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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Kurvendiskussion

Iris Nepomuck
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Geest-Verlag, 20.04.2017
ISBN 9783866856103
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Auf dem Hintergrund eigener Erfahrungen verfasst die Autorin einen Roman über das Hineinwachsen und das Überwinden der Essstörungen.
Was möchtest du einmal werden, wenn du groß bist?"
„Ich!" Julia ist 19, als sie erkennt, dass sie seit Jahren in einer Illusion lebt. Gefangen in ihrer Welt zwischen Hungern und Erbrechen, beginnt sie den härtesten Kampf ihres Lebens.

Meine Meinung:
Ich wollte dieses Buch gerne lesen, da ich mit dem Thema persönlich bereits zu tun hatte und mich interessiert hat, wie Iris Nepomuck es geschafft hat, sich aus den Zwängen der Magersucht und Essstörungen zu befreien.
Als ich das Buch begonnen habe, hat mich der flüssige Schreibstil sofort gefesselt. Das Buch ist in verschiedenen Teilen geschrieben und jeder Teil hat für sich andere Einblicke und Erkenntnisse. Besonders der Mittelteil berührt und regt zum Nachdenken an.
Und ist es nicht wirklich so, dass wir alle irgendwann mal hinterfragen, ob wir gesellschaftstauglich sind und den Normen entsprechen? Was ist, wenn wir der Meinung sind, dass wir genau das nicht sind. Dann beginnen Diäten, Schönheitskuren usw. Aber ist das wirklich wichtig? Der Weg von Julia ist wirklich nicht einfach. Sie versucht allen zu entsprechen und fühlt sich erst geliebt, als sie rank und schlank ist. Daran will sie erst festhalten, aber dann stellt sie doch fest, dass ihr das eventuell das Genick brechen kann. Also geht sie neue Wege, um ein gesundes Leben zu führen.
Der ganze Weg ist eindrucksvoll beschrieben und man leidet mit Julia bis sie es dann geschafft hat, aus ihren Zwängen zu befreien.

Mein Fazit:
Ein Thema was in unserer Gesellschaft immer noch totgeschwiegen wird, erzählt die Autorin autobiografisch und schonungslos. Ein wahrer Spiegel der Gesellschaft und was immer noch von Menschen abverlangt wird, damit sie nicht nur funktionieren, sondern dabei auch noch toll aussehen. Ich finde das Buch einfach lesenswert, da es so viel Wahrheit beinhaltet und offen sowie schonungslos geschrieben ist. Von mir eine klare Leseempfehlung. 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

glück, achtsamkeit, philosophie, meister linji, sin

Linjis Weg zum Glück: Wie sich Rationalität und Achtsamkeit zur Lebenskunst verbinden

Jens Wimmers
Flexibler Einband: 162 Seiten
Erschienen bei Springer, 12.08.2017
ISBN 9783662545980
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Dieses Buch ist ein Wegweiser zu einer neuen Form der Lebenskunst. Wir gehen davon aus, dass der Schlüssel zum Glück in der Veränderung des eigenen Bewusstseins liegt. Die Art und Weise, wie wir uns selbst und unsere Umwelt wahrnehmen, entscheidet maßgeblich darüber, ob wir glücklich werden. Aber als moderne, selbstbestimmte Menschen folgen wir noch einem weiteren Ziel: Wir wollen unser Leben sinnvoll gestalten. Sinn und Glück sind die zentralen Herausforderungen für eine gelingende Lebensführung. Doch zwischen dem intuitiven Glücksempfinden und unserem rationalen Denken wird häufig ein einander ausschließender Widerspruch ausgemacht. Demnach könne nur glücklich werden, wer sich von den Zwängen der Rationalität befreit. Das Buch zeigt, dass ein solches Verständnis die tiefere Dimension von Glück und Sinn noch nicht erfasst. Denn zum Glück im Ganzen gehört auch das Verstehen der Sinnzusammenhänge. Und wer in schwierigen Entscheidungssituationen intuitives Glücksempfinden berücksichtigt, handelt klug, weil er damit die Möglichkeiten der Rationalität voll ausschöpft.

Meine Meinung:
In manch schwieriger Lebenssituation braucht man ein paar gute Ratschläge, um wieder nach vorne zu schauen und zu erkennen, was gut und sinnvoll im Leben ist. Daher wollte ich dieses Buch gerne lesen. Das Buch ist in unterschiedliche Handlungsstränge aufgeteilt, die jeweils unterschiedliche Sichtweisen zeigen. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, vor allem die Geschichte um das Märchen „Hans im Glück“. Danach wurde es etwas schwieriger, da ich erst überlegen musste, wie die Sichtweisen zu bewerten sind. „Linjis Weg zum Glück“ ist kein Buch, das man so einfach wegliest. Es regt zum Nachdenken an, aber auch zur Selbstreflektion. Wie sehe ich bestimmte Dinge und an welchem Punkt ist man sehr schnell unzufrieden. Der Jens Wimmers hat es verstanden, die Sichtweisen auf den Zusammenhang zwischen Rationalität, Achtsamkeit und dem daraus resultierenden Lebensglück zu lenken. Das fand ich sehr interessant.

Mein Fazit:
„Linjis Weg zum Glück“ ist ein Buch zum Nachdenken. Wie schafft man es, in jeder Lebenslage auch das Gute zu sehen und damit glücklicher durch das Leben zu gehen. „Wie sich Rationalität und Achtsamkeit zur Lebenskunst verbinden“ finde ich sehr getroffen ausgedrückt und von dem Autor auch in den einzelnen Abschnitten dargelegt. Das Buch ist für jeden geeignet, der sich mit dem Weg zu einem glücklicheren Leben beschäftigen möchte.

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113 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

dschinn, nalia, nalia tochter der elemente, salomons siegelring, zauberei

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch

Heather Demetrios , Gabriele Burkhardt
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423717472
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Luxus, Eleganz und der Glamour Hollywoods, das ist die Welt der 18-jährigen Nalia. Trotzdem ist ihr einziges Ziel zu fliehen. Denn sie ist eine Dschinn und als Sklavin des geheimnisvollen Malek Alzahabi auf der Erde gefangen. Ihre wahre Heimat ist Ardjinna, doch im Zuge eines grausamen Umsturzes wurde sie auf die Erde verschleppt. Sie dient Malek und ist an ihn gebunden, bis er seinen dritten Wunsch ausspricht. Doch das tut er nicht, denn er will sie keinesfalls gehen lassen. Er hat sich in sie verliebt. Dann taucht plötzlich Raif auf, Rebellenführer aus Ardjinna. Gegen ihren Willen fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Er kann ihr Band zu Malek lösen. Doch das hat natürlich seinen Preis.

Meine Meinung:
Als ich das Cover des Buches gesehen habe, war ich direkt gespannt auf die Geschichte dahinter. Und als ich den Klappentext gelesen habe, war ich mehr als gespannt. Es gibt ja viele Geschichten um Vampire, Werwölfe, Geister, aber kaum etwas über Dschinn.
Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich schnell weg. Die Geschichte ist nicht ganz neu, aber dadurch, dass sie in unserer Welt und Zeit spielt, durchaus doch mal anders.
Die Hauptprotagonisten haben mir gut gefallen und vor allem Malek hat es mir angetan, da er so undurchsichtig war.
Leider lässt das Buch ab der Mitte etwas nach, da sich der Spannungsbogen verliert. Trotzdem möchte man am Ende wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Mein Fazit:
Dieses Jugendbuch liest sich gut und mir hat auch die Idee der Geschichte gefallen. Als Auftaktband zu einer Triologie fand ich das Buch, trotz überflüssiger Längen im Mittelteil, gelungen. Am Ende würde man gerne gleich den zweiten Teil lesen wollen. Von mir gibt es daher vier Sterne. 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

kinderbuch, nordkurier mediengruppe, corinna johnso, mobbing

Frieda - dicke da!

Corinna Johnsen , Andrea Seiler
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Nordkurier Mediengruppe GmbH & Co. KG, 23.01.2017
ISBN 9783946599227
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext:
Frieda ist eine kleine Naschkatze. Besonders als sie zu ihren Großeltern in die Sommerferien fährt, genießt sie jeden Augenblick und manchen Teller Fruchtsuppe mit Mehlklößchen. Dabei merkt sie kaum, dass der Badeanzug schon gar nicht mehr passt. Als sie nach Hause kommt, ist guter Rat teuer. Die Mitschüler hänseln sie. Zum Glück gibt es eine beste Freundin, die zu ihr steht, und bald hat Frieda ihr kleines Problemchen im Griff. Für alle Kinder, die ein paar Pfunde zuviel auf den Rippen haben, für Naschkatzen und Sportmuffel ist dieses Buch Trostpflaster und Mutmacher zugleich. Denn es erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern liefert auch pfiffige Rezeptideen sowie beliebte, fast schon vergessene Kinderspiel-Anleitungen, die helfen überschüssige Kilos abzustreifen. So schaffst Du es auch. Nur Mut!

Meine Meinung:
Als ich das Buch in den Händen gehalten habe, war ich begeistert von dem Design des Buches. Selten habe ich ein Kinderbuch in den Händen gehalten, dass so hochwertige Buchseiten hat.
Zudem sind die Illustrationen in dem Buch liebevoll gestaltet und nehmen jeweils zu der Textstelle Bezug. Die Geschichte um Frieda kennen in der Art und Weise nicht nur Kinder, sondern auch wir als Erwachsene. Ohne auf Konsequenzen zu achten, wird mal da genascht und dort genascht. Dann kommt noch das Verwöhnprogramm von Oma und Opa dazu, die es natürlich besonders gut meinen, aber für das 7jährige Kind auch Folgen hat, die man irgendwann auch sieht. Und so nimmt Frieda unkontrolliert an Gewicht zu bis der neue Badeanzug nicht mehr passt. Was mir auch sehr gefallen hat, war, dass Kinder in der Schule schnell zu einer gewissen Art von Mobbing neigen. Das ist schwer für ein Kind zu verkraften und schlimm wird es, wenn solche Kinder aus Stresssituationen noch mehr zu Essen greifen. Frieda hat aber Martha und diese hilft ihr. Wie sehr die Hänseleien Frieda belasten, wird leider nicht ausreichend erklärt. Hier kann man die Kinder fragen, wie sie sich in der Situation fühlen würden. Es ist also eine Geschichte über die man sich mit den eigenen Kindern austauschen kann.


Mein Fazit:
Ein schon illustriertes Kinderbuch, das man gut mit Kindern und Enkelkindern lesen kann. Besonders im hinteren Teil des Buches sind Spielideen & Fitnesstipps, Fragebogen *Mein Fitness-Check*, Bilderchallenge: Vorher-Nachher Bilder, Fitnessplaner mit täglichen Übungen für 5 Wochen und Leckere & Gesunde Rezeptideen. Vieles kann in den Alltag integriert werden und hilft bei anfangendem und vorhandenem Übergewicht.
Für Eltern und Großeltern ein sinnvolles Buch, aber vor allem für Kinder sehr schön designt mit einer ansprechenden Geschichte.   

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

trier, römer, sklaven, rabe, sklaverei

Die Legion des Raben

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492500555
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:
Invita, die Sklavin des römischen Statthalters zu Trier, steckt erneut in Schwierigkeiten – nicht nur, dass sie dem alemannischen Kriegsgefangenen Flavus als Geliebte versprochen wurde, jetzt versucht sie auch noch, den Mord an einem hochrangigen römischen Beamten aufzuklären. Auf dem Nachhauseweg von einem rauschenden Fest wurde der Mann heimtückisch ermordet. Ein Schuldiger ist schnell gefunden: der Sklave Hyacinthus, welcher ihn begleitete und wie durch ein Wunder unversehrt blieb. Nach altem Recht sollen nun alle Sklaven des Haushaltes hingerichtet werden. Invita stellt Nachforschungen an und findet sich schon bald in einem Geflecht aus Lügen und Intrigen wieder …

Meine Meinung;
„Die Legion des Raben“ spielt im römischen Trier des 3. Jahrhunderts und ist Nachfolgeband von „Fortunas Rache“. Da ich schon andere Bücher von Maria W. Peter gelesen habe und ihren Schreibstil und die akribischen Recherchearbeiten von ihr schätzen und lieben gelernt habe, wollte ich natürlich das Buch sofort lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Kaum in das Buch eingestiegen, befindet man sich mitten im historischen Trier, dass durch den flüssigen Schreibstil lebendig wird. Invita schließt man sofort ins Herz, denn sie ist klug, neugierig, wissensdurstig und auch etwas rebellisch. Dadurch bringt sie sich nicht selten in schwierige und auch in gefährliche Situationen. Flavus dagegen verfolgt seine eigenen Ziele und wirkt manchmal rau, aber er hat auch diese andere Seite, die Invita oftmals auch rettet. Aber auch Marcella, die Herrin von Invita, ist ein starker und menschlicher Charakter. Sie hilft Invita bei ihren Nachforschungen und ist dabei selbst manchmal in Gefahr.
Die Geschichte um den Mord an Baetius ist spannend geschrieben und man überlegt die ganze Zeit wer hinter dem Attentat stecken könnte. So eindeutig ist das nicht, denn es gibt Einige, die ein Interesse am Tot von Baetius gehabt hätten. Am meisten haben mich aber wirklich die gut recherchierten Schauplätze und Lebenssituationen in dieser Zeit begeistert. Das Buch ist ein sehr gut gelungenes historisches Lesevergnügen.

Mein Fazit:
„Die Legion des Raben“ ist ein lesenswerter historischer Krimi, der Hintergrundwissen vermittelt, spannend geschrieben ist und man ihn kaum noch aus der Hand legen kann. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es gibt an dieser Stelle eine klare Leseempfehlung nicht nur für die Freunde von historischen Romanen, sondern auch für jeden, der ein gutes Buch lesen möchte. 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

urban fantasy, fantasy, das erbe der macht, greenlight press, lichtkämpfer

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Ascheatem

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 17.07.2017
ISBN 9783958342408
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Nichts wird mehr sein, wie zuvor.
Die Identität der Schattenfrau wurde enthüllt - mit katastrophalen Konsequenzen. Einer der Lichtkämpfer wurde lebensgefährlich verletzt, ein anderer stellt sich der größten Feindin, die jemals existierte. Doch die Wahrheit hinter dem Schatten ist weitaus größer, als bisher angenommen. Zur gleichen Zeit müssen sich die Freunde im Castillo einer furchtbaren Gefahr stellen, die das Ende für die Lichtkämpfer als Ganzes bedeuten könnte.
Machtvolle Zauber, gefährliche Artefakte, uralte Katakomben und geheime Archive. Kämpfe mit den Lichtkämpfern und dem Rat des Lichts - Johanna von Orleans, Leonardo da Vinci und viele mehr –, um den Erhalt der Menschheit.

Meine Meinung:
Nach den ersten Hardcovern (Band 1-3 und 4-6) war ich wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte rund um Alex, Jen und ihre Freunde. Auch in diesem Teil ist es Andreas Suchanek gelungen, eine kleine Zusammenfassung der ersten Bände einzubauen, so dass ich sofort wieder in der Geschichte war. Der Schreibstil bleibt gewohnt flüssig und die verschiedenen Settings sind Klasse. Die einzelnen Charaktere sind mir inzwischen so richtig ans Herz gewachsen. Der Autor versteht es zudem durch neue Überraschungsprotagonisten immer wieder neuen Wind in die Geschichte zu bringen. Die fantastischen Elemente und Artefakte sind gut ausgewählt und genau richtig dosiert. Der Spannungsbogen bleibt weiterhin durch alle Bände erhalten und am Ende des Band 9 fängt bereits das Warten auf die Bände 10-12 an.

Mein Fazit:
Nach den ersten beiden Hardcovern ist dieses Buch wieder einfach nur Klasse. Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt es spannend und man wird immer wieder überrascht. Ich kann die gesamte fantastische Buchreihe bisher nur empfehlen und natürlich gibt es dafür die volle Punktzahl. 

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225 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

lize spit, roman, belgien, und es schmilzt, kindheit

Und es schmilzt

Lize Spit , Helga van Beuningen
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 24.08.2017
ISBN 9783103972825
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Mit geschlossenen Augen hätte Eva damals den Weg zu Pims Bauernhof radeln können. Sie könnte es heute noch, obwohl sie viele Jahre nicht in Bovenmeer gewesen ist. Hier wurde sie zwischen Rapsfeldern und Pferdekoppeln erwachsen. Hier liegt auch die Wurzel all ihrer aufgestauten Traurigkeit. Dreizehn Jahre nach dem Sommer, an den sie nie wieder zu denken wagte, kehrt Eva zurück in ihr Dorf – mit einem großen Eisblock im Kofferraum.

Meine Meinung:
Mir hat das Cover dieses Buches und der Klappentext gefallen, daher wollte ich dieses Buch lesen. Es hat mich neugierig gemacht, was Eva damals passiert ist, dass sie so verändert hat. Und so erfährt der Leser die Geschichte von den drei unzertrennlichen Musketieren Laurens, Pim und Eva. Schnell wird klar, dass Evas Kindheit alles andere als einfach war. Die Eltern alkoholkrank, die kleine Schwester neurotisch und Eva allein gelassen als Mittlere von drei Geschwistern. Und als Eva, Laurens und Pim in die Pubertät kommen, fängt die Geschichte an zu eskalieren. Die Autorin schafft es eine Gewaltentwicklung aufzubauen, der man sich nur schwer entziehen kann und mit gemischten Gefühlen zuschaut. Keiner im Umfelde von den drei Freunden scheint zudem Notiz von der Entwicklung der Kinder zu nehmen und so spitzt sich die Lage immer mehr zu.

Mein Fazit:
Ich hatte eigentlich einen etwas anderen Roman erwartet. Das Buch ist schonungslos in seiner Art und beschreibt eine Entwicklung mit der man am Anfang nicht gerechnet hat. Die detaillierten Gewalt- und Sexszenen können verwirren und erschrecken. Trotzdem fand ich das Buch sehr lesenswert und auch der Spannungsbogen hat mir gut gefallen. 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

kurzgeschichten, darkfantasy, horror

Wenn Soziopathen träumen

Leveret Pale
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.07.2017
ISBN 9783744838337
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Wenn Soziopathen träumen, öffnen sich Türen zu den dunkelsten und bizarrsten Albtraumwelten. Leveret Pale, der geisteskranke & drogenaffine Bruder des weißen Kaninchens aus Wunderland, lädt ein, ihm auf einen psychedelischen Trip durch seine surrealistischen Texte dorthin zu folgen ... in die von Opiumharz und Sperma klebrigen Gassen von Sinzone, in die Gehirne von sich einander bekämpfenden Amokläufern, in den blauen Dunst von Selbstzerstörung und ungehörten Todesschreien. Zögern Sie nicht. Die Zeit eilt und wir haben sowieso nicht mehr viel davon übrig...

Meine Meinung:
Da ich gerne in der abgedrehten Welt der Dunkelheit schmöcker, hat mich die Anthologie "Wenn Soziopathen träumen" sofort interessiert. Das Buch ist nicht in der Art von Horror oder Thriller geschrieben, wie man es gewohnt ist, sondern die 9 Kurzgeschichten, 2 Novellen, 1 surrealistisches Gedicht sowie das Lexikon des Abfucks haben ihren ganz eigenen Stil. Verziert ist das Ganze mit 14 Illustrationen von Vivienne Feiler. Da die einzelnen Erzählungen immer recht kurz gehalten sind, habe ich mir Zeit genommen über jede einzelne Geschichte nachzudenken, was der Autor hier mitteilen möchte. Bei einigen Geschichten findet man auf eine alptraumhafte Weise Parallelen zu unserer realistischen Welt. Das regt zum Nachdenken an und vor allem schaut man gerne mal wieder hinter die Fassaden. Mir haben am besten die Kurzgeschichten „Samael“ und „Apokalypse“ gefallen. Die eine Geschichte erzählt von einem gefallenen Engel und die andere vom Ende der Welt. Beides kennt man aus anderen Büchern, aber die Besonderheit sind die kraftvollen und unzensierten Worte, die der Autor verwendet.

Mein Fazit:
Vielleicht ist das Buch nicht für die ganz breite Masse geeignet, aber wer gerne in eine abgedrehte und soziopathische Welt eintaucht, wird hier voll auf den Geschmack kommen. Mir hat der ganz andere Schreibstil sehr gut gefallen und ich bin gespannt was Leveret Pale als nächstes aufs Papier bringt. 

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178 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

alter, liebe, tod, frankreich, liebe im alter

Und jetzt lass uns tanzen

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.03.2017
ISBN 9783453291911
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Meine Meinung:
Katrine Lambert hat einen angenehmen Schreibstil und so lässt sich das Buch gut lesen. Die Hauptprotagonisten Marcel und Marguerite sind sehr sympathisch und man wünscht ihnen nur das Beste und dass sie gemeinsam den Rest ihres Lebens verbringen können. Leider sieht Marguerites Sohn das etwas anders. Unverständnis und Voreingenommenheit hinter der Fassade von Klischees machen es den Beiden nicht einfacher. Aber warum soll eine Liebe im Alter etwas Schlechtes sein?

Mein Fazit:
Mir hat der gefühlvolle Roman gut gefallen. Es hätte noch etwas mehr an Humor und Esprit sein können, aber trotzdem habe ich das Buch sehr genossen und es kann in jedem Lebensalter Mut machen, wenn man einen Verlust erlitten hat, der erstmal weh tut. Das Leben hält immer Überraschungen bereit und ist genau deswegen lebenswert. 

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

hund, humor, hunde, satire, kurzgeschichten

Aus dem Leben eines Rüden

Sören Emmzwoaka
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 25.04.2016
ISBN 9783739227603
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Was können Hunde im Schlaf? Aus wie vielen Wörtern besteht Hundisch? Wer ist der letzte natürliche Feind des Hundes und wo findet man ihn? Was ist ein Finalshit? Wo lassen Berufstätige tagsüber ihren Vierbeiner? Was tun Jagd-, Wach-, Lauf- und Rettungshunde den ganzen Tag? Was ist von der Vermenschlichung der Hunde zu halten? Welche Befehle muss ein Hund beherrschen? Welche Länder taugen als Urlaubsorte für Hundehalter? Warum gibt es keine Katzensteuer? Womit kann man Hunde bestechen?
Diese Fragen und noch einige mehr werden in 25 satirischen Kurzgeschichten beantwortet. Alles streng aus der subjektiven Perspektive des Herrchens eines unkastrierten Rüden - garantiert kein Ratgeber.

Meine Meinung:
Da ich selbst zwei Hunde habe, wollte ich gerne die Geschichten um Moritz lesen, um mal zu schauen was andere Hunde so alles anstellen. Sören Emmzwoaka hat zu 25 verschiedenen Themen augenzwinkernd kurze Geschichten erzählt, die in sich abgeschlossen sind. Das macht das Lesen angenehm, denn die Geschichten sind nicht zu lang und für zwischendurch sehr gut geeignet ohne, dass man den Faden verliert. An vielen Stellen habe ich mich und meine Hunde wieder gefunden, an anderen Stellen nur noch gelacht. Meine absoluten Favoriten waren die Geschichten "Hundisch", "Wecker", "Rettungshund" und "Leine". Aber auch die anderen Geschichten haben ihren Charme und lesen sich einfach so weg.

Mein Fazit:
25 kurzweilige Geschichten, die in sich abgeschlossen sind und tatsächlich nicht so ernst genommen werden sollten. Einfach hinsetzen lesen und schmunzeln. Für jeden Hundefreund ein Buch zur Unterhaltung und mit humorvollem Aha-Effekt. 

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

gewalt, kindheit, therapie, depression, familie

Kinderseelenallein

Ann Helena Neudek
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Patmos Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783843607285
Genre: Biografien

Rezension:

Klappentext:
Eine Bilderbuchfamilie, wohlhabend und angesehen. Doch hinter der Fassade gibt es Gewalt und Verachtung. Die kleine Ann, sensibel und hochbegabt, wird von ihren Eltern geschlagen, gedemütigt und in ihrer Persönlichkeit zutiefst entwertet. Depressionen, Ängste und Todesfantasien begleiten sie bis in ihr Erwachsenenleben. In diesem sehr persönlichen und poetischen Buch taucht Ann Helena Neudek ein in die Schrecken ihrer Kindheit, die sie immer wieder einholen. Doch sie beginnt zu verstehen, warum ihre Eltern dem Kreislauf der Gewalt nicht entkommen sind. Eine Therapie, die Liebe zu ihrem Mann und die Kraft der Worte helfen ihr heute, das Vergangene zu verabschieden und sich mehr und mehr selbst zu vertrauen.

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen hatte, wollte ich die Geschichte von Ann einfach lesen. Ich fand es mutig, dass Ann Helena Neudek eine Geschichte von zwei misshandelten Mädchen erzählt hat, die teilweise auf ihre eigenen Erfahrungen basieren. Was daran am erschreckendsten ist, dass die Täter die eigenen Eltern sind. Eltern sind die Bezugspersonen für Kinder, denen diese am meisten vertrauen und die ihre Kinder eigentlich schützen sollten. Hier wird erzählt, wie Kinderseelen durch ihre Eltern verletzt werden und dass diese Verletzungen einen großen Einfluss auf deren gesamtes weiteres Leben haben. Die Autorin hat es verstanden die Erlebnisse von Ann so zu erzählen, dass man mitleidet und auch diese Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel des Kindes spüren kann. Die Eltern möchte man am liebsten manchmal schütteln und zur Rede stellen. Oftmals war ich an verschiedenen Stellen sprach- und fassungslos.
Was mir auch sehr gefallen hat, ist der Weg, den Ann einschlägt, um mit den ganzen Kindheitsverletzungen trotzdem ein glückliches Leben zu führen. Hier helfen Therapien und vor allem ihr Mann Adrian, auf den sie sich verlassen kann und der ihr zeigt, wie liebenswert sie ist.

Fazit:
Dieses sehr emotional geschriebene Buch macht nachdenklich und oftmals sprachlos. Es hat mich sehr bewegt und für mich war Ann’s Geschichte sehr lesenswert. Die bildhafte Sprache führt dazu, dass man mit Ann und Ida mitfühlt und sie am liebsten in die Arme nehmen möchte. Von mir gibt es für dieses Buch 5 Sterne. 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

alkohol, plötzlicher kindstod, phantasie, alkoholismus, kind verschwunden

Verträumt

S.T. Kranz
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei epubli, 02.05.2017
ISBN 9783745074628
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Die labile Cathy Hart steht vor den Trümmern ihrer Ehe, dessen Steine weiter abbröckeln vom plötzlichen Verschwinden ihres 4-jährigen Sohnes. Von niemandem umarmt, scheint der
Alkohol weiterhin ihr einziger Trost zu sein, der ihr jedoch die Sinne zu weit öffnet und sie somit ihre Träume ernster nimmt als die Wirklichkeit. Während ihre Traumwelt immer mehr von Bedeutung bekommt, zerbricht sie in der Realität sichtbar, wodurch ihr fürchterliche Konsequenzen zu drohen scheinen. Die Suche nach ihrem Sohn beginnt sie somit anders, als man es sich denken könnte…

Meine Meinung:
Das sehr schöne Cover hat mich animiert den Klappentext zu lesen und danach wollte einfach mehr über Cathy wissen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es ist erst ein Kind zu verlieren, dann verschwindet das zweite Kind und der eigene Ehemann macht nur Vorwürfe. Auch die eigenen Familie reagiert nicht mit Hilfe und Verständnis und so kommt es wie es kommen muss und Cathy sucht Hilfe in Form von Alkohol. Natürlich ist Alkohol nie der beste Begleiter, aber Cathy kann nun der Realität entschwinden und schafft sich eine Traumwelt, die S.T. Kranz wunderbar beschrieben hat. Das Ende lässt noch viele Fragen offen und der Leser kann sich selber seine Gedanken machen. Ich fand es so genau richtig.

Mein Fazit:
„Verträumt“ ist ein Buch zum Nachdenken. Wie geht das Umfeld mit jemandem um, den das Schicksal mehrfach richtig gebeutelt hat. Ich fand die Darstellung einer Frau, die eigentlich für alle das Beste wollte und nun vor den Trümmern ihres Lebens steht und sich in einen Alkoholrausch flüchtet, sehr realistisch. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung. 

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mittelalter, werwolf, wölfe, burg, fantasy

Blut schreit nach Blut

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.07.2017
ISBN 9783743187450
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Schwarzwald, Herzogtum Alamannien, 1272
Luna, die Tochter des Burgherrn, beobachtet seit ihrer Kindheit ein Sternenpaar im Waldschatten. Doch sie wagt es nicht, seinem Ruf zu folgen, auch wenn er immer stärker wird.
Im Nebel wird die Schwarzburg angegriffen. Als einziges gelingt Luna die Flucht. Ihre Verletzung zwingt sie auf den Waldboden. Zwischen den Stämmen erscheint ihr Lichterpaar. Doch es sind keine Sterne. Augen haben sie beobachtet. Starren sie an.

Meine Meinung:
Da ich gerne historische aber auch fantastische Bücher lese, fand ich den Klappentext sofort spannend. Auch das Cover hat mich neugierig gemacht und so begann ich das Buch zu lesen, dass mich dann so überrascht hat. Nachdem Lunas Eltern ermordet wurden und sie gerade so fliehen konnte, lernt sie Astrum kennen, der sie schon so lange begleitet, ohne dass sie es jemals genau wusste. Und ab dem Punkt möchte man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, da eine unvorhergesehene Wendung nach der anderen kommt. Mit einem bildhaften Schreibstil hat Aikaterini Maria Schlösser es geschafft, das der Leser komplett in die Geschichte eintaucht und mitleidet, durchatmet, sich aufregt, hofft und auch mal wütend wird. Nicht nur die historischen Aspekte stimmen hier, sondern auch die mystische Stimmung, die immer wieder aufgebaut wird.

Mein Fazit:
„Blut schreit nach Blut“ ist ein emotionales Buch mit historischen sowie auch fantastischen Elementen. Mich persönlich hat das Buch immer wieder überrascht, da es so viele unvorhergesehene Wendungen gibt. Jedem, der gerne einen historischen, aber auch fantastischen Roman liest, kann ich das Buch nur ans Herz legen. Und natürlich gibt es eine Fortsetzung auf die ich heute schon sehr gespannt bin. Von mir gibt es hier wohlverdiente 5 Sterne. 

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

verlag: heyne, sitzen, lebensweise, gesundheit, bewegun

Sitzen ist fürn Arsch

Vivien Suchert
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453604377
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext
Neueste Studien belegen: Sitzen ist für die Gesundheit schädlicher als Rauchen
Evolutionär ist der Mensch zum Laufen gemacht. Doch was tun wir? Ob Auto, Büro oder Sofa – wir wechseln von einer Sitzgelegenheit zur nächsten. Und handeln uns damit allerlei Übel ein: von Rückenbeschwerden, Übergewicht und Diabetes bis hin zu Depressionen, Herzkrankheiten und Krebs. Die junge Wissenschaftlerin Vivien Suchert erklärt in diesem eigenhändig illustrierten Buch unterhaltsam, wie wir das Laufen verlernt haben, wo Sitzfallen lauern und warum Sport nur die halbe Miete ist.

Meine Meinung
Da ich im Büro arbeite und den ganzen Tag mehr oder weniger am Schreibtisch verbringe, hat mich das Buch „Sitzen ist fürn Arsch“ interessiert. Lustig fand ich schon den Buchtitel und genau diesen Touch hat die Autorin für ein Umdenken des Lesers beibehalten. Auf lustige Art und Weise und mit vielen Illustrationen erklärt Vivien Suchert warum das ständige Sitzen zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann und gibt Alltagstipps, wie man aus dieser Sitzblockade heraus kommt. Im Vorfeld hatte ich Bedenken, dass das auch wieder ein Ratgeber ist, den ich nach einiger Zeit gelangweilt zur Seite lege. Aber der Schreibstil ist so gehalten, dass alle kurz und präzise erklärt ist und mit humoristischen Einlagen wird der Ratgeber einfach nur lesenswert.

Mein Fazit
Wir sitzen viel zu viel. Also habe ich mir den kleinen Ratgeber zu Gemüte geführt und dann wertvolle, wenn auch nicht immer neue, Alltagstipps erhalten. Oftmals genügen schon Denkanstöße, um sein Verhalten zu ändern. Für alle die etwas ändern möchten, ist dieses Buch eine Hilfe und daher auf jeden Fall lesenswert.

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74 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

oliver pötzsch, historischer roman, serie, band 7, reihe

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548288376
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext
Der Schongauer Henker Jakob Kuisl reist im Februar 1672 mit seiner Familie zum Scharfrichtertreffen nach München. Erstmals hat ihn der Rat der Zwölf dazu eingeladen – eine große Ehre. Kuisl hofft, unter den Ratsmitgliedern außerdem einen Ehemann für seine Tochter Barbara zu finden. Barbara ist verzweifelt: Sie ist ungewollt schwanger und traut sich nicht, ihre Notlage ihrem Vater zu offenbaren. Dann kommt in München eine Reihe von Morden an jungen Frauen ans Licht, und Kuisl wird um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Alle Morde tragen die Handschrift eines Scharfrichters. Der Verdacht fällt auf den Rat der Zwölf ...

Meine Meinung
Wie bereits bei den Vorgänger-Büchern ist das Cover wieder sehr ansprechend gestaltet und macht neugierig. Gleich zu Beginn des Buches gibt es eine Karte von München und ein Personenverzeichnis. Das fand ich für eine leichte Orientierung sehr gut. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und das Buch liest sich einfach so weg. Diesmal geht es nicht vorrangig um Magdalena, sondern auch um ihre zwei Söhne Paul und Peter, die so gerne in die Fußstapfen ihres Großvaters steigen möchten, und Magdalenas Schwester, die ungewollt schwanger ist. Die gesamte Familie Kuisl ist so dargestellt, dass man sie einfach mögen muss. Historisch gut recherchiert, ist es Oliver Pötzsch wieder gelungen eine Kriminalgeschichte mit geschichtlichem Wissen zu verbinden.

Mein Fazit
Der 7. Teil der Henkerstochter-Serie ist wieder unterhaltsam und spannend geschrieben. Da die einzelnen Geschichten in sich abgeschlossen sind, muss man die Vorgänger nicht gelesen haben. Auch dieser Teil ist wieder sehr gelungen und für Fans der historischen Literatur empfehlenswert.

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169 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

fantasy, magie, zauberer, rainbow rowell, jugendbuch

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423640329
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext
Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz' Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.

Meine Meinung
Als ich das Cover des Buches gesehen habe, dachte ich mir bereits, dass es Spaß machen wird, dieses Buch zu lesen. Und so war es dann auch. Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorin sind einfach toll. Simon wächst einem sofort ans Herz. Er ist ein Waisenjunge, der zwar ein magisches Potential hat, dieses aber noch lange nicht richtig anzuwenden weiß. Und so sind Patzer vorprogrammiert. Und was dann so alles passiert, bringt den Leser einfach zum Lachen. Aber das Buch hat auch eine andere Seite. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe und auch Feindschaft. Liebevoll charakterisiert Rainbow Rowell die Protagonisten. Und so ist nicht immer alles wie es auf den ersten Blick scheint.

Mein Fazit
Wer die Bücher um Harry Potter mag, wird auch dieses Buch mögen. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und trotz einiger Parallelen zu Joan K. Rowling ist es doch ganz anders. Ich freue mich auf den Folgeteil und hoffe, dass dieser bald erscheint.
Von mir gibt es für Fantasie-Fans eine klare Leseempfehlung.

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helgoland, einhorn, büsum, ostfriesland, nordsee

Die Weiße Libelle

Alexander Ruth
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.06.2017
ISBN 9781546797494
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Im Kampf gegen Plastik und Meeresverschmutzung ist sie in der Nordsee unterwegs: die »Weiße Libelle«. Seit Jahrhunderten fürchten Seeräuber diesen regenbogenfarbenen Mythos mit güldenen Einhörnern auf den Segeln. Schon die alten Wikinger zitterten beim Namen dieses sagenumwobenen Piratenschiffs. Gemeinsam mit einer fantastischen Märchenwesen-Crew machen Kapitän Wild Wild Sonja, die Baronesse Martha de beau, Lieutenant Darfo, Blackbeard Johnny und Einhorn Pinki Jagd auf Umweltsünder – von ihrem geheimen Geheimliegeplatz in Büsum über Wangerooge bis Borkum, von Helgoland bis Sylt. Ihr Hilfsmittel: die magische Seekarte vom nautischen Magierzirkel. Aber es bilden sich schwarze Wolken am Himmel. Es geschehen mysteriöse Anschläge auf die Küstenstädte der Nordsee und die gesamte Tierwelt im Meer. Jetzt sind alles seemännische Können und reichlich Heldenmut gefragt. Wer steckt dahinter? Werden sie es schaffen, das Böse zu bekämpfen – und am Ende den gesamten blauen Planeten zu retten?

Meine Meinung:
Eine Jagd auf Umweltsünder mit Kapitän Wild Wild Sonja und der Märchenwesen-Crew, da wollten wir mit dabei sein. Schon das schön gestaltete Cover macht Lust in die magische Welt einzutauchen. Alexander Ruth hat es in seinem Buch „Die Weiße Libelle“ geschafft ein ernstes Thema märchenhaft und lustig zu verpacken. Der Schreibstil ist angenehm und so nimmt man gleich Fahrt auf. Die bildhaften Schilderungen führten dazu, dass wir immer wieder herzhaft gelacht haben. Klasse fanden wir vor allem die Weihnachtselfen und das Einhorn Pinki. Und trotz der Einlagen, die zum Lachen eingeladen haben, war das Buch spannend aufgebaut bis zum Schluss.

Mein Fazit:
Da das Thema Umwelt immer wichtiger wird und trotzdem viele nicht interessiert, hat Alexander Ruth einen Weg gefunden, darauf aufmerksam zu machen. Mit den lustigen Einlagen kann man auch gut Kinder an das Thema heranführen. Meine Enkeltochter ist zwar erst 10 Jahre alt, aber sie hat schnell erkannt, um was es hier geht. Ich fand das Buch herrlich anders und kann es nur für Jung und Alt empfehlen.

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amerika, mennoniten, sklaverei, freiheit, liebe

Die Küste der Freiheit

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404167357
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit.

Meine Meinung:
Ich wollte das Buch gerne lesen, da ich schon einiges über die Auswanderung der Schotten nach Amerika gelesen hatte. Nun war ich gespannt, wie Maria W. Peter dieses Thema umsetzt. Und das ist ihr eindeutig gelungen. Nicht nur die Geschichte, in der von Verfolgung, Intrigen, Kampfgeist, Hilfe, Liebe und Hass erzählt wird, sondern auch die historisch gut recherchierten Hintergründe machen das Lesen zu einem Vergnügen. Der Schreibstil ist so flüssig, dass man direkt in die Geschichte eintaucht. Die Hauptprotagonisten Anna und Lorenz sind sympathisch und man fiebert das ganze Buch über mit den beiden mit. Dagegen wünscht man den Gegenspielern, wie Kurt Paul oder Rose, zeitweise die Pest an den Hals. Maria W. Peters hat es sehr beeindruckend verstanden alle historischen Ereignisse, die in dieser Zeit mit der Auswanderung nach Amerika zu tun hatten, in dieser Geschichte zu erzählen. Alles in allem möchte man das Buch gar nicht zur Seite legen, weil man wissen möchte, was noch alles passiert und wie es dann weitergeht.

Mein Fazit:
„Die Küste der Freiheit“ ist ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite interessant und lesenswert ist. Nicht nur der Schreibstil überzeugt, sondern auch die Geschichte mit den vielen historischen Hintergründen. Ich spreche hier eine klare Leseempfehlung aus, nicht nur für Liebhaber des Genres.

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303 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 134 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, vergnügungspark, freizeitpark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde.

Meine Meinung:
Als ich das Cover, ein heller Vergnügungspark in einer düsteren Umgebung, zu dem Buch gesehen habe, wollte ich auch wissen, um was es in diesem Buch geht. Und den Klappentext fand ich dann sehr spannend und so war ich auf das komplette Buch gespannt. Der Schreibstil von Jonas Winner ist flüssig und verständlich. Die Geschichte von Anfang bis Ende sehr gut inszeniert, so dass der Spannungsbogen durch das gesamte Buch aufrecht erhalten wird. So ist es nicht verwunderlich, dass man das Buch geradezu verschlingt. Die Protagonisten werden gut beschrieben, auch durch die Rückblicke auf Gespräche mit dem Psychiater Dr. Sheldon. Sympathisch sind sie jedenfalls alle nicht wirklich und ich war immer beim Rätseln wer nun der Mörder ist. Regelmäßig lag ich da falsch. In der Mitte des Buches gab es einige unnötige Längen, aber das konnte ich gut verschmerzen. Alles in allem eine gute Idee und ich fand diese auch gut umgesetzt.

Mein Fazit:
„Murder Park“ ist ein gelungener Thriller, der durchaus eine düstere Stimmung hervorruft und man regelrecht mitfiebert. Von Anfang an ist Spannung enthalten und genau das erwarte ich ja von einem Thriller. Das Ende ist überraschend, aber so soll es ja auch sein, es würde ja keinen Spaß machen, wenn das Ende in der Mitte bereits verraten wird. Von mir gibt es für Thriller-Fans eine klare Leseempfehlung.

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

kampf, fantasy, könig, abenteuerreich, kinder

Sturm auf Amber - Die alte Welt zerbricht

Thea Perleth
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 02.11.2016
ISBN 9781539692492
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Die Nordleute rüsten sich für den großen Sturm auf die Insel Amber. Um diesen abzuwehren, arbeitet König Bornwulf von Dinora an einem Verteidigungsbündnis der Königreiche auf Amber, in das auch die Königin der Insel Bratana eingebunden werden soll. Doch die Menschen erkennen, dass sie ohne die Hilfe der Fürsten der Nebelländer den Angreifen wohl unterlegen sein werden. In einem gemeinsamen Rat im Königreich Konbrogi, das sich nie von der Fürsten abwandte, versuchen sie daher, die Hilfe der Fürsten für die Rettung der Insel zu erlangen. Doch die Vergangenheit macht ein Bündnis für beide Seiten schwierig. Prinzessin Leana gelingt es schließlich, eine neue Verbindung zu den Nebelfürsten herzustellen. Ilari und Oskar übernehmen noch vor dem Abschluss der schwierigen Verhandlungen neue Aufgaben auf Amber und auch Prinzessin Hrodwyn findet ihren Platz zur Verteidigung ihrer Heimat.

Meine Meinung:
Ich war bereits vom ersten Teil der Saga um die Insel Amber begeistert und wollte natürlich wissen wie es mit Oskar und Ilari weiter geht. Als erstes ist mir wieder die Übersichtskarte von Amber aufgefallen. So kann man sich vorstellen wie das Reich aufgeteilt ist. Auch das Personenverzeichnis am Ende des Buches fand ich hilfreich, ich musste doch nochmal nachschauen wer zu welchem Reich gehört.
Der Schreibstil war wie bei Teil 1 flüssig und ich war ziemlich schnell wieder in der Geschichte angekommen. Ich mag Ilari und Oskar immer noch sehr. Doch auch andere Protagonisten sind sympathisch, wie z.B. Kalia, die Nebelfürstin oder Leana. Berrex hat mich etwas enttäuscht, er zeigt jetzt eine Seite, die mir nicht gefällt, dabei war ich im ersten Teil noch von ihm angetan. Alles in allem bin ich fasziniert von der Erzählweise von Thea Perleth und ihrem Ideenreichtum für ihre Geschichte.

Mein Fazit:
Der 2. Teil von „Sturm auf Amber“ hat mich wieder überzeugt. Er ist bei dieser Saga von Vorteil, wenn man den 1. Teil bereits gelesen hat. Für einen Leser, der fantastische Literatur mag, ist „Sturm auf Amber“ auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Und man darf gespannt sein, wie es weiter geht. 

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zweiter weltkrieg, freundschaft, speyer, zweiter weltkrieg, front, gestapo, kriegsgefangenenlager, mütter, familie, mut, knaurverlag, krieg, überleben, frauenroman, alltag

Die Stunde unserer Mütter

Katja Maybach
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426516072
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:
Im Mittelpunkt stehen Maria und Vivien, die einander nie besonders sympathisch waren – und jetzt eine Schicksalsgemeinschaft bilden, aus der nach und nach tiefe Freundschaft entsteht.
Dabei sind die beiden Frauen denkbar unterschiedlich: Während Maria, die ihren Mann, den Forstbeamten Werner, gegen den Willen ihrer Familie heiratete, mittlerweile an ihrer Ehe zweifelt, schmerzt die Engländerin Vivien jede Minute der erzwungenen Trennung von ihrem Mann Philipp. Maria ringt bei jedem Feldpostbrief Werners mit sich, die Distanz, die zwischen ihnen entstanden ist, zu durchbrechen und ihm ein paar liebevolle Worte zu schreiben. Vivien dagegen, die nur deshalb in der Kleinstadt vor den Toren Münchens Zuflucht gesucht hat, um ihren Mann, der im Widerstand tätig ist, nicht zu gefährden, wartet nur auf ein Zeichen, um zu ihm zurückzukehren. Während Maria zu ihrer verträumten Tochter Anna nur schwer Zugang findet, sind Vivien und ihre Tochter Antonia einander sehr ähnlich. Doch je schmerzhafter die täglichen Einschränkungen werden, je näher der Krieg ihnen kommt und je größer die Gefahren von Denunziation und Anfeindungen werden, desto enger rücken die beiden Frauen zusammen …

Meine Meinung:
„Die Stunde unserer Mütter“ ist das erste Buch, das ich von Katja Maybach gelesen habe und es wird sicherlich nicht das letzte sein. Die Geschichte von Maria und Vivien ist sehr emotional geschrieben und gibt viele Hintergrundinformationen aus der eher düsteren Geschichte Deutschlands. Maria und Vivien mussten in dieser Zeit über sich hinauswachsen, um ihre Lieben und sich zu schützen. Sie müssen sich verändern und Dinge tun, die sie selbst vorher nicht für möglich gehalten hätten. Auch ihre beiden Töchter, Anna und Antonia werden in dieser Zeit erwachsen und lernen die Greuel des Krieges kennen, indem Antonia angefeindet wird, da sie englische Wurzeln hat, und beide dann im Lazarett arbeiten und verwundete Soldaten pflegen. Das Buch ist spannend und authentisch geschrieben und man fiebert regelrecht mit den Frauen mit als sie anderen Frauen in einem Internierungslager helfen möchten und dabei selbst in Gefahr geraten.

Fazit:
Mich hat das Buch „Die Stunde unserer Mütter“ sehr bewegt. Einmal mit dem Lesen begonnen, konnte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.  

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krimi, norwegen, oslo, serienmor, brutal

Teufelskälte

Gard Sveen , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783471351499
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Wie sehr kann man sich selbst hassen? Nie war Tommy Bergmann verzweifelter, nie einsamer. Da wird sein schlimmster Albtraum wahr. Er hielt seinen ersten Fall für gelöst. Doch nun geht das Morden wieder los. Auf die gleiche Weise wie damals. Hat er den falschen eingesperrt? Ist der wahre Mörder seit Jahren auf freiem Fuß? Hat er als Kommissar auf ganzer Linie versagt? Bergmanns neue Kollegin entdeckt eine Spur. Sie ist eine Frau nach seinem Geschmack: klug, verletzlich und schön. Doch sie hat einen Hang zu den falschen Männern.

Meine Meinung:
„Teufelskälte“ ist der zweite Krimi von Gard Sveen. Da ich „Der letzte Pilger“ bereits gelesen hatte und diesen Krimi sehr gut fand, habe ich mich gefreut, dass der Autor eine neues Buch veröffentlicht hat. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte von der ersten Seite an spannend. Die Protagonisten sind realistisch dargestellt und daher glaubhaft. Im Laufe der Geschichte wird immer wieder Bezug auf die Personen im Vorgängerroman genommen. Man muss zwar nicht „Der letzte Pilger“ gelesen haben, aber an einigen Stellen ist es doch von Vorteil.

Fazit:
Dieser Krimi lässt sich einfach nur gut lesen. Die Morde sind zwar grausam, aber sie werden nicht blutrünstig dargestellt, so dass das Buch auch für etwas zartbesaitete Leser geeignet ist. Trotzdem ist die Handlung durchgehend spannend und so liest sich das Buch einfach weg. Da das Ende offen ist, warte ich nun auf den Folgeband. Hier hätte ich mir gewünscht, das die Geschichte in sich abgeschlossen ist.


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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

obdachlose, lebendig verbrennen, jugendliche, verbrannt, hannover

Anders

Ina Kloppmann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 11.03.2016
ISBN 9783738648607
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Zwei Obdachlose werden von einer Gruppe Jugendlicher brutal überfallen, die bei der Tat unter Drogeneinfluss gestanden hatten. Einer der beiden Obdachlosen stirbt nach dem Überfall und der andere, der aus Berlin stammende Icke wird schwer verletzt. Hauptkommissar Werner bittet den Sozialpädagogen Oliver Hoffmann Icke zu helfen. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft der beiden ungleichen Männer entwickelt sich bald eine herzliche Freundschaft. Die Jugendlichen, die den Überfall begangen hatten, rutschen immer tiefer in die Kriminalität ab...
Der schwule Oliver Hoffmann ist der Patenonkel von Saskia, eine der Protagonisten aus dem Debütroman der Autorin Bereue Hannover Krimi. Seit der fünften Klasse ist er mit Saskias Mutter Lea, einer lebenslustigen Mittfünfzigerin befreundet. Nicht nur die beiden, auch Saskia und ihre beste Freundin Judy, verleihen diesem spannenden Krimi eine unterhaltsame und amüsante Note.

Meine Meinung:
Da ich gerne mal einen Regionalkrimi lese und Hannover gut kenne, wollte ich dieses Buch gerne lesen. Im Prolog wird auch gleich klar, dass es sich um eine erschreckende Tat durch Jugendliche an Obdachlosen handelt. Der Einstieg fällt leicht und man lernt die Protagonisten am Anfang kennen, so dass man schon etwas aus ihrem Leben erfährt. Der Schreibstil ist flüssig und so liest sich das 208 Seiten-Buch einfach so weg. Mir hat besonders gefallen, dass die Autorin sich Randgruppen annimmt und wie es immer noch zu Ausschreitungen gegen diese kommt. Daher rüttelt dieses Buch auch an Vorurteilen und appelliert an Toleranz und Verständnis gegenüber jedem Menschen.

Mein Fazit:
Mir hat dieser Krimi gut gefallen. Ich fand mich in Hannover wieder und habe an dem Leben der Protagonisten teilgenommen. Es ist zwar nicht ein Krimi in der gewohnten Weise, aber mir hat es gefallen, dass man etwas über die Menschen erfährt und es auch den einen oder anderen Rückblick in die Vergangenheit gibt. Einen Stern ziehe ich ab, da es einige Wiederholungen gab, die aus meiner Sicht überflüssig waren. Ansonsten ist das Buch eine Leseempfehlung. 

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vietnam, zuhälter, minderjährige, trauer, lebensgestaltung

LI

Isabella Maria Kern
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei IATROS, 01.07.2016
ISBN 9783869632278
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Nach seinem ersten Besuch in einem Bordell ist für Peter, einem arroganten Journalisten, nichts mehr, wie es war. Die Lust auf Sex ist ihm sofort vergangen, als er dort auf die minderjährige Li trifft, und er verspricht, ihr zu helfen. Aber Li nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben. Er versteckt Beatrice, die von ihren Zuhältern gesucht wird, bei sich, riskiert damit sein Leben, und wird obendrein gekündigt. Als er dann noch Lis Stimme hört, meint er den Verstand zu verlieren.

Meine Meinung:
Der Klappentext von „LI“ hat mich sofort angesprochen und ich wollte gerne dieses Buch lesen. Die Autorin packt hier ein Thema an, das leider immer noch zu viel ignoriert wird. Und diese Geschichte, die sich um Peter und Li, aber auch Beatrice dreht, hat mich sofort in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig und daher liest sich das Buch einfach so weg. Dass verschiedene Klischees angesprochen wurden (Paranormales, Kriminalität, Prostitution, Kindesmissbrauch) fand ich eine gute Mischung. Natürlich sollte man sich darauf einlassen können und auch wollen.

Mein Fazit:
Alleine schon wegen der Hintergrundinformationen, die dieses Buch auch liefert, lohnt es sich „LI“ zu lesen. Ich kann hier eine klare Leseempfehlung abgeben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat mich tatsächlich zum Nachdenken angeregt. Ich freue mich auf weitere Bücher von Isabella Maria Kern. 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Sage um Ihartar

Ramona Elena Herbst
Buch: 673 Seiten
Erschienen bei Buchwerk Verlag, 22.11.2016
ISBN 9783960860112
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Unerwartet und aufgrund einer Verwechslung gerät der Waffenschmied Varim plötzlich in eine Vielzahl sonderbarer und unerklärlicher Geschehnisse, als eines warmen Herbsttages die ungleichen Schwestern Arbell und Sinea auf ihn treffen. Unerklärliche Ereignisse häufen sich als die Ankunft seines Freundes Italus ausbleibt und hinter hervorgehaltener Hand verstärkt über kriegerische Auseinandersetzungen im Norden des Reiches gemunkelt wird.
Doch ohne Antworten auf seine Fragen zu erlangen, findet sich Varim bald darauf auf einer Reise wieder, die ihn tief in das siebenteilige Reich führt und die auf kein gutes Ende hoffen lässt. Der königliche Auftrag, der ihm zugeschrieben wurde, laste schwer auf seinen Schultern und die Kälte des Winters scheint die Reise zusätzlich zu erschweren. Seine Heimat weit hinter sich zurücklassend reitet er bald an der Seite des eigensinnigen Feuerkriegers Peranur durch die wandelnden Landschaften und als der Hüter der Feuer, der ausgerechnet der Vater der anmutigen Sinea ist, von düsteren Kriegern gefangen gehalten wird, überschlagen sich die Ereignisse.

Meine Meinung:
Als ich das Cover des Buches gesehen und mir den Klappentext durchgelesen hatte, wollte ich diese Geschichte gerne lesen. Und kaum war das Buch bei mir angekommen, befand ich mich sofort in der Geschichte. Ramona Elena Herbst hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der die einzelnen Ereignisse lebendig werden lässt. Die Hauptprotagonisten Varim, Peranur, Arbell und Sinea fand ich sofort sympathisch. Die Reise durch das siebenteilige Reich ist spannend erzählt und hat alles was man sich in einer fantastischen Welt vorstellt. Was mir persönlich besonders gefallen hat, ist, dass das Buch auch eine Botschaft an den Leser hat. Durch Zusammenhalt und Respekt vor dem Anderen kann man viel erreichen, auch wenn es manchmal nicht so aussieht.

Mein Fazit:
Das Buch ist eine Fantasy-Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Für mich ein richtiges Lesehighlight. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und ich hoffe, ich bekomme von der Autorin noch weitere Bücher zu lesen.  

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