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178 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

thriller, psychothriller, berlin, puppe, max bentow

Das Porzellanmädchen

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442205110
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei Das Porzellanmädchen handelt es sich um einen Psychothriller mit einigen Horror-Elementen. Diese übernehmen die Porzellanpuppen, wie man dem Titel eigentlich schon entnehmen kann. Protagonistin ist Luna Moor, eine gefeierte Schriftstellerin, die hochspannende Thriller schreibt. Allerdings wissen ihre Fans nicht, wie viel Wahrheit in ihren Texten tatsächlich steckt. Durch Einblicke in die Vergangenheit erfährt der Leser, wie Luna als 16-jährige misshandelt wurde, diese schreckliche Erfahrung will sie nun in ihrem neusten Thriller verarbeiten. Sie wurde von einem Unbekannten mit einer Gasmaske festgehalten, der sie wie eine Puppe behandelte und dafür auf einem Dachboden festhielt. Das Gesicht des Mannes konnte sie nie sehen, sie nannte ihn nur das Insekt. Einzig eine Porzellanpuppe leistete ihr während ihrer Gefangenschaft Gesellschaft. Luna begann die Puppe sprechen zu hören. Um die Grausamkeiten der Vergangenheit zu verarbeiten, begibt sie sich an den Ort des Grauens zurück, zusammen mit Leon, dem fünfzehnjährigen Sohn ihrer besten Freundin.

Spannung ist wirklich von Anfang bis Ende gegeben. Die Sicht wechselt zwischen Luna und Leon, außerdem erhält der Leser Einblicke in Lunas Vergangenheit und Auszüge des Thrillers, an dem Luna arbeitet, sind vorhanden. Das alles sorgt für Abwechslung und erhält die Spannung am Leben.

Bentow versteht es perfekt, eine düstere und beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die zu keiner Zeit abbricht. Dazu nutzt er eine Sprache ohne Ausschmückungen, die sehr klar und einfach gehalten ist. Daran musste ich mich erst gewöhnen, allerdings passt das wunderbar zu der Geschichte. Die extreme Beklemmung entsteht vor allem durch die Perversitäten und Gräueltaten, die zwar nicht ausführlich geschildert werden, aber dennoch durch die Selbstverständlichkeit, mit welcher der Täter handelt, bedrücken.

Die Protagonistin Luna ist durch das Erlebte eine sehr instabile, aber auch starke Persönlichkeit, die mit ihren Büchern versucht, mit ihrer Vergangenheit klar zu kommen. Durch die Einblicke in ihren neusten Thriller erkennt der Leser sehr schnell, dass es sich bei der von Luna erschaffenen Protagonistin tatsächlich um sie selbst handelt. Immer wieder musste ich mir die Frage stellen, was von den schrecklichen Dingen die passieren, Lunas Fantasie entspringt und was tatsächlich der Realität entspricht. Durch ihre Instabilität und das Trauma, das sie erlitten hat, ist es natürlich nicht abwegig, dass Luna unter einer psychischen Störung leidet und selbst nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann. Dadurch war ich ständig hin- und hergerissen, die Frage, wie unschuldig Luna tatsächlich ist, bleibt beinahe bis zum Schluss offen.

Leon ist der Sohn der besten Freundin Lunas und muss bei ihr unterkommen, solange seine Mutter dienstlich unterwegs ist. Was mich ein wenig gestört hat, war die Tatsache, dass Luna eigentlich von Anfang an hätte erkennen müssen, dass der Ort an dem sie das Grauen erlebt hat, nicht geeignet ist um den Jungen mitzunehmen. Selbst als die schrecklichen Dinge ihren Lauf nehmen, lässt sie ihn weiterhin bei sich wohnen. Somit trägt er natürlich zu der Entwicklung der Ereignisse bei und nimmt einen wichtigen Anteil an der Geschichte. Ein klein wenig störend, war auch das Gefühl, dass Leon in Luna verliebt ist, das wird zwar nicht explizit erwähnt, kommt aber meiner Meinung nach, ziemlich deutlich rüber. Etwas unpassend, aber nicht allzu störend.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf und ab einem gewissen Zeitpunkt ist auch der Ausgang ziemlich klar, das schadet der Spannung aber trotzdem keineswegs. Die Horror-Elemente durch die Porzellanpuppen waren auch sehr gut platziert, nicht zu viel und nicht zu wenig. Insgesamt ein sehr gelungener Thriller, bei dem man durchweg den Atem anhält!

FAZIT:
Was für mich dieses Buch besonders macht, ist die Tatsache, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Spannung ist schon von Beginn an in hohem Maße vorhanden und nimmt zu keiner Zeit ab. Die düstere und beklemmende Stimmung ist ein ständiger Begleiter und auch einen kleinen Hauch Horror hat Das Porzellanmädchen zu bieten, in Form von gruseligen Porzellanpuppen. Die Idee, den Thriller der Protagonistin mit einzubinden, finde ich sehr gut, da ich selbst immer wieder gerätselt habe, was davon denn nun Fiktion ist und was davon zu Luna selbst gehört. Ganz klare Leseempfehlung!

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41 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

das saphirblaue zimmer

Das saphirblaue Zimmer

Karen White , Beatriz Williams , Lauren Willig , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783734104275
Genre: Romane

Rezension:

Bei manchen Büchern weiß man relativ schnell, dass sie schlichtweg toll werden… So war das auch bei diesem Buch.

Das Cover des Buches war das Erste, was mir ins Auge gestochen ist. Danach kam der Klappentext, der mich ebenfalls überzeugen konnte. Es handelt sich hierbei um einen historischen Liebesroman, der sich in den Jahren 1892, 1920 und 1944 abspielt. Um es kurz zu sagen – im Großen und Ganzen begleitet man drei faszinierende Frauen, die sich sehr ähneln und durch das Schicksal miteinander verbunden sind. Das verrät ja bereits der Klappentext. Auch das titelgebende „spahirblaue Zimmer“ spielt dabei eine wichtige Rolle, drei Liebesgeschichten, die sich durch dieses Zimmer vereinen.

Die Hauptperson ist Kate Schuyler, Ärztin im Jahr 1944. Sie erzählt aus ihrer eigenen Sicht von ihrer Begegnung mit dem Patienten Cooper Ravenel. Schnell erkennt man, dass Kate eine starke Persönlichkeit ist, deren Priorität immer der Beruf der Ärztin war. Männern gegenüber war sie nie sonderlich positiv eingestellt, da diese sie als Ärztin nicht ausreichend respektierten. Aber bei Cooper ist das anders und die Anziehungskraft zwischen den beiden ist stark, auch wenn Kate es zu Beginn nicht wahrhaben möchte.

Die zweite Geschichte dreht sich um Olive im Jahr 1892. Sie arbeitet als Dienstmädchen für eine hoch angesehene Familie und ist Kate sehr ähnlich, was ihre Abneigung gegenüber Männern betrifft. Auch sie hat ein Ziel vor Augen, allerdings kommt auch ihr ein Mann in die Quere und lenkt sie von ihrem eigentlichen Plan ab.

Die dritte Person in der Geschichte ist Lucy. Sie arbeitet im Jahr 1920 als Sekretärin eines Anwalts und sieht sich selbst als unabhängige Frau, die sich allein auf sich selbst verlassen kann. Zunächst wirken diese drei Geschichten wie alleinstehend, aber durch das Übereinstimmen der Nachnamen erkennt man relativ schnell, wie die drei Frauen zueinander in Verbindung stehen. Sie alle haben ein Ziel vor Augen, nämlich das Geheimnis ihrer Familien zu lüften.

Relativ schnell merkt man, wie ähnlich sich die Frauen doch sind. Sie sind alle sehr charakterstark und kämpfen für das, was sie wollen. Alle drei haben ein Ziel vor Augen. Sie verbindet eine gewisse Sehnsucht und der Drang, ein Geheimnis zu lüften. An dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten, aber das Buch hat so einiges an Verwirrung zu bieten.

Was diese Geschichte so besonders macht, ist die Tatsache, dass man als Leser Schritt für Schritt hinter die Verbindung der drei Frauen kommt und das Fesselnde sind diese Zusammenhänge, die es aufzudecken gilt. Die Autorinnen haben es auch gut verstanden, mich in die Zeit zurückzuversetzen und ich hatte von allen drei Frauen das perfekte Bild vor Augen. Das Tolle ist natürlich auch, dass man in einem Buch praktisch drei Geschichten verfolgt und jede hat ihren Reiz. Das sorgt sehr gut für Abwechslung und Spannung. So wurde es zu keiner Zeit langweilig, man will schließlich erfahren, wie die Geschichten zusammenhängen. Auch ab dem Punkt, an dem ich hinter das Geheimnis gekommen bin, hat die Neugier nicht nachgelassen. Schließlich handelt es sich um einen Liebesroman und die Liebesgeschichte der drei zu verfolgen, war ebenfalls zum Träumen schön. Der Schreibstil war sehr einladend und teilweise gab es auch sehr amüsante Stellen, die mich schmunzeln ließen.

Die Männerfiguren erfüllen in diesem Fall mal wieder genau das Klischee – gottesgleiche Geschöpfe, charmant und selbstbewusst.

„Die Konturen seines Körpers waren so perfekt wie eine italienische Marmorstatue, die Gott zum Leben erweckt hatte.“ (s. 182)

Allerdings habe ich mich keineswegs an diesem Klischee gestört, weil ich es einfach als sehr gut umgesetzt empfand. Die Männer sind in diesem Fall nämlich keine typischen Badboys, die sich dann Hals über Kopf in das nette Mädchen von nebenan verlieben – stattdessen sind sie romantische Helden, die um die Liebe kämpfen. Es handelt sich meiner Meinung nach hier um keine gewöhnliche Liebesgeschichte, da ich bis zum Ende tatsächlich nicht wirklich vorhersehen konnte, wie die Geschichte wohl ausgeht. Das Ende hat mir dann dementsprechend auch zugesagt, es war nicht zu viel und nicht zu wenig. Die Emotionen waren greifbar, man konnte mit den Liebenden mitleiden und mitfiebern.

FAZIT:
Ein Buch, bei dem ich nichts zu meckern habe, in meinen Augen perfekt – angefangen bei dem wunderschönen Cover, bis hin zu dem gelungenen Ende. Es war sehr romantisch, ohne direkt kitschig zu werden und die Charaktere waren wunderbar ausgearbeitet, sowohl die drei Protagonistinnen, als auch die männlichen Figuren. Ganz besonders toll war es, gleich drei Geschichten zu verfolgen und das Geheimnis Schritt für Schritt aufzudecken. Das Buch hat mir einige schöne Lesestunden beschert!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

liebe, freundschaft, schuhkarton voll erinnerungen, panda, alte liebe

Scherbengold (German Edition)

Kathrin Hövekamp
E-Buch Text: 207 Seiten
Erschienen bei null, 30.06.2017
ISBN B073M947GJ
Genre: Sonstiges

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Der Protagonist Jakob nimmt uns mit auf eine Reise in seine Vergangenheit und ich kann jetzt schon mal vorweg nehmen, diese Reise lohnt sich auf jeden Fall!

Mit Jakob hat die Autorin einen sehr humorvollen und sympathischen Charakter geschaffen, den man gerne begleitet. Seine Formulierungen und sein Hang zur Ironie haben mich bestens unterhalten, man fliegt förmlich schmunzelnd durch das Buch. Jakob versucht herauszufinden, weshalb ihn jede seiner bisherigen Freundinnen verlassen haben und startet mit seinen Nachforschungen bei seiner ersten Freundin. Durch den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart kommt Schwung in die Geschichte und Langatmigkeit wird verhindert. Der Leser erhält somit einen tollen Einblick in das Leben und den Charakter des Protagonisten.

Das Thema an sich ist sehr einfach gehalten, der Klappentext verrät eigentlich schon alles was man wissen sollte. Es gibt immer wieder kurze Rückblicke und Erzählungen von Beziehungen zu seinen Ex-Freundinnen, diese waren sehr unterhaltsam, aber meiner Meinung nach etwas planlos, ohne wirklich zu der Auflösung am Ende der Geschichte beizutragen. Jakob forscht zwar in der Vergangenheit, aber ohne wirklich mit einer großartigen Erkenntnis daraus zu schließen.

Was mir auch sehr gefallen hat, waren die beiden besten Freunde von Jakob, Andy und Hanna. Das Buch erzählt von der tollen Freundschaft der drei. Andy zeichnet sich als mitfühlender und verlässlicher Freund aus, während Hanna und Jakob etwas besonderes zu verbinden scheint. Die Dialoge der beiden sind wirklich super, sehr unterhaltsam, aber auch anspruchsvoll, teilweise sogar mit philosophischen Exkursen.

FAZIT:
Ein tolles Buch, das vor allem eins verspricht: Spaß! Ich wurde bestens unterhalten und musste immer wieder lachen. Ein Buch über Freundschaft und Liebe, ohne kitschig zu werden. Die Charaktere waren authentisch und mit Jakob als Erzähler war die Geschichte wirklich sehr charmant. Klare Leseempfehlung, für alle die sich einfach mal über eine Geschichte ausschließlich freuen wollen, ohne Leiden, Liebeskummer oder Zittern!

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

shanghai, flucht, flüchtlinge, judenverfolgung, andrea maria schenkel

Als die Liebe endlich war

Andrea Maria Schenkel
Flexibler Einband
Erschienen bei Diana, 13.06.2017
ISBN 9783453359536
Genre: Romane

Rezension:

Zuerst muss ich wohl noch etwas mehr über den Inhalt des Buches preisgeben, denn in diesem Fall finde ich den Klappentext nicht wirklich passend. Zumindest habe ich nur durch das Lesen des Textes auf dem Buchrücken, eine ganz andere Geschichte erwartet. Das Buch verbindet drei verschiedene Handlungsstränge, zum einen, die Flucht Carls zusammen mit seiner Familie, als er noch ein Kind war. Die jüdische Familie hat das Glück flüchten zu können und erzählt wird von der Zeit auf dem Schiff, das sie in ihre neue Heimat bringen wird und über das darauffolgende Leben in Shanghai. Dieser Teil nimmt sehr viel Raum im Buch ein. Zum anderen wäre da noch die Geschichte um Erna, eine junge Frau, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland lebt. Ein dritter Strang spielt 2010, Carl ist nun über 80 Jahre alt und lebt mit seiner Frau Emmi in New York, ebenfalls deutsch, die er allerdings in Amerika kennen gelernt hat. Nach dem Klappentext hatte ich einen sehr viel größeren Anteil der Gegenwartsgeschichte des Paars erwartet, der Gegenwartsstrang wirkte für mich allerdings sehr beiläufig. Die Vergangenheit nimmt meiner Meinung nach einen sehr viel größeren Teil ein, was mich teilweise ein wenig enttäuscht hat, da ich nun mal mit etwas anderem gerechnet habe. Trotzdem hatte das Buch einiges zu bieten und konnte mich mitreißen.

Es handelt sich hierbei um eine sehr bewegende Geschichte über eine Flüchtlingsfamilie aus Deutschland, die gezwungenermaßen ein neues Leben in Shanghai beginnen muss. Die Autorin schreibt schlichtweg sehr schön und hat mir einige Gänsehaut-Momente beschert. Das Zeitgeschehen war sehr greifbar dargestellt, vor allem die Hoffnung der kleinen Familie war deutlich spürbar. Durch den Realitätsbezug war die Geschichte natürlich umso mitreißender. Das Buch ist voller historischem Wissen und daher auch sehr informativ, sehr interessant war besonders das Leben der deutschen Flüchtlingsfamilie in Shanghai, in welches man einen sehr guten Einblick bekommt. Auch die Geschichte um Erna war interessant und zugleich rätselhaft, den Zusammenhang zwischen den beiden Handlungssträngen erkennt man nicht sofort. Der besondere Reiz der Geschichte lag daher auch am Wechsel der Schauplätze und auch am Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Hauptperson Carl erschien als sehr stiller und zurückgezogener Charakter, sehr passend wenn man die schwere Vergangenheit bedenkt. Er wirkt sehr ernst und eher zurückhaltend, so richtig konnte ich nicht mit ihm mitfühlen. Allerdings haben mir die anderen Charaktere umso besser gefallen, beispielsweise seine Mutter Grete oder die beiden Passagiere ebenfalls an Bord des Schiffs, Eleonore und Otto, die die Familie begleiten. Eleonore und Otto konnten mich mit ihrer warmherzigen und liebevollen Art sehr überzeugen. Die beiden haben trotz der harten Zeiten nie den Mut verloren und haben in allem das beste gesehen, diese Stärke hat mich sehr beeindruckt.

FAZIT:
Eine wunderschöne Geschichte die ans Herz geht, mit tollen Charakteren und einem schönen Schreibstil. Andrea Maria Schenkel weiß wie sie große Gefühle vermitteln kann, das Gefühl der Heimatlosigkeit und die damit verbundene innere Zerrissenheit waren deutlich spürbar. Einziger Kritikpunkt ist die Enttäuschung um die kaum vorhandene Handlung in der Gegenwart, das ging mir ein bisschen zu sehr unter. Hier hätte ich mir mehr gewünscht. Ein sehr ernstes Buch, mit einem Realitätsbezug und großen Gefühlen, von mir eine klare Leseempfehlung!

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49 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

schottland, mord, krimi, thriller, ermittler

Totenkalt

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442485666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Die Handlung wird von einem personalen Erzähler vermittelt und der Protagonist um den sich alles dreht ist in diesem Thriller Sergeant Logan McRae. Wie der Klappentext schon preisgibt, gehört er einem Ermittlerteam an, das einen grausamen Mord aufklären soll. Dabei muss er mit seiner ehemaligen Chefin Roberta Steel zusammenarbeiten. Das Verhältnis zwischen den beiden ist angespannt und schnell wird dem Leser auch bewusst wieso – Steel scheint nun wirklich nicht die umgänglichste Person zu sein. Wir bekommen einen Einblick in Logans Leben und das dreht sich nicht nur um die Aufklärung der Morde, deswegen ist auch noch ein weiterer Erzählstrang in die Geschichte integriert. Logan hat nämlich außerdem mit zwielichtigen Gangstern zu kämpfen und das ganz alleine, schließlich muss er als Polizist seine Beziehungen zu den Kriminellen verschleiern. Durch den Kampf in seinem Privatleben rückt die eigentliche Geschichte ziemlich in den Hintergrund. Vor allem die auf dem Klappentext erwähnte Emily Benton wird in der Geschichte beinahe komplett vergessen und taucht erst am Ende in der Auflösung des Mordfalls wieder auf. Trotzdem wird es nicht langweilig, Logan steht immer wieder vor scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und die Spannung kommt in diesem Thriller garantiert nicht zu kurz! Das einzige, was mir ein wenig fehlte, war das Miträtseln. Dadurch, dass es kaum Hinweise bezüglich der Morde gab, da diese eher zweitrangig behandelt wurden, hat der Leser nicht wirklich die Chance den wahren Täter zu entlarven.

Die Charaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Logan McRae zeichnet sich als gewitzter, gerechtigkeitsliebender Held aus, mit einem Hang zu Ironie, was ihn mir sehr sympathisch werden ließ. Die zweite Figur die hier auffällt ist seine Chefin Roberta Steel, eine angriffslustige, starke Frau, die immer einen blöden Spruch parat hat, der so gut wie immer sehr vulgär ist. Mit ihrer vorlauten Art empfand ich sie auch als witzig, wobei man hier sagen muss, dass es teilweise schon grenzwertig war. Ihr derber Gesprächston zeichnet Steel nun mal aus und macht sie besonders. Daran muss man sich wirklich erst mal gewöhnen und entweder man mag sie, oder man findet sie total bescheuert. Ich empfand die beiden, die eine seltsame Hassliebe verbindet, sehr unterhaltsam. Da es sich bei diesem Buch um den zehnten Teil einer Reihe handelt und ich keines der vorherigen Bücher kenne, war es teilweise schwierig die Vielzahl an Charakteren zu durchschauen, was aber nicht allzu schlimm war, denn die wichtigsten Figuren konnte ich sehr schnell einordnen.

Ich glaube das, was mich an dieses Buch so fesseln konnte, war allerdings nicht die Handlung an sich, sondern MacBrides Schreibstil, der mich voll und ganz überzeugen konnte. Wie schon erwähnt zeichnet die Charaktere – vor allem Steel – ein besonderer Gesprächston aus und auch die Art, wie die Polizisten im Team miteinander umgehen, war sehr erfrischend und locker. Vor allem spielte auch Schottland eine sehr große Rolle und die Details der Erzählung nehmen sehr viel Platz ein. Aber im positiven Sinne, denn so hat man immer ein genaues Bild vor Augen und ist immer mit dabei.

FAZIT:
Obwohl es sich hier um einen Thriller handelt, hatte ich mehr das Gefühl durch die Charaktere und ihre witzige Art an das Buch gefesselt zu sein. Die Spannung spielte für mich keine allzu große Rolle, obwohl ich natürlich mitfieberte und wissen wollte, wie das ganze private Drama für Logan McRae endet. Dieser Thriller bekommt eine klare Empfehlung, aber nur im Sinne der Unterhaltung. Das eigentliche Aufklären der Morde spielt nämlich eher eine Nebenrolle und auch die Auflösung wirkt fast schon banal. Trotzdem werde ich sicher noch einen weiteren Teil der Reihe lesen, da die Charaktere wirklich super ausgearbeitet waren und mich die detaillierten Kleinigkeiten überzeugen konnten.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

roman, 2017, hollie overton, entführung, thriller

Babydoll

Hollie Overton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442205202
Genre: Romane

Rezension:

Babydoll beginnt dort, wo die meisten Thriller enden, nämlich mit der Flucht eines Opfers, das 8 Jahre lang gefangen gehalten wurde. Lily wurde als Teenager entführt und festgehalten, sie wurde misshandelt und dabei wurde ihre Tochter Sky gezeugt, mit der sie nun flüchtet. Ihr Entführer Rick hat in all den Jahren keinen Fehler begangen. Deswegen hält Lily es anfangs auch für eine Falle, als sie bemerkt, dass die Tür zu ihrem „Verlies“ nicht abgeschlossen ist.

Die Autorin setzt den Schwerpunkt des Plots auf den psychologischen Effekt der Entführung bei den Opfern und den Familienangehörigen. Zusätzlich bekommt man als Leser Einblicke in die kranken Gedankengänge des Entführers. Die Perspektiven wechseln von Kapitel zu Kapitel zwischen der Protagonistin Lily, ihrer Zwillingsschwester Abby, ihrer Mutter Eve und dem Antagonisten Rick. So bekommt man als Leser einen perfekten Einblick in das Gefühlsleben der beteiligten Personen und hat die Möglichkeit sich in sie hineinzuversetzen.

Am emotionalsten waren dabei die Passagen des Opfers Lily. Sie erzählt von den Misshandlungen und Gräueltaten, die Rick ihr angetan hat. Durch Zeitsprünge erfährt man immer wieder etwas über ihr Leben vor der Entführung und den Verlust, der dadurch entstanden ist. Im ersten Kapitel wurden Lilys Gefühle besonders gut übermittelt, ihre Angst erwischt zu werden war sehr greifbar. Ich habe förmlich mitgefiebert. Dann natürlich auch das Ausatmen nach der gelungen Flucht und der Festnahme des Täters. Schnell kehrt aber wieder Spannung ein, denn Ricks Ziel ist es, Lily für ihren Ungehorsam zu bestrafen und sich an der Familie zu rächen. Die Spannung, ob er seine Pläne in die Tat umsetzen könnte, blieb bis zum Schluss. Besonders verstörend waren seine Gedankengänge. Er fühlt sich vollkommen im Recht und behauptet immer wieder Lily zu lieben und ihr etwas Gutes getan zu haben. Ich habe einen sehr guten Einblick in sein skrupelloses Wesen und seine abscheulichen Gedanken bekommen, die teilweise sehr schockierend waren. Zeitweise wurde ich richtig wütend.

Das hat natürlich auch sehr zum Nachdenken angeregt, denn man erfährt viel über Ricks Doppelleben. Er ist nämlich kein abgeschotteter Psychopath, der im Wald lebt, wie man sich das vielleicht vorstellt, sondern ein verheirateter Mann, angesehener Lehrer einer Schule und mitfühlender, besorgter Bürger, der sich selbstverständlich an den Suchaktionen nach Lilys Entführung beteiligte. Keinem ist irgendetwas aufgefallen, zu perfekt war seine Tarnung.

Mit Eve und Abby erschafft die Autorin zwei weitere, interessante Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide sind natürlich überglücklich Lily wieder zu haben. Auch hier klären Zeitsprünge über die vergangenen Jahre auf und lassen einblicken in die tiefen Wunden, welche die Entführung auch hier hinterlassen hat. Vor allem Abby, Lilys Zwillingsschwester, hat es besonders schwer getroffen und innerlich zerstört. Die enge Bindung der Schwestern war sehr schön ausgearbeitet und die tiefen Wunden, die durch das Auseinanderreißen der Beiden entstanden sind, waren sehr emotional geschildert. Ihre Mutter Eve ist eine sehr starke Persönlichkeit und unterstützt ihre Töchter und Enkeltochter wo sie kann. Auch sie war ein eindrucksvoller Charakter, trotz allen Rückschlägen konnte sie sehr gut mit der Situation umgehen.

Somit ist es der Autorin gelungen unterschiedliche Charaktere zu entwerfen und ihnen verschiedene Persönlichkeiten zu verleihen. Das alles hat sehr authentisch gewirkt und konnte mich überzeugen.

Als weniger gelungen empfand ich das Ende. Die Wende am Schluss konnte mich zwar ein wenig überraschen, der Ausgang war jedoch etwas zu gewollt. Hier wäre weniger einfach mehr gewesen. Somit war die Idee des Plots bestimmt sehr gut, allerdings nicht ganz perfekt umgesetzt. Zwischendurch hat es auch ein wenig an Spannung gefehlt. Diese ist dann eher an den Stellen entstanden, an denen Rick zu Wort kam und man seine gestörten Pläne verfolgen konnte. Komplett konnte mich das Buch deshalb nicht vom Hocker reißen, auch wenn die Charaktere sehr gelungen waren, fehlte es doch ein wenig dann in der Story.

Trotzdem bin ich förmlich durch das Buch geflogen, was vor allem dem Schreibstil der Autorin und der angenehmen Kapitellänge zu verdanken ist. Auch die wechselnden Perspektiven haben dazu beigetragen, da man so auch viel über die verschiedenen Charaktere erfahren konnte.

FAZIT:
An manchen Stellen hätte es schon ein bisschen mehr Spannung sein dürfen! Trotzdem ein gelungenes Buch, perfekte Unterhaltung, auch wenn das Ende doch eher dürftig ausfiel. Weiterempfehlen würde ich es dennoch, auch auf einen weiteren Roman der Autorin freue ich mich.

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113 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

sommer, stiefbruder, kody keplinger, lemon summer, patchworkfamilie

Lemon Summer

Kody Keplinger , Anja Galić
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.05.2017
ISBN 9783570311110
Genre: Jugendbuch

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Das Buch wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Whitley erzählt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, insgesamt liest sich das Buch flüssig und wirkt sehr frisch. Whitley beschreibt gewitzt und teilweise auch sehr jugendsprachlich, was hier auch absolut authentisch wirkt und deswegen schon einen großen Pluspunkt bekommt. Es gibt nichts Schlimmeres als aufgesetzte, „coole Jugendsprache“! Hier war das aber glücklicherweise nicht der Fall.

Der Klappentext verrät schon das Wesentliche der Geschichte. Whitley verbringt die Sommerferien wie immer bei ihrem Dad, denn ihre Eltern sind geschieden und sie lebt bei ihrer Mutter. Zu dieser pflegt sie ein eher schwieriges Verhältnis, sie würde viel lieber bei ihrem Vater leben. Diesen verbindet sie nämlich mit Spaß, bei ihm ist alles viel lockerer und ungezwungener. Zu ihrem großen Bruder hat sie ein inniges Verhältnis, allerdings hat dieser nur wenig Zeit für sie, da er selbst eine kleine Familie hat, um die er sich kümmern muss. Whitley stellt sich selbst als Einzelgängerin dar, die ihr eigenes Ding macht und keine Freunde braucht um glücklich zu sein. Dass dies allerdings mehr Schein als Sein ist, kann man sich als Leser schon recht schnell denken.

Whitley wird wie immer von ihrem Vater abgeholt um den Sommer bei ihm zu verbringen. Dass sie eine böse Überraschung erwartet, ahnt sie zu Beginn natürlich nicht. Nicht genug, dass ihr Vater das geliebte Apartment am See aufgegeben hat um in ein schickes, großes Haus zu ziehen, da wird sie bei ihrer Ankunft auch mit seiner neuen Familie konfrontiert; seine Verlobte und ihre beiden Kinder Nathan und Bailey. Zu allem Übel stellt sich Nathan zudem als Whitleys One-Night-Stand in der Nacht ihrer High-School-Abschlussfeier heraus, den sie doch eigentlich nie wieder sehen wollte. Nachdem sie den ersten Schock überwunden hat, beschließt sie, dass sie absolut keine Lust auf diese neue Familie hat. Whitleys Rebellion beginnt, sie flüchtet in Partys, Alkohol und Vergnügen mit irgendwelchen Jungs. Zunächst wirkt das Ganze wie das typische Verhalten eines Teenagers, allerdings wurde diese „rebellische Phase“ meiner Meinung nach, ein klein wenig übertrieben dargestellt.

Die Darstellung der Protagonistin Whitley war an manchen Stellen schlichtweg zu heftig. Es ist ja wirklich ganz normal als Teenager mal ein bisschen zu viel zu trinken, aber welcher Teenager hat denn seine Flasche Notfall-Tequila dabei und gönnt sich mal eben ein Fläschchen alleine in seinem Zimmer? Um sich aufzumuntern? Auch die „Sexbesessenheit“ und das ständige Ringen um Aufmerksamkeit von irgendwelchen dahergelaufenen Kerlen waren extrem. Außerdem ist mir die Protagonistin ein kleines bisschen zu sehr von sich selbst überzeugt. Gegen ein gesundes Selbstbewusstsein sollte nichts einzuwenden sein, allerdings gerät Whitley nahezu ins Schwärmen für sich selbst. So ein paar kleine Selbstzweifel hätten die Geschichte noch ein wenig authentischer erscheinen lassen.

Die Nebencharaktere haben mich mehr überzeugt. Sylvia, die neue Frau ihres Vaters, war mir sehr sympathisch, einfühlsam und aufmerksam, auch wenn Whitley sich zunächst gegen diese Tatsache gewehrt hat. Auch ihre jüngere Stiefschwester Bailey ist liebenswert und herzlich, sie hat es sogar geschafft sich am schnellsten in Whitleys Herz zu schleichen. Ihr Stiefbruder und One-Night-Stand Nathan übernimmt die Rolle des verantwortungsbewussten Strebers, allerdings auch auf eine sympathische Art und Weise. Immer wieder versucht er, Whitley von sich zu überzeugen und hält zu ihr, egal was sie schon wieder verbockt hat. Lange kann sich Whitley dem Charme ihrer neuen Familie nicht entziehen.

Whitleys Eltern haben mich sehr wütend gemacht. Sie zeigen nicht gerade viel Interesse an ihrem Kind. Teilweise konnte ich dieses Verhalten so gar nicht nachvollziehen, was aber auch eine Erklärung für Whitleys Rebellion darstellte. Mein liebster Charakter war Harrison, Whitleys neuer bester Freund, den sie kennenlernt, weil sie sich zuerst einmal an ihn heran macht. Zu ihrem Bedauern stellt sich heraus, dass Harrison sich nicht für Mädchen interessiert. Trotzdem entwickelt sich zwischen den beiden eine wundervolle Freundschaft.

Im Laufe der Geschichte kommt es zum Wandel von Whitley, sie lässt hinter ihre arrogante Fassade blicken und auch die Gründe für ihr Fehlverhalten werden aufgedeckt. Diesen Wandel empfand ich als nachvollziehbar und auch gelungen, denn trotzdem wird sie nicht zu einem komplett anderen Menschen.

FAZIT:
Die Charaktere der Geschichte waren teils gut, teils weniger gut. Wie schon erwähnt, hat mich die übertriebene Darstellung der Protagonistin genervt. Das war mir einfach zu unrealistisch. Den Schreibstil empfand ich als sehr gelungen und authentisch, ich habe absolut geglaubt, dass eine Jugendliche spricht. Whitleys Entwicklung war auch positiv und glaubhaft dargestellt. Die Geschichte war im Großen und Ganzen nicht sehr tiefsinnig, dennoch unterhaltsam.

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189 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

oxford, mystery, rezension, die schule der nacht, studium

Die Schule der Nacht

Ann A. McDonald , Christoph Göhler
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.05.2017
ISBN 9783764531775
Genre: Romane

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Geheimnisse, die Suche nach sich selbst, eine Geheimgesellschaft und ein klein wenig Mystik sind die Schlagwörter, die die Geschichte rund um „Die Schule der Nacht“ wohl am besten beschreiben. Somit hält dieses Buch genug für spannungsgeladene Stunden bereit. Nach dem Klappentext musste ich dieses Buch unbedingt lesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Zunächst einmal steigt die Geschichte mit Cassandra Blackwells Ankunft am Raleigh College in England ein. Sie beginnt ihr Auslandssemester, denn ursprünglich studiert sie in Amerika. Aber nicht des Colleges wegen hat Cassandra sich für diesen Schritt entschieden, sondern aufgrund einer geheimnisvollen Nachricht die sie erreicht hat. Sie solle wieder ans College zurückkehren, dabei hat sie anfangs keinerlei Verbindung nach England, die diese Nachricht begründen würde. Die Neugier siegt, denn Cassandra möchte mehr über das Leben ihrer Mutter und ihres Vaters, den sie nie kennengelernt hat, erfahren.

Der Leser taucht ein in die Welt einer alten Universität mit vielen alten Geheimnissen, die es aufzudecken gilt. Allen voran ist das Geheimnis um die sogenannte Schule der Nacht, eine angebliche Geheimgesellschaft, die Cassandras Weg auf der Spurensuche nach ihrer Mutter kreuzt. Das Raleigh College wird so eindrucksvoll beschrieben, dass es erscheint wie eine Traumwelt, mit wunderschönen Bauten und beeindruckenden Persönlichkeiten, die alle der Bildungselite von England angehören. Bei der Spurensuche treten immer weitere, ungeklärte Fragen auf, die die Geschichte am Leben erhalten und die Spannung ankurbeln. So ist es MacDonald gelungen mich an das Buch zu fesseln, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Cassandras Ungeduld, das Geheimnis um die Schule der Nacht zu lüften und damit vielleicht auch ihre eigene Herkunft zu klären, wird immer größer und das hat sich auch auf mich übertragen.

Zu Beginn lernt man Cassandra als Einzelgängerin kennen, die lieber für sich bleibt. Verständlich, denn ihr einziges Ziel ihres Auslandssemesters war es, Licht in die Dunkelheit um ihre Herkunft und die Vergangenheit ihrer Mutter, oder Eltern zu bringen. Im Laufe der Geschichte kommt sie aber immer mehr aus sich heraus und lässt den Kontakt zu anderen Menschen zu. Somit wirkt die Protagonistin anfangs zawr distanziert, aber dennoch sympathisch. Das liegt vor allem an den Einblicken in Cassies schwere Kindheit mit einer depressiven Mutter, die ihre Verhaltensweise zumindest erklärt. Zuflucht hat sie im Aneignen von Wissen in ganz verschiedenen Bereichen gefunden. Besonders gefiel mir die Tatsache, dass es sich hier keineswegs um das nette Mädchen von nebenan handelt, sondern durchaus um einen Charakter mit Ecken und Kanten. Ihre Vergangenheit ist geprägt von Drogen, oder auch kriminellen Tätigkeiten. Nicht dass das sympathisch wäre, aber die positive Entwicklung einer starken Persönlichkeit, ist das, was mir bei Cassie besonders aufgefallen ist.

Die Nebencharaktere waren zwar nicht sehr detailreich beschrieben, aber das hatte den Effekt, dass ich als Leser stets rätseln konnte, wer von ihnen denn zu den „Guten“ und wer zu den „Bösen“ gehört.  Da gibt es zum Beispiel Evie, Cassies Mitbewohnerin, immer fröhlich und liebevoll, bis es dann zu einem Wandel kommt, den sich Cassie nicht erklären kann. Auch diesem Geheimnis geht sie auf den Grund. Hugo und Olivia, die Oberschichtkids, spielen auch eine große Rolle. Trotz ihres hohen Standes sind sie herzlich und freundlich und besonders zwischen Hugo und Cassie kommt es immer wieder zu Spannungen, die erahnen lassen, dass da etwas dahinterstecken könnte.

Cassie erstarrte. Sie merkte, wie sie unter der Berührung erschauerte, spürte, wie seine Haut auf ihrer Haut brannte, aber vor allem erkannte sie in seinen Augen jene dunkle Einsamkeit, die sie selbst jeden einzelnen Tag empfand. Einen Hunger, der sie beinahe verschlang. (MacDonald, s. 272)

Dinnerabende mit der hohen Gesellschaft Englands folgen damit für Cassie. Besonders aufgefallen ist auch der Charakter des Professor Tremain, der Cassie aus irgendeinem Grund scheint loswerden zu wollen. Es treten noch einige weitere, spannende Charaktere auf, aber an dieser Stelle will ich ja nicht zu viel verraten.

Anfangs geht die Geschichte etwas schleppend voran, aber mit jedem neuen kleinen Fünkchen Information, wächst der Drang, das Geheimnis endlich aufzudecken. In der Mitte des Buches etwa, kommt der Umschwung, welcher der Autorin sehr gut gelungen ist. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Sie hat es geschafft eine düstere, mystische Atmosphäre zu schaffen, welche am Ende ihren Höhepunkt erreicht. Bis zum Ende, wusste ich nicht, welchem der Charaktere zu trauen ist. Deswegen konnte mich auch das Ende überzeugen, als endlich alles aufgeklärt wurde. Fasziniert war ich vor allen Dingen vom Aufbau der Geschichte, wie doch alles miteinander zusammenhängt, was auf den ersten Blick nicht so scheint, die Einblicke in die fiktive Universität waren sehr eindrücklich und alle Charaktere waren gut gezeichnet. Durch die bildhaften Beschreibungen hatte ich auch immer ein deutliches Bild vor Augen.

FAZIT:
Ich empfehle dieses Buch ganz klar weiter. Auch wenn Mystery nicht zu meiner liebsten Thematik gehört, hat mich dieses Buch überzeugt. Vielleicht deswegen, weil es zum größten Teil eher einem Krimi ähnelt und die mystischen Passagen erst am Ende auftreten. Es hält viele Rätsel und spannende Wendungen parat, die mich immer wieder überraschen konnten. Mit jedem neuen Kapitel wächst der Drang, das Geheimnis rund um Die Schule der Nacht aufzuklären. Gut geschrieben und gut aufgebaut, ich habe nichts zu bemängeln. Deswegen vergebe ich hier die volle Punktzahl.

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

tod, selbstmord, geheimnisse, lügen, mord

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Diane Chamberlain , Marion Ahl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959670852
Genre: Romane

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Das Buch beginnt mit einem Epilog aus dem Jahr 1990, der zu Beginn direkt schon die Neugier weckt. Als Leser möchte man natürlich wissen, was dahinter steckt. Danach wechselt der Roman zur Gegenwart und in die Ich-Perspektive der Protagonistin Riley. Zu Beginn erfährt man, dass sie vor kurzem ihren Vater verloren hat und nur noch ihr Bruder Danny am Leben ist. Auch ihre Mutter und Schwester Lisa sind gestorben, Letztere beging Selbstmord als Riley noch ein Kleinkind war. Sie liebt ihren Bruder abgöttisch, jedoch lässt dieser sie nicht wirklich an ihn heran. Zu tief sitzen die traumatischen Erlebnisse des Krieges, in dem als Soldat gekämpft hat. Dennoch schließt man auch Danny ins Herz und fühlt mit Riley mit, die sich nichts mehr wünscht als ein normales und glückliches Leben für ihren großen Bruder.

Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil kümmert sich Riley um den Nachlass ihres Vaters, wobei sie auf Ungereimtheiten in der Vergangenheit stößt. Sie setzt alles daran diese aufzuklären und beginnt nachzuforschen. Im zweiten Teil kommt es zu Zeitsprüngen, denn nun wird die Geschichte von Lisa, Rileys Schwester erzählt. Sie war ein begnadetes, musikalisches Talent und Riley ist fasziniert von den Videoaufnahmen ihrer Schwester mit ihrer Violine, die sie in den Sachen ihres Vaters entdeckt. Das führt dazu, dass sie mehr über ihre Schwester erfahren will, vor allem was sie zum Suizid getrieben hat. Außerdem kommt dadurch die Frage auf, ob Lisa ihren Selbstmord nur vorgetäuscht hatte. Durch die Zeitsprünge erfährt der Leser viel über Lisas Charakter, wird mit ihren Ängsten konfrontiert und kann sehr gut mifühlen.

Im dritten Teil begibt sich Riley auf die Suche nach ihrer Schwester und enthüllt immer größere und schwerwiegendere Geheimnisse.

Es gibt viele Wendungen und Enthüllungen in der Geschichte, die allerdings so gut gewählt sind, dass die Geschichte stets realistisch und nachvollziehbar bleibt. Sie fesselt den Leser an das Buch, denn die Neugier lässt nicht nach. Es wird auf keinen Fall langweilig! Auch die Zeitsprünge sind gut platziert und bringen keinerlei Verwirrung, das hat die Autorin wirklich gut umgesetzt. Das ganze Buch ist sehr emotional und gegen Ende wird die Geschichte immer dramatischer.

Die Autorin hat sehr realistische Charaktere mit Ecken und Kanten geschaffen, vor allem die Protagonistin Riley war mir sehr sympathisch. Auch Lisas Geschichte war höchst emotional und ergreifend. Stück für Stück kommt der Leser hinter das lang gehütete Geheimnis der Familie und wird immer wieder aufs Neue überrascht.

Ein weiterer, großer Pluspunkt war auf jeden Fall der Schreibstil der Autorin. Alles wurde sehr bildhaft beschrieben, was das Kopfkino angeregt hat. Ich hatte immer den Ort des Geschehens vor Augen und konnte mir auch die Charaktere sehr gut ausmalen.

Einzig und allein das Ende hat mich etwas gestört, das hätte meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr ausgebaut werden können. Eine winzige Kleinigkeit hat mir noch gefehlt, aber das ist wohl Geschmackssache und schlecht war es trotzdem keineswegs.

FAZIT:
Es handelt sich hier um eine höchst emotionale Familiengeschichte, keine Spur von Mystery, wie hinten auf dem Buchrücken beworben. Das hat mich nicht gestört, trotzdem finde ich es nicht ganz passend. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und auch der Schreibstil ist mir positiv aufgefallen. Klare Leseempfehlung, denn ich habe in keinem Moment Langeweile empfunden und wurde immer wieder überrascht.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jahre wie diese, rezension, sadie jone, roman, liebe

Jahre wie diese

Sadie Jones , Brigitte Walitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2017
ISBN 9783328100287
Genre: Romane

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Im Fokus der Handlung stehen ganz klar die beiden Protagonisten Luke und Nina. Zu Beginn kennen sich die beiden nicht, das Geschehen setzt im Jahre 1961 ein, beide noch in der Pubertät. Abwechselnd wird aus dem Leben der Beiden erzählt, man lernt beide Charaktere zunächst einmal kennen und begleitet sie beim Heranwachsen.

Nina und Luke sind sehr zerbrechliche Persönlichkeiten, auch wenn sie nicht immer so wirken. Das Leben macht ihnen zu schaffen, auf ganz unterschiedliche Weisen. Luke musste von klein auf erwachsen sein, für seinen alkoholabhängigen Vater sorgen, denn seine Mutter befindet sich in einer psychiatrischen Anstalt. Er scheint gut damit zurecht zu kommen, auch wenn man bei der Lektüre immer wieder auf Hinweise stößt, die darauf schließen lassen, dass dem in Wahrheit nicht so ist. Luke ist bewundernswert, so hat er sich aus seiner schwierigen Kindheit heraus etwas aufgebaut, nicht aufgegeben und an seinen Träumen festgehalten, auch wenn ihm nicht immer klar war, von was genau er träumt. Er ist ein Träumer, versinkt in Büchern, Musik und in seiner Obsession für das Theater. Zufällig lernt er Leigh und Paul kennen, seine beiden besten Freunde, mit denen er zusammen eine Theaterkompagnie gründet.

Nina wirkt sehr viel schwächer als Luke. Sie definiert sich selbst über die Anerkennung ihrer Mutter, die ihr aber nur selten gegeben wird. Ihre Mutter kümmerte sich nie wirklich um sie, strebte nach einer Schauspielkarriere und versucht nach dem Scheitern dieser, Nina dorthin zu bringen, wo sie selbst gerne gewesen wäre. Nina fügt sich, auch wenn sie es hasst, im Mittelpunkt zu stehen und sich selbst mit der Schauspielerei quält. Ihre Tochter kritisiert sie dauerhaft, achtet streng darauf, dass diese nicht zu viel isst und kümmert sich auch darum, dass Nina einen wichtigen Mann aus der Theaterbranche heiratet, um leichter Fuß fassen zu können. Nina tut alles für ihre Mutter, auch wenn diese kein gutes Haar an ihr lässt und sich herzlich wenig um die Bedürfnisse ihrer Tochter schert. Auch die Ehe zu Tony ist ein Reinfall, im Prinzip gelangt Nina von dem einen Gefängnis in das Nächste. Mit ihren Gefühlen ist sie stets alleine, so kann sie von niemandem wirklich Liebe oder Zuneigung erwarten. Da wundert es nicht, dass sie sich selbst nicht zu lieben scheint und sich selbst einredet, dass alles gut ist, so wie es ist.

Da beide Protagonisten in der Theaterbranche tätig sind, ist es vorhersehbar, dass die beiden früher oder später aufeinander treffen. Auch erfährt man bereits über den Klappentext von der Liebe, die sich zwischen den beiden entwickeln wird. Nina ist durch ihren Ehemann an eine Hauptrolle in einem Stück gekommen. In ihrer Rolle als Inhaftierte berührt sie Luke, auf eine Art und Weise, die er selbst nicht zu begreifen scheint. Von ihrem ersten Bühnenauftritt an, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Der distanzierte Schreibstil der Autorin lässt nicht tief in die Gefühlswelt des Protagonisten blicken, man kann nur erahnen, was sich hier anbahnt. Dies empfand ich allerdings als sehr passend, da beide Charaktere nie wirklich gelernt haben, was Liebe bedeutet und damit ihnen völlig neue, bis zu diesem Zeitpunkt an, unbekannte Emotionen entwickeln.

Er dachte an Nina Jacobs, die blind und gefesselt auf dem Boden gekniet hatte. Das Stück hatte etwas in ihm aufgerissen, und dann war sie da gewesen, hatte sich selbst zur Rettung dargeboten. Alles war von ihm abgefallen, bis nichts mehr von ihm übrig war, und dann – ihr Anblick, wie eine Antwort. Sie war ihm so richtig vorgekommen. Und sie schien nach ihm zu rufen. – ( Jones, s. 156)

Schnell wird deutlich, dass Luke sie retten will und man bekommt den Eindruck, er versuche für sich selbst, etwas wieder gut zu machen. Als hätte er das Gefühl, bis jetzt gescheitert zu sein, so konnte er weder Vater noch Mutter retten. Die Emotionen der Charaktere waren sehr trocken und undurchsichtig dargestellt, trotzdem hat die Autorin es durch ihren Schreibstil geschafft, die Emotionen zu vermitteln. Man muss sich als Leser seinen Teil dazu denken und das hat mir sehr gefallen, weil es die Persönlichkeiten der Charaktere, die Verschlossenheit der Figuren, perfekt unterstreicht.

Auch die Nebencharaktere, die Geschichte um Paul und Leigh hat mir gut gefallen, auch diese waren gut ausgearbeitet. Sie wohnen mit Luke zusammen und unterstützen ihn bei der Entfaltung seines Schreibtalents, werden somit zu seiner neuen Familie und geben ihm damit den Halt und die Zuneigung, die er nie hatte. Mit dem Kennenlernen von Nina beginnt das Ganze allerdings auseinander zu brechen. Luke setzt neue Prioritäten und das Theater, die gemeinsame Leidenschaft der drei Freunde, rückt für ihn in den Hintergrund.

Relativ gegen Ende kommt es dann zu einer überraschenden Wendung, die die Autorin fast vollkommen unkommentiert stehen lässt. Was das Buch vor allem interessant gemacht hat, war die Frage, ob es denn zu einem Happy End kommt oder nicht. Der Ausgang des Buches hat mir überraschenderweise sehr gut gefallen, auch wenn ich mit etwas anderem gerechnet habe.

FAZIT:
Ich muss sagen, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzufinden. Das lag vor allem an dem etwas ungewöhnlichen Schreibstil der Autorin, der mir aber mit der Zeit immer besser gefiel und im Endeffekt, haben diese distanzierten Beschreibungen sehr gut gepasst und die Ausarbeitung der Charaktere gefördert. Die Geschichte konnte mich fesseln und überraschen, obwohl nicht allzu viel passiert ist. Im Großen und Ganzen finde ich den Roman von Sadie Jones sehr gelungen und würde ihn weiterempfehlen.

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Tags: jahre wie diese, liebe, rezension, sadie jones   (4)
 

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173 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, stalking, roman, obsession, psychische krankheit

Liebeswahn

Ian McEwan , Hans-Christian Oeser
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.06.2000
ISBN 9783257231625
Genre: Romane

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123 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

venedig, oper, italien, krimi, dirigent

Venezianisches Finale

Donna Leon
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.05.2012
ISBN 9783257231717
Genre: Krimi und Thriller

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, venedig, italien, commissario brunetti, commisario brunetti

Venezianische Scharade

Donna Leon
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.05.2012
ISBN 9783257231731
Genre: Krimi und Thriller

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538 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 26 Rezensionen

paris, freundschaft, liebe, frankreich, magersucht

Zusammen ist man weniger allein

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
Fester Einband: 653 Seiten
Erschienen bei Gruner + Jahr, 05.03.2010
ISBN 9783570197134
Genre: Romane

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, beziehung, hotel, zwei männer, italien

Am Hang

Markus Werner
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.01.2007
ISBN 9783596509881
Genre: Klassiker

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83 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

liebe, internat, meer, jugendbuch, einsamkeit

Damals, das Meer

Meg Rosoff , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 10.02.2009
ISBN 9783551581969
Genre: Jugendbuch

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115 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

college, liebe, selbstfindung, amerika, dreiecksbeziehung

Die Liebeshandlung

Jeffrey Eugenides , Uli Aumüller , Grete Osterwald ,
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2012
ISBN 9783499258503
Genre: Romane

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300 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

humor, tommy jaud, männer, lustig, single

Vollidiot

Tommy Jaud
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512386
Genre: Romane

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335 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, nie verschickte briefe, verlust

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

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(132)

275 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 25 Rezensionen

thailand, england, bangkok, familiengeheimnis, krieg

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 30.04.2012
ISBN 9783442478040
Genre: Liebesromane

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3.470 Bibliotheken, 43 Leser, 6 Gruppen, 76 Rezensionen

barcelona, bücher, spanien, liebe, roman

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.03.2013
ISBN 9783596196159
Genre: Romane

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533 Bibliotheken, 11 Leser, 8 Gruppen, 47 Rezensionen

himmel, mord, tod, familie, vergewaltigung

In meinem Himmel

Alice Sebold , Almuth Carstens
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.02.2005
ISBN 9783442458363
Genre: Romane

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

thriller, horror, jenny milewski, ring, angstmädchen

Angstmädchen

Jenny Milewski , Maximilian Stadler
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453438804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Besonders angesprochen hat mich die Tatsache, dass es sich bei der Autorin um eine Schwedin handelt und auch die Handlung in Schweden platziert ist. Durch mein Skandinavistik Studium interessiere ich mich sehr für die skandinavischen Länder und damit auch für die daraus stammende Literatur. Allerdings muss man erwähnen, dass man hiervon nicht allzu viel mitbekommt. Viel präsenter sind die japanischen Elemente, die sich durch den Thriller hindurchziehen, da ja die Protagonistin ein aus Asien nach Schweden adoptiertes Kind ist und auch Yuko war eine aus Japan stammende Austauschstudentin in Schweden. Was mir aber hierbei sehr positiv aufgefallen ist, ist die detaillierte Recherche der Autorin, da alle diese japanischen Elemente sehr gut ausgearbeitet sind und man einen sehr guten Einblick in die japanische Mythologie bekommt.

Beim Lesen des Buches war ich immer wieder hin und hergerissen, ob es mir denn jetzt gefällt oder nicht. Irgendwie konnte es mich nicht ganz überzeugen, es hat mich nicht mitgerissen. Das lag wahrscheinlich auch an den Charakteren, die mir sehr platt erschienen. Auch für die Protagonistin Malin konnte ich keine wirkliche Sympathie aufbringen, ich war teilweise richtig genervt von dem ständigen Selbstmitleid. Dauernd fühlt sie sich angegriffen und als Außenseiter, aufgrund ihrer asiatischen Herkunft. Das war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Und auch ihre Mitbwohner Torbjörn, Camilla, Rebekka, Pelle und Richard waren für mich nicht wirklich ernst zu nehmende Charaktere.

Die Handlung beginnt mit Malins Einzug in das Studentenwohnheim. Sie zieht in Yukos altes Zimmer und schnell erfährt sie auch von dem schrecklichen Ereignis, das sich in der Badewanne des Zimmers ereignet hat. Yuko hatte sich selbst die Pulsadern aufgeschnitten. Malin ist schockiert über diese Tatsache und fühlt sich selbstverständlich nicht mehr wirklich wohl. Sie fühlt sich mit Yuko verbunden und setzt es sich zum Ziel, die tragischen Hintergründe herauszufinden, die Yuko zu diesem Schritt getrieben haben. Nach und nach häufen sich die seltsamen Eregnisse auf ihrem Stockwerk im Wohnheim, seien es Schuhe, die im ganzen Flur verteilt wurden, oder auch ein komplett zerstörtes Wohnzimmer. Das ganze hat mich immer mehr an asiatische Horrorfilme erinnert, weshalb ich auch der Meinung bin, dass das Genre Thriller hier nicht wirklich zutrifft.

Nach einem ziemlich langwierigen Einstieg eskaliert die Situation auf einmal, als die Bewohner des Stockwerks Kontakt zu Yukos Geist aufnehmen und herausfinden, dass diese sich an ihnen rächen möchte. Malin befindet ich dann im Wetllauf gegen die Zeit, da die Vorfälle immer agressiver und brutaler werden. Sie muss dringend herausfinden, was Yuko so wütend gemacht hat. Die Auflösung dieser Frage empfand ich als unbefriedigend und etwas lächerlich.

FAZIT:
Im Großen und Ganzen muss ich also sagen, dass mich dieses Buch nicht wirlich überzeugen konnte. Es wirkt irgendwie wie ein netter Versuch, der missglückt ist. Vielleicht lag das aber auch an meinen Erwartungen, da mich der Klappentext sehr angesprochen hat. Dieses Buch war meiner Meinung nach schwer zu bewerten, weil es wirklich nicht schlecht war, aber irgendwie auch nichts besonderes. Deswegen gebe ich eine mittlere Bewertung

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128 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

molly mcadams, liebe, trauer, grey, jagger

Letting Go - Wenn ich falle

Molly McAdams , Justine Kapeller
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.12.2016
ISBN 9783956496295
Genre: Liebesromane

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Das große Thema in Molly McAdams Roman ist der Kampf Greys zurück ins Leben, nachdem ihr Verlobter, die Liebe ihres Lebens, kurz vor der Hochzeit an einem unentdeckten Herzfehler stirbt. Zu Beginn bekommt der Leser einen kleinen Rückblick geliefert, ein paar Tage vor der Hochzeit, an dem Tag, an dem Ben einfach umfällt und nicht mehr aufsteht. Die eigentliche Geschichte beginnt dann genau zwei Jahre später und dreht sich um Grey und Jagger, Bens Verlobte und sein bester Freund.

Was mich ziemlich überrascht hat, war die Tatsache, dass die gedachte Auflösung des Klappentextes ziemlich schnell erfolgt. Ich habe nach dem Lesen des Klappentextes schon eine Ahnung gehabt und mir einen ganz anderen Verlauf des Themas vorgestellt. Trotzdem war ich nicht enttäuscht und habe mich auf den weiteren Verlauf voller Spannung und ohne spezielle Erwartungshaltung eingelassen.

Teilweise war die Geschichte ganz schön kitschig – klar, es ging hauptsächlich um die große Liebe und ganz große Gefühle und die Beschreibung dieser, ist der Autorin auch wirklich gut gelungen. Dennoch bin ich der Meinung, dass es zu viel des Guten war, denn rückblickend kommt es mir vor, als ginge es NUR um Gefühle. Mir kam es vor, als würde die ganze Stadt nur Grey und Jagger als Thema haben, denn jeder Charakter des Buches hatte irgendwas dazu zu sagen und alle waren nur damit beschäftigt sich um ihre Beziehung zu kümmern. Das war mir definitiv zu übertrieben!

Ebenfalls gestört haben mich die Konflikte, die dargestellt wurden. Es kam mir vor, als würde ein großer Konflikt den nächsten jagen und das kam mir alles sehr unrealistisch vor. Zum Einen war da die nervige Exfreundin, Jaggers schwieriges Verhältnis zu seiner intriganten Mutter und seine kleine Schwester, die im Probleme bereitet. Mir kam es vor, als wären all diese Konflikte und auch ihre Lösungen, nur leicht angeschnitten und auch schnell wieder beseitigt worden, schließlich konnten die Charaktere sich gegenseitig nicht böse sein, egal wie schwerwiegend die begangene Tat war.

Ein weiterer Kritikpunkt war die kurze Zeitspanne, in der das alles vorfällt. Die Protagonisten bauen sich etwas auf, wofür normale Menschen Jahre brauchen. Zumindest aus meiner Sicht. Das hat mir das Ganze einfach total unrealistisch erschenen lassen.

Erzählt wurde aus den beiden Perspektiven der Protagonisten Grey und Jagger, immer abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Die ermöglichte sehr anschaulich das Nachvollziehen der Gefühle und Gedankengänge und auch eine gewisse Nähe zu den Charakteren wurde dadurch aufgebaut. Trotzdem hat mir nur der Protagonist Jagger gut gefallen, Grey war mir einfach viel zu sehr „Gutmensch“. Auch ihre Eltern und Bruder waren sehr überzogen dargestellt, viel zu überdreht war vor allem auch Greys Mutter, die sie behandelt hat, als wäre sie ein Kind. Das hat es mir sehr schwer gemacht die Geschichte ernst zu nehmen.

Natürlich gab es auch positive Dinge, wie zum Beispiel der Schreibstil der Autorin, der es mir ermöglichte das Buch sehr schnell zu lesen. Auch das Ende hat mir gut gefallen. Ich konnte das ganze Buch über miträtseln und zum Schluss gab es eine überraschende Wendung, die ich eigentlich ganz gelungen fand. Der Hauptgedanke war auch ein ziemlich Guter, einzig und allein das Drumherum hat gestört und die Geschichte überladen. Hier wurde viel Potenzial verschenkt.

FAZIT:
Die Geschichte, zumindest der Grundgedanke, haben mir gut gefallen. Ich mochte auch den Schreibstil der Autorin, vor allem die großen Gefühle wurden, meiner Meinung nach, gut dargestellt. Leider wirkte alles zu überladen und zu rosarot, weshalb ich die Geschichte nicht wirklich ernst nehmen und auch nicht mitfühlen konnte. Weiterempfehlen würde ich die Geschichte nicht unbedingt, sie ist ganz nett, aber es sind leider zu viele Störfaktoren vorhanden!

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127 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

tuchvilla, modeatelier, augsburg, familiengeschichte, band 3

Das Erbe der Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2016
ISBN 9783734103261
Genre: Historische Romane

Rezension:

MEINE MEINUNG:
Bei Das Erbe der Tuchvilla von Anne Jacobs handelt es sich um den dritten Teil der Tuchvilla-Reihe. Ich habe ja ein Händchen dafür, solche Buchreihen immer wieder mit dem weiterführenden Teil einer Reihe zu beginnen. Das war mir zu Beginn, als ich es aussuchte, nämlich nicht bewusst, von dieser Reihe hatte ich noch nichts gehört. Trotzdem hatte ich keine Probleme damit, in die Geschichte reinzukommen, denn die jeweiligen Details, die für den Verlauf der Geschichte relevant sind, wurden nacherzählt und ich hatte nicht das Gefühl, irgendetwas nicht zu verstehen.

Zum Einstieg lernt man die Protagonisten und somit die Familie Melzer kennen, die ganz besonders im Mittelpunkt steht. Man stößt hier auf viele Namen und Charaktere, weswegen ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten hatte, mitzukommen. Nach einiger Zeit habe ich mich dann aber daran gewöhnt und gut in die Geschichte hinein gefunden.

Was mir besonders gut an dem Erzähl-Stil der Autorin gefallen hat, war die Abwechslung in den verschiedenen Kapiteln, jedes neue Kapitel wirft das Licht auf eine andere Personengruppe. So gibt es Kapitel, die von Paul und Marie, dem Liebespaar, um welches es hauptsächlich geht, handeln, sowie Kapitel über ihre Kinder, oder ihre Angestellten. Sehr interessant ist auch zu beobachten, dass es Unterschiede in der Sprache gibt, je nachdem welche Personengruppe gerade im Mittelpunkt steht. Sind gerade die Angestellten die Protagonisten, so wird die Sprache dialektal und „bäurisch“. Stehen die Kinder im Vordergrund, bekommt der Erzähler ebenso eine naive und infantile Art zu beschreiben. Es gab auch Kapitel über Pauls Schwestern Lisa und Kitty, welche mir auch sehr gut gefallen haben. In den Kapiteln über die Angestellten geht es vor allem um die Geldprobleme welche die Inflation vor allem im Jahr 1923 beschert und um den Zusammenhalt, gegenüber der verhassten Serafina von Dobern, die eingestellt wurde, um sich um Maries und Pauls Kinder zu kümmern, da Marie nun ihr eigenes Mode-Atelier hat und dies viel Zeit verschlingt. Schnell stellt sich heraus, dass Serafina als Hauptquelle allen Übels gilt und keine Gelegenheit auslässt, gegen Marie und Pauls Schwester Kitty zu sticheln, da diese sich fortschreitend entwickeln und emanzipieren, was sich für eine Frau hohen Standes selbstverständlich so gar nicht gehört. Da kommt es Serafina natürlich gerade Recht, dass Alicia Melzer, Pauls Mutter, komplett auf ihrer Seite steht und ihre Ansichten teilt, dabei nicht erkennt, welche Intrigen die Gouvernante spinnt. Stehen die Kinder im Mittelpunkt, so geht es hauptsächlich darum, dass beide Kinder den Ansprüchen ihres Vater nicht gerecht werden. Leo spielt nämlich leidenschaftlich gerne Klavier und Dodo interessiert sich sehr für Flugzeuge und Maschinenbau.

Über ihnen der Himmel, unter ihnen die Hölle, und mitten dazwischen schwebten sie auf Mozarts Flügeln. Das war verrückt. Aber es war das Schönste, was es auf der Welt gab. (Jacobs, s.605f)

Andersrum hätte der Vater sich das gewünscht. Damit hat jede Personengruppe seine eigene Handlung, in welche man abwechselnd Einblicke bekommt. Das ist auch der Grund dafür, dass keine Langeweile aufkommt und man nicht das Gefühl hat, das Buch sei langatmig.

Gewöhnungsbedürftig war vor allem die Sprache, allerdings muss man bedenken, dass das Buch etwa um 1925 spielt und damals auch anders gesprochen wurde als heute. Dadurch wirkt die Geschichte aber auch authentisch und gut vorstellbar und nach einer Weile kam ich damit auch sehr gut klar.

Hauptthema der Geschichte ist – wie der Klappentext bereits verrät – die Ehekrise von Paul und Marie und der damit verbundene Auszug Maries aus der Tuchvilla. Die ganze Geschichte zieht sich meiner Meinung nach viel zu lange hin und ich habe schnell die Lust an diesem Thema verloren. Zum Glück gab es noch spannendere Dinge, die in dem Buch passiert sind. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei der Geschichte um einen Bericht, über das Zusammenleben einer Familie mit ihren Höhen und Tiefen über Monate, Jahre hinweg. Klar, dass hier viel passiert, aber bei vielem hatte ich das Gefühl, dass es nicht viel zum Vorankommen der eigentlichen Geschichte beigetragen hat. Bei vielen Geschehnissen, die passiert sind, habe ich mir die Frage gestellt, wieso das denn passiert ist, wo es doch überhaupt keinen Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema gibt.

Das Ende empfand ich als schön, aber nichts besonderes, irgendwie war es vorhersehbar. Trotzdem gab es noch eine kleine Überraschung am Ende, die mir sehr gut gefallen hat.

FAZIT:
Ich war nicht begeistert, muss ich leider sagen, auch wenn die Geschichte gut erzählt war. Sie war leider nicht mehr als ganz nett, ich hatte nicht das Gefühl, ich müsste unbedingt weiterlesen, weil es so spannend war. Deswegen bekommt das Buch eine mittelmäßige Empfehlung, weil es dennoch nicht schlecht war und ich auch nicht das Gefühl hatte, mich zu langweilen.

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Tags: anne jacobs, historischer roma, rezension, tuchvilla   (4)
 
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