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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

graceland, elvis presley, roadtrip, musik, elvis

Das Glück kurz hinter Graceland

Kim Wright , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783548289120
Genre: Romane

Rezension:

Das ungewöhnlich gestaltete Cover ist mir als allererstes aufgefallen. Dann hat mich der Titel neugierig gemacht. Und dann die Tatsache, dass es in diesem Buch auch um Elvis und um ein Stück Rock 'n Roll-Geschichte geht, da musste ich als Amerika- und Elvis-Fan einfach diesen Roman lesen.

Cory Beth Ainsworth schlägt sich nach dem Tod ihrer Mutter mehr schlecht als recht als Blues-Sängerin in South Carolina durch. Trotz ihrer 37 Jahre hat sie noch nicht wirklich ihren Platz im Leben gefunden. Als sie eines Tages den legendären Blackhawk von Elvis Presley im Angelschuppen ihrer Eltern entdeckt, ist Cory überzeugt, dass nur Elvis ihr biologischer Vater sein kann. Denn ihre Mutter Honey war vor 37 Jahren Background-Sängerin bei Elvis. Bis sie nach einem Jahr reumütig nach Hause zurückkehrte. Kurz entschlossen macht sich Cory in dem legendären Wagen auf einen Roadtrip durch die USA. Hierbei lernt sie nicht nur ihre Mutter neu kennen, sondern erfährt auch eine Menge über sich selbst.

Mir hat diese Geschichte sehr gefallen. Zwar wusste ich schon vorher einiges über Elvis und seine Musik, aber durch dieses Buch habe ich noch etwas mehr über ihn erfahren dürfen. Es war spannend Cory Beth auf ihrer Reise zu sich selbst und zu ihren Wurzeln zu begleiten. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen. Amüsant und unterhaltsam wird die Geschichte mal von Cory und dann wieder aus der Sicht ihrer Mutter erzählt. So hat man quasi die Geschichte gleichzeitig vom Anfang und vom Ende her kennengelernt. Diese Erzählweise hat ihren ganz eigenen Charme. Natürlich ist vieles an diesem Roman Fiktion, aber da die Autorin diese Tour vorher auch selber gefahren ist, waren die Fakten sehr gut recherchiert.

Abschließend kann man sagen, dass Kim Wright mit ihrem neuen Buch zwar keine literarische Meisterleistung geschaffen hat, aber es ist ein humorvolles und unterhaltsames Lesevergnügen und definitiv ein Buch für Elvis-Fans. 














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78 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, roman, 60er jahre, enttäuschung, tod

Eine Liebe, in Gedanken

Kristine Bilkau
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 12.03.2018
ISBN 9783630875187
Genre: Romane

Rezension:

Zugegeben, das erste Buch von Kristine Bilkau ,"Die Glückliche", habe ich nicht gelesen, und somit auch keinen Vergleich. Aber das spielt auch gar keine Rolle, denn "Eine Liebe in Gedanken" hat mir sehr gefallen. Es kommt ja schon mal vor, dass man ein Buch in die Hände bekommt, das einen total begeistert, und man kann trotzdem nicht genau sagen voran es gelegen hat. An der Erzählung, dem Schreibstil, den Figuren oder einfach am Gesamtpaket. Genauso erging es mir mit diesem Roman.

Als die Mutter der Ich-Erzählerin verstirbt, versucht die Tochter ihr Leben anhand von Fundstücken aus dem Nachlass und ihren eigenen Erinnerungen wie ein Puzzle zudammenzusetzen und zu rekonstruieren. Die große Liebe zwischen "Fräulein Sonntag" und dem "vernünftigen jungen Herrn". Den vielen Enttäuschungen und den Lebenslügen. War ihre Mutter glücklich? Lebte sie ihr Leben frei und selbstbestimmt?

Weitergehen, weiterleben, auch wenn es schwierig wird. An sich glauben und trotzdem das Schöne nicht aus den Augen verlieren.Das schien Tonis Lebensmotto gewesen zu sein. Ihr Kommentar zu ihrem eigenen Tod hätte wohl gelautet: Ich wusste das es passieren kann, aber ich habe nicht daran geglaubt. Nicht in dieser Nacht, nicht so überraschend, och nöö.

Während die Tochter Tonis Leben nachspürt erkennt sie , wieviele Chancen für wichtige Gespräche und Fragen verpasst wurden. Das Leben ist endlich und jeder einzige Tag sollte genutzt werden.

Eine schöne Erzählung, durch die sich die erste große Liebe wie ein roter Faden zu ziehen scheint. Schon mit den ersten Zeilen wird der Leser in einen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.

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179 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

sprache, fantasy, wort, elias vorpahl, roman

Der Wortschatz

Elias Vorpahl , Julia Marie Stolba
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Buchblatt Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783000571695
Genre: Fantasy

Rezension:

          Der Autor Elias Vorpahl, der dieses kleine Büchlein im Selbstverlag herausgebracht hat, muss ein wahrer Liebhaber der deutschen Sprache sein. Unglaublich kreativ und sehr poetisch vom Schreibstil, wird uns hier endlich einmal wieder vor Augen geführt, dass unsere Sprache wunderschön ist und das wir auch die alten Wörter nicht einfach vergessen und durch das unsägliche denglisch ersetzen sollten.

Das kleine Wort lebt mit seinen Eltern in einem Haus das aussieht wie ein Buch. Als es seinen Freund besucht tauchen zwei schmallippige Gesellen auf und saugen Wort, seinen Freund und alle Wörter um sie herum in ihren dunklen Schlund. Nachdem das Wort von den Stimmbändern wieder herausgepresst worden ist, hat es alles vergessen was sein Leben ausmachte. Seinen Namen, seinen Sinn, seine ganze Vergangenheit. Es begibt sich auf eine lange, abenteuerliche Suche durch die Welt der Sprache um seine Sinn wieder zu finden.

Schon der Einband dieses wunderbaren Buches hat mich sofort neugierig gemacht. Die Leseprobe war ein Vergnügen, und als ich das Büchlein in voller Länge lesen durfte war ich vollends begeistert. Diese Fantasie, diese Wortgewandtheit und die märchenhaften Abenteuer, dazu die einfallsreichen Zeichnungen die den Text begleiten. Spannung, Witz, Trauer, Nachdenklichkeit- alles ist in diesem Märchenbuch enthalten. Eine tolle Leistung des Autors und ich wünsche mir mehr davon.

Das Büchlein erhält von mir eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Erwachsene die Spaß an Märchen haben, sondern auch besonders für Kinder, denn "Der Wortschatz" ist ein wahrer Schatz.
       

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77 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

kunst, roman, bauhau, historischer roman, tom saller

Wenn Martha tanzt

Tom Saller
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783471351673
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt sie noch, die gemütlichen kleinen Geschichten, die zum Spannungsaufbau keine Morde und keine Brutalitäten brauchen. In der letzten Zeit hatte man ja schon den Eindruck, es gäbe auf dem Büchermarkt fast nur noch Thriller und Krimis deren Inhalt nicht blutrünstig genug sein kann.


Ich habe mich über den Debüt-Roman von Tom Saller sehr gefreut. Das Cover wirkt etwas altmodisch und stellt so schon eine Verbindung zur Geschichte her.


Erzählt wird über das Leben von Martha, angefangen mit ihrer Geburt im Jahre 1900, ein abrupter Bruch kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges, um 2001 wieder anzuknüpfen. Auf zwei Handlungsebenen begleitet der Leser zum einen das Leben von Martha und zum anderen ihren jungen Urenkel Thomas.

Der Autor vesteht es, kontinuierlich die Spannung zu steigern. Unvorhersehbare Überraschungen undWendungen erhöhen das Lesevergnügen. Der manchmal etwas abgehackte Schreibstil mag für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftig sein, mir hat er gut gefallen. Eine wunderbar aufgebaute Geschichte deren Handlungstränge zum Schluss perfekt zusammengeführt werden.


Mein einziger Kritikpunkt: Diese wunderschöne Geschichte hätte am Ende den entsetzlichen realen Bezug zu unserer Zeit nicht im Mindesten nötig gehabt.

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287 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 153 Rezensionen

thriller, megan miranda, tick tack, lügen, nic

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Megan Miranda , Elvira Willems , Cathrin Claußen
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es war eine spannende und völlig neue Vorstellung für mich, einen Thriller rückwärts zu lesen. Leider hat sich beim Lesen herausgestellt, dass entweder diese Form der Erzählung nicht mein Ding ist oder die Umsetzung der Idee einfach nicht gelungen ist.


Dieses Buch hat mich nicht begeistert. Einen Thriller stelle ich mir spannend und mitreissend vor. Beide Anforderungen kann dieses Buch nicht erfüllen. Von der Idee her super, die Umsetzung leider eher langweilig und verwirrend.


Zwar macht die Aufteilung in die drei Teile – Heimkommen, Zurückkommen und Weiterkommen- im Nachhinein Sinn, weil sie die Entwicklung der Haupprotagonistin Nic verdeutlicht, aber insgesamt gesehen ist der Schreibstil verwirrend und dem Spannungsaufbau eher abträglich.


Die Figur der Nic ( Nicolette ) ist mir fremd geblieben, daran konnte auch die Erzählweise in der Ich-Form nichts ändern. Auch die anderen Charaktere haben mich nicht überzeugen können und blieben seltsam flach.


Das Hin und Her zwischen den Zeiten hat den Lesefluss enorm gestört und das Ende dieses Buches kam dann auch einer Erlösung gleich.

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113 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

krimi, berlin, havelland, profiler, strichermilieu

Dunkel Land

Roxann Hill
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671385
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Ein angesehener Profiler ohne Kurzzeitgedächnis, eine Ermittlerin ohne jede Erfahrung. Diese Idee für einen Krimi hätte eine Superstory werden können. Der Titel, der Klappentext, die Leseprobe und nicht zuletzt das geheimnisvoll gestaltete Cover hatten in mir die Neugiet geweckt auf ein spannendes und interessantes Buch, insbesondere weil die ersten Seiten den Leser zunächst in eine heile Welt entführen, um ihn dann abrupt in die brutale Realität hinaus zu schleudern. Was letztlich davon übrig geblieben ist, ist eine immerhin unterhaltsame Geschichte, aber leider ohne Tiefe, blass und an vielen Stellen unrealistisch.

Verena, die diese Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, nimmt einen Betreuungsjob auf Gut Wuthenow im Havelland an. Ihr Schützling ist allerdings nicht ein Kind, sondern der angesehene Kriminalist Dr. Karl von Wuthenow, der nach einem Anschlag sein Kurzzeitgedächnis verloren hat. Und obwohl beide ziemlich sympathisch rüberkommen, sind sie meiner Meinung nach zu oberflächlich ausgearbeitet. Es ist kaum nachzuvollziehen, dass die unerfahrene Verena in kürzester Zeit zur Superfahnderin mutiert, mit dem Porsche so souverän wie mit ihrem Kleinwagen durch Berlin kutschiert und Carls gesundheitliche Probleme bei den Mordermittlungen kaum eine Rolle spielen. Auch die Figur der 5jährigen Amelie halte ich nicht wirklich für glaubwürdig. Gerade hat sie ihre Mutter verloren, aber keine Spur von Traurigkeit. Statt dessen altkluges Geplapper und pure Lebensfreude im ländlichen Idyll.

Lässt man dies alles außer Acht, kann man sich bei der Lektüre dieses Romans immerhin gut unterhalten fühlen. Hier und da ein paar blutige Szenen oder Leichenteile, aber ansonsten gemütliches Dahinplätschern.
Das Ende ist dann ziemlich abrupt. Hat mir nicht so gut gefallen, lässt aber alle Möglichkeiten für eine Fortsetzung offen. Insgesamt ein angenehm zu lesendes Buch, zwar ohne Tiefe, aber ausreichend für ein paar Stunden Lesevergnügen.
       

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

trauer, raf, schuld, vergangenheit, hamburg

In einem anderen Licht

Katrin Burseg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783471351406
Genre: Romane

Rezension:

          Das wunderschöne Cover zu Katrin Bursegs neuen Roman zeigt zwei junge Frauen, die scheinbar einträchtig nebeneinander stehen. Es könnten Freundinnen sein. Doch der Titel „In einem anderen Licht“ vermittelt schon eine Ahnung, dass es auch noch eine andere Seite der Medaille gibt.
Die Hauptfigur Miriam Raven verliert durch einen tragischen Unglücksfall ihren geliebten Ehemann. Danach ist nichts mehr wie es war. Sie wechselt innerhalb ihres Verlages vom aktuellen Tagesgeschehen in die Redaktion  einer beliebten Frauen-Zeitschrift. Durch ihre Arbeit lernt sie die große Mäzenin Dorothea Satorius kennen. Doch diese birgt ein dunkles Geheimnis. Anonyme Briefe führen Miriam auf ihre Spur. Sie recherchiert auf eigene Faust. Als sie an einem Osterwochenende den Drachenbauer und Lebenskünstler Bo kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass er der Schlüsel sein könnte.
Immer wieder muss sie dabei ihren Anspruch auf Wahrhaftigkeit in frage stellen und erkennen, dass Wahrheit manchmal auch eine Frage der Perspektive sein kann.
Doch in Katrin Bursegs Roman geht es nicht nur um die geheimnisvolle Senatoren-Witwe und ihre terroristische Vergangenheit, sondern auch um Miriams persönliche Entwicklung, um ihre Trauerbewältigung und neue Gefühle.
Die Charaktere sind klar gezeichnet, mit Tiefen und Persönlichkeit. Es gibt keine Figuren, die blass und unscheinbar bleiben. Besonders sympatisch wirkt dabei die Hauptprotagonistin Miriam Raven. Liebevolle Mutter, verantwortungsbewusste Journalistin und absolut authentisch. Insgesamt ist dieses Werk ein wunderbar zu lesender Roman. Der Leser wird gepackt und mitgezogen, man lacht und leidet mit und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
       

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125 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

moskau, russland, gentleman, hotel, amor towles

Ein Gentleman in Moskau

Amor Towles , Susanne Höbel
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783471351468
Genre: Romane

Rezension:

          Zuerst eine Bemerkung zum Cover: wunderschön gestaltet, ja nahezu edel anmutend mit dem schwarz-weiß gehaltenen Einband, dessen Papier sich samtig und schmeichelnd in die Hand schmiegt, noch unterstrichen von dem silberfarbenen Lesebändchen. Ein guter Grund, dieses Buch näher kennenzulernen.
Der junge Graf Alexander Rostov, wird wegen eines Gedichts vor Gericht gestellt. Sein Glück im Unglück, anstatt sofort erschossen zu werden wird er zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Er muss seine Suite im Luxushotel Metropol  räumen und wird mit nur wenigen Habseligkeiten in eine kleine Dachkammer verbannt. Doch der Graf wäre nicht Lebenskünstler, Gentleman und Philosoph, würde er sein Leben von den misslichen Umständen beherrschen lassen. Seine  Stärken, hervoragende Bildung, Höflichkeit in jeder Situation und absolute Integrität, sind ihm dabei eine große Hilfe. Und während die Geschichte die Welt draußen verändert, bleibt der Graf sich und seinen Prinzipien treu.
Es ist kaum vorstellbar, dass es auch in diesem beengten Kosmos gelingen kann ein erfülltes und aufregendes Leben zu führen.
Amor Towles ist ein brillianter Erzähler, der es beherrscht, den Leser durch einen dicken Wälzer zu führen, ohne ihn dabei zu verlieren. Er bringt ihm nicht nur die russische Geschichte und die Mentalität der Bevölkerung näher, er versteht es auch meisterhaft zu vermitteln, dass jeder seines Glückes Schmied ist und dem Schiksal eine lange Nase zu zeigen. Der Autor pflegt einen Schreibstil, der nicht immer einfach zu lesen ist. Zeitsprünge geben  dem Leser so manches Mal Rätsel auf, die erst später überraschend gelöst werden. Abschweifungen philosophischer und geschichtlicher Art sind zum Teil anstrengend, geben dem Ganzen aber auch eine gewisse Würze. Wenn man dazu bereit ist, sich auf diese Reise einzulassen und sich genügend Zeit zu nehmen, findet man in dem Hauptprotagonisten einen Freund der es wert ist, dass man ihn mit Geduld und Freude durch sein Leben begleitet.
       

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

kalter krieg, agenten, spionage, spione, george smiley

Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Das Cover zu diesem neuen Buch von John le Carré gefällt mir sehr. Der Blick durch die Kameralinse einfach genial. Die Leseprobe und der Klappentext hatten mich begeistert, und so war ich in freudiger Erwartung auf das Leseexemplar. Das es kein Buch sein würde, das man mal eben so am Sonntagnachmittag verschlingt, war mir klar, aber es hat mich doch eine Menge Konzentration und Anstrengung gekostet dieses Buch bis zum Ende zu lesen.
Der fast 80jährige ehemalige Spion Peter Guilliam wird von seinem Alterssitz in der Bretagne zu einer Vernehmung ins Londoner Innenministerium bestellt. Während des kalten Krieges wurden an der Berliner Mauer zwei Spione bei einem Fluchtversuch erschossen. Nun drohen die Kinder von Alec Leamas und Liz Gold die Regierung auf Schadensersatz zu verklagen. Peter Guilliam soll dabei helfen die  damaligen Ereignisse zu klären.
Das Buch ist anfangs sehr zäh und schwer zu lesen. Sprünge in die Vergangenheit und verwirrende Ereignisse in der Gegenwart machen es nicht leicht sich der Geschichte zu nähern. Spannende und gleichzeitig amüsante Höhepunkte sind die Verhöre von Peter Guilliam, der in bester Agentenmanier versucht immer  nur das Nötigste preis zugeben. Dabei erkämpft er sich ganz automatisch die Symphatie des Lesers. Und obwohl auch der alte Smily noch mal auf der Bildfläche erscheint sind am Ende nicht alle Fragen geklärt. Ein Buch das man mögen und für das man sich Zeit nehmen muss, das aber trotzdem oder gerade deshalb lesenswert ist.
       

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