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537 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 116 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Nach einem Blutfieber ist Adelina gezeichnet und in der Gesellschaft nichts mehr wert. Doch durch die Krankheit hat sie übernatürliche Kräfte bekommen. Es gibt noch mehr ihrer Art; „Die Gemeinschaft der Dolche“, um den Thron zu stürzen brauchen sie Adelinas Hilfe.

Meine Meinung:

„Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ von Marie Lu ist mein erstes Werk von ihr gewesen. Daher hatte ich auch nicht so hohe Erwartungen, wie viele andere. Trotzdem ließ mich die Geschichte zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite fand die den Trilogie-Auftakt sehr gelungen, auf der anderen Seite hat mir einiges gefehlt.

Die Protagonistin Adelina ist vom Blutfieber gezeichnet und ein Malfetto. In der Gesellschaft ist sie nichts mehr Wert, dies wird ihr von ihrem Vater auch stark gezeigt. Ihre kleine Schwester bekommt Zuneigung und Adelina genau das Gegenteil. Das spiegelt sich auch in ihren Charakterzügen wider. Sie ist nicht die typische Figur, wie man sie in Büchern kennt. Adelina ist eher gefühlskalt, verbittert und voller Hass. Sie zeigt kaum Gefühle und wenn scheinen diese positiven Gedanken nur kurz durch. Die Idee mal eine Schurkin zur Hauptperson zu machen, hat mir richtig gut gefallen. Zwar harmonisieren Adelina und ich nicht aber trotzdem ist sie eine Figur, die mal anders ist.

Allgemein herrscht eher ein rauer und herber Umgang zwischen den Leuten. Dies passt in die düstere Welt, die mehr aus Hass besteht. Die Atmosphäre kam gut rüber, aber irgendwie haben mir die Details, in dieser ausgedachten Welt gefehlt um wirklich drin einzutauchen.

Die Grundidee hat mir gut gefallen aber oft fehlte mir das gewisse Etwas. Zwischendurch plätscherte die Geschichte einfach nur so vor sich hin. Es war zwar nicht langweilig, trotzdem zog es sich teilweise in die Länge. Doch durch den flüssigen Schreibstil besiegt man auch diese Seiten schnell.

Die restlichen Charaktere sind ähnlich wie Adelina. Es gibt kaum Gefühlsregungen, im Positiven sinne. Genau das wollte die Autoren wohl schaffen, dennoch blieben alles irgendwie blass und unnahbar.

Spannung und Action kommen immer mal wieder zwischendurch auf. Vor allem wenn die Dolche Angriffe durchführen. Zum Schluss hin wurde es auch nochmal richtig rasant und man flog durch die Seiten.

Was mir gut gefallen hat, sind auch die Rückblicke in Adelinas Kindheit. Dadurch versteht man sie vielleicht ein wenig besser.

Fazit:                                                                                                                                                   

Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ von Marie Lu glänzt mit einer Schurkin als Hauptperson. Doch trotzdem hat mir einiges gefehlt, um in die Geschichte so richtig abtauchen zu können. Eine Geschichte, die teilweise actionreich war, sich aber manchmal einfach in die Länge zog. Ein solider Auftakt mit sehr viel Luft nach oben.

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Tags: fantasy, jugendbuch, marie lu   (3)
 

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(174)

321 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

thriller, mord, melanie raabe, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Linda Conrads ist Bestsellerautorin und hat seit elf Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Sie lebt zurückgezogen und bekommt selten Besuch. Als sie im Fernsehen glaubt den Mörder ihrer Schwester zu sehen, will sie ihn in ihr Haus ködern. Was ist da besser als ein Interview anzubieten, was sie schon ewig nicht mehr getan hat?!

Meine Meinung:
Nachdem ich so viele begeisterte Leserstimmen gelesen habe, musste ich mich unbedingt selbst von „Die Falle“ von Melanie Raabe überzeugen. Was soll ich sagen? Wer gerne Thriller liest, sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen.

Melanie Raabe weiß von Anfang an, wie sie den Leser ans Buch fesseln kann. Schon allein die Protagonistin Linda Conrads ist interessant und nicht die typische Figur. Sie lebt seit dem Mord an ihrer Schwester allein in einem großen Haus, das sie nie verlässt. Durch ihre Bücher hat sie genug Geld und lässt sich Essen bringen, hat einen Gärtner und einen Verlag der nichts von ihr verlangt, außer weitere Bücher zu schreiben. Nur sehr selten empfängt sie Besuch.

Für ihr Interview mit Victor Lenzen, dem für sie geglaubten Mörder ihrer Schwester, bereitet sich Linda Conrads genau vor. Sie recherchiert im Internet sein Leben, lässt sich von einem Verhörtechniker alles genau erklären und kleidet ihr Haus mit Kameras und Wanzen aus. Hier sind einige Situationen, die leider zu Ungereimtheiten führen, aber das hat mein Lesefluss nicht gestört.

Immer wieder fragt man sich als Leser, war es Victor Lenzen oder bildet sich Linda Conrads vielleicht alles nur ein? Linda bringt gute Argumente, dass er der Mörder ist, aber Victor ebenfalls, warum er es nicht sein kann. Es ist ein Katz und Maus Spiel, leider muss ich aber auch sagen, dass ich das Interview streckenweise anstrengend fand. Trotzdem konnte ich das Buch nur schwer zur Seite legen.
Melanie Raabe setzt hier nicht auf Gewalt und Blut, um den Leser zu fesseln. Sie spielt lieber ein Psychospiel mit uns, und das hat sie gut hinbekommen.

Immer wieder bekommen wir Bruchstücke zugeworfen, was damals passiert sein muss. Wie die Mordnacht abgelaufen ist und wie schwer das alles für Linda war. Umso mehr man erfährt, umso verwirrter ist man. Wer ist wirklich der Mörder?

Allgemein hat Melanie Raabe einen beeindruckenden Schreibstil. So bald es spannend wird, hat man das Gefühl die Autorin spielt mit kurzen schnellen Sätzen. So liest man die Szenen auch schneller. Sobald es ruhiger wird, werden die Sätze wieder länger und insgesamt in der Wortwahl ruhiger. Das fand ich genial.

Fazit:
„Die Falle“ von Melanie Raabe glänzt mit einem Schreibstil, der einfach genial ist. Trotz einiger Ungereimtheiten konnte ich mich kaum vom Buch trennen. Immer wieder schwirrt die Frage im Kopf, wer ist der Mörder? Und diese Frage muss schnell beantwortet werden. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

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Tags: angst, autorin, mord, mörder, schriftsteller   (5)
 

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(18)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

krimi, mops, alte ziegenwiese, fritzi sommer, hunde

Alte Ziegenwiese

Fritzi Sommer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453438521
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Henri ist schon total gelangweilt, nichts passiert in der Wohnung seines Frauchens. Doch als Josis Mutter auftaucht und das Trio mit zur Kleingartenkolonie „Alte Ziegenwiese“ mitnimmt, kommt Stimmung in die Bude. Es dauert nicht lange und die Möpse können wieder ermitteln. Denn Franz, der Störenfried der Nachbarschaft, liegt mit einer Mistkabel im Rücken auf seinen Komposthaufen. Endlich haben Henri, Viktor und Wilma wieder was zu tun.

Meine Meinung:
„Alte Ziegenwiese“ von Fritzi Sommer ist der zweite Mops-Krimi. Allerdings kann man die Teile getrennt voneinander lesen, weil jeder in sich abgeschlossen ist. Trotzdem rate ich, mit dem Ersten anzufangen.

Da mir der erste Teil „Zum wilden Eck“ schon so gut gefallen hat, wollte ich die nächsten Ermittlungen nicht verpassen. Denn auch in diesem Teil waren die drei Möpse einfach herzallerliebst. Es ist teilweise so witzig wie sie uns Menschen sehen, und wie sie reagieren. Fritzi Sommer hat wieder mal den Humor, trotz des Mordes nicht vergessen. So musste ich auch in diesem Teil sehr häufig schmunzeln.

Die Möpse beobachten die Leute von der Kleingartenkolonie haargenau, nichts entgeht ihnen auch nicht ein Beweismittel, der zum Mörder führt. Doch bis dahin muss noch einiges getan werden.
Franz, der tot auf seinen Komposthaufen gefunden wurde, war jemand den keiner mochte. Daher sind erst mal alle verdächtig. Hilfe bekommen die drei Möpse diesmal von einen Papagei, der einfach richtig gut in die Geschichte reinpasst.

Natürlich lernen wir einige Kleingärtner kennen und jeder für sich hat eine andere Persönlichkeit. Die Mutter von Josi schließt man schnell ins Herz, sie ist liebevoll und hilfsbereit. Josis Leben ist natürlich auch weitergegangen.

Die Ermittlungen von Henri, Viktor und Wilma sind wieder nachvollziehbar und wie im ersten Teil, hatte ich viel Freude mit ihnen.
Der Schluss hat mich zufriedenstellend zurückgelassen und ich hoffe sehr, dass es einen weiteren Teil des Ermittlertrios geben wird.

Fazit:
Die Ermittlungen der drei Möpse in „Alte Ziegenwiese“ von Fritzi Sommer haben mich wieder einmal entzückt. Trotz der Ermittlungen wegen Mord, lässt der Humor nicht zu wünschen übrig. Die Hunde schließt man noch mehr ins Herz, als schon zuvor und ich hoffe, es wird noch einen weiteren Teil geben.

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Tags: hunde, krimi, mops, mops-krimi, mord   (5)
 

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99 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

schottland, claudia winter, liebe, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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729 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 207 Rezensionen

paris, liebe, shakespeare, gayle forman, jugendbuch

Nur ein Tag

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.03.2016
ISBN 9783841421067
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Allyson ist mit ihrer Freundin auf einer Europareise unterwegs. Diese hat sie zu ihrem Abschluss bekommen, bevor es jetzt aufs College geht. Im Zug trifft sie Willem wieder, ihn hat sie schon zuvor in einem Theaterstück gesehen. Als sie am Bahnhof stehen, wird Allyson klar, wie gerne sie mal Paris sehen würde und Willem nutzt diese Chance und lädt sie sofort ein. Nach kurzem Zögern willigt sie ein und wagt sich an dieses für sie untypische Abenteuer. Sie schiebt die Vernunft beiseite und begibt sich für einen Tag zusammen mit Willem nach Paris.
Meine Meinung:
„Nur ein Tag“ von Gayle Forman konnte mich anfangs sehr begeistern. Allyson war mir sehr sympathisch und eher schüchtern und zurückhaltend. Ihre Freundin musste sie immer überreden, während ihrer Europreise mal über die Stränge zu schlagen. Als sie in einem Freilichttheater in England, auf den Schauspieler Willem trifft, spürt Allyson schon eine Veränderung in sich. Später im Zug treffen sie zufällig wieder aufeinander. Als ihre Wege sich trennen sollten, beschließen die beiden gemeinsam für nur einen Tag nach Paris zu reisen. 
Plötzlich ist Allyson, diejenige, die von Willem nur noch Lou genannt wird. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich Allyson in eine abenteuerlustige Person. Den wahren Namen erfährt Willem erst gar nicht. Allyson spielt die perfekte Lou, die so ganz anders, als die langweilige Allyson ist.
Den Tag in Paris habe ich genossen. Gemeinsam erlebt man mit Willem und Allyson einen schönen Tag. Doch die Gefühle kamen bei mir nicht an. Eine richtige Verliebtheit habe ich nicht gespürt. Allyson entwickelt sich in eine Richtung, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Sie war immer wieder skeptisch, was Willem angeht und ihre Eifersucht ist sehr extrem. Aber sie spricht diese Dinge nie an. Über Allyson erfahren wir auch so einiges, aber Willem hält sich doch sehr bedeckt. Zwar merkt sie das, aber wirklich wahrhaben will sie es nicht. 
Die Autorin hat einen flüssigen und leichten Schreibstil, der einen nur so durch die Seiten fegen lässt. Bildlich stellt sie uns alles genau dar, sodass man das Gefühl hat, selber in Paris zu sein.
Nachdem sie gemeinsam die Nacht verbracht haben, taucht Willem nicht mehr auf. Allyson ist am Boden zerstört und ab hier, fängt sie leider an zu nerven. Denn diesen Tag hat sie nie verkraftet. Sie suhlt sich im Selbstmitleid. Fragt sich immer wieder, was an diesem Tag nur geschehen ist. Sie vernachlässigt ihr Studium, ihre beste Freundin und auch die Familie meidet sie. Keiner soll sehen, wie schlecht es ihr seitdem geht. Neue Freunde will sie erst gar nicht finden und so ist sie allein auf dem College. Alles ändert sich ein wenig, als sie ihre Studienfächer ändert. Denn durch den Kurs rund um Shakespeare hat Allyson das Gefühl, Willem näher zu sein. 
Allyson versucht alles, um Willem zu finden. Das gestaltet sich allerdings schwer, da sie nicht viel über ihn weiß. Doch sie gibt nicht auf. Diese Hartnäckigkeit habe ich sehr bewundert. Obwohl ich es auch unglaublich bescheuert fand, das sich ihre Gedanken überhaupt noch um Willem drehen.
Dafür hat die Autorin uns zusammen mit Allyson auf Reise geschickt. Zusammen mit ihr landen wir in New York und auch in Holland machen wir Halt. Das hat mir gut gefallen. Zudem erleben wir auch ein wenig das Leben auf dem College.  Ebenfalls hat mir der rote Faden rund um Shakespeare gefallen, obwohl ich selber nicht ganz so viel damit anfangen kann. Leider muss ich aber auch sagen, dass es einige Durststrecken gibt und mir Allysons Art nicht gefallen hat.  Die Idee der Autorin fand ich sehr schön, aber an der Umsetzung hat es hier, meiner Meinung nach gehapert. 
Fazit:
Insgesamt gesehen fand ich „Nur ein Tag“ von Gayle Forman eine recht schöne Geschichte. Leider hat sie einige Schwachstellen, sei es Allysons Art, Szenen, die nur so dahinplätschern oder Gefühle, die bei mir nicht ankamen. Trotzdem hatte ich einige nette Lesestunden. Eins kann ich schon verraten „Und ein ganzes Jahr“ hat mir wesentlich besser gefallen.

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Tags: jugendbuch, liebe, paris, shakespeare   (4)
 

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drohne, jugendbuch, thriller, elanus, ursula poznanski

Elanus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 22.08.2016
ISBN 9783785582312
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Jona kann mit seiner selbstentwickelten Drohne jeden überwachen und abhören. Doch welches Geheimnis er dadurch entdeckt, bringt ihn selber in Gefahr. 

Meine Meinung:
„Elanus“ von Ursula Poznanski konnte mich mit dem Thema der Drohne im Zusammenhang mit Stalking gleich für sich gewinnen. Daher habe ich auf eine spannende Story gehofft, die ich teilweise auch bekam. 
Jona ist 17 Jahre und ein Wunderkind. Er glänzt mit seinem Intellekt und seiner schnellen Auffassungsgabe, hat dadurch ein Stipendium an einer Elite-Uni bekommen. Aus dem Grund zieht Jona zu einer Gastfamilie. Jona kommt unsympathisch rüber, was daran liegt, dass ihm zwischenmenschliche Beziehungen nicht liegen. Er eckt gerne mit seiner Art an. Mich persönlich konnte er als Charakter vollkommen überzeugen, sehr authentisch hat Ursula Poznanski diesen gezeichnet. Man muss kein Sympathieträger sein, um zu beeindrucken. Nach einiger Zeit freundet sich Jona mit zwei Personen an und das Zwischenmenschliche wird etwas besser. Die Entwicklung hat mir gut gefallen.
Die Idee mit der Drohne wurde gut umgesetzt. Es wurde alles laienhaft erklärt, wenn auch manchmal zu wiederholend. Da hätte man dem Leser mehr zutrauen können. 
Die Story ist packend aufgebaut. So wird man von einem Geheimnis ins nächste geworfen. Doch nur bruchstückhaft versteht man, worauf es hinauslaufen wird. Die Rätsel werden immer mehr und verworrener. Die Angst, die Jona nach einer gewissen Zeit verspürt, sprang auf mich über. Denn auch er wird beobachtet. Zudem verhalten sich seine Gasteltern immer merkwürdiger. 
Leider habe ich auch kleine Kritikpunkte. So verlief die Geschichte an manchen Stellen schleppend und der Sog hat mir gefehlt. Da habe ich wohl einfach mehr erwartet. Doch trotzdem liest sich das Buch durch den flüssigen Schreibstil schnell weg. 
Am Ende fügen sich alle Puzzleteile zu einem Ganzen und lässt keine Fragen offen. Obwohl ich mir eine andere Auflösung gewünscht hätte. 
Fazit:
Ursula Poznanski hat mit der Drohne „Elanus“ ein spannendes aktuelles Thema gewählt. Die Story ist packend aufgebaut. Doch leider an manchen Stellen eher schleppend. Jona als Protagonist konnte mich vollends überzeugen, auch wenn er kein Sympathieträger ist. Eine Geschichte voller Rätsel und Geheimnisse.

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Tags: drohne, elanus, geheimnisse, jugendbuch, spannung   (5)
 

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114 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

entführung, jugendbuch, familie, spannung, cat clarke

Falsche Schwestern

Cat Clarke , Jenny Merling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841402257
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Die Schwester von Faith wurde vor 13 Jahren entführt. Seitdem führt die Familie ein Leben unter Trauer, Zerrissenheit und Hoffnung. Doch plötzlich taucht Laurel wieder auf. Alles dreht sich nur noch um sie und Laurel steht dauerhaft im Mittelpunkt. Bis die Wende plötzlich kommt. 
Meine Meinung: 
Cat Clarke konnte mich schnell gefangen nehmen. Denn als ich „Falsche Schwestern“ begonnen habe, reizten mich sofort die Neugierde und auch die Sensationslust
Faith, unsere Protagonistin, die uns als Ich-Erzählerin durch das Buch führt, ist verliebt und hatte gerade das erste Mal Sex. Doch dieses Erlebnis weicht schnell in den Hintergrund. Die Familie erfährt, das die vermisste Laurel, nach 13 Jahren wieder aufgetaucht ist. 
Faith sieht das mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite freut sie sich riesig, auf der anderen Seite hat sie auch Angst vor der Veränderung. Ihre Gedanken vollständig zu erzählen traut sie sich nicht. Doch ihre Gedankengänge sind vollkommen schlüssig und konnte ich sehr gut nachvollziehen. Plötzlich dreht sich alles nur noch um Laurel und alle haben Angst etwas Falsches zu tun oder zu sagen. Mit Samthandschuhen wird sie angefasst. Zwar konnte ich teilweise die Handlungen der Mutter verstehen, aber in manchen Situationen fand ich sie ein wenig to much. Zu sehr hat sie gleich versucht alles so normal wie möglich zu gestalten und es gab nur noch Laurel. 
Es verändert sich alles schnell zu Laurels Gunsten und sie steht dauerhaft im Mittelpunkt. Doch Faith sieht auch hinter die Fassade und bemerkt Eigenschaften an Laurel, die keiner zu sehen scheint.  Manchmal hätte ich Faith gerne angeschrien, sie solle sich durchsetzen und mehr aus sich rauskommen. Denn immer mehr zieht sie sich zurück und stellt sich in den Hintergrund. Sie macht Dinge, hinter die sie nicht steht, nur um Laurel glücklich zu machen. Aus Angst sie zu verletzen. Man kann es verstehen aber leider bleibt sie dabei nicht mehr sie selbst. 
Das Familienleben, wie es vor und nach der Entführung war, wird uns als Leser ebenfalls sehr schön beschrieben. Die Trauer und auch die Hoffnung, bringt die Autorin so gut rüber das man die bedrückende Atmosphäre spürt. Allgemein schafft die Autorin eine Atmosphäre, die ich sehr beeindruckend fand. Was die Familie durchgemacht hat, und wie die Presse nach dieser Story geiert, wird realitätsnah beschrieben. Die Menschen behandeln Laurel wie einen Star und wollen Fotos und Infos. Einfach unglaublich aber genauso ist unsere Gesellschaft.
Wer hofft, das Cat Clarke hier bösartige Details einbaut, was Laurel wiederfahren ist, den muss ich leider enttäuschen. Zum Ende erfährt man einiges mehr, aber zum Glück geht es nicht zu stark ins Detail. Man kann sich genug denken und zusammenspinnen. 
Man ahnt die ganze Zeit, dass irgendwas nicht stimmt (der Klappentext lässt es ebenfalls erahnen) und zum Schluss lässt die Autorin die Bombe platzen. Sie hat mich zum Staunen gebracht.
Fazit: 
Mit einer großen Sensationslust liest man „Falsche Schwestern“. Cat Clarke schafft eine Atmosphäre, die einen gar nicht entkommen lässt. Wir erfahren, wie es ist, wenn ein vermisstes Familienmitglied plötzlich wieder auftaucht. Eine Geschichte, die realitätsnah, aufregend und einen auf keinen Fall kalt lässt.

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Tags: entführung, jugendbuch, kindesentführung, roman, schwester, spannung, vermisst   (7)
 

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(12)

37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe, jugendbuch, geheimnis, freundschaft, vermögen

Viel Lärm um Liebe - viel Liebe um nichts

Sharon Huss Roat ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2015
ISBN 9783401600277
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Ivys Leben fällt zusammen wie ein Kartenhaus. Das ganze Vermögen ihrer Familie ist weg. Sie müssen ins ärmste Viertel ziehen und das darf natürlich keiner wissen. Als wenn sie nicht schon genug Sorgen mit ihrem „Geheimleben“ hat, tauchen auch noch zwei Verehrer auf. Die kommen dem Geheimnis sehr nahe. Doch kann einer von ihnen ihr Herz erobern?
Meine Meinung: 
„Viel Lärm um Liebe – viel Liebe um nichts“ konnte mich schon mit dem lockeren und leichten Schreibstil gleich begeistern. 
Ivys Leben ändert sich von heute auf morgen. Die Familie muss in den ärmsten Stadtteil ziehen. Ivy kann es nicht fassen und will dies unbedingt vor ihren Freunden in der Schule verheimlichen. Nur ihrer besten Freundin erzählt sie von diesem Schock. 
Die Gefühle von Ivy kommen sehr gut rüber. Man spürt, wie sehr sie unter dieser Situation anfangs leidet. Alle ändert sich so plötzlich. Von dem reichen Glamourmädchen geht es ins dreckige Ghetto. Sie hat viele Vorurteile gegenüber den Leuten, die in diesem Stadtteil leben. 
Morgens fährt sie mit dem Fahrrad zur Schule und versteckt es dann. Mit dem Bus kann sie auf keinen Fall fahren, sonst würde der Schwindel sofort auffliegen. 
Die Autorin Sharon Huss Roat zeigt sehr schön, wie oberflächlich die Menschen sein können. Vor allem die Freunde von Ivy. Da zählt nur das Geld und was man damit alles machen kann. Man gehört nur dazu, wenn man im gleichen Klientel mitspielt. Nur Ivys beste Freundin hält zu ihr und versucht alles mit zu vertuschen. Doch so eine richtige Bindung zwischen beiden, konnte ich leider nicht spüren. Besonders stark ist der Familienzusammenhalt, was schön mit anzusehen ist. Denn zusammen sind sie stark und überstehen diese Situation. 
Die sarkastische Art von Ivy und ihren Humor die Dinge zu sehen haben mir richtig gut gefallen. Das lockerte alles auf. Ebenfalls ihre zwei Verehrer haben ihre Vorzüge. Der eine wohnt ausgerechnet direkt neben ihr und sie will auf keinen Fall mit ihm in Verbindung gebracht werden. Hier mochte ich die direkte Art von Lenny und wie hilfsbereit und natürlich er ist. Der Neue in der Schule gefällt leider nicht nur Ivy, sondern auch ihrer besten Freundin. James ist irgendwie geheimnisvoll und verbirgt was. 
Ivy muss ihre Gefühle ordnen, mit ihren Vorurteilen kämpfen und dazu noch ihr Geheimnis wahren. Zwar habe ich einiges erahnen können aber trotzdem tat es der Geschichte keinen Abbruch. Ivy wurde mir immer sympathischer und ihre Denkweise hat sich langsam geändert. Sie hat nicht mehr geschaut, was andere denken könnten. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen, auch wenn es lange gedauert hat. 
Die Dreiecksbeziehung wurde sehr schön eingeflochten und war wirklich stimmig. Obwohl die Geschichte eher zu den leiseren und zarten gehört, ohne große Überraschungsmomente auskommt, konnte mich die Autorin begeistern. Ivys neues Leben habe ich mit Freude verfolgt. 
Fazit: 
„Viel Lärm um Liebe – viel Liebe um nichts“ ist ein Jugendbuch, das zeigt, wie schwer es ist mit einer neuen Lebenssituation umzugehen. Dass man nicht immer Vorurteile haben sollte und auf wen man sich verlassen kann. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Eine eher ruhige Geschichte, die ich trotzdem sehr gerne gelesen habe.

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Tags: freundschaft, geheimnis, jugendbuch, liebe, vermögen   (5)
 

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, skandal, mobbing, cybermobbing, freundschaft

#Skandal

Sarah Ockler , Katrin Weingran
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.05.2015
ISBN 9783570162989
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Lucy soll mit dem Freund ihrer besten Freundin zum Abschlussball gehen, weil diese krank geworden ist. Lucy ist schon lange heimlich in Cole verliebt und an diesem Abend passiert es, die beiden küssen sich. Nur doof, dass alles fotografiert wird und am nächsten Tag unter den Hashtag #Skandal auf Facebook zu finden ist. 
Meine Meinung:
Gleich zu Anfang des Buches erfährt man in #Skandal, wie es zu diesem Vorfall zwischen Lucy und Cole kam. Wie sie zusammen zum Abschlussballgehen und danach zu einer Party. Da hatte mich Sarah Ockler noch voll in ihren Bann. Doch leider änderte sich dies schnell.
Der Abschlussballabend wird sehr schön dargestellt, auch als es dann zur Party ging. Lucy will der Annäherung eigentlich widerstehen, doch dann passiert es einfach. Der Kuss, der alles verändert und zu einem Cybermobbing führt. Denn am nächsten Tag ist alles bei Facebook zu finden und das ausgerechnet von Lucys Handy. Ab diesem Zeitpunkt verliert sich leider alles irgendwie. Lucys Zurückhaltung und erst mal die Sache nicht zu beachten hat mich sehr gestört. Alles wurde von ihrem Handy gepostet aber so richtig danach suchen, tut sie leider auch nicht. Ihre beste Freundin, versucht sie anfangs zu meiden. Ein Verhalten, was ich nicht nachvollziehen konnte. 
Die Charaktere waren insgesamt sehr blass. Zwar kannte ich ihr aussehen aber eine eigene Persönlichkeit haben sie nicht gezeigt. So stach keiner heraus und ich habe schnell vergessen wer, wer ist. 
Eine unbekannte Person namens „Miss Behave“ stachelt das Ganze an. Auf einen Blog berichtet sie anonym über die #Skandale auf der Highschool. Am Ende wird aufgeklärt, wer hinter der ganzen Sache steckt und diese Aufklärung hat mir gut gefallen. 
Insgesamt konnte mich die Story leider nicht mitreißen. Sie plätschert viel zu lange vor sich hin und nichts passiert. Nichts Spannendes, das man gerne weiter lesen möchte. Lucy nimmt alles viel zu selbstverständlich hin. Die Freunde, die zu Lucy stehen und ihr helfen, wollen das Ganze aufzuklären, aber dies ist keinesfalls einfallsreich oder interessant. 
Die Grundidee war wirklich sehr gut, das Thema Cybermobbing ist, auch topaktuell und wurde ganz gut umgesetzt, doch für meinen Geschmack war die Geschichte nicht ganz ausgereift
Fazit: 
#Skandal von Sarah Ockler konnte mich leider nicht in seinen Bann ziehen. Eine Geschichte über Cybermobbing die anfangs noch mitreißend ist, später aber nur so vor sich hinplätschert. Blasse Charaktere sorgen dafür, dass man keinen Zugang zu ihnen findet. Eine nette Geschichte für zwischendurch, bei der man aber nichts verpasst, wenn man sie nicht liest.

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Tags: anonym, cybermobbing, freundschaft, jugendbuch, skandal   (5)
 

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186 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

aneurysma, liebe, jugendbuch, krankheit, friedhof

All die schönen Dinge

Ruth Olshan , Cornelia Niere
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783789103711
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Tammie hat ein Aneurysma in ihrem Kopf. Täglich sorgt sie sich um ihre tickende Zeitbombe. Sie treibt sich gerne auf dem Friedhof rum, um einen passenden Grabspruch zu finden. Als sie dort Fynn und seinen Hund Okay kennenlernt, wird alles anders. 
Meine Meinung:
„All die schönen Dinge“ von Ruth Olshan konnte mich sehr berühren. Mit dieser Diagnose, mit der Tammie in ihren jungen Jahren sich schon rumschlagen muss, ist sehr traurig. Die Autorin hat hier sehr schön gezeigt, wie es Tammie damit geht, wie sie denkt und fühlt. Das ihr Leben vollkommen von dem Aneurysma in ihrem Kopf eingenommen wird. Sie lässt kaum jemanden an sich ran, bis auf ihre beste Freundin.  Sie versucht sich von einigen Gegenständen aus ihrem Zimmer zu trennen und ihre Gedanken kreisen mehr um den Tod als um das oder eher gesagt, ihr Leben. 
Die Eltern von Tammie sind zwar da und machen sich Sorgen aber irgendwie blieben sie doch ein wenig distanziert. Zu ihnen habe ich keinen Zugang gefunden, sie haben sich lieber ihren eigenen Dingen hingegeben. Leider kann ich das schlecht erklären aber irgendwie haben mir die Gespräche zwischen Tammie und ihren Eltern gefehlt. Sie haben schnell alles so hingenommen und sprechen ungern über das schwierige Thema. 
Tammies Leben ändert sich so langsam, als sie Fynn kennenlernt. Ab diesem Zeitpunkt hat Tammie angefangen, wieder Lebensfreude zu empfinden. Diese Wandlung hat mir richtig gut gefallen. Sie ist fröhlich, verliebt und nichtmehr ganz so betrübt. Diese neue Energie hat richtig angesteckt und im Nu sind die Seiten gelesen. Tammie und Fynn sind ein gutes Team. Sie ergänzen sich gegenseitig. Diese erste Liebe ist schön mitzuerleben und voller Gefühle. Gemeinsam lüften sie auch ein Geheimnis und müssen ein sehr trauriges Erlebnis verarbeiten. Doch auch das meistern sie zusammen. 
Die Geschichte ist teilweise mit schwarzem Humor gefüllt. Das hat mir gut gefallen, denn so lockert die Autorin Tammies Krankheit ein wenig auf. Man erlebt traurige Momente aber auch die volle Portion der ersten Liebe. Es ist also eine schöne Mischung aus allem. 
Das Setting ist die meiste Zeit über auf dem Friedhof, was natürlich nicht so häufig in Jugendbüchern vorkommt, zu dieser Geschichte allerdings sehr gut passt. 
Im letzten Teil der Geschichte wurde es mir zwar ein wenig zu viel, und auch etwas skurril aber trotzdem hatte ich meine Freude beim Lesen. 
Fazit: 
In „All die schönen Dinge“ von Ruth Olshan nimmt zwar Tammies Aneurysma den größten Teil der Geschichte ein, wird aber nach einer gewissen Zeit von schöneren Momenten verdrängt. Wir erleben hier ein Mädchen, dass wieder Lebensfreude empfindet, die erste große Liebe spürt und merkt, dass es doch Spaß haben kann.

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Tags: aneurysma, angst, friedhof, jugendbuch, krank, lebensfreude, liebe   (7)
 

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(100)

209 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

pala, jugendbuch, spannung, online-game, superhelden

Pala - Das Spiel beginnt

Marcel van Driel , Kristina Kreuzer , Hauptmann und Kompanie
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 22.04.2016
ISBN 9783841503534
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: 
Iris ist immer mehr in der Onlinewelt von Pala. Das Spiel hat sie von ihrem verschwundenen Bruder bekommen. Die Aufgaben meistert sie ohne große Schwierigkeiten. Doch als ihr Bruder plötzlich auf dem Bildschirm erscheint, wird aus der virtuellen Welt, eiskalte Realität. Um ihm zu helfen, muss sie tun, was der Gamemaster Mr. Oz von ihr verlangt.
Meine Meinung: 
„Pala – Das Spiel beginnt“ lässt mich zwiespältig zurück. Auf einer Art und Weise ist es actiongeladen und rasant, auf der anderen Seite konnte es mich nur teilweise richtig erreichen. Manchmal fehlte mir das gewisse Etwas. 
Iris ist eine starke Persönlichkeit, die schon mit vielen Sorgen in ihrem Privatleben zurechtkommen muss. Der Bruder ist verschwunden, die Mutter mehr in ihrer eigenen Gedankenwelt und der Vater, tja, lest es selber. Durch ihr fotografisches Gedächtnis fällt ihr einiges leichter, das kann sie auch gut für Pala gebrauchen. 
Als sie von anderen „Spielern“ nach Pala gebracht wird, macht sie dies alles nur freiwillig um ihren Bruder zu retten. Keiner weiß, wo sich diese abgeschottete Insel befindet. Abseits von allen sollen Jugendliche mit besonderen „Fähigkeiten / Merkmalen“ zu Superhelden ausgebildet werden. Untereinander sollen sie sich nicht näher kennenlernen, sondern sich auf ihre Aufgaben konzentrieren. Hier müssen die Auserwählten Level bestehen damit sie Aufsteigen. Um dies zu schaffen, muss man hart sein. Denn die Aufgaben sind nicht immer leicht und teilweise sehr brutal. Über den Gamemaster Mr. Oz erfährt man nur stückweise was. Er zeigt sich nie, nur zum Ende hin ganz kurz. Was er erreichen will, ist klar, er will die Welt verändern. Doch nicht alle sind seiner Meinung unter den Spielern und er hat schon so manche Gegner. 
Die Charaktere sind alle sehr verschieden und kommen aus unterschiedlichen Ländern. Von manchen erfährt man mehr, andere hingegen bleiben eher auf der Ersatzbank und somit Abseits vom Geschehen. 
Es ist zwar spannend, das Buch zu lesen aber teilweise gibt es auch Durststrecken, die nicht so interessant sind. Mir fehlte manchmal das Gefühl, das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen. Vielleicht habe ich auch einfach nur mehr erwartet. Außerdem hat Iris einige rasante Situationen viel zu einfach hinbekommen und geschafft. Hier hätte ich mir mehr Stolpersteine gewünscht. Die Grundidee ist klasse, wenn auch nicht die Neuste. Einige andere Bücher werden aufgenommen, wie „Der Zauberer von Oz“ oder „Indiana Jones“ was mir gut gefallen hat. Doch wie das mit Pala zusammenhängt, müsst ihr selber herausfinden. 
Das Ende ist natürlich so aufgebaut, dass ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht und ich denke, hier ist noch Luft nach oben
Fazit:
„Pala – Das Spiel beginnt“ von Marc van Driel ist actiongeladen und rasant. Doch teilweise fehlte mir das gewisse Etwas, um dran bleiben zu wollen. Unsere Protagonistin Iris ist stark und kampfbereit, doch ich hätte mir mehr Stolpersteine für sie gewünscht. Trotzdem bin ich auf den zweiten Teil sehr gespannt, den ich auf jeden Fall lesen möchte.

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Tags: action, jugendbuch, onlinegame, spannung, spiel   (5)
 

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(52)

176 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, vergangenheit, liebesroman, roman, schicksal

Immer wenn es Sterne regnet

Susanna Ernst
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2015
ISBN 9783426516805
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: 
Mary entdeckt auf einen Flohmarkt einen wunderschönen alten Sekretär. Zuhause entdeckt sie dort in einem Geheimfach Briefe von einem gewissen Adam an seine geliebte Gracey. Diese wurden im Jahre 1920 geschrieben. Mary möchte mehr über diesen Verfasser erfahren und begibt sich auf die Suche. Hier geht sie gleich auf eine Reise zu sich selbst. 
Meine Meinung:
Als ich „Immer wenn es Sterne regnet“ begonnen habe, konnte mich Susanna Ernst schon in innerhalb der ersten Seiten gefangen nehmen. 
Es beginnt gleich mit Adam im Oktober 1927. Hier erfahren wir teilweise ein wenig über ihn. Danach wechselt die Sichtweise zwischen Mary und Jeremy die im Hier und Jetzt Leben. So erfahren wir einiges aus ihrem Leben, das ganz unterschiedlich ist. Wir erleben von beiden ihre Gedankengänge, Sorgen aber teilen auch ihre Freuden zusammen. Die Blickwinkel von verschiedenen Personen gefallen mir persönlich immer sehr gut. Beide kennen sich schon seit der Schulzeit, aber dies sind aus Marys Sicht keine positiven Erinnerungen. Durch Zufall treffen sie sich wieder, was in einem Desaster beginnt. Jeremy muss viel machen, um zu zeigen, wie liebenswert er sein kann. 
Mary ist anfangs sehr verschlossen. Sie geht kaum ihren Gefühlen nach. Bis sie Eliah auf dem Flohmarkt trifft. Er ändert ihre Sichtweise auf einige Situationen. Zudem sorgt er manchmal für gewisse Ereignisse. Mir hat Eliah als Charakter richtig gut gefallen, obwohl er mir manchmal ein wenig „komisch“ und geheimnisvoll vorkam. 
Jeremy versucht alles um Mary zu zeigen, dass er sich geändert hat. Ein hartes Stück Arbeit. Er ist liebenswert und hilfsbereit. Beide haben ihre privaten Sorgen und Probleme aber sie öffnen sich gegenseitig und so erfahren wir noch mehr Hintergründe der Protagonisten. 
Natürlich erfahren wir auch noch mehr aus den Briefen von Adam. Diese zeigen, wie sehr Adam Gracey geliebt hat. Man hat sofort gemerkt, dass die Briefe aus einer anderen Zeit stammen. So ist die Redensart ganz anders und das hat Susanna Ernst ganz klar gezeigt. 
Allgemein ist der Schreibstil flüssig und mit einer grandiosen Wortwahl versehen. Man hat einfach die Liebe gespürt, die in einen übergangen ist. Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben, das Buch muss man einfach lesen, um dieses Soggefühl zu verstehen. 
Zwar gibt es auch eine Menge kitschiger Momente und auch manche Szenen sind vorhersehbar, doch das hat mich nicht sonderlich gestört. Es ist ein Liebesroman, der ruhig all das haben darf. Von der Geschichte will ich gar nicht viel verraten. Nur so viel, mit dem Ende hätte ich so nie gerechnet. 
Fazit:
Susanna Ernst konnte mich mit „Immer wenn es Sterne regnet“ völlig verzaubern. Hier geht es um die wahre Liebe, Vertrauen und die kleinen Zufälle im Leben, die alles verändern können. Eine schöne kitschige Liebesgeschichte, die das Herz erwärmen lässt.

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Tags: freundschaft, liebe, liebesroman, roman, schicksal, vertrauen, zufälle   (7)
 

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(38)

90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

transgender, familie, freundschaft, jugendbuch, liebe

Zusammen werden wir leuchten

Lisa Williamson , Angelika Eisold Viebig
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 10.12.2015
ISBN 9783733500764
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
David steckt im falschen Körper. Er ist ein Transgender. Doch bis auf seine beiden besten Freunde weiß keiner so richtig davon. David hat sich ganz fest vorgenommen, mit seinen Eltern darüber zu sprechen. Wird er wirklich mal als Mädchen leben können? Und wer ist der Neue auf der Schule? 
Meine Meinung:
"Zusammen werden wir Leuchten" konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Der lockere, teilweise humorvolle aber auch ernste Schreibstil hat es mir leicht gemacht, durch die Seiten zu fliegen. Gleich zu Anfang, an Davids 14. Geburtstag, erfahren wir, dass er sich wünscht, als Mädchen zu leben. Man spürt den Wunsch danach mit seiner Familie zu sprechen, doch er traut sich einfach nicht. Manchmal war ich mir nicht sicher, will David das jetzt wirklich oder ist es nur eine Phase. Doch nach und nach konnte er mich davon überzeugen, dass er kein Junge sein möchte. 
Als Leser erlebt man nicht nur den Alltag von David, sondern auch von Leo. Leo ist neu an der Schule und die Kapitel wechseln zwischen David zu Leo. So bekommt man von beiden die Gefühlswelt hautnah mit. Der Schulalltag ist für beide Jungs nicht so einfach. Mobbing, Vorurteile und Gerüchte sind hier an der Tagesordnung. Die Leben der beiden sind ganz unterschiedlich. David kommt aus einem behüteten Elternhaus, hat zwei tolle beste Freunde, ansonsten ist er eher zurückhaltend. Leo lebt in einem heruntergekommenen Viertel. Seine Mutter ist kaum zu Hause und der Vater schon früh abgehauen. Er lässt niemanden an sich ran, auch nicht seine Zwillingsschwester. Er hat schon einiges durchgemacht und seine ganz eigenen Probleme, mit denen er fertig werden muss. 
Die Autorin hat die Gefühle, das Geschehen und die Charaktere sehr schön beschrieben und man steckt tief in dieser Geschichte drin. Die Erfahrungen und Erlebnisse von Leo und David habe ich sehr gerne verfolgt. Es ist schön mitanzusehen, wie beide sich langsam anfreunden und sich öffnen. Doch leider nimmt Leos Leben die Geschichte irgendwann zu sehr ein. Das fand ich zwar berührend und auch interessant, dennoch verlor sich das eigentliche Thema „Transgender“ zu sehr. Denn ich dachte, wir erleben hier mit David die Umwandlung von einem Jungen zum Mädchen. Wer das erwartet, liegt aber leider falsch, so wie ich. Genau diese „Umwandlung“ hätte mich sehr interessiert, doch leider wurde ich enttäuscht. Dafür erleben wir, wie David sich das erste Mal traut, als Mädchen in die Öffentlichkeit zu treten. Wie es sich anfühlt und wie glücklich er in dieser Zeit ist. Es ist ein besonderer Moment.
Lisa Williamson zeigt mit dieser Geschichte, wie schwer es überhaupt ist, als Transgender zu leben. Wie viel Mut es braucht, um mit diesem „Problem“ fertig zu werden, darüber zu reden, sich anders zu kleiden. Da gehört so einiges zu. Denn nicht jeder ist mit Akzeptanz gesegnet, wie es sein sollte und schnell wird man zum Mobbingopfer, von diesen Personen. 
Eine sehr einfühlsame Geschichte erleben wir hier. Es wurden zwar nicht alle Erwartungen erfüllt, aber trotzdem habe ich Leo und David gerne auf ihren Weg begleitet. 
Fazit:
"Zusammen werden wir Leuchten" von Lisa Williamson ist so viel mehr als eine Geschichte über Transgender. Wir erleben zwei Jugendliche, die sich mit viel mehr auseinandersetzen müssen als im falschen Körper zu stecken oder Erlebnisse zu verarbeiten. Eine einfühlsame Geschichte über Mobbing, Liebe, Freundschaft und der Weg zu sich selbst.

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Tags: freundschaft, jugendbuch, liebe, mobbing, selbstfindung, transgender   (6)
 

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(162)

288 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

thriller, berlin, zelle, jonas winner, familie

Die Zelle

Jonas Winner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 11.01.2016
ISBN 9783426512760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: 
Sammy ist elf Jahre und gerade mit seiner Familie von London nach Berlin gezogen. Als er den Garten erkundet und im Gartenhäuschen eine Treppe, die zu deinem Luftschutzbunker führt, entdeckt er nicht nur eine Kegelbahn. Er entdeckt ein junges Mädchen in einer Zelle. Als er von seinem Vater spricht und ihm um Hilfe holen will, schreit das Junge Mädchen und hat panische Angst. Sammy weiß nicht was er tun soll. Am nächsten Tag ist sie verschwunden und nichts deutet mehr auf ihre Anwesenheit hin. Steckt wirklich sein Vater dahinter?
Meine Meinung: 
„Die Zelle“ klingt vom Klappentext wirklich sehr spannend und ich war richtig neugierig, was dem armen Mädchen passiert ist. Doch leider konnte mich die Geschichte nicht so richtig packen. Sammy ist elf und wirklich innerlich sehr zerrissen. Manchmal benimmt er sich sehr altersentsprechend und mutig. Dann ist er wieder der kleine verschreckte Junge. Er hat Angst vor seinem Vater. Will aber trotzdem seine Aufmerksamkeit und manchmal auch seine Führsorge. Er spinnt sich viele Szenarien im Kopf zusammen. Merkwürdig und wankelmütig sind wohl passende Worte für Sammy. 
Obwohl Sammy zusammen mit seinem älteren Bruder, dem Au-pair Mädchen und seinen Eltern nach Berlin gekommen ist, ist er auf sich allein gestellt, ausgerechnet in den Sommerferien. Die Mutter ist kaum zuhause, und wenn sie mal da ist, will sie ihre Ruhe haben und kümmert sich nicht um die Sorgen von Sammy. Der Vater arbeitet von zuhause aus, hat aber ebenfalls keine Zeit. Und die anderen beiden sind mit sich selbst beschäftigt. 
Kein Wunder, dass Sammy genug Zeit hat, um sich das Grundstück anzuschauen. Die Kulisse hat der Autor wirklich sehr schön beschrieben. Der Luftschutzbunker wirkt düster und unheimlich. Was natürlich zum unwohlen Gefühl beigetragen hat. Die Stimmung hat perfekt gepasst.
Als Sammy das Mädchen findet, ist er völlig verstört und ängstlich. Was selbstverständlich ist. Trotzdem entscheidet er sich fürs Schweigen. Am nächsten Tag bereut er es, denn das Mädchen ist weg. Er verdächtigt seinen Vater und hat einige Hinweise dafür. Hier hat der Autor wirklich eine gute Leistung gebracht. Man verdächtigt den Vater, dann wieder nicht. Erst am Ende bekommt man die Lösung vorgesetzt, ohne zu ahnen, wo das alles hinführt. Es gibt einige Erlebnisse, wo man an Sammy zweifelt und er selber glaubt, verrückt zu werden. Aber hier muss man das Buch selber lesen, um es rauszufinden und zu verstehen. Da will ich nicht viel verraten. 
Leider gibt es keinen richtigen Spannungsbogen. Zwischendurch plätschert die Geschichte nur so vor sich in. Es hat einfach die Spannung die einen fesselt und nicht mehr loslässt, gefehlt. Mit Sammy wurde ich nicht so richtig warm. Das Einzige, was ich mich an dieser Geschichte gehalten hat, war der Drang zu wissen, was mit dem Mädchen passiert ist. Am Ende gibt es wirklich einen Überraschungsmoment und zum Schluss kommt ein wenig Action auf. Doch hier war es mir irgendwie plötzlich zu viel des Guten. 
Fazit:
„Die Zelle“ von Jonas Winter klingt im ersten Moment sehr spannend. Doch leider fehlte mir der Spannungsbogen. Das Einzige, was mich am Weiterlesen hielt, war die Frage: Was ist mit dem Mädchen in der Zelle passiert?“ Am Ende wird alles aufgelöst und hier gab es einen Überraschungsmoment. Doch der Rest der Geschichte war leider nicht so fesselnd wie erhofft.

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Tags: angst, entführung, thriller, zelle   (4)
 

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(401)

930 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 149 Rezensionen

dystopie, mördergen, infernale, jugendbuch, sophie jordan

Infernale

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785581674
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Davy hat alles, was sich eine Jugendliche wünschen kann. Viele Freunde, einen tollen Freund, einen Plan für die Zukunft und viele musikalische Talente. Doch alles ändert sich, als sie erfährt, ein HTS-Träger zu sein. Ausgerechnet sie hat das „Mördergen“ in sich. Ihr Leben zerfällt wie ein Kartenhäuschen. Wird sie je wieder glücklich werden?
Meine Meinung: 
Die Idee von "Infernale" fand ich gleich genial. Die Menschen werden auf das Mördergen HTS geprüft. Wenn man positiv bestätigt wird, wie es bei unserer Protagonistin Davy der Fall ist, wird sie ausgesondert. Sie darf ihre Schule nicht mehr besuchen und kommt in eine neue Klasse voller HTS Trägern. Eigentlich unglaublich, dass die beliebte und aus gutem Hause kommende Davy dieses Gen in sich trägt. Sie gilt als Wunderkind und plötzlich steht ihr Leben in Trümmern. Die Autorin zeigt hier ganz klar, dass es jeden treffen kann. 
Davys Familie kommt damit überhaupt nicht zurecht. Bis auf ihren Bruder bleiben die Eltern sehr kühl und distanziert. Da hätte ich mir viel mehr Mitgefühl und Zusammenhalt gewünscht. Davy muss damit alleine zurechtkommen. Alle grenzen sich von ihr ab. Davy trifft das alles zwar wie ein Schlag, aber trotzdem entwickelt sie zunehmend Stärke und Willenskraft, sich nicht unterkriegen zu lassen. 
Was mich leider ein wenig gestört hat, war ihr Schubladendenken. Die ganze Zeit denkt sie schlecht von den HTS-Trägern, hat Angst und Vorurteile, dabei ist sie selber eine von ihnen. Ganz plötzlich und unerwartet. Sie müsste also wissen, dass nicht alle schlecht sind. Zwar kann ich mir vorstellen, dass es schwer ist, dies abzustellen, aber manche geben sich wirklich Mühe, ihr zu zeigen, nicht so zu sein. Andere Charaktere hingegen sind sehr aggressiv und machen dem Gen alle Ehre machen. 
In ihrer neuen Klasse freundet sich Davy langsam mit Gil und Sean an. Sean ist markiert und trägt das „H“ als Tätowierung am Hals. Nur bei schweren Vergehen bekommt man diese offensichtliche Markierung. Davy fragt sich also die ganze Zeit, was er Schreckliches getan haben muss. Hier entstehen also wieder diese Vorurteile, dabei müsste sie es besser wissen. Die Nebencharaktere bleiben leider sehr blass. Das fand ich richtig schade. Aber vielleicht erfährt man noch in den Folgebänden ein wenig mehr. 
Anfangs bleibt die Geschichte ein wenig energielos. Es passiert nicht wirklich was Aufregendes. Aber trotzdem fand ich es weitergehend mitreißend. Da man unbedingt wissen will, was noch passiert. 
Erst als die Träger in ein Lager gesteckt werden sollen, und Davy Glück hat und woanders hinkommt, nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf. Hier wird deutlich gezeigt, zu was die HTS-Träger fähig sind. Es wird brutal, hart und actionreich. Der letzte Teil hat mir also wesentlich besser gefallen und mitfiebern lassen. 
Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte in „Infernale“, sowas darf wohl in keinem Jugendbuch fehlen. Mir hat das gut gefallen und kein bisschen gestört. Es war stimmig. Davy selber kann man als willensstark bezeichnen. Manchmal schießt sie übers Ziel hinaus. Sie ist manchmal auch ein wenig zu perfekt. Oder eher gesagt, sie möchte es sein. Sie will hart rüberkommen aber irgendwie schafft sie es nicht so richtig zu diesem Image. Zum Glück hilft ihr Sean immer wieder aus der Patsche. Er passt auf sie auf. Davy hat ihn selber als gut, charakterstark und heldenhaft bezeichnet und das trifft es genau. Von ihm erfahren wir auch ein wenig mehr, jedoch bleiben einige Geheimnisse offen.
Insgesamt hat Sophie Jordan einen guten Auftakt geboten. Das Ende ist jetzt nicht zu offen, lässt einen aber auf die nächsten Teile freuen. Natürlich will ich wissen, wie es weitergeht. Denn das Ziel ist noch nicht erreicht …
Fazit:
Infernale von Sophie Jordan hat eine interessante und durchdachte Grundidee. Sie zeigt, wie schnell sich das Leben ändern kann, wenn man nicht mehr zur „normalen“ Gesellschaft gehört. Leider kommt die Action erst sehr spät auf und einige Nebencharaktere bleiben blass. Trotzdem hat Sophie Jordan einen guten Auftakt geliefert, der auf jeden Fall nach mehr schreit. 

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Tags: action, angst, jugendbuch, mörder, mördergen   (5)
 

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(70)

176 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

homosexualität, liebe, verlieben, jungs, schwul

Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

David Levithan ,
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 24.09.2015
ISBN 9783737351850
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Craig und Harry wollen den Rekord im Küssen überbieten. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden müssen sie durchhalten. Das alles machen sie vor der Schule an einem öffentlichen Ort. Einige melden sich zu dem Thema zu Wort und einige nicht gerade positiv. Werden sie es trotzdem schaffen?
Meine Meinung:
„Two Boys Kissing“ sticht nicht nur mit dem Titel und dem schönen Cover hervor, sondern ist auch in der Art des Schreib- und Erzählstiles was ganz besonderes. Der Schreibstil ist sehr poetisch und wer gerne Zitate aus Büchern schreibt, hat hier eine Menge zu tun. 
Erzählt wird das Buch aus der Sicht von einem oder mehreren an Aids erkrankten verstorbenen Männern. Diese schauen auf die einzelnen Szenen herab und schreiben was sie darüber denken und was sich auch verändert hat. Sie geben Tipps und Ratschläge. Das fand ich schon sehr interessant. Trotzdem ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig und habe anfangs gedacht, dass ich damit nie warm werden würde. Doch zum Glück habe ich mich daran schnell gewöhnen können.
Es gibt mehrere Handlungsstränge und wir erfahren von einigen homosexuellen Jugendlichen. Es wird also immer von einer Szene zur nächsten gesprungen. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich auch hier zurechtgefunden habe. 
Das Thema Sexualität steht hier natürlich im Vordergrund und es wurde sehr schön dargestellt, wie die jungen Männer sich fühlen. Was für Ängste sie haben. Wie die Familie darauf reagiert. Wer seinen Weg noch finden muss oder schon gefunden hat. 
Im Allgemeinen hat mir irgendwie das Gefühl gefehlt. Das lag wohl eher an den schnellen und kurzen Textstellen der einzelnen Handlungsstränge. 
Harry und Craig nehmen also nicht die komplette Hauptrolle mit ihren öffentlichem Outing ein. Auch wenn wir von den beiden so einiges erfahren. Wir lernen auch Avery und Ryan kennen, wie sie sich kennenlernen und näherkommen. Cooper hingegen muss mit dem Schock leben, wie seine Eltern es rausgefunden haben und irgendwie seine Gefühle sortieren. Dies tut er, indem er von Zuhause flüchtet. Er ist also alleine mit all dem Gefühlschaos. 
David Levithan zeigt in „Two Boys Kissing“, das Homosexualität leider immer noch nicht richtig akzeptiert wird. Denn hier gibt es auch äußerst böse Zungen. Was ich sehr traurig fand. Das Buch hat mich wirklich beeindruckt und ist etwas ganz Besonderes. Der Autor macht mit seiner Geschichte Mut und gibt Hoffnung. 
In der Danksagung wird nochmal geschrieben, wie der Autor auf die Geschichte kam, das fand ich sehr interessant. 
Fazit:
In „Two Boys Kissing – Jede Sekunde zählt“ geht es um Homosexualität. Der Autor beschreibt wie jeder mit seinem Outing und der Situation persönlich umgeht. Durch die schnellen Szenen Wechsel kamen die Gefühle bei mir nicht richtig an. Der Schreibstil ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig aber auch sehr poetisch und etwas ganz Besonderes. Eine Geschichte si ganz anders aber auch so voller Hoffnung. Sehr beeindruckend.

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Tags: homosexualität, homosexuell, liebe, outing, vertrauen   (5)
 

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(181)

414 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 80 Rezensionen

märchen, fantasy, gut, freundschaft, jugendbuch

The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben

Soman Chainani , ,
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.10.2016
ISBN 9783473401277
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Auf der Schule der „Guten und Bösen“ werden Jugendliche für Märchen ausgebildet. Sophie freut sich schon auf diesen Tag endlich entführt zu werden, und auf die Schule zu dürfen. Sie hofft eine Prinzessin zu werden, und einen schönen Prinzen zu heiraten. Agatha ist von der ganzen Sache gar nicht begeistert, denn sie will nicht weg von Zuhause und schon gar keine böse Hexe werden. Denn jeder weiß, sie wird zur Schule für Böse kommen. Doch der Schulmeister plant alles ganz anders …

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, das Buch willst du unbedingt lesen. Die Idee, dass es eine Schule für Böse und Gute gibt, die Jugendliche für Märchen ausbildet hat mir richtig gut gefallen.

Die Schulen werden sehr schön beschrieben. Die Unterschiede werden klar dargestellt und ich konnte mir, auch schon wegen der Abbildung vorne im Buch, die Schulen sehr gut vorstellen. Man hat sie förmlich vor Augen. Die Schüler werden nach Guten und Bösen Eigenschaften ausgewählt und der Schulleiter entscheidet, wer wo landet.

Bei Sophie und Agatha kommt alles anders als erwartet. Eigentlich ist es klar, Agatha ist die Böse und hässliche und Sophie die Schöne und Gute. Doch genau hier passiert etwas, was Sophie überhaupt nicht verstehen kann, sie landet in der falschen Schule. Sie befindet sich in einem Graben voller Schlamm und lauter hässlichen Kreaturen wieder. Das will Sophie auf keinen Fall so hinnehmen und versucht alles, um in die Schule des Guten zu gelangen.
Leider wird sehr viel der Geschichte damit verbracht, dass Sophie in die andere Schule will. Immer wieder will sie beweisen, dass sie falsch ist, doch leider scheitert sie. Manche Szenen fand ich wirklich sehr amüsant. Manchmal war ich aber auch genervt.

Die Freundschaft der Mädchen leidet auch immer mehr unter dieser Situation, obwohl Agatha alles dafür getan hätte, damit Sophie glücklich ist. Sophie hingegen glaubt, Agatha ist an allem Schuld. Wir bekommen als Leser auch ein wenig Unterricht mit aber hier hätte ich mir noch ein wenig mehr gewünscht und dafür weniger von Sophies Gezeter.

Bisher haben die Guten immer gewonnen aber das lassen sich die Bösen natürlich nicht gefallen. So kommt es immer wieder zu Streitigkeiten und ein wenig Action kommt in die Bude. Aber auch hier hätte ich mir einiges mehr gewünscht.

Natürlich gibt es auch einen hübschen Prinzen, auf den Sophie trotz der falschen Schule abfährt und alles versucht ihm zu gefallen. Doch auch das wird nicht so einfach.

Man merkt sofort, warum der Schulleiter sich so entschieden hat, aber sonst leider keiner im Buch. Für den Leser ist es sofort klar. Wir lernen auch einige Schüler am Rande kennen und ich freue mich schon, wenn man in den nächsten beiden Bänden noch mehr erfährt.

Die Geschichte hat mir Spaß gemacht zu lesen und hat interessante Ansätze, wo allerdings noch mehr rauszuholen ist. Es ist auf jeden Fall noch Luft nach oben und ich hoffe, das wird der Autor in den nächsten Bänden zeigen.

Fazit: 
"The School for Good and Evil" hat eine klasse Grundidee, mit einer Schule die Jugendliche für Märchen ausbildet. Die Charaktere und das Setting werden sehr schön beschrieben. Allerdings ist noch viel Luft nach oben und ich hoffe, dass wir noch einiges an Action in den nächsten Bänden erleben werden.

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Tags: ausbildung, böse, gut, märchen, schule   (5)
 

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(49)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, arzt, familie, vater, annabell

Kai & Annabell - Von dir verzaubert

Veronika Mauel
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.10.2015
ISBN 9783646601671
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: 
Seit Jahren sind Kai und Annabell auf einer Schule. Doch sie haben sich weder beachtet noch miteinander gesprochen. Zu verschieden scheinen sie zu sein. Annabell aus gutem Hause und Kai der Junge im Punk Look. Doch an einem Morgen kommen sie in Kontakt und das Denken gegenüber den anderen ändert sich. Doch leider hält das nicht lange an. 
Meine Meinung:
Durch den Impress-Blogger-Adventskalender bin ich auf dieses Buch gestoßen. Ohne hätte ich es wohl nie gelesen, da ich dachte, es wäre eine typische Jugendliebe, wie man sie schon oft gelesen hat. Doch ich habe mich getäuscht. Natürlich geht es hier um eine Jugendliebe, doch sie ist so anders als viele andere Geschichten. 
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Kai und Annabell geschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen. Besonders weil die Autorin einen ganz eigenen Stil für die beiden Protagonisten angeschlagen hat. So merkt man schon sprachlich ein wenig die Unterschiede. 
Kai und Annabell könnte unterschiedlicher nicht sein. Kai lebt in asozialen Verhältnissen, weiß nicht, wie er täglich sein Essen besorgen soll. Seine Mutter säuft und sein Vater ist unbekannt. Er hängt mit seiner Clique ab, die keinen guten Ruf hat. Er macht Sachen, auf die er nicht stolz ist. Doch die Clique ist sein Halt. Dadurch vermasselt er sich oft seine Chancen. Schulisch ist Kai gut und geht mit Annabell auf einer Schule. Im Herzen ist Kai eine liebenswerte Persönlichkeit. 
Annabell kommt aus reichem Hause. Der Vater ist ein angesehener Arzt, aber was hinter verschlossener Tür abgeht, ist erschreckend und traurig. Sie vertraut sich niemanden an. Durch Zufall lernen sich Kai und Annabell kennen. Kai lässt nicht locker und versucht immer wieder Annabell aus der Reserve zu locken. Er will hinter die Fassade gucken. Eigentlich können die beiden sich nicht ausstehen aber irgendwie mögen sie sich auch. 
Manchmal wurden die Probleme und Sorgen ein wenig in den Hintergrund gestellt und das Geschwärme für den jeweils anderen war mir zu viel. Das Hin und Her zwischen den beiden stand mir teilweise zu sehr im Vordergrund. 
Mit Annabell habe ich oft gelitten, denn sie wusste nie, wie ihr herrischer Vater drauf ist. Er diktiert ihr Leben und sogar beim Lesen hat man ein wenig Angst vor ihm. Annabell versucht alles für sich zu behalten, obwohl sie eine tolle beste Freundin hat. Doch bis sie sich öffnet, dauert es. Diese Jugendliebe scheint so gar nicht zueinanderzupassen, aber irgendwie mögen sich auch ein wenig mehr als gedacht. Beide müssen erst mal hinter die Fassade schauen und die Vorurteile beiseiteschieben. 
Veronika Mauel hat einen sehr schönen flüssigen Schreibstil. Oft hat sie das Kapitel so enden lassen, dass ich auf jeden Fall weiterlesen wollte. Von Anfang an war ich von der Geschichte fasziniert, was wohl mehr an Annabells Leben lag. Beide Protagonisten sind sehr schön gestaltet und bleiben nicht blass. 
Der Schluss lässt einen kurz das Atmen vergessen und fällt fast um vor Unglaube. Zum Glück musste ich aber nicht lange auf den 2. Band warten. 
Fazit:
„Kai & Annabell – Von dir verzaubert“ glänzt mit Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein können. Doch man muss hinter die Fassade schauen und nicht so klischeehaft denken. Veronika Mauel hat hier über eine Jugendliebe geschrieben, die kaum eine Chance hat.

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(84)

169 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 54 Rezensionen

jason segel, jugendbuch, schlafwandler, nightmares! - die stadt der schlafwandler, cypress creek

Nightmares! - Die Stadt der Schlafwandler

Jason Segel , Kirsten Miller , Simone Wiemken
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 19.11.2015
ISBN 9783791519487
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: 
Ein neuer Laden hat im Nebenstädtchen von Cypress Creek geöffnet. Dort wird ein Elixier gegen Albträume verkauft. So einige wollen dieses Wundermittel haben und bald steht fast die ganze Stadt vor dem Geschäft. Doch dieses Elixier verwandelt die Menschen in Schlafwandler. Charlie muss unbedingt was unternehmen, bevor es zu spät ist. Die Traumwelt und die Wachewelt sind in großer Gefahr. 
Meine Meinung:
Genau wie im ersten Teil geht es um Charlie und seiner Familie. Denn Charlie und sein Bruder Jack bewachen das Portal zur Anderwelt. Doch diesmal sind wir mehr in der „realen“ Welt als in der Traumwelt. Es spielen sich plötzlich merkwürdige Dinge ab. Alles hängt mit diesem Elixier zusammen, was wohl aus der Anderwelt stammt. Doch wie kam das da raus? Charlie und seine Freunde versuchen alles, um rauszufinden, was genau passiert ist. Da begeben sie sich selber in Gefahr. 
Natürlich gehen Charlie und Jack auch in die Anderwelt. Bekannte Kreaturen sind wieder mit von der Partie, was ich sehr gut fand. Im Allgemeinen wird die Anderwelt wieder sehr schön beschrieben. Allerdings ist im zweiten Band nicht mehr so viel von der gruseligen Atmosphäre zu spüren, was ich sehr schade fand. Wir haben uns auch meines Bedauerns zu wenig in der Anderwelt befunden. 
Sehr schön fand ich die Entwicklung zwischen Charlie und seiner Stiefmutter. So verstehen sie sich sehr viel besser als im ersten Band. Es werden hier auch Familienprobleme aufgegriffen und es wird sehr schön gezeigt, das man die Hoffnung nie aufgeben sollte und wie wichtig Freundschaft ist. Der Schreibstil ist flüssig und kindgerecht, nicht allzu gruselig aber doch ein wenig unheimlich. Das „Abenteuer“ an sich hat mir ganz gut gefallen, denn die Traumwelt in die reale Welt sind betroffen und können vernichtet werden. Die Idee mit dem Elixier war ebenfalls sehr gut. Jedoch fand ich die Auflösung ein wenig verwirrend und nicht ganz stimmig. Vielleicht kommt dazu noch was im 3. Band. 
Genauso wie Band1 glänzt auch der zweite Band mit einem absoluten Eyecatcher als Cover. Das Cover ist wirklich etwas Besonderes und die Illustrationen nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Buch sind wirklich toll gemacht. 
Insgesamt ein tolles Kinderbuch, was allerdings nichts mit dem gruseligen ersten Teil richtig mithalten kann. 
Fazit:
„Nightmares Band 2 - Die Stadt der Schlafwandler“ ist wieder ein tolles Kinderbuch. Leider befinden wir uns diesmal mehr in der „realen“ Welt und der Gruselfaktor ist ein wenig verloren gegangen. Trotzdem ist es eine Geschichte, die so viel zu bieten hat, also „nur“ die Wandler zu stoppen. Ich freue mich jetzt schon auf Band 3 :-).

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Tags: albtraum, familie, freundschaft, kinderbuch, monster, schlaf, schlafwandler   (7)
 

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(199)

361 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 103 Rezensionen

thriller, mord, folter, spannung, karin slaughter

Pretty Girls

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.12.2015
ISBN 9783959670074
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Vor Jahren ist die junge Frau Julia entführt worden und nie wieder aufgetaucht.

Jetzt werden wieder junge Mädchen vermisst. Als Claire mit ihrem Mann überfallen wird und dieser ums Leben kommt, findet sie später auf seinem Laptop Videos von Mädchen, die bestialisch ermordet und vergewaltigt werden. Doch was hat Paul damit zu tun? Sind diese Videos überhaupt echt? Claire glaubt jemanden darin zu erkennen, aber stimmt das auch? Auf jeden Fall will sie wissen, was ihr Mann damit zu tun hat, und begibt sich selber in Gefahr.

Meine Meinung:

Karin Slaughter ist eine Meisterin, was Thriller angeht. So habe ich schon einige Bücher von ihr gelesen. Sehr gespannt war ich auf „Pretty Girls“ und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch ist in 3 Perspektiven geschrieben. Als Erstes bekommen wir einen Einblick ins Tagebuch, was an die vor Jahren verschwundene Julia gerichtet ist. Ihr Vater hat dieses geschrieben und er hat nie aufgehört nach Spuren zu suchen, um herauszufinden, was damals passiert ist.

Dann haben wir Claire, die mit dem verstorbenen, reichen Paul verheiratet war. Sie findet grausige Videos auf seinem Rechner und will unbedingt herausfinden, was das zu bedeuten hat.

Als dritte Person kommt Lydia ins Spiel. Früher haben die Drogen ihr Leben bestimmt. Doch mittlerweile führt sie ein anständiges Leben.

Anfangs war ich verwirrt, wie die Personen zusammengehören. Warum sie so wichtig sind, dass sie ihren eigenen Part bekommen. Aber das hat man als Leser zum Glück schnell raus.

Das Leben der einzelnen Personen auch das von der verschwundenen Julia wird sehr gut durchleuchtet. Man bekommt also einen richtig guten und realitätsnahen Einblick.

Karin Slaughter geizt nicht mit Spannung und Nervenkitzel. Von Anfang an, will man unbedingt wissen, was passieren wird und was dahintersteckt. Die Videos, die brutal, pornografisch und äußerst verstörend sind, sind auf keinen Fall was für schwache Nerven. Denn die Autorin macht keinen Halt, diese genauestens zu beschreiben und bildlich darzustellen. Mir lief es teilweise eiskalt den Rücken runter und an manchen Tagen habe ich sogar davon geträumt.

Die Autorin hat nicht nur die Raffinesse den Leser bei der Stange zu halten, sondern auch alles gekonnt ineinanderfließen zulassen. Hier wurde ein Thriller geschrieben, der psychologisch gut durchdacht ist.

Es gibt einige Dinge, die ich erahnt habe aber das waren nur Kleinigkeiten, nichts was mir die Spannung genommen hat. Persönlich wollte ich nicht nur wissen, was hinter den Videos steckt und ob Paul seine Frau die ganze Zeit belogen hat. Man will auch wissen, was mit dem jungen Mädchen Julia damals passiert ist. Denn die ganze Familie ist dadurch auseinandergebrochen und leidet noch immer wegen dem Ungewissen. Wie alles zusammenhängt und was passiert ist, müsst ihr selber rausfinden, da will ich nicht zu viel von der Story verraten.

Es gibt wirklich viele traurige Momente in diesem Buch, oft habe ich mitgelitten. Besonders was Claire und Lydia angeht, denn hier ist auch so einiges passiert.

Am Ende nimmt natürlich alles so richtig an Fahrt auf und ich durfte beim Lesen nicht mehr gestört werden.

Fazit:

Karin Slaughter weiß genau wie den Leser gefangen nimmt. „Pretty Girls“ ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven denn alles wird hier grausam und bildlich dargestellt. Psychologisch ist alles perfekt durchdacht. Man klebt förmlich an den Seiten vor Spannung & Nervenkitzel, Unglaube & Verblüffung. Ein Thriller, der keine Wünsche übrig lässt.

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Tags: familie, mord, nervenkitzel, spannung, tot, vergewaltigung   (6)
 

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106 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, cornwall, rockstar, münchen, reise

Mondscheinblues

Katrin Koppold
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.10.2015
ISBN 9783738652239
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Nina und Tom könnten unterschiedlicher nicht sein. Nina ist eine kontrollsüchtige und durchgeplante Frau. Tom hingegen ein Rockstar, der gerne lange schläft und in den Tag hineinlebt. Doch genau die beiden sollen nach Cornwall und dort ein Flitterwochenpaar spielen. Ob das gut geht? Und was hat Tom Geheimnisvolles zu verbergen?
Meine Meinung:
Katrin Koppold hat mit „Mondscheinblues“ wieder einen schönen leichten und humorvollen Roman geschrieben. Die Idee zwei so unterschiedliche Charaktere wie Nina und Tom auf eine gespielte Flitterwochenreise zu schicken, fand ich einfach herrlich. Denn die beiden kommen so gar nicht miteinander klar. 
Bei Nina ist alles durchgeplant, organisiert und top recherchiert. Tom hingegen hat sich noch nicht mal den Plan durchgelesen, um was es genau geht. Schon am Flughafen ist Nina mehr als irritiert, denn Tom sieht nicht aus, wie auf dem ausgesuchten Foto seiner Agentur. Aber auch Tom ist mit Ninas kleinlichen Art überfordert. Es grenzt an ein Wunder, dass beide sich im Laufe der Geschichte näher kennenlernen. 
Wir als Leser bekommen die Gefühle und Gedanken ebenfalls sehr schön mit, denn das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Tom und Nina geschrieben. 
Als Setting hat sich Katrin Koppold Cornwall ausgesucht, dieser Ort ist sehr schön bildlich beschrieben. Es kam mir selber so vor, dort zu sein. Sehr interessant fand ich, dass Katrin Koppold auf ihrer Recherchereise selber so einiges erlebt hat, was ihre Protagonisten durchleben „müssen“. Die lockere, humorvolle aber auch tiefsinnige Schreibweise ist einfach toll. Denn es geht nicht nur lustig in Cornwall zu, es werden auch über Geheimnisse und tiefsinnige Erlebnisse gesprochen. Diese Kombination aus allem etwas hat mir sehr gut gefallen. Beide Protagonisten haben in ihrem Leben viel durchgemacht. 
Es gab einige Szenen, die sehr vorhersehbar und auch klischeehaft waren, aber es hat mich nicht so sehr gestört. Es ist sehr schön mitanzusehen wie Tom und Nina sich ganz langsam mögen, und so etwas wie Sympathie und Freundschaft entwickelt. Doch dieser Weg ist wirklich steinig und mit vielen humorvollen Szenen gespickt. Sehr oft musste ich schmunzeln. Mondscheinblues macht einfach Spaß zu lesen.
Fazit: 
"Mondscheinblues" von Katrin Koppold glänzt mit einer guten Mischung aus Humor, Leichtigkeit aber auch Tiefsinnigkeit und Gefühl. Wir haben ein zauberhaftes Setting namens Cornwall und zwei total unterschiedliche Charaktere, die zusammen auskommen müssen. Was will man mehr?

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Tags: cornwall, humor, liebe   (3)
 

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

geschwister, authismus, liebe, geschwisterkonflikt, hochzeit

Die seltsame Reise mit meinem Bruder

Renée Karthee
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.07.2015
ISBN 9783548285177
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: 
Irgendwann musste es ja soweit sein. Allerdings hatte Nelly gehofft, dass es noch Jahre dauern wird. Als Nellys Mutter im Krankenhaus liegt, soll sie sich um ihren Bruder Nils kümmern. Er ist Autist und braucht immer jemanden bei sich. Ausgerechnet passiert alles, bevor die Reise nach England zu einer Hochzeit ansteht. Jetzt muss Nelly diese wohl antreten. Es wird nicht einfach …
Meine Meinung: 
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich in das Buch eingefunden habe. Anfangs kam ich nicht mit der Protagonistin Nelly klar. 
Sie hat einen eigenen Foodtruck und ihre Selbstständigkeit ist ihr das Wichtigste. Zu ihrer Familie hat sie kaum Kontakt. Bis Nellys Mutter im Krankenhaus landet, ab da soll sie sich um ihre autistischen Bruder Nils kümmern. Sofort spürt man die Abneigung und die Peinlichkeit, die Nelly für die Situation und ihren Bruder empfindet. Unsere Protagonistin ist sehr kühl und das zeigt sie auch. Das hat mich sehr erschreckt und irgendwie kam ich damit nicht richtig zurecht. 
Zum Glück entscheidet sich Nelly doch noch für die Reise nach England zur Hochzeit des Cousins. Eigentlich wollte sie das auf keinen Fall machen. 
Dass Nils „anders“ ist, merkt man sofort. Hier hat die Autorin viel Liebe ins Detail gesteckt. Nils ist zwar erwachsen, benimmt sich aber oft wie ein Kind. Rituale dürfen nicht durcheinandergebracht werden, häufig ist es nicht so leicht mit Nils. Man bekommt einen tollen Einblick in das Leben von Nils, und natürlich, wie zeitintensiv das für die Person ist, die in großzieht. 
Die Reise nach England bringt Nelly und Nils ein wenig näher. Was mich sehr gefreut hat. Es dauert allerdings sehr lange, bis Nelly sich für mich ins Positive entwickelt. Manchmal konnte ich ihre negativen Gedanken verstehen. Zum Glück bleibt Nelly auch nicht so kühl wie zu Anfang. In England erleben die Geschwister gemeinsam einige schöne Momente. Nelly scheint auch ihre innere Ruhe und Glück zu finden. Einiges ändert sich in Nellys Gedankengänge und sie merkt, dass Nils gar nicht so anders ist.
Natürlich lernen wir auch einige Charaktere kennen. Eine tolle Nebenperson ist auf jeden Fall der indische Mitarbeiter von Nelly. In ihrer Abwesenheit beweist er ihr, dass Veränderungen im Leben auch positiv sein können. Er hat einen guten Einfluss auf Nelly. 
England wird sehr schön beschrieben, wenn auch nicht zu detailliert. Am Ende jedes Kapitels finden wir ein Rezept, war mir gut gefallen hat. 
Fazit: 
Die seltsame Reise mit meinem Bruder von Renée Karthee hat mich sehr berührt. Anfangs kam ich mit der kühlen Nelly nicht klar, doch sie entwickelt sich mit der Zeit zum Positiven. Nils ist was ganz Besonderes und verzaubert den Leser mit seiner liebevollen Art. Eine wundervolle Reise zum Glück.

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Tags: authismus, england, geschwister, glück, hochzeit, liebe, reise   (7)
 

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539 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

liebe, zwangsstörung, drogen, wenn du dich traust, psychiatrie

Wenn du dich traust

Kira Gembri
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2015
ISBN 9783401601496
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: 
Lea ist zwanghaft und muss immer alles zählen. Sie schreibt Listen, um ihren Alltag zu bewältigen. Auf Rat ihrer Eltern und ihrem Psychologen weist sie sich selber in eine psychiatrische Anstalt ein. Dort lernt sie Jay kennen, er leistet hier Sozialstunden ab. Niemals würden sie zusammenpassen. Doch plötzlich steht Lea in Jays Wohnung, um dort vor allen zu fliehen. Das passt Jay und seinen WG-Bewohnern so gar nicht …
Meine Meinung: 
Wie soll man die richtigen Worte für eine Geschichte finden, die einen so begeistert hat?! Denn Kira Gembri hat hier eine ganz wundervolle Geschichte aus Papier gezaubert. 
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Lea und Jay geschrieben. Hier bekommt man einen ganz schönen Einblick in Beider Gefühls- und Gedankengängen, was mich ihnen noch näher gebracht hat. Die Protagonisten sind sehr liebevoll und individuell gestaltet. 
Lea wird mit ihrem Zwangsverhalten sehr schön dargestellt und man bekommt einen guten Einblick in ihren Alltag. Es muss schwer sein, wenn man einen Zwang entwickelt hat und genau das zeigt uns die Autorin ungeschönt. Lea ist eine taffe junge Frau. Sie lässt sich nicht unterkriegen und hat gerne mal einen lockeren Spruch auf Lager. Sie ist keinesfalls auf den Kopf gefallen, was viele aber gerne von ihr denken. Lea ist ein ganz wundervoller Charakter. 
Jay ist eher der harte Typ. Er schleppt gerne Frauen ab und sein Leben besteht überwiegend aus Partys. Als die Beiden sich in der „Psychoklinik“ kennenlernen, machen sie einen Deal und schwupps, leben Lea und Jay zusammen in Jays Männer-WG. Gar nicht so einfach für Lea aber sie schlägt sich durch. Auf keinen Fall will sie zurück zu ihren Eltern. 
Wer glaubt, hier findet man die Liebe auf den ersten Blick, ist völlig falsch. Anfangs kann man sich noch nicht mal vorstellen, dass sich hier überhaupt eine Freundschaft entwickeln kann. Zu oft bringen sie sich gegenseitig zur Weißglut, sie streiten sich oft und viel. Jay tut Dinge, die sein Leben ruinieren können und man spürt, dass er ein Geheimnis in der Vergangenheit hat. 
Zum Glück erfährt man im Laufe der Geschichte alles. Also keine Sorge, man bleibt nicht mit Fragen zurück. Aus Beider Leben erfahren wir so einiges aus der Vergangenheit, was mir sehr gut gefallen hat. Das Zusammenspiel zwischen Jay und Lea, wie sich unterbewusst gegenseitig unterstützen und füreinander da sind, ist wunderbar. Lea überwindet manchmal sogar ihre Zwänge, um Jay zu helfen. Die Nebencharaktere lernen wir auch am Rande kennen. Doch im Mittelpunkt bleiben Lea und Jay, was für mich perfekt gepasst hat. 
Jede Seite von „Wenn du dich traust“ habe ich genossen. So viel Gefühl, erschreckende Szenen aber auch Humor steckt in dieser Geschichte. Die Andersartigkeit hat mich völlig fasziniert und eingenommen. Lea und Jay sind mir ans Herz gewachsen und ich werde sie vermissen. 
Hier stimmt wirklich alles und ich kann jedem nur raten: „Lest das Buch!“ 
Fazit: 
Wow, was für eine Geschichte. „Wenn du dich traust“ von Kira Gembri hat mich einfach umgehauen. Eine Protagonistin mit einer Zwangsstörung und auf der anderen Seite ein Protagonist, der alles auf die leichte Schulter nimmt. Nichts passt zusammen und doch fügt sich nach und nach einiges. Humor, Andersartigkeit, Liebe und auch tiefgehende Momente erfüllen dieses Buch. Danke, für diese wundervolle Geschichte, liebe Kira Gembri.

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Tags: freundschaf, humor, liebe, störung, zwang   (5)
 

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

sex, landleben, dorf, roman, sex and the dorf

Sex and the Dorf

Julia Kaufhold
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.06.2015
ISBN 9783442482740
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt: 
Caro Punke hat ihr Leben schon geplant. Zusammen mit Simon will sie alt werden. Doch Simon sieht das anders. Er trennt sich von Caro, weil ihm der Sex mit ihr zu langweilig ist. Caro erinnert alles in Hamburg an Simon und zieht kurzerhand auf ein kleines Dorf, um dort in einer Redaktion zu arbeiten. Hier will sie ihr Ziel vom glücklich Sein erreichen. 
Meine Meinung: 
Sex and the Dorf beginnt damit, dass Caro von ihrem Freund Simon verlassen wird. Für Caro ist das der Untergang. Sie zieht aufs Dorf und arbeitet dort in einer kleinen Redaktion. Alles ist hier anders, als Caro es sich vorgestellt und erhofft hat. 
Im ersten Teil des Buches plätschert die Geschichte ein wenig so vor sich hin. Denn es passiert nichts Großartiges. Doch zur Mitte hin wird es besser. 
Caro findet sich so langsam mit ihrem Leben ab und lernt einige Dorfbewohner kennen. Hier gibt es schnell Personen, die einen ans Herz wachsen. Andere hingegen mochte ich nicht so gerne, wie eben im echten Leben auch. Einige Charaktere fand ich ein wenig überspitzt dargestellt. 
Die Autorin Julia Kaufhold setzt auf einige Klischees, was das Dorfleben angeht. Der Schreibstil ist locker und manchmal musste ich über Caros Geschick, um in Fettnäpfchen zu treten, schmunzeln. Zwischendurch werden immer mal Caros Gedankengänge eingeworfen. Das fand ich teilweise sehr amüsant, manchmal aber auch ein wenig nervig. 
Sehr schön fand ich, dass die Kapitel gerne mal so geendet haben, dass man wissen wollte, wie es weitergeht. 
Im Dorf werden gerne mal Feste gefeiert. Diese Sorgen immer für humorvolle Szenen. Natürlich gibt es auch den ein oder anderen Mann, der sich für Caro interessiert. Leider fand ich die Geschichte an sich, sehr vorhersehbar. 
Julia Kaufhold schafft es sehr schön, dass ihre Protagonistin Caro trotz anfänglichem Tief, wieder auf die Beine kommt. Die Entwicklung von Caro hat mir richtig gut gefallen.
Fazit: 
Sex and the Dorf aus dem Goldmann Verlag ist ein nettes Buch für zwischendurch. Wen Klischees und Vorhersehbarkeit nicht stören, wird das Buch gerne zur Hand nehmen. Anfangs zog sich die Geschichte leider etwas, doch ab Mitte wird es humorvoller und besser.

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Tags: dorf, humor, lieb, roma, sex   (5)
 

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familie, humor, frauke scheunemann, anwältin, hamburg

Ziemlich unverbesserlich

Frauke Scheunemann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 09.03.2015
ISBN 9783442204144
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: 
Nikola Petersen ist alleinerziehende Mutter und Rechtsanwältin in ihrer Kanzlei. Zum Glück hat sie ihre Schwiegermutter, die ihr immer zur Seite steht. Doch als die charmanten Italiener nebenan einziehen, soll Nikola ihren Fall bearbeiten, der eigentlich nicht zu ihrem Gebiet gehört. Doch wie soll sie ihrer Schwiegermutter eine Bitte abschlagen?
Meine Meinung: 
„Ziemlich unverbesserlich“ wird als eine Familienkomödie betitelt und das trifft es voll und ganz. Frauke Scheunemann hat es geschafft, einen lockeren, liebenswerten und humorvollen Roman zu schreiben. 
Nikola Petersen unsere Protagonistin ist eine taffe Frau. Sie schafft es nicht nur in ihrer Kanzlei einen klaren Kopf zu behalten, sondern kümmert sich auch liebevoll um ihre zwei Kinder. Doch leider hat sie nie viel Zeit für ihre Kinder und ist mit den Gedanken ganz woanders. Dabei übersieht sie auch offensichtliche Sorgen und Probleme ihrer Kinder. Zum Glück hat Nikola ihre Schwiegermutter an ihrer Seite, die ihr immer wieder unter die Arme greift. 
Doch leider bringt ihre Schwiegermutter noch mehr Chaos in Nikolas Leben. Denn Nikola soll ihre italienischen Nachbarn vertreten und dafür sorgen, dass sie unschuldig sind. Denn in ihrem Garten wurde eine Hanfplantage entdeckt, mit denen die beiden angeblich nichts zu tun haben wollen. Nikola hat also alle Hände voll zu tun, es wird nicht einfach in diesem ganzen Chaos, Klarheit zu finden. 
Nikola hat auch einige Verehrer die sich gegenseitig versuchen auszustechen. Doch leider merkt sie das erst viel später. Da hätte ich eigentlich mehr Feingefühl von Nikola erhofft. 
Es ist einfach herrlich, wie locker und humorvoll uns Frauke Scheunemann an das Leben der Familie Petersen teilhaben lässt. Sehr oft musste ich schmunzeln. Beim Lesen hatte ich direkt das Gefühl ein Teil der Familie zu sein. Manchmal hätte ich mich gerne eingemischt. 
Die Familie ist sehr sympathisch und die Nachbarn in diesem Dorf einfach wunderbar beschrieben. Es war sehr amüsant. 
Wir finden allerdings nicht nur Szenen zum Schmunzeln, sondern auch tiefgehende, berührende Momente. Sehr schön fand ich die Idee mit der Box beim Friedhof. Das war sehr ergreifend. In Nikolas neuem Fall erleben wir einige Momente, die ich so nicht erwartet hätte und für Oh-Momente sorgten. 
Fazit:
Frauke Scheunemann hat hier eine sehr schöne Familienkomödie geschrieben. Chaotisch, liebevoll und humorvoll erleben wir die Familie Petersen. Es wird nicht langweilig in dieser Familie, was auch am neuen Fall, der Rechtsanwältin Nikola liegt. 

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Tags: chaotische familie, drogen, familie, familienkomödie, frauke scheunemann, humor, kanzlei, rechtsanwalt   (8)
 
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