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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

freudenhaus, halbling, divergenz, krähen, zwerg

Tote Helden

Michael Peinkofer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492703420
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine neue Reihe von Michael Peinkofer. Vorab sei gleich gesagt, dass alle, die den Stil und den Humor der Ork-Reihe erwarten, wahrscheinlich ein wenig enttäuscht sein werden. Womit nicht gesagt ist, dass diese Reihe schlechter sein wird. Im Gegenteil, dieser erste Band ist sehr vielversprechend. Nur eben etwas völlig anderes.

Der Autor zeigt hier, dass er mehr als einen Stil kann, dass er eine derart große Fantasie hat, dass sie für mehr als nur eine Welt reicht. Sie erinnert mich ein wenig an die Drachenreiter von Pern-Serie von Anne McCaffrey. Auch hier beginnt alles damit, dass man sich zwar noch an große Schlechte erinnert, die vor langer Zeit von großen Helden geschlagen wurden. Doch es ist so lange her, dass eigentlich keiner mehr so richtig glaubt, dass die Geschichten von damals einen sonderlich großen Wahrheitsgehalt haben. Sie sind längst ins Reich der Mythen abgedriftet und überhaupt. Alles ist friedlich, alles ist gut. Wozu sich darüber Gedanken machen?
Doch wie so oft ist der gegenwärtige Friede sehr zerbrechlich. Gier nach Macht und nach Einfluss gärt im Hintergrund. Und als es dann zu ersten Unruhen kommt, droht alles schnell zu einer Katastrophe auszuarten. Und plötzlich scheinen die legendären und längst totgeglaubten Helden die einzigen zu sein, die die aufkommenden Machtkämpfe in Astray wieder in den Griff bekommen können.

Ob sie Aussicht auf Erfolg haben, kommt in diesem ersten Band, obwohl er ja mit 528 Seiten nicht gerade dünn ist, nicht heraus. Es endet auf die übliche Art bei solchen Reihen, mit einem Cliffhanger. Der Leser soll/muss eben auch die anderen Bände noch lesen. So etwas finde ich immer schade. Aber mal abgesehen davon ist dieses Buch absolut lesenswert.

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schnee

Somnia

Christoph Marzi
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492269971
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach der Lektüre der drei Vorgängerbände Lycidas, Lilith und Lumen ist Somnia doch ziemlich enttäuschend. Das hat drei Gründe: Erstens sind die Whitechapel-Aufstände und die Revolte in London 10 Jahren hinlänglich bekannt und hätte kürzer behandelt werden können. Zweitens fiel dem Autor nichts Besseres ein, als wieder einmal Kinder verschwinden zu lassen. Und drittens trifft man zahlreiche alte Bekannte, aber sie benehmen sich jetzt oftmals völlig anders, haben zum Teil ganz andere Charakterzüge. Natürlich ist klar, dass sie älter geworden sind, und sich weiterentwickelt haben, aber damit lässt sich das nicht erklären. Die früher recht sympathische Emily zum Beispiel ist jetzt eine misstrauische und arrogante Lady geworden. Schade. Aber so schlecht sollte das Gedächtnis eines Autors ja nun wirklich nicht sein.

Andererseits sollte man die Teile 1-3 wirklich schon gelesen haben, um überhaupt mitzukommen. Da werden etwa offene Zusammenhänge aus den letzten Büchern geklärt, mit denen man ohne Kenntnis der Vorgeschichte überhaupt nichts anfangen kann.

Dazu kommt, dass die Heldin dieses Buches, Scarlet Hawthornes, mich nicht wirklich berührt hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch als etwas langatmig empfunden habe. Nach den ersten zwei Dritteln wird es dann turbulent, ja, sogar überstürzt. Das Ende ist dann unbefriedigend und unspektakulär.

Alles in allem, wie schon gesagt, enttäuschend.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Wann Sie eine Bank überfallen sollten

Stephen J. Dubner , Steven D. Levitt , Andreas Simon dos Santos
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2017
ISBN 9783328100133
Genre: Sachbücher

Rezension:

Stephen J. Dubner und Steven D. Levitt haben einen wunderbaren, leichten Stil mit dem sie hier Lösungsmöglichkeiten für Probleme anbieten, wo man bisher gar keine sah.
Der Untertitel ist ein wenig irreführend, denn es geht in dieser Blogpostsammlung auch um Pokerspielen, den Heimspielvorteil von Sportmannschaften oder Sex. Zum Teil sind es recht absurde Fragen und intelligente Antworten. Zum Teil aber auch umgekehrt, denn so manche Antwort scheint doch ziemlich daneben, oder zumindest nicht sonderlich ausgereift und oberflächlich. Das ist ohnehin ein Problem, wenn auch eines, das sich in dieser Form vielleicht gar nicht vermeiden lässt. Vieles wird nämlich nur angerissen und müsste, um zum Ziel zu führen, erst einmal vertieft werden. Das aber würde den Stil sprengen. Und so kann das Ganze eher als Anregung gelten, mal um die Ecke zu denken.

Das Buch wird ganz sicher nicht die Welt oder auch nur das Leben seiner Leser verändern. Der lockere, witzige Schreibstil der beiden macht es aber zu einer angenehmen Lektüre. Und wenn dabei auch noch der eine oder andere kleine Denkanstoß herausspringt, umso besser!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

max könig, blanvalet verlag, hosen runter, blanvalet, maxkönig

Hosen runter

Max König
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 27.03.2017
ISBN 9783764505783
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich habe zugegebenermaßen eine recht unverkrampfte Einstellung zum Sex. Unverkrampfter als der Autor allemal, musste ich feststellen.
Eigentlich hatte ich einen charmanten, locker-flockigen Umgang mit dem Thema erwartet, musste dann aber erkennen, dass neben den üblichen Schenkelklopfern nur eine Menge Klischees aufgewärmt wurden. Der Autor scheint vor allem der Meinung, dass er ein ganz toller Hecht ist, weil er es gewagt hat, Frauen zu fragen, was sie denn wissen wollen und diese Fragen dann mehr oder weniger zu beantworten (meistens weniger).
Und mehr ist es nicht, als mehr oder weniger antworten, wobei ich zugeben muss, dass ich bei vielen Fragen den Sinn nicht erkennen kann, geschweige denn das Problem. Eine Frau, die auch nur einigermaßen offen ist, wird dieses Buch bestimmt nicht brauchen. Und eine Frau, die verklemmt ist, wird es wahrscheinlich nicht lesen, zumindest nicht ganz, weil sie der kumpelhafte und möchtegern-witzige Ton schnell abschreckt.
Überhaupt glaube ich ja, dass das Buch eher was für Männer ist, die sich über Frauen amüsieren wollen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich wunderbar auch ohne dieses Buch auskomme.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

libanonkonlifkt, ungewöhnlicher erzählstil, tiere, perspektiven, krimi

Anima

Wajdi Mouawad , Sonja Finck
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2014
ISBN 9783423260213
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch zu beurteilen ist nicht ganz einfach. Die Idee, einen Krimi von Tieren erzählen zu lassen, ist genial. Am Anfang jeden Kapitels nur den lateinischen Namen des Tieres zu setzen ist jedoch ärgerlich. Ständig ist man am Blättern. Von der Spinne über die Lachmöwe hinzu Hunden, Katzen und sogar einem Affen ist alles dabei. Im Großen und Ganzen ist das auch einigermaßen gut umgesetzt – das Insekten so tiefsinnig sind und mehr über Leben und Welt philosophieren als zum Beispiel Katzen glaube ich allerdings nicht. Und dass alle so ziemlich denselben Wortschatz haben, fand ich auch enttäuschend.

Der Autor kann schreiben, definitiv. Und auch die Story ist im Prinzip recht spannend und fesselnd entwickelt.

Aber!!! Das wirklich Treibende im Buch ist nichts davon. Denn immer, wenn man denkt, jetzt wird es interessant, jetzt geht es voran, denn findet der Autor garantiert, dass es mal wieder Zeit ist, knietief in Blut zu waten, und Ekel, Abscheu, Entsetzen, Scham und Grauen zu verbreiten. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so etwas Perverses und Grausames wie dieses Buches gelesen zu haben. Erst dachte ich ja noch, dass der Hintergrund dafür eine Gegenüberstellung ist – brutale und abartige Menschen auf einer Seite, Tiere mit ihren angeborenen Instinkten und Hemmungen auf der anderen. Aber nein, Grausamkeit und Gnadenlosigkeit auf beiden Seiten.

Will ich wirklich wissen, wie es eine Boa triumphal genießt, wenn in ihrem Inneren ein Kaninchen langsam erstickt (abgesehen davon, dass eine Boa das wohl kaum genießt)? Oder will ich in allen Einzelheiten geschildert bekommen, wie ein Mann Frauen ein Messer mehrfach in den Unterleib rammt, weil er sich langweilt? Nein, will ich nicht. Ehrlich gesagt glaube ich, dass der Autor ein echtes Problem hat und vielleicht mal mit jemandem über seine Gewaltfantasien reden sollte.

Eigentlich ist dieses Buch nichts weiter als Splatter mit etwas besserem Sprachgefühl und einer faszinierenden Grundidee. Letztere sind auch der Grund, dass es immerhin noch zwei Sterne von mir gibt. Genaugenommen fühle ich mich dabei jedoch alles andere als gut, denn der Inhalt hat keinen einzigen Stern verdient.

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135 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 67 Rezensionen

münchen, krimi, mord, manuela obermeier, frauenleichen

Verletzung

Manuela Obermeier
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.02.2016
ISBN 9783548287478
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man merkt sofort, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt, wenn es um Polizeiarbeit geht. Sie ist nämlich selbst Polizeihauptkommissarin von Beruf. Dementsprechend kommt alles sehr viel glaubwürdiger rüber als bei so manchem anderen Krimi, bei dem man sich manchmal an den Kopf fasst und ungläubig fragt, ob Polizisten wirklich so eigenmächtig und selbstgefällig sein dürfen, wie sie es da sind. Hier ist alles stimmig, und schon deshalb interessant zu lesen.
Die Handlung selbst verläuft in zwei Strängen, die unterschiedlicher kaum sein können. Auf der einen Seite ist es eine fesselnde – und manchmal auch erschreckende Mordserie. Auf der anderen steht ein Fall von häuslicher Gewalt. Auch dieser ist beklemmend und eindringlich dargestellt. Der Mittelpunkt beider Handlungsstränge ist Toni Stieglitz, eine Ermittlerin, die kein Fettnäpfchen auslässt. Durch ihre Direktheit, ihr Temperament und ihre Starrköpfigkeit macht sie es ihren Kollegen und auch dem Leser manchmal schon ein bisschen schwer. Doch das ist nur ihre eine Seite – die Äußere sozusagen. Denn sie ist auch das Opfer, das von ihrem Exfreund Mike jahrelang geschlagen wurde und auch jetzt noch keine Ruhe vor ihm hat. Dass auch er Polizist ist, macht es nicht gerade leichter. Zumal er bei den Kollegen auch noch sehr beliebt ist. Und so sucht sie immer wieder Ausflüchte und Ausreden. Rippenbrüche werden mit einem Skiunfall erklärt, blaue Flecken durch einen unglücklichen Sturz. Es gibt niemanden, dem sie sich anvertrauen kann. Auch als sie endlich auszieht, drangsaliert Mike sie noch weiter mit Anrufen und Spott. Es ist nur zu verständlich, dass das alles nicht gerade dazu beiträgt, dass Toni sachlich und kühl agieren kann. Dadurch macht sie sich noch unbeliebter – ein Teufelskreis, den sie erst am Ende durchbricht, als sie doch endlich einen Vorgesetzten ins Vertrauen zieht und Anzeige erstattet. Da das Buch der Auftakt einer Serie ist, dürfen wir sehr gespannt sein, wie sich das noch weiterentwickelt. Der Kriminalfall als solcher gerät da fast ein wenig ins Hintertreffen. Das ist schade, denn er ist ausgesprochen spannend. Da dir Hauptfigur nun aber gut eingeführt ist, dürfte das beim zweiten Fall schon wieder ganz anders sein.
Insgesamt ist dieser Debütroman gut und flüssig zu lesen, mit einer glaubwürdigen Protagonistin und etlichen gut gezeichneten und sympathischen Figuren. Für Münchenkenner gibt es außerdem noch viele Orte und Situationen zum Wiedererkennen und Mitverfolgen. Ein wirklich toller Krimi.

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168 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

mops, magie, schweden, fantasy, krimi

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

Rezension:

Titel und Klappentext klangen so richtig nach einem Buch nach meinem Geschmack. Und auch die ersten Seiten versprachen ein wunderbares, skurriles und witziges Lesevergnügen. Allerdings zeigte sich schnell, dass es mit dem Witz nicht weit her war. Der Mops mit seiner ständig miesen Laune hat ein paar gute Sprüche drauf, ansonsten aber sind die Charaktere zwar schräg, aber nicht mitreißend. Überhaupt sind diese eigenwilligen Charaktere das einzige, das die Geschichte überhaupt lesenswert macht – wobei man sich aber schon hin und wieder einen 'normalen' Menschen wünschen würde, der wenigstens mal kurz durch die Handlung läuft. Gibt es in Göteborg so etwas nicht? Aber die Charaktere sind immerhin ein Lichtblick, denn die Geschichte zieht sich schon gewaltig und ist unglaublich zäh. Außerdem ist man immer wieder versucht, sich als Leser an den Kopf zu greifen, wie dämlich und begriffsstutzig die Figuren manchmal sind, nur um die Spannung noch ein wenig künstlich hochzuhalten. Und bis zum Ende habe ich nicht begriffen, warum Buri, wenn er doch alles aufbaut, um Lennart zu helfen, diesen nicht irgendwann mal drauf anspricht. Überhaupt lässt die Ausarbeitung der Handlung doch sehr zu wünschen übrig.
Die Grundidee dieser Reihe – denn dies ist nur der erste Band - ist wirklich sehr gut. Nur leider weder gut durchdacht, noch gut umgesetzt.

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41 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Wassermusik

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423216593
Genre: Romane

Rezension:

Eines kann man sagen: T. C. Boyle kann schreiben. Die sprachliche Schönheit, kombiniert mit einer Erzählweise, die die Gradwanderung zwischen Beschreibungen bis ins kleinste Detail geht und humoristischen (manchmal recht derben) Einwürfen perfekt beherrscht, ist schon etwas Besonderes. So verschachtelte Sätze wie den eben jetzt findet man übrigens häufig. Ich mag so etwas. Aber ich mag auch Bücher, bei denen ich mich am Ende nicht fragen muss, warum ich das eigentlich gelesen habe. Eine Story mit einem richtigen Ende? Ein Höhepunkt, auf den alles zusteuert? Spannung mit einer Lösung am Ende? Nicht wirklich. Faszinierende neue Einblicke? Wirklich Wissenswertes? Nein.
Die Handling hat drei Stränge. Zwei hängen zusammen, warum es den dritten gibt, wurde mir bis zum Schluss nicht klar. Interessante Ansätze gab es auch eine menge. Zum Beispiel als Ailie die Welt des Mikroskops entdeckt. Aber anstatt daraus etwas zu machen setzt sie sich lieber hin und macht, was sie eigentlich das ganze Buch hindurch macht. Sie wartet auf Mungo Park. Und der sucht den Niger, findet ihn, scheitert aber eigentlich, zieht nochmal los … und lernt dabei nichts dazu. Sein Charakter ändert sich nicht, er wächst nicht an seinen Problemen, entwickelt sich nicht weiter. Und der dritte im Bunde, Ned Rise, von dem ich, wie schon gesagt, nicht weiß, warum er überhaupt vorkommt, bleibt auch immer der kleine Lump, der er von Anfang an war. Auf 700 Seiten wird letztlich von Menschen berichtet, die einem am Ende so egal sind wie am Anfang. Die einzige wirklich berührende Figur im Buch ist Johnson. Er atmet und lebt, man nimmt Anteil an seinem Schicksal – das aber schon im ersten Drittel des Buches damit zu enden scheint, dass ihn ein Krokodil frisst.
Insgesamt hat dieser Roman für mich nicht so recht einen Sinn gemacht. Da hilft auch die Schönheit der Sprache nicht. Ein eher enttäuschendes Leseerlebnis also.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

scheibenwelt, terry pratchett, fantasy, kurzgeschichten, cohen

Der ganze Wahnsinn

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2010
ISBN 9783492267441
Genre: Fantasy

Rezension:

Terry Pratchett war einer der ganz großen Schriftsteller unserer Zeit und ist viel zu früh verstorben. Dieses Buch, das ist ganz klar, wird von seinen Fans geliebt werden. Und alle anderen? Nun ja. Das Buch enthält eine Menge Texte aller Art, die Terry Pratchett im Laufe seines Lebens geschrieben hat. Von Kurzgeschichten zur Scheibenwelt über Kurzgeschichten ohne Scheibenwelt bis hin zu Vorworten zu Spiele, Büchern etc. ist alles zu finden. Um letztere schätzen zu können muss man wirklich ein Fan sein, der an Pratchetts Denkweise und seiner Entwicklung interessiert ist. Die Kurzgeschichten aber, die dürften jeden ansprechen, der Humor und Phantasie zu schätzen weiß. Sie sind kurzweilig und amüsant, aber – wie meistens bei Pratchett – mit einem gewissen Untergrund. Dabei ist es erstaunlich zu sehen, wie sein Stil sich entwickelt hat. Es gibt da zum Beispiel eine Geschichte, die er im Alter von dreizehn Jahren schrieb und die wirklich gut ist (ich wünschte, ich könnte jetzt so schreiben, wie Pratchett als angehender Teenager), aber noch nicht diesen typischen Pratchett-Ton hat. Ok, auch so etwas ist natürlich in erster Linie für den Fan interessant.
Insgesamt gesagt ist dieses Buch also ein Muss für Pratchett-Fans, für alle anderen ein Kann. Ich habe es sehr gemocht, aber ich bin ja auch ein Fan. Allerdings hoffe ich, dass es jetzt nicht so weitergeht wie bei Tolkien, dessen Sohn alles vermarktet, was Papa jemals geschrieben hat, und das möglichst doppelt und dreifach.Aber eigentlich traue ich das der Familie Pratchett nicht zu. Ich glaube, sie haben mehr Stil. Man wird sehen, ob ich Recht habe.

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689 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 179 Rezensionen

nina mackay, plötzlich banshee, banshee, fantasy, feen

Plötzlich Banshee

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492703932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Titel Plötzlich Banshee ist irreführend, denn die Protagonistin Alana wird durchaus nicht plötzlich zur Banshee, sondern ist es seit ihrer Geburt. Ich schätze, der Titel wurde analog zu dem Kinofilm Plötzlich Prinzessin gewählt, nach dem Motto 'egal ob es passt, Hauptsache auffallend'. Was für den Titel spricht, ist die Tatsache, dass Film und Buch in etwa in Sachen Humor dasselbe Niveau haben.
Es ist also ein Buch, dass man gut im Urlaub oder nach einem anstrengenden Tag vor dem Einschlafen lesen kann – nichts Tiefschürfendes, nichts überwältigend Spannendes, aber eine nette Lektüre. Mehr hatte ich auch nicht erwartet.
leider konnte ich mit Alana nicht recht warm werden. Sie hat immer einen frechen Spruch parat, was an sich prima ist. Leider ist es einfach zuviel davon. Und dann ist sie auch noch kindisch, sehr tollpatschig und insgesamt viel zu hektisch. Sie hört ihren Mitmenschen nicht zu, ist weder zu tieferen Gefühlen noch zu auch nur einer Spur von Einfühlungsvermögen fähig. Kurz gesagt, auf die Dauer nervt sie einfach nur.

Alana lebt mit Clay zusammen, mit dem sie aufgewachsen und der ihr bester Freund ist. Auch er ist ein magisches Wesen, genauer gesagt ein Leprechaun. Und überhaupt scheint die ganze Ortschaft, in der sie leben, voll von Elfen, Feen, Kobolden usw. zu sein. Der Leser wird davon regelrecht erschlagen. Ich kenne mich da ein wenig aus und war immer wieder erstaunt, wie wenig die Figuren mit ihren keltischen und irischen Vorfahren gemein haben. Aber gut, das ist dichterische Freiheit.

Die Handlung wäre an und für sich eigentlich recht spannend. Nur manchmal hat sie die Autorin so verzettelt, dass man Mühe hatte, den roten Faden wieder zu finden.
Was mich überhaupt nicht überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte. Da ging mir das Ganze einfach zu schnell und war von Anfang viel zu offensichtlich.

Insgesamt hat mich das Ganze bei weitem nicht so so gut unterhalten, wie ich mir erhoffte.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, drachen, 1001 nacht, orient, märchenhaft

Flammenwüste - Der feuerlose Drache

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404208241
Genre: Fantasy

Rezension:

Bei dem Buch „Flammenwüste – Der feuerlose Drache“ handelt es sich um den letzten Band einer Reihe. Ich kannte die anderen Bände nicht und tat mich etwas schwer, in die Geschichte hineinzukommen.
Die Sprache ist einfach gehalten, so dass vor allem jugendliche Leser von diesem Buch angesprochen sein dürften. dazu passt auch der Inhalt, der eher an Märchen aus Tausenundeine Nacht denken lassen, als an Fantasy für Erwachsene: Fliegende Teppiche oder Köpfe auf einem Tablett, dass findet man doch eher in den Erzählungen Scheherazades.
Dementsprechend habe ich die Drachen zugegebenermaßen als störend empfunden, als einen Stilbruch. Ein Dschinn in einer Wunderlampe wäre mir lieber gewesen.

Abgesehen davon war die Story aber sehr gelungen und Jugendliche haben bestimmt ihre Freude daran.

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168 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

fantasy, venedig, drachen, london, bibliothekare

Die maskierte Stadt

Genevieve Cogman , Dr. Arno Hoven
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.08.2016
ISBN 9783404208036
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe ja schon „Die unsichtbare Bibliothek“ gelesen, den Auftaktband der Reihe um Irene Winters und ihren Assistenten Kai. Das hier ist also ein weiterer Teil. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Vorab möchte ich aber sagen, dass es von großem Vorteil ist, den ersten Band zu kennen. Tut man das nicht, dürfte es einem sehr schwer fallen, in die Handlung zu finden. Denn die Autorin hält sich nicht lange damit auf, die Vorgeschichte zu skizzieren, sondern stürzt sich gleich mitten in die Handlung. Schon im Vorgängerband war ich fasziniert von der Grundidee einer Bibliothek zwischen den Welten, in der die Bibliothekare keine weltfremden Wesen sind, die langsam Staub ansetzen, sondern gerissene Agenten, die undercover ermitteln, waghalsige Aktionen starten, um bestimmte Bücher zu retten und überhaupt mehr die Indiana Jones der Bücher sind.
Dieser neue Band führt den Leser nicht nur wieder in die Unsichtbare Bibliothek, sondern auch ins Viktorianisches London, nach Venedig zum Maskenball und noch so manche andere Stadt oder Epoche. Die Handlung ist mitreißend, der Stil wie schon beim letzten Mal angenehm.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gremlin, frau, fantasy

Die Chimäre - Silben der Macht

Martin Alexander
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404208258
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie schon in „Meister der Türme“ hat man es auch hier mit Standardfantasy zu tun. Dieses Mal ist es eine verfolgte Minderheit, aber sonst wie gehabt: Junges Mädchen, auserwählt die Welt zu retten, blablabla …
Trotzdem ist der Roman (wie auch schon „Meister der Türme“) absolut lesenswert. Das liegt daran, dass der Autor es einerseits versteht, mit Sprache umzugehen und andererseits ein Auge für Details hat. Die wiederum verleihen dem Roman mehr Tiefe, als die meisten anderen Fantasyromane zu bieten haben. Außerdem vermeidet er es, in Klischees zu verfallen. Seine Heldin ist weder ein toughes Weib mit männlichen Zügen, noch ein kleines, hilfloses Mädel, das mit seinen Emotionen nicht klarkommt und immer knapp an der Hysterie vorbeischrammt. Nein, diese Heldin ist aus Fleisch und Blut, mit Stärken und Schwächen, guten und schlechten Eigenschaften. Auch die Welt, in der das Ganze spielt ist wieder durchdacht und in sich stimmig.
Also ein richtiger Lesegenuss … bis auf das Ende. Das hat mich dann doch sehr enttäuscht. Hier blieb der Autor entschieden hinter seinen Möglichkeiten. Fast wirkte es, als hätte er mal schnell was hingeschrieben, um zum Schluss zu kommen und Ruhe zu haben. Schade.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Froschprinzen

Markus Kohler , Alicia Neef
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Karina-Verlag, 08.06.2016
ISBN 9783903056848
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich gerne mal ein Märchen nehme, und etwas Neues daraus mache. Aber so viele Märchen in eine Geschichte zu packen habe ich noch nie geschafft und werde es wohl auch nie. Man streift mit dem Froschprinzen durchs Märchenreich und begegnet allen Figuren, die man schon in seiner Kindheit gekannt und geliebt hat. Egal ob Märchen der Brüder Grimm, Christian Andersen, die wunderbaren Figuren Otfried Preusslers oder der berühmte Pinocchio von Carlo Collodi – alle haben ihren Auftritt. Sie sind stimmig in die Handlung eingewoben, so dass sich ein ganz eigenes Ganzes ergibt; kein episodenhaftes Aneinanderreihen der einzelnen Märchen. Als Wolfsfreund freue ich mich ganz besonders, dass auch er einen Platz gefunden hat, bei dem er nicht als blutlechzendes Monster rüberkommt. Alles ist schlüssig und wird noch abgerundet von wunderbaren Bildern, die eingestreut im Buch immer mal wieder auftauchen. Und mal ehrlich: Wer hat sich als Kind nicht schon mal gefragt, was die Figuren aus den Geschichten denn eigentlich machen, wenn man das Buch erst einmal zugeklappt hat? Oder was passiert, wenn die Prinzessin den Prinzen gekriegt und der Böse seiner Strafe zugeführt wurde? Jetzt erfährt man es endlich!
Ich habe den Streifzug zu den Freunden der Kindheit jedenfalls sehr genossen und freue mich zu lesen, dass es ihnen noch immer gut geht.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimis

Steinroller

Martin Lassberg
E-Buch Text: 239 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 02.05.2016
ISBN 9783492973380
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich war ja ein bisschen skeptisch. Muss jetzt auch noch Fred Feuerstein unter die Detektive gehen? Aber da tat ich dem Autor furchtbar Unrecht. Denn statt an die Familie Feuerstein erinnerte mich der Roman in Sachen Witz und Niveau eher an Asterix und Obelix: Humorvoll und manchmal auch ein wenig nachdenklich und philosophisch.
Natürlich kann niemand wissen, wie das Leben damals wirklich war. Dafür gibt es einfach zu wenige Quellen. Und so ist es sicherlich eine gute Idee, gar nicht erst zu versuchen, dieses Leben realistisch nachzubauen. Dabei müsste man letztlich ganz sicher scheitern. Stattdessen geht es der Autor frech und schnurrig an, erfindet mal eben einen schwulen Modedesigner mit einem Schweinchen als Haustier, der von der Sippe eher belächelt wird, eine Ehefrau, die Handtaschen über alles liebt und eine Vegetarierin. Es gibt Probleme mit Drogenabhängigen, Empfängnisverhütung und penetranten Schwiegermüttern. Außerdem wird man Zeuge, wie mal eben der Schlitten erfunden wird, das Taschenmesser oder auch das Spiel „Jäger ärgere dich nicht“. Martin Lassberg schöpft aus dem Vollen, wie man es nur bei einem Erstroman zu einem neuen Thema tun kann. Und er macht es großartig.  Daneben vergisst er aber auch nicht, dass das Leben damals oft grausam war und der Verlust eines Menschenlebens einen ganz anderen Stellenwert hatte, als heutzutage. Der zu klärende Mord wirkt mehr als roten Faden, der sich durch die Handlung zieht, denn als Hauptanliegen. Trotzdem ist er spannend, komplett mit falschen Fährten und Nebensträngen und letztlich glaubhaft gelöst.
Alles in allem ist „Steinroller“ ein so unterhaltsamer wie kurzweiliger Roman. Mal sehen, ob da noch mehr kommt.

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Tags: krimis   (1)
 

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145 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

mord, erotik, thriller, kunst, london

Maestra

L.S. Hilton , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492060516
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch ist eine Mogelpackung! Ich hatte mir einen Thriller erhofft. Was ich bekam, war im Grunde genommen ein Porno mit ein wenig einfallsloser Handlung drumrum. Denn die Sex-Szenen vertuschen vor allem, dass dahinter eigentlich gar kein richtiger Plot steckt.
Die Heldin der Geschichte ist gutaussehend, rücksichtslos und ehrgeizig. Und darüber hinaus ist sie unsympathisch und dauergeil. Letzteres aber nur, wenn Champagner und Kaviar gereicht werden. Anders gesagt, was sie eigentlich anmacht, ist der Reichtum. Und genau auf die Beschreibung der Reichen und Schönen wird auch eine Menge Platz verwendet. Der Luxus der Wohlhabenden wird genüsslich aufgezählt, ihre Eskapaden, ihre Dekadenz ... Leider fehlt jedoch die sprachliche Raffinesse, die nötig wäre, um das alles interessant zu machen.
So kommt es, wie es kommen muss: Das Buch ist einfach nur langweilig. Mag sein, dass das anders wäre, wenn man sich besser mit der Heldin identifizieren könnte. Leider konnte ich jedoch nichts an ihr finden, das mich berührt hätte. So war mir letztlich egal, was aus ihr wurde, und ich habe den Roman wieder weggelegt.

Wenn das ein internationaler Bestseller ist – und das glaube ich ehrlich gesagt nicht – dann mache ich in Zukunft um vielgepriesene Bücher lieber einen Bogen. Aber ich denke, hinter all dem steckt eigentlich nur ausgeklügelte PR. Dafür spricht schon der Klappentext (siehe oben), in dem die Sexeskapaden mit keinem Wort erwähnt werden, während es dann im Buch schon im Prolog das Hauptthema ist. Da wollte wohl jemand ein wenig am Erfolg von "Fifty Shades Of Grey" anknüpfen. Leider ziemlich plump. Mir bleibt jedoch die Hoffnung, dass der Schuss nach hinten los geht und die Leser nicht darauf hereinfallen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

science fiction, sachbuch, physik

Die STAR TREK Physik

Metin Tolan
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492056533
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dies ist mein erstes Buch von Metin Tolan, aber es wird bestimmt nicht mein letztes sein. Ich habe es mir ausgesucht, weil ich – ich gestehe es – ein Trekkie bin. Ein gemäßigter zwar, denn ich könnte keine Dialoge nachsprechen und ich weiß auch nicht, welche Kleidergröße T'Pol hat, oder welche Schuhgröße Commander Riker. Aber nichtsdestotrotz ein Trekkie. In diesem Buch nun werden durch viele Zitate und Bilder Erinnerungen an einzelne Serienfolgen wieder wach. Und wenn Tolan nach den Zitaten mit trockenem Humor entlarvt, was Crew-Mitglieder da wirklich von sich gegeben haben, ist es einfach nur ein Vergnügen.

In den Star Trek-Serien kommt eine Menge vor, was an Physik zumindest erinnert. Und damit meine ich nicht nur das Beamen oder den Warp-Antrieb. Aber wenn von Tachyonstrahlen gesprochen wird, von Antimaterie oder der Rekalibrierung der Heisenberg-Kompensatoren, dann wäre es doch interessant zu wissen, ob das pure Erfindungen sind, oder nicht. Erstaunlicherweise ist viel davon zumindest theoretisch denkbar (mal abgesehen von den Heisenberg-Kompensatoren) und den Machern von Star Trek scheint doch sehr daran gelegen zu haben, sich im Rahmen der Physik zu bewegen. Das ist mehr, als man von so manch anderer Science Fiction-Reihe sagen kann.

Dieses Buch schafft es, sowohl dem Physik-Laien als auch dem ambitionierten Leser eben genau das zu erklären. Und das auch noch auf unterhaltsame Weise.Grundsätzlich zerfällt jedes Kapitel in zwei Teile. Der erste ist für den Laien, der zweite für die etwas komplexeren Herleitungen und Berechnungen steht jeweils am Ende der Kapitel als „Details für Besserwisser“. Wem dies zu weit führt, der kann diese Abschnitte einfach überspringen. Zugegeben, dabei habe ich in der Regel schnell aufgegeben – schon in der Schule fand ich Physik mit ihren logischen Erklärungen interessant, aber wenn es ans Rechnen ging, habe ich fast immer versagt.

Obgleich dieses Buch natürlich besonders für die Fans der Serien ein Leckerbissen ist, ist es auch für jeden anderen interessant, der sich gerne mal Gedanken macht, was die Zukunft gerade im Bereich der Wissenschaft bieten könnte. Fragen der Energiequellen, Datenspeicherungen, Antriebe usw. werden genauso angesprochen wie viel Wissenswertes über unser Sonnensystem und die Welt in der wir leben bzw. einmal leben könnten.

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usa, freundschaft, familie, familiengeschichte, baltimore

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492057646
Genre: Romane

Rezension:

Schon als ich im Prolog die die Unterüberschrift „Einen Monat vor der Katastrophe“ las und danach keinerlei Erklärung was gemeint war, schwante mir Übles. Leider behielt ich recht. Denn im Text wurde immer wieder eingestreut „Das war vor der Katastrophe“, „Zwei Jahre nach der Katastrophe“, „Damals wurde die Saat für die Katastrophe ...“ usw. Und dann geht es mit etwas anderem weiter. Uiuiui, großes Geheimnis! Lies also gefälligst weiter, lieber Leser, damit du erfährst, was es ist!
Um es gleich vorweg zu sagen: Dies ist das einzige Spannungselement des Buches. Und dieses Stilmittel ist so plump, dass ich schon verärgert war, als ich das Buch noch nicht einmal zur Hälfte durch hatte. Was die Katastrophe war, erfährt man erst im letzten Kapitel – und fragt sich dann, warum das ziemlich vorhersehbare Ereignis derart aufgebauscht wurde. Denn was da enthüllt wird, ist ziemlich banal.

Bis zu diesem letzten Kapitel gibt es seitenlange langweilige Beschreibungen, Wiederholungen von bereits Erzähltem, oberflächliche Gedanken des Ich-Erzählers. Ach ja, der Ich-Erzähler: Ich konnte nicht warm werden mit ihm. Zu gern verleugnet er seine Herkunft und möchte etwas Besseres sein, als er ist. Das geht so weit, dass ich glaubte, seine Eltern seien früh gestorben, bis er im Epilog plötzlich zu Thanksgiving bei ihnen reinschneit und sie erstaunlicherweise beide noch leben.
Ich verstehe auch nicht, warum er acht Jahre braucht, bis er sich mit Ereignissen beschäftigt, die für ihn nicht nur zu einer Katastrophe führten, sondern zu DER Katastrophe.

Mir ist auch nicht klar, warum das Ganze in den USA spielt – die Beteiligten benehmen sich ausgesprochen europäisch. Außer vielleicht, man unterstellt die Berechnung, dass ein Buch, das auf den ersten Blick amerikanisch erscheint, einen höheren Stellenwert erhält.

Der Stil ist auch nicht gerade berauschend. Ich kenne Dickers Erstling nicht, aber dieses Buch hier könnte jeder schreiben, der den einen oder anderen Schreibkurs absolviert hat. Von Genialität und Charakter keine Spur. Dabei hat der Übersetzer sicherlich sein Bestes getan, aus dem Text rauszuholen, was ging.

Dieses Buch ließ mich jedenfalls enttäuscht und verärgert zurück. Schade um die Zeit!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Apollo

Jack McDevitt , Frauke Meier
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.05.2016
ISBN 9783404208272
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dies ist nicht mein erster Alex-Benedict-Roman. Ich bin zwar kein eingefleischter Fan, aber bisher hat mir, was ich von Jack McDevitt schon gelesen habe, immer gut gefallen. Ich habe mich dementsprechend schon sehr auf dieses Buch gefreut.
Aber dieser Roman ist eine Zumutung. Ein extrem dünner Plot, der noch nicht einmal zufriedenstellend aufgelöst wird, aufgepumpt mit Landschaftsbeschreibungen und einer Hymne, wie toll doch die Amerikaner sind. Ach ja, und mit Beschreibungen des 'Goldenen Zeitalters'. Das ist die Zeit, in der wir gerade leben und mal ehrlich: Wozu brauche ich eine Beschreibung der Erfindungen, die in unseren Tagen gemacht werden und die ich täglich nutze? Und nach der fünften Erwähnung, dass die Apollo 11 am 21. Juli 1969 auf dem Mond landete, und dass der erste Mensch auf dem Mond Neil Armstrong war, hätte ich liebend gern dem Autor zugeschrien: „Das weiß ich! Ich hab's im Fernsehen live gesehen!“ Dem Goldenen folgte das 'Dunkle Zeitalter' und das wird auch noch ein bisschen beschrieben. Aber immer, wenn es interessant wird, muss abgebrochen werden, weil die Nachweise fehlen. Komisch. Vom 'Goldenen Zeitalter' gibt es davon anscheinend genug. Dabei sind in einer Zeit des Chaos die ersten Dinge, die verlorengehen, die aus dem unmittelbaren Zeitabschnitt davor. Von einem Autor mit McDevitts Renommee hätte ich jetzt schon eine bessere Ausrede erwartet, wenn er es schon nicht schafft, sein eigenes Gedankengebilde ordentlich zu durchdenken und zu strukturieren.
Alex Benedict wird gern der 'Indiana Jones der Zukunft' genannt. In diesem Band würde ich ihn eher als lustlosen Klinkenputzer bezeichnen. Ein Anschlag auf sein Leben (und das seiner Assistentin Chase) geschieht so zufällig und nebenbei, dass man das Gefühl hat, das er nur reingeschrieben wurde, weil in jedem Alex-Benedict-Roman der Held einmal in Lebensgefahr gerät. Auch eine Romanze, die Chase hat, wird eher oberflächlich behandelt. Der Klappentext (jemand will sie mit allen Mitteln aufhalten ... die Zeit drängt ...) ist so etwas von irreführend, dass es an eine Lüge grenzt. Von 'aufhalten' kann kaum die Rede sein und die Zeit drängt schlicht und ergreifend überhaupt nicht.
Da ist kein Drama und keine Spannung. Es gibt die üblichen falschen Fährten und Sackgassen, aber keinen Aha-Effekt, wenn das Ganze aufgelöst wird. Selbst als der lange totgeglaubte Onkel nach Jahren in einer Zeitschleife endlich zurückkehrt, wird das Wiedersehen eher geschäftsmäßig abgewickelt. Alles wirkt leb- und lieblos, als hätte es der Autor lustlos runtergeschrieben, damit da halt noch ein Buch mehr ist.
Vielleicht liegt es ja auch am Alter - Jack McDevitt ist 1935 geboren und damit immerhin schon 81. Aber dann sollte er vielleicht die Konsequenzen ziehen und aufhören, an dieser Serie weiter zu schreiben.
Ob ich das nächste Buch der Alex-Benedict-Serie, sollte es eines geben, noch lesen werde, weiß ich nicht. Dieses hier ist jedenfalls uninteressant und, ich nenne es mal beim Namen, langweilig.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

shakespeare, erzählung, klassiker, theater, köhlmeier

Shakespeare erzählt

Michael Köhlmeier
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2004
ISBN 9783492241915
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

William Shakespeare hat großartige Theaterstücke geschrieben. Er hat auch anderes Wundervolles geschrieben, aber darum geht es hier nicht. Er hat also, um es noch einmal zu sagen, großartige Theaterstücke geschrieben. Und genau das ist das Problem: Es sind Theaterstücke. Die sind schön anzusehen und vielleicht wunderbar zu inszenieren – aber angenehm zu lesen sind sie nicht.
Ein Beispiel aus Romeo und Julia:
Romeo tritt auf Benvolio: Da kommt er, seht! Ich bitt Euch, geht beiseit. Wenn er nicht leugnet, hör ich jetzt sein Leid. Montague: Ich wollt, du hättest Glück, daß er ein Wort Von sich verrät. – Kommt, Frau, wir gehen fort. Montague und Frau Montague ab Benvolio: Gut Morgen, Vetter! Romeo: Morgen? Erst so weit? Benvolio: Grad schlug es neun.
Nicht leicht zu lesen. Außerdem steht eine ganze Menge nicht im Stück – Mienenspiel, Gefühle, Gesten und dergleichen mehr. Muss es ja auch nicht, denn das macht der Schauspieler bei der Aufführung. Eine Nacherzählung in Prosa ist da eine verführerische Alternative. Besonders, wenn sie von einem so bestechenden Erzähler wie Michael Köhlmeier geboten wird. Wie auch schon bei den antiken Sagen oder dem Nibelungenlied, erzählt er auch hier leicht und locker und ausgesprochen unterhaltsam. Man darf dabei natürlich nicht übersehen, dass seine Erzählungen nicht frei sind von einer 'persönlichen Note' – Köhlmeier bringt nicht nur eine Zusammenfassung von Shakespeares Vorlagen, sondern reichert sie an mit seinen eigenen Deutungen der Charaktere und Geschehnisse. Letztlich bleibt ihm auch kaum etwas anderes übrig, denn, wie schon erwähnt, fehlen entsprechende Beschreibungen bei einem Theaterstück. Er interpretiert also die Vorlage und verleiht ihr dadurch zusätzlich noch Lebendigkeit und Emotionalität. Natürlich ist seine Interpretation nicht die einzig wahre, aber ein guter Ansatz. Und es macht Spaß, sie zu lesen!
Fazit: Wenn man nicht die Möglichkeit hat, Shakespeares Stücke auf der Bühne zu erleben, ist dieses Buch eine faszinierende Alternative, die Lust auf mehr macht.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

kurzgeschichten, fantasy, feen, sammlung, elfen

Vergessen? Ach wo!

Ruth M. Fuchs
E-Buch Text: 153 Seiten
Erschienen bei Raposa Verlag, 10.05.2016
ISBN B01EIL1QPY
Genre: Fantasy

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

shakespeare, twain, mythos

Ist Shakespeare tot?

Mark Twain , Nikolaus Hansen , Leander Haußmann
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492057691
Genre: Sonstiges

Rezension:

William Shakespeares Todestag jährt sich zum 400. Mal. PIPER nahm das zum Anlass, Mark Twains Satire "Ist Shakespeare tot?" noch einmal aufzulegen. Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut. Denn ich mag sie beide – Twain und Shakespeare. Der Anfang war auch wirklich genial! Die Szenen auf dem Mississippi Dampfer waren sehr gelungen und ich hab mich gekringelt vor Lachen, als ich las, wie der Dampferkapitän die Shakespearetexte mit nautischen Befehlen würzte. Ja, der Anfang war gut. Aber dann …
Ich hatte nicht wirklich erwartet, dass Twain sich objektiv mit der Frage „Hat Shakespeare die ihm zugeschriebenen Werke tatsächlich gelesen?“ beschäftigt. Es ist bekannt, dass er auf der Seite der Partei steht, die glaubt, Sir Francis Bacon wäre der wahre Autor gewesen. Mir war auch von Anfang an klar, dass Twain mit seinem riesengroßen Selbstbewusstsein nicht würde widerstehen können, sich selbst mit dem großen Dichter zu vergleichen. Aber mit einer so plumpen Dreistigkeit hätte ich wahrhaftig nicht gerechnet.
Argumente, die Twain nicht passen, werden ins Lächerliche gezogen, mal schnell in einem halben Satz abgehandelt oder ganz verschwiegen. Beweisgründe für seine Meinung dagegen werden breitgewalzt. So lässt er sich mit Spott und Häme darüber aus, dass in Shakespeares Umgebung niemand Schreiben und Lesen konnte und deswegen auch Schriftstücke nicht unterschrieb, sondern sein Zeichen daruntersetzte. Shakespeare, so der Umkehrschluss, kann also nicht anders gewesen sein. Dass es dann aber doch erstaunlich ist, dass Shakespeare mit seinem vollen Namen unterschrieb, also anscheinend schon schreiben konnte, lässt er schnell unter den Tisch fallen. Dass Shakespeare mit absoluter Sicherheit nur ein Gedicht geschrieben hat, nämlich den Vierzeiler auf seinem Grab, findet Twain höchst amüsant und wundert sich gar nicht, dass ein einfacher Handwerkerssohn überhaupt Wert darauf legt, dass ein Gedicht auf seinem Grabstein steht. Vor allem aber mokiert sich Twain darüber, dass niemand beweisen kann, dass Shakespeare Jurist war. War er wahrscheinlich auch nicht. Aber vielleicht hatte er einen Freund, den er fragen konnte. Einen, der ihm die Texte dahingehend Korrektur las. Das lässt sich nicht beweisen, macht aber genügend klar, dass es da Möglichkeiten gab und dass die Tatsache, dass man es nicht beweisen kann kein Beweis für das Gegenteil ist.
Und dann die vielen, vielen Stellen, die sich eigentlich nur um Mark Twain drehen. Mark Twain, der schon im Alter von sieben eine Biografie des Satans schrieb. Mark Twain, der aus einfachen Verhältnissen stammte und aufgrund seiner Genialität so viel aus sich machte. Er schafft es nicht nur, sich auf eine Stufe mit Shakespeare zu stellen, nein, er dreht das Ganze um und stellt Shakespeare auf eine Stufe mit sich selbst. Er stellt die These auf, dass, wenn ihm etwas gelungen ist, das auch Shakespeare hätte schaffen müssen! Dass die Verhältnisse und Möglichkeiten zu Zeiten des großen englischen Dichters völlig andere waren, passt nicht ins Bild, wird also auch nicht berücksichtigt. Für wie dämlich hält Twain eigentlich seine Leser?
Von Satire konnte ich, abgesehen von den ersten paar Seiten, ehrlich gesagt auch nicht viel finden.
Ich war am Anfang begeistert von dem kleinen Text, dann enttäuscht und am Ende richtig verärgert. Dieses Buch ist nicht nur keine Meisterleistung des eigentlich großartigen amerikanischen Schriftstellers, es ist eine Blamage für ihn.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tripods - Die dreibeinigen Herrscher

John Christopher , Wolfgang Schaller , Sabine Rahn
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492703499
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Um die Faszination für diesen Dreiteiler – plus Prequel zu verstehen, muss man etwas über die Hintergründe wissen. Der Autor John Christopher, eigentlich Christopher Samuel Youd, wurde 1922 in England geboren und starb dort 2012. Er begann schon früh, Science Fiction zu schreiben und hatte damit auch einigen Erfolg, aber nie den entscheidenden Durchbruch. 1966 schlug ihm sein Verleger vor, ein Science-Fiction-Buch für Kinder zu schreiben. Er war nicht begeistert von der Idee. Letztlich aber versuchte er sich doch an dem Projekt und wurde damit weltberühmt. Die ersten beiden Bücher der Trilogie waren die Grundlage für eine TV Series, die in England in den 1980ern produziert wurde. Außerdem gab es auch noch eine Comic-Reihe, die auf den Büchern basierte.
Liest man die Trilogie heute, wird man hin und wieder sentimental an die Fernsehserie Raumschiff Orion erinnert, in der die Computer noch ganz selbstverständlich mit Lochkarten programmiert werden. In einer Zeit, in der wir an Raumschiffe gewöhnt sind, die in mehrfacher Lichtgeschwindigkeit über den Bildschirm flimmern, und in der „Beam me up, Scotty“ ein geflügeltes Wort ist, erscheinen einem die Aliens aus den Tripoden schon ziemlich rückständig. Und doch – diese drei Bücher gehören auf jeden Fall zu den spannendsten Science-Fiction-Büchern, die ich kenne. Will, der Ich-Erzähler, ist ziemlich oft eher nervtötend, aber die Situationen, in die er gerät und die Menschen um ihn herum bringen einen schnell dazu, dass man ganz drinsteckt in der Handlung und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Das Ende ist so enttäuschend wie – leider – wirklichkeitsnah: Die befreiten Völker finden sich zusammen, um eine Erdregierung zu bilden. Doch persönliche Abneigungen und kleinliches Vorteilsdenken zusammen mit nationalem Stolz sorgen dafür, dass daraus nichts wird. Die Gemeinschaft bricht unter Drohungen und Verwünschungen wieder in die einzelnen Länder auseinander. Das ist unerwartet aktuell, da man gerade jetzt lernen muss, dass der Traum von Europa anscheinend auch eben nur das zu sein scheint: ein Traum.
Diese in einem Jugendbuch doch sehr realistische Einschätzung ist angenehm erfrischend.
Nach dem Dreiteiler kommt als viertes Buch noch ein Roman, der früher spielt, eben zu der Zeit, in der die Tripoden zum ersten mal auf der Erde landen und die Menschen mental vereinnahmen. Das ist einerseits schade, weil man das natürlich gern als erstes gelesen hätte. Andererseits ist dieses Buch ja tatsächlich erst nach den drei Tripods-Bänden entstanden (1988) und es fällt auch auf, dass die Technik hier fortschrittlicher ist.
Insgesamt kann ich das Buch wirklich nur empfehlen, allerdings als eBook. Denn einen Wälzer mit 736 Seiten in einer Hand zu balancieren ist auf die Dauer schon etwas anstrengend.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

krimi, ausbeutung, frauenbewegung, historischer roman, historischer krimi

Das Feuer der Freiheit

Lyndsay Faye ,
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.02.2016
ISBN 9783423260862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch spielt im New York der 1840er und -50er und ist der dritten Band einer Trilogie. New York muss damals ein schrecklicher Ort gewesen sein, voller Armut, Dreck und Menschenverachtung, politischer Kriminalität, Drogenabhängigkeit und Sexualstraftaten. Im Buch wird das sehr deutlich. Die Fiktion wird auch sehr gekonnt mit historischen Fakten vermischt, so dass das Ganze sehr glaubwürdig erscheint. Der Held dieser Welt und dieses Buches ist Timothy Wilde, ein ganz besonderer Charakter, der die Geschichte auch erzählt. Er ist lebendig beschrieben und man fühlt sehr schnell mit ihm. Trotzdem konnte ich mit dem Buch nicht recht warm werden. Ich glaube, es lag daran, dass es einfach zu langsam voran ging. Ständig wurde abgeschweift. Viel zu oft wurde etwas angesprochen, dass dann in der Schwebe blieb um die Spannung zu erhöhen und den Leser bei der Stange zu halten. Aber wie heißt es so schön: Kaum merkt man die Absicht, ist man verstimmt.
Außerdem muss angemerkt werden, dass der Autorin zwar ihr Protagonist wunderbar lebendig und mit Tiefgang gelingt. Ihre weiblichen Charaktere aber bleiben alle merkwürdig eindimensional und blass. Das ist besonders merkwürdig, weil in vielerlei Hinsicht das Geschlecht der zentrale Kern der Geschichte ist.
100 Seiten weniger hätten diesem 528-Seiten-Wälzer auf jeden Fall gut getan. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, sollte natürlich auch den dritten angehen, um eine Art Schlusspunkt zu haben. Allen anderen ist diese Buch weniger zu empfehlen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

mord, schwarzwald, schinken, regionalkrimi, sturm

Schwarzwaldrauch

Alexander Rieckhoff , Stefan Ummenhofer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492307949
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ok, das ist ein Regionalkrimi. Ein typischer. D.h., es gibt Ortsbeschreibungen zum Wiedererkennen, urige Einheimische mit den typischen Eigenschaften, einen 'Ausländer', also jemanden, der nicht von dort stammt und folglich die Eigenheiten nicht versteht und, ach ja, einen Mord. Und es gibt natürlich ein Ermittlerduo, charakterlich so gegensätzlich wie Tag und Nacht, aber in inniger Freundschaft verbunden. Alles da. Obendrein gibt es auch Humor. Feine Sache. Aber ach, muss denn einer der beiden Ermittler so ein Ekelpaket sein? Egoistisch, rüpelhaft und stolz darauf, dass er keine Bildung hat – einer der Art von Menschen, wie sie einem heutzutage viel zu oft auf der Straße begegnen und von denen ich dann nicht auch noch in Büchern belästigt werden will. Und mit dem soll ich mitleiden und mitfiebern? Nein. Sein 'Partner' Hubertus Hummel ist ein netter Kerl, geht aber völlig unter. Nicht nur bei seinem Freund, sondern auch bei seiner Frau, die tagein tagaus nur ihre innere Mitte sucht.
Ich liebe den Schwarzwald und seine Bewohner. Aber hier war ich dann doch relativ schnell erst vom Reporter genervt, dann von der Handlung gelangweilt. Man muss wahrscheinlich doch vor Ort wohnen, um diesen Krimi schätzen zu können.

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