Leserpreis 2018

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Nein ist das neue Ja

Désirée Nick
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 05.10.2018
ISBN 9783959101837
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wie immer legt die Autorin auch hier den Finger nicht nur in die Wunde sondern rührt so richtig darin herum. Und das ist sicher für den einen oder anderen Ertappten schmerzhaft. Mit ihren Ansichten eckt sie oft an, doch ist es nicht so, dass diejenigen, die zur Wahrheit wandern, meist ziemlich alleine unterwegs sind? Sich selbst und seinen Überzeugungen treu bleiben, nicht alles unkommentiert mitmachen – ein Traum. Stolz kann man sich in manchen Situationen leider nicht immer leisten. Sie kann es und sie tut es in alt bekannter Gewohnheit. Amusement und Aufreger, Ratgeber und Blitzableiter in einem.

Nicht alle Probleme widerfahren einem selbst, nicht jedes geschilderte Detail ist der Rede wert. Jeder führt ja ein anderes Leben. Und mit einigen „Nein“ ist man noch lange nicht der alleinige Steuermann seines Schicksals. Zumindest beim Lesen fühlt man sich unter Gleichgesinnten. Wer „Ja“ sagt, fällt zwar weniger auf, läuft aber Gefahr, einmal an Herzdrücken zu sterben. Andererseits will ja auch niemand wirklich als Einzelkämpfer unterwegs sein. Die Entscheidung, welche der beiden Varianten und in jeweils welcher Dosierung für einen selbst bekömmlich ist, wird dem Leser durch dieses Buch nicht abgenommen.

Wer der Person Désirée Nick etwas abgewinnen kann, wird auch dieses Buch von ihr lieben und mit ihrer Meinung weitestgehend konform gehen und sich dabei noch dazu bestens unterhalten fühlen. Gesellschaftskritik humorvoll, tiefsinnig und nachhallend. Wenn auch mitunter schnodderig vorgetragen. Köstlich!

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Berührung

Bruno Müller-Oerlinghausen , Gabriele Mariell Kiebgis
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Leben, 21.09.2018
ISBN 9783963660061
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eine offene Hand, die streichelt, rührt, wachrüttelt, beruhigt. Der Inhalt - faszinierend und elektrisierend, wenn auch nicht des Rätsels einzige Lösung. Jedes Wort wurde präzise gesetzt. Die Zeilen sind somit sehr einprägsam, Metaphern oder altbewährten Weisheiten gleich. Das Ausmaß von Mangel an wirklicher Berührung von Mensch zu Mensch, die Bandbreite des Denkens und Handelns wird verständlich dargelegt und ist dem Leser bislang keinesfalls in vollem Umfang von vorn herein bewusst. Das macht das Buch nicht nur so interessant sondern vor allem auch teilweise so hilfreich für uns selbst UND den Umgang mit uns nahestehende Menschen.

Ein allumfassendes Sachbuch für Laien und Nichtlaien; weit mehr als eine thematisierte Essenz. Medizinische Aspekte, kultur- und zeitgeschichtliche Besonderheiten, eigene Konditionierung sind nur einige Facetten, die näher beleuchtet werden. Der Fokus liegt hierbei auf aktuellen medizinischen Erkenntnissen und therapeutisch-psychologischen Herangehensweisen. Körpergefühl, Krankheiten, Wahrnehmung stehen in engem Zusammenhang und werden in ihrem Interagieren anschaulich dargestellt. Bewusstwerdung und Achtsamkeit spielen dabei eine tragende Rolle. Obwohl nicht jeder Aspekt gleichberechtigt beleuchtet wird, erhält man dennoch einen sehr umfangreichen Einblick in das vielschichtige Thema Berührung mit seinen Rezeptoren Haut, Körper, Geist und Seele.

Durchweg interessant und wissenswert, schwankend unterhaltsam. Ausführliche Theorie und Praxisübungen bauen aufeinander auf. Ein hintereinander weg lesen ist weniger empfehlenswert. Besser ist es, man liest Kapitelweise, je nach momentanem Befinden. Obwohl die nebenher laufende Geschichte des jungen Paares zur besseren Veranschaulichung dienen soll, wirkte dies auf mich eher störend; zu starr und den Leser unterschätzend. Wirklich enttäuscht wird aber nur derjenige, der von der Lektüre Wunder erwartet. 

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(53)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

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Das Vogelhaus

Eva Meijer , Hanni Ehlers
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 27.08.2018
ISBN 9783442757947
Genre: Romane

Rezension:

Die berührende Geschichte der Vogelforscherin Len Howard hat das Potential, die Leser dahingehend zu sensibilisieren, dass sie ihre Augen und Herzen öffnen und endlich damit beginnen, über sich nachzudenken und Achtsamkeit auch bei allem, was um sie herum kreucht und fleucht, walten zu lassen; auch wenn es „nur“ Tiere sind. Die Autorin hält in ihrem biographisch anmutenden Roman all jenen, die sich hauptsächlich nur um sich drehen oder sich vom Wohl und Wehe anderer allzu abhängig machen, den Spiegel vor. Nicht romantisierend, doch liebevoll erzählt, präsentiert sie uns das Porträt einer Frau, die ohne sie vielleicht in Vergessenheit geraten wäre.

Vögel waren der Mittelpunkt dieser einzigartigen und engagierten Frau. Auf diese Sichtweise zielt die Lektüre nicht in erster Linie ab. Vielmehr kann sie auch unter philosophischen und charakterlichen Aspekten hin betrachtet werden. Eine große Portion Mut, unermüdlicher Einsatz, eine tiefe innere Überzeugung. Das Richtige tun, auch wenn man gegen Windmühlen kämpft. Sie konnte ihr Glück und ihre Sorgen mit niemandem teilen. Allein, belächelt, unverstanden; kein leichtes und ruhiges Leben. Und dennoch wollte sie nicht anders sein, nicht anders leben wollen. Die Zuneigung ihrer Schützlinge konnte sie sich jedoch immer sicher sein.

Gleichzeitig erfahren wir bislang unentdeckte Geheimnisse aus dem Mikrokosmos der Vögel, ihre Individualität, Eigenheiten und Bedürfnisse. Manch einer wird daraufhin mehr in ihnen sehen, als zwitschernde und ziellos umher flatternde Winzlinge. Der Grad des Sich-Hinein-Begebens in die Handlung ist wie ein Barometer unserer eigenen Menschlichkeit und Empathie für andere Individuen – einer tierischen Gretchen-Frage gleich: Wie hältst du es mit den Tieren und der Natur? Wille zur Opferbereitschaft statt purer Nutzen und Genuss?

Wer Tiere nicht so gern mag, wird Len Howards Ausführungen übertrieben finden. Für sie wird sie eine einsame Frau sein, die dies alles nur auf sich nimmt, weil sie nichts anderes hat. Für diejenigen aber, die für etwas brennen, die sich voll und ganz einer Sache widmen und dafür Privates in den Hintergrund stellen, wird sie eine von ihnen sein. Für mich ist sie eine bemerkenswerte Frau, klug, wissbegierig und mit einem riesengroßen Herzen. 

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106 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

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Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen

Neil Patrick Harris , Katrin Segerer , Lissy Marlin , Kyle Hilton
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 06.09.2018
ISBN 9783505141881
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Hier werden Kinderaugen groß und fangen an zu leuchten. Schon von der ersten Seite an wird der junge Leser mit einbezogen, ja, wird sogar persönlich angesprochen. Temporeich, beschwingt und lustig geht es zu, wenn Carter in Aktion tritt. Die jungen Leser werden mitgerissen in einen Strudel voll von Ereignissen und Begegnungen, in denen Freundschaft, Gerechtigkeit und natürlich Magie die Hauptrolle spielen. Dabei wird ein jeder sehr schnell herausfinden, dass Magie weit mehr als pures Zaubern ist und nicht nur gelungene Tricks vonnöten, um Menschen und Dinge zu verändern. Hier lernt jeder seine Lebens-Lektionen und sogar, auch ein wenig selbst zu zaubern.

Das Zeichentrick ähnliche Cover fällt auf. Die große Schrift und die übersichtlichen Kapitel im Innern des Buches laden zusätzlich zum Lesen ein, sind die Seiten dadurch nicht überfrachtet. Auch anfängliche Lesemuffel werden textlich nicht erschlagen. Alles geschieht Schritt für Schritt, ein stetes Mitkommen ist somit garantiert. Liebevoll und detailreich gestaltete Zeichnungen begleiten zahlreich die spannende und kindgerecht aufbereiteten Abenteuer von Carter und seinen Freunden. Nicht nur dahingehend ist das Buch in Kinderhänden sehr gut aufgehoben. Die Handlung besticht durch Einfallsreichtum, Heiterkeit und einer gesunden Portion versteckter Weisheiten und sonstigen „pädagogisch wertvollen“ Inhalten. Mit diesem Buch werden Hobbies geboren, Träume geträumt, das Lachen und Mitfiebern erlebt. Das Buch bezaubert selbst Erwachsene. Ihre Kinder wird es verzaubern. Das ist wahre Magie. 

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(96)

136 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

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Alligatoren

Deb Spera , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672207
Genre: Romane

Rezension:

Gertrude, Retta, Annie - drei Frauen, drei Leben, drei Schicksale, drei völlig unterschiedliche Ausgangspunkte, der Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Gesellschaftsschichten geschuldet; jedoch mit demselben Ziel: ein selbstbestimmtes Leben. Ein eindrucksvoller Reigen breitet sich vor dem Leser aus. Nicht allen wird dieses Freischwimmen auch in vollem Umfang gelingen. Eng und starr ist das Korsett des damaligen Zeitgeistes. Die Südstaaten in den 20er Jahren; puritanisch, rassistisch, ohne den heute beliebten Flair. Kurz, prägnant, hart; und doch voller Sensibilität erzählen uns Frauen von ihrem Schicksal. Und gerade und vielleicht nur hier in diesem Buch kommen alle gleichermaßen zu Wort. Ungehörtes Leid, Not im Verborgenen, brennende Sehnsüchte.

Jede kämpft für sich, steht aber auch den anderen bei, wenn auch meist unbewusst. Es beginnt mit Kleinigkeiten, die sich immer tiefer gehend verweben. Hauptsache, nie verzweifeln. Mitunter schwer verdauliches tritt zu Tage. So lange ist der Handlungszeitraum nicht entfernt und doch scheint es Jahrhunderte her zu sein. Von der heutigen Zeit aus gesehen, kann man sich vieles kaum noch vorstellen. Um so erschütternder ist es zu lesen, dass dies tatsächlich Alltag und Normalität war. Lebensumstände und Lebenskonzepte, in denen ich mich nicht zurecht finden würde. Leise Paukenschläge, die fesseln und nachklingen.

Durchweg bedrückend, ein Frauenroman für Nicht-Weibchen. Der Erzählstil und die Persönlichkeit der Frauen treffen genau meinen Nerv. Wohl gemerkt, dieses Auf sich gestellt sein, dieses sich unterordnen, in seiner Rolle bleiben müssen, ist vielleicht in den Köpfen noch sehr präsent und der Roman damit aktueller denn je. 

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(50)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

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Scharfstellung

Heike Melzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Tropen, 30.08.2018
ISBN 9783608503562
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wenn die Lust zu Last und zum einzigen Lebensinhalt wird. Medien, Methoden, Mechanismen, Mainstream; all das verändert uns – bis ins Mark. Sexualität, Psyche, alles ist so miteinander verwoben, dass ein Entwirren für einen allein kaum möglich ist. Die Dimension allerdings nehmen wir kaum noch wahr. Tabulosigkeit des Tabu-Themas Nummer 1. Abgründe tun sich auf.

Diese Lektüre ist nichts für Mauerblümchen oder Leser, die neue Stellungstipps erwarten. Die fachliche und sachliche Analyse soll weniger unterhalten als vielmehr zum Nachdenken anregen. Die Autorin möchte aufklären und sensibilisieren ohne dabei zu moralisieren. Man sollte schon einige Kerben auf seinem intimen Kerbholz haben, damit man der Autorin auch ernsthaft folgen kann.

Brutalität, Perversion, Machtspiele, Süchte, „notwendige“ Accessoires - teilweise erschreckende Fakten. Was möglich ist, wird auch gemacht. Da vergeht einem mitunter regelrecht die Lust.

Wo steht man selbst? Wo bleibt die Liebe? Sind wie dabei, den Bogen zu überspannen? Wie sehr werden wir von unserer Sexualität beherrscht? Jeder kann seine Wünsche befriedigen, wann immer er dazu Lust hat, ohne Verantwortung, ohne Gefühl, Kinder klären sich via Internet selbst auf. Doch zum Glück lassen sich nicht alle gleichermaßen vom Zeitgeist anstecken und unreflektiert mitreißen.

Keine überfrachteten Kapitel und eine unterhaltsame Erzählweise führen den Leser mit einem Augenzwinkern durch die ernstzunehmende Handlung, in der Psychologie, Sexualtrieb, Intellekt und Gesellschaftskritik miteinander verschmelzen. Ein Sachbuch für Jedermann; leicht verständlich und daher vielleicht auch nicht so tiefschürfend, wie es mancher erwarten würde. Zwar wurde hier scharf beobachtet, recherchiert und analysiert, jedoch fehlt die wirkliche rhetorische Schärfe. Auf jeden Fall ist dieses Buch eine sehr hilfreiche Zusammenstellung menschlicher Spielarten und Triebfedern für Neugierige, Erfahrene und Betroffene.

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(40)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Die Kunst, einfache Lösungen zu finden

Christian Ankowitsch
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 24.07.2018
ISBN 9783737100106
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Lektüre ist ausdrücklich an Otto Normal gerichtet und nicht an „Härtefälle“. Es werden also keine Wunden aufgerissen oder thematisiert. Vielmehr möchte der Autor als Anstubser fungieren. Dies gelingt ihm nahezu mühelos bei Willigen und Einsichtigen. Nicht alles muss 1:1 ausprobiert werden, da man beim Lesen sowieso auf ganz eigene individuelle Ideen kommt.

„Einfach“ mal auf Abwege begeben erfordert allerdings Mut und vor allem Überzeugung. Mut zum Umdenken und die Überzeugung, dass anderes Handeln auch andere Reaktionen auslöst. Sich neu zu positionieren, ändert bekanntlich auch die Position und somit all das, was darauf folgt. Die gesamte Tragweite ist aber nur zu ergründen, wenn man etwas TUT. Schritt für Schritt, nicht gleich alles auf einmal. Wichtig ist das eigene Mitkommen, Verinnerlichen und Festigen.

In der vorliegenden Art und Weise wurde der Leser sicher noch nicht dazu animiert und darin bestärkt. Leichtfüßig und humorvoll geht es zu, ohne dabei den ernsten Hintergrund des Buches zu vernachlässigen. Der Leser wird nie überfordert. Klare, eindeutige Aussagen, die leicht zu verstehen und sehr einprägsam sind. Praxisbeispiele und Eselsbrücken tragen ebenso zum Gesamtanliegen bei wie Gesellschaftsanalysen und psychologisch fundierte Gedankenspiele, die es anlassspezifisch in die Tat umzusetzen gilt.

Wer etwas verändern möchte, muss bei sich beginnen. Er muss nach innen und außen wirkend in Aktion treten. Aber diesmal eben nicht so wie sonst. Und vielleicht ist es am Ende eben doch so einfach. Die Grundlagen hierfür bietet dieses Buch. Danach kommt es auch jeden selbst an. Bevorzugt bei all denen die sich schon länger mit dem Gedanken tragen „so kann es nicht weiter gehen“, egal auf welcher zwischenmenschlichen oder ganz persönlichen Ebene.

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(140)

209 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was für ein seltsames Mädchen diese Suzy. Gerade einmal 12 Jahre alt und dabei eine beeindruckende weil tiefgründige Gedankenwelt, die jedem Leser die Augen und das Herz öffnet. Unbedarft, dem Ernst des Lebens noch nicht preis gegeben blickt sie auf ihre Umgebung. Eine intelligente Naivität und Reinheit umgibt Suzy. Doch das Leben mit seinen Lehren wird auch sie herausfordern. Suzy ist bereit, auch wenn sie einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Naivität und natürlichen Unbedarftheit dafür hergeben wird.

Mit ihrer sehr liebevoll und äußerst unterhaltsam erzählten Geschichte erhalten auch wir eine vielleicht nie genutzte Chance, sich eigenen heiklen Problemen, Sorgen und Ängsten mit Energie und festem Willen zu nähern; wie ein Kind eben, mit einem anderen Blick, einer reinen Neugier, unzerdacht und unzerredet. Obwohl es vor allem um das Erwachsenwerden der Protagonistin geht, könnten ihre Stationen durchaus auch auf viele andere zutreffen. Sich, andere und alles, was uns umgibt besser verstehen sollte eines jeden Wunsch sein. Wie viel Suzy steckt dabei noch in einem selbst?

Tod, Verlust, Trauer und Unverständnis spielen zwar eine gewisse thematische Hauptrolle in der Lektüre, dennoch wird einem beim Lesen nie Schwer ums Herz. Ganz im Gegenteil: man begreift, dass alles zum Leben gehört. Wunder und Weinen, Lernen und Verstehen, Akzeptieren und Annehmen. All das wird hierbei aber nie mit Hinnehmen oder Desinteresse verwechselt. Durch Suzys Augen bekommen wir Erwachsenen die einmalige Gelegenheit, tief in die Seelen nicht nur unserer eigenen heranwachsenden Kinder zu blicken, sich an das eigene Damals zu erinnern und zu erfassen, was wir selber schon fast vergessen haben: wie schwer es eigentlich ist, erwachsen zu werden; mit allem, was dazu gehört. Ein besseres Verstehen macht uns auch zu verständnisvolleren und hilfreichen Wegbegleitern.

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(72)

90 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

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Der englische Liebhaber

Federica de Cesco
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 29.06.2018
ISBN 9783958900806
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Stunde Null. Der zweite Weltkrieg ist gerade zu Ende. Ein kurzes Aufatmen. Das Leben geht weiter. Irgendwie. Mitten unter ihnen die junge Anna. Sie arbeitet als Dolmetscherin für die britische Besatzungsmacht. Sie begegnet Jeremy, einem Offizier, einem eigentlichen Feind. Doch die Liebe kennt keine Grenzen, kein Richtig, kein Falsch. Das verbotene Glück scheint nur von kurzer Dauer. Romantik ist nur in eng abgesteckten Grenzen möglich.

Umso mehr gibt dieses Buch der leisen Töne der Lebensgeschichte einer mutigen Frau den Raum, den sie verdient. Durch Annas Augen und mit Annas Herz blicken wir auf die Vergangenheit. Stille Stärke im Verborgenen. Nicht minder interessant ist der sich im Laufe der Lektüre wandelnde Blick ihrer Tochter Charlotte auf die Geschehnisse. Sie, das Kind einer starken Liebe, musste ebenso für diese Tatsache büßen, wie ihre Mutter. Zwei Erzählebenen verlaufen nebeneinander und verbinden sich. Die Vergangenheit wird zur Gegenwart. Was verursacht Krieg in den Herzen der Menschen? Mechanismen, die bei Kriegsende nicht abstellbar sind. Eine neue Ära mit den „alten“ Menschen?

Einfühlsam und detailliert erzählt „Der englische Liebhaber“ nicht nur eine einzigartige Liebesgeschichte sondern thematisiert auch eine, wenn auch sehr späte, Annäherung der Tochter an ihre Mutter. Eine späte Versöhnung mit ihrem eigenen Schicksal, ein historisch unterlegtes Zeitzeugnis mit biographischen Zügen für den Leser. Ein Stück Deutscher Geschichte. Lesenswert für uns, die diese Zeit glücklicherweise nicht miterleben mussten, die aber doch immer mit ihr verbunden sind.

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(58)

61 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

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Naturnahes Kochen – einfach, gut, gesund

Erwin Seitz , Jens Gyarmaty
Fester Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.06.2018
ISBN 9783458177456
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gutes aus der Natur schonend zubereitet; das ist es, was wir nicht nur hin und wieder wirklich brauchen. Und wenn das Ergebnis auch noch ausgesprochen schmackhaft ist, hat so mancher Hobby-Koch gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Mit „Naturnahes Kochen“, einem Ernährungskaleidoskop zwischen Roh- und Hausmannskost, ist dem Autor ein wichtiger Beitrag dazu gelungen. Er führt enthusiastisch in die Materie ein, überzeugt nicht nur mit Argumenten sondern vor allem auch mit dem Ergebnis – schmackhafte, gesunde Speisen und Kreationen, die es wert sind, dauerhaften Eingang in die häusliche Küche zu finden. Sich gesund ernähren bedeutet unter anderem auch, Naturprodukte weitestgehend unverarbeitet zuzubereiten. Doch das ist keinesfalls ein Rückschritt. Auch eine Geschmacksumstellung ist nicht zu befürchten. An sich nur Umdenken und sich einige Dinge klar vor Augen halten, sind hierbei die wichtigsten Triebfedern. Mal mit etwas mehr Aufwand verbunden, dann wieder mit nicht alltäglichen Zutaten-Kombinationen, behält er doch immer die Natur, die Herkunft der Produkte im Blick und schärft dabei den des neugierigen Lesers und alsbald begeisterten Nachkochs.

Eine ausführliche Warenkunde eröffnet den Reigen. Für den einen zu langatmig, für den anderen genau die richtige Einführung zum wirklichem Verinnerlichen, worauf es wirklich ankommt und warum gerade diese Produkte eine größere Rolle auf unserem täglichen Speiseplan spielen sollten. Alles ist im Fluss, ein Kreislauf, zu dem auch wir gehören. Alles beginnt schon weit vor dem Kaufen, vor dem Kochen, vor dem Genießen. „Naturnahes Kochen“ ist daher viel mehr als nur ein Kochbuch mit Rezepten. Es klärt auf, es erklärt wichtige Zusammenhänge, sensibilisiert uns für Natur und Tier, praktisch dem Umgang mit unseren lebenswichtigen „Nahrungsmitteln“ und vor allem für uns selbst. Der Autor blickt mit uns weit über den Tellerrand. Und danach, so kann ich garantieren, blickt jeder etwas anders wieder zurück auf seinen Teller, auf dem das eben naturnah zubereitete Lieblingsgericht duftend auf den genussvollen Verzehr wartet.

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(41)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Die Magnolienfrau

Sabrina De Stefani ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Allegria, 06.04.2018
ISBN 9783793423249
Genre: Biografien

Rezension:

Packend, emotional, spannend, einfühlsam sind nur einige Attribute um dieses facettenreiche Schicksal kurz zu beschreiben. Sie hat wirklich alles erlebt – Gefahr, Liebe. Leid, Verlust, Flucht, Mutterglück. Und sie ist daran gewachsen. Spiritualität spielt hierbei eine fast zentrale Rolle in ihrem Leben. Doch wie hoch war der Preis. Sabrina verzaubert und macht Mut. Wie sie lächelt! Einem unbändigem Freiheitsdrang zu folgen bedeutet Mut, Optimismus und einen festen Glauben an sich selbst.

Autobiographisch erzählt, besticht das Buch vor allem aber durch literarische Freiheiten und Abschweifungen. Das Porträt einer sehr eigenen Frau, die ihren Weg geht, der einer Odyssee gleicht. Sie steht im Fokus. Leider bleibt aber so der Blick des Lesers auf ihre Umgebung trüb, obwohl eben auch dies stellenweise von sehr großem Interesse gewesen wäre. Das Auf und b in ihrem Leben spiegelt sich ungewollt auch im Schreibstil der Autorin wider. Ihre Erlebnisse schildert sie in wechselnder Intensität. So manche Station ihres Lebens wird regelrecht stiefmütterlich behandelt. Einzig die Magnolien ziehen sich wie ein rotes Band durch Leben und Werk.

Freiheit muss nicht Glück bedeuten, kann aber trotzdem eine Erfüllung sein, wenn auch ohne wirkliches Happy End. Es ist, als hätte sie immer schon gewusst, dass sie kein alltägliches Leben führen wird. Interessant und lesenswert doch nicht beneidenswert; so vom Lesesessel aus betrachtet. Nicht alles wird ganz bis zum Ende erzählt. Der Leser bleibt mit einigen Fragen zurück. Wie also nicht in einigen Jahren noch einen Teil zwei.

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(55)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

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Alles was glänzt

Marie Gamillscheg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 19.03.2018
ISBN 9783630875613
Genre: Romane

Rezension:

Die bergige Natur spiegelt sich gleichermaßen im Auf und Ab der Menschen, die darin leben, lieben, hassen, zweifeln, wider. Zwar sanft doch zügig wird der Leser in die Handlung eingeführt. Gespannt und aufmerksam erklimmt er die Höhen, sieht in tiefe Schluchten. Wenn die Natur kollabiert, was geschieht dann mit den Menschen? Reue? Wie sensibel ist man als Leser? Wie tangiert einen das Leben anderer wirklich?

Viele Nebenschauplätze, dramatische, heitere und nachdenklich stimmende Begebenheiten. Ein Wechselbad der Eindrücke. Mal fesselnd, mal interessant aber auch mitunter banal und langatmig. Man nimmt es gern in Kauf, will man selbst doch wissen, was eigentlich geschah und vor allem, was mit den Dorfbewohnern in Zukunft geschehen wird.

Die gute alte Zeit. Vorbei. Doch wie mit der einschneidenden Veränderung umgehen? Gehen? Wohin? Bleiben? Wofür? Jeder Bewohner des kleinen Bergdorfes reflektiert sein Leben und das Miteinander. Charaktere und der Begriff Gemeinschaft werden so indirekt mit unter die Lupe genommen.

Nach außen hin ist der Roman daher eher handlungsarm. Der Hauptteil spielt sich in den Köpfen der Menschen ab. Ebenso ergeht es dem Leser, der sich auf einiges ganz allein seinen Reim machen muss. Die Autorin überlässt ihn ebenso seinen Gedanken, wie sie es bei den Protagonisten tut. Dieser Umstand wird zu manch Enttäuschtem führen, da nicht immer eine eindeutige Handlungsrichtung vorgegeben wird, macht den Roman aber zugleich wiederum speziell, wenn auch gewöhnungsbedürftig.

Ein Roman, bei dem man nicht alles vorgebetet bekommt sondern der dazu anregt, mit- und vor allem weiter zu denken. 

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(26)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

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Mindful@work

Ralf Braun
Flexibler Einband: 133 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608962369
Genre: Sachbücher

Rezension:

Achtsamkeit, das Achten auf sich selbst ist jedem bekannt, wenn auch nicht immer in der gleichen Intensität praktiziert. Bei der Achtsamkeit, die in diesem Buch vorgestellt wird, handelt es sich vorrangig um den Umgang mit meinen Mitmenschen, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit seinen Kollegen. Teamwork allerdings ist in der heutigen Arbeitswelt leider immer weniger gefragt. Die Kollegen sollen konkurrieren. In diesem Fall kann das Buch zumindest eine kleine Hilfestellung bezüglich des Ertragens bieten. Einiges ist in diesem Zusammenhang neu formuliert und berufsbezogen zusammengestellt, doch das meiste ist dem Leser bereits bekannt – Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit, Umgang mit Stress, körperliche und seelische Gesundheit.

Leicht verständlich geschrieben, bereitet der Autor dem Leser einen raschen Einstieg in die Thematik. Ein Lesen hintereinander weg ist nicht unbedingt nötig, da jedem Leser situationsbedingt ja etwas anderes wichtiger ist als es nun die Reihenfolge des Buches vorgibt. Die wenigsten Leser werden sich allerdings an die vom Autor empfohlene Lese-Strategie halten.

Drei mal tief durchatmen ist nie verkehrt. Daher konnte auch ich sehr schnell die beispielsweise vorgestellten Atemübungen sehr gut in meinen Arbeitsalltag integrieren. Ein schnell wirkender positiver Effekt, von dem niemand etwas mitbekommt. Ebenso unauffällig kann man die Finger- und Körperübungen durchführen. Zum Teil sehr simple Handlungen, die man nun mit mehr Bewusstsein ausführt und von denen man nicht gedacht hätte, dass sie so wirksam sind, wenn man sich wirklich darauf einlässt. Doch Vorsicht ist immer geboten, wenn es um Entschleunigen geht. Dies offensiv und offensichtlich für sich durchzusetzen, kann auch kontraproduktiv auf das Kollektiv wirken und das genaue Gegenteil bewirken.

Obwohl ein besseres Miteinander angestrebt wird, ist es doch fraglich, ob die aufgeführten Anliegen, wie bereits erwähnt, auch immer auf fruchtbaren Boden treffen. Jeder muss für sich lesen und verinnerlichen. Inwieweit dies dann auch wirklich in der Praxis anwendbar ist, bleibt jedem selber überlassen. Doch Achtung, wer nur allein achtsam ist, der steht bald an der Wand. Inwieweit das vermittelte Wissen das eigene Leben wirklich erleichtert, liegt nicht nur in der eigenen Hand. Es kommt auch immer auf die Mitmenschen an und eben besonders auf den Grad der Achtsamkeit, den diese praktizieren.

Leider ist dieser Ratgeber eher nur für Büroberufe geeignet. Postboten, Handwerker oder in ähnlichen Berufsgruppen Tätige werden damit kaum etwas anfangen können. Es wird kein Leben verändern, doch kann es den einzelnen Tag verbessern, wenn schon nicht auf Arbeit, dann in jedem Fall in seinem Privatleben. 

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69 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

brot, croissants, eier, einfach, exotisch, faffiniert, früchstück, frühstück, frühstücken, frühstückskochbuch, frühstückskost, kochbuch, kochen, kulinarisch, waffeln

halb zehn - das Frühstückskochbuch

Agnes Prus , Yelda Yilmaz
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Stiftung Warentest, 13.03.2018
ISBN 9783868514766
Genre: Sachbücher

Rezension:

Blättert man in diesem Frühstückskochbuch, scheint man schier die Qual der Wahl zu haben. Was es nicht so alles für leckere Möglichkeiten gibt, den Tag genussvoll zu beginnen. Doch das ändert sich schnell, sobald man genauer hinsieht. Jenseits von Milch und Müsli, Brötchen und Marmelade liegt ein reich gedeckter Frühstücktisch von süß bis herzhaft, von leicht bis reichhaltig, von kalt bis warm, wobei die Kapitelübersicht den Schwerpunkt nur vermeintlich auf süß(lich) legt. Die jeweiligen Zubereitungszeiten variieren ebenfalls sehr stark.

Die meisten vorgestellten Rezepte sind ohne besondere Küchenutensilien sowie mit Zutaten herzurichten, die es in fast allen Supermärkten zu kaufen gibt. Obwohl es sich „nur“ um die Zubereitung von Frühstück handelt, sollte man auch hierbei schon etwas Geschick und Kreativität aufzubieten haben, um sich nicht schon am morgens in Stress zu versetzen, sollen die Gerichte doch die Weichen in einen gelungenen Tag stellen. Das Frühstück soll zelebriert werden. „Halb zehn“ ist daher eher als eine Einladung zum gemeinsamen Frühstücken mit der Familie oder zum Brunchen mit Freunden an freien Tagen oder Wochenenden zu sehen, wird es doch nur unter diesen Gesichtspunkten seinen Zweck vollends erfüllen.

Brot und Brötchen selber backen ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Man darf das Familienoberhaupt also auch beruhigt erst einmal zum Bäcker schicken und in aller Ruhe weiterblättern und sich inspirieren lassen. Hier ist für jeden Appetit sowie jedes Geschmäckle etwas dabei. Meine persönlicher Favoriten sind Röstbrot mit Pfifferlingen und Comté, als Nachspeise Grießbrei mit Erdbeerkompott und ganz zum Schluss noch einen Haselnuss-Zimt-Latte. Hmmmmm!

Alle Rezepte werden kurz vorgestellt. Dann folgt die Zutatenliste, gefolgt von der Anleitung zur Zubereitung. Am Ende findet man die Nährwertangaben, die man sich bei manchen Gerichten besser nicht so genau ansieht. Genießer sind gefragt, keine Kalorienzähler. Die Fotos der fertigen Gerichte sind eher schlicht gehalten, wirken so aber recht stilvoll. 

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(95)

151 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 76 Rezensionen

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Der Reisende

Ulrich Alexander Boschwitz , Peter Graf
Fester Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.10.2018
ISBN 9783608981230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schon das kurze Vorwort hat es in sich. Die Weichen sind gestellt. Der Zug ist ins Rollen gekommen und mitreisen werden Angst, Verzweiflung, Hass und Willkür. Otto Silbermann wird dabei auf der Strecke bleiben. Dem Leser wird nichts erspart. Er geht den ganzen Weg mit ihm.

Anständiges Miteinander wird zum immer seltener werdenden gnädigen Abgeben und Dulden. Dankbarkeit und Ducken werden dafür erwartet. Der Leser ist schon ab der ersten Seite höchst alarmiert. Silbermann hingegen weiß sehr lange nicht, was mit ihm geschieht. Das Unheil kommt schleichend. Gedanken, Worte, Taten – geschürt und mit Rechtfertigung gestützt.

Zu allen Zeiten ist diese Saat aufgegangen. Verwirrend ist, dass man manche Argumente verstehen kann. Alles sind menschliche Reaktionen, charakterlich gesteuerte Verhaltensweisen. Beide Seiten wollen überleben, nur nicht auffallen. Gleichzeitig ist man schockiert, wie überzeugt jeder ist, genau das richtige zu tun. Beklemmende Realität.

Keiner hat etwas gesehen, keiner hat das gewollt. Das geht mich nichts an. Was sollten wir denn machen? Wir würde man selbst in derselben Situation handeln? Wäre man wirklich anders, wenn es um die eigene Sicherheit geht? Wegschauen oder aktiv mittun; beides führt zum gleichen Ergebnis. Nachbarn werden zu Feinden, selbst Freunde zur Bedrohung. Mobbing endet im Massenmord.

Schon während des Lesens kann sich seiner selbst nicht mehr sicher sein. Die Mitmenschen von damals unterscheiden sich in Nichts von uns heute.

Passivität erzeugt dieselbe Schuld wie aktives Handeln. Rechtfertigungen und Unschuldsbeteuerungen sind wertlos. Anpassung, Stillhalten oder Gleichtun versprechen Rettung und Verschonung. Die Angst und Verzweiflung der anderen können an das eigene Dilemma nie heranreichen. Die dabei offen gelebte Unmenschlichkeit wird zur erschreckenden Normalität. Vielleicht ist es aber gerade dies ein fester Bestandteil menschlichen Handelns ist, das jeder in sich trägt. Diese Erkenntnis zeigt das Schicksal Otto Silbermanns, das stellvertretend für Millionen Menschen steht, nur allzu deutlich. Ich halte die geschilderten Mechanismen keineswegs für ein typisch deutsches Phänomen. Daher stellt die Lektüre für mich der gesamten Menschheit ein sehr schlechtes Zeugnis aus. Erinnerung, Mahnung und Warnung. Denn wenn die Umstände es für einem selbst zu verlangen scheinen, ist der Mensch dem Menschen ein Wolf, kein Mensch. 

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(47)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer ist Mensch, wer ist Marionette? Eine Geheimaktion läuft aus dem Ruder. Wir tauchen in eine Welt voller Lug und Trug ein, in der man nie sicher weiß, wer hier die „Guten“ sind, welche Operation man wirklich gutheißen kann. Gut und böse, gerecht und richtig sind in diesem Roman auch genau die Attribute, um die es gerade nicht geht. Ein befremdliches Milieu, in dem die Handlung spielt. Ein Ex-Spion erzählt frei von der Leber weg, wie er zum Geheimdienst kam und wie eben eines aus dem anderen folgte. Kein Unrechtsbewusstsein, keine Reue, keine Scham. Eine Person, der man zwar interessiert Gehör schenkt, die man aber eigentlich nicht kennen möchte. Der Leser bleibt auf Abstand, ohne sich aber von der Handlung zu entfernen.

Der Sprecher besitzt eine eher hohe Stimme. Sehr deutliche Worte, dezent betont, zügig gesprochen. Ein beinahe Abhandeln. Aalglatt, nicht greifbar, nicht angreifbar. Einmal Spion, immer Spion. Regelrecht unbeteiligt schildert die Hauptfigur als Ich-Erzähler, was sich damals zutrug. So war das eben. Nichts ficht ihn an. Ein williger Handlanger und dennoch kein Überzeugungstäter.

Undurchsichtig, verschlungen, nüchtern, sachlich, ganz wie in dieser Schattenwelt, von der man als „normaler“ Mensch ja nie tangiert wird, ist bisweilen auch der Handlungsfaden gestrickt. Konzentration und wirkliches Interesse sind beim Hören / Lesen gefragt, um wirklich zu durchschauen, welche Größenordnungen selbst kleinere Sachverhalte annehmen können. 

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

bedingungsloses grundeinkommen, geld, macht, million dollar boy, prostituierte, roman, roulette, spielbank, taoismus, tierliebe, utopie, verliebt in eine prostituierte, weltreise, will hofmann, wirtschaftsordnung

Million Dollar Boy

Will Hofmann
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Wiebers Verlag, 15.11.2017
ISBN 9783942606301
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Diese Frage wird sich der Leser im Laufe der Handlung definitiv stellen. Mir persönlich ging diese Frage schon nach dem ersten Viertel des Buches durch den Kopf. 
Eine Welt ohne Geld. Von heutiger Sicht aus zwar wünschenswert doch kaum vorstellbar. Doch hier ist die Trendwende gelungen. Doch ist nun wirklich alles besser? Die hier dargebrachte Variante einer Umkehr ist wenig plausibel und hat so einige Haken, an die sich garantiert niemand hängen lassen möchte. Die ersten Seiten des Romans widmen sich diesem äußerst spannenden Thema. Man ist gebannt und möchte unbedingt mehr wissen. Doch viel mehr kommt da leider nicht. 
Zu oft schweift die Handlung ab, gerät dabei vom hundertsten ins tausendste und findet nicht mehr zurück. Oft war ich beim Lesen in Versuchung, einfach einige Seiten zu überspringen. Selbstdarstellerische Beschreibungen von Edes Leben, Lebensbeichten, seinen Frauengeschichten, seinem Blick auf die DDR und ähnliches sind vielleicht nur für manche informativ und interessant. Nicht zu vergessen dabei die sehr unappetitliche Beschreibung des vermeintlichen Eigenlebens und Kommunikationsversuche seiner Kniekehle. Alle anderen auftauchenden Absurditäten lasse ich in meiner Rezension außen vor, um den Rahmen nicht zu sprengen. Die Hauptfigur hört sich selbst gerne reden und glaubt, dass seine Meinung besonders wichtig ist. Mir ist er während des Lesens nie besonders sympathisch gewesen. Die Handlung ist durch sein chaotisches Erzählen der holprig, nur mit Mühe kann man das Fadenende wieder aufnehmen, das man plötzlich hingeworfen bekommt. 
Zusammenfassend gesagt, liest es sich eher wie ein Erstlingswerk, das entweder fesselt oder verworfen wird. Dazwischen gibt es nichts. 

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190 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 99 Rezensionen

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Winterengel

Corina Bomann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783471351611
Genre: Romane

Rezension:

Das kitschige Cover enttäuscht. In der Vorweihnachtszeit erschienen, passt das Layout zwar gut in die damit verbundene Kaufphase, hat aber rein gar nichts mit der Handlung an sich zu tun.

An die eher unterkühlt klingende Stimme von Anne Abendroth konnte ich mich während des gesamten Hörens leider nicht gewöhnen. Inmitten von Eis, Kälte und Ungewissheit bezüglich Annas weiterem Schicksal hätte ich mir eine wärmere und vor allem mädchenhaftere Sprechstimme passender gefunden.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich die unterschwellig spannende Handlung des (Hör)Buches nicht enttäuscht. Die Autorin lässt den romantisch veranlagten Leser erneut tief in die geschichtliche Vergangenheit eintauchen und ihn dabei an den Sorgen und dem vielleicht großen Glück der neunzehnjährigen Anna Härtel teilhaben, die nach dem Tod ihres Vaters ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen muss: für eine unverheiratete Frau Ende des 19. Jahrhunderts keine leichte Aufgabe. Wird ihre innere Stärke, ihr unkonventionelles Wesen belohnt werden?

Nun, eins kommt zum anderen und alles kommt, wie es kommen muss. Trotzdem man beruhigt und seufzend ahnt, wie Annas Geschichte ausgehen wird, ist auch dieser von Romantik durchdrungene Roman ein Muss – und das nicht nur für Bomann-Fans.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

comic, geschichte, geschichte der sexualität, graphic novel, griechische mythologie, homosexualitä, homosexualität, humor, impotenz, kulte, masturbation, sachbuch, sex, sexualität, tabus

Sex Story

Philippe Brenot , Valerie Schneider , Laetitia Coryn
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei btb, 25.09.2017
ISBN 9783442757442
Genre: Sachbücher

Rezension:

So groß und schwer das Buch an sich ist, so zahlreich und prägnant sind die berauschenden Informationen, die es in sich birgt. Das schlichte Cover gibt zudem vorab nichts über den Inhalt preis. Trotzdem kauft man damit nicht die Katze im Sack. Ganz dem Klappentext treu bleibend, werden alle Fragen zum Thema Sex, auch die gar nicht gestellten, beantwortet und das stilvoller und tiefgründiger, als man es erwartet. Viel ernsthafte und umfangreiche Recherchearbeit im Vorfeld war zu bewältigen. Herausgekommen ist ein seltenes Werk, das Mythen, religiöse Überzeugungen und wissenschaftliche Fakten unterhaltsam und informativ miteinander verquickt. Die Auswirkungen auf uns Menschen im Wandel der Zeit haben dabei eine Erlebensspanne, die von fatal bis phantastisch reicht. Die Lust der Götter war (und ist?) allzu oft eine Last für den Menschen. Sex, Liebe, Lust und Leidenschaft hat viele Gesichter und ist dennoch den verschiedensten äußeren Einflüssen unterworfen oder wird von selbigen beflügelt.

Witzig zum einen, kritisch zum anderen. Alles hat eine Kehrseite, die nicht immer sehr schön anzusehen ist. Und auch beim Thema Sex wird hier das Verhältnis zwischen Mann und Frau an Bett UND Tisch nicht ausgeblendet. Auch wenn dabei die Frau erfahrungsgemäß eindeutig / zweideutig fast nie die Hosen anhat, ist Sex Story für uns alle textlich lesens- und bildhaft bewundernswert. In der Praxis steckt mehr Theorie, als man bisweilen wahrhaben will. Die Sexualität im Wandel der Epochen – ein Auf und Ab, ein Hin und Her, ein Vor und Zurück in puncto Freiheitlichkeit und Freizügigkeit. Von Prostitution zu Perversion, von wahrer Liebe zu purem Trieb. Wie viel Natur steckt in Kultur? Nach der Lektüre bleibt auf jeden Fall „mehr hängen“, als nach dem Lesen eines trockenen Sachbuchs. Alles läuft auf eins hinaus – Lustbefriedigung und Fortpflanzung. Schon viel wurde darüber geschrieben, aber noch nie so witzig und interessant in Szene gesetzt. Ein Buch, nicht unbedingt nur für Erwachsene. 

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(138)

190 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 111 Rezensionen

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Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423761819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover lässt vorab keinesfalls auf den Inhalt schließen. Im Nachhinein allerdings könnte man die vielen Steine als Puzzle oder Mosaik interpretieren, das sich zwar so nach und nach zusammensetzt, doch letztendlich nicht unbedingt ein stimmiges Bild ergeben muss. Die Jugendlichen werden somit auch dem Ende der Handlung mehr abgewinnen können als erwachsene Leser. Das Buch ist leicht lesbar – keine langen und schwierigen Sätze, eher vielsagend mit einfachen Worten. Das Lesepublikum kann also auch etwas jünger sein als die Hauptakteure.

Kim und Petrowna, beide um die 15 Jahre alt, sind die besten Freundinnen. Gegen die mit allen Wassern gewaschene Petrowna wirkt Kim regelrecht naiv, obwohl auch sie nicht auf den Mund gefallen ist, kann sie ihre beste Freundin dennoch nicht in Derbheit und Rigorosigkeit übertreffen. Sie selbst gehen miteinander allerdings schon milder und verständnisvoller um, als sie es beispielsweise mit ihren Klassenkameraden tun.

Der Beginn der Geschichte ist mysteriös. Eine Autorin liest aus ihrem neuen Roman „Dinge, die du nie erfährst“. Kim ist sich auf Anhieb sicher, dass es in der Geschichte genau um ihr Leben geht. Kann so etwas überhaupt möglich sein? Sie muss dieses Buch also unbedingt haben. Als Leser ist man nicht minder neugierig auf das Buch als Kim selbst.

Ganz wie nebenbei treten im Verlauf der Handlung Ansichten und Herangehensweisen von Heranwachsenden zutage, mit denen man als Erwachsener gar nicht rechnet oder ahnt. Der junge Leser hingegen wird sich sehr verstanden fühlen. Besonders Scheidungskinder werden diesem Buch einiges mehr abgewinnen können, erzählt doch Kim ganz offen, wie man sich dabei fühlt und in welche Situationen man dabei kommen kann, eine Thematik, die in vielen Jugendbüchern eher nur unterschwellig behandelt wird, wenn überhaupt. Eine tolle Buchidee. Beim Lesen hatte zumindest ich oft das Gefühl, dass man daraus hätte mehr machen können. 

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105 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

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Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Florian Beckerhoff , Steffi Korda
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671347
Genre: Romane

Rezension:

Ein kleiner Ort des Friedens in der Großstadt; für Menschen mit einem Blick, der tiefer geht. Doch es ist einzig und allein Herr Haiduk, der diesem Ort, seinem Laden, genau diesen Flair verleiht und ihn so besonders macht. Alles um diese Insel herum verändert sich. Die Menschen hetzen, die Autos rasen, alles ist auf Eile und Effektivität ausgerichtet. Nur in dem Laden verändert sich nichts, am wenigsten Herr Haiduk selbst. Er hat schon viel gesehen und viel erlebt. Er kennt die Menschen und er liebt sie nach wie vor. Seine Neugier steckt an. Offen, herzlich, geistreich.

Auf den ersten Blick wirken seine Kunden mitunter einfach nur komisch, doch auch sie sind auf ihre Weise Unikate, deren Kennenlernen lohnt. Der Laden ist hierfür die perfekte Plattform. Er überlässt ihnen praktisch das Feld. Doch Herr Haiduk weiß genau, was er tut und ahnt auch meist sehr schnell, was den Menschen fehlt. Er führt sie zusammen, als hätte er schon längst einen Plan mit ihnen. Als wüsste er längst, schon vor den Betreffenden selbst, welchen Wunsch es zu erfüllen gilt.

Owohl es seine Kunden sind, die den Laden betreten, ist es doch Herr Haiduk, der auf leisen Sohlen in ihr Leben tritt. Und er hinterlässt seine Spuren bei denen, die ihm begegnen; selbstverständlich auch beim Leser. Doch es ist fast unmöglich, in Herrn Haiduks Fußstapfen zu treten, denn solche durch und durch gutartigen Menschen, die still ihr Leben leben und ihre Weisheit dezent verschenken, sind selten. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die anderen Beteiligten, eher farblos und naiv hinter ihm zurückstehen. Auch mein Verständnis für gewisse Aktionen, aus absoluter Naivität geboren, blieb oftmals auf der Strecke. Ich hatte während des Lesens stets den Eindruck, als wolle der Autor seine Geschichte in eine bestimmte Richtung lenken, doch die Handelnden kommen dabei nicht so recht mit. Durch sich aneinanderreihende Absurditäten geht bisweilen das Interesse verloren. Das ist sehr schade, birgt doch der Beginn der Geschichte um den Laden und seine Besucher sehr viel Potential zum Verflechten von Krisen, Hoffnungen, lange gehegten Wünschen und was daraus entstehen kann, wenn die Karten praktisch neu gemischt werden. Und es können eben weitaus vielsagendere Dinge geschehen, wenn Menschen sich begegnen, als das Hickhack um den Lottogewinn. Immerhin ein netter und heiterer Roman, bei dem man nicht denken muss. 

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(36)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

christentum, frankreich, französischer schriftsteller, geschichte, glaub, hochphilosophisch, kommunikation, laurent gounelle, marketing, metaphern, o.w. barth verlag, philosophisches werk, religion, religione, religionen

Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden

Laurent Gounelle , Alexandra Baisch , Felix Mayer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei O.W. Barth, 02.10.2017
ISBN 9783426292785
Genre: Romane

Rezension:

Ort des Geschehens ist das kleine französische Dorf Cluny, in der Alice und Jérémie ihre Kindheit und Jugend verbrachten. Jérémie, inzwischen Priester der Dorfgemeinde, vollbringt derzeit wahrlich keine Wunder. Die Gottesdienstbesucher in der großen Kirche kann man beinahe an zwei Händen abzählen. Irgend etwas scheint er falsch zu machen.

Gott sei Dank tritt in dieser Situation Alice, die Atheistin, auf den Plan. Sie hat ihre Heimat schon vor vielen Jahren verlassen und ist mittlerweile eine sehr erfolgreiche Unternehmensberaterin. Sie ist selbstbewusst, dynamisch und ausgesprochen durchsetzungsstark. Damit ist sie das ganze Gegenteil ihres Jungendfreundes, welcher eher sehr bodenständig, zurückhaltend und still agiert.

Mit ihm wird der Leser auch schneller „warm“ als mit der forschen Alice. Doch schon bald ist man auch von ihr und vor allem ihrem Ideenreichtum fasziniert. Engagiert und ganz auf erfolgreiches Marketing getrimmt, legt sie los, „das Christentum wieder aufzupeppen“.

Der Leser staunt nicht schlecht, wie viele Parallelen es doch zwischen Geistlichkeit und Weltlichkeit gibt. Sie redet mit Engelszungen auf Jérémie ein, der daraufhin gar nicht anders kann, als ihre angedachten Strategien in Wort und Tat umzusetzen. Zu nennen sind da beispielsweise ihre nutzungsorientierte Sicht auf die Spiritualität S. 47 oder dass ein persönliches Coaching nach der Beichte effektiver für den Gläubigen wäre als Absolution S. 81.

Die Thematik Glaube / Ungläubigkeit wird zwar nicht tiefschürfend bearbeitet, aber es wird immerhin ordentlich gekratzt und gebuddelt. Alle Argumente werden so abgehandelt, dass keine Seite als „Sieger“ hervorgeht oder sich als „Verlierer“ fühlen muss. Takt, Toleranz, Wohlgesonnenheit werden groß geschrieben. Es wird Kritik geübt und darüber gesprochen, welche Kraft der Glaube in einem Menschen auslösen kann. Die verschiedenen Sichtweisen stehen gleichberechtigt, treten also nicht in Konkurrenz zueinander.

Zahlreiche lustige Situationen sind vorprogrammiert, die den Leser bestens unterhalten und kurzweilig informieren, kennt er sich doch nach der Lektüre in Glaubens- und Marketingangelegenheiten besser aus als (je) zuvor. Die Zusammenarbeit unserer Haupthelden hinterlässt auch bei ihnen selbst Spuren. Doch vorerst sind sie viel zu sehr mit dem Wiederbeleben der Kirchgemeinde beschäftigt, um dies zu bemerken und den Schatz in sich selbst zu entdecken.

Das Ende dieser unvorhersehbaren Geschichte hätte ich mir zwar anders vorgestellt, doch Gottes Wege sind eben unergründlich.

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42 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Der Wunderling

Mira Bartók , Sabine Schulte , Mira Bartók
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 29.09.2017
ISBN 9783848920853
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Cover, filigran, mit Liebe zum Detail, stellt uns den Wunderling vor, klein, jung, voller Leben und doch so zerbrechlich. Man schließt ihn sogleich ins Herz und empfindet Mitleid mit dem kleinen Geschöpf. Die übersichtliche Kapitelübersicht lässt erahnen, was unserem Helden so alles bevorsteht. Im Nachhinein kann man zudem so seine Lieblingsstelle schnell wiederfinden.

Die Handlung ist düster und ernst. Ein Heim für widerspenstige Geschöpfe, in dem kalte Strenge und Lieblosigkeit herrschen. Auch der Wunderling ist dort eingesperrt und durchlebt all das, wovor einem nicht nur als Kind Angst und bange werden kann; Ausgeliefertsein, Ungerechtigkeit, Gefangenschaft. Einzige Lichtblicke sind die inneren Kräfte und Träume des Wunderlings, deren er sich selbst aber erst nach und nach bewusst wird. Inmitten von menschlicher Kälte und innerer Einsamkeit fristet er ein Dasein, das ans Herz geht. Mira Bartok hat eine zauberhafte Fantasiegeschichte geschaffen, die zudem nie den Bezug zur Gegenwart verliert.

Wunderbar gesprochen von Mechthild Großmann, die vielen bislang sicher nur aus dem Münster-Tatort bekannt ist. Sie verleiht durch ihre tiefe Stimme diesem düsteren Märchen den angemessenen Charakter, der es zugleich einzigartig macht. Man kann sich praktisch von Beginn an keine andere Stimme vorstellen, welche die Geschichte um den Wunderling besser interpretieren könnte. Das Erzähltempo ist eher langsam, dafür aber sehr betont, mit verschiedenen Tonlagen, um die jeweils Handelnden besser heraus zu arbeiten und deren Stimmung eindeutig hervortreten zu lassen. Mystik, Düsternis aber auch Hoffnung und Wärme werden durch ihre markante Stimme wunderbar wiedergegeben. Man lauscht ohne Übertreibung andächtig und gebannt. Worte werden im Kopf zu Bildern, die man nicht so schnell vergisst.

All dies macht dieses Hörbuch zu einem kleinen Kunstwerk. Es ist anders, es ist keine Tralala-Geschichte und somit auch ein Hörbuch, das Jung und Alt gemeinsam hören können und vielleicht sogar sollten. Die Geschichte des Wunderling – wunderlich und wunderschön zugleich.

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

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Der Vater, der vom Himmel fiel

J. Paul Henderson , Jenny Merling
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069877
Genre: Romane

Rezension:

Das ist eine Familie! Schwierige Charaktere, entsprechend kauziges Verhalten, unherzliches Miteinander. Vor dem inneren Auge des Lesers läuft eine tragikomische Geschichte ab, in der die Beteiligten natürlich am wenigsten zu lachen haben. Für die ist alles bitterernst.

Die Handlung setzt bei der Beerdigung des Vaters ein. Die Familienangehörigen werden uns ohne Umschweife mittels Situationskomik und herrlich deplatzierten Bemerkungen vorgestellt. Stetige Schmunzelmomente sind garantiert, denn hier nimmt keiner ein Blatt vor den Mund. Wie soll es da ausgerechnet Greg, dem schwarzen Schaf der Familie, gelingen, aus diesen Streithähnen wieder eine richtige Familie zu machen? Glück im Unglück – sein Vater lässt ihn dabei nicht im Stich, obwohl sich sein „Erscheinen“ anfangs nicht gerade als große Hilfe erweist.

Wie fast in jeder Familie tun sich auch bei den Bowmans Abgründe auf, die ihresgleichen suchen. Geheimnisse kommen ans Licht, die vielleicht besser im Dunkel geblieben wären. Doch da müssen die Bowmans jetzt durch, dafür wird Greg schon sorgen; zum Vergnügen der Leser.

Handlungstechnisch ist der Vater eher Mittel zum Zweck und fällt nicht weiter ins Gewicht. Obwohl er der Namenspatron des Buches ist, steht er doch eher für das Vermächtnis, das es zu erfüllen gilt. Vorherrschend sind glücklicherweise Wortwitz und Dynamik, aber auch nachdenklich stimmende Situationen, die man mit very britischem Humor verbindet; trocken, schwarz, unvorhersehbar. Die wiederum vorhersehbare Geschichte der Familie Bowman bleibt sich damit treu, der Leser bekommt das, was er von der Lektüre erwartet.

Ähnlichkeiten mit Personen in der eigenen Verwandtschaft waren dabei zwar nicht beabsichtigt, aber eben nicht zu verhindern gewesen. Trotz mancher Absurditäten sind doch alle nur Menschen, ob nun innerhalb oder außerhalb dieses äußerst unterhaltsamen Romans, der mehr hält, als das verwirrende Cover verspricht. Am Ende wird vielleicht sogar alles wieder gut. Doch bis es soweit sein kann, muss jedes einzelne Mitglied dieser Familie so manche Hürde nehmen. Für den amüsierten Leser wird es ein Heimspiel, so er denn humorvolle Familienromane mit leichtem Tiefgang und britischem Flair gern liest. 

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Die Entdeckung des Glücks

Isabell Prophet
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 11.09.2017
ISBN 9783442393237
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schon in der Kapitelübersicht klingen Themen rund um das Gefühl des Glücklichseins an, über die gewiss jeder schon einmal nachgegrübelt hat und entweder zu keinem Ende gekommen ist oder das Resultat nicht von Dauer war. Wie kann man das kleine aber dauerhafte Glück, dieses in sich ruhen in sich wachrufen und vor allem auch festhalten? Das Buch wird sehr viele Menschen ansprechen, denn wer hat schon ein Arbeitskollektiv, an dem es nichts auszusetzen gibt oder eine Tätigkeit, die einen wirklich erfüllt? Doch wohl gemerkt: die eben genannten Dinge können wir nicht grundlegend verändern, doch wir können uns ändern. Darauf liegt das Hauptaugenmerk des Buches. Es gibt Antworten und bietet Lösungsansätze, mit denen jeder etwas anfangen und an sich arbeiten kann.

Persönliche Erfahrungen und Empfindungen verschiedener Menschen durchweben die Lektüre gemeinsam mit philosophischen Denkansätzen und wissenschaftlichen Fakten und neuesten Erkenntnissen. Ebenso wird mit der bisherigen Meinung, dass Arbeit und Freizeit strikt getrennt werden sollen, hart ins Gericht gegangen. Es wird erklärt, weshalb dieses ständige An- und Abschalten kontraproduktiv auf unser Empfinden einwirkt. Die Autorin referiert dabei nicht sachlich sondern legt Ursachen, Wirkungen und deren komplexe Zusammenhänge so anschaulich und unterhaltsam dar, dass jeder sehr gut folgen und nachvollziehen kann.

Der Input dabei ist allerdings immens. Ebenso werden eigene Gedanken und Empfindungen sehr stark angeregt. Ein durchgehendes Lesen wäre daher dem Anliegen des Buches nicht angemessen.

Die Wahrnehmung bestimmt unser Empfinden in hohem Maße. Und gerade diese bisherigen Denkschemata, nicht selten durch Erziehung und gesellschaftliche Konventionen bestimmt, sind es, die uns oft daran hindern, das vorhandene kleine Glück überhaupt zu erkennen und als solches anzuerkennen. Und genau da liegt für die Autorin auch der Knackpunkt. Dort setzt sie an und beleuchtet persönliche Erwartungen und Wahrnehmungen und was sie in uns auslösen. Zum sich glücklich fühlen, ohne sich dabei allerdings etwas vorzumachen, braucht man auch die anderen. Glücklich sein kann man wirklich nicht allein, wenn es von Dauer sein soll.

Bei allem Beschriebenen ist nie von dem euphorischen Glück die Rede. Es geht stets um diese innere Zufriedenheit jenseits von höher, schneller, weiter, mehr und besser. Man muss sich auch keine allzu großen Ziele setzen. Was ist dabei, wenn man „überholt“ wird. Sollen die anderen doch hetzen. Wer sich diesem Teufelskreis entziehen will, wird merken, dass dies Kraft und Überzeugung kostet. Zu leicht wird man da als nicht strebsam oder antriebslos angesehen. Daran zeigt sich aber recht schnell, inwieweit man seine innere Überzeugung gefestigt hat.

Man kann nicht alles haben und muss das auch gar nicht. Was dies aber für den Leser im einzelnen bedeutet, obliegt ihm allein. Vernunft, Begehren und Wille sollen im Einklang sein. S. 24 Davon war schon Platon überzeugt. Ängste und Stress im Zaum halten, einen Ausgleich schaffen, der für innere Ruhe sorgt. Vieles wussten wir bereits. Doch es ist sehr interessant zu lesen, wie man all dies mit all seinen notwendigen Tagesaktivitäten gewinnbringend verknüpfen kann; einem Gewinn, der mit Geld nicht zu bezahlen ist. 

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