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enttäuschte liebe, exotik, forschung, genetik, archaisches system

Die verschollene Rasse Mensch

Celeste Ealain
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 20.07.2014
ISBN 9781499578829
Genre: Sonstiges

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Tags: archaisches system, enttäuschte liebe, exotik, forschung, genetik, journalismus, kampf, klone, mischwesen, reisen, romantik, schwesternliebe, scifi, tragische liebe, ungleiche liebe, unter wasser   (16)
 

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Ich lebe, um zu schreiben

Katharina Maier
Fester Einband: 244 Seiten
Erschienen bei marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg, 01.09.2017
ISBN 9783737410618
Genre: Biografien

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digitalisierung, dystopie, gesellschaft, held wider willen, anonymisierung

Die Schwärmer

Willi Hetze
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei salomo publishing, 15.03.2018
ISBN 9783941757844
Genre: Romane

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Tags: anonymisierung, digitalisierung, dystopie, gesellschaft, held wider willen, kommunikation, kritik am system, philosophie, road-movie, scifi, soziales netzwerk, untergrund, zukunft, zwei welten   (14)
 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ferdinand von schirach, die herzlichkeit der vernunft, dialog, heinrich von kleist, alexander kluge

Die Herzlichkeit der Vernunft

Ferdinand Schirach , Alexander Kluge
Fester Einband
Erschienen bei Luchterhand, 16.10.2017
ISBN 9783630875910
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags: alexander kluge, dialog, ferdinand von schirach, heinrich von kleist, machtverteilung, moralische fragen, ns-vergangenheit, philosophie, politik, sokrates, terror   (11)
 

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Eiselfen - Hexenjagd: illustrierter Kurzroman

Josefine Gottwald
Flexibler Einband: 126 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 04.04.2018
ISBN 9781978330726
Genre: Sonstiges

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Fischer Taschenbibliothek / Der Traum meiner Mutter

Alice Munro , Heidi Zerning , Judith Hermann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2014
ISBN 9783596503773
Genre: Romane

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43 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Liebes Leben

Alice Munro , Heidi Zerning
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 06.11.2014
ISBN 9783596186914
Genre: Romane

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

wien, kindermädchen, arthur schnitzler, buchhandlung, liebe

Ein Winter in Wien

Petra Hartlieb
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 21.09.2016
ISBN 9783463400860
Genre: Romane

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586 Bibliotheken, 32 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

jane austen, klassiker, stolz und vorurteil, liebe, england

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sibirien, abenteuer, hütte, taiga, einsamkeit

In den Wäldern Sibiriens

Sylvain Tesson , Claudia Kalscheuer
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei btb, 14.12.2015
ISBN 9783442713431
Genre: Sachbücher

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alkohol, erfahrungen, frankreich, philosophie, poesie

Auf versunkenen Wegen

Sylvain Tesson , Holger Fock , Sabine Müller
Fester Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Knaus, 04.09.2017
ISBN 9783813507751
Genre: Biografien

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88 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kanada, kurzgeschichten, nobelpreis, erzählungen, alice munro

Fischer Taschenbibliothek / Himmel und Hölle

Alice Munro , Heidi Zerning
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.11.2007
ISBN 9783596510252
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, erotik fantasy, gewandelt, hoffnung, celeste ealain

Ich bin … der Anfang

Celeste Ealain
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei tredition, 15.11.2017
ISBN B077J51G5C
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Celeste Ealain, Selfpublisherin der ersten Stunde, hält mein literarisches Interesse schon seit mehreren Jahren und Veröffentlichungen. Ich habe an der begleiteten Leserunde zum Buch teilgenommen und war begeistert über die persönliche und herzliche Betreuung durch die Autorin.

Die Hintergrundidee der Reihe ist großartig und gleicht einer modernen Arche Noah: Eine höhere Lebensform, die „Wächter“, führt die letzten Exemplare verschiedener Arten mit sich auf dem Schiff und siedelt ausgerechnet Menschen neben blutsaugenden Spezies auf einem neuen Planeten an.

Der Hauptkonflikt verkompliziert sich emotional, da ein „Exemplar“ einer neuen Überrasse – die unschuldige Silena – sich nicht in ihr grausames Schicksal fügt. Ihr Blut macht andere abhängig und lässt befremdliche Fähigkeiten entstehen; als die Wächter beschließen, dem Einhalt zu gebieten, soll sie die Infizierten beseitigen. Nicht genug der Schuldgefühle, findet Silena auch noch eine intime Hoffnung auf ein neues Miteinander. Doch sie zweifelt an ihrer Stärke.

Man spürt in Ealains Büchern die zu unrecht eingestaubte Tradition der klassischen Sci-Fi: Nicht nur technische Möglichkeiten zu prognostizieren, sondern auch philosophische Sozialkritik einzuflechten. Ihre kreative Schaffenskraft schlägt sich in originellen Figuren und Szenen nieder, die sich über den Stereotyp hinaus entwickeln: Die innere Zerrissenheit Silenas schafft einen Großteil des Spannungspotentials.

Die authentische Mentalität der Vampire – mit durchaus narzisstischen Komponenten – verschuldet eine neue Einteilung der Menschen als Wirte, die an der Qualität ihres Blutes gemessen werden. Die Angst vor der übermenschlichen Macht und der immerwährende Hunger führen zu sinnlich-verzweifelten Begegnungen, die in der Fantasy selten sind. Man spürt: Ealain ist eine der wenigen Unterhaltungsautorinnen, die fühlt anstatt zu erklären.

Themen wie „Männer und Macht“, die (verdeckte) Ablehnung der Rassenmischung und die subtile Mutter-Ebene Silenas, die „aus Versehen“ Gewandelte mit ihrem Blut hervorbringt, ermöglichen kontroverse Diskussionen, die einer Künstlerin ihres Formats gerecht werden und den Lesern neue Gedanken servieren.

Menschlichkeit und tiefe psychologische Fragen begegnen dem sinnlichen Reiz des Blutes – nicht immer bewahren die Charaktere einen klaren Kopf dabei. Aber die Fähigkeit, stringentes Handeln zu zeigen und die Masse an Ebenen klar zu charakterisieren, nimmt Ealains Leser an die Hand und fliegt mit ihnen ins All, von wo aus sie auf ihr eigenes Dasein blicken.

Stilistik und Ausdruck sind einer Jungautorin entsprechend noch weiter entwickelbar und noch nicht nobelpreisverdächtig, ab und an trifft man auf Begriffe, die wahrscheinlich typisch österreichisch sind. Man erkennt lyrische Ansätze, die der Philosophie gut stehen und einen kleinen Zugang zu Ealains Gedankenuniversum erlauben. An anderen Stellen sprechen Figuren fast umgangssprachlich miteinander.

Mit den Perspektivwechseln muss der Leser sich anfreunden, da sie ein Merkmal all ihrer Romane sind. Aber es ist erstaunlich zu sehen, mit wie viel Feingefühl die Autorin durch die Augen eines machtgierigen Invaliden, wie einer kinderlosen Adeligen oder eines Mädchens blickt, das zur Waise wird. Mit Weiterentwicklung des Stils werden die eigenen Stimmen auch hier immer mehr herausragen – Leser, die sehr viel Sicherheit, Altbekanntes und Vorhersehbarkeit brauchen, sind jedoch mit einem konventionellen Roman besser beraten.

Auch im Cover spiegeln sich Innovation und Unkonventionalität dieses ganz anderen Vampirromans: Der Mut zu moralischen Fragen jenseits der Konformität – mit einem surrealistischen Aspekt. „Ich bin … der Anfang“ ist ein Antikriegsbuch, das nicht als solches daher kommt, eine Liebesgeschichte im Weltraummantel oder die Beziehungskiste zwischen Blutsaugern – und noch weit mehr als das. Ich bin sicher, Celeste Ealain wird auch zukünftig Grenzen ausloten und hinterfragen, und ich freue mich auf jedes weitere Werk dieser großartigen Autorin.

  (1)
Tags: erotik fantasy, moralischer zwiespalt, mutterscahft, pseudovampire, rassenkrieg, science fiction fantasy, vampirreihe, vampirromanze   (8)
 

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157 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

vietnamkrieg, bürgerrechtsbewegung, amerika, new york, paul auster

4 3 2 1

Paul Auster , Thomas Gunkel , Werner Schmitz , Karsten Singelmann
Fester Einband: 1.264 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 31.01.2017
ISBN 9783498000974
Genre: Romane

Rezension:  
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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familie, liebesroman, vampirfantasy, gegen rassismus, werwolfsclan

Wolfsblues: Eine Geschichte zum aus der Haut fahren (Schattenseiten-Trilogie 4)

Vanessa Carduie
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.03.2017
ISBN B06XH3VFC9
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Abschluss der Schattenseiten-Trilogie steigert den Hauptkonflikt eher unwesentlich: Der Rassismus, eingepasst in die dresdner Kulisse, spiegelt sich im Streit zwischen Vampiren und Werwölfen; Schwarzmagier bedrohen die Gemeinschaften und nehmen Menschen gefangen, Flüche und Talismane werden gegen sie eingesetzt. Die wirklich interessanten Themen passieren eher abseits der Kampfhandlungen: Die Aufnahme eines traumatisierten Kindes, Lösung aus dem Familienverband und erste erotische Erfahrungen – aus der Sicht einer Werwölfin. 

Tamara, Freundin der früheren Protagonistin Erika und ebenfalls Biologin, ist mit 26 Jahren noch Jungfrau und wohnt zu Hause, weil sie sich ihr Leben lang um ihre Geschwister kümmerte. Ihr Verantwortungsbewusstsein schafft starkes Identifikationspotential; schade dass ihre erste Werwolfverwandlung erst 30 Seiten vor Schluss geschieht. Die Suche nach der jugendlichen Unabhängigkeit und Entfaltung ihrer Liebe wirkt wie ein Heimspiel für die Autorin, das den Hauptplot kaum braucht. Die Spannungen durch die Verzögerung des intimen Moments und die Reibungen mit Tamaras Vater sind stärker als die diffusen Schwarzmagier, denen man Motiv und Bedrohung kaum abnimmt.
Leider zieht sich durch das Werk ein kontinuierlicher Ton der Vorinterpretation und des Beschreibens dessen, was man beim Lesen erleben möchte. Zwei Beispiele für so eine Raffung, die den Leser ausschließt (ungekürzt):

Sie kommen prima miteinander aus, sogar mit Konstantin. Ich hätte nie gedacht, dass er so gut mit den Kindern auskommen würde. Mit diesen Worten dringt er in den Verstand des Menschen ein und sucht sich die Informationen, die wir haben wollen. Schließlich lässt er ihn einfach fallen.

Die Stärken der Autorin liegen in der Diskussion und im Auffinden emotionaler Gedanken, die jedoch oft nicht vertieft werden. So kommt es zu berührenden Momenten, die schnell verschwinden, aber immer wieder Erwähnung finden. Dafür kann man Vanessa Carduie eine lückenlose Dokumentation nachweisen – die einige Redundanz erzeugt:
„Tamara, dein Telefon klingelt!“ Jetzt, da das Fenster offen ist, kann ich es deutlich hören. „Oh, danke! Ich komme“, rufe ich ihr zu und sprinte los. Wer wohl am anderen Ende ist? Ich ergreife ihre Hand. „Komm. Jetzt machen wir uns einen schönen Nachmittag auf dem Rummel.“ „Oh ja!“ Wir treten auf den Gang. „Saskia, Phil! Es geht los!“ Überraschenderweise reagieren meine Geschwister sofort und wenige Minuten später sitzen wir im Auto.

Vanessa Carduies Gespür für kontroverse Themen lässt hoffen, dass sie sie in zukünftigen Werken ausbauen und sich vom Verkopften befreien wird. Als anspruchsvolle Leserin ist mir eine hohe Dichte wichtig, ich möchte das Künstlerische auch in der Unterhaltung nicht missen und bin gespannt auf ihre Entwicklung.

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Tags: dresden, erotik fantasy, familie, gegen rassismus, identitätsfindung, liebesroman, vampirfantasy, werwolfsclan   (8)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

winter, eisdrache, hilfe, mädchen, hilfsbereitschaft

Der Eisdrache

Troon Harrison , Pauline Katz , Andrea Offermann
Fester Einband: 56 Seiten
Erschienen bei Residenz, 01.09.2013
ISBN 9783701721245
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

barcelona, friedhof, roman, liebe, sommer

Fischer Taschenbibliothek / Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar , Carlos Ruiz Zafón
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.09.2013
ISBN 9783596512980
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

musik, schauspiel, straßenmusik, armut, jugendroma

Kelly und ich

Myron Levoy
Flexibler Einband
Erschienen bei DTV
ISBN 9783423780971
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Eine wundervolle, überhaupt nicht kitschige, aber dafür abenteuerliche Liebesgeschichte im modernen New York. Anthony, Sohn einer erfolglosen, labilen, alleinerziehenden Schauspielerin, hat sich das Gitarrespielen beigebracht, die einzige Abwechslung in seinem öden Leben, in dem er nichts auf die Reihe kriegt. Bis er Kelly kennen lernt. Wie Tony macht sie auf der Straße Musik, nur dass sie viel besser singt und er viel besser Gitarre spielt. Kurz entschlossen tun sie sich zusammen und versuchen von nun an, ihr Geld mit der Musik zu verdienen, was sie jedoch täglich wieder ausgeben und mit vollen Händen an die Obdachlosen der New Yorker Unterschicht verschenken, da Kelly behauptet, ihr sei 'als Kind 'Robin Hood' auf den Kopf gefallen'... Fasziniert von ihrer leicht verrückten, aber mitreißenden Art, macht Anthony alles mit, bis er Kellys großes Geheimnis erfährt. Als ihre Eltern nach Hause zurückkehren, gibt es viel Stress, jede Menge Temperament und eine Flucht - nur leider nicht mit Happy End!

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Tags: armut, freiheit, gitarre, jugendbuch, jugendliebe, jugendroma, liebe, musik, myron levoy, new york, romantik, schauspiel, straßenmusik   (13)
 

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, nibelungen, wolfgang hohlbein, monarchie, drachen

Der Ring der Nibelungen

Wolfgang Hohlbein , Torsten Dewi
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei cbt, 06.08.2007
ISBN 9783570304037
Genre: Fantasy

Rezension:

Hohlbeins und Dewis Nacherzählung des Nibelungenlieds bringt viel Spannung, Abwechslung und interessante, vielschichtige Charaktere in die doch eher flache Überlieferung. Siegfried wird als der rechtmäßige Nachkomme des Xantener Königpaares geboren, welches stirbt und sein Reich verliert, während der Junge in einer geheimen Schmiede bei Regin in Odins Wald aufwächst. Irgendwann begegnet er bei seinen Ausflügen Brunhilde, der Prinzessin von Island und beide versprechen sich eine spätere Heirat. Doch wie immer kommt alles völlig anders. Siegfried reist mit seinem 'Vater' an den Hof von Worms, um Waren zu verkaufen, doch von nun an ist sein Schicksal nicht mehr aufzuhalten. Er verliebt sich in Kriemhild, die Tochter des Königs und erfährt schließlich auch von seinem königlichen Erbe. Ohne zu zögern zieht er aus, um den Drachen Fafnir zu erlegen, der schon so viel Unglück über das Land Burgund brachte und den König und seinen ersten Sohn das Leben kostete. Doch Siegfried stellt das Ungeheuer und stiehlt den Schatz der Nibelungen, den Fafnir bewachte.Doch damit lädt er sich ihren Fluch auf. Unverwundbar geworden und mit einem Tarnhelm ausgestattet, erobert er sich mit seinem Heer zwar das Land Xanten zurück und freit Kriemhild als seine rechtmäßige Königin, doch diese Rechnung hat er ohne Brunhilde gemacht. Nach langem Warten auf Siegfried, ihren versprochenen Ehemann und zahlreichen Prüfungen, in denen ihre Freier starben, kommt sie an den Hof als die Königin Gunters, der seine politische Position gegen seinen Rivalen Siegfried zu festigen versucht, der noch vor kurzem sein bester Freund war. Schon bald drängt sein Berater Hagen darauf, Siegfried zu ermorden, um ihn aus dem Weg zu räumen, und auch Brunhilde fordert als Rache dieses Opfer von ihrem Gemahl. Siegfried stirbt durch eine List, doch Kriemhild erfährt von der Intrige und bis zum Ende des ersten Teils fließt mehr und mehr Blut. Am Schluss scheint die Blutgier der Nibelungen gestillt und ihr Schatz kehrt zu ihnen in den Wald zurück, während Sigfried, das neu geborene Kind der toten Königin mit Gernot und Elsa, den letzten übrigen des Königshauses, nach Island reist, um in stiller Abgeschiedenheit und fern von Burgund die Herrschaft Brunhildes fortzusetzen. Ein tragisches Ende, das auf Besseres im zweiten Teil hoffen lässt. Doch auch hier findet sich leider Bedrohung, Grausamkeit und die Missgunst der Götter, um dem jungen Siegfried das Leben schwer zu machen. Durchweg spannend und interessant, fällt die Fortsetzung allerdings noch drückender aus und die wenigen glücklichen Momente im Leben des Prinzen werden schon bald aufgewogen mit noch größerem Übel und Leid. Nichts desto trotz kann man sich den Schluss gar nicht so schlimm vorstellen, wie er ist, und es bleibt lediglich zu hoffen, dass mit dem Ende der Saga auch ein Ende des Nibelungenfluchs zu erwarten ist. Ein weiterer Teil könnte kaum noch dramatischer ausfallen! Der Vergleich mit dem Herrn der Ringe (wird auf dem Cover angeführt) ist diskutierbar, weil es sich hier einfach um etwas völlig Anderes handelt, aber die Saga ist wahnsinnig spannend mit sehr interessanten Charakteren und unzähligen unerwarteten Wendungen und verrät dabei viel über die europäische Geschichte, das höfische Leben und die Hintergründe des Nibelungenlieds, bei dem in der Schule wahrscheinlich niemand so richtig durchsah. Also für Mittelalter-Freaks und Freunde von spannenden Fantasy-Büchern mit viel Leidenschaft, großen Schlachten und vielschichtigen Figuren in jedem Fall zu empfehlen, an vielen Stellen allerdings alles andere als jugendfrei!

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Tags: drachen, gier, gold, island, legend, magi, mittelalter, nibelungen, nordische mythologie, rhein, wolfgang hohlbein, zwerge   (12)
 

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77 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

vampire, blut, menschen, fantasy, dystopie

Ich bin ... das Ende

Celeste Ealain
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei tredition, 30.04.2014
ISBN 9783849578558
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

retamin, seelen, hades, katharsia, tod

Katharsia

Jürgen Magister
Fester Einband: 732 Seiten
Erschienen bei salomo, 01.02.2011
ISBN 9783941757226
Genre: Fantasy

Rezension:  
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thriller, meißener porzellan, barockes dresden, transmutator, usa

7 Stunden

Martin Weteschnik
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei EDITIA, 01.03.2015
ISBN 9783943450187
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Indianer, eine Wahrsagerin, ein Einsiedler und skrupellose Wirtschaftsbosse – was klingt wie eine fantastische Zusammenstellung, hat die Geschichte zweier Papierstücke vereint: Die der verschollenen Fragmente aus der Dresdner „Tschirnhauslegende“.

Weteschniks Thriller beginnt im Barock: Im 18. Jahrhundert erleben Porzellanmacher Böttger und Juwelier Dinglinger den Tod des Wissenschaftlers Tschirnhaus, der sein Geheimnis um den „Transmutator“ mit seinen beiden Freunden teilt – ebenso wie einen Zettel, der Zugang zu seinem Versteck, einem Kunstwerk Dinglingers, verschaffen soll. Tschirnhaus prophezeit, dass die beiden Hälften nie zusammengefügt werden sollen, weil die ungeheure Macht in den Händen eines Menschen die Apokalypse heraufbeschwören kann.

Was zu Augusts Zeiten noch magisch wirkte, kennt man heute unter der „Tschirnhauslegende“, einer Erzählung, der plötzlich zwielichtige Söldner ihre Aufmerksamkeit widmen. Während die Uhr „7 Stunden“ rückwärts zählt, sucht der Trupp nach den beiden Fragmenten, die den Code enthalten sollen, um Dinglingers „Silberberg“ zu öffnen, in dem sich der Transmutator verbirgt. Das Ziel ist eine mysteriöse Blockhütte, in der ein Einsiedler lebt, der sich plötzlich auf abenteuerlicher Mission wiederfindet. Mit sich führen die Gauner „Mecusa“, ein infiltrierendes Hackerprogramm, das sich ab und an zu verselbstständigen scheint … Der Countdown und die hohe Brutalität des Teams wirken wie eine Bedrohung, deren Bedeutung zu Beginn noch nicht erfasst werden kann.

Von Amerika über den Atlantik führt die Jagd nach angeblich künstlich hergestelltem Gold Böttgers, das die Bande aus dem Dresdner Porzellanmuseum stehlen will. Im Linearbeschleuniger soll der Transmutator Aufschluss über „die fundamentalen Bausteine des Kosmos“ geben. Es geht um die Bewegung der Himmelskörper, um die Konkurrenz von Wissenschaft und Glaube
und den sagenhaften „Transmutator“, das Bruchstück eines Kometen, das Energie anzieht und Materie in seinem Umkreis verwandeln können soll – hat Tschirnhaus den begehrten „Stein der Weisen“ gefunden?

Während sich ein Wettlauf um die Fragmente entwickelt, bei dem Menschen verschwinden und entführt werden, findet Weteschnik Zeit, nicht nur Tschirnhaus’ erschütterten Glauben in Gott zu thematisieren, sondern auch Dinglingers ausgeklügelte Mechaniken, die Gefühle der Maschine Mecusa und das kollektive Denken. Die Fragmente reisen in parallelen Handlungssträngen durch die Zeit und viele Hände: Kleine Exkurse führen den Leser zu Münchhausen, der in Wolfenbüttel Page des Herzogs ist, zu Casanova, Lessing und Napoleon, die auf unterschiedliche Art in den Besitz der Zettel gelangen. Auch Nebenfiguren werden auf diese Weise in persönlichen Sequenzen eingeführt und vorgestellt, trotzdem bleiben die zahlreichen Figuren individuell charakterisiert. Beinahe liebevolle Episoden widmen sich den Schicksalen der Söldner und dem Ursprung ihrer Spitznamen und zeigen emotionale Seiten und die Motivation der Gegenspieler:

„Lacroix befeuerte den Kamin noch eine Weile mit Holz und Büchern, die immer noch wüst verstreut herumlagen. Krank, diese Menschen, die all das hier lasen, dachte er. Das ist das Leben doch gar nicht. Die kannten es nicht. Der Dicke war der beste Beweis. Die hatten keine Ahnung, wie es war, wenn eine Frau oder ein Kind lächelnd auf einen zukam und in der Tasche eine Bombe mitschleppte.“

Weteschniks zügige Erzählung wechselt mit einem bildgewaltigen, fast schon lyischen Stil. Eine außergewöhnliche Mischung vereint sich in den Themen, die sonst verschiedenen Genres angehören. Dazu passend erscheint der trockene Actionheld-Humor, der rasante Szenen unterstützt und auflockert. „7 Stunden“ ist stilistisch sicher und spielt gekonnt mit der Sprache, was die Unterhaltungsliteratur mittlerweile häufig vermissen lässt – scheinbar gibt es doch ein Klientel für Thriller, die sich hoch ansiedeln. Ein informativer Anhang setzt dem Werk ein Porzellankrönchen auf: Kurzbiografien der historischen Persönlichkeiten und eine grafische Darstellung der Wege, die die beiden Zettel durch die Zeit fanden, geben dem Leser Anreize zur weiteren Nachforschung.

Der renommierte Sachbuchautor Weteschnik widmet sich inzwischen ganz seinen belletristischen Werken. Sein erster Thriller „7 Stunden“ führt den Frankfurter dabei nach Dresden und in die USA, wo er selbst einige Zeit lebte. Ob Hotels, Plätze oder barocke Bauten … vom Essen in der Weißen Gasse bis hin zum Einbruch im Porzellenmuseum und dem Geiselaustausch auf dem Hausmannsturm – die alten Mauern werden hier frisch angestrichen und bieten spannende historische Einblicke in das historische Dresden, ganz jenseits von Augusts Mätressen.

Josefine Gottwald für Elbmargarita.de

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Tags: barockes dresden, dresden, martin weteschnik, meißener porzellan, stein der weisen, thriller, transmutator, tschirnhauslegende, usa   (9)
 

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polen, autodiebstahl, ddr, hooligans, autoschieber

Flashback Ost

Francis Mohr
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei salomo, 01.05.2011
ISBN 9783941757271
Genre: Romane

Rezension:

Hannes, Igor und Stanislaw verschieben in den 90er Jahren geklaute Autos von Sachsen über Polen in die Ukraine. Was sie alle erlebt haben – in der DDR und nach der Wende, in Dresden, Leipzig und in Osteuropa –, hat sie geprägt und zu einem ungleichen Trio werden lassen, das Onkel Pavels alten Bauernhof besetzt und sich mit Wodka und Wurstbemme durchs Leben schlägt, bis sich die drei Freunde für dieselbe Frau interessieren: Die temperamentvolle Polin Graczyna.

Vom Bauernhof als Ausgangspunkt springen die Kapitel in die 80er, 70er und noch weiter zurück und unterbrechen die aktuellen Pläne der Bande mit Sequenzen aus anderen Lebensabschnitten oder von Orten, die die Figuren geprägt haben. Mohrs „Flashbacks“ sind Rückblenden, die sich in die etwas schleppende Haupthandlung geschickt einpassen. Mit einem Drittel des Buches ist das Setting für den Roman stabil, aber der Spannungsbogen bleibt diffus und verliert sich in atmosphärischer Erzählung. Dichte und Beschreibungen sind dabei Mohrs große Stärke, und sein bildhafter Stil macht den Genuss der Sprache leicht:

„Den Hof hatte man erst nach dem ersten Weltkrieg durch ein Pflaster geadelt. Den Belastungen der Zeit hatte es nicht standgehalten, sodass es nur noch Stückwerk war. Traktoren und Vieh hatten ihm zugesetzt. Die Pflastersteine wurden zum Material beim Ausbessern an Stall und Scheune. An manchen Stellen sah es so aus, als klettere der Hof die Mauern hoch. Löwenzahn und Unkraut schickten sich an, das marode Hofpflaster zu ersticken. In den Ecken türmten sich Schrott und verdreckte Fässer.“

Die zahlreichen Exkurse in verschiedene Lebens- und Zeitabschnitte sind gerade ausreichend lang gewählt, um bedeutende Themen nicht nur zu streifen. Ob Fußball in den 80er Jahren, die Hooliganszene, osteuropäischen Kulturen, Menschenschmuggel, politische Betrachtungen der Jugend zur Wendezeit oder die Probleme, in der DDR an einen Studienplatz zu kommen …

„Hannes passte nicht hinein in die Begrenzungen, den Zerfall, die Lügen, die geistige Zucht, die engen Perspektiven, die Diktatur des Proletariats. Er verachtete die geduckte Intelligenz, die ihre Existenz infrage stellte und ihr Potential verriet. Er hasste diesen Staat, der von nuschelnden Idioten geführt und von Anpassern getragen wurde. Aber er liebte sein Land, seine Stadt, seine Familie, seine Freunde. Seine Heimat. Die würde er nie verlassen.“

Die Reflektionen sind vielseitig und markant und lassen auch die Nachkriegszeit und die Bombardierung Dresdens nicht aus – prägende Episoden aus dem Leben einer anderen Generation. Dabei werden verschiedene Perspektiven der Parteien beleuchtet, bis Mohr schließlich alle Fäden gekonnt wieder zusammenführt.

Der Dresdner Autor gibt seiner Stadt im Buch eine Rolle als Hintergrund für Teile der Handlung: Vorwiegend Autodiebstähle in verschiedenen Stadtteilen, die mit ihren demografischen Variationen skizziert werden. Insgesamt lässt sich der Roman als Chronik betrachten, als buntes, aber auch kontrastreiches Album der neueren Geschichte unserer Region, die durch bewegte und bewegende Bilder ausgefüllt wird.

Josefine Gottwald für Elbmargarita.de

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Tags: autodiebstahl, autoschieber, ddr, dresde, hooligans, leipzi, polen, sachsen, ukraine   (9)
 

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(22)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

krimi, dresden, erpressung, lesbische liebe, rache

Leichentuch

Andreas M. Sturm
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei fhl Verlag Leipzig, 07.03.2014
ISBN 9783942829489
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Weihnachten in Dresden: Der Schnee bedeckt die Stadt wie ein Tuch. Doch als Tauwetter einsetzt, offenbart sich Schreckliches: In seinem Wagen wurde ein Familienvater grausam ermordet. Das Kommissaren-Team um Karin Wolf und Sandra König verfolgt den Fall in ein düsteres Milieu um Erpressung und Kinderpornografie.

Aber plötzlich taucht auch ein alter Feind wieder auf: Der Killer Witkowski ist entflohen und versucht nun, Karin seine Vergehen anzuhängen und seine ganz persönliche Rache an ihr zu nehmen. Bis in ihre Wohnung folgt er ihr unbemerkt, und Karin entdeckt, dass jemand aus ihrem nächsten Umfeld gemeinsame Sache mit dem Verbrecher macht. Ungewollt wird sie schließlich von ihrem Fall abgezogen und ist mit ihren Ängsten allein. Ihr scheint nichts anderes übrig zu bleiben, als die direkte Konfrontation zu suchen …

Andreas M. Sturm schafft eine hohe Spannungsdichte, indem er immer wieder neue Fragen aufwirft und dabei private und berufliche Probleme der Figuren im Wechsel thematisiert. Seine Ermittlungen wirken authentisch und gut recherchiert, dabei schreibt er pragmatisch und ohne überflüssige lyrische Kapriolen. Die Charaktere sind einfühlsam gezeichnet und zeigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln. Sturms Polizisten sind in erster Linie Menschen, und die heimliche Liebe der beiden Kommissarinnen bringt den Leser noch dichter an ihre Emotionen.

„Menschen wählen Verstecke aus, die ihren Interessengebieten entsprechen. Sie wusste aus Erfahrung, dass es kein Allgemeinplatz war, dass Hausfrauen ihre Heimlichkeiten sehr gern in Wäschestapeln verbargen. Vor Jahren war sie bei einer Durchsuchung im Haus eines Tischlers dabei gewesen. Die Beamten hatten in den selbst gebauten Möbeln des Handwerkers Bündel von veruntreutem Geld gefunden. Conrad war Techniker. Karin würde diesem Sachverhalt ihr besonderes Augenmerk widmen.“

Andreas M. Sturm ist inzwischen Herausgeber mehrerer Anthologien im Leipziger fhl Verlag zu den Schwerpunkten „Giftmorde“ und „Schauplatz Sachsen“. In seinem dritten Dresden-Krimi nennt er zahllose Orte in der Stadt, für die er aber nicht immer detaillierte Beschreibungen liefert, sodass Leser von außerhalb nicht unbedingt einen Eindruck der Atmosphäre erhalten. Lokalpolitische Probleme verbaut er geschickt mit einigen Hintergründen und lässt seine Figuren dazu Stellung beziehen. Der gebürtige Dresdner fotografiert die Cover seiner Bücher gern selbst und läuft die Routen seiner Protagonisten persönlich ab, um sich alle Details einzuprägen. Dresdner Tankstellen, Kirchen und Brücken halten in seinen Romanen als Mordschauplätze her, die bei Einheimischen ein gemischtes Gefühl von Erkennen und Schaudern erzeugen.

„Leichentuch“ ist ein spannender Lokalkrimi, bei dem höchstens ein einziger Konflikt etwas zu schnell gelöst wird. Doch die liebevollen, realitätsnahen Figuren und die Hintergründe der Fahndung machen den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis in der Weihnachtszeit.

Josefine Gottwald für Elbmargarita.de

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Tags: andreas m. sturm, ermittlungen, erpressung, kinderpornoszene, krimi, lesbische liebe, stalking, verfolgung   (8)
 

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ehe, dresden, familienalltag, beziehungen, licht

Liebe auf leisen Sohlen

Emilia Licht
E-Buch Text: 309 Seiten
Erschienen bei null, 01.11.2012
ISBN B00A0XHIE8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Josina leitet das Hotel Anna Karolina am Blauen Wunder. Ehrgeizig und einfallsreich meistert sie ihre Familie wie ihren Job: Effizient und mit klarer Struktur. Trotzdem ist sie oft überfordert, vor allem mit ihren pubertierenden Kindern, und im ewigen Klinsch mit ihrer eigensinnigen Schwiegermutter, die sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Karrierefrau mit etwas mehr Liebe zu füllen. Genau 20 Jahre lebt Josi inzwischen mit ihrem Mann zusammen und allmählich verliert sie den Glauben an die Romantik in ihrer Ehe.

Ihre Freundin Ulrike – die in ihrem Leben selbst genug Baustellen hat – rät Josi zu einem Liebhaber, aber das entspricht ganz und gar nicht ihrem Stil. Sie packt das Problem lieber selbst an und plant eine besondere Überraschung für ihren Mann, bei der einiges nicht so läuft wie beabsichtigt …

Dieser Roman geht weit über skurrile Zufälle und alltägliche Streitfragen hinaus und beleuchtet die grundsätzlichen Themen der Zwischenmenschlichkeit: Wie kommt unsere Zuneigung abhanden und wie viel Arbeit kostet es, eine Liebe frisch zu halten? Josina erkennt in ihrer ganz persönlichen Geschichte den Wert des inneren Familienzusammenhalts und muss nach und nach begreifen, dass der Kampf um ihre Selbstständigkeit eine Flucht in Dinge war, über die sie sich einst anderen zuliebe definiert hat, um sich selbst zu schützen. Die harte Fassade einer Karrierefrau hat die Dresdnerin alles andere vergessen lassen – die Erkenntnis, dass sie ihr Leben anscheinend komplett umkrempeln muss, trifft Josina wie ein Schlag.

Emilia Licht hat Dresden zu ihrer Heimat gewählt und schrieb 2013 mit „Von Mauern und Flammen“ einen weiteren Roman, der den Charme der Stadt einfängt. Auch bei Josinas Aktivitäten und Ausflügen kann man Dresden kennen und lieben lernen: Herkuleskeule, Dixieland und Filmfestival – das lokale Kulturleben wird in allen Facetten präsentiert. Die Elbschlösser, Pillnitz und Radebeul kommen zur Sprache; Josina spaziert durch den Großen Garten und trainiert mit Ulrike auf der Prager Straße. Wie selbstverständlich bindet Emilia Licht ihre Stadt in den Alltag ihrer Figuren ein, sodass die Leser sich noch heimischer fühlen.

Erstmals veröffentlichte Licht ihren Roman unter dem Titel „Hotel Blaues Wunder“ im Gmeiner Verlag, nachdem sie ihn als Wettbewerbsbeitrag eingereicht hatte. In diesem Jahr erschien das Buch als Neuauflage beim Amrûn Verlag unter dem Titel „Liebe auf leisen Sohlen“, der zunächst ein Selfpublishing-Projekt war. Die Geschichte um Josinas langsam einstürzende Welt steckt voller Liebe und glaubwürdiger Probleme, die direkt aus dem Leben gegriffen sind. Ein kurzweiliger Roman über die Herausforderungen in Beziehungen und Familie – und ganz eigenwillige Lösungen.

Josefine Gottwald für Elbmargarita.de

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Tags: beziehungen, dresden, ehe, emilia licht, familie, familienalltag, hotel blaues wunder, karrierefrau, liebesroman, powerfrau   (10)
 
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