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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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BAD PRINCE: Royales Spiel

J. S. Wonda
E-Buch Text: 297 Seiten
Erschienen bei null, 26.08.2018
ISBN B07GR7K7WT
Genre: Sonstiges

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(642)

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Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

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(17)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Moxie. Zeit, zurückzuschlagen

Jennifer Mathieu , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 31.08.2018
ISBN 9783038800163
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(14)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Eiskalte Freundschaft - Ich werde nie vergessen

Laura Marshall , Leena Flegler
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.06.2018
ISBN 9783734105777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Die alleinerziehende Mutter Louise lebt ein ruhiges Leben mit ihrem kleinen Sohn Henry. Eines Abends, sie klickt sich gerade durch ihre Social-Media-Kanäle, pingt eine Nachricht auf: »Maria Weston möchte mit dir auf Facebook befreundet sein.« Louise ist gleichermaßen irritiert wie geschockt. Maria war eine Klassenkameradin – doch sie verschwand vor 25 Jahren spurlos. Zuletzt wurde sie am Abend der Schulabschlussfeier gesehen, und jeder geht davon aus, dass sie tot ist. Doch nun scheint sie zurück und scheut sich nicht davor, Louise für die dramatischen Ereignisse von damals verantwortlich zu machen …

MEINUNG:

Eiskalte Freundschaft ist keine Geschichte, die lange vor sich hinplätschert, sondern es geht gleich mit dem ersten Kapitel richtig los mit der Freundschaftsanfrage auf Facebook. Doch Maria ist tot, umgekommen bei der Schulabschlussfeier. Niemand weiß allerdings wirklich, wie es dazu kommen gekommen ist.

Relativ schnell merkt man, dass damals so einiges vorgefallen sein muss, denn Louise macht sich seit dem, wohlbemerkt 25 Jahre später, immer noch Vorwürfen. Es hat sie quasi von innen ausgehöhlt. Ich würde sogar soweit gehen, dass sie dadurch nie der Mensch sein konnte, der sie ohne den Vorkommnisse in ihrer Schulzeit hätte sein können. Die Facebookanfrage triggert diese verborgenen Gefühle natürlich enorm. Auch so ist Louise doch recht angeschlagen, was auch an der Scheidung von ihrem Ehemann Sam liegt, der sie betrogen hat und nun neu verheiratet ist und ein Kind hat. Beruflich steht sie allerdings auf festen Beinen und ihr Sohn ist das Wichtigste für ihn. Die Szene mit ihm lassen einem wirklich das Herz aufgehen.

Spannungstechnisch lässt sich das Buch Zeit. Es gibt immer wieder Einschübe von einer weiblichen Person aus der Ich-Perspektive, die zuerst gar nicht einordnen konnte und dann später völlig auf der falschen Spur war. Das hat die Autorin sehr clever gemacht. Auch die anderen menschlichen Abgründe werden erst Stück für Stück aufgebaut. Immer wieder werden falsche Fährten ausgestreut. Die Lage spitzt sich dann langsam zu als bei einem Klassentreffen dann ein weiterer Mord passiert. Louise wird immer dünnhäutiger, weil auch sie Gefahr für sich und ihren Sohn sieht, die keinesfalls unreal ist. Die vermeintliche Maria scheint alles zu wissen, was sie macht.

Natürlich tat mir Louise leid, aber dass sie Maria in Vergangenheit zusammen mit anderen gemobbt hat, ist leider auch nicht von der Hand zu weisen. Es gibt auch eine Szene mit ihrer Freundin, dessen Tochter das Gleiche passiert. Diesen Moment fand ich sehr intensiv dargestellt. Der Erzählstil der Autorin kann einen nicht kalt lassen. Das fand ich äußerst gut gemacht. Am Ende war natürlich alles ganz anders als von mir angenommen, aber es ist eine furchtbare Tragödie eines Ausmaßes, welches man nicht kommen sieht. Wieder mal hat eine Person das Leben von ganz vielen zerstört.

FAZIT:

Es ist keine völlig neue Geschichte, aber sie wird mit einer großen Intensität erzählt, die wohl kaum jemanden kalt lassen kann. Es wird hier sie viel Augenmerk auf die Charaktere und deren Beziehungen gelegt. Die Autorin greift das Thema Mobbing auf ohne damit auf irgendjemanden den Finger zu zeigen. Auf jeden Fall lesesnwert!

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  (3)
Tags: spannung, thriller   (2)
 

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(65)

81 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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In deinem Namen

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.06.2018
ISBN 9783442205448
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Fünfzehn Jahre ist es her, dass Detective Nap Dumas seinen Zwillingsbruder Leo verlor. Damals wurden Leo und dessen Freundin Diana unter mysteriösen Umständen tot auf den Eisenbahngleisen ihrer Heimatstadt in New Jersey gefunden. Damals verschwand auch Maura, Naps große Liebe, ohne ein Wort des Abschieds. Als jetzt im Wagen eines Mordverdächtigen Mauras Fingerabdrücke auftauchen, hofft Nap, endlich Antworten zu bekommen. Doch stattdessen stößt er nur auf immer neue Fragen: über die Frau, die er einst liebte, über eine verlassene Militärbasis und vor allem über Leo und Diana. Denn die Gründe, warum sie sterben mussten, sind dunkel und gefährlich ...

MEINUNG:

Seitdem mir In ewiger Schuld so gut gefallen hatte, habe ich mich auf diesen neuen Harlan Coben sehr gefreut. Es gefällt mir, dass hier immer wieder völlig anderen Themen behandelt und Charaktere ausgewählt werden.

In deinem Namen wird aus der Sicht von Nap erzählt. Ich habe etwas gebraucht, um mich mit seiner Erzählweise vertraut zu machen, aber nach ein paar Seiten war es dann kein Problem mehr. Harlan Coben schreibt genauso, wie Nap auch reden würde. Nap erzählt die Geschichte seinem toten Bruder Leo. Es ist als ob der Leser hier lediglich Zuhörer von der Seitenlinie ist. Leo, war Naps Zwillingsbruder und kam vor 15 Jahren zusammen mit seiner Freundin Diana ums Leben. Nap beginnt den Fall wieder aufzurollen als an einem Tatort die Fingerabdrücke von seiner Jugendliebe Maura gefunden werden.

Nap ist Polizist und auch recht speziell, was man aber nachdem, was geschehen ist, auch nachvollziehen kann. Nap hat nie überwunden, dass Maura sowohl ihn als die Stadt von heute auf morgen ohne Grunde verlassen hat. Er hat auch mit der ganzen Geschichte nicht abgeschlossen, weil er auch glaubt, dass damals etwas ganz anderes passiert sein könnte.

Im Laufe der Geschichte stellt er fest, dass es auch noch andere Personen gibt, die irgendwie mit Leo und Diana geheimnisvolle Sachen gemacht haben. Alles führt zu einer alten Militärbasis. Hier erwähnt der Autor, dass es sich sogar um wahre Begebenheiten handelt, die er hier für seinen Roman verwendet hat. Wie üblich bei Harlan Coben gibt es ganz viele Spuren und man wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Es war von der ersten Seite an spannend und ließ sich wahnsinnig schnell lesen, was auch durch die vielen Dialoge zustande kam. Mit der Auflösung bin ich fast zufrieden. Ein paar Fragen blieben für mich irgendwie noch offen. Das Buch war dann relativ abrupt zu Ende.

FAZIT:

Harlan Coben mausert sich zu einem meiner Lieblingsautoren, wenn das so weiter geht. In deinem Namen  war wieder absolute Spitzenunterhaltung, die sich wie im Rausch gelesen hat. Ich freue mich sehr auf das nächste Buch! 😊

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags: spannung, thriller   (2)
 

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(201)

300 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 171 Rezensionen

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Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

Corina Bomann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289960
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(165)

300 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 133 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT:

Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganze Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …

MEINUNG:

Pünktlich zum heutigen Erscheinungstermin des eBooks (Print am 19. September) von Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick kommt nun meine Rezension dazu online. Die Reihe erscheint unter Kyss*, einer neuen Produktlinie des Rowohlt Verlages speziell für Liebesromane.

Die ersten 100 Seiten vergingen bei dem Buch wie im Flug. Ich war sofort verliebt in Städtchen, die Charaktere, aber vor allem in den Tieraspekt, der durch die drei attraktiven Tierärzte gegeben ist. Für mich als großen Fan von Tieren der ideale Rahmen für eine Liebesgeschichte.

Ohne lange Vorreden ist man gleich in der Geschichte drin. Avery zieht mit ihrer autistischen Tochter zu ihrer Mutter nach Redwood, nach dem sie nach zwei Jahren Trennungsdrama endlich ihren Mann verlassen hat. In Redwood möchte sie neu anfangen. Ich fand es schön, dass die Autorin hier das Autismusthema mit aufgegriffen und sehr sensibel umgesetzt hat, ohne dabei aber lang und breit auf das gesamte Krankheitsbild einzugehen. Ich denke, dass es ihr mehr am Herzen lag Hailey zwar als besonderes Mädchen darzustellen, aber auch weitestgehend normal. Das schaffte sie, in dem sie alle Charaktere mit Hailey normal umgehen ließ.

Avery und Hailey werden sehr herzlich in Redwood aufgenommen. Es gibt da ein ganzes Potpourri an eigenwilligen, aber auch sehr liebenswerten Charakteren. Redwood ist ein sehr kleiner Ort und jeder weiß alles von jedem. Verstärkt wurde das auch noch dadurch, dass viele Nachrichten von Cades Tante auf Twitter gepostet worden sind. Avery hat damit anfangs so ihre Probleme und würde das persönlich auch nicht so zu sagen, aber es scheint wohl in Kleinstädten normal zu sein. Man merkt aber auch, dass es schnell auch zu Konflikten führen kann.

Avery trifft schon in ihrer ersten Ankunftsnacht auf Cade, da Hailey einen verletzten Welpen gefunden hat. Die Anziehung ist bei beiden gleich spürbar. Dennoch tun sich beide unheimlich schwer damit. Avery ist einfach gebrandmarkt von ihrer Ehe und kann sich davon nur schwer lösen. Cade ist jemand, der noch nie eine feste Beziehung hatte. Das er dann auch noch ihr Chef wird, machte es dann noch schwieriger. Zwischen den beiden ist es dann ein Hin und Her, was mir ein ganz wenig zu anstrengend geworden ist, weil ich die Hindernisse irgendwann nicht mehr nachvollziehen konnte. Es fokussiert sich im letzten Drittel auch sehr auf die beiden und ebenfalls spannende Seitenstränge der Geschichte kamen etwas zu kurz, aber man kann sich ja schon auf Band 2 freuen! Flynn und Gabby durfte man hier schon kennenlernen.

 

Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss* (Band 2) erscheint am 19. September (sowohl eBook als auch Print) zusammen mit der Printausgabe von Band 1.

Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht* (Band 3) erscheint am 23.Oktober (sowohl eBook als auch Print)

FAZIT:

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick war ein toller Einstieg in eine Reihe mit ganz viel Herz und Tierliebe. Wenn auch meine Begeisterung für die Liebesgeschichte nicht ganz das gewünschte Level erreichte, freue ich mich sehr auf die Folgebände und die Geschichten um Cades Brüder, Flynn und Drake. Beide Charaktere sind sehr vielversprechend!

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  (3)
Tags: liebe, reihe, tiere   (3)
 

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(120)

311 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.

In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten. Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird. Die Arbeit dort ist besonders hart. Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.

MEINUNG:

Dark Palace – Zehn Jahre muss du opfern ist der Beginn einer dreiteiligen Reihe, zumindest gibt es auf Englisch bereits drei erschienene Teile. Ich muss sagen, dass mich hier zunächst das Cover angesprochen hat, was wirklich großartig gelungen ist und genau die Düsternis vermittelt, die der Geschichte auch innewohnt. Auch die gewählten Personen strahlen Stärke und Macht aus, zwei Eigenschaften, die ebenfalls gut zu den Charakteren passen.

Schon nach ein paar Kapiteln hatte mich das Buch gefangen genommen, weil die Idee mit der zehnjährigen Sklavenzeit in (fast) jedermanns Leben mal etwas wirklich Neues war und gleichzeitig auch etwas, woran man sich natürlich ordentlich reiben kann und wo Konflikte vorprogrammiert sind. Als Leser verbindet man damit sofort etwas Negatives und fragt sich natürlich, warum das so ist bzw. wie es soweit kommen konnte. 10 Jahren ist eine lange Zeit und man erfährt auch, dass diese Zeit an einigen weder geistig noch körperlich spurlos vorüber gegangen ist.

Gleich auf den ersten Seiten lernen wir die Jardines kennen, bei denen vor allem die drei Brüder, Gava, Silyen und Jenner eine tragende Rolle in der Geschichte spielen und die Familie von Luke, bestehend aus Lukes Eltern, seiner großen Schwester Abi(gail) und seiner kleiner Schwester Daisy. Die Familie beschließt ihre Sklavenzeit gleich nach Daisys Geburtstag gemeinsam zu absolvieren und zwar in Kyneston, dem Herrensitz der Familie Jardine. Dann kommt aber alles ganz anders und Luke wird anstatt dessen nach Millmoor, einer Fabrikstadt, geschickt.

Die Jardine sind Ebenbürtige und der Lukes Familie sind sogenannte Gewöhnliche. Ebenbürtige sind quasi die Herrschenden und müssen keine zehnjährige Sklavenzeit verrichten. Die Geschichte wird zu großen Teilen abwechselnd aus Luke und Abis Sicht erzählt, aber es gibt auch mal Kapitel von Ebenbürtigen und so bekommt man auch mal einen Eindruck, wie sie ticken und was so ihre Absichten sind. Die ganze Geschichte ist auch hochpolitisch und jeder verfolgt eigene Absichten, die nicht immer ganz erkennbar sind. Eigentlich kann man kaum jemanden über den Weg trauen. Die Autorin lässt sich viel Zeit, das System und die Welt zu beschreiben. Das fand ich einerseits gut, weil man sich so gut reindenken kann, aber manchmal las sich das Buch auch, wie eine einzige große Einleitung. Wo der Anfang relativ stark war, schwächelt der Mittelteil etwas und erforderte auf Grund der Fülle an Infos eine hohe Konzentration. Das Ende dagegen war wieder sehr viel versprechend.

Es las sich durch die vielen Perspektiv- und Ortswechsel auch stellenweise etwas fragmentarisch und weniger als Handlung aus einem Guss, blieb aber zu keiner Zeit uninteressant.

Es gibt sehr viele Charaktere. Die Autorin bemüht sich aber, nur eine gute Handvoll richtig auszuprägen. Alles andere wäre auch zu viel. Abi erschien mir ziemlich naiv und verliebt sich natürlich in einer der Jardinebrüder, was ich ziemlich klischeebehaftet fand. Luke entwickelt sich zu einem richtigen Rebellen und reift auch während seiner Zeit in Millmoor zu einem Erwachsenen heran. Viel spannender sind die Jardinebrüder. Vor allem Silyen ist ein äußerst spannender Charakter, weil seine Absichten sehr undurchsichtig sind und auch bis zum Ende dieses ersten Bandes verborgen bleiben.

FAZIT:

Dark Palace – Zehn Jahre muss du opfern beginnt sehr stark und überzeugt mit einer völlig neuen Idee. In der Mitte schwächelt das Buch etwas, was an den vielen Informationen zu der Welt und den Personen liegt. Das kann ich verschmerzen, denn es ist schließlich der erste Band. Das Ende macht auf jeden Fall Lust auf Band 2!

  (2)
Tags: dystopie, reihe   (2)
 

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(67)

102 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Zwischen uns ein ganzes Leben

Melanie Levensohn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783596702718
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:

Paris, 1940: Für die jüdische Studentin Judith wird es unter der deutschen Besatzung immer gefährlicher. Zusammen mit ihrer großen Liebe Christian, Sohn eines Bankiers, plant sie heimlich die Flucht. Doch plötzlich ist sie spurlos verschwunden.
Mehr als fünfzig Jahre später in Washington: Auf Jacobina lastet ein Versprechen, das sie ihrem Vater gegeben, aber ihr Leben lang nicht eingelöst hat. Sie soll ihre unbekannte Halbschwester Judith finden. Jetzt bleibt ihr nicht mehr viel Zeit. Da trifft sie auf die junge Französin Béatrice. Die beiden Frauen freunden sich an. Gemeinsam machen sie sich auf eine Suche, die sie weiterführt, als sie je erwartet hätten …

MEINUNG:

Romane, die auf zwei Zeitebenen spielen besonders zur Zeit der zwei Weltkriege, lese ich immer mal wieder gerne. Zwischen uns ein ganzes Leben fiel mir schon ziemlich früh auf, da hier verschiedene Marketingmaßnahme darauf aufmerksam gemacht haben.

Die Geschichte spielt wie gesagt auf zwei Zeitebenen und es geht um drei Frauen. Da ist die junge jüdische Studentin Judith, die wir in Paris 1940 begleiten und da sind Beatrice und Jacobina in der Gegenwart. Beatrice ist Französin und arbeitet bei der Weltbank. Durch einen Zufall stößt sie auf Jacobina, eine ältere Dame, die so ein wenig den Anschluss an ein lebenswertes Leben verloren hat. Außerdem hat sie nie das Versprechen ihres Vaters an dessen Sterbebett eingelöst, ihre Halbschwester Judith zu finden. Sie bittet Beatrice sich nach Judith auf die Suche zu machen.

Beatrice ist 40 Jahre alt. Das hebe ich so hervor, weil sie mir eigentlich die ganze Zeit wie Anfang 20 erschien. Ja, sie hat viel erreicht im Leben mit ihrem Job bei der Weltbank, hat eine Beziehung zu einem 60jährigen Journalisten, der aber immer seiner pubertierenden Tochter den Vorrang gibt und weiß aber trotzdem nicht so richtig, was sie will. Mir erschien sie oft sehr naiv, unüberlegt und unreif für ihr Alter. Beatrice private und auch später berufliche Probleme (bei so einem Chef hätte ich schon gekündigt) überschatten zum Teil eigentlich die Handlung, besonders die Suche nach Judith, die wirklich von Interesse war.

Es geht mir selten so, aber ich mochte diesmal den Teil aus der Vergangenheit um Judith deutlich lieber. Die Autorin schildert diesen sehr einfühlsam und baut die einzelnen Etappen bis zur Judiths Deportation sehr gut auf, sodass man erlebt, wie es einer jungen Jüdin zu der Zeit in Paris ergangen ist. Dabei legt sie Wert auf Judiths Entwicklung und schildert nicht in jedem grausamen Detail, was damals alles geschehen ist. Vieles weiß man als Leser ja bereits im Vorfeld.

In der Beziehung zu Jacobina mochte ich Beatrice, die mir auch manchmal etwas zu sehr auf Oberflächlichkeiten, wie teure Kleidung, fixiert war. Man muss Beatrice zu Gute halten, dass sie sich immerhin zum Positiven entwickelt, auch wenn dieser Weg für mich zum Teil etwas zu sehr mit Klischees bepflastert war. Leider etwas misslungen sind auch die Perspektivwechsel, die nicht gekennzeichnet waren. So beginnt einfach der nächste Absatz aus der Sicht einer anderen Person in einer anderen Zeit. Etwas mehr Ordnung wäre schön gewesen.

FAZIT:

Der Roman konnte mich trotz meiner Kritikpunkte wirklich gut unterhalten und las sich sehr flüssig. Für mich hat die Autorin eine Menge Potential, was sie ganz sicher in ihren nächsten Romanen auszuschöpfen weiß.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags: kurzgeschichtenwettbewerb, paris, roman in zwei zeitebenen, zweiter weltkrieg   (4)
 

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(24)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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The House - Du warst nie wirklich sicher

Simon Lelic , Friederike Achilles
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783404177233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Alles begann an dem Tag, als Jack und ich den Zuschlag für das Haus erhielten. Es sollte unser Zuhause werden, unser sicherer Hafen, gelegen in einer ruhigen Londoner Nachbarschaft. Keiner von uns konnte ahnen, was danach geschehen würde. Da war zuerst dieser merkwürdige Geruch, dann glaubte Jack nachts unten Schritte zu hören. Wir wollten es ignorieren, dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Bis die Leiche hinter unserem Haus entdeckt wurde ...

MEINUNG:

The House hat mich interessiert, weil ich gerne Thriller lese, die auf engsten Raum stattfinden und die Spannungen oder auch das Grauen von Innen herauskommt. Bei dem Klappentext habe ich auch gleich an eine Geschichte á la Stephen King gedacht. Viel verrät der Klappentext nicht, aber das ist auch genau richtig so.

Wie man schon dem Klappentext entnehmen kann, wird die Geschichte von Syd erzählt, aber auch von ihrem Freund Jack. Das Paar hat lange auf die Anzahlung für ein eigenes Haus gespart und hatte nun Glück, dass es den Zuschlag für eines mitten in London erhalten hat. Es ist von Anfang klar, dass etwas passiert sein muss, denn beide beginnen mit ihrer Sicht der Dinge rückblickend. Besagte Leiche hat etwas damit zu tun und so laufen parallel auch die Ermittlungen der Polizei. Besonders Jack wird gehörig auf den Zahn gefühlt.

Jack ist Sozialarbeiter und Syd arbeitet auch etwas, was nicht näher definiert worden ist. Syd ist in meinen Augen die deutlich interessante Person gewesen. Man merkt schnell, dass in ihrer Kindheit einige unschöne Dinge vorgefallen sind, die sie auch geprägt haben. Sie ist früh von Zuhause fort, weil sie es dort nicht ausgehalten hat. Es wird auch hier nicht so richtig drauf eingegangen, wie sie es geschafft hat alleine durchzukommen, aber das muss man so akzeptieren. Der Autor hat sich hier aufs Wesentliche konzentriert.

Mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten, weil man sonst hier zu viel vorwegnehmen würde. Auf jeden Fall gibt sehr viele Wendungen, die Geschichte für unglaublich spannend gemacht haben. Sie nimmt auch eine ganze andere Richtung ein als was man vielleicht anfangs vermutet hatte, aber genau das gefiel mir unheimlich gut.

FAZIT:

The House ist ein Thriller voller überraschender Wendungen und war für mich bis zum Schluss spannend und zu großen Teilen unvorhersehbar. Perfekte Unterhaltung!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  (4)
Tags: spannung, thriller   (2)
 

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(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Mister Q: Erotischer Roman

Zara Cox
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.06.2018
ISBN 9783641213053
Genre: Sonstiges

Rezension:

INHALT:

Elyse Gilbert, genannt Lucky, ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Völlig mittellos gelangt sie nach New York, wo sie auf eine Anzeige stößt, die ihre Rettung sein könnte. Eine Million Dollar für zehn Nächte mit dem mysteriösen Q, der sein Gesicht hinter einer Maske verbirgt. Q entführt Lucky in seine luxuriöse Villa und in eine dunkle Welt der Lust, nach der sie sich mit jeder weiteren Nacht mehr sehnt. Denn auch wenn die kalte Stimme hinter der Maske sie abstößt, berühren die gemeinsamen Stunden ihr Herz. Doch Lucky kann nicht ahnen, dass Q einer der reichsten Männer New Yorks ist und sie nur eine Figur in einem gefährlichen Spiel ...

MEINUNG:

Ich weiß nicht, ob am Genre liegt, aber mit Erotikromanen hatte ich bisher noch nicht so viel Glück und meine Quote der abgebrochenen Bücher ist in diesem Genre auch besonders hoch. Trotzdem gebe ich nicht auf und so habe ich auch wieder zu Mister Q gegriffen. Es wurde auch wieder eine wenig mit Vergleichen zu Shades of Grey gelockt…nur besser, aber das wird ja oft und gerne mal behauptet.

Ich muss sagen, dass mich schon das erste Kapitel aus der Sicht von Q überzeugt hat. Das Buch entwickelte ganz schnell eine enorme Sogwirkung und ich konnte es dann nicht mehr aus der Hand legen. Das passiert mir bei solchen Büchern nicht so oft. Schon beim Lesen habe ich nach einem zweiten Teil Ausschau gehalten, wie es ja oft üblich, aber scheinbar scheint es ein Einzelband zu sein. Den Klappentext habe ich nur noch schemenhaft in Erinnerung, was auch gut so war, denn so konnte ich mich ganz in die Geschichte hineinfallen lassen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Lucky/ Elyse und von Q erzählt. Die männliche Sicht ist der Autorin sehr gut gelungen.

Natürlich werden hier wieder so einige altbekannte Klischees bedient, wie sehr reicher, gutaussehender Mann verführt junge, unerfahrene Frau. Auf Q mag das in großen Teilen zustimmen, auch wenn er ein ziemlich großes Päckchen zu tragen und nichts ohne Grund tut. Auch Elyse, genannt Elly, hat wirklich viel durch gemacht. Sie ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und versucht sich in New York wieder etwas aufzubauen. An sich ist Elly eine starke Person, aber Q ruft bei ihr auch die eine oder andere Verunsicherung hervor, die sie manchmal dazu veranlasst sich wie ein schüchternes Mädchen zu verhalten. Später lässt sie sich definitiv auch von ihren Gefühlen leiten, aber ansonsten ist sie kein naives Dummchen. Man muss bei ihr auch immer bedenken, dass für sie viel auf dem Spiel steht und sie das Geld dringend braucht. Das sie ihren Körper dafür für Sex verkauft sollte man hier nicht weiter hinterfragen bzw. dann von dem Buch die Finger lassen.

Das Buch gehört definitiv in den Bereich der Dark Romance und es wird hier nicht an expliziten erotischen Szenen gespart. Dennoch sind diese sehr geschmackvoll und zu keiner Zeit obszön oder menschenunwürdig. Sex findet zwischen den beiden einvernehmlich statt. In der Vergangenheit der beiden sieht das aber manchmal anders aus, aber hier belässt es die Autorin bei einige wenigen Sätzen, wo man sich seinen Teil denken kann. Ich muss eindeutig darauf hinweisen, dass es sich hier um ein Buch handelt, was man erst ab 18 Jahren lesen sollte. Einige Szenen könnten vielleicht etwas verstörend wirken. Das Buch ist keine reine süße Liebesgeschichte.

 

FAZIT:

Ein bisschen wie Pretty Woman, nur viel düsterer und heißer. Das Buch gehört für auf jeden Fall zu den Besten, die ich im Bereich Erotik/ Dark Romance gelesen habe. Die Sogwirkung des Buches war so enorm, dass ich es in zwei Tagen durchgelesen hatte. Schade, dass es scheinbar keinen zweiten Teil gibt.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  (7)
Tags: erotik, liebe, sex   (3)
 

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(522)

976 Bibliotheken, 27 Leser, 2 Gruppen, 161 Rezensionen

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Layers

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.08.2015
ISBN 9783785582305
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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(23)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

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Von dieser Welt

James Baldwin , Miriam Mandelkow
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 28.02.2018
ISBN 9783423281539
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(79)

99 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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Vier Tage in Kabul

Anna Tell , Ulla Ackermann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.08.2018
ISBN 9783499273841
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Die schwedische Kriminalkommissarin Amanda Lund ist für ein Jahr in Afghanistan stationiert, sie bildet lokale Sicherheitskräfte aus. Gerade erst hat die 35-Jährige einen Angriff der Taliban überlebt, da erhält sie einen neuen heiklen Auftrag: In Kabul ist ein schwedisches Diplomatenpaar verschwunden. Die Botschaft geht von einer Entführung aus. Amanda ist Verhandlungsspezialistin, sie soll in dem Fall vermitteln. Jede Stunde zählt. In Stockholm bei der Reichskriminalpolizei koordiniert Bill Ekman Amandas Einsatz. Die Sache muss unter Verschluss bleiben, nur ein kleiner Kreis ist eingeweiht. Gleichzeitig untersucht Bill den Mord an einem jungen Mann. Ein Regierungsmitarbeiter, wie sich herausstellt. Obwohl Tausende Kilometer voneinander entfernt, verdichten sich die Hinweise, dass beide Fälle zusammenhängen. Die Spuren führen in höchste Kreise.

MEINUNG:

Vier Tage in Kabul ist der erste Teil, um die schwedische Unterhändlerin Amanda Lund und erscheint heute. Ich habe bisher noch keinen Thriller in dieser Art gelesen, wohl aber einige Filme. So ähnlich hatte ich mir dann auch das Buch vorgestellt und habe auch genau das bekommen.

Wir befinden uns abwechselnd in Kabul und in Schweden. Zwei schwedische Diplomaten wurden in Kabul entführt und es ist die Aufgabe von Amanda Lund als Verhandlungsführerin diese wieder zu befreien. Parallel dazu wird noch eine Leiche in Stockholm gefunden. Diese beide Handlungsstränge laufen zunächst parallel, aber es scheint eine Verbindung zu geben.

Kabul ist eine der gefährlichsten Städte der Welt und auf diesem Schauplatz ist kein Platz für Persönliches oder Emotionen. Das merkt man auch an Amanda. Ich würde sie nicht unbedingt als hart bezeichnen, aber sie geht bis an ihre Grenze und sieht es auch als ihre oberste Pflicht an Leute zu beschützen und Verbrechen lückenlos aufzuklären. Ich hätte mit ihr nicht tauschen wollen.

Die Entführung der beiden Diplomaten ist politisch eine absolute heiße Sache und wird von den obersten Politikern mit Argusaugen bewacht. Hintergrund ist die politische Beziehung zwischen Schweden und Afghanistan. Auf die heißen Parkett verfolgen wir Bill, Amandas Chef. Ich fand es sehr spannend, wie uns die Autorin hier ein Blick hinter die Kulissen werfen lässt. Dinge, von denen die meisten keine Ahnung und die auch die Presse nicht erfahren darf. Vor allem bei Bill leidet auch das Privatleben sehr darunter, doch er hat keine Wahl als den Fall zügig aufzuklären. Ich empfand sowohl Bill als auch Amanda als sehr sympathisch und die Autorin hat genau das richtige Maß gefunden uns auch an ihrem Privatleben teilhaben zu lassen, ohne dass die eigentliche Handlung zu sehr überlagert.

Der nächste Teil, Fünf Nächte im Kosovo, erscheint am 26. März 2019.

FAZIT:

Ich habe hier genau das bekommen, was ich von einer solchen Art von Buch erwartet habe. Es war durchgehend spannend, sehr gut aufgebaut und alle Fragen sind am Ende beantwortet. Man hat gemerkt, dass die Autorin, weiß wovon sie schreibt. Die Geschichte ist sehr nüchtern, aber für viele Emotionen ist auf einem solchen Ort auch kein Platz. Für alle Leser, die auch Filme, wie Der Mann, der niemals lebte oder Green Zone mochten.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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Tags: afghanistan, ermittlung, politik, spannung   (4)
 

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222 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 118 Rezensionen

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Vier.Zwei.Eins.

Erin Kelly , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.08.2018
ISBN 9783651025714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall.
Beide sind jung und verliebt, sie sind fest davon überzeugt, dass sie noch viele solche Naturereignisse gemeinsam beobachten werden.

Im fahlen Dämmerlicht danach, als sich der Schatten auflöst, glaubt Laura etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Seine Aussage gegen die von Laura.
Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. Schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung.

15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate. Etwas liegt noch immer im Dunklen, Laura fürchtet es, und sie ahnt, dass sie nur einen Teil des Bildes sieht. Doch dann steht Beth Taylor plötzlich vor Lauras Tür. Und jetzt drängt die Wahrheit mit aller Macht ans Licht…

MEINUNG:

Vier.Zwei.Eins. wird aus zwei Sichten und auf zwei Zeitebenen erzählt und zwar aus der von Laura und Kit. Laura erzählt sowohl aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit. Das Buch ist in die Phasen der Sonnenfinsternis eingeteilt, welch sinnbildlich auch den Verlauf der Handlung widerspiegeln und die Sonnenfinsternis an sich ist auch ein zentraler Bestandteil der Geschichte. Besonders Kit ist schon lange Fan davon. Sein Vater nahm ihn und seinen Zwillingsbruder immer rund um die Welt mit und auch später hat Kit kaum eine Sonnenfinsternis ausgelassen. An einem solchen Ereignis haben sich alle vier Beteiligten kennen gelernt und das Schicksal nahm seinen sprichwörtlichen Lauf.

Die Geschichte braucht ihre Zeit, denn die Autorin nimmt sich diese auch, um den Leser ausführlich mit den Geschehnissen der Vergangenheit vertraut und sich ein erstes eigenes Bild zu machen. Minutiös wird dort angesetzt, wo Laura die vermeintliche Vergewaltigung beobachtet hat. Darauf folgt die auch sehr ausführliche Gerichtsverhandlung. Nach dieser taucht Beth plötzlich bei Kit und Laura auf, weil sie einfach eine Freundin benötigt, die ihr Halt gibt und diese in Laura sieht, die ihr auch durch ihre Aussage auf dem ganzen Weg zur Seite gestanden hat.

Beth, Kit, Laura und der Täter, Jamie sind die vier Personen, um die es hier geht, obwohl Jamie zunächst nur eine untergeordnete Rolle spielt. Ich empfand alle drei als recht schwierige Charaktere, mit denen man nicht so leicht warm geworden ist. Laura leidet an einer Angststörung und erleidet schon auch mal Panikattacken, was ihren ungeborenen Kindern 15 Jahre später nicht unbedingt zu Gute kommt. Sie wirkt auch sehr unsicher und kämpft sehr mit sich als Kit allein zur nächsten Sonnenfinsternis fährt. Es bekommt nach und nach eine Vermutung, woher Laura die Ängste hat, u.a. hat sie auch Angst vor Beth.

Beth konnte ich wirklich schwer einschätzen. Ich empfand sie anfangs auch als ein wenig komisch und undurchdringlich. Ich denke, die Autorin hat hier absichtlich ein falsches Bild heraufbeschworen. Ich habe mich auch total von Lauras Paranoia anstecken lassen bzgl. Beth.

Kit empfand ich auch als recht schwach und verunsichert. Manchmal habe ich mich gefragt, wie Laura und er so überhaupt eine Beziehung führen können, wo beide zum Teil so labil sind. Warum Kit so ist, wie er ist, erklärt sich dann aber noch. Alle drei auf jeden Fall keine einfachen Charaktere, aber aus Liebe, Zuneigung und Überzeugung sind sie bereit eine ganze Menge zu tun.

Die Autorin streut hier geschickt einige Fährten aus und glaubt als Leser bereits alles zu wissen. Der etwas zähe Anfang hat genau dafür auch seine Bewandtnis, dass man eben glaubt alles verstanden zu haben. Natürlich gibt es Unklarheiten, aber auch das kann sich was zusammenreimen. Ungefähr nach gut einer Hälfte nimmt das Buch enorm an Fahrt auf, weil eine entscheidende Sache rauskommt, die völlig unvorhersehbar war. Das ist der Punkt, an dem sich die Geschichte dreht und alle Beteiligten zu verschlingen droht. Ich war gezwungen das Geglaubte nochmal überdenken. Als dann alles rauskommt, war ich absolut sprachlos und erschüttert, was man aus Egoismus und Liebe tun kann. Das Ende war für mich absolut richtig gewählt und glaubwürdig. Alles andere wäre unglaubwürdig gewesen. Es gibt Dinge, die bleiben unverzeihlich.

FAZIT:

Ein Buch, bei dem man anfangs ein bisschen Durchhaltevermögen beweisen muss, weil sich die Autorin viel Zeit lässt. Doch das Ende schlägt eine wie eine Bombe und lässt absolut sprachlos zurück, wie vier Menschen sich so in ihre Lügen verstricken können, dass am Ende nicht mehr so ist, wie es am Anfang war.

  (7)
Tags: liebe, schuld, spannung   (3)
 

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80 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Muss es denn gleich für immer sein?

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442487769
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT:

Sylvie und Dan sind seit zehn Jahren zusammen. Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, ein hübsches Zuhause und wissen stets, was der andere denkt. Beim jährlichen Check-up-Termin prognostiziert ihr Hausarzt außerdem hocherfreut: Beide sind so kerngesund, dass sie sich bestimmt noch auf 68 gemeinsame Jahre freuen können. Erfreulich? Sylvie und Dan packt die blanke Panik. Wie zum Kuckuck sollen sie diese Ewigkeit überstehen, ohne einander zu langweilen? Sie beschließen, sich gegenseitig im Alltag zu überraschen. Doch das ist leichter gesagt als getan ...

MEINUNG:

Nachdem mir letztes Jahr Frag nicht nach Sonnenschein und Schau mir in die Augen, Audrey so gut gefallen haben, habe ich riesig auf das neue Buch der Autorin gefreut, auch die Übersetzung des Titels wieder mal etwas fragwürdig finde und das englische Original (Surprise Me) besser gefunden hätte, aber am Ende zählt der Inhalt.

Alles beginnt damit, dass Dan und Sylvie zu einem Check-up Termin müssen, weil sie ihre Krankenversicherung wechseln wollen. Beide sind danach völlig aus der Bahn geworfen als ihnen der Arzt erklärt, dass sie bei ihrer derzeitigen Lebenserwartung noch 68 Jahre verheiratet sein könnten. Ich meine vor dem Altar sagt man „Bis der Tode euch scheidet“, aber ich glaube kaum jemand denkt darüber nach wie viele Jahre, das bedeutet.

Bei Sylvie und Dan löst das dann eine ganze Lawine an Gedanken und Taten aus, wobei ich ihre Reaktionen vielleicht etwas übertrieben fand, was aber zu Kinsellas Romane passt. Sylvie beschließt, dass sie sich der vermeintlich eintretenden Monotonität entgegenstellen, in dem sie sich gegenseitig Überraschungen zu machen. Dan ist davon zunächst nicht sehr angetan, aber willig dann ein. Das mündet dann in eine Reihe äußerst skurriler Überraschungen, die für beide nicht immer den gewünschten Effekt erzielen. Dieser Teil war äußerst amüsant zu verfolgen. Sicherlich auch Dinge, die sie nicht vergessen werden.

Sylvie Motivation ist der Gedanke, dass sie glaubt, sie weiß schon alles über Dan und er über sie ebenso. Sie beenden gegenseitig ihre Sätze und können immer erraten, was der andere im Restaurant bestellt. Es stellt sich dann heraus, dass sie Dan doch nicht so kannte, wie sie glaubte. An sich fand ich Sylvie sehr liebenswürdig, aber auch sehr verträumt und manchmal naiv. Ich habe mir sie immer als eine Elfe vorgestellt, weil sie so langes blondes Haar hat. Sylvie hängt auch noch sehr an ihrem verstorbenen Vater, für den sie immer Prinzessin Sylvie war und den sie vergöttert hat. Ihr Vater schwebt einfach immer über allem und muss der totale Überflieger gewesen sein. Natürlich lernt ihn nur indirekt kennen, aber diese Vergötterung ging mir ziemlich auf die Nerven und führt auch bei Dan und Sylvie zu den einen oder anderen Streitigkeiten. Sylvie neigt auch dazu nicht mal einen Konflikt auszutragen und zu sagen, was sie wirklich denkt als ob sie immer noch Papas kleines Mädchen ist, der sie vor allem beschützt hat.

Die letzten 100 Seiten des Buches waren richtig spannend, weil ein großes Kartenhaus zusammenbricht (was mir Genugtuung verschaffte) und einige Geheimnisse ans Tageslicht kommen, von denen sowohl Sylvie als auch der Leser nichts wussten. Sylvie verändert sich durch diese Ereignisse, was mir ausgesprochen gut gefiel. Die Autorin entlässt uns auch nicht in ein absolutes Friede-Freude-Eierkuchen Ende, sondern belässt es dabei, dass sie Dinge verändert haben durch die Wahrheiten, die heraus gekommen sind.

FAZIT:

Nachdem Muss es denn gleich für immer sein? mir wieder so gut gefallen hat, muss ich sagen, dass ich langsam Fan der Autorin bin. Die Geschichten sind einfach unterhaltsam, humorvoll, haben gute Botschaften und regen damit zum Nachdenken an und sind für mich einfach rund. Ich freue mich auf das nächste Buch der Autorin!

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

  (5)
Tags: ehe, liebe, selbstfindung   (3)
 

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(53)

72 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

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A Stranger in the House

Shari Lapena , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783785726112
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Du bereitest gerade das Abendessen für dich und deinen Ehemann vor, als das Telefon klingelt - es ist der Anruf, den du seit Jahren fürchtest. Kurz darauf erwachst du im Krankenhaus. Du hattest einen Unfall - und kannst dich nicht daran erinnern. Als in der Nähe des Unfallortes eine Leiche gefunden wird, glaubt die Polizei an einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen. Dein Mann ist fassungslos angesichts dieser Vermutung. Doch du weißt mehr als dein Mann. Und plötzlich bist du dir nicht mehr sicher, wie abwegig der Verdacht der Polizei wirklich ist ...

MEINUNG:

A Stranger in the House ist mein erstes Buch von Shari Lapena gewesen. Ich bin auf die Autorin, aber schon bei ihrem Debüt, The Couple next Door, aufmerksam geworden, weil auch hier der Vergleich zu Gone Girl gefallen ist. Gone Girl mochte ich sehr gerne. Zu dem Vergleich wird häufig gegriffen, aber nicht immer passt er.

Man ist sehr schnell in der Geschichte drin. Die Kapitel sind sehr kurz und man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Geschichte baut sich auch sehr schnell auf. Schnell entwickelt sich auch der erste Verdacht, wie es wirklich passiert sein könnte. Karen scheint nicht die zu sein, für die sich ausgibt. Als ich das so gelesen habe, dachte ich mir, dass man hier bekannten Stoff zu lesen bekommt.

Besonders daran sind aber die Charaktere. Eigentlich hat man von denen nur einen Namen und ein paar äußerliche Merkmale, ansonsten bleiben alle Charaktere absolut unnahbar. Nicht blass, sondern man kann einfach gar keine Beziehung aufbauen, was sicherlich auch so beabsichtigt ist. Besonders Karen ist ganz schwer einzuschätzen. Sie hat so viele Gesichter. Mir fiel es sehr schwer sie einzuschätzen, auch ob sie die Wahrheit sagt. Karens Mann, Tom, zeigt noch die meisten Emotionen, denn er wird hier sprichwörtlich zum Opfer. Sein ganzes Leben bricht wie ein Kartenhaus zusammen. Er kann damit ziemlich schwer umgehen und weiß nicht mehr, was er glauben soll.

Es gibt noch ein dritte, für die Handlung sehr interessante Person: Ihre Nachbarin Bridgid. Die kam mir gleich von Anfang sehr komisch vor. Auch hier wird schnell klar, dass ganz eigene Interessen hat und die zunächst gut verborgen hält. Dann kommt das Ende des Romans und das hat es nochmal wirklich in sich. Ich habe erstaunt die Seite umgeblättert, aber da war nur noch die Danksagung.

FAZIT:

Zunächst eine relativ vorhersehbare Story, die man so schon mal gelesen hat. Die Charaktere bleiben sehr unnahbar und undurchschaubar, doch das Ende kommt mit einem großen unerwarteten Knall und man fragt sich „Das war’s jetzt? Wirklich?!“. Das Ende hebt definitiv meine Bewertung. 😉

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

  (5)
Tags: spannung, thriller   (2)
 

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(171)

326 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 142 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.

Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta.
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!

MEINUNG:

Cat und Cole: Die letzte Generation ist der erste Band einer dreibändig angelegten Reihe, soweit ich informiert bin. Ich gebe zu, dass ich mich auch wieder ein wenig vom Hype habe leiten lassen. Es gab absolut keine negative Stimme dazu. Man darf sich hier nicht vom pinken Cover abschrecken lassen! Hier verbirgt sich mitnichten eine leichte Story und schon gar keine reine Liebesgeschichte dahinter.

Schon nach den ersten Kapiteln habe ich gemerkt, dass das Buch anspruchsvoll ist. Cat ist Programmierin und die Autorin hat ebenfalls Mathematik studiert. Sie weiß also worüber sie schreibt und das merkt man auch. Die Welt, die sie geschaffen hat, ist von hinten bis vorne durchdacht. Man muss sich da ein bisschen rein finden am Anfang. Es ist kein Buch, dass man mal eben so neben weg liest, sondern es fordert einen wachen Geist. Mal abgesehen davon, dass ich mir irgendwann wünschte, dass das Buch nicht mehr enden möge, habe ich immer nur ein paar Kapitel am Stück gelesen.

Ich möchte hier gar nicht auf die ganze Welt eingehen, die Emily Suvada geschaffen. Sie ist auf jeden sehr düster und auch brutal. Die Geschichte ruft auch den einen oder anderen Ekelmoment hervor. Darauf sollte man vorbereitet sein. Ich würde das Buch daher auch erst ab 16 Jahren empfehlen.

Cat und Cole lernen sich gleich zu Beginn des Buches kennen. Die erste Begegnung der beiden ist weniger freundlich. Am Ende schweißt sie die gemeinsame Mission zusammen. Cat ist eine absolute zähe Kämpferin mit einem großen Herz, die gerne auch mal ihr Leben für andere einsetzt. Nachdem Ausbruch des Virus war sie zwei Jahre auf sich gestellt und hat gelernt, wie man draußen überlebt. Cole wirkt zunächst eher undurchschaubar, aber in meinen Augen deutlich weicher als sie, was ihr einen guten Gegenpol gegeben hat. Für beide gibt es eine andere Person, an sie ihr Herz verschenkt haben. Von großer Liebesgeschichte ist hier also erstmal überhaupt nicht zu spüren. Auch wenn eine spätere Annäherung nicht aus bleibt, überschattet dies nicht die gesamte Story.

Das Buch ist unfassbar spannend. Fast in jedem Kapitel gibt nach dem ersten Viertel einen Cliffhanger. Es gibt so viele spannende Wendungen, die sehr gut durchdacht sind und sich erst nach und nach ergeben. Wenig ist hier vorhersehbar, trotzdem überschlägt sich das Buch nicht. Die Autorin nimmt sich immer Zeit Dinge richtig zu erklären, Beziehungen und Charaktere wachsen zu lassen. Ich könnte noch so viel Dinge zu diesem grandiosen Buch sagen, aber ich überlasse es lieber euch, selbst in die Geschichte einzutauchen.

FAZIT:

Der erste Band von Cat und Cole konnte mich absolut begeistern! Für mich eines der besten Jugendbuch-Dystopien, die ich je gelesen habe. In Anspruch und Story kommt für mich an fast keine ähnliche Geschichte ran. Absolute Leseempfehlung! Ich freue mich riesig auf den zweiten Teil, der hoffentlich bald kommt! :-)

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Tags: dystopie, reihe, spannung   (3)
 

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(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Rachesommer

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2018
ISBN 9783442487943
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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(96)

162 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Wo mein Herz dich findet

Kathryn Taylor
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176694
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT:

Ein plötzliches Unwetter zwingt die junge Cara, in einer einsamen Gegend Unterschlupf zu suchen. Ihr Gastgeber Liam scheint ihr jedoch nur widerwillig Obdach zu bieten. Caras Neugier ist geweckt: Warum lebt der attraktive Mann so zurückgezogen? Ihr wird schnell klar, dass seine raue Schale nur Fassade ist. Sie verliebt sich leidenschaftlich in den Außenseiter. Aber Liam kann ihr keine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft machen - denn sein dunkelstes Geheimnis droht ihre Familie zu zerstören ...

MEINUNG:

Kathryn Taylor ist eine Autorin, von der ich schon viel gehört habe und unbedingt mal etwas lesen wollte. Die Autorin ist besonders für ihre Daringham Hall Reihe bekannt. Mir war gar nicht bewusst, dass die Geschichte in Irland spielt. Ich musste dabei sofort an die Romane von Cecelia Ahern denken, die auch meistens dort angesiedelt sind.

Die Begegnung von Cara und Liam ist gleich der Auftakt der Geschichte. Liam lebt sehr zurück gezogen und es ist schnell klar, dass mit ihm irgendwas nicht stimmt. Die Wege der beiden trennen sich aber schnell wieder und Cara wird von ihm aufgefordert ihn zu vergessen und nichts von ihm zu erzählen.

Cara ist die Tochter einer Hoteliersfamilie. Diese besucht sie in den Semesterferien und man ist gleich mittendrin im Hotelleben, was mir sehr gefallen hat, denn so bekam die Geschichte deutlich Mehrdimensionalität als wenn es „nur“ eine Liebesgeschichte wäre. Cara ist so ganz das typische, liebe Mädchen von nebenan und sehr eifrig, wenn es darum geht jemanden zu helfen. Es ist kein Charaktertyp, den ich sehr mag, aber für die Geschichte war es stimmig. Mir fehlten etwas die Ecken und Kanten an ihr.

Viel interessanter aber ist Caras Bruder Patrick, der das Hotel leitet und demnächst heiraten soll. Das Ganze wird gehörig auf den Kopf gestellt als eine ehemalige Kindheitsfreundin der beiden mit ihrem Sohn auftaucht, die Patrick noch nie ganz egal war. Patrick und Cara haben noch eine ältere Schwester, die bei einem Brand ums Leben gekommen ist. Das wird auf den ersten Seiten ziemlich schnell klar.

Neben der Annäherung zwischen Cara und Liam (sie konnte ihn natürlich nicht vergessen) schweben immer so ein paar Ungereimtheiten. Man ahnt, dass die Familie der beiden vielleicht miteinander verbunden sein könnten auf irgendeine Art und Weise. Das ist auch der Grund, warum Liam so distanziert ist. Es kommen noch so einige Geheimnisse ans Tageslicht, die der Geschichte immer wieder eine neue Richtung geben.

FAZIT:

Eine schöne irische Sommergeschichte mit liebevollen Charakteren in einem Hotel auf dem Land. Auch wenn hier das Fahrrad nicht neu erfunden wurde, flog ich leicht durch die Seiten und einige gut gemachte Wendungen geben der Geschichte Spannung und einen guten Lesefluss.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Tags: hotel, irland, liebe, sommer   (4)
 

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(100)

201 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Fire Queen

Vanessa Sangue
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306172
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT (Achtung Spoiler, wenn man Teil 1 noch nicht kennt!):

Saphiras Welt liegt in Scherben. Die De Angelis sind zerschlagen, sie selbst schwer verletzt und ihr Selbstvertrauen zerstört. Das erste Mal in ihrem Leben hatte sie sich von ihren Gefühlen leiten lassen - und muss nun einen hohen Preis dafür bezahlen. Denn Madox ist in Wirklichkeit das neue Oberhaupt der Familie Varga - und damit Saphiras schlimmster Feind. Doch Saphira gilt nicht umsonst als der gefürchtetste capo der Cosa Nostra. Sie schwört, die Vargas auszulöschen und Madox zu zeigen, was es bedeutet, sich mit der Eisprinzessin anzulegen - ohne zu ahnen, dass die größte Gefahr viel näher ist, als sie denkt ...

MEINUNG:

Fire Queen ist der zweite Teil der Cosa Nostra Dilogie. Der erste Teil, Cold Princess, hatte mir bereits sehr gut gefallen und nun war ich sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Der zweite Teil beginnt dort, wo der erste aufhört. Mir gefiel es, dass die Autorin am Anfang nochmal eine kurze Zusammenfassung des ersten Teils verfasst hat, auch wenn dieser bei mir noch nicht allzu lang zurück lag. Cold Princess endet mit einem großen Knall und Saphiras Zukunft und die der Cosa Nostra waren sehr ungewiss. Nachdem Saphira erfahren hat, wer Madox wirklich ist, trennen sich hier auch ihre Wege.

Die erste Hälfte des Buches empfand ich als sehr spannend, denn es kommen noch so einige Sachen ans Licht, die der Handlung eine ganz andere Richtung geben. Auch sind einige Personen nicht die, als die sie sich ausgeben. Saphira ist ganz quasi ein Opfer von mehreren Intrigen, geboren aus diversen Rachegedanken. Als Leser weiß man mehr als Saphira selbst, was schon im ersten Teil so war. In diesem ersten Teil tauchen wir tief in die Abgründe der Mafia-Welt ab. Viel Romatik und Leidenschaft ist hier nicht zu finden, was für mich aber völlig in Ordnung war, weil es nicht gepasst hätte. Ich habe mich immer gefragt, wie Saphira und Madox wieder zueinander finden wollen, nachdem was passiert ist.

Im ersten Teil ist schon viel passiert, was Saphira seelische Schmerzen zugefügt hat und was sie versucht hat unter ihrer harten Schale zu verbergen, doch in diesem Teil wird nochmal eine Schippe rauf gelegt. Mir tat sie wirklich unendlich leid. Langsam bekommt auch diese harte Schale ein paar kleine Risse, was absolut verständlich ist, bei dem was sie durch machen muss. Sie wirkt ein wenig verloren, auch wenn sie sich immer noch dagegen wehrt Schwäche zu zeigen. Natürlich kann sie Madox nicht vergessen und er sie auch nicht.

Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in diesem Teil schleichen sie ein bisschen wie Katze umeinander rum. Als Leser wünscht man sich, dass sie doch endlich aufeinander zu gehen mögen, aber zu Saphira würde es nicht passen, plötzlich alles was sie ausmacht in den Wind zu schlagen. Auch Madox weiß das und kann sich nur in kleinen Schritten annähern. Insgesamt sind beide deutlich weicher, auch sich Saphira noch sträubt. Ich fand ihre Entwicklung sehr glaubwürdig gestaltet. Nachdem was alles passiert, musste sie sich ändern. So etwas kann einfach nicht spurlos an einem Menschen vorüber gehen. Das Ende der Geschichte kommt dann relativ zügig und mündet in einem kleinen Showdown, der sehr brutal ist. Auch das Ende für Saphira und Madox gefiel mir

 

FAZIT:

Fire Princess gefiel mir noch besser als Cold Princess, obwohl der Fokus hier mehr auf der Spannung und den Wendungen liegt als auf dem Romance-Aspekt. Betrachtet man beide Teile zusammen, dann bekommt man eine wirklich tolle Dark Romance Dilogie geliefert, die es in sich hat und die mich durch ihre starke Protagonistin überzeugt hat. Freue mich auf weiter Bücher der Autorin!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Tags: dark romance, leidenschaft, liebe, mafia   (4)
 

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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Charité: Hoffnung und Schicksal

Ulrike Schweikert
E-Buch Text
Erschienen bei Rowohlt E-Book, 26.06.2018
ISBN 9783644404236
Genre: Historische Romane

Rezension:

INHALT:

Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt ...

MEINUNG:

Die Charité – Hoffnung und Glaube ist der Band einer mehrbändigen Reihe. Obwohl Ulrike Schweikert schon so viele Bücher veröffentlicht hat, ist dies mein erster der Autorin gewesen. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte um die Charité, eine der berühmtesten Kliniken in Deutschland, weil ich selbst auch aus Berlin, wenn auch in einer anderen Klinik geboren. 😊

Das Buch beginnt mit einer ersten Choleraepedemie, die man aber eingedämmt bekommt. Großer Stern am Himmel ist Professor Dieffenbach, den es auch wirklich gab. Auch wenn es noch drei Frauencharaktere gab, empfand ich vor allem Dieffenbach eigentlich als einer der tragenden Charaktere. Er ist auch für die Charité und die medizinische Forschung von großer Bedeutung. Natürlich spielt auch sein Privatleben eine Rolle. Anfangs ist er unglücklich verheiratet, empfindet aber auch gegenüber der Gräfin Ludovica Zuneigung. Allerdings ist diese ebenfalls verheiratet und kann aus ihren gesellschaftlichen Grenzen nicht wirklich ausbrechen.

Es ist sehr traurig, dass es zu dieser Zeit Frauen noch nicht vergönnt ist Medizin zu studieren, sondern höchstens als Wärterin zu arbeiten oder später auch als Diakonisse, so wie im Fall der jungen Elisabeth. Die Arbeit als Wärterin ist sehr hart. Gefühlt arbeitet Elisabeth Tag und Nacht ohne großen Pausen und Freizeit. Für Elisabeth ist die Pflege von Menschen quasi ihre Berufung. Sie tut das aufopferungsvoll und mit ganz viel Herz, womit sie auch bei den anderen Wärtern und Wärterinnen sehr aneckt, denn diese behandelt die Kranken eher als wäre sie Gefangene. Als Elisabeth sich später als Diakonisse verpflichten lässt, kommt ihr dann die Liebe dazwischen und sie muss sich entscheiden.

Auf Martha hatte ich mich eigentlich am meisten gefreut, weil ich den Beruf von Hebammen immer so interessant finde, aber leider schlägt Martha schon relativ schnell eine andere Richtung ein. Martha verbindet eine Freundschaft zu Elisabeth und beide sind auch durch eine Tat von Marthas unwissentlich miteinander verbunden, dennoch empfand ich sie als recht blass. Generell empfand ich die Erzählstil und die Charaktere als sehr nüchtern mit relativ wenig Emotionen. Dazu passen dann die vereinzelten Tagebucheinträge der Gräfin Ludovica, die sich dann in ihrer unglücklichen Liebe zu Dieffenbach ergießt, wiederum so gar nicht.

FAZIT:

Alles in allem fand ich die (medizin-)historischen Aspekte sehr interessant, aber mir fehlte in der Handlung leider der roten Faden und das Ziel des Buches. Daraus fehlte mir auch die Sogwirkung, die einen dazu treibt wissen zu wollen wie es weiter geht. Obwohl Herr Dieffenbach ein sympathischer Charakter war, kamen wir die weiblichen Charaktere dafür deutlich zu kurz. Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, muss ich mir daher noch überlegen.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Tags: historischer roman, medizin   (2)
 

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:

Fünf Frauen unternehmen eine Wanderung durch den australischen Busch, organisiert von ihrer Firma, ausgerüstet nur mit Kompass und Landkarte.
Tage später kommen nur vier von ihnen zurück.
Aaron Falk, Ermittler der australischen Polizei, muss die vermisste Alice Russell unbedingt finden. Sie ist seine Informantin bei einem Unternehmen, das unter dem Verdacht der Geldwäsche steht. Alice kennt nicht nur die Machenschaften der Firma, sondern auch die dunklen Geheimnisse ihrer Kolleginnen, mit denen sie unterwegs war. Die Wildnis ist unerbittlich, lange wird Alice hier nicht überleben. Doch die wahre Gefahr droht von ganz anderer Seite ...

MEINUNG:

Ich habe von Jane Harper dieses Jahr bereits ihren ersten Roman Hitze bzw. The Dry gelesen und war davon sehr angetan. Durch Zufall habe ich gesehen, dass nun der zweite Teil Ins Dunkel erschienen ist. Es ist quasi Aaaron Falks zweite Fall, der aber mit dem ersten überhaupt nichts zu tun hat. Es gibt hier ein paar Andeutungen zum ersten Band, aber keine Spoiler. Man kann Hitze also getrost auch danach noch lesen. Ich finde man wird eher neugierig auf den ersten Teil, weil vieles dort erklärt wird.

Australien ist ein ungewöhnlicher bzw. in Thrillern nicht so weit verbreiteter Spielort. Diesmal entführt uns die Autorin in den australischen Busch. Fünf Frauen werden als teambildende Maßnahme auf eine Wanderung geschickt, die sie ohne Smartphone bewältigen müssen, dabei kehrt Alica Russel nicht mit den anderen zurück. Falk und seine Kollegin Carmen sind der Firma wegen Steuerbetrug auf der Spur und Alice war eine wichtige Informantin.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Vergangenheit, beginnend mit dem Start der Wanderung, und der Gegenwart, beginnend mit der Rückkehr der Frauen und den Ermittlungen, erzählt. In der Gegenwart begleiten wir Falk und Carmen, die versuchen herauszufinden, wo Alice ist und in der Vergangenheit die fünf Frauen, von denen mir keine wirklich sympathisch war. Besonders Alice fand ich sehr schwierig. Sie wirkte sehr kalt und berechnend. Man spürte auch von Anfang an, dass zwischen ihnen so viele Konflikte lauern, die unausgesprochen immer mitschwingen. Nach und nach bekommt man allerdings einen Eindruck, was so die Probleme sind. Keine von ihnen hat auch wirklich Lust auf diese Wanderung, aber leider hat das Unternehmensleitung die Gruppe zusammen gestellt im Vorfeld.

Die Erzählweise von Jane Harper ist sehr intensiv und sehr atmosphärisch, wie es auch schon bei Hitze der Fall war. Was mir allerdings fehlte war die Spannung. Fünf Frauen alleine in der Wildnis sorgt natürlich für einen gewissen Nervenkitzel, aber ich ziehe die Spannung meistens eher aus dem zu lösenden Fall. Es hat sich leider erst ganz spät herauskristallisiert, was passiert ist. Es wird vieles auch nur zwischen den Zeilen geschrieben und man muss sich seinen Teil denken. Mir das für die Einsortierung als Thriller leider ein bisschen zu wenig. Das Buch wird aber auch durch Aaron Falk getragen, den ich schon im ersten Band sehr mochte. Ich mag die stille Melancholie, die ihn umgibt. Ich hatte den Eindruck, dass sich das in diesem Teil ein bisschen gelöst hat, denn auch die Beziehung zu seinem Vater wird hier ein bisschen aufgearbeitet.

 

FAZIT:

Ins Dunkel ist ein atmosphärischer dichter Roman, der mich bzgl. der Spannungskurve aber leider etwas enttäuscht hat. Für einen Thriller war das für nicht ausreichend, ansonsten eine sehr gut ausgearbeitete Geschichte mit dem sympathischen Ermittler Aaron Falk. Band 3 werde ich trotzdem auf jeden Fall lesen. 😊

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Tags:  
 

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Spinster Girls – Was ist schon normal?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423717977
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!

Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?

MEINUNG:

Spinster Girls – Was ist schon normal? ist der erste Teil einer bisher dreiteiligen geplanten Reihe und erscheint heute. Ich habe das Buch vom Verlag vorab zugeschickt bekommen und kann euch also pünktlich zum Erscheinungstag meine Meinung dazu veröffentlichen. Um das Buch bzw. die Reihe wurde bereits vorab eine große Marketing-Kampagne gestartet, so dass man sich dem Buch eigentlich nur schwer entziehen kann.

Die Eindrücke, die zuvor bekommen haben, ließen darauf schließen, dass es eine Jugendbuchreihe ist, in der es vorrangig um feministische Themen geht. Mich sprechen solchen Themen immer an und lese dazu gerne etwas. Ich würde auch behaupten, dass es ein Thema ist, welches mir bisher in Jugendbüchern noch nicht so häufig über den Weg gelaufen ist. Mit dem Start des Buches musste ich aber feststellen, dass es hier ein ganz anderes Thema gibt, welches meiner Meinung viel stärker im Vordergrund steht und zwar ist es die psychische Erkrankung der Zwangsstörung bzw. Zwangsgedanken. Protagonistin Evie leidet nämlich unter einem Wasch- und Reinigungszwang. Das Buch beginnt damit, dass Evie nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie auf dem College neu anfängt und außer ihren besten Freundin Jane, weiß niemand von ihrer Krankheit.

Der Einfluss der Erkrankung ist in meinen Augen ein zentrales Thema in diesem Buch. So gibt es z.B. ein Genesungstagebuch von Evie, es gibt immer wieder Einschübe von ihren unguten Gedanken und es gibt immer wieder Rückblicke zu ganz speziellen Themen, wie Evie mit eigentlich normalen Situationen umgegangen ist in der Vergangenheit, z.B. das Eintreten ihrer ersten Periode. Es hat mir gut gefallen, dass Buch so aufgebaut war. Trotz aller Ernsthaftigkeit, verschaffte es eine gewisse Leichtigkeit. Evie lässt den Leser an ihrer Erkrankung im vollem Umfang teilhaben und reflektiert für ihr Alter von 16 Jahren auch schon sehr gut, wie die Allgemeinheit damit umgeht. Man spürt deutlich, dass auch ihre Eltern damit nicht so richtig umgehen können und immer Angst haben, dass sie einen Rückfall erleidet. Nur ihre kleine Schwester Rose, die ich sehr mochte als Charakter, findet einen guten Zugang zu Evie und ist auch sehr aufmerksam. Evies Gedankenkarusell ist aber nicht immer leicht zu ertragen. Die Autorin verschont den Leser hier nicht, besonders als Evie Rückfälle erleidet.

Aber natürlich geht es nicht nur um Evies Erkrankung, sondern auch um ganz normale Teenager-Probleme, wie die erste Liebe und natürlich die Spinster Girls, wobei die erst nach den Jungs kommen. Es ist deutlich spürbar, dass es sich hier um eine Geschichte handelt, die in Europa (England) angesiedelt ist, denn der Umgang mit Sex, Drogen und Alkohol ist hier deutlich entspannter als man es von amerikanischen Geschichte gewöhnt ist. Manchmal hätte man auch denken können, sie wären schon Anfang 20, so hemmungslos, wie es da auf mancher Party zuging, aber vielleicht bin ich einfach schon zu alt und kenne mich mit der heutigen Jugend nicht mehr aus. 😉

Evie findet Lottie und Amber zwei neue Freundinnen, die beide wirklich auf Zack sind und gründet mit ihnen die Spinster Girls. Bei jedem Treffen erarbeitet eine von ihnen ein feministisches Thema, worüber diskutiert wird. Hier kann man als Leser auf jeden Fall noch dazu lernen. Es wird sich auch kritisch damit auseinandergesetzt, wie diese Themen mit dem Drang Jungs zu daten in Einklang zu bringen ist, ohne dass man seine ganze Ideale über Bord wirft oder auch Konflikte im Club heraufbeschwört. Man merkt, dass sie die Autorin hier viele Gedanken gemacht und viel Recherche betrieben hat.

Teil 2, Spinster Girls- Was ist schon typisch Mädchen?, erscheint bereits am 31. August 2018.

 

FAZIT:

Ich muss sagen, dass hier ein bisschen etwas anderes erwartet hatte, aber das was ich bekommen habe, hat mich auch begeistert. Da es sich hier um einen ersten Band handelt, kann verschmerzen, dass die Spinster Girls erst auf der Hälfte gegründet worden sind. Das Buch ist gleichzeitig ein typisches Jugendbuch, aber birgt andererseits auch ein wirklich ernstes Thema, welches wenig beschönigt wird. Ich freue mich auf den zweiten Teil! 😊

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Tags: erste liebe, feminismus, jugendbuch, psychische erkrankung   (4)
 

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The Ivy Years – Was wir verbergen

Sarina Bowen , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.06.2018
ISBN 9783736307872
Genre: Liebesromane

Rezension:

INHALT:

Direkt bei ihrer ersten Begegnung am Harkness College spüren Scarlet Crowley und Bridger McCaulley die starke Anziehung, die zwischen ihnen herrscht. Jeder Blick, jede flüchtige Berührung lässt ihre Herzen höher schlagen - und es fällt ihnen immer schwerer, einander zu widerstehen. Dabei haben Scarlet und Bridger gute Gründe, sich dem anderen nicht vollkommen zu öffnen. Denn sie verbergen beide ein Geheimnis, das nicht nur ihr bisheriges Leben am College, sondern vor allem auch ihre gemeinsame Zukunft zerstören könnte ...

MEINUNG:

Seit der True North Serie bin ich Fan von Sarina Bowen und habe mir vorgenommen alle Bücher von ihr nach und nach zu lesen. Man kann von Glück sagen, dass sie schon viel geschrieben hat. The Ivy Years – Was wir verbergen ist der zweite Band der The Ivy Years Reihe von Sarina Bowen. Ich habe den ersten Teil vorher nicht gelesen, auch das Paar aus dem ersten Teil wieder am Rand vorkommt. Es ist also nicht notwendig den ersten vorher zu kennen.

Man muss sagen, dass der Leser nach nicht mal ganz einem Drittel weiß, was beide so mit sich herumschleppen: Scarlet hat ihren Namen ändern lassen, weil ihr Vater des Kindesmissbrauchs beschuldigt wird und Bridger lässt illegal seine kleine Schwester bei sich im College Wohnheim wohnen, weil ihre Mutter drogenabhängig ist. Außerdem sind sie beiden auch ziemlich schnell und ohne großes Aufheben zusammen. Es braucht natürlich ein bisschen Zeit bis beide dann hinter die Geheimnisse des anderen kommen und genau das birgt auch die üblichen Konfliktpotentiale und gefährdet zum Teil die Beziehung, weil sie da nicht offen drüber reden.

Mit den beiden Themen Kindesmissbrauch und im Fall von Bridgers Schwester, Kindervernachlässigung, greift die Autorin zwei schwierige Themen auf, die sie aber sensibel und auch hochspannend umsetzt. Vor allem als so langsam herauskommt, was in Scarlets Familie wirklich so alles passiert ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Auch mit Bridger habe ich gebangt, dass es für ihn und seine Schwester eine gute Lösung am Ende geben wird. Neben diese Themen musste die Liebesgeschichte etwas zurückstecken und wurde dann auch mal nur Nebensache.

Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen der Sicht von Scarlet und Bridger, wie es in diesem Genre üblich ist, dennoch empfand ich beide ein bisschen blass von der Ausprägung des Charakters her. Es gab wenig Ecken und Kanten, sondern sie waren einfach nur sympathisch und taten auch meist das Richtige. Gut hat mir gefallen, dass sie sich auf Augenhöhe begegnet sind und hier nicht das übliche Klischee Schüchternes-Mädchen-trifft-Bad-Boy bedient worden ist.

FAZIT:

Eine süße New Adult Geschichte, die ich gerne mal zwischendurch gelesen habe und die einige explosive Themen behandelt, die auch für Spannung gesorgt haben. Freue mich auf den dritten Band der Reihe!

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Tags: erotik, liebe, new-adult   (3)
 
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