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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

liebe, fantasy

Greifbar

Melanie Stoll
E-Buch Text: 226 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 14.04.2014
ISBN 9783944729466
Genre: Romane

Rezension:

Vor 2 Jahren hatte ich die Freude, die Autorin dieses Romans persönlich kennenzulernen. Zu diesem Zeitpunkt war sie für mich „nur“ eine lieb gewonnene Bloggerin und ich hatte keine Ahnung, dass sie Ambitionen zum Schreiben hatte.

Vor einigen Monaten erfuhr ich jedoch, Facebook sein Dank, dass bald ihr erster Roman erscheinen wird. Ich staunte natürlich nicht schlecht und war megagespannt darauf. Nun war es also endlich soweit, Melanie Stolls Roman „Greifbar“ erschien. Kaum war das Buch erhältlich, war es auch schon bei mir :).

Es ist, glaube ich, für jeden Leser ein komisches Gefühl, wenn man den Autor bereits VOR seinen Büchern persönlich kannte. In der Regel geschieht das allenfalls, nachdem man bereits das ein oder andere Werk gelesen hat...

Ich gestehe, ich war, wie immer in so einem seltenen Fall, sehr “unruhig“. Was, wenn mir der Roman rein gar nicht gefällt? Was, wenn ich ihn sogar furchtbar finde?

Bereits nach wenigen Seiten wurde ich locker :). Auf Anhieb war ich sehr angetan von Melanies Schreibstil und mochte ihre Art, die Dinge zu beschreiben. Schnell wurde ich mit den wirklich gelungenen Protagonisten warm und fand mich in Windeseile mittendrin in der Geschichte.

Dorey, dem Anschein nach ein ganz normales Mädchen, eroberte schnell mein Herz und ich bewunderte ihren Mut und ihre Furchtlosigkeit. Julian ist ein Protagonist ganz nach meinem Geschmack. Geheimnisvoll und zunächst abweisend, aber auch voller Fürsorge und Liebe.


Eigentlich las ich zu diesem Zeitpunkt einen ganz anderen Roman und wollte nur mal kurz „reinschnuppern“. Einmal begonnen ließ mich „Greifbar“ aber einfach nicht mehr los. Es bedarf sicher keiner Erwähnung mehr, dass ich Melanies Roman nun quasi aufsog. Ich staunte nicht schlecht über die Ideen und ihre Umsetzung.


An Doreys Seite erlebte ich nun eine fantastische Reise und kam Stück für Stück dem Geheimnis um Julian und seinen Brüdern näher. Gleichermaßen gespannt wie auch fasziniert lerne ich die Figuren dieses Romans kennen und war begeistert von den unterschiedlichen Charakteren. Die Autorin hat sich da wirklich tolle und faszinierende Spezies ausgedacht!!! Die detaillierten Beschreibungen kamen meinem Kopfkino auch hier wieder zugute.

Die Story ist spannend und abwechslungsreich und lässt dem Leser ausreichend Raum für eigene Vermutungen. Davon habe ich eine ganze Menge angestellt ...


Für mich ist das besondere an diesem Roman jedoch das Gefühl, das während des Lesens in mir entstand. Melanie Stoll hat mit diesem Roman eines jener Bücher geschrieben, die mir irgendwie das Herz aufgehen ließen. Wie immer weiß ich gar nicht recht, wie ich es erklären soll, aber man spürt es einfach und es lässt einen nicht mehr los.

Es ist wohl die Mischung aus Spannung, Liebe und Fantasie, die mich absolut begeisterte.


Das Ende ist in sich abgeschlossen und einfach nur schööööööööööööön. Ich hoffe aber natürlich inständig, dass ich bald noch mehr von Dorey und Julian lesen darf. Zu erzählen hat Melanie ganz bestimmt noch eine Menge.


Ja, nun sitze ich hier und versuche in Worte zu fassen, wie ich „Greifbar“ erlebt habe. Ich muss mich ein wenig bremsen, denn ich möchte nicht den Anschein erwecken, dass ich für diesen Roman nur deshalb so lobende Worte finde, weil ich die Autorin kenne und mag :). Aber was soll man über einen tollen Roman anderes schreiben, als dass er einfach toll ist?

Sehr ihr ! Man kann nichts anderes schreiben :)


Melanie Stoll hat mich mit ihrem Romandebüt „Greifbar“ im wahrsten Sinne des Wortes aus den Socken gehauen. Nicht, dass ich es ihr nicht zugetraut hätte, aber ich bin schwer begeistert!

Wunderschön ausgearbeitete Charaktere und Spezies und eine gleichermaßen spannende, wie auch romantische Story, bei der es auch mal was zu lachen gibt, nahmen mich von der ersten bis zur letzten Seite völlig in Beschlag. 205 Seiten lang klebte ich an den Buchstaben und habe mir am Ende gewünscht, der Roman hätte noch 205 Seiten mehr.

Liebe Melanie, ich gratuliere dir von Herzen zu diesem mehr als gelungenen Debüt. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn wir von dir nicht noch eine ganze Menge hören und vor allem lesen werden. Vielen Dank für die schönen Lesestunden!!!

Wer nun immer noch der Meinung ist, diese Rezension wäre vielleicht nur deshalb so gut ausgefallen, weil ich Melanie mag und kenne dem Rate ich, schnappt euch „Greifbar“ und findet es selber heraus :). Ich wette, danach seid ihr überzeugt :)

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Tags: fantasy, liebe   (2)
 

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175 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

dämonen, engel, fantasy, dark kiss, seele

Dark Kiss

Michelle Rowen , Alexandra Hinrichsen
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.05.2013
ISBN 9783862787319
Genre: Fantasy

Rezension:


Ich war wirklich gespannt, was mich im Auftakt einer neuen Reihe mit „Dark Kiss“ erwarten würde. Der Klappentext hörte sich für mich spannend und interessant an, also machte ich mich daran, den Inhalt zu entdecken. Mein erstes „Plus“ war die Ich-Form, in der der Roman aus Samanthas Sicht geschrieben wurde. Ich weiss, ich wiederhole mich, aber ich liebe einfach diesen Erzählstil. Für mich ist es immer die beste Art, ganz nah an der Geschichte dran zu sein und sie so durch die Augen der Protagonistin zu erleben. Auch der Schreibstil der Autorin, die einigen vielleicht bereits durch ihre „Immortality Bites – Reihe“ bekannt ist, stieß bei mir auf Großes gefallen. Für mich war es der erste Roman von Michelle Rowen, aber mit ihrer lockeren Schreibweise konnte sie gleich bei mir punkten. Mit den „Gray“ lernte ich eine neue Spezies magischer Wesen kennen, und auch dies hat mir sehr gut gefallen. Die Protagonisten leisten ganze Arbeit und konnten mich wirklich überzeugen. Auch wenn sie sich nicht wirklich von anderen Charakteren dieses Genres unterscheiden. Sie sind gut gelungen und das ist die Hauptsache. Ich denke, es ist auch wirklich schwierig, etwas noch nie da gewesenes zu kreieren. Samantha mochte ich natürlich auf Anhieb und bei Bishop und Kraven lässt die Autorin genügend Raum, um sich seine ganz eigene Meinung zu bilden. Hach, ich mag einfach diese „Bad Boy – Good Boy-Geschichten“. Aber ich verrate euch nicht, für wen mein Herz schlägt ;). Doch nicht nur diese 3 spielen eine große Rolle in diesem Roman, lasst euch überraschen. Ich fand sie allesamt sehr gelungen, freue mich aber auch jetzt schon darauf, noch mehr über sie zu erfahren. Abwechslungsreich und ebenso detailliert wie die Figuren werden auch die Handlungsorte dargestellt. Die Story hält, was der Klappentext verspricht und über mangelnde Spannung kann sich der Leser hier wirklich nicht beklagen. Erfrischend fand ich, dass es diesmal nicht nur um „Gut gegen Böse“ geht ... statt dessen kämpfen Gut und Böse gemeinsam gegen das „ganz Böse“. Auch mal nett, oder? Mir hat es wirklich Freude bereitet, herauszufinden, wer zu welcher Seite gehört. Das Ende nach dem Ende, wenn ihr "Dark Kiss" gelesen habt, werdet ihr wissen, was ich meine, ist wirklich witzig, und wenn ich nicht längst neugierig auf die Fortsetzung gewesen wäre, dann wäre es spätestens dann der Fall gewesen.



Ein wirklich gelungener Start einer neuen Reihe, den es zu lesen lohnt. „Dark Kiss“ hat mich bestens unterhalten und mir wirklich tolle und abwechslungsreiche Lesestunden geschenkt. Dämonen, Engel, Gray – es gibt wirklich viele tolle paranormale Wesen zu entdecken und eine tolle Story zu erlesen. Gespannt warte ich nun auf den 2. Teil – ich glaube, da erwartet uns noch so einiges.“ It's in his kiss „ so trällerten schon Cher und Betty Everett. In „Dark Kiss“ bekommt dieser Satz eine ganz andere Bedeutung :)

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130 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

vampire, 4 sterne, evernight

Balthazar

Claudia Gray , Marianne Schmidt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 04.03.2013
ISBN 9783764531164
Genre: Fantasy

Rezension:

Balthazar ist nicht nur der Titel des neuen Romans von Claudia Gray, sondern auch eine Figur aus der „Evernight-Serie“, die vielen Lesern dieser Reihe bekannt sein dürfte. 
Mir fehlt dieses Vorabwissen und so kann ich nicht sagen, ob es mir weiter geholfen hätte, diese Romane bereits zuvor zu kennen. Claudia Gray hat es aber mühelos geschafft, mir Balthazar nahe zu bringen. Ich persönlich finde, es ist ein spannender und gut ausgearbeiteter Charakter, der mir sehr schnell sympathisch war. Auch die anderen Figuren des Romans haben mir allesamt gut gefallen und ich mag die Art, wie Claudia Gray ihnen Leben einhaucht. 
Auch der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und die flüssige Schreibweise lässt den Leser nicht nur schnell und einfach in die Geschichte eintauchen, sondern auch die Seiten einfach durch die Hände rauschen. Das zweite Drittel des Buches lässt ein wenig nach und verliert meiner Meinung nach an Spannung. Dies wird aber im letzten Drittel deutlich wieder aufgeholt und so fand ich ein Ende, das für mich in der Art nicht vorhersehbar war. DAS ist natürlich immer gut!
Die Story ist gut und größtenteils auch wirklich sehr spannend. Einige Fragen blieben aber für mich offen. Dies könnt sich aber durchaus auch bereits in den Evernight-Bänden erklärt haben. Nichtsdestotrotz gehört „Balthazar“ aber nicht direkt zur Reihe und daher sollte, falls die Antworten in den Evernight-Bänden zu finden sind, vielleicht doch hier die ein oder andere Erklärung wiederholt werden. So war ich doch manchmal ein wenig ratlos.
Dessen ungeachtet hat mir die Geschichte gut gefallen und es war interessant, die Geschehnisse der Vergangenheit zu erlesen und herauszufinden, wie Balthazar zu dem wurde, was er ist. Das hätte für mein Empfinden auch gerne noch ein wenig ausführlicher sein können denn ich denke, da hätte es noch einiges wissenswertes gegeben. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und so konnte ich auch in romantischen Gefühlen schwelgen und um die Liebe bangen. Sehr schön und spannend gestaltet.

„Balthazar“ war für mich in Roman, den ich durchaus sehr gerne gelesen habe. Leider hinterließ er in meinem Kopf eine Fragezeichen die aber, wie schon erwähnt, vielleicht darauf zurück zu führen sind, dass ich die Evernight-Reihe nicht kenne. Fans dieser Reihe werden sicher ihre Freude daran haben, mehr über die Figur und ihr Leben zu erfahren. Aber auch als „Nicht-Kenner“ kann man diesen Roman bedenkenlos lesen und wird gut unterhalten.

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388 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

sirenen, liebe, meer, watersong, amanda hocking

Watersong - Sternenlied

Amanda Hocking , Violeta Topalova , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.03.2013
ISBN 9783570161593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nimmt man diesen Roman in die Hand, so fällt einem unwillkürlich das wirklich tolle Cover ins Auge. In der Regel gehöre ich nicht zu den Rezensenten, die sich großartig über die Cover der Bücher ausläßt. Hier möchte ich aber eine Ausnahme machen denn der Schutzumschlag von „Watersong“ ist wirklich etwas Besonderes. Das Motiv alleine finde ich persönlich ja schon sehr ansprechend. Der Clou des Covers ist aber eine Art Hologrammeffekt, der, je nach Lichteinfall und Bewegung, das Meer auf nahezu fließen lässt. Wirklich wunderschön. 
Das Innere des Schutzumschlags ist zusätzlich noch mit einer wirklich schönen Unterwasserszene bedruckt. Toll, wie ich finde. Hier hat man sich wirklich etwas Besonderes überlegt.
Nun aber zum Inhalt: Watersong ist der Auftakt einer neuen Reihe und ich muss gestehen, mich hat es überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass es so spannend zugehen wird. Es beginnt alles recht ruhig und man könnte vermuten, dass es sich um eine schöne Liebesgeschichte handelt, in denen mythische Wesen eine Rolle spielen. Amanda Hocking gibt sich sehr viel Mühe, dem Leser die Figuren und Orte nahe zu bringen. So ganz warm werden konnte ich aber nicht mit ihnen. Die Protagonisten Gemma ist durchaus gut gelungen, irgendwie konnte sie mich aber nicht vollends überzeugen. Auch die anderen Figuren waren für mich grundsätzlich in Ordnung, aber einfach kein Highlight. Sicher empfinden andere Leser das natürlich auf ihre eigene Weise, an mich kamen sie aber nicht „nah genug heran“.
Hat man die ersten 100 Seiten hinter sich gelassen, baut sich Spannung auf. Die Autorin erzeugt schnell einen Spannungsbogen, den sie nun quasi von Seite zu Seite steigert. Das ist ihr wirklich sehr gut gelungen. Aus der netten Geschichte wird binnen kürzester Zeit ein regelrechter Thriller.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sie vermag es, den Leser zu fesseln. Sie beschreibt wirklich gut und gibt dem Leser ein tolles Bild der Geschichte. Die Story ist wirklich schön und nach den ersten 100 Seiten wird es, wie erwähnt, immer actionreicher und spannender, aber auch brutaler. Das hatte ich hier wirklich nicht erwartet und manche Beschreibung liess mir wirklich einen Schauer den Rücken herunter laufen. Beschreiben kann Amanda Hocking wirklich ausgesprochen gut und so manches mal hätte ich mir gewünscht, die Bilder wären nicht ganz so klar in meinem Kopf. 
Der Plot ist gut, aber trotz aller Spannung und tollen Beschreibungen war ich nicht 100 % überzeugt von der Umsetzung. Hm, vielleicht liegen mir „die Wasserwesen“ einfach nicht. Der Schluß ist ein wahrer Showdown und lässt den Leser voller Neugier auf die Fortsetzung zurück. Ja, mir hat “Watersong“ gefallen.





Amanda Hocking verbindet Mythologie und das „Hier und Jetzt“ wirklich sehr gut. Eine spannende, teilweise etwas "eklige" Geschichte fesselt spätestens ab der Hälfte des Romans den Leser. Insgesamt finde ich den Auftakt dieser Reihe wirklich gut gelungen, und auch wenn mich die Figuren nicht ganz überzeugen, konnten so ist „Watersong“ doch ein solider Jugendfantasyroman, der dem Leser einige spannende Lesestunden beschert. Noch bin ich nicht so ganz schlüssig, was ich von dieser Reihe halten soll und bin gespannt darauf, ob mich der 2. Teil dann doch noch überzeugen kann.

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

einsamkeit, glauben, liebe, arzt, tomaro

Mein Herz ruft deinen Namen

Susanna Tamaro , Maja Pflug
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2013
ISBN 9783492055093
Genre: Romane

Rezension:

4,5 * auf meinem Blog
„Mein Herz ruft deinen Namen“ war eines der wenigen Bücher, die ich nicht in einem Rutsch gelesen. Immer wieder legte ich es beiseite, ließ es wirken und dachte darüber nach. Grund dafür war aber ganz und gar nicht, dass es mir zu langweilig war oder nicht gefallen hat. Vielmehr war es ein Buch, das Aufmerksamkeit braucht. Keines, das man „zum Einschlafen“ lesen konnte… Man
Vorsichtig und gefühlvoll beschreibt Susanna Tamaro die Geschichte eines Mannes, der seine Liebe verloren hat. Man begleitet seine Gedanken, Rückblicke und Erinnerungen und ich war immer wieder fasziniert von der Wortwahl der Autorin. Sie trifft mit ihrer Sprache einfach den Moment. Obschon ihr Schreibstil recht einfach zu lesen ist, wirken manche Sätze regelrecht seelenvoll, nahezu poetisch.
Der Protagonist Matteo erzählt gewissermaßen seiner verstorbenen Frau, wie ihr Tod sein Leben veränderte und wie es ihn dahin führte, wo er nun angekommen ist. In einer Hütte in den Bergen, einsam und fernab jeglicher Zivilisation. Vielleicht ist diese Wahl der Perspektive mit in Grund dafür, warum die Geschichte einfach unter die Haut geht. Man fühlt sich auf irgendeine Weise als stiller Beobachter eines sehr privaten Moments. Aber es ist nicht nur die Geschichte, die diesen Roman ausmacht.
Dieses Buch lebt aber auch durch den Protagonisten. Susanna Tamaro ist hier ein tiefsinniger und starker Charakter gelungen, der um so mehr die Tragik und Bedeutung dieser Geschichte verdeutlicht.

Trauer, Hoffnung, liebe und Schmerz finden zwischen den Seiten dieses Romans ihren Platz. Und die Autorin schafft es, dies ohne jegliche Art von Kitsch zu vereinen. Sie breitet das Seelenleben eines Mannes vor uns aus und manchmal musst ich einfach nur tief Luft holen. „Mein Herz ruft deinen Namen“ handelt auch von Religion, Spiritualität und Weisheit. Und ob gläubig oder nicht, ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Leser Momente erleben wird, in denen er innehält und nachdenkt.
Über die Geschichte möchte ich gar nicht viel erzählen. Zum einen würde es dem Buch sehr viel im Voraus nehmen, zum anderen würde es dem Leser auch das Entdecken nehmen, denn wie Scherben setzten sich hier die unterschiedlichsten Ereignisse zu einem großen Ganzen zusammen, dass jeder für sich erfahren sollte.



„Mein Herz ruft deinen Namen“ ist ein Roman voller Intensität und Gefühl. Lässt man die Geschichte auf sich wirken und gibt ihr Zeit, so findet man nicht nur sehr leise und besondere Lesemomente, sondern auch Gedankenanstöße, die auch Dinge des eigenen Lebens hinterfragen, bestätigen… und vielleicht sogar ein wenig ändern. Obschon leicht geschrieben wahrlich keine leichte Lektüre, die ich aber jedem ans Herz legen möchte, der auch die stillen Momente zu schätzen weiß.

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11.274 Bibliotheken, 172 Leser, 6 Gruppen, 840 Rezensionen

liebe, sterbehilfe, behinderung, jojo moyes, unfall

Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 21.03.2013
ISBN 9783499267031
Genre: Romane

Rezension:

Bücher berühren. Sie erzeugen Stimmung und, wenn es ein richtig gutes Buch ist, weckt es  Emotionen im Leser. „Ein ganzes halbes Jahr“ ist ein Roman, bei dem man, wenn man die Geschichte beendet hat, einfach zur Tagesordnung übergehen kann. Wenn ich lese, dann kann ich mich fallen lassen und mich ganz auf die Story einlassen. Oft kommt es dabei vor, dass ich schmunzeln muss. Manchmal nage ich auch vor Spannung an meiner Unterlippe. Aber ganz selten rollen während des Lesens Tränen über mein Gesicht. Ganz selten… und einen dieser seltenen Momente erlebte ich, während ich „Ein ganzes halbes Jahr“ las.

 

Ich finde, es ist furchtbar schwer, für diesen Roman die richtigen Worte zu finden und eigentlich würde ich diese Rezension auch gleich wieder mit den Worten „lest und erlebt es selber“ beenden. Dennoch möchte ich euch natürlich ein klein wenig über die Art des Buches berichten. Der Klappentext verrät und verspricht eine Liebesgeschichte. Und das ist sie in der Tat. Dennoch ist es eine Geschichte, die sich sehr deutlich von vielen anderen Storys absetzt.

Louisa Clark erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und nur hin und wieder wird dies durch kurze Wechsel zu anderen Personen unterbrochen. Diese einigen wenigen Wechsel, warfen für mich noch einmal ein ganz anderes Licht auf die Geschichte und das hat mir ausgesprochen gut gefallen. So konnte ich noch tiefer eintauchen in die Hintergründe und Gefühle der einzelnen Personen. Jojo Moyes Schreibstil ist wundervoll und die Art, wie sie die Worte wählt um Gefühle und Ereignisse zu beschreiben ist einfach perfekt. Sie geht mit diesen besonderen Themen sehr klar und deutlich um, ist aber dennoch behutsam und sanft. Ihre Charaktere wirken einfach echt und gehen zu Herzen. Lou, ebenso wie Will, reifen und wandeln sich quasi von Seite zu Seite. Es sind starke Protagonisten, wie ich sie selten erlebt habe. Vielleicht ist auch die Geschichte als solches der Grund dafür. In jedem Fall sind es Protagonisten, die man nicht so schnell vergessen wird. Lou und Will sind sehr gegensätzliche Protagonisten. Er, aus gutem Hause, durch seine Behinderung aber zunächst mürrisch und in sich gekehrt. Er weiß, was es heisst zu Leben und dieses Wissen macht sein Leben unerträglich. Lou ist anders, ihre Familie hat nicht sehr viel Geld und Lou irgendwie „keinen Plan“ für die Zukunft. Sie ist liebenswert und ein wenig chaotisch. Ein Plappermaul. Doch auch ihre Seele ist nicht ganz unverletzt…

Dieses Roman thematisiert die Sterbehilfe und Behinderungen – keine leichte Kost. Vor allem, weil hier die verschiedensten Facetten dieser Themen beleuchtet werden. Man kommt nicht umhin, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen und sich damit auseinanderzusetzen. Liebe, Trauer und Hoffnung wechseln sich ab und obwohl dies wohl eine der tiefgängigsten Liebesgeschichten ist, die ich in letzter Zeit lesen durfte, so verzichtet Jojo Moyes jedoch auf jegliche Klischees oder Kitsch! Sie schafft es sogar, dem Roman, trotz aller Ernsthaftigkeit ein wenig Humor mitzugeben. Einfach toll!

„Ein ganzes halbes Jahr“ ist ein sanftes Buch, voller Hoffnung aber auch Trauer. Und auch soziale Gegensätze werden hier aufgezeigt. Die eine Familie – reich, aber in sich zerissen. Diese Familie wird dominiert von Lügen und Geheimnissen. Die andere muss jeden Pfennig dreimal umdrehen und doch halten sie zusammen und sind auf ihre Weise glücklich.

Lou &Wills Geschichte ist ein Geben und nehmen und jeder verändert auf seine Art das Leben und die Gedanken des anderen. Es war einfach nur wunderschön und traurig zugleich, dies mitzuerleben.

 

„Ein ganzes halbes Jahr“ ist ein Roman, den man nicht so schnell vergessen wird. Er berührt und lässt den Leser immer wieder gedankenverloren innehalten. Seite für Seite setzt er sich in deinem Herzen fest. Ich werde ihn wohl nicht mehr los lassen. Eine der bewegensten und schönsten Liebesromane, die ich je gelesen habe …und noch viel mehr!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

emotionale intelligen, gefühl, sachbilderbuch

Wohin mit meiner Wut?

Dagmar Geisler
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.08.2012
ISBN 9783785575789
Genre: Kinderbuch

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1 Bibliothek, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Keine Angst, kleines Nachtgespenst!

Isabel Abedi , Renate Cossmann
Fester Einband: 24 Seiten
Erschienen bei ars edition
ISBN 9783760714233
Genre: Kinderbuch

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370 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

hexen, liebe, vampire, vampir, fantasy

Wo die Nacht beginnt

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.03.2013
ISBN 9783764504670
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Fortsetzung von „Die Seelen der Nacht“, der Auftakt der Trilogie, war mein Lesehighlight 2011. Somit mußte „Wo die Nacht beginnt“ erst einmal beweisen, ob es in diese Fußstapfen treten kann. Kein Leichtes denn meine Erwartungen waren denkbar groß …

Der zweite Teil der Reihe knüpft unmittelbar an das Ende des Auftaktromans an. Obwohl es fast 1 ½ Jahre her war, dass ich den 1. Teil gelesen habe, fand ich dennoch problemlos in die Fortsetzung hinein. Ja, es ist ein Zeitreiseroman! Welch süßes Wort in meinen Ohren. Allerdings befinden sich Diana & Matthew fast ausschließlich in Jahre 1590. Ganz kurze Sprünge, die über die Familie in der Gegenwart berichten, erinnern uns aber immer wieder daran, dass wir uns gemeinsam mit den Protagonisten auf einer Zeitreise befinden.

Sehr detailliert beschreibt Deborah Harkness die Orte und Umgebung und lässt so den Leser tief eintauchen in das London des 16. Jahrhunderts. Aber nicht nur diese tollen Beschreibungen machen diesen Roman so glaubwürdig. Bekannte Personen dieser Zeit finden ebenfalls ihren Auftritt in diesem Roman. Dies trägt in großem Maße dazu bei, dass man während des Lesens wirklich das Gefühl hat, seine eigene Zeit verlassen zu haben. Zudem zeugt es meiner Meinung nach von großer Liebe zum. Hier kommt der Autorin natürlich zugute, dass sie Professorin für europäische Geschichte ist. Wer, wenn nicht sie, könnte einem Roman, der in der Vergangenheit spielt, mehr Leben einhauchen? Natürlich ist mir bewusst, dass es sich um einen Fantasyroman handelt. Ich fand es aber wirklich schön, neben, beispielsweise Elizabeth der I. auch, Männer wie William Shakespeare, Erasmus Habermel oder Georg Hoefnagel „anzutreffen“. Wartet mal ab, wer sich dort sonst noch so tummelt J

Mit 800 Seiten ist auch der zweite Teil wahrlich kein Leichtgewicht, ich kann euch aber sagen, es sind 800 Seiten voller Spannung, Liebe und Magie.

Von der ersten bis zur letzten Seite hatte mich dieser Roman fest in seinem Bann. Einzig meine Ungeduld war es wohl, die sich manchmal gewünscht hätte, es würde „etwas schneller“ gehen. An manchen Stellen war es einfach so spannend, dass ich quasi mit dem Fuß wippend die Worte verschlang, um endlich zu wissen, wie es weiter ging. Grundsätzlich war es mir dann aber doch wieder viel zu schnell vorbei. Ein Teufelskreis J

Von den Protagonisten war ich ja bereits in „Die Seelen der Nacht“ absolut hingerissen und auch hier sind sie einfach ein absolutes Highlight. Ich finde es wirklich beachtlich, wie viel Leben die Autorin den beiden eingehaucht hat. Zudem erlebt man hier noch eine tolle Weiterentwicklung der Personen und jede Menge offener Fragen finden nun eine Antwort. Aber nicht alleine Diana und Matthew sind wundervolle Buchfiguren. Neben den bereits bekannten treffen wir in der Fortsetzung auf unzählige neue, der die Autorin aber ebenso viel Aufmerksamkeit schenkte. Hier ist jede Person einfach etwas ganz Besonderes. Um sich bei dieser Vielzahl an Charakteren zurechtzufinden, empfehle ich immer wieder einen Blick in das „Personenverzeichnis“ am Ende des Romans. Auf der Homepage zum Buch findet ihr ebenfalls noch einmal einen Überblick. Hier sogar farblich gekennzeichnet nach den jeweiligen Bänden, in denen sie in Erscheinung treten.

Die Story ist abwechslungsreich und spannend und nimmt immer wieder neue Wendungen, die es unglaublich schwer machen, das Buch aus der Hand zu legen.

Der Schreibstil, wie auch schon im ersten Teil, bildlich und doch nicht anstrengend. Auch wenn die Handlung und auch die Vielzahl der Charaktere das Buch nicht eben mal „nebenbei“ lesen lässt. Aber wer will das auch schon? Erneut finden wir zum Abschluß ein Ende der Geschichte, zumindest annähernd. Denn natürlich bleibt weiterhin offen, wie es mit Diana & Matthew letztendlich weiter gehen wird.

 

Wieder ist es Deborah Harkness gelungen, mir 800 Seiten pures Lesevergnügen zu bescheren. Dieser 2. teil der Trilogie steht seinem Vorgänger in NICHTS nach und glänzt durch eine wundervolle Fortführung der Geschichte, tollem historischen Hintergrundwissen und Details und absolut wundervollen, lebendigen Charakteren. Teil 1 war mein Lesehighlight 2011, „Wo die Nacht beginnt“ hat gute Chancen, 2013 zu folgen. Hier werden Leser historischer Romane ebenso angesprochen wie Fantasyfans. Und auch Freunde romantischer Gefühle kommen gleichermaßen auf ihre kosten wie Anhänger spannender Romane. Ein „Lieblingsbuch“, das man eigentlich nicht mehr toppen kann, aber wer weiß, welche Überraschungen Deborah Harkness uns noch für die 3. Teil präsentieren wird. ICH will definitiv noch mehr!!!!

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93 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, dämon, romantik, fantas, gewalt

Cambion Chronicles - Smaragdgrün wie die Dämmerung

Jaime Reed , Susanne Schmidt-Wussow
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 14.02.2013
ISBN 9783863960339
Genre: Jugendbuch

Rezension:

3,5 * auf meinem Blog Cinema in my head
Die Fortsetzung einer, deren 1. Teil mir bereits gut gefallen hatte, ist für mich immer sehr spannend. Schafft die Autorin es erneut, die Geschichte spannend und interessant fortzuführen? Wie entwickeln sich die Charaktere? Diese Fragen habe ich mir auch bei Cambion Chronicles 02. Smaragdgrün wie die Dämmerung gestellt… Jaime Reed startet diesen Roman mit Rückblicken zu Band 1, die die Erinnerung des Lesers geschickt auffrischen. Gleichzeitig verwebt sie diese aber geschickt mit neuen Informationen, die mich gleich zu Beginn schon die ersten Vermutungen anstellen ließen. So hatte die Autorin es also leicht geschafft, mich erneut an diese Reihe zu fesseln. Auf Seite 26 fand ich dann gleich einen wirklich schönen Satz, den ich euch hier natürlich nicht vorenthalten will
„Einem hebräischen Mythos zufolge fährt ein Engel in den Bauch jeder schwangeren Frau und legt dem ungeborenen Kind einen Finger an die Lippen. So verhindert er, dass das Baby die Geheimnisse des Himmels ausplaudert, zum Beispiel Gottes wahren Namen. Der Beweis dafür ist das kleine Grübchen auf der Oberlippe.“
Spannend und temporeich ist dieser Roman und ich war sehr überrascht, welche Wendung dieser Roman nahm. Es wird also definitiv nicht langweilig. Caleb steht hier ein wenig im Hintergrund. Dank seines aber wirklich sehr schön gestalteten Charakters ist er dennoch präsent.
Sam lernt in diesem Teil unter anderem, was es heisst, ein Cambion zu sein und lernt so langsam, damit umzugehen. Einerseits ist sie mutig und stark, anderseits zeigt sie aber auch hier eine verletzliche Seite. Eine wirklich schöne Entwicklung des Charakters darf der Leser hier begleiten.
Zu den beiden bekannten Protagonisten gesellt sich in „Smaragdgrün wie die Dämmerung“ aber noch ein weiterer Charakter hinzu. Dieser bringt nicht nur sehr viel Spannung mit, sondern, durch seine Vielschichtigkeit, ebenfalls sehr gut gelungen ist.
Die gesamte Story ist eine tolle Fortsetzung des 1. Teils, obschon mir dieser ein ganz klein wenig besser gefallen hat. Die Liebe musste hier zwar ein wenig der Spannung und Action weichen. Doch hin und wieder fand ich auch romantische, gefühlvolle Momente. Das Ende überraschte mich nicht nur, es hielt auch einen fiesen kleinen Cliffhanger bereit, der mich nun sehr neugierig auf den 3. Teil  machte


Ein solider zweiter Teil, der durch Action und Spannung glänzen konnte. Ein wenig hat mir die Romantik gefehlt, die ich in Teil 1 wirklich sehr gemocht habe. Nichtsdestotrotz wurde ich aber durch die tolle Story entschädigt und freue mich nun auf den 3. Teil.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, trauer, tod, freundschaft, familie

Mond aus Glas

Christine Spindler
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei RGV Renate Götz, 02.12.2010
ISBN 9783902625205
Genre: Romane

Rezension:

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die 16jährige Luna und der 18jährige Finn. Doch anders als in vielen anderen Romanen spielen hier auch die Nebenfiguren eine große Rolle. Es ist die Gesamtheit aller Sorgen, Probleme und Schicksale, die „Mond aus Glas“ zu dem macht, was es ist. Hier kommt dem Roman auch zugute, dass die Autorin Christine Spindler wirklich sehr viel Mühe darauf verwendet hat, jeder Figur sehr viel Tiefe und Charakter zu schenken.  Und dies ist ihr in meinen Augen wirklich gut gelungen. Mond aus Glas ist kein Roman, den man einfach mal nebenbei lesen kann oder sollte. Dafür sind die Themen des Romans einfach zu ernst und vielschichtig. Man würde meines Erachtens einfach zu viel „überlesen“. Ich habe die Momente genossen, in denen mich dieser Roman wirklich zum Nachdenken gebracht hat. Zudem finden wir hier die unterschiedlichsten Lesestränge, denen man zwar problemlos folgen kann, die aber natürlich die ungetrübte Aufmerksamkeit des Lesers erfordert. Es ist eine Liebesgeschichte, die der Leser in Händen hält. Aber auch eine Geschichte über Tod, Trauer, Verzweiflung, Hoffnung und Freude.
Während des Romans stellen sich dem Leser die unterschiedlichsten Fragen, die aber Schritt für Schritt beantwortet werden. Der Einstieg in die Geschichte war für mich ein wenig mühselig, denn ich fand zunächst recht schwer Zugang. Nach und nach aber wuchs mir dieser Roman ans Herz. Vor allem die Kombination aus Realität und Fiktion, die irgendwie fließend ineinander übergeht, machte es mir dann leicht, diesen Roman einfach zu mögen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich möchte hier noch einmal besonders hervorheben, wie sanft und einfühlsam Christine Spindler die unterschiedlichsten Gefühle und Themen beschreibt. Sie findet absolut den richtigen Ton.



Wer auf der Suche nach einem emotionalen und tiefgründigem Roman ist, bei dem eben nicht einfach immer nur die Sonne scheint und in dem es um Themen geht, die man vielleicht nicht in jedem Roman findet, der kann beruhigt zu „Mond aus Glas“ von Christine Spindler greifen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat mir dieser Roman schöne Lesestunden geschenkt.

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liebe, erotik, sex, crossfire, eva

Crossfire - Offenbarung

Sylvia Day , Jens Plassmann , Marie Rahn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.03.2013
ISBN 9783453545595
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Nach der ersten paar Seiten war meine Befürchtung groß, dass in diesem 2. Teil der Reihe der Reihe ein großer Anteil der Story den Sexszenen weichen musste. Besonders diese Mischung aus Erotik und Handlung, die mir in „Versuchung“ so gut gefallen hatte, war es, was für mich das Tolle an dieser Reihe war. Hatte ich mich zu früh gefreut? Wurde aus “Crossfire“ nun doch „nur“ eine Aneinanderreihung erotischer Szenen? Nein, keine Sorge. Es gibt auch wieder eine tolle Handlung. Dennoch kam es mir so vor, als ob besagte Szenen diesmal zahlreicher vorhanden waren.
Die Geschichte bleibt weiterhin spannend. Nicht nur durch das „Auf und Ab“ der Beziehung zwischen Gideon und Eva, welches ich natürlich mit großem Interesse verfolgte. Der Leser bekommt in dieser Fortsetzung auch Antworten auf einige, aus dem 1. Teil offengebliebenen Fragen. Damit aber nicht genug. Zur Mitte des Romans fügt Sylvia Day der ohnehin schon temporeichen Story noch einen Schuss Krimi hinzu. Das passt nicht nur ausgezeichnet zur Story, sondern ist eine weitere Komponente dafür, dass man diesen Roman einfach nicht mehr aus den Händen legen kann. Dazu trägt ebenfalls der angenehme Schreibstil der Autorin bei, die die erotischen Szenen zwar detailreich, aber in keiner Weise billig und obszön beschreibt. Hinzu kommt, dass sie es einfach schafft, eine ganz besondere Spannung zu erzeugen. Sie schreibt in kurzen, klaren Sätzen, beschreibt aber sehr ausdrucksvoll. Dies kommt nicht nur den Handlungsorten und Personen zugute, sondern auch der Emotion und Atmosphäre. Wie schon im 1. Teil ist auch hier das Ende grundsätzlich abgeschlossen. Doch bleibt auch diesmal der Leser voller Neugier zurück, ob und wie es mit Eva und Gideon weiter gehen wird. In „Offenbarung“ lernen wir viele Nebenfiguren des 1. Teils näher kennen und ihre Relevanz in der Story wird teilweise ein wenig geändert. Natürlich kommt auch die ein oder andere neue Figur dazu. Die Protagonisten erleben ebenfalls eine schöne Entwicklung. Gideon wirkte auf mich ein wenig dominanter als noch im 1. teil, verlor aber nichts von seinem vielschichtigen Charakter und seiner geheimnisvollen Aura. In „Offenbarung“ wirkte er auf mich sogar stellenweise sehr verletzlich. Eine Eigenschaft, die mir sehr gut gefallen hat. Eva lahnt sich auf. Trifft Entscheidungen und versucht, das Ruder und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie wirkt stärker, obschon man auch deutlich ihre „Abhängigkeit“ von Gideon spürt. Ihr ohnehin starker Charakter entwickelt sich weiter und nimmt in diesem Teil der reihe deutlich mehr Raum ein als in seinem Vorgänger.


Es wird heißer, es wird spannender in dieser Fortsetzung. Auch diesmal ist Sylvia Day ein erotischer Roman gelungen, dessen Story den Leser von Anfang an in seinen Bann zieht. Knisternde Erotik und charakterstarke Protagonisten begegnen uns auch in dieser wirklich gelungenen Fortsetzung. Nun heißt es warten… auf den 3. Teil der am 8. Juli 2013 erscheinen wird

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andrew prentice, london, jonathan weil, pandämonium, rezension

Pandämonium - Die schwarzen Künste

Andrew Prentice , Jonathan Weil , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.02.2013
ISBN 9783570136027
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wow, was für ein Abenteuer! Das war zusammengefasst wohl der Satz, der meinen Leseeindruck beschreibt, nachdem ich das Buch zugeschlagen habe. Der besondere Schreibstil der beiden Autoren machte es mir nicht immer sehr leicht und für mich war ein auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich würde wirklich behaupten, er setzt sich doch deutlich von den „üblicherwise“ zu lesenden Schreibstilen ab. Nicht, das dies etwas schlechtes ist. Je mehr Seiten verstrichen um so einfacher war es für mich, Geschmack daran zu finden. Und ich finde, er passt auch wirklich gut zur Handlung.
Dem Autorenduo ist es sehr gut gelungen, den Leser in das Jahr 1592 zu katapultieren und ihre detaillierten Beschreibungen ließen dieses vergangene London mühelos in meinem Kopf entstehen. Gerade diese tollen Beschreibungen waren es auch, die einfach diese unglaubliche Atmosphäre entstehen liessen, die diesen Roman wirklich hervorhebt. Man fühlte sich mittendrin und glaubt mir, an manchen Stellen war das ganz schön nervenaufreibend.
Jack war für mich eine Sache für sich. Zu Beginn konnte ich ihn kaum einschätzen und von Seite zu Seite lernte man ihn näher kennen. Diese häppchenweise Kennenlernen machte diesen Charakter natürlich auch um so interessanter. Irgendwie war er für mich nie richtig „zu packen“. Auch wenn Jack wohl nie zu meinen absoluten Lieblingscharakteren zählen wird, so ist er aber in jedem Fall einer, der im Gedächtnis bleiben wird. Die Autoren haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet und aus ihm einen vielschichtigen und charaktervollen Protagonisten gemacht. Die Nebenfiguren dienen in diesem Roman nicht „nur“ der Ausschmückung des Romans. Einige von ihnen spielen eine wirklich große Rolle für die Handlung und tragen so auch ihren Teil dazu bei, dass es vor Fragezeichen in meinem Kopf manchmal nur so wimmelte.
Die Story ist spannend, magisch, düster und voller Gefahren, die es gilt, zu meistern. Es ist einfach nur fesselnd, dies alles „mitzuerlesen“. Ein Abenteuer par excellent, dass nicht nur die Herzen jugendlicher Fantasyliebhaber höher schlagen lassen wird. Die verschiedenen Sichtweisen und auch der bereits erwähnte Schreibstil der Autoren machen diesen Roman nicht unbedingt zu einer „leichten“ Lektüre. Jedoch lohnt es sich wirklich, sich die Zeit für diesen Roman zu nehmen und ihn nicht einfach so zu überfliegen. Nur ganz selten wirkte er auf mich ein wenig langatmig. Die meiste Zeit überzeugte er wirklich mit ausgesprochen spannender Unterhaltung. Und interessanterweise fliegen die Seiten, trotz der absoluten Aufmerksamkeit, die die Story und der Schreibstil dem Leser zeitweise abverlangt, einfach nur so dahin. Ich war wirklich überrascht, wie schnell ich am Ende angekommen war. Ebenso überrascht war ich über den Humor, der hier und da für mich eine wirkliche Erholung in all der "Düsterniss" war. Auch hier Hut ab, wie schön die Autoren diesen eingebracht haben.
Doch sehr heftige Szenen, die ich so nicht erwartet hätte, verdeutlichen zwar die Gefahr sehr gut und sind auch für die düstere Atmosphäre förderlich, heben aber für mich das als empfohlen angegebene Lesealter von 12 Jahren deutlich an. Ich würde es mehr für Jugendliche ab 14 empfehlen. Diese Altersklasse wird meines Erachtens auch besser mit dem Schreibstil der Autoren zurechtkommen.
Der Showdown am Ende ist toll. Grundsätzlich ist die Geschichte auch abgeschlossen, lässt aber genügend Fragen für die Fortsetzung offen.

Ein Krimi, ein Thriller, ein Abenteuer ! Magisch, düster... all das ist Pandämonium. Wer hier leichte Lektüre und ein sonniges London erwartet liegt absolut falsch. Die Faszination des Buches geht hier ganz deutlich von der Atmosphäre aus, die das Autorenduo dem Leser eindrucksvoll vermittelt. Nichts für zartbesaitete Menschen, denn manchmal geht es doch sehr blutig und brutal zu. Eine wahnsinnig tolle Story, spannend von Anfang bis Ende hat mir die Nacht zum Tag gemacht. Was für ein toller Auftakt dieser neuen Reihe!!!!

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patientenverfügung, ethan, lieblingslied, anna, milne

Lieblingslied

K.A. Milne , Christine Mössel
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 17.12.2012
ISBN 9783442380060
Genre: Romane

Rezension:

Sobald ich hörte, dass ein neuer Roman von K.A. Milne in Deutschland veröffentlicht wird war mir klar, dass ich ihn lesen muss. Sein 1. hier veröffentlichter Roman „Glückstreffer“ war mir noch in sehr guter Erinnerung, ganz besonders der wunderschöne und sehr gefühlvolle Schreibstil. Voller Vorfreude schlug ich also diesen Roman auf und wusste schon nach wenigen Seiten, dass K.A. Milne auch hier wieder eine wundervolle Geschichte erzählen würde.
„Lieblingslied“ ist keine Liebesgeschichte, sonder vielmehr die Geschichte einer Liebe … Romatik, Trauer, Hoffnung und Schmerz, all das und noch viel mehr kann der Leser erleben, wenn er sich auf diesen Roman einlässt. Wieder ist es der Schreibstil, der einfach fesselt. Man liest diesen Roman nicht einfach nur, man FÜHLT ihn und erlebt aus Sicht des Protagonisten Ethan sein Leben … und seine Liebe. Wer so gefühlvolle Geschichten schreibt, der gibt auch den Protagonisten sehr viel Tiefe. Ethan und Anna sind Charaktere, die wirklich Persönlichkeit haben und K.A. Milne lässt den Leser tief in ihre Gefühlswelt schauen. Die Geschichte ist einfach wunderschön und ganz sicher nicht „eitler Sonnenschein“ pur. Zwar gibt es einige wunderschön und sehr romantische Szenen, dennoch wird „Lieblingslied“ aber damit nicht überhäuft. Zudem ist es dem Autor gelungen, nahezu ohne Kitsch und Klischees auszukommen. Mann kann und sollte diesen Roman nicht einfach mal „eben so“ lesen denn dafür ist zu viel Intensität in dieser Story. Sie ist bewegend und meine Gefühle während des Lesens waren sehr vielschichtig. Tiefgründige Gedanken und Dialoge lassen die Seiten zwar schnell dahin fliegen, bleiben aber einfach auch ein Stück weit im Herzen. Man fragt sich unwillkürlich, wie dieses Paar all die Höhen, Tiefen und Schicksalsschläge meistern kann. Ich wurde gleichermaßen nachdenklich und wütend, wie auch traurig oder glücklich. Ein regelrechtes Gefühlschaos, das nicht nur Anna und Ethan erlebten, sondern auch ich, der begeisterte Leser.
Die letzten Seiten liessen mein Herz kurzfristig einen Schlag aussetzten. Wäre es nicht 3 Uhr nachts gewesen und hätte ich nicht mit der Konsequenz leben müssen, von meinem Mann aus dem Schlafzimmer verbannt zu werden, hätte ich am liebsten ganz laut „NEEEEEEIN“ geschrien. So hielt ich einfach nur die Luft an und betete, dass dies doch nicht das ENDE sein kann! DAS müsst ihr aber selber herausfinden
Nein, „Lieblingslied“ ist wahrlich nicht einfach nur ein Liebesroman, sondern die Geschichte um eine große Liebe. Sanft und mit unglaublich viel Gefühl schickt K.A. Milne auf eine Lebens-Reise, die ans Herz geht..



Nein, „Lieblingslied“ ist wahrlich nicht einfach nur ein Liebesroman, sondern die Geschichte um eine große Liebe. Sanft und mit unglaublich viel Gefühl schickt K.A. Milne auf eine Lebens-Reise, die ans Herz geht und man kommt nicht daran vorbei, sich seine ganz persönlichen Gedanken darüber zu machen, was im Leben wirklich wichtig ist...

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dystopie, liebe, prinz, casting, selection

Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783411811250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf meinem Blog 4,5 Sterne
„Selection“ in Genre einzuordnen fällt mir denkbar schwer, denn für mich war es irgendwie eine Mischung aus Märchen und Dystopie. Menschen werden in ein Kastensystem eingeteilt und eine Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Verzeiht mir den Vergleich, und das ist auch wirklich nicht abfällig gemeint, aber mir kam bei diesem Roman der Satz in den Sinn – Aschenputtel meets Bachelor-. Damit möchte ich keinesfalls diesen Roman schmälern denn überzeugt hat er mich auf jeden Fall!
Der Schreibstil macht es leicht, sich auf die Geschichte einzulassen und flüssig zogen die Seiten an mir vorbei.
Auch die Protagonisten konnten bei mir punkten. Der Prinz, der zu Beginn irgendwie ein wenig „verstaubt“ wirkte, bekam recht schnell den „Stock aus dem Popo“ und wuchs mir sehr schnell ans Herz. Ich mochte seine gediegene, leicht distanzierte Art sehr gerne und freute mich sehr darüber, zuzusehen, wie er immer mehr „auftaute“ und Gefühle zeigte.
Americas Art gefiel mir auf Anhieb. Besonders ihre Bodenständigkeit und Geradlinigkeit imponierten mir sehr. Sie ist ein Mädchen, dass nicht vergisst, woher es kommt. Mitfühlend, hilfsbereit und einfach sympathisch. Aber sie ist auch, geprägt durch ihre Herkunft, sehr unsicher und zögerlich. Auch hier war es eine Freude, ihre Entwicklung zu erleben.
Die Story hat mir wirklich gut gefallen. Eine sanfte, langsam aufflammende Liebesgeschichte steht zwar im Vordergrund, ist aber keineswegs dominant und lässt ganz viel Raum für den Rest der Geschichte, der nicht minder spannend und interessant ist. Mir hat ebenfalls sehr gut gefallen, wie Kiera Cass dem Leser immer wieder die Bedeutung der unterschiedlichen Kasten vor Augen hält. Mich riss sie damit wieder und wieder aus meiner „Märchenwelt“ heraus und nahm dem Roman damit auch das Gefühl „ nur“ ein Märchen zu lesen. Es machte aus die „heile Welt“ doch auch in Stück kälter und gefährlicher.
Und besonders das „Drumherum“ macht „Selection“ zu einem wahren Pagturner.
Dieser erste Band brachte noch nicht die Antwort auf die Frage, die sich dem Leser während des ganzen Romans stellt. Ehrlich gesagt, dass wäre doch auch ziemlich schade, oder? Schliesslich ist es ja eine Reihe und was gäbe es dann noch spannendes zu entdecken? Dennoch ist das Ende zeitlich sehr gut gewählt und steigert die Neugier auf den Folgeband extrem.

Intrigen, Kampf, Verlust, Liebe und Freundschaft. Diese fünf Worte charakterisieren für mich „Selection“. Der Auftakt dieser Reihe ist vielleicht nicht das Spektakulärste, dass ich je gelesen habe, nichtsdestotrotz aber fesselnd und einfach schön!
Ich bin sehr gespannt auf den Folgeband und vermute, dass es dann noch deutlich spannender zugehen wird. Von mir gibt es natürlich eine Leseempfehlung…. Ihr werdet den Roman geniessen!

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zeitreise, liebe, england, jugendbuch, fantasy

Zurück nach Hollyhill

Alexandra Pilz
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 25.02.2013
ISBN 9783453534261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ha! Bei diesem Roman schlägt mein Zeitreisefan-Herz natürlich höher und es bestand kein Zweifel daran, diesen Debütroman der deutschen Autorin Alexandra Pilz zu lesen.
Ein Brief, den die Protagonistin Emily ihrer Freundin zeigt, ist der Auftakt dieses Romans. Sehr gespannt auf das, was mich erwartet, las ich die ersten Seiten und schon nach 20 Seiten wird es ein wenig mysteriös. Ich fand recht schnell einen Einstieg in die Story und lernte auf den folgenden Seiten erst einmal „Land und Leute“ kennen. Spektakulär ist das natürlich nicht, bot mir aber einen sehr schönen Überblick und versetzte Stückchen für Stückchen in die richtige Stimmung. Nach 160 Seiten fiel dann erstmals das für mich magische Wort „Zeitreise“. Natürlich war ich durch Klappentext und Kurzbeschreibung schon darauf vorbereitet, was es mit „Hollyhill“ auf sich hat. Dennoch war faszinierte mich die Tatsache, dass ein ganzes Dorf durch die Zeit reiste, als ich Näheres darüber erfuhr. Für mich war dies eine ganz neue und wirklich tolle Möglichkeit. Die Story, die mir im Übrigen ausgesprochen gut gefallen hat, nahm jetzt erst richtig Fahrt auf. Auch, wenn für mich nicht immer alles 100% stimmig war und einige Fragen, die sich mir stellten, zu kurz oder gar nicht beantwortet wurden, so war ich doch über die kompletten Seiten Bann dieser Geschichte. Vielleicht hat sich die Autorin ja auch noch ein paar Antworten für den Folgeband aufgehoben, an dem sie derzeit schreibt.
Alexandra Pilz hat einen sehr anschaulichen, detailreichen Schreibstil, der es dem Leser sehr leicht macht, sich auf die Handlungsorte einzulassen und sie in seinem Kopf entstehen zu lassen. Gleiches gilt auch für die Charaktere des Romans.
Emily, zunächst noch ein wenig naiv und doch sehr sympathisch, entwickelt sich im Laufe des Romans zu einer starken und mutigen jungen Frau. Auch ihre Gefühle zu Matt und seine anfangs recht deutlichen Zurückweisungen wie auch der Verlust ihrer Eltern machten sie für mich im Verlauf des Romans zu einer tollen Protagonistin.
Auch Matt hat es mir angetan und bei ihm war es wohl seine zunächst geheimnisumwitterte Art, die mich für ihn begeistern konnte. Völlig begeistert war ich spätestens als auch noch andere, tolle Facetten von ihm gezeigt wurden und man auch seine Sanftheit und Verletzbarkeit erkennen konnte.
Auch die Nebenfiguren haben mir gut gefallen und jeder auf seine Art war wirklich etwas Besonderes.
Für mich war es einfach die Mischung aus Liebesgeschichte, Zeitreise und Verbrecherjagd, die „Zurück nach Hollyhill“ ausmacht und so dem Leser abwechslungsreiche Lesestunden beschert.

Zum Ende wurde es immer spannender und die Ereignisse überschlugen sich nahezu. Ein toller Showdown läutete das Ende dieses Romans ein, und obwohl die Geschichte grundsätzlich abgeschlossen ist, bleibt noch genügend Raum für den Folgeband. Ich freue mich schon jetzt darauf, denn die Zeit in „Hollyhill“ war für mich viel zu kurz. Ich würde gerne noch mehr über die anderen Bewohner erfahren. Natürlich aber auch, wie es mit Matt und Emily weiter gehen wird. Ganz sicher bin ich mir aber, dass es auf jeden Fall wieder sehr spannend wird...

In einem Zeitreiseroman ist es nun mal so, dass jemand durch die Zeit reist. Das ein ganzes Dorf reist, war für mich eine neue Leseerfahrung, die die Autorin Alexandra Pilz wunderbar umgesetzt hat. Ihr Schreibstil erzeugt Atmosphäre und die 352 Seiten sind gefüllt mit Spannung, Liebe und einer schönen Story. Ihr wisst, ich liebe Zeitreiseromane. Und auch, wenn ich ein paar Kleinigkeiten nicht ganz so 100 % gelungen fand, diesen Zeitreiseroman kann ich euch wirklich empfehlen.

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berlin, obdachlos, liebe, jugendbuch, punk

Subway Sound

Katrin Bongard
Buch: 208 Seiten
Erschienen bei PINK!, 01.03.2013
ISBN 9783864300127
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein erster Gedanke, als ich die Kurzbeschreibung zu „Subway Sound“ gelesen hatte war: Theoretisch eine umgekehrte Story, wie ich sie aus meinem ersten Roman der Autorin, „Flying Moon“, kannte und liebte…
Jetzt, im Nachhinein kann ich sagen - aber nur theoretisch!!!
Wo fang ich nur an mit meiner Lobeshymne???
Livia begeisterte mich schon auf den ersten Seiten durch ihre mitfühlende, verletzliche und doch selbstbewusste Art und dieser erste Eindruck täuschte nicht. Im Laufe des Romans lernte ich sie als wirklich starke und außergewöhnliche Protagonistin kennen. Tim, der Protagonist dieses Romans steht ihr in nichts nach und so unterschiedlich die beiden auch scheinen, beide eroberten mein Herz im Sturm. Natürlich machen einen guten Roman auch tolle „Nebendarsteller“ aus, und auch die findet man hier wieder. Auch wenn manche von ihnen wirklich nur kleine „Auftritte“ haben, so schmücken sie dennoch diese Geschichte und zeichnen sich vor allem durch ihre unterschiedlichen, vor allem aber lebhaften Charaktere aus. Man sympathisiert oder empfindet Abneigung und das bei jeder noch so „unwichtigen“ Person! Einfach großartig. Und glaubt mir, es sind wirklich ein paar dabei, die eigentlich jeder schon einmal in seinem Leben kennengelernt hat…

Wer solche unglaublich schönen Figuren erschaffen kann, über dessen Schreibstil muss man glaube ich gar nicht berichten. Katrin Bongard schreibt einfach echt. Da ist nicht gekünzelt, nichts geschnörkelt und doch entsteht ein Film im Kopf, dem es nicht an Details mangelt.Hier merkt man auch recht schnell, das die gebürtige Berlinern sich in "Ihrer" Stadt auskennt! Ich selbst war zwar auch schon einige male in dieser tollen Stadt, wer dieses Vergnügen aber bisher nicht hatte, der könnte nach diesem Roman den Eindruck haben, doch schon einmal dort gewesen zu sein.

Nun möchtet ihr sicher wissen, worum es in dieser Geschichte geht… habt ihr Zeit? Denn das kann man nur schwer mit wenigen Worten zusammenfassen.
Es geht um Freundschaft und darum, zu seiner eigenen Meinung zu stehen, sich nicht zu verbiegen. Um Liebe und Vertrauen. Verletzt zu werden und Fehler eingestehen zu können. Um den Wunsch, dazuzugehören und den Verstand, das nicht um jeden Preis zu wollen …
Ihr möchtet noch mehr ?!?
Intrigen, Verständnis, Mut und gaaaaaaaaaanz viel Gefühl!
Auf dem Rück-Cover steht:
„PINK-Bücher sind Bücher mit Persönlichkeit, voller Power und Phantasie. Intensive Geschichten, die stark machen und kein bisschen rosa sind.“
Ganz ehrlich, selten habe ich eine passendere Beschreibung gelesen und man sollte meinen, sie gilt nicht dem Verlag, sonder genau DIESEM Roman!

Hier ist eben wirklich nicht alles rosarot! In „Subway Sound“ werden Themen angesprochen, die man nicht in jedem Jugendroman findet und doch verpackt Katrin Bongard das alles in eine Story, die dem Leser einfach zu Herzen geht. Ganz ohne Kitsch, Liebesklischees und rosa Wölkchen wurde mein Herz erwärmt…, wurde ich nachdenklich…, war ich begeistert!

Nach „Flying Moon“ war dies mein zweiter Roman von Katrin Bongard. Der Erste war schon ein wundervolles Leseerlebnis, „Subway Sound“ hingegen spielt für mich noch eine Liga höher!
Echt und intensiv weckte er in mir die unterschiedlichsten Emotionen. Das nachhaltigste Gefühl ist aber das, einen wahnsinnig guten Roman gelesen zu haben. Eine Leseempfehlung auszusprechen würde in keiner Weise dem entsprechen, was ich euch sagen möchte… ich drücke es mal anders aus….. LEST ES!!! LEST ES UNBEDINGT! LEST ES IM BUS ! LEST ES IN DER BADEWANNE! Mir wurscht wo… aber LEST ES :)

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tal der Tausend Nebel

Noemi Jordan
E-Buch Text: 464 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 01.05.2012
ISBN 9783492957977
Genre: Romane

Rezension:

Gleich zu Beginn möchte ich anmerken, dass wohl ein wirklich großer Pluspunkt dieser Romanreihe die Tatsache ist, dass die Autorin Naomi Jordan weiss, worüber sie schreibt.

Vor zwei Jahrzehnten heiratete sie in einen hawaiischen Clan ein und besuchte die Insel über die Jahre sehr häufig. Die Liebe, die dadurch zu den Bewohnern und der exotischen Landschaft entstand, spürt man in nahezu jeder Zeile des Romans und nicht nur das. Ihre Beschreibungen von Land und Leuten wirken einfach unglaublich echt und man hat den Eindruck, auf eine Reise mitgenommen zu werden. Man lernt aber auch unglaublich viel über die Geschichte Hawaiis und so ist „Tal der Tausend Nebel“ viel mehr als „nur“ ein leichter Frauenroman.
Im Mittelpunkt des Romans steht zum einen eine Geschichte, die im 19. Jahrhundert spielt. Hier geht es um die deutsche Eliza und ihrem hawaiischen Kelii. Gleichzeitig aber auch eine Geschichte im 21. Jahrhundert, in der die Maja, eine Deutsche mit hawaiischen Wurzeln und der Hawaiianer Keanu die Protagonisten sind. In beiden Zeiten stoßen die jeweiligen Protagonistinnen auf ihre ganz eigenen Probleme und doch sind sie gar nicht so unterschiedlich. Diese beiden Storys werden dadurch miteinander verwoben, dass Eliza und Maja auf besondere Weise miteinander verbunden sind. Diese Verbindung ist wirklich sehr gut gelungen und der Leser findet sich problemlos in den unterschiedlichen Zeiten zurecht.

Ohja, die Liebe! Davon gibt es wirklich viel in diesem Roman! Und auch eine Portion Kitsch ist vorhanden… doch was wäre ein Liebesroman ohne Kitsch und Klischees? Ich finde, das gehört einfach dazu und muss so sein. Zumal es sich hier wirklich in Grenzen hält. Fesselnd fand ich besonders auch die Legenden der Hawaiianer und die Beschreibungen der Heilkünste der Kahuna.

Den Schreibstil der Autorin finde ich ausgesprochen schön. Dieser wird natürlich auch untermalt durch die extrem tollen Beschreibungen, die ich oben bereits erwähnt habe. Dies kommt auch sämtlichen Protagonisten zugute, die nicht nur toll gelungen sind, sondern alle einen ganz besonderen und sehr sympathischen Charakter aufweisen.

Man rätselt über die Verbindungen der Protagonisten. Hofft und bangt um deren Liebe. Man staunt und leidet und genießt einfach diesen wundervollen Ausflug in das exotische Land.
Der Spannungsbogen kann während des gesamten Romans gehalten werden und mach neugierig auf die Fortsetzungen.

„Tal der Tausend Nebel“ ist der Auftakt einer regelrechten Familiensaga in der Liebe und Hass nicht fehlt. Doch es ist mehr… vieeeeel mehr. Ein Roman, der an kalten Wintertagen Sonne bringt und gleichzeitig die perfekte Urlaubslektüre ist.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

zeitreise, zukunft, abbie, ben, richard ungar

Die Time Catcher

Richard Ungar , Knut Krüger
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.03.2013
ISBN 9783570155745
Genre: Jugendbuch

Rezension:

3,5 Sterna auf meinem Blog...
Ja, wieder einmal habe ich einen Zeitreiseroman gelesen, denn an einem neuen Zeitreiseroman kann das Cinema einfach nicht vorbei. Schließlich möchte ich ja auch weiterhin meine Zeitreise-Liste für euch füttern und dies natürlich am liebsten mit Büchern, die ich auch selber gelesen habe.
Ich gestehe, dieser Auftakt einer neuen Jugenbuch-Reihe macht es mir nicht leicht eine Rezension zu schreiben, denn er konnte mich einerseits durchaus begeistern, enttäuschte mich aber auf der anderen Seite auch ein wenig. Ich gebe zu, meine Erwartungen an diesen Jugendroman waren sehr hoch denn die Kurzbeschreibung, wie auch die Leseprobe, klangen sehr vielversprechend. Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, warum "Die Time Catcher" mich nicht vollends überzeugen konnte.
Wie erwartet startete „Time Catcher“ spannend und nach einer kurzen Einführung war ich auch recht schnell in der Story. Dann fehlte mir aber recht schnell in wenig „Pepp“. Den Versuch, dies zu erklären ... dazu komme ich aber später noch mal.
Richard Ungars Schreibstil ist einfach toll, daran gab es für mich absolut nicht zu meckern. Kurze Sätze und schöne Umschreibungen machen es dem Leser leicht, der Story zu folgen und er schafft es problemlos, Spannung zu Atmosphäre zu erschaffen. Die unterschiedlichsten Zeiten beschreibt er lebendig und die Zeitreisen haben mir gut gefallen und wurden stimmig umgesetzt. Auch die Hintergrundinfos zu den Objekten und Zeiten wirkten auf mich absolut schlüssig. Im Vordergrund der ersten Hälfte standen die Diebstähle unterschiedlichster historischer Objekte. Die war zwar durchaus spannend und interessant , dennoch fehlte mir aber irgendwie das „ins sich geschlossene“. Ich weiss gar nicht, wie ich es verständlich ausdrücken soll.. für mich war es einfach nicht "homogen". Natürlich geht es in "Die Time Catcher" nicht ausschließlich um Diebstähle und dieser Teil der Handlung war für mich war es sogar noch interessanter und spannender. Das soll nun nicht bedeuten, dass es sich hier um unterschiedliche Handlungsstränge handelt. Mich faszinierte aber "das Drumherum" fast mehr als die Diebstähle.
„Time Catcher“ mangelt es insgesamt nicht an Spannung und actionreichen Szenen. Zur Mitte hin konnte ich dann meinen Frieden mit diesem Roman schließen, und freute mich, gemeinsam mit Caleb, die Abenteuer zu erleben.

Die Protagonisten haben mir wirklich gut gefallen und ließen keine Wünsche offen. Hier hat der Autor ganze Arbeit geleistet und wundervolle Figuren erschaffen.
In dieser Rezension möchte ich allerdings auch anmerken, dass die Zielgruppe dieses Romans ab 11 Jahre ist und mit diesen Augen betrachtet passt schon alles zusammen denn in diesem Alter werden die diversen Catches ganz sicher für glänzende Augen sorgen.

Dieses Abenteuer macht Spaß und auch, wenn ich zunächst nicht vollends begeistert war, so ist das Gesamtpaket eine durchaus spannende und abwechslungsreiche Lektüre, die die Herzen der jungen Leser aufgehen lassen wird. Denn langweilig ist der 1. Teil der „Time Catcher“ Reihe nun wirklich in keinem Fall.

Wem das jetzt alles ein wenig verwirrend erscheint der kann vielleicht in etwa meine Misere nachvollziehen. Genau so verwirrt war ich am Ende dieses Romans. Ja, es hat mir gefallen. Ja, es ist toll geschrieben. Ja, die Geschichte ist spannend und interessant. Und doch kann ich mich nicht zu einer Höchstbewertung durchringen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich dem Zielgruppenalter längst entwachsen bin. Vielleicht liegt es auch an den Chinesen ( kleiner Insider den ihr verstehen werdet, wenn ihr das Buch gelesen habt)… ich weiss es nicht!

Tolle Figuren, Spannung und Action – das ist der Stoff, aus dem Abenteuer gemacht sind. Für mich war der Roman nicht ganz das, was ich erwartet habe, bescherte mir aber dennoch einige schöne Lesestunden. Jüngere Leser werden aber ganz sicher noch größere Freude an der Geschichte um Caleb haben. Ich freue mich auf den 2. Teil und bin gespannt, ob dieser mich dann vollends überzeugen kann

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767 Bibliotheken, 11 Leser, 6 Gruppen, 152 Rezensionen

san francisco, liebe, geister, geist, tod

In dieser ganz besonderen Nacht

Nicole C. Vosseler
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.02.2013
ISBN 9783570155349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

" Zeit ist …
zu langsam für die, die warten,
zu flüchtig für die, die sich fürchten,
zu lang für die, die trauern,
zu kurz für die, die sich freuen.
Aber für die, die lieben, ist Zeit Ewigkeit. "
HENRY VAN DYKE

"Für all die verwaisten Seelen dieser Welt, die darum kämpfen, wieder heil und ganz zu werden."

Mit diesen wunderschönen Zeilen wird der Leser überrascht, wenn er das Buch aufschlägt. Mich stimmten diese Worte sehr nachdenklich und so war ich gespannt darauf, was mich in diesem Roman erwarten würde. Ich gestehe, ich war sehr neugierig darauf, denn „In dieser ganz besonderen Nacht“ stand sofort nach Erscheinen des Frühjahrsprogramms bereits auf meiner Wunschliste …

Bereits der Prolog startete ziemlich gespenstisch auf einem Friedhof und ließ mir den ersten, leichten Schauer über den Rücken ziehen. Es war nichtmal, das, was in diesen ersten Zeilen geschah, sondern vielmehr das Gefühl, das die Autorin schon auf den ersten Seiten in mir erzeugte.
Durch diese Einführung verwöhnt muss ich gestehen, dass mich die folgenden Seiten dann ein wenig enttäuschten. Nicole C. Vosseler beschreibt zunächst Ambers Umzug nach San Francisco und Eingewöhnung in die neue Umgebung. Man lernt ihren Vater, ihre Schule und die Mitschüler kennen. Natürlich muss das auch sein, um sich mit dem Handlungsort und den Figuren vertraut zu machen, für mich war es aber irgendwie ein kleiner „Stimmungsrückschritt“. Nun soll das aber nicht heißen, dass diese ersten Seiten uninteressant waren … Der wirklich angenehme und sehr anschauliche Schreibstil der Autorin lässt keine Langeweile aufkommen, dennoch fehlte mir aber irgendwie das gewisse Extra.
Nach ca. 100 Seiten wurde es dann aber wieder mysteriöser und das von mir am Anfang empfundene Gefühl stellte sich allmählich wieder ein.
Viele Fragen stellten sich mir, die Größte war aber zunächst, WER oder Was ist Nathaniel. Durch die Kurzbeschreibung war die Antwort auf diese Frage nicht schwer zu finden. Jedoch lag es wohl vor allem am Schreibstil der Autorin und einem geschickten Ablenkungsmanöver im Vorfeld, dass ich mir zunächst nicht ganz sicher war. Schön fand ich auch, dass Nathaniels Gedanken durch die Kursivschrift immer ganz deutlich erkennbar waren und es dem Leser leicht machte, zwischen Amber und ihm zu „switchen“.

Nach 200 Seiten nimmt die Geschichte dann aber richtig Fahrt auf. Nicht nur die „gespenstische Atmosphäre“, sondern vor allem die interessanten Wendungen und die Spannung ließen die Seiten nur durch meine Hände gleiten. Aus dem „ich lese noch ein bisschen weiter“ wurde ganz schnell ein „ich kann es nicht mehr aus der Hand legen“. Somit verdanke ich „In dieser ganz besonderen Nacht“ eine „schlaflose Nacht“. Gespannt verfolgte ich die, teilweise unerwarteten, Wendungen und neuen Informationen und versuchte mir das Ende auszumalen. Weit gefehlt, denn was ich mir vorgestellt hatte, traf nur teilweise ein… und auch, wenn das Ende kein „neues Ende“ war, so war es dennoch keins, dass ich so erwartet hätte.

Die Charaktere dieses Romans haben mir ausgesprochen gut gefallen und vor allen Ambers Gefühlswelt war einfach wunderschön geschildert. Doch auch den anderen Personen mangelte es nicht an Charakter und jeder auf seine Weise war mir wirklich sehr sympathisch. Um nicht zu viel zu verraten, beschreibe ich meinen letzten, wirklich kleinen, Kritikpunkt einfach mal so… die „Nebenromanze“ hätte ich mir noch ein wenig ausführlicher gewünscht….
Nichtsdestotrotz kommt in „In dieser ganz besonderen Nacht“ aber die Liebe nicht zu kurz und bildet einen tollen Kontrast zur Spannung, die man hier wahrlich zu genüge finden kann.

Auch wenn mich ein kleiner Teil dieses Romans nicht zu 100% überzeugt hat, so kann ich aber guten Gewissens sagen, dass mich der neue Roman von Nicole C. Vosseler wirklich fasziniert hat. Ein wenig „spooky“, Spannung und viel Gefühl sorgten dafür, dass ich weit über die „Geisterstunde“ hinaus von diesem Buch gefesselt war. Für mich ein wirklich gelungener Jugendroman den ich jedem, der auch nur ein bisschen für Geistergeschichten übrig hat, ans Herz legen kann. Und wer sich bisher für Geister nicht erwärmen konnte … nun, das könnte sich nach diesem Roman schnell ändern.

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318 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

liebe, usedom, erste liebe, marc, freundschaft

Die Tiefen deines Herzens

Antje Szillat
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 01.01.2013
ISBN 9783649611134
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Dialog zwischen der 7 Jahre alten Leni und dem 1 Jahr älteren Felix ließ bereits nach den ersten Seiten dieses Romans mein Herz aufgehen. Er zeigte mir so schon sehr früh den einfühlsamen und tollen Schreibstil der Autorin Antje Szillat, den ich bereits aus ihrem Roman “Solange du schläfst“ kannte und liebte. Die ersten 25 Seiten waren schon so voller Gefühl! In manchen Romanen wären diese Zeilen sicher das furiose Ende gewesen, dass den Leser seufzend und mit einem Lächeln auf den Lippen zurückgelassen hätte. Nicht aber bei „Die Tiefen deines Herzens“. Hier ist es der wundervolle Auftakt eines ebenso wundervollen Romans.
Antje Szillat trifft mir ihrem Schreibstil einfach den Nerv, der jeden auch nur annähernd romantisch veranlagten Menschen zum hoffnungslosen Romantiker mutieren lässt. Sie beschreibt bildlich und detailliert Orte ebenso schön wie Personen oder Momente. So nimmt sie den Leser mit ihren Worten gleich gefangen und ich finde dieses Feingefühl wirklich bemerkenswert. Niemand behauptet, das Leben sei leicht… und erst recht nicht die Liebe. Wem das bisher noch nicht klar war, dem führt diese Geschichte das wunderbar vor Augen. Eine Story, in der es aber nicht nur um die Liebe geht, sondern auch um Freundschaft, Schmerz und Verlust.
Tolle Protagonisten tun ihr Übriges um diesen Roman zu etwas ganz besonderem zu machen. Auch hier beweist Antje Szillat wieder, wie gut sie Worte verwenden kann, um sie zu Bildern in den Köpfen der Leser zu machen. Ich für meinen Teil sah Leni, Felix und Marc von Anfang an vor mir und es war, als träfe ich alte Bekannte. Jede dieser 3 Figuren hat einfach „Körper“, anders kann ich es nicht beschreiben.
Sanft wird man an die Geschichte herangeführt und hat so genug Raum, die Zeilen auf sich wirken zu lassen. Die Autorin erzählt aus der Sicht von Leni, eine Form, die mir persönlich sowieso am meisten liegt und, wie ich finde, den Leser immer ganz besonders nah heranlässt.
Diese Story hat einige unvermutete Wendungen, die sie auf ihre Weise spannend macht, und ist viel mehr als „nur“ ein wundervoller, gefühlvoller Liebesroman. „Die Tiefen deines Herzens“ geht tief unter die Haut und mitten ins Herz.
Sicher wundert ihr euch jetzt, warum die Rezension zu einem Buch, das ich ganz offensichtlich absolut toll finde, so kurz ist. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen möchte ich, dass ihr diesen Roman einfach selber erlebt und spürt. Zum anderen fällt es mir wirklich schwer in Worte zu fassen, welches Leseerlebnis dieser Roman für mich war.
Das Ende bahnt sich langsam an und ganz ehrlich… mir brannten Tränen in den Augen…
Besonders erwähnen möchte ich aber noch die tollen Zitate und Weisheiten, die über jedem neuen Kapitel zu finden sind. Wie mir die Autorin bei einer Leserunde erzählt hat, wurden diese alle von ihr selber ausgesucht und teilweise auch von ihr selber verfasst. Für mich waren sie wie die süße Kirsche auf der Sahnetorte.

„Die Tiefen deines Herzens“ hat mich begeistert, zu Tränen gerührt, zum Lächeln gebracht und absolut gefangen genommen. Was kann man von einem Buch mehr erwarten? Erneut ist Antje Szillat eine wundervolle Geschichte gelungen, das gleichermaßen facettenreich wie herzergreifend ist.
Schreibstil und Story harmonieren auf eine Weise, die ich so selten gefunden habe. Ich bin begeistert!

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113 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

jugendbuch, musik, freundschaft, rock, liebe

Rockoholic

C. J. Skuse , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2013
ISBN 9783551520401
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schwierig, schwierig diesen Roman zu bewerten. Selber bekennende Konzertgängerin und Rock-Fan war ich hocherfreut, als dieser Roman in meinem Briefkasten lag. Humorvoll beschreibt die Autorin Szenen, in denen sich so mancher Teenager sicher sicherlich wiederfinden kann, andere hingegen sind natürlich auch leicht überzogen. Vielleicht macht aber gerade das den Charme dieses Romans aus. Die Realität hat ja jeder zu Hause. C.J. Skuse hat für die Zielgruppe 12 - 16 Jahre den richtigen Ton getroffen. Auch, wenn es manchmal etwas derber zu geht und ich mir manche Beschreibung nicht ganz so detailliert gewünscht hätte. Das könnt ihr aber selber heraus finden…

Nun sollte man dem Klappentext nach zu urteilen glauben, man habe es mit einem witzigen, leichten Jugendroman zu tun, in dem es um Liebe und natürlich um Musik geht.. Das stimmt so aber nicht ganz…
Neben den durchaus witzigen Dialogen und Szenen, die man hier ohne Zweifel findet, werden auch leise und nachdenkliche Töne angeschlagen. Freundschaft, Verzweiflung, Selbstzweifel, Humor und Liebe sind wohl die Worte, mit denen ich diesen Roman am besten beschreiben könnte.
Hauptfiguren sind hier Jody, Mac und Jackson und jede von ihnen ist ausgesprochen vielschichtig und charaktervoll. Keiner dieser drei Protagonisten bleibt ohne eine tolle Entwicklung und die Autorin lässt den Leser tief eintauchen in die unterschiedlichsten Gefühle und Sichtweisen.
Jodi, ein Groupie erster Güte. Crazy und doch problembehaftet. Ständig an sich zweifelnd stellt sie für mich eben nicht das perfekte Mädchen dar und genau dies macht sie zur perfekten Protagonistin. Ich gebe zu, manchmal war sie für mich ein wenig zu crazy, aber irgendwie passte es auch zu ihr.
Mac, bester Freund und Stütze. Doch auch sein Leben ist nicht immer leicht. Hier lernte ich einen Freund kennen, den sich mancher Teenager nur wünschen kann und sicher auch dringend braucht.
Jackson, Frontman, Schwarm aller Mädchen und doch ist nichts, wie es scheint. Er verkörpert für mich das Teenie-Idol schlechthin, doch es sind die Schattenseiten und der Blick hinter die Kulissen, die diese Figur so interessant macht.
Natürlich gibt es auch hier einige Nebenfiguren, die aber nicht wirklich hervorstechen oder erwähnenswert sind, wenn auch gut gelungen. Doch da gibt eine, die man einfach ins Herz schließen muss und die ganz sicher in jedem Leser die Erinnerung an die eigenen Geschwister oder Kinder wecken wird. Macs kleine Schwester …

Die Story wird aus Jodys Sicht erzählt und lässt den Leser teilhaben an all den Geschehnissen, die weiß Gott nicht immer vorhersehbar waren. Besonders den Schluß, der mir ausgesprochen gut gefällt, hätte ich so nicht erwartet. Insgesamt ist es ein Spagat zwischen abgedreht und nachdenklich, wobei es mir an manchen Stellen einfach zu abgedreht und unrealistisch war.

Ich glaube, dieser Roman lebt vor allem auch durch seine Gegensätze und davon findet man hier eine Menge. Manchmal laut und verrückt, dann wieder leise und nachdenklich ist er nicht nur unterhaltsam, sondern regt auch zum nachdenken an. Werte wie Freundschaft, Angst und Vertrauen werden hier auf eine Art beleuchtet, die dem Leser unmissverständlich aufzeigt, dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt und manchmal kommt es einfach anders als man denk. Auch wenn es mir hin und wieder zu durchgedreht war, so habe ich diesen Roman in einem Rutsch gelesen und wurde gut unterhalten. Man bedenke bei meiner Wertung, dass ich weit über dem Alter der Zielgruppe liege :). Diese wird sicher noch mehr gefallen an diesem Roman finden.

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(199)

583 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

fantasy, seelen, drachen, liebe, wiedergeburt

Das Meer der Seelen - Nur ein Leben

Jodi Meadows , Michaela Link
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.01.2013
ISBN 9783442476015
Genre: Fantasy

Rezension:

Jugendromane zum Thema Seelen/Wiedergeburt sind derzeit der aufsteigende Trend und ich gestehe, dieser Trend gefällt mir wirklich gut. Auch dieser Roman macht die Wiedergeburt zu seinem Thema. Dies jedoch auf seine ganz eigene und besondere Art.
Um in die „Materie“ einzusteigen, fand ich zunächst eine kurze, „wissenschaftliche“ Einführung, die mich auf das einstimmte, was folgte.
Um ehrlich zu sein, ich wusste nach den ersten 50 Seiten nicht wirklich, was ich von diesem Roman halten sollte. Aus welchem Grund auch immer, ich hatte eine andere Umgebung und einen anderen Stil erwartet. So war ich gleichzeitig überrascht und fasziniert, denn Jodi Meadows entführte mich in eine Welt voller Sylphen und Drachen. Die hatte ich hier nun wirklich gar nicht erwartet.
Der ausgesprochen schöne und einfach verständliche Schreibstil, mit dem die Autorin diese wunderliche Welt beschreibt, machte es mir dann aber doch leicht, ein Gefühl für diesen Roman zu entwickeln und Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen.
„Das Meer der Seelen“ ist ein spannender und doch sehr sanfter Roman und schon zu Beginn stimmte er mich nachdenklich und auch ein wenig traurig.
„ Ich hätte Angst vor dem, was danach passieren würde. Wohin würde ich gehen? Was würde ich tun? Ich möchte nicht aufhören zu existieren.“
Seite 42

Nahezu tiefsinnige Dialoge berührten mich und ließen mich immer wieder innehalten und meinen eigenen Gedanken nachgehen, um kurz darauf wieder mühelos in die Geschichte einzusteigen. So war dieses Buch in seiner Gänze nicht zu vergleichen mit dem, was ich mir von diesem Jugendbuch erwartet hatte. Die von mir erwartete Leichtigkeit wurde ersetzt durch Tiefgang und Abenteuer.
Im Vordergrund des Romans stehen natürlich zwei wundervolle Protagonisten. Mit Ana und Sam stand ich Figuren gegenüber, deren Besonderheit eindeutig ihre Gefühle sind. Damit meine ich aber nicht nur die Gefühle zueinander, sonder ihr gesamtes Gefühlsleben. Jodi Meadows machte sehr deutlich, was Ana in ihrer Jugend erleiden musste und wie sehr sie darunter gelitten hatte. Ihre Angst, ihre Traurigkeit und ihr mangelndes Selbstvertrauen sind nahezu greifbar und machen sie zu einer zerbrechlichen Protagonistin, die man tröstend in den Arm nehmen möchte. Voller Freude erlebte ich aber auch ihre Weiterentwicklung und ich hätte ihr am liebsten aufmunternd die Hand auf die Schulter gelegt.
Sam steht ihr zur Seite und es war beruhigend und schon, dabei zu sein und zu sehen, wie er Stück für Stück Anas Selbstbewusstsein stärkt und für sie da ist. Diese Liebesgeschichte ist wirklich etwas Besonderes und die Tiefe der Gefühle hebt sie ab von vielen anderen Jugendromanpaaren.
Die beiden dominieren mit ihren Charakteren einfach diese Geschichte und auch, wenn die Nebenfiguren allesamt ihre eigene Persönlichkeit haben und wirklich gut gelungen sind, so dienten sie in meinen Augen lediglich der Ausschmückung und Handlung.
Die Story ist toll und es war, nach meinen kurzen Anlaufschwierigkeiten, wirklich ein Genuss sie zu lesen.

Dies ist nicht nur ein Jugendroman. Ich denke, auch Erwachsene können dieses Buch bedenkenlos zur Hand nehmen und werden ihre Freude damit haben. Es ist Anas Geschichte in einer fantastischen Welt. Das Geheimnis um ihre Seele fesselt einfach, obwohl dies, bis auf das Ende, kein actionreicher Roman ist. Vielmehr sind es die Hintergründe, die Gefühle und die Unwissenheit, die den Leser einfach nicht mehr loslässt. Und vielleicht auch die eigenen Gedanken über das Leben, den Tod und die Seele…

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fantasy, liebe, mythologie, kelly keaton, vampire

Dein göttliches Herz entflammt

Kelly Keaton , Bea Reiter
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401067513
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich denke, jeder hat so seine Vorstellung von einem Buch, dass er zu Lesen ausgewählt hat. Zumindest ist das bei mir immer der Fall. So war es auch bei diesem Roman. Das helle Cover mit dem verschnörkelten Herz sprach mich gleich an und die Kurzbeschreibung tat dann ihr übriges. Ich erwartete einen spannenden, leichten Fantasyroman in dem natürlich auch die Liebe eine Rolle spielte. Auf das, was ich in diesem Roman gefunden habe, war ich nicht vorbereitet…
… und das im Besten Sinne!
Mysteriös und undurchsichtig beginnt der erste Jugendroman der Autorin Kelly Keaton. Zunächst bekommt der Leser Einblick in eine Welt, die gleichermaßen mystisch, fremd und irgendwie doch vertraut ist. Hier sehe ich bereits die erste Besonderheit, denn obwohl dies eine fantastische Welt ist, so ähnelt sie doch in gewisser Weise auch der uns bekannten. Man fühlt sich versetzt in eine zukünftige Version unserer Welt und das macht „Dein göttliches Herz entflammt“ einfach fantastisch-real! Mir wurde so ein Gefühl des „Erkennens“, zugleich aber auch des Unbehagens vermittelt. Genau die richtige Stimmung für diese Geschichte und ich denke auch eines der Geheimnisse, das diesen Roman so spannend macht. Nach den ersten Seiten hatte wirklich keine Ahnung, wohin die Geschichte führen wird und gleich war meine Neugierde geweckt.
Einige „Zufälle“ zu Beginn der Story, liessen mich ein wenig die Augen rollen. Doch dies verzieh ich der Autorin quasi schon im gleichen Moment, denn mit ihrem tollen Schreibstil zog sie mich gleich in ihren Bann. Diesen Schreibstil zu beschreiben finde ich etwas schwierig. Kelly Keaton beschreibt anschaulich und detailliert die Orte, Personen und Szenen. Das besondere daran war aber die Atmosphäre, die sie erschafft. Nachdem ich den Roman zuschlug, viel mir erst auf, dass es in meiner Fantasie während der gesamten Story niemals hell war, dabei spielte dieser erste Teil keineswegs nur in der Nacht. Dennoch sorgte eben dieser besondere Schreibstil dafür, dass in meinem Kopfkino diese Welt voller Dunkelheit und Nebel war…
Kelly Keaton entführt uns in die neue Version des alten New Orleans - New 2. Sie zeigt uns eine Welt voller Mystik, Voodoo und Mythologie. Diese Kombination ist wirklich toll und vielschichtig. Außerhalb der Wirklichkeit und doch greifbar. Es war eine Freude, die verschiedensten Wesen zu entdecken. Hier beschränkt sich die Autorin nicht nur auf die derzeit so beliebten Vampire oder Gestaltenwandler, es gibt auch viele in Vergessenheit geratene Figuren, die hier wieder eine Rolle spielen. Ich gebe zu, über einigen hätte ich mir ein wenig mehr Infos und Hintergrundwissen gewünscht, vielleicht spielen sie aber in der Fortsetzung noch eine größere Rolle und werden dann auch noch etwas ausführlicher beschrieben.
Die Protagonistin Ari hat mir wirklich gut gefallen und ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte ist sehr gut gelungen. Haben wir es zunächst mit einer zwar toughen aber irgendwie auch ängstlichen jungen Frau zu tun, so wird daraus zum Ende eine starke, selbstbewusste Kämpferin. Ihr zur Seite steht Sebastian. Seine „Rolle“ ist zunächst etwas undurchsichtig. Aber auch hier kann ich sagen, dass es ein Vergnügen war, seine Geheimnisse zu entdecken. Beide haben die nötige Tiefe, die ich von Protagonisten erwarte und waren mir auf Anhieb beide sympathisch. Dies gilt jedoch auch für viele der Nebenfiguren, denen die Autorin ebenfalls sehr viel Mühe geschenkt hat.
Es geht natürlich auch um Liebe, doch steht diese hier deutlich im Hintergrund und macht Platz für Spannung und Action. Die Liebesgeschichte zwischen Ari und Sebastian entwickelt sich fast ohne Klischees. Sie ist präsent aber unaufdringlich und doch spürt der Leser die starke Verbindung. Ich freue mich schon sehr auf die Weiterentwicklung ihrer Gefühle in der Fortsetzung.
Spannend ist dieser Roman allemal und ich war wirklich erstaunt darüber, wie gekonnt die Autorin die verschiedensten Ansätze miteinander kombiniert. Im Grunde kommt man nicht zum Luft holen denn es geht wirklich Schlag auf Schlag.
Gerade begonnen ist man schon mittendrin in diesem tollen Fantasy-Thriller, der mich absolut überraschen konnte. Eine unglaubliche Atmosphäre, tolle Protagonisten und eine wirklich interessante und toll umgesetzte Story konnten mich von Anfang bis Ende fesseln. Die Fortsetzung „ Dein göttliches Herz versteinert“ wird im Sommer 2013 erscheinen und steht jetzt schon auf meiner Wunschliste. Das Cover und die Kurzbeschreibung bereiteten mich nicht auf DAS Lesevergnügen vor, dass mir der Inhalt bieten konnte. Dieser Roman überraschte und faszinierte mich.
Lesebefehl für alle, die spannende Fantasy lieben und in eine düstere Atmosphäre eintauchen möchten.

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482 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

liebe, wiedergeburt, jugendbuch, visionen, london

Für immer die Seele

Cynthia J. Omololu , Jutta Wurm
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.01.2013
ISBN 9783791515052
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nein, es ist kein Zeitreiseroman und doch führt uns die in New Jersey geborene und nun in Kalifornien lebende Autorin Cynthia J. Omolulu in ihrem ersten Jugendbuch immer wieder in die unterschiedlichsten Zeiten. Diese Reise ermöglicht sie uns durch Visionen, quasi Rückblicke in vergangene Leben. Um es dem Leser zu erleichtern, sind diese in einer anderen Schrift verdeutlicht. So gelingt es dem Leser leicht, sich zurechtzufinden und man erkennt auch optisch, dass nicht nur Cole, sondern auch man selbst wieder in eine andere Epoche geschleudert wird. Diese „Sprünge“ sind so fließend in die Geschichte eingebunden, dass sie in keiner Weise für Verwirrung sorgen und so irgendwie doch wieder den Eindruck eines Zeitreise-Romans entstehen lassen. Ich persönlich habe mich regelrecht gefreut, wenn es wieder auf die Reise ging. Insgesamt schreibt Cynthia J. Omolulu so bildlich, dass man sich zeitweise wie ein Teil der Geschichte fühlt. Schließt man die Augen, ist es fast so, als stünde man selbst im Tower von London. Wem das nicht so geht, kann sich zudem auf der Autorenhomepage noch ein wenig inspirieren lassen. Die Seiten glitten einfach nur durch meine Finger. Grund dafür war aber nicht ausschließlich dieser bezaubernde Schreibstil, sondern auch die Spannung, die man in diesem Roman von Anfang bis Ende finden kann. Nach und nach lichtet sich der Vorhang des Unwissens und man beginnt, die Personen der Vergangenheit denen der Gegenwart zuzuordnen. So einfach, wie es scheint, ist das aber gar nicht. Auch, wenn sich einige Verbindungen recht leicht herleiten lassen, dauert es bei anderen doch eine ganze Weile, bis man auf der richtigen Spur ist.

Es gibt viele tolle Figuren zu entdecken. Manche sympathisch, manche auch undurchsichtig und mir von Beginn an ein Dorn im Auge. Eines haben sie aber gemeinsam und das ist Charakter. Die Autorin hat sich wirklich große Mühe gegeben, jeder Figur seinen eigenen Charakter zu schenken und lässt sie so sehr real erscheinen.
Allen voran natürlich die beiden Protagonisten Cole (Nicole) und Griffon. Bei diesen Beiden stimmt für mich einfach alles und es sind Figuren, die sich mein Leserherz wünscht. Es ist einfach toll, wie Cynthia J. Omolulu hier mit den unterschiedlichsten Emotionen, Schwächen und Stärken spielt und die beiden so einfach zu authentischen und lebendigen Protagonisten erweckt. An Griffon hat mir besonders gut gefallen, dass man nahezu selbst spürt, wie sehr er versucht, seine Gefühle zu unterdrücken und Vorsicht walten zu lassen. Cole hingegen sprüht förmlich vor Liebe zu Cole und dennoch wird deutlich, wie verunsichert sie ist. Wundervoll.

Ein Zitat, gleich zu Beginn des Romans, lässt erahnen, dass man eine großartige Liebesgeschichte erwarten kann.
„Manche Menschen sind einfach füreinander bestimmt“, fängt sie wieder an. „Sie wandern ruhelos durch die Welt auf der Suche nach ihrer Zwillingsseele, und wenn sie sie gefunden haben, wird alles andere unwichtig. Nur, dass sie zueinanderkommen, zählt.“
Seite 72

Durch dieses Zitat war ich vorbereitet auf das, was kam, aber, es war noch schöner als ich vermutet habe. Hier erzähle ich aber nicht mehr, denn ich möchte euch nicht die Gelegenheit nehmen, diese Liebesgeschichte selber zu entdecken und zu erleben.

Die Story ist nicht nur toll ausgedacht, sondern wurde eben so toll umgesetzt. Diese Mischung aus Liebe, Spannung und verschiedenen Zeitabschnitten ist nicht nur unglaublich kurzweilig, sondern einfach ein Vergnügen zu lesen. Für mein Empfinden war dieses Vergnügen leider viel zu schnell zu Ende. Die gute Nachricht ist allerdings, dass dieses Ende in sich abgeschlossen ist. Nichtsdestotrotz bleibt die Neugier, wie es mit Cole und Griffin weiter gehen wird. Ich hätte noch stundenlang weiter lesen können und es war mir völlig egal, dass 4 Stunden später mein Wecker bereits wieder klingeln würde. Ich hätte, wäre ich nicht an der letzten Seite angekommen, ohne mit der Wimper zu zucken weiter gelesen.

Um sich, für oder auch während des Lesens, noch ein wenig für das Buch „in Stimmung“ zu bringen, gibt es auf der Homepage von Cynthia J. Omolulu sogar eine Playlist, die ich natürlich noch in meine Kategorie „Sound zum Buch“ aufnehmen werde. Zudem gibt es eine tolle Homepage zur Trilogie und eine Facebook-Seite. Schaut euch die beiden Seiten doch mal an, erfahrt ihr immer als Erste die neuesten Infos zur Trilogie. Nun heisst es aber, sich in Geduld üben, denn Band 2 der Reihe wird, wie mir die Onlineredaktion mitteilte, erst im Januar 2014 erscheinen und den Namen "Für immer die Zweifel" tragen. Der 3. Teil wird " Für immer die Liebe" heissen. Wann dieser erscheint ist mir nicht verraten worden...

Selten war ich so froh, dass es sich um keinen Einzelband handelt, sondern um den wundervollen Auftakt einer Trilogie. So ist gewiss, dass ich noch einige schöne Lesestunden mit Cole und Griffin verbringen kann. Es wird für die Folgebände schwierig, diesen 1. zu toppen. Doch selbst, wenn er nur annähernd so gut ist, wie dieser, wird diese Trilogie sicher zu den besten neuen Jugenbuch-Trilogien 2013 gehören. Der 1. Teil ist aber bereits jetzt schon ein Lesehighlight 2013!

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