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32 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

new york, erzählungen, kurzgeschichten, gesellschaft, alltag

New Yorker Geschichten

Dorothy Parker
Fester Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 03.03.2003
ISBN 9783036951133
Genre: Romane

Rezension:

Zugegeben, ich bin nicht unparteiisch: ich mag Kurzgeschichten – vor allem, wenn sie gut geschrieben sind. Leider ist die Gattung etwas aus der Mode gekommen und das Handwerkszeug, eine wirkliche Kurzgeschichte zu verfassen, beherrscht auch nicht jeder Autor, denn ein Text ist noch lange keine Kurzgeschichte, nur weil er kurz ist. Dorothy Parker ist eine Meisterin der Short Story.
In dem Sammelband "New Yorker Geschichten" entführt sie den Leser in die Welt der New Yorker Gesellschaft der Roaring Twenties und der frühen 1930er Jahre. In diesen Kurzgeschichten beleuchtet sie die Beziehung zwischen Mann und Frau, die Leidenschaft, vor allem das Scheitern der Liebe und immer wieder den Verlust von Vertrauen, den Verrat und verheerende Missverständnisse, z.B. in "New York – Detroit", "Ein Telefonanruf". "Eine starke Blondine" (Originaltitel: "Big blonde") wurde übrigens 1929 in den USA zur besten Kurzgeschichte des Jahres gekürt.
Oft sympathisiert die Autorin mit den sozial Schwächeren, z.B. in "Arrangement in Schwarz und Weiß" oder "Mrs. Hofstadter aus der Josephine Street", doch ihr Engagement ist niemals belehrend. Am besten gefallen mir die Geschichten, in denen Parker die verwöhnten Damen der vermeintlichen Oberschicht bloßstellt, die ihre läppischen Sorgen wie ein abgebrochener Fingernagel zur großen Tragödie hoch stilisieren, z. B. in ´"Aus dem Tagebuch einer New Yorker Lady" oder in "Pferdchen". Dann kann Parker gnadenlos boshaft sein.
Aber was auch ihr Thema ist – bei Parker wirkt jedes Wort mit Bedacht gewählt, eine Schreibtugend, die vielen heutigen Autoren abzugehen scheint. Abgesehen von einigen, heute zumindest in der deutschen Übersetzung antiquiert wirkenden Ausdrücken wie "du heiliger Strohsack" oder "ach du Scheibenhonig" ist Parkers Sprache geschliffen und von wahrhaft zeitloser Schönheit. Der Autorin werden übrigens auch verschiedene Wortschöpfungen zugeschrieben, z.B. "face-lift" oder "one-night" stand, die heute gang und gäbe sind.
Dass Dorothy Parker eine blitzgescheite, scharfzüngige Schriftstellerin mit einem untrüglichen Gefühl für Sprache ist, stellt sie in ihren New Yorker Geschichten eindrucksvoll unter Beweis.

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Tags: dorothy parker, kurzgeschichte   (2)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

landshut, nachkriegszeit, krimi, doppelmord

Täuscher

Andrea Maria Schenkel
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2015
ISBN 9783423215749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hin und her schickt Anna Maria Schenkel, die mit Tannöd bekannt gewordene Krimi-Autorin, ihre Leser auf der Suche nach einem Doppelmörder im Landshut der 1920er Jahre. Einmal mehr beruht Schenkels Roman auf einem authentischen Kriminalfall, wieder verlangt sie durch Zeitsprünge und fehlende Chronologie dem Leser einiges ab. Aber auch in „Täuscher“ besticht die Autorin durch die gleichen schriftstellerischen Tugenden wie in ihren Vorgängerwerken: präzise Recherche und eine sachliche, fast schon protokollarische Erzählweise. Aus einer anfangs etwas unüberschaubaren Story gelingt es ihr, einen Roman zu schaffen, in dem sich zum Schluss die Bruchstücke des Mosaiks zu einem logischen Ganzen zusammenfügen.
„Täuscher“ fehlt zwar das Unheimliche, Düstere der ersten Romane von Anna Maria Schenkel, dennoch ein weiterer Krimi in einer ungewöhnlichen Umsetzung.
„Täuscher“ fehlt zwar das Unheimliche, Düstere der ersten Romane von Anna Maria Schenkel, dennoch ein weiterer Krimi in einer ungewöhnlichen Umsetzung.

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Tags: krimi   (1)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

erotik, humor

Aldi, Sex & Rock'n Roll: Roman

Nadja Böhnke
E-Buch Text: 155 Seiten
Erschienen bei Cupido Books, 11.11.2015
ISBN 9783944490359
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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erotik, fantasie, sinnlic, tagträume, kurzgeschichten

Sinnliche Streifzüge: Kurzgeschichten

RoSa
E-Buch Text: 153 Seiten
Erschienen bei Cupido Books, 11.11.2015
ISBN 9783944490519
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Titel und Cover halten, was sie versprechen. Der straffe Bauch einer Frau in einem schwarzen Spitzendessous und ein Finger, der über den Körper streift, zieren das gelungene Cover. So wie der Finger über den Körper spaziert, nimmt uns die Autorin mit auf einen ebenso fantasievollen wie offenherzigen Streifzug durch die Welt der Erotik. Ein Lust-Wandeln im wahrsten Sinne des Wortes.
Der größte Teil von RoSas Geschichten ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Aber auch wenn die dritte Person gewählt wird, kann man sich gut in Situationen und Empfindungen hineinversetzen. Manche der insgesamt 12 Erzählungen von unterschiedlicher Länge erweisen sich als (Tag-)Träume, andere scheinen einen realen Hintergrund zu haben. Die Autorin entführt uns an die verschiedensten Orte: ein Zug, ein Büro, eine Sauna, ein Hotelzimmer, ein Club oder ein Sexshop. Mehr sei zur Handlung nicht verraten.
Mühelos schafft die Autorin den Spagat zwischen romantischen Einlagen und härteren Passagen, in denen sie durchaus auch Gebrauch von etwas derberen Worten macht. Ich bin ein Fan von Kurzgeschichten und deshalb vielleicht nicht ganz unparteiisch, aber trotzdem: Ich finde, das berühmte „Kopfkino“ wird hier sicher auch bei anderen Lesern/Leserinnen richtig angekurbelt.

„Sinnliche Streifzüge“ ist ein vielversprechendes Debut.

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Tags: erotik   (1)
 

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roman, hausfrau, belletristik, familie, lust

Hausfrau

Jill Alexander Essbaum ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.09.2015
ISBN 9783847905912
Genre: Romane

Rezension:

Anna, Enddreißigerin, verheiratet mit einem Schweizer Banker und Mutter dreier Kinder, lebt ein behagliches Leben in einer kleinen Stadt bei Zürich. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Anna hat Sprachprobleme, sie langweilt sich und tröstet sich mit Affären, bis ein tragisches Ereignis und dessen Folgen sie vollends aus der Bahn werfen.
Jill Alexander Essbaums Romandebut „Hausfrau“ ist die schonungslose Dokumentation eines Abstiegs, der im Buch nur drei (Herbst)Monate umspannt. Die Autorin verknüpft dazu drei Handlungsebenen: Annas private Erlebnisse einschließlich Rückblenden, Szenen aus ihrem Deutschunterricht und ihre Analysestunden bei der Therapeutin Dr. Messerli. Was etwas betulich beginnt, weitet sich spätestens ab der Mitte des Buches in einer fatalen Vermengung von kleinen Zwischenfällen und dramatischen Ereignissen zu einer Lawine aus, die unweigerlich auf eine Katastrophe hinausläuft.
Essbaums Schreibstil ist nüchtern-distanziert, manchmal sehr offen, fast schon hart – besonders in den erotischen Passagen. Doch die Sprache passt auch hier bis in die kleinsten Nuancen und ist ein gutes Beispiel dafür, dass Sexszenen manchmal auch nach drastischeren Worten verlangen.
Der Titel „Hausfrau“, wie das Buch übrigens auch in der englischen Originalfassung heißt, hätte nicht besser gewählt sein können. Anna ist Haus-Frau: Sie ist gebunden an ihr Heim und bemüht sich nach Kräften, als Hausfrau und Mutter zu funktionieren. Das Cover für die deutsche Ausgabe zeigt den Schriftzug „Hausfrau“ in Kreuzstich gestickt auf einem Leinenstoff. Der letzte Buchstabe des Wortes ist unfertig; der Faden verliert sich, so wie die Hausfrau Anna sich verlieren wird.
Mit der Figur der Anna hat Essbaum eine starke Protagonistin geschaffen, die alle  Kriterien eines „runden“ Charakters  im Sinne E.M. Forsters erfüllt. So schwankt der Leser denn auch zwischen Sympathie und Ablehnung für die fast schon tragische Heldin. Genauso muss es sein.
Vielleicht ist der Name Anna bewusst gewählt. Das Time Magazine charakterisierte das Buch folgendermaßen: „In Hausfrau, Anna Karenina goes Fifty Shades with a side of Madame Bovary“. Der Vergleich mit Tolstois und Flauberts Roman-Heldinnen ist durchaus naheliegend, aber das Buch in einem Atemzug mit Fifty Shades of Grey zu nennen, wertet den Erotik-Wälzer nur ungerechtfertigt auf.

Hausfrau ist ein intelligentes, grandioses Buch. Unbedingt lesenswert.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

drehbuch, drehbuchautoren, film

»Schau mir in die Augen, Kleines«

Oliver Schütte
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei UVK, 29.04.2010
ISBN 9783867642002
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Schau mir in die Augen, Kleines“. Oliver Schütte wählte diese Variante des englischen Originals „Here’s looking at you, kid“ aus dem Film „Casablanca“ als Titel für seinen Ratgeber, der den Leser in die Kunst der Dialoggestaltung einführt. Wer wissen will, wie gute Dialoge in Drehbüchern funktionieren, liegt mit diesem Sachbuch genau richtig. Aber – und hier möchte ich mich anderen Rezensenten anschließen – auch Autoren allgemein können von diesem Buch sehr profitieren. Spannende, lebensnahe Dialoge zu schreiben, ist ebenso schwierig wie die Kunst der Beschränkung. Eine Quintessenz des Buches lautet denn auch: Weniger ist auch bei Dialogen oft mehr. Oliver Schüttes Buch ist gut strukturiert, und es gelingt dem Autor, die Theorie anschaulich und unterhaltsam rüberzubringen. Auch praktische Übungen fehlen nicht.
Schütte baut die englische Originalversion der Drehbücher in seinen Text ein und liefert die deutsche Übersetzung in einem Anhang. Warum er nicht den umgekehrten Weg geht, erschließt sich mir nicht so ganz. Es würde dem Leser, der des Englischen nicht so mächtig ist, lästiges Hin- und Herblättern ersparen. Das ist jedoch der einzige Punkt, den ich kritisch anmerken möchte.

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krimi, mord, massenmord, blutbad, blut

Blutwinter

Markus Flexeder
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 30.11.2014
ISBN 9783869134703
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Markus Flexeders Erstling konfrontiert den Leser mit einem Kriminalfall aus den 1920er Jahren: In einem kleinen bayerischen Dorf wurden in der Nikolausnacht 25 Menschen grausam ermordet. Die Tat wird gespiegelt in den archivierten Zeugenberichten der Dorfbewohner. Dabei verknüpft der Autor auf äußerst geschickte Weise die historische Dimension der Kriminalhandlung mit der Gegenwart. Die Zeugen reden in der regionalen Mundart, was aber keineswegs aufgesetzt oder störend wirkt, sondern dem Ganzen Authentizität verleiht. Ohne große Effekthascherei wird eine Spannung erzeugt, die beinahe unerträglich ist. Der Blickwinkel ist beobachtend, nicht erklärend und wirkt vielleicht gerade deshalb umso unheimlicher.
Obwohl das Buch in seiner Machart etwas an „Tannöd“ erinnert, ist es doch ganz anders und – wie ich meine – sogar schlüssiger und spannender. Für mich einer der besten deutschsprachigen Krimis des letzten Jahres.

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Tags: einöde, grusel, krimi, spannung, tannöd   (5)
 

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sex, witzig, informativ, außergewöhnlich

Mundgeblasen

Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.07.2014
ISBN 9783596191338
Genre: Biografien

Rezension:

Die Autorin schildert auf vergnügliche Weise, was sie bei ihren Recherchen zum Thema „Sex“ erlebt hat und schreckt auch nicht vor Selbstversuchen zurück. Steffi von Wolff hat eine flotte Schreibe und nähert sich ihrem Thema unvoreingenommen, bleibt aber selbst bei den skurrilsten Erlebnissen und Berichten immer respektvoll. Besonders das Kapitel „Der schlechteste Sex meines Lebens“ ist ein echtes Highlight, finde ich. Ein Sachbuch, das alles andere als langweilig ist.

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klappentext, schreiben, ratgeber

Klappentexte. Wie sie funktionieren

Corinna Rindlisbacher
E-Buch Text: 17 Seiten
Erschienen bei null, 10.05.2012
ISBN B00829DQU2
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Autorin hat intensiv Beispiele aus der Literatur analysiert und die Ergebnisse ihrer Recherche in einem knappen Ratgeber zusammengefasst. Hiervon können gerade Self-Publisher profitieren. Kein weitschweifiges Gerede, sondern auf den Punkt gebracht!

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Tags: klappentext, ratgeber, schreiben   (3)
 

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erotik, sex, roman, liebe, eroti

Séduire: Verführung im Park

Kassandra Wieland , Karyna Leon , Jana Ohn
E-Buch Text
Erschienen bei Cupido Books, 01.04.2014
ISBN 9783944490090
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cupido books möchte auf dem Gebiet der erotischen Literatur neue Wege beschreiten. Dass dies funktioniert, stellt der noch junge Verlag mit seiner neuesten Veröffentlichung „Séduire – Verführung im Park“ eindrucksvoll unter Beweis. Der Patchwork-Roman hebt sich nicht nur inhaltlich, sondern auch formal deutlich vom Mainstream ab. Zum Glück!
Eine Rahmenhandlung und ein durchgängiges Motiv geben dem Patchwork Struktur. Aber jede Geschichte ist in sich abgeschlossen und bereitet auch isoliert Lesevergnügen. Vorrangig natürlich Erotisches. Die Autoren haben ihre Figuren und die Handlung mit viel Liebe zum Detail ausgestattet, ohne zu überfrachten. Die Geschichten sind abwechslungsreich, sinnlich und stilistisch einfach gut. Eine unbedingte Leseempfehlung!

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Tags: erotik, roman   (2)
 
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