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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

thriller

Ich töte dich

Brenda Novak , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 04.12.2017
ISBN 9783746633572
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"... fragte sie sich, ob ihrer Assistentin aufgefallen war, dass sie dasselbe trug wie gestern. Sie fürchtete, dass ihre Assistentin daraus schließen würde, dass sie etwas mit Amarok angefangen hatte."


Das Zitat gibt die Gedanken der Protagonistin wieder, einer erwachsenen Frau, diplomierter Psychologin mit Berufserfahrung angesichts folgender Situation: Ein schwerer Schneesturm wütet über der Kleinstadt in Alaska, ihr Auto hat eine Panne, sodass sie nachts nicht nach Hause fahren konnte. Ein unfassbar brutaler Mord wurde begangen, und es besteht der nahe liegende Verdacht, dass einer der Insassen der psychiatrischen Haftanstalt, in der sie arbeitet, ihn begangen hat.


Aber natürlich, die einzige Frage von Belang ist, ob ihre Assistentin sich Gedanken machen könnte um ein bisschen Kuschelsex mit dem Kleinstadt-Sheriff. Das ist mit für einen Krimi/Thriller dann doch inhaltlich etwas zu anspruchslos. Im Übrigen exemplarisch für den ganzen Roman.


Darüber hinaus fand ich den Plot zu vorhersehbar.

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194 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 66 Rezensionen

schweden, krimi, homosexualität, mord, jerusalem

Später Frost

Kerstin Signe Danielsson , Roman Voosen
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.09.2012
ISBN 9783462044492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vornweg: Furchtbarer Klappentext. Mir wäre dieser wirklich lesenswerte und spannende Krimi fast entgangen, weil der Klappentext in Richtung Politkrimi suggeriert und mich dieses Genre gar nicht interessiert. Darum handelt es sich eindeutig nicht, im Gegenteil, menschlich-persönlicher könnten Abgründe kaum sein.


Einen halben Stern habe ich abgezogen, weil mich die beiden Familiennamen Forss und Frost für 2 Hauptfiguren im gleichen Buch furchtbar genervt haben, hallo Copy Editing? Das mag kleinlich sein, aber es ist ja meine Rezension. Ich habe den Krimi gehört und nicht gelesen, es hat mich wirklich gestört, nicht zuletzt auch, weil die Personen schwedentypisch fast ausschließlich mit ihren Familiennamen genannt werden. Im Übrigen wird das Audiobook ausgesprochen gut von Thomas Sarbacher interpretiert, eine tolle Stimme und ein echter Hörgenuss.


Der Roman fokussiert auf die Protagonistin Stina Forss, und das ist auch erwartbar bei einer potenziell neuen Krimi-Reihe. Die Figur ist interessant und facettenreich gezeichnet, nicht nur als positive Heldin, sondern durchaus konfliktbeladen im Umgang mit sich selbst und ihrer Umgebung. Das macht sie menschlich, aber nicht durchweg sympathisch. Ich weiß nicht, ob ich mit Stina Forss privat oder beruflich gern intensiv zu tun hätte. Gelegentlich erschienen mir ihre Gedanken für eine Frau ihres Alters und ihrer beruflichen und persönlichen Erfahrung zu jung und flach. Jedenfalls bietet diese Personalie Perspektiven für weitere Bände.


Den zweiten halben Stern Abzug, weil ich immer Probleme habe mit einsamen Wölfen bzw. hier einer Wölfin als Kriminalisten, mir erscheinen solche Konstellationen stets als unrealistisch, vor allem, wenn der einsame Wolf am Ende noch der Held ist.



Der Fall selbst ist sehr spannend, wendungsreich, intelligent und komplex aufgebaut, wobei die im Verlagstext angesprochene Verflechtung der höchsten schwedischen Kreise und Israels glücklicherweise keine echte politische Dimension einführen. Hier und da mit Who-dunnit-Anklängen, immer wieder tauchen neue Fährten und Verdächtige auf: Folter, Spionage, Erpressung, Rache, Umweltaktivisten ... ???


Alles gut gepolstert mit weiteren, fast greifbar plastischen Figuren. Ich habe mir z.B. von Ingrid Nyström, dem faulen Polizeichef und anderen ziemlich genaue Bilder im Kopf entwerfen können, die an die Stelle bloßer Namen traten.


Die Auflösung des Todes von Balthasar Frost ist nur folgerichtig aus der Handlung als tragisch hergeleitet, ich will hier gar nicht ins Detail gehen, um keine Spannung zu verderben, denn es bleibt wirklich bis zum Showdown sehr spannend.


Zum Epilog des Buches: Ich habe genau das erwartet, und jeder andere Ausgangspunkt der eigentlichen Handlung wäre enttäuschend gewesen.


Lesen Sie den Krimi, ich fand ihn toll.

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149 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

nachkriegszeit, 2. weltkrieg, hamburg, krimi, findelkind

Trümmerkind

Mechtild Borrmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.11.2016
ISBN 9783426281376
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltlich ist genügend in den vorhandenen Rezensionen gesagt worden, das spare ich mir.


Die Autorin hat uns einen sehr spannenden und klugen Roman geschenkt, der sich als "Krimi" marketingseitig sicher am besten verkaufen lässt, dessen Etikett "Krimi" der Komplexität an Genres aber nicht gerecht wird: Der weit in der Vergangenheit liegende Kriminalfall ist zwar allgegenwärtig, wird aber flankiert von historischem Roman, Drama, psychologischem Roman, Familienroman ...


Ebenso komplex das Geflecht aus 3 zeitlich, räumlich und inhaltlich zunächst getrennten Handlungssträngen, die wie ein natürlicher Fluss am Ende zu- und ineinander münden, und an deren Schluss eine Aufklärung steht, die mich zutiefst schockiert hat: Die kalte und brutale, trostlose Schilderung der Morde, die jahrzehntelangen, in Teilen erfolgreichen Verdrängungsmechanismen einer nunmehr alten Frau, deren Mangel an Empathie und sozialer Kompetenz bis in das Schuldempfinden ihrer erwachsenen Tochter reicht, die sich ihrerseits die Lebenslügen der Mutter zueigen machen wird.


Einzig Joost scheint am Ende Frieden zu finden, und zwar weniger in der Quasigewissheit um seine Herkunft, denn letzte Sicherheit braucht er nicht mehr, als in sich selbst und seinem Leben, in seiner zweiten Familie.


Echte, konsequente kriminalistische Ermittlung gibt es im Roman natürlich nicht und hätte in dieser Konstellation auch gar keinen Sinn gemacht.


Dennoch bin ich unglücklich aus der Lesung heraus gegangen, was wohl aber daran liegt, dass mein eher starrer Gerechtigkeitssinn nicht ausreichend befriedigt wurde: Mich hat tagelang beschäftigt, dass eigentlich keiner der Täter nach dem Gesetz bestraft wurde. Und hier liegt wohl auch ein Teil der Weisheit des Romans, dass ohne juristische Folgen jeder Tatbeteiligte sich und sein Leben selbst zugrunde richtete.


Das war wirklich ein bewegendes Buch.

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Tags: familiendrama, historische krimis, historischer roman, krimi   (4)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

komödie, lokalkrimi, krimi, frecher frauenroman, blaues blu

Blaues Blut

Felicitas Gruber ,
Audio CD: 5 Seiten
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.07.2015
ISBN 9783956390197
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir war der Krimi deutlich zu flach und vorhersehbar. Mehrfach findet sich in Rezensionen die Beurteilung "Frauenkrimi", und das trifft es für mich, ganz neutral gesagt, tatsächlich recht gut.


Gefallen haben mir die trotz kopfloser Leichen und anderer Hemmnisse durchweg gelöste und amüsierte Grundhaltung des Buches und die sympathischen, wenn auch leider viel zu stereotyp gehaltenen Protagonisten. Da nimmt man die gelegentlich zupackende Mordlust nicht so tragisch. Eigentlich plätscherte der ganze Krimi wie ein netter Sommerwandertag dahin.


Einen ganzen Stern Abzug gebe ich für die Darstellung des Murmel: Als ehemaliges Mops-Herrchen halte ich es für ausgeschlossen, dass ein Mops irgendeine Aggression entwickeln und beißen könnte, Möpschen sind bequem wie Menschen, immer bestens gelaunt, lieben die ganze Welt und beißen keine blutigen Wunden durch eine Hose in ein Bein (wie denn auch?, man schaue einfach mal die Zähnchen im Mopsmaul an). Und sollte ein Mops, völlig untypisch, allen Frohsinn vergessen und einen Menschen nicht mögen, dann würde er ihn, komme was da wolle, ignorieren, nicht mal mit dem Popo ansehen und schon gar keinen Biss an ihn verschwenden, schließlich schmeckt das ja nicht nach Essen.


Eigentlich wären 3,5 Sterne angebracht gewesen, geht halt nicht.

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Tags: komödie, krimi   (2)
 

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257 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

zwillinge, thriller, tod, schottland, schwestern

Eisige Schwestern

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426520147
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

400 enttäuschend langweilige Seiten. Ich habe bis zuletzt darauf gewartet, dass endlich Spannung oder zumindest eine Handlung einsetzt. Sarahs pausenloses und in ewig gleichen Worten wiederholtes Leiden war zum Fremdschämen. Dazwischen kamen in nahezu jedem Satz die Namen Lydia und Kirstie mindestens einmal vor. Ich bin mir nicht sicher, ob der Autor das beabsichtigt hat, aber ich fand sowohl die Figur der Sarah als auch die der beiden Mädchen schlichtweg nervtötend und unsympathisch. Am allerschlimmsten fand ich die immer wieder völlig unpassend in den Text gepressten Passagen aus Mystery, eklektischer Küchenpsychologie und albern-verklemmter Sexualität. Von Psychothriller, wie als Untertitel auf das Cover gedruckt, keine Spur. Mitten in Trauer und Schmerz um ihre tote Tochter kreist Sarahs Gedankenwelt vor allem um ihren maskulin-kräftigen 3-Tage-Bart-Ehemann, von dem sie viel öfter Sex möchte, als er kann; Deswegen feuert sie ihn in ihrer Vorstellung auch ständig an: "Fick mich!", "Härter!" ... eine nymphomane Trauernde mit krankhaftem Schuldkomplex, die ihren Ehemann als "ihr Eigentum markieren" möchte, Honni soit qui mal y pense, Herr Tremayne!

Die Figur von Ehemann und Vater Angus fand sich reduziert darauf, gut und männlich auszusehen, sexuell nicht ausreichend zu befriedigen, zu wenig Geld zu verdienen, der Klassiker eben, ;-)
Prinzipiell wäre er für den Plot verzichtbar gewesen.

Schade, denn die Grundidee des Romans war verheißungsvoll und hätte so viel mehr möglich gemacht, als laue Andeutungen, die wie eine Sackgasse einfach irgendwo stecken bleiben. Eigentlich lagen dem Psychothriller 2 wichtige Fragen zugrunde:

Welche der beiden Töchter ist umgekommen?
Aus welchem Grund geschah das Unglück.

Die erste Frage reitet der Autor leider in Sarahs innerem Gejammer zu Tode, am Ende war es mir dann eigentlich gleichgültig, solange nur endlich eine Tochter tot blieb.

Die Auflösung der zweiten Frage sehr kurz vor Schluss entbehrt dann jeder Glaubwürdigkeit. Ich habe mich durch 400 Seiten gequält, um ein solches triviales, banales, ideenloses und albernes Finale durchleben zu müssen? Einfach absurd.

Finger bzw. Augen weg!

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Tags: enttäuschend, lächerlich, unglaubwürdig   (3)
 
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