firlefanz

firlefanzs Bibliothek

181 Bücher, 121 Rezensionen

Zu firlefanzs Profil
Filtern nach
181 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(134)

217 Bibliotheken, 0 Leser, 6 Gruppen, 36 Rezensionen

familie, russlanddeutsche, mord, familiendrama, deutschland

Scherbenpark

Alina Bronsky
Fester Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 21.08.2008
ISBN 9783462040302
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

protagonistin, sommer, freundschaft, biographie, erinnerungen einer kosmopolitin die 1911 in berlin geboren wurde und offenbar gott und die welt gekannt hat

Treibsand

Sybille Bedford , Matthias Fienbork
Fester Einband: 375 Seiten
Erschienen bei Schirmer Graf, 01.03.2011
ISBN 9783865550309
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

krimi, mord, schottland, entführung, jackson brodie

Lebenslügen

Kate Atkinson , Anette Grube
Fester Einband: 425 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 06.10.2008
ISBN 9783426198193
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

edinburgh, schottland, mord, krimi, detektiv

Liebesdienste

Kate Atkinson , Anette Grube
Fester Einband: 492 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 21.02.2007
ISBN 9783426197530
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Niederungen

Herta Müller
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 08.03.2010
ISBN 9783446235243
Genre: Romane

Rezension:

Was bin ich dankbar, dass Herta Müller den Nobelpreis gewonnen hat. Sonst würde ich sie nämlich vermutlich nicht kennen, und das wäre jammerschade!

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

70 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, verlust, trauer, verantwortung, freundschaft

Kaputte Suppe

Jenny Valentine , Klaus Fritz
Flexibler Einband: 198 Seiten
Erschienen bei dtv, 22.03.2010
ISBN 9783423247788
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Broken Soup". Ich mag diesen Ausdruck. Er beschreibt das Leben der Protagonistin ziemlich genau. Sie ist selbst noch so jung, muss aber schon das Leben einer Erwachsenen führen, wenn sie ihre Restfamilie einigermaßen zusammenhalten will. Mit Bee gewinnt sie eine neue Freundin und gemeinsam ergründen sie das Geheimnis des Fotos und noch so manches Familiengeheimnis. Das Ende ist untypisch für ein Jugendbuch. Eher kein Happy-End und deshalb sehr gelungen. Sprachlich begeht die Autorin nicht den Fehler, so schreiben zu wollen wie junge Leute sprechen, sondern schreibt schlicht und einfach hin, was sie sagen will. Sie hat viele gute Gedanken. Besonders die Stelle, an der sie schreibt, dass man den Leuten noch jahrelang Bilder von Prinzessin Diana hätte zeigen können, weil es so Unmengen unbenutztes Material gibt, dass niemand auf die Idee kommen würde, sie könnte tot sein. Wem das zu zynisch ist, naja, da kann man halt nix machen.

  (23)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(225)

451 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 25 Rezensionen

zeit, fantasy, momo, kinderbuch, freundschaft

Momo

Michael Ende , Michael Ende
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.07.2005
ISBN 9783522177504
Genre: Klassiker

Rezension:

Die Zeit ist ein Seerosenteich. So zumindest erlebt es Momo, ein sehr unabhängiges Kind, als sie auf der Flucht vor den kettenrauchenden grauen Herren in der Niemals-Gasse bei Meister Hora landet. Das finde ich sehr poetisch.
Unter dem philosophischen Blickwinkel finde ich die Geschichte auch sehr gelungen. Wer ständig hetzt und stresst verliert dabei das Wesentliche aus den Augen. Alles klar. Als Liebhaber von Kinderbüchern war ich von der Geschichte aber ein bisschen enttäuscht. Natürlich ist sie perfekt erzählt und alles, aber mir fehlten die Konflikte. Das läuft mir leider alles zu glatt. Die Stelle, in der Momo ganz allein ist (sämtliche ihrer Freunde sind im Kinderdepot, berühmt oder mit Straßenfegen beschäftigt) und auf dem Lieferwagen liegt, ist für mich einfach nicht glaubwürdig:

"Als sie soweit gedacht hatte, fühlte sie plötzlich eine seltsame Veränderung in sich. Das Gefühl der Angst und Hilflosigkeit war so groß geworden, daß es plötzlich umschlug und sich ins Gegenteil verwandelte. Es war durchgestanden. Sie fühlte sich nun mutig und zuversichtlich, als ob keine Macht der Welt ihr etwas anhaben könnte, oder vielmehr: es kümmerte sie überhaupt nicht mehr, was mit ihr geschehen würde."

Ah ja. Als Kind hätte ich mich darüber sicherlich aufgeregt. Einfach zack und alles ist in Butter ?! Das war mir früher schon zuwider.
Bleibt als Resümée: Sehr gute Geschichte, zu perfekt erzählt.
An meine persönlichen Kinderbuchlieblinge reicht das Buch daher nicht heran.

  (16)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(81)

158 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

österreich, interview, wetter, liebe, wetten dass

Das Wetter vor 15 Jahren

Wolf Haas
Buch: 223 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 01.09.2006
ISBN 9783455400045
Genre: Romane

Rezension:

Fünf mal Sibersternchen!
Ein Buch von Wolf Haas ohne Brenner. Kann das gehen? Und nicht nur das, hier soll es sich auch noch um einen Liebesroman handeln.
Nun, ein typischer Liebesroman sieht sicher anders aus. Dafür sorgt schon die ungewöhnliche Form, die Haas hier gewählt hat. Nämlich ein Gespräch zwischen Autor und Rezensentin über das eigentliche Buch.
Das ist für den Leser zunächst ungewohnt, da man die Geschichte zwischen Vittorio, dem Wetterwettkönig aus Essen und seiner Kindheitsliebe Anni aus "Östreich" nur nach und nach aufgetischt bekommt. Aber Haas macht das Ganze so gekonnt, dass es eine Freude ist. Zudem gewinnt man viele neue Einblicke in das Denken eines Autors, etwa beim herrlichen Streit zwischen den beiden Interviewpartnern über die stilistische Form einer bestimmten Buchstelle:

Literaturbeilage: Sie hätten es sich auch einfach
machen und das Ganze in so einer Art Filmschnitttechnik erzählen können,
abwechselnd aus seiner und aus Annis Warte.
Wolf Haas: Ja, sicher, man kann sich's auch so
leicht machen und das Buch gar nicht schreiben.

Haas' Humor trifft einfach genau meinen Geschmack. Und ich hätte den beiden wirklich noch 500 Seiten lang "zuhören" können. Trotzdem freue ich mich auch wieder auf den Brenner.

  (18)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

124 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

wilhelm gustloff, drittes reich, novelle, gustloff, vergangenheitsbewältigung

Im Krebsgang

Günter Grass
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Steidl, 01.02.2002
ISBN 9783882438000
Genre: Romane

Rezension:

Nach dem Gartenkünstler brauchte ich wieder was mit Niveau. Und der Grass lag hier so rum (mein Bruder liest es als Schullektüre).
In dieser Novelle verarbeitet Grass wieder so einiges. Er verwebt den Mord an NS-Funktionär Wilhelm Gustloff durch einen Juden mit der Geschichte des gleichnamigen Schiffes und verknüpft das, als sich der Leser schon zu fragen beginnt, worauf das nun hinauslaufen soll, mit der Familie des Erzählers. Paul Pokriefke, mittelmäßiger Journalist, wurde auf der Gustloff geboren, als diese gerade unterging und soll nun, auf Geheiß eines unbenannten "Alten" Recherchen zu den damaligen Vorgängen anstellen. Im Internet wird er auch bald fündig, erkennt jedoch, dass die umfangreiche Homepage auf der allerlei nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet wird, von seinem Sohn betrieben wird. Dieser liefert sich im Chat verbale Schlachten mit einem gewissen David, einem vermeintlichen Juden. Als die beiden dann im echten Leben aufeinander treffen, passiert die Katastrophe.
Sprachlich ist das Buch eine Glanzleistung, auch wenn man manchmal den Eindruck gewinnt, der Autor hielte seine Leser für außergewöhnlich vergesslich (nein, es ist nicht nötig, nach zehn Seiten nach ihrer Einführung in die Geschichte Tante Jenny NOCH EINMAL vorzustellen). Auch die Erzähltechnik ist interessant und die Geschichte sowohl ein Stück historischer Aufarbeitung als auch ein Plädoyer gegen den Nationalsozialismus.
Da dies mein erstes Buch von Grass war, fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten. Eine Empfehlung spreche ich trotzdem aus.

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

klumpfuß, historischer roman, selbstfindung, waisenkind, vikar

Der Menschen Hörigkeit

W. Somerset Maugham , Mimi Zoff , Susanne Feigl
Flexibler Einband: 705 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag
ISBN 9783257202472
Genre: Klassiker

Rezension:

Wir begleiten den Waisenjungen Philip Carey, entstellt durch einen Klumpfuß, von frühester Kindheit bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr und hat ganz oft das Gefühl, man müsste ihm eine runterhauen, dem armen Kerl...
Ja, es macht wirklich aggressiv. Phasenweise kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus und möchte ihn anschreien, diesen jungen Carey, der so lebenshungrig (?) durch die Welt stolpert.
Er fällt nämlich auf eine Frau herein. Sie ist weder besonders hübsch noch reich, sondern eine einfache Kellnerin, aber er betet sie an. Natürlich behandelt sie ihn wie Dreck und bringt ihn an den Rand der Verzweiflung, aber als er sie dann nach einer Trennung wiedertrifft, geht das ganze wieder von vorne los. Herrje. Und dann, als man doch wirklich meinen könnte, er hätte es jetzt langsam mal begriffen, da passiert es dann zum dritten Mal.
Ja, Philip macht wirklich allerhand durch, bevor er im allerletzten Kapitel endlich sein Glück macht. Der Leser ist so erleichtert, schließlich bangte, hoffte und litt er über 600 Seiten mit ihm, dass es nach all den Katastrophen doch noch ein gutes Ende gibt.
Maugham ist ein außergewöhnlicher Schriftsteller, schafft eine dichte Atmosphäre und kommt irgendwie ganz nah an einen heran. Ich hab mich davon noch nicht ganz erholt...

  (17)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

schwestern, privatdetektiv, mord, krimi, verschwinden

Die vierte Schwester

Kate Atkinson , Anette Grube (Übers.)
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 18.02.2005
ISBN 9783426195505
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich ist das Buch kein Krimi. Es ist viel mehr als das. Eine tragische Komödie vielleicht, mit viel schwarzem Humor, tieftraurigen Momenten, wirklich schrecklichen Taten und einem Ende, an sowohl das Gute als auch das Böse siegen und gleichzeitig nicht ungeschoren davon kommen. Ich liebe es. Kate Atkinson hält ihre Leser nicht für dumm und schreibt deshalb nicht extra noch hin, was die eh schon wissen. Die unterschwelligen Zusammenhänge der drei verschiedenen Handlungsstränge präsentiert sie dem Leser nicht auf dem Silbertablett, sondern baut auf seine Beobachtungsgabe. Kate Atkinson gehört damit zu den (lebenden) Autoren die ich gerne mal treffen würde. Auch weil ihre Figuren immer glaubwürdig sind, trotz einer gewissen Exzentrik, und weil sie irgendwie auch nur Menschen sind. Und so kann ein Buch über alles Schlimme was man jungen Mädchen antun kann, gleichzeitig sehr komisch und voller geistreicher Dialoge. Es gibt zwei weitere Bände mit P.I. Brodie und die sind quasi schon auf dem Weg zu mir...

  (15)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

91 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

krebs, schlingensief, sterben, tagebuch, christoph schlingensief

So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!

Christoph Schlingensief
Fester Einband: 254 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.04.2009
ISBN 9783462041118
Genre: Biografien

Rezension:

Ich hatte Angst, in dieses Buch wäre mir zu persönlich und es würden medizinische Details ausgebreitet, die ich eigentlich gar nicht so genau wissen will. Dem ist glücklicherweise nicht so. Stattdessen gibt es eine Fülle kluger, etwas irrer und na ja einfach Gedanken über Religion, Leben, Tod und die Welt. Das kann man lesen und mögen wenn man Schlingensief-Fan ist wie ich. Mich hat die Lektüre stellenweise schon recht mitgenommen.

"Dieses Gefühl, so radikal meiner Freiheit beraubt
worden zu sein, habe ich noch nie gespürt. Ich habe immer die Freiheit gehabt,
die Welt zu zitieren, über die Welt zu weinen, sie lächerlich zu machen oder
auch einfach nur langweilig zu finden. Und ich habe diese Freiheiten ja auch
genutzt bis zum Abwinken. Jetzt geht das eben nicht mehr und das macht
Angst."

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

london, gouvernante, 1930er jahre, gesellschaft, frauen

Miss Pettigrews großer Tag

Winifred Watson
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 19.10.2009
ISBN 9783442546619
Genre: Romane

Rezension:

Ja, es ist eine Cinderella- Story. Mit einem derartig perfekten Happy-End, dass es schon fast wehtut. Aber es ist so schön und witzig und einfach perfekt für blöde Tage mit Schneesturm. Und das Buch an sich (ein Persephone-Classic) ist schon ein Augenschmaus. Normalerweise sind englische Taschenbücher qualitativ eher lausig. Braunes Altpapier, mieser Druck und das Cover so festgekleistert, das man das Buch halb aufbrechen muss, um es vernünftig lesen zu können. Anders dieses Persephone-Buch. Das Cover ist grau im Hintergrund und im Vordergrund ist ein Bild, das wirklich zum Inhalt des Buches passt. Die Illustration innen ist sorgfältig ausgewählt (in der Tat ist jedes Persephone anders gestaltet) und das Druckbild ist gut. Ein Schmuck für jedes Bücherregal kann ich da nur sagen.
Bei aller Begeisterung über die äußere Form, soll der Roman an sich nicht zu kurz kommen. Die Geschichte ist schnell erzählt. Miss Pettigrew, bisher eher glücklos im Leben und der Liebe, wird durch eine Verwechslung zur bildhübschen Miss LaFosse geschickt um dort als Gouvernante vorzusprechen. Miss LaFosse hat allerdings ganz andere Probleme. Drei Männergeschichten haben sich sehr verkompliziert und es droht eine Katastrophe, wäre da nicht die mutige Miss Pettigrew die im rechten Moment einschreitet und die Dinge in die Hand nimmt.... Nur ein Wort: Charming.

  (19)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

österreich, wien, roman, soldatentum, k.u.k. monarchie

Radetzkymarsch

Joseph Roth
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 9783462034622
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch hatte schon vorab große Chancen, sich in meiner persönlichen Bücherhitliste recht weit oben einzuordnen. Wie bei meinen Lieblingsbüchern Die Buddenbrooks und Brideshead Revisited geht es nämlich auch hier um Aufstieg und Fall einer Familie. Solche Geschichten liegen mir einfach.
Ich muss ja eigentlich gar nicht mehr erwähnen, dass Joseph Roth großartig schreibt. Dazu muss man sich ja nur mal das obige Zitat durchlesen. Kurz: Es hat mich umgehauen. Die ersten paar Seiten war ich fast gerührt, einfach nur wegen der Schönheit der Sprache, ihrem Detailreichtum und ach, ich kann's nicht beschreiben.
Die Geschichte handelt von der Familie der von Trottas. Der Joseph Trotta rettete dem jungen österreichischen Kaiser Franz Joseph in der Schlacht von Solferino das Leben. Daraufhin wurde er geadelt und mit höchsten militärischen Ehren ausgezeichnet. Später konnten Schulkinder im Unterricht von den Taten des "Helden von Solferino" lesen, in etwas abgewandelter Form, gegen die Joseph von Trotta und Sipolje, wie er nun hieß, persönlich beim Kaiser Einspruch einlegte. Er sah sich nämlich immer noch als Nachfahre eines Bauerngeschlechts und die Verherrlichung war ihm zuwider. So verließ er das Militär auch bald und ließ sich auf dem Land nieder, wo er als einfacher Mann lebte. Sein Sohn wurde Beamter, Bezirkshauptmann. Ausgestattet mit dem guten Willen des Kaisers. Dessen Sohn wiederum, Carl Joseph von Trotta, soll seinem Großvater nacheifern und wird deshalb von klein auf für das Militär erzogen. Der Schwerpunkt des Romans liegt auf der Entwicklung dieser dritten Generation der von Trottas (Frauen spielen hier übrigens keine große Rolle. Die sterben alle recht bald...). Carl Joseph tritt in die Kavallerie ein, es schadet ihm nicht, dass er kein besonders begabter Reiter ist, der Ruf des Großvater eilt ihm voraus. Doch trotz seiner Erziehung ist Carl kein Soldat. Er ist weichherzig, unglücklich und nicht aus dem passenden Holz geschnitzt. Liebe lernt er nur kurz kennen, zuerst, als er eine Affäre mit einer verheirateten Frau hat, später bei seinem besten Freund Demant. Demant ist Regimentsarzt und stirbt bald in einem Duell. Ja, es gibt auch ein zünftiges Duell! Ich weiß wirklich nicht, wo meine Vorliebe für Duelle herkommt. Nun, das Militär meint es nicht gut mit dem jungen Trotta. Er wird zum Trinker, gerät in eine Schuldenaffäre hinein und anstatt endlich herausgeschmissen zu werden, kommt ihm die schützende Hand des Kaisers immer wieder "zu Gute". Dann als es endlich scheint, als könne seinen Frieden finden, bricht Krieg aus. Und naja, es ist wohl keine Überraschung, dass er stirbt.
Es ist schrecklich traurig dieses Buch (wie bei jedem traurigen Buch gibt es auch ein paar komische Stellen, wodurch das ganze natürlich noch trauriger wird). Das Unglück des jungen Trotta ging mir an die Nieren, vergleichbar mit dem Schicksal des Hanno Buddenbrook. In der ganzen Geschichte wird die Familie der Trottas mit der Habsburger Dynastie verknüpft und so heißt es am Ende, bei der Beerdigung des Bezirkshauptmanns Trotta:
"Ich hätte gern noch erwähnt", sagte der Bürgermeister, "dass Herr von Trotta den Kaiser nicht überleben konnte. Glauben Sie nicht, Herr Doktor?"
"Ich weiß es nicht", erwiderte der Doktor Skowronnek, "ich glaube, sie konnten beide Österreich nicht überleben."

  (16)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

standesgesellschaft, roman, pflichterfüllung, großbritanien, satire

The Remains of the Day

Kazuo Ishiguro , James Bean , Barbara Puschmann-Nalenz
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.12.2005
ISBN 9783150091388
Genre: Romane

Rezension:

Manche Bücher liest man langsam, weil sie schwierig sind oder zäh. Dieses Exemplar hier liest man langsam, bzw. man zwingt sich irgendwie es nicht zu verschlingen und durch die Seiten durchzurauschen, weil es so großartig geschrieben ist. Ishiguro erzählt seine Geschichte über die Geschehnisse in Darlington Hall nicht langweilig runter, sondern lässt seine Hauptfigur, den Butler Stevens, selbst von seinen Erlebnissen berichten. Der schweift gerne mal ab vom eigentlichen Thema und erörtert dann seine Ansichten zur Würde des Butlerberufs und verschiedene Anekdoten (herausragend ist vor allem jene, in der sein Herr, Lord Darlington ihn bittet, den, gar nicht mehr so jungen Reginald in das einzuweihen was er "the facts of life" nennt). Dabei ist er genauso, wie man sich einen typischen Butler vorstellt. Steif, stets Haltung bewahrend, loyal und unpersönlich. Das führt zu einigen unfreiwillig komischen Momenten.
Ishiguros Sprache ist so plastisch, dass ich ihn ständig vor Augen hatte, den in die Jahre gekommenen Butler, Miss Kenton und die anderen Figuren. Nach und nach werden die Vorgänge aufgedeckt, die letztlich zur Erniedrigung der Hausherren führten. Die Liebe, ja, die spielt auch eine Rolle, aber besonders da wird deutlich, welch ein eingeschränktes und pflichtbewusstes Leben Stevens führt.
Ich habe das Buch jedenfalls sehr genossen, werde nicht zögern, es jedem zu empfehlen und Ishiguro ist nun auch mehrfach auf meiner Bücherwunschliste vertreten. Wie sollte es auch anders sein...

  (16)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

40 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

leichenzug, mississippi, familie, klassiker, 1930er

Als ich im Sterben lag

William Faulkner , Albert Hess , Peter Schünemann
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.06.2012
ISBN 9783257200775
Genre: Klassiker

Rezension:

Also, ein ganz kleines bisschen verrückt muss dieser Faulkner ja gewesen sein. Sonst kann man sich wohl keine Geschichte ausdenken, in der eine Leiche tagelang in einem selbstgezimmerten Sarg vor sich hin verwest, die Familienmitglieder alle mehr oder weniger einen an der Waffel haben, das Familienoberhaupt das Geld seiner Mitmenschen (einschließlich das seiner Kinder) in ein neues Gebiss investiert und allerlei Katastrophen geschehen, bis die tote Mutter endlich unter der Erde ist. Faulkners Sprache ist teilweise etwas knifflig. Manche Sätze scheinen sich im Kreis zu drehen und verlangen aufmerksames Lesen. Keine leichte Lektüre, deshalb aber nicht weniger unterhaltsam. Und sicher unvergesslich

  (21)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(86)

194 Bibliotheken, 1 Leser, 7 Gruppen, 13 Rezensionen

krimi, thriller, london, mord, elizabeth george

Am Ende war die Tat

Elizabeth George , Ingrid Krane-Müschen , Michael J. Müschen
Flexibler Einband: 670 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 02.11.2009
ISBN 9783442471324
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich neige ja manchmal dazu, England etwas zu romantisieren. England, das Land von großartigen Schriftstellern, niedlichen Cottages und diesen verdammt leckeren Scones. In Elizabeth Georges neuestem Buch (gut, es ist nicht ihr Allerneuestes. Das Neuste das es endlich als Taschenbuchausgabe gibt, sollte ich wohl besser sagen) wird einem vom verklärten Blick auf sein Lieblingsland schnell abgeholfen. Denn es geht richtig tief hinein in eine Welt voller Armut, Kriminalität und Unmenschlichkeit und zwar nicht auf der Serienkillerschiene, die sonst oft gefahren wird. Man könnte das Buch eine Milieustudie nennen, wenn man wollte. Ein verkommener Stadtteil, in dem Drogen und Gewalt zum Alltag gehören, in dem diskriminiert wird und die Polizei ganz sicher nicht die Hosen anhat. In so einem Stadtteil wächst der junge Joel auf. Sein Vater wurde auf offener Straße erschossen, seine Mutter sitzt in der Psychiatrie, seine Oma ist mit ihrem Kerl nach Jamaika abgehauen und ließ den Jungen mit seinen Geschwistern vor der Haustür seiner Tante Kendra stehen.
Joel trägt eine schwere Last auf seinen Schultern, denn er ist es, der seine Familie (wenn man eine Ansammlung von Menschen mit dem selben Nachnamen so nennen möchte) beschützen muss. Vor allem für seinen zurückgebliebenen Bruder Toby würde er alles tun, sich sogar mit dem gefährlichsten Mann im Viertel einlassen. Und so kommt es, dass ein begabter Dichter plötzlich eine Waffe mit sich herumträgt und eine Frau überfallen soll, um seine Loyalität zu "The Blade" unter Beweis zu stellen. Am Ende stirbt Helen (ja, das ist auch schon im letzten Buch von E. George passiert, aber hier erleben wir das Ganze nochmal aus einer anderen Perspektive).
Ich mochte Helen und war entsprechend sauer, als die Autorin sie sterben ließ. Und nun stellt sich raus, dass der vermeintliche Mörder ein ganz armes Schwein ist, für den es im Nachhinein mehr als düster aussieht.
Eine ziemlich kalte Dusche, für die langjährigen Fans der Autorin ("Wie, erst dauert es zehn Bücher bis Helen und Lynley endlich heiraten und dann nach zwei Bücher wird sie erschossen und jetzt darf man noch nicht mal sauer auf den Täter sein? Mann. )
Auf die bewährten Protagonisten (Lynley selbst, Havers und Winston Nkata) muss man in diesem Buch größtenteils verzichten. Nur Havers und Nkata tauchen am Ende für einen Augenblick auf, als sie Joel vernehmen. Aber ein Wiedersehen ist, jedenfalls für mich, schon vorprogrammiert. Wenn es "Doch die Sünde ist scharlachrot" endlich als Taschenbuch gibt. Kann sich ja nur noch um Jahre handeln...

  (19)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4.883)

7.548 Bibliotheken, 63 Leser, 35 Gruppen, 472 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In der Fortsetzung passiert zwar nicht viel außer ein paar kleinen Zeitreisen und dem nervenaufreibenden Mysterienunterricht, aber Spaß macht das Lesen trotzdem. Zum einen sorgt der Wasserspeierdämon Xemerius für Abwechslung und zum anderen ist Gideon ein so wunderbarer Volltrottel. Ich hoffe nur, dass die Autorin das Zeitparadoxon im Griff hat, es wäre wirklich schade, wenn der letzte Teil der Trilogie unlogisch würde.

  (16)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

21 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

irrungen und wirrungen, edmondson, weihnachten, familie

Lady Helenas Geheimnis

Elizabeth Edmondson , Elvira Willems
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.12.2006
ISBN 9783499238758
Genre: Romane

Rezension:

Wenn dieser Klappentext nicht nach einem passenden Schmöker für die Weihnachtsferien klingt, dann weiß ich auch nicht. Allerdings muss ich zugeben, dass ich hier etwas schummle, denn etwa die Hälfte des Buches habe ich bereits im letzten Jahr gelesen, dann aber vergessen und erst vor zwei Tagen wieder rausgekramt.
Nun, man der Autorin nicht vorwerfen, sie hätte nicht alles versucht. Ein Herrenhaus mit blaublütigen Herrschaften, eine traumhafte Winteratmosphäre und ein düsteres Familiengeheimnis. Doch insofern ist der Titel nicht nur an sich bescheuert (im Original heißt das Buch schlicht und einfach "Frozen Lake". Hätte man es nicht dabei belassen können?) sondern auch irreführend. Denn auf Lady Helenas Geheimnis kommt es gar nicht so sehr an, wie es zunächst scheinen mag.
Insgesamt ist mir das Buch zu voll. Ehrlich mal, Vergewaltigungen, Fahnenflucht, Nazis, Inzest, berühmte Schauspielerinnen, die halbe Familie tot uvm. das reicht bei anderen Autoren für drei Bücher. Mir hätte die Geschichte besser gefallen, wenn die Autorin weniger dick aufgetragen hätte. Zwei Todesfälle weglassen, oder so.

  (18)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

49 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

pommern, flucht, hinterpommern, kloster, gut

Jauche und Levkojen / Nirgendwo ist Poenichen / Die Quints

Christine Brückner
Flexibler Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.02.2003
ISBN 9783548256634
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin faul. Nicht was das Lesen, aber was das Schreiben darüber angeht. Obwohl ich also drei Bücher gelesen habe, nämlich "Jauche und Levkojen", "Nirgendwo ist Poenichen" und "Die Quints", berufe ich mich auf der Status als Trilogie und schreibe nur eine Rezension. Und eigentlich gibt's da auch gar nicht viel zu sagen. Christine Brückner schreibt so, dass einem die Geschichte nie lang vorkommt. Ihre Charaktere sind glaubhaft und entwickeln sich im Laufe der Geschichte. Außer diejenigen, die sterben. Und das sind doch etliche. Den Anfang macht Maximilianes Vater, der im ersten Weltkrieg fällt, und dessen Ehe mit Vera, Maximilianes Mutter, wohl nur vier Tage dauerte. Die junge Erbin des pommerschen Guts Poenichen wächst, da ihre Mutter auch bald genug hat vom Landleben, bei ihren Großeltern auf. Der alte Quindt, ein Gutsherr wie er im Buche steht und weise Sprüche, die sog. "Quindt-Essenzen" von sich gibt, liebt seine Enkelin, hält Anschaffungen wie Spielzeug oder ein Pony für nicht lohnenswert. Als Maximiliane, schließlich im heiratsfähigen Alter, einen Spross aus einem anderen Zweig der weitläufigen Quin(d)t-Familie heiratet, so nimmt er dies hin, denn Viktor Quint ist zumindest geeignet, sein Parteibuch "schützend über Poenichen zu halten". Viktor ist ein treuer Anhänger Hitlers und erwartet von seiner Ehefrau genügend Nachwuchs, um den "Ostraum besiedeln zu können".
Maximiliane muss schließlich fliehen, mit vier Kindern, und ihr geliebtes Poenichen verlassen. Am Ende dieser Flucht wird sie wieder schwanger sein...
Damit endet Teil eins der Trilogie. Die beiden nachfolgenden Bände handeln vom Wiederaufbau, im Großen und im Kleinen.
Die ganze Geschichte ist detailreich und faszinierend erzählt. Ohne Längen und langwierige Wiederholungen. Eine knappe Warnung sei aber erlaubt: Wer vor hat, "Effi Briest" zu lesen, sollte die ersten 50 Seiten auslassen. Dort wird nämlich auch das noch verraten, was man nicht sowieso schon von dem Buch wusste. Ansonsten aber: Uneingeschränkte Leseempfehlung.

  (22)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

liebe, trennung, mathe, katherine, jugend

Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2008
ISBN 9783446230910
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem ich "Eine wie Alaska" schon sehr gut fand, wollte ich unbedingt ein weiteres Buch von John Green lesen. Dieses hier sprach den Nerd in mir an. Green stattet seine Protagonisten mit ziemlich abgefahrenen Fähigkeiten aus, so bildet Colin nicht nur ständig Anagramme, sondern malt Graphen für seine gescheiterten Katherine-Beziehungen und ist auch ansonsten verdammt hochbegabt.
Für mich enthält dieses Buch alles, was zu einer guten Coming of Age- Geschichte gehört: eine große Portion Humor, Traurigkeit und Selbstzweifel und Freundschaft. Außerdem glaube ich, dass mir der Autor auch im echten Leben sehr sympathisch wäre. Das merkt man im Nachwort und in den Danksagungen. Seine Schreibe klingt aufrichtig und nicht gezwungen, er scheint auch sonst ein witziger Mensch zu sein. Und dieses Gefühl habe ich wirklich nicht bei jedem Autor.

  (21)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

england, liebe, ehe, aristokratie

Ein Segen für die Liebe

Nancy Mitford
Flexibler Einband
Erschienen bei Rowohlt TB., 01.07.1998
ISBN 9783499131417
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch ist Evelyn Waugh gewidmet und das sagt schon einiges. Wie bei Waugh ist auch Nancy Mitfords Werk voller scharfem Humor. Anders als bei Waugh gibt es hier aber gute Aussichten für ein Happyend, zumindest für die beiden Hauptfiguren. Der Titel mag auf den ersten Blick an eine Liebeskitsch denken lassen, ist aber ironisch zu verstehen. Beim "Segen für die Liebe" (im Original "The Blessing") handelt es sich nämlich um ein Kind, dass sich die größte Mühe gibt, seine Eltern auseinander zu bekommen. Geschiedene Eltern bringen nämlich offenbar erhebliche Vorteile mit sich, vor allem wenn sie in verschiedenen Ländern leben. 2010 werde ich auf jeden Fall mehr von Nancy Mitford lesen, die gesammelten Briefe der Mitford-Schwestern liegen auch schon bereit.

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugendbuch, umweltschutz, erste liebe, freundschaft, mädchen

Nagle einen Pudding an die Wand!

Christine Nöstlinger
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger
ISBN 9783789143014
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch ist von 1990, aber heute, ein Jahrzehnt später, so aktuell wie nie zuvor. Christine Nöstlinger appeliert an den Öko in uns, ohne zu belehren. Denn bei den Mitgliedern der Grünen Zukunft geht allerhand schief. Da werden Wasserschläuche einbetoniert um die alten Herren vom samstäglichen Autowaschen abzuhalten, in einem Supermarkt werden Spraydosen verkleistert (wegen des Ozonlochs) und Autos ohne Kat grün angepinselt. Man hätte dieses Buch den werten Regierungschefs in Kopenhagen vorlesen sollen. Hätte vielleicht mehr gebracht.

  (16)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

miss daisy, historischer krimi, detektivin, krimi, band 3

Miss Daisy und die tote Sopranistin.

Carola Dunn , Carmen v. Samson-Himmelstjerna
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Aufbau Tb, 01.01.1999
ISBN 9783746614922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vielleicht ist es beim dritten Buch in einer Reihe genauso wie beim zweiten Album. Es ist nicht richtig schlecht, aber reißt einen auch nicht richtig vom Hocker. Der Fall an sich ist ganz nett und mit einer schönen Wendung am Ende, auch wenn die einigermaßen offensichtlich war. Mir fehlte aber der Witz, der in den Vorgängerbänden immer mit dabei war. Die einzige bewusst komisch gehaltene Stelle ist ausgerechnet die, wo DCI Fletcher und sein Sergeant den ukrainischen Bass vernehmen, der dem Englischen nicht ganz mächtig ist. Und wenn ich jetzt sage, dass es wirklich witzig sein soll, wenn er sich verspricht und statt "take a nip" "nipples" sagt, dann ist das kein Scherz meinerseits...
Trotzdem werde ich dem nächsten Band noch eine Chance geben. Ein Durchhänger sei auch den Autoren mal erlaubt.

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

england, adel krimi 20er jahre detektivin leichte lektüre, miss daisy, band 2, cozy

Miss Daisy und der Tod im Wintergarten

Carola Dunn
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB
ISBN 9783746614946
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Wiedersehen mit Daisy Dalrymple, C.I. Fletcher und Philipp Petrie, genau das richtige für einen entspannten Leseabend. Diesmal stolpert Daisy wieder über eine Leiche und zwar im Wintergarten von "Occles Hall", vergraben unter einem Strauch. Der Dorfpolizist verhaftet natürlich den falschen, woraufhin Daisy ihren Alec anruft, der auch geschwind von London aufs platte Land eilt und die Sache in die Hand nimmt.

"That butler said they was not told to talk to the
police, so I up and says we're not just police, we're Scotland Yard and
we don't pay no heed to country bigwigs."

Wer letztlich der Mörder war, naja, so überraschend war das nicht, aber das Motiv war immerhin recht außergewöhnlich...
Ich lese die Geschichten so gern, weil sie Spaß machen, die Autorin den von P.G. Wodehouse erfundenen "Upper Class Slang" so nett einbringt und einfach weil man nicht immer nur große Literatur lesen kann und ein bisschen "cosy" der Seele auch mal guttut. Einen Dalyrymple-Roman hab ich noch auf dem SuB, wenn der weggelesen ist (nicht jetzt gleich, hintereinander sollte man die besser nicht lesen) dann muss ich wohl für Nachschub sorgen. Es gibt glaube ich bisher sechzehn Bände in dieser Reihe. Das reicht für dieses Jahr auf jeden Fall.

  (14)
Tags:  
 
181 Ergebnisse