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49 Bücher, 33 Rezensionen

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(55)

107 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

college, liebe, usa, amerika, selbstfindung

Die Liebeshandlung

Jeffrey Eugenides , Uli Aumüller , Grete Osterwald ,
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2012
ISBN 9783499258503
Genre: Romane

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(13)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

beziehung, enttäuschungen, individuen, roman, beziehungen

Mit Haut und Haaren

Arnon Grünberg , Rainer Kersten
Fester Einband: 682 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 21.02.2012
ISBN 9783257068139
Genre: Romane

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(67)

118 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

israel, liebe, deutschland, krieg, tod

Der Russe ist einer, der Birken liebt

Olga Grjasnowa
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 06.02.2012
ISBN 9783446238541
Genre: Romane

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(175)

325 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 67 Rezensionen

dystopie, phee, fantasy, jugendbuch, pheen

Spiegelkind

Alina Bronsky
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2012
ISBN 9783401067988
Genre: Jugendbuch

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(234)

449 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 99 Rezensionen

meer, liebe, guernsey, elodie, nixen

Meeresflüstern

Patricia Schröder
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2012
ISBN 9783649603191
Genre: Jugendbuch

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(80)

124 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

künstler, maler, kritiker, reise, kunst

Ich und Kaminski

Daniel Kehlmann
Fester Einband: 173 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.08.2003
ISBN 9783518413951
Genre: Romane

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(23)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

irland, liebe, wiedervereinigung, erinnerungen, deutschland

Was zusammengehört

Markus Feldenkirchen
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 01.07.2010
ISBN 9783036955759
Genre: Romane

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(400)

580 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 161 Rezensionen

geocaching, salzburg, thriller, mord, österreich

Fünf

Ursula Poznanski
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 16.02.2012
ISBN 9783805250313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine mit Kabelbindern gefesselte Frauenleiche, gefunden auf einer Kuhweide nahe Salzburg. Auf die Fußsohlen der Toten sind Koordinaten tätowiert, die zu blutigen Spuren des Mörders führen.
Es ist ein harmloses Hobby – diese Schatzsuche, die sich „Geocaching“ nennt. Für die Salzburger Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger wird es jedoch zur tödlichen Rätseljagd.
Der Mörder scheint ihnen immer einen Schritt voraus, sucht die Opfer scheinbar willkürlich aus. Doch wozu dann diese blutige Schatzsuche, die sie jedes Mal mit der Nase direkt auf das nächste Opfer stößt? Will er sie damit nur ablenken, um ihnen ein weiteres Mal zuvorzukommen?
Beatrice Kaspary ist überzeugt, dass es irgendeine Verbindung zwischen den Opfern geben muss. Der Druck ihres Vorgesetzten und der nächtliche Terror durch ihren Ex-Mann rauben ihr den letzten Nerv und bald gerät sie auch noch selbst ins Visier des Geocachers…

Genialer Plot, raffiniert konstruiert, spannend bis zur letzten Seite!
Ursula Poznanskis neuer Thriller – zum ersten Mal nicht im Jugendbuch-Genre – hält, was er verspricht. Das Thema „Geocaching“, eine mit Koordinaten geführte Schatzsuche, die zu einem „Cache“, einem kleinen Versteck führt, war mir vor der Lektüre nur flüchtig bekannt. Die Idee, daraus einen Thriller zu entwickeln, ist – gelinde gesagt – genial! Und genauso genial hat Poznanski den Plot auch umgesetzt:
Der Spannungsbogen entwickelt sich rasch und fällt bis zur letzten Seite nicht ab. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen, da es praktisch unmöglich ist, sich von der Geschichte um die sympathische Ermittlerin Bea zu lösen.
Einmal darin gefangen, flog ich quasi von Seite zu Seite, nichtsahnend welche raffinierte Lösung im Endeffekt wirklich dahinter steckt. Die Auflösung hat mich überrascht, schockiert, und – was Poznanskis schriftstellerisches Können anbelangt – tief beeindruckt.
Ich habe selten einen so gut konstruierten Thriller gelesen, der sich von jeder Norm abhebt, und ein überaus spannendes, vielschichtiges Rätsel birgt. Darüber hinaus versteht Poznanski ihr Handwerk auch sprachlich und kann mit flüssigen, wohl klingenden Sätzen überzeugen.
Ich kann „Fünf“ jedem ans Herz legen, der einen rasend spannenden und toll konstruierten Thriller lesen möchte. Ich freue mich sehr, dass sich mit Ursula Poznanski eine österreichische Autorin so erfolgreich im Jugendbuch-Sektor etabliert hat – möge ihr dies auch bei den Krimi-Fans gelingen!
Ich bin riesig gespannt auf weitere Fälle mit Beatrice und Florin…

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(789)

1.468 Bibliotheken, 16 Leser, 20 Gruppen, 157 Rezensionen

fantasy, dämonen, schattenjäger, liebe, vampire

Chroniken der Unterwelt - City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz (Übers.) , Heinrich Koop (Übers.)
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2008
ISBN 9783401061320
Genre: Fantasy

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(441)

646 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 76 Rezensionen

schweden, mord, krimi, sebastian bergmann, sebastian bergman

Der Mann, der kein Mörder war

Michael Hjorth , Hans Rosenfeldt , Ursel Allenstein ,
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Polaris, 01.11.2011
ISBN 9783862520190
Genre: Krimi und Thriller

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(211)

456 Bibliotheken, 5 Leser, 7 Gruppen, 98 Rezensionen

hexen, zirkel, magie, jugendbuch, dämonen

Zirkel

Sara B. Elfgren , Mats Strandberg , Friederike Buchinger
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2012
ISBN 9783791528540
Genre: Jugendbuch

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(235)

401 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 68 Rezensionen

barcelona, liebe, freundschaft, tod, spanien

Marina

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar , Carlos Ruiz Zafón
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 12.04.2011
ISBN 9783100954015
Genre: Romane

Rezension:

Der Duft der Freiheit lockt den 15-jährigen Internatsschüler Óscar Drai im Barcelona der 70er Jahre auf die Straßen.
Auf einem seiner Streifzüge lernt er Marina kennen, ein junges Mädchen, ebenso hübsch wie geheimnisvoll.
Schon bald verbindet die beiden nicht nur eine tiefe Freundschaft, sondern auch ein dunkles Geheimnis. Auf den Spuren Michail Kolweniks erkunden Marina und Óscar die Stadt und eine düstere Vergangenheit. Die Geschichte des ehemals einflussreichsten Manns Barcelonas ist rätselhaft, jede Spur wirft neue Fragen auf. Als die beiden die wahren Ausmaße der grausamen Geschichte erkennen, ist ihr eigenes Schicksal bereits so eng daran geknüpft, dass ein Ausweg unmöglich erscheint... Und welches Geheimnis umgibt die eigenwillige Marina? Das zarte, verletzliche Mädchen, das Óscars Leben für immer verändern wird?

Marina hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Wie immer schafft es Zafón, in nur wenigen Worten oder Sätzen ganze Städte, Persönlichkeiten, Szenarien zu skizzieren. Die Geschichte hat mich aufgesogen und erst nach Stunden wieder losgelassen, als ich schließlich die letzte Seite umgeblättert und das Buch, den Tränen nahe, weggelegt habe.
Den Tränen nahe? Ja. Den abseits der erschreckenden und grausamen Geheimnisse Barcelonas, erzählt Marina auch eine wunderbare, tiefe Liebesgeschichte, die mich sehr berührt hat.
Zafóns Sprache zaubert Bilder, erschafft Welten, erzählt die Geschichte nicht nur, sondern erweckt sie zum Leben.
Seine Charaktere sind facettenreich, menschlich, eigenwillig. Sein Barcelona ist ein düsterer Schauplatz, geheimnisumwoben auf eine gleichsam furchteinflößende und faszierende Weise.
Die Geschichte Michail Kolweniks mag in der Tat grausam und realitätsfern sein, aber gerade dieses Fantastische liebe ich an Zafóns Romanen. Es bleibt immer geheimnisvoll und spannend, ein unerklärliches Phänomen, ein schreckliches Schicksal und von den Toten wiedererweckte verzweifelte Seelen.
Wer eine sanfte Liebesgeschichte erwartet, ist mit Marina nicht gut bedient.
Wer in eine fantasievolle Welt mit einer ordentlichen Portion Horror, viel Gänsehaut und einer wunderbaren Geschichte von Freundschaft und Liebe versinken will, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

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(1.051)

2.066 Bibliotheken, 41 Leser, 15 Gruppen, 254 Rezensionen

fee, fantasy, liebe, feen, nimmernie

Plötzlich Fee - Sommernacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 21.03.2011
ISBN 9783453267213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An ihrem 16. Geburtstag verändert sich das Leben für Außenseiterin Meghan schlagartig. Ihr kleiner Bruder Ethan wird von Elfen ins verwunschene Feenreich Nimmernie entführt und Meghan muss ihm in diese geheimnisvolle, gefährliche Welt folgen, um ihn zu retten. Als sie schließlich erfährt, dass sie die leibliche Tochter des Erlkönigs Oberon ist, fühlt sie sich zunächst wie vor den Kopf gestoßen, lässt sich von dieser Offenbarung jedoch nicht von ihrem erklärten Ziel abbringen. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Robbie, dem Winterprinzen Ash und der listigen Katze Grimalkin macht sie sich auf eine abenteuerliche Suche nach Ethan. Auf ihrem Weg begegnet sie nicht nur Kobolden, Satyren und eisernen Feen, sondern verliebt sich auch hoffnungslos in den geheimnisvollen, kühlen Ash. Doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, wenn zwischem ihrem Vater und Mab, der Königin der Winterfeen, ein andauernder magischer Krieg herrscht?

Eigentlich hat Julie Kagawa mit ihrer magischen Welt und den eisernen Feen, welche diese bedrohen, eine interessante Idee geboren, richtig umgesetzt hätte daraus sogar ein tolles Fantasy-Epos werden können. Leider wurde die Handlung erst ab der zweiten Hälfe richtig spannend, die ersten zweihundert erklärenden Seiten zogen sich schleppend dahin. Mit dem Auftritt der eisernen Feen und der beginnenden Liebesgeschichte zwischen Meghan und Ash kommt dann endlich Leben in die Geschichte, und man beginnt, mit den Protagonisten mitzufiebern. Richtig hineinfühlen in Kawagas Feenwelt konnte ich mich jedoch in keinem Moment. Dafür waren die Dialoge einfach zu einseitig, die Charaktere zu flach (ich will eigensinnige, starke, einzigartige, menschliche Figuren!) und die Szenarien zu oberflächlich beschrieben.
Ein guter Fantasy-Roman muss mich in den Bann ziehen, Teil dieser unvergleichlichen Welt werden lassen. "Plötzlich Fee" hat das leider nicht geschafft, der Roman ist nett - aber nett reicht einfach nicht...
3 Bücher vergebe ich für die kreative Idee und den doch recht einfallsreichen letzten Abschnitt der Geschichte!

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(93)

206 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 33 Rezensionen

zwerge, magie, geschwister, fantasy, kinder

Emerald

John Stephens , Alexandra Ernst , John Stephens , Jon Foster
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.01.2011
ISBN 9783570152928
Genre: Fantasy

Rezension:

Im zarten Alter von ein, zwei und vier Jahren werden die Geschwister Emma, Michael und Kate von ihren Eltern getrennt und verbringen die darauffolgenden zehn Jahre in unzähligen verschiedenen Waisenhäusern.
Als das Schicksal sie nach Cambridge Falls in das Haus des mysteriösen Dr. Pym führt, beginnt für die Geschwister eine wundersame, magische Reise. Durch das Buch Emerald, eine der mächtigen drei Chroniken vom Anbeginn, gelangen sie in eine gefährliche fremde Zeit. Als sie schließlich erkennen, wie viel Kraft und Bedeutung in ihren eigenen Fähigkeiten steckt, ist es schon fast zu spät.
Können sie die Kinder von Cambridge Falls retten und verhindern, dass das magische Buch Emerald in die falschen Hände kommt?

Die magische Welt in Emerald ist zauberhaft, wundervoll und gefährlich - von der ersten Zeitreise an, war ich mitten drin im Geschehen, fieberte mit der von Verantwortung geplagten Kate mit, fürchtete mich um Michael in den Fängen der Gräfin und am allermeisten litt ich mit Emma, in Sorge um ihren so liebgewonnen neuen Freund...
Die Chroniken vom Anbeginn sind fantastisch, humorvoll erzählt, unglaublich einfallsreich, mit rasanten Handlungen und überraschenden Wendungen. Es fiel mir tatsächlich schwer, das Buch immer wieder wegzulegen, denn der Autor beherrscht es beinahe meisterhaft, die Neugier am Ende eines Kapitels so weit zu schüren, dass man sich ein aufs andere Mal denkt "Ach, ein Kapitel noch..."
Die Handlung gipfelt in einem furiosen Finale, spannend und temporeich bis zur letzten Seite. Kaum denkt man sich, DAS war's jetzt aber, legt Stephens noch ein Schäufelchen nach und bringt so kreative, interessante Lösungen für seine im Buch aufgeworfenen Konflikte, dass man das Buch einfach nur begeistert beenden kann.
Ein großes Plus war für mich auch die Vielschichtigkeit der Charaktere. Kates Loyalität, Michaels Klugheit und Emmas Mut, gleichzeitig aber auch ihre allzu menschlichen Fehler, wie eine kindliche Naivität, unüberlegte Entscheidungen oder waghalsiger Übermut, machen die Protagonisten für mich so sympathisch. Die Gespräche der Geschwister untereinander waren so authentisch, dass man sich tatsächlich mitten in einem Streit oder einer Unterhaltung zwischen Bruder und Schwester wiederzufinden glaubte.
Ein wunderschönes Buch über Freundschaft und Mut, Zauber und Magie, die Kraft des Willens und der Liebe. Wer die magische Welt von Narnia mochte, wird Emerald lieben! Ein MUSS für alle Fantasy-Freunde.

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(537)

1.098 Bibliotheken, 13 Leser, 12 Gruppen, 183 Rezensionen

märchen, liebe, mord, drogen, anna

Der Märchenerzähler

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2011
ISBN 9783789142895
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Abel ist anders, ganz anders als die Musterschülerin Anna. Er schwänzt die Schule, hält sich als Drogendealer über Wasser und macht sich durch seine abweisende, undurchschaubare Art selbst zum Außenseiter. Anna, die so gut wie nichts über ihn weiß und nur seine mit Vorurteilen behaftete Fassade kennt, ist überrascht, als sie durch Zufall einen liebevollen Abel kennenlernt, der sich rührend um seine kleine Schwester Micha sorgt und kümmert. Seit dem plötzlichen Verschwinden ihrer Mutter sind die beiden auf sich gestellt und Abel tut alles, um Micha zu beschützen und ihr ein besseres Leben als sein eigenes zu ermöglichen. Langsam gewinnt Anna sein Vertrauen und Abel und Micha zeigen ihr ihre eigene Welt. Abel erzählt den beiden ein Märchen, wundervoll, traurig und tief berührend. Als Anna merkt, wie die Grenzen zwischen Realität und Fantasie zu verschwimmen beginnen, immer mehr Parallelen zwischen dem Märchen und der Wirklichkeit auftauchen und sich Stück für Stück eine grausame Geschichte offenbart, ist es schon fast zu spät - denn Anna hat sich hoffnungslos in den Märchenerzähler verliebt...

Der Märchenerzähler ist wahrscheinlich das traurigste Buch, das ich jemals gelesen habe. Und das berührendste. Und das verstörendste. Und doch auch eines der schönsten. Während des Lesens waren meine Nerven zum Zerreissen angespannt, mein Herz hat geklopft, ich war mittendrin im Leben von Anna und Abel. Die zweite Hälfte des Buches habe ich in einem Stück durchgelesen, einfach, weil ich es nicht ausgehalten hätte, nicht zu wissen, wie es weitergeht. Antonia Michaelis hat es geschafft, mich mit ihrer Welt zu verzaubern, ihr Schreibstil ist sehr eigen, aber wundervoll, ihr Worte immer passend gewählt, die Gefühle von Liebe und Freundschaft werden so natürlich und ohne jeglichen Kitsch getroffen, dass man von einem Sog gepackt und noch lange nach der Lektüre nicht losgelassen wird. Tatsächlich habe ich nach Ende der Geschichte sehr viel geweint und mir gewünscht, es ginge noch weiter, einfach weil mich die Welt so sehr berührt hat. Definitiv eine Leseempfehlung für Erwachsene und Jugendliche ab 14.

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(684)

1.093 Bibliotheken, 13 Leser, 8 Gruppen, 97 Rezensionen

thriller, vergewaltigung, serienmörder, mord, miami

Cupido

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 01.03.2004
ISBN 9783805207737
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

An einem schwülen Sommerabend wird die New Yorkerin Chloe, Anwältin in spe, Opfer einer grausamen Gewalttat. Ein Unbekannter mit einer Clownmaske dringt nachts in ihr Appartement im Erdgeschoß ein, vergewaltigt sie und lässt die junge Frau schwer verletzt zurück - mit großem Glück überlebt sie den Angriff, doch nichts ist mehr wie zuvor. Die Beziehung zu Freund Michael geht in die Brüche, sie wird unnahbarer, lebt still und zurückgezogen jede Nacht mit den furchtbaren Alpträumen - denn ihr Vergewaltiger, der nie gefasst wurde, ist immer noch da draußen.
12 Jahre später ist das Verbrechen verjährt, die Wunden verheilt, der Name geändert, die Stadt des Verbrechens verlassen. Aber es bleiben Narben, an Körper und Seele.
Chloe, C.J. genannt, ist nun eine erfolgreiche, ehrgeizige Staatsanwältin und fungiert als Hauptermittlerin in einem heiklen Mordfall. Der Serientäter, genannt Cupido, vergewaltigt, tötet und verstümmelt seine Opfer auf eine besonders grausame, unmenschliche Weise. Als ein Verdächtiger festgenommen wird und C.J. ihm vor Gericht gegenüber treten muss, erlebt sie eine böse Überraschung...

Der Alptraum jeder Frau - ein Mann dringt in dein Schlafzimmer ein, du bist wehrlos, und doch fühlst du dich schuldig... Jilliane Hoffman schildert Chloes Schicksal so glaubwürdig und authentisch, dass man glaubt, den Vergewaltiger im Dickicht kauern zu sehen. Chanel No.5 riechen zu können. Die Angst im Nacken zu spüren. Nicht nur einmal war ich so von der Geschichte gepackt, dass ich wirklich mit Chloe / C.J mitgelitten, mitgefiebert, mitgezittert habe. Jilliane Hoffmans eigene Erfahrungen als Staatsanwältin machen den Thriller besonders glaubhaft und realistisch.
Warum ich ein halbes Buch abziehe? Die Spannung gegen Ende des Buches ist fast zerreissend, so sehr schaukelt sich das Drama auf, spitzt sich die Lage immer weiter zu. Und doch hätte ich vom eigentlichen Schluss noch ein Fünkchen mehr erwartet, der Spannungsbogen verspricht mehr, als das eigentliche Finale halten kann.

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(51)

120 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 22 Rezensionen

mord, zeugen, nachbarn, sozialstudie, gewalt

Ein Akt der Gewalt

Ryan David Jahn , Teja Schwaner
Fester Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.02.2011
ISBN 9783453266797
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Um vier Uhr morgens, als Cat Marino gerade von der Arbeit in einer Bar nach Hause kommt, wird die junge Frau Opfer eines brutalen Überfalls. Ein Mann sticht mehrere Male auf sie ein und lässt sie blutend im Innenhof ihres Appartementkomplexes zurück. Catrina weint und schreit, ruft um Hilfe. Ihre Nachbarn, viele von ihnen stehen an hell erleuchteten Fenstern und sehen zu, hören ihre Schreie - doch keiner unternimmt etwas. Sie alle sehen, dass vor ihrer Haustür etwas Schrecklickes passiert, doch sie haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Denken, dass bestimmt schon jemand die Polizei gerufen hat. Dass jemand anderes sich darum kümmern soll. Wollen nicht hineingezogen werden.
Patrick, der von seinem Vater im Stich gelassen wurde und für seine kranke Mutter sorgen muss. Diane, die von ihrem Mann betrogen wird. Thomas, der Angst hat, sich seinen Gefühlen zu stellen. Oder Peter und Anne, deren Ehe beinahe an einem lustvollen Abenteuer zerbricht.

Ein Akt der Gewalt hat mich betroffen, wütend und traurig gemacht. Mitzuerleben, wie die Menschen ignorieren, was vor ihren Augen passiert, welche Gewalt einer jungen Frau angetan wurde, die verhindert hätte werden können, hätte jemand eingegriffen. Die Geschichte basiert auf auf einer wahren Begebenheit und spielt in den 60er Jahren. Themen wie Rassenkonflike, Homosexualität und Sterbehilfe werden aufgegriffen. Abwechselnd erzählt Jahn aus der Perspektive unterschiedlicher Menschen, wie sie die Nacht des Angriffs auf Cat erleben. Sie alle haben Probleme, manche belanglose, manche tiefergehende, doch sie alle können nicht rechtfertigen, weggesehen zu haben, darauf vertraut zu haben, dass ein Anderer sich des Mädchens annehmen wird, die Polizei rufen wird, eingreifen wird.
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Charaktere und ihre Geschichten sind vielfältig und interessant. Bei der Beschreibung von Gewaltakten nimmt Jahn kein Blatt vor den Mund, er erzählt die Dinge wie sie passieren, scheut sich nicht, sie detailreich zu beschreiben und löst so beim Leser noch mehr Betroffenheit aus. Zu sagen, mir hat das Buch gefallen, wäre ein falscher Ausdruck für diese Geschichte, denn etwas so Furchtbares kann man nicht mit dem Wort "gefallen" beschreiben. Doch ich finde, dass es ein sehr wichtiges Buch ist, denn die Thematik der fehlenden Zivilcourage ist heute genauso aktuell wie vor 40 oder 50 Jahren!

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(73)

170 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

nephilim, engel, liebe, kampf, fantasy

Der Kuss des Morgenlichts

Leah Cohn
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 12.05.2011
ISBN 9783596186723
Genre: Romane

Rezension:

Als die 19-jährige Klavierstudentin Sophie den ebenso geheimnisvollen wie talentierten Cellisten Nathan kennenlernt, verliebt sie sich auf den ersten Blick. Verzaubert von ihrer wundervollen gemeinsamen Musik und der faszinierenden Aura, die ihn umgibt, schenkt sie ihm ihr Herz. Sie verbringen einen Sommer voller Zweisamkeit, unterbrochen nur von kurzen Momenten des Zweifels, wenn Nathan wieder einmal ohne Vorwarnung für einige Tage von der Bildfläche verschwindet. Doch dann ist der Sommer vorbei und eines Tages verlässt Nathan sie unerwartet und ohne eine Erklärung. Erst viele Jahre später wird Sophie den wahren Grund dafür erfahren: Nathan ist Teil einer uralten Rasse - er ist ein Nephil, ein gefallener Engel, unsterblich, auf der Erde gefangen, um einen Auftrag zu erfüllen...

Ein Buch, dass in Salzburg spielt und darüber hinaus einen großen Schwerpunkt auf das Thema Musik legt? Genau das Richtige für mich! Endlich einmal einen Fantasy-Roman einer österreichischen Autorin zu lesen war eine interessante Erfahrung, denn so breit sind diese ja nicht gestreut. Der Kuss des Morgenlichts war definitiv eine unterhaltsame, spannende Lektüre, die ich weiterempfehlen kann. Der Sprachstil von Leah Cohn ist flüssig und stimmig, die Schauplätze und Charaktere anschaulich dargestellt. Die Geschichte selbst ist einfallsreich, gut recherchiert (hier schlägt wohl das theologische Studium der Autorin durch) und schlüssig.
Warum ich einen Punkt abziehe?
Auch wenn sich die Spannung die ganze Geschichte hindurch hielt, so setzte doch nie dieses berauschende Gefühl ein, in dem man der nächsten Seite nur so entgegenfiebert, die Seiten fast fliegen, dieser absolute Spannungshöhepunkt.
Außerdem - ich kann mir nicht helfen - war ich von Sophie zeitweise ein kleines bisschen genervt, anstatt mich in sie hineinversetzen zu können. Das kann aber auch daran liegen, dass ich generell wenig für Charaktere mit extremen Selbstzweifeln übrig habe, die sich andauernd Gedanken darüber machen, ob sie ihrer großen Liebe / ihrem Traumberuf usw. auch genug werden können (Das war auch bei der Bis(s)-Reihe mein Kritikpunkt...)
Die Fortsetzung, Der Fluch der Abendröte, wird aber sicher - wenn denn mal Zeit bleibt - gelesen werden.

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(87)

171 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 48 Rezensionen

musik, liebe, london, tod, träume

Das Lied der Träumerin

Tanya Stewner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 10.03.2011
ISBN 9783841421166
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Angelia ist eine Träumerin, Musik bedeutet ihr alles. Wenn sie Klavier spielt, wenn sie singt, dann ist das Magie, dann ist sie Musik. Als ihr Vater stirbt, beschließt sie, nach London zu ziehen und ihren Traum zu leben, als Sängerin den großen Durchbruch zu schaffen - denn London ist die Stadt, wo Träume wahr werden. Dort zieht sie in eine WG mit den Brüdern Josh und Jeremy, die ungleicher nicht sein könnten. Der liebenswerte, kreative Josh, ein Träumer wie sie, ihr Seelenverwandter, und der geheimnisvolle, unfreundliche Jeremy, der sie mit nur einem Blick oder einem Wort aus der Fassung zu bringen vermag. Gemeinsam mit den beiden erlebt Angelia die Höhen und Tiefen des Ruhms, der Liebe, der Freundschaft und des Lebens.

Ein wunderbar philosophisches Buch. Unfassbar, wieviel heiteres, kluges, tiefsinniges, trauriges, lebensfrohes, berührendes und zum Denken anregendes in 388 Seiten Platz hat - ein Buch, dass alle meine Sinne und Emotionen erfasst hat. Die übersprudelnde Lebensfreude, mit der Angelia ihr Leben genießt, ist wirklich ansteckend. Sie erinnert mich daran, auch die kleinen, oft unauffälligen Schönheiten und Besonderheiten des Lebens zu schätzen und es in vollen Zügen zu genießen. Lebe im Hier und Jetzt, genieß den Augenblick, schöpfe aus jeder Sekunde - das habe ich aus Das Lied der Träumerin mitgenommen. Die wundervollen Zitate aus dem Alchimisten und verschiedenen Liedtexten und Gedichten ergänzen die Geschichte so harmonisch, als wären sie dafür gemacht. Neben der fröhlichen hat die Geschichte allerdings auch eine sehr traurige Seite, die Kehrseite der unbändigen Lebensfreude, die resignierte Depression. Wie wichtig, dass die Autorin auch die Schattenseiten des Lebens gezeigt hat, denn ansonsten hätte das Buch leicht klischeehaft oder kitschig wirken können.
Die Sprache ist sehr flüssig, stimmig, einfach zu lesen, aber in ihrer Leichtigkeit und Schlichtheit doch so besonders.
Einen halben Punkt Abzug gibt es dafür, dass ich mir den Musik-Aspekt ein wenig ausgeprägter gewünscht hätte. Spielt die Gesangskarriere zu Beginn noch eine essenzielle Rolle, so nimmt sie im Verlauf des Buches einen eher peripheren Part ein - die großen Themen sind schließlich Liebe, Freundschaft und das Leben. Nicht, dass ich mich daran gestört hätte, ich habe nur etwas Anderes erwartet. Trotz des klitzekleinen Kritikpunkts: uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits!
Ein tolles Buch, liebe Frau Stewner - ich wünsche mir mehr davon!

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(12)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liszt, obsession, musik, pianist, liebe

Die Teufelssonate

Alex van Galen , Arne Braun , Alex van Galen
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.05.2011
ISBN 9783458357209
Genre: Romane

Rezension:

Der populäre Klaviervirtuose Mikhael Notovich wird während eines seiner Konzerte wegen Mordverdachts festgenommen. Das Opfer? Seine Freundin Senna. Blutverschmiert und verstört spielt Notovich berauscht und wie von Sinnen furiose Musik von Liszt, er kann sich nicht erinnern, was mit Senna passiert ist - ihr mysteriöses Verschwinden umgibt ein tiefes schwarzes Loch, wie so oft schon, wenn der gefeierte Pianist vollends in seinen Improvisationen um Liszt aufging, die Welt um ihn herum verschwamm und er sich an Nichts erinnern konnte.
Nur der geheimnisvolle Pianist Valdin, der eines Tages wie aus dem Nichts die Musikwelt im Sturm zu erobern scheint, behauptet, zu wissen, was sich während des Blackouts Notovichs ereignet hat und was Senna zugestoßen ist. Notovich begibt sich in ein verstrickes, obsessives, teuflisches Spiel... Ist es schließlich gar die Musik, ihre Macht und ihre Leidenschaft, die ihn an seinem Verstand zweifeln lässt?

Die Teufelssonate hat mich aufgrund seines packenden Klappentextes und des ansprechenden Covers sofort neugierig gemacht. Ein Roman über die Macht der Musik, ein geheimnisumwobener Künstler, vielleicht sogar ein Pakt mit dem Teufel? Für mich der Stoff, aus dem gute Bücher gemacht sind - beim Lesen musste ich oft an Carlos Ruiz Zafóns Spiel des Engels denken...
Das Buch liest sich leicht und flüssig, aber keineswegs seicht. Die Charaktere sind interessant, besonders Notovichs Freundin Senna konnte mich mit ihrem außergewöhnlichen Auftreten und Verhalten sofort in die Geschichte hineinziehen.
Freunde klassischer Musik werden an dem Buch definitiv mehr Freude haben als jene, denen Komponisten wie Chopin, Rachmaninov und Liszt sowie deren Werke kaum bekannt sind, denn diese Musikstücke und ihre Bedeutung, Wirkung, Entfaltung und Interpretation spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle.
Obwohl sich durch den gesamten Roman eine tolle, greifbare Spannung zieht, war mir die Auflösung des Rätsels doch nicht genug. Bis zum Schluss hatte ich praktisch keine Ahnung, was in jenen Stunden wirklich zwischen Senna und Notovich vorgefallen war, hatte auch keine Vorstellung davon, was sein könnte. Das tatsächliche Ende war mir dann einfach zu wenig komplex, zu farblos. Die virtuose Musik, die Alex van Galen so treffend und bildhaft zu beschreiben vermag hätte meiner Ansicht nach ein noch furioseres Finale zaubern können.
Fazit: eine kurzweilige, unterhaltsame, spannende Lektüre mit kleinen Schwächen - 4 Sterne von mir!

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308 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

hass, fluch, tod, liebe, mord

Seven SOULS

Barnabas Miller , Jordan Orlando , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2011
ISBN 9783401064482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mary ist das beliebteste Mädchen der Schule. Hübsch, charmant und schlagfertig. Sie hat die gefragtesten Freundinnen und den heißesten Freund. Doch weiß sie, dass sie auch die meisten Feinde hat? Weiß sie, dass es Menschen gibt, die ihr Leben aufs Spiel setzen würden, die sie hinter ihrem Rücken als "Miststück" bezeichnen, die sie hassen?
Mary Shayne ist das meist gehasste Mädchen der Schule und deshalb muss sie sterben, doch ihr Tod ist erst der Anfang ihres Leidens. Noch einmal muss sie den schrecklichsten Tag ihres siebzehnjährigen Daseins durchleben, und den Grund für ihren Tod am eigenen Leib erfahren...

"Wen hasst du am meisten? Wie weit würdest du gehen? Heute ist der Tag zum Handeln." - so der Klappentext des neuen Jugend-Thrillers im Arena-Verlag.
Ein richtiger Pageturner - so mein erstes Fazit, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe. Knapp zwei Tage habe ich gebraucht, um durch die Seiten zu fliegen, so sehr hat mich die knapp 400 Seiten starke Handlung gefesselt.
Die Autoren werfen den Leser sofort mitten ins Geschehen, hinein in Marys Welt voller Komplimente und Designerklamotten. Hier gleich der erste Kritikpunkt - das andauernde Nennen verschiedener Kleidungs- oder Schmuckmarken mag zwar Marys Oberflächlichkeit und die ihrer Freunde sehr treffend zeigen, ist jedoch für den Leser hin und wieder einwenig zu viel des Guten und unterbricht den Lesefluss.
Der erste Teil des Buches erzählt von Marys Geburtstag, dem Tag ihres Todes. Viele geheimnisvolle, mysteriöse Dinge geschehen, die weder der Leser noch Mary selbst verstehen können. Erst im zweiten Teil des Buches erfährt man nach und nach die Hintergründe des Geschehens und welche tiefe, grauenvolle Wahrheit sich hinter ihrem Schicksal verbirgt.
Die Ereignisse nach und nach zu Entschlüsseln, selbst mitzurätseln und mitzufiebern, finde ich stets sehr spannend. Ich liebe Bücher, die Indizien aufwerfen und den Leser zum Mitdenken anregen.
Leider finde ich die eigentliche Auflösung der Geschichte ein wenig zu abstrus und an den Haaren herbeigezogen.
Die Erklärung der Autoren ist schlüssig, und doch ist die Handlungsweise der Charaktere sehr.... sagen wir mal eigen.

Vier Sterne vergebe ich für ein spannendes, unterhaltsames Jugendbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Richtig beeindruckend oder tiefgründig ist es allerdings nicht. Trotzdem eine Kaufempfehlung für jeden, der eine packende Urlaubslektüre sucht.

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182 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 20 Rezensionen

new york, liebe, italien, paris, freundschaft

Noch ein Tag und eine Nacht

Fabio Volo , Peter Klöss
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2011
ISBN 9783257240900
Genre: Romane

Rezension:

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – ein bisschen mutet die Geschichte in Noch ein Tag und eine Nacht schon daran an… Jeden Morgen sieht der Italiener Giacomo auf dem Weg zur Arbeit eine junge Frau in der U-Bahn, die gemeinsame morgendliche Fahrt wird fast zum täglichen Rendezvous, er traut sich jedoch nie, sie anzusprechen. Gelegentliche Blicke und flüchtige Berührungen sind das höchste der Gefühle, bis die junge Frau sich ihm eines Tages als Michela vorstellt und ihn auf einen Kaffee einlädt. Giacomo schwebt ihm siebten Himmel, bis er erfährt, dass sie am nächsten Tag abreisen wird, um eine neue Arbeitsstelle in Manhattan anzutreten.
Monatelang versucht Giacomo, Michela aus seinem Kopf zu bekommen, trifft andere Frauen, will sich ablenken, doch nichts lässt ihn die geheimnisvolle junge Frau vergessen.
Und schließlich befolgt er den Rat seiner besten Freundin Silvia und macht sich auf den Weg nach New York, um herauszufinden, was das Schicksal für Michela und ihn bereithält…

Die Geschichte von Giacomo und Michela ist unheimlich berührend, ohne kitschig zu werden. Ihre Gespräche, ihre Ausflüge, ihre Stunden miteinander, all das ist so unbekümmert und natürlich erzählt, dass man das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein.
Fabio Volos Sprache liest sich leicht und flüssig, hat aber Wiedererkennungswert. Oft musste ich laut auflachen, so treffend beschreibt er viele Szenen, besonders alltägliche Dinge, Kleinigkeiten, und plötzlich denkt man sich – Oha! Genau das, habe ich mir schon so oft gedacht!
Giacomo ist ein sehr liebenswürdiger, eigenwilliger Charakter, dessen Marotten ihn so sympathisch machen, dass man konsequent mit ihm mitfiebert, mitliebt und mitleidet. Auch Michela hatte von Anfang an etwas Besonders, das gewisse „Tüpfelchen auf dem I“, das aus einem O815-Charakter eine lebendige Person macht.
Ich kann die Geschichte jedem weiterempfehlen, der einen unterhaltsamen Roman über Freundschaft und Liebe lesen möchte, gespickt mit einer Prise Humor und wunderbaren Einblicken in das New Yorker Stadtleben. Wer die Weltmetropole selbst schon besichtigt hat, wird besonders viel Freude daran haben. „Noch ein Tag und eine Nacht“ ist wunderbar romantisch, driftet aber nie ins Kitschige ab, was es auch für mich, die ich ansonsten eher dem Krimi- oder Fantasygenre zugeneigt bin, zu einem kurzweiligen Lesevergnügen gemacht hat, das mir bestimmt lange in Erinnerung bleibt.

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

formel 1, liebe, rennfahrer, luis, daisy

Einmal rund ums Glück

Paige Toon , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Krüger Verlag, 06.07.2011
ISBN 9783810520319
Genre: Liebesromane

Rezension:

Daisy, die gemeinsam mit ihrer besten Freundin als Hostess bei der Formel 1 arbeitet, hat die Nase gestrichen voll von Männern. Ihr berühmter Ex geistert noch immer in ihrem Kopf herum, ihr Vater ist ein ignorantes Arschloch und die beiden Rennfahrer, Will und Luis, scheinen auch zur komplizierten Sorte zu gehören – der eine glücklich liiert mit der Sandkastenliebe, der andere ein aufbrausender Casanova. Singapur, Monaco, Australien – Daisy reist auf dem ganzen Erdball herum und erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wird Daisy ihr Herz an einen Mann verlieren, der täglich sein Leben und seine Liebe für einen Sieg auf der Rennstrecke aufs Spiel setzt?

Mein Fazit: Eine turbulente, mitreißende, unterhaltsame Liebesgeschichte.
Daisy ist ein liebenswürdiger, menschlicher Charakter und so fällt es einem nicht schwer, von Anfang an mit ihr mitzuleiden, sich zu freuen, Tränen zu vergießen und zu lachen.
Ihre Freundin Holly war mir – ehrlich gesagt – ein wenig unsympathisch. Manchmal hat sie sich einfach unlogisch und nicht wie eine beste Freundin verhalten.
Die Geschichte beginnt ein bisschen träge, nimmt aber nach den ersten Seiten richtig an Fahrt auf und bleibt bis zum Ende spannend und abwechslungsreich. Auch wenn der Ausgang des Szenarios von Anfang an absehbar war, weist das Buch keine störenden Längen auf.
Einziger Kritikpunkt meinerseits ist die doch sehr einfache Sprache. Das Buch ist nett erzählt, hat aber nicht den geringsten Tiefgang. Wer hier eine sprachliche Glanzleistung sucht, ist fehl am Platz. Kurz gesagt: Die Geschichte wird so erzählt, wie ich sie meiner besten Freundin am Telefon erzählen würde.
Nichtsdestotrotz ist „Einmal rund ums Glück“ eine tolle Strand- und Sommerlektüre, etwas Leichtes für zwischendurch, aber bestimmt kein Meisterwerk. Dafür gibt’s 4 Bücher von mir.

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1.236 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 179 Rezensionen

liebe, drachen, draki, fantasy, jäger

Firelight - Brennender Kuss

Sophie Jordan , Julia Sroka
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.08.2011
ISBN 9783785570456
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jacinda ist eine Draki - ein Mädchen, das sich in Drachengestalt verwandeln und fliegen kann. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Tamra lebt sie in einem Rudel in den Bergen, fernab von den Menschen und den Gefahren, die den Drakis lauern: die Drachenjäger, die es auf ihr purpurnes Blut abgesehen haben.
Doch dann begeht Jacinda einen folgenschweren Fehler, ist zu unvorsichtig und gerät ins Blickfeld der Jäger.
Sie müssen fliehen vor den Konsequenzen, die Jacinda im Rudel drohen, und fernab von den Bergen, in einer Stadt mitten in der Wüste, ein neues Leben beginnen. Jacinda leidet, denn die Hitze und die Trockenheit drohen, ihren Draki zu töten, doch dann begegnet sie Will. Der Junge, der ihr schon einmal das Leben gerettet hat. Der Junge, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt hat, der ihren Draki am Leben erhält. Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn Will gehört zu einer Familie von Drakijägern und bald schwebt Jacinda erneut in großer Gefahr...

Drachen in Menschengestalt - eine sehr schöne, neue Idee. Die Geschichte beginnt spannungsgeladen, sofort wird man mitten hineingeworfen in das nervenaufreibende Geschehen. Wäre es doch bloß so weitergegangen.
Bin ich zu Beginn noch von einer Seite zur nächsten geflogen, in eifriger Erwartung, was als Nächstes geschehen mag, so fängt das Buch nach der ersten anfänglichen Spannung allmählich an, sich ein wenig zu ziehen. Für meinen Geschmack ist die Liebesgeschichte zwischen Will und Jacinda einfach zu ausgeprägt und nimmt den größten Teil der Geschichte ein. Ich hätte mir ein bisschen mehr Abenteuer gewünscht, ein bisschen mehr von den Drakis, ihrer Geschichte, ihrer Lebensweise. Den Großteil des Buches machen eindeutig Jacindas Gedanken in ihrer Hin- und Hergerissenheit aus, ob sie Will nun vertrauen kann, oder nicht. Gerade zum Ende hin, wo die Geschichte an Fahrt auf nimmt, hätte ich mir noch mehr Action gewünscht, ein bisschen Nervenkitzel. Zu keinem Zeitpunkt hat mich Jacindas Schicksal so eingenommen, dass ich richtig mit ihr mitgefiebert, mitgelitten, mitgehofft hätte.
Die Charakter sind sehr lebendig geschildert, allerdings hätte ich mir noch ein wenig mehr Handlung gewünscht, anstelle von Jacindas Gedanken. Der Schreibstil liest sich flüssig, die Autorin baut einige schöne Metaphern ein, die an manchen Stellen allerdings gezwungen klingen bzw. sich des öfteren wiederholen.
Zur Geschichte allgemein muss ich sagen, dass ich die Grundidee spitze finde, mich aber zwei Dinge gestört haben.
1. Die vielen Parallelen zu anderen YA-Romanen: Er, wahnsinnig attraktiv und anziehend, hat noch nie ein Mädchen an der Schule beachtet, bis sie auf der Bildfläche auftaucht. (- Twilight) Er fehlt sehr oft in der Schule, weil er angeblich mit seiner Familie Angelausflüge macht. (- Twilight, Campingausflüge) Sie fragt sich, was er eigentlich an ihr findet. (-Twilight)
Das ganze Buch habe ich darauf gewartet, dass mich irgendeine Szene, irgendein Gefühl der Protagonisten wirklich überrascht, leider ist dieser Moment nicht gekommen.
2. Das offene Ende. Cliffhänger, gut und schön, man weiß ja, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt. Allerdings endet das Buch, ohne auch nur einzelne Handlungsstränge abzuschließen, was ich persönlich sehr wichtig finde. Natürlich müssen gewisse Fragen offen bleiben, allerdings finde ich es auch sehr schön, wenn man das Buch auch für sich lesen kann, ohne zwei weitere Bände im Hinterkopf. Andere mag dieser Punkt vielleicht gar nicht stören.
Für Brennender Kuss, den Auftakt der Firelight-Trilogie, gibt es von mir 3 Sterne. Abgesehen von den vielen Kritikpunkten, war es ein nettes Buch mit einer tollen Grundidee. Vielleicht kann die Autorin in den Folgebänden mehr überzeugen? Ich bin gespannt.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

freundschaft, schule, blut, probleme, kyle chase

DU bist dran!

Charles Benoit , Mareike Weber
Fester Einband: 214 Seiten
Erschienen bei cbt, 18.08.2011
ISBN 9783570161234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kyle Chase, 15 Jahre, ein stinknormaler Teenager, hat mit alltäglichen Problemen zu kämpfen. Seinen Eltern, die ihn jeden Tag damit nerven, sich endlich einen Job zu suchen, den Lehrern, die ihn oft ungerecht behandeln und der Liebe, der Angst, Ashley zu gestehen, was er für sie empfindet. Dann tritt Zach in sein Leben, der selbstbewusste, rebellische Zach, der sich von niemandem etwas verbieten lässt. Und mit Zach tritt das Böse in sein Leben, ein teuflisches Spiel, eine berechnende Manipulation, eine grausame, quälende Angst. Die Angst um ihn selbst und um die, die er liebt…

Meine Kritikpunkte:

- Die Erzählperspektive, sehr ungewöhnlich in der 2. Person. Selten hat mich etwas beim Lesen so dermaßen genervt, wie das ständige „Du machst das, und du fühlst dich so und so.“ Damit sollte wohl ein Hineinversetzen möglich werden und eine Nähe geschaffen werden. Hat bei mir nicht funktioniert. Das ganze wäre – meiner Meinung nach – aus der Sicht eines Ich-Erzählers wesentlich authentischer rübergekommen. Ich war teilweise wirklich irritiert beim Lesen, andere mögen sich davon vielleicht nicht gestört fühlen…
- Das Ende. Erst gegen Ende kommt eigentlich richtig Fahrt in die Geschichte. Ein Psychothriller? Nein, dazu gehören Gänsehaut, beklemmende Angst und eine so packende Spannung, dass man von einer Seite zur nächsten fliegt. Und trotzdem war dieses Ende, das einzig thrillerhafte an dem Buch, unbefriedigend, weil dermaßen offen, dass quasi alles passieren könnte. Ein bisschen im Dunkeln lassen ist okay, der Leser muss nicht alles wissen, aber dieser schnelle Schluss war wirklich ein Schuss, der nach hinten losging…
- Kyles Ghettosprache, das viele Fluchen und seine Resignation in dem System, in dem er lebt. Viele können sich vielleicht damit identifizieren, aber ich kann nichts damit anfangen. Oft wollte ich ihn (also eigentlich mich, das bist ja du, oh Gott ist das verwirrend) einfach nur wachrütteln und sagen: „Das Leben ist, was du daraus machst, steh auf und tu was dafür!“

Die Pluspunkte:
- Der gesellschaftskritische Ansatz hinter der Geschichte, die Zweifel am Schulsystem. Ein tolles Beispiel ist meine Lieblingsszene aus dem Buch (siehe oben.)
- Die an sich sehr gute Grundidee des Buches, in deren Umsetzung es einfach zu viele Stolpersteine gab. Allein eine andere Erzählperspektive hätte meine Meinung schon stark geändert.

Eigentlich wollte ich dem Buch 3 Punkte geben, nachdem mir aber jetzt, erst nach dem Rezensieren aufgefallen ist, wie stark die Kritikpunkte dem Positiven gegenüberstehen werden es wohl doch nur zwei…

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