Leserpreis 2018

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Die Frauen vom Savignyplatz

Joan Weng
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.10.2018
ISBN 9783746634258
Genre: Historische Romane

Rezension:

Noch vor dem ersten Weltkrieg lernt die blutjunge Vicky ihren zukünftigen Mann kennen und wird von ihm schwanger. Als er sich Jahre später von ihr und den Kindern trennt nimmt sie ihr Leben selber in die Hand.
Es war mein erstes Buch von Joan Weng und es hat mir gut gefallen. Der Erzählstil ist sehr gut lesbar und passt zu Zeit und Ort. Es kommt gut rüber, wie rechtlos die Frauen eigentlich immer noch waren, aber dass es bereits Versuche gab, aus dieser Unmündigkeit auszubrechen.

Vicky steht für diese Frauen und es macht Spaß ihre Erfolge zu lesen. Der Fortschritt in der Emanzipation ist auch auf die zwei Weltkriege zurückzuführen, in denen die Frauen oft auf sich gestellt waren und ihre Arbeitskraft und ihr Engagement außerhalb des heimischen Bereiches, wichtig für die Gesellschaft wurden. Vicky ist ein Paradebeispiel einer jungen Frau, die sich ihren Weg freikämpft. Erst aus der elterlichen Bevormundung und später der Trennung vom Ehemann auch in beruflicher Hinsicht. Dass ein Buchladen dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielt, gefällt mir als Leser natürlich sehr.

Ich werde sicher weitere Bücher von Joan Wenig ins Auge fassen.

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Das Mädchen mit dem Schmetterling

Kristin Hannah , Christine Strüh
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.10.2018
ISBN 9783746634593
Genre: Liebesromane

Rezension:

Einige beschweren sich in ihren Rezensionen, dass das Buch „Das Mädchen mit dem Schmetterling“ bereits unter einem anderen Titel vor Jahren erschienen ist. Ich finde zwar schade, dass beim Leser der Eindruck entsteht, der Verlag hätte es darauf angelegt, seine Käufer in die Irre zu führen, aber ich finde es Klasse, dass die Bücher von Kristin Hannah nun alle in neuem Cover-Gewand herauskommen. Ich kenne die Autorin erst seit „Der Nachtigall“ und kann sie so Stück für Stück weiter für mich entdecken. Und die neuen Cover sind einfach wunderschön.

Die Geschichte ist wieder mal zu Herzen gehend ohne kitschig zu sein. Ich mag diese Frauen, die durch Schicksalsschläge scheinbar aus dem Tritt gekommen sind, die aber bald zeigen, dass sie noch immer stark und mutig sind und die indem sie anderen Menschen helfen, selber wieder im eigenen Leben Fuß fassen.

Kristin Hannah schreibt routiniert und dennoch bekomme ich nicht genug von ihrer Erzählweise. Immer hat sich noch eine überraschende Wendung und eine emotionale Achterbahn für den Leser parat und ich finde, dass „Das Mädchen mit dem Schmetterling“ zu ihren besten Büchern gehört. Für die Vorweihnachtszeit und auch als Geschenk eine dicke Empfehlung.

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Queen Victoria

Julia Baird , Hans Freundl , Maria Zettner
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.09.2018
ISBN 9783806237849
Genre: Biografien

Rezension:

Es gibt solche und solche Biografien. Es gibt die, die mit viel Faktenwissen glänzen und dabei aber den Menschen vergessen, der hinter all den Daten steckte. Und es gibt die, die sich wie ein Roman lesen lassen und in denen das Wissen so harmonisch und angenehm in den Text einfließt, dass es weder trocken noch langweilig wird.

Die Biografie „Queen Victoria“ von Julia Baird ist ein Paradebeispiel der zweiten Kategorie und ich empfehle es allen, die gerne Histos lesen und am englischen Königshaus interessiert sind.

Die Aufmachung glänzt schon mit dem schönen Cover, welches das Bildnis einer Frau zeigt, die neben ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen und Einschränkungen als Königin von England auch ganz Frau und Geliebte sein konnte. Das Bild wurde auf persönlichen Wunsch der Königin für ihren Gemahl Albert angefertigt und es passt sehr gut zum Inhalt des Buches, denn man lernt in dieser Biografie natürlich eine Regentin kennen, die auch Mensch, Ehefrau und Mutter war und die durchaus Ecken und Kanten, Träume und Hoffnungen hatte, wie jeder andere Mensch auch.

Neben dem persönlichen Bild von Queen Victoria wird auch eine ganze Epoche beschrieben. Und es ist eine, die sowohl politisch als auch gesellschaftspolitisch und wissenschaftlich einige dramatische Veränderungen und Entdeckungen mit sich brachte. Es ist wahnsinnig spannend, über die vielen Jahrzehnte ein Land und seine Königin kennenzulernen.

Ich bin beeindruckt und begeistert von diesem Buch und lege es allen nur wärmstens ans Herz.

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Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkönig

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783404209095
Genre: Fantasy

Rezension:

Für jeden Büchernarren ist Paramythia ein wundervoller Ort. Nur zu gerne würde man durch die unterirdischen Gänge und die Bücherschätze streifen. Gebannt verfolgt man das Schicksal der Hauptdarsteller Samir und Kani. Sicherlich werden auch Neueinsteiger ihren Spaß haben aber man sollte wirklich den ersten Band gelesen haben, denn dann wird einem so richtig bewusst, wie die Personen sich weiterentwickeln und verändern und, wie schön, stärker und noch sympathischer werden. Die magischen Wesen sind, wie das Wort schon verspricht, schillernd und ungewöhnlich und tatsächlich sehr phantasievoll entworfen. Außerdem schätze ich, dass auch die Gegner stark und präsent sind, allen voran die Wüstenhexe.

Bücherkönig ist kein ungeliebter Mittelband sondern ganz im Gegenteil meiner Meinung nach noch einen Ticken spannender und ausgefeilter als Band eins. Das furiose Finale liest man wirklich mit angehaltenem Atem und ich bin froh, dass sich die Ankunft des dritten Teiles schon ankündigt, denn ich kann es kaum noch erwarten.

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Grenzgänger

Mechtild Borrmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.10.2018
ISBN 9783426281796
Genre: Historische Romane

Rezension:

Als der Vater von Henriette und ihren drei Geschwistern nach zwei Jahren aus dem zweiten Weltkrieg kommt, ist er ein gebrochener Mann. Er kann seinen Beruf als Uhrmacher deshalb nicht mehr ausüben und verkriecht sich in Sprachlosigkeit und Tatenlosigkeit. Die Mutter und ihre älteste Tochter versuchen mit Putzarbeiten die Familie irgendwie über Wasser zu halten. Als die Mutter überraschend an einer nicht erkannten Eileiterschwangerschaft stirbt, glaubt Henni als Älteste, die Verantwortung läge nun auf ihren Schultern und sie verlässt die Schule und beginnt mit einer Gruppe Schmuggler über die Grenze zu ziehen, um dort Kaffee zu tauschen, für den hohe Preise in Deutschland gezahlt werden. Eine Weile geht das auch gut aber die Kontrollen werden immer strenger und Henni muss gefährlichere Wege gehen, um die Ware ins Land zu schaffen. Um in kürzerer Zeit mehr Geld zu verdienen, nimmt sie ihre zwei ältesten Geschwister mit auf einer Schmuggeltour und dabei geschieht ein Unglück. Danach gerät Hennis Welt endgültig aus den Fugen und sie und ihre Geschwister landen in Heim und Besserungsanstalt.

„Grenzgänger“ ist wieder mal eines der scheinbar so schmalen Bücher von Mechtild Borrmann, die in Wahrheit immer große Schwergewichte sind, voller Tragik und Emotionen. Darauf sollte man vorbereitet sein, denn es ist anspruchsvolle und traurige Kost, die man zu lesen bekommt. Das Leben von Henriette und ihren Geschwistern ist hart und entbehrungsreich und der Tod der Mutter und die psychische Erkrankung des Vaters sind nur die ersten Stolpersteine, die es aber allen vier unmöglich machen, eine normale glückliche Kindheit zu erleben und die Erlebnisse im Heim sind so dramatisch, dass sie unauslöschliche Spuren auf den Kinderseelen hinterlassen – bei manchem sogar Schlimmeres.

Dank intensiver Recherchearbeit kann Mechtild Borrmann die Situation in den damaligen Kinderheimen explizit am Schicksal der vier Kinder beschreiben. Die Zustände, die kinderfeindliche Atmosphäre, die drakonische Härte der Strafen, die Grausamkeiten, vor allem der katholischen Nonnen, aber auch das Unverständnis und die Borniertheit der Gesellschaft sind zentrales Thema dieser Geschichte. Ich war fassungslos, dass sowohl die katholische Kirche, als auch die Gerichte und sämtliche zuständigen Ämter zu keinem Zeitpunkt auch nur das geringste Gegen diese menschenunwürdigen ja gefängnisähnlichen Zustände in den Heimen getan haben. Weder glaubte man den Schilderungen der Kinder noch den Beschwerden der Ärzte, die ungewöhnliche Verletzungen der Kinder durchaus mal gemeldet haben. Ein Armutszeugnis für die damalige Gesellschaft und ein Spiegel, den man den kirchlichen Institutionen nicht oft genug vorhalten kann, um ihnen zu zeigen, was sie da verbrochen haben, im Namen Gottes noch dazu.

Die Charaktere sind, wie immer bei Mechtild Borrmann, lebensecht und liebenswert geschildert, wodurch man umso mehr mitleidet mit den Kindern. Durch den trickreichen Wechsel in verschiedene Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten, wird nach und nach die ganze Lebensgeschichte von Henni aufgeblättert. Am Ende schließt sich ein Kreis, klärt sich manche Frage, erfüllt sich das Schicksal der Hauptpersonen.

Ein Roman, welcher bei mir im besten Sinne lange nachwirkt und die volle Punktzahl und viele Leser verdient.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Im Licht des Polarsterns

Stef Penney , Marie Rahn
Fester Einband: 678 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 05.10.2018
ISBN 9783352009181
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte spielt Ende des 19.ten Jahrhunderts vor allem in Grönland und der Arktis. Die Hauptdarstellerin Flora lernen wir bereits mit 12 Jahren kennen, als sie ihre Mutter verliert und der Vater, der auf einem Walfänger arbeitet muss seine Tochter teilweise mit auf seine Seefahrt nehmen und lässt sie dann einige Zeit immer wieder bei den Innuit leben. So entwickelt das Mädchen schnell eine Liebe zu Eis und Schnee und der kühlen Schönheit des Landes. Und auch das einfache und harte Leben der Eskimos findet seinen Nachhall im Leben von Flora, die sich nichts sehnlicher wünscht, als als Forscherin die Arktis zu entdecken. Mit einer großen Hartnäckigkeit erreicht sie, was für die damalige Zeit wohl keine andere Frau erreicht hat. Dabei findet sie auch den Mann fürs Leben.

Der bildgewaltige und gut lesbare Erzählstil von Stef Penny hat mich von Anfang an gefangen genommen. Flora ist ein toller Charakter und das Setting war sehr ungewöhnlich und faszinierend. Es ist in kurzer Zeit das dritte Buch, welches ich über die nördlichen Hemisphären gelesen habe. Nach Kristin Hannahs Familiendrama und „den Liebenden vom Ende der Welt“ reiht sich dieses Buch wunderbar ein und gibt ein weiteres Mal eine Vorstellung davon, was Menschen an der Arktis fasziniert. Und dass eine junge Frau vor 100 Jahren einen Traum Wirklichkeit werden lässt, gefällt mir natürlich auch ungemein.

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Wo der Teufel ruht

Craig Russell , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 14.09.2018
ISBN 9783352009174
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wo der Teufel ruht von Craig Russel spielt diesmal nicht in der Gegenwart sondern im Prag der 30er Jahre. Der Arzt Viktor versucht die Psyche von Mördern und Gewaltverbrechern zu verstehen und gleichzeitig bei der Lösung einer aktuellen Mordserie zu helfen. Ein interessantes Setting welches einiges an Hintergründen und Details liefert und eher als historischer Krimi denn als ein Thriller angepriesen werden sollte. Der Autor versucht diesmal nicht Spannung um jeden Preis zu erzeugen sondern möchte dem Leser tatsächlich einiges über die Entwicklung der Psychologie und vielleicht auch dem Beginn des modernen Profiling erzählen. Mir hat das Buch gut gefallen und auch wenn es die ein oder andere Länge hatte, habe ich es zügig und interessiert gelesen.

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Macbeth

Jo Nesbø , André Mumot , Wolfram Koch
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 27.08.2018
ISBN 9783844530865
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin ja froh, dass ich nicht die Einzige bin, die sich durchquälen musste durch das Hörbuch "Macbeth". Kein Nesbo hat mich so enttäuscht wie dieser hier. Ich muss aber zugeben, dass das nicht das erste Projekt dieser Art ist, dass für mich unbefriedigend ausfiel. Es scheint so, als wäre es gar nicht so einfach, die alten Strukturen der Dramen in eine moderne Geschichte einzupassen. Also so, das sie funktioniert.

In Macbeth kollidieren die relativ aktuelle Story um Dorgenbanden und Polizeigewalt mit der Dramahandlung von Shakespeare. Diese ist zwangsläufig etwas altertümlich und nicht so ohne weiteres in die GEgenwart zu transportieren. Nesbo hätte vielleicht mehr wagen sollen und sich von den vorgegebenen Bahnen mehr entfernen müssen. Aber vielleicht war das ja auch gar nicht seine Intention. Macbeth ist ein schwieriger Charakter und das kommt auch in seinem Buch gut rüber. Er ist getrieben von Drogen, Ehrgeiz und seiner Geliebten. Und er ist maßlos in seiner Härte, wenn er glaubt, es würde ihm nützlich sein.

Der Mittelteil war ziemlich langatmig und hatte viele Logiklöcher, die mich genervt haben. Am Ende versucht Nesbo das Ruder nochmal rumzureißen. Aber zu mehr als 3 Sternen reicht es bei mir nicht. Und die sind noch freundlich, weil ich den Autor und seinen Schreibstil schätze.

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85 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

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Die Chroniken von Azuhr - Die Weiße Königin

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.09.2018
ISBN 9783596299997
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Chroniken von Azuhr geht in die zweite Runde.

Die Insel Cilia wird nicht zum ersten Mal Schauplatz eines großen Krieges. Gleich mehrere Feldherren versuchen die Rebellen des Schwertwaldes zu vernichten. Allen voran der Erzpriester Nandus, dem wohl klar ist, dass in der entscheidenden Schlacht geweissagt ist, dass die Weiße Königin erscheinen und ihr Volk retten wird. Trotzdem versucht er alles, um den Krieg auf die ein oder andere Weise für sich zu entscheiden und geht strategisch klug aber auch hart und unerbittlich zu werke.

Währenddessen versucht sein Sohn Milan, die aus dem Ruder laufenden Märengestalten in den Griff zu bekommen und vielleicht einen Weg zu finden, um seine geliebte Felicia wider zum Leben zu erwecken. Er setzt seine magischen Fähigkeiten auf ganz neue Weise ein und durch seine Geschichten beginnt die reale Welt sich tatsächlich zu verändern. Aber es läuft nicht alles so, wie er es sich erwünscht hat. Denn kleine Änderungen der Realität verursachen, wie mir ja alle wissen, oft einen Schmetterlingseffekt und setzten manchmal eine große Lawine in Gang.

Ein ungewöhnlich langer Prolog erzählt erst einmal aus der Vergangenheit der amtierenden Kaiserin und man muss sich als Leser etwas gedulden, bis die Story dort fortfährt, wo sie im kongenialen ersten Band endete. Bernhard Hennen lässt sich tatsächlich etwas Zeit, bis er den Spannungsbogen anzieht aber spätestens in der Mitte hatte er mich wieder mit Haut und Haar und es fiel mir schwer, das dicke Buch aus der Hand zu legen.

Wie schon im Vorgänger besticht die Geschichte durch eine ganz eigene Exotik. Das mittelalterlich angehauchte Setting schwankt zwischen Asien und Spanien und einem Land, welches ich mal ganz salopp als ein Märchenland beschreiben würde, in dem Meerhexen, Basilisken, Riesen und Waldtrolle ihr Unwesen treiben und ein hungriger Riesenbär namens Grym ständig Leute verspeisen will.

Stark und kraftvoll sind aber nicht nur die magischen Wesen, sondern vor allem und eindeutig an erster Stelle die menschlichen Darsteller, die charakterlich bis in die kleinste Nebenrolle intensiv und tiefgründig gestaltet sind. Brüche in den Persönlichkeiten, Reifungsprozesse, psychologische Abgründe; alles da in dieser Riege so unterschiedlicher Akteure. Der Leser wird dabei auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Liebgewonnene Personen sterben zu Hauf – das kann man nicht schönreden. Aber die ein oder andere Überraschung sorgt dafür, dass man all dies verkraftet und von der Kraft und Spannung überrascht wird, die die Handlung immer weiter vorantreibt zu einem furiosen Finale.

Ja, es gibt jede Menge offene Enden und unbeantwortete Fragen. Ja, man weiß, dass es noch einen dritten Band braucht, um diese Geschichte in einen sicheren Hafen zu bringen. Und der ein oder andere Cliffhanger dräut durch die letzten Seiten. Aber dennoch kann man den zweiten Teil der Trilogie sehr zufrieden zuklappen, denn man wurde von Bernhard Hennen wieder Mal aufs Trefflichste unterhalten und kann sich freuen, dass dieses tolle Märenmärchen noch nicht zu Ende ist.

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Deutsches Haus

Annette Hess
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050244
Genre: Romane

Rezension:

1963 in Frankfurt. Eva ist Anfang 20 und Dolmetscherin. Mehr zufällig wird sie als solche für Polnische Häftlinge des ehemaligen Lagers in Ausschwitz engagiert und erfährt hautnah Stück für Stück in einem Prozess, was damals wirklich passiert ist. Die Aufarbeitung des Grauens, die erst fast 20 Jahre nach Kriegsende in Deutschland beginnt, wird durch Eva und ihre Familie beschrieben. Die Eltern, die mehr oder weniger nichts davon wissen wollen, und Eva, die fassungslos ist aber versteht, dass man Wissen der erste Schritt zur Aufarbeitung ist.

Die Autorin hat bereits einige hervorragende Drehbücher abgeliefert. Ihr erster Roman besticht nicht unbedingt durch eine sehr ausgefeilte Sprache. Das Buch liest sich leicht weg. Aber der Inhalt ist sehr spannend und sehr authentisch und die Geschichte ist eine, die man nicht oft genug erzählen kann.

Es gibt den Spielfilm „Im Labyrinth des Schweigens“, der sich mit diesem Gerichtsprozess bereits sehr intensiv auseinandersetzt. Ich hatte also schon Hintergrundwissen. Dennoch hat mich wieder erschreckt, wie zögerlich die Deutschen und die Gerichte an die Wahrheit von Ausschwitz herangingen und wie viele Widerstände es in der Gesellschaft gab, bis alles ans Licht kam. Ja sogar die Alliierten waren dafür, vieles Totzuschweigen.

Ein tolles Buch. Deutsche Geschichte, ehrlich erzählt. Eine dicke Leseempfehlung von mir.

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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CAKE - Die Liebe von Casey und Jake

J. Bengtsson
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 06.09.2018
ISBN 9783736309326
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich bin jetzt nicht eine der Leserinnen, die ständig Liebesgeschichten liest. Ich bin da ziemlich wählerisch und breche Bücher auch generell schnell ab, wenn sie mich nicht auf die ein oder andere Art fesseln können. Cake - Die Liebe von Casey und Jake ist von Anfang an sehr unterhaltsam geschrieben. Casey ist einem sofort mit ihrer direkten und manchmal auch burschikosen Art sympathisch. Und es ist schön, dass die Autorin sich etwas Zeit nimmt, die Hauptdarstellerin einzuführen, bevor es zur ersten wirklichen Begegnung mit Mister Dreamly kommt. Natürlich ist Jake ein Sahneschnittchen, auch wenn er psychisch durch eine Entführung in seiner Jugend sehr gebeutelt ist. Und natürlich funkt es sofort heftig zwischen den beiden. Hier fand ich vor allem die Dialoge toll, die Funken sprühen und den Darstellern Leben einhauchen. Natürlich müssen die beiden dann durch ein tiefes Tal - oder zwei - und man bangt und hofft ein bisschen mit - obwohl man weiß, dass da schon ein Happy End drin sein wird.

Also ein Buch, welches nicht durch Überraschungen sondern durch die nette Art, wie die Geschichte erzählt wird, besticht. Wer nach dieser art von Lektüre greift, erwartet etwas fürs Herz. Und man wird hier nicht enttäuscht. Ich habe das Buch gerne gelesen. In diesem Genre sicherlich im oberen Drittel anzusiedeln.

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93 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Das Heer des Weißen Drachen

Anthony Ryan , Sara Riffel , Maria Pfaffinger
Fester Einband: 699 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.09.2018
ISBN 9783608949759
Genre: Fantasy

Rezension:

"Das Heer des Weißen Drachen" macht sich bereit die Menschheit zu vernichten. Im ersten Band hat der Leser schon viele der Darsteller kennen und lieben gelernt. Und auch die Hintergründe erfahren, die dazu führen, dass sich mehrere Parteien auf der Suche nach neuen Drachen befinden. Und dass die Gefahr unterschätzt wird, die da erwacht ist.

Ohne den Vorgängerband fehlen dem Leser viele der Zusammenhänge. Aber es ist ja eigentlich klar, dass man so eine großartige Triologie nicht in der Mitte beginnen sollte. Trotz der langen Wartezeit (wobei hier lang relativ ist, denn es dauerte ja nur ein knappes Jahr und Anthony Ryan gehört Gott sei Dank zu den Autoren, die immer weiter schreiben und pünktlich Fortsetzungen abliefern) bin ich gut wieder in die Welt der Drachen und Drachenjäger reingekommen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Noch bildgewaltiger, blutiger, spannender ist dieser zweite Teil und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Fantasy mit Suchtfaktor und im anspruchsvollen Schreibstil. Herz was willst du mehr.

Auch mit dieser zweiten Trilogie kann Ryan mich wieder überzeugen. Ich bin begeistert und warte ungeduldig auf den Abschlussband.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Rachgier

Val McDermid , Doris Styron
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783426521816
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Rachgier“ präsentiert Val McDermid bereits den 10.ten Fall von Inspektor Carol Jordan und Psychater Tony Hill. Ich kannte bereits einige Bücher der Reihe, denke aber, auch als Quereinsteiger kommt man problemlos in die Story rein. Es handelt sich nämlich um einen Krimi in typischer McDermid Manier. Es geht eigentlich darum, den Ermittlern bei ihrer mühseligen oft von Rückschlägen behafteten Arbeit über die Schulter zu schauen. Den Mörder, seine Motive und sein Vorgehen erfährt man in eigenen Abschnitten, so dass man oft mehr weiß, als die Polizei und gespannt ist, wie diese ihren Kenntnisstand erweitert und dem Täter näher kommt.

Carol ist durch ihr Privatleben schwer angeschlagen und deshalb immer ein wenig neben der Spur. Tony, der in dieser Geschichte vielleicht etwas zu kurz kommt, versucht zwar noch immer, ihr ein Freund zu sein aber wirklich helfen kann er ihr nicht. Der Fall beschäftigt die Ermittlerin und am Ende muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen, die eigentlich gegen all ihre Prinzipien geht, für die sie einmal stand.

In der Tony-Carol-Reihe ist es sicherlich nicht der Stärkste Band. Aber McDermid erzählt solide und stringent. Ich frage mich allerdings, ob die Autorin nicht tatsächlich langsam ein Ende für diese Serie gekommen sieht und dieses in „Rachgier“ schon so langsam vorbereitet.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Liebenden vom Ende der Welt

Midge Raymond , Astrid Finke
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 10.09.2018
ISBN 9783442714209
Genre: Romane

Rezension:

Wer das Buch einmal in Händen hält nach dem Lesen wird erkennen, dass das Cover hervorragend zum Inhalt des Buches passt. Die kühlen Farben von weiß und eisblau, das Pinguinpaar allein auf der Eisscholle und das Schiff welches am Horizont vorbei fährt. Anders als der deutsche Titel, der den Blick vor allem auf die Liebesgeschichte lenkt, die es natürlich auch gibt, so ist es doch viel mehr, was hier zwischen den zwei Buchdeckeln steckt und was ich mit freudiger Überraschung für mich entdecken durfte.

 

Deborah hat Biologie studiert und dabei schnell eine große Leidenschaft für die Pinguine entwickelt. So landet sie fast zwangsläufig ​in der Antarktis, wo sie im kurzen arktischen Sommer das Leben der Tiere erforscht und dokumentiert, wie der Einfluss der Menschen, das Schmelzen der Polarkappen, der Plastikmüll, die Erderwärmung, die Population der Vögel immer weiter schrumpfen lassen. Um diese Forschungen überhaupt finanzieren zu können, werden auf kleinen Schiffen gut zahlende Urlauber ins Eis gefahren, die einmal einen Fuß auf den wilden und kalten Kontinent Antarktis setzen wollen. Daher auch der englische Titel "the last continent". Den Winter über verbringt Deb immer wieder in ihrer Heimatstadt in den USA, aber ihre Sehnsucht und ihre Liebe gehören dem eisigen und einsamen Land, in dem sie fortan ihre Sommer verbringt und an das sie schon beim ersten Mal ihr Herz verloren hat. Intensiv beschreibt die Autorin die Antarktis mit all ihrer unglaublichen schneeglänzenden Schönheit aber auch mit der lebensbedrohlichen Härte und der unendlichen Einsamkeit, die der Mensch hier erfährt.

 

Eines Tages lernt sie Keller kennen, einen Mann, den private Schicksalschläge und die Suche nach einem neuen Sinn im Leben in die Antarktis geführt haben. Auch er entbrennt in Leidenschaft zum Land und zur Rettung der Natur deren Sinnbild die Pinguine sind, die beide nun erforschen. Während Deborah sich ihm nach und nach öffnet und erkennt, dass es neben ihrer Forschungsarbeit noch anderes geben könnte, überwirft Keller sich mit ihrem Auftraggeber. Deshalb muss er im nächsten Sommer auf einem großen Passagierschiff anheuern, welches sich weit ab der eigentlichen Route ins Packeis der Antarktis wagt. Dort kommt es zur Katastrophe.

 

 Midge Raymond schreibt sehr intensiv und nah dran an ihrer Heldin. Dabei erzählt sie in geschickt eingeschobenen Rückblenden von Deborahs Leben während in der Gegenwart das drohende Schiffsunglück näher rückt. Der Spannungspegel steigt stetig an und trotz der langen scheinbar ruhigen Abschnitte, dräut die Gefahr bereits am Himmel.

 

Sehr viel Raum nimmt der Lebensraum Antarktis ein und welche ökologischen Veränderungen dort stattfinden. Umweltschutz, Tierschutz, ein Umdenken der Menschen zum Wohle von Pinguinen und zum Wohle der ganzen Erde, spielen eine große Rolle in dieser Geschichte. Aber nie wir der Zeigefinger gehoben, nie die Keule verwendet, um einzubläuen, was jeder inzwischen wissen sollte. Vielmehr ist es das autentische Leben der Protagonisten und ihre Träume und Ziele, die dem Leser auch nachhaltiges Leben und Naturschutz näher bringen.

 

Aber auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. Die Liebesgeschichte ist ehrlich und wahrhaftig und zu keinem Zeitpunkt - selbst, als es zum Ende hin wirklich sehr dramtisch wird - kitschig oder aufgesetzt.

 

 Deborah war mir auf ihre spröde Art sehr sympathisch und auch wenn ich ein Mensch bin, der die Wärme und den Süden liebt, so konnte ich mir doch ihre Liebe für die Antarktis nachvollziehen und ihre Sehnsucht nach diesem Land verstehen.

 

"Die Liebenden vom Ende der Welt" ist ein intensives, kluges und überraschendes Buch.

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Die vergessene Burg

Susanne Goga , Gisela Klemt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.09.2018
ISBN 9783453359727
Genre: Historische Romane

Rezension:

Paula Cooper ist bereits Anfang 30 als sie durch Zufall erfährt, dass ihre Mutter sie über den frühen Tod des Vaters womöglich ihr ganzes Leben lang angelogen hat. Das wirft ihr Weltbild erst einmal gehörig über den Haufen und sie beschließt, gegen den Willen der Mutter, nach Deutschland zu reisen, um vielleicht von ihrem noch lebenden Onkel Rudy zu erfahren, was wirklich geschah, als Paula noch ein Baby war.

Kurzentschlossen und sehr mutig begibt sie sich also auf die weite Reise und ist erst mal positiv überrascht von Bonn und der malerischen Landschaft und vor allem von ihrem liebenswerten Onkel, der sie sofort in sein Herz schließt. Viel weiß er allerdings auch nicht darüber, was ihrem Vater vor 30 Jahren zugestoßen sein könnte. Er verschwand während einer Schiffsreise auf dem Rhein spurlos und die Mutter ließ ihn für tot erklären, obwohl nie ein Leichnam gefunden wurde. Paula hegt also die geheime Hoffnung, dass er vielleicht noch leben könnte.

Als sie den Landschaftsfotografen, Benjamin Trevor kennenlernt, und ihr dieser seine Hilfe bei der Suche anbietet, beschließt Paula, sich auf die Spuren ihres Vaters zu begeben.

Paula ist eine sehr liebenswerte Heldin, die man sofort ins Herz schließt. Mit ihr macht es dem Leser sehr großen Spaß nicht nur die Schnitzeljagd nach der Wahrheit anzutreten sondern vor allem auch die rheinländische Landschaft und all ihre Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Der Blick auf die Burgruinen und die Lorelei sind so lebensnah und anschaulich beschrieben, dass der Wunsch, Paulas Reise wirklich im realen Leben nachzumachen, ein fester Bestandteil meines Lesevergnügens wurde.

„Die vergessene Burg“ ist eine sehr unterhaltsame Geschichte die man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Das Ende hält noch eine dramatische Überraschung bereit, wenn Paula erfährt, was damals wirklich geschehen ist.

Nach „der verbotene Fluss“ mein neuer Liebling unter den Stand-Alone von Susanne Goga.

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Liebe und Verderben

Kristin Hannah , Gabriele Weber-Jarić
Fester Einband: 591 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 14.09.2018
ISBN 9783352009136
Genre: Romane

Rezension:

Lenis Vater ist nach der Heimkehr aus dem Krieg ein gebrochener Mann. Er versucht mit seiner Familie einen Neuanfang in Alaska. Aber das harte Land, der lange Winter und seine Kriegstraumata verurteilen den Plan von einer schönen Zukunft zum Scheitern.

Man merkt auf jeder Seite, dass es sich um ein Buch handelt, welches Kristin Hannah persönlich sehr wichtig ist. Persönliche Erlebnisse oder Erlebnisse von Verwandten und Freunden wurden hier

sicherlich mit eingebracht, reale Personen und reale Geschehnisse verarbeitet, auch wenn sie natürlich keine Biografie geschrieben hat. Toll finde ich auch, dass das raue und urbane Alaska mehr ist als eine reine Kulisse. Es spielt tatsächlich eine entscheidende Nebenrolle.

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte gefesselt und das Schicksal von Leni hat mich berührt, erschreckt und aufgewühlt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe um sie gebangt und als ihr Leben und das ihrer großen Liebe in Gefahr ist, habe ich um sie gefürchtet und inständig gehofft, dass die Autorin mir und allen anderen Lesern ein positives Ende gönnt.

Mehr will ich aber nicht verraten, denn der Plot hat so viele überraschende Wendungen bis hin zum Ende, dass jeder es selber entdecken und genießen sollte.

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380 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 162 Rezensionen

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Blutrausch - Er muss töten

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783548289533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn sie noch keinen Roman von C´hris Carter gelesen haben, dann können Sie natürlich trotzdem mit diesem neunten Teil anfangen. Für das Verständnis ist das sicher kein Problem. Aber mal ehrlich, warum sollten sie sich den Spaß nehmen und die anderen nicht auch der Reihe nach zu lesen. Hunter und Garcia sind einfach ein tolles Team. Es macht jedes Mal wider großes Vergnügen. Wobei Vergnügen bei diesem Autor natürlich eine blutige und brutale Sache ist, das sollte man wissen, wenn man zu Carters Büchern greift.

Blutrausch ist ein vielsagender Titel und ich wurde nicht enttäuscht. Die Spannung ist von Anfang an hoch, es gibt eine stringente Ermittlungsarbeit und auch die ein oder andere Überraschung. Ein wirklich spannender Thriller der das Genre nicht neu erfindet sondern aufs beste die Vorstellungen des Lesers bedient.

Das Cover ist diesmal besonders ansprechend - liegt sicher auch an der Farbgestaltung. Carter darf gerne nochmal so viele Thriller schreiben. Den nächsten bitte möglichst schnell, denn es gab einen fiesen Cliffhanger.

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97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

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Der Schmetterling

Gabriella Ullberg Westin , Stefanie Werner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672054
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei einem Schweden-Krimi kann ich immer schlecht nein sagen. Wallander hat mich für dieses Land und seine Krimis sehr aufgeschlossen gemacht.

Das Buch beginnt auch sehr dramatisch anHeiligabend in Hudiksvall, Nordschweden. Eine Frau glaubt den eigenen Ehemann im Weihnachtsmannkostüm die Türe zu öffnen und lässt einen Mörder ins Haus, der sie im beisein der Kinder tötet.

Henna öffnet dem Weihnachtsmann die Tür, der ihre beiden Kinder überraschen soll. Doch es ist nicht ihr Ehemann in Verkleidung, sondern ihr Mörder. Er drängt sie ins Haus und streckt sie mit mehreren Schüssen nieder. Sie stirbt vor den Augen ihrer Kinder.

Kommissar Johan Rokka, der nach zwanzig Jahren nach Stockholm zurück gekehrt ist, ist mit dem Mann der Ermordeten bekannt und deshalb persönlich sehr engagiert in seinem ersten Mordfall zurück in der Heimatstadt.

Nach dem fulminanten Beginn kann die Autorin die Spannung nicht ganz halten. Sie versucht die Ermittlungen detailliert zu beschreiben aber die vielen Namen und falschen Fährten verwirren etwas. Auch fehlt es an dem roten Faden und die Darsteller bleiben alle etwas blass und charakterlos. Das ist schade, denn der Schreibstil ist nicht schlecht und hätte Potential für mehr. Es ist ein netter Krimi für zwischendurch. An einen Wallander oder ähnliche Autoren kommt er leider nicht heran.

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114 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

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Der Blumensammler

David Whitehouse , Dorothee Merkel
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Tropen, 04.11.2018
ISBN 9783608503739
Genre: Romane

Rezension:

„Der Blumensammler“ besticht zuerst einmal durch sein wunderschönes Cover. Für so etwas bin ich ziemlich anfällig und greife im Buchladen auch schnell zu. Schön fand ich auch, dass die Geschichte tatsächlich etwas mit dem Cover zu tun hat, nämlich mit einem Mann, der sich mehr zufällig in die Welt der Pflanzen begibt und Stück für Stück zu einem leidenschaftlichen Blumenliebhaber und Blumensammler wird. Auf seinen Reisen lernt er Menschen kennen und lieben und er entwickelt sich und gewinnt seinem bis dahin eher tristen Leben ganz neue Blicke ab, die ihn zu einem anderen Menschen machen.

Auf die märchenhafte Komponente – eine seltsame Verbindung zwischen zwei Männern über Zeit und Raum hinweg – muss man sich einlassen. Es geht nicht darum, diese als realistisch oder zu phantastisch einzuordnen. Es ist wohl mehr das Gefühl, dass hier Menschen verbindet und das alle physikalischen Grundsätze überwindet.

Ein Buch, welches auch durch seinen schönen Erzählstil besticht. Die Darsteller werden intensiv und klug beschrieben. Es ist kein Pageturner, sondern ein Buch für Entdecker und Träumer. Für Leser, die es lieben, neue Menschen kennenzulernen und herauszufinden, was andere bewegt.

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Licht ins Dunkel muss Aaron Falk in einem Fall, bei dem anfangs noch nicht klar ist, ob es wirklich ein Verbrechen gibt, oder ob es sich nur um eine vermisste Person handelt. Alice nimmt an einer teambildenden Abenteuer- Tour durch den Busch Teil. Als einzige kehrt sie aber nicht in die Zivilisation zurück. Das ist verdächtig, da sie eine verdeckte Informantin der Polizei war. Falk ermittelt also.

Wie im ersten Band war ich total begeistert vom Erzählstil der Autorin. Sie schreibt auf eine sehr eindringliche und gut lesbare Art und Weise. Ein Markenzeichen von ihr ist es auch, die Rückblenden in vergangenes Geschehen unvermittelt in einer art Flashbacks einzubauen, durch die der Lesefluss nie unterbrochen sonder die Spannung nur weiter angeheizt wird.

Der Plot ist sehr spannend und logisch und hat sowohl Aha-Momente als auch ein tolles Finale. Auch im zweiten Band kann mich Jane Harper auf ganzer Linie überzeugen.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Zerrissene Erde

N. K. Jemisin , Susanne Gerold
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783426521786
Genre: Fantasy

Rezension:

Manche Bücher bedürfen nicht vieler Worte, wenn ich eine Rezension schreibe. Da ist mein Urteil klar und eindeutig – egal ob positiv oder negativ. Bei manchen muss ich den ein oder anderen Punkt bemängeln, aber auch das ist meist nicht schwierig. Und dann gibt es Bücher wie „Zerrissene Erde“ die lassen mich im wahrsten Sinne des Wortes zerrissen zurück und ich habe den Wunsch mit meiner Rezension auch auszudrücken, was mich beschäftigt.


Um es dem Buch gleichzutun – ja, was solls? Das Ende vorneweg.

Ich empfehle das Buch und rate jedem Fantasy-Fan dazu, es zu lesen.


Der Hugo-Award ist ein Prädikat. Dieses sagt aber vor allem etwas darüber aus, wie innovativ und neu und wie durchdacht ein Fantasy-Werk ist und muss nicht zwangsläufig heißen, dass ein Roman besonders gut lesbar, besonders spannend oder massentauglich ist. Der Hugo erregt also meine Aufmerksamkeit – aber ich versuche, meine Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben.


Der Einstieg in „Zerrissene Erde“ verlangt große Aufmerksamkeit und Geduld, denn man wird tatsächlich in eine vollkommen neue Welt gestoßen. Es handelt sich nicht einfach um eine Dystopie sondern für mich war es tatsächlich wie ein neuer Planet. Vater Erde ist es, der sinnbildlich in den Tiefen haust und versucht, die Menschen durch Vulkanausbrüche und Erdbeben und daraus resultierende Umweltkatastrophen zu vernichten. Unter den normalen Menschen gibt es immer wieder Ortogenen, die nicht nur spüren, was sich im Erdboden tut, sondern die mit unglaublichen Kräften das Erdinnere verändern können und die magische Stärke aus allem Lebenden ziehen und dies totbringend gegen ihre Feinde verwenden können. Da vor allem Kinder diese Kräfte aber oft reflexartig verwenden und damit sozusagen aus Versehen Unglück und Tod verursachen können, fürchten die Menschen Ortogene und Eltern töten ihre Kinder oder verkaufen sie. Eine staatliche Behörde sammelt diese Kinder ein und steckt sie in harte Ausbildungslager, wo sie gedrillt und geformt werden, um der Gesellschaft mit ihren Kräften als Abwehrschilde eben gegen Erdbeben und ähnliches zu helfen.


Nicht nur das Setting ist neu, auch viele Begriffe werden verwendet, die man so noch nirgends gehört hat und es dauert eine ganze Weile, bis man sie alle versteht. Auch ist lange nicht erkennbar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Drei unterschiedliche Erzählstränge offenbaren immer wieder neue Kleinigkeiten und werfen neue Fragen auf. Außerdem beginnt die Story auch noch mit dem Strang, der in der zweiten Person erzählt wird, was mir eigentlich so gar nicht gefällt.


Aber ich habe mich auf all das eingelassen, weil mir auch von Anfang an klar war, dass das Buch etwas Besonderes ist. Der Erzählstil ist manchmal flapsig und rau, manchmal fast lyrisch und wunderschön. Die Psychologie der Figuren spielt eine sehr große Rolle und da alle Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller Ortogenen sind, erfährt man sehr viel darüber, wie sie Denken und Empfinden, wie sie von der Gesellschaft gefürchtet, verfolgt und ausgenutzt werden, wie sie ihre Mächte einsetzen und wie sie versuchen, für sich den richtigen Weg zu finden.


Immer wieder hat die Autorin mich mit Szenen begeistert und der Plot ist ausgefeilt und es macht Spaß, die vielen Rätsel nach und nach zu entdecken. Ich will aber auch nicht verschweigen, dass es zwei, drei Längen für mich hatte, in denen mir die Beschreibungen etwas zu ausführlich und die Handlung nicht straff genug war. Dennoch nie ein Grund, das Buch wegzulegen. Dafür war es viel zu spannend zu erfahren, wohin die Reise geht.


Mein Fazit also nochmals: Ein ungewöhnliches Buch, stark und aus der Masse herausragend. Mit ein paar kleinen Schwächen aber auch ein paar tollen, ungewöhnlichen und neuen Ideen und Darstellern, die mich mit ihrer Kraft und Authentizität gefangen genommen haben. Dicke Leseempfehlung.

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Das Weingut - In stürmischen Zeiten

Marie Lacrosse
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2018
ISBN 9783442205547
Genre: Historische Romane

Rezension:

1870 im Elsass.

Franz Gerban, Sohn eines deutschen Weinhändlers und dessen französischstämmiger Mutter, verliebt sich in das Dienstmädchen Irene. Die wurde als ungewolltes Kind ins Waisenhaus gegeben und das Geheimnis, wer ihre Eltern sind, hat sie auch in den Haushalt der Gerbans geführt. Der deutsch-französische Krieg trennt die Liebenden, gerade, als Irene erkennt, dass sie vielleicht schwanger ist.

Während in früheren Romanen der Autorin fast immer reale Frauenfiguren im Mittelpunkt standen ist es hier im Buch „Das Weingut“ eher das Schicksal der Menschen im Krieg am Beispiel einiger fiktiver Protagonisten, die Marie Lacrosse erzählt. Dabei sind Irene und Franz liebenswerte Charaktere und man kann gut mit ihnen mitfühlen. Die Kriegs-Geschehnisse entsprechen recherchierten Tatsachen und sind sehr dramatisch und für den Leser traurige und erschütternde Kapitel. Hier wird wenig geschönt und das Buch ist über weite Strecken aufwühlend und keine leichte Kost. Auch die privaten Verwicklungen sind für die jungen Leute schwer zu verkraften und man muss die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird ein bisschen mitnehmen in den zweiten Band, den ich dringend im Frühjahr erwarte.

Mein Fazit: Eine spannende historische Lektüre, die sich gut lesen lässt und gerne in eine zweite Runde gehen darf

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167 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

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Der Abgrund in dir

Dennis Lehane , Steffen Jacobs , Peter Torberg
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.08.2018
ISBN 9783257070392
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin ein alter Lehane-Fan und habe alle seine Bücher im Schrank stehen. Ich mag seinen klugen Erzählstil und seine Art, jeder Geschichte noch mal einen doppelten Boden zu geben.

"Der Abgrund in Dir" ist ein Buch, welches mich etwas unzufrieden zurücklässt. Ich finde das Buch sehr zerrissen. Es fehlt irgendwie der einheitliche Ton. Anfangs war es eher reine Belletristik, man erfährt viel aus Rachels Jugend und ihrer Suche nach Vater und Familie und Geborgenheit. Das ist schön erzählt aber langatmig. Und dann kippt das Ganze und wird zum Thriller. Das ist zwar unterhaltsam aber der Übergang war nicht ganz glaubwürdig für mich. Die Heldin mutiert zu einer taffen Frau wo sie vorher Panikattaken und Angstzustände hatte. Es ist auch schade das Vieles, was im ersten Teil für Rachels Charakterentwicklung so wichtig ist, dann unwichtig wird.

Ein gutes Buch aber nicht Lehanes bestes. Ein bisschen Lektorat wäre nicht schlecht gewesen.

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285 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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VIP-Reihe / Idol – Gib mir die Welt

Kristen Callihan , Anika Klüver
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306967
Genre: Liebesromane

Rezension:

Idol - Gib mir die Welt war das erste Buch, welches ich von Kristen Calihan gelesen habe. Ich dachte, es wäre mal wieder Zeit für ein bisschen Herzschmerz. Hie und da wage ich mich in dieses Genre in der Hoffnung, ein paar unterhaltsame Stunden zu haben und mit ein bisschen Liebe, Sex und Drama unterhalten zu werden.

Idol war tatsächlich für mich ein Volltreffer. Genau die richtige Mischung. Kaum Kitsch und wenn dann einer, der gut lesbar und realistisch war. Ein Liebespärchen, bei welchem die Chemie stimmte. Gute, witzige Dialoge, heiße Sexzenen, das Setting in der Musikszene sehr unterhaltsam.

Kristen Callihan versteht es, die Leserinnen zu unterhalten und ich habe das Buch tatsächlich in zwei Tagen durchgeschmökert und gleich den zweiten Band auf meine Wunschliste gesetzt. Genretypisch und dort 5 Sterne wert.

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Vox

Christina Dalcher , Marion Balkenhol , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 15.08.2018
ISBN 9783103974072
Genre: Romane

Rezension:

VOX von Christina Dalcher hat ein tolles Cover und einen vielversprechenden Klappentext. Und die erste Hälfte des Buches liest sich zügig und durchaus unterhaltsam. Auch wenn es von Anfang an so einiges gibt, was etwas gewollt und unrealistisch scheint. Aber ich wollte der Story eine Chance geben und war gespannt, wie die Autorin diese Dystophie zum Finale bringt. Aber spätestens im letzten Drittel häufen sich die Ungereimtheiten. Im Nachwort steht, das Buch wurde innerhalb von zwei Monaten geschrieben. Was war denn da so eilig. Ein bisschen mehr Zeit hätte der Geschichte sicher gutgetan. Soaber finde ich, dass der Plot lieblos und einfaltslos geschrieben ist. Alles geht viel zu schnell. Alle entscheidenen Höhepunkte waren entweder in zwei, drei Sätzen abgehandelt oder wurden nur angedeutet. Ich musste manches nochmal lesen, weil ich auf mehr Verständnis hoffte und die Geschehnisse unzureichend erklärt wurden. Beim Hauptakt, dem eigentlichen Showdown, war man nicht einmal als Leser dabei sondern erfuhr nur nebelhaft eine Andeutung. Es wurde alles nur überstürtzt und fade abgehandelt. Die Autorin hat all das Potential der Geschichte verpuffen lassen.

Ein wirklich ärgerliches Leseerlebnis, weil es so gut anfing und dann so leidenschaftslos abgehandelt wurde. Ja, die eigentliche Idee fand ich gut. Die Umsetzung war mehr als mangelhaft. Von mir gerade noch drei Sterne, mit Tendenz nach unten.

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