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221 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

thriller, psychothriller, berlin, puppe, max bentow

Das Porzellanmädchen

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442205110
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht´s?
Mit 16 wird Luna von einem Psychopathen entführt und mehrere Tage auf dem Dachboden eines einsamen Hauses gefangen gehalten. Nur knapp kann sie ihrem Peiniger entkommen, dieser wird jedoch nie gefasst.

Heute, 12 Jahre später, ist Luna eine gefeierte Bestseller Autorin. Ihr Genre: Horror. Für die Recherche zu ihrem neuen Roman, mietet sie sich in ein leerstehendes abgelegenes Haus ein. Gesellschaft leistet ihr Leon, der 15jährige Sohn ihrer besten Freundin, auf den sie einige Wochen aufpassen muss.

Schnell wird klar, dass es sich bei dem Haus um den Ort Lunas früherer Gefangenschaft handelt. Doch warum tut sich die junge Autorin das an? Als Leon heimlich beginnt in Lunas Manuskript zu lesen, kommen dem Jungen Zweifel an Lunas Geisteszustand.

Happy Hour- ein Buch gekauft, zwei gekriegt
So passiert es, dass der Leser auf zwei Ebenen mitfiebert. Er liest die "reale" Geschichte von Luna und dazu noch ihr Romanmanuskript. Dieses ist noch spannendender als die eigentliche Geschichte, es ist ein einziger Horrorroman. Da Luna mit ihrem Buch ganz offensichtlich versucht, die schrecklichen Ereignisse aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, verschwimmen beide Geschichten miteinander und der Leser weiß nicht mehr ob Luna nun das arme Opfer oder selber eine Psychopathin ist. Weil ich das aber unbedingt wissen wollte, habe ich mir zwei halbe Nächte "um die Ohren geschlagen" und gebe hiermit eine ganz klare Kaufempfehlung ab.

Wo steckt eigentlich Nils Trojan?

Ganz ehrlich, mir ist erst nach dem ersten Drittel des Buches aufgefallen, dass es sich bei  diesem Roman gar nicht um einen weiteren Band der Nils Trojan Reihe handelt, weil ich die Handlung von Anfang an so spannend und temporeich fand.

Ist das Buch was für schwache Nerven?
Ganz ehrlich-NEIN. Das, was der kleinen Luna in ihrer Kindheit passiert ist, geht schon an die Nerven. Ihr Manuskript ist wirklich ein Horrorroman und die eigentliche Geschichte ist dazu auch noch unglaublich spannend. Damit würde ich "Das Porzellanmädchen" nicht ins Krimiregal stellen sondern wirklich in die Ecke zwischen Thriller und Horror.

Chucky die Mörderpuppe
Das liegt übrigens auch daran, dass eine Puppe in dem Buch eine große Rolle spielt. Ich persönlich finde Clownpuppen ganz besonders gruselig, aber spätestens seit dem Film "Chucky die Mörderpuppe" wissen wir doch alle, dass man um Puppen einen großen Bogen machen sollte, oder? ;-)

Und sonst so?
Das Porzellanmädchen kommt mit sehr wenigen Protagonisten aus, was ich sehr angenehm weil übersichtlich fand. Luna, junge Autorin, fand ich sehr sympathisch auch wenn man sich ja während des Verlaufes der Geschichte nicht mehr ganz sicher war, mit wem man es nun wirklich zu tun hat.

Max Bentow ist es gelungen, die unheimliche und bedrückende Atmosphäre über das gesamte Buch aufrecht zu erhalten. Sein einfacher Schreibstil mag einigen Lesern nicht gefallen, mir gefällt er. Schließlich will ich unterhalten werden und leicht in die Geschichte eintauchen. Der Spannungsbogen hält sich durchgehend vom Prolog bis zum Epilog.

Der Autor
Max Bentow, Jahrgang. 1966, war nach seinem Schauspielstudium zunächst auf verschiedenen Bühnen als Schauspieler zu sehen, bevor er erfolgreich als Dramatiker arbeitete. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang dem Berliner auf Anhieb mit seinen Nils Trojan Romanen. Weitere sollen folgen.Wer mehr über den Autor und seine Bücher erfahren möchte, schaut mal auf seiner Seite www.max-bentow.de nach.

Das Buch
 Das Porzellanmädchen ist am 17.07.2017 im Goldmannverlag erschienen. Als Paperback kostet es 15 Euro. Ihr bekommt es zum Beispiel direkt hier. Für euren kindle könnt ihr es für 11,99 Euro runterladen. Das Buch ist 384 Seiten lang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tags: horro, thriller   (2)
 

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55 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

hund, bailey, ein hund fürs leben, herzerwärmend, reise

Bailey - Ein Freund fürs Leben

W. Bruce Cameron , Edith Beleites
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453504011
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt
In seinem ersten Leben wird Bailey als Streuner geboren. Zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern und vernab von Menschen schlägt sich die kleine Hundefamilie selber durch. Bis sie in die Obhut der netten "Senora" kommen, die eine kleine pirvate Hundeauffangstation betreibt und herrenlosen Straßenhunden ein besseres Leben bieten will.

Hier fügt sich Bailey in ein großes Rudel ein, verliebt sich in die bezaubernde Coco und lernt,sich dem Leithund Rotti unterzuorden. Er findet seine Stellung im Rudel und eigentlich geht es ihm richtig gut, bis der böse Spikey auftaucht und die friedliche Rudelstruktur auseinanderbricht. Als die "Senora" auch noch gezwungen wird, ihre Hundeauffangstation zu schließen, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Bailey landet in einer Tötungsstation und teilt das traurige Schicksal vieler Straßenhunde, er wird vergast. 😭

In seinem zweiten Leben erinnert sich der kleine Welpe an sein unabhängiges Leben als Streuner und den Duft der Freiheit. So flieht er wenige Wochen nach seiner Geburt aus einem lieblosen Vermehrerzwinger und landet schließlich bei dem 9jährigen Ethan "seinem Jungen". Die beiden gehen zusammen durch dick und dünn und Bailey darf ein sorgloses Leben als behüteter und geliebter Familienhund führen. Gemeinsame Sommer bei Grandma und Grandpa auf dem Land, viele zwei und vierbeinige Freunde und ein sicheres Zuhause. So begleitet Bailey "seinen Jungen" durch die Kindheit. Er ist an seiner Seite als sein Junge sich zum ersten Mal verliebt, als er die Highschool beendet und bei all seinen Footballspielen sitzt er am Spielfeldrand und schaut zu. Und Bailey hatte eine Aufgabe, "seine wichtigste Aufgabe im Leben" (S. 160) war es, seinen Jungen zu beschützen und glücklich zu machen. Als er in hohem Hundealter im Kreise seiner Familie einschläftert, hat er seine Mission erfüllt-denkt er zumindest.

Um so überrraschter ist Bailey als er ein weiteres Mal als Welpe erwacht. Und als wäre das nicht genug, wird er zu seiner Schande auch noch als Hündin geboren. Beschenkt mit den Erfahrungen aus seinen früheren Leben fällt der kleine Welpe einem Polizisten auf, der ihn als Suchhund ausbildet. So manchem Menschen rettet der tapfere Hund das Leben, er liebt seine "Arbeit",und stirbt nach einem langen Leben als glücklicher Hund. Seinen Freund "den Jungen", hat er allerdings nie vergessen.

Sehr erstaunt und nicht gerade glücklich erblickt Bailey zum vierten Mal das Licht der Welt. Hat er seine Aufgaben denn nicht endlich erfüllt. Was soll er denn nun noch machen? Zunächst kommt er als unbedachtes Geschenk zu einer mit ihm völlig überforderten Frau. Diese bringt ihn auf einem Trailerpark unter wo er eine unglückliche Zeit an der Ketter verbringen muss bis er schließlich ausgesetzt wird. Und dann passiert das ungeheuerliche. Bailey kennt sich aus, er erinnert sich und findet schließlich Ethan "seinen Jungen" wieder. Dieser ist inzwischen ein alter einsamer Mann geworden. Endlich versteht Bailey, warum er ein weiteres Mal geboren wurde. Er muss seinen Jungen glücklich machen. Und Bailey weiß genau was zu tun ist...

Persönliche Meinung
Nachdem wir den Kinofilm ja alle nicht gesehen haben, weil während des Drehs Deutsche Schäferhunde zu verschiedenen Stunts gezwungen worden sein.sollen und mehrere Tierschutzorganisationen zum Boykott des Films aufgerufen haben, habe ich wenigstens das Buch gelesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Autor beim Schreiben seines Romans, welcher sich auch inhaltlich deutlich vom Film unterscheidet, wie ich gehört habe, keine Hunde gequält, genötigt oder geärgert hat. Und ausserdem ist Lesen ist ja sowieso viel schöner als Filme gucken.

Als ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe, habe ich mich ein bisschen gefühlt wie als Kind beim Bambi gucken (der Zeichentrickfilm von Walt Disney, für die jüngeren unter euch, nicht die Verleihung des Filmpreises). Ich wusste, es folgt eine schöne Geschichte mit herzzerreißenden Momenten und vielen Tränen. Dieses mumlige Gefühl war allerdings (fast) unbegründet. Zugegeben ein Tränchen kullerten schon an so mancher Stelle, doch im Großen und Ganzen ist es dem Autor gelungen, Baileys Geschichte immer sehr positiv zu erzählen. Und das hat mir schon mal sehr gut gefallen. Selbst den Tod und das Sterben hat der Autor aus Hundesicht als friedlich und erlösend dargestellt hat.

Ich fand es toll, ein bzw. mehrere Hundeleben mal aus Hundesicht zu erleben. Und wie unterschiedlich ein Hundeleben doch sein kann. Familienhund, Streuner oder berufstätiger Hund bei der Polizei, auch für unsere Vierbeinigen Freunde gibt es mehrere Lebensentwürfe. Nur dass sie sie selbst kaum beeinflussen können. Wir Menschen bestimmen, was der Hund für ein Leben führt."..langsam begriff ich, dass das Leben viel komplizierter war..... Auch dass es letztenendes von Menschen bestimmt wurde und nicht von Hunden." (S. 135)

Dass der Autor sich offensichtlich auf dem Gebiet der hündischen Kommunikation/Verhaltensweisen und den Geflogenheiten eines Hunderudels schlau gemacht hat, kommt dem Buch ebenfalls zu Gute und macht das Lesen zu einem noch größeren Vergnügen. Besonders die Beschreibungen zum Rudelverhalten aus der Sicht des kleinen Welpen haben mir sehr gut gefallen. Schön war auch zu erleben, wie aus dem kleinen schüchternen Bailiey von Leben zu Leben ein selbstbewußter und erfahrener Hund wird. Man Hund lernt eben dazu. Denn Bailey erinnert sich an seine frührere Leben und ist sich seinen Wiedergeburten bewußt. "Da kam mir schlagartig zu Bewußtsein, dass ich wieder ein Welpe war" (S. 194). Und manche Dinge wiederholen sich in jedem Hundeleben. Jedesmal muss Bailey zu einem" freundlichen Mann" auf einen "kühlen Tisch" auf dem er einschläft und jedes Mal wacht er mit einem "albernen Kragen" um den Hals und einem unangenehmen Brennen zwischen den Beinen wieder auf.

Wer übrigens ,wie ich, in der Danksagung am Ende des Buches eine klebrig schwülstige Hommage an einen längst verstorbenen Hund erwartet, der wartet vergebens, aber nicht umsonst. Stattdessen zieht der Autor nämlich den Hut vor den vielen Männern und Frauen, die im Tierschutz arme, herrenlose Hunde retten und ihnen helfen ein neues Zuhause zu finden.

Zusammenfassend kann ich sagen: Baileys Geschichte geht ans Herz. Sie ist lustig, rührend, manchmal traurig aber immer positiv. Ich kann das Buch nur jedem Hundefreund wärmstens empfehlen. Nach dem Lesen werdet ihr euren Hund noch mehr lieben. Glaubt mir!

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Tags: herzerwärmend   (1)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fremde geliebte, genf, hundeflüsterer, isabelle, berlin

Fremde Geliebte

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 31.01.2017
ISBN 9781542741446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Terrorwarnung, eine Dopingmethode die Menschen nicht nur leistungsfähiger sondern auch agressiver macht, Berlin, Barcelona, Genf und Nepal, exzentrische Figuren, Liebe und Schmerz und natürlich Hunde. Das sind die Zutaten des neuen Thrillers um den Hundeflüsterer und ehemaligen BND Agenten David Stein. Und die Mischung ist mehr als gelungen.

Zum Inhalt
Pieter Ahrens, deutscher Konsul in Barcelona und Mitarbeiter des BND, verschwindet spurlos von der Fähre, auf der er zusammen mit seiner Frau die Heimfahrt von einer Urlaubsreise angetreten hat. Kurz vor seinem Tod entdeckt er eine rätselhafte Nachticht auf dem gemeinsamen Computer. Beunruhigt informiert er seinen alten Freund David Stein.

Dieser befindet sich gerade in Nepal. Dort versucht er bei einem tibetischen Mönch Frieden zu finden und den Verlust seiner geliebten Layla zu verarbeiten. Doch David Stein wäre nicht David Stein, würde er dem Anruf seines Freundes nicht nachgehen. Was ist mit sieben Hornissen gemeint, die..."..in deutschem Blut.waten..." sollen? Und vor allem: wo sollen diese Zuschlagen? Auf der Suche nach des Rätsels Lösung führt in sein Weg über Genf nachBarcelona und schließlich zurück nach Berlin. Hier beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Schließlich gilt es einen Terroranschlag zu verhindern.

Persönliches Fazit
Nach dem völlig offenen und spannenden Ende des letzten Bandes aus der David Stein Reihe, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten. Der Leser trifft viele "alte Bekannte" wieder, wie z.B die empathielose IT-Expertin Robyn oder die exotische Aisha mit ihrem Falken. Überhaupt begegneten mir in der Geschichte viele interessante Figuren, manche von Grund auf Schlecht, manche einfach nur durch das Leben gezeichnet, die meisten sympathisch, aber keine langweilig.

Wie bei allen fünf Stein Bänden erinnert mich auch dieser hier wieder ein bisschen an James Bond, was ich besonders liebe und wie es sich für einen guten Agentthriller doch eigentlich auch gehört. Der skrupellose Arzt, der es mit einer neuen Dopingmethode schafft, menschliche Hemmungen aufzulösen und den Killerisntinkt zu wecken, hat mir besonders gut gefallen. Ebenso die kurzen Exkurse ins Hundetraining. Wieder helfen David seine Fertigkeiten als Hundeflüsterer bei der Bekämpfung von Verbrechen.

Die Geschichte lässt sich super lesen. Es gibt nicht zuviele Handlungsstränge, durch die am Ende keiner mehr durchblickt. Im Gegenteil. Der Leser kann der Geschichte sehr gut folgen. Sie ist dennoch fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite und nimmt am Ende sehr an Tempo zu. Von mir aus hätte sie noch 200 Seiten länger sein können. Der einzige Kritikpunkt den ich habe, ist der Bezug zum islamischen Terror. Dieser war mir einfach ein wenig zu plump.

Zusammenfassend kann ich sagen, das Fremde Geliebte das unterhaltsamste Buch ist, dass ich seit langem gelesen habe. Und ich lese viel! Ehrlich gesagt warte ich nun auf die Verfilmung. Bis dahin wünsche ich mir, das Barbara und Christian Schiller ganz schnell den nächsten Fall für den Hundeflüsterer zusammenschreiben.




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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

finanzkrise, non-profit-organisation, familie, heyne verlag, kampf gegen kohlemagnaten

Anklage

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2016
ISBN 9783453438422
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt
Samantha Kofer arbeitet als erfolgreiche Anwältin bei einer der größten Immobilienkanzleien der Welt als sie, als Folge der Lehmann Pleite, von heute auf morgen auf der Straße steht. Ihre Firma bezahlt weiter ihre Krankenversicherung und verspricht ihr eine Wiedereinstellung nach einem Jahr, wenn Sie in dieser ohne Gehalt bei einer Non-Profit-Organisation arbeitet.

Es verschlägt Samantha von New York nach Brady, einem kleinen verschlafenem Ort in Virginia. Dort soll sie sich in der Mountain Law Clinic-einer Beratungsstelle für kostenlosen Rechtsbeistand-um die Anliegen mittelloser Bürger kümmern. Für die junge Anwältin, die bisher nur für finanzkräftige Klienten Akten gewälzt hat und noch nie in einem Gerichtssaal stand unvorstellbar. Doch schnell merkt sie, wie sehr ihre Arbeit hier gebraucht wird. Ihren neuen Klienten geht es nicht darum aus viel Geld noch mehr Geld zu machen, ihnen geht es um ihre Existenz.

Die Menschen in Brady leben vom Kohleabbau und sind den einflussreichen Kohleunternehmen gnadenlos ausgeliefert. Viele von Ihnen erkranken an der sogenannten Staublunge. Doch es ist unmöglich für die "kleinen Arbeiter" ohne Lobby ihre Rechte auf Entschädigung gegenüber den Kohlegiganten durchzusetzen. Ausgebrannt von der jahrelangen Schufterei oder todkrank vom für die Firmen profitableren Tageabbau werden sie von den mächtigen Kohleunternehmen im Stich gelassen.

Erschüttert und berührt von den dortigen Zuständen nimmt Samantha zusammen mit ihrem Freund und Kollegen Donovan den Kampf gegen die großen Firmen auf und setzt dafür sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel.

Persönliches Fazit
Die Geschichte plätschert anfangs seicht vor sich hin. Die Landschaft der Appalachen wird sehr ausführlich beschrieben, Gespräche bis ins Detail wiedergegeben. So lernt der Hörer die einzelnen sehr sympathischen Figuren gut kennt und bekommt eine gute Vorstellung von der Bergwelt Virginias. Ein bisschen weniger von allem hätte der ohnehin langen Story aber sicher gut getan. Dazu kommt noch die monotone Stimme des Sprechers Charles Brauer, der durchgehend einen Hauch von Traurigkeit in der Stimme hat.

Wer sich auf einen typischen Grisham Thriller gefreut hat, wird ohnehin an "Anklage" nicht viel Freude haben. Es fehlt die Spannung, das Tempo das Unerwartete. Dafür bekommt man allerdings einen sehr interessanten Einblick in die Kohleindustrie der USA und der Skrupellosigkeit der großen Kohlefirmen, die für Profit rücksichtslos mit der Umwelt und vor allem mit ihren Mitarbeitern umgehen. Typisch für Grisham zeigt er auch in diesem Roman wieder die Ohnmacht des "kleinen Mannes" gegenüber großen Konzernen und die Ungerechtigkeiten im amerikanischen Rechtssystem auf. Das hat mich schon sehr mitgenommen.

Wer bei einem Grisham auch mal auf Spannung verzichten kann, dem wird auch dieses Werk sicher gut gefallen. Echte Thrillerjunkies sollten jedoch die Finger davon lasse

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197 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

thriller, bentow, max bentow, nils trojan, psychothriller

Der Traummacher

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.08.2016
ISBN 9783442205103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Simona stirbt mit Anfang 30 an einem angeborenen Herzfehler. Zurück lässt sie ihre Mutter Franziska, ihre beste Freundin und Geschäftspartnerin Alina und Louis, den verklemmten Fotografen, der den Abend vor ihrem Tod mit ihr verbracht hat. Alle drei vermissen Simonas lebenslustige Art und können ihren Tod nur schwer verarbeiten. Besonders Franziska zieht sich mehr und mehr in ihrer Trauer zurück. Als sich Simonas Todestag nähert, geschehen seltsame Dinge im Haus von Franziska. Es scheint, als wäre Simona von den Toten auferstanden.

Auch Louis und Alina haben rätselhafte Erscheinungen. Als Franziska zu Tode stranguliert und übersät mit unerklärlichen Bisswunden in ihrem Haus gefunden wird, übernimmt Nils Trojan die Ermittlungen.

Der sympathische Kommissar der Berliner Mordkommisson ist eigentlich mit sich selbst beschäftigt. Nach der Rückkehr des Federmanns im letzten Jahr, dem beinahe seine Tochter zum Opfer gefallen wäre, sorgt er sich um deren Wohlergehen. Zu spurlos scheinen die schrecklichen Ereignisse an ihr vorbei gegangen zu sein. Seine ehemalige Psychotherapeutin und große Liebe Jana, hat sich eine Auszeit aus der Beziehung gewünscht und sein Vater ist ihm immer noch eine Antwort auf die Frage „Bist du ein Mörder?“ schuldig. Doch für persönliche Probleme ist keine Zeit.Denn bald wird auch Alina tot aufgefunden und Louis plagen rätselhafte Erscheinungen.

Was mir gut gefallen hat
Die Figur Nils Trojan natürlich, der auch in diesem Band wieder absolut menschlich rüberkommt. Und die esoterische Loni, die Nils mit ihren geheimnissvollen Kräutertees und Düften betört. Ich mag diese etwas durchgeknallten Typen und besonders hat mir gefallen, wie ein Mann wie Nils Trojan auf Loni reagiert und sich darauf einlässt.

Das letzte Drittel des Buches hat mir gut gefallen, ab da wird die Geschichte richtig richtig spannend, der Horror plausibel, das Übersinnliche erklärbar. Der Leser ahnt Schlimmes und kennt den wahren Täter schneller als die Polizei.

Die neverending Story um Jana findet natürlich auch in diesem Band ihre Fortsetzung. Es scheint ja mittlerweile chic zu sein, dass sich die Herren Kommissare mit ihren Ecken und Kanten immer unglücklich in starke Frauen verlieben. Langweilig finde ich es trotzdem nicht.

Der amre Nils hört die ganze Geschichte über nichts von seiner geliebten Freundin. Erst ganz am Ende treffen die beiden aufeinander. Und sieht es erst nach einer Trennung aus, besteht für die beiden am Ende doch noch Hoffnung.

Was mir nicht gefallen hat
Es hat mich nie gestört, dass die Fälle von Trojan immer ein wenig unrealistisch, übersinnlich oder überhzogen waren. Dieses mal war es mir aber etwas zuviel Horror. Erinnet mich fast ein bisschen an Richard Laymon oder Steven Kings Friedhof der Kuscheltiere. Zu viel Übernatürliches, zu viel paranormal activty.

Ausser Nils fand ich auch die restlichen Charaktere nicht besonders sympathisch. Ich wurde mit keinem so richtig „warm“. Mit Ausnahme der durchgeknallten Loni. Doch die spielt nur eine kleine Rolle und hat mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun. Die Auflösung der Geschichte fand durch Simonas Tagebuch statt. Das fand ich ehrlich gesagt etwas einfallslos. Das kann der Autor besser.

Mein persönliches Fazit
Der Traummacher hat mir nicht so gut gefallen, wie die vorherigen Nils Trojan Bücher. Als Einstieg in die Reihe würde ich es nicht empfehlen. Treue Fans werden aber wahrscheinlich wieder ihren Spaß daran haben. Wer auf Horror steht, wird das Buch vielleicht richtig gut finden. Spannend ist es allemal. Von den bisherigen sechs Bänden fand ich es aber am schwächsten.

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158 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

entführung, thriller, kindesentführung, joy fielding, vertrauen

Die Schwester

Joy Fielding , Kristian Lutze
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.07.2016
ISBN 9783442312726
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt
Caroline und Hunter verbringen ihren zehnten Hochzeitstag zusammen mit der Familie und Freunden in einer Hotelanlage in Mexico. Der Abend soll etwas ganz besonderes werden. Als die bestellte Babysitterin kurzfristig absagt, die eigentlich auf die beiden Töchter Michele und Samantha aufpassen sollte, entscheiden sich die beiden den Abend trotzdem wie geplant zu verbringen. Wenn jeder der beiden abwechselnd jede halbe Stunde nach den Mädchen sieht kann doch eigentlich nichts passieren.

Umso größer der Schock als die beiden am späten Abend auf ihr Hotelzimmer zurückkehren und feststellen müssen, dass das Bettchen des jüngeren Kindes leer ist. Trotz einer groß angelegten Suche, bleibt das Mädchen verschwunden. Für die beiden bricht eine Welt zusammen und vor allem Caroline kann einfach nicht ins normale Leben zurückfinden.

Zu dem Schicksalsschlag muss die Familie auch noch mit der skrupellosen Presse umgehen. Werden zunächst noch beide Eltern verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden von Samantha zu tun zu haben, richtet sich die Hähme der Regenbogenpresse bald nur noch gegen die schöne Caroline. Tatsachen werden verdreht und Gerüchte gestreut. In den folgenden 15 Jahren zerbricht die Ehe von Caroline und Hunter, Carolin findet nur schwer wieder eine Arbeitsstelle als Lehrerin und jedes Jahr um das Datum der Entführung greift die Presse die ganze Geschichte wieder auf.

Kein Wunder dass Caroline zunächst sehr zurückhaltend reagiert, als die 17jährige Lilly aus Calgary bei ihr anruft und behauptet Samantha zu sein. Schließlich ist sie nicht die erste, die dies behauptet.

Besonders Michele, die ihre Mutter vor einer neuen Enttäuschung schützen möchte, versucht mit allen Mitteln jeden Kontakt zwischen den beiden zu unterbinden.

Persönliches Fazit
Das Buch beginnt in der Gegenwart -15 Jahre nach Samanthas verschwinden- mit dem Anruf von Lilly. Von da an will man natürlich wissen ist Lilly nun die verschwundene Tochter oder nicht. Die aktuelle Geschichte wird dann ständig unterbrochen von Rückblicken der Geschehnisse. Die Rückblicke beginnen mit dem Verschwinden des Mädchens bis am Ende des Buches beide Erzählstränge zusammenlaufen. Dabei bleibt bis zum Ende offen, wer Lilly wirklich ist und was sich damals zugetragen hat.

Beide Geschichten sind spannend und decken eine schwierige Familienkonstellation auf. Hat vielleicht Michelle, die aufmüpfige ältere Schwester die immer im Schatten der reizenden kleinen Samantha stand, etwas mit dem verschwinden der Schwester zu tun? Oder war es doch der Ehemann, der längst nicht so treu und hingebungsvoll ist, wie es anfangs scheint.

Der Leser wird auf viele falsche Fährten geschickt. Unglaublich auch das Verhalten der Öffentlichkeit gegenüber den Eltern und vor allem der Mutter. Viel zu schnell werden Urteile gebildet. Hier tun sich auch Parallelen zu der vermissten Maddie aus England, die 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal spurlos verschwunden ist, auf. Auch hier wurden die Eltern leichtfertig verdächtigt. Ich fand die Beschreibungen sehr realistisch. Das Buch warnt vor vorschnellen Verurteilungen. Die Beschreibungen der öffentlichen Hetzjagd haben mich fast noch mehr mitgenommen als die Entführung selber. Auch den Verfall der Familie und vor allem die Last, die auf der "verbleibenden" älteren Schwester lastet, konnte ich gut nachvollziehen. Der ständige Kampf von Mutter und Tochter um Anerkennung, Liebe und Verständnis wird von der Autorin wirklich hervorragend beschrieben.

Das Tüpfelchen auf dem I der schwierigen Beziehungsgepflechte ist dann noch Carolines Mutter, die immer voller Vorwürfe ist. Sehr sympathisch, dass die Autorin im Nachwort bezug auf ihre eigene Großmutter nimmt, eine "bedauerliche" Persönlichkeit.

Der aufmerksame Leser wird im letzten Drittel des Buches auf die Lösung kommen können, trotzdem fand ich die Geschichte bis zum Ende äußert spannend.

Joy Fielding zählt nicht umsonst zur Elite der Thrillerautorinnen und ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.


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Tags: familienbeziehungen   (1)
 

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375 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

thriller, kanada, vergewaltigung, schwestern, chevy stevens

Those Girls – Was dich nicht tötet

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596034703
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt
Die Schwestern Jess, Courtney und Dani leben nach dem Tod der Mutter auf einer abgelegenen Farm in Kanada. Ihr Alltag ist geprägt durch Armut, Vernachlässigung und einem unberechenbaren, gewalttätigen und alkoholkranken Vater.
Als die Brutalität des Vaters eines Tages eskaliert und er eine seiner Töchter im Alkoholrausch zu töten droht, wird er von Jess, seiner jüngsten Tochter, erschossen.
Total verängstigt und ohne das Verständnis in Notwehr gehandelt zu haben, versuchen die drei Mädchen die Leiche des Vaters zu verstecken und fliehen von der Farm Richtung Vancouver.
Als ihr alter Truck auf dem Weg dorthin in dem kleinen abgelegenen Ort Cash Creek liegen bleibt, treffen sie auf zwei Jugendliche, die ihnen helfen wollen. Doch schon bald merken sie, dass die Jungen nicht so nett sind, wie es vorerst scheint und sie durchleben eine noch viel größere unvorstellbare Hölle.
Doch auch von dort gelingt ihnen die Flucht. In Vancouver angekommen kümmern sich Patrick und Karen um die beiden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, für in Not geratene Jugendliche zu sorgen. Endlich scheint alles gut zu sein, doch die Zeit in Cash Creek hat für jede der drei Schwestern unterschiedliche Folgen und lässt sie das Martyrium nicht vergessen. Und auch das Geheimnis um den Tod des Vaters hindert sie daran, ein unbeschwertes Leben zu führen.
Erst nach einem schrecklichen Wiedersehen fast 20 Jahre später werden die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen. Endlich sind die Frauen frei.

Persönliches Fazit
Drei junge Mädchen kommen von einem Albtraum in den nächsten. Die Brutalitäten werden aus der Sicht der jüngsten Tochter erzählt, was das Erlebte für den Leser besonders intensiv werden lässt. Die Angst und Verzweiflung der Mädchen lässt einen nicht los.
Das wird besonders deutlich bei den Beschreibungen der Vergewaltigungen. Hier weiß der Leser nur, was Jess sieht, wenn ihre Schwestern körperlich misshandelt und psychisch verstört von ihren Peinigern zurückgebracht werden. Genau wie Jess kann der Leser nur erahnen was die Mädchen durchmachen mussten. Das macht die Grausamkeiten noch schlimmer.
Nervenaufreibend für den Leser sind auch die Beschreibungen vor den Martyrien. Der Leser ahnt das drohende Unheil, will die Protagonistinnen am liebsten warnen. Doch die Autorin lässt sich Zeit. Mancher Leser wird hier vielleicht von Längen sprechen, ich sage sie spannt damit den Leser besonders auf die Folter.
Besonders berührt hat mich das ambivalente Gefühl der Schwestern ihrem Vater gegenüber. "Wenn er in der Nähe war, fürchteten wir uns vor nichts und niemandem. Nur vor ihm hatten wir Angst." (S.45) Auf der einen Seite die Angst und der Hass gegenüber dem gewalttätigen Mann auf der anderen Seite die Loyalität und die Erinnerungen an glücklichere Zeiten mit einem liebevollen Vater.
Auch den Zusammenhalt der Schwestern untereinander fand ich sehr rührig. Alle Hauptfiguren waren mir sehr sympathisch.
Die Autorin lässt ihre Hauptfiguren sehr unterschiedlich mit dem Erlebten umgehen, was ebenfalls sehr realistisch ist. Auch zeigt sie auf, was passiert, wenn Menschen ihre Traumata nicht verarbeiten und mit welchen Folgen manche Opfer auch nach Jahrzehnten noch kämpfen müssen.

Für mich war Those Girls der beste Thriller, den ich diesen Sommer gelesen habe. Wer schonungslose Beschreibungen aushalten kann und nicht allzu schwache Nerven hat, wird spannende Stunden beim Lesen des Buches verbringen.



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178 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

will trent, undercover, drogen, mord, thriller

Schwarze Wut

Karin Slaughter , Klaus Berr
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.05.2016
ISBN 9783764505189
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt

Im fünften Band der Georgia Serie „Schwarze Wut“ – treffen Sara Linton und Will Trent wieder aufeinander. Diesmal stehen sie allerdings nicht von Anfang an auf derselben Seite.


Will Trent ermittelt getarnt als krimineller Biker gegen einen äußerst brutalen Drahtzieger im Drogengeschäft von Macon. Würde seine Tarnung auffliegen, wäre er in Lebensgefahr. Daher erzählt er auch seiner neuen Liebe Sara nichts von seinem besonderen Einsatz.


Kompliziert wird es, als er an einem Überfall auf das Haus von Lena Adams beteiligt ist. Denn Lena ist ebenfalls auf der Spur von Big Whitey, dem Drogenboss, den bisher niemand zu Gesicht bekommen hat. Lenas Ehemann Jared wird dabei lebensgefährlich verletzt. Dank Will kommt Lena mit dem Leben davon, doch sie erkennt Will und seine Tarnung droht aufzufliegen. Als wäre das nicht genug kommt auch noch Sara Linton nach Macon. Schließlich ist Jared, der im Krankenhaus um sein Leben kämpft, ihr Stiefsohn. Für Will wird der Einsatz damit immer gefährlicher, denn mit seinen kriminellen Gegenspielern ist nicht zu spaßen.


Persönliches Fazit

Toll, dass die Autorin gleich mehrere Personen aus den früheren Büchern zusammentreffen lässt. So hat man als Leser das Gefühl alte Bekannte wiederzutreffen. Neben den drei Hauptfiguren sind auch Wills kaltschnäuzige Chefin Amanda und seine Partnerin Faith wieder mit von der Partie.


Überhaupt mag ich die einzelnen Charaktere besonders gern: Will Trent, mit seiner schwierigen Kindheit und seiner Leseschwäche, Sarah, die den Tod ihres geliebten Ehemannes überwinden muss und Lena, die Rebellin mit dem harten Kern und dem weichen Herz, die es in diesem and besonders schwer getroffen hat.


Neben der persönlichen Beziehung der Protagonisten und der sich langsam entwickelnden noch frischen Beziehung zwischen Sara und Will gibt es natürlich auch eine wieder eine gut durchdachte Kriminalgeschichte.


Die Suche nach der Identität von Big Whitey, in die sowohl Will als auch Lena verwickelt sind, ist temporeich erzählt und spannend. Erst am Ende deckt die Autorin dessen wahre Identität auf. Ich wäre nicht darauf gekommen, wer der Bösewicht ist.


Auch die Idee Will als Kriminellen verdeckt ermitteln zu lassen, hat mir gut gefallen.


Allerdings fand ich die Geschichte sehr komplex. Durch die vielen Namen auch teilweise etwas verwirrend. Man muss schon aufpassen, nicht den Faden zu verlieren. Dazu kommt, dass das Buch nicht chronologisch erzählt wird. Lenas Ermittlungen liegen in der Vergangenheit und werden nach und nach aufgedeckt.


Auch in diesem Band schreckt Slaughter nicht vor ausführlichen Beschreibungen brutaler Szenen zurück. Nichts für schwache Nerven, zumal auch das Thema Kindesmissbrauch ziemlich schonungslos beschrieben wird.


Der Fall ist in sich abgeschlossen allerdings hat man als Leser mehr Spaß, wenn man die Vorgängerbücher gelesen hat. Die Figuren sind einem einfach vertrauter.


Meine Empfehlung: für alle Will Trenton und Sara Linton Fans hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt, als Stand-Alone Thriller wäre mir die Story etwas zu verwirrend.


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Tags: rasan, spannend   (2)
 

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(24)

46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller

Der Gerechte

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Imke Walsh-Araya , Bea Reiter
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.03.2016
ISBN 9783453270688
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Zum Inhalt Sebastian Rudd ist Anwalt. Sein Büro befindet sich in einem umgebauten Lieferwagen, sein einziger Mitarbeiter heißt Partner und ist zugleich Fahrer, Leibwächter und Babysitter, seine Klienten sind die, um die sich sonst niemand kümmert: Mittellose, Vorbestrafte, Ungebildete. Als Strafverteidiger kämpft er für Gerechtigkeit, denn jeder hat einen fairen Prozess verdient.

Da ist z.B. der nicht so intelligente Gardy Baker, der zwei kleine Mädchen umgebracht haben soll. Dass alle Indizien für seine Unschuld sprechen und Gardy die Mädchen gar nicht umgebracht haben kann, interessiert die Öffentlichkeit nicht. Hauptsache ein Schuldiger ist gefunden. 
Dann ist da noch Douglas Renfro. Ein älterer gesetzestreuer Herr, der noch nie etwas Unrechtes getan hat. Durch eine Verwechslung stürmt ein Sondereinsatzkommando mitten in der Nacht sein Haus und erschießt dabei nicht nur seine beiden Hunde sondern auch noch dessen Ehefrau. Damit nicht genug, will der Staatsanwalt Mr. Renfro auch noch hinter Gittern bringen. Hat dieser doch in seinem Schreck auf die Polizisten geschossen, in dem Glauben Einbrecher wären in sein Haus eingedrungen.
Einzig bei Arch Swanger, einem mehrfach vorbestraften Herumtreiber kann sich Rudd nicht so richtig überwinden. Doch schließlich gelingt es ihm durch Swanger die vor Jahren entführte Tochter des örtlichen stellvertretenden Polizeichefs zu befreien. 
Während Rudd beruflich für seine Mandanten kämpft, muss er sich privat immer wieder mit seiner Ex-Frau Judith auseinandersetzen. Diese ist nun mit einer Frau verheiratet und versucht Rudd ständig jeglichen Kontakt zu seinem Sohn Starcher zu verbieten. So treffen sich die beiden alle paar Monate vor dem Familiengericht.
Persönliches Fazit Mit Sebastian Rudd hat Grisham eine sehr sympathische Figur geschaffen. Idealistisch und klug kämpft der Anwalt gegen die Ungerechtigkeiten des Systems. Herrlich unkonventionell verzichtet Rudd auf teure Büroräume, Partner und Sekretärinnen und begnügt sich mit seinem mobilen aber kugelsicheren Büro und seinem Freund und „Mädchen für alles“ genannt Partner.
Sebastian Rudd ist der Anwalt der John Grisham laut Klappentext gerne selber geworden wäre, er ist ein sehr netter Typ, der sich selber nicht allzu ernst nimmt und spannende Fälle zu bearbeiten hat. Sein außergewöhnliches Hobby, dem Zugucken von Käfigkämpfen und Förderer junger „Talente“ macht ihn dabei noch menschlicher ebenso wie der dauernde Streit mit seiner Exfrau und die manchmal unbeholfenen aber liebevollen Versuche seinem Sohn ein guter Vater zu sein.
Grisham benutz Rudd als Ich-Erzähler, was teilweise auch zu ganz witzigen Gedankengängen führt. „Das Familiengericht sehe ich immer nur dann von innen, wenn ich dort hin befohlen werde um Rechenschaft über meine Sünden abzulegen.“ (S.182)
Anders als in allen anderen Büchern die ich bisher von John Grisham gelesen habe, handelt es sich bei diesem Buch nicht um eine durchgehende Geschichte. Vielmehr werden aus Sicht des Ich-Erzählers Sebastian Rudd einzelne Fälle beschrieben.
Anfangs war ich daher etwas enttäuscht, da ich mich auf eine zusammenhängende Story eingestellt hatte und dieses Format von dem Autor auch überhaupt nicht kenne. Da die einzelnen Fälle aber so spannend waren und am Ende einige Fäden zusammenliefen, hat mich auch „Der Gerechte“ sehr begeistert.
Wie in allen seinen Büchern beschreibt Grisham auch in den Fällen von Rudd Korruption bei der Polizei, Eitelkeiten eines Staatsanwaltes der auf Kosten unschuldiger Menschen die Karriereleiter erklimmen will, die schiefe Gesetzeslage und die Lügen der Politiker.
Auch hier kann ich mir wieder vorstellen, dass alles genauso passiert sein könnte, was mich als Leser oft wütend zurück lässt. Soviel Ungerechtigkeit ist einfach schwer zu ertragen. Dazu kommen gefälschte Beweismittel, bezahlte Zeugenaussagen und erfundene Anklagepunkte die dazu führen, dass man jeden einzelnen Fall schnell zu Ende lesen möchte.
Auch wenn der anfangs Episodenhafte Aufbau des Buches gewöhnungsbedürftig ist, kann ich das Buch jedem Grisham Fan empfehlen.   Der Autor John Grisham praktizierte fast ein ganzes Jahrzehnt als Strafverteidiger und wurde 1983 für die Demokratische Partei ins Repräsentantenhaus von Mississippi gewählt. 
1991 gab er seinen Beruf als Anwalt auf und legte alle politischen Ämter nieder. Von da an widmete er sich einzig und allein dem Schreiben von Thrillern.  John Grisham hat bisher 28 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und fünf Jugendbücher veröffentlicht. Alle seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt.
Heute lebt er mit seinen zwei Kinder und  seiner Frau auf einer Plantage in der Nähe von Virginia.

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thriller, geheimnisse, harlan coben, erpressung, familie

Ich schweige für dich

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.03.2016
ISBN 9783442205042
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt

Adam Price und seine Frau Corinne führen ein glückliches Leben. Zwei nette Kinder, gute Jobs ein kleines Häuschen in der Vorstadt. Als Adam eines Abends auf einem Parkplatz von einem Fremden angesprochen wird, droht sein idyllisches Familienleben von einem Moment auf den anderen zusammenzubrechen. Der Fremde beschuldigt Corinne einer ungeheuerlichen Lüge. Als Adam dessen Andeutungen nachgeht, muss er erkennen, dass seine Frau ihn vor Jahren getäuscht hat. Der erschütterte Adam stellt seine Frau zur Rede. Dann verschwindet Corinne.

Auch in anderen Leben taucht der Fremde auf. Immer deckt er dabei Geheimnisse enger Familienangehöriger auf. Mal betreffen die Enthüllungen den Ehemann, mal die Tochter. Immer werden Leben zerstört. Bald wird klar, es handelt sich um ein Syndikat von Cyberkriminellen, die im Internet nach illegalen oder brisanten Aktiviäten unbestimmter User recherchieren. Prostitution, Doping, vorgetäuschte Schwangerschaften. Mal verlangen sie Schweigegeld, mal geht es ihnen scheinbar nur um die Wahrheit. Doch immer hinterlassen Sie ein Trümmerfeld von Enttäuschungen, Schock und Verzweiflung. „Sie reißen nur Wunden in die Leben anderer. Sie wieder zuzunähen, das ist nicht Ihre Sache.“ (S.165-166)

Während die Polizei die Zusammenhänge anfangs nicht erkennen kann, stößt Adam auf der Suche nach seiner Frau auf einen ähnlichen Fall und kommt der gemeinen Bande immer näher. Unterstützt wird er von der Polizistin Johanna, deren beste Freundin ebenfalls zu den Opfern gehört. Für Adam wird die Suche nach seiner Frau immer mehr zu einem Wettlauf mit der Zeit, da er als Ehemann schnell verdächtigt wird seine Frau ermordet zu haben. Langsam kommt er der Wahrheit auf die Spur und er merkt, dass er nicht ganz unschuldig an Corinnes Betrug ist.

 

Persönliches Fazit

 Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Mit dem Auftauchen des Fremden und dessen geheimnisvollen Andeutungen steht man als Leser erstmal vor einem Rätsel. Kann eine Ehefrau wirklich grundlos ihren Ehemann so hinters Licht führen, dass sich eine glückliche Familie als scheinbares Konstrukt erweist. Corinnes merkwürdiges Verhalten als Adam sie zur Rede stellen will, trägt nicht gerade dazu bei, sich auf ihre Seite zu schlagen.

Auf der anderen Seite ist da diese teuflische Gruppe von Menschen, die sich anmaßt, durch das Aufdecken von Geheimnissen ganze Familien, Ehen und Freundschaften zu zerstören. Das erschreckende dabei: die Idee ist durchaus realistisch. Glauben wir doch nicht wirklich daran, dass unsere Daten im Internet sicher sind, unsere IP-Adresse nicht nachverfolgt werden kann. Toll, dass sich der Autor diesem Thema angenommen hat.

„Bei Facebook sehen alle glücklich aus,….Das ist wie eine Greatest Hits-Sammlung aus deinem Leben.“ (S.285) ist eins der vielen Zitate, die ich durchaus treffend finde.

Cobans Schreibstil ist gewohnt unterhaltend und sprachlich leicht. Er verzichtet auf lange, verschachtelte Sätze, dafür verwendet er viele Dialoge.  Die Figur des Adam ist sehr sympathisch. Man kann sich als Leser gut identifizieren und leidet mit ihm, angefangen mit dem Schock und der Ungewissheit bis zum unerwarteten Ende. Auch die anderen Charaktere werden so gut beschreiben, dass man als Leser das Gefühl hat, sie alle zu kennen. Obwohl es viele Figuren sind, verliert man nie den Überbblick. Coben lässt die Spannung mit jedem weiteren offengelegten Details mehr und mehr ansteigen. Er verzichtet auf falsche Fährten, deckt aber nach und nach mehr Details und Hintergrundinformationen auf und lässt die Spannung so mehr und mehr Ansteigen.

Wie alle Bücher von Harlan Coben habe ich auch dieses begeistert in wenigen Tagen verschlungen.

Der Autor

Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat bislang elf Thriller geschrieben, die in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Harlan Coben wurde als erster Autor mit den drei wichtigsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet, dem »Edgar Award«, dem »Shamus Award« und dem »Anthony Award«. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in New Jersey.

 

 



 

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atlanta, polizei, thriller, frauen, shooter

Cop Town - Stadt der Angst

Karin Slaughter ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 09.11.2015
ISBN 9783764505516
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt

Atlanta im Jahre 1974. Ein brutaler Mörder treibt sein Unwesen und sorgt in der Stadt für einen Ausnahmezustand. Seine Opfer:Polizisten. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für die junge Kate Murphy ihren Dienst bei der Polizei anzutreten. Doch die angespannte Stimmung und das Misstrauen der Kollegen untereinander ist längst nicht das einzige, was Kate zu schaffen macht.

Frauen sind zu dieser Zeit bei der Polizei alles andere als gern gesehen und die Kollegen lassen keine Gelegenheit aus, ihr das zu zeigen. Gut, dass Maggie Lawson da ist, und sich ihrer annimmt.


Als der Killer wieder zuschläg, gehört Maggies Bruder, ebenfalls Polizist, zu den Zeugen. Doch schnell merken die beiden Frauen, dass seine Aussagen sich so gar nicht mit den Fakten decken. Was will Maggies Bruder vertuschen?


Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, die gereizt und voller Misstrauen brutal gegen jeden Verdächtigen vorgehen, halten sich die Maggie und Kate an die Fakten und decken Ungeheuerliches auf.


Persönliches Fazit


Cop Town ist das erste Buch von Karin Slaughter welches mich nicht überzeugt hat. In die Geschichte habe ich bis zum Schluss nicht reingefunden, sie hat mich einfach nicht gefesselt. Die Charaktere waren zwar gewohnt authentisch, richtig sympathisch war mir aber keiner der Protagonisten, so dass ich mich auch mit keiner Figur identifizieren konnte.


Was mich allerdings gepackt hat, sind die Schilderungen der Situation der weiblichen Polizistinnen. Absichtlich ausgegebene viel zu große Dinstkleidung, in denen sich die Frauen kaum bewegen konnten, grapschende Ausbilder und sexuell übergriffige Kollegen gehörten neben Mobbing und Beleidigungen zur Tagesordnung.


Doch nicht nur Frauen wurden gnadenlos ausgegrenzt. Auch Farbige, Juden und Homosexuelle wurden gedemütig und galten als minderwertig.


Erwartet man von Cop Town keinen großartigen Thriller, sondern ist an einem Einblick in das Selbstverständnis der Polizei in den Südstaaten Anfang der 70er Jahre interessiert, kann man das Buch durchaus als interessant bezeichnen. Ich werde mich zukünkftig allerdings wieder eher an die bekannten Will Trent und Georgia Serien halten.


Die Autorin

Karin Slaughter wurde 1971 in einer kleinen Gemeinde im US Bundestaat Georgia geboren. Nach der Scheidung der Eltern wuchs sie beim Vater auf. Schon während ihrer Tätigkeit als Inhaberin einer eigenen Werbeagentur veröffentlichte Slaughter fünf Romane bevor sie sich voll und ganz der Schriftstellerei widmete. Heute lebt Karin Slaughter in Atlanta und zählt zu den wichtigsten internationalen Thriller-Autorinnen, deren Bücher weltweit millionenfach verkauft werden. Ihre Romane sind nichts für schwache Nerven. Raffiniert konstruierte Handlungen, glaubwürdige und Charaktere und schonungslose Beschreibungen, sind ihre Markenzeichen.


Bekannt wurde sie vor allem mit der Grant County Serie um die Kinderärztin Sara Linton und dem ehemaligen Footballprofi und Polizeichef Jeffrey Tolliver.



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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

korruption, hochspannend, knallhart, v, frank decker, berlin

Germany

Don Winslow ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.03.2016
ISBN 9783426304303
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt
Frank Decker, der eigensinnige Ex-Soldat und Ex-Polizist, der Job, Ehe und sein altes Leben aufgegeben hat, um vor einigen Jahren die kleine Hayley Hansen zu suchen ist wieder im Einsatz. Diesmal hilft er seinem besten Freund, dem Immobilienillionär, Charles Sprague. Charles Frau Kim ist kurz vor Weihnachten in einem Einkaufszentrum spurlos verschwunden. Von dem ehemaligen Model fehlt jede Spur. Auch eine Lösegeldforderung bleibt aus. Niemand kann sich ihr Verschwinden erklären.

Die von Decker eingeschaltete Polizei verdächtigt zunächst routinemäßig Charles selber. Auch die Medien stürzen sich auf den Millionär. Ein Grund mehr für Decker den Fall aufzuklären. Jetzt geht es nicht nur darum Kim zu finden, sondern auch seinen Freund, der ihm während der gemeinsamen Zeit bei den Marines im Irak das Leben gerettet hat, von jeder Schuld zu befreien.

Als Decker beginnt in Kims Vergangeheit nach Spuren zu suchen, wird schnell klar: Kim ist keineswegs nur die unschuldige und kluge Schönheitskönigin die sie vorgibt zu sein. Doch auch Charles hat Decker nicht die Wahrheit erzählt.

Mein Fazit
Die Suche nach der vermissten Kim ist hochspannend, rasant und sehr brutal. Decker geht hier im warsten Sinne des Wortes über Leichen. Wenn auch immer um sein eigenes Leben zu schützen, waren es mir insgesamt ein paar Tote zu viel. Aber das ist ja Geschmackssache.

Trotzdem hat mir auch der zweite Band um den privaten Ermittler Frank Decker sehr gut gefallen. Deckers Unnachgiebigkeit bei der Suche nach vermissten Personen macht ihn äußerst sympathisch. Auf der anderen Seite hat man auch immer ein wenig Mitleid mit dem wortkargen Ex-Soldaten. Schließlich hat er sein ganzes vergangenes Leben, einschließlich seiner Frau, mit der er sich immer noch gut versteht, hinter sich gelassen, um Menschen bei der Suche nach ihren Lieben zu helfen.

In seinem zweiten Fall muss er dazu noch mit einer tiefen persönliche Enttäuschung klarkommen. "Wir sind alle nicht mehr die, die wir früher waren." (S.322). Was Deckers bester Freund Charles so lapidar dahersagt, trifft die Sache auf den Punkt. Da freut man sich als Leser richtig mit, wenn Decker und seine Kollegin Dolores Delgado sich langsam annähern.


Die Geschichte an sich steckt voller überraschender Wendungen und führt den Leser auf viele falsche Fährten. Glaubt man der Lösung endlich auf der Spur zu sein, ist am Ende doch alles wieder ganz anders. Schön fand ich auch, dass Deckers Suche ihn im letzten Drittel des Buches quer durch Deutschland führt. Die Rotlichtbezirke von Berlin, Hamburg und München gehören ebenso zu den Schauplätzen wie Lüneburg und Erfurt.

Der Schreibstil ist, typisch für Winslow, schnell und rasant: knappe Sätze, kurze Kapitel. Das tut der Geschichte gut, unterstreicht noch das Tempo der Handlung.

Ich kann "Germany" auch denen empfehlen, die den ersten Band nicht gelesen haben. Das Ende lässt übrigens auf weitere Fortsetzungen hoffen, worüber wir uns freuen können.



Über den Autor
Don Winslow, geboren 1953 in New York und aufewachsen in einem kleinen Ort auf Rhode Island, arbeitete als Privatdetektiv in New York und Safariführer in Kenia.

Seine Mutter, eine Bibliothekarin, und sein Vater, ehemaliger Offizier bei der Navy, bestärkten ihn schon früh in dem Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden.

Winslows Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, der den späteren Autor mehrere Male in sein Haus einlud. So lässt sich seine Vorliebe für Romane die sich um Drogenhandel oder Mafiageschäfte drehen, erklären. Auch sein Vater hat mit seinen Geschichten aus seiner Zeit als Marine Winslows Fantasie beflügelt. Heute lebt Winslow als Gelegenheitssurfer und Autor mit seiner Frau und deren Sohn in Kalifornien.

Don Winslow hat bisher zahlreiche Thriller veröffentlicht und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für "Tage der Toten". Für die New York Times zählt Don Winslow zu den ganz großen amerikanischen Krimi-Autoren.

Germany ist nach Missing New York der zweite Fall für den privaten Ermittlers Frank Decker.

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Tags: hochspannend, knallhart, v   (2)
 

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meer, england, liebe, familie, london

180 Grad Meer

Sarah Kuttner
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 31.12.2015
ISBN 9783100024947
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt Jule, Anfang dreißig, verdient ihr Geld als Sängerin. Nicht vor großem Publikum oder gar im Fernsehen sondern in Bars und Nachtclubs. Sie mag ihren Job nicht besonders, genauso wenig wie sich selbst. Und genau das ist ihr Problem. Einzig bei ihrem Freund Tim fühlt sie sich wohl. Am liebsten liegt sie in dessen Achselhöhe, denn dort ist es warm und vertraut. 
Jules Kindheit ist geprägt von einre depressive Mutter und einem Vater, der sich nach ihrem Empfinden nie für sie interessiert und die Familie im Stich gelassen hat. So musste sie für ihren jüngeren Bruder Jakob oft nicht nur große Schwester sondern auch Vater und Mutter sein. 
Zu ihrer Mutter hat sie noch engen Kontakt. Diese ist ihr allerdings auch heute keine Hilfe. Im Gegenteil, sie nervt Jule mit ständigen anrufen und ihrem Gejammer.  Mit ihrem Vater, dem sie nicht verziehen hat, dass er die Familie verlassen hat,  hat sie seit Jahren kein Wort mehr gewechselt.
Als sie sich mit Tim überwirft. beschließt sie nach London zu ihrem Bruder zu fahren. Von dort zieht es sie immer wieder an die Küste. Jule liebt das Meer. Es hilft ihr zu inneren Ruhe zu finden. Sie verlässt schließlich London und quartiert sich mit dem Hund von Jakobs Mitbewohnerin in ein Hotel an der Küste ein. Dort lebt auch ihr Vater, der schwer an Krebs erkrankt ist. Es kommt kurz vor seinem Tod zu einer Annäherung zwischen Vater und Tochter. Und die braucht Jule dringend, um mit sich selber Frieden zu finden.
Persönliches Fazit 180° Meer ist kein Buch, in dem sich die Ereignisse überschlagen. Es ist kein rasantes Buch, es ist kein spannendes Buch, es ist auch kein besonders witziges Buch. Aber es ist ein sehr schönes Buch. Es ist ein Buch, welches einen irgendwie berührt, eins worüber man dachdenkt und in dem man sich wiederfindet. Es geht um die oftmals komplizierte Beziehung zu den eigenen Eltern.
 In der Fülle der oberflächlichen, kitschigen, „Happy End Romane“ sticht 180° Meer heraus mit einer überraschenden Tiefgründigkeit. Es lässt sich leicht lesen ohne, dass es einfach geschrieben ist. Dazu kommen Protagonisten, die herrlich durchschnittlich sind. Weder besonders schön, besonders erfolgreich oder besonders arm dran. Einfach ganz normal und durchschnittlich. So wie wir eben. Und wer kennt denn nicht den Wunsch, mal Urlaub von sich selbst machen zu wollen?
Besonders gut gefallen hat mir auch, dass Jule, die sich so gerne selbst ein bisschen besser leiden können möchte, nicht zu einem monatelangen Trip quer durch Amerika aufgebrochen ist, um sich selbst zu finden. Sie ist auch nicht auf dem Jakobsweg gepilgert, hat in einem buddhistischen Kloster Zuflucht gesucht oder ein Jahr lang in Tansania Brunnen gebaut.  Nein, sie hat sich einfach in einem Hotel an ihrem geliebten Meer niedergelassen.  Ein Ort, den sie besonders mag. Am liebsten wenn die Sonne hinter und nicht vor den Wolken ist. 
Das Ende des Buches ist keineswegs ein glückliches. Es ist noch vieles offen und ungelöst. Und doch kann Jule hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, wenn sie ihre Zelte in England wieder abbricht (und wir als Leser mit ihr). Sie ist sich selber und ihrem Vater ein großes Stück näher gekommen und weiß nun endlich, warum sie das Meer so liebt.  Ein kitschiges Happy End, hätte der Geschichte auch nicht gut getan.

Dazu kommen viele schöne Gedanken, wie "Ich habe schon wieder kein Ziel, aber ein bisschen Bock auf einen Weg." (S.61) oder "Wir sind erst ganz am Anfang vom Ende, ......,jetzt müssen wir uns beide ein bisschen auf Nichtigkeiten ausruhen." (S.202)
Die Autorin Sarah Kuttner wurde 1979 in Berlin geboren und arbeitet als Moderatorin. Bekannt wurde Sie mit eigenen Sendungen auf VIVA und MTV.  Zurzeit hat sie auf ZDF.neo mit „Kuttner plus Zwei“ eine eigene Talkshow. Ihre Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress wurden im Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Ihr erster Roman ›Mängelexemplar‹ erschien 2009 und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. 2011 erschien ihr zweiter Roman ›Wachstumsschmerz‹. Sarah Kuttner lebt mit ihrem Hund in Berlin.

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moskau, tanger, mord, russisches mädchen, berlin

Russisches Mädchen

B. C. Schiller
E-Buch Text: 310 Seiten
Erschienen bei null, 18.01.2016
ISBN 9783950395426
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt

In die Redaktion eines russischen Politmagazins dringen maskierte Täter ein und erschießen das gesamte Redaktionsteam. Nur die junge Reporterin Natalia Romanowa und ihr Hund Boris überleben durch Zufall.

Der Chefredakteur steckt Natalia kurz vor seinem Tod einen Videochip mit brisantem Inhalt zu. Er bittet sie, das Video auf keinen Fall der Polizei zu übergeben. Vielmehr soll sie dafür sorgen, dass das Video, welches zeigt „wie skrupellos ….unsere….Militärs und die westlichen Länder wirklich sind.“ veröffentlicht wird.

Ganz im Gegenteil zur russischen Regierung und dem BND. Beide wollen mit aller Macht die Verbreitung des Inhaltes verhindern. Aus gutem Grund!

Nach dem Angriff wacht Natalia in einem Militärkrankenhaus auf. Ihr wurde ein tödliches Gift injiziert, um sie zu zwingen die Videodatei herauszugeben. Doch Natalia will, dass die Wahrheit ans Licht kommt und bleibt standhaft. 10 Tage bleiben ihr, um das Video ins Netz zu stellen und sich das Gegengift zu besorgen. Gelingt ihr das nicht, wartet ein qualvoller Tod auf sie.

Zur gleichen Zeit auf Mallorca. David Stein möchte eigentlich nur eins: möglichst viel Zeit mit seiner großen Liebe Leyla Khan verbringen. Doch dann meldet sich Robyn, Analytikerin und Kontaktperson des BND aus Berlin bei ihm und „bittet“ um Unterstützung bei der Suche nach dem Speicherchip. Gezwungener Maßen lässt sich der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter auf den Auftrag ein.

Mit Leyla an seiner Seite macht sich Stein auf den Weg nach Moskau. Eine gefährliche Jagd nach dem Chip und ein rasanter Wettlauf mit der Zeit, um das Leben der jungen Journalistin zu retten, beginnt.


Mein Fazit

Das Buch ist von der ersten Seite bis zum dramatischen Ende so spannend, dass man es schwer aus der Hand legen kann. Verfolgungsjagden, Täuschungen und ein kaltblütiger Auftragskiller machen aus der Geschichte einen rasanten und aufregenden Thriller. Dazu kommt noch Moskau als interessanter Schauplatz und „gefährliches Pflaster“.

Der Leser kann über weite Strecken des Buches nur erahnen was auf dem Video überhaupt zu sehen ist. Das macht natürlich sehr neugierig. Schwer zu ertragen fand ich auch die Unverfrorenheit der russischen Regierung: da wird einer junger Journalistin mal eben ein Doppelmord angehängt, was sie unter Terrorverdacht stellt und die Regierung dazu legitimiert sie in einem Militärkrankenhaus festzuhalten. So stelle ich mir Russland vor, so abwegig wird es wohl nicht sein.

Die Giftinjektion ist dagegen wohl eher großes Kino, ebenso wie der Einsatz von Satellitenslots. Aber das darf es auch sein. Genau das mag ich an den David Stein Büchern so sehr. Ein Hauch von Mission Impossible und ein bisschen James Bond. Manchmal dick aufgetragen aber nie nervig oder total abgehoben. Es könnte schon alles so sein.

Die Hauptcharaktere sind alle sehr sympathisch. David Stein, der sich auf Mallorca für Straßenhunde engagiert, ist mir als Hundehalterin schon ganz automatisch sympathisch.

Seine Freundin Leyla, eine ehemalige Profikillerin, mag zwar keine Hunde, ist aber eine starke Frau mit schicksalhafter Vergangenheit. Man freut sich einfach für die beiden, dass sie nun endlich zu einander gefunden haben.

Und natürlich Natalia, die junge, mutige Journalistin, die sich nicht unterkriegen lässt und der die Wahrheit wichtiger ist als ihr Leben.

Hunde spielen auch in diesem Band wieder eine Rolle. Gelingt es Stein doch nur das Vertrauen von Natalia zu gewinnen, in dem er ihr verspricht ihr ihren Hund Boris ins Krankenhaus zu bringen.

Dazu kommen viele interessante Persönlichkeiten. Wolkow, der „Wolfsmann“ mit den weißen Haaren, Robyn, die Analytikerin mit dem messerscharfen Verstand, die dringend an ihrer „zwischenmenschlichen Entwicklung“ arbeiten muss oder die geheimnisvolle Alegra.

Alles in allem ist „Russisches Mädchen“ ein besonderer Thriller und eine willkommene Abwechslung zu den typischen "wer war es" oder "unschuldig verurteilt" Geschichten. Ich kann es nur jedem empfehlen und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.


Das Buch

Russisches Mädchen ist bereits der vierte Auftrag für den ehemaligen Geheimagenten und selbst ernannten Hundeflüsterer. Hier die David Stein Reihe in chronologischer Reihenfolge:

DER HUNDEFLÜSTERER

SCHWARZER SKORPION

ROTE WÜSTENBLUME

RUSSISCHES MAEDCHEN

Russisches Mädchen gibt es als Taschenbuch für 8,99 Euro und für den kindle zur Zeit noch zum Einführungspreis für sagenhafte 99 cent. Erschienen ist es hier: CreateSpace Independent Publishing Platform.

Die Autoren
Kindle Besitzer werden Barbara und Christian Schiller wahrscheinlich schon seit längerem kennen. Die beiden haben im Selfpublishing Verlag von Amazon schon mehrere Thriller herausgegeben. Ich selbst bin auf die beiden wegen der niedrigen Preise der kindle Ausgaben aufmerksam geworden und habe mir das erste Buch der Reihe „Der Hundeflüsterer“ aus reiner Neugierde heruntergeladen. Ich habe ehrlich gesagt nicht viel erwartet, umso größer war meine Begeisterung. Die Thriller können es durchaus mit den ganz großen aufnehmen. Mittlerweile sind auch einige der Bücher als Taschenbuch erschienen, was ich großartig finde und ich hoffe es gibt genug Thrillerfans, die sich trauen zu neuen Namen zu greifen und nicht immer die üblichen Verdächtigen zu lesen.
Barbara und Christian Schiller arbeiteten zunächst mehr als 20 Jahre im Werbegeschäft bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben von Krimis, hingaben. Bekannt wurden sie vor allem durch ihre „Toni Braun“ Reihe. Mittlerweile leben BC Schiller, wie sich das Ehepaar nennt, zusammen mit ihrem Rhodesian Ridgeback Jabali auf Mallorca und in Wien. Mit mehr als 650.000 Lesern und zwölf veröffentlichten Thrillern gehören die beiden zu den erfolgreichsten Selfpublishing-Autoren im deutschsprachigen Raum.



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michael robotham, thriller, psychothriller, joe o'loughlin, vincent ruiz

Der Schlafmacher

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.01.2016
ISBN 9783442314089
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt

Joe O´Laughlin ist eigentlich gerade mit privaten Dingen beschäftigt. Seine älteste Tochter steht kurz vor dem Studienbeginn und seine Frau, die an Krebs erkrankt ist, braucht seine Unterstützung. So passt es ihm gar nicht, als er als Profiler die Ermittlung an einem Mordfall unterstützen soll. Nur die Tatsache, dass der unsympathische und egozentrische Milo Colemann, einer seiner früheren Studenten, sich zunächst als Profiler in die Ermittlung drängt um anschließend die Arbeit der Polizei massiv zu behindern, lässt ihn den Fall annehmen.

Es geht um einen Doppelmord. Elizabeth Crow und ihre Tochter Harper werden in ihrem einsamen Landhaus tot aufgefunden. Die Mutter wurde auf brutalste Art und Weise hingerichtet.  Das brisante daran: die Mutter gehört der sogenannten Doggingszene an, d.h. sie hat Sex mit fremden Männern an öffentlichen Plätzen.

Ihre Tochter dagegen wurde vom Täter nach ihrem Tod malerisch wie Schneewitchen „drappiert“. O´Laughlin bittet seinen alten Freund, den ehemaligen Detective und Privatdetektiv Vincent Ruiz, um Untertstützung. Das Duo war bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreich in der Aufklärung von Verbrechen.

Bei diesem Fall scheinen allerdings zunächst alle Spuren im Nichts zu verlaufen. Verdächtige gibt es genug. Der Ex-Mann, der Freund der Tochter, eine Internetbekanntschaft oder der zurückgebliebene Nachbar. Alle haben auf irgendeine Art und Weise „eine Leiche im Keller“, doch der Mörder scheint nicht unter ihnen zu sein.

Erst als die Leiche einer weiteren Frau auftaucht, nehmen die Ermittlungen an Fahrt auf. Auf der Stirn des Opfers ist ein rotes A geritzt. Ein Hinweis auf den „scharlachroten Buchstaben“? Geht es dem Täter um Untreue und Ehebruch. Sollen seine Opfer dafür bestraft werden?

Es tauchen immer mehr Opfer auf, die mit der schrecklichen Narbe auf der Stirn leben müssen. Fast alle waren ihren Partner untreu doch es muss noch einen weiteren Zusammenhang geben. Und wie passen Elizabeth und Harper Crow ins Bild?

Persönliches Fazit

Der Schlafmacher ist auf jeden Fall das persönlichste Buch aus der Reihe. O´Laughlins älteste Tochter Charlie, die mit dem Gedanken spielt ebenfalls forensische Psychologin zu werden, mischt sich erfolgreich in die Ermittlungen ein. Das ist nicht nur schön mit zu erleben sondern steigert auch enorm die Spannung, da beide Töchter in Gefahr geraten und ein Wettlauf mit Zeit um das Leben der beiden beginnt. Dazu kommt ein schwerer Schicksalsschlag für die ganze Familie am dramatischen Ende des Buches. Was dazu führt, dass O´Laughin noch sympathischer wirkt und ihm das Mitgefühl der Leser sicher ist.

Spannung erzeugt der Autor auch durch einen inneren Monolog des Täters. Ihn lässt er regelmäßig zu Wort kommen. So ist der Leser den Ermittlern immer einen Schritt voraus.

Für Fans des Ermittlerduos O´Laughlin – Ruiz ist das 10. Buch aus der erfolgreichen Reihe auf jeden Fall ein Muss. Man kann es aber auch lesen, wenn man die anderen Bände nicht kennt. Es ist auf jeden Fall ein empfehlenswerter Thriller, der vor allem am Ende sehr an Tempo zunimmt.

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(2.209)

2.925 Bibliotheken, 26 Leser, 7 Gruppen, 154 Rezensionen

liebe, england, thailand, orchideen, geheimnis

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 538 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 03.05.2011
ISBN 9783442475544
Genre: Romane

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