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Highschool Princess. Verlobt wider Willen

Annie Laine
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.03.2018
ISBN 9783646603927
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

druiden magie, gedankenleser

Im Bann des Gedankenlesers

Andrea Ego
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.10.2017
ISBN 9783744890311
Genre: Fantasy

Rezension:

Verfeindete Druidenstämme, geheimnisvolle Mächte und ein machthungriger Gedankenleser der vor nichts zurückschreckt. 

 

Worum geht es:

 

Die angehende Druidin Sono flüchtet auf Geheiss ihres Lehrers mit einem verfeindeten Erdendruiden, um ihn vor geheimnisvollen Angreifern zu schützen. Doch plötzlich gerät sie selbst ins Visier eines machthungrigen Gedankenlesers, der sie manipulieren und ihre Kräfte für seine Rachepläne nutzen will. Gemeinsam mit dem Druiden macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, der vermutlich über dieselben Fähigkeiten verfügt wie sie. Doch der Weg führt mitten in die Stadt des Gedankenlesers ...

Wird Sono es rechtzeitig schaffen, ihre Kräfte zu beherrschen? Und was wird aus ihr und dem Erdendruiden, der sie noch stärker in seinen Bann zu ziehen droht als der Gedankenleser?

 

 

 

Ich weiß schon gar nicht mehr genau, wie ich zu dem Buch kam, da es schon so lange her ist. Aber ich weiß noch, dass mich der Klapptext sofort fasziniert hat. Es hat eine Geschichte versprochen die sich deutlich von der gehypten Masse hervorhebt und Spannung und Geheimnisse an jeder Ecke bietet. 

 

Das Cover zeigt ein Mädchen, dass dem Betrachter den Rücken zukehrt und scheinbar auf den Weg vor sich blickt, der vor ihr liegt. Im Hintergrund kann man die Äste und Zweige verschiedener Bäume erkennen, die verschwommen dargestellt sind, was sehr gut die Ungewissheit über die Zukunft wiederspiegelt. Gehalten ist das Ganze in dunklen Tönen, was sich sehr gut mit dem Klapptext verbindet und sofort zeigt, dass es in der Handlung ein wenig düsterer wird. 

 

Die Autorin entführt uns von der ersten Seite an in ein bildgewaltiges Abenteuer voller Mysterien und in die Heimat der Druidin. 


Gleich zu Beginn lernt man Sono, die junge Druidin des Wasserstammes kennen, die so anders ist als der Rest. Anstatt ihren Pflichten nachzugehen, ist sie viel lieber im Wald unterwegs und handhabt alles ganz anders als man es von einer Frau erwartet.

Anders als die anderen Kinder wächst sie nicht in Geborgenheit ihrer Eltern auf, sondern in der Obhut ihrer Großmutter, zu der Sono in frühem Kindesalter gebracht wurde. So merkt man schnell, dass die junge Wasserdruidin schnell lernen musste sich einzufügen und mit vielen ihrer Probleme alleine dazustehen. Mir ist diese Rebellin sehr sympathisch, da sie mich in manchen Dingen sehr an mich selbst erinnert. 

 

Mit Ciarann wurde ich nicht so schnell einig, da er mir an manchen Stellen schon recht unheimlich war. Er ist ein Ausgestoßener der verfeindeten Erdendruide, der von Sono verletzt im Wald vorgefunden wird und anschließend mit ihr und zwei weiteren Menschen des Wasserstamms flüchtet, als dieses angegriffen wird. Es gab Momente, in denen er richtig freundlich auf mich wirkte. Doch schnell kamen auch diese, in denen seine Stimmung eine 180 Grad Wendung nahm. Ich wurde nicht immer schlau aus ihm. Erst zum Ende des Buches hin, konnte er bei mir mit Sympatie punkten. 

 

Unheimlicher als anfangs Ciarann war mir allerdings der Gedankenleser, von dem man nie wusste, wo er auftaucht und was er als nächstes plant. Egal wie sicher sich die beiden Hauptprotagonisten in einzelnen Momenten auch gefühlt haben. Der Gedankenleser war ihnen stets auf der Spur und hat nichts unversucht gelassen um an die beiden dran zu kommen und sich derer zu bemächtigen. Er ist definitiv kein Gegner, den man so schnell unterschätzen sollte und gerade zu Ende des Buches gab es einen richtigen Schockmoment. 

 

Der Schreibstil war leicht, sodass man schnell vorankam. Ebenso aber auch bildgewaltig, was einem einen tollen Einblick in die Welt der Druiden und allem herum verschaffte.

Einmal, als nicht allzu viel passierte, zog sich das Buch ein wenig in die Länge. Doch dieses wurde wieder sehr schnell durch Spannung geladene und unvorhersehbare Wendungen abgelöst, was dem Ganzen sehr schnell Nervenkitzel bescherte. 
 

 

 

Fazit:

 

Mit "Im Bann des Gedankenlesers" hat die Autorin ein Werk geschaffen, dass sich deutlich von der gehypten Masse abhebt und zugleich mit Spannung und unterwartenden Wendungen überzeugt. Sympatische Protagonisten, eine wundervolle Welt voller Geheimnisse, gefahren und Nervenkitzel - mehr braucht es nicht um dem Leser einen wundervollen Leseabend zu bescheren. 

"Im Bann des Gedankenlesers" ist mein Geheimtipp an euch. 

 

 

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An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich für das bereitstellen des Rezensionsexemplares und versichere, dass dies keine Auswirkung auf meine Meinung hatte. 

 

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Tags: andrea ego, druiden magie, gedankenleser   (3)
 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

berührend, erfolg, ergreifend, familie, irrtum, kind mit behinderung, liebe, nicht meins, traum, träume, traumwelt, unerwartet, verlustängste, vernachlässigung, vertäumt

Verträumt / Verträumt 2

S.T. Kranz
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei epubli, 30.11.2017
ISBN 9783745060157
Genre: Romane

Rezension:

Vor mehr als einem halben Jahr hielt ich mit „Verträumt“ mein erstes Rezensionsexemplar in der Hand, welches mich aus meiner Leseflaute befreite. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich vom Autor den zweiten Band sowohl als eBook, als auch als Printausgabe erhielt.


Worum geht es:


Die inzwischen erfolgreiche Sandy Hart wird in ihrer Branche als gefürchtet
und biestig angesehen, aufgrund ihrer wechselhaften Stimmung,
die auch ihre 5-jährige beeinträchtigte Tochter Evie zu spüren bekommt.
Unbewusst nach Liebe suchend, verleugnet die 27-Jährige ihr einziges Kind,
um sich nicht mit dem gesundheitlichen Zustand von Evie beschäftigen zu müssen.
In vertrauten Träumen befasst sich Sandy ebenfalls nur mit ihren Interessen,
ohne dabei Hinweise verstehen zu wollen, die ihr wahres Leben erleichtern.

Doch jemand anderes hat
bereits verstanden,
dass Liebe keine Zeit kennt...

---

Ich habe mich sofort in das Cover verliebt, als es enthüllt wurde. Mit dem Vollmond im Hintergrund und den Blumen, sowie den zarten Rosa- Fliedertönen, in denen da Bild gehalten ist, wirkt es schlicht und gleichzeitig verträumt. In der Menge von hoch kreativen Covern, ist es eine tolle Abwechslung. Zudem passt es sehr gut zu dem des ersten Bandes, sodass es einen Wiedererkennungswert gibt. 
Zu Beginn des ersten Bandes hatte ich mir mit dem, für mich, ungewohnten Schreibstil etwas zu kämpfen. Doch inzwischen habe ich genug andere Bücher gelesen, deren Stil nicht immer der einfachste ist, sodass ich dieses Mal überhaupt keine Probleme hatte. Ich konnte mir die einzelnen Situationen bildlich vorstellen und in manchen Momenten, hatte ich das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. 
Wie ich es schon vom Beginn der Reihe kannte, wechseln die Leser zusammen mit der Protagonistin zwischen Traumwelt und Wirklichkeit. In der Realität ist Sandy meist biestig und wird aufgrund ihrer oftmals heftigen Stimmungsschwankungen als gefürchtet angesehen. In der Traumwelt lernt man jedoch eine völlig neue Seite an ihr kennen.
In diesem Band empfand ich die Traumwelt besser gelungen. Wirkte es im ersten Band, wenn auch gut ausgedacht, hier und da etwas chaotisch, findet man dieses Mal eine richtige Handlung vor, die von ihr und ihren Mitstreitern der Traumwelt durchlebt wird. 
Verträumt 2 spielt viele Jahre nach dem ersten Band und liefert keine völlig neuen Protagonisten, sondern welche die man vorher schon zu lieben gelernt hat. Sandy war die Tochter der Hauptprotagonistin der vorigen Handlung und ich war überglücklich als ich gehört habe, dass dieses Mal Sandy die zentrale Rolle spielt. Damals noch ein kleines Mädchen, habe ich sie unglaublich lieb gewonnen und ich war im ersten Moment wirklich geschockt, was aus ihr geworden war. Bedankt man aber, was sie in ihrer Kindheit alles durchleben musst, scheint dies kein Wunder zu sein. 
Neu mit dabei ist dieses Mal Sandys fünfjährige beeinträchtigte Tochter Ellie, die ich sehr schnell in mein Herz geschlossen habe. Ich war immer wieder von Neuem gerührt, wie viel Liebe das kleine Mädchen ihrer Mutter entgegenbringt, obwohl diese sie verleugnet und als Belastung ansieht. Ellie ist ein wirklich süßes Mädchen mit Träumen, viel Fantasie und einem großen Herzen. Man möchte sie in all dem Leid, dass sie durchleben muss, am liebsten ganz fest in den Arm nehmen und knuddeln
Auch wenn die Traumwelt eine sehr wichtige Rolle spielt, so denke ich, dass die Handlung in der Realität noch viel wichtiger ist. Jeder hat mit seinen Problemen und Verlusten zu kämpfen und doch zeigen kleine Handlungen, dass diese in den Hintergrund rücken können und zu meistern sind, wenn man sich auf das einlässt, was man vor sich hat. Auch wenn einem die Angst vor der Ungewissheit überkommt. 


Fazit:



Verträumt 2 ist eine berührende Geschichte über Ängste, dem eingestehen seiner eigenen Fehler und der schwierige Beziehung zwischen einer Liebe suchenden Mutter und ihrer Tochter.

Die Geschichte vermittelte mir eine wichtige Botschaft. Nämlich, dass man immer das Beste aus seiner gemeinsamen Zeit machen sollte und denen beizustehen, die einen wirklich lieben. 


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An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich für das bereitstellen des Rezensionsexemplares und versichere, dass dies keine Auswirkung auf meine Meinung hatte

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Tags: familie, liebe, traumwelt, verlustängste, verträumt, zeit   (6)
 

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Königreich der Träume - Sequenz 1: Die schlafende Prinzessin

I. Reen Bow
E-Buch Text: 95 Seiten
Erschienen bei null, 25.02.2018
ISBN B079SDSY4J
Genre: Fantasy

Rezension:

Verlorene Erinnerungen, eine Busfahrkarte ins Königreich der Träume und eine schlafende Prinzessin, die jeden einzelnen ihrer Träume zur Realität werden lässt – auch die Alpträume. 
Worum geht es:
Jessica Blair wacht in einem muffigen Motel auf. Bis auf ein paar Habseligkeiten besitzt sie nichts; nicht einmal mehr ihre Erinnerungen. Die einzigen Hinweise auf ihre Identität sind ein Busticket in das »Königreich der Träume« und ein Name, den jemand mit Lippenstift auf ihren Badezimmerspiegel geschrieben hat. Während der Busfahrt stößt sie auf hysterische Fans der Träumerin, eine weltberühmte Attraktion, die ihre Träume in die Realität zu holen vermag. Jessicas Sitznachbar Dave, der Gardist im Königreich der Träume, spricht von wundersamen Traumgestalten und Magie, die Jessi in der Stadt erwarten, doch statt Einhörnern und Prinzessinnenkleidern begegnet sie wahrgewordenen Alpträumen, die sie zu jagen beginnen. Dave ist der Einzige, der sie durch die vorapokalyptische Stadt in ihr vergessenes Leben geleitet.
---
Zu Beginn musste ich mich erst wieder daran gewönnen, solch ein kurzes Buch zu lesen, da ich in den letzten Monaten Romane gewöhnt war, die um einiges dicker waren und man dadurch auch länger Zeit mit den Protagonisten verbringt. Doch ich bin sehr gut in das Buch rein gekommen und habe mich sofort mit Jessica ins berühmte Königreich der Träume leiten lassen.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht und obwohl das Buch mit seinen nur knapp Hundert Seiten zu den dünnen Exemplaren gehört, wurde alles, wo sich Jessica auch aufhielt, bildlich beschrieben, weshalb ich mir diesen Ort sehr gut vors innere Auge rufen konnte. Dabei brachte sie die Handlung ohne Längen voran und versetzte mich auch schon nach kürzester Zeit in Spannung und Neugierde, was als Nächstes passiert. Etwas, was man auch erst einmal können muss. Ich wäre daran sicherlich schier verzweifelt. 
Auch wenn ich es am Anfang nicht gedacht hätte, lernt man Jessica sehr schnell näher kennen. Zu Beginn noch komplett ohne Erinnerungen und Wissen über sich und wo sie herkommt, entwickelt sie sich zu einer Kämpfernatur, die sich nicht so schnell den Mund verbieten lässt. 
Besonders sympathisch war mir allerdings der Gardist Dave. Ich weiß selbst nicht genau warum und es hat mich ehrlich gesagt auch verwundert, da bei mir die Mädchen meist lieber sind als Jungs und Männer. Aber in dieser Handlung war es das genaue Gegenteil. Er ist einfach unglaublich lieb, kein geheimnisvoller Klischee-Typ wie man es heutzutage in jedem zweiten Buch findet und hilft dem jungen Mädchen, sich selbst besser kennen zu lernen und ihr mit den verlorenen Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. 
Was mir auch sehr gut gefiel, war, dass es bisher keine Dreiecks – Liebesbeziehung gab und die beiden nicht gleich von Anfang an unsterblich ineinander verliebt waren. Man merkt zwar, dass es zwischen den beiden gefunkt hat. Jedoch beläuft sich alles bisher auf rein freundlicher Basis, was das Ganze um ein vielfaches realistischer macht. 
Fazit:
Mit der ersten Sequenz „Die schlafende Prinzessin“ hat I. Reen Bow die Tore zu einer Handlung voller Spannung und Nervenkitzel eröffnet. Ein Buch für alle Träumer, die sich auch im Wachzustand ins Land der Träume flüchten wollen.
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An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich für das bereitstellen des Rezensionsexemplares und versichere, dass dies keine Auswirkung auf meine Meinung hatte. 

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Tags: ireenbow, königreichderträume, traumbotschafter, träume   (4)
 

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Feenlicht und Krötenzauber

Halo Summer
Flexibler Einband: 146 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 10.07.2012
ISBN 9781478123972
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

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adoption, liebe, love like a fairytale, märchen, modern, rapunzel

Rapunzels Märchen (Love like a Fairytale 2) (German Edition)

Annie Laine
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei moments, 11.01.2018
ISBN 9783962320171
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine Gefangenschaft hat viele Gesichter und jeder muss seinen eigenen Weg bestreiten um seinen Fuß in die Freiheit zu setzten. Eines der Mädchen ist gefangen in ihrem Zimmer, das andere erlebt das Gefangen sein auf eine ganz andere Weise – durch Gefühle, die sie nicht wahr haben will.

 

Worum geht es:

 

Penny wächst wohlbehütet auf. So wohlbehütet, dass sie noch nicht einmal das Haus verlassen darf. Ihre einzigen Verbindungen zur Außenwelt sind ihre Online-Lehrerin Ms. Halligan und eine von ihrer Mutter nicht gebilligte Chat-Gruppe zu anderen Schülerinnen aus Boston. Bei Nina sieht es da nicht viel anders aus. Sie kann sich zwar frei bewegen, aber da sie weiß, dass sie auch auf Frauen steht, obendrein noch in ihre beste Freundin verliebt ist, erlebt sie das Gefangensein auf eine ganz andere Weise. Ihre Eltern wissen nichts von Ninas Gefühlen, würden es vielleicht auch gar nicht gutheißen, und in der Schule wird sie für den einzigen Kuss mit ihrer besten Freundin aufgezogen. Als Penny über ihren Schatten springt und zum ersten Mal aus den vertrauten vier Wänden ausbricht, um zusammen mit ihren Chat-Freundinnen einen Empfang in einem Bostoner Hotel beizuwohnen, trifft sie auf Nina. Zwischen den beiden funkt es unerwartet, doch wegen scheinbar unüberwindbarer Grenzen werden ihre aufkeimenden Gefühle wohl keine Chance haben können.

 

 

 

Aufmerksam geworden bin ich auf „Rapunzels Märchen“ auf Instagram, als die Autorin im letzten Monat ihr neues Buch ankündigte und dafür die Werbetrommel rührte. Rapunzel war in meiner Kindheit eines meiner absoluten Lieblingsmärchen, weshalb für mich schnell klar war, dass das Buch bei mir einziehen muss. Und so landete es zusammen mit dem ersten Band innerhalb kürzester Zeit auf meinem neuem eBook-Reader. Und was habe ich mich nach einem unglaublich tollem ersten Band auf Band 2 gefreut.

 

 

Doch beginnen wir wieder zuallererst mit dem Cover. Dieses ist dieses Mal in einem mädchenhaftem altrosa gehalten und spiegelt so sehr gut das Wesen einer der neuen Hauptprotagonisten wieder. Auch hier sieht man in der Mitte wieder ein Mädchen in einem wunderschönem Kleid, was einen in Verbindung mit dem Titel sofort das Märchenfeeling erzeugt. Das Cover des zweiten Bandes ist stark an das des Ersten angelegt, weshalb man mit Leichtigkeit erkennen kann, dass die beiden der selben Reihe angehören.

 

 

Mir gefällt es, dass die Kapitel wieder aus abwechselnder Sicht der beiden Hauptprotagonisten geschrieben ist. Dieses Mal handelt es sich aber nicht um die Mädchen Charleen und Ashley, sondern um Penny und Tina – zwei Mädchen, die jeweils ein Leben haben, das unterschiedlicher nicht sein könnte.

Durch die wechselnde Sicht konnte man nicht nur erneuert in die jeweiligen Leben eintauchen und erfahren, wie es den Mädchen geht, sondern auch genaustens mitbekommen auf welche Weise der jeweilige mit seiner neuen Situation konfrontiert wird und damit umgeht.

Wie vom Vorband schon gewöhnt, war der Schreibstil auch hier wieder locker und flüssig, sodass die Seiten vor einen nur so dahin flogen. Ich weiß nicht, ob ich mich darin und täusche und natürlich ist das auch nur meine persönliche Meinung. Aber mir kam es sogar so vor, als wären einzelne Szenen bildlicher beschrieben worden, was mir sehr gut gefallen hatten – ich hatte ein richtiges kleines Kino in meinem Kopf gehabt.

 

 

Mein absoluter Liebling unter den beiden neuen Hauptprotagonisten war ganz klar das Rapunzel-Mädchen Penny. Nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Lebensgeschichte sind der von dem Mädchen mit dem meterlangem Haar nicht unähnlich. Von klein an, hatte sie abgeschottet und isoliert vor der Außenwelt in der Wohnung ihrer Mutter gelebt. Stets dort eingesperrt, ohne die Chance nur einmal einen Fuß nach draußen zu setzen, hat sie die Welt immer nur von ihrem Zimmerfenster aus gesehen und sich nichts sehnlicher gewünscht als eines Tages raus zu kommen.

Ihr einziger Kontakt in die weite Welt ist ein Chatroom, in dem sie heimlich mit anderen Mädchen ihres Alters schreibt, die ihr Leben eines Tages eine komplett neue Wendung geben.

Ich mag Penny sehr. Am Anfang scheint sie das brave Mädchen zu sein, dass stets auf ihre Mutter hört und sich damit abgefunden hat niemals nach draußen zu gehen. Doch diese Seite ändert sich schnell zu etwa rebellischem, im positiven Sinne. Sie fängt an, ihre Gefangenschaft in Frage zu stellen und nimmt ihr Leben, mit Hilfe ihrer neuen Freundinnen selbst in die Hand.

 

Tina, die andere Hauptprotagonistin, hat in diese Handlung mit einer ganz anderen Art der Gefangenschaft zu kämpfen. Sie steht unter dem Druck immer die perfekte Tochter sein zu müssen und diese Leistungen zu bringen, die sich ihre Eltern wünschen. Wenn es nach ihr ginge würde sie nach der Schule viel lieber etwas im Bereich des Journalismus ausprobieren, anstatt Ärztin oder Anwältin zu werden. Ihre kurzzeitigen Gefühle gegenüber ihrer besten Freundin helfen ihr dabei auch nicht weiter, sondern engen sie vielmehr ein. Sie wusste schon länger, dass sie auch auf Frauen steht, aber ist stets der Meinung, dass sie genauso auch für das andere Geschlecht empfinden kann. Erst durch Penny wird ihr am Ende klar, was sie wirklich empfindet und gewinnt durch ihre und die Unterstützung ihrer anderen Freundinnen an Stärke und Selbstvertrauen.

 

 

Noch recht am Anfang des Buches hat sich ein Grinsen auf mein Gesicht gestohlen, als ich bemerkt habe, dass sich unter Pennys Chatfreundinnen ein sehr bekanntes Gesicht befindet. Ich verrate an dieser Stelle nicht, wer es ist. Aber was ich euch an dieser Stelle verrate: Im zweiten Band wird es ein großes Wiedersehen mit vielen bekannten und lieb gewonnen Protagonisten aus Band 1 geben. Wie sie sich verändert haben und was seither alles passiert ist ist wahnsinnig toll. Auch wenn sie nicht mehr den zentralen Punkt in der Geschichte spielen, sind sie sehr wichtig für die Handlung und es hat mich sehr gefreut, allesamt wieder anzutreffen. Nach Band eins war ich doch sehr traurig, mich von ihnen zu verabschieden. Dass Band eins und zwei so stark miteinander verbunden sind, obwohl es sich doch um zwei völlig unterschiedliche Märchen handelt, hätte ich nicht gedacht.

 

 

Fazit:

 

Auch im zweiten Band überzeugt die Autorin wieder durch einen lockeren fließenden Schreibstil, authentischen und liebenswürdigen Protagonisten und der Botschaft, dass man nicht nur sich selbst treu bleiben soll, sondern auch stets darauf hören sollte, was das Herz einem sagt. Denn dieses weiß meist besser als wir selbst, was für einen das Beste ist.

Meiner Meinung nach, war dieser fantastische zweite Band sogar noch besser als der erste und verdient ebenfalls ganz klar einen Platz auf meiner Liste der 2018 – Highlights.

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Tags: adoption, liebe, love like a fairytale, märchen, modern, rapunzel   (6)
 

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annie laine, arm und reich, charlee, cinderella, cinderellas prinzessin, homosexualität, lesbian, lesbisch, liebe, liebesroman, märchen, moments, prinzessin, romance

Cinderellas Prinzessin

Annie Laine
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei moments, 28.09.2017
ISBN 9783962320089
Genre: Romane

Rezension:

Zwei Mädchen aus zwei völlig verschiedenen Schichten, ein Schuh der vergessen zurückbleibt und eine Liebe die alles durchsteht – eine Begegnung, beinah wie im Märchen von Cinderella.


Worum geht es:

Charleen ist die reichste Tochter der Stadt. Die Prinzessin des millionenschweren Hoteliers steht ständig im Rampenlicht und unterliegt dem Druck, perfekt sein zu müssen, denn schließlich muss der Ruf ihrer Familie gewahrt werden.

Bei Ashley sieht das ganz anders aus. Sie hat drei Jobs und schmeißt mit ihren neunzehn Jahren den Haushalt ihrer Familie. Freizeit und Schlaf kommen dabei zu kurz, aber sie nimmt es in Kauf, um irgendwann ihrer kleinen Schwester ein besseres Leben zu ermöglichen und aus dem desolaten Haushalt verschwinden zu können.

Als die beiden auf dem Ball zu Charleens Geburtstag aufeinandertreffen, ahnen sie noch nicht, dass sich diese folgenschwere Begegnung fast wie im Märchen von Cinderella entwickelt.

Ich bin durch Instagram auf die Autorin und ihre Bücher aufmerksam geworden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie „Rapunzels Märchen“, ihren Folgeband von „Cinderellas Prinzessin“ angekündigt und die Werbetrommel gerührt. Da Rapunzel in meiner Kindheit eines meiner Lieblingsmärchen war, habe ich mir das Buch damals gleich ganz weit nach oben auf meine Wunschliste gesetzt und noch ein wenig gestöbert, wodurch ich auch über den 1. Band stolperte und ihn anschließend ein paar Tage später zusammen mit Band 2 auf meinen eBook – Reader holte.

Das Cover ist in verschiedenen gut aufeinander abgestimmten Blautönen gehalten und zeigt ein blondes Mädchen in einem wunderschönem blauen Ballkleid, was einen sofort an eine Prinzessin denken lässt. Da es eine Adoption des Märchens „Cinderella“ ist, ist es mehr als passend und erweckt sogleich den Eindruck, dass es sich hier auch um eines handelt. Doch auch zum Inhalt des Buches passt es, da eines der Mädchen im Buch auf dem Ball ein solches Kleid trägt.

Die Kapitel sind aus abwechselnder Sicht des reichen Mädchens Charleen und der verarmten Ashley geschrieben, weshalb man sehr gut die Gefühlswelt der beiden hineintauchen konnte und neben ihrem alltäglichem Leben zusehen konnte, wie sich die beiden ganz langsam ineinander verlieben.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht, die Handlung ohne erschwerenden Längen, weshalb man sehr zügig durch das Buch kommt und ich persönlich war am Ende schon ein wenig traurig, als das Buch vorbei war.

In Ashley konnte ich mich sehr schnell rein finden. Sie hat 3 verschiedene Jobs um die Familie über Wasser zu halten und in allen Dingen voraus ihrer kleinen Schwester eines Tages ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie hat trotz ihrer schwierigen Situation einen starken Charakter und hat eine Kämpfernatur, die nicht so schnell aufgibt, was sie auf Anhieb sympathisch macht. Doch auf der anderen Seite zeichnen sich bei ihr ebenso Verzweiflung und Hilflosigkeit aus. Sie hat große Angst um ihre Schwester und würde alles für sie tun, auch wenn es dafür heißt, dass sie selbst zugrunde geht.

Bei Charleen hatte es ein wenig gedauert, bis ich mit ihr warm wurde. Das lag vor allen Dingen daran, dass sie im ersten Moment oberflächlich auf mich wirkte. Umgeben von ihrem Reichtum und dem Rummel um ihre Person in der Öffentlichkeit, schwebt sie als die Prinzessin ihrer Eltern scheinbar im absolutem Glück. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr ermöglicht es einen hinter diese Fassade zu blicken und erhascht ein Mädchen, dass unter dem Druck immer perfekt sein zu müssen, sehr stark leidet und viel lieber so leben würde, wie sie es will und nicht wie ihre Eltern es vorschreiben. Als Erbin einer großen Hotelkette soll sie sehr viel Verantwortung auferlegt bekommen, in der sie sich hoffnungslos überfordert sieht.

Seelischen Beistand bekommt die Erbin von ihrem jüngerem Bruder Will, der stets Rat zu wissen scheint. Er kennt seine Schwester besser als jeder andere und versucht deshalb ihr hinter dem Rücken der Eltern so viel zu helfen wie es nur geht. Er wird später auch zu einem sehr gutem Freund von Ashley und hilft den beiden zu erkennen, was sie wirklich wollen.


Fazit:

Zeitlos trifft Modern – Mit „Cinderellas Prinzessin“ hat Annie Laine eine moderne Adoption des Klassikers „Cinderella“ geschaffen und durch die beiden Hauptprotagonisten eine wichtige Botschaft vermittelt.

Nämlich, dass Homosexualität nichts ist wofür man sich schämen muss, auch wenn es noch immer von vielen verurteilt wird. Ganz im Gegenteil. Es ist etwas was die jeweiligen Personen zu denen macht, die sie sind und vielleicht ist gerade auch dies ihre größte Stärke.  

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1.893 Bibliotheken, 58 Leser, 3 Gruppen, 339 Rezensionen

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Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ONE, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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77 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Das Raunen der Flammen

Helena Gäßler
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959917711
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin sprachlos – selbst Tage nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, bin ich immer noch mit den Gedanken so fest im Buch verankert, dass ich plötzlich komplett planlos bin was Rezensionen schreiben angeht.

Wo fängt man also zu schreiben an, wenn man nicht weiß, an welcher Stelle man beginnen möchte?


Ich verfolge Helena Gäßler im sozialen Netzwerk, schon seit dem Tag an dem sie dem Drachenmondverlag vorgestellt wurde. Ich weiß nicht mehr woran es lag, aber beim Besuchen ihrer Seite habe ich sofort gespürt, dass dort eine großartige Geschichte in der Entwicklung steht, die nur darauf wartet von allen gelesen zu werden.

Als ich dann Monate später das erste Mal das Cover ihrer Geschichte vor Augen bekam, da wusste ich: Das Warten hat sich gelohnt.

Von allen Covers des Verlages gehört das „Das Raunen der Flammen“ - Cover zu einer meiner Lieblingen. Nicht nur, weil so viele Elemente zu einem solch fantastischem Bild vereint wurden, sondern auch weil es viel mehr als nur Kraft und Stärke ausstrahlt. Wilde Freiheit ist das erste, was mir dazu einfällt und ich finde diese Eigenschaft des Covers nicht nur treffend sondern auch unglaublich … ich finde kein Wort dafür.

 

Direkt vom ersten Satz an, wurde ich in das Buch hinein katapultiert und von der Flut der Wörter mitgerissen, ehe ich direkt am Ort des Geschehens strandete. Durchgehend ist der Schreibstiel flüssig und leicht, spannend bis zur letzten Seite und mit Humor versehen, der trotz ernster Situationen nicht zu kurz kommt.

Regelmäßige Wendungen, die ich nie vorhersagen konnte, hielten die Geschichte lebendig und realistisch, anders als bei vielen anderen Romanen in denen man schon genau sagen kann, wie sich das Ende abspielen wird.

Ich habe selten Bücher gelesen, die es schafften spannend und humorvoll zu sein und gleichzeitig ohne jegliche Liebesgeschichte, eine Tiefe zu entwickeln, die einen noch lange nachdenklich zurück lässt.

 

Zoraya, die Hauptprotagonistin der Geschichte, ist eine Heldin, eine Auserwählte, die eigentlich gar keine sein will und hat sich vom ersten Moment ganz tief in mein Herz hinein gegraben. Aus heiterem Himmel wird ihr verkündet, dass sie die Rolle der neuen Heldin einnehmen soll, die dem Königreich prophezeit wird und obwohl sie sich innerlich dagegen sträubt, nimmt sie ihr unaufhaltsames Schicksal an und reist in Begleitung mehrerer Soldaten und des Boten Phillian an den Hof des Königs. Schnell merkt man, dass Zoraya trotz ihres Heldenstatus nicht einmal im Geringsten etwas zu melden hat und das alles, was sie tun muss, nicht aus ihrem Herzen heraus entschieden werden kann, sondern vom Wille des Königs aus.

Trotz ihrer Situation, in der jeder anderer wohl schon längst unter er Last der Verantwortung und Erwartungen zusammengebrochen wäre, hält sie sich unglaublich wacker, bleibt tapfer und versucht das Beste aus dem Ganzen zu machen. Ich persönlich bin der Meinung, dass Zoraya jemand ist, zu dem man nicht nur aufsehen, sondern sich sogleich eine saftige Scheibe abschneiden kann.

In der Geschichte begegnet Zoraya stets neuen Gesichtern und Persönlichkeiten, von denen man nie weiß, ob sie es nun gut oder böse meinen. Es ist schwer die einzelnen Protagonisten zu beschreiben, da jedes Wort davon am Ende eine Lüge ist und um Spoiler zu vermeiden, werde ich keinesfalls weiter auf diese eingehen, auch wenn es die Rezension möglicherweise um ein Vielfaches kürzt.

 

Fazit:

 

Mit einer einzigartigen Geschichte, voller Geheimnisse, Spannung und einer Heldin die eigentlich keine sein will, hat Helena Gäßler es geschafft mich komplett in der neuen Welt versinken zu lassen und mir an einer Stelle, sogar Tränen zu entlocken <3 <3 <3 
So muss Fantasy geschrieben werden. 

 

 

 

Ich danke Helena Gäßler für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares und deute darauf hin, das dies meine Meinung nicht beeinflusst hat 


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Diese Rezension wurde bereits im Oktober 2017 auf meinem Blog veröffentlicht 

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306 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

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Rosen & Knochen

Christian Handel
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.09.2017
ISBN 9783959915120
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin relativ skeptisch an die Geschichte ran gegangen und es war mehr ein Zufall als bewusstes Handeln, dass "Rosen & Knochen" schließlich in meinem Regal landete. Wer mich aktiv verfolgt, der wird wissen, dass ich kein großer Fan von Büchern über Dämonen bin, geschweige denn Dämonenjägerinnen. Mich haben solche Geschichten irgendwie schon immer abgeneigt, aber nach den vielen positiven Meinungen in der Facebookgruppe "Drachengeflüster" habe ich dem Buch doch schließlich eine Chance gegeben. Wahrscheinlich auch deswegen, weil es sehr dünn ist und ich dachte, dass ich damit schon am Abend durch sein würde. Drei Tage später habe ich den letzten Satz gelesen ... 

 

Auch wenn die Idee an sich gelungen ist, ist es mir eher schwer gefallen in die Geschichte rein zu finden und nicht selten habe ich zu meinen anderen Neuzugängen hinübergeblickt und mir überlegt, das Buch ein andermal zu lesen. Doch ich habe es durchgezogen, auch wenn es mir schwer viel. 

Der Schreibstil selbst ist flüssig und leicht. Der Autor hat die Welt und die Geschehnisse des Buches bildlich beschrieben und mir geholfen, diese vor meinen inneren Auge zu sehen. Nur leider hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte an sehr vielen Stellen vor sich hinzieht und es nicht weiter voran geht. Zwischendurch gab es wirklich ein paar tolle Stellen, die Spannung aufbauten und mich auch richtig in die Geschichte hinein rissen. Doch sobald ich dachte, dass die Handlung endlich Fahrt aufnimmt, wurde dieser wieder mauer und man wartete darauf, das was passierte. Zum Ende hin, wurde ich bei einer Textpassage sogar so verwirrt, dass ich beinah einen großen Teil des Buches übersprang. 

Es gibt ein paar einzelne Dinge die mich überzeugen konnten, einschließlich des Schreibstils. Doch leider konnte mich das Buch nicht weiter packen und ich wahr ehrlich gesagt froh, als ich nach 3 langen Tagen endlich durch war und ein neues Buch zur Hand nehmen konnte. Denn ich habe mir wirklich schwer damit getan, dass Buch nicht vorzeitig abzubrechen. 

 

Fazit:

 

Mit Rosen & Knochen hat Christian Handel eine wirklich sehr düstere Adoption zweier Märchen geschaffen, die zwar durch die Ideen innerhalb der Handlung punktet, mich jedoch durch verlorenes Potenzial und andere Dinge nicht wirklich überzeugen konnte. Von mir gibt es daher eine ausgewogene Mitte mit 2,5 von 5 Federdrachen. 


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Diese Rezension wurde bereits Oktober 2017 auf meinem Blog veröffentlicht.

 

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Nimmerlands Fluch

Salome Fuchs
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 10.10.2017
ISBN 9783959916752
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine verzauberte Insel, Meerjungfrauen, Feen, Piraten und inmitten dessen Peter Pan - ein

 

Junge der nicht erwachsen werden möchte und täglich neue Abenteuer erlebt.

Ich kenne und liebe Peter Pan schon seit meiner Kindheit und es gibt glaube ich kaum ein Kind dass nicht die Abenteuer des fliegenden Jungen kennt. Umso faszinierender finde ich die Adoptionen des Kinderbuchhelden, in der Peter Pan nicht der freche Junge ist, der seinen Spaß haben will, sondern das Böse selbst verkörpert.


Schon das in Grüntönen gehaltene Cover, dass den Flair und Zauber von Nimmerland einfängt, ist wunderschön. Zugleich zeigt es aber auch schon durch die Spinnenweben, dass nicht alles so harmonisch und zauberhaft ist, wie wir es normalerweise von den Büchern oder diversen Verfilmungen kennen. Und das hat mich zusammen mit dem Klapptext, der eine düster Version Peter Pans versprach, dazu überzeugen können, das Buch zu kaufen und schon im nahen Zeitraum zu lesen.

 

Der Schreibstil ist einfach nur toll. Man ist von der ersten Seite an gefangen in der Welt Nimmerlands und seinen Bewohnern und der spannende Anfang, der das Unheil auf die Insel bringt, lässt kaum zu, das Buch aus der Hand zu legen. Ich konnte mich nur schwer zusammenreisen, das Buch nur Abends zu lesen um mich tagsüber auf Schule und andere Dinge zu konzentrieren. Aber Abends, wenn ich heim kam, habe ich mich sofort unter die Bettdecke gekuschelt und die letzte Seite aufgeschlagen, auf der ich zuletzt vereweilt habe.

 

Das düstere Nimmerland wird aus der Feder der Autorin einfach nur bildgewaltig beschrieben, sodass ich manchmal das Gefühl hatte an Fays Stelle durch Nimmerland zu reisen. Nach Beendigung des Buches habe ich das Gefühl genau zu wissen, welchen Ort ich wo finden kann. Einfach nur großartig.

 

In die Hauptprotagonistin "Fay" konnte ich mich von Anfang an sehr gut hineinversetzen. Als Mädchen, dass selbst in der Schule und seiner Umgebung eher die Ausenseiterin und "nicht-gewollte" war, kann ich sehr mit Fay mitfühlen und ihre Ängste und Sorgen teilen. Sie ist trotz ihrer Erfahrungen im Leben ein unglaublich lieber und tapferer Mensch, der im und für das Leben kämpft. Auch wenn sie denkt, dass sie schwach und den Herausforderungen, denen sie entgegen steht, nicht gewachsen ist.

 

Um mögliche Spoiler zu wahren, werde ich an dieser Stelle nicht weiter auf die Geschichte und die restlichen Bewohner Nimmerlands eingehen. Denn diese sind ganz anders, als man sie kennt. Aber es lohnt sich, jeden einzelnen kennen zu lernen.

 

 

Fazit:

 

Mit "Nimmelands Fluch" ist Salome Fuchs eine fantastisch düstere Adoption unseres Kinderbuchheldens gelungen, die nicht durch Ideenreichtum und Einzigkeit überzeugt, sondern uns allen auch das wichtige Wissen vermittelt, dass nicht jeder Mensch von Geburt an Böse ist, sondern das dieses durch grausame Schicksalsschläge gedeiht und zur Oberfläche gebracht wird. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Federdrachen und einen Platz auf meiner 2017 - Highlightsliste.


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Diese Rezension wurde bereits Oktober 2017 auf meinem Blog veröffentlicht 

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Eonvár – Zwischen den Welten

Rupin Kat
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 31.10.2017
ISBN 9783946955047
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Cover ist meiner Meinung nach durch den starken Kontrast von Farbe und Grautönen ein kleiner Hingucker. Während man außen unsere Welt in trist und grau sieht, ohne Farben oder anderem, das Leben verrät, seiht man zur Mitte hin, hinter dem zersplittertem Spiegel, Eonvár - das magische Land, voller Farben und Energie. 

 

Ich kam sehr leicht in das Geschehen hinein. Man lernt Elisa und ihr Leben kennen und wie sie dieses mit Lebensmut meistert ohne sich dabei in die Operrolle hinein zu versetzten wie man es vielleicht bei einem anderem Buch erlebt hätte. An dieser Stelle ein großer Pluspunkt. 

Lediglich zwischen dem achten und zehntem Kapitel blieb ich mehrmals hängen und bekam das Gefühl, dass sich das Ganze unendlich in die Länge zieht, ohne das etwas passiert. Kurz danach jedoch hatte die Autorin es wieder geschafft, Spannung aufzubauen und der Geschichte Fahrt zu nehmen und das war der Moment, in dem ich mich hoffnungslos in der neuen Welt verlor und mit den Protagonisten mitfieberte. 

Eonvár ist bildlich und mit viel Liebe zum Detail beschrieben und es gab Augenblicke, in denen ich wirklich das Gefühl hatte dort zu sein und nicht im meinem Zimmer auf dem Bett, mit dem Buch vor der Nase. 

 

Ich liebe Elisa, ja - ich liebe sie wirklich. Denn sie ist trotz ihres schweren Schicksals kein bisschen eingeschüchtert sondern voller Selbstbewusstsein und Freude, hat Ziele und Pläne für die Zukunft und vieles, was nicht einmal Menschen haben, die eine leichte Vergangenheit in gutem Elternhaus hatten. Und genau das macht sie einfach nur unglaublich sympatisch und liebenswert. Sie hat ihr Leben im Griff und lässt sich nicht beirren. Sie kämpft für das was sie will. 

 

Auch Gabriel, auch wenn er mich nicht ganz so überzeugen konnte wie Elisa, ist ein unglaublich lieber Kerl. Man lernt mit der Zeit, dass auch er keine leichte Vergangenheit hatte, man lernt die Gründe kennen, warum er das getan hat, wer er nun mal getan hat. 

 

Ich möchte aufgrund der Spoiler-Gefahr nicht auf näheres eingehen. Doch ich kann euch versichern, dass es sich hierbei um eine wirklich wunderschöne Geschichte voller Liebe und Magie handelt, die sich lohnt gelesen zu werden. Aus diesem Grund erhält "Eonvár" von mir auch 4 von 5 Federdrachen und eine Leseempfehlung an alle, die eine Geschichte mit einer starken Protagonistin suchen. 

 

Fazit:

 

Mit Eonvár - Zwischen den Welten hat Kat Rupin ein fantastisches Debüt voller Magie und einer toughen Protagonistin geschaffen, das einen von der ersten Seite an, in den Bann zieht und uns deutlich zu verstehen gibt, das keiner auf Dauer in zwei verschiedenen Welten leben kann. Denkt also dran. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr jemals in eine magische Welt geraten solltet - ENTSCHEIDET EUCH. 

 

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares. 


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Diese Rezension wurde bereits November 2017 auf meinem Blog veröffentlicht 

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141 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Verbundene Seelen

Nica Stevens
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783959915045
Genre: Fantasy

Rezension:

Vorletztes Jahr schlich sich „Verwandte Seelen“ in mein Herz hinein und eroberte dieses im Sturm. Ob „Verbundene Seelen“ das wohl auch geschafft hat?

...

Die siebzehnjährige Jenna ist die Tochter eines angesehenen Clanführers und ihr Zuhause ist der Ewige Wald. Als ihr Vater von einer Reise nicht zurückkehrt und ihr Zwillingsbruder Jared sich auf die Suche nach ihm begibt, zerbricht ihre heile Welt. Sie folgt ihm nach Darkona, wo das Volk unter dem Regime eines grausamen Clanführers leidet. Lediglich eine Gruppe geflohener Straftäter leistet Widerstand. Ihr junger Anführer Drystan ist furchtlos und gefährlich, zieht Jenna jedoch auf eine faszinierende Weise in seinen Bann. Um in der Fremde bestehen zu können, schließt sie sich ihm und seinen Gefährten an. Aber kann sie Drystan wirklich vertrauen? Ihn umgibt ein dunkles Geheimnis, das ihr zum Verhängnis werden kann. Und sie ahnt nicht, wie tief sie schon längst mit seinem Schicksal verwoben ist.

...

Mein Herz hat einen großen Freudensprung gemacht als das Cover zu „Verbundene Seelen“ enthüllt wurde und mir war sofort klar, dass dieses Buch in mein Bücherregal einziehen muss. „Verwandte Seelen“ hatte schon ein Jahr zuvor mein Herz im Sturm erobert und auch Nica Stevens Werk „Hüter der fünf Leben“ konnte mich restlos begeistern, sodass ich mir sicher war, dass mir auch dieses Werk wieder eine schlaflose Nacht bescheren würde.

Ein Grund, weshalb ich es so lange herausgezögert habe, es zu lesen. Direkt zum Beginn des neuen Jahres, hatten mich allerdings keine Termine und auch keine Schule davon abhalten können, eine ganz persönliche Lesenacht zu veranstalten und was habe ich mich in das Buch hineingestürzt.


Es war fast wie nach Hause kommen, als ich die erste Seite aufgeschlagen habe und mich innerhalb kürzester Zeit wieder im ewigen Wald vorfand. Für einen Moment war es seltsam für mich nicht durch Sams Augen zu sehen, sondern durch ihre inzwischen 17-Jährige Tochter Jenna, die im letzten Band der „Verwandte Seelen – Trilogie“ gerade erst zur Welt gekommen war. Doch innerhalb kürzester Zeit konnte ich sie unheimlich lieb gewinnen und mich mit Leichtigkeit in sie hineinversetzten, was sicherlich auch daran liegt, dass sie ihrer Mutter so unglaublich ähnelt.


Auch in Jennas Zwillingsbruder Jared konnte ich mich sehr gut hinein versetzen, was unter anderem auch daran liegt, dass er mir in einigen Dingen sehr ähnlich ist. Er möchte sich beweisen, zeigen was er kann und mehr von der Welt sehen als immer nur den ewigen Wald, in dem er aufgewachsen ist. Es zieht ihn in die weite Welt hinaus, die für ihn völlig fremd ist und voller neuer Dinge und Abenteuer.


Doch besonders Drystan, ein komplett neuer Protagonist aus Nicas Welt der Unsterblichen, ist mir fest ans Herz gewachsen. Er durchlitt in seinem bisherigem Leben nichts als Trauer, Einsamkeit und Schmerz. Sein ständiger Begleiter ist der Hass und der Gedanke an Rache gegenüber demjenigen, der ihn gefangen hält und ihm solche seelischen Wunden zufügt. Im ersten Moment könnte man meinen, dass in seinem Herzen die Liebe keinen Platz mehr findet. Doch je mehr das Buch voran schreitet, desto mehr lernt man auch die verletzliche Seite kennen, die sich im Inneren nach Sicherheit und Geborgenheit sehnt.


Der Schreibstiel ist, wie man es von Nica kennt, flüssig, spannend und bildlich, sodass ich mich auch schnell an den neuen Orten des Buches zurechtfinden konnte. Einzig allein, was ich ein wenig schade fand, war, dass gerade der ewige Wald nicht mehr so detailreich beschrieben wurde, wie in der Trilogie Verwandte Seelen. Das ist zwar von meiner Sichtweise alles andere als schlimm und eigentlich nennenswert. Aber wäre sicherlich gerade für die Leute toll gewesen, die zuerst Verbundene Seelen lesen.


Fazit:

Nica Stevens hat es mal wieder geschafft einen tief in die Geschichte hineinzuziehen und mich zu verzaubern. Alte Bekannte wurden wieder zum Leben erweckt, neue Protagonisten großartig geformt und erschaffen. „Verbundene Seelen“ hat alles was „Verwandte Seelen“ hatte und noch vieles mehr, weshalb mir der Auftakt der neuen Reihe nicht nur besser gefiel, sondern auch auf der Liste meiner Highlights landete. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band  

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Tags: ewiger wald, fantasy buch, jugendbuch, liebe, nica stevens, verbundene seelen, verwandte seelen   (7)
 

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antike, entführung, historisch, historischer roman, intrigen, krieg, krimi, mord, rabe, römer, sklaven, sklaverei, stadthalter, thermen, trier

Die Legion des Raben

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492500555
Genre: Historische Romane

Rezension:


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Tags: historisch, legion, maria w. peter, rabe, römer, trier   (6)
 

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Solange die Hoffnung uns gehört

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.06.2017
ISBN 9783746632896
Genre: Romane

Rezension:

Es ist die berührende Geschichte einer jüdischen Mutter im zweiten Weltkrieg, die das Leben ihres Kindes zu retten versucht, indem sie es auf eine Reise ins ferne Unbekannte schickt.

Diese Rezension fällt mir so schwer, wie noch nie eine zuvor. Und ich habe schon Dutzende geschrieben. Nicht auf diesem Blog, dafür aber anderen Plattformen, als ich einfach nur eine Leserin war und keine Bloggerin und dennoch die Autoren mit meiner persönlichen Meinung unterstützen wollte. Wo fängt man also an, wenn man keine Ahnung hat, wo man beginnen möchte. Mit den Protagonisten? Mit dem Schreibstil oder sollte ich mich einfach von der Seele schreiben? Ganz gleich ob es nun am Ende professionell geschrieben ist oder nicht, Warum es mir schwer fällt dieses Buch zu rezensieren? Nicht weil mich das Buch auf negative Weise aufgeregt hat, sondern weil ich das Gefühl habe, mit dieser Rezension nicht das rüber zu bringen, was ich wirklich gegenüber diesem Buch empfinde. Mein Herz ist mehrfach gebrochen worden und anschließend wieder zusammengeflickt. Die Worte, die sich schwarz auf weiß aneinanderreihen haben mich innerlich zerstört und gleichzeitig bis in den tiefsten Kern meines Herzens und meiner Seele berührt.

Doch beginnen wir ganz am Anfang:

Aufgefallen ist mir das Buch durch seinen wunderschönen Titel, der mir eine Geschichte über die, meines Erachtens nach, mächtigste Macht auf Erden verspricht – die Hoffnung. Hoffnung darauf, dass selbst in den schwersten Zeiten ein Lichtstrahl durch die Wolkendecke bricht und sich eines Tages wieder alles zum guten wendet. Selbst dann, wenn einem alles genommen wird.                                                                                                            

Das Cover, dass einen „alt“ angehauchten Touch aufweist, zeigt eine junge Frau und und ein paar alte Häuser im Hintergrund. In der oberen Ecke wird das ganze mit wunderschönen Verzierungen aufgepeppt, ohne, dass es dabei überladen wirkt. Das Gesamtbild wirkt stimmig und idyllisch und doch merkt man durch den traurigen, fast mutlosen Gesichtsausdruck der jungen Frau, dass etwas nicht stimmt. Mir persönlich gefällt das Cover sehr. Doch obwohl der Mantel des Buches bei vielen Menschen ein wichtiges Kaufkriterium ist, ist etwas noch viel wichtiger – der Inhalt des Werkes.

Von der ersten Seite an, schafft es Linda einen direkt in den Bann zu ziehen und zeigt uns anfangs eine scheinbar heile Welt, die jedoch schon erste Risse aufzuweisen hat und ganz allmählich zu bröckeln beginnt. Von Kapitel zu Kapitel werden wir immer weiter in das Leben der damals lebenden Juden hineinversetzt, die mit dem Beginn des Nationalsozialismus und dem Beginn des zweiten Weltkrieges immer mehr zurückgedrängt und ihrer Rechte und Freiheiten beraubt werden. Ohne langatmig zu werden, führt uns die Autorin von einer heilen Welt in den Krieg hinein und wieder hinaus, entführt uns nach England und lässt uns durch die Augen der Juden blicken, lässt und mitleiden und mittrauern. Zeigt uns die berechtigten Ängste und Sorgen und lässt uns einen tiefen Blick in eine Zeit einsehen, die von Hass und Misstrauen geprägt war.

Lindas Schreibstil ist stets verständlich und durchgehend flüssig, weshalb ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durch hatte. Und das, obwohl ich am Handy las und dort immer eine halbe Ewigkeit brauche um mit einem neuem Werk voranzukommen

Fahren wir mit den Protagonisten fort:

Da hätten wir als allererstes die als Jüdin geborene Protestantin Anni. Als bekannte Sängerin der Frankfurter Oper hat sie regelmäßige Auftritte, bis den Juden zu Beginn des Nationalsozialismus immer mehr Rechte und Freiheiten genommen werden und schließlich auch sie nicht mehr als Sängerin arbeiten darf und ihre Arbeit verliert.

Anni ist mir von der ersten Seite an ans Herz gewachsen und hat sich dort auch bis zum Ende nicht von dort gelöst. Sie ist eine sympatische junge Frau, die ihre Tochter über alles liebt und zu Beginn des Buches noch eine große Menge an Selbstbewusstsein hat. Singen ist ihr Leben, doch mit der Einschränkung ihrer Rechte merkt man Stück für Stück, dass Annie sich immer weiter in ihr Schneckenhaus zurückzieht und mit den ersten Angriffen auf die Juden, in Todesangst lebt. Mit den Wochen und Monaten wird sie immer misstrauischer und ihr neues Lebensziel besteht darin, alle Chancen zu ergreifen, um mit Ruth aus Deutschland zu fliehen. Ich konnte ihre Handlungen und Beweggründe stets nachvollziehen und mit jeder Seite, fühlte und lebte ich mit der jüdischen Mutter, selbst wenn es mir das Herz zerriss.

Ruth, ist wie schon erwähnt Annies Tochter. Wie auch ihre Mutter verbindet sie eine innige Liebe zur Musik und dem Singen. Sie ist zu beginn etwa 6 oder 7 Jahre alt und begleitet ihre Mutter regelmäßig mit zur Arbeit in der Oper. Dadurch ist sie in einer Welt des Glamours und des Rampenlichts aufgewachsen, was sie dennoch nicht einmal im entferntesten verkorkst. Sie ist ein süßes kleines Mädchen, dass sich gerne wie die Stars verkleidet und wie jedes Kind Spaß am Leben hat. Doch ihre Kindheit ist durch den Nationalismus schneller vorbei, als es sein sollte und mit den Problemen als Tochter einer Jüdin und ihrer Verschickung mit dem Kindertransport ins ferne unbekannte England, beginnt sie in sich zu kehren. Sie muss schneller erwachsen werden als ihr lieb ist und auch wenn sie in England wieder Stück für Stück aufblüht, wird sie stets von der Angst, der Trauer und ihrer Vergangenheit in Deutschland begleitet. Mir hat die Arme so leid getan und auch mit ihr habe ich mitgelitten. Was gibt es Schlimmeres als von der eigenen Mutter getrennt zu sein, weit weg, in einem Land, dessen Sprache man Anfangs nicht einmal kennt?

Nennenswert ist auch Ruths bester Freund Walter, mit dem sie nicht nur aufwuchs, sondern auch jede Freude und alles Leid teilt, dass er als Jude zu tragen hat. Walter ist ein eher zurückgezogener Einzelgänger, der sein Leben dem Klavierspielen widmet. Er hat sehr viel Talent darin, was auch den Mitmenschen in seiner Umgebung stark auffällt und nicht selten sitzt er gemeinsam mit Ruth dran und bringt ihr das ein oder andere bei. Für ihn, ist das junge Mädchen wie eine kleine Schwester.

Stark in Erinnerung geblieben sind mir unter anderem auch die Gemeinschaft des Hauses, in dem Anni lebt. Insbesondere die ältere Dame Hiltrud, über die man im Laufe der Handlung mehr erfährt und ebenso wie Georgina - mein persönlicher Liebling des Romans – nach einer bestimmten Zeit nicht mehr missen möchte. Norbert – oder wie er lieber genannt werden möchte – Georgina, hat seine bzw. ihre ganz persönliche Note, mit der sie überall heraus sticht. Sie ist für Annie eine gute Freundin, die ihr in jeder Lebenslage hilft, sie unterstützt und beschützt und sie überall hin begleitet um ihr beizustehen. Mit ihrer Lebenseinstellung, wird sie gern als Tunte beschimpft und hat es deshalb selbst nicht leicht als die Zeit des Nationalsozialismus endgültig hereinbricht und der zweite Weltkrieg an die Pforten der Länder anklopft.

...

Jeden einzelnen dieser Personen habe ich tief in mein Herz geschlossen und am Ende habe ich bittere Tränen geweint. Nie hatte ich das Gefühl gehabt, etwas vorhersehen zu können und jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich nun endlich Luft holen könnte, ließ mich eine neue Überraschende Wendung den Atem anhalten.

Zum Abschluss kann ich folgendes sagen:

Mit „Solange die Hoffnung uns gehört“ hat die Autorin ein Werk geschaffen, dass mich – wie schon erwähnt - innerlich zerstört und gleichzeitig zutiefst berührt. Es ist ein von Trauer, Angst und Hass erfüllter Roman, der gleichzeitig zeigt, dass man nie die Hoffnung verlieren darf. Ganz gleich wie aussichtslos die Situation auch scheinen mag. Denn wer die Hoffnung verliert, hat sich selbst verloren und genau dies beschreibt der Roman mehr als deutlich.  

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149 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 70 Rezensionen

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Die Festung am Rhein

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175192
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum 200. Jubiläum der Festungsstadt Koblenz nimmt uns in die Autorin Maria W. Peter mit, in das Jahr 1822 und zeigt eindrucksvoll das damalige Leben im von Preußen besetztem Rheinland. 
  
  
Doch worum geht es in dem Roman? 
  
Es ist das Jahr 1822 als hoch über der Stadt Coblenz die preußische Feste Ehrenbreitstein entsteht. 
Doch als geheime Baupläne von dort verschwinden wird Franziskas Bruder, der Pionier Christian Berger des Landesverrats bezichtigt und verhaftet. Er soll die Baupläne gestohlen und an die Franzosen verkauft haben, war ihr gemeinsamer Vater immerhin ein Offizier Napoleons. 
Franziska ist verzweifelt und versucht mit allen Mitteln die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. Hilfe bekommt sie dabei vom strengen Leutnant Rudolph Harten, der mit der Zeit an die Unschuld Christians glaubt und den wahren Verräter finden will. Auf der Suche kommen die beiden sich immer näher, fast zu nah, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört. 
  
  
  
Ich habe schon seit längerer Zeit keinen historischen Roman gelesen und zu dem Zeitpunkt, als Maria mich anschrieb und mich fragte, ob ich Interesse daran hätte ihr Buch zu lesen und zu rezensieren, war ich auf der Suche nach Büchern außerhalb der Genre Fantasy. 
Verrat und eine verbotene Liebe ist meines Erachtens nach, immer eine spannende Sache, wenn sie gut umgesetzt wird und deswegen habe ich als allererstes in die Leseprobe auf Amazon hineingeblickt. Marias Schreibstil hat mir sofort zugesagt und anhand der Spannung, die sich gleich zu Anfang an aufbaut, wurde ich neugierig auf mehr. 
Das Buch kam als Print in selbiger Woche bei mir an und ich begann direkt nach Abschluss eines anderen Rezensionsexemplars zu lesen.  
  
Schon der Einstieg in den Roman erwies sich, wie schon erwähnt, als sehr spannend und so glitt ich mühelos von einer Seite auf die nächste. Es war allein der ermüdenden Hitze der letzten Tage zu verdanken, dass ich mit dem kompletten Roman langsamer vorankam, als gewollt. 
Der Schreibstil ist durchgehend flüssig und angenehm zu lesen und ich kann mich nicht daran erinnern, an irgendeiner Stelle hängen geblieben zu sein. 
Die Handlung hat viele düstere und traurige Stellen, die das damalige Leben detailreich und bildlich im Kopf widerspiegeln lassen. Doch auch der Humor kommt nicht zu kurz, insbesondere am Anfang, wenn sich Franziska und Rudolph ständig über den Weg laufen. Verbunden und verwebt wird all das mit einer Liebesgeschichte, die sich ganz langsam entwickelt und daher realistisch bleibt und nicht von den eigentlichen Problemen ablenkt. Genauso stelle ich es mir vor. 
  
Die verschiedenen Protagonisten, die im Laufe der Handlung dazu kommen, sind sehr gut gelungen und authentisch beschrieben. So kam es, dass ich für die einen Sympathie und Verständnis entwickelte und auf andere Wut und Hass. 
Franziska ist mir sehr stark ans Herz gewachsen. Schon allein wegen ihrer offenen und dickköpfigen Art und ihren Handlungen, über die andere Frauen ihrer Zeit wohl nicht einmal nachgedacht hätten, merkt man schnell, dass die Halbfranzösin eine komplett andere Einstellung vom Leben hat. Ich würde sogar behaupten, dass sie den Menschen im Rheinland, in der Zeit, ein wenig voraus ist, was ich als sehr erfrischend empfand. Ihr Wesen fällt, umgeben von preußischer Disziplin, allemal auf. 
Auch der Leutnant Rudolph Harten, hat sehr schnell meine Sympatie gewonnen, spätestens ab dem Punkt, an dem er an Christians Unschuld glaubt und Franziska hilft den wahren Verräter aufzuspüren. Auch wenn es für ihn erstmals ganz andere Gründe hat, als für die junge Frau, die ihrem Bruder lediglich das Leben retten will. Er mag auf dem ersten Blick ein typischer Preuße sein – hart, streng und diszipliniert. Aber mit dem fortschreiten der Geschichte entdeckt man auch eine weiche, eine gar verletzliche Seite an ihm. Man erfährt nicht nur einiges aus Franziskas Vergangenheit, sondern auch vieles aus der von Rudolph. Und all das, macht die beiden Protagonisten von Kapitel zu Kapitel sympathetischer. 
Christian, Franziskas Bruder, ist in meinen Augen ein sehr tapferer junger Mann (oder Junge). Er erleidet während seiner Gefangenschaft körperliche und seelische Qualen und versucht dennoch seine Schwester daran zu hindern, ihm zu helfen. Allein deswegen, um sie zu schützen und aus der Sorge ihres Wohlergehens heraus. Seine Beweggründe, weshalb er während der vielen Verhöre schweigt, haben mich auf der einen Seite schockiert und auf der anderen Seite konnte ich es dennoch nachvollziehen. Als Halbfranzose und Sohn eines ehemaligen französischen Offizier Napoleons hat er es unter der Macht der Preußen nicht leicht. 
Doch auch die anderen Figuren der Handlung dürfen nicht unerwähnt gelassen werden. Da ist unter anderem Franziskas Freundin Therese, die stets ein offenes Ohr für ihre Freundin hat, nur leider viel zu wenig Auftritt auf den über 500 Seiten hatte. Auch Alasdair McBaird, ein Schotte und alter Freund von Rudolph ist nennenswert. Er ist Künstler und fällt durch seinen Akzent und den ständigen Wechsel in seine Muttersprache, sehr auf. Er ist ein freundlicher Mann, der jedoch auch seine Schattenseiten in sich trägt. 
Im Gedächtnis geblieben sind mir auch, der mir unsympathische Feldwebel Bäske und Rudolphs Bursche Fritz dem die Lebensmut in die Wiege gelegen worden sein muss und mir nicht selten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. 
  
Ich habe durch die vielen Informationen und Fakten, die jedoch keinesfalls überladen wirkten, sehr viel neues und interessantes gelernt und konnte gleichzeitig meinen Wortschatz erweitern, was mir sicherlich noch zu Gute kommen wird. Sehr interessant empfand ich auch den Glossar ganz am Ende des Buches, der noch viele weitere Informationen birgt und den ich auf alle Fälle noch einmal genauer ansehen werde. 
  
Fazit: 
  
Mit „Die Festung am Rhein“ ist Maria W. Peter ein sehr authentischer und bildgewaltiger Roman gelungen, der rheinische Lebensfreude und preußische Disziplin aufeinander treffen lässt. Er verwebt Liebe und Hass mit Spannung und ist für jeden Freund der historischen Romane eine klare Empfehlung, die sich lohnt, gelesen zu werden 

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Tags: die festung am rhei, franzose, preußen, verbotene liebe, verra   (5)
 

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alkohol, alkoholismus, entführung, kind verschwunden, krimi, kurze bücher, phantasie, plötzlicher kindstod, psychiatrie, roman, schicksal, seelische labilität, sucht, träume, traumwelt

Verträumt

S.T. Kranz
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei epubli, 02.05.2017
ISBN 9783745074628
Genre: Romane

Rezension:

Ein verschwundenes Kind, eine Ehe die vor den Trümmern steht und eine labile Mutter deren einzigen Ausweg der Alkohol ist, der sie immer weiter in eine Traumwelt hineinzieht. Eine Geschichte über die schlimmen Folgen des Alkohols, mit einem Ende, dass Fragen aufwirft.


Erst einmal bedanke ich mich ganz herzlich bei S.T. Kranz für das Rezensionsexemplar. Als ich von ihm gefragt wurde, ob ich das Buch lesen und rezensieren möchte, war ich zwar nicht direkt in einer Leseflaute. Aber ich habe mich sehr gelangweilt, weil ich das Gefühl hatte, dass viele Autoren, von denen ich in letzter Zeit etwas lese, keine neuen Ideen mehr haben. Ich habe mir den Klapptext, den er mir mitgeschickt hat, durchgelesen und habe dann sogleich zugesagt. Es war dringend an der Zeit, dass ich mich in ein anderes Genre bewege und das Buch erschien mir dementsprechend als gute Überleitung zu Büchern, die ich die ganzen Jahre zuvor wohl nie in die Hand genommen hätte.

Doch worum geht es?
Verträumt handelt von de labilen Mutter Cathy, deren 4-Jähriger Sohn Luca spurlos verschwunden ist. Ihre Ehe mit Noah, steht kurz vor dem Aus und ihr einziger Rettungsanker und Freund ist der Alkohol, der sie in immer regelmäßigeren Abständen in eine Traumwelt hineinzieht. Mit der Zeit nimmt sie diese um ein vielfaches ernster als die Realität und merkt dabei nicht, dass das wahre Leben um sie herum allmählich zerbricht. Fürchterliche Konsequenzen drohen und gleichzeitig beginnt die Such nach ihrem Sohn anders als erwartet.

Zu den Figuren:
Es fällt mir wirklich schwer etwas über Cathy zu sagen. Denn ich kann nicht sagen, dass ich sie sympathisch fand. Aber gleichzeitig kann ich auch nicht sagen, dass ich sie unsympathisch fand. Sie hat ein liebes Herz, das man dann zu spüren bekommt, wenn ihre Tochter bei ihr ist und gleichzeitig hätte ich sie am liebsten jedes Mal schütteln können, wenn sie wieder zur Alkoholflasche greift. Cathy ist eine Protagonistin die man weder lieben noch hassen kann. Man kann nichts und doch gleichzeitig alles. Ich bin schwer in ihr durchgerungen und dennoch habe ich mit ihr mitgefühlt. Für welche Mutter ist es nicht schlimm, wenn der eigene Sohn spurlos verschwindet.
Bei Cathys Eltern und ihrer Tochter empfand ich dieses schon um einiges leichter. Ihre Mutter Hilde habe ich von Anfang an gehasst, fragt mich nicht wieso. Sie ist in meinen Augen eine Frau der strengen Natur und ihre Handlungen haben mir ihr gegenüber keine Sympathie aufbringen können. Und das obwohl man beim genauerem Lesen merkt, dass sie einfach nur das Beste für ihre Tochter will. Cathys Vater Gerd dagegen habe ich echt geliebt. Er ist ein liebenswürdiger Mann, mit viel Fantasy und Lebensfreude. Er erzählt seiner Enkelin Geschichten und erinnert mich ein wenig an meinen eigenen Opa, der mir früher immer Abends vorgelesen hat, wenn ich bei ihm geschlafen habe. Ihre Tochter Sandy ist eben so, wie ein kleines Mädchen nun mal ist. Süß, liebt ihre Familie und ganz besonders ihre Mutter und liebt es Geschichten von ihrem Opa erzählt zu bekommen. Ein weiterer Protagonist ist Cathys Traummann Tian. Er erscheint in ihrer Traumwelt und ist in meinen Augen betrachtet der Mann, den sich Cathy wohl am sehnlichsten wünscht. Ein perfekter Mann, der sie auf Händen trägt, sie vergöttert und alles für sie macht.


Wie erging es mir im Verlauf der Handlung?

Auf den ersten Seiten habe ich mir etwas schwer getan. Was nicht daran lag, dass sein Schreibstiel schlecht war, sondern schlichtweg ungewohnt. Nach so vielen Jahren Fantasy in einfachem Schreibstiel, der aus der Sicht einer Jugendlichen schreibt, wahrscheinlich auch kein Wunder. Dies war aber nur am Anfang so und je länger ich gelesen habe, desto weniger bin ich gehangen und ab der Hälfte der Geschichte habe ich mich so sehr daran gewöhnt, dass es mir zu gefallen begonnen hat. Der Schreibstiel war definitiv anders und findet man gewiss nicht in jedem Buch. Vielleicht hat es mir auch genau deswegen gefallen – weil er anders war, weil es nichts war, dass man schnell so an einem Nachmittag ließt. Und damit komme ich schon zum nächsten Punkt.
Es ist kein Buch, dass man auf die schnelle Lesen sollte. Am Anfang habe ich gedacht: Okay, dass sind so ca. 160 Seiten. Bis heute Abend bin ich damit durch. Nein, war ich nicht. Wer dieses Buch ließt, dem rate ich dazu sich viel Zeit zu lassen. Denn wen man schnell ließt, mag es einem wie eine kurze Geschichte vorkommen, wer sich aber Zeit lässt und sich nicht auf die Wortgruppen sondern auf jedes einzelne Wort einlässt, der findet darin auch ein paar versteckte Dinge, die beim schnellem Lesen schnell … naja … überlesen werden. Macht nach jedem Kapitel eine kurze Pause und lasst es auf euch wirken. Man lernt alles viel besser kennen, wenn man noch darüber nachdenkt und versucht das ganze zu verstehen und zu verbinden.

Ich fand die Ideen in Cathys Traumwelt wirklich interessant, wenn ich mir auch gewünscht hätte, wenn das Ganze mehr in die Tiefe gegangen wäre. Manchmal schienen mir einzelne Stellen viel zu schnell geschrieben und übereilt und auch die Beziehung zwischen Cathy und Tian, war meiner Meinung nach etwas oberflächlich. In dieser Traumwelt wurde ein super Ansatz gemacht, aber es liegt auf jeden Fall noch Potenzial nach oben.

Das Ende des Buches hat mich mit einem großen Fragezeichen zurückgelassen und auch mehrere Tage nach Beendigung des Buches stelle ich mir die Frage ob Cathys Traumwelt nun wirklich nur Traumwelt war oder tatsächlich Realität. Man muss das Ende des Buches lesen, um zu wissen, was ich meine.

Zum Abschluss kann ich sagen, dass mir das Buch trotz kleiner Schwächen ein wundervolles Lesewochenende beschert hat und ich dadurch den Sprung aus der Genre Fantasy geschafft habe. Zum ersten Mal kann ich mich vollkommen auf Bücher einlassen, die nicht dort spielen, sondern mit dem wahren Leben zu tun haben.
Wem ich das Buch empfehle?
Menschen, die nicht so gerne dicke Bücher lesen oder zwischen den langen Romanen etwas kurzes brauchen und Lust auf Geschichten zum wahren Leben haben (mit einem Hauch Fantasy ;-) )

Anmerkung an den Autor: Du musst mir unbedingt meine Frage beantworten, das mir das Ende des Buches hinterlassen hat.  

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Touch of Flames: Vom Feuer berührt

Mariella Heyd
E-Buch Text: 285 Seiten
Erschienen bei Forever, 01.05.2017
ISBN 9783958181830
Genre: Fantasy

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Seductio

Regina Meißner
E-Buch Text: 441 Seiten
Erschienen bei neobooks, 02.09.2015
ISBN 9783738038750
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die seit Kindesbeinen an vor ihrem Schicksal flieht. Doch kann man vor seiner Bestimmung wirklich davonlaufen?

Direkt zu Anfang muss ich sagen, dass mir diese Rezension mehr als nur schwer fällt. Und dass nicht, weil ich so enttäuscht von dem Buch bin, sondern weil ich schon die komplette Reihe mit Begeisterung durchgelesen habe und nun wieder zu Band 1 zurück muss. Zur eigenen Unterstützung habe ich den Auftakt der Trilogie gestern aus dem Regal geholt und habe ihn in einer Rekordzeit von weniger als 24 Stunden noch einmal durchgelesen um mich wieder ganz in die Geschichte und deren Geschehen einzufinden.
Über die Handlung muss ich nicht mehr viel sagen, denn diese lässt sich ganz leicht dem Klapptext entnehmen und deshalb möchte ich mich zu zuallererst den Figuren im Buch zuwenden.
Fangen wir gleich mal mit der Wichtigsten aller vorkommenden Personen an – Ivory Laurentis.
Ivory ist mit ihren 19 Jahren schon älter als die meisten anderen Mädchen, über die zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung geschrieben wurde. Sie lebt sehr zurückgezogen und durch die jahrelange Flucht ein sehr misstrauischer Einzelgänger. Einzig und allein Grace, lässt sie an sich heran und dennoch ist das junge Mädchen – oder sollten wir sagen, die junge Frau – eine echte Kämpferin, deren einziges Ziel es ist, durchzuhalten. Ich persönlich bewundere genau diese Eigenschaft an ihr sehr, denn unter dem Stress der nervenaufreibenden Flucht und den regelmäßigen Neuanfängen ohne wirkliche Perspektive, wäre ich persönlich schon längst zerbrochen.
Grace ist Ivorys Tante und die wichtigste Bezugsperson in ihrem Leben. Diese selber habe ich sofort ins Herz geschlossen, vor allem, weil sie immer daran geglaubt hat, dass ihre Nichte den Kampf gewinnen kann. Sie ist der Gegenpart zu Ivory, die es immer wieder schafft, dem Neustart eine Chance zu geben und ich denke, dass ist genau das, was diese in all den Jahren gut gebrauchen konnte.
Gegen Ende des ersten Drittels, kommt der 24 – Jährige Privatermittler Kil hinzu. Dieser wurde von Grace persönlich engagiert um Ivory zu schützen und dass zu Recht. Gerade im letzten Moment, gelingt es ihm das Mädchen aus den Fängen der Schatten zu befreien, deren Ziel es ist, Ivory lebendig in ihr Land Embonis zu bringen, damit diese das Tor zur Menschenwelt öffnen kann.
Kil selbst ist ein, sagen wir, sehr sprunghafter Typ. Seine Emotionen wechseln ständig und man weiß nie, wie er im nächsten Moment reagiert. Durch seine geheimnisvolle Art, nichts über sich preiszugeben, wirkt er auf mich wie ein Buch mit sieben Siegeln.
Doch auch die anderen Figuren des Buches, wie Ivorys „in Anführungszeichen“ Freundin Lynn, sowie Kils Angestellten, die blinde Caleta und der Koch Ruppert, sind wundervolle Personen, die ich ins Herz geschlossen und habe und von denen ich sehr gerne mehr gelesen hätte.
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Reginas Schreibstiel ist, wie ich es kenne flüssig und bildhaft beschrieben und der eine kleine Logikfehler, der mir im ersten Drittel des Buches kurz aufgefallen ist, geriet im Verlauf der Handlung wieder sehr schnell in Vergessenheit.
Am Anfang erfahren wir sehr viel über Ivory und ihre Kindheit, ihre Flucht und deren Gründe, weshalb sie es tut. Man erfährt viel über Ivorys Gegenspieler, den sogenannten Decessaren – von ihr selbst meist ganz einfach Schatten genannt, deren Fähigkeiten und ihrer Verbindung zu der 19 – Jährigen. Für den ein oder anderen kann es erst einmal langatmig sein, doch es lohnt sich alle mal dran zu bleiben. Denn spätestens ab dem Ende des ersten Drittels fängt es an Spannend zu werden. Man bekommt die Verfolgung hautnah mit und bis es für eine Weile wieder ruhiger wurde, flogen die Seiten nur so an mir vorbei.
Es passieren viele unerwartete Wendungen und nicht nur einmal sind mehrere imaginäre Fragezeichen über meinen Kopf erschienen. Zum Gesamtbild kann ich sagen, dass trotz der manchmal sehr ruhigen Phasen, das Buch interessant und fesselnd blieb. Denn waren es nicht die Schatten, die Ivory verfolgten, so konnte man über Kils Verhalten rätseln.


Fazit:
Endlich Mal ein Buch, deren Hauptprotagonistin, nach Aussage der Autorin selbst, nicht als Sympathieträger konzeptioniert wurde und deren Inhalt keine Vampire aufzuweisen hatten, die mich persönlich allmählich mehr als nur nerven.
Seductio – Von Schatten verführt ist ein gelungener Auftakt einer fantastischen Trilogie, den ich schon vor vielen Jahren auf der Online – Plattform BookRix lesen durfte und deren Inhalt mich auf Anhieb fesselte. Er bringt neue Ideen mit sich, beinhaltete keine klischeehafte „graue Maus“ Protagonistin, die sich auf dem ersten Blick unsterblich ins männliche Geschlecht verliebt und vor allem - ich hatte in den meisten Romanen schon so die Schnauze voll davon – bemitleidet sie sich nicht am laufendem Bande selbst und meckert herum wie scheiße ihr Leben doch ist. Regina Meißner – TOP. Weiter so.





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