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330 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

tryll, trolle, fantasy, amanda hocking, wendy

Verborgen

Amanda Hocking , Violeta Topalova
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.08.2012
ISBN 9783570161449
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wendy sticht aus der Masse raus. Seit dem Mordversuch ihrer Mutter lebt sie mit ihrem Bruder bei ihrer Tante. Doch nicht nur ihre Mutter, auch Wendy selber denkt, dass sie anders ist. Als sie auf Finn trifft bekommt sie ihre Bestätigung: Sie ist ein Changeling. Und ein Troll. Jedoch kein ganz normaler, sondern die Tochter der Königin. Finn bringt sie zu ihrer richtigen Mutter, die allerdings wenig herzlich ist. Es fällt Wendy sehr schwer, sich in die Gesellschaft einzufügen, und das zu tun, was von ihr erwartet wird. Besonders die Gefühle für Finn, für den sie eigentlich gar keine haben darf, machen ihr das neue Leben sehr schwer.

Aufmachung & Details:
Das Cover gefällt mir recht gut. Es sticht aus der Masse raus und verlockt einem zum lesen. Für meinen Geschmack ein wenig zu rot und zu dunkel, aber das Bild von dem Mädchen in der Blumenwiese fand ich schön.
Da ich ein vorab Leseexemplar hatte, waren dort keine besonderen Extras enthalten, bis auf die kleine Verzierung unter der Kapitelzahl. Wie das bei der Endausgabe aussieht, kann ich nicht sagen.

Idee & Umsetzung:
Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Als ich Wendys Weg verfolgte, war mir nie langweilig, die Autorin hat in ihrem flüssigem, leichten Stil, der mir schon aus Unter dem Vampirmond bekannt ist, geschafft, mich immer am Ball bleiben zu lassen. Ich hatte nicht das Gefühl, etwas ähnliches schon einmal gelesen zu haben. Die Entwicklung der Geschichte ging mir ein wenig schnell, und das hat es für mich ein wenig unrealistisch gemacht, aber im großen und ganzen hat mir der Verlauf zugesagt.
Einziger Minuspunkt: Warum Trolle? Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass der Autorin kein passendes Fabelwesen eingefallen ist, und dann einfach irgendeines genommen hat, aber vielleicht liege ich da falsch.
Die Tochter der Tryll - Verborgen ist eine spannende Jugendgeschichte, in der Teenager mit Hindernissen zu einander finden müssen. Nicht besonders anspruchsvoll, aber eine schöne Geschichte und gut zu lesen.

Schreibstil:
Amanda Hockings Schreibstil hat sich seit ihrer letzten Reihe nicht groß verändert. Er ist jugendlich und frisch, leicht und flüssig zu lesen und nie langweilig. Wendys trockener Humor gab mir manchmal zu lachen und die modernen Vergleiche mit aktuellen Filmen haben mich in dem Buch wohlfühlen lassen. Für den Schreibstil kann ich keine Kritik geben, denn wie ich schon sagte, war es ein einfach zu lesender, entspannender Stil, bei dem man einfach in die Geschichte eintauchen konnte. Es gab kleine Tippfehler, aber das lag wahrscheinlich daran, dass ich noch kein fertiges Werk vor mir hatte.

Charaktere:
Mir ist eigentlich das schlimmste passiert, was einem passieren kann: Ich kann die Protagonistin nicht leiden. Sie ist unheimlich selbstbezogen und nimmt sich jedes Recht heraus. Sie kam mir vor wie ein Kleinkind, und ich kann nicht verstehen, warum sie so viel Anklang bei jedem findet. Ich konnte keine Nähe zu ihr aufbauen und sie nicht nachvollziehen, nur an ganz wenigen Stellen, in denen sie sich unsicher fühlte. Bei Wendys gut ausgestattetem Selbstvertrauen kam das vielleicht ein, zwei mal vor. Sie blieb für mich einfach nur skizziert, ich kam nicht an sie ran und dazu war sie unsympathisch. Schlimme Mischung!
Die anderen Charaktere sagten mir mehr zu, obwohl sie alle recht undurchsichtig blieben. Keiner kam einem näher, jeder hatte seine Art, und bei der schien es zu bleiben. Einzig allein Elora, die Königin der Tryll, interessierte mich, da sie ein wenig mehr zu sein schien, als sie war, aber ihre erste Facette war eine zickige Dispotin, mit der ich dann auch nichts anfangen konnte. Ach ja. Und Rhys, Wendys "Bruder", habe ich geliebt. So ein Süßer!

Fazit:
Das Grundgerüst, die Idee dahinter und der Schreibstil des Buches haben mir gut gefallen. Da ich allerdings mit Wendy absolut nichts anfangen konnte, hat mir das auch nichts gebracht. Protagonisten sind wichtig, und diese hat mir einfach das Buch versaut. Ich vergebe 3 Sterne. Die Charaktergestaltung ist Amanda Hocking in diesem Buch einfach nicht gelungen.

Zitate:
Ich hasste diesen Blick und das Wissen, dass ich der Grund für ihre Resignation war. Ich hasste es, dass ich sie so oft enttäuscht hatte. Sie tat so viel für mich und verlangte im Gegenzug dafür nur, dass ich mir in der Schule wenigstens Mühe gab. Diesmal musste es einfach klappen. - Seite 21

"Hast du wirklich geglaubt, du kannst mich auf dem Ball wie ein Stück Dreck behandeln, dich dann mitten in der Nacht in mein Zimmer schleichen und mir verkünden, ich sei ein Troll mit Zauberkräften, und ich sage nur >Klar, das hört sich plausibel an.

"So funktioniert das nicht. Du hast kein Recht auf die Gedanken anderer Menschen, nur weil sie dich möglicherweise enthalten", sagte er. "Genauso wenig wie ich das Recht auf deine Gedanken habe, nur weil sie sich um mich drehen." - Seite 133

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449 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 104 Rezensionen

weltall, liebe, dystopie, waverly, raumschiff

Sternenfeuer - Gefährliche Lügen

Amy Kathleen Ryan , Momo Evers , Falk Behr
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei PAN , 01.03.2012
ISBN 9783426283615
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung & Details:
Sternenfeuer - gefährliche Lügen besitzt wirklich ein wunderschönes Cover. Es erregte sofort meine Aufmerksamkeit, denn die Kette auf dem weißen Grund ist ein echter Eyecatcher. Meiner Meinung nach wurde der Stein der Kette, der dem Weltraum nachempfunden wurde, toll eingeflochten. Eines meiner Lieblingscover seit langem!
Dann gab es noch etwas im innerem des Buches, was mir auffiel. Am Anfang eines jedem Kapitel wurden tolle Bilder im Stil des Steines abgebildet. Das war ein wirklich schönes Extra. Kurz: Ich bin mit der Gestaltung dieses Buches vollkommen zufrieden.

Idee & Umsetzung:
Die Idee von zwei völlig verschiedenen Raumschiffen, die beide eine langjährige Reise ins Weltall antreten und sich nun in die Quere kommen, fand ich toll. Sowieso finde ich den Weltraum als Ort für ein Buch total interessant und könnte mir gut vorstellen, auch weitere Bücher mit dieser Überschneidung zu lesen. Amy Kathleen Ryan hat sich das Leben der Bewohner auf so einem Raumschiff sehr genau überlegt. Mich persönlich überkam ein Drang, selber in ein Raumschiff zu steigen und loszudüsen.
Allerdings gab es auch eine Sache, die mich störte. Die dystopischen Ansätze, auf die dann allerdings nicht eingegangen wurden. Was ist auf der Erde passiert, dass die Bewohner hinderte, dort weiter zu leben? Und was ist mit New Earth? Wie wurde dieser Planet entdeckt, wie sieht er aus. Solche Fragen hätte ich gerne noch beantwortet haben.
Für mich ist es zudem noch wichtig zu sagen, dass das Buch einen stark religiösen Zug annahm. Das ist nichts grundsätzlich negatives und ich kann nicht sagen, dass es mich wirklich gestört hat, allerdings muss ich zugeben, dass ich persönlich nicht viel mit so etwas anfangen kann, da ich nicht wirklich freundlich dem Christentum gesinnt bin. Allerdings fand ich es interessant, wie die unterschiedlichen Parteien aufeinander trafen: Stark religiös und Atheistisch, teilweise schon feindlich gegenüber Religion eingestellt. Davon hoffe ich noch mehr im zweiten Band zu lesen, denn das macht Sternenfeuer zu viel mehr als einem normalen Jungendbuch.
Noch eine weitere Tatsache ließ dieses Buch aus den Jugendbuch Schuhen wachsen: Amy Kathleen Ryan gelingt es in umwerfender Manier das Szenario einer Gesellschaftsneubildung darzustellen. Durch das alleinige vorhanden sein von Kindern wurde dies noch um ein vielfaches interessanter. Sehr glaubhaft wurde mir als Leser dargestellt, wie diese Kinder mit der neuen Situation umgehen. Ein riesiger Pluspunkt, auf den ich nicht viel mehr eingehen will, da ich Spoiler fürchte.

Schreibstil:
Amy Kathleen Ryans Stil ist einfach und jugendlich, so dass ich mich von Anfang an wohlfühlte. Die ernsten Themen in der einfachen Sprache verpackt waren eine tolle Kombination und wirkten auf keinen Fall zu anspruchslos. Es ist stets flüssig und ich habe dieses Buch in wenigen Tagen durchgelesen. Nie wird es dröge oder langweilig, denn obwohl es vielleicht nicht immer hoch her geht, war ich nie gelangweilt. Einzig allein ein paar mehr Beschreibungen über den Weltraum hätte ich mir gewünscht, denn das ist ja das phantastische an diesem Buch. Ansonsten kann ich den sauberen Stil von Amy Kathleen Ryan nur loben.

Charaktere:
Waverly war mir eine sehr sympathische Protagonistin. Sie hatte eine starke Meinung und ließ sich durch nichts verunsichern, war fest entschlossen und ließ sich nicht verbiegen. Und trotzdem behielt sie bei all ihrer Entschlossenheit auch ihre Menschlichkeit. Ich konnte stets mit ihr Mitfühlen und habe ihre Entscheidungen nachvollziehen, ja sogar bewundern können. Waverly war für mich ein Mädchen, wie ich es gerne sein würde und besitzt Charakterzüge, die den meinen ähneln. Ich habe erst einmal stärker erlebt, und das war bei Alice, die Protagonistin der Unter dem Vampirmond-Reihe.
Es gab auch andere Charaktere, die mir sehr sympathisch waren, wie zum Beispiel eine Freundin Waverlys, Samantha. Und auch wenn mir die meisten Charaktere nicht sonderlich sympathisch waren - was allerdings meines Erachtens auch von der Autorin beabsichtigt war -, fand ich sie immer interessant, da sie mehrere Dimensionen besaßen. Es gab immer noch eine Schicht tiefer zu entdecken, und jeder Charaktere ließ in verschiedene Einsichten seines Seins einblicken. Amy Kathleen Ryan gelang es wirklich herrlich, Personen darzustellen.

Ende:
Ein Ende, dass definitiv nach einem zweiten Teil verlangt. Obwohl vielleicht eine Sache erledigt ist, und nun neue Aspekte in den Buchverlauf einbringt, gibt es noch viele Dinge, die sich klären müssen. Ich bin schon total gespannt auf den nächsten Teil.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch, dass einiges mehr her gibt als die typische Jugendbuch Dystopie. Die tolle Umsetzung und die interessanten Charaktere haben es zu einem wirklich lesenswertem Buch gemacht. Mir fallen nicht viele Minuspunkte ein, doch ich bin noch nicht völlig gepackt von der Geschichte. Mir fehlt der Wow Faktor. Doch vielleicht kommt der ja im zweiten Teil, den ich mir auf jeden Fall kaufen werde. Ich vergebe 8 Elfies, was 4 Sterne im normalen System wären.

Zitate:
Manchmal in unserem Leben müssen wir uns einem großen Verlust stellen. Die Leere des Verlusts türmt sich auf, und wir haben keine andere Wahl, als sie zu ertragen. - Seite 196

Tränen rollten über Sarahs sommersprossige Wangen. "Gott sei Dank."
Samanthas Mienenspiel verhärtete sich. "Diese Schlampe." - Seite 134

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1.199 Bibliotheken, 20 Leser, 9 Gruppen, 116 Rezensionen

ash, fantasy, liebe, feen, puck

Plötzlich Fee - Winternacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.10.2011
ISBN 9783453267220
Genre: Fantasy

Rezension:

Um es kurz zu sagen: Der erste Teil der Reihe hat mir besser gefallen. Für mich fehlte einiges an Spannung, was selbst die toll gestaltete und erzählte Feenwelt nicht mehr retten konnte. Dieser Teil der Reihe hat mir auf keinen Fall total missfallen, doch für mich lag es zu nah am ersten Teil. Es war nicht mehr wirklich etwas neues und ich hatte diese pure Begeisterung vom Vorgänger verloren. Trotzdem hat dieses Buch natürlich auch einige Vorzüge, die im ersten Teil präsent waren, und diese, samt den Nachteilen, führe ich euch nun genauer auf.

Aufmachung & Details:
Nun, wirklich kreativ ist das Cover ja nicht gerade, immerhin gleicht es dem ersten Teil aufs Haar, bloß dass der Stil geändert und das Auge umgedreht wurde. Trotzdem gibt es Pluspunkte für etwas anderes als ein Mädchengesicht und ich finde die deutschen Cover um einiges schöner als die Englischen. Die winterliche Gestaltung fand ich auch sehr gelungen und echt schön, aber ich glaube, man hätte sich da etwas kreativeres ausdenken können.
Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt, allerdings wird dies nur von einer Schneeflocken bevölkerten Seite unterteilt, und nicht vielleicht mit einem schönem Zitat. Ansonsten sind mir keine inhaltlichen oder gestalterischen Details aufgefallen.

Idee & Umsetzung:
Die Erwartungen, die ich an das Buch hatte, wurden eingehalten, allerdings nicht übertroffen. Ich fand es teilweise etwas zäh, wie schon erwähnt fehlte mir die Spannung. Obwohl es teilweise neue Erkenntnisse gab, kann ich nur von einem sagen, dass mich wirklich schockiert hat, obwohl, so glaube ich es jedenfalls, mehrere Dinge diesen Effekt haben sollten. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin vielleicht in eine neuere Richtung einschlägt, denn dieses Buch ähnelte von dem Verlauf und der Geschichte dem ersten sehr stark. Kleinere Elemente, wie zum Beispiel eine Dreiecksgeschichte - die mein Herz allerdings nicht erweicht, sondern eher erzürnt hat -, werden eingebunden, doch dieses leicht desinteressierte "Gähn. Hatten wir das nicht schon mal?"-Gefühl konnte nicht vertrieben werden.
Um es noch einmal zusammen zu fassen: Viel zu nah am ersten Teil, viel zu wenige neue Einflüsse. Keine Spannung und keine Überraschungen, die zu einem richtig guten Buch gehören.

Schreibstil:
Julie Kagawas Schreibstil ist unverändert gut. Obwohl ich mich vielleicht ein klein wenig weniger für die Beschaffenheit des Feenreichs begeistern konnte, war ich stets beeindruckt von ihrer Fähigkeit, diese toll ausgedachte Welt zu beschreiben, sodass man diesen fantasievollen Ort immer vor seinem geistigen Auge sehen konnte. Trotz dieser Beschreibungen als definitives Highlight fand ich die anderen Aspekte ihres Stils auch außerordentlich gut. Er ist klar strukturiert und stets flüssig, die Beschreibungen sind immer schön, egal, ob Meghan sich im Feenreich aufhält oder nicht, und ihr gelang es sehr gut, die verschiedenen Menschen bzw. Wesen darzustellen. Dieses sich herziehen lag definitiv inhaltlich, nicht stilisch.

Charaktere:
Meghan war mir weiterhin sympathisch. Mir gefällt ihre ziemlich direkte Art und ihre feste Bindung zu ihrer Familie und ihren wenigen Freunden, die mich stets beeindruckt hat. Ich konnte ihre Empfindungen und Handlungen stets nachempfinden, obwohl ich mir eine weitere Wandlung gewünscht hätte, denn ich konnte keine wirkliche Weiterentwickelung entdecken.
Wogegen man in Pucks Verhalten eine eindeutige Wandlung sehen konnte. Er war selbstverständlich wieder an Meghans Seite, unverändert in seinem stets humorvollem und leicht verspottendem Verhalten. Allerdings zeigte er in diesem Band auch eine ernstere Seite und man erhielt einiges mehr an Tiefblick.
Ash allerdings ist mir unsympathisch. Während ich im ersten Band noch für seine Ernsthaftig- und Sturheit schwärmte, ging sie mir in diesem Teil auf die Nerven. Für mich hat er tiefliegende Entscheidungsprobleme und verdient es mal, durchgeschüttelt zu werden. Gegen Ende wurde er mir zwar wieder recht sympathisch, allerdings kann ich ihm durch diese 15 Seiten nicht die restlichen 480 verzeihen.
Die anderen Charaktere fand ich toll. Teilweise waren es alte Bekannte aus dem Vorgänger, die entweder einen größeren Anteil im zweiten fanden, ihre vorige Präsenz wieder aufnahmen oder komplett neue Charaktere, die alle sehr interessant waren. Nie gleicht jemand einem anderen, sie haben allesamt einen interessanten Tiefgang und machen neugierig.

Ende:
So Romantisch. Mehr kann ich gar nicht sagen. Ich bin ein typisches Mädchen, dass man mit solchen leicht kitschigen Momenten gut einfangen kann. Ich bin geschmolzen, als das große Finale kam. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich mir den nächsten Band sofort holen muss. Ich finde es ziemlich traurig, da ich nach dem beenden des ersten Bandes meine neue Lieblingsserie erspähte, doch ich fürchte, für mich ist jetzt schon die Luft ein wenig raus.

Fazit:
Ich kann es eigentlich in sehr wenigen Worten zusammenfassen: Für mich ist die Spannung verschwunden. Das zweite Buch hat mich viel zu sehr an den ersten erinnert, die Begeisterung, die ich vorher spürte, war verschwunden. Obwohl es natürlich auch einige Vorzüge an diesem Buch gab, war es mir einfach zu sehr die selbe Geschichte wie ein Band vorher. Ich weiß noch nicht, ob ich mir den dritten Band dieser Reihe holen werde. Elfie ist 6 mal im Raum herum geflogen, was 3 Sterne im normalen System sind. Mehr ist für mich bei dem zweiten Band der Plötzlich Fee Reihe leider nicht drin.

Zitate:
Vielleicht spielte er ja wegen der Königin den Coolen, aber zumindest Hallo hätte er doch sagen können. Ich machte mir eine gedankliche Notiz, ihn später deswegen anzumotzen, wenn wir allein waren. - Seite 33

Schmerz flammte in meiner Brust auf, so heftig, dass ich laut aufkeuchte. Fühlte sich so ein gebrochenes Herz an? War es möglich, an diesem Schmerz zu sterben? Ich hatte die Mädchen in der Schule immer für melodramatisch gehalten, wenn sie wochenlang rumheulten und jammerten, weil sie von ihren Freunden verlassen worden waren. Ich hatte immer gedacht, dass es völlig unnötig wäre, so ein Theater zu machen. Aber ich war auch nie zuvor verliebt gewesen. - Seite 64

Er war ein Schwindler. Er hatte mich benutzt, um seine eigenen Ziele zu erreichen.
Und das Traurigste daran war, dass ich ihn noch immer liebte. - Seite 64

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534 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 137 Rezensionen

liebe, julia, romeo, shakespeare, fantasy

Julia für immer

Stacey Jay , Antje Görnig
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960216
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich reg mich gar nicht lange über das absolut unkreative und klischeehafte Cover auf, sondern lobe das, was darunter steckt! Wenn man den Schutzumschlag entfernt, kommt ein wirklich schöner Buchdeckel zum Vorschein, der genau in den selben Farben wie das Cover gehalten ist, allerdings aus verschiedenen, edlen Mustern und Ranken besteht. Ich persönlich finde das viel schöner als das 0-8-15 Mädchengesicht, was man zuerst sieht, aber das ist Geschmackssache.
Ganz zu Beginn des Buches ist ein altes, italienisches Sprichwort zu finden und am Anfang jedes Kapitels befindet sich über der Kapitelzahl ein schönes Emblem. Ansonsten sind mir keine inhaltlichen Zusätze oder weitere Verzierungen aufgefallen, was ich allerdings in Ordnung fand.

Idee & Umsetzung:
Die Idee von Romeo und Julias völliger Neuinszenierung fand ich auf jeden Fall sehr gut! Es weckte von Anfang an meine Neugier und ist etwas völlig neues auf dem Markt, jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, etwas Ähnliches je gelesen zu haben.
Allerdings ist es hier die Umsetzung, die mir nicht gefallen hat. Zu Anfang fiel es mir unglaublich schwer, mich in die Geschichte einzulesen und den Faden zu finden. Als Leser taucht man plötzlich in ein verwirrendes Szenario ein, ohne auflösende Informationen zu erhalten, dafür kommen immer mehr Eindrücke und Storyfetzen auf einen zu. Nach einiger Zeit hatte ich den Faden zwar gefunden und es fiel mir merklich leichter in der Handlung zu recht zu kommen. Trotzdem, wirklich begeisterter wurde ich nicht. Julia ist total verwirrt und hat keine Ahnung, was sie bloß tun soll, was nicht nur anstrengend, sondern auch langweilig für den Leser ist. Ich konnte lange Zeit keine wirkliche Handlung erkennen, bis die Story dann ein wenig an Fahrt zunahm. Und dann gab es noch eine Sache, die mich ziemlich störte: Es ging alles irgendwie so einfach, so schnell. Auf unrealistische Weise passierten Dinge von dem einen Moment zum anderen, und so verlor das Buch um einiges an seiner Echtheit. Dies zog sich wie der Faden, den ich zu Anfang vergeblich suchte, durch das ganze Buch: Bis zum Ende können die Dinge sich in zwei Sätzen ändern, obwohl das vorher völlig unmöglich schien. Allgemein kann ich nicht sagen, dass ich die Geschichte gut umgesetzt fand, meines Erachtens wurde einiges an Möglichkeiten nicht genutzt.

Schreibstil:
Obwohl ich, wie ich gerade ausführlich erzählte, von der Umsetzung nicht wirklich begeistert war, konnte ich das Buch flüssig lesen. Stacey Jay gelang es, durch kleine Spannungen den Leser am Ball bleiben zu lassen und fiel durch ihren ordentlichen Stil positiv auf. Obwohl ich finde, dass sie sich schon ein wenig altertümlicher hätte ausdrücken können - ich empfand die Ausdrucksweisen Romeo und Julias, und auch die Beschreibungen von Orten, Menschen oder Dingen im Erzählermodus, als etwas zu aktuell -, kann ich nicht wirklich etwas schlechtes über ihren Stil sagen. Ich war nicht gefesselt, aber auch nie gelangweilt.
Hauptsächlich werden die Geschehnisse aus der Sicht von Julia erzählt, doch einzelne Kapitel sind aus der Sicht von Romeo geschrieben. Für die beiden verschiedenen Protagonisten wurden unterschiedliche Schriftarten gewählt, und ich hatte auch das Gefühl, dass Romeo sich in seinen Gedanken ein wenig gehobener ausdrückte.

Charaktere:
Das monumentalste, was mich an diesem Buch störte, war, dass ich einfach nicht mit Julia zurecht kam. Meines Erachtens ist sie ziemlich egoistisch und verhält sich wie ein kleines Kind, was alles nur aus ihrer Sicht sieht und nie auf die anderen eingeht. Obwohl sie ein schlechtes Gewissen hat, zieht sie die Dinge einfach weiter durch, egal, wie furchtbar sie zu sein scheinen. Sie ist einer der unausgeglichensten Personen, von denen ich je gelesen habe und erwähnt andauernd, dass sie diese und jene Person hasst. Für ein 700 Jahre altes Mädchen verhielt sie sich einfach kindisch. Selbstverständlich hatte sie auch ihre positiven Eigenschaften, doch ich fand, dass ihre schlechten diese um ein vielfaches übertreffen. Ich kann nicht wirklich darauf eingehen, ohne zu spoilern, deswegen lasse ich das Thema nun ruhen, aber ich kann zusammenfassend sagen, dass ich weder Julias Taten noch ihre Gefühle nachvollziehen konnte.
Romeo hingegen fand ich wahnsinnig interessant. Er war böse und total verrückt, doch gerade dieses unberechenbare machte ihn interessant. Er hatte ein Haufen viel echter wirkende Probleme und viel interessantere Gedanken. Obwohl er natürlich auch seine Minuspunkte hatte, war er einfach der viel facettenreichere und ansprechendere Charakter.
An den anderen Personen, egal ob magisch oder nicht, konnte ich ebenso wenig finden wie an Julia. Sie blieben mir einfach viel zu sehr an der Oberfläche, und selbst als versucht wurde, Intimität und echte Emotionen herzustellen, gelang dies nicht wirklich und ich war nicht berührt.

Ende:
Das Ende wurmt mich. Denn aufgrund der letzten 10 Seiten habe ich das Gefühl, dass mir der zweite Band um einiges besser gefallen könnte, wenn dieser so wird, wie ich mir das vorstelle. Außerdem gibt es noch ziemlich viele Geheimnisse, die mich dann doch interessieren. Die Chancen stehen ziemlich gut, dass ich es mit Romeo für immer noch einmal probieren werde, aber sollte dieser Teil mich nicht versöhnlich stimmen, wars das wohl für mich, was diese Reihe angeht.

Fazit:
Ich glaube, dass das Buch eigentlich sehr gut sein könnte. Ich persönlich hab mich bei der Gestaltung, die die Geschichte annahm, einfach nicht wohl gefühlt, und mit Julia konnte ich mich kein bisschen anfreunden. Ohne diese beiden Dinge hätte dieses Buch wohl das Potential gehabt, eines meiner Lieblingsbücher zu werden. Ich vergebe für dieses Buch 7 kleine Elfies, was 3,5 Sterne im normalen System wären. Ich persönlich würde eher 3 Sterne als 4 geben, da ich einfach zu viele große Störeffekte beim lesen hatte.

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543 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 121 Rezensionen

dystopie, königin, liebe, fantasy, sprachen

Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz

Kimberly Derting , Tanja Ohlsen , Ugla Huld Hauksdóttir
Fester Einband: 362 Seiten
Erschienen bei INK, 08.03.2012
ISBN 9783863960179
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung & Details im Buch:
Das Cover finde ich in Ordnung. Mädchen als Cover sind bei mir meistens schon ein Minuspunkt, da so etwas nun wirklich wie Sand im Meer gibt. Na ja, wenigstens starrt sie nicht vom Buchcover herauf, sondern zeigt etwas mehr Indivuallität.
Den Titel fand ich, bevor ich das Buch durchgelesen hatte, ziemlich doof. Nach beenden des Buches konnte ich den Sinn verstehen, hätte ihn aber mehr für den zweiten Teil verwendet. Nun ja, ich bin gespannt, wie der dann heißen wird.
Ich konnte keine Details im Buch entdecken, weder inhaltliche Extras wie eine Karte oder kleine Zitate, noch Verzierungen, außer die Außenseite des Buches ohne Umschlag. Dort ist teilweise ein weißes Muster auf dem schwarzen Grund zu finden, was das allerdings genau darstellen soll, weiß ich selber nicht. Für mich sieht es wie Fußabdrücke aus, aber wirklich Sinn ergeben würde das natürlich nicht.

Idee & Umsetzung:
Auf jeden Fall eine richtig, richtig gute Idee! Etwas komplett neues, das noch niemand je verwendet hat. Ich fand die Idee auch gut umgesetzt, alles stimmig und so wie ich es erwartet hatte. Ich persönlich hätte mir ein klein wenig mehr Infos über die Welt, in der Charlie wohnt, gewünscht, die zwar zur Mitte des Buches kamen, aber dann doch nur in rauen Mengen. Aber anstonsten fand ich alles sehr gut dargestellt. Und, ich muss es erwähnen, ich fand es sehr gut, dass es in diesem Land nur Königinnen gibt! Das hat meine feministische Ader jubeln lassen. Die Rebellen, die dort in rauen Mengen und herrlich geplant vorkommen, haben mich ebenfalls begeistert, allerdings stehe ich auch auf Rebellen.

Schreibstil:
Kimberly Derting hat einen schönen Schreibstil. Sie weiß sich auszudrücken, die Sätze waren immer korrekt und ich konnte es flüssig lesen, ohne mich anstrengen zu müssen. Obwohl ich nie gelangweilt war, kann ich nicht sagen, das ich immer gefesselt war. Ich war eher stets leicht interessiert, und das ist auch das, was mich an dem Buch stört. Es hat mir gefallen, auf jeden Fall, aber die pure Begeisterung, dieses "Ich muss wissen wie es weiter geht"-Gefühl war einfach nicht da. Und das stört mich dann doch und drückt den eigentlichen Wert des Buches.

Charaktere:
In diesem Buch gab es dutzende tolle Charaktere, die mir alle auf verschiedene Weise gefallen haben. Alle außer Charlie, mit der ich nicht ganz warm wurde. Ich kann nicht sagen, dass ich sie nicht mochte oder dass ich ihre Gefühle und Handlungen für völlig verrückt erklärt habe. Trotzdem blieb sie mir ein wenig unsympathisch, was hauptsächlich an ihrer meinungslosen und etwas langweiligen Art. Selbstverständlich hatte sie auch Momente, in denen ich mich gut mit ihr identifizieren konnte, aber die schlechten überdeckten die wenigen guten.
Die anderen Charaktere fand ich aber allesamt toll. Sie waren interessant, denn jeder hatte tausende Facetten und viele Geheimnisse. Teilweise war ich wirklich überrascht bis geschockt, was hinter den Bewohnern Ludanias so alles steckte, und manchmal kam es schon fast zu überrascht, fast schon unmöglich. Trotzdem hat mir immer gefallen, was sich hinter den Fassaden versteckt hatte.
Gerade Max, aber auch Xander (Oh bitte, bitte keine Dreiecksgeschichte!) oder viele andere Rebellen haben mir gut gefallen. Was die Gestaltung einer interessanten Person angeht, hat Kimberly Derting auf jeden Fall Ahnung!

Ende:
Man könnte denken, dass nun alles abgeschlossen ist. Doch in den letzten Sätzen wird klar, dass es noch lange nicht vorbei ist. Ich weiß nicht genau, ob ich mich auf den zweiten Teil freue und ihn wirklich lesen will, aber ich denke schon, dass ich die Geschichte verfolgen werde, allein schon aufgrund der vielen Charaktere.

Fazit:
Dark Queen hat tolle Ansätze, doch meine kleinen Differenzen mit der Protagonisten und die fehlende Begeisterung drückt das Buch etwas. Trotzdem ist die Idee einzigartig und ich bin ein großer Fan von Rebellen und Königlichen Geschichten. Ich vergebe für dieses Buch 7,5 kleine Elfies, was 3,75 Sterne im normalen System macht, also 4 Sterne.

Zitate:
Aber ich war pragmatisch. Ich verbrachte meine Tage nicht damit, von einem anderen Leben zu träumen, oder von Wegen, den Beschränkerungen meiner Klasse zu entfliehen - vor allem, weil es keine gab. Ich war, was ich war, und nichts würde etwas daran ändern. - Seite 63

Ich fragte mich, warum ich in die Klasse der Kaufleute und Händler geboren worden war. Warum waren wir besser als manche und doch nicht so gut wie andere? Dabei kannte ich die Antwort. Es hatte nichts mit uns zu tun. Es war einfach Schicksal. - Seite 31

Ich liebte Stimmen, das war schon immer so gewesen. Worte hatten Bedeutungen, aber Stimmen enthielten Gefühle. - Seite 130

"Wir wollen das nicht, Charlie. Wir wollen nicht kämpfen, aber es kann auch nicht so weitergehen. Wir haben es verdient, zu wählen und vor allem wer wir sein wollen." - Seite 280

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2.047 Bibliotheken, 23 Leser, 13 Gruppen, 217 Rezensionen

liebe, wölfe, grace, sam, fantasy

Ruht das Licht

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2011
ISBN 9783839001189
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin ganz verliebt in die Geschichte von Sam und Grace. Eigentlich mag ich es nicht, wenn die Romantik der Fantasy die Show stiehlt, doch bei den Wölfen aus Mercy Falls wurde alles so wunderschön aufgezogen. Mir hat der zweite Band noch um einiges mehr als der erste gefallen, denn hier bekam die Fantasy wieder eine etwas größere Rolle. Es wurde ein Gleichnis geschaffen, dass mich über das ganze Buch hin begeisterte.

Aufmachung & Details im Buch:
Das Cover von Ruht das Licht ähnelt stark seinem Vorgänger, nur das diesmal alles in winterlichen Farben gehalten ist. Im Umschlag des Buches sind anstatt Blütenblättern nun Schneeflocken, alles ist in verschiedenen Blautönen gehalten, abgesehen von kleinen Details, die dadurch noch mehr herausstechen. Auch der Titel hat mir von der Gestaltung und, von der Bedeutung, gut gefallen. Der Satz, von dem wir inzwischen ja nun wissen, dass er "Nach dem Sommer ruht das Licht in deinen Augen" ergibt, wird weitergeführt. Für mich ist es jedenfalls ein Satz, vielleicht habe ich das aber nur reininterpretiert. Mir gefällt die Idee, die Lösung sozusagen erst durch den dritten Band zu erhalten, das gleicht sich mit dem Inhalt des Buches.
Etwas enttäuscht war ich durch das Fehlen der Gradangaben. Mir persönlich haben sie gut gefallen, und auch wenn sie im zweiten Teil etwas weniger Sinn als im ersten gemacht hätten, wäre es doch schön gewesen, sie da zu haben. Allerdings nur ein kleiner Minuspunkt in der sonst sehr schönen Aufmachung.

Idee & Umsetzung:
Die Trilogie um Sam und Grace war für mich schon immer mehr romantischer Natur als Fantasy. Wie schon erwähnt, stört mich so etwas eigentlich extrem, für mich sollte die Fantasy im Vorder- und die Natur im Hintergrund stehen. Bei diesen Romanen stört es mich allerdings nicht wirklich. Denn die Liebe wird hier so schön dargestellt, dass man gar nicht anders kann, als sie vor die Fantasy zu stellen. Es wirkt niemals unnatürlich oder kitschig, sondern einfach nur ehrlich.
Und doch kommt die Fantasy im zweiten Band eine etwas größere Rolle als in dem Vorgänger. Natürlich hat sich die Geschichte nicht geändert, es sind nur neue Details hinzugekommen. Durch das lösen eines Rätsels, was besonders gegen Ende stark im Vordergrund stand, kam zusätzliche Spannung hinzu. Man hat sich gefragt, was es denn nun wirklich mit dem Wolfsvirus auf sich hat.
Was die Umsetzung der Idee angeht, hat sich Maggie Stiefvater noch um einiges gesteigert, für mich eindeutig besser umgesetzt als in Nach dem Sommer.

Schreibstil:
Im Gegensatz zum vorigen Band wird die Geschichte nun aus vier Sichten erzählt: Wie gehabt Sam und Grace, allerdings auch aus der Sicht von Isabel und Cole. Man könnte meinen der ständige Perspektivenwechsel könnte einen anstrengen, doch mir hat es gefallen. Man konnte die Geschehnisse aus ganz verschiedenen Seiten sehen und sie so besser in sich aufnehmen.
An Maggie Stiefvaters Stil hat sich an sich nichts geändert. Ich kann nicht sagen, dass ich ein riesen Fan ihres Schreibens bin, allerdings auch Niemand, der ihn auch nur ansatzweise schlecht findet. Das ganze Buch hindurch lässt sich flüssig lesen, ich bin über nichts gestolpert. Die Wortwahl ist weder zu gehoben noch zu einfach, sondern einfach natürlich. Besonders schön fand ich die Beschreibungen von Orten und Gefühlen, die zum Beispiel durch Gerüche oder ähnliches ergänzt wurden. So konnte man sich die Stimmung des Ortes viel besser vorstellen, und bei Gefühlen denken; "Ja, das kenne ich". Das alles hat mich das Buch viel besser lesen lassen.

Charaktere:
Ich glaube, zuerst sage ich etwas über die vier Protagonisten. Angefangen mit Grace: Sie war mir noch sympathischer als im ersten Band! Früher war sie das Mädchen, dass in den Jungen mit den riesigen Problemen verliebt war. Obwohl sie durchaus einige Kleinigkeiten in ihrem Leben hatte, die nicht stimmten, war ihr Leben insgesamt ziemlich schön. Alles was man von ihr erfuhr, war, wie sehr sie Sam liebt. In diesem Teil war das komplett anders. Grace wurde um einiges interessanter, tiefgründiger. Ich war nicht mehr gelangweilt, sondern interessiert an ihren Gedanken. Meines Erachtens hatte sie sich durch Sam verändert, ist ihm ähnlicher geworden. Der sich allerdings auch weiterentwickelt hat. Das fand ich so schön an den beiden: Eigentlich hat sich nicht viel verändert, man merkt nur, dass sie sich weiterentwickelt haben.
Und da wären noch Isabel und Cole. Schon im ersten Teil habe ich Isabel geliebt! Ich habe einfach eine Schwäche für solche Charaktere, die sich von außen hin stark geben, obwohl sie eigentlich sehr verletzlich und traurig sind. Isabel war ein Paradebeispiel für solche Charaktere, ich habe die Abschnitte aus ihrer Sicht geliebt. Ihren inneren Konflikt fand ich am interessantesten, ihre Sprüche am lustigsten, ihre Art am verlockendsten. Definitiv mein Lieblingscharakter im gesamten Buch!
Cole fand ich aber extrem interessant. Er ist klar ein extrem kaputter Mensch, der schon einiges schlimmes erlebt hat. Würde ich ihn persönlich kennen, würde ich ihn wohl hassen, doch dieses arrogante Verhalten in Verbindung mit seinen privaten Gedanken, haben ihn extrem interessant gemacht.
Alle vier Charaktere waren toll und einzigartig. Ich konnte jedes Gefühl nachvollziehen, jeden Schmerz, jede Sorge, jede Freude. Ich habe mich nie gewundert, warum der eine jetzt Dies und Das getan hat, es machte einfach Sinn. Ich steckte perfekt in jeder einzelnen Figur, natürlich in der einen mehr als in der anderen, aber das heißt nicht, dass ich eine komplett unsympathisch fand, auf gar keinen Fall.

Ende:
Auf jeden Fall ein sehr spannendes Ende. Es gibt ein ziemliches Drama, Rätsel werden aufgedeckt und gleichzeitig werden neue Fragen gestellt. Als Leser fragt man sich, was wohl jetzt passieren könnte, wie es die Protagonisten schaffen, da nur rauszukommen. Ich kann den nächsten Band kaum abwarten.

Fazit:
Um es ganz kurz zu sagen: Viel, viel besser als der Vorgänger! Eigentlich fällt mir kein negatives Wort zu diesem Buch ein. Die pure Begeisterung, die mir schon im ersten Buch fehlte, ist hier zwar nicht komplett ausgebreitet, aber in Ansätzen vorhanden. In Hoffnung auf die absolute, 100 % Begeisterung runde ich auf 5 Sterne auf, mir fällt einfach nichts wirklich ein, wofür das Buch einen Punkteabzug verdient hätte!

Zitate:
Dies ist die Geschichte eines Jungen, der ein Wolf war, und eines Mädchens, das zu einem wurde. - Seite 7

Dies ist eine Geschichte über Liebe. Ich wusste nicht, dass es so viele Arten von Liebe gibt, und auch nicht, was Menschen aus Liebe alles tun. Ich wusste nicht, dass es so viele Arten des Abschiedes gibt. - Seite 8

"Ich denke darüber nach, mich umzubringen." ... "Ja, dachte ich mir schon. Warum sagst du so was überhaupt? Willst du, dass ich es dir ausrede? Der Einzige, der dir das aus- oder einreden kann, bist doch du selbst." - Seite 255

"In diesem Moment habe ich dich so geliebt, Sam Roth." Über meine Haut lief ein Schauder. Ich schluckte. Ich wusste ja, dass sie mich liebte, aber sie sprach es fast nie aus. Das allein hätte mir als Geburtstagsgeschenk gereicht. - Seite 112

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556 Bibliotheken, 1 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

hexen, internat, fantasy, vampire, hex hall

Hex Hall - Wilder Zauber

Rachel Hawkins , Michaela Link
Flexibler Einband: 295 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.07.2010
ISBN 9783802582394
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung:
Abgesehen von der House of Night-Reihe habe ich nie Bücher gelesen, in denen magische Wesen auf einem Internat unterrichtet werden. Das Konzept hat mir aber sehr gut gefallen, und deswegen hatte ich so großes Interesse an der Hex Hall-Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht: Mir hat Hex Hall - Wilder Zauber sehr gut gefallen!

Aufmachung & Details im Buch:
Das Cover finde ich wunderschön. Obwohl es nicht wirklich einzigartig ist, bzw. heraus sticht, gefallen mir gerade die Kleinigkeiten. Die Gemäuer im Hintergrund, die flimmernden Lichtpunkte, die Risse im Bild, die große Blume im Vordergrund. Die Farben harmonieren wunderbar und bilden ein tolles Zusammenspiel. Einziger Markel: Das Mädchen entspricht leider nicht meiner Vorstellung von Sophie. Ansonsten gefiel mir das Cover super gut, genauso wie der Titel. Er ist passend zum Inhalt, ohne zu viel zu verraten. Mir persönlich gefällt es immer gut, wenn Reihen einen Obertitel haben, der immer der selbe bleibt, während sich nur die Untertitel ändern.

Idee & Umsetzung:
Zuerst hatte ich sehr einfache Vorstellung von diesem Buch: Junge Hexe lernt bessere Zauber in einem Internat. Dazu das typische Drumherum: Freundschaft, Liebe, irgendein Feind. Schon nach kurzer Zeit merkte ich, wie viel mehr darin steckt. Durch verschiedene Feinde, von denen man nie wirklich weiß, wer nun der Hauptgegner ist, viele Geheimnisse und eine interessante Protagonistin runden das ganze ab. Rachel Hawkins hat noch viel mehr aus der Story gemacht, als vorhanden war und durch interessante Ideen eine spannende Welt mit Hexen, Vampiren, Feen und anderen magischen Wesen geschaffen.

Schreibstil:
Hier möchte ich zwei Dinge hervorheben: Zum einen war Hex Hall wahnsinnig witzig. Die ironischen Sprüche, mit der sich Sophie das ein oder andere mal aufs Korn nahm haben mich köstlich unterhalten. Es war genau mein Humor und ich war überrascht, wie oft ich laut loslachen musste.
Auf der anderen Seite muss ich noch etwas sagen: Mir persönlich war es ein wenig zu gruselig! Teilweise herrschte dort düstere Stimmung und das Szenario wurde zwar sehr spannend, aber meine Nerven waren davon nicht so begeistert. Natürlich muss ich dazu über mich sagen, dass ich definitiv eher zartbesaitet bin und mich schnell grusel. Der Gruselfaktor ist natürlich nicht schlimm, es kam einfach nur unerwartet und mir persönlich hat es nicht so gut gefallen.
Allgemein ist der Schreibstil sehr jugendlich, aber nie zu einfach. Rachel Hawkins schreibt flüssig und hat mich gut durch die Geschichte geführt, die Umgebung wurde treffend und gut beschrieben und dargestellt. Es ist eigentlich durchgehend spannend und man ist nie gelangweilt.

Charaktere:
Sophie, die Protagonistin, war mir überaus sympathisch. Sie ist tollpatschig und begibt sich öfter mal in peinliche Situationen, weiß sich allerdings zu wehren. Ich konnte sie immer verstehen, auch wenn sie manchmal vom rechten Weg abkam. Sie war authentisch und wie eine wirkliche Jugendliche. Ihre Gefühle und Handlungen waren stets realistisch und mit ihr konnte ich noch mehr in die Geschichte eintauchen.
In diesem Buch gab es viele verschiedene Charaktere. Obwohl sie alle Prodigien waren, waren sie normale Jugendliche und Erwachsene. Alle waren realistisch dargestellt, ihre Handlungen konnte ich mir durchaus vorstellen. Viele von ihnen hatten Geheimnisse und man kam nur langsam dahinter, das machte es nur noch spannender.

Ende:
Kein offenes Ende, kein Cliffhänger, aber dennoch spannend. Es wurde so einiges aufgedeckt und man fragt sich als Leser, was aus gewissen Personen noch wird, wie es mit Sophie weitergeht und was aus der Handlung wird. Ich persönlich muss mir bald den nächsten Teil zulegen!

Fazit:
Ein toller erster Teil, der mehr zeigt, als man erwartet. Sollte sich dies noch steigern, wovon ich überzeugt bin, hat die Hex Hall-Reihe alle Voraussetzungen, um richtig gut zu werden! Elfie ist 7,5 mal wild im Raum herum geflogen. Das macht 3,75 Sterne im normalen System, demnach also 4 Sterne.

Zitate:
Es ist quasi ein Naturgesetz, dass meine Mutter nie anders als unverschämt gut aussieht. Obwohl sie bloß Jeans und ein T-Shirt trug, drehten sich immer wieder irgendwelche Leute nach ihr um.
Vielleicht starrten sie auch mich an, während ich diskret versuchte, mir den Schweiß zwischen den Brüsten wegzuwischen, ohne den Eindruck zu erwecken, mir selbst an die Wäsche zu gehen. Schwer zu sagen. - Seite 21

Ich fragte mich, ob sie dieses abwechselnde Reden zu dritt vorher wohl geprobt hatten. Dabei stellte ich mir vor, wie sie in ihrem Zimmer im Kreis saßen, sich die Haare bürsteten und festlegten: "Okay, ich werde also sagen, dass wir uns mies fühlen, und dann sagst du, dass dein heißer Freund sie bedauernswert findet." - Seite 106

Ich achte im Allgemeinen darauf, nicht vor anderen zu weinen, erst recht nicht vor scharfen Jungs, in die ich mal ziemlich verschossen war, bevor sie versuchten, mich zu erwürgen. - Seite 119

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647 Bibliotheken, 9 Leser, 11 Gruppen, 96 Rezensionen

dystopie, enklave, hebamme, zukunft, jugendbuch

Die Stadt der verschwundenen Kinder

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne, 24.01.2011
ISBN 9783453528000
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Caragh O'Briens Die Stadt der verschwundenen Kinder hat mich bereits nach dem lesen des Klappentextes interessiert. Ich habe schon viele Dystopien gelesen, in denen die Umwelt thematisiert wird, und gerade das wird in Die Stadt der verschwundenen Kinder nicht thematisiert. Genau deswegen wollte ich es lesen und, wie erwartet, hat es mir gut gefallen.

Aufmachung & Details im Buch:
Mir gefällt das Cover sehr gut. Langsam ähneln sich Jugendbücher von ihren Covern her immer mehr, indem hübsche Mädchengesichter abgebildet werden. Dieses Cover hat etwas mysteriöses mit den hellen Farben auf dunklem Grund. Wirklich passend für den Inhalt finde ich es jetzt nicht, allerdings auch nicht unpassend.
Anders ergeht es mir mit dem Titel: Den erachte ich als sehr passend zum Buch, allerdings nicht zu viel verratend.
Dazu gibt es noch eine Karte der Stadt hinter den Mauern, die einem hilft, sich zurecht zu finden. Manchmal habe ich dort nachgeschaut, um Gaias Weg zu verfolgen, war aber nicht wirklich abhängig davon, um der Geschichte folgen zu können. Trotzdem finde ich, dass Karten immer ein toller Zusatz sind. So kann man sich Orte und Reisen viel besser vorstellen.

Idee & Umsetzung:
Dystopien gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Die berühmten Themen habe ich alle schon mehrmals gelesen, und gerade deswegen interessierte mich die Stadt der verschwundenen Kinder. Kinder sind ja bekanntlich die Zukunft eines Landes, aber nicht nur das wird thematisiert. Meiner Meinung nach stehen mehr die sozialen Unterschiede im Vordergrund: Hinter der Mauer wimmelt es vor Luxus, aber die Menschen dort haben ganz andere Probleme, die ihnen der Luxus nicht entschädigen kann. Vor der Mauer herrscht Armut, aber die Menschen machen das beste daraus und sind glücklich. Für mich gibt das Buch noch viel mehr Dinge her, die laut dem Klappentext von statten gehen, obwohl er durchaus das Geschehen wiedergibt. Caragh O'Brien hat ihre Idee toll umgesetzt und sogar noch mehr daraus gemacht

Schreibstil:
Caragh O'Briens Stil ist sehr detailliert. Sobald es ihre Protagonisten in eine neue Umgebung führt beschreibt sie diesen ganz genau, jeden Lichtfleck und jede Farbe. Man könnte meinen das es einem ein wenig zu viel sein könnte, doch bei mir war das kein bisschen der Fall. Ich konnte mir alles vorstellen und tauchte nur noch mehr in die Welt von Gaia ein. Es war immer spannend und ich habe mich kein bisschen gelangweilt. Obwohl keine schwierigen Wörter benutzt werden, war es ein gehobener Stil. Die Wörter waren stets schön und ich habe keinen einzigen komischen Satz entdecken können.
Bilder wurden sogar richtig aufgemalt, in riesigen Buchstaben und Zeichen. Als Gaia hinter ein Rätsel kam, konnte man als Leser es mit ihr lösen und genau verstehen, was sie meinte, denn eben dieses Rätsel wurde aufgezeichnet und einem verdeutlicht. Das hat mich ganz besonders begeistert und ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem es genauso war.

Charaktere:
Gaia, die Protagonistin, war mir sehr sympathisch. Sie ist kein hübsches Mädchen, dass durchs Leben lacht - ganz im Gegenteil. Sie hat es schwer und kämpft sich durch, doch genau das hat mir so gefallen. Ich konnte ihre Handlungen und Gefühle stets nachempfinden und würde es wohl genauso machen wie sie. Ihre große Liebe zu ihren Eltern hat mich beeindruckt, genauso wie ihre Person an sich.
Sergeant Leon Grey spielt ebenfalls eine große Rolle. Er war ein eher undurchsichtiger Charakter, von dem man nie 100 % sagen konnte, was er wohl tun wird. Trotzdem hat er mir, je mehr man über ihn erfuhr, immer besser gefallen. Ich habe die Gespräche zwischen ihm und Gaia geliebt, denn sie waren spielerisch und immer wieder interessant. Er war ein sehr gut dargestellter Charakter, über den ich gerne noch mehr erfahren würde.
So geht es mir mit vielen der Nebencharakter. Ich habe von keinem gelesen, der nicht interessant war, der nicht realistisch und gut dargestellt wurde. Von einigen hoffe ich noch mehr zu erfahren, denn sie blieben kaum erwähnt, um andere muss ich trauern. Ich habe selten ein Buch erlebt, in der die Personen so gut dargestellt waren, keiner war unrealistisch. Und obwohl einige sehr unsympathisch waren, hoffe ich dennoch mehr über ihre Beweggründe zu erfahren.

Ende:
Definitiv ein sehr spannendes Ende. Teils würde ich es als Happy End beschreiben, auf der anderen Seite sind schreckliche Dinge geschehen. Diese machen es so spannend und dringend, den 2. Band zu lesen! Ich persönlich muss ihn mir auf jeden Fall bald kaufen, denn ich will unbedingt wissen, wie es auf der Reise weitergeht.

Fazit:
Caragh O'Briens Die Stadt der verschwundenen Kinder besitzt großartige Anlagen. Ich kann über keinen Aspekt etwas richtig negatives sagen. Trotzdem ist der Funke bei mir noch nicht hundertprozentig übergesprungen. Ich bin mir trotzdem ziemlich sicher, dass das in den folgenden Bänden der Fall sein wird und besorge mir den zweiten Teil sehr bald, denn ich bin von einer Steigerung überzeugt. Elfie ist 8,5 mal wild im Raum herum geflogen. Das wären 4,25 Sterne im normalen System, also 4 Sterne.

Zitate:
"Gebrauche deinen Verstand, Gaia, und denk daran, dass wir alle verwundbar sind. Besonders, wenn wir lieben."
"Da hast du etwas falsch verstanden", sagte Gaia und dachte an ihre Eltern. "Liebe macht uns stark." - Seite 25

Gaia blinzelte, und die Erinnerung ließ von ihr ab. Zurück blieb nur ein Hauch der alten Scham. Selbst die schlimmsten Gefühle wurden mit der Zeit vertraut und erträglich. - Seite 52

"Du hast immer eine Wahl, Gaia. Du kannst immer Nein sagen." Seine Stimme klang seltsam hohl. "Sie können dich dafür töten, aber du kannst Nein sagen." ... "Es gibt ein paar Dinge, die wir nicht mehr infrage stellen können, sobald wir sie getan haben, denn sonst könnten wir nicht weiterleben. Und wir müssen weiterleben, jeden einzelnen Tag." - Seite 151

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2.066 Bibliotheken, 41 Leser, 15 Gruppen, 254 Rezensionen

fee, fantasy, liebe, feen, nimmernie

Plötzlich Fee - Sommernacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 21.03.2011
ISBN 9783453267213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich kann mich über meine letzten Lesemonate wirklich nicht beklagen. Kein einziges Buch hat mir nicht gefallen. Doch ich war nie wirklich zufrieden, mir fehlte die pure Begeisterung beim lesen eines Buches. Lange habe ich mich nach der Euphorie beim Seiten umblättern, nach dem schwärmen über Charaktere, nach dem absoluten "Ich will mehr!"-Gefühl gesehnt - und auf einmal war es da! Ich liebe Plötzlich Fee!

Aufmachung:
Das Cover von Plötzlich Fee ist mal was anderes. Inzwischen sieht man ja nur noch blasse Mädchengesichter, die verzweifelt zu einem hinaufschauen. Das Auge ist definitiv ein Eyecatcher, und obwohl eigentlich nur zwei Farben verwendet wurden (pink und grün), würde ich es als farbenfroh beschreiben. Wie gesagt ist das Cover komplett in pink und grün gehalten, bis auf wenige Ausnahmen, und die Farben harmonieren erstaunlich gut. Die einzigartigen Wimpern (Federn?) und der Glitzer machen es zu etwas besonderem, wo man schon einen Blick mehr riskiert.
Unter dem Umschlag ist das Buch komplett weinrot, was mich ein wenig enttäuschte. Ich finde es immer sehr schön, wenn kleine Muster auch am Buch an sich vorhanden sind
Den Titel finde ich ebenfalls gut gewählt. Ich kann den Inhalt definitiv daran wiedererkennen, was ja auch nicht unbedingt selbstverständlich is, während der Untertitel die Verbindung zu Shakespeare verdeutlicht.

Idee & Umsetzung:
Uh, Shakespeare. Ich muss gestehen, dass ich noch keines seiner Werke gelesen habe. Anfangs war ich in Sorge, dass ich eventuell Probleme beim lesen haben könnte. Das ist Gott sei Dank nicht aufgetreten! Ehrlich gesagt habe ich gar nicht so viele Verbindungen zu Shakespeare entdecken können, allerdings könnten sie mir auch einfach entgangen sein, da ich ja nicht wusste, wonach ich genau suchen muss. Auf jeden Fall habe ich bis auf die Namen, von denen auch nur 3 vorhanden waren, keine wirklichen Gemeinsamkeiten gefunden, was ich aber auch nicht schlimm fand.
Julie Kagawa hat die Idee der Feen völlig neu aufgegriffen. Gemeinsam mit Meghan habe ich eine neue, aufregende Welt entdeckt, denn für sie war es ja ebenso neu. Es gab typische Fabelwesen, allerdings auch welche, die für mich völlig neu waren, die auch wichtig für die Handlung sind. Ich fühlte mich an nichts erinnert, was ich schon einmal gelesen hatte und wurde in eine völlig neue Welt mitgerissen. Mir hat die Vorstellung so gefallen, eine völlig andere Welt könnte direkt neben uns existieren - wir müssten nur daran glauben.
Ich befürchte allerdings ein wenig, dass sich in den nächsten Teilen eine Dreiecks-Geschichte zwischen Meghan, Puck und Ash entwickeln wird. Von so etwas habe ich mittlerweile genug und hoffe, dass die Autorin ihre sonstige Kreativität auch im Liebesleben von Meghan wüten lässt, da gibt es auf jeden Fall interessantere Szenarien!

Schreibstil:
Ich habe mich in Julie Kagawas Darstellungen verliebt. Ohne Probleme führte sie mich durch die fast 500 Seiten, und obwohl ich es nicht immer als Nerven zerreißend spannend beschreiben würde, hatte ich nie das Bedürfnis, das Buch zuzuklappen und ordentlich zu seufzen, so wie es mir bei anderen Büchern geht. Die Sprache war eher jugendlich, aber nie gewollt oder zu einfach. Ich habe mich sofort mit dem flüssigen Stil wohlgefühlt, aber ganz besonders haben mich die Beschreibungen der Feenwelt begeistert. Ich konnte mir die völlig eigene, bunte Welt bildlich vorstellen und habe mich ganz darin verloren.

Charaktere:
Meghan, die Protagonistin, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie hat es definitiv nicht einfach im Leben, denn ihre Familie muss sparen, sie hat kaum Freunde und ist dazu auch noch unglücklich verliebt. Ihr Bruder wird viel besser als sie von ihren Eltern behandelt und deutlich bevorzugt. Trotzdem hat sie sich nie beklagt und macht das Beste daraus. Anfangs ist sie ein stilles, bescheidenes Mädchen, das nie einer Fliege etwas zuleide tun könnte. Während des Buches durchlebt sie dann allerdings eine starke Wandlung, zeigte, wie entschlossen und mutig sie eigentlich sein konnte. Ihre Handlungen und Gefühle konnte ich stets nachvollziehen und mitfühlen, ich sah die Dinge durch ihre Augen und konnte mich mit ihr identifizieren.
Begleitet wird sie auf ihrer Reise von Puck, der ganz Shakespeares Werk nachempfunden wurde. Er ist ein wenig kindisch und treibt oft seine Späße, ist allerdings wie ein Fels in der Brandung für Meghan und würde alles für sie tun. Teilweise kriegt man auch seine ernste Seite zu Gesicht. Allgemein war er mir ein sehr sympathischer Charakter.
Später werden sie auf ihrer Reise ebenfalls von Ash begleitet, der das komplette Gegenstück zu Puck ist. Er ist eher abweisend und sehr ernst, teilweise ziemlich gemein, aber ich konnte nicht aufhören von ihm zu schwärmen! Er gibt einen sehr interessanten Charakter mit reichlich Facetten, über die man gerne erfahren würde.
In dem ganzen Buch gibt es noch einige Nebencharakter, die größere Rollen spielen. Da wäre Meghans Familie, die so gar nicht dem typischen Bild entspricht, trotzdem aber sehr real wirkte, sowie die ganzen Fabelwesen, die alle eine geheimnisvolle Seite haben. Letzere fand ich dann doch interessanter und ich hoffe noch einiges mehr in den weiteren Bänden über sie zu erfahren.

Ende:
Plötzlich Fee - Sommernachts Ende macht eindeutig Lust auf mehr. An einer sehr spannenden Stelle ist es dann plötzlich vorbei und man fragt sich, was wohl mit Meghan passieren wird und wie es auf ihrem Weg weitergehen wird. Ich bin sehr neugierig und muss mir auf jeden Fall bald den nächsten Teil besorgen!

Fazit:
Ein tolles Buch, das sich in Windeseile in meine Liste der Lieblingsbücher katapultiert hat! Elfie ist 9 mal durch den Raum geflogen, das wären 4,5 Sterne im normalen System. Ich runde auf 5 Sterne auf, mir hat dieses Buch super gefallen!

Zitate:
Sweet Sixteen. Das hat etwas Magisches. Mit sechszehn werden Mädchen angeblich zu Prinzessinnen, verlieben sich, gehen auf Bälle und all so was. Unzählige Geschichten, Lieder und Gedichte wurden über dieses wundervolle Alter geschrieben, in dem ein Mädchen seine wahre Liebe findet, die Sterne nur für sie leuchten und der umwerfend gut aussehende Prinz mit ihr in den Sonnenuntergang reitet.
Ich glaubte nicht, dass es bei mir so laufen würde. - Seite 11

"Schein wird durch die Träume und Vorstellungen der Sterblichen gespeist. Schriftsteller, Künstler, kleine Jungen, die so tun, als wären sie Ritter - die Feenwesen werden von ihnen angezogen wie Motten vom Licht. Warum glaubst du, haben so viele Kinder imaginäre Freunde? - Seite 100

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1.431 Bibliotheken, 17 Leser, 15 Gruppen, 199 Rezensionen

dystopie, liebe, zombies, ashes, endzeit

Ashes - Brennendes Herz

Ilsa J. Bick , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher , Robert A. Weiß
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei INK, 04.08.2011
ISBN 9783863960056
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Alex im Waucamaw Naturschutzgebiet wandern gehen will, trifft sie die kleine Ellie und ihren Großvater. Kurz nach dieser Begegnung spielt die Natur verrückt, die Tiere drehen durch und Menschen sterben ohne ersichtlichen Grund. Alex und Ellie versuchen Hilfe zu holen, doch dabei stoßen sie auf etwas schreckliches: Teenager, die ihre Mitmenschen bei lebendigem Leibe verspeisen. Die ganze Welt hat sich verändert und nichts ist mehr so wie vorher. Auch Alex spürt Veränderungen in ihrem Körper, die sicher nicht normal sind. Dann trifft sie Tom und verliebt sich in ihn. Schließlich geht alles schief und Alex, Tom und Ellie verlieren sich aus den Augen. Auf der Suche nach Hilfe findet Alex in einem kleinen, stark religiösem Dorf Unterschlupf. Doch Rule hat ein schreckliches Geheimnis...

Viele fanden Ashes - brennendes Herz ja wirklich toll. Für mich ist es ein gutes Buch, bei dem es noch Luft nach oben gibt. Es hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, aber die pure Begeisterung habe ich nicht gespürt. Ich glaube, dass der 2. Teil definitiv besser sein und mich dann vielleicht sogar wirklich begeistern wird!

Aufmachung:

Das Cover finde ich total schön. Das Mädchen auf dem Cover ist wahrscheinlich Alex und passt gut in meine Vorstellung von ihr. Zudem befinden sich noch ein paar Vögel direkt über dem Titel, die auch unter dem Umschlag zu finden sind. Insgesamt ist alles in hellen bis dunklen Blautönen gehalten, die etwas düster und mysteriös wirken. Für mich hat das gut zum Buch gepasst.
Ashes ist ein Titel, der wirklich gut zum Buch passt. Auf fast jeder Seite wird von Asche geredet, und für Alex hat es eine besondere Bedeutung. Für mich waren diese Wiederholungen ein schönes Detail. Nur den Untertitel, "brennendes Herz" konnte ich nicht wirklich im Buch wiederfinden, aber vielleicht lag das auch an mir.

Idee & Umsetzung:

Die Idee von Zombies (jedenfalls würde ich die "Veränderten" so beschreiben, obwohl sie nie direkt so genannt wurden, immerhin essen sie Menschenfleisch) ist jetzt nicht unbedingt neu, wurde aber interessant aufgegriffen und kombiniert. Anstatt irgendeines Virus, der auf Menschen übergeht, wurden die Menschen durch EMPs (Elektromagnetische Empulse) verändert. Das ganze fand ich schrecklich interessant, da es dort nicht nur um diese Zombies ging, sondern auch andere bemerkenswerte Dinge. Leider wurde gerade darauf nicht viel eingegangen, was ich ein wenig schade fand. Sicher, es wäre merkwürdig gewesen, wenn den Charakteren Es hätte mich dann doch interessiert, mehr darüber zu erfahren, aber vielleicht folgt das ja noch.
Anfangs gefiel mir die Umsetzung sehr gut, langsam kam Alex den Geheimnissen auf die Spur. Man konnte selber miträtseln und machte sich seine Gedanken, die man dann wieder verwarf.
Nebenbei, so wie ich es am schönsten finde, floss dann noch die Liebe zwischen Alex und Tom ein. Es war total schön gemacht, die beiden passen einfach toll zusammen und agierten süß zusammen. Ich hatte wirklich Spaß beim lesen.
Einzig allein merkwürdig fand ich diesen religiösen Touch, der rein kam, als Alex schließlich in Rule war. Für mich hatte es starke Züge einer merkwürdigen Sekte und ich konnte mir das nicht erklären. Es wirkte alles so geplant und ich fragte mich, wie das kam. Für mich passte es einfach nicht ganz ins Bild, wirkte ziemlich unnatürlich zwischen all den stimmigen Sachen und störte mich dann doch ein wenig.
Ansonsten wurde alles gut und natürlich umgesetzt, ich könnte mir definitiv vorstellen, dass es tatsächlich so laufen würde, so grausam das auch sein mag.

Schreibstil:

Ilsa J. Bicks Stil ist eher einfach, aber schön zu lesen. Ich fühlte mich sofort wohl mit ihrem lockeren Stil und kam schnell ins Buch rein. Er war flüssig und half mir, der Geschichte zu folgen. Sie schafft es in einfachen Worten, Begebenheiten zu beschreiben, ohne anspruchslos zu wirken. Teilweise wurden mir die Sachen sogar zu gut beschrieben, denn es kam nicht selten vor, das ich laut "Uäh!" rief, während dort beschrieben wurde, wie abgeknabberte Menschen auf den Straßen lagen. Trotzdem ist das durchaus positiv.
Leider war es nicht immer spannend, obwohl man das bei den Begebenheiten eigentlich meinen könnte. Trotzdem war es nie langweilig, und gegen Ende wird es dann doch sehr spannend.
Mich hat der Humor des Buches dann eher begeistert. Es passiert mir leider nicht oft, dass ich bei einem Buch lachen muss, sondern eher leicht grinsen. Ilsa J. Bick hat es allerdings geschafft, mich öfter zum lachen zu bringen. Ihr gelang es gut, ironische und witzige Gespräche zu gestalten, die das Buch nochmal aufpeppte.

Charaktere:

Ich muss gestehen, dass die Protagonistin, Alex, mir anfangs nicht wirklich sympathisch war. Sie war ziemlich ruppig und ohne ersichtlichen Grund stark genervt. Sicher, sie hatte es bis jetzt sehr schwer im Leben und es wird eigentlich auch nicht besser, sondern schlimmer, aber wirklich verstehen konnte ich sie trotzdem nicht. Später wurde sie dann etwas sympathischer und auf den letzten 100 Seiten begann ich, sie wirklich zu mögen. Erst dort konnte ich ihre Leiden mitfühlen, was mir anfangs doch etwas schwer viel. Trotzdem ist Alex ein gut gestalteter Charakter, dessen Handlungen ich nachvollziehen konnte und öfter wohl ganz genauso gehandelt hätte. Mir tat es etwas leid, dass ich mich erst spät mit ihr anfreunden konnte, aber ich glaube, dass es im 2. Teil definitiv besser sein wird.
Auf Alex' Reise trifft sie viele Menschen, doch einige bleiben besonders hängen und begleiten sie auch teilweise auf ihrem Weg. Zuerst wäre da Ellie, das kleine Mädchen, mit dem Alex reist. Ich empfand sie als sehr authentisch, denn ihre bockige Art passte zu einem Kind und war verständlich.
Später auf ihrem Weg treffen die beiden Tom, den ich sehr interessant fand. Er war zwar sehr nett und unheimlich süß zu Alex und Ellie, doch er hegte auch viele Geheimnisse, von denen die meisten noch nicht aufgedeckt sind. Leider blieb er für mich ein wenig auf der Oberfläche, obwohl er schrecklich romantisch war, was vielleicht auch an seinem Typ lag. Ich hoffe, dass es im 2. Teil mehr Hintergrundinformationen und Gefühle in Sache Tom gibt.
Und dann kam Chris... für mich der interessanteste Charakter im ganzen Buch. Um ihn wabern noch mehr Geheimnisse als um Tom. Das Verhalten, dass er an den Tag legte, war einfach süß und ich glaube, obwohl er in diesem Buch eigentlich zu den Bösen gehörte, dass er definitiv eine gute Seele hat. Ich hoffe, dass er im 2. Teil ebenfalls wieder vorkommt und eine tiefere Rolle bekommt.
Neben diesen Charakteren gibt es noch viele weitere Personen, einige kommen wirklich nur für ein paar Seiten vor, andere spielen eine große Rolle. Meiner Meinung nach verhielten sich diese Nebencharaktere realistisch.

Ende:

Ein Wort: Cliffhänger. Und zwar ein ganz schlimmer. Während es das gesamte Buch sich teilweise etwas zog, ging es auf den letzten 20 Seiten nochmal richtig los. Etwas unerwartetes passiert und im letzten Satz wird ein großes Geheimnis aufgedeckt, das es einem unmöglich macht, dem 2. Band nicht entgegen zu fiebern. Ich persönlich kann die Fortsetzung kaum abwarten!

Fazit:

Allgemein finde ich, dass das Buch noch besser sein könnte. Leider blieben einige Charaktere auf der Oberfläche und Dinge werden nicht aufgeklärt. Viele kleine Dinge zerstören das Buch etwas und rauben ihm die Qualität, die es eigentlich haben könnte. Trotzdem gefiel mir das Buch ziemlich gut und ich glaube, dass der 2. Band definitiv besser wird. Ich vergebe 4 Sterne.

Zitate:

Er blickte zu ihr hinab. Zarte, makellose Schneekristalle legten sich auf sein Haar. "Meinst du das ernst?"
Sie waren einander so nahe, dass sie das Pulsieren seiner Halsschlagader sah. "Ja", antwortete sie, "das meine ich ernst."
"Dann möchte ich, dass du mir etwas versprichst", sagte er.
Alex Herz begann laut und heftig zu pochen. "Was?"
"Falls ich mich verändere", begann Tom, "versprich mir, dass du mich umbringst." - Klappentext/S. 238

"Du hattest recht." Eine einzelne Träne rann ihm aus dem Augenwinkel über die Schläfe ins Haar. "Dass ich auf der Suche nach meinem Schicksal bin. Ich werde ... kann dir jetzt nicht alles erzählen. Ein schlechter Zeitpunkt. Aber ich wollte, dass du weißt", er öffnete die Augen und heftete den fiebrigen Blick auf sie, "dass ich es gefunden habe. Ich bin meinem Schicksal begegnet."
"Ich auch", erwiderte sie und meinte es auch so. Zum ersten Mal seit ewigen Zeiten wollte sie eine Zukunft haben, und sie wollte, dass Tom Teil davon war. - S. 283

"Als Arzt habe ich allerdings gesehen, was passiert, wenn Menschen unter großem Stress stehen. Das bringt nicht immer ihre besten Seiten zum Vorschein. Wenn man Angst hat, wird man aggressiv. Man entdeckt ganz neue Seiten an sich. Man feilscht und schachert, um zu überleben. Man jagt Wundermitteln hinterher und glaubt jeden Unsinn, der einem Hoffnung gibt. Wenn aber alle Hoffnung dahin ist, dann sei auf der Hut." - S. 373

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1.371 Bibliotheken, 11 Leser, 15 Gruppen, 310 Rezensionen

dystopie, liebe, fraktionen, zukunft, ferox

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 19.03.2012
ISBN 9783570161319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sobald ich den Klappentext von Die Bestimmung gelesen hatte, war ich neugierig. Als ich dann anfing zu lesen, war ich begeistert! Innerhalb von Sekunden war ich völlig von dieser Welt eingenommen, innerhalb von einigen Stunden war ich schließlich fertig mit dem Buch.

Aufmachung:
Das Cover finde ich echt schön. Es ist eher schlicht, aber mit einem großen, auffälligem Zeichen, was, glaube ich, das Zeichen der Ferox darstellen soll oder auf jeden Fall mit ihnen zusammenhängt. Ich persönlich hätte es toll gefunden, wenn die anderen Zeichen ebenfalls irgendwo Platz gefunden hätte, immerhin gehören sie auch dazu. Trotzdem gefällt mir das Cover gerade wegen dem schlichtem so gut, es passt einfach zum Buch. Genauso wie der Titel, der, wenn man sich nur konzentriert, ganz schön zum nachdenken anregt. Meine Gedankengänge hierzu werde ich allerdings nicht aufschreiben. Auf jeden Fall ist alles stimmig in seiner Schlichtheit und passt gut zum Buch.

Idee & Umsetzung:
Die Idee der 5 Nationen fand ich aufregend anders. Das ist mal ein völlig neues Szenario, dass die Welt, oder zumindest einen abgegrenzten Teil davon, in Gruppen aufteilt, die sich völlig anders als die übrigen 4 verhalten. Man überlegt sich selber, in welche Nation man wohl am besten passen würde und begleitet Tris in eine der 5. Die Aufnahmeprüfungen fand ich toll, genauso wie die ganze Gestaltung der Ferox. Dort ging es auf jeden Fall brutal zu, was eigentlich das ganze Buch so bleibt. Auf der einen Seite fand ich es gut, denn es war angebracht in der Lage und realistisch. Auf der anderen Seite war es dann doch ein wenig heftig, ich bin an etwas seichtere Bücher, in denen nicht ganz so viele Menschen sterben gewohnt. Trotzdem hat es an der Stimmung nichts weggenommen, sondern eigentlich nur noch drauf gelegt. Die großartige Idee wurde wirklich großartig umgesetzt und hat mich einfach nur begeistert!
Die Liebe zwischen den beiden Protagonisten hat mir ebenfalls zugesagt. Es hat ganz schön lange gedauert, bis die beiden auch nur ihren ersten Annäherungsversuch hatten, aber sie haben einfach toll zusammen gepasst und waren schließlich unglaublich süß zusammen. Und ganz besonders gefallen hat mir, dass Tobias Tris mal zur Abwechslung nicht gesagt hat, sie sei wunderschön, obwohl sie sich doch hässlich findet, denn das kommt wirklich in jedem Buch vor. Tobias hat viel schönere Worte gefunden, um seine Zuneigung auszudrücken und kam so auch viel besser rüber.

Schreibstil:
Veronica Roth weiß ihre Leser zu fesseln. Ab der ersten Seite war ich im Buch drinnen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt kleine Verwirrungen, am Anfang musste ich immer nachgucken, welche Fraktion sich denn wie verhält, aber bald konnte ich es im Schlaf aufsagen und mich einfach nur aufs Buch konzentrieren. Die Geschichte wird von Veronica Roths Beschreibungen untermalt, sie bildet ein ganz eigenes, leicht düsteres Szenario. Mir sind besonders die schönen Darstellungen der Personen aufgefallen, die alle unterschiedlich und nicht dem typischen Schönheitsideal entsprachen. Aber auch die Orte wurden so beschrieben, dass man sie sich vorstellen konnte.
Flüssig wird man durch das gesamte Buch geführt, die Spannung ist durchweg da und dreht zum Ende nochmal gehörig auf.

Charaktere:
Ehrlich gesagt bin ich mir bei meiner Meinung über Tris, die Protagonistin, nicht so sicher. Zu Anfang war sie mir mehr als sympathisch, sie war einfach ein Mädchen, dass den Wunsch nach Freiheit hatte und stärker werden wollte. Das könnte genauso gut ich sein. Doch mit der Zeit erreichte Tris ihr Ziel: Sie wurde Stärker. Und ich fand, dass sie so damit auch ein wenig herzlos wurde. Egal was für einen schrecklichen Schicksalsschlag sie erleiden musste, sie gab sich "5 Sekunden der Schwäche" (Ein Zitat, genauso stand es da!) und machte weiter. Das war der Moment, wo es für mich ein wenig unrealistisch wurde, denn Tris wurde zunehmender gefühllos und wahnsinnig egoistisch. Trotzdem konnte ich ihre Handlungen teilweise eins zu eins nachempfinden und -vollziehen, es gab nur einige Momente in denen sie sich meiner Meinung nach schrecklich verhielt. Das schwenkte ebenfalls öfters, so dass ich mich nicht festlegen konnte, ob ich sie nun total sympathisch oder schrecklich finden sollte. Tatsächlich waren die Szenen, in der ich sie wirklich gerne mochte, mit Tobias. Die beiden sind total süß zusammen, sie führten wirklich amüsante Gespräche und waren ein tolles Paar. Sowieso mochte ich Tobias total gerne, die Sympathie wuchs nur noch mehr, je weiter ich bei dem Buch voran kam und er entwickelte sich bald zu meinem Lieblingscharakter in diesem Buch. Aber auch die anderen Charaktere fand ich toll: Tris Freunde bzw. Bekannte von den Ferox sowie ihre Familie hatten alle etwas für sich und waren interessante Personen. Manche blieben etwas an der Oberfläche und ich hätte mir mehr Erklärungen besonders seitens der "Bösen" gewünscht, aber vielleicht folgt das ja noch.

Ende:
Kein Cliffhänger, aber definitiv ein spannendes Ende! Ich frage mich, was wohl als nächstes passieren wird, denn auf den letzten Seiten ist alles offen. Es hat sich definitiv etwas verändert, die große Katastrophe wurde zwar halbwegs abgewehrt, doch man fragt sich wirklich, wie es jetzt noch weiter geht. Der 2. Teil wird sehnlichst erwartet!

Fazit:
Ein tolles Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Gerade die außergewöhnliche Idee hat mich zum weiterlesen bewegt, ich war einfach nur komplett begeistert. Das Buch kann ich 100 % weiterempfehlen, der zweite Band soll bitte schleunigst kommen! Für dieses Buch vergebe ich 5 fliegende Bücher.

Zitate:
Dann, mit einem leisen Aufschrei, den ich nicht unterdrücken kann, strecke ich die Hand aus - und mein Blut tropft zischend auf die Kohlen. Ich bin nicht selbstlos. Ich bin mutig. - Seite 51

... Mein Problem ist wahrscheinlich eher, dass ich, selbst wenn ich nach Hause ginge, nicht dorthin passen würde, zu den Menschen, die geben, ohne lange nachzudenken, und die sich um andere kümmern, ohne lange zu fragen. - Seite 77

"Die Ängste verschwinden also nicht?"
"Manche verschwinden, manche werden durch neue ersetzt." Er hakt seine Daumen in die Gürtelschlaufen. "Aber es geht nicht darum, all seine Ängste loszuwerden. Das ist unmöglich. Es geht darum zu lernen, seine Ängste zu beherrschen und sich von ihnen unabhängig zu machen. Das ist der springende Punkt." - Seite 236

Wer er auch sein mag, ich mag ihn sehr. Jetzt fällt es mir leicht, es einzugestehen, hier im Dunkeln, nach allem, was passiert ist. Er ist weder süß noch liebenswürdig, und schon gar nicht besonders nett. Aber er ist klug und tapfer, und obwohl er mich gerettet hat, hat er mich behandelt, als wäre ich stark. Allein das reicht mir schon. Mehr brauche ich über ihn gar nicht zu wissen. - Seite 284

Jetzt bin ich wieder mehr ich selbst. Mehr brauche ich nicht: Ich muss mir nur sicher sein, wer ich bin. - Seite 340

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1.747 Bibliotheken, 32 Leser, 12 Gruppen, 253 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, zukunft, lena

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.10.2011
ISBN 9783551582324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich! Sobald ich von Delirium erfahren habe, wollte ich es haben. Lauren Oliver steht schon länger auf der Liste mit Autoren, von denen ich etwas lesen will und da ich der absolute Dystopien Fan bin, bietete sich dieses Buch an. Und jetzt kann ich auch von mir behaupten, dass ich infiziert bin! Ja, ich habe amor deliria nervosa und kann das erscheinen des zweiten Bandes kaum abwarten!

Aufmachung:

Ich muss gestehen, dass ich das Cover nicht so schön fand. Der Schriftzug hat mir sehr gut gefallen, aber das Mädchen fand ich irgendwie nicht so schön. Da hat mir das schlichte englische Cover im Taschenbuch Format viel besser gefallen, da es einfach Lena ist. Genauso habe ich mir Lena vorgestellt. Nach dem lesen muss ich allerdings sagen, dass das deutsche Cover perfekt passt! Sicher, dass dort überall das Wort Liebe hingekritzelt ist fand ich schon vor dem lesen nett anzusehen und hat das Cover noch ein wenig gerettet, aber jetzt ergibt es Sinn. Es passt perfekt zum Buch und hat echte Bedeutung. Ich finde es viel schöner als vor dem lesen und nun ist es das Buch, dessen Cover mit am besten zum Buch passt!
Zudem wurde zu Anfang jedes Kapitels ein Auszug aus Büchern, Gedichten etc. der Regierung eingebunden. Ein wirklich schönes Detail, was einem die Auswirkungen der "Krankheit" noch einmal vor Augen führt und einen immer wieder erschaudern lässt.

Idee & Umsetzung:

Die Idee ist noch nie dagewesen und völlig neu. Und mich persönlich hat es begeistert! Das ausgefallene Szenario Lauren Olivers hat mich in den Bann gezogen, denn obwohl es Züge vom allbekannten Dystopie Szenario besitzt (die Regierung besitzt die alleinige Macht, die Bürger ahnungslos etc.), war es wieder total eigen. Die Menschen verhalten sich völlig anders, das ganze System ist anders. Es war erschreckend und ich konnte es mir doch irgendwie vorstellen. Insgesamt war diese Dystopie endlich mal etwas neues, stimmig und einfach gut!
Trotzdem war mir die Liebe zwischen Alex und Lena ein wenig zu heftig. Durch die Krankheit wurde es verständlicher, aber die existiert, so wie ich das verstanden habe, ja nicht wirklich. Von daher war Lena einfach besessen von Alex, nicht nur verliebt. Da er allerdings der einzige und vor allem erste Junge war, mit dem sie je Kontakt hatte, konnte ich es wieder etwas nachvollziehen. Trotzdem wurde ich von Lenas Besessenheit teilweise abgeschreckt und fühlte mich ein wenig überrumpelt.

Schreibstil:

Lauren Oliver schreibt wunderschön. Sie hat es auf einzigartige Weise geschafft, Orte und Momente zu verfassen, die man gerne selber sehen bzw. erleben würde. Kurz um: Ich war ganz verliebt in ihre Darstellungen! Und ganz nebenbei hat es Lauren Oliver noch geschafft, einen locker leicht durch das Buch zu führen, obwohl es nicht immer spannend war. Es war auf keinen Fall langatmig, aber eben auch nicht bis zur Sehne spannend. Trotzdem konnte ich, als ich richtig im Buch drinnen war, nicht mehr aufhören zu lesen und habe das Buch in einer Nacht durch gelesen. Öfter mal gab es die Frage: Schlafen oder lesen?, wobei ich mich immer für lesen entschieden habe. Völlig flüssig und am Band wurde man von Ereignis zu Ereignis geführt und wurde dabei nie überrumpelt. Lauren Oliver weiß definitiv wie man mit Worten umgeht!
Mit der Übersetzung war ich sowie ich das einschätzen kann, zufrieden. Das Buch habe ich in Englisch angelesen, und die Vergleiche die ich dadurch ziehen konnte waren gut.

Charaktere:

Mit Lena, der Protagonistin, war es für mich Anfangs ein wenig schwer. Ihre Gedanken waren so sehr von System eingenommen, und wovon ich Anfangs fasziniert war wurde mir dann zu sehr runtergebetet. Sobald Lena einen halbwegs interessanten Gedanken hatte, hat sie ihn verdrängt. Trotzdem war Lena mir auf ihre Art sympathisch, und zwar dadurch, dass sie so viele Schwächen hat. Sie hat oft Angst, sie ist niemand besonderes und sie versucht ihren Weg zu finden. Und das mochte ich schließlich an ihr. Das hat mich dazu gebracht, mit ihr mitzufühlen und sie so real werden lassen. Zum Teil hatte sie wirklich interessante Gedankengänge (ich spiele hier auf ihre "2 Ichs" an, siehe Zitate), was das ganze nur noch abgerundet hat.
Alex hingegen ist so ein typischer Traumtyp. Ich hab mich gefragt, woher er seine gute Laune nimmt, die echt immer da war. Aber er war einfach zum niederknien süß, sein Verhalten hat mich immer wieder aufseufzen lassen, schlicht: Ich konnte verstehen, warum Lena ihn so gerne mag!
Hana, Lenas beste Freundin, mochte ich ebenfalls sehr gerne. Obwohl es leider alles ziemlich auf der Oberfläche blieb, war sie mir echt sympathisch. Lenas Familie hingegen fand ich grauenvoll! Schließlich hatten sie alle ihren Eingriff hinter sich und waren so schrecklich gleichgültig, erst ihr Verhalten hat mir gezeigt, wie der Eingriff bei den Menschen wirkt.

Ende:

Ich bin gefoltert! Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Lange habe ich nicht mehr ein so spannendes Ende gelesen, man fragt sich, was die Protagonistin jetzt tun wird, sie ist einer völlig neuen Lage und ihre Welt steht auf dem Kopf. Man macht sich um andere Personen Sorgen und bangt, dass es ihnen gut geht. Ich kann den 2. Teil wirklich kaum abwarten!

Fazit:

Mit Delirium wurde eine wunderbare neue Welt geschaffen, deren Charaktere sofort ins Herz treffen. Man hat mitgefühlt und die von Lauren Olivers wunderbar gestaltete Welt und ihre Geschichte hat einen mitgerissen. Trotz einiger Mäkel habe ich nach beenden dieses Buches diese Begeisterung gespürt, wie sie nur bei manchen Büchern da ist. Ich gebe Delirium 5 Sterne.

Zitate:

Ich bin niemand besonderes. Ich bin einfach nur ein Mädchen. Ich bin eins siebenundfünzig groß und in jeder Hinsicht Mittelmaß. Aber ich habe ein Geheimnis. Sie können Mauern bis zum Himmel bauen und ich werde doch einen Weg finden, darüber hinweg zufliegen. Sie können mich mit hunderttausend Armen festhalten und ich werde doch einen Weg finden, mich zu wehren. Und es gibt viele von uns da draußen, mehr als ihr denkt. Menschen, die sich weigern, den Glauben aufzugeben. Menschen, die sich weigern, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Menschen, die in einer Welt ohne Mauern leben und lieben. Menschen, die gegen Gleichgültigkeit und Zurückweisung anlieben, aller Vernunft zum Trotz und ohne Angst. - Seite 409/Klappentext

Der Gedanke, dass ich immer noch die Krankheit im Blut habe, gefällt mir nicht. Manchmal kann ich sie regelrecht spüren, wie sie sich in meinen Adern windet wie etwas Verdorbenes. - Seite 7

Manchmal glaube ich, ich habe zwei Ichs, von denen eins direkt über dem anderen dahingleitet: mein Ich an der Oberfläche, das nickt, wenn es nicken soll, und sagt, was es sagen soll, und ein anderer, tiefer liegender Teil, der Teil, der sich Sorgen macht und träumt und "grau"* sagt. Meistens bewegen sie sich synchron und ich bemerke den Spalt zwischen ihnen kaum, aber manchmal fühlt es sich an, als wäre ich zwei völlig verschiedene Menschen und könnte jeden Augenblick auseinander brechen. - Seite 51 *: Das mit dem grau versteht man nur, wenn man das Buch gelesen hat.

Das Leben ist seltsam. Es schleppt sich weiter dahin, blind und unbewusst, selbst wenn deine kleine private Welt sich dreht und verändert oder ganz auseinander bricht. Heute hast du noch einen Platz und einen Weg; morgen hast du dich im Dickicht verirrt.
Und trotzdem geht die Sonne auf und Wolken ballen sich zusammen und treiben vorüber. Da wird dir bewusst, dass das meiste davon - vom Leben, der unaufhörlichen Existenz, nichts mit dir zu tun hat. Es schließt dich überhaupt nicht mit ein. Es wird weiterdrängen, selbst wenn du über die Kante gesprungen bist. Selbst wenn du tot bist. - Seite 285

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409 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 71 Rezensionen

vampire, liebe, blut, vampir, familie

Unter dem Vampirmond - Versuchung

Amanda Hocking , Ines Klöhn
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.10.2011
ISBN 9783570161357
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung:
Das Cover fand ich echt schön! Ein Mädchengesicht ist in letzter Zeit so 0-8-15 geworden, da greif ich nicht mehr sofort zu und bin interessiert. Dieses Cover war allerdings stimmig zum Titel und allgemein etwas dunkel und mysteriös. Genau etwas, wobei man zugreift! Obwohl ich den Titel nicht ganz verstanden habe. Natürlich ist er schön und hat mich neugierig gemacht, aber wieso das jetzt so heißt, weiß ich nicht. Vielleicht wird das ja noch in den nächsten Bänden aufgeklärt - oder es sollte einfach nur gut klingen...
Bei jedem Kapitel sind die ersten 3 Wörter in verschnörkelter Schrift geschrieben. Ist jetzt natürlich nichts wirklich tolles, aber als kleines Detail fand ich es wirklich schön.

Idee & Umsetzung:
Vampire sind natürlich weit verbreitet. Trotzdem fühlte ich mich, zur Abwechslung, mal gar nicht an diese ganzen anderen Vampir Romane erinnert. Interessanterweise fühlte ich mich bei dieser Blut-Verbindungs Geschichte stark an Bis(s)´ Werwolfs-Prägungs Geschichte erinnert. (Irgendwie vergleiche ich total viel mit Bis(s) ... . ist halt der erste große Vampir Roman gewesen.) Auf jeden Fall hatte ich nicht das Gefühl, etwas schon mal gelesen zu haben, die Vampire wurden ganz nach Amanda Hockings Vorstellungen gestaltet und damit ganz eigen, obwohl es natürlich kleine Überschneidungen gab.
Und auch die Dreiecksbeziehung von Alice, Jack und Peter hat mich nicht so angeödet wie es inzwischen häufig der Fall ist. Irgendwie hat Amanda Hocking es geschafft, nicht darauf herumzureiten und Alice hat sich, Gott sei dank!, nicht immer in den selben Gedanken verhangen. So wurde die Dreiecksbeziehung wieder spannend und ich kann mich mit Freuden fragen: Wen wird sie wohl wählen??
Das einzige, was mich hier ein wenig gestört hat, war Alice´ Gleichgültigkeit. Das die anderen sich dabei nicht denken ist ja okay, denn durch den "Zauber" der Vampire sind sie eben in ihrem Bann. Aber obwohl Alice sich die ganze Zeit gefragt hat, wieso Jack denn so merkwürdig ist, hat sie nicht wirklich alles daran gesetzt, um es zu erfahren. Ich hätte mich da echt anders verhalten. Allgemein war Alice ein wenig... entspannt mit der ganzen Vampirsituation. Sie war weder wirklich erschüttert, und nach einer kurzen Schockphase hat sie sich erstaunlich schnell gefasst. Aber seis drum, sonst habe ich nichts an der Umsetzung auszusetzen, alles war gut durchdacht und stimmig.

Schreibstil:
Amanda Hockings Schreibstil ist frisch und jugendlich, genau passend zum Buch. Sie hat ihre Charaktere, obwohl sie aus einer anderen Zeit stammen, genauso wie ganz normale 20 jährige reden lassen, und genau so auch ihre Taten beschrieben. Sie hat gleich richtig los gelegt, ich war sofort in der Geschichte drinnen und kam durch den flüssigen Stil auch immer gut mit. Eigentlich kann ich gar nichts negatives über den Schreibstil sagen, wären da nicht so kleine Mäkel, die mir manchmal aufgefallen sind. Manchmal waren die Sätze total merkwürdig aufgebaut, was zwar nicht oft vorkam, aber selbst einmal hätte es mich schon genervt. Ich finde sowas sollte einfach nicht mehr passieren. Allerdings bin ich mir nicht woher das kam, kann natürlich gut sein, dass es an der Übersetzung lag, nicht an Amanda Hocking. Aber abgesehen von diesem kleinen Manko kann ich kein schlechtes Wort über den natürlichen Stil des Buches sagen!

Charaktere:
Zu Alice, der Protagonistin, fühlte ich mich so nah wie zu lange keinem Charakter mehr. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass sie einfach genauso wie ich war. Selten habe ich eine so gut ausgearbeitete Jugendliche gesehen, mit der ich in so vielen Sachen übereinstimmte. Wir hören die selbe Musik, sind der selbe Typ Mädchen, haben ähnliche Charakterzüge und Ansichten. Ich war total begeistert, Alice Weg zu begeistert und konnte mich total gut in die Geschichte einfühlen. Mit Alice konnte ich weinen und lachen, habe mitgefiebert und sie verstanden. Das ist mit einer der Gründe, warum ich dieses Buch so empfehlen konnte!
Jack, den man gleich auf den ersten Seiten kennen lernt, ist geheimnisvoll. Auf der einen Seite total offen, und trotzdem schafft er es, über lange Zeit nichts von sich preis zu geben. Er ist ein wenig schräg und noch sehr kindlich, doch mit Alice zusammen hat er mir gut gefallen. Die beiden ergänzen sich einfach gut.
Peter hingegen ist, obwohl er vom menschlichen Alter jünger als Jack ist, viel reifer. Er ist meistens schlecht gelaunt, jedenfalls wenn Alice in der Nähe ist, und trägt eine große Wut, einen großen Hass in sich. Auf der anderen Seite sah man als Leser aber auch sehr verletzliche Seiten von ihm.
Trotz der großen Unterschiede kann ich mich gar nicht entscheiden, wen ich lieber mochte. Beide haben etwas, sind zwei von diesen Traumtypen, die man liebend gern selber daten würde! Ich muss mir allerdings die Meinung über die beiden zu ende bilden. Eine emotionale Situation, in der beide (jetzt nicht zusammen, einzeln im Gespräch mit Alice, meine ich) ihre Gefühle offenbaren und etwas mehr von sich erzählen wäre toll!
Die restlichen Charaktere blieben alle ein wenig im Schatten, aber trotzdem konnte ich schon meine Lieblings raus picken. Alice Bruder Milo ist mir total sympathisch, genauso wie Jack und Peters Bruder Ezra und seine Frau Mae. Mir ist allerdings aufgefallen, dass sich Mae sehr gut mit Esme aus den Bis(s)-Büchern zu vergleichen ist. Die beiden waren sich echt ähnlich, obwohl ich Mae noch lieber als Esme mag. Sie hatte einfach eine fast schon zu mütterliche Art, war aber auch mehr.
Die anderen Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und völlig verschieden. Es gibt Sympathieträger, aber auch welche, die man kein bisschen ausstehen kann. Insgesamt wurden alle Charaktere gut gemischt und echt gestaltet.

Ende:
Das Ende ist zwar (Gott sei dank!) kein Cliffhanger, aber man hat eindeutig Lust auf mehr. Und zwar bald. Man fragt sich, was passieren wird und, vor allem, wie Alice sich entscheiden wird. Ich persönlich kann es kaum bis Weihnachten warten, wo ich mir den zweiten Teil dann sofort holen werde.

Fazit:
Mit Alice als Protagonistin und der schönen Ausführung der Idee wurde das Buch zu einem echten Lesevergnügen! Ich hatte viel Spaß beim lesen von Unter dem Vampirmond und bin schon ganz gespannt wie es weiter geht. Für das Buch vergebe ich gute 4,5 fliegenden Büchern! Zu 5 Büchern fehlte mir allerdings noch diese völlige Begeisterung, dieses gefangen sein.
(Die fliegenden Bücher füge ich später ein, ich muss nur einen Technik Profi finden, der mir erklärt, wie es geht...)

Zitate:
Nach einem kurzen Verhör durch Milo lag ich stundenlang wach im Bett und überlegte mir tausenderlei Hypothesen, die Jacks Verhalten erklären könnten. Ein seltsames Geheimexperiment der Regierung? CIA? Werwolf? Nichts schien wirklich zu passen. Meine vielversprechendste Theorie war, dass er eine Berühmtheit à la Hannah Montana war. - Seite 31

"... Meine Lieblingsfarbe ist Chartreuse. ... Meinen ersten Kuss habe ich mit vierzehn bekommen, während wir Rock Lobster hörten, weil sie ein echter Fan von B-52´s war. Daran hätte ich sehen müssen, dass es zwischen uns nicht funktionieren konnte, aber ich war jung und dumm."
"Chartreuse? Ich weiß nicht einmal, was für eine Farbe das ist."
"Das ist ein helles Olivgrün", erklärte Jack. "Es ist die Farbe, die das menschliche Auge am besten wahrnimmt, wegen ihrem Platz im Farbspektrum." - Seite 42 (Genau sowas liebe ich! Diese Kleinigkeiten, die total cool sind! Herrlich!)

Skurriles Händchenhalten und Geheimnistuerei hin oder her, ich war gerne mit Jack zusammen und hatte auch nicht die Absicht, das zu ändern. Niemals! - Seite 46

"Ich bin ein echter Glückspilz", schwärmte er beim Gedanken an seine Frau, und ich wünschte, ich hätte auch jemanden, der mich so innig liebte und verehrte. - Seite 151

"Nichts kann ständig sexy und cool sein, schon gar nicht etwas Unsterbliches." - Seite 241

"Meine Erfahrungen mit Jungs beschränkten sich auf ein bisschen Geknutsche, ich hatte noch nie ein Auto gefahren und war über die Gegend um Minneapolis noch nicht hinausgekommen. Mein Vater hatte uns verlassen, als ich noch keine zwei Jahre alt war, und meine Mutter arbeitete, so lange ich denken konnte, von früh bis spät, um unseren beschiedenen Lebensunterhalt zu verdienen.
Ich wusste nichts vom Leben, und trotzdem war ich drauf und dran, alles aufzugeben für etwas, von dem ich nicht einmal genau wusste, was es war. - Seite 265

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987 Bibliotheken, 14 Leser, 17 Gruppen, 176 Rezensionen

dystopie, liebe, david, juna, virus

Das verbotene Eden - David und Juna

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur , 22.08.2011
ISBN 9783426283608
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung:
Ich bin ja wirklich niemand, dem das Cover eines Buches wichtig ist. Aber das von Das verbotene Eden hat mir leider gar nicht gefallen. David konnte ich ja noch was abgewinnen, obwohl ich die Pose total gestellt und sein Aussehen unpassend finde, aber Juna? Meiner Meinung nach hätte man das Cover viel einfallsreicher und schöner gestalten können. Aber dafür ist es innen ja um so schöner! Wenn man das Buch aufklappt sieht man eine wunderschöne Karte, die nicht nur zur Deko dort ist. Mir diente sie ebenfalls zur Orientierung an der Story und hat die Vorstellungen, die ich hatte ergänzt. Und nicht nur die Karte war schön gemacht: Vor jedem Teil, von denen es drei gibt, gibt es einen Brief aus der Zeit, in der die Welt zusammenbrach. Diese waren auf zerknitterten Papier geschrieben und allgemein wirklich schön gemacht.
Völlig begeistert wollte ich mich dann also ans lesen machen - doch leider haperte es. Ich bin ja wirklich ein Freund von vielen Beschreibungen, um sich die Umgebungen besser vorzustellen und so weiter, aber hier wurde es mir etwas zu viel. Wirklich gefesselt war ich Anfangs wirklich nicht, David und Juna lebten so vor sich hin und es fiel mir schwer am Ball zu bleiben. Auf die eigentliche Story und das Virus wird erst später richtig eingegangen, was ich ziemlich schade fand. Denn bei einer Dystopie ist für mich die Idee am wichtigsten - die ja schon mal der Hammer war. Obwohl es im Moment fast nur noch Dystopien auf dem Fantasy Markt gibt, ist es Thomas Thiemeyer gelungen etwas völlig neues und eigenes zu erschaffen. Später wurde allerdings mehr auf diese großartige Idee eingegangen und es wurde richtig spannend!
Ab der Mitte des Buches ist es wirklich fesselnd und gen Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Besonders die Liebe zwischen David und Juna hat mich berührt. Shakespears Romeo und Julia spielt eine wichtige Rolle in dem Buch, und auch David und Juna erinnerten mich an die beiden. Sie waren beide völlig verschieden, besonders zu Anfang, doch Thomas Thiemeyer gelang es wirklich gut, eine zarte Liebe, die man auch nachvollziehen konnte, zwischen den beiden zu spinnen.
Ich konnte mich mit beiden, David und auch Juna, gut identifizieren und ihre Taten nachvollziehen. Besonders beeindruckt hat mich Davids Wandlung in dem Buch, denn gegen Junas, die zwar auch eine ordentliche Wendung in Sachen Ansichten gemacht hatte, aber vom Wesen her gleich geblieben ist, ist sie enorm. Als das Buch begann, war er schüchtern und versteckte sich in seinem Schneckenhaus. Seine Ansichten waren großartig, doch er sagte kaum seine wahre Meinung. Das kehrte sich zum Ende ins komplette Gegenteil. Aus einem Jungen wurde ein Mann. Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gelungen. Sie wurden allesamt realistisch, aber auch kreativ vorgestellt und haben erneute Spannung in die Handlung gebracht.
Allgemein bin ich der Ansicht, das Thomas Thiemeyer alles gut darstellen konnte. Obwohl zwar eine Dystopie, war das Buch gut nachzuvollziehen, und das hat mir besonders gut gefallen. Es gelingt wirklich nicht jedem, alles so natürlich darstellen zu können wie es ihm gelang.
Selbstverständlich war auch sein Schreibstil entscheidend für das Buch. Er war gut zu verstehen, aber ich merkte bei Thomas Thiemeyer eine ganz besondere Begeisterung für Sprache, die man auch öfter im Inhalt selbst zu sehen bekommt. Ich musste mich nicht anstrengen, um alles zu verstehen, und doch hatte ich großes Lesevergnügen an der Ausdrucksweise des Autorens.

Fazit:
Obwohl das Buch sich erst später richtig entfaltet, und meiner Meinung nach das Potential noch nicht vollkommen genutzt wurde, hat es mir sehr gut gefallen. Eine ganz neue und eigene Dystopie, in der die Liebe wunderschön dargestellt wurde. Ich freue mich sehr auf den 2. Teil und hoffe, dass sich die Reihe noch steigern wird!

Zitate:
Es geht nicht um Schuld. Es geht darum, dass wir Menschen nicht dazu geboren wurden, eingeschlechtlich zu leben. Es war ein Unfall, ein Unglück - vermutlich selbstverschuldet. Manche sagen, es war eine Strafe der Götter, doch mit solche Äußerungen wäre ich vorsichtig. Wir sollten aufhören, die Verantwortung für unsere Handeln immer den Göttern aufs Auge zu drücken. - Seite 301

Keine Frage, die Kunst des Lesens war etwas, um das sie ihn beneidete. Was musste das für ein Gefühl sein, in fremde Welten einzutauchen, nur mit den Augen und durch das Zusammensetzen einiger kryptischer Zeichen? Buchstaben wurden zu Worten, Worte zu Sätzen, und auf einmal befand man sich in einer fremden Stadt oder in einem fremden Land. Ganze Welten ließen sich so binnen eines Wimpernschlags durchqueren. Juna spürte, welche Macht bedrucktes besaß, welche Möglichkeiten, aber auch welche Versuchungen. Es war so schön. Man konnte Abenteuer erleben, in ferne Gebiete reisen, an der Seite großer Heldinnen in die Schlacht ziehen - und etwas über die Liebe erfahren. - Seite 259/260

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

flynn meaney, lustig, vampir wegen dir, jugendbuch, schule

Vampir wegen dir

Flynn Meaney , Tanja Ohlsen
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei INK, 04.08.2011
ISBN 9783863960087
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss sagen, dass ich nicht mit besonders hohen Ansprüchen an dieses Buch gegangen bin. Die Geschichte erschien mir ganz witzig, aber nicht furchtbar spannend. Tatsächlich steckt dann doch einiges mehr drin, als es zuerst scheint, denn Finbar hat als Protagonist einfach überzeugt! Man kann sich sehr gut mit ihm identifizieren, und die Beziehung zwischen Ihm und Kate, aber besonders die Beziehung zu sich selber macht das Buch zu einem völlig anderem Erlebnis. Die Geschichte an sich wäre wohl so wie ich es mir gedacht hatte - nett, kein Muss, nach den ersten 100 Seiten dann öde. Als ich dann allerdings die ersten Seiten durchblätterte, begann sich meine Meinung zu ändern. Vampir wegen dir ist von Anfang an spannend und unterhaltsam. Durch witzige Anekdoten wird uns Finbar vorgestellt. Dieser ist ein durchschnittlicher Loser, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Er hat eine ausgebildete Frauenseite, die öfters zum Vorschein kommt. Manchmal etwas zu sehr, denn ich konnte immer deutlich spüren, dass hier eine Autorin am Werk war, was mir dann doch zu viel wurde. Zeitweise wurde Finbar so also leicht unrealistisch, denn niemand bildet ungewollt so ein Wissen über die typischen Lieblingssendungen einer Frau, aber immer in seinen Handlungen gut nachvollziehbar. Er hat einen gut durch die Geschichte geleitet, denn obwohl Geschichten, die zu völlig verschiedenen Zeitpunkten geschehen waren, teilweise miteinander vermischt waren, war man nie verwirrt und kam immer gut mit. Das lag wohl auch am Schreibstil, der zwar nicht besonders herausragend war, aber sehr solide und flüssig. Mir war wirklich kein einziges mal bei diesem Buch langweilig! Obwohl ich nicht gerade auf die Folter gespannt wurde, wusste die Autorin wirklich den Leser zu fesseln. Ich kann nicht genau sagen, was mich dazu brachte, das Buch so zu verschlingen, aber irgendwas hat mich einfach am Ball bleiben lassen.

Fazit:
Ein Buch, dass auf erfrischend neue Weise auf den Vampir-Hype eingeht. Durch Wortwitz, den sympathischen Protagonisten und die kreative Idee wurde das Buch zu einem Lesevergnügen, bei dem die Seiten nur so wegblätterten. Es ist definitiv kein Meisterwerk, aber ich wurde für einige Stunden gut unterhalten. Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht und kann von einem Kauf definitiv nicht abraten!

Zitate:
>> Meine Mutter verfolgte einen langfristigen Plan, um mich zu trösten und mein Selbstwertgefühl zu steigern. Sie versteckte Zettel in meiner Wäsche und unter meinem Kopfkissen, die mir schmeicheln sollten. Auf dem ersten Zettel, an meinen Boxershorts, las ich, "Jedes Mädchen kann sich glücklich schätzen, dich zu bekommen." Andere Zettel versicherten mich meines Aussehens und irritierenderweise meines Sex-Appeals. Wer auch immer meiner Mutter den begriff Hengst beigebracht hatte, sollte gerichtlich belangt werden. <<

>> Wie konnte sie es wagen? Ich war kein Vampir! Ich war nicht alt! Ich war nicht gruselig! Und auch kein Mörder! Und was noch wichtiger ist: Ich würde nie ein Cape tragen! <<

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524 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 19 Rezensionen

klassiker, jugend, usa, new york, erwachsenwerden

Der Fänger im Roggen

J. D. Salinger ,
Fester Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 01.01.2003
ISBN 9783462032185
Genre: Klassiker

Rezension:

Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob dies nun wirklich das Buch ist, was ich gelesen hab (mein Cover sah ganz anders aus), aber ich würde meine Rezension gerne veröffentlichen und deswegen tue ich es halt hier.

Der Fänger im Roggen ist eines dieser Bücher, wo mich der Protagonist mehr beeindruckt hat als die Geschichte an sich. Denn diese würde ich jetzt nicht als kreatives Meisterwerk, sondern schlicht als "gut" bezeichnen. J. D. Salinger hat sich, nachdem Holden aus der Pency abgehauen war, immer wieder neue Dinge einfallen lassen, wo es Holden hinschlagen könnte. Doch trotzdem hat mich die Handlung an sich nicht gefesselt. Es war Holden, der mich dazu gebracht hat, weiter zu lesen. Denn obwohl er ein ziemlicher Idiot ist, hat er Gedankengänge, die meinen sehr ähnlich sind, obwohl ich das wahrscheinlich teilweise nie zugeben würde. Er ist durchgehend ehrlich, zwar nicht zu anderen, dafür aber zu sich selbst und durchschaut sich so gut, wie es sonst kaum jemandem gelingt. Man ist eigentlich das ganze Buch durchgehend alleine mit ihm und seinen Gedanken, und gerade das hat mir so gut gefallen. Seine Ansichten sind einfach interessant. Immer mal wieder kommen ein paar andere Personen ins Spiel, die ich allesamt gut gestalten und interessant fand. Sie haben neue Gespräche und Gedankengänge angeregt. Alles in allem fand ich die Charaktere durchgehend gut gelungen.
Den Schreibstil empfand ich als flüssig und gut lesbar, er hat mich gut durch die Geschichte gebracht, obwohl ich manchmal nicht ganz so gefesselt war. Ein wenig gestört hat mich allerdings die Übersetzung. Ich mag es, wenn man gar nicht merkt, dass es eine Übersetzung ist, da könnte, von mir aus, die Satzstellung auch total anders sein. Hier wurde allerdings so auf die Genauigkeit geachtet, dass es total gestellt wirkte. So konnte ich mich nicht ganz wohl in dem Buch fühlen, denn wenn man es mal mit der englischen Originalausgabe vergleicht, wirkt es einfach nicht so, wie es eigentlich sollte.

Fazit:
Ein beeindruckendes Werk, was ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Nicht um der Geschichte, sondern um seinen Protagonisten willen. Mir hat es außerordentlich gefallen.

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1.228 Bibliotheken, 16 Leser, 12 Gruppen, 153 Rezensionen

liebe, fantasy, gabe, beschenkte, katsa

Die Beschenkte

Kristin Cashore , Irmela Brender [Übers.]
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.08.2009
ISBN 9783551582102
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gleich auf den ersten Seiten spürte ich diese vertraute, so geliebte Fantasystimmung.
Man konnte sich schnell in die Story einlesen, obwohl die ganzen Länder- und Königsnamen mich anfällig etwas verwirrt haben. Die Karte hat einem allerdings geholfen, sich zurecht zu finden und war für mich ein weiteres Highlight in diesem Buch.
Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Die Story von speziellen Gaben hab ich zwar schon einmal gelesen, doch es hatte etwas eigenes.
Ich habe den Schreibstil von Kristin Cashore als sehr angenehm empfunden, während sie mich durch die etwas komplizierten ersten 50 Seiten geführt hat. Als ich einmal in der Geschichte drinnen war, fiel es mir noch um einiges leichter. Der Schreibstil ist flüssig und Kristin Cashore weiß sich auszudrücken, die Spannung war eigentlich die ganze Zeit über anwesend.
Die Charaktere fand ich sehr glaubwürdig dargestellt. Katsas grobe Art war völlig verständlich, nachdem man ihre Geschichte kannte. Der Rest der Charaktere sind teilweise etwas einfach gestrickt, ziemlich flach und leider grauenhaft schlecht vertreten. Ich fand einige Personen wirklich interessant, doch leider wurde kaum etwas über sie verraten.
Doch die Undurchschaubarkeit des 2. Protagonisten, Bo, hat das wieder wett gemacht und ich war froh, nicht ganz allein mit Katsa zu sein.
Einzig und allein die stoische Art eines kleinen Mädchens, dass im späteren Verlauf des Buches eine große Rolle einnimmt, hat mich ziemlich verwundert. Denn obwohl das wohl einfach ihr Charakter war, fand ich es an einigen Stellen dann doch ziemlich unglaubwürdig, doch ich möchte nicht zu viel verraten.

Fazit:
Mich hat dieses Buch sehr begeistert, das Gesamtpaket stimmt einfach! Ich würde es auf jeden Fall an jeden weiter empfehlen, der mit Fantasy etwas anfangen kann.

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familie, welten, mystisch, tor, herrschaft

Die Steinprinzessin

Jörg Kastner , Corinna Kastner
Fester Einband: 357 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter
ISBN 9783800029808
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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119 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, magie, skulduggery pleasant, skelett, derek landy

Skulduggery Pleasant - Rebellion der Restanten

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Loewe, 04.10.2011
ISBN 9783785571309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich hörte, dass es inzwischen den 5. Band der Skulduggery Pleasant-Reihe in den Läden steht, bin ich sofort los gerannt und habe ihn mir geholt. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch dann durchgelesen, und zwar mit einem gemischten Gefühl. Als ich Rezensionen bei Amazon überflog, las ich Folgendes raus: "Der beste Teil der Reihe!". Zum einen war es wirklich großartig, so großartig wie immer, zum anderen war ich ein wenig geschockt. Obwohl dort öfter mal jemand stirbt, fand ich diesen Teil ungewohnt brutal. Selbst nach längerem zählen könnte ich die Anzahl der Menschen, die sterben, nicht nennen. Die Tode waren zwar durchaus realistisch, doch von Skulduggery Pleasant war ich es einfach nicht gewohnt. Und es hat mir ehrlich gesagt ohne die Massaker besser gefallen.
Mit Derek Landys Schreibstil, der flüssig und locker ist, wurden allerdings sogar diese Massaker halbwegs erträglich, denn er schreibt so spannend, das ich mich besonders gegen Ende nicht von der Geschichte losreißen konnte. Und, ich muss es einfach betonen: Ich finde ihn einfach zum Schreien komisch. Mir passiert es leider selten, dass ich bei einem Buch wirklich lache, sondern eher grinsen muss, doch bei diesem Buch brach ich wirklich alle 10 Seiten in Lachen aus. Die Gespräche zwischen Skulduggery und Walküre sind jedes mal ein Fest und ich wälze mich im sprühenden Sarkasmus.
Allerdings wurde ich in Sachen Stil auch positiv überrascht: Endlich spielt die Romantik auch eine Rolle! Es ist einfach schön zu lesen, wenn sich die Charakter, die man über 4 Bücher lieben gelernt hat, endlich mal die Hufe schwingen und jemandem ihre Liebe gestehen. Im Nachhinein finde ich es gut, dass es so gelaufen ist, denn es passte zu meinen wertgeschätzten Charakteren.
Apropos Charakter. Es gab in diesem Buch unheimlich viele neue Charaktere, was mich anfangs etwas verwirrte. Es fiel mir sowieso schwer, mich richtig hineinzufinden, da der Abstand zwischen dem letzten Teil so lang war und ich viel vergessen hatte, und dann kamen noch ein Dutzend neue Personen dazu, die die Protagonisten schon Ewigkeiten kannten, mir aber gerade erst vorgestellt wurden. Ein weiteres Hindernis waren natürlich die ungewöhnlichen Namen, die mir weitere Schwierigkeiten bereiteten. Trotzdem fand ich die neuen Charakter schön, denn sie peppten die Story auf und waren zugleich sehr sympathisch.
Zu den Protagonisten ist nicht viel zu sagen. Sie haben sich seit dem letzten Buch nicht viel verändert, was ich gut finde, denn ich liebe die Arroganz von Skulduggery, die Kühle von Walküre, Taniths lockere, offene Art und Grässlich Kratzbürstigkeit. Nebencharakter haben es geschafft, fest in die Handlung verstrickt zu werden, zum Beispiel Flechter Renn, der inzwischen gerade zu an Walküre klebt.
Das Ende könnte nicht offener sein und ich bete wirklich, dass es nicht so bleibt, wie es im Moment ist! Es würde mir das Herz brechen. Allerdings will ich nicht spoilern, obwohl es mir wirklich auf der Zunge legt.

Fazit:
Ich bin einfach verrückt nach dieser Reihe, und obwohl sie etwas ihre Richtung eingeschlagen hat, ist sie unverändert gut. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin froh, dass noch kein Ende zu sehen ist!

Zitat:
Sie runzelte die Stirn. "Fahren wir nicht zurück und knöpfen ihn uns vor?!
"Wen? Tesseract?", fragte Skulduggery zurück. "Du liebe Güte, nein."
"Aber ich darf davon ausgehen, dass er Handschellen trägt. Du hast ihn doch besiegt, oder?"
"In moralischer Hinsicht, ja, insofern dass er ein Killer ist und ich nicht, aber abgesehen davon, nein, nicht wirklich."

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235 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

magie, fantasy, skelett, skulduggery pleasant, zauberer

Die Diablerie bittet zum Sterben

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.06.2009
ISBN 9783785560020
Genre: Fantasy

Rezension:  
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213 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

magie, skulduggery pleasant, fantasy, detektiv, skelett

Skulduggery Pleasant - Sabotage im Sanktuarium

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.09.2010
ISBN 9783785570777
Genre: Jugendbuch

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314 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

magie, fantasy, skulduggery pleasant, skelett, detektiv

Skulduggery Pleasant - Das Groteskerium kehrt zurück

Derek Landy , Ursula Höfker (Übersetz.)
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.06.2008
ISBN 9783785560013
Genre: Fantasy

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skelett, magie, fantasy, detektiv, skulduggery pleasant

Skulduggery Pleasant - Der Gentleman mit der Feuerhand

Derek Landy , Ulla Höfker (Übersetz.)
Fester Einband: 343 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.09.2007
ISBN 9783785559222
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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dystopie, endzeit, seuche, epidemie, zukunft

Ashes, Ashes

Jo Treggiari , Dorothee Haentjes
Fester Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 08.07.2011
ISBN 9783760784717
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was bei einer Dystopie wohl mit am wichtigsten ist, ist die Idee. Und die fand ich wirklich gut! Es war interessant, als die Autorin kreativ über die Eigenarten der Kreinheit berichtete und wie die Welt nun aufgebaut war. Die Naturpatastrophen wirkten realistisch und das Szenario im Allgemeinen wirkte zusammen ein düsteres Bild.
Der Schreibstil war in Ordnung. Den Wechsel zwischen den 5-Zeilen-1000-Komma-Sätzen und denen, die nur 3 Wörter lang waren fand ich anstrengend und die andauernden Fragezeichen wirkten etwas übertrieben, so dass ich mich dauernd gefragt habe, warum die Charaktere denn immer schreien.
Teilweise fand ich es etwas schwer dem Inhalt zu folgen, gerade bei reinen Textpassagen. Die genauen Beschreibungen fand ich bei dem Thema Epidemie sehr spannend und sehr kreativ, ansonsten war es allerdings auf Dauer ziemlich dröge und ich habe mich öfter erwischt, wie ich ganze Seiten zwar gelesen, aber nicht wirklich aufgenommen habe.
Es dauerte eine Weile bis ich rein kam (das erste Kapitel handelte wirklich ausschließlich davon, wie man eine Schildkröte ordentlich zerlegt und kocht), doch als ich dann etwas mehr gelesen hatte konnte ich der Geschichte ziemlich gut folgen. Wirklich spannend fand ich es nicht, da die Andeutungen, die gemacht wurden mehr verraten haben, als sie eigentlich sollten, was die Charaktere allerdings als wirklich mysteriös empfanden.
Mich hat er der Humor überrascht, es gab einige Szenen bei denen ich wirklich herzhaft lachen musste.
Die Charaktere an sich fand ich schön beschrieben, das Aussehen konnte ich mir bildlich vorstellen und die Charaktereigenschaften fand ich ebenfalls nett. Das Problem dabei war nur: Sie haben sich leider kaum so verhalten. Die Lage war sehr ernst und sie mussten sich natürlich so verhalten, doch trotzdem beschrieb die Autorin die Personen immer ganz anders und irgendwie wusste Lucy immer sehr gut über die Menschen bescheid, obwohl sie sie erst einige Stunden kannte.
Lucy an sich fand ich ein wenig unfreundlich und ziemlich aggressiv, was man aber nachvollziehen konnte. Zeitweilig war sie etwas anstrengend, aber völlig in Ordnung, da habe ich weitaus unsympathischere Hauptcharaktere kennengelernt. Ich konnte mich recht gut mit Lucy identifizieren.
Die Liebesgeschichte, die sich dort beschrieben wurde, könnte eigentlich sehr schön sein. Aus anfanglicher Abneigung wurde Liebe. Allerdings passierte hier dies nicht langsam und vorsichtig, sondern total abrupt von der einen Seite auf die Nächste. Außerdem war das alles so absehbar. Es wirkte alles zu unnatürlich, als dass ich wirklich darin versinken könnte. Die Komplikationen wirkten ebenfalls etwas gestellt, besonders im Vergleich zu den Katastrophen, die nebenbei passierten.
Das Ende fand ich eigentlich sehr schön. Man konnte sich noch so einiges ausmalen und für so ein düsteres Buch war eigentlich alles sehr positiv gestimmt. Ich persönlich fand das schön, abr das ist ja Geschmackssache.

Fazit - Schlusswort:
Mir persönlich hat es ganz gut gefallen. Eine kreative Idee, die wohl echte Dystopie Fans gut finden werden, aber jeder andere im Allgemein zu fad finden wird. All zu schlecht fand ich es nicht, aber umgeworden hat es mich ebenfalls nicht. Für mich bewegt sich das Buch im grauen Mittelfeld.

Zitat:
>> Wieder dachte sie darüber nach, was er ihr während des Tanzes hatte sagen wollen. "Lucy, du bist wirklich ...", hatte er geflüstert. Wirklich was denn? Wirklich merkwürdig? Wirklich ungeschickt? Wirklich schlecht gestylt?!
Oder etwa - wirklich umwerfend? Das war zwar grundsätzlich möglich - aber nicht gerade wahrscheinlich. <<

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1.006 Bibliotheken, 8 Leser, 14 Gruppen, 171 Rezensionen

dystopie, neva, liebe, rebellion, zukunft

Neva

Sara Grant , Kerstin Winter
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.03.2011
ISBN 9783426283486
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine weitere Dystopie die ich gelesen habe. Wieder eine, die mir gut gefallen hat. Die Idee, die für mich das wichtigste bei einer Dystopie ist, fand ich sehr interessant. Deswegen hat es mich so enttäuscht, dass leider kaum darauf eingangen wurde. Das hätte das Buch viel anregender gemacht, da ich gerade bei Dystopien so mag, dass man über seine Eindrücke nachdenken kann.
Der Schreibstil von Sara Grant war sehr flüssig. Die ersten 30 Seiten war ich zwar verwirrt, da bestimmte Begriffe nicht wirklich erklärt wurden, doch ich kam gut voran, und meine Verwirrung legte sich. Die Spannung beginnt schnell und bleibt dann über das ganze Buch hinweg, ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.
Außerdem hat mir der jugendliche Stil von Sara Grant gut gefallen. Sie hat ihre noch jugendliche Charaktere sehr realistisch dargestellt, was nun wirklich nicht jedem gelingt. Sie waren nicht übertrieben lässig, aber auch nicht so erwachsen.
Die Charaktere waren alle sehr fantasiereich. Jeder war einzigartig und hatte etwas besonderes. Allerdings hat mir die Tiefe gefehlt, ich fand die Charaktere konnten manchmal sehr schnell über die harten Schicksalsschläge hinweg kommen, aber die Emotionen wurden im großen und ganzen ganz gut rüber gebracht.
Die Hauptperson, Neva, fand ich ganz in Ordnung. Mit ihren Taten war ich ganz und gar nicht einverstanden, und obwohl sie behauptete, so schreckliche Schuldgefühle zu haben, ließ sie sich davon nicht abbringen. Sie wurde mir dann allerdings später durch ihre Entschlossenheit sympathisch und ich konnte mich schließlich doch mit ihr anfreunden.
Das Ende ist offen, und obwohl ich inzwischen glaube, dass es kein 2. Teil geben wird, würde ich mich über einen freuen. Vielleicht aus der Sicht von Sanna?
Fazit:
Trotz der unbestreitbaren Mängel fand ich das Buch gelungen. Ich mag Dystopien grundsätzlich sehr gerne und bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Allein um mir eine eigene Meinung dazu bilden zu können.

Zitat:
"Die Protektospäre bringt uns um", platzt Sanna heraus. Jemand schnappt hörbar nach Luft. Noch keiner hat es gewagt, so etwas laut auszusprechen. Wenn ich doch auch so mutig wäre!

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