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indien

Letzter Mann im Turm

Aravind Adiga , Ilija Trojanow , Susann Urban
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2013
ISBN 9783423142496
Genre: Romane

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romanbiografie, sowjetunion / russland, udssr, ukraine, russland

Limonow

Emmanuel Carrère , Claudia Hamm
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 11.08.2014
ISBN 9783442747184
Genre: Biografien

Rezension:

Emmanuel Carrère versucht sich in „Limonow“ daran die Biografie des russischen Schriftstellers Eduard Wenjaminowitsch Sawenko, genannt Limonow, mit Romanelementen zu verknüpfen; was ihm - unter Missachtung sämtlicher Genre-Grenzen - hervorragend gelingt.

Dabei spielt ihm Eduard Limonows außergewöhnlicher Lebensweg, der vor ungewöhnlichen Ereignissen und unglaublichen Wendungen nur so strotz (und von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte), sicherlich in die Hände. Selten habe ich eine Biografie gelesen, die dermaßen prädestiniert ist, zwischen zwei Buchdeckeln erzählt zu werden. Darüber hinaus ist Carrère ein meisterhafter Erzähler, der es schafft über Limonows Werdegang seinen eigenen Lebensweg zu reflektieren und mit den politischen Ereignissen der Zeit in Zusammenhang zu bringen. Ein Kunststück, das aus „Limonow“ nicht nur eine Doppelbiografie, sondern auch ein politisches Buch macht, das einige Geschehnisse des (politischen) Weltgeschehens aus einer ganz anderen Perspektive heraus erzählt.

Auch die Selbstverständlichkeit mit welcher Carrère über all das schreibt, ist mir so noch nicht begegnet. Zwar musste man kein Russland-Experte sein, um bereits 2011 vorherzusehen, dass Putin für eine dritte Amtszeit kandidieren wird, doch vor Augen geführt zu bekommen, dass es sich dabei um einen lange vorbereiteten Plan handelte und zu erfahren in welchem Maße das russische Volk (trotzdem – oder gerade deswegen?) hinter ihm zu stehen scheint,  fand ich schon bemerkenswert.

Am spannendsten jedoch fand ich die frühen Jahre Limonows, die im ersten Drittel des Buches geschildert werden und die einer Achterbahn der Gefühle gleichen. Wie er sich in seiner ukrainischen Heimat Charkiw als Fabrikarbeiter durchschlägt, während er gleichzeitig vom Ruhm träumt. Wie er nach Russland übersiedelt und dort Kontakte zum literarischen Untergrund knüpft, ehe es ihn in die USA verschlägt, wo er auf der Straße landet und sich von ganz unten zu einem der bedeutendsten russischen Schriftsteller der Gegenwart hocharbeitet. All das macht einen beim Lesen atemlos, betroffen und gleichzeitig froh. Zeigt es doch, dass es im Leben vor allem darauf ankommt, den Mut und den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. Selbst wenn die eigene Biografie keinem konventionellen Lebenslauf entspricht.

Sehr interessant fand ich zudem die russische Sicht auf geschichtliche Ereignisse, die mir zu mehr Verständnis gegenüber einem Land verhalfen, das zwar in den Medien sehr präsent, einem aber dennoch total fremd ist. Vor allem überdachte ich meine eigenen (Vor)Urteile und fragte mich, ob man manche Dinge nicht zwangsläufig anders sehen muss, wenn man in einer anderen Gesellschaft aufwächst. Insbesondere, wenn die dortigen Medien andere Schwerpunkte setzen.

Bei allen Unterschieden gelingt es Carrère meisterhaft, dem Leser die Motive der Menschen zu vermitteln und die Welt durch ihre Augen zu sehen ohne dabei schulmeisterlich zu wirken.

Nun kann man eine Biografie nicht ändern und Limonows Lebenslauf bietet dem Leser gewiss viele spannende Lesestunden, dennoch gibt es in der Mitte des Buches einige Längen. An manchen Stellen hätte Carrère sich vielleicht etwas mehr zurückhalten und einfach erzählen können, wie es weitergeht anstatt Limonows Taten zu bewerten und dadurch den Lesefluss zu unterbrechen. An anderer Stelle hätte ich dafür gerne mehr Hintergrundinformationen erhalten. Etwa wenn es um Ereignisse ging, die keinen allzu großen Einfluss auf das Weltgeschehen hatten oder über die bei uns nicht so ausführlich berichtet wurde. Nicht zuletzt hätte man auf manche Anekdoten getrost verzichten können, auch wenn ich sie ganz aufschlussreich fand.

Da dies mein erstes Buch von Emmanuel Carrère war, gingen auch die Abschweifungen in Ordnung, in welchen er Informationen zu seiner Herkunft, seinem Werdegang und seinen Träumen lieferte. Aller Wahrscheinlichkeit nach hätte es dem Buch aber gut getan, sich auf Limonows Biografie und die damit verbundenen (und so oft gelobten) Einblicke in die russische Seele zu konzentrieren.

Ganz sicher machen einige Belanglosigkeiten Limonow aber umso sympathischer, da sie zeigen, dass es selbst in einem so spannenden und bewegten Leben, wie dem seinen, ruhige und unspektakuläre Phasen gibt, in welchen die Alltagstristesse die Oberhand gewinnt.

Insgesamt war „Limonow“ eines der besten und das mit Abstand interessanteste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Neben der großartigen Sprache sind es vor allem die Einblicke in die russische und französische Kultur, die das Buch so lesenswert machen. Außerdem lieferte es Denkanstöße, um die eigenen Sichtweisen kritisch zu hinterfragen und am Ende vielleicht sogar zu erkennen, dass sich in manchen Punkten eben doch alle einig sind.

Eine klare Leseempfehlung (nicht nur) für alle, die an Politik, anderen Kulturen und der jüngeren europäischen Geschichte interessiert sind. Mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch des französischen Autors.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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Tags: eduard limonow, romanbiografie, russland, sowjetunion / russland, udssr, ukraine   (6)
 

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

afghanistan, hörbuch, familie, misshandlung, liebe

Tausend strahlende Sonnen

Khaled Hosseini , Andrea Hörnke-Trieß
Audio CD
Erschienen bei Steinbach sprechende Bücher, 01.02.2008
ISBN 9783886985586
Genre: Romane

Rezension:

Bereits mit seinem Debütroman “Drachenläufer” sorgte der amerikanisch-afghanische Schriftsteller Khaled Hosseini für Furore. Mehr als acht Millionen Mal verkaufte sich der 2003 erschienene Erstling, den Hollywood 2007 erfolgreich verfilmte. So ganz verstand ich den Hype um “Drachenläufer” damals nicht; das Buch war zwar gut, schaffte es aber leider nicht, mich zu begeistern.

Letztes Jahr las ich Hosseinis 2013 erschienenen dritten Roman “Traumsammler“, der mir so gut gefiel, dass nach dessen Lektüre auch sein zweites Buch “Tausend strahlende Sonnen” auf meiner Wunschliste landete.

In diesem Jahr litt ich unter einer schlimmen Leseflaute. Irgendwie brauchte ich für die Lektüre eines Buchs mehrere Wochen, obwohl das eine oder andere richtig gut war. An der Auswahl meiner Lektüre konnte es also nicht liegen. In den sozialen Medien sah ich mit einem Mal immer mehr Bilder und Rezensionen von Hörbüchern und ich fragte mich, ob das vielleicht etwas für mich sein konnte.

Bis dato hatte ich Hörbücher strikt abgelehnt, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass mir irgendjemand ein hunderte Seiten umfassendes Buch vorlas – womöglich noch in einem ganz anderen Lesetempo und Leserhythmus, als dem meinen.
Ich wusste, dass in meiner Deezer-Flatrate das eine oder andere Hörbuch dabei ist, sodass ich mich dort umschaute und – zu meinem Erstaunen – einige Titel fand, die auf meinem Wunschzettel standen. Darunter auch dieses.


Der Einstieg war zunächst genauso holprig, wie ich es mir vorgestellt hatte. Schon nach 5 Minuten war ich mir sicher, dass ich das Experiment Hörbuch noch am ersten Tag aufgeben würde. Da ich kein anderes Buch dabei hatte und meine Zugfahrt zur Arbeit eine halbe Stunde betrug, ließ ich mich weiter berieseln; freute mich insgeheim aber bereits darüber, mir für den nächsten Tag ein “richtiges” Buch von meinem SuB auszusuchen.

Auf dem Nachhauseweg geschah etwas Seltsames: ich stieg aus dem Zug aus, setzte mich in den Bus und fand es mit einem Mal schade, dass ich bald zu Hause sein und Mariams Geschichte nicht weiterhören konnte.

Sicherlich trug auch die Sprecherin Andrea Hörnke-Trieß, die bei “Tausend strahlende Sonnen” einen fantastischen Job macht (!), dazu bei, dass ich mittlerweile komplett in die interessanten Schilderungen aus dem Kabul der 1960er Jahre eingetaucht war.


Wie in allen Büchern von Khaled Hosseini, geht es auch in “Tausend strahlende Sonnen” um das Leben junger Menschen in Afghanistan, das er uns auf spannende und faszinierende Weise näherzubringen versucht.

Mit seinen Schilderungen dieser fremden Kultur und ihren interessanten Bräuchen, kommt der Roman zunächst wie ein modernes Märchen daher, bis Stück für Stück die leidvolle und wechselhafte Geschichte der Figuren und ihres Heimatlandes in den Fokus rückt.


Hierfür hat der Autor seinen Roman in 4 Teile gegliedert.


Im ersten Teil tauchen wir in Mariams Welt ein, die als uneheliches Kind, den miesen Launen ihrer depressiven Mutter ausgeliefert ist. Wirklich glücklich scheint sie nur, wenn ihr Vater zu Besuch ist. Eines Tages begibt sie sich auf die Reise in die westafghanische Großstadt Herat, um ihn dort zu besuchen.

Was dort geschieht, wird ihr Leben komplett aus den Fugen heben und es für immer verändern. Sie wird ihr Dorf verlassen und nach Kabul ziehen, mit einem Mann zwangsverheiratet werden, den sie überhaupt nicht kennt und trotzdem versuchen, sich ihrem Unglück still zu fügen.


Der zweite Teil beschreibt die Kindheit von Laila, die Jahre später die zweite Ehefrau von Mariams Mann Rashid werden soll.

Doch zunächst verlebt sie eine glückliche Kindheit im Afghanistan der 1970er und 1980er Jahre, das sich im Umbruch befindet. Nach dem Ende des afghanischen Königreichs, versucht der Präsident der Republik Afghanistan sein Land zu modernisieren, was zur Erstarkung des Kommunismus und der Gründung der Demokratische Republik Afghanistan  führt. Mit Hilfe von Russland wird die Landbevölkerung alphabetisiert und man gesteht Frauen mehr Rechte zu.

Doch schon bald wird sich auch Lailas Leben radikal verändern. In einer sich immer schneller drehenden Abwärtsspirale gefangen, scheint sie bald ganz alleine auf der Welt zu sein, ehe Rashid sich ihrer annimmt und sich um sie kümmert.
 

Im dritten Teil wird das Zusammenleben von Rashid und seinen beiden Frauen näher beschrieben. Laila wird Mutter und bekommt allmählich eine Ahnung davon, in welchen Teufelskreis sie durch die Hochzeit geraten ist.

Auch politisch geht es bergab. Nach dem Abzug der Sowjets aus Afghanistan, müssen die Frauen im Land sich sukzessive von ihren Rechten verabschieden.

Als die Taliban Mitte der 1990er Jahre an die Macht kommen, dürfen Frauen ohne ihren Mann oder einen anderen männlichen Begleiter, so gut wie gar nichts mehr.

Als Laila zum zweiten Mal schwanger wird, muss sie ihren lange ersehnten Sohn sogar in einer heruntergekommenen Klinik zur Welt bringen, in der es weder Strom noch fließendes Wasser, geschweige denn Schmerzmittel, gibt.
 

Viel mehr möchte ich nicht verraten, außer, dass Khaled Hosseini seinen Lesern immer wieder spannende Wendepunkte beschert, und sowohl ihnen, als auch seinen Figuren, im Verlauf des Buches einiges zumutet.

Zum Ende hin keimen sogar zarte Funken der Hoffnung im Leser auf. Nicht nur für Mariam und Laila, sondern auch für Afghanistan und die vielen dort lebenden Ethnien.

Tatsächlich könnte man “Tausend strahlende Sonnen” also zunächst in die Schublade der modernen Märchen ablegen, doch vermutlich würde es diesem vielschichtigen Roman, der sicherlich noch lange nachhallen wird, darin schnell zu eng werden.

Eine Veränderung jedenfalls haben die vielen Stunden, die ich mit dieser Geschichte verbracht habe, bereits bewirkt – Hörbüchern gegenüber stehe ich nun ein wenig aufgeschlossener gegenüber. Und auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, ein Fan dieses Formats zu sein, kann ich mir doch vorstellen, auch in Zukunft das eine oder andere Buch mit den Ohren, anstatt mit den Augen zu lesen.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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Tags: afghanistan, familie, frauenrechte, islam, liebe, misshandlung   (6)
 

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

hamburg, krimi, drogen, kiez, killer

Blaue Nacht

Simone Buchholz
Flexibler Einband: 235 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.03.2016
ISBN 9783518466629
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem Artikel über den Crime Cologne Award 2016, den Sabine Buchholz für den sechsten Band ihrer Krimireihe um die Polizistin Chastity Riley erhielt, hörte ich zum ersten Mal von „Blaue Nacht“. Das Urteil der Jury klang vielversprechend und ich freute mich auf einen gleichermaßen spannenden, wie ungewöhnlichen Krimi, mit schmuddelig lässigem Sankt-Pauli-Flair.
Der Schreibstil ist rotzig, frech und genau so, wie ich ihn mir bei einem Kiez-Krimi vorgestellt habe. Die abgehackten Sätze passen sehr gut zur schnodderigen Sprache der Kommissarin und bedienen das Klischee der wortkargen Norddeutschen.

Der komplette Roman ist aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschrieben. Hauptsächlich ist das Chastity Riley, die einem dadurch schnell ans Herz wächst. Zwischendurch kommen aber auch immer wieder andere Protagonisten zu Wort, die dem Leser, in Form von Rückblenden, zusätzliche Informationen liefern.
Dabei erschlossen sich mir dabei der Zusammenhang zu dem zuvor Gelesenen, sowie die Bedeutung dieser Rückblicke für den weiteren Handlungsverlauf leider nicht immer; was aber auch daran liegen mag, dass "Blaue Nacht" der sechste Teil einer Krimi-Reihe ist und ich vorher keinen der anderen Chastity-Riley-Romane gelesen habe.

Irgendwann war ich ohnehin so benebelt und dermaßen berauscht von all den Zigaretten und alkoholischen Getränken, die die Protagonisten auf knapp 240 Seiten konsumieren, dass mir die fehlenden  Zusammenhänge gar nicht mehr so wichtig erschienen. Schließlich war die Lektüre abenteuerlich und das Lesen machte, dank des flüssigen Schreibstils, trotzdem großen Spaß.

Krimifans sollten sich darüber in Klaren sein, dass „Blaue Nacht“ anders ist.
So muss Chastity Riley zum Beispiel keinen Mord aufklären, sondern geht der Frage nach, was dem wortkargen Opfer zugestoßen ist. Auch das Setting ist ungewöhnlich. Denn zwischen diversen Kneipenbesuchen spielt sich ein großer Teil des Romans im Krankenhaus ab, wo sie dem Opfer regelmäßig Krankenbesuche abstattet und ihn -dank Zigaretten und Alkohol - allmählich zum Reden bringt.
Allerdings dauert es, bis sie dem Mann erste Informationen aus der Nase ziehen kann. Lange. Meiner Meinung nach zu lange, für solch ein kurzes Buch.

Bis dahin versucht Simone Buchholz uns mit lustig-skurilen Kiezgeschichten bei Laune zu halten, was ihr über weite Strecken sogar gelingt. Denn das von ihr gezeichnete Portrait des Hamburger Kiezes mit seinen skurilen und kaputten Figuren ist sehr authentisch. Aber es ist eben nicht das, was ich mir unter einem Kriminalroman vorstelle.

Überflüssig zu erwähnen, dass „Blaue Nacht“ nur so vor Lokalkolorit strotzt, der mir ebenso gut gefiel, wie der ironische und trockene Humor der Hauptfiguren, der mich immer wieder zum Schmunzeln brachte und die Geschichte atmosphärisch dichter machte.

Zwischendurch streut die Autorin immer wieder wunderbare Sätze voller Poesie und Weisheit, die einerseits zeigten, wie gut sie schreiben kann, die andererseits aber die Geschichte nicht voranbringen. Viele Beobachtungen und Details sind sogar dermaßen belanglos, dass man sie getrost streichen könnte.

Alles in allem war dies der vielleicht ungewöhnlichste Krimi, den ich je gelesen habe. Mehr als einmal fragte ich mich sogar, ob „Blaue Nacht“ vielleicht sogar eine Krimi-Parodie sein soll. Denn Kommissare, die ihre Fälle quasi zwischen diversen Besäufnissen und ein paar Krankenhausbesuchen lösen, kamen mir so auch noch nicht unter.

Auch wenn ich mich beim Lesen eines Krimis noch nie so amüsiert habe, verwarf ich den Gedanken aber wieder, da das Finale doch ziemlich spektakulär war. Trotzdem bin ich mir nicht sicher bin, ob ich einen weiteren Teil der Reihe lesen würde.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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Tags: blaue nacht, hamburg, kiez, krimi, simone buchholz   (5)
 

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94 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

im wal, krimi, dorfgemeinschaft, k11 in hofhei, sicherheit

Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In den letzten Jahren habe ich so gut wie jeden Krimi von Nele Neuhaus gelesen. Da verstand es sich fast schon von selbst, dass ich auch den neuesten Fall der Kommissare Bodenstein und Sander lesen wollte.

Wieder findet im beschaulichen Taunusstädtchen Ruppertshain eine schreckliche Mordserie statt. Das Mordmotiv reicht über 40 Jahre in die Vergangenheit zurück, sodass der Fall für Kommissar Oliver von Bodenstein (der dort aufgewachsen ist) zum bisher persönlichsten seiner Karriere wird.

Wie in allen Krimis von Nele Neuhaus werden in den langen Kapiteln die Geschehnisse eines Ermittlungstages geschildert. Dadurch erlebt der Leser quasi in "Echtzeit", wie die Kommissare dem Täter Stück für Stück näher kommen.

Zwischendurch müssen Bodenstein und Sander immer wieder Rückschläge verkraften, während der Täter weiterhin sein unwesen treibt und immer mehr Ruppertshainer ermordet. Somit steigt die Spannung von Kapitel zu Kapitel. Auch die geschickten Perspektivwechsel tragen dazu bei, durch die der Leser mal dem einen, dann wieder einem anderen Kommissar "über die Schulter" schaut und dadurch immer auf dem neuesten Ermittlungsstand bleibt.

Durch den Wissenvorsprung gegenüber den Romanfiguren kann man bereits viel früher damit anfangen die gelieferten Informationen miteinander zu verknüpfen und eigene Spekulationen zum Täter anzustellen.
Bereit nach knapp 100 Seiten hatte ich einen ersten Verdacht. Die Neugier, ob ich recht behalte, trug mich durch die nächsten 200 Seiten, obwohl diese mit Anekdoten, Familiengeschichten und Dorfklatsch gepflastert waren, die zwar die Verstrickungen der Ruppertshainer Bevölkerung in den Fall verdeutlichen (und den einen oder anderen Leser möglicherweise sogar interessierten), mich aber langweilten und nervten.

Dafür hat die Nele Neuhaus auch für dieses Buch wieder gründlich recherchiert und beschreibt etwa die Indizien für einen Erstickungstod sehr gut und für Laien verständlich.

Erst nach etwa 350 Seiten nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf. Glücklicherweise gelingt es der Autorin im Anschluss zur Stärke ihrer Vorgänger zurückzufinden, wodurch "Im Wald" doch noch zu einem spannenden Krimi mit überraschendem Ende wird.
Besonders gut gefiel mir die Umgebungskarte auf den ersten Buchseiten, die mir dabei half, die Entfernungen und geografischen Gegebenheiten besser abschätzen zu können. Das Personenregister hingegen hätte ich nicht gebraucht. Vermutlich ist es für Leserinnen und Leser, die die älteren Werke der Autorin nicht kennen, aber hilfreich.

Auch wenn mir dieses Buch nicht so gut gefiel, wie die vorherigen Bücher der Autorin, war es um einiges besser, als so manch anderes Buch des Genres.
Ich bin schon gespannt, ob es dem Nachfolger gelingen wird, mich wieder mehr zu packen. Fest steht jedenfalls - Krimifans kommen (vermutlich auch in Zukunft) nicht an Nele Neuhaus vorbei.

Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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Tags: deutschland, hessen, im wal, krimi, nele neuhaus, ruppertshain   (6)
 

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192 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

tauchen, urlaub, aussteiger, wahrheit, lüge

Nullzeit

Juli Zeh
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 13.01.2014
ISBN 9783442745692
Genre: Romane

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

berlin, familie, weimarer republik, armut

Kleiner Mann – was nun?

Hans Fallada , Carsten Gansel
Flexibler Einband: 557 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633442
Genre: Klassiker

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Löwe, das Lamm, der Gejagte

Andrew E. Kaufman
E-Buch Text: 314 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 13.10.2015
ISBN 9781503962897
Genre: Krimi und Thriller

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293 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, computer, künstliche intelligenz, hamburg, internet

Das System

Karl Olsberg
Flexibler Einband: 403 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 06.09.2007
ISBN 9783746623672
Genre: Krimi und Thriller

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484 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

dystopie, zukunft, klassiker, utopie, aldous huxley

Schöne Neue Welt

Aldous Huxley , Uda Strätling ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 06.03.2014
ISBN 9783596905737
Genre: Science-Fiction

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488 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

berlin, psychothriller, nils trojan, thriller, max bentow

Der Federmann

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.01.2013
ISBN 9783442478828
Genre: Krimi und Thriller

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379 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 38 Rezensionen

thriller, mord, berlin, missbrauch, agentur

Sorry

Zoran Drvenkar
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2010
ISBN 9783548281834
Genre: Krimi und Thriller

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

israel, liebesgeschichte, roman, tel aviv

Zusammenstösse

Yael Hedaya ,
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 30.04.2004
ISBN 9783257233971
Genre: Romane

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178 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

drogen, mexiko, kartell, gewalt, thriller

Das Kartell

Don Winslow , Chris Hirte
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.06.2015
ISBN 9783426304297
Genre: Krimi und Thriller

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Wintermänner

Jesper Bugge Kold , Patrick Zöller
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 08.12.2015
ISBN 9781503954700
Genre: Romane

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633 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

liebe, jessica koch, dem horizont so nah, aids, missbrauch

Dem Horizont so nah

Jessica Koch , any.way
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 29.07.2016
ISBN 9783499290862
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Glühwürmchen, glüh

Paul Pen
E-Buch Text: 414 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 12.04.2016
ISBN 9781503991385
Genre: Krimi und Thriller

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132 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

thriller, berlin, martin krist, spannung, kannibalismus

Märchenwald

Martin Krist
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548287645
Genre: Krimi und Thriller

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158 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

magersucht, familie, jugendbuch, essstörung, tod

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783733500405
Genre: Jugendbuch

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Schuld der Engel

L.C. Frey
Flexibler Einband: 568 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.07.2015
ISBN 9781515206477
Genre: Krimi und Thriller

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Stefan Zweig - Die besten Geschichten

Stefan Zweig
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 30.06.2016
ISBN 9783730604182
Genre: Klassiker

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209 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

schweden, mörder, humor, roman, kirche

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei carl's books, 07.04.2016
ISBN 9783570585627
Genre: Romane

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1.407 Bibliotheken, 62 Leser, 5 Gruppen, 199 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Kummer von Belgien

Hugo Claus , Waltraud Hüsmert
Fester Einband: 823 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.08.2016
ISBN 9783608960372
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mannheim, krimi, mörder, obdachloser, brunnen

Eiswut

Walter Landin
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Wellhöfer, Ulrich, 20.10.2011
ISBN 9783939540816
Genre: Krimi und Thriller

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