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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

scheibenwelt, terry pratchett, kurzgeschichten, cohen, sammlung

Der ganze Wahnsinn

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2010
ISBN 9783492267441
Genre: Fantasy

Rezension:

Terry Pratchett war einer der ganz großen Schriftsteller unserer Zeit und ist viel zu früh verstorben. Dieses Buch, das ist ganz klar, wird von seinen Fans geliebt werden. Und alle anderen? Nun ja. Das Buch enthält eine Menge Texte aller Art, die Terry Pratchett im Laufe seines Lebens geschrieben hat. Von Kurzgeschichten zur Scheibenwelt über Kurzgeschichten ohne Scheibenwelt bis hin zu Vorworten zu Spiele, Büchern etc. ist alles zu finden. Um letztere schätzen zu können muss man wirklich ein Fan sein, der an Pratchetts Denkweise und seiner Entwicklung interessiert ist. Die Kurzgeschichten aber, die dürften jeden ansprechen, der Humor und Phantasie zu schätzen weiß. Sie sind kurzweilig und amüsant, aber – wie meistens bei Pratchett – mit einem gewissen Untergrund. Dabei ist es erstaunlich zu sehen, wie sein Stil sich entwickelt hat. Es gibt da zum Beispiel eine Geschichte, die er im Alter von dreizehn Jahren schrieb und die wirklich gut ist (ich wünschte, ich könnte jetzt so schreiben, wie Pratchett als angehender Teenager), aber noch nicht diesen typischen Pratchett-Ton hat. Ok, auch so etwas ist natürlich in erster Linie für den Fan interessant.
Insgesamt gesagt ist dieses Buch also ein Muss für Pratchett-Fans, für alle anderen ein Kann. Ich habe es sehr gemocht, aber ich bin ja auch ein Fan. Allerdings hoffe ich, dass es jetzt nicht so weitergeht wie bei Tolkien, dessen Sohn alles vermarktet, was Papa jemals geschrieben hat, und das möglichst doppelt und dreifach.Aber eigentlich traue ich das der Familie Pratchett nicht zu. Ich glaube, sie haben mehr Stil. Man wird sehen, ob ich Recht habe.

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(199)

509 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 134 Rezensionen

nina mackay, plötzlich banshee, banshee, fantasy, feen

Plötzlich Banshee

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492703932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Titel Plötzlich Banshee ist irreführend, denn die Protagonistin Alana wird durchaus nicht plötzlich zur Banshee, sondern ist es seit ihrer Geburt. Ich schätze, der Titel wurde analog zu dem Kinofilm Plötzlich Prinzessin gewählt, nach dem Motto 'egal ob es passt, Hauptsache auffallend'. Was für den Titel spricht, ist die Tatsache, dass Film und Buch in etwa in Sachen Humor dasselbe Niveau haben.
Es ist also ein Buch, dass man gut im Urlaub oder nach einem anstrengenden Tag vor dem Einschlafen lesen kann – nichts Tiefschürfendes, nichts überwältigend Spannendes, aber eine nette Lektüre. Mehr hatte ich auch nicht erwartet.
leider konnte ich mit Alana nicht recht warm werden. Sie hat immer einen frechen Spruch parat, was an sich prima ist. Leider ist es einfach zuviel davon. Und dann ist sie auch noch kindisch, sehr tollpatschig und insgesamt viel zu hektisch. Sie hört ihren Mitmenschen nicht zu, ist weder zu tieferen Gefühlen noch zu auch nur einer Spur von Einfühlungsvermögen fähig. Kurz gesagt, auf die Dauer nervt sie einfach nur.

Alana lebt mit Clay zusammen, mit dem sie aufgewachsen und der ihr bester Freund ist. Auch er ist ein magisches Wesen, genauer gesagt ein Leprechaun. Und überhaupt scheint die ganze Ortschaft, in der sie leben, voll von Elfen, Feen, Kobolden usw. zu sein. Der Leser wird davon regelrecht erschlagen. Ich kenne mich da ein wenig aus und war immer wieder erstaunt, wie wenig die Figuren mit ihren keltischen und irischen Vorfahren gemein haben. Aber gut, das ist dichterische Freiheit.

Die Handlung wäre an und für sich eigentlich recht spannend. Nur manchmal hat sie die Autorin so verzettelt, dass man Mühe hatte, den roten Faden wieder zu finden.
Was mich überhaupt nicht überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte. Da ging mir das Ganze einfach zu schnell und war von Anfang viel zu offensichtlich.

Insgesamt hat mich das Ganze bei weitem nicht so so gut unterhalten, wie ich mir erhoffte.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

drachen, fantasy, orient, dschinn, magie

Flammenwüste - Der feuerlose Drache

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404208241
Genre: Fantasy

Rezension:

Bei dem Buch „Flammenwüste – Der feuerlose Drache“ handelt es sich um den letzten Band einer Reihe. Ich kannte die anderen Bände nicht und tat mich etwas schwer, in die Geschichte hineinzukommen.
Die Sprache ist einfach gehalten, so dass vor allem jugendliche Leser von diesem Buch angesprochen sein dürften. dazu passt auch der Inhalt, der eher an Märchen aus Tausenundeine Nacht denken lassen, als an Fantasy für Erwachsene: Fliegende Teppiche oder Köpfe auf einem Tablett, dass findet man doch eher in den Erzählungen Scheherazades.
Dementsprechend habe ich die Drachen zugegebenermaßen als störend empfunden, als einen Stilbruch. Ein Dschinn in einer Wunderlampe wäre mir lieber gewesen.

Abgesehen davon war die Story aber sehr gelungen und Jugendliche haben bestimmt ihre Freude daran.

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(24)

94 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

venedig, fantasy, drachen elfen & gedöns

Die maskierte Stadt

Genevieve Cogman , Dr. Arno Hoven
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.08.2016
ISBN 9783404208036
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe ja schon „Die unsichtbare Bibliothek“ gelesen, den Auftaktband der Reihe um Irene Winters und ihren Assistenten Kai. Das hier ist also ein weiterer Teil. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Vorab möchte ich aber sagen, dass es von großem Vorteil ist, den ersten Band zu kennen. Tut man das nicht, dürfte es einem sehr schwer fallen, in die Handlung zu finden. Denn die Autorin hält sich nicht lange damit auf, die Vorgeschichte zu skizzieren, sondern stürzt sich gleich mitten in die Handlung. Schon im Vorgängerband war ich fasziniert von der Grundidee einer Bibliothek zwischen den Welten, in der die Bibliothekare keine weltfremden Wesen sind, die langsam Staub ansetzen, sondern gerissene Agenten, die undercover ermitteln, waghalsige Aktionen starten, um bestimmte Bücher zu retten und überhaupt mehr die Indiana Jones der Bücher sind.
Dieser neue Band führt den Leser nicht nur wieder in die Unsichtbare Bibliothek, sondern auch ins Viktorianisches London, nach Venedig zum Maskenball und noch so manche andere Stadt oder Epoche. Die Handlung ist mitreißend, der Stil wie schon beim letzten Mal angenehm.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gremlin, frau, fantasy

Die Chimäre - Silben der Macht

Martin Alexander
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404208258
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie schon in „Meister der Türme“ hat man es auch hier mit Standardfantasy zu tun. Dieses Mal ist es eine verfolgte Minderheit, aber sonst wie gehabt: Junges Mädchen, auserwählt die Welt zu retten, blablabla …
Trotzdem ist der Roman (wie auch schon „Meister der Türme“) absolut lesenswert. Das liegt daran, dass der Autor es einerseits versteht, mit Sprache umzugehen und andererseits ein Auge für Details hat. Die wiederum verleihen dem Roman mehr Tiefe, als die meisten anderen Fantasyromane zu bieten haben. Außerdem vermeidet er es, in Klischees zu verfallen. Seine Heldin ist weder ein toughes Weib mit männlichen Zügen, noch ein kleines, hilfloses Mädel, das mit seinen Emotionen nicht klarkommt und immer knapp an der Hysterie vorbeischrammt. Nein, diese Heldin ist aus Fleisch und Blut, mit Stärken und Schwächen, guten und schlechten Eigenschaften. Auch die Welt, in der das Ganze spielt ist wieder durchdacht und in sich stimmig.
Also ein richtiger Lesegenuss … bis auf das Ende. Das hat mich dann doch sehr enttäuscht. Hier blieb der Autor entschieden hinter seinen Möglichkeiten. Fast wirkte es, als hätte er mal schnell was hingeschrieben, um zum Schluss zu kommen und Ruhe zu haben. Schade.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Froschprinzen

Markus Kohler , Alicia Neef
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Karina-Verlag, 08.06.2016
ISBN 9783903056848
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich gerne mal ein Märchen nehme, und etwas Neues daraus mache. Aber so viele Märchen in eine Geschichte zu packen habe ich noch nie geschafft und werde es wohl auch nie. Man streift mit dem Froschprinzen durchs Märchenreich und begegnet allen Figuren, die man schon in seiner Kindheit gekannt und geliebt hat. Egal ob Märchen der Brüder Grimm, Christian Andersen, die wunderbaren Figuren Otfried Preusslers oder der berühmte Pinocchio von Carlo Collodi – alle haben ihren Auftritt. Sie sind stimmig in die Handlung eingewoben, so dass sich ein ganz eigenes Ganzes ergibt; kein episodenhaftes Aneinanderreihen der einzelnen Märchen. Als Wolfsfreund freue ich mich ganz besonders, dass auch er einen Platz gefunden hat, bei dem er nicht als blutlechzendes Monster rüberkommt. Alles ist schlüssig und wird noch abgerundet von wunderbaren Bildern, die eingestreut im Buch immer mal wieder auftauchen. Und mal ehrlich: Wer hat sich als Kind nicht schon mal gefragt, was die Figuren aus den Geschichten denn eigentlich machen, wenn man das Buch erst einmal zugeklappt hat? Oder was passiert, wenn die Prinzessin den Prinzen gekriegt und der Böse seiner Strafe zugeführt wurde? Jetzt erfährt man es endlich!
Ich habe den Streifzug zu den Freunden der Kindheit jedenfalls sehr genossen und freue mich zu lesen, dass es ihnen noch immer gut geht.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimis

Steinroller

Martin Lassberg
E-Buch Text: 239 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 02.05.2016
ISBN 9783492973380
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich war ja ein bisschen skeptisch. Muss jetzt auch noch Fred Feuerstein unter die Detektive gehen? Aber da tat ich dem Autor furchtbar Unrecht. Denn statt an die Familie Feuerstein erinnerte mich der Roman in Sachen Witz und Niveau eher an Asterix und Obelix: Humorvoll und manchmal auch ein wenig nachdenklich und philosophisch.
Natürlich kann niemand wissen, wie das Leben damals wirklich war. Dafür gibt es einfach zu wenige Quellen. Und so ist es sicherlich eine gute Idee, gar nicht erst zu versuchen, dieses Leben realistisch nachzubauen. Dabei müsste man letztlich ganz sicher scheitern. Stattdessen geht es der Autor frech und schnurrig an, erfindet mal eben einen schwulen Modedesigner mit einem Schweinchen als Haustier, der von der Sippe eher belächelt wird, eine Ehefrau, die Handtaschen über alles liebt und eine Vegetarierin. Es gibt Probleme mit Drogenabhängigen, Empfängnisverhütung und penetranten Schwiegermüttern. Außerdem wird man Zeuge, wie mal eben der Schlitten erfunden wird, das Taschenmesser oder auch das Spiel „Jäger ärgere dich nicht“. Martin Lassberg schöpft aus dem Vollen, wie man es nur bei einem Erstroman zu einem neuen Thema tun kann. Und er macht es großartig.  Daneben vergisst er aber auch nicht, dass das Leben damals oft grausam war und der Verlust eines Menschenlebens einen ganz anderen Stellenwert hatte, als heutzutage. Der zu klärende Mord wirkt mehr als roten Faden, der sich durch die Handlung zieht, denn als Hauptanliegen. Trotzdem ist er spannend, komplett mit falschen Fährten und Nebensträngen und letztlich glaubhaft gelöst.
Alles in allem ist „Steinroller“ ein so unterhaltsamer wie kurzweiliger Roman. Mal sehen, ob da noch mehr kommt.

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Tags: krimis   (1)
 

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135 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

thriller, erotik, mord, kunst, london

Maestra

L.S. Hilton , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492060516
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch ist eine Mogelpackung! Ich hatte mir einen Thriller erhofft. Was ich bekam, war im Grunde genommen ein Porno mit ein wenig einfallsloser Handlung drumrum. Denn die Sex-Szenen vertuschen vor allem, dass dahinter eigentlich gar kein richtiger Plot steckt.
Die Heldin der Geschichte ist gutaussehend, rücksichtslos und ehrgeizig. Und darüber hinaus ist sie unsympathisch und dauergeil. Letzteres aber nur, wenn Champagner und Kaviar gereicht werden. Anders gesagt, was sie eigentlich anmacht, ist der Reichtum. Und genau auf die Beschreibung der Reichen und Schönen wird auch eine Menge Platz verwendet. Der Luxus der Wohlhabenden wird genüsslich aufgezählt, ihre Eskapaden, ihre Dekadenz ... Leider fehlt jedoch die sprachliche Raffinesse, die nötig wäre, um das alles interessant zu machen.
So kommt es, wie es kommen muss: Das Buch ist einfach nur langweilig. Mag sein, dass das anders wäre, wenn man sich besser mit der Heldin identifizieren könnte. Leider konnte ich jedoch nichts an ihr finden, das mich berührt hätte. So war mir letztlich egal, was aus ihr wurde, und ich habe den Roman wieder weggelegt.

Wenn das ein internationaler Bestseller ist – und das glaube ich ehrlich gesagt nicht – dann mache ich in Zukunft um vielgepriesene Bücher lieber einen Bogen. Aber ich denke, hinter all dem steckt eigentlich nur ausgeklügelte PR. Dafür spricht schon der Klappentext (siehe oben), in dem die Sexeskapaden mit keinem Wort erwähnt werden, während es dann im Buch schon im Prolog das Hauptthema ist. Da wollte wohl jemand ein wenig am Erfolg von "Fifty Shades Of Grey" anknüpfen. Leider ziemlich plump. Mir bleibt jedoch die Hoffnung, dass der Schuss nach hinten los geht und die Leser nicht darauf hereinfallen.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

science fiction, sachbuch, physik

Die STAR TREK Physik

Metin Tolan
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492056533
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dies ist mein erstes Buch von Metin Tolan, aber es wird bestimmt nicht mein letztes sein. Ich habe es mir ausgesucht, weil ich – ich gestehe es – ein Trekkie bin. Ein gemäßigter zwar, denn ich könnte keine Dialoge nachsprechen und ich weiß auch nicht, welche Kleidergröße T'Pol hat, oder welche Schuhgröße Commander Riker. Aber nichtsdestotrotz ein Trekkie. In diesem Buch nun werden durch viele Zitate und Bilder Erinnerungen an einzelne Serienfolgen wieder wach. Und wenn Tolan nach den Zitaten mit trockenem Humor entlarvt, was Crew-Mitglieder da wirklich von sich gegeben haben, ist es einfach nur ein Vergnügen.

In den Star Trek-Serien kommt eine Menge vor, was an Physik zumindest erinnert. Und damit meine ich nicht nur das Beamen oder den Warp-Antrieb. Aber wenn von Tachyonstrahlen gesprochen wird, von Antimaterie oder der Rekalibrierung der Heisenberg-Kompensatoren, dann wäre es doch interessant zu wissen, ob das pure Erfindungen sind, oder nicht. Erstaunlicherweise ist viel davon zumindest theoretisch denkbar (mal abgesehen von den Heisenberg-Kompensatoren) und den Machern von Star Trek scheint doch sehr daran gelegen zu haben, sich im Rahmen der Physik zu bewegen. Das ist mehr, als man von so manch anderer Science Fiction-Reihe sagen kann.

Dieses Buch schafft es, sowohl dem Physik-Laien als auch dem ambitionierten Leser eben genau das zu erklären. Und das auch noch auf unterhaltsame Weise.Grundsätzlich zerfällt jedes Kapitel in zwei Teile. Der erste ist für den Laien, der zweite für die etwas komplexeren Herleitungen und Berechnungen steht jeweils am Ende der Kapitel als „Details für Besserwisser“. Wem dies zu weit führt, der kann diese Abschnitte einfach überspringen. Zugegeben, dabei habe ich in der Regel schnell aufgegeben – schon in der Schule fand ich Physik mit ihren logischen Erklärungen interessant, aber wenn es ans Rechnen ging, habe ich fast immer versagt.

Obgleich dieses Buch natürlich besonders für die Fans der Serien ein Leckerbissen ist, ist es auch für jeden anderen interessant, der sich gerne mal Gedanken macht, was die Zukunft gerade im Bereich der Wissenschaft bieten könnte. Fragen der Energiequellen, Datenspeicherungen, Antriebe usw. werden genauso angesprochen wie viel Wissenswertes über unser Sonnensystem und die Welt in der wir leben bzw. einmal leben könnten.

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Tags: physik, sachbuch, science fiction   (3)
 

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190 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

usa, freundschaft, familie, familiengeschichte, baltimore

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492057646
Genre: Romane

Rezension:

Schon als ich im Prolog die die Unterüberschrift „Einen Monat vor der Katastrophe“ las und danach keinerlei Erklärung was gemeint war, schwante mir Übles. Leider behielt ich recht. Denn im Text wurde immer wieder eingestreut „Das war vor der Katastrophe“, „Zwei Jahre nach der Katastrophe“, „Damals wurde die Saat für die Katastrophe ...“ usw. Und dann geht es mit etwas anderem weiter. Uiuiui, großes Geheimnis! Lies also gefälligst weiter, lieber Leser, damit du erfährst, was es ist!
Um es gleich vorweg zu sagen: Dies ist das einzige Spannungselement des Buches. Und dieses Stilmittel ist so plump, dass ich schon verärgert war, als ich das Buch noch nicht einmal zur Hälfte durch hatte. Was die Katastrophe war, erfährt man erst im letzten Kapitel – und fragt sich dann, warum das ziemlich vorhersehbare Ereignis derart aufgebauscht wurde. Denn was da enthüllt wird, ist ziemlich banal.

Bis zu diesem letzten Kapitel gibt es seitenlange langweilige Beschreibungen, Wiederholungen von bereits Erzähltem, oberflächliche Gedanken des Ich-Erzählers. Ach ja, der Ich-Erzähler: Ich konnte nicht warm werden mit ihm. Zu gern verleugnet er seine Herkunft und möchte etwas Besseres sein, als er ist. Das geht so weit, dass ich glaubte, seine Eltern seien früh gestorben, bis er im Epilog plötzlich zu Thanksgiving bei ihnen reinschneit und sie erstaunlicherweise beide noch leben.
Ich verstehe auch nicht, warum er acht Jahre braucht, bis er sich mit Ereignissen beschäftigt, die für ihn nicht nur zu einer Katastrophe führten, sondern zu DER Katastrophe.

Mir ist auch nicht klar, warum das Ganze in den USA spielt – die Beteiligten benehmen sich ausgesprochen europäisch. Außer vielleicht, man unterstellt die Berechnung, dass ein Buch, das auf den ersten Blick amerikanisch erscheint, einen höheren Stellenwert erhält.

Der Stil ist auch nicht gerade berauschend. Ich kenne Dickers Erstling nicht, aber dieses Buch hier könnte jeder schreiben, der den einen oder anderen Schreibkurs absolviert hat. Von Genialität und Charakter keine Spur. Dabei hat der Übersetzer sicherlich sein Bestes getan, aus dem Text rauszuholen, was ging.

Dieses Buch ließ mich jedenfalls enttäuscht und verärgert zurück. Schade um die Zeit!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Apollo

Jack McDevitt , Frauke Meier
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.05.2016
ISBN 9783404208272
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dies ist nicht mein erster Alex-Benedict-Roman. Ich bin zwar kein eingefleischter Fan, aber bisher hat mir, was ich von Jack McDevitt schon gelesen habe, immer gut gefallen. Ich habe mich dementsprechend schon sehr auf dieses Buch gefreut.
Aber dieser Roman ist eine Zumutung. Ein extrem dünner Plot, der noch nicht einmal zufriedenstellend aufgelöst wird, aufgepumpt mit Landschaftsbeschreibungen und einer Hymne, wie toll doch die Amerikaner sind. Ach ja, und mit Beschreibungen des 'Goldenen Zeitalters'. Das ist die Zeit, in der wir gerade leben und mal ehrlich: Wozu brauche ich eine Beschreibung der Erfindungen, die in unseren Tagen gemacht werden und die ich täglich nutze? Und nach der fünften Erwähnung, dass die Apollo 11 am 21. Juli 1969 auf dem Mond landete, und dass der erste Mensch auf dem Mond Neil Armstrong war, hätte ich liebend gern dem Autor zugeschrien: „Das weiß ich! Ich hab's im Fernsehen live gesehen!“ Dem Goldenen folgte das 'Dunkle Zeitalter' und das wird auch noch ein bisschen beschrieben. Aber immer, wenn es interessant wird, muss abgebrochen werden, weil die Nachweise fehlen. Komisch. Vom 'Goldenen Zeitalter' gibt es davon anscheinend genug. Dabei sind in einer Zeit des Chaos die ersten Dinge, die verlorengehen, die aus dem unmittelbaren Zeitabschnitt davor. Von einem Autor mit McDevitts Renommee hätte ich jetzt schon eine bessere Ausrede erwartet, wenn er es schon nicht schafft, sein eigenes Gedankengebilde ordentlich zu durchdenken und zu strukturieren.
Alex Benedict wird gern der 'Indiana Jones der Zukunft' genannt. In diesem Band würde ich ihn eher als lustlosen Klinkenputzer bezeichnen. Ein Anschlag auf sein Leben (und das seiner Assistentin Chase) geschieht so zufällig und nebenbei, dass man das Gefühl hat, das er nur reingeschrieben wurde, weil in jedem Alex-Benedict-Roman der Held einmal in Lebensgefahr gerät. Auch eine Romanze, die Chase hat, wird eher oberflächlich behandelt. Der Klappentext (jemand will sie mit allen Mitteln aufhalten ... die Zeit drängt ...) ist so etwas von irreführend, dass es an eine Lüge grenzt. Von 'aufhalten' kann kaum die Rede sein und die Zeit drängt schlicht und ergreifend überhaupt nicht.
Da ist kein Drama und keine Spannung. Es gibt die üblichen falschen Fährten und Sackgassen, aber keinen Aha-Effekt, wenn das Ganze aufgelöst wird. Selbst als der lange totgeglaubte Onkel nach Jahren in einer Zeitschleife endlich zurückkehrt, wird das Wiedersehen eher geschäftsmäßig abgewickelt. Alles wirkt leb- und lieblos, als hätte es der Autor lustlos runtergeschrieben, damit da halt noch ein Buch mehr ist.
Vielleicht liegt es ja auch am Alter - Jack McDevitt ist 1935 geboren und damit immerhin schon 81. Aber dann sollte er vielleicht die Konsequenzen ziehen und aufhören, an dieser Serie weiter zu schreiben.
Ob ich das nächste Buch der Alex-Benedict-Serie, sollte es eines geben, noch lesen werde, weiß ich nicht. Dieses hier ist jedenfalls uninteressant und, ich nenne es mal beim Namen, langweilig.

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shakespeare, erzählung, klassiker, theater, köhlmeier

Shakespeare erzählt

Michael Köhlmeier
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2004
ISBN 9783492241915
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

William Shakespeare hat großartige Theaterstücke geschrieben. Er hat auch anderes Wundervolles geschrieben, aber darum geht es hier nicht. Er hat also, um es noch einmal zu sagen, großartige Theaterstücke geschrieben. Und genau das ist das Problem: Es sind Theaterstücke. Die sind schön anzusehen und vielleicht wunderbar zu inszenieren – aber angenehm zu lesen sind sie nicht.
Ein Beispiel aus Romeo und Julia:
Romeo tritt auf Benvolio: Da kommt er, seht! Ich bitt Euch, geht beiseit. Wenn er nicht leugnet, hör ich jetzt sein Leid. Montague: Ich wollt, du hättest Glück, daß er ein Wort Von sich verrät. – Kommt, Frau, wir gehen fort. Montague und Frau Montague ab Benvolio: Gut Morgen, Vetter! Romeo: Morgen? Erst so weit? Benvolio: Grad schlug es neun.
Nicht leicht zu lesen. Außerdem steht eine ganze Menge nicht im Stück – Mienenspiel, Gefühle, Gesten und dergleichen mehr. Muss es ja auch nicht, denn das macht der Schauspieler bei der Aufführung. Eine Nacherzählung in Prosa ist da eine verführerische Alternative. Besonders, wenn sie von einem so bestechenden Erzähler wie Michael Köhlmeier geboten wird. Wie auch schon bei den antiken Sagen oder dem Nibelungenlied, erzählt er auch hier leicht und locker und ausgesprochen unterhaltsam. Man darf dabei natürlich nicht übersehen, dass seine Erzählungen nicht frei sind von einer 'persönlichen Note' – Köhlmeier bringt nicht nur eine Zusammenfassung von Shakespeares Vorlagen, sondern reichert sie an mit seinen eigenen Deutungen der Charaktere und Geschehnisse. Letztlich bleibt ihm auch kaum etwas anderes übrig, denn, wie schon erwähnt, fehlen entsprechende Beschreibungen bei einem Theaterstück. Er interpretiert also die Vorlage und verleiht ihr dadurch zusätzlich noch Lebendigkeit und Emotionalität. Natürlich ist seine Interpretation nicht die einzig wahre, aber ein guter Ansatz. Und es macht Spaß, sie zu lesen!
Fazit: Wenn man nicht die Möglichkeit hat, Shakespeares Stücke auf der Bühne zu erleben, ist dieses Buch eine faszinierende Alternative, die Lust auf mehr macht.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

kurzgeschichten, fantasy, feen, sammlung, elfen

Vergessen? Ach wo!: Ein phantastisches Sammelsurium

Ruth M. Fuchs
E-Buch Text: 153 Seiten
Erschienen bei Raposa Verlag, 10.05.2016
ISBN B01EIL1QPY
Genre: Sonstiges

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

shakespeare, twain, mythos

Ist Shakespeare tot?

Mark Twain , Nikolaus Hansen
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492057691
Genre: Sonstiges

Rezension:

William Shakespeares Todestag jährt sich zum 400. Mal. PIPER nahm das zum Anlass, Mark Twains Satire "Ist Shakespeare tot?" noch einmal aufzulegen. Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut. Denn ich mag sie beide – Twain und Shakespeare. Der Anfang war auch wirklich genial! Die Szenen auf dem Mississippi Dampfer waren sehr gelungen und ich hab mich gekringelt vor Lachen, als ich las, wie der Dampferkapitän die Shakespearetexte mit nautischen Befehlen würzte. Ja, der Anfang war gut. Aber dann …
Ich hatte nicht wirklich erwartet, dass Twain sich objektiv mit der Frage „Hat Shakespeare die ihm zugeschriebenen Werke tatsächlich gelesen?“ beschäftigt. Es ist bekannt, dass er auf der Seite der Partei steht, die glaubt, Sir Francis Bacon wäre der wahre Autor gewesen. Mir war auch von Anfang an klar, dass Twain mit seinem riesengroßen Selbstbewusstsein nicht würde widerstehen können, sich selbst mit dem großen Dichter zu vergleichen. Aber mit einer so plumpen Dreistigkeit hätte ich wahrhaftig nicht gerechnet.
Argumente, die Twain nicht passen, werden ins Lächerliche gezogen, mal schnell in einem halben Satz abgehandelt oder ganz verschwiegen. Beweisgründe für seine Meinung dagegen werden breitgewalzt. So lässt er sich mit Spott und Häme darüber aus, dass in Shakespeares Umgebung niemand Schreiben und Lesen konnte und deswegen auch Schriftstücke nicht unterschrieb, sondern sein Zeichen daruntersetzte. Shakespeare, so der Umkehrschluss, kann also nicht anders gewesen sein. Dass es dann aber doch erstaunlich ist, dass Shakespeare mit seinem vollen Namen unterschrieb, also anscheinend schon schreiben konnte, lässt er schnell unter den Tisch fallen. Dass Shakespeare mit absoluter Sicherheit nur ein Gedicht geschrieben hat, nämlich den Vierzeiler auf seinem Grab, findet Twain höchst amüsant und wundert sich gar nicht, dass ein einfacher Handwerkerssohn überhaupt Wert darauf legt, dass ein Gedicht auf seinem Grabstein steht. Vor allem aber mokiert sich Twain darüber, dass niemand beweisen kann, dass Shakespeare Jurist war. War er wahrscheinlich auch nicht. Aber vielleicht hatte er einen Freund, den er fragen konnte. Einen, der ihm die Texte dahingehend Korrektur las. Das lässt sich nicht beweisen, macht aber genügend klar, dass es da Möglichkeiten gab und dass die Tatsache, dass man es nicht beweisen kann kein Beweis für das Gegenteil ist.
Und dann die vielen, vielen Stellen, die sich eigentlich nur um Mark Twain drehen. Mark Twain, der schon im Alter von sieben eine Biografie des Satans schrieb. Mark Twain, der aus einfachen Verhältnissen stammte und aufgrund seiner Genialität so viel aus sich machte. Er schafft es nicht nur, sich auf eine Stufe mit Shakespeare zu stellen, nein, er dreht das Ganze um und stellt Shakespeare auf eine Stufe mit sich selbst. Er stellt die These auf, dass, wenn ihm etwas gelungen ist, das auch Shakespeare hätte schaffen müssen! Dass die Verhältnisse und Möglichkeiten zu Zeiten des großen englischen Dichters völlig andere waren, passt nicht ins Bild, wird also auch nicht berücksichtigt. Für wie dämlich hält Twain eigentlich seine Leser?
Von Satire konnte ich, abgesehen von den ersten paar Seiten, ehrlich gesagt auch nicht viel finden.
Ich war am Anfang begeistert von dem kleinen Text, dann enttäuscht und am Ende richtig verärgert. Dieses Buch ist nicht nur keine Meisterleistung des eigentlich großartigen amerikanischen Schriftstellers, es ist eine Blamage für ihn.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tripods - Die dreibeinigen Herrscher

John Christopher , Wolfgang Schaller , Sabine Rahn
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492703499
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Um die Faszination für diesen Dreiteiler – plus Prequel zu verstehen, muss man etwas über die Hintergründe wissen. Der Autor John Christopher, eigentlich Christopher Samuel Youd, wurde 1922 in England geboren und starb dort 2012. Er begann schon früh, Science Fiction zu schreiben und hatte damit auch einigen Erfolg, aber nie den entscheidenden Durchbruch. 1966 schlug ihm sein Verleger vor, ein Science-Fiction-Buch für Kinder zu schreiben. Er war nicht begeistert von der Idee. Letztlich aber versuchte er sich doch an dem Projekt und wurde damit weltberühmt. Die ersten beiden Bücher der Trilogie waren die Grundlage für eine TV Series, die in England in den 1980ern produziert wurde. Außerdem gab es auch noch eine Comic-Reihe, die auf den Büchern basierte.
Liest man die Trilogie heute, wird man hin und wieder sentimental an die Fernsehserie Raumschiff Orion erinnert, in der die Computer noch ganz selbstverständlich mit Lochkarten programmiert werden. In einer Zeit, in der wir an Raumschiffe gewöhnt sind, die in mehrfacher Lichtgeschwindigkeit über den Bildschirm flimmern, und in der „Beam me up, Scotty“ ein geflügeltes Wort ist, erscheinen einem die Aliens aus den Tripoden schon ziemlich rückständig. Und doch – diese drei Bücher gehören auf jeden Fall zu den spannendsten Science-Fiction-Büchern, die ich kenne. Will, der Ich-Erzähler, ist ziemlich oft eher nervtötend, aber die Situationen, in die er gerät und die Menschen um ihn herum bringen einen schnell dazu, dass man ganz drinsteckt in der Handlung und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Das Ende ist so enttäuschend wie – leider – wirklichkeitsnah: Die befreiten Völker finden sich zusammen, um eine Erdregierung zu bilden. Doch persönliche Abneigungen und kleinliches Vorteilsdenken zusammen mit nationalem Stolz sorgen dafür, dass daraus nichts wird. Die Gemeinschaft bricht unter Drohungen und Verwünschungen wieder in die einzelnen Länder auseinander. Das ist unerwartet aktuell, da man gerade jetzt lernen muss, dass der Traum von Europa anscheinend auch eben nur das zu sein scheint: ein Traum.
Diese in einem Jugendbuch doch sehr realistische Einschätzung ist angenehm erfrischend.
Nach dem Dreiteiler kommt als viertes Buch noch ein Roman, der früher spielt, eben zu der Zeit, in der die Tripoden zum ersten mal auf der Erde landen und die Menschen mental vereinnahmen. Das ist einerseits schade, weil man das natürlich gern als erstes gelesen hätte. Andererseits ist dieses Buch ja tatsächlich erst nach den drei Tripods-Bänden entstanden (1988) und es fällt auch auf, dass die Technik hier fortschrittlicher ist.
Insgesamt kann ich das Buch wirklich nur empfehlen, allerdings als eBook. Denn einen Wälzer mit 736 Seiten in einer Hand zu balancieren ist auf die Dauer schon etwas anstrengend.

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

krimi, frauenbewegung, historischer roman, ausbeutung, historischer krimi

Das Feuer der Freiheit

Lyndsay Faye ,
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.02.2016
ISBN 9783423260862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch spielt im New York der 1840er und -50er und ist der dritten Band einer Trilogie. New York muss damals ein schrecklicher Ort gewesen sein, voller Armut, Dreck und Menschenverachtung, politischer Kriminalität, Drogenabhängigkeit und Sexualstraftaten. Im Buch wird das sehr deutlich. Die Fiktion wird auch sehr gekonnt mit historischen Fakten vermischt, so dass das Ganze sehr glaubwürdig erscheint. Der Held dieser Welt und dieses Buches ist Timothy Wilde, ein ganz besonderer Charakter, der die Geschichte auch erzählt. Er ist lebendig beschrieben und man fühlt sehr schnell mit ihm. Trotzdem konnte ich mit dem Buch nicht recht warm werden. Ich glaube, es lag daran, dass es einfach zu langsam voran ging. Ständig wurde abgeschweift. Viel zu oft wurde etwas angesprochen, dass dann in der Schwebe blieb um die Spannung zu erhöhen und den Leser bei der Stange zu halten. Aber wie heißt es so schön: Kaum merkt man die Absicht, ist man verstimmt.
Außerdem muss angemerkt werden, dass der Autorin zwar ihr Protagonist wunderbar lebendig und mit Tiefgang gelingt. Ihre weiblichen Charaktere aber bleiben alle merkwürdig eindimensional und blass. Das ist besonders merkwürdig, weil in vielerlei Hinsicht das Geschlecht der zentrale Kern der Geschichte ist.
100 Seiten weniger hätten diesem 528-Seiten-Wälzer auf jeden Fall gut getan. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, sollte natürlich auch den dritten angehen, um eine Art Schlusspunkt zu haben. Allen anderen ist diese Buch weniger zu empfehlen.

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mord, schwarzwald, schinken, regionalkrimi, sturm

Schwarzwaldrauch

Alexander Rieckhoff , Stefan Ummenhofer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492307949
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ok, das ist ein Regionalkrimi. Ein typischer. D.h., es gibt Ortsbeschreibungen zum Wiedererkennen, urige Einheimische mit den typischen Eigenschaften, einen 'Ausländer', also jemanden, der nicht von dort stammt und folglich die Eigenheiten nicht versteht und, ach ja, einen Mord. Und es gibt natürlich ein Ermittlerduo, charakterlich so gegensätzlich wie Tag und Nacht, aber in inniger Freundschaft verbunden. Alles da. Obendrein gibt es auch Humor. Feine Sache. Aber ach, muss denn einer der beiden Ermittler so ein Ekelpaket sein? Egoistisch, rüpelhaft und stolz darauf, dass er keine Bildung hat – einer der Art von Menschen, wie sie einem heutzutage viel zu oft auf der Straße begegnen und von denen ich dann nicht auch noch in Büchern belästigt werden will. Und mit dem soll ich mitleiden und mitfiebern? Nein. Sein 'Partner' Hubertus Hummel ist ein netter Kerl, geht aber völlig unter. Nicht nur bei seinem Freund, sondern auch bei seiner Frau, die tagein tagaus nur ihre innere Mitte sucht.
Ich liebe den Schwarzwald und seine Bewohner. Aber hier war ich dann doch relativ schnell erst vom Reporter genervt, dann von der Handlung gelangweilt. Man muss wahrscheinlich doch vor Ort wohnen, um diesen Krimi schätzen zu können.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

sarkasmus, humorvoller krimi, hänsel und grete

Die wankelmütige Meerjungfrau

Paula Brackston , P. J. Brackston ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.01.2016
ISBN 9783404172948
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das war mein erster „Hänsel und Gretel Krimi“, obwohl es ja schon einige gibt. Das macht aber nichts, denn es sind immer so ziemlich abgeschlossene Fälle.
Am Anfang war ich begeistert. Die beiden Protagonisten erinnerten praktisch gar nicht an die beiden im Märchen, aber das störte mich nicht. Hänsel – Hans ist hier ein umfangreiches Mannsbild, das nur Essen und Kartenspielen im Kopf hat, aber ein gutmütiger, netter Kerl ist. Gretel hat auch eine Schwäche für gutes Essen, aber eine noch größere für gutes Aussehen. Sie ist geradezu putzsüchtig und träumt von vornehmer Umgebung und Luxus. Das birgt so einiges an Heiterkeit.
Aber auf Dauer wird es dann schon sehr langweilig, denn es entwickelt sich nichts. Gretel stolpert von einer unangenehmen Situation in die Nächste, weil sie unpassend gekleidet ist oder auf den äußeren Schein hereinfällt. Und obwohl sie im Buch immer wieder brillant genannt wird, kann sie den Fall eigentlich nur mit einer Menge Hilfe und Glück lösen. Der Leser hat schon sehr viel früher die Lösung parat und behält auch wirklich Recht.

Was zusätzlich sauer aufstößt, ist, dass die Geschwister aus Bayern kommen, die Autorin aber anscheinend wenig Ahnung von diesem Land hat. Dass Bayern ab und an „Zefix“ sagen und ansonsten vor allem von Weißwürsten mit süßem Senf träumen, ist schon etwas sehr oberflächlich.

Am Ende war ich ziemlich sauer auf diese Verschwendung von Druckerschwärze und Papier – und meiner Zeit. Dazu kommt eine teilweise doch recht seltsame Übersetzung. „Ihr rasselte ein kalter Schauer über den Rücken“ z. B. ist schon grenzwertig.

Ich werde auf gar keinen Fall noch etwas von dieser Autorin lesen.

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Bloodbound - Die Garde des Königs

Erin Lindsey ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2016
ISBN 9783404208050
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine interessante Mischung: Eine starke weibliche Hauptrolle, ein bisschen Alchemie und eine Dreiecks-Liebesgeschichte. Autor Erin Lindsey (das Pseudonym für E. L. Tettensor – oder umgekehrt) schildert eine minimalistische Welt mit glaubwürdigen Charakteren und einem Hauch Übernatürlichem. Seine Sprache ist gut und verständlich, das Tempo flüssig und flott. Die Dreiecksgeschichte fand ich dann aber doch etwas sehr gestelzt. Liam hat natürlich eine geheimnisvolle Vergangenheit, natürlich ist er ein Bastard und natürlich ist nicht bekannt, wer sein Vater ist. Er ist anscheinend schon lange mit Alix befreundet. So ganz klar ist es zwar nicht; man muss dem Autor einfach mal glauben. Der dritte im Bunde ist – auch natürlich – der König persönlich. Alix soll sich natürlich von Liam fernhalten, er ist schließlich ein Bastard, tut es natürlich nicht, sondern beginnt eine Liebesbeziehung ... Ja, und dann geht es mehr oder weniger dahin wie in jedem anderen Liebesroman. Von der starken weiblichen Hauptrolle bleibt nicht mehr sehr viel übrig.
Ich habe ganz bewusst diese vielen 'natürlich' gewählt, denn das ist es, was mich so genervt hat: Die üblichen Zutaten, nichts Originelles, nichts wirklich Neues. Und so schön die Sprache des Autors auch sein mag. So toll, dass sie darüber hinweg tröstet, ist sie nicht. Schade, denn es begann so vielversprechend. Am Ende habe ich aber eigentlich nur noch quer gelesen und mich geärgert.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

schottland, literatur, literaturbetrieb, roman, satire

Der beste Roman des Jahres

Edward St Aubyn , Nikolaus Hansen
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2016
ISBN 9783492307741
Genre: Romane

Rezension:

Der Elysia-Preis soll vergeben werden. Die fünfköpfige Jury leitet Malcolm Craig. Mit seiner Übernahme dieses Postens beginnt das Buch. Später taucht er dann allerdings kaum mehr auf. Stattdessen geht es, glaube ich, um die anderen Mitglieder und um ein paar Autoren – allerdings eigentlich ohne Sinn und Zweck. Denn eine vorkommende Schriftstellerin zum Beispiel nimmt gar nicht teil, weil ihr Lektor es verpatzt. Und zwei andere erfüllen die Wettbewerbsbedingungen nicht. Ach ja, der Lektor kommt auch zu Wort.  Wer der eigentliche Protagonist ist, wird nicht so recht klar. Auch nicht, wer der Sympathieträger sein soll, den ein solches Buch einfach braucht. Dummerweise sind alle Figuren mehr oder weniger unsympathisch. Jede bedient ein Schema, leider wenig originell. Und so ist es einem bald egal, mit wem die nymphomane Schriftstellerin als nächstes im Bett landet, oder wie der liebeskranke Lektor aus seinem Selbstmitleid wieder herauskommt.
Aber es mangelt nicht nur an sympathischen Charaktern in diesem Buch. Es gibt auch nur sehr wenig richtige Handlung. Und einen Spannungsbogen suchte ich eigentlich völlig vergeblich. Stattdessen liest man seitenlange innere Monologe der verschiedenen Personen – ihre Gedanken und Gefühle zu den Dingen. Ein satirischer Text – und so etwas soll das hier ja wohl sein – könnte hier auftrumpfen. Leider tut er das aber nicht. Dazu fehlt ihm der Biss. Der Spott ist vorhersehbar, die Übertreibungen so derart übertrieben, dass sie bestenfalls albern sind. Die Personen wirken eher wie Karikaturen, Stereotype, Klischees. Und am Ende des Buches stehen sie genauso da, wie am Anfang. Ok, die sexbesessene Schriftstellerin knabbert am Ende an Jemandes anderem Ohr, aber das ist eigentlich auch schon alles. Weiterentwicklung, Verbesserung oder auch Verschlechterung – Fehlanzeige. Und auch die Überraschung, wer den begehrten Preis letztlich erhält, ist eigentlich keine. Denn es ist bereits nach dem ersten Drittel des Buches klar, wer als Sieger hervorgehen wird.
Ich hatte mich sehr auf dieses Werk gefreut, denn ein Roman über den Literaturbetrieb ist eine raffinierte Idee. Ich war gespannt auf einen Blick hinter die Kulissen. Klüngel, Machtkämpfe innerhalb der Jury, die Autoren und diverse Widrigkeiten würden genug Zündstoff für eine spannende Handlung bieten. Aber leider wurden die Möglichkeiten allesamt verschenkt. Die Konflikte innerhalb der Jury bei der Auswahl und Bewertung der ausgewählten Bücher werden nur in kurzen Sätzen angerissen und danach nicht mehr verfolgt. Wie es letztlich zur Entscheidung kam, wird gar nicht erst erwähnt. Von den immer mal wieder vorkommenden Autoren, die tatsächlich am Wettbewerb beteiligt sind, erfährt man am wenigsten.

Die einzige gut Idee im Buch sind Auszüge aus den Romanen, die für den Preis zur Debatte stehen. Das ist immerhin originell und ganz gut getroffen. Aber will ich wirklich ein Buch lesen, um ein paar Zeilen aus einem Roman zu erhaschen, der gar nicht existiert? Nein.
Ich hatte mir, besonders nach den vollmundigen Versprechungen des Klappentexts, entschieden mehr von diesem Buch versprochen. Und das, obwohl ich längst daran gewöhnt bin, dass Klappentexte die Wahrheit ganz schön dehnen können.

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fürst, gartenarchitekt, 19. jahrhundert, park, frauenheld

Der grüne Fürst

Heinz Ohff
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2002
ISBN 9783492237154
Genre: Biografien

Rezension:

Zugegeben, ich kannte den Namen Pückler in erster Linie von dem berühmten Eis (das ich allerdings nicht besonders mag). Als ich dann las, dass hinter dem Namen eine schillernde Persönlichkeit stand, wurde ich neugierig. Schillernd war er wirklich, dieser Hermann Pückler-Muskau. Und ein interessanter Mensch, zweifellos. Er hat sein Leben in vollen Zügen genossen, war ein Schürzenjäger und ein Tunichtgut, aber auch ein kritischer reformierter Zeitgeist, ein guter Beobachter und ein Autor, der vielleicht nicht umwerfend Neues schuf, aber bewährtes in elegantem Stil zu vervollkommnen wusste. Über ihn zu lesen macht nicht nur Spaß, sondern regt auch zum Nachdenken an.
Der Autor hat für sein Buch umfangreiche Recherchen betrieben, zitiert gar aus originalen Manuskripten und Briefen. Sein fundiertes Hintergrundwissen über die Geschichte Preussens rundet das Ganze vorteilhaft ab. Leider hat sich Heinz Ohff offensichtlich regelrecht vernarrt in den Fürsten. Denn der kann eigentlich nichts falsch machen. Spielt er einen üblen Streich, so liegt das halt an den ach, zwei Seelen in seiner Brust. Und außerdem hatte er eine schwere und lieblose Kindheit – das erklärt doch wohl alles! Manchmal, wenn Pückler-Muskau einen besonders großen Vogel abschießt, erfährt man das gar nur in einem Nebensatz. Ein bisschen mehr Objektivität hätte ich mir da schon gewünscht.
Aber mal abgesehen davon hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es war interessant und ich erfuhr so manches, auch von der damaligen Zeit, von dem ich keine Ahnung hatte.

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bastei, andrews, kühe, intrigen, aliens

Frontiersmen - Blutfehde auf Alvarado

Wes Andrews
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404208098
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Um es gleich vorweg zu sagen: Hinter Wes Andrews steckt eigentlich Bernd Perplies. Für seine Space-Western-Serie Frontiersmen hat er sich entschlossen, unter dem offenen Pseudonym Wes Andrews zu publizieren, weil ein amerikanisch klingender Name einfach besser zu diesem Genre passt.

Was ein Spacewestern ist? Na ja, ich kannte natürlich die Fernsehserie Firefly mit einem damals noch sehr jungen Nathan Fillion (den die meisten heute wohl als Richard Castle kennen). Ich bin nicht gerade ein hingerissener Fan, aber Spaß macht die Serie allemal. Und sie zeigt perfekt, was man sich unter einem Spacewestern vorzustellen hat: Es einen Western, in dem ein paar Raumschiffe rumfliegen, die Colts  etwas fortschrittlicher funktionieren und statt rothäutigen Indianern grünhäutige Außerirdische gejagt werden. Logisch oder nicht, es funktioniert irgendwie.
Bei den Frontiersmen ist der Protagonist John Donovan der typische „sympathische Schurke“. Allerdings einer mit Vorurteilen und – mit Verlaub – ziemlich dämlich. Dass er einfach so auf das Anwesen eines Rinderbarons marschiert, dessen Tochter er entführen soll, ist tollkühn. Dass er dem einen falschen Namen nennt, ansonsten aber die Wahrheit über seine Fracht und dass sie verzollt wurde und für wen sie bestimmt war – und dass er sich dann wundert, dass der Baron dann ganz schnell seine wahre Identität rausfindet, das ist einfach nur dumm. Ich gebe zu, ab diesem Zeitpunkt war mein Lesevergnügen doch etwas getrübt.
Aber der Plot ist rasant und abwechslungsreich und nicht arm an Überraschungen. Es ist definitv mehr Western als SiFi, mehr Tempo als Tiefgang. Eine nette Lektüre für zwischendurch.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, humor, kobold, schriftsteller

Die Murdstone-Trilogie

Mal Peet , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2016
ISBN 9783492280693
Genre: Fantasy

Rezension:

Es war eine Freude, dieses Buch zu lesen! Nicht nur der Ansatz war mal etwas völlig anderes, auch Umsetzung und Sprache.
Philip Murdstone ist der Stereotyp eines einsam vor sich hinschreibenden Autors schlechthin. Einer, der mit der Grammatik um der rechten Ausdruck ringt, der Facebook eher vom Hörensagen kennt und Twitter meidet. Einer, der in einem abgelegenen Cottage haust und in der tiefgründigen 'ernsten' Literatur Zuhause ist. Dazu kommen dann noch ein paar verschrobene Dorfbewohner – auch genau so, wie man sie sich vorstellt. Dem gegenüber steht Murdstones Literaturagentin, beladen mit allem, was die Klischeevorstellung einer solchen Frau anhängt, oberflächlich, geldgierig, ehrgeizig, schick und hochmodern.
Überhaupt wird hier eigentlich alles und jeder aufs Korn genommen! Die Kurzfassung, was in so einem Fantasyroman drinzustehen hat, ist absolut köstlich. Auch die Unterkategorien der Fantasy und die Vermarktung der Bücher wird thematisiert und persifliert. Überhaupt wird von Computerspielen bis hin zu einsamen Mönchen in den Anden alles durch den Kakao gezogen. Dabei kommt die Handlung aber nicht zu kurz. Witzig, temporeich und voller ungeahnter Wendungen ist sie spannend bis zum Ende.
Nur das Ende selbst, ja, das hat mich ein wenig enttäuscht. Bei längerem Nachdenken komme ich aber zum Schluss, dass eine andere Auflösung kaum möglich ist.

Ich habe das Buch jedenfalls so genossen, wie schon lange keines mehr.

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Hudson & Lowrey: Detective Stories

Kathi Unterberg
Flexibler Einband: 102 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.08.2014
ISBN 9781500919702
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vier Geschichten, von leichter Hand geschrieben. Ich hatte eine Menge Spaß beim Lesen dieses Buches. Allerdings bleiben so einige Fragen offen, was mich dann doch ein wenig störte. So ist Lowrey ja anscheinend tot, aber er hat einen Körper inklusive Geschmacksnerven und Magen, was seine Vorliebe für Sherry, Brandy und Orangenmarmelade zeigt. Wie in diesen Zustand kam, wird nicht erklärt. Noch nicht einmal annähernd. Und welchen Unterschied es macht dass er tot ist, ist mir auch nicht klar. Gut, er braucht keinen Schlaf. Aber ansonsten benimmt er sich genauso wie ein Lebender. Wozu also der Kunstgriff? Warum Hazel von Lowrey 'Hudson' genannt wird, wird auch nicht geklärt, Nu einmal eine vage Andeutung, mehr nicht. Natürlich hat der Leser so seine Vermutungen, aber eine Erklärung wäre schon schöner. Und dann scheint die Wohnung, in der die beiden leben, anfangs die von Hazel zu sein scheint. Lassen wir dahin gestellt, dass es zu der Zeit in der das Ganze spielt, ein Ding der Unmöglichkeit war, dass ein Mann und eine Frau unverheiratet in einer Wohnung zusammenleben, selbst wenn der Mann tot ist. Was wirklich verwundert, ist, dass eigentlich so ziemlich alles in der Wohnung Lowrey zu gehören scheint.
Hier ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Die Autorin hat auf jeden Fall das Talent, das notwendig ist, um Detektivgeschichten zu schreiben. Und so hoffe ich doch sehr, das es eine Fortsetzung geben wird.

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Bist du verrückt genug für ein eigenes Pferd?

Celeste Drake
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.04.2015
ISBN 9783734781025
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zugegeben, ich träume manchmal von einem eigenen Pferd. Aber es ist die Art von Traum, von dem man weiß, dass es genau dabei bleiben sollte – beim Träumen nämlich. Meine letzte Reitstunde liegt schon eine Weile zurück und ich bin inzwischen nicht gerade gelenkiger geworden. Außerdem hätte ich wohl kaum die Zeit, mich so um ein Pferd zu kümmern, wie es das verdient. Aber Pferde sind schon etwas besonders und eine Beziehung zu einem aufbauen zu können … ach ja.
Nach der Lektüre dieses Buches jedenfalls weiß ich, dass ich recht daran tue, beim Träumen zu bleiben. Und ich habe jetzt noch viel mehr Gründe dafür, auf die ich von allein gar nicht gekommen wäre. Man merkt dem Buch an, dass die Autorin wirklich Ahnung hat und eine Menge Erfahrung. Was aber fast noch wichtiger ist: Sie kann ihr Wissen vermitteln und das auch noch sehr amüsant. Vielleicht ist der Humor an manchen Stellen ein wenig zu schwarz, aber es macht wirklich Spaß, dieses Buch zu lesen. Ich konnte an einigen Stellen richtig schmunzeln. Bei Ratgebern eine Seltenheit. Zwar fragt man sich nach der Lektüre, ob es überhaupt noch Leute gibt, die sich zutrauen können, ein Pferd zu kaufen und zu halten. Aber diejenigen, die es tatsächlich tun, sind auf jeden Fall bestens vorbeireitet und können höchstens noch positiv überrascht werden.
Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der vorhat, es nicht beim Träumen vom eigenen Pferd zu belassen.

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