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222 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 118 Rezensionen

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Vier.Zwei.Eins.

Erin Kelly , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.08.2018
ISBN 9783651025714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Vier zwei eins" war mein erstes Buch der Autorin. Es handelt sich um einen reinrassigen Psychothriller. Von Anfang an werden die komplexen Beziehungen der Hauptdarsteller beleuchtet und hinterfragt. Wer hat was gesehen? Was ist wirklich geschehen? Wer lügt und wer sagt die Wahrheit? Was ist wirklich geschehen und wie hat sich das Ganze entwickelt, dass in der Gegenwart eine Bedrohung und viele Ängste entstanden sind.

Auch wenn das Buch für mich ein paar Längen hatte und ich mit dem Ende nicht rundrum zufrieden bin, so war es doch spannend und hatte Wendungen, die man zwar ahnen, aber nicht wirklich vorhersehen konnte.
Ich habe mich etwas an der Grundstimmung gestört, die von Anfang an depressiv ist. Es gab für mich keine Sympathieträger.

Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Autorin hat eine schöne Sprache und findet gute Beschreibungen vor allem der zwischenmenschlichen Gefühle.


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(38)

59 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

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Dunkles Arles

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.05.2018
ISBN 9783832198756
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Dunkles Arles“ spielt in der gleichnamigen französischen Stadt. Wieder ist Blanc der Ermittler und diesmal spielt seine verheiratete Geliebte Aveline tatsächlich auch eine große Rolle.

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht fesseln können. Ich habe mich tatsächlich durchgequält. So etwas bin ich von einem Rademacher-Krimi eigentlich nicht gewohnt. Ja, die Sprache ist angenehm und das südländische Flair Frankreichs kommt gut rüber. Aber die Geschichte an sich war mir etwas zu bemüht und zu sehr auf Action getrimmt. Das hatte Blanc bis jetzt so nicht nötig und ich finde, das ist nicht unbedingt die Stärke des Autors. Dafür fehlten mir manchmal die Zwischentöne oder gar die Logik. Und die Beziehung der beiden ist an sich schon nicht ganz gesund, würde ich mal sagen und man kann öfter den Kopf über die Beiden und ihr Verhalten schütteln.

Gerade noch 3 Sterne. Ich wünsche mir wieder mehr Blanc, wie in den ersten Bänden.

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312 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer den ersten Band der "Palace of Silk" - Reihe gelesen hat, will natürlich wissen, wie es mit Rea weitergeht. Schön, dass man dies dann auch zeitnah tun konnte, denn die Autorin schreibt fleißig und auch der dritte Band ist schon in Sicht. So etwas muss postitiv erwähnt werden.

Ebenfalls gefällt mir der Schreibstil. Durchaus als All-Age zu bezeichnen, denn ich bin ja defenitiv kein Teenager mehr, hatte aber bis jetzt meinen Spaß an der Geschichte.

Schön ist die Idee des Gedanken- und Gefühlelesens ja schon immer. Hier wird sie zu einer Begabung ausgebaut, die man in die Wiege bekommt und die die betroffenen Menschen aus der Gesellschaft ausgrenzt, weil die anderen diese Fähigkeit fürchten. Selbst in Frankreich gibt es noch genug Resentiments gegen Rea und sie hat es auch dort nicht wirklich leichter.  Dazu kommt ein großes Gefühlschaos durch die Liebe und  Zuneigung zu mehr als einem Prota. Und eine Königin und ein neuer König bedrohen sie und die Menschen, die ihr wichtig sind.

Es bleibt also weiterhin spannend auch wenn ich Rea schon manchmal schütteln möchte und ihr zurufen: Mädel, das müsstest du doch inzwischen besser wissen. Das Finale wurde vorbereitet. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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(156)

195 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 124 Rezensionen

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Kluftinger

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 27.04.2018
ISBN 9783550081798
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der neue Kluftinger ist tatsächlich etwas Neues. Zum einen erfährt man jede Menge Kleinigkeiten von Klufti. Nicht nur seine Vornamen oder wie er sich als Opa so macht, sondern auch sehr viel aus seiner Vergangenheit. Über seine Jugend und Jungendsünden, seine Eltern, die erste Zeit mit Erika. Das macht alles wieder ziemlichen Lesespaß.

Ja, das Buch ist auf jeden Fall etwas für Bayern - und solche, die Bayern lieben. Die Geschichte hat wieder jede Menge Lokalkolorit. Manchmal ist es ein bisschen albern aber immer mit einem freundlichen Augenzwinkern.

Und ja, es gibt natürlich auch einen Kriminalfall mit Toten und einer Portion Spannung und Rätsel. Aber wohldosiert, nicht zu blutig und mit einem Blick für die Menschen und die menschlichen Abgründe.

Mir hat der Kluftinger gefallen.

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(84)

248 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Warum sollte man Nevernight: das Spiel gelesen haben?

Wenn man den ersten Teil gelesen hat, dann stellt sich die Frage wahrscheinlich gar nicht wirklich. Aber für alle anderen versuche ich mal einige gute Antworten zu finden.

Weil

Nevernight eine herausragend gute und spannende Fantasy-Trilogie ist,

weil Mia eine Heldin ist, wie man sie schon lange nicht mehr gesehen und gelesen hat,

weil die Handlung rabenschwarz und humorvoll zugleich ist, blutig und schillernd in einem,

weil die Spannung kaum auszuhalten ist, die Wendungen unvorhersehbar

weil es nur so wimmelt vor interessanten Charakteren inkl. zweier mysteriöser Schatten und einiger magischer Momente,

weil es sowohl hocherotische Szenen also auch jede Menge wilde, actionreiche Kämpfe gibt

weil die Fangemeinde stetig wächst, die erkannt hat, dass Jay Kristoff der schillerndste aufsteigende Stern am Fantasyhimmel ist und man sich dessen Geschichten nicht entgehen lassen sollte,

weil die euphorischen Rezensionen bei diesem Buch alle echt sind,

weil es der beste zweite Band ist, den ich seit langem gelesen habe,

weil die Ausstattung, Cover, Zeichnungen etc. einfach genial sind,

weil ich hoffe und mir ziemlich sicher bin, dass diese Reihe irgendwann verfilmt wird, und dann sollte man sie schon gelesen haben,

weil….

Ich könnte hier noch ewig weitermachen. Glaubt mir. Lest es und werdet infiziert.

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(145)

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Lied der Weite

Kent Haruf , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070170
Genre: Romane

Rezension:

"Lied der Weite" von Kent Haruf ist ein schmales Büchlein. Aber dem Autor gelingt es, mit wenigen Worten eine intensive Atmosphäre zu gestalten und seinen Figuren von Szene zu Szene Tiefe zu geben. Er tut dies mit einem klaren und sehr minimalistischen Erzählstil. Er lässt dem Leser Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Er beschreibt ohne zu erklären, deutet an ohne zu werten, schildert Geschehnisse und Gespräche auf eine lakonische und zu tiefst menschliche Weise.


Seine Geschichte spielt ungefähr in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in den Weiten der amerikanischen Provinz. Die Darsteller bestechen zum großen Teil durch ihren Hang zu Schweigsamkeit und Gelassenheit. Das Leben ist unaufgeregt, selbst wenn sich überall kleine und große Dramen abspielen. Schön ist es, dass deutliche Entwicklungen bei den Charakteren stattfinden und die Handlung trotz der ruhigen Erzählweise schnell einen Lese-Sog entwickelt, dem man sich kaum entziehen kann.


Mir hat "Lied der Weite" ausnehmend gut gefallen. Ich kann es mir gut als Kinofilm vorstellen und gebe eine dicke Leseempfehlung.

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(130)

201 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

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Die Eishexe

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783471351079
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Eishexe" ist tatsächlich schon der zehnte Teil dieser Krimireihe von Camilla Läckberg. Wie immer legte die Autorin sehr viel Gewicht darauf, dass das Privatleben von Polizist Patrik und seiner Ehefrau Erica neben all der Krimihandlung nicht zu kurz kam. Das mag ich gerne und die Familie der beiden ist mir über die Jahre bestens bekannt und ans Herz gewachsen.

Der Plot spielt wieder auf verschiedenen Zeitebenen und ist sehr undurchsichtig. Tatsächlich war mir manches bis zum Schluss rätselhaft und auch danach nicht ganz geklärt. Die Zusammenhänge von Gegenwart und Vergangenheit hätte man sicher noch klarer herausarbeiten können. Es gibt eine große Darstellerriege und man muss am Ball bleiben, damit man nicht den Überblick verliert. Dafür ist das Buch auch ziemlich dick.

Läckberg schreibt diesmal blutiger als in Vorgängerromanen. Es gibt einige Tote zu betrauern, einige Figuren sterben. Dennoch ist der Krimi einer, der mehr aus Psychologie setzt. Das mag ich. Deshalb von mir vier Sterne.

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(451)

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Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

Warum liebt man manche Bücher von Anfang an, nein eigentlich schon fast bevor man angefangen hat? Spielen einem da Erwartungshaltung, bereits gemachte Leseerfahrungen und die positiven Urteile anderer Leser einen Streich?

Gibt es ein Rezept für gute Geschichten? Also ein Gerüst, ein Szenario, welches größtmöglichen Erfolg versprechen könnte? Kann man durch bestimmte Inkredenzien ein tolles Buch quasi in der Hexenküche anrühren und heraus kommt das Wunderbuch - das wunderbare Buch?

Gibt es Bücher, die man gerne jedem empfehlen würde, den man kennt und schätzt? Und möchte man damit vielleicht auch Nichtleser und Büchervermeider überzeugen?

Dreimal Ja.

Das Lied der Krähen hat mich durch seine Optik, seine Inhaltsangabe und auch durch die euphoirschen Stimmen anderer Leser bereits in seinen Bann geschlagen, bevor ich es aufgeschlagen hatte.

Die Zutaten sind von der Autorion Leigh Bardugo perfekt zusammengemixt. Besonders gefällt mir der Genremix. Denn es ist nicht nur ein Fantasybuch sondern auch ein Abenteuerroman der sich ein bisschen wie Mission Impossible liest. Eine MIssion, eilne zusammengewürftelte Einheit an Spezialisten, ein Plan und dann die scheinbar kaum erfolgversprechende Ausführung. Dazu ein sehr unterhaltsamer Erzählstil, der die Akteure kraftvoll und lebhaft in Szene setzt und auf ungewöhnliche Charaktere und schillernde Persönlichkeiten setzt.

Das Lied der Krähen empfehle ich tatsächlich jedem der gerne gute Geschichten liest. Geschichten, die aus dem Einheitsbrei herausragen, die überraschend und spannend sind. Eines meiner Jahreshighlights.

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(242)

735 Bibliotheken, 47 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

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Lord of Shadows - Die dunklen Mächte

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 831 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.10.2017
ISBN 9783442314256
Genre: Fantasy

Rezension:

Eigentlich verbietet der Parabatei-Fluch es Emma und Julian, dass sie einander lieben dürfen. Dies versuchen sie auch zu unterdrücken. Mark empfindet immer noch etwas für Kieran. Und da gib es auch noch Christina und Diana. Ja, es gibt eigentlich auch noch die Fantasygeschichte neben all dem Beziehungschaos. Eine Geschichte voller Wasserdämonen, Flüchen, gefährlicher Bücher und ähnlichem. Aber wenn ich das neue Buch von Cassandra Clare in ein Genre einordnen sollte, dann tendierte es für mich tatsächlich eher zum Liebesroman, denn es wird sehr viel Zeit und sehr viele Seiten darauf verwendet, die Gefühle und Gefühlsverwirrungen der zahlreichen Protagonisten darzustellen.


 Ähnlich wie Zazzles sehe ich das auch mit dem Geheimnis von Diana – ohne hier allzu genau darauf eingehen zu wollen, fand ich den Fokus darauf etwas störend, da er mit dem eigentlichen Fantasyplot ja gar nichts zu tun hatte.


 Am besten gefiel mir Kieran und seine Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Hier sehe ich auch noch großes Potential für den abschließenden Band der Trilogie. Neben der Auflösung diverser Rätsel, die mehr als einen Cliffhanger verursacht haben. Ich hatte das starke Gefühl, dass „Lord of Shadows“ ein typischer Mittelteil ist, der sich teilweise etwas gezogen hat und in dem einfach viele Fragen und Geheimnisse aufgeworfen wurden, die dann im nächsten Buch tatsächlich zu einer spannenden und etwas actionreicheren Story führen könnten.


Dann bitte mit etwas weniger Herz-Schmerz-Wirrwarr, dann wäre ich wieder restlos glücklich.

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(189)

293 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

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Durst

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.09.2017
ISBN 9783550081729
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Harry Hole scheint endlich angekommen in seinem Leben. Den Kommissarberuf hat er an den Nagel gehängt, er führt eine glückliche Beziehung, sein Job ist interessant aber ohne die intensive und kräfteanstrengende Ermittlerarbeit, die Harry regelmäßig an seine Grenzen gebracht hatte. Aber natürlich kommt alles anders als Hole es erhofft.


Ein Serienkiller mordet grausam und effizient und als klar wird, dass Harry den Kerl von früher kennt, wird er um Mithilfe gebeten. Und er wäre nicht Harry, wenn er nicht Lunte riechen würde und sich tatsächlich an der Jagd nach dem Mörder beteiligen würde. Leider gibt es dann auch noch privat eine dramatische Entwicklung, die unseren Norweger wieder an den Rand seiner Alkoholsucht treibt.


Toll fand ich, dass diesmal noch andere starke Figuren an der Ermittlung beteiligt sind. Harry erhält Unterstützung und die kann er auch dringend brauchen, denn es wird mal wieder richtig gefährlich und Nesbo jagt den Leser durch ein enorm spannendes und ausgeklügeltes Buch. Und wie von mir erhofft, gibt es einen tollen Twist am Ende, den man so nicht vorhergesehen hat.


Also, wie immer, ein rundum gelungenes Buch. Hochwertige Thrillerkost und von mir volle Punktzahl. Jo Nesbo kann seinen hohen Standard halten.

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(44)

84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Seit du bei mir bist

Nicholas Sparks , Astrid Finke , Alexander Wussow
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 27.03.2017
ISBN 9783837137767
Genre: Romane

Rezension:

Bei Hörbüchern habe ich immer das Gefühl, dass die Kriterien sich etwas verändern, ob ein Buch als gut empfunden wird oder nicht. Ich mag Sparks Bücher und war gespannt, wie es mir mit seinem neuen Roman geht.

Wichtig ist zum einen der Sprecher. Hier muss ich sagen, dass Wussow sicher nicht mein Lieblingsvorleser wird. Ich mag sonore ruhige Stimme aber er spricht mir zu emotionslos und gibt er Geschichte ein träges Tempo.

Außerdem hatte ich bald das Gefühl, dass das Hörbuch wirklich stark gekürzt wurde, denn vor allem die Beweggründe der Handlungen wurden mir bei  vielen Szenen nicht recht klar und ich fragte mich ständig, was wurde hier weggelassen, was mein Unverständnis so schürte. Russell und Vivian sind eines der Paare, bei denen man sich von Anfang an fragt, warum zum Kuckuck sie überhaupt geheiratet haben. Es gibt keine liebevollen Szenen, sie führen keine Liebesgespräche, gehen weder aufeinander ein noch brauchen sie einander für ihr Glück. Natürlich funktioniert auch die Tochter nicht als Bindeglied sondern sorgt nur für weiteren Zündstoff. Es kommt, wie es kommen musste. Trennung und Streit um das Sorgerecht und die Finanzen.

Ich mag solche Geschichten einfach nicht besonders. Sie ziehen mich runter. Ich wollte eine Liebesgeschichte, gerne auch mit einem Happy End. Man sollte natürlich keine solchen Vorstellungen in ein Buch mitnehmen, aber Sparks und das Hörbuch konnten mich diesmal leider nicht begeistern.

Er kann es eigentlich besser. Oder hätte ich es doch besser lesen sollen?

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(45)

76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Diane Chamberlain , Marion Ahl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959670852
Genre: Romane

Rezension:

Der Tag, an dem wir dich vergaßen ist für mich das erste Buch der Autorin Diane Chamberlain. Ich mag Familiendramen sehr gerne und genau das wird einem hier in geballter Form geboten.

Riley Vater ist gestorben und als sie seinen Haushalt auflöst brechen alte Wunden wider auf, werden alte Fragen an die Oberfläche gespült, die sie seit ihrer Kindheit beschäftigen. Wie ist ihre Schwester gestorben? Warum hat sie sich umgebracht? Oder war es doch ein Unfall? Warum ist ihr Bruder Danny so verbittert und will das Elternhaus gar nicht mehr betreten?

Nach und nach kommen alle Geheimnisse ans Tageslicht. Ein Mord war der Auslöser für das ganze Drame und all die Lügen. Aber es steckt noch viel mehr dahinter und Riley hat gerade erst die Oberfläche berührt.

Das Cover passt hervorragend zu dieser Geschichte. Es ist viel Psychologie in diesem Buch, angenehm verpackt und in einem gut leserlichen Schrebistil.
Riley ist sympathisch und für all das ziemlich normal geblieben. Deshalb wirken ihre Gedanken und Aktionen auch glaubwürdig und nachvollziehbar.

Nach einem Drittel des Buches etwa, gibt es einen überraschenden Perspektivwechsel, der mir sehr gut gefallen hat. Von da an begleiten wir zwei Personen bei ihren Erlebnissen.

Mir hat das Buch gut gefallen auch wenn es am Ende fast etwas viel Drama ist und das Happy End auch ziemlich dick aufgetragen. Deshalb ziehe ich einen Stern ab werde aber Ausschau halten, nach anderen Romanen dieser Autorin

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(88)

144 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

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Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Agustín Martínez , Lisa Grüneisen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783596036585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Krimi hat alle Inkredenzien, die ihn zu einem meiner Monatshighlights gemacht haben.

Er spielt in einer Gegend, die ich persönlich zwar nicht kenne - einem kleinen Dorf in den Pyrenäen - aber mir gut vorstellen kann, denn solche relativ abgeschossenen Gemeinschaten funktionieren ja oft nach ähnlichen Prinzipien - egal wo auf der Welt man sich befindet.
Vor fünf Jahren wurden wurden zwei Mädchen entführt und plötzlich wird die eine, Ana, aus einem Unfallwagen lebend geborgen, während der Fahrer tot ist. Nachdem sie erwacht, versucht die hinzugezogene Ermittlertruppe und ein einheimischer Polizist zu ergründen, was damals passiert ist, wo das Mädchen gefangen gehalten wurde und wie man die noch vermisste Lucia retten könnte.

Bald merkt man, dass jeder im Dorf Geheimnisse zu haben scheint, so mancher gelogen hat, oder zumindest nicht alles preis gibt, was den Ermittlern helfen könnte. Der Leser und die Polizei werden auf einige falsche Fährten gelockt. Sogar die Aussagen des Mädchens scheinen seltsam, zweideutig und unvollständig. Aber man merkt, dass den Leuten die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt und die Gefahr immer größer wird, dass der Entführer Lucia tötet, bevor sie gefunden wird.

Die Darsteller werden allesamt sehr intensiv und lebensecht beschrieben. Psychologie spielt eine große Rolle in diesem Krimi. Es macht großen Spaß mitzurätseln und Stück für Stück der Wahrheit näher zu kommen. Ein toller Erzählstil, ein paar überraschende Entwicklungen und ein fulminanter Showdown machen die Sache perfekt.

Ich bin begeistert und hoffe, dass es bald etwas Neues von diesem Autor gibt.

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(158)

330 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

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Das Labyrinth der Lichter

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 16.03.2017
ISBN 9783100022837
Genre: Romane

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(217)

506 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 121 Rezensionen

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Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:

Die wahre Königin von Sophie Jordan ist der erste Teil einer neuen Fantasyreihe aus dem Königreich der Schatten. Wie der Serientitel bereits verrät ist es eine düstere Welt, in der es die meiste Zeit des Tages dunkel ist. Und in der Dunkelheit kommen die Finsterirdischen aus dem Boden an die Oberfläche und machen sich auf Jagd nach allem was lebt und atmet. Die Menschen können nur die kurze Zeitspanne von Mitterlicht nutzen, um nach Nahrung und Wasser zu suchen oder von einem Ort zum anderen zu reisen.

Vor 17 Jahren wurde der rechtmäßige König ermordet und sein Nachfolger sitzt jetzt auf dem Thron und regiert mit harter Hand. Er weiß nicht, dass die Tochter des ehemaligen Herrschers überlebt hat und von einem alten Soldaten und einer Amme aufgezogen und im Wald in einem abgelegenen Turm versteckt wurde. Aber irgendwann kommt der grausame neue König dem Mädchen Luna auf die Spur und er sucht nach ihr und allen Mädchen in ihrem Alter.

Luna gelingt die Flucht aus dem Turm mit Hilfe des jungen Mannes Fowler. Da sie von Geburt an blind ist, braucht sie seinen Schutz und die beiden kommen sich langsam näher.

Sophie Jordan hat einen fesselnden Erzählstil, der sich gut lesen lässt und sowohl die Gefühle der Protagonisten hervorragend beschreibt als auch die Spannung vorantreibt. Man fliegt nur so durch die Geschichte. Die Hauptdarsteller sind liebenswert und man spürt die wachsende Zuneigung der beiden. Leider hat die Story hi und da etwas abrupte Brüche oder Szenewechsel. Einige gute Ideen und kreative Ansätze verpuffen oder werden mit wenigen Worten abgehakt. Im letzten Drittel hatte ich mehrmals das Gefühl, die Erzählung wäre zu hastig und etwas mehr Ruhe und Länge hätten ihr gut getan. Deshalb ziehe ich einen Stern ab. Dennoch hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

Aber Vorsicht. Der Cliffhanger am Ende ist echt fies und ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie die Story weitergeht.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

11. jahrhundert, 2016, 4 buch einer reihe, abwasserkanal, belagerung, cosenza, eisenkraut, familienkonflikt, filzläuse, gaitelgrima, gerlaines visionen, glauben, heiden, history, italien

Der Sturm der Normannen

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516416
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im "Sturm der Normannen" treffen wir all die liebgewonnenen Kämpfer wieder, die schon in den ersten drei Bänden mit von der Partie waren. Allen voran natürlich Gilbert, einst ein geraubtes Kind, wurde er von den Hauteville "adoptiert" und geht jetzt an der Seite von Robert und Roger durch dick und dünn. Besonders gefallen hat mir dabei, dass es nicht nur blutige Auseinandersetzungen mit Schwert und Pfeilen gab, sondern Gilbert auch immer wieder durch schlaue Einfälle und kluge Taktik seine Truppe zum Erfolg geführt hat. Die Freundschaft der Männer, ihre rauhbeinige Art, machen einfach Spaß zu lesen. Mehr als einmal dachte ich mir, dass man das wahnsinnig gut verfilmen könnte.

Natürlich gibt es auch die Schattenseiten. Streit zwischen den Brüdern, Mord und Betrug, Lügen und Hinterlist. Man hofft im Laufe der Geschichte einfach, dass alle heil daraus hervor gehen und ist froh, dass der Autor - wie der Leser - seine Helden liebt und schätzt und nicht alle einfach abmurkst oder ersetzt (Ich kenne da andere Schriftsteller :-), die weniger human sind.)

Schön ist es auch, dass die Frauenrollen gut besetzt sind und es einige starke, präsente weibliche Charaktere sind, die auf ihre eigene Weise den Männern Paroli bieten und keineswegs immer das "schwache" Geschlecht sind. Eine sehr ausgewogene Gemeinschaft findet sich in dieser Geschichte.

Mit Vergnügen habe ich den vierten Teil der Normannen-Reihe von Ulf Schiewe gelesen.
Wenn ich die vier Bände Revue passieren lasse, dann sind die Teile 2 und 3 wohl noch eine Winzigkeit spannender gewesen (was vor allem an Geschehnissen im Zusammenhang mit Gerlaine lag). Aber da ich keine 4,5 Sterne vergeben kann, mache ich 4 daraus.

Insgesamt hat die Reihe aber die 5 Sterne voll verdient.

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132 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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The Dry

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290268
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel und Cover geben eine Ahnung davon, wer in diesem Krimi die wichtigste Nebenrolle spielt. Es ist die Dürre, die über dem australischen Land liegt und die auch in dem ländlichen Städtchen Kiewarra Mensch und Tier belastet. Die Stimmung ist angespannt, da kommt ein furchtbares Familiendrama gerade recht, um die aufgestauten Emotionen auf den Täter zu entladen. Ein Farmer hat Frau und Sohn erschossen und dann Selbstmord begangen. Aaron Falk kommt zur Beerdigung wieder in seine Heimatstadt, die er wegen eines anderen Todesfalles vor Jahren verlassen musste. Es scheint, als würden beide Fälle irgendwie zusammenhängen. Er fängt an nachzuforschen. Die Hitze tut ihr übriges, dass sich die Emotionen aufstauen.

Ein wirklich hervorragender Erstling ist Jane Harper da gelungen. Von der ersten Seite an hatte sie mich und bis zum Ende stieg die Spannung stetig an. Der Schreibstil ist hervorragend lesbar. Mir war das Buch fast etwas zu dünn. Die Charaktere werden kraftvoll und lebensecht beschrieben. Vor allem Falk und Sheriff Raco sind mir schnell ans Herz gewachsen.

Der Plot ist gut durchdacht und hält die ein oder andere Wendung für den Leser bereit. Das Buch wird vom Verlag als Thriller beworben. Das ist vielleicht etwas übertrieben. Für mich war es ein reinrassiger Krimi und ich vergebe gerne die volle Sternenzahl.

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

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Die schwedischen Gummistiefel

Henning Mankell , Verena Reichel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 22.08.2016
ISBN 9783552057951
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin an das Buch leider mit völlig falschen Erwartungen herangegangen. Als Fan seiner Kriminalromane und geneigter Leser der politisch angehauchten Afrikaromane hatte ich mit einer Lektüre gerechnet, die in eine dieser Richtungen tendiert. Trotz anfänglicher polizeilicher Ermittlungen wegen eines Wohnungsbrandes  ist es aber keines von beidem.

Es ist ein Buch über den letzten Lebensabschnitt eines ehemaligen Arztes, der sich von seiner Arbeit und seiner Familie zurückgezogen hat und der freiwillig auch nie wieder den Weg zurück in die Gesellschaft gesucht hätte, wäre ihm nicht alles verbrannt und er nicht gezwungen sich mit sich selbst und seiner Familie auseinanderzusetzen, da er Hilfe und Unterstützung braucht.

Henning Mankell war zum Zeitpunkt, als er dieses Buch fertig schrieb, wohl schon an Krebs erkrankt und dieses Buch ist sozusagen ein Aufarbeiten seiner eigenen Erkenntnisse, Gedanken, Lebenserfahrungen. Dies ist zwar interessant, wenn man weiß, dass er etwas damit sagen wollte, aber es ist leider weder besonders spannend noch hat er weltbewegend Neues zu berichten. Die zentralen Aussagen des Buches sind zutreffend aber der Weg zur Erkenntnis des Hauptprotagonisten hat mich ehrlich gesagt, gelangweilt. Dies lag wohl auch daran, dass er mir von Anfang an unsympathisch war und ich keinerlei Interesse an seinem Leben gewinnen konnte. Er macht eine Entwicklung durch aber weder ist sie überraschend noch wirklich in allen Punkten nachvollziehbar.

Ich musste mich zum Durchlesen leider zwingen.

Wunderschön und sehr ansprechend ist das Cover. Der Inhalt war leider nichts für mich. DA ich Mankell aber sehr schätze, sollte man sich von meiner subjetiv negativen Meinung nicht unbedingt abschrecken lassen. Man sollte nur wissen, was man erwartet.

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Der letzte Sommer

Helen Simonson , Michaela Grabinger
Fester Einband: 540 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.07.2016
ISBN 9783832198268
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Weltkrieg bricht aus und die englische Bevölkerung denkt ja lange, dass es schon nicht so schlimm werden würde und alles zu Weihnachten schon zu Ende wäre.
Anfangs sind in der kleinen Stadt Rye auch ganz andere Sachen wichtig. Wie z.B. die Frage, ob eine junge Frau überhaupt als Lateinlehrerin an der örtlichen Schule angestellt werden sollte. Ob zwei junge Männer mehr als Freundschaft füreinander empfinden dürfen. Ob Frauen überhaupt in der Lage sind, ein Buch zu schreiben oder für solch hochgeistige Arbeiten einfach zu dumm sind.

Hochnäsige Damen schauen hier herab auf Arbeiterinnen, Lehrerinnen und Flüchtlinge. Kaum einer wagt zu sagen, was er wirklich denkt und fühlt; jeder versucht den äußeren Schein zu wahren und sich nicht gleich in die Karten schauen zu lassen. Es ist wichtiger, was die feine Gesellschaft von den Leuten denkt, als was man selber von sich hält. Oberflächlichkeit und Verlogenheit bestimmten in hohem Maße das Leben der Menschen und die Ehrlichkeit einer Beatrice, das ungestüme Wesen eines Daniel und die Klugheit eines Hugh werden auf eine harte Probe gestellt.

Der Schreibstil ist anspruchsvoll, die Geschichte nimmt einige überraschende Wendungen und besticht durch stetig ansteigende Spannung und einen klugen realistischen Plot. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich war traurig, als ich die Akteure verlassen musste.

Volle Punktzahl.


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77 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

abenteuer, hispaniola, historisch, historischer roman, historisches, histroisc, jan van hagen, karibik, kolonien, lieb, liebe, schiffe, schmuggel, schmuggler, sklavenhandel

Bucht der Schmuggler

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783426516935
Genre: Historische Romane

Rezension:

Was erwartet man wohl von einem Buch welches „Bucht der Schmuggler“ heißt und auf dessen Cover ein großer Dreimaster und zwei  Säbel und eine Peitsche zu sehen sind und dessen Autor Ulf Schiewe heißt? Ich hatte genaue Vorstellungen und Hoffnungen und was soll ich sagen – ich wurde nicht enttäuscht.

Was habe ich bekommen?


Kühne und wagemutige Seemänner denen auch stürmische See und unruhiges Wetter nichts anhaben konnten;
Starke Frauen, die ihr Schicksal energisch in die eigenen Hände nahmen;
entlaufene Sklaven und blinde Passagiere;
eine ferne Insel mit all ihrem exotischen Zauber und einer gehörigen Portion Gold;
Meeresrauschen und Südseeklänge;
wilde Tiger im dichten Dschungel;
abenteuerliche Kämpfe mit jeder Menge Kanonenfeuer  und Musketenrauch;
und natürlich auch ein bisschen Erotik und was fürs Herz.

Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt. Selten habe ich einen so unterhaltsamen historischen Abenteuerroman gelesen. Ich wurde mitgenommen auf große Fahrt ans Ende der Welt und konnte mit wachsendem Vergnügen den facettenreichen Figuren in einer lebhaften Geschichte bis zum furiosen Ende folgen. Sollte man zu denen gehören, die ein Buch  zuerst nach ihrem äußeren Schein beurteilen und kaufen, dann liegt man hier genau richtig. Denn man bekommt genau, was man sich wünscht.


Einen erstklassigen Roman.


Wo Ulf Schiewe drauf steht  ist gute Unterhaltung und Lesevergnügen drinnen.

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79 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Herr Müller, die verrückte Katze und Gott

Ewald Arenz
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 02.06.2016
ISBN 9783869136219
Genre: Romane

Rezension:

Was für eine vergnügliche Geschichte. Und eine mit jeder Menge Nährwert.

Die Erzengel versuchen das Jüngste Gericht zu verhindern. Auf der Suche nach einer verloren gegangenen Menschenseele krempeln sie Himmel und Erde um und sogar ein Dämonenfürst und dessen Pinguine sind sich nicht zu schade, bei der Rettung der Schöpfung mitzuhelfen. Denn die Himmelsfanfaren haben bereits zum Weltuntergang geblasen und der Fürst der Hölle schickt seinen Hund, um der Seele habhaft zu werden.

Ich möchte eigentlich gar nicht zu viel von dieser Geschichte verraten, denn es macht so einen höllischen Spaß dieses himmlische Buch zu lesen, dass ich keinem die großen und kleinen Überraschungen nehmen will, die hier drinnen stecken.

Neben einer dicken Portion Satire und einem augenzwinkernden Blick auf die Schwächen der Menschen merkt man auch, dass der Autor sich wirklich Mühe gegeben hat mit seinen Ideen von dem Wahrheitsgehalt, der in der Bibel steckt und er spielt mit den Auslegungsmöglichkeiten der Psalme und Evangelien so gekonnt und ganz ohne Blasphemie.

Wer gerne ein Buch liest, welches von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht;

welches überbrodelt vor Humor und Satire, ohne je platt zu werden;

welches viele charmante intelligente Ideen hat;

welches einfach gute Laune macht und nebenbei noch ein bisserl zum Nachdenken animiert

der ist hier genau richtig.

 

 

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453 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

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Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Estelle Laure , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 10.03.2016
ISBN 9783737353267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die zwei Schwestern Lucille und Wren haben es nicht leicht mit ihren Eltern. Der Vater ist nach einem Zusammenbruch in einer unbekannten Nervenklinik und die Mutter hat darüber den Halt verloren und verlässt ihre Töchter mit unbekannten Ziel. Lucille, die in einigen Monaten volljährig wird, möchte mit allen Mitteln verhindern, dass die das Jugendamt merkt, dass sie ganz allein sind und verheimlicht vor allen Erwachsenen das Fortgehen der Mutter. Sie kümmert sich um ihre kleine Schwester, sucht sich einen Job in einem Lokal und schafft es eine ganze Weile lang ganz gut, den Schein der heilen Welt aufrecht zu erhalten. Nur ihre beste Freundin Eden und deren Bruder wissen von allem und helfen ihr, so gut sie können. Aber dann passiert ein Unfall und alles wird anders.

Der Jugendroman mit einer Heldin in einer Krise ist ja fast schon ein eigenes Genre. Unter den Büchern die ich da gelesen habe gehört dieses hier sicher in das obere Drittel. Das sehr ästhetische Cover zieht den Leser sofort an und der Titel verspricht ein Buch mit einem glücklichen Ende.

Was mir gefallen hat?

Der Erzählstil hat einen ganz eigenen Rhythmus. Manchmal liest sich der Text fast wie ein Gedicht. Die Autorin beschreibt Gefühle sehr schön und wechselt oft das Tempo, um Stimmungsänderungen anzudeuten. Sie spielt mit den Worten und Sätzen, fordert Aufmerksamkeit und steigert die Intensität. Lucille ist ein sympathischer Charakter und auch die Nebendarsteller bekommen Raum und Zeit für Entwicklung und Tiefe. Es gibt natürlich auch einen jugendlichen Helden und eine aufkeimende Liebesgeschichte und wie es sich gehört ist sie etwas kompliziert und man muss bangen, ob die beiden wirklich zusammen kommen. Ich mochte auch das Ende, welches trotz des Buchtitels nicht schmalzig und rosarot war sondern durchaus realistisch mit hoffnungsvollem Unterton.

Was mir nicht gefallen hat?

Eigentlich nur eine Wendung am Schluss, die mir etwas zu viel des Guten war. Und vielleicht hätte es noch eine klitzekleine Erklärung in Bezug auf die verschwundene Mutter gebraucht.

Fazit:

Das Buch hat sich schnell und leicht lesen lassen. Es hat durchaus Emotionen geweckt und ein paar Sätze und Abschnitte waren wirklich wertvoll und wunderschön. Ich denke, es hätte gerne noch ein paar Seiten länger sein dürfen. Ich mochte Lucille, Wren, Digby und Eden.

 

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195 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

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Der Hut des Präsidenten

Antoine Laurain , Claudia Kalscheuer
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 18.01.2016
ISBN 9783455650228
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:

Daniel Mercier gönnt sich den abendlichen Besuch in einer Brasserie und landet dort zufällig genau neben dem Tisch des damaligen französischen Staatspräsident Francois Mitterand. Als dieser später seinen Hut liegen lässt, nimmt Daniel ihn an sich weil er meint, ein Souvenier an diese aufregende Begegnung haben zu müssen. Aber es scheint, als wäre mit dem Hut noch etwas Anderes in sein Leben getreten. Ein neuer Elan, ein Mut, der ihm bis dato fremd schien. Ein souveränes Auftreten, dass ihm innerhalb weniger Stunden zu mehr Ansehen bei seinem Chef und zu einem interessanten neuen Job verhilft. Erst als Daniel den Hut aus Versehen im Zug vergisst, wird ihm so richtig bewusst, dass der Hut für ihn etwas Magisches hatte und versucht ihn irgendwie wiederzufinden.

Der Hut indessen setzt seine Reise fort und man fragt sich, ob er sie nicht sogar freiwillig angetreten hat um einigen Menschen in den verschiedensten Lebensituationen aus einer Sackgasse herauszuhelfen und neu zu motivieren.

Meine Meinung:

„Der Hut des Präsidenten“ von Antoine Laurain ist ein schmales Zuckerl von einem Buch. Auf wenigen 240 Seiten zeichnet er seine verschiedenen Charaktere sehr intensiv und anschaulich, ihre Ängste und Sorgen aber vor allem den inneren Wandel, den sie vollziehen, sobald sie den Hut in Händen bzw. auf dem Kopf tragen. Dabei lässt der Autor bewusst offen, ob wirklich der Hut daran Schuld ist oder ob er nicht nur der kleine Schubs ist, den die Menschen manchmal brauchen, wenn sie wieder auf den richtigen Weg kommen sollen. Dabei ist der Erzählstil charmant, typisch französisch und mit einem leisen Hauch von Historie, denn schließlich liegt Mitterands Amtszeit schon ein paar Jährchen zurück und sicherlich erinnert sich nicht jeder Leser persönlich an ihn.

Eine sehr angenehme Lektüre die einem zum Schmunzeln verleitet und durchaus zum Nachdenken animiert.

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109 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

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Blut und Seide

Marita Spang
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2015
ISBN 9783426517178
Genre: Historische Romane

Rezension:

Marita Spangs zweiter Roman „Blut und Seide“ spielt im Deutschen Reich im 13.ten Jahrhundert. Simon von Montfort entkommt als Kleinkind einem feigen Mordanschlag dem aber seine Eltern zum Opfer fallen. Als Waise wächst er bei dem befreundeten Grafen von Spontheim auf und wird nach ritterlichen Grundsätzen aufgezogen und ausgebildet. Vom ersten Tag an findet er in dem Bruder des Grafen, Heinrich, einen erbitternden Widersacher. Im Laufe der Jahre entwickelt sich zu Christina, der Tochter des Grafen von Katzenelnbogen, eine zarte Liebesbeziehung. Da Simon aber mittellos ist und Christina schon seit Kindertagen Heinrich von Spontheim zur Frau versprochen, scheint diese Liebe aussichtslos.

Dieser über 800 Seiten dicke historische Wälzer ist nur auf den ersten Blick eine Liebesgeschichte. Freilich sind Simon und Christina die Hauptfiguren in diesem prallen Stück Geschichte. Ihre Zuneigung und ihre Geduld werden auf eine lange harte Probe gestellt. Über die Jahre müssen sie viele Schicksalsschläge erdulden, werden getrennt, zweifeln an der Liebe des anderen und sehnen sich doch nach deren Erfüllung. Die starren Regeln der damaligen Gesellschaft, die diversen Väter, Herrscher und Männer aller Art legen ihnen jede Menge Steine in den Weg. Vor allem Christina als Frau ist den Männern auf vielfältige Weise ausgeliefert und wird von diesen verletzt und missbraucht. Umso erstaunlicher ist, dass sie sich nie unterkriegen lässt und mit starkem Willen und Erfindungsreichtum für ihr Glück kämpft. Simon ist einer der wenigen Ritter, der die Ehrbegriffe seines Standes ernst nimmt und der mit Mut und Treue seinen Weg findet. Also ein Paar, wie füreinander geschaffen.

Eingebettet ist dies alles aber auch in ein feines Stück historischer Geschichte, welches die Autorin akribisch recherchiert und auf gelungene und sehr unterhaltsame Weise mit der erfundenen Story verwebt hat. So ist ein Roman entstanden, der den Leser auf eine Reise ins tiefste Mittelalter mitnimmt und der einem zum Lachen und zum Weinen bringt. Und ehrlich, man ist zwar froh, dass man damals nicht gelebt hat in dieser harten und blutigen Zeit - und es wird hier wirklich nichts beschönigt und so manche Grausamkeit hat mich zutiefst schockiert. Aber man ist doch fasziniert von den Menschen und ihrem Leben. Dank Marita Spang weiß ich jetzt wieder ein bisschen mehr davon.

Eine dicke Leseempfehlung.

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(42)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

familie, haushälterin, italienisch, kinderfrau, krankheit, krebs, leben, liebe, melancholie, paar, paolo giordano, philosophie..., projektion, regression, tod

Schwarz und Silber

Paolo Giordano , ,
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 25.09.2015
ISBN 9783498025311
Genre: Romane

Rezension:

Signora A. ist die gute Seele im Haushalt eines jungen Paares mit einem Sohn. Sie ist in der Schwangerschaft zu ihnen gekommen und hat unmerklich das Ruder in die Hand genommen. Doch plötzlich bekommt sie Krebs. Die Krankheit von Signora A. bringt das empfindliche Gleichgewicht in der Familie gehörigen ins Wanken. Das Paar muss lernen, ohne den Fels in der Brandung auszukommen und tut sich anfangs sehr schwer damit.

Es ist ein dünnes Büchlein, dass Paolo Giardano diesmal geschrieben hat. Und ich fand auch die Geschichte in ihrer Gesamtheit etwas dünn. Also er hat einen schönen Stil zu Schreiben und man spürt die Tiefe hinter seinen Worten. Aber so richtig eingefangen hat mich der Roman nicht mit seiner Thematik und ich habe zwar verstanden, was seine Aussagen sein sollen, aber mir fehlte etwas die Spannung und die Personen haben mich nicht wirklich erreicht.

Ein nettes Buch für zwischendurch – mehr war es für mich leider nicht.

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