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153 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

schwanger, schwangerschaft, liebe, teenager, kinder

Fuck you Leben!

Non Pratt , Anja Galic
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2014
ISBN 9783423740074
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Leserschaft begegnet in „Fuck you Leben“ von N. Pratt gleich zwei Teenagern mit argen Problemen. Da gibt es Hannah Sheppard, die schwanger ist, und Aaron Tyler, der versuchen muss, mit seiner dramatischen Vergangenheit umzugehen.

Ein Mädchen, ein Junge, beide haben Probleme, beide treffen sich -  nun könnte man meinen, dass dies bereits eine nicht untypische Liebesromanze in einem Jugendbuch andeutet. Eine äußerst angenehme Überraschung fand ich jedoch darin, dass sich die Wege von Hannah und Aaron zwar kreuzen, die beiden sich jedoch nicht gleich in eine absehbare Liebesbeziehung verstricken.

Der Autorin ist es gelungen, eine interessante Beziehungsdynamik der beiden Hauptcharaktere zu Papier zu bringen und dies auch noch auf die weiteren Charaktere im Buch auszuweiten.

Hannah verbringt viel Zeit mit ihrer besten Freundin Katie. Ein beliebter Treffpunkt der Teenager an ihrer Schule ist ein Park. Dort hängen die beiden Freundinnen oft ab. Katie lässt sich dabei gern auf die männlichen Exemplare der Schüler ein und auch Hannah hat einen Ruf, der ihr vorauseilt und es letztlich nicht gerade verwunderlich erscheinen lässt, dass sie mit nur 15 Jahren schwanger wird. Als Hannah von besagter Schwangerschaft erfährt, fällt es ihr jedoch schwer, ihre beste Freundin in ihr Geheimnis einzuweihen. Die Freundschaft der beiden wird gleich durch mehrere Aspekte auf die Probe gestellt und schließlich muss man sich fragen, ob aus Freundschaft nicht eher Feindschaft wird.

Das Thema Freundschaft spielt auch im Leben von Aaron Tyler eine große Rolle. Er hat die Schule gewechselt und stößt auf die Herausforderung der Eingewöhnung. Seine Eltern wünschen sich ein normales, glückliches Leben für ihn, doch es sieht nicht danach aus als würde es Aaron so leicht fallen dieses zu führen. Er trifft auf neue Mitschüler und wird schließlich von einigen von ihnen akzeptiert und in gewisser Weise im Freundeskreis aufgenommen. Doch er muss entscheiden, ob er wirklich zu diesem gehören möchte oder ob es nicht doch bessere Optionen gibt. Hinzu kommt erschwerend, dass Aaron ein düsteres Geheimnis mit sich herumträgt. Wenn dieses bekannt wird, könnte er alles verlieren, was er sich neu aufgebaut hat.

Hannah und Aaron verbindet, dass beide Teenager sich in einer Lebensphase befinden, die ihnen viel abverlangt. Ihr bisheriges Leben scheint völlig auf den Kopf gestellt. Sie müssen einen Weg finden, um ihre Zukunft zu gestalten und dabei müssen sie Entscheidungen treffen, die nicht immer leicht fallen.

Irgendwo auf dem Weg zwischen Herausforderung in der Gegenwart (als Folge einer komplizierten Vergangenheit) und der Weichenstellung für die Zukunft begegnen sich Hannah und Aaron und bald schon bemerken sie, dass sie einander vielleicht helfen können.

N. Pratt schreibt in „Fuck you Leben“ über Themen, die recht lebensnah sind. Ihr Buch kommt ohne viele Special Effects aus. Nichts von dem, was im Buch geschieht, ist so fernab der möglichen Lebensrealität, dass es aus der Luft gegriffen scheint. Tatsächlich sind es Themen, die einen jeden Leser selbst betreffen könnten.

Eine ungeplante Schwangerschaft, eine Verkettung unglücklicher Umstände – es könnte ziemlich vielen Menschen genauso gehen wie Hannah und Aaron. Gerade dies gab dem Buch eine gewisse Bodenständigkeit, die ich mochte.

Mir gefiel, dass „Fuck you Leben“ ohne überspitzte Handlung auskam und der Plot dennoch alles andere als langweilig war.

Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Hannah und Aaron geschrieben. Dies trifft auch auf Situationen zu, in denen beide Charaktere zusammen innerhalb von einer Szene auftreten. Gerade dies ermöglichte es, eine breitere Wahrnehmung über das Geschehen zu gewinnen. So gab es beispielsweise eine Szene, in der der Perspektivwechsel für nur einen Gedanken vollzogen wurde, genau dieser aber ein ziemlich gutes Verständnis dafür hervorrief, welche Reaktion bei dem entsprechenden Charakter innerhalb der geschilderten Situation einsetzte.

Ich habe bei diesem Buch einmal genauer darauf geachtet, wie viele Personen vorkommen und in welcher Verbindung diese jeweils zueinander stehen. Tatsächlich finden sich hier immerhin über 20 verschiedene Charaktere, wobei diese teils auch nur mehr oder weniger am Rande erwähnt werden. Für mich war es interessant zu lesen, wie die Handlungen einzelner Charaktere das Leben der anderen Personen ebenfalls beeinflusst. Ich hatte hier gerade einmal nicht den Eindruck, dass die Handlung sich so gut wie ausschließlich auf die Hauptcharaktere bezieht und darin sehe ich eine willkommene Abwechslung zu manch anderen Jugendbüchern. Der Autorin ist es dabei wunderbar gelungen, ein gesundes Gleichgewicht zu finden, so dass man dennoch nicht aus den Augen verliert, dass es in ihrem Buch doch in erster Linie um Hannah und Aaron geht.

„Fuck you Leben“ habe ich mit Spannung, Interesse und Mitgefühl lesen können. Es hat dieses Buch zu einem sehr schönen Zeitvertreib gemacht. Dabei hatte ich auch nicht den Eindruck, dass mich die Schicksale von Hannah und Aaron zu sehr belasten, obwohl es um durchaus ernste Problematiken geht.

Am Ende des Buches gefällt mir besonders, dass noch Dinge offen sind. Ich hätte durchaus nichts dagegen, einen Folgeband zu lesen, der noch einmal zeigt, wie die Leben von Hannah und Aaron im Weiteren verlaufen. Dennoch gefiel mir dieses Buch eben auch als Stand Alone, dessen Ende genügend Raum für Fantasie lässt, einen jedoch auch nicht zu sehr in der Luft hängen lässt. Es gibt Antworten auf Fragen, die man sich beim Lesen stellt, aber nicht alles findet eine Antwort.

Als Gesamtwertung vergebe ich für „Fuck you Leben“ von N. Pratt gern 4 Sterne. Den fünften kann ich nur daher nicht vergeben, da es Bücher gibt, die mich eben doch noch mehr mitgerissen haben. Das soll aber dem Lesegenuss dieses Buches keinen Abbruch tun. Ich würde nicht ausschließen, es auch noch ein weiteres Mal zu lesen.

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Tags: fuck you leben, n prat   (2)
 

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

dämonen, teufel, roxann hill, frankreich, fantasy

Eine andere Art von Ewigkeit

Roxann Hill
E-Buch Text: 476 Seiten
Erschienen bei null, 29.08.2012
ISBN B0094703C0
Genre: Sonstiges

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1.371 Bibliotheken, 11 Leser, 15 Gruppen, 310 Rezensionen

dystopie, liebe, fraktionen, zukunft, ferox

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 19.03.2012
ISBN 9783570161319
Genre: Jugendbuch

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454 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 85 Rezensionen

feen, fantasy, schatten, jugendbuch, marie

Als die schwarzen Feen kamen

Anika Beer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.03.2012
ISBN 9783570401477
Genre: Jugendbuch

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469 Bibliotheken, 5 Leser, 12 Gruppen, 50 Rezensionen

dystopie, endzeit, julianna baggott, memento, jugendbuch

Memento - Die Überlebenden

Julianna Baggott , Axel Merz
Fester Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 16.03.2012
ISBN 9783833901133
Genre: Jugendbuch

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271 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

freundschaft, selbstmord, liebe, ritzen, jugendbuch

vergissdeinnicht

Cat Clarke , Zoë Beck
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.03.2012
ISBN 9783785760611
Genre: Jugendbuch

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

hollywood, internat, western, liebe, irakkrieg

Die wir am meisten lieben

Nicholas Evans , Susanne Schädlich
Fester Einband: 367 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 15.11.2011
ISBN 9783352008153
Genre: Romane

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

new york, geschwister, familie, kanada, suche

Den Mond aus den Angeln heben

Gregory Hughes , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.08.2011
ISBN 9783551582485
Genre: Jugendbuch

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

katze, ruhm, sex and the city, unterhaltung, kitty

Sex and the Kitty

Nancy the Cat , Christiane Hofmann-Mund
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 06.01.2012
ISBN 9783426510070
Genre: Romane

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930 Bibliotheken, 8 Leser, 7 Gruppen, 174 Rezensionen

liebe, savant, sky, seelenspiegel, fantasy

Die Macht der Seelen - Finding Sky

Joss Stirling , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2012
ISBN 9783423760478
Genre: Jugendbuch

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81 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, magie, kalliope, animale, levitation

Splitterwelten

Michael Peinkofer , Iris Compiet
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2012
ISBN 9783492702072
Genre: Fantasy

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 25 Rezensionen

parabel, bauern, seil, wald, dorf

Das Seil

Stefan aus dem Siepen
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.06.2012
ISBN 9783423249201
Genre: Romane

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

san francisco, titania, sommernachtstraum, oberon, liebe

Die große Nacht

Chris Adrian , Thomas Piltz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 23.06.2012
ISBN 9783498000851
Genre: Romane

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210 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 81 Rezensionen

dystopie, haus, méto, jungen, jugendbuch

Méto - Das Haus

Yves Grevet , Stephanie Singh
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2012
ISBN 9783423625142
Genre: Jugendbuch

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149 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, magie, lahen, ness, bogenschütze

Wind

Alexey Pehov , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2012
ISBN 9783492702584
Genre: Fantasy

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134 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

chile, drogen, tagebuch, las vegas, maya

Mayas Tagebuch

Isabel Allende , Svenja Becker
Fester Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 31.07.2012
ISBN 9783518422878
Genre: Romane

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488 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 111 Rezensionen

dystopie, liebe, mutter, elysium, gavin

Renegade - Tiefenrausch

J. A. Souders , Charlotte Lungstraß
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.08.2012
ISBN 9783492702812
Genre: Jugendbuch

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1.242 Bibliotheken, 21 Leser, 10 Gruppen, 236 Rezensionen

dystopie, liebe, day, june, legend

Legend - Fallender Himmel

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.09.2012
ISBN 9783785573945
Genre: Jugendbuch

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394 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

tod, liebe, freundschaft, leben, revive

Die fünf Leben der Daisy West

Cat Patrick , Anja Malich
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Boje, 20.07.2012
ISBN 9783414820617
Genre: Jugendbuch

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

ruth dugdall, neid, gefängnis, obsession, enttäuschung

Die leere Wiege

Ruth Dugdall , Gabriele Weber-Jaric
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.07.2012
ISBN 9783492272827
Genre: Romane

Rezension:

Wer schon einmal für etwas beschuldigt wurde, das es nicht getan hat, oder unabsichtlich jemanden verletzt hat, weiß wie schlecht sich dies anfühlt. Wie muss sich wohl Rose vorkommen, die des Nachts das Haus ihrer Freundin verlässt, das kurze Zeit später in Flammen aufgeht?
Der Brandauslöser? Eine Zigarette der Marke, die Rose raucht.

Bereits der Klappentext von Ruth Dugdalls „Die leere Wiege“ hat mich ergriffen und mich dazu veranlasst, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen. Selten hat mich ein solch kurzer Abriss so neugierig auf ein Buch werden lassen.

Im Original trägt Ruth Dugdalls Buch den Titel „The woman before me“, was im Deutschen so viel bedeutet wie „die Frau vor mir“. Der Titel passt meiner Meinung nach besser zum Inhalt des Buches, auch wenn ich die deutsche Variante genauso aufmerksamkeitserregend finde.

In diesem Buch geht es um viel mehr, als um den Tod von Baby Luke, dem verstorbenen Kind. Rose muss sich für den Tod des Babys verantworten, denn alle Beweise sprechen gegen sie. Dies macht einen äußerst wichtigen Punkt aus, doch es gibt noch eine nachvollziehbare Handlungsebene auf Gefühlsbasis, die mindestens genauso erkundungswert ist. Packend beschreibt Ruth Dugdall Roses Leben und stellt dar, wie schwer die Suche nach der Wahrheit sich gestalten kann.
Die Vergangenheit der Protagonistin könnte man durchaus als nicht leicht beschreiben. Sie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und klammert sich an eine Hoffnung auf Liebe, die schlichtweg aussichtslos scheint. Wie sehr ihre Situation Rose jedoch wirklich beeinflusst hat und ein mögliches Motiv für eine vorsätzliche Tat bietet, die Baby Lukes Leben zu früh beendet hat, lässt sich nur erahnen.
Jedes weitere Wort zum Plot wäre zu viel verraten und würde den Bann des Buches brechen, daher verzichte ich an dieser Stelle darauf.

Vielleicht genügt es bereits zu wissen, dass die Autorin selbst jahrelang als Bewährungshelferin gearbeitet hat, um nachzuvollziehen, wie es ihr gelingt, den Plot so atemberaubend natürlich und gleichzeitig spannend zu erzählen. Es gab bei „Die leere Wiege“ keine Seite, bei der ich nicht vollkommen der beeindruckenden Wirkung des Buches erlegen wäre.

Das Beziehungsgeflecht der einzelnen Charaktere zueinander gestaltet sich in diesem Buch als äußerst interessant. Es gibt verschiedene Persönlichkeiten, die mal mehr, mal weniger sympathisch sind. Dabei wird bezüglich des Charakterdesigns deutlich, dass nicht nur die Schwierigkeiten von Rose thematisiert werden, sondern auch die der anderen Spieler in diesem Rätselraten um die Wahrheit. Auf diese Weise wird einem jeden Charakter Leben verliehen und ihre Handlungen gewinnen umso mehr an Authentizität. Dies wiederum gab mir als Leser das Gefühl, die Storyline nahezu mitzuerleben, denn die Charaktere wirkten so real, als könne man sie greifen.

Mich berührte „Die leere Wiege“ und hinterließ gewisse Emotionen bei mir. Ein Buch, das es schafft, den Leser emotional mitzunehmen, ist in meinen Augen eine Menge wert und dieses Prädikat konnte Ruth Dugdalls Werk aus meiner Sicht mit scheinbarer Mühelosigkeit für sich gewinnen.
Dabei blieb der Erzählstil meiner Meinung nach stets flüssig. Die gewählten Worte waren angenehm zu lesen und erzeugten eine wirkungsvolle Atmosphäre.

Aufgefallen ist mir auch, dass Ruth Dugdall stellenweise nicht zu sehr ins Detail gehen musste, um Wirkung zu erzielen, was der doch eigentlich schwerwiegenden Thematik dennoch eine gewisse Leichtigkeit gibt. Wer sich also vor allzu blutigen oder ausgeschmückten Beschreibungen bezüglich des Todes von Luke fürchtet, kann beruhigt sein. Es wird nicht mehr beschrieben, als nötig. Hier wird eine Tatsache, eine Katastrophe, wiedergegeben und keine Zurschaustellung betrieben.

Das Ende des Buches ist nun schließlich genauso aufwühlend, wie überraschend. Es gibt einige Momente, in denen man sich beim Lesen selbst nah an der Wahrheit glaubt, doch es gelingt Ruth Dugdall nur zu gut, immer neue Wendungen einzubauen, um einen an der eigenen Meinung zweifeln zu lassen und erneute Motivation zur Hinterfragungen der gesammelten Hinweise zu schaffen.

Das Cover des Buches zeigt eine Frau, die in ein edles, rosafarbiges Kleid trägt. Sie ist umgeben von Schwärze und ihr Gesicht ist nicht erkennbar, doch sie steht mit geneigtem Haupt dar. Dies trifft die Darstellung von Rose gemäß meinem Ermessen nach sehr gut.
Ansonsten kann ich zu meinem Leseexemplar sagen, dass es mir im Taschenbuchformat vorliegt und 368 Seiten umfasst. Es handelt sich dabei um die deutsche Erstausgabe 2012.

„Die leere Wiege“ zeugt von Spannung und Gefühl. Dieses Buch zeichnet sich durch ein großes Maß an Authentizität aus und wird von einer mitreißenden Atmosphäre getragen. Ich kann es jedem, der etwas für spannende Bücher und menschliches Mitgefühl übrig hat, nur wärmstens ans Herz legen.

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

roxann hill, liebe, dämonen, fantasy, teufel

Für ein Ende der Ewigkeit

Roxann Hill
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei null, 13.07.2012
ISBN B008LB4NW6
Genre: Fantasy

Rezension:

„Für ein Ende der Ewigkeit“ ist der erste Band der Lilith-Saga von Roxann Hill. Der Name „Lilith“ mag bei dem ein oder anderen ein kleines Glöckchen im Hinterkopf erklingen lassen. Lilith, war das nicht die erste Frau Adams? Eine Dämonin, die auch als Symbolfigur für die Ambivalenz der Seele gesehen werden kann?

Bei Roxann Hills Lilith handelt es sich namentlich um Lilith Stolzen. Zu Beginn von „Für ein Ende der Ewigkeit“ feiert sie ihren 18. Geburtstag. Rasch wird dem Leser klargemacht, dass Lilith infolge eines Unfalls keine Erinnerung mehr an ihr vorheriges Leben besitzt. Sie lebt mit ihrer Oma zusammen, mit der sie sich gut versteht und die ihr auch gewisse Freiräume lässt.

Besonders gelungen finde ich die Darstellung Liliths als Endteenagerin, bzw. junge Frau, die gerade dabei ist, aus der Schule ins Leben zu starten. Sie ist in einen festen Freundeskreis eingebunden, übt sich in ihrem Hobby Teakwondo und lernt zwei junge Männer kennen, die es ihr sehr angetan haben: Johannes und Asmodeo. Der Grundstein für ein gar nicht so ungewöhnliches Liebesabenteuer scheint gesetzt zu sein. Wenn - ja wenn - da nicht noch andere Rätsel wären, die sich für den Leser auftun.
Wieso wird Lilith von einem schwarzen Raben verfolgt? Wieso ist es nicht nur dieser, der ihr auf den Fersen zu sein scheint? Wer sind Liliths Verfolger und was haben sie vor?

Mehr als nur einmal entgeht Lilith nur knapp einer Katastrophe, die ihr Leben beenden könnte. Und auch das, was sie durchsteht, hat es in sich.

Roxann Hill ist es auf wunderbare Weise gelungen, in ihrem Einstiegsband Liebesthema und Action und gar etwas Grusel zu verbinden.

Lilith ist dauerhaft am Schwanken zwischen zwei starken Männern, die jeweils eine geheimnisvolle, gar düstere Seite haben. Es fällt ihr schwer, sich für einen der beiden zu entscheiden und damit stürzt sie Johannes und Asmodeo, aber auch sich selbst in ein regelrechtes Gefühlsdilemma.

Wie schon angedeutet kommt in diesem Buch auch die Action nicht zu kurz. Hat man gerade zu Beginn der Handlung noch den Eindruck, dass das Hauptaugenmerk des Plots auf dem Liebesleben von Lilith Stolzen liegt, so wird man doch immer wieder eines Besseren belehrt. Dies geschieht durch immer wieder unerwartet eingebaute Spannungspunkte, die erkennen lassen, dass es noch eine schwerwiegende Thematik um die Komplikationen der Liebe herum gibt, eine Thematik, die sich jedoch erst nach und nach aus einzelnen Puzzleteilen zusammensetzt, um am Ende ihre gesamte Wucht zu entfalten.
Gerade die letzten Seiten von „Für ein Ende der Ewigkeit“ haben mich geradezu von den Füßen gestoßen. Einige Teilstückchen der Handlung waren etwas absehbar und mit etwas Kombinationsgabe nicht großartig überraschend, aber das Ausmaß, in dem die Spannung und die Bedrohung gegen Ende des Buches noch zunimmt, traf mich im positiven Sinne überraschend. Es wirkte auf mich, als wäre der bis dahin vergleichsweise angenehme Plot in bedrohliche Schwärze gekippt.
Den genannten Überraschungseffekt kann ich nur loben, denn auch wenn ein solcher in Büchern nicht unüblich ist, so ist er von Roxann Hill hier ausgesprochen gut aufgebaut worden.

Im Allgemeinen muss ich zu dem Buch auch sagen, dass es mir bezüglich der sprachlichen Ebene sehr zugesagt hat. Ich mochte die anschaulichen Beschreibungen von Charakteren und Settings, aber auch generelle Ausdrucksweisen.
Ferner bekam ich den Eindruck, dass Liliths Wortwahl ihrem dargestellten Alter gemäß war und viel von ihrem Innenleben verriet, da auch oftmals ihre Gedankengänge ausführlicher dargelegt wurden. Auch die Ausdrucksweise der anderen Charaktere empfand ich als deren Persönlichkeit bezeichnend.

Roxann Hill nutze eine gewisse „Traumebene“, in der einige Szenen spielten. Dies gab dem Plot einen interessanten Kick, denn das Leben Liliths wurde so noch einmal von einer besonderen Seite dargestellt und betont. Ein Hinweis auf die gute Einsicht in verschiedene Perspektiven zeigte sich auch daran, dass das Hauptaugenmerk nicht einzig auf Lilith liegt, sondern auch Kapitel vorkommen, in denen stark auf Asmodeo eingegangen wird.

Als sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben, erlebte ich sowohl die einzelnen Charaktere als auch deren Beziehungen zueinander. In Bezug auf das Charakterdesign mochte ich gewisse Ähnlichkeiten zwischen Johannes und Asmodeo und die Darstellung dessen, wie beide sich dann doch voneinander unterschieden.

Um Lilith wabern Geheimnisse. Ein wichtiges davon dürfte sich für die meisten Leser spätestens zum Ende des Buches erschließen. Und doch habe ich das Empfinden, dass es noch genügend Rätsel gibt, um die Spannung auf den Folgeband zu steigern. Zu diesem gibt es im Übrigen schon in „Für ein Ende der Ewigkeit“ eine kleine Leseprobe, die die Vorfreude bestärkt.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe.
Mich stimmt nur eine kleine Sache ein wenig traurig: Ich merkte am Ende dieses Bandes und auch bei der Vorschau auf den nächsten Band, dass sich die Handlung auf ein Terrain begibt, dass ich äußerst spannend finde, aber das nicht unbedingt gut für meine Nerven ist. Daher bin ich trotz meiner wirklich großen Begeisterung für dieses Buch etwas unentschlossen, ob ich mich wirklich trauen werde, die Lilith-Saga fortzusetzen.

Bezüglich der Aufmachung zum Buch kann ich nicht wirklich etwas sagen, da ich das E-book gelesen habe. Dieses war meinem Ermessen nach angenehm formatiert und hatte einen Umfang von 588 lohnenswerten Seiten.
Das Cover von „Für ein Ende der Ewigkeit“ finde ich persönlich sehr ansprechend. Es ist eigentlich nicht großartig aufregend, zeigt es doch „nur“ eine junge Frau und einige Baumspitzen, über denen schwarze Vögel (passend zum Buch würde ich auf Raben tippen) kreisen. Da das Cover aber gänzlich rot gefärbt ist und das Gesicht der Coverdame sehr ausdrucksstark ist, ergibt sich in Kombination mit dem Schwarz der Bäume und Vögel für mich ein prägnanter Gesamteindruck.

Ich kann „Für ein Ende der Ewigkeit“ nur wärmstens empfehlen, denn hier findet sich viel Ansprechendes in einer wirklich angenehmen Zusammenstellung, sowie eine tolle Umsetzung eines einfallsreichen Plots.

Von mir gibt es stolze 4 von 5 Sternen und den einzigen Abzug dafür, dass – wie gesagt – meine Nerven am Ende nicht mehr ganz der Handlung gewachsen sind.

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1.045 Bibliotheken, 13 Leser, 11 Gruppen, 113 Rezensionen

dystopie, liebe, aria, zukunft, perry

Gebannt. Unter fremdem Himmel

Veronica Rossi , Heinrich Koop , Franca Fritz , Carolin Liepins
Fester Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2012
ISBN 9783789146206
Genre: Jugendbuch

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

mystisch, seelen, sweetwater, schicksal, philosophisch

Spätestens in Sweetwater

Ruediger Schache
Fester Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Nymphenburger, 09.02.2012
ISBN 9783485013680
Genre: Romane

Rezension:

Ruediger Schache – „Spätestens in Sweetwater“

Inhalt:
Ruediger Schaches Roman „Spätestens in Sweetwater“ entführt den Leser auf eine rätselhafte Reise, die er zusammen mit dem Protagonisten Caleb Brooks begeht. Dieser ist Wissenschaftsjournalist und arbeitet für die New York Times. Bei der Recherche für einen seiner Artikel erfährt Caleb von der Existenz des legendenumwobenen Orts „Streetwater“. Als er sich daran macht, der Legende um „Streetwater“ auf den Grund zu gehen, beginnt sich sein Leben auf mysteriöse Weise zu ändern. Er begegnet der Buchhändlerin Carol Ryder und erfährt, dass die Legende von „Sweetwater“ auch gleichzeitig mit einem Geheimnis verbunden ist, dass dessen Bewohner wohl behüten und vor dem auch er nicht sicher ist.

Caleb muss die Wahrheit finden. Doch dabei scheint sich ihm das Schicksal in den Weg zu stellen und ein Stein beginnt, den nächsten anzustoßen und somit eine Kette von dramatischen Ereignissen ins Rollen zu bringen. „Wiederkennen. Begegnung. Liebe.“ – so titelt der Text auf dem Buchrücken. Doch bei diesem Buch geht es um noch viel mehr.

Stil/Aufbau:
Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die stellenweise ziemlich kurz sind. Dies ist aber sinnvoll, um die bereits angesprochene Kette und Verknüpfung aus Ereignissen darzustellen.

„Spätestens in Sweetwater“ folgt dem auktorialen Erzählstil und ich konnte dank des angenehmen Schreibstils das Buch in nahezu einem Schwung durchlesen.

An einigen wenigen Stellen kamen mir gewisse Ausführungen für meinen Geschmack etwas zu langatmig vor. Dies bezog sich in erster Linie auf die Beschreibungen von gewählten Settings. Als Grund hierfür sehe ich aber keineswegs einen langweiligen Schreibstil an, sondern eher den Umstand, dass die vielen aufgeworfenen Rätsel des Plots mich so neugierig machten, dass ich schnell Antworten finden wollte. Eben jene stellten sich für mich als wunderbarer Spannungsaufbau heraus, der mich dieses Buch wirklich genießen ließ.

Durch kurze Ausführungen und Erzählungen zu den jeweiligen Charakteren und deren Lebensgeschichte, wird diesen Leben eingehaucht. So bleiben auch Personen neben Caleb und Carol mir gut im Gedächtnis und ich konnte eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Dabei empfinde ich es als gelungen, wie das Charakterdesign in „Spätestens in Sweetwater“ unterschiedlich angelegt ist und die Gemeinsamkeiten – um das gemeinsame Geheimnis um die Menschen aus Sweetwater – dennoch präsent waren und nicht untergingen.

Aufmachung/Auflage:
Mir liegt „Spätestens in Sweetwater“ als Hardcover-Ausgabe in der 1. Auflage von 2012 von „nymphenburger“ vor. Es umfasst 272 Seiten, gedruckt auf FSC®-Papier.
Der Umschlag des Buches ist blau und auch der Schutzumschlag ist größtenteils in Blautönen gehalten. Die Coverillustration zeigt eine Brücke, die in die Ferne führt, in der ein helles Licht die restlichen Farben und somit auch die Darstellung zu schlucken scheint. Fast schon erscheint die Luft um diese Stelle durch die Mischung des kühlen Blautons mit diesem Licht etwas nebelig. Daraus entsteht bei mir der Eindruck, dass sich in der Ferne etwas Mysteriöses verbirgt, vielleicht sogar ein Übergang in eine andere Welt.
Mir gefällt die Coverillustration sehr gut und etwas neckisch, aber ansprechend finde ich auch die Illustration eines kleinen Schmetterlings, der auf einer Seite den Buchtitel ziert.

Meine Meinung:
Meine Vorstellungen zu diesem Buch schienen zwischendurch über den Haufen geworfen, obwohl sie dann letztlich doch erfüllt wurden. Mich überraschten einige Ereignisse in der Handlung, die ich nicht vorhergesehen, bzw. in meine Erwartungen an dieses Buch eingebunden hätte. Wenngleich ich schon Drama erwartet habe, so hat mich doch ein gewisser Nervenkitzel getroffen, der mit einer Art von Gefahr zu tun hatte, die ich nicht habe kommen sehen. Dieser Überraschungseffekt hat für mich einerseits einen Vorteil, andererseits einen kleinen Nachteil. Den Vorteil sehe ich ganz klar darin, dass eine Überraschung gelungen ist. Oftmals sind gewisse Handlungsstränge vorhersehbar, was die Freude an einem Buch mindern kann. Dies war hier nicht der Fall. Andererseits war ich plötzlich mit einem Stückchen Handlung konfrontiert, dessen Art ich mir für den Lesegenuss zu diesem Zeitpunkt nicht ausgesucht hätte, da ich emotional auf etwas anderes eingestellt war.
Gut gelungen fand ich den Spannungsaufbau und auch die Erklärungen, die letztlich gegen Ende des Buches folgten. Obwohl ich dieses Buch als durchaus spirituellen Gedanken folgend ansehe, ist hier doch auch eine Verbindung zur wissenschaftlichen Seite gezogen worden, die ich als sehr interessant erachte. Dabei kam mir diese Form der Erklärungen bisher auch noch nicht in einem solchen Kontext unter und so habe ich sie als äußerst einfallsreich erlebt. Einen Pluspunkt möchte ich auch daran vergeben, dass die wissenschaftlichen Erläuterungen kurz und prägnant gehalten wurden und dabei doch so geschrieben waren, dass sie mir als Laie verständlich wurden.
Bezüglich der Interaktion von Caleb und Carol hätte ich gern noch etwas mehr gelesen. Sie war in meinen Augen gut und atmosphärisch wiedergegeben, doch ich hätte gern noch etwas mehr davon gehabt – neben den rätselhaften, aber durchaus interessanten Gesprächen vielleicht auch einige Gespräche, die etwas „normaler“ gewirkt hätten. Dies hätte mir geholfen, die beiden als interagierende Charaktere besser von einer etwas anderen Seite zu betrachten, als es mir das Buch im Großen und Ganzen ermöglichte.
Alles in allem habe ich mit „Spätestens in Sweetwater“ eine angenehme Lesezeit gehabt, die auch sehr unterhaltsam war. Das Buch ließ sich gut lesen und mir gefiel die Verbindung von Spirituellem, Wissenschaftlichem und der Spannung des Plots.
Von mir bekommt Ruediger Schaches Buch somit 4 von 5 Sternen.

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erfolg, ratgeber, glück, wegweiser, tipp

Einfach erfolgreich sein

Pierre Franckh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 05.09.2011
ISBN 9783442338900
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Einfach erfolgreich sein“ ist im Arkana-Verlag erschienen und mir liegt das Buch in der Erstausgabe von 2011 vor. Es umfasst 329 Seiten und verfügt über einen festen Einband. Das Cover ist in warmen Farben gehalten.

Dieses Buch von Pierre Franckh beschäftigt sich mit der Frage danach, wie man denn nun zu dem Erfolg gelangen kann, den sich so viele von uns wünschen. Dabei setzt Franckh an genau der Stelle an, die dafür am logischsten scheint: am Anfang.
Wieso möchte man eigentlich erfolgreich sein? Das Buch stellt diese Frage und macht darauf aufmerksam, dass die Antwort darauf alles andere als unbedeutend ist. Denn sie hilft uns, zu erfahren, was ein jeder von uns persönlich für Erfolg hält, warum er sich danach sehnt und wie viel Erfolg er für sein persönliches Glück denn nun genau benötigt.

Pierre Franckh gelingt es, den Weg zum Erfolg zu beschreiben, indem er die einzelnen Schritte, die zu diesem führen, wie einen roten Faden durch die Abschnitte des Buches zieht. Dabei setzt das Buch auf viel Selbstreflektion durch den Leser, die dem eigentlichen Ziel – erfolgreich zu werden – zuträglich ist.
Anzumerken ist dabei, dass er durch gezielte Fragestellungen und hilfreiche Tipps und Hinweise auch Personen zu erreichen vermag, die bisher weniger Erfahrungen mit der Betrachtung ihrer Wünsche, Träume und Ressourcen gemacht haben.
Es gelingt Franckh, durch seine anschauliche, beispielhafte und verständliche Schreibweise, seine Botschaft klar zu formulieren.

Mir gefällt die offene und vertrauenswürdige Art des Autors, Erfahrungen aus seinem eigenen Leben und über sich selbst mit ins Buch zu nehmen. Dies kann für einige vielleicht zu häufig der Fall sein, doch ich finde es hingegen sogar ziemlich wichtig, da es Erklärungen veranschaulicht und auch hilft, ein Bild über den Menschen zu bekommen, der einem all diese Tipps gibt, die sich in „Einfach erfolgreich sein“, wiederfinden.

Zu Pierre Franckh selbst ist zu sagen, dass er nicht nur ein erfolgreicher Bestsellerautor ist, sondern auch als Schauspieler und Synchronsprecher bereits in etlichen Filmen mitgewirkt hat und seine Stimme bei inzwischen mehr als 450 Hörspielen bewundert werden kann. Hauptsächlich der Schreiberei widmet er sich seit 1996 und verfasst neben Büchern auch Drehbücher und Theaterstücke. Seine Vielseitigkeit zeigt sich unter anderem auch darin, dass er darüber hinaus als Coach und Mentaltrainer tätig ist.

Aus meiner praktischen Erfahrung im Bereich der Sozialpädagogik, aber auch als spirituelle Lebensberaterin und Geistheilerin, wage ich zu behaupten, dass dieses Buch äußerst hilfreich sein kann, um seinen eigenen Weg zu finden. Vorrausetzung dafür ist es natürlich, dass man die Lehre von „Einfach erfolgreich sein“ ernst nimmt – kritisches Hinterfragen mit eingeschlossen. Auf jeden Fall kann Pierre Franckhs Buch richtungsweisend sein und bietet eine gute Grundlage, tatsächlich in Richtung des Erfolges zu schreiten.

Geeignet ist dieses Buch meiner Meinung nach für jeden, der seinen Horizont erweitern möchte und sich nach persönlichem Erfolg sehnt.

Mich hat „Einfach erfolgreich sein“ - ganz einfach ausgedrückt - überzeugt und ich werde es gern weiterempfehlen. Für dieses Buch gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung von mir und es bekommt auf einer Bewertungsskala von fünf Sternen die volle Punktzahl von mir.

„Einfach erfolgreich sein“ hat meinem Erachten nach einfach ein ungeheures Erfolgspotential!

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winter, fantasy, elfen, liebe, zwerge

Winterwelt

Nicole Stoye
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Stoye, Nicole, 15.10.2010
ISBN 9783000321344
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension: Winterwelt

Nicole Bulgrins Roman „Winterwelt“ lädt seine Leserschaft auf eine Expedition in eine traumhafte Welt ein.

Arrow – so lautet der bereits vielversprechende Name der Protagonistin, der wohl auch etwas außergewöhnlich klingen mag. Das jugendliche Mädchen selbst ist im Vergleich mit ihren Freunden ein wenig „anders“, womöglich sogar etwas „sonderbar“. Ein Zauber scheint über ihr und ihrer Familie zu schweben, der sie von den anderen Bewohnern ihres Heimatortes unterscheidet. In Elm Tree - so der Name des Dorfes, in dem sie lebt - hat Arrow Fuß gefasst und ein Zuhause gefunden. Mit der Geschwindigkeit eines Pfeiles dringt sie jedoch in ein neues Leben ein, als ihr Vater sie eines Nachts dazu bringt, genau jenen Wald aufzusuchen, den sie bis dato (ebenso wie andere Kinder und Jugendliche) nicht beschreiten durfte und der den Einwohnern Elm Trees unheimlich ist.

Arrows Weg führt sie ferner in eine fantastische Welt, der es an Abenteuern und Wunderlichkeiten nicht mangelt. Doch sie muss auch lernen, dass Licht und Schatten nah beieinander liegen.

Welch Zauber ist es, der sie und ihre Familie umgibt? Welche Gefahren und Freuden hält die neue Welt für sie bereit? Und welche Rolle spielt der verbotene Wald? So manches Geheimnis wird im Verlauf der Handlung gelüftet.

Die Autorin Nicole Bulgrin lebt zusammen mit ihrem Mann in der Nähe Hamburgs. Fast schon möchte man jedoch meinen, dass sie selbst die Welt beschritten hat, in der Arrow sich bewegt. Detailreich und äußerst anschaulich beschreibt sie eine Vielzahl von Settings und Fantasiewesen und kreiert dabei eine nahezu greifbare Atmosphäre.

Besonders bewegt haben mich bei diesem Buch die Einfühlsamkeit, mit der gerade Arrows Innensicht dargestellt wird und die Fähigkeit Nicole Bulgrins, Schauplätze lebendig werden zu lassen. Als etwas irritierend empfand ich jedoch zunächst die Verbindung zwischen der gewählten Zeit, in welcher der Plot spielt, und einigen verwendeten Wörtern, die im Kontrast dazu meines Geschmacks nach etwas zu neumodisch wirkten. Dies ist jedoch ein eher kleinerer Minuspunkt, der den Lesefluss auch nicht sonderlich gestört hat.

Ein großer Pluspunkt ergibt sich für mich darin, dass „Winterwelt“ weit mehr bereithält, als einzig die wohl bekanntesten Fantasywesen wie z.B. Zwerge und Elfen. Ich muss sagen, dass es mir wirklich gefallen hat, wie einfallsreich Nicole Bulgrin eine Welt geschaffen hat, die in der Lage dazu ist, immer wieder mit neuen Überraschungen aufzuwarten.

Der Plot ließ eine gewisse Spannung aufkommen, die mich als Leser erfasst hat und wies darüber hinaus immer wieder auch Szenen auf, die mich berührten und dazu anregten, mit den handelnden Personen und Wesen mitzufühlen. Es gab zumindest auch eine Szene, an der ich mich ein paar kleine Tränen nicht verkneifen konnte. Welche das ist, werde ich hier jedoch nicht verraten, um die Spannung nicht zu nehmen.

Zur Ausstattung des Buches kann ich sagen, dass es auf den ersten Blick recht simpel wirkt. Die Umschlaggestaltung stammt von der Autorin selbst und ist in Blautönen, einem eher violetten Ton und weiß gehalten. Vielmehr ist hier meiner Ansicht nach jedoch auch nicht von Nöten, denn was könnte besser zum Titel „Winterwelt“ passen als ein dominierendes Weiß? Die Besonderheit der Umschlaggestaltung sehe ich gerade darin, dass sie Platz für Interpretationen lässt und ihre Elemente sich miteinander genauso fantasievoll verbinden, wie die Fantasie auch im Plot enthalten ist.
Ansonsten lässt sich noch anmerken, dass es sich um ein Buch mit flexiblem Einband handelt, das 496 Seiten umfasst.

Gerade für jene LeserInnen, die auf der Suche nach einer schön gestalteten Fantasiewelt sind, dürfte dieses Buch genau das richtige sein. Spannung hält es ebenso parat, wie auch emotionsreiche Geschehnisse – was das Komplettpaket umso besser macht. Hier ist in meinen Augen ein ansehnlicher Auftakt zu einer Trilogie entstanden und ich bin gespannt, wie es im nächsten Teil weitergehen wird.

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