haberland86s Bibliothek

214 Bücher, 81 Rezensionen

Zu haberland86s Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
214 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(253)

522 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

"dystopie":w=8,"moskau":w=7,"metro":w=7,"russland":w=6,"überleben":w=6,"science fiction":w=4,"horror":w=4,"metro 2033":w=4,"dmitry glukhovsky":w=4,"endzeit":w=3,"postapokalypse":w=3,"u-bahn":w=3,"spannung":w=2,"action":w=2,"science-fiction":w=2

Metro 2033

Dmitry Glukhovsky , M. David Drevs
Flexibler Einband: 816 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2012
ISBN 9783453529687
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"kindheit":w=2,"baltrum":w=2,"kirsten wendt":w=1,"insulanerkind":w=1,"freundschaft":w=1,"nordsee":w=1,"kindheitserinnerungen":w=1,"1970er jahre":w=1,"nordseeinsel":w=1

Insulanerkind: Eine Kindheit auf Baltrum

Kirsten Wendt
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei epubli, 03.06.2018
ISBN 9783746730103
Genre: Biografien

Rezension:

In den letzten Jahren habe ich schon ein paar Bücher von Kirsten Wendt gelesen. Während mich die Krimis nicht wirklich überzeugen konnten, gefielen mir ihre humorvollen Bücher sehr gut. Entsprechend gespannt war ich, wie sie ihre Kindheitserinnerungen verpacken würde.

Als ihr Vater die Stelle des Kurdirektors auf Baltrum antritt, zieht Kico mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder auf die Nordseeinsel. Was sich wie ein großes Abenteuer anhört, gestaltet sich als schwierig, da sie (anders als die anderen Mädchen) keine Pferde mag, nicht besonders sportlich ist und auch sonst andere Interessen hat, als die Insulanerkinder. Dass diese Leute von Festland seltsam finden, macht es ihr nicht gerade leicht Anschluss zu finden.

Doch statt Trübsal zu blasen erkundet sie die Insel auf eigene Faust und schafft sich ihr ganz eigenes Inselparadies. Als sie Charlotte kennenlernt, die mit ihrer Mutter Urlaub auf Baltrum macht, scheint sie endlich angekommen. Doch leider muss das Gästekind nach ein paar Wochen wieder nach Hause fahren und für Kico beginnt eine lange Zeit des Wartens.

Mit Insulanerkind ist Kirsten Wendt eine lustige und emotionale Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit gelungen. Sie schaffte es problemlos, mich an die Nordsee zu entführen und in mir nicht nur eine Urlaubsstimmung zu erzeugen, sondern vielmehr eine Sehnsucht nach den friesischen Inseln, die ich als Jugendlicher besuchte.

Durch ihre wunderbaren Landschaftsbeschreibungen und den Bildern in meinem Kopf, glaubte ich Borkum tatsächlich vor mir zu sehen und versank vollkommen in der Lebensgeschichte der Autorin. Hierbei erinnerte ich mich an viele Details, die ich bereits vergessen zu haben glaubte.

Auch wenn ich während meiner eigenen Kindheit – einige Jahre später – andere Helden hatte und die Mode eine andere war, konnte ich mich in Kirstens Beschreibungen oft wieder finden. Offenbar haben Kinder aller Generationen die gleichen Grundprobleme und einen ähnlichen Blick auf die Welt der Erwachsenen. Genau, wie jeder Mensch einen ganz eigenen Sehnsuchtsort zu haben scheint. Dass Baltrum Kirsten Wendt’s Sehnsuchtsort ist und ihr Herz an der Insel hängt, merkt man in jeder Zeile.

Durch den flüssigen Schreibstil flogen die Seiten nur so vorüber. Ich fand es schön und mutig, wie die Autorin ein Stück ihrer Lebensgeschichte mit uns teilt und finde es sympathisch, wie offen sie auch peinliche Situationen und nicht ausspart. Besonders süß fand ich hier etwa, wie sie unmittelbar nach ihrem Umzug nach Baltrum Touristen mit Terroristen verwechselt.

Außerdem fand ich es anrührend, wie sie sich Sorgen um Charlotte macht, als sie davon erfährt, dass ihre Freundin an Leukämie erkrankt sein soll. Kirsten Wendt beschreibt sehr schön, wie ihre Gedanken hierbei zwischen dem Ernst der Erwachsenenwelt und der Naivität der Kinderwelt hin und her schwankten.

Ein herzerwärmendes Buch (nicht nur) für Nordsee-Fans und Kinder der 70er Jahre, das gut unterhält, für Urlaubsstimmung sorgt und gleichzeitig Erinnerungen an die eigene Kindheit und persönliche Sehnsuchtsorte wach ruft.


  (0)
Tags: 1970er jahre, baltrum, insulanerkind, kindheit, kindheitserinnerungen, kirsten wendt, nordsee, nordseeinsel   (8)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(88)

137 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 35 Rezensionen

"mord":w=10,"krimi":w=9,"münchen":w=9,"anwältin":w=7,"obdachlose":w=4,"andreas föhr":w=4,"deutschland":w=3,"justiz":w=3,"obdachlos":w=3,"obdachloser":w=3,"eisenberg":w=3,"dr. rachel eisenberg":w=3,"flüchtlinge":w=2,"kosovo":w=2,"justizkrimi":w=2

Eisenberg

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.06.2016
ISBN 9783426653968
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bislang kannte ich Andreas Föhr nur als Autor der Wallner & Kreutzer Krimi. Obwohl ich noch kein Buch von ihm gelesen hatte, standen seine Bücher schon länger auf meinem Wunschzettel. Da ich eine Reihen gerne mit Teil 1 beginne (und es mich irgendwie abschreckt, wenn in dieser schon mehr als 3 Bücher erschienen sind), war seine neue Krimi-Reihe um die Staatsanwältin Rachel Eisenberg für mich eine gute Möglichkeit, den Autoren und seinen Schreibstil kennenzulernen.

Dieser war sehr flüssig, was mir bereits auf den ersten Seiten positiv auffiel. Nur wenige Autoren schaffen es, dass ich ein Buch innerhalb weniger Tage auslese. Da merkt man den routinierten Bestseller-Autor.

Die Handlung war spannend und voller überraschender Wendungen, sodass es mir als Leser nie langweilig wurde. Die vielleicht größte Stärke dieses Krimis liegt in Föhrs Expertise auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften. Als gelernter Jurist versteht er, wovon er schreibt.

Während meines Studiums langweilten mich die Rechts-Vorlesungen  unwahrscheinlich, zumal der ohnehin trockene Stoff von den meisten Dozenten auch noch monoton und einschläfernd vorgetragen wurde. Zu jener Zeit fragte ich mich, wie man überhaupt Jura studieren kann und ob der Alltag eines Anwalts tatsächlich so langweilig war, wie es uns in den Vorlesungen vermittelt wurde.

Ich weiß es bis heute nicht, aber die Arbeit von Rachel Eisenberg und ihren Kollegen strengte mich zu keinem Zeitpunkt an oder zog sich auch nur ansatzweise in die Länge.

Leider war das Handeln einiger Personen – insbesondere Rachel selbst – oftmals nicht ganz nachvollziehbar oder sogar widersprüchlich, was mich zu dem Punkten bringt, die mich beim Lesen störten.

Denn einerseits wird Rachel als eine toughe, unabhängige Frau dargestellt, die gleichzeitig eine Super-Anwältin und Super-Mutter ist und das Leben in vollen Zügen genießt, während sie scheinbar nebenbei ihrer Tätigkeit nachgeht und sogar noch die Zeit findet, sich als Strafverteidigerin um die Leute zu kümmern, die sich selbst keinen Anwalt leisten können. Sie ist sich nicht zu schade, auf Stöckelschuhen durch Provinznester zu spazieren (wobei nicht so recht klar wird, weshalb sie sich nicht ein wenig passender kleidet) und findet in ihrer Teenager-Tochter eine hilfreiche Detektivin, anstatt sich mit ihr in die Wolle zu kriegen.

Auf der anderen Seite wirkt sie unnahbar bis zur Arroganz, scheint einen Sauberkeitswahn zu haben, ihre Pflicht-Klienten zu verachten und sehr viel Wert auf ihr Äußeres zu legen.

Als besonderes unrealistisch empfand ich folgende Sätze:

Rachel erfasste Neid, als sie zusah, wie Nicole die wagenradgroße Pizza in sich hineinschlang. Sie selbst hatte schon seit Jahren keine ganze Pizza mehr gegessen.

Egal wie sehr man auf seine Figur bedacht ist – wenn man Lust auf eine Pizza hat, hat man Lust auf eine Pizza. Und dann isst man sie, selbst wenn man dafür ein paar zusätzliche Stunden im Fitness-Studio verbringen muss.

Kurzum – so diszipliniert und auf allen Gebieten erfolgreich, wie die Anwältin dargestellt wird, ist im wahren Leben niemand. Vielleicht wollte Föhr hier einfach zu viel. Vielleicht wollte er aber auch nur die Ambivalenz unserer westlichen Welt unterstreichen, die ja tatsächlich voller Widersprüche steckt. In jedem Fall bringen solche Nebensätze, von denen es etliche in diesem Buch gibt, weder die Handlung weiter noch tragen sie zur Entwicklung der Figuren bei und dienen schon gar nicht dazu, dem Leser ein besseres Bild von Rachel Eisenbergs Charakter zu vermitteln. Mich zumindest haben sie oftmals verwirrt, weil sie nicht in mein Bild der Personen passte. Mir wäre besser lieber gewesen, Rachel hätte ein paar Charaktereigenschaften weniger besessen und dafür ein klareres Profil gehabt. Egal ob dieses nun sympathisch oder unsympathisch gewesen wäre.

An manchen Stellen wiederum hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrundinformationen erhofft oder zumindest eine Erklärung dafür, wie manche Schlüsse, die die Figuren ziehen, zustande kommen. Etwa in dem Satz:

Das Mädchen spürte, dass ihre Mutter Todesangst hatte.

Gerne hätte ich gewusst, woran das Mädchen spürte, dass seine Mutter Todesangst hatte (Gestik, Mimik, Verhalten), anstatt diesen Fakt einfach nur präsentiert zu bekommen. Manche Leserinnen und Leser mögen solche Ungereimtheiten nicht stören. Aber durch deren Häufigkeit konnte ich, trotz der spannenden Handlung und dem flüssigen Schreibstil, sowie dem juristischen Sachverstand und der grandiosen Art, wie dieser in die Geschichten einfließt, nicht hinwegsehen.

Trotzdem fühlte ich mich die meiste Zeit über gut unterhalten und war von den vielen unerwarteten Wendungen dieses komplexen Falls positiv überrascht. Eine Reihe, die Fans von Justiz-Krimis in jedem Fall verfolgen sollten.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: andreas föhr, anwältin, deutschland, eisenberg, justiz, kosovo, krimi, mord, münchen   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(104)

272 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 29 Rezensionen

"widerstand":w=24,"berlin":w=18,"nationalsozialismus":w=12,"gestapo":w=8,"hinrichtung":w=7,"deutschland":w=6,"2. weltkrieg":w=6,"hans fallada":w=6,"zweiter weltkrieg":w=5,"juden":w=5,"angst":w=4,"verrat":w=4,"postkarten":w=4,"tod":w=3,"gewalt":w=3

Jeder stirbt für sich allein

Hans Fallada
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 24.02.2011
ISBN 9783351033491
Genre: Klassiker

Rezension:

Vor einigen Jahren erfuhr ich auf der Frankfurter Buchmesse von der Neuübersetzung dieses Klassikers, der 2012 erstmal in der Originalfassung erschien. Auch wenn ich den ursprünglichen Text nie gelesen habe, faszinierte mich das Thema des Romans. Zwei alte, unscheinbare Leute die, nach dem Tod ihres Sohnes, durch das Schreiben von Postkarten stillen Protest am NS-Regime üben und dafür mit dem Leben bezahlen.
Erst beim Lesen des Anhangs erfuhr ich, dass die Geschichte der Quangels einen wahren Kern hat und es in den 1940er Jahren tatsächlich ein Paar gab, das durch die Ablage von Postkarten mit staatsfeindlichem Inhalt zum Tode verurteilt wurde. Außerdem erfuhr ich, dass Hans Fallada diesen Roman eigentlich gar nicht schreiben wollte (das Thema war ihm von einem Freund vorgeschlagen worden), da er sich selbst als Mitläufer sah und daher nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf andere zeigen wollte. Umso beindruckender, was er in nur wenigen Wochen aus dem Stoff gemacht hat.

Obwohl dies mein erstes Buch von Hans Fallada war, ging ich mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Lektüre von „Jeder stirbt für sich allein“; wusste ich doch, dass er zu den ganz großen deutschen Schriftsteller zählt.
Auch wenn manchen die Sprache dieses Romans zu trivial erscheint, um ihn als Literatur anzusehen, habe ich selten einen Autoren erlebt, der Alltägliches so knapp und präzise beschreiben kann. Der schnörkellose, sachliche Schreibstil stand in krassem Gegensatz zu den Schrecken, die in dem Roman beschrieben werden. Auch die holzschnittartigen und oftmals klischeehaften Figuren wollen nicht so recht dazu passen. Vielleicht sind aber genau diese Stilmittel die einzige Möglichkeit, um solche Grausamkeiten überhaupt niederschreiben zu können.
Auch der über weite Strecken verwendete Schreibstil des auktorialen Erzählers diente vermutlich dem gleichen Zweck.

Auf den ersten 100 Seiten fiel es mir nicht gerade leicht, in den Roman hineinzukommen. Es werden etliche Figuren vorgestellt, die sich nicht in einen klaren Zusammenhang bringen lassen. Ich verstand zu Beginn nicht einmal, dass die Quangels die Hauptprotagonisten sein sollen (in der Regel lese ich die Klappentexte nur beim Kauf und nicht unmittelbar vor der Lektüre).
Seltsamerweise entstanden dabei keine Längen, obwohl die Geschichte gemächlich vor sich hindümpelte. Zu interessant fand ich die Einblicke in den Alltag der damaligen Zeit. Insbesondere der Arbeiter und einfachen Leute. Die Art und Weise, wie Fallada die Berliner Schnauze der Romanfiguren einfängt, gefiel mir sehr gut. Ich hätte sofort den schleppenden, nasalen klang des Berlinerischen im Ohr und musste dabei oft an meine Oma denken, die zur gleichen Zeit in Berlin aufwuchs.
Nach etwa 200 Seiten entwickelte die Geschichte sich in eine klare Richtung und entfaltete eine unwahrscheinliche Sogwirkung, in der die Angst der Bevölkerung in Nazi-Deutschland aus jeder Zeile sprach.
Da dies mein erstes Buch von Hans Fallada war, kann ich es nicht mit anderen Werken von ihm vergleichen. Doch die Mischung aus der bedrückenden Atmosphäre, die damals in dem Land herrschte, das – von einem Wahnsinnigen reagiert -  so unendlich viel leid über sich und andere gebracht hat und der Bewunderung für das mutige Ehepaar, fesselte mich und trieb mir oftmals beinahe die Tränen in die Augen.
„Jeder stirbt für sich allein“ ist in jedem Fall alles andere als leichte Kost und manchmal so schrecklich, das ich es nur schwer aushielt. Trotzdem schwebte über allem Schrecken die Hoffnung, dass die Quangels nach ihrer Verurteilung doch noch mit dem Leben davonkommen.

Ich finde es wichtig, dass die Geschichten von damals auch heute noch gelesen werden, um uns ins Gedächtnis zu rufen, was einmal war und was nie wieder passieren darf. Insbesondere in einer Zeit, in der rechte Strömungen mehr und mehr Zulauf erhalten und drohen allmählich wieder gesellschaftsfähig zu werden.

Ein beklemmendes Zeitzeugnis mit viel Lokalkolorit, das dem Leser nach einem schleppenden Anfang ein wahres Wechselbad der Gefühle beschert, immer wieder die eigene Moral in Frage stellt und unweigerlich die Frage aufwirft, wir man selbst reagiert und auf welcher Seite man gestanden hätte.


Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: 2. weltkrieg, berlin, deutschland, hans fallada, jeder stirbt für sich allein, widerstand   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

chinesische mafia, deutsche autoren, dieter aurass, herz, herztransplantation, organstransplantation, thriller, transplantation, transplantierter tod, triaden

Transplantierter Tod

Dieter Aurass
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei epubli, 17.05.2017
ISBN 9783745097030
Genre: Romane

Rezension:

Vor einigen Wochen empfahl mir eine Bekannte die Bücher von Dieter Aurass, da sie schon lange nicht mehr solch spannende Bücher gelesen hat. Da sie weiß, dass ich immer auf der Suche nach spannenden Thrillern bin, dachte sie netterweise an mich und ich kaufte mir dieses E-Book.
Leider konnte der Autor mich mit diesem Buch so gar nicht überzeugen. Mehr noch, es war das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe und das beste daran war der Moment, als ich es endlich zur Seite legen konnte.

Da dies mein erstes Buch von Dieter Aurass war, fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten und ich kann nicht beurteilen, ob mir eines seiner anderen Werke besser gefallen hätte.
Dabei war der Klappentext ziemlich vielversprechend. Doch schon auf den ersten Seiten offenbarte sich die ungenügende Umsetzung, die auf mich oftmals eher wie der Entwurf eines Thrillers mit Potenzial wirkte, als ein mehrmals überarbeitetes und professionell lektoriertes Buch.

Anders, als durch mangelndes Korrekturlesen, kann ich mir die vielen Fehler in Logik, Rechtschreibung und Grammatik zumindest nicht erklären (obwohl ich darin auch kein Spezialist bin).

Beim Lesen kam mir außerdem oft der Gedanke, dass „Transplantierter Tod“ ursprünglich in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Zumindest eine Überarbeitung scheint also stattgefunden zu haben.
Der Schreibstil erinnerte mich an einen Schulaufsatz und legte den Schluss nahe, dass entweder überhaupt kein Lektorat stattgefunden hat oder der ursprüngliche Text noch viel schlimmer war.

Vielleicht lag es an diesen groben Formfehlern, jedenfalls kam ich bis zum Schluss nicht in die Geschichte hinein. Zumal ich mir unter vielen Beschreibungen des Autors nichts vorstellen konnte. Zum Beispiel waren etliche Kleidungsstücke der Protagonisten modisch – eine modische Jeans, eine modische Lederjacke oder sogar ein modischer Haarschnitt. Was mir fehlte, waren Erklärungen, was genau daran modisch war.
Aber wie so oft, ging Dieter Aurass bei diesen Gelegenheiten leider nicht durch die Tür, die er aufgestoßen hatte.

Mir fiel es außerdem über weite Strecken sehr schwer, das Handeln von Eduard und Gwendolyn nachzuvollziehen. Sie schienen mir sehr sprunghaft und so ungenügend konstruiert, als würde nicht Mal der Autor selbst seine Figuren richtig kennen.
Gwendolyn zum Beispiel wird in vielen Situationen als tough beschrieben, heult und jammert aber - gefühlt die Hälfte der Geschichte - nur herum. Das war nicht nur schwer nachvollziehbar, sondern auch nervig.
Genauso seltsam war ihre Unnahbarkeit einerseits und das ständige Gefummel von Eduard anderseits, dass sie stets unkommentiert hinnahm, statt ihm seine Grenzen aufzuzeigen (wie ich es erwartet hätte). Es reicht eben nicht, hier und da zu schreiben, wie eine Figur ist, wenn sie dann nicht entsprechend handelt.
Schließlich gab es sogar Sätze, in welchen sich nicht einmal der Autor selbst zurechtfand und nach etwa der Hälfte den Faden verlor.
 
Ich kann mir nur schlecht vorstellen, dass solche Schnitzer nicht durch ein Korrektorat hatten ausgemerzt werden können. Daher finde ich es schlussendlich nicht nur schade, ein dermaßen schlechtes Buch gekauft zu haben, sondern fühle mich selbst um die wenigen Euro, die der Thriller gekostet hat, betrogen.
Ein schönes Beispiel dafür, warum Self-Publishing noch immer solch einen schlechten Ruf hat und ein Affront gegen all die Autorinnen und Autoren, die wirklich gute Bücher selbstverlegen.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: chinesische mafia, deutsche autoren, dieter aurass, herz, herztransplantation, thriller, transplantation, transplantierter tod, triaden   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(160)

317 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

"thriller":w=18,"düsseldorf":w=12,"mord":w=9,"krimi":w=6,"trilogie":w=6,"blut":w=4,"serienmörder":w=4,"psychopath":w=4,"folter":w=3,"schauspieler":w=3,"profiling":w=3,"arno strobel":w=3,"strobel":w=3,"tiefe narbe":w=3,"spannung":w=2

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.01.2017
ISBN 9783596296163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Geburtstag bekam ich den ersten Teil von Arno Strobels neuer Thriller-Triologie um Oberkommissar Max Bischoff geschenkt. Eine schöne Überraschung, denn schon länger wollte ich ein Buch des Bestseller-Autors lesen, was ich dann auch umgehend tat. Die ersten Kapitel flogen nur so dahin. Der flüssige Schreibstil, die einfache Sprache und eine fesselnde Story erzeugten einen wahren Sog, in den ich mich gerne hineinziehen ließ.

 

Oberkommissar Max Bischoff war mir mit seiner dynamischen Art auf Anhieb sympathisch (was auch daran liegen mag, dass wir im gleichen Alter sind). Doch auch sein älterer und etwas grummeligen Partner Horst Böhmer, der als "alter Hase" im Polizeidienst immer einen kühlen Kopf behält und nicht viel mit den neumodischen Ermittlungsmethoden anfangen kann, die heutzutage auf der Polizeischule gelehrt werden, konnte mich überzeugen.

Etwas nervig waren die ständigen Diskussionen zum Thema Theorie vs. Praxis, die mir nach etwa 100 Seiten allmählich auf den Keks gingen und nicht so recht zum sonst guten Verhältnis der beiden passen wollten. Sicherlich lässt sich über so etwas diskutieren, aber wenn die Zusammenarbeit klappt und die Kommissare sich durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen ergänzen, empfinde ich es als unrealistisch, das Thema immer und immer wieder durchzukauen.

Besonders gut gefiel mir der authentische Düsseldorfer-Lokalkolorit, der sehr gut recherchiert schien. Ich war positiv überrascht, da ich nicht mit einem Lokal-Krimi gerechnet hatte.

 

Hin und wieder war mir die Story aber ein wenig zu vorhersehbar, da die vom Autor eingestreuten Hinweise manchmal zu offensichtlich waren; etwa was die Persönlichkeit von Beate von Braunshausen oder das Verhältnis ihres Mannes zu Miriam Winkel betraf. Dafür war ich bezüglich des Mörders bis zum Schluss auf der falschen Fährte und wurde von der Auflösung des Falls total überrascht.

 

Im zweiten Drittel gab es für mich, trotz des geringen Umfangs, außerdem ein paar Längen. Irgendwann begann der Fall, sich im Kreis zu drehen. Es passierte nicht viel Neues, aus den Zeugenbefragungen gingen keine neuen Erkenntnisse hervor und die Kommissare taten nichts weiter, als von A nach B zu fahren. Das mag zwar realistisch sein, war für mich als Leser aber eher langweilig.

Komplett unnötig waren aus meiner Sicht die kurzen, kursiv gedruckten Kapitel, die  einen Einblick in die Gedankenwelt des Täters erlauben (und der Reihe ihren Namen geben). Auch hier erfährt man (mit Ausnahme des letzten Kapitels) nichts, was zum Verlauf der Geschichte beiträgt oder dem Leser gegenüber den Polizisten einen Wissensvorsprung verschafft. Schade.

 

Alles in allem war "Tiefe Narbe" für mich weniger ein Thriller, als vielmehr ein Krimi, selbst wenn mir bei manchen Beschreibungen der geschundenen Körper der Atem stockte und das Buch sicherlich nichts für Zartbesaitete ist. Im Endeffekt geht es aber um die Aufklärung von drei Mordfällen durch Kriminalbeamte der Polizei. Durch den Erfolg der Bücher von Arno Strobel und den interessanten Klappentext hatte ich hohe Erwartungen, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Vielleicht war es auch einfach die falsche Reihe und seine anderen Bücher können mich mehr überzeugen.


Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: deutsche autoren, folter, masochismus, psychische erkrankungen, sexuelle fantasien, thriller   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

"italien":w=3,"roman":w=2,"familie":w=2,"belletristik":w=2,"migration":w=2,"gastarbeiter":w=2,"liebe":w=1,"deutschland":w=1,"schicksal":w=1,"drama":w=1,"familiengeschichte":w=1,"auswandern":w=1,"familienroman":w=1,"auswanderer":w=1,"autos":w=1

Bella Germania

Daniel Speck
Fester Einband: 2 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.09.2019
ISBN 9783596521807
Genre: Romane

Rezension:

Durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung bin ich auf das Debüt des Drehbuchautors Daniel Speck aufmerksam geworden. Darin wurde das Buch in den höchsten Tönen gelobt und das Thema hörte sich interessant an. Als ich zu lesen begann, hatte ich allerdings eher eine Liebesgeschichte erwartet und nicht, dass hier ein Stück europäischer Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln gepresst wurde.

Das Wirtschaftswunder in den 1950er und 60er Jahren, die Anwerbung von Gastarbeitern für deutsche Industriebetriebe, der Terror der RAF, die Anfeindungen, mit welchen die Fremden sich konfrontiert sehen. Das sind nur einige der Themen dieser gelungenen Familiensaga. Geschildert wird sie hauptsächlich aus der Sicht einer italienischen Familie, die allmählich in Deutschland heimisch wird und dabei Jahr für Jahr ein Stück ihrer Wurzeln verliert.

Der Roman beginnt im Jahr 2014. Die Mode-Designerin Julia stellt in Mailand ihre erste Kollektion vor, als ein älterer Mann auf sie zukommt und behauptet, ihr Großvater zu sein. Er erzählt ihr von Giulia, ihrer Großmutter und davon, wie sie sich in den 1950er Jahren in Mailand kennenlernten. Der Beginn einer spannenden Reise in die Vergangenheit ihrer Familie, auf der Julia endlich die fehlenden Puzzle-Teile ihrer Herkunft findet.

Dass jemand die Geschichte der Gastarbeiter aus Sicht eines Ausländers erzählt, fand ich eine großartige Idee, dank der ich einige neue Einblicke in das Denken und Handeln italienischer Mitbürger bekam. Außerdem vergisst man nur zu gerne, was die Menschen damals auf sich genommen haben und wie viele Parallelen es zur aktuellen Flüchtlingskrise gibt.

Die Figuren sind sympathisch und ihre Motive nachvollziehbar, sodass man als Leser mit allen mitfiebern kann und unbedingt erfahren möchte, was geschehen ist. Geschickt springt der Autor in 70 kurzen Kapiteln mal in die Vergangenheit, dann wieder in die Gegenwart. Dabei passt er stets eine interessante Szene ab und schafft es so, den Spannungsbogen über 600 Seiten hinweg aufrecht zu erhalten.

"Bella Germania" ist eines der Bücher, die es schaffen, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu unterhalten und es schwer machen, die Geschichte loszulassen. Angehende Autoren vermag der Roman in eine schwere Sinnkrise zu stürzen, da man sich immer wieder fragt, 'werde ich jemals so schreiben können?'

Ein ganz großes Lesevergnügen.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: auswandern, deutschland, italien, migration   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(117)

274 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

"stephen king":w=15,"kurzgeschichten":w=11,"horror":w=10,"basar der bösen träume":w=5,"grusel":w=3,"thriller":w=2,"sammlung":w=2,"king":w=2,"maine":w=2,"stephenking":w=2,"fantasy":w=1,"humor":w=1,"usa":w=1,"amerika":w=1,"düster":w=1

Basar der bösen Träume

Stephen King , Ulrich Blumenbach , Bernhard Kleinschmidt , Karl-Heinz Ebnet
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.01.2016
ISBN 9783453270237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(276)

484 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 83 Rezensionen

"satire":w=14,"zukunft":w=13,"humor":w=10,"qualityland":w=10,"marc-uwe kling":w=9,"roman":w=7,"dystopie":w=7,"digitalisierung":w=6,"gesellschaftskritik":w=4,"roboter":w=4,"gesellschaft":w=3,"ironie":w=3,"künstliche intelligenz":w=3,"science fiction":w=2,"technik":w=2

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050237
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Mark-Uwe Kling hat mit den Känguru-Chroniken bewiesen, dass er es versteht, aus alltäglichen Situationen und einer gehörigen Portion Witz großartige Bücher zu kreieren.

Ein Erfolgsrezept, dem er auch in "QualityLand" treu bleibt. Zur Abwechslung tritt er dabei allerdings nicht selbst als Protagonist auf, sondern nimmt seine Leser auf eine aberwitzige Reise in die Zukunft mit.

Den einen oder anderen Seitenhieb auf unsere heutige Gesellschaft kann er sich dabei nicht verkneifen, wobei er auch sich selbst und seine Bücher nach Herzenslust auf die Schippe nimmt. Lacher sind in seiner - mitunter Furcht einflößenden - Zukunftsvision also garantiert.

In QualityLand sind personenbezogene Daten öffentlich zugänglich. Ein paar große Firmen lenken die Geschicke der Menschen (die in vielen Bereichen natürlich längst durch Maschinen ersetzt wurden) und wissen - ihren Algorithmen sei Dank - ganz genau was jeder einzelne denkt, fühlt und benötigt.

Leider entsteht dadurch nicht die erhoffte Insel der Glücklichen, sondern vielmehr eine abgestumpfte und blutleere Gesellschaft, die ihren Alltag nicht mehr selbständig bewerkstelligen kann und nur noch dafür lebt, ihren RateMe-Rang zu steigern. So entsteht um jeden Bewohner QualityLands eine Blase, in der er nichts weiter tun muss, als "Okay" zu sagen und per TouchKiss zu bezahlen (jener bahnbrechenden Erfindung, dank der man nun beim Küssen seines Partners zwangsläufig an das Bezahlen mit dem TouchPad denken muss).

Selbstredend, dass durch diese personalisierte Zensur niemand mehr die Möglichkeit hat, sich in irgendeiner Form weiterzuentwickeln oder den einmal eingeschlagenen Kurs zu verlassen. Geschweige denn mit anderen Meinungen und Weltbildern in Kontakt zu kommen, um sich so zu einem frei denkenden Individuum zu entwickeln. Der vorprogrammierte Niedergang der Menschheit, die von der einst selbst erschaffenen Technologie gelenkt und an die Wand gefahren wird.

Ein Schicksal, dem sich Peter Arbeitsloser (die Nachnamen in QualityLand richten sich nach dem Beruf des Vaters) nicht ohne Gegenwehr ergeben möchte. Spätestens seit seine Freundin ihn verlassen hat, fragt sich der Maschineverschrotter mit einstelligem RateMe-Rang, was genau in seinem Leben eigentlich schief läuft. Schnell ist das System als Wurzel seines Übels identifiziert. Doch er fühlt sich machtlos, da ihm aufgrund seines niedrigen Ranges niemand Gehör schenkt.

Als TheShop - der weltweit beliebteste Versandhändler (in QualityLand ist nur der Superlativ gestattet) ihm einen rosa Delfinvibrator schickt und sich weigert diesen zurückzunehmen (schließlich irrt sich das System nie), reicht es ihm endgültig. Denn er weiß ganz genau, dass er dieses Teil weder will noch benötigt.

Egal, was man ihm einzureden versucht.

Peter begibt sich auf eine gefährliche Mission, deren einziges Ziel es ist, die Obrigkeit dazu zu zwingen, ihren Fehler einzugestehen. Eine Mission, die einige mächtige Leute gerne verhindern würden.

Zwischen den einzelnen Kapiteln finden sich (farblich abgehobene) Werbeanzeigen und Nachrichtenartikel, wie sie in Zukunft aussehen könnten und die durchaus unterhaltsam sind - auch wenn einem das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt.

Alles in allem ist Marc-Uwe Klings Dystopie ein gelungenes und unerwartet tiefgründiges Werk, bei dem Fans des Autors zwar voll und ganz auf ihre Kosten kommen, das aber leider nicht an die Känguru-Chroniken heranreicht.

Die gesamt Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: dystopie, lustig, marc-uwe kling, qualityland, roman, zukunft   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

"mörder":w=5,"liebe":w=2,"mord":w=2,"stille":w=2,"gehör":w=2,"thomas raab":w=2,"karl heidemann":w=2,"roman":w=1,"thriller":w=1,"flucht":w=1,"hörbuch":w=1,"sehnsucht":w=1,"opfer":w=1,"serienmörder":w=1,"europa":w=1

Still - Chronik eines Mörders

Thomas Raab , Frank Arnold
Audio CD
Erschienen bei Argon, 14.01.2015
ISBN 9783839813515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon der erste Satz dieses außergewöhnlichen Romans hat es in sich:

Der Tag, an dem Karl starb, war ein guter Tag.

Wie kann der Tod eines Menschen positiv sein? Und vor allem, für wen ist Karls Todestag ein guter Tag? Für Karls selbst, weil er von einer schlimmen Krankheit erlöst wird? Für seine Mitmenschen, die unter ihm zu leiden hatten?
Mit einem einzigen Satz wirft Thomas Raab diverse Fragen auf und sichert sich so von Anfang an die Aufmerksamkeit seiner Leser.
Ein Satz, der für das ganze Buch symptomatisch ist. Mit wenigen Worten und kurzen, abgehackt wirkenden Sätzen, erzeugt der Autor eine poetische Bildwelt, die sich oftmals nur zwischen den Zeilen offenbart.
Eine Kunst, die der Sprecher Frank Arnold perfekt transportiert und die mir beim Lesen vermutlich gar nicht so deutlich entgegengeschlagen wäre.
"Still: Chronik eines Mörders" beginnt, wie viele Biografien, mit der Geburt des Protagonisten. Diese ist, im Gegensatz zum Rest des Buches, eine eher laute Angelegenheit.

Auch nach seiner Geburt hört Karl nicht zu schreien auf und raubt seinen Eltern, durch sein ständiges Gezeter, den letzten Nerv. Zufällig finden sie heraus, dass Karl ein äußerst sensibles Gehör hat und nicht aus Wut oder Unzufriedenheit, sondern vor Schmerzen schreit.

Als sie ihm ein Zimmer im Keller des Hauses einrichten, verstummt der Junge. Und bleibt es auch. Denn reden, möchte er nicht. Vielmehr möchte Karl sich voll und ganz seiner ganz eigenen, stillen Welt hingeben.
In der, für viele Menschen unerträglichen, Stille, sieht Karl etwas Positives.
Erlösung.
Und die größtmögliche Erlösung, den Tod, gewährt er zunächst Tieren und später auch seinen Mitmenschen, nur zu gerne.

Karl ist zwar ein wenig seltsam, alles in allem aber ein sympathischer Protagonisten und einer jener Täter, welchen man (zumindest zu Anfang) noch verzeiht, da man einfach Mitleid mit ihnen hat. Er handelt nicht aus niederen Instinkten, sondern weil er davon überzeugt ist, das richtige zu tun.
Gleichzeitig schafft der Autor, Thomas Raab, es in seinem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil (kurze, abgehackte Sätze ohne jegliche Emotion) Karls Beweggründe so plausibel darzustellen, dass der Leser immer wieder seine eigenen moralischen Werte hinterfragen muss.

Ein großartiges Buch voller Poesie, das spannend, schwermütig und voller Hoffnung eine alternative Sichtweise auf das Leben und den Tod offenbart.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

indien, indien, mumbai, bombay, roman, aravind adiga, letzter mann im turm

Letzter Mann im Turm

Aravind Adiga , Ilija Trojanow , Susann Urban
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2013
ISBN 9783423142496
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt und war vom interessanten Klappentext, sowie dem tollen Schreibstil der ersten Buchseiten total begeistert. Als ich „Letzter Mann im Turm“ nun vor einigen Wochen zu lesen begann, erwartete ich ein Indienepos, das mich sowohl inhaltlich als sprachlich begeistern würde. Außerdem hoffte ich, einen Einblick in den indischen Alltag zu bekommen und dieses exotische Land dadurch besser kennenzulernen.
Vor allem im letzten Punkt wurden meine Erwartungen voll und ganz erfüllt.

Aravind Adiga machte es mir mit seiner bildhaften Sprache (sowie den Übersichtskarten am Anfang und Ende des Buches) leicht, in dieses faszinierende und kontrastreiche Land einzutauchen. Ich konnte Mumbai mit seinen Farben, Gerüchen, dem Prunk und der bitteren Armut förmlich vor mir sehen.
Die ersten 200 Seiten flogen nur so dahin, bis der erste Rausch nachließ und mich die großartige Sprache nicht mehr über die stagnierende Entwicklung der Geschichte hinweg trug.

Die Ausgangslage ist sehr spannend – eine Hausgenossenschaft erhält ein großzügiges Angebot eines Immobilienhais, der das allmählich verfallende Gebäude der Vishram Society abreißen möchte, um dort moderne Luxusapartments zu bauen.
Für die Bewohner ist das die einmalige Chance, der Unterschicht zu entfliehen und am Aufschwung ihres Heimatlandes zu partizipieren. Dafür müssen aber alle Bewohner dem Angebot innerhalb einer gesetzten Frist zustimmen. Da nicht alle Bewohner ihre Wohnung verlassen wollen, selbst wenn sie noch so viel Geld geboten bekämen, ergibt sich ein interessanter Konflikt, der durch die menschliche Gier sogar lebensgefährlich werden kann.
Auch die Bewohner der Vishram Society bieten einen interessanten Querschnitt der indischen Gesellschaft. Hier wohnen Christen, Hindus und Moslems friedlich miteinander. Es gibt Pensionäre, Lehrer, Selbständige und solche, die ihr Geld mit zwielichtigen Geschäften verdienen. Solche die alleine wohnen, zu zweit  oder als Familie.

Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass der Autor die Geschichte, einem Bollywood-Film gleich, unnötig in die Länge zog. Weniger wäre, meiner Meinung nach, hier mehr gewesen.
Irgendwie quälte ich mich durch 250 langatmige Seiten, bis es auf den letzten 50 Seiten für einen kurzen Moment noch einmal spannend wurde. Den vorhersehbaren Epilog hatte ich allerdings nicht gebraucht und wäre froh gewesen, das Buch ein paar Seiten eher beenden zu können.

Da ich über Aravind Adiga und „Letzter Mann im Turm“ viel Positives gelesen und gehört hatte, blieb ich am Ende enttäuscht zurück und würde das Buch, trotz sprachlicher Stärke, kein zweites Mal lesen.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: indien, mumbai, bombay, roman, aravind adiga, letzter mann im turm   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

eduard limonow, romanbiografie, russland, sowjetunion / russland, udssr, ukraine

Limonow

Emmanuel Carrère , Claudia Hamm
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 11.08.2014
ISBN 9783442747184
Genre: Biografien

Rezension:

Emmanuel Carrère versucht sich in „Limonow“ daran die Biografie des russischen Schriftstellers Eduard Wenjaminowitsch Sawenko, genannt Limonow, mit Romanelementen zu verknüpfen; was ihm - unter Missachtung sämtlicher Genre-Grenzen - hervorragend gelingt.

Dabei spielt ihm Eduard Limonows außergewöhnlicher Lebensweg, der vor ungewöhnlichen Ereignissen und unglaublichen Wendungen nur so strotz (und von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte), sicherlich in die Hände. Selten habe ich eine Biografie gelesen, die dermaßen prädestiniert ist, zwischen zwei Buchdeckeln erzählt zu werden. Darüber hinaus ist Carrère ein meisterhafter Erzähler, der es schafft über Limonows Werdegang seinen eigenen Lebensweg zu reflektieren und mit den politischen Ereignissen der Zeit in Zusammenhang zu bringen. Ein Kunststück, das aus „Limonow“ nicht nur eine Doppelbiografie, sondern auch ein politisches Buch macht, das einige Geschehnisse des (politischen) Weltgeschehens aus einer ganz anderen Perspektive heraus erzählt.

Auch die Selbstverständlichkeit mit welcher Carrère über all das schreibt, ist mir so noch nicht begegnet. Zwar musste man kein Russland-Experte sein, um bereits 2011 vorherzusehen, dass Putin für eine dritte Amtszeit kandidieren wird, doch vor Augen geführt zu bekommen, dass es sich dabei um einen lange vorbereiteten Plan handelte und zu erfahren in welchem Maße das russische Volk (trotzdem – oder gerade deswegen?) hinter ihm zu stehen scheint,  fand ich schon bemerkenswert.

Am spannendsten jedoch fand ich die frühen Jahre Limonows, die im ersten Drittel des Buches geschildert werden und die einer Achterbahn der Gefühle gleichen. Wie er sich in seiner ukrainischen Heimat Charkiw als Fabrikarbeiter durchschlägt, während er gleichzeitig vom Ruhm träumt. Wie er nach Russland übersiedelt und dort Kontakte zum literarischen Untergrund knüpft, ehe es ihn in die USA verschlägt, wo er auf der Straße landet und sich von ganz unten zu einem der bedeutendsten russischen Schriftsteller der Gegenwart hocharbeitet. All das macht einen beim Lesen atemlos, betroffen und gleichzeitig froh. Zeigt es doch, dass es im Leben vor allem darauf ankommt, den Mut und den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. Selbst wenn die eigene Biografie keinem konventionellen Lebenslauf entspricht.

Sehr interessant fand ich zudem die russische Sicht auf geschichtliche Ereignisse, die mir zu mehr Verständnis gegenüber einem Land verhalfen, das zwar in den Medien sehr präsent, einem aber dennoch total fremd ist. Vor allem überdachte ich meine eigenen (Vor)Urteile und fragte mich, ob man manche Dinge nicht zwangsläufig anders sehen muss, wenn man in einer anderen Gesellschaft aufwächst. Insbesondere, wenn die dortigen Medien andere Schwerpunkte setzen.

Bei allen Unterschieden gelingt es Carrère meisterhaft, dem Leser die Motive der Menschen zu vermitteln und die Welt durch ihre Augen zu sehen ohne dabei schulmeisterlich zu wirken.

Nun kann man eine Biografie nicht ändern und Limonows Lebenslauf bietet dem Leser gewiss viele spannende Lesestunden, dennoch gibt es in der Mitte des Buches einige Längen. An manchen Stellen hätte Carrère sich vielleicht etwas mehr zurückhalten und einfach erzählen können, wie es weitergeht anstatt Limonows Taten zu bewerten und dadurch den Lesefluss zu unterbrechen. An anderer Stelle hätte ich dafür gerne mehr Hintergrundinformationen erhalten. Etwa wenn es um Ereignisse ging, die keinen allzu großen Einfluss auf das Weltgeschehen hatten oder über die bei uns nicht so ausführlich berichtet wurde. Nicht zuletzt hätte man auf manche Anekdoten getrost verzichten können, auch wenn ich sie ganz aufschlussreich fand.

Da dies mein erstes Buch von Emmanuel Carrère war, gingen auch die Abschweifungen in Ordnung, in welchen er Informationen zu seiner Herkunft, seinem Werdegang und seinen Träumen lieferte. Aller Wahrscheinlichkeit nach hätte es dem Buch aber gut getan, sich auf Limonows Biografie und die damit verbundenen (und so oft gelobten) Einblicke in die russische Seele zu konzentrieren.

Ganz sicher machen einige Belanglosigkeiten Limonow aber umso sympathischer, da sie zeigen, dass es selbst in einem so spannenden und bewegten Leben, wie dem seinen, ruhige und unspektakuläre Phasen gibt, in welchen die Alltagstristesse die Oberhand gewinnt.

Insgesamt war „Limonow“ eines der besten und das mit Abstand interessanteste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Neben der großartigen Sprache sind es vor allem die Einblicke in die russische und französische Kultur, die das Buch so lesenswert machen. Außerdem lieferte es Denkanstöße, um die eigenen Sichtweisen kritisch zu hinterfragen und am Ende vielleicht sogar zu erkennen, dass sich in manchen Punkten eben doch alle einig sind.

Eine klare Leseempfehlung (nicht nur) für alle, die an Politik, anderen Kulturen und der jüngeren europäischen Geschichte interessiert sind. Mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch des französischen Autors.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: eduard limonow, romanbiografie, russland, sowjetunion / russland, udssr, ukraine   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"afghanistan":w=3,"liebe":w=1,"familie":w=1,"frauen":w=1,"hörbuch":w=1,"islam":w=1,"misshandlung":w=1,"orient":w=1,"frauenrechte":w=1,"taliban":w=1,"khales hosseini":w=1

Tausend strahlende Sonnen

Khaled Hosseini , Andrea Hörnke-Trieß
Audio CD
Erschienen bei Steinbach sprechende Bücher, 01.02.2008
ISBN 9783886985586
Genre: Romane

Rezension:

Bereits mit seinem Debütroman “Drachenläufer” sorgte der amerikanisch-afghanische Schriftsteller Khaled Hosseini für Furore. Mehr als acht Millionen Mal verkaufte sich der 2003 erschienene Erstling, den Hollywood 2007 erfolgreich verfilmte. So ganz verstand ich den Hype um “Drachenläufer” damals nicht; das Buch war zwar gut, schaffte es aber leider nicht, mich zu begeistern.

Letztes Jahr las ich Hosseinis 2013 erschienenen dritten Roman “Traumsammler“, der mir so gut gefiel, dass nach dessen Lektüre auch sein zweites Buch “Tausend strahlende Sonnen” auf meiner Wunschliste landete.

In diesem Jahr litt ich unter einer schlimmen Leseflaute. Irgendwie brauchte ich für die Lektüre eines Buchs mehrere Wochen, obwohl das eine oder andere richtig gut war. An der Auswahl meiner Lektüre konnte es also nicht liegen. In den sozialen Medien sah ich mit einem Mal immer mehr Bilder und Rezensionen von Hörbüchern und ich fragte mich, ob das vielleicht etwas für mich sein konnte.

Bis dato hatte ich Hörbücher strikt abgelehnt, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass mir irgendjemand ein hunderte Seiten umfassendes Buch vorlas – womöglich noch in einem ganz anderen Lesetempo und Leserhythmus, als dem meinen.
Ich wusste, dass in meiner Deezer-Flatrate das eine oder andere Hörbuch dabei ist, sodass ich mich dort umschaute und – zu meinem Erstaunen – einige Titel fand, die auf meinem Wunschzettel standen. Darunter auch dieses.


Der Einstieg war zunächst genauso holprig, wie ich es mir vorgestellt hatte. Schon nach 5 Minuten war ich mir sicher, dass ich das Experiment Hörbuch noch am ersten Tag aufgeben würde. Da ich kein anderes Buch dabei hatte und meine Zugfahrt zur Arbeit eine halbe Stunde betrug, ließ ich mich weiter berieseln; freute mich insgeheim aber bereits darüber, mir für den nächsten Tag ein “richtiges” Buch von meinem SuB auszusuchen.

Auf dem Nachhauseweg geschah etwas Seltsames: ich stieg aus dem Zug aus, setzte mich in den Bus und fand es mit einem Mal schade, dass ich bald zu Hause sein und Mariams Geschichte nicht weiterhören konnte.

Sicherlich trug auch die Sprecherin Andrea Hörnke-Trieß, die bei “Tausend strahlende Sonnen” einen fantastischen Job macht (!), dazu bei, dass ich mittlerweile komplett in die interessanten Schilderungen aus dem Kabul der 1960er Jahre eingetaucht war.


Wie in allen Büchern von Khaled Hosseini, geht es auch in “Tausend strahlende Sonnen” um das Leben junger Menschen in Afghanistan, das er uns auf spannende und faszinierende Weise näherzubringen versucht.

Mit seinen Schilderungen dieser fremden Kultur und ihren interessanten Bräuchen, kommt der Roman zunächst wie ein modernes Märchen daher, bis Stück für Stück die leidvolle und wechselhafte Geschichte der Figuren und ihres Heimatlandes in den Fokus rückt.


Hierfür hat der Autor seinen Roman in 4 Teile gegliedert.


Im ersten Teil tauchen wir in Mariams Welt ein, die als uneheliches Kind, den miesen Launen ihrer depressiven Mutter ausgeliefert ist. Wirklich glücklich scheint sie nur, wenn ihr Vater zu Besuch ist. Eines Tages begibt sie sich auf die Reise in die westafghanische Großstadt Herat, um ihn dort zu besuchen.

Was dort geschieht, wird ihr Leben komplett aus den Fugen heben und es für immer verändern. Sie wird ihr Dorf verlassen und nach Kabul ziehen, mit einem Mann zwangsverheiratet werden, den sie überhaupt nicht kennt und trotzdem versuchen, sich ihrem Unglück still zu fügen.


Der zweite Teil beschreibt die Kindheit von Laila, die Jahre später die zweite Ehefrau von Mariams Mann Rashid werden soll.

Doch zunächst verlebt sie eine glückliche Kindheit im Afghanistan der 1970er und 1980er Jahre, das sich im Umbruch befindet. Nach dem Ende des afghanischen Königreichs, versucht der Präsident der Republik Afghanistan sein Land zu modernisieren, was zur Erstarkung des Kommunismus und der Gründung der Demokratische Republik Afghanistan  führt. Mit Hilfe von Russland wird die Landbevölkerung alphabetisiert und man gesteht Frauen mehr Rechte zu.

Doch schon bald wird sich auch Lailas Leben radikal verändern. In einer sich immer schneller drehenden Abwärtsspirale gefangen, scheint sie bald ganz alleine auf der Welt zu sein, ehe Rashid sich ihrer annimmt und sich um sie kümmert.
 

Im dritten Teil wird das Zusammenleben von Rashid und seinen beiden Frauen näher beschrieben. Laila wird Mutter und bekommt allmählich eine Ahnung davon, in welchen Teufelskreis sie durch die Hochzeit geraten ist.

Auch politisch geht es bergab. Nach dem Abzug der Sowjets aus Afghanistan, müssen die Frauen im Land sich sukzessive von ihren Rechten verabschieden.

Als die Taliban Mitte der 1990er Jahre an die Macht kommen, dürfen Frauen ohne ihren Mann oder einen anderen männlichen Begleiter, so gut wie gar nichts mehr.

Als Laila zum zweiten Mal schwanger wird, muss sie ihren lange ersehnten Sohn sogar in einer heruntergekommenen Klinik zur Welt bringen, in der es weder Strom noch fließendes Wasser, geschweige denn Schmerzmittel, gibt.
 

Viel mehr möchte ich nicht verraten, außer, dass Khaled Hosseini seinen Lesern immer wieder spannende Wendepunkte beschert, und sowohl ihnen, als auch seinen Figuren, im Verlauf des Buches einiges zumutet.

Zum Ende hin keimen sogar zarte Funken der Hoffnung im Leser auf. Nicht nur für Mariam und Laila, sondern auch für Afghanistan und die vielen dort lebenden Ethnien.

Tatsächlich könnte man “Tausend strahlende Sonnen” also zunächst in die Schublade der modernen Märchen ablegen, doch vermutlich würde es diesem vielschichtigen Roman, der sicherlich noch lange nachhallen wird, darin schnell zu eng werden.

Eine Veränderung jedenfalls haben die vielen Stunden, die ich mit dieser Geschichte verbracht habe, bereits bewirkt – Hörbüchern gegenüber stehe ich nun ein wenig aufgeschlossener gegenüber. Und auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, ein Fan dieses Formats zu sein, kann ich mir doch vorstellen, auch in Zukunft das eine oder andere Buch mit den Ohren, anstatt mit den Augen zu lesen.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (1)
Tags: afghanistan, familie, frauenrechte, islam, liebe, misshandlung   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

auftragskiller, blaue nacht, drogen, hafen, hambur, hamburg, kiez, killer, krimi, leipzig, mord, opferschutz, rache, reeperbahn, simone buchholz

Blaue Nacht

Simone Buchholz
Flexibler Einband: 235 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.03.2016
ISBN 9783518466629
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem Artikel über den Crime Cologne Award 2016, den Sabine Buchholz für den sechsten Band ihrer Krimireihe um die Polizistin Chastity Riley erhielt, hörte ich zum ersten Mal von „Blaue Nacht“. Das Urteil der Jury klang vielversprechend und ich freute mich auf einen gleichermaßen spannenden, wie ungewöhnlichen Krimi, mit schmuddelig lässigem Sankt-Pauli-Flair.
Der Schreibstil ist rotzig, frech und genau so, wie ich ihn mir bei einem Kiez-Krimi vorgestellt habe. Die abgehackten Sätze passen sehr gut zur schnodderigen Sprache der Kommissarin und bedienen das Klischee der wortkargen Norddeutschen.

Der komplette Roman ist aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschrieben. Hauptsächlich ist das Chastity Riley, die einem dadurch schnell ans Herz wächst. Zwischendurch kommen aber auch immer wieder andere Protagonisten zu Wort, die dem Leser, in Form von Rückblenden, zusätzliche Informationen liefern.
Dabei erschlossen sich mir dabei der Zusammenhang zu dem zuvor Gelesenen, sowie die Bedeutung dieser Rückblicke für den weiteren Handlungsverlauf leider nicht immer; was aber auch daran liegen mag, dass "Blaue Nacht" der sechste Teil einer Krimi-Reihe ist und ich vorher keinen der anderen Chastity-Riley-Romane gelesen habe.

Irgendwann war ich ohnehin so benebelt und dermaßen berauscht von all den Zigaretten und alkoholischen Getränken, die die Protagonisten auf knapp 240 Seiten konsumieren, dass mir die fehlenden  Zusammenhänge gar nicht mehr so wichtig erschienen. Schließlich war die Lektüre abenteuerlich und das Lesen machte, dank des flüssigen Schreibstils, trotzdem großen Spaß.

Krimifans sollten sich darüber in Klaren sein, dass „Blaue Nacht“ anders ist.
So muss Chastity Riley zum Beispiel keinen Mord aufklären, sondern geht der Frage nach, was dem wortkargen Opfer zugestoßen ist. Auch das Setting ist ungewöhnlich. Denn zwischen diversen Kneipenbesuchen spielt sich ein großer Teil des Romans im Krankenhaus ab, wo sie dem Opfer regelmäßig Krankenbesuche abstattet und ihn -dank Zigaretten und Alkohol - allmählich zum Reden bringt.
Allerdings dauert es, bis sie dem Mann erste Informationen aus der Nase ziehen kann. Lange. Meiner Meinung nach zu lange, für solch ein kurzes Buch.

Bis dahin versucht Simone Buchholz uns mit lustig-skurilen Kiezgeschichten bei Laune zu halten, was ihr über weite Strecken sogar gelingt. Denn das von ihr gezeichnete Portrait des Hamburger Kiezes mit seinen skurilen und kaputten Figuren ist sehr authentisch. Aber es ist eben nicht das, was ich mir unter einem Kriminalroman vorstelle.

Überflüssig zu erwähnen, dass „Blaue Nacht“ nur so vor Lokalkolorit strotzt, der mir ebenso gut gefiel, wie der ironische und trockene Humor der Hauptfiguren, der mich immer wieder zum Schmunzeln brachte und die Geschichte atmosphärisch dichter machte.

Zwischendurch streut die Autorin immer wieder wunderbare Sätze voller Poesie und Weisheit, die einerseits zeigten, wie gut sie schreiben kann, die andererseits aber die Geschichte nicht voranbringen. Viele Beobachtungen und Details sind sogar dermaßen belanglos, dass man sie getrost streichen könnte.

Alles in allem war dies der vielleicht ungewöhnlichste Krimi, den ich je gelesen habe. Mehr als einmal fragte ich mich sogar, ob „Blaue Nacht“ vielleicht sogar eine Krimi-Parodie sein soll. Denn Kommissare, die ihre Fälle quasi zwischen diversen Besäufnissen und ein paar Krankenhausbesuchen lösen, kamen mir so auch noch nicht unter.

Auch wenn ich mich beim Lesen eines Krimis noch nie so amüsiert habe, verwarf ich den Gedanken aber wieder, da das Finale doch ziemlich spektakulär war. Trotzdem bin ich mir nicht sicher bin, ob ich einen weiteren Teil der Reihe lesen würde.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: blaue nacht, hamburg, kiez, krimi, simone buchholz   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(91)

165 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

"krimi":w=5,"nele neuhaus":w=4,"mord":w=3,"vergangenheit":w=3,"taunus":w=3,"freundschaft":w=2,"deutschland":w=2,"dorfgemeinschaft":w=2,"im wal":w=2,"geheimnis":w=1,"jugend":w=1,"kindheit":w=1,"intrigen":w=1,"verfilmt":w=1,"opfer":w=1

Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In den letzten Jahren habe ich so gut wie jeden Krimi von Nele Neuhaus gelesen. Da verstand es sich fast schon von selbst, dass ich auch den neuesten Fall der Kommissare Bodenstein und Sander lesen wollte.

Wieder findet im beschaulichen Taunusstädtchen Ruppertshain eine schreckliche Mordserie statt. Das Mordmotiv reicht über 40 Jahre in die Vergangenheit zurück, sodass der Fall für Kommissar Oliver von Bodenstein (der dort aufgewachsen ist) zum bisher persönlichsten seiner Karriere wird.

Wie in allen Krimis von Nele Neuhaus werden in den langen Kapiteln die Geschehnisse eines Ermittlungstages geschildert. Dadurch erlebt der Leser quasi in "Echtzeit", wie die Kommissare dem Täter Stück für Stück näher kommen.

Zwischendurch müssen Bodenstein und Sander immer wieder Rückschläge verkraften, während der Täter weiterhin sein unwesen treibt und immer mehr Ruppertshainer ermordet. Somit steigt die Spannung von Kapitel zu Kapitel. Auch die geschickten Perspektivwechsel tragen dazu bei, durch die der Leser mal dem einen, dann wieder einem anderen Kommissar "über die Schulter" schaut und dadurch immer auf dem neuesten Ermittlungsstand bleibt.

Durch den Wissenvorsprung gegenüber den Romanfiguren kann man bereits viel früher damit anfangen die gelieferten Informationen miteinander zu verknüpfen und eigene Spekulationen zum Täter anzustellen.
Bereit nach knapp 100 Seiten hatte ich einen ersten Verdacht. Die Neugier, ob ich recht behalte, trug mich durch die nächsten 200 Seiten, obwohl diese mit Anekdoten, Familiengeschichten und Dorfklatsch gepflastert waren, die zwar die Verstrickungen der Ruppertshainer Bevölkerung in den Fall verdeutlichen (und den einen oder anderen Leser möglicherweise sogar interessierten), mich aber langweilten und nervten.

Dafür hat die Nele Neuhaus auch für dieses Buch wieder gründlich recherchiert und beschreibt etwa die Indizien für einen Erstickungstod sehr gut und für Laien verständlich.

Erst nach etwa 350 Seiten nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf. Glücklicherweise gelingt es der Autorin im Anschluss zur Stärke ihrer Vorgänger zurückzufinden, wodurch "Im Wald" doch noch zu einem spannenden Krimi mit überraschendem Ende wird.
Besonders gut gefiel mir die Umgebungskarte auf den ersten Buchseiten, die mir dabei half, die Entfernungen und geografischen Gegebenheiten besser abschätzen zu können. Das Personenregister hingegen hätte ich nicht gebraucht. Vermutlich ist es für Leserinnen und Leser, die die älteren Werke der Autorin nicht kennen, aber hilfreich.

Auch wenn mir dieses Buch nicht so gut gefiel, wie die vorherigen Bücher der Autorin, war es um einiges besser, als so manch anderes Buch des Genres.
Ich bin schon gespannt, ob es dem Nachfolger gelingen wird, mich wieder mehr zu packen. Fest steht jedenfalls - Krimifans kommen (vermutlich auch in Zukunft) nicht an Nele Neuhaus vorbei.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (1)
Tags: deutschland, hessen, im wal, krimi, nele neuhaus, ruppertshain   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(141)

222 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

"tauchen":w=7,"spannung":w=2,"wahrheit":w=2,"urlaub":w=2,"lüge":w=2,"aussteiger":w=2,"lanzarote":w=2,"liebe":w=1,"roman":w=1,"thriller":w=1,"vergangenheit":w=1,"gewalt":w=1,"beziehung":w=1,"psychologie":w=1,"deutsch":w=1

Nullzeit

Juli Zeh
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 13.01.2014
ISBN 9783442745692
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

"berlin":w=3,"familie":w=2,"roman":w=1,"familiengeschichte":w=1,"armut":w=1,"überlebenskampf":w=1,"weimarer republik":w=1,"arbeitslosigkeit":w=1,"1930er jahre":w=1,"1930er":w=1,"inflation":w=1,"kpd":w=1,"moabit":w=1,"alltagssorgen":w=1,"1930er jahr":w=1

Kleiner Mann – was nun?

Hans Fallada , Carsten Gansel
Flexibler Einband: 557 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633442
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Löwe, das Lamm, der Gejagte

Andrew E. Kaufman
E-Buch Text: 314 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 13.10.2015
ISBN 9781503962897
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(156)

298 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 36 Rezensionen

"thriller":w=30,"computer":w=29,"künstliche intelligenz":w=22,"hamburg":w=16,"internet":w=16,"virus":w=15,"mord":w=11,"deutschland":w=10,"ki":w=9,"pandora":w=8,"software":w=7,"spannung":w=6,"krimi":w=5,"hacker":w=5,"liebe":w=4

Das System

Karl Olsberg
Flexibler Einband: 403 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 06.09.2007
ISBN 9783746623672
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(294)

546 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

"dystopie":w=20,"zukunft":w=10,"klassiker":w=9,"utopie":w=5,"science fiction":w=3,"gesellschaft":w=3,"drogen":w=3,"sci-fi":w=3,"aldous huxley":w=3,"liebe":w=2,"gesellschaftskritik":w=2,"schullektüre":w=2,"schöne neue welt":w=2,"roman":w=1,"london":w=1

Schöne Neue Welt

Aldous Huxley , Uda Strätling ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 06.03.2014
ISBN 9783596905737
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(306)

536 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 68 Rezensionen

"berlin":w=15,"nils trojan":w=14,"psychothriller":w=11,"thriller":w=9,"max bentow":w=9,"mord":w=6,"serienmörder":w=6,"dompfaff":w=4,"der federmann":w=4,"spannung":w=3,"deutschland":w=3,"blutig":w=3,"vögel":w=3,"vogel":w=3,"frauenmorde":w=3

Der Federmann

Max Bentow
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.01.2013
ISBN 9783442478828
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(181)

388 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 39 Rezensionen

"thriller":w=14,"mord":w=11,"berlin":w=10,"rache":w=5,"missbrauch":w=5,"agentur":w=5,"deutschland":w=4,"schuld":w=4,"kindesmissbrauch":w=4,"entschuldigung":w=4,"freunde":w=3,"spannend":w=2,"gewalt":w=2,"kindheit":w=2,"selbstjustiz":w=2

Sorry

Zoran Drvenkar
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2010
ISBN 9783548281834
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor ein paar Jahren las ich mit "Du" meinen ersten Roman von Zoran Drvenkar. Die verschachtelte Geschichte voller überraschender Wendungen gefiel mir sehr, sodass ich nicht zögerte, als ich letzten Mai "Sorry" in einem Berliner Second Hand Laden fand.
Auch wenn ich mich grob an den minimalistischen und schonungslosen Schreibstil des Autors erinnerte, hätte ich nicht gedacht, dass mir bereits das erste Kapitel eine Spur zu heftig sein könnte. Glücklicherweise ging es in den folgenden Kapiteln wieder harmloser zu und es entwickelte sich eine spannende Geschichte über vier Freunde, die eine Agentur für Entschuldigungen gründen und damit sehr erfolgreich werden. Alles scheint perfekt, bis sie einen Auftrag erhalten, der sie in einen Sumpf aus Schuld und Kindesmissbrauch hineinzieht und den sie nicht alle überleben werden.

Drvenkar erzählt die Geschichte aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Neben den vier Freunden Frauke, Tamara, Kris und Wolf sind das auch "Du" und "Der Mann, den es nicht gab", die man zu Beginn nicht so recht einordnen kann. Zeitlich werden die Kapitel außerdem mit "davor" oder "danach" übertitelt. Der Leser bleibt zunächst im Unklaren darüber, vor oder nach welchem Ereignis die jeweiligen Kapitel spielen. Ein kniffeliges Rätsel, das erst ganz zum Schluss komplett aufgeklärt wird.

Wie erwartet, entstand nach wenigen Seiten ein Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte und der mich immer tiefer in die Geschichte eintauchen ließ. Dies lag sicherlich auch an der realistischen Story, die fast zehn Jahre nach Erscheinen von "Sorry" nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat.

Eine Agentur, die sich für ihre Auftraggeber entschuldigt, könnte vermutlich wirklich gute Geschäfte machen, aber auch sehr seltsame und verstörende Aufträge erhalten. Ob natürlich jemand so weit gehen würde, Menschen umzubringen, um sich anschließend bei ihnen zu entschuldigen sei dahingestellt. Auch die vom Täter an den Tag gelegte Selbstverständlichkeit, nicht erwischt zu werden, sowie das Vermögen, das die vier Freunde innerhalb kürzester Zeit mit ihren Aufträgen scheffeln, schienen mir ein wenig übertrieben.
Für einen fiktiven Thriller geht das aber in Ordnung, zumal der Autor alles sehr plausibel verpackt und die einzelnen Figuren jederzeit logisch und absolut nachvollziehbar handeln.
Die Story ist packend geschrieben und mitunter so nervenaufreibend, dass ich es kaum aushielt. Über Hunderte von Seiten schwang eine unheilvolle Stimmung zwischen den Zeilen mit, die zwar auf Dauer bedrückend und deprimierend wirkte, aber gleichzeitig die Spannung aufrecht hielt. Ein Kunststück, das mir bislang bei keinem anderen Autoren in diesem Maße auffiel.
Wer allerdings ein positives Buch sucht, das beim Lesen ein gutes Gefühl hervorruft, wird mit diesem Buch leider nicht glücklich werden.
Sorry.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

  (0)
Tags: berlin, kindesmissbrauch, mord, thriller   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

israel, liebesgeschichte, roman, tel aviv

Zusammenstösse

Yael Hedaya ,
Flexibler Einband: 752 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 30.04.2004
ISBN 9783257233971
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(114)

191 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

"drogen":w=13,"mexiko":w=10,"gewalt":w=6,"kartell":w=6,"drogenkrieg":w=6,"thriller":w=5,"drogenkartell":w=5,"mafia":w=4,"art keller":w=4,"mord":w=3,"usa":w=3,"krieg":w=3,"korruption":w=3,"mexico":w=3,"amerika":w=2

Das Kartell

Don Winslow , Chris Hirte
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.06.2015
ISBN 9783426304297
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

3.reich, familiengeschichte, gestapo, hamburg, kz lager, militär, ostfront

Wintermänner

Jesper Bugge Kold , Patrick Zöller
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 08.12.2015
ISBN 9781503954700
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 
214 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.