkonadia-rätsel, jasmin

Das Arkonadia-Rätsel

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492704267
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Arkonadia-Rätsel

Omni, sollte man gelesen haben, um sich hier auch gleich zurechtzufinden. Jasper und seine Tochter Jasmin, stehen nach ihrem letzten Abenteuer jetzt im Dienst von Omni. Mittlerweile sind nicht nur 30 Jahre vergangen, auch ihre Körper wurden so verändert, dass sie jetzt unsterblich sind und sich nur noch von der Energie von Omni ernähren müssen. Sie bekommen eine wichtige Aufgabe, eine Abschlussprüfung könnte man sagen, denn Jasmin ist nicht wirklich davon überzeugt, dass Omni der ist, für den er sich ausgibt. Sie werden zum Planeten Arkonadia geschickt. Hier taucht alle 453 Jahre eine Raumzeit-Anomalie auf. Der sogenannte Nerox.

Außerdem ist eine Reisende, Samantha, im Auftrag von Omni verschwunden, welche sie ebenfalls suchen sollen. Klingt alles nach einer einfachen Aufgabe, doch die wird es nicht. Denn Omni hat keinen Zugriff auf den Nerox und Jasper und Jasmin sind auf sich allein gestellt. Dennoch erfahren wir als Leser schon viel mehr als die Beiden. Alle wollen zum Nerox gelangen, weil sie hier Macht bekommen, doch dazu benötigt man Werkzeuge. Ein solcher Werkzeugmacher ist Zirzo. Er ist der beste und seine Gabe die Dinge zu Formen, um den Zugang für den Nerox zu finden ist unbestritten. Das Schicksal führt ihn und Samantha zusammen, doch der große Gegenspieler Balthasar führt beiden wieder auseinander.

Ähnlich ergeht es Jasper und Jasmin. Schon die Ankunft auf dem Planeten ist mehr eine Bruchlandung als eine freundliche Begrüßung. Man lernt viele seltsame und skurrile Charaktere kennen, welche im Lauf der Geschichte kommen und gehen, Dennoch bleiben sie irgendwie in Erinnerung. Die Geschichte liest sich so wunderbar flüssig, dass man sie in einem Rutsch verschlingt. Selbst wenn es zum Ende hin doch sehr mystisch, magisch oder spirituell zur Sache geht, kann man sich die beschriebenen Bilder immer lebhaft vorstellen und man ist jederzeit mitten im Geschehen. Besonders Zirzo wird euch ans Herz wachsen.

Er ist für mich auch die heimliche Heldenfigur, welche genug Aufmerksamkeit neben unseren beiden Hauptakteuren bekommt. Ich konnte sogar einige Bezüge zu einer Star Trek Folge finden. Wenn ihr euch an die Next Generation Folge „Neue Intelligenz“ erinnert. Als die Enterprise auf dem Weg nach „Vertiform City“ ist, könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie die Reise der vier vor statten geht. Am Ende wird sogar das Geheimnis um Omni gelüftet und eine neue Zukunft für kommende Generationen geschaffen. Ich glaube an dieser Stelle kann ich auch aufhören über das Buch erzählen, denn wenn euch Omni einmal im Bann hat, wird es euch nicht mehr loslassen.

Fazit:
Andreas Brandhorst ist und bleibt einer der begabtesten Science-Fiction-Schriftsteller die es derzeit gibt. Er ist gesegnet mit Herz, Verstand und der Liebe zum Unmöglichen. „Das Arkonadia-Rätsel“ ist eine ergreifende Geschichte über Tod, Unendlichkeit, Auferstehung, Machthunger, Lügen und Zuneigung. Die Figuren verlieren sich trotz der Größe ihrer Taten nicht und Omni hat das Potential zu einer Serie zu werden, welche noch viele Jahre spannende Abenteuer hervorbringt.

Matthias

Autor: Andreas Brandhorst
Klappenbroschur: 544 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 02.05.2017
ISBN: 978-3-492-70426-7

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captain kirk, scotty, enterprise, chekov, mr. spock

Star Trek - The Original Series: Die Stürme der Widrigkeiten

William Leisner
E-Buch Text: 340 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 15.02.2017
ISBN 9783959812658
Genre: Sonstiges

Rezension:

Star Trek – The Original Series 8: Die Stürme der Widrigkeiten

Die U.S.S. Enterprise ist auf ihrer Erforschungsmission weit weg von dem bekannten Raum und entdeckt eine seltsame Region, welche es zu untersuchen gilt. Doch bereits zu dem Klasse M Planeten zu gelangen, wird kein angenehmer Flug. Die eigenwilligen Gesteinsvorkommen werden später der Enterprise auch zum Verhängnis. Auf dem Planeten angekommen, werden Kirk und sein Landetrupp angegriffen. Bisher noch von Unbekannten. Sie stellen sich als Mitglieder der Goeg-Domäne vor. Ähnlich wie die Föderation, sind sie ein Zusammenschluss von verschiedenen Welten und Völkern. Bei der Flucht der Angreifer, wird das Schiff so schwer beschädigt, dass sie mehrere Wochen repariert werden müsste.

Die neuen „Freunde“ bieten an, dass sie die Enterprise zu einem Raumdock transportieren und genau jetzt erst beginnt das Abenteuer. Der Captain der Goeg-Domäne versteht sich prächtig mit Kirk, doch er ist sich wie seine Mannschaftsmitglieder nicht sicher, ob sie das richtige tun. Immerhin überlassen sie ihr Schiff einem fremden Volk. Das kommende Desaster folgt auf dem Fuß. Während des Fluges wird Kirk immer mehr bewusst, dass er wohl einen riesigen Fehler begangen hat. Bleibt die Domäne ein Freund oder wird sie gar zum Feind der Föderation? Das könnt ihr selbst erfahren, wenn ihr euch durch die knapp 300 Seiten lest.

Im Grunde ist das Abenteuer wie eine der alten Folgen der TV-Serie. Der Anfang klingt recht spannend und dann... dann... wartet man dass etwas passiert. Einige Passagen der Geschichte klingen wirklich wie eine 1:1 Kopie der Dialoge. Egal ob zwischen Spock und McCoy oder auch Chekov, welcher sich Gedanken über seine Arbeit als Sicherheitschef macht. Immerhin wird eine neue Rasse vorgestellt und der moralische Aspekt der Geschichte ist schnell verstanden. Ein paar kleine Wendungen am Ende sorgen sogar noch einmal für ein wenig Action, aber ansonsten geht es doch eher sehr ruhig und gelassen voran

William Leisner nahm sich wirklich sehr genau die alten Charaktere vor. Alle haben ihre stimmigen Sprüche und ihren Arbeitsplatz. Einzig Kirk finde ich diesmal etwas ratlos und lässt sich für meinen Geschmack zu viel dirigieren. Manch technische Komponente ist sicherlich auch etwas sehr weit hergeholt und das nicht nur weil Scotty sein „Baby“ in andere Hände geben muss. Allein die Tatsache wie schnell sich die beiden fremden Schiffe verbinden können klingt schon recht seltsam. Ein letzten kleinen Kritikpunkt habe ich noch, die Befehle zwischen den Offizieren der Goeg-Domäne. All die Zahlen sind nicht nur für den Leser unverständlich, bringen auch selbst die Crew der Enterprise Kopfschmerzen.

Fazit:
Neue Geschichten von Kirk seiner Enterprise – Immer her damit! Autor William Leisner macht an sich keinen einzigen Fehler, wenn es darum geht eine klassische Star Trek Geschichte zu erzählen. Dennoch bleibt der Roman in Summe aber eher nur eine zähe Episode, in der sich der Captain einmal mehr die Frage stellen muss, wer Freund und wer Feind ist. Wer gern in alten Erinnerungen schwelgen will, liegt dennoch richtig.

Matthias

Autor: William Leisner
Taschenbuch: 276
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 28.02.2017
ISBN: 9783959811767

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picard, dian, aventine, enterprise, william t. riker

Star Trek TNG 12

John Jackson Miller
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 27.02.2017
ISBN 9783959811781
Genre: Science-Fiction

Rezension:

 Star Trek – Next Generation 12: Jagd

Admiral William T. Riker hat in seiner Laufbahn bei der Sternenflotte schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, doch diesmal steht er im absoluten Mittelpunkt des Geschehens. Der Anfang klingt recht entspannt. Eine Friedenskonferenz wird einberufen, bei der alle aktuellen Mächte des Quadranten anwesend sind. Doch eine wirklich echte Übereinkunft scheint nicht getroffen geworden zu sein. Dennoch hat der Admiral anscheint eine Mission, welche er nun aufnimmt. Au der anderen Seite haben wir noch einen romulanischen Senator, welcher sich auch endlich aus seinen eigenen Schatten erheben will.

Die Mission führt Riker zur Aventine. Das schnellste Schiff der Flotte sollte hierfür genau das richtige sein. Sie begeben sich zu einer Kommunikationseinrichtung, denn hier soll ein schrecklicher Virus seinen Ursprung haben. Mit einem kurzen, aber gewaltigen Schlag wird sie außer Gefecht gesetzt. Doch scheint dies nicht das letzte Ziel zu sein. Immer mehr Stationen werden angegriffen und nicht nur von Riker, sondern auch von allen anderen Teilnehmern dieser geheimen Konferenz. Als Leser erfahren wir erst etwa nach zwei Drittel des Buches was wirklich dahinter steckt. Nur so viel kann ich sagen, wir sehen einmal mehr alte Bekannte wieder.

Autor John Jackson Miller könnte einigen von euch auch anderweitig bekannt sein. Eigentlich ist er Comicbuch Autor und das eher für Star Wars, als für dieses Universum. Um so schöner, dass er hier hergefunden hat und mit seiner Geschichte uns noch einmal einige schöne Erinnerungen an eine alte Folge der Next Generation zurückbringt. Dennoch benötigt seine Geschichte ordentlich Fahrt, welche sie nicht immer bekommt. Ein paar der Stationen und Angriffe hätte man sich ruhig verkneifen können, da sie nicht zwingend das Drama der Geschichte vorantreibt oder inhaltlich uns wirklich mehr preisgibt. Dafür hat er sich sehr ausgiebig mit den uns bekannten Figuren auseinandergesetzt.

Riker hat weiterhin sein verschmitzten Humor, Picard bleibt seinen Freunden treu und politisch wie taktisch ein Ass, Dax ist dank ihrer Erfahrung aller Wirte ein Captain der sein Schiff nie aufgeben wird und Diana kann ihrem Mann ein kleines unausgesprochenes Geheimnis anvertrauen. Das der Frieden das ein oder andere Mal auf der Kippe stand haben wir schon oft erlebt, doch diesmal gab es nicht nur einen, sondern gleich alle die daran beteiligt waren ihn zu vernichten. Ob der Admiral oder sogar die Föderation Schaden genommen haben, könnt ihr jedoch selbst herausfinden.

Fazit:
Glaube nicht immer was du siehst und hinterfrage auch mal die Anweisungen deiner Vorgesetzten. So in etwa die Moral der Geschichte, welche uns Autor John Jackson Miller präsentiert. Eine gelungenes Abenteuer mit Riker und Picard, welches am Ende keinen Sieger, aber viele neue Erkenntnisse hervorruft. Als Debüt im Star Trek Universum hat er vieles richtig gemacht und dank der gut gewählten Charaktere kann man auch über manch trockene Passage schnell hinweggesehen.

Matthias

Autor: John Jackson Miller
Taschenbuch: 430
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 15.03.2017
ISBN: 9783959811781

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dan abnett, lex falk, planet 86, warhammer

Planet 86

Dan Abnett , Alfons Winkelmann
Flexibler Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.11.2011
ISBN 9783453529137
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Planet 86

Journalisten sind immer auf der Suche nach der ultimativen Story, selbst wenn sie schon so berühmt und bekannt sind wie Lex Falk. Aktuell befindet er sich auf dem Planeten 86. Eine Welt, weit weg von der Heimatwelt und doch scheint hier irgendetwas nicht zu stimmen. Seine ersten Recherchen verlaufen ziemlich schnell im Sand. Es gibt irgendwo Rebellen und ein Kampf, aber keiner weiß so wirklich um was es eigentlich geht. Leider ergeht es dem Leser ähnlich. Schon nach den ersten Seiten versucht man herauszufinden auf welche Reise uns der Autor schicken will, aber vergebens, erst auf den letzten Seiten wird alles brav erklärt.

Doch er wäre nicht der Reporter, der er ist, wenn er nicht doch etwas findet. Mit den ihm öffentlich vorgeführten Tatsachen gibt er sich nicht zufrieden und dank ein paar Kontaktpersonen und einer jungen aufstrebenden Journalistin, hat er endlich den Faden gefunden, der das Gesamtbild erklären soll. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat ein Gerät erfunden, mit dem man sich in das Gehirn eines anderen versetzen kann. Man hört, sieht, riecht, schmeckt alles – einfach gesagt, man ist mitten drin. Lex begibt sich nun in den Tank, um sich mit dem Frontsoldaten zu verbinden. Anfänglich etwas unsicher, ist er nach den ersten Sekunden im Einsatz schon völlig dabei.

Der Trupp gerät in einen Hinterhalt und einer nach dem anderen wird getötet. Jetzt kommt Dan Abnetts Erfahrung in Sachen Krieg zum Vorschein. Denn als Autor von Warhammer 40.000 hat er schon so manch Gemetzel miterlebt. Sehr blutig gerät der Einsatz nach und nach außer Kontrolle und als der Soldat, in dem Lex steckt auch noch am Kopf getroffen wird, scheint die Mission vorbei. Doch dem ist nicht so und Lex muss nun den Hirntoten Soldaten steuern und sein eigenes Leben und das der restlichen Teammitglieder retten. Klingt an sich doch recht spannend, aber irgendwie bleibt jede Wendung einfach zu vorhersehbar.

Immer wieder geraten sie in ein Gefecht. Das eine mal mehr, dass andere mal weniger heftig. Über viele Seite hinweg erfahren wir viel zu wenig über die Hauptstory und ob jemand nun dem anderen ein Bein oder Kopf wegschießt, muss meiner Meinung nach auch nicht in jeder Einzelheit erklärt werden. Ich hatte wirklich gehofft, dass Abnett am Ende zumindest mit einer echten Überraschung aufwarten kann, doch auch diese bleibt eher nur ein Aha. Technisch wird immerhin eine recht realistische Zukunft erklärt, wobei dieser Roman auch in unserer Zeit hätte spielen können, da der Kampf um etwas Besonderes, Einmaliges und Unglaubliches schon jetzt zum Krieg führen würde.

Fazit:
Du warst schon immer fasziniert von Krieg und Soldatentum? Dann bist du hier genau richtig. Dan Abnett verpackt sein Roman mit harter Action, versucht ein Geheimnis zu lüften und spielt mit seinen Charakteren wie Generäle mit ihren Kämpfern. Wirklich Neu erfindet er dabei leider zu wenig und Spannung hat auch nicht immer was mit Action zu tun. Dennoch bin ich mir sicher, dass er seine Zielgruppe finden wird.

Matthias

Autor: Dan Abnett
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: HEYNE Verlag
Sprache:
Deutsch
Erscheinungsdatum: 09.11.2011
ISBN: 978-3-453-52913-7

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roboter, corazon, wandernde bäume, kolonie, gefahr

Kolonie

Norbert Stöbe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453318007
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Kolonie

Ein fremder Planet und ein neuer Anfang für uns als Menschen? Schön wäre es gewesen, aber irgendwie ist dann doch alles anders gekommen. Nach etwa einhundert Jahren im Kälteschlaf, kam dass Kolonieschiff auf dem Planeten Corazon an. Mittlerweile sind dreißig Jahren vergangen, doch was sich bis dato abgespielt hat, klingt nicht nach einer gelungenen Besiedlung. Selbst die fortschrittlichste Technik konnte die Menschen nicht davor retten sich selbst wieder den Gar auszumachen. Zum einen haben sie gegen ihre Kinder eine Quarantäne erhoben. Nicht verwunderlich, denn sie haben nach ihrer Geburt plötzlich seltsame Extraorgane entwickelt. Bei einigen deutlich sichtbar und bei anderen eher weniger.

Doch damit nicht genug, denn irgendwann haben auch die Maschinen rebelliert und haben sich auf den Weg gemacht, um eine eigne Stadt zu gründen. Deshalb sind die alten Kolonisten immer auf der Hut wenn ein Roboter sich der Siedlung nähert. An sich würde das alles schon ausreichen, um eine vernünftige Geschichte zu erzählen, doch Stöbe geht noch weiter. Denn nach all den Jahren scheint sich die Erde doch noch für diese Welt zu interessieren und eine neue Expedition trifft nach langer Reise auf diesem Planeten ein. Dabei entstehen unweigerlich Spannungen, welche später zu der Action führt, welche unausweichlich kommen musste.

Ich bin mir nicht sicher warum der Autor derart viele Figuren versucht hat in den Roman unterzubringen. Genau dieser Punkt führt dazu, dass man sich kaum auf irgendjemand wirklich konzentrieren kann. Man lernt weder die Kinder, die Kolonisten, die Bots oder die Neuankömmlinge wirklich gut kennen. Der Verlauf der Geschichte scheint auch irgendwie sehr zerstückelt und findet zwar am Ende noch einmal eine Auflösung, welche aber meiner Meinung den Rest des Romans definitiv nicht rettet und auch an sich nichts Neues aus der Sciencefiction ist. Immerhin bedient sich der Autor bei einigen heutzutage schon möglichen Ideen.

Da haben wir zum einen die Drucker, welche in der Zukunft ähnlich wie heute mit der richtigen Vorlage komplexe Gegenstände produzieren, welche man am Ende nur noch zusammenfassen muss. Das gleiche gilt für all die Roboter mit ihren Teleskoparmen oder den rollenden Untersätzen. Die Black Box fand ich besonders interessant und hätte für mich als einziges Rätsel völlig ausgereicht. Denn Geheimnisse, welche über die Jahre verloren gehen, gibt es vielmehr als wir selbst mitbekommen. Vielleicht ist das Ende des Buches dann doch die Chance, welche vor mehr als 100 Jahren ihren Start genommen hat.

Fazit:
Manchmal ist weniger wahrlich viel mehr. Norbert Stöbe findet sich in seinem Roman an vielen Stellen gut zurecht, konzentriert sich aber zu wenig auf die Figuren, so dass man als Leser kaum eine Bindung finden oder aufrecht halten kann. Das Setting selbst ist Stimmig und auch manch Idee zum Planeten und dessen Eigenart bringt Spannung und Interesse. Dennoch kommt er oft ab vom Weg und erzählt Einzelgeschichten, welche nicht zwingend ineinanderfließen.

Matthias

Autor: Norbert Stöbe
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: HEYNE Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 13.02.2017
ISBN: 978-3-453-31800-7

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starn, menschsein, corvus, feuer der leere, feuer

Feuer der Leere

Robert Corvus
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704397
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Feuer der Leere

Robert Corvus präsentiert uns eine wahrlich düstere Zukunft. Die Menschen haben ihre geliebte Erde vor vielen Jahren bereits verloren. Schuld ist eine außerirdische Rasse - die „Giat“. Selbst ähneln sie mehr Insekten und von den Menschen werden sie auch Giftatmer genannt, da sie eine methanhaltige Luft zum Leben benötigen. Seither leben die Menschen nur noch auf Raumschiffen und suchen eine neue Heimat. Doch kommen wir erst einmal zu Geschichte. Rila ist Kampfpilotin und auf den ersten Seiten können wir sie bei einem mächtigen Angriff gegen die Gitas begleiten. Später lernen wir ihren Bruder Starn kennen. Er war früher auch beim Militär, hat sich aber jetzt mehr der planetaren Ernte gewidmet. Alle Schiffe der Menschen sind sehr unterschiedlich. Besonders die SQUID.

Ein außerirdisches und zum Teil organisches riesiges krakenähnliches Wesen, genannt Mutter, welches die Menschen bei sich wohnen lässt und mit ihnen telepathisch kommuniziert. Hier lebt Ugròn, ein Anwärter, welcher immer mehr zum Liebling von Mutter mutiert. Er muss mehr als eine Prüfung überleben und dabei verändert sich nicht nur seine Beziehung zum Schiff/Mutter, sondern auch er sich selbst. Die Flotte der Menschen findet auf ihrer Reise einen bewohnten Planten. Die hier lebenden Wesen sind freundlich und an Handel interessiert. Welch ein Glück und doch scheint dieser Planet noch ein weiteres Geheimnis zu besitzen, welches erst zum Ende hin aufgelöst wird.

Der Verlauf der Geschichte nimmt immer wieder kleine Wendungen, damit man genauer kennenlernt, wie die Menschen jetzt leben müssen, was damals alles geschah und warum sie sind wie sie jetzt sind. Das Leben, wie das Essen gewonnen wird, das Schweben im Raum, die Aufzucht der Kinder in Brutkästen, der Antrieb der Schiffe und vieles mehr. Corvus hat sich schon sehr genau überlegt wie er uns die Zukunft präsentiert und fand dabei einige interessante Ansätze. Irgendwann Treffen alle drei Hauptfiguren auch zusammen, was unweigerlich auf dem Planeten passieren muss, welcher sich vielleicht doch als die Rettung der restlichen Menschheit entpuppt. Wenn man jedoch genau hinhört, scheinen wir hier eben nur einen kleinen Teil der Menschen zu begleiten, welche sich in dem bekannten All befinden. Genau das macht die Geschichte eben nicht ganz greifbar.

Alles in allem bekommt man Seite für Seite ganz kleine Häppchen und löst dabei das eigentliche Geheimnis. Leider finde ich persönlich das Ende dann doch eher zu ernüchternd, dass ich wirklich satt geworden wäre. Viele Fragen bleiben offen, der Kampf gegen die Giats wird nur unterbrochen, aber nicht gewonnen und der Planet ist eben keine zweite Erde. Warum all die Wirren zwischendurch? Robert Corvus konzentriert sich eben sehr auf seine Figuren und lässt sie in keiner Seite außer acht. Ein Grund um eben doch dran zu bleiben und mitzufühlen, nachzudenken und mitzuerleben. Keine Reise ist je zu Ende und ich wünsche den Menschen in diesem Fall, dass sie endlich eine neue Heimat finden, verdient haben sie es sich.

Fazit:
Egal wie sich die Zukunft für uns gestalten wird, Robert Corvus gibt uns eine zweite Chance im All zu überleben und die Möglichkeit vielleicht doch ein neues Zuhause zu finden. Liebe findet hier genauso ihren Platz wie heftige Weltraumschlachten. Der Kampf um das Überleben der Menschheit ist allgegenwärtig, dennoch findet man als Leser auch genug Licht und Wärme. Mit detailverliebten Figuren schreibt er die Geschichte gelungen zu Ende, nur die ganz große Überraschung fehlt irgendwie.

Matthias

Autor: Robert Corvus
Klappenbroschur: 496 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
ISBN: 978-3-492-70439-7

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