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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

seele, verstand, lebendigkeit, inneres zwiegespräch, veränderung

Die unerhörte Leichtigkeit des Glaubens

Rainer Haak
Fester Einband
Erschienen bei adeo Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783863341657
Genre: Sonstiges

Rezension:

In zehn kurzen Kapiteln gibt der Autor Rainer Haak (ein studierter Theologe mit einigen Semestern Medizin, der heute als freier Schriftsteller und Songwriter tätig ist) Hinweise, mit welchen Gedanken es möglich ist, sich aus einer Krise zu befreien. Er wehrt sich dabei gegen kopflastige Diskussionen, sondern versucht mit Gefühlen wieder heil zu machen, was verletzt und erstarrt ist. Er erzählt davon, wie er meditiert, ohne das Wort Meditation zu verwenden. Er imaginiert ein Zwiegespräch zwischen Verstand und Seele und bringt so wieder Farbe ins Leben. Anhand von Bibelstellen verdeutlicht er, was er unter Geborgenheit, Wachstum und Veränderung sowie Liebe und Lebendigkeit versteht.

Die Seele will tanzen. Das muss nicht immer ein Freudentanz sein, es kann auch ein Tanz der Traurigkeit sein, ein Tanz der Sehnsucht oder der Verzückung, ein Tanz der Hoffnung oder der Liebe.“ (Seite 86) Sein Fazit lautet letztendlich: „Der Sinn des Lebens sind Liebe und Lebendigkeit. Ohne Liebe und Lebendigkeit ist alles nichts“ (Seite 117). Aus Rainer Haaks anfänglich fast trockenen Worten wird schließlich ein richtiges Märchenfest.

Mir gefällt dieser Austausch zwischen Verstand und Seele. Hier werden viele Hemmnisse aufgedeckt, die das Leben erschweren. Es ist nicht leicht, dass sich Kopf und Bauch die Waage halten. Beide versuchen, sich gegenseitig zu übertönen ...

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch immer wieder auf andere Weise berührt, je nachdem, ob die Seele oder der Verstand gerade lauter ist. Ich glaube, es lohnt sich, die Worte zu verinnerlichen und selbst auszuprobieren, was sie mit einem machen. Ich denke, das ist ein ideales Büchlein für den Nachttisch; Gedanken, die sich lohnen, sie in den Schlaf mit hinüber zu nehmen. So können die Träume wieder bunt werden.

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Tags: inneres zwiegespräch, lebensfreude, seele, verstand   (4)
 

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

katzen, ratgeber, lexikon, humor, joachim schultz

Wie wir Katzen die Welt sehen

Hermien Stellmacher , Joachim Schultz , Hermien Stellmacher
Fester Einband: 125 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363057
Genre: Humor

Rezension:

Verstehen Sie Ihre Katze? Ich dachte bisher, ich könnte meine verstehen. Doch weit gefehlt! Bisher wusste ich zum Beispiel nicht, dass ein Fressnapf als leer gilt, wenn in der Mitte ein wenig vom Grund zu sehen ist, weil alles Futter an den Rand geschoben wurde. Endlich kann ich meinen kleinen Liebling verstehen, warum er vor dem - in meinen Augen - noch gut gefüllten Fressnapf sitzt und jammert. Dass ich für meine Schmusekatze jedoch als Tür- und Dosenöffner fungiere, das habe ich im Laufe der Jahre realisiert.

In diesem liebevoll illustrierten Katzenlexikon, das mich beim Schmökern mehrmal laut auflachen ließ, gibt es noch viele weitere wichtige Einzelheiten, die den -> Menschen zum ->Katzenpersonal machen. Wer einmal hineinliest, der kommt wahrlich von einem Stichpunkt zum nächsten – wie in einem richtigen Lexikon. Er erfährt von Katzens Lieblingsspielzeug ebenso, wie von den größten -> Katerstrophen - für den Vierbeiner natürlich.

Weil so ein Katzenratgeber in keinem Tierhaushalt fehlen darf, habe ich schon überlegt, wer von meinen liebsten Freunden und Verwandten kein Fellbündel zu Hause hat. Die anderen werden hoffentlich ebenso viel Spaß an der Lektüre dieses Büchleins haben, so dass Weihnachten gerettet ist. 

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Tags: katzen   (1)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Held von Hacksaw Ridge - die ergreifende, wahre Geschichte, die den Film inspirierte

Boston Herndon
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Memento Medien, 01.01.2016
ISBN 9783944606040
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Amerikaner Desmond Doss (1919 bis 2006) weigerte sich im zweiten Weltkrieg aus religiösen Gründen ein Soldat zu sein. Trotzdem nahm er (ohne Waffen in die Hand zu nehmen!) an der Grundausbildung teil und zog als Sanitäter mit seinem Bataillon in den Krieg auf die Philippinen und nach Japan. Wurde er anfangs von seinen Kollegen noch verachtet, erhielt er am Ende des Krieges höchste Auszeichnungen. Denn trotz eigener Verwundungen kümmerte er sich hingebungsvoll um seine verletzten Kameraden und rettete so manchem von ihnen das Leben.

Sein Einsatz im Krieg inspirierte Mel Gibson zu dem Oskar nominierten Film gleichen Namens. Der Stil des Buches hat mich trotz der wirklich spannenden Lebensgeschichte jedoch nicht sehr angesprochen. Es ließ sich leicht lesen, doch die amerikanische Euphorie vergällte mir etwas den Lesegenuß.

Interessant ist allerdings der Hintergrund von Desmond Doss Leben. Er war tief gläubig und mit der Bibel vertraut. Im Anhang wird erläutert, worauf sich sein Glaube als Siebenten-Tags-Adventist gründete. 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

dystopie

When the English Fall

Dr David Williams
Fester Einband: 242 Seiten
Erschienen bei Algonquin Books, 11.07.2017
ISBN 9781616205225
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Tagebuch zu lesen kann langweilig sein, aber nicht in diesem Fall! Zwei Monate können wir als Leser das tägliche Leben von Jacob und seiner Familie miterleben. Er gehört der Glaubensrichtung der Amishen an und erzählt von seiner ganz speziellen Tochter, die schon voraussieht, was kommen wird; von seinem heranwachsenden Sohn, der kräftig anpacken kann und seiner Frau, die er sehr liebt. Auch die Nachbarschaft, die Glaubensgemeinschaft und Freunde lernt man kennen.

Nachdem ein gewaltiger Sonnensturm jegliche Energie im Umkreis vernichtet hat, ändert sich alles. Nur bei den Amishen, die ihr bisheriges Leben weitgehend ohne moderne Geräte gemeistert haben, bleibt vieles wie es war. Das veranlasst Jacob zu der Aussage: „I am glad, now, for the hardness of my uncle and my father's uncompromising spirit. It does not happen often, I will admit. But sometimes I am glad.“ (Seite 91)

Leider bringen die Umstände, unter denen die Städter leben, auch die Menschen auf dem Land in Gefahr. Das Buch nimmt etwa ab der Hälfte so an Spannung zu, dass ich es kaum noch aus der Hand legen wollte. Ich kann meiner lb-Freundin nur danken, dass sie es als Wanderbuch auf die Reise schickte und ich es so auch lesen konnte!

Bewunderswert fand ich Jacobs Einsicht auf Seite 183: „God gives strength and guidance, especially in those times when we fell lost and uncertain.“

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Gott und der Urknall

Ernst Peter Fischer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 17.01.2017
ISBN 9783451329869
Genre: Sachbücher

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wüste, glaube, philosophie, gott, religion

Nachtfeuer

Eric-Emmanuel Schmitt , Marlene Frucht
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.09.2017
ISBN 9783103972986
Genre: Romane

Rezension:

... möchte ich Euch heute erzählen. Ich war gerade zu Bett gegangen und konnte nicht einschlafen. Draußen pfiff der Wind ums Haus und in mir breiteten sich Sorgen aus. Statt mich ihnen hinzugeben, schlich ich mich leise aus dem Schlafzimmer und nahm dieses Buch zur Hand. Zwei Tage hatte ich schon darin gelesen. Nun war ich ungefähr in der Mitte und die Einstiegsworte zum neuen Abschnitt lauteten: „Ich konnte nicht einschlafen“. Der Autor holte mich also genau an der richtigen Stelle ab.

Der 1960 geborene Eric-Emmanuel Schmitt erzählt in seinem ersten biografischen Werk von einer Wanderung durch die Wüste, an der er als Philosophiestudent vor über 25 Jahren teilnahm und die ihm deutlich in Erinnerung geblieben ist. Er hatte sich leichtsinnig von seiner Gruppe entfernt und befand sich nun in Lebensgefahr: Allein, leicht bekleidet und ohne Ausrüstung musste er die kalte Nacht in der Wüste am Fuß des Berges Tahat im Ahaggar-Gebirge verbringen. Das damalige Erleben hat seine Lebenseinstellung verändert: In einem atheistischen Elternhaus aufgewachsen und durchs Studium zum Agnostiker geworden – bekennt er sich seitdem zum christlichen Glauben.

Schmitt beschreibt seine mystischen Erlebnisse auf eine Art und Weise, die mich warm umfingen. Die Sorgen verschwanden im Hintergrund, die Beschreibung seines Wüstenerlebnisses trafen mich tief in meinem Inneren. Gemäß der Worte auf Seite 115 „Man kann nur nach etwas suchen, wenn man weiß, dass man danach suchen muss. Du würdest nicht nach mir suchen, wenn du mich nicht bereits gefunden hättest“ habe ich bereits nach weiteren Büchern des Autors gesucht. Viele von ihnen haben einen religiösen Hintergrund, lehnen sich an Geschichten aus der Bibel oder dem Koran, sowie den Buddhismus an.

Mich hat das Buch neugierig gemacht. Nicht nur auf die Geschichte hinter dieser Geschichte (Eric-Emmanuel Schmitt fuhr damals in die Wüste, um auf den Spuren von Charles de Foucauld zu wandern), sondern auch auf Ähnlichkeiten und Unterschiede der verschiedenen Weltreligionen. 

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Tags: erlebnis, glaube, glück, reise, sahara   (5)
 

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islam, dschihad, journalistin, sachbuch, krisengebiete

Nur wenn du allein kommst

Souad Mekhennet , Sky Nonhoff
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 25.10.2017
ISBN 9783406711671
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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39 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

christentum, frankreich, religion, wissen, spiritualität

Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden

Laurent Gounelle , Alexandra Baisch , Felix Mayer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei O.W. Barth , 02.10.2017
ISBN 9783426292785
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt viele Bücher, die sich der Bibel und den darin stehenden Erzählungen zu nähern versuchen. Das vorliegende Buch hat das gleiche Ziel. In diesem - als Roman bezeichneten - Schriftwerk, das sehr viele Elemente eines Sachbuches enthält, sucht die Protagonistin Alice nach der Wahrheit. Eigentlich ist sie eine rationale, in einem atheistischen Elternhaus aufgewachsene Frau, die sich als Kommunikationsberaterin etabliert hat. Da sie ihrem Jugendfreund Jérémie, der als Priester meist vor einem recht leeren Gotteshaus seine Messen hält, Hilfe versprochen hat, vertieft sie sich ins neue Testament, das ihr viel offener vorkommt, als die verkrusteten Rituale der katholischen Kirche. Sie entdeckt Ähnlichkeiten in den Aussagen von Laotse (600 Jahre vor Christus) und Jesus. Auch den Hinduismus und den Buddhismus sieht sie sich näher an...

Der 1966 geborene französische Schriftsteller Laurent Gounelle hat sich intensiv mit der Philosophie der östlichen Weisheitslehren beschäftigt und schon mehrere Bücher über Selbstfindung geschrieben. Auch in diesem Buch geht es um den Unterschied zwischen Anpassung und eigener Stärke. Nicht alles ist für mich unmittelbar nachvollziehbar (zum Beispiel wie es möglich ist, innerhalb kurzer Zeit das Neue Testament gleich mehrmals zu lesen und zu verstehen). Doch die Suche nach dem Glück, die durch das Loslösen vom Ego (und Alices Ansatz) zeigt, wie man eventuell zum Ziel kommen könnte, scheint sich durch alle Religionen zu ziehen. Wieder einmal stellt sich die Frage: Wer und wo ist Gott? Der Autor gibt keine Antworten, schenkt dem aufmerksamen Leser dafür aber viele Denkansätze.

Warum ich trotz des Lobes nur vier Sterne gebe? Die teils märchenhafte Geschichte um all die ins Buch eingeflossenen Weisheiten ist für mich unglaubwürdig. Da bleibt vor allem eine Frage offen: Wie schafft es eine viel beschäftigte Frau mit Familie, das Leben einer ganzen Kirchgemeinde so grundlegend umzukrempeln?

Ein Zitat von Alices Vater möchte ich den Lesern dieser Besprechung nicht vorenthalten: „Das Alter hat mir die Möglichkeit gegeben, mich von meinen Hirngespinsten zu befreien … In der Realität zu leben. Und die ist glückbringender als irgendwelche Hirngespinste.“ (Seite 140)

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Tags: frankreich, französischer schriftsteller, philosophisches werk, religionen, suche nach gott   (5)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

religiöser glauben, buch, religionswissenschaften, theismus, fundamenalismus

Der Gotteswahn

Richard Dawkins , Sebastian Vogel
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548376431
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich kann es nicht beweisen. Es hat seinen Grund, dass man es Glauben nennt.“ (Seite 152)

Dieses Buch spaltet die Gesellschaft. Viele Gläubige sind davon überzeugt, dass es ein Frevel ist, dieses Buch zu lesen. Ich dagegen fand es sehr informativ – und ließ mir dadurch den Glauben an eine höhere Macht nicht nehmen.

„Wissenschaft beschäftigt sich mit dem Alter der Felsen und Religion mit dem Fels des Glaubens; Wissenschaft fragt, wie der Himmel funktioniert und Religion, wie man in den Himmel kommt.“ So zitiert der Naturwissenschaftler Richard Dawkins auf Seite 80 einen Kollegen. Obwohl er sich vom Glauben abgewendet hat, setzt er sich sehr ausführlich mit den Ursprüngen desselben auseinander. Argumente für die Existenz Gottes spielen eine ebenso große Rolle wie Argumente dagegen.

Dawkins untersucht die Wurzeln der Religionen und behauptet auf Seite 259: „Religiöser Glaube hat sicher einige Gemeinsamkeiten mit dem Zustand der Verliebtheit.“ Überzeugt davon: „Aus der Religion erwächst eine Menge positiver Verstärkung: warme, tröstliche Gefühle der Liebe und Geborgenheit in einer gefährlichen Welt, Verlust der Angst vor dem Tod, Hilfe von oben als Antwort auf Gebete in schwerer Zeit.“ stellt Darwin aber auch die Frage, ob man zum Gutsein unbedingt die Religion braucht. Schließlich finden sich unter Gläubigen etliche hasserfüllte Fanatiker. Die kommen seiner Meinung nach teilweise davon, weil sie alle Bibelstellen (auch die grausamen, die es zweifelsfrei gibt) wortwörtlich nehmen und wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen oder gar nicht wissen wollen.

Darwin ist überzeugt, dass es ohne Religionen weniger Kriege geben würde. Dabei geht er auf die engstirnige Sicht der Amerikaner ebenso wie auf das irische Problem ein. Er prangert vor allem an, das „fundamentalistische Religion ganz wild darauf ist, die naturwissenschaftliche Ausbildung vieler tausend argloser, wohlmeinender, eifriger junger Köpfe zu ruinieren. Eine nicht fundamentalistische, >vernünftige< Religion hat solche Wirkungen vielleicht nicht. Aber sie macht es dem Fundamentalismus leichter, indem sie Kindern schon in jungen Jahren beibringt, dass unhinterfragter Glaube eine Tugend sei.“ (Seite 397) Darwin klagt auch glaubensorientierte Moralisten an, die sich leidenschaftlich um das sorgen, was andere (z.B. Homosexuelle) privat denken oder tun. Er bezweifelt, dass es gut ist, Kinder ohne eigene Zustimmung zu taufen und sie damit der Kirche zu übereignen.

In seinem letzten Kapitel spricht er der Religion nicht ab, dass sie trösten kann und es Halt gibt, wenn man Gott als einen unsichtbaren Freund hat. Auch stimmt er zu, dass die Bibel ein wertvolles kulturelles Erbe ist, mit dem sich die Menschen auseinandersetzen sollten.

Der Autor schreibt interessant und seine Gedanken lassen sich leicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach lohnt sich diese Lektüre auch für diejenigen, die fest an Gott glauben. Er will mit seinem Buch zum Nachdenken anregen. Ich für mich habe viele neue Begriffe kennengelernt und so manche zitierte Bibelstelle nachgeschlagen, da ich befürchtete, dass sie negativ eingefärbt wurde, doch dem war zu meinem Erstaunen nicht so. 

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Tags: atheismus, fundamenalismus, religionswissenschaften, religiöser glauben, theismus   (5)
 

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

sibirien, suleika, mutterschaft, lazarett, kommunismus

Suleika öffnet die Augen

Gusel Jachina , Helmut Ettinger
Fester Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 17.02.2017
ISBN 9783351036706
Genre: Romane

Rezension:

Suleika ist eine junge Frau, die 1930 in der Nähe von Kasan lebt. Vier Töchter hat sie schon begraben müssen. Von der Schwiegermutter drangsaliert und von ihrem viel älteren Ehemann wie ein Arbeitstier behandelt, kämpft sie sich durch ihre Tage. Doch es kommt noch schlimmer: Die Familie wird enteignet und sie auf eine schier endlose Reise nach Sibirien geschickt – auf der sie dann entdeckt, erneut schwanger zu sein …

Das Buch ist in vier Teile gegliedert, die jeweils einen anderen Lebensabschnitt von Suleika beleuchten. Nach ihrem trostlosen, mit abergläubischen Ritualen bespickten Leben in ihrem Heimatdorf folgt eine monatelange Reise in einem überfüllten Zug. Nach und nach lernen wir Leser die sie begleitenden Menschen kennen, mit denen sie eine neuen Heimat schaffen soll. Einzelne Erzählungen berichten im dritten Teil aus dem Leben in der Taiga.

Schon von der ersten Seite an nahm mich der Roman gefangen, doch das Leseerlebnis steigerte sich weiter. Die Autorin hat einen mitreißenden Schreibstil, der mich immer weiter in die Geschichte eintauchen ließ. Politische Hintergründe der Umsiedlung wurden deutlich und gleichzeitig bekamen die Protagonisten immer klarere Konturen. Je weiter das Geschehen fortschritt, desto schwerer fiel es mir, das Buch aus der Hand zu legen.

Nach diesem Debüt bleibt mir der Name der Autorin Gusel Jachina sicher im Gedächtnis!

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Tags: aberglaube, liebe, mutterschaft, sibirien   (4)
 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tiger, zirkus, juden, südamerika, las vegas

Mein Herz ist ein wilder Tiger

Tanja Weber
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426304624
Genre: Romane

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

raumfahrt, tschechien, weltall, weltraum, jaroslav kalfar

Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

Jaroslav Kalfar , Barbara Heller
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Tropen, 05.08.2017
ISBN 9783608503777
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

das hohe lied der liebe, freude am gegenüber, sexualität, christlicher glaube, liebe

Alltagslust

Veronika Schmidt
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 31.07.2017
ISBN 9783775157933
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nirgends ist man mehr sicher vor Sexratschlägen. Das Thema, das früher verpönt war und nur halbherzig in den Mund genommen wurde, wird heute überall breitgetreten. Trotzdem – oder gerade deswegen? - scheitert so manche Ehe am sexlosen Alltag. Das zu verhindern versucht Veronika Schmidt, deren Buch sogar in einem christlichen Verlag erschienen ist. Mit Auszügen aus dem Hohe Lied der Bibel, das die Freude der Geschlechter aneinander besingt, lässt die Autorin Hoffnung entstehen, dass die Sexualfeindlichkeit der Kirche irgendwann den gottgewollten menschlichen Bedürfnissen untergeordnet wird.

Veronika Schmidt erläutert in ihrem hochwertig ausgestattenen Buch (es ist auf einem besonders kräftigen Papier gedruckt, auf dem auch die liebevollen Fotografien gut zur Geltung kommen) mit anschaulichen Skizzen und wohl gewählten Worten alles, wovon Männer und Frauen oft nur träumen. Eine Voraussetzung, sagt die Autorin, ist die Selbstliebe: „Wer sich selbst liebt, macht das Geliebtwerden nicht mehr von anderen abhängig und verpflichtet ihn nicht, für das eigene Werden und Glück zuständig zu sein. Wir lieben nicht mehr, um geliebt zu werden, sondern um der Liebe willen.“ (Seite 40/41) Außerdem macht sie darauf aufmerksam, dass die Liebe ein lebenslanger Lernprozess ist. Sie spricht in ihrem, mit vielen Aussagen des evangelischen Theologen Jörg Zink untermalten, Buch, über den Frust der Liebenden ebenso, wie über die Selbsterforschung.

Überzeugt davon, dass wir „hemmungslose Körperlichkeit“ brauchen, weil sie unsere Seele nährt, sagt sie aber auch „Wir brauchen regelmäßig Wärme, Nähe, Behutsamkeit, Leidenschaft, Ausgelassenheit, Anerkennung und Wertschätzung – all das kann Sex vermitteln.“ Nach ihren Tipps wie Sex mehr Spaß machen kann, betont sie, dass es in einer Beziehung nie nur um Sex geht und wie es den Liebenden gelingen kann, miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn „Kommunikation ist der Schlüssel, damit es beim Sex oder in der Beziehung überhaupt klappt.“ (Seite 114). Dazu gehöre auch ein konstruktiver Streit, zu dem sie auf Seite 120 Vorschläge unterbreitet.

Der dritte Teil des Buches widmet sich dem Praxiswissen, dem, „was Sex schön macht“ (mit Übungen für beide Geschlechter) – bevor sie zum Abschluss all das zur Sprache bringt, was Sex verhindert. Alles in allem beschreitet dieser Ratgeber, der für junge Paare, die die Sexualität erst erkunden, ebenso brauchbar ist, wie für die Paare, deren Beziehung in die Jahre gekommen ist und einzuschlafen droht, einen guten Weg. Wenn er rechtzeitig zur Hand genommen wird, kann er sicher so manche Trennung verhindern.

„Das Liebesspiel ist bei uns, auch unter den Christen, in so trostlose Verwahrlosung versunken, dass uns dringend seelische Kultur nottäte, Verfeinerung, Einbeziehung der Seele in das Spiel der Körper, Einbeziehung des Geistes in das Gegenüber der Liebenden. Denn wo Körper und Geist einander freundlich und mit Vertrauen begegnen, da erwachen und leben die Zärtlichkeiten, die Zeichen der Liebe, die behutsamen Signale von einem zum anderen: Ich habe dich lieb. Ich möchte dich schützen. Ich möchte dich frei und froh machen. Ich gehöre zu dir.“ (Jörg Zink – Seite 170)

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Tags: christlicher glaube, das hohe lied der liebe, freude am gegenüber, liebe, sexualität   (5)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

recycling, hoffnungsträger, überfluss, konsumwahn, jenssteiner

Mein Leben als Hoffnungsträger

Jens Steiner
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Arche, 04.08.2017
ISBN 9783716027646
Genre: Romane

Rezension:

Philipp ist ein wenig anders als seine Mitmenschen. Statt sich dem Sog der Gesellschaft nach immer höher, weiter, schneller hinzugeben, verträumt er an der Straßenbahnendschleife Zeit auf einer Bank. Beobachtet wird er dabei von Uwe, der es als Chef des Recyclinghofes gewöhnt ist, sich um alles „Übriggebliebene“ zu kümmern. Uwe findet Gefallen am Silberpapier einsammelnden Philipp und holt ihn als Hoffnungsträger auf den Recyclinghof. Dort trifft der Ich-Erzähler auf die beiden Portugiesen João und Arturo, die es wunderbar verstehen, aus dem Abfall anderer Menschen Profit zu ziehen ...

Jens Steiner ist mit diesem humorvollen Buch ein großer Wurf gelungen. Der Autor beobachtet genau und erfreut den Leser mit bemerkenswerten Zitaten: „Jetzt werfe ich alle meine Fragen auf einen Haufen und schaue ihnen dabei zu, wie sie langsam verrotten,“ (Seite 89) oder „All die Sofas, Bücherregale und Lampen waren auch mal Hoffnungsträger, waren Teil eines Teams … Jetzt sind sie hier gelandet, vergessen von der Welt und den Menschen, die sie loswerden wollten“ (Seite 93). Was mich auch beeindruckte, war Arturos Philosophie (Seite 138): „... Wenn er schaute Fotos von Kinder und Kindeskinder, er weinte vor Glück. Weil Erinnerung an Leben ist schön. Manchmal schöner als Leben selbst.“

Dieses Buch erinnert nicht nur daran, dass Wünschen oft schöner als Haben ist, sondern führt auf ganz subtile Weise die Vergänglichkeit allen Seins vor Augen. Mich hat die mal mehr, mal weniger kurzweilige Geschichte über das Leben eines Eigenbrötlers, der aber durchaus zu echter Hilfe fähig ist, bestens unterhalten. 


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Tags: eigenbrötler, konsumgesellschaft, recyclinghof, überfluss, veränderung   (5)
 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

schizophrenie, medizin, stammzellenforschung, familie, westbengale

Das Gen

Siddhartha Mukherjee , Ulrike Bischoff
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 24.05.2017
ISBN 9783100022714
Genre: Sachbücher

Rezension:

Genforschung ist heute in aller Munde. Doch was wird hier untersucht, was bewirken die Erkenntnisse der Wissenschaftler – außer Protesten gegen Genmanipulation? Wer mehr darüber erfahren will, dem kann ich das Buch „Das Gen“ von Siddharta Mukherjee empfehlen. Der als begnadeter Erzähler bekannte Arzt (er erhielt 2011 den Pulitzer Preis für sein Buch „Krebs – Der König aller Krankheiten“) setzt sich auf über 600 Seiten mit der Genforschung auseinander: angefangen von den ältesten Wissenschaftlern, die noch glaubten, dass eine Mutter nur die Hülle zum Wachsen der Frucht vorgibt und das väterliche Sperma für das Aussehen des Kindes verantwortlich ist, durchwandert der Leser dieses Buches die geschichtliche Entwicklung über Mendels erste Experimente an Erbsen bis zu den neuesten Erkenntnissen, welches Gen für welche Krankheit verantwortlich ist.

Der Autor, der viele sehr persönliche Anekdoten aus seiner Familie mit einfließen lässt, hat das Buch in sechs Teile und unterschiedliche Forschungsetappen gegliedert. Dabei erfährt der Leser, dass ein Cousin von Darwin bereits im 19. Jahrhundert überlegte, ob man das menschliche Erbgut zum Wohle der Menschheit manipulieren könne. Auch die unter Hitler durchgeführte „Rassenhygiene“, die Genetik des „lebensunwerten Lebens“ wird beleuchtet. Die Mühsal der Experimente, von ergebnislosen Versuchen geprägt und vom Kampf zwischen der Natur und den Nerven der Wissenschaftler, wird nicht ausgespart – immerhin gab es in der Forschung immer wieder herbe Rückschläge.

Besonders interessant empfand ich den sechsten Teil des Buches, in dem es um die Zukunft und die Ethik der Genforschung geht. Sicher gibt es für den wissenschaftlich nicht Vorgebildeten einige Hürden beim Lesen zu überwinden (die aber durch das Glossar teilweise geglättet werden), dafür können aber diejenigen, die noch tiefer in die Materie einsteigen wollen, in dem umfangreichen Anhang und der Bibliographie genug Anregungen zur weiteren Wissensvertiefung finden. Ein Register, wo welche Stichworte im Buch zu finden sind, ergänzt das umfangreiche Werk.

Gut gefallen hat mir folgendes Zitat: „Ein Kuchen entwickelt sich aus Zucker, Butter und Mehl, die zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Mengenverhältnis und bei der richtigen Temperatur zusammenkommen. Ebenso entwickelt sich die menschliche Physiologie aus bestimmten Genen, die in der richtigen Reihenfolge am richtigen Ort mit anderen Genen zusammenwirken. Ein Gen entspricht einer Zeile in einem Rezept für einen Organismus. Das menschliche Genom ist das Rezept für die Entwicklung eines Menschen.“ (Seite 268)

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

abgeschiedenheit, norwegen, misanthrop, der fremde, misstrauen

Ein norwegisches Haus

Vigdis Hjorth , Gabriele Haefs
Buch: 250 Seiten
Erschienen bei Osburg Verlag, 01.08.2015
ISBN 9783955100919
Genre: Romane

Rezension:  
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422 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

gott, glaube, liebe, jesus, vergebung

Die Hütte

William Paul Young , Thomas Görden
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 30.09.2011
ISBN 9783548284033
Genre: Romane

Rezension:

„Schafft man Gott ab, wird die Regierung zu Gott“. Dieses Zitat von G.K.Chesterton (Seite 195) zeigt deutlich, wie sehr wir Menschen von einer „Obrigkeit“ abhängen. Dass „Obrigkeit“ aber auch Liebe anstatt Gesetzgebung bedeuten kann, wird in diesem Buch sehr deutlich.

Eigentlich wollte der Autor mit dieser Geschichte seinen Kindern eine Weihnachtsfreude bereiten. Doch seine tiefschürfenden Gedanken, die teilweise märchenhafte Züge annehmen, hatten durchschlagenden Erfolg. Ihm gelang es mit dieser - durch reale Elemente angereicherten - Phantasiegeschichte auch Erwachsene zu begeistern.

Sie handelt von einem Familienvater, der eine Tochter an einen Verbrecher verlor und durch sein Leid und die daraus folgende große Traurigkeit für seine Familie und sich selbst „verloren“ ging. Als sein Zustand unerträglich wurde, erhielt er eine Einladung, die ihn an den Ort seines größten Kummers zurückführte. Dort trifft er auf Gott und lernt ihn in seiner Dreieinigkeit kennen ...

Dem Autor ist ein sehr emotionales Buch gelungen. Er schildert einen Kampf zwischen Hoffnung und Unglauben. Alle Zweifel werden in Worte gefasst. Mich faszinierten an dem Buch viele der aufgeworfenen Fragen, die sich auch bei mir immer wieder einstellen.

Fazit: Lesenswert für alle, die auf der Suche nach Gott sind. Aber auch diejenigen, die schon von seiner Existenz überzeugt sind, können neue Aspekte für ihren Glauben entdecken.

„Die Erde ist randvoll mit Himmel,
Und in jedem gewöhnlichen Dornbusch brennt Gott,
Aber nur jene, die sehen können, ziehen ihre Schuhe aus;
Die anderen sitzen drum herum und pflücken Brombeeren.“

Elizabeth Barrett Browning (Seite 288)

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Tags: glaube, gott, vertrauen   (3)
 

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glaube, arzt, siamesische zwillinge, heilung, tumor

Begnadete Hände

Dr. Ben Carson
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 01.07.1999
ISBN 9783894376284
Genre: Biografien

Rezension:

Ben Carson, amerikanischer Präsidentschaftskandidat von 2015, hat schon 1990 seine erste Autobiografie herausgegeben. Damals war die spektakuläre Operation, in der er Patrick und Benjamin Binder (am Hinterkopf zusammengewachsene siamesische Zwillinge aus der Nähe von Ulm) trennte, gerade mal zwei Jahre her.

In einem Armenviertel von Detroit aufgewachsen, hat es der dunkelhäutige Junge geschafft, mit Ehrgeiz und Fleiß zu einem bekannten Neurochirurgen zu werden. Er war acht Jahre alt, als sich die Eltern trennten und die Mutter, die selbst nur drei Jahre zur Schule gegangen war, alleine die Erziehung ihrer beiden Söhne übernahm. Sie animierte die beiden zum Bücherlesen und ermutigte sie zu Höchstleistungen.

Wie wichtig die Jugendzeit für Carson war, zeigt sich daran, wieviel Raum sie in seiner Autobiografie einnimmt. Schon früh träumte er davon Arzt zu werden und fühlte sich dabei von Gott getragen: „Ich bin mir nicht sicher, ob andere das verstehen, aber ich verspürte eine innere Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein, einem Weg, den Gott für mich bestimmt hatte. Großes würde in meinem Leben geschehen, und ich wollte meinen Teil dazu beitragen, indem ich mich vorbereitete.“ (Seite 63)

Später erzählt er, wie ihm während eines Ferienjobs als Kranführer seine „außergewöhnlich gute Sicht- und Handkoordition“ bewusst wurde. „Ich halte das für ein Geschenk des Himmels“ sagt der bekennende Adventist, dessen Frau Candy von „Menschen in den Glauben hineingeliebt“ wurde.

Der Zweite Teil des Buches ist von vielen ärztlichen Fachbegriffen durchsetzt, so dass das Gefühl aufkommt, es sei vor allem für werdende Ärzte geschrieben. Doch der erste Teil zeigt, wie positiv Ehrgeiz und Selbstvertrauen Menschen beeinflussen und zu Höchstleistungen antreiben können.

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geocaching, thriller, krimi, mord, salzburg

Fünf

Ursula Poznanski , , ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783499257568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich schon viele begeisterte Rezensionen zu Büchern von Ursula Poznanski gelesen hatte, wollte ich mir selbst ein Bild von ihrem Schreibstil machen. Nach diesem Thriller, der seinen Namen zu Recht trägt, kann ich in den Lobgesang einstimmen.

Schon das Cover mit der rot eingefärbten FÜNF und dem Raben auf dem Weidezaun ist sehr passend: es verrät wenig, worum es hier eigentlich geht. Doch nach dem Prolog ist klar: Wir haben es mit einem Mord zu tun. Aber warum wird als erstes die wahrscheinliche Mörderin gefunden? Sie liegt zwischen Kühen auf der Weide und hat auf den Fußsohlen eintätowierte Zahlen. Es dauert nicht lange und Beatrice Kaspary sowie ihr Kollege Florin Wenninger machen sich mit Geocaching vertraut. Sie eilen von einem Fundort zum nächsten und fühlen sich vom Owner, der verschiedene Körperteile in die Caches gelegt hat, an der Nase herumgeführt …

Ursula Poznanski versteht ihr Metier. Sie führt den Leser nahe an die Ermittler heran, macht sie mit deren Familien, Sorgen und Vorlieben vertraut und raubt ihnen mit wachsender Spannung ebenso den Schlaf, wie ihren Protagonisten.

Fazit: Lesenswert!

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doppelgänger, köln, vergangenheit, zwilling, wuppertal

Bittersüße Wahrheiten

Jürgen Vogel
Flexibler Einband: 116 Seiten
Erschienen bei tredition, 19.04.2017
ISBN 9783743916395
Genre: Romane

Rezension:

Endlich konnte ich den dritten Teil der Trilogie um die Doppelgänger David und Philippe lesen. Ein kleines Büchlein, dessen Cover mich wegen der Farbgestaltung niemals angesprochen hätte. Doch ich kannte die ersten beiden Teile der Geschichte um David, der die Familie des toten Philippe wegen seines Aussehens irritiert hatte und fieberte nun der Auflösung entgegen.

In diesem Band geht der Autor der Ähnlichkeit der beiden Männer nach. Sie hatten sich nie kennengelernt, weil sie in verschiedenen Ländern zu Hause waren. Gleich zu Beginn wird David mit dem dringenden Anliegen des Sohnes seines Doppelgängers nach einem Vaterschaftstest überfallen, dem er mit gemischten Gefühlen nachgibt. Schließlich ist er als Einzelkind aufgewachsen und kann sich nicht vorstellen, dass seine Eltern ihm einen Zwillingsbruder verheimlicht haben.

Jürgen Vogel, der den ersten Band in Barcelona und den zweiten in Paris spielen ließ, bleibt diesmal in Köln und Umgebung. Er schreibt sorgfältig, beobachtet seine Protagonisten aber leider nur von außen. So bleiben dem Leser so manche Gefühle verborgen, die diese spannende Thematik aufwirft.

Die Wirkung dieses dritten Teiles würde meiner Meinung nach besser ausfallen, wenn er mit den beiden Vorgängerbänden gemeinsam in einem Buch erschiene. 

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Tags: freundschaft, köln, vergangenheit, wuppertal, zwilling   (5)
 

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bretagne, krimi, frankreich, kommissar dupin, dupin

Bretonische Brandung

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.09.2014
ISBN 9783442479283
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies war mein erster Krimi mit Kommissar Dupin, dem aus Paris in die Bretagne versetzten Feinschmecker und nach café Süchtigen. Ein Buch, das Urlaubsflair entstehen lässt, da die Ermittlungen auf einer winzigen Inselgruppe im Atlantik stattfinden.

„Sie fuhren an der lang gezogenen Sandbank von Guiriden vorbei. Für Dupin war sie vielleicht das Erstaunlichste an den ganzen Glénan. Bei Flut ein paar Felsen, ein bisschen Land und Grün drum herum, vielleicht zwanzig mal zwanzig Meter und dann – bei Ebbe – plötzlich zweihundert, dreihundert Meter einer grell blendenen Sandbank. Unglaublich weißer Sand sanft abfallend, auch hier karibische Lagunen bildend. Es war phantastisch.“ (Seite 210)

Doch nicht jeder Tag ist so phantastisch. Wenn Sturm aufkommt, sind alle auf dem Wasser bedroht. Nicht nur in dieser Geschichte werden Tote an Land gespült, sind Schiffe im Wasser verschollen. Was nach einem Unglück aussieht, entpuppt sich als Mordfall ... Der Kommissar, der sich auf Booten alles andere nur nicht wohl fühlt, muss sich immer wieder mit diesem Verkehrsmittel begnügen. Einmal wird er sogar von einem Sturm überrascht und muss auf den Inseln bleiben.

„Das alles hier entwickelte sich zu einer regelrechten Szene aus einem Roman. Dupin hätte sich amüsiert, wenn es nicht so ernst gewesen wäre. Eine von der Außenwelt abgeschnitte, bedenklich kleine Insel inmitten eines tosenden Sturms in einem alten knarzenden Haus, das zum Gefängnis geworden war und in dem sie alle zusammen am Kaminfeuerschein die Sturmnacht durchwachten.“ (Seite 290)

Was mir an diesem Buch besonders zusagte, war der lockere Humor, der an vielen Stellen durchschimmerte. Der Autor hat einen sympathischen Ermittler erschaffen und einen Fall, der es in sich hat. Außerdem ist es ihm gelungen, mich auf die Eigenheiten der Bretagne aufmerksam zu machen. Grund genug, mir auch die anderen Dupin-Fälle näher anzusehen. 

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Tags: atlanticinseln, bretagne, dupin, krimi, urlaubsfeeling   (5)
 

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armut, lebensfreude, john steinbeck, schlitzohr

John Steinbeck: Die Straße der Ölsardinen

John Steinbeck
Flexibler Einband
Erschienen bei DTV, 01.01.1988
ISBN B007TXBT0G
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ab und zu kann ich es nicht lassen, mich einem alten Klassiker zu widmen. Diesmal begeisterte mich John Steinbecks liebevoller Beschreibung der Cannery Row im kalifornischen Fischerstädtchen Monterey. Der 1902 geborene Schriftsteller setzte damit nicht nur dem Ort, an dem er seine Jugend verbrachte, ein Denkmal, sondern auch seinem Freund, dem Meeresbiologen Ed Ricketts.

Viel zusammenhängende Handlung gibt es in dieser Geschichte nicht, dafür bringt eine liebevolle Beschreibungen die besonderen Charaktere umfassend zur Geltung. Hier übertüncht Lebensfreude die Armut und Hoffnungslosigkeit mit so viel Humor, dass man noch heute Anregungen für das Überstehen schwieriger Zeiten bekommt.

Mich hat das Büchlein für John Steinbeck eingenommen, so dass ich sicherlich noch weitere Klassiker des Nobelpreisträgers von 1962 zur Hand nehmen werde. Übrigens wurde dieses Buch 1982 unter dem Titel „Cannery Row“ mit Nick Nolte in der Hauptrolle verfilmt. 

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schriftsteller, meer, ehe, familie, schreiben

Eine englische Ehe

Claire Fuller , Susanne Höbel
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492057912
Genre: Romane

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kinderbuch, zirkus

Corky und der Zirkus

Dorothea Johnston Snow
Fester Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Engelbert-Verl., 01.01.1960
ISBN B0000BO0AM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Was gibt es schöneres, als sich zwischendurch wieder in ein träumendes Kind zu verwandeln? Mit diesem Buch war das kein Problem. Auch wenn ich die Ausstrahlung der Fernsehserie „Circus Boy“
1957 noch nicht sehen konnte, weil meine Eltern zu dieser Zeit noch keinen Fernseher besaßen und ich außerdem noch zu klein war, habe ich das Buch mit Genuß gelesen.

Der Zirkus übte auf mich schon immer eine besondere Anziehungskraft aus. Kein Wunder also, dass der zehnjährigen Waisenknabe Corky, der bei seinem Pflegevater, dem Clown Joey im Zirkus aufwuchs, im Nu mein Herz eroberte. Schließlich übernahm er schon früh Verantwortung für den Babyelefanten Bimbo.

Das Buch erzählt von einer Zeit, als Tiere noch der Stolz jeden Zirkusses sein durften. Der Leser erfährt viel über das Leben in der wandernden Zeltstadt, lernt Tierbändiger, Akrobaten und Clowns kennen und steckt mitten in den Problemen, die das Wandern und die Wetterkapriolen mit sich brachten. Die Spannung ist kindgerecht aufgearbeitet und animiert auch Lesemuffel, nicht vorzeitig aufzugeben.

Schade, dass es solche Bücher heute nicht mehr gibt!

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integration, biographie, bericht

Kreativer Gesellschaftsumbruch

Daniela Muthreich
Flexibler Einband
Erschienen bei KLDM Kreativ-Literatur, 05.09.2016
ISBN 9782970112709
Genre: Biografien

Rezension:

„Satirische Unterhaltung mit Intelligenz und einem Augenzwinkern“ verspricht uns Daniela Muthreich auf der Rückseite ihres Erstlingswerkes. Ihr Anliegen: Migration einmal anders darzustellen. „Die gebürtige Deutsche machte sich auf in die Schweiz. In einem Mix aus Satire, Theaterstück und Prosa verarbeitet sie ihre Erfahrungen bei der Integration in den Alpenstaat.“

Als Zielgruppe der Leserunde lud sie „Leser mit Integrationserfahrung, Liebhaber und Freunde des Humors, der Satire und des Theaters, sowie gesellschaftspolitisch Interessierte ein. Ich fühlte mich rundum angesprochen und meldete mich voller Begeisterung sofort zur Leserunde. Schließlich interessierte mich, wie sie sich im Ausland fühlte und wie sie es schaffte, sich zu integrieren.

Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht. Denn am Ende des Buches hatte ich das traurige Gefühl, dass auch nach zehn Jahren keine Integration erfolgt war – oder zu wenig dargestellt wurde. Zwar unterhielten sich die fünf inneren Figuren auf den Brettern, die die Welt bedeuten, in 36 Szenen ständig miteinander – aber der Humor erreichte mich nicht. Ich empfand vieles eher wie eine Abrechnung mit den Dorfbewohnern, die häufig anders handelten, als die Autorin es sich gewünscht hätte.


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