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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

eden, lustig, berlin, gesellschaftskritisch, klug

Das Paradies am Rande der Stadt

Volker Strübing
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei yedermann, 19.09.2005
ISBN 9783935269308
Genre: Science-Fiction

Rezension:



Dass Thüringen kein literarisch unbeflecktes Bundesland ist, dürfte eigentlich nicht verwundern. So schufen Goethe und Schiller in dem beschaulichen Freistaat ihre erfolgreichsten Werke und so versuchen auch heute noch alle Städte damit zu wuchern, dass Goethe hier und dort bereits schon einmal seinen Fuß hinein gesetzt hat.

Mit dieser Geschichtsverklitterung geht jedoch auch der Fokus auf die Zukunft und mögliche Chancen verloren und neue Töchter und Söhne Thüringens fallen unter den Tisch.


Der Autor


Einer dieser “Vergessenen” ist Volker Strübing, der 1971 im kleinstädtischen Sondershausen geboren wurde, sich jedoch vermutlich nie als Thüringer bezeichnen würde, da ihn das Leben in Berlin schon seit seiner Kindheit prägte und das bis heute.


So überrascht es nicht, dass Volker Strübings Debütroman “Das Paradies am Rande der Stadt” von 2006 (erschienen im yedermann-Verlag), ebenfalls in Berlin spielt.


Der Inhalt


Konkret verschlägt es den Leser in die Jahre nach 2040, in eine Zeit, in der die Kevins und Emily-Sophies der 90er und 00er Jahre schon Opas und Omas sind und der Konsum im Mittelpunkt aller Interessen zu stehen scheint. Werbung beherrscht das öffentliche Leben, die Menschen gehören mittlerweile Konzernen oder obskur religiösen Gemeinschaften an. Und selbst letztere vergöttern mittlerweile den Mammon und degradieren ihre Gottheiten zu Pappkameraden, die den Herrschenden als Vorwand dienen mehr Menschen in ihre Abhängigkeiten zu ziehen.

Diesen Entwicklungen hat ein gewisser Edwin Ruben Lösser versucht einen Gegenpol zu setzen und entwickelte Eden - ein Produkt, das vollkommenes Glück bescheren sollte, indem eine künstliche Intelligenz über die Interessen und Wünsche der Menschen wacht und diese zu erfüllen versucht. Der Haken an der Geschichte ist, dass die Menschen dafür in große schwarze Würfel müssen, die in 1000 Städten weltweit verteilt sind, und ihr bisheriges Leben aufgeben müssen. Das gefällt nicht allen, daher hat das Projekt Eden gewisse “Nachwuchsschwierigkeiten”, die es zu beheben versucht.


Auf der anderen Seite steht eine Widerstandsgruppe, die versucht hinter das Geheimnis der schwarzen Würfel zu kommen und Eden das Handwerk zu legen. Der junge verpickelte Teenager Theo ist ebenfalls Mitglied dieser Gruppierung und so wenig Erfolg er auch bei realen gleichaltrigen Frauen hat, so erfolgreicher ist er doch bei den Frauen im Internet - die er sich jedoch auch selbst programmieren muss. Durch für ihn mysteriöse Umstände gerät er in den Strudel der Ereignisse und findet sich als Schlüsselperson im Kampf um die Zukunft der Menschheit wieder.


Dabei wird er auf eine Odyssee quer durch den Berliner Großraum und das Internet geschickt und bemerkt das erste Mal in seinem Leben, wie verquer sich die Gesellschaft entwickelt hat und welche menschlichen Abgründe das komfortable Leben der “normalen” Bewohner Berlins mit sich ziehen.


Sprache und Eindruck


Mit viel Witz, Dialekt und Erfindergeist kreiert Strübing eine Welt, die unsere Protagonisten so menschlich und nah darstellt, dass Bösewichte fast schon zu nett und freundlich wirken, aber die Helden umso liebenswerter macht. Durch diese Menschlichkeit, die das komplette Buch auszeichnet, schafft es Strübing auf unter 200 Seiten eine Geschichte zu erzählen, die fesselt und am Ende doch mit einem Plottwist überrascht, den vermutlich die wenigsten erwartet hätten.

Das sah vermutlich auch die Jury des “Deutschen Science Fiction Preis 2006” so und vergab in der Kategorie Bester Roman den zweiten Platz an Volker Strübing.


Ich habe mir übrigens die Neuauflage von 2013 gegriffen, die im Voland & Quist Verlag erschien.



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Tags: klug, scifi, tiefgründig, voland, witzig   (5)
 

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christenverfolgung, rom, handverlese, quo vadi, rezension

Quo vadis? (Roman)

Henryk Sienkiewicz , J. Bolinski
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.03.2014
ISBN 9783730601082
Genre: Romane

Rezension:

Bekanntermaßen waren im alten Rom die Sitten etwas rauher und Selbstmord war kein seltenes Phänomen unter adligen. Auf die Spitze trieb es angeblich Kaiser Nero, in dessen Zeit reihenweise die Adern geöffnet wurden und der angeblich Schuld für einen der verheerendsten Stadtbrände der Geschichte Roms verantwortlich war.

In diese Zeit hinein entführt uns das Buch “Quo Vadis” von Henryk Sienkewiecz aus dem Jahre 1895.


Autor

Henryk Sienkewicz war ein polnischer Autor, der von 1846 bis 1916 lebte. Er erhielt im Jahre 1905 den Nobelpreis für Literatur „auf Grund seiner großartigen Verdienste als epischer Schriftsteller“. Eines dieser epischen Werke ist Quo Vadis, der bereits auf mehrere Verfilmungen zurücksehen kann und seinerzeit ein Weltbestseller war.


Handlung

Quo Vadis handelt von dem jungen Patrizier Marcus Vinicius und seiner Liebe einer jungen lygischen Prinzessin namens Lygia. Diese ist eine römische Geisel und lebt daher seit vielen Jahren in der Stadt Rom. Durch seinen Onkel Petronius hat Vinicius regen Kontakt zum damaligen Herrscher Nero, der sich mehr und mehr in der Welt der Künstler und Musiker verliert. Lygia selbst ist durch ihre “Gasteltern” zum Christentum übergetreten, im Gegensatz zu Vinicius, der noch immer den alten Göttern anhängt. Ohne das zu Wissen verliebt sich Vinicius in sie und will sie erobern.

Im Laufe der Handlung tritt Vinicius ebenfalls zum Christentum über und lernt den in dieser Zeit predigenden Apostel Petrus kennen. Tragischerweise fällt in dieser Zeit Rom den Flammen zu Opfer und es wird ein Sündenbock gesucht. Die Wahl fällt wenig überraschend auf die ungeliebten Christen. So befinden sich Vinicius und Lygia im Spannungsfeld der Verfolgung im Zeitalter des noch neu entstehenden Christentums.


Meinung

Spannend für mich war der Roman vor allem, weil er die damaligen Verhältnisse im alten Rom recht quellennah wiedergibt. So existierten tatsächlich viele der Nebencharaktere und verhielten sich ebenfalls so ähnlich, wie es im Buch beschrieben ist. Auch das Leben am Hof des Nero hatte ein paar Facetten, die spannend zu erfahren waren - Intrigen, Eifer, Neid, Mord.

Aber hier liegt auch die Krux begraben. Sienkewiecz beschreibt den Hofe des Kaisers als zügellos und rüde und versucht damit uns Lesern aufzuzeigen, wie schlimm es doch sei nicht christlich zu sein. Die Christen jedoch werden als unfehlbare, friedliche und bessere Menschen dargestellt, die jede Qual über sich trotzend und in der Hoffnung einer Heilsverkündung ergehen lassen. Sienkewiecz unternimmt nahezu keine Bemühungen die frühen Christen auch als menschlich und fehlbar darzustellen. So las sich für mich das Buch als eine Art Missionierungsschrift dem christlichen Glauben anhänglich zu werden. Jedoch sollte man das Buch auch im Kontext der Zeit sehen und so bin ich mir bewusst, dass Polen ein sehr christliches Land war und ist und vor 100 Jahren war das auch noch wesentlich ausgeprägter. Entsprechend wurden Sätze, die auf mich missionierend wirken, vermutlich früher gar nicht so aufgefasst. Wenn man die Perspektive der damaligen Menschen einnimmt, erwartet die zukünftigen Leser ein hervorragend recherchierter Roman, der die Zeit, in der er spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten nahe an der Wahrheit beschreibt und eine andere Epoche als Motiv nimmt, fernab aller Mittelalterromane.


Etwas ausführlicher gibt's das noch in Videoform:





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Tags: besprechung, challeng, handverlese, literaturnobeprei, quo vadi, rezension   (6)
 

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wien, sigmund freud, österreich, liebe, trafik

Der Trafikant

Robert Seethaler
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 30.08.2012
ISBN 9783036956459
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:


Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik einem Tabak-und Zeitungsgeschäft sein Glück zu suchen. Dort begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von ihm. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei dem alten Professor Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist wie Franz. Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse. Und schon bald werden sie und Anezka jäh vom Strudel der Ereignisse auseinandergerissen.


Autor:


Robert Seethaler ist ein österreichischer Autor und Schauspieler, der schon in Serien, wie “Ein starkes Team” auftrat und diverse Preise für seinen Autorentätigkeit gewann. Darunter fällt auch der Grimme-Preis für sein Drehbuch zu “Die zweite Frau”. Seethaler kann aber nicht nur Drehbücher schreiben, sondern scheint auch bei Romanen keine schlechte Leistung abzugeben - so schien es mir zumindest bei “Der Trafikant”, den ich euch im folgenden vorstellen möchte.


Inhalt:


Der Klappentext nimmt mir die Worte schon in großen Teilen vorweg, dennoch möchte ich kurz den Inhalt so vorstellen, wie er sich mir darstellte:

Wir lernen einen kleinen schmächtigen Jungen im zarten Alter von 17 Jahren kennen, der am Atternsee im Salzkammergut Österrreichs aufwächst, behütet von einer ihn liebenden, aber alleinerziehenden Mutter. Plötzlich verschlimmert sich die finanzielle Situation und Franz - so der Name unseres Protagonisten - muss sich nach Arbeit umsehen. Das hat seiner Mutter aber freundlicherweise schon übernommen und so wird er Hals über Kopf vom beschaulichen Walddorf am See in das turbulente Wien des Jahres 1937 geworfen um dort in die Lehre zu gehen. Wie der Titel des Buches schon sagt, soll er Trafikant werden. Der Beruf des Kioskverkäufers - heutzutage - kommt dem am nächsten.

Und obwohl sich in Wien alles schneller dreht, findet er sich doch recht schnell dort zurecht und findet seine Große Liebe. Aber nur, weil sie seine große Liebe ist, bedeutet das nicht, dass Franz auch Objekt der Liebe ist. Und so ist dann doch alles komplizierter.

Kompliziert gestaltet sich auch das “normale” Leben mit der Übernahme Österreichs durch das faschistische Deutschland. Besonders Franz’ Lehrmeister Otto Trsnjek spürt das sehr bald, wodurch sich auch Franz’ leben ändert und das nicht zum positiven. So gerät Franz’ Freund Sigmund Freud in das Visier der Nazis, da er Jude und Freunde von Juden werden ebenfalls nicht gerne gesehen. Obwohl Franz lediglich versucht ein vernünftiges leben zu leben, reißen ihn die Ereignisse mit. In welcher Weise, das müsst ihr selbst herausfinden.


Meine Meinung:


Ich muss es direkt vorweg nehmen. Das Buch war wundervoll, einfach wundervoll. Es schildert die Gedankenwelt von Franz unglaublich gut, die ja an sich recht einfach gestrickt sind und entsprechend ist auch die Sprache des Buches eine einfache, lockere Sprache, die sich sehr schön lesen lässt und so war ich traurig, dass nach knapp 250 Seiten Schluss war. Obwohl die Sprache eine einfache ist und sich das Buch deswegen, wie ich finde, hervorragend in den Unterrichtsablauf einer 10ten Klasse einfügen würde, wird das Leben im Wien des Jahres 1937 sehr eindrücklich beschrieben und man fängt an auch einen kleinen Schutzinstinkt für Franz zu entwickeln. Er bleibt einfach, obwohl seine Verantwortung wächst, das kleine Kind, das behütet werden muss. Das steht zwischen den Zeilen und das ist auch gut so - nicht so aufdringlich. Faszinierend fand ich es, wie Franz ein ganz normales Leben lebt, er ist weder Sozialist, noch Nazi und dennoch gerät er ins Visier des Staates.

Das Buch zeigt letztlich, dass man selbst als einfacher Mensch mit kleinen Taten viel bewegen kann und, dass man Unrecht nicht tatenlos zusehen sollte.


Das ganze gibt es in Lang und ausführlicher noch als Video:



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Tags: der trafikant, deutsche sprache, grimme-preis, rezension, robert seethaler, wien   (6)
 

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genre - polit-thriller, weißrussland, paranoia

Paranoia

Viktor Martinowitsch , Thomas Weiler
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Verlag Voland & Quist, 15.09.2014
ISBN 9783863910853
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Diktaturen in Europa sind mittlerweile Geschichte - möchte man meinen. Doch weit gefehlt. In Weißrussland herrscht noch immer unangefochten Aljaksandr Lukaschenka autotitär über den Binnenstaat. Schon seit 1994 ist das der Fall und gilt damit als letzte Diktatur in Europa.

Autor:
Und obwohl man meint, dass in Diktaturen Pressezensur und Meinungsdiktat die Kunst zum Erliegen bringen, gibt es eine Autorenperle am Literaturhimmel über Minsk - Viktor Martinowitsch.

Mit seiner Erzählung “Tabu”, aber besonders mit dem Buch “Paranoia” hat der russischsprachige Autor von sich Reden gemacht. Pikant ist, dass “Paranoia” in Martinowitsches Heimat sogar verboten ist. Aber warum? Ich bin der Frage nachgegangen und habe mir das Buch “Paranoia” zur Brust genommen.

Inhalt:
Paranoia handelt von dem jungen Autor Anatoli, der in einem fiktiven osteuropäischem Land lebt und dort seine große Liebe findet. Tragisch ist jedoch, dass er sich ausgerechnet in die mysteriöse Jelisaweta verliebt, die eine schwere Last mit sich trägt. Was als abenteuerliche Romanze beginnt, wird zum Katz- und Mausspiel mit unbekannten Verfolgern. Als sich dann plötzlich der Geheimdienst für Anatoli interessiert, wird er stutzig und versteht nicht warum. Er vermutet, dass er zu kritisch schreibt, doch das Interesse der Schlapphüte gilt nicht Anatolis Texten. Als sich der Umhang von Jelisawetas Geheimnis lüftet und die Welt für Anatoli klarer wird, wandelt sich Unverständnis in Furcht und jugendliche Freimut in Paranoia. Mehr und mehr wandelt sich die Geschichte der Liebe zweier Personen in einen packenden Politthriller, der zum Ende hin die Rolle Jelisawetas immer undurchsichtiger erscheinen lässt und einen ratlosen Hauptcharakter zurücklässt, der sich zum Ende hin allein gegen den Machtapparat behaupten muss.

Meinung:
Doch das, was den Roman auszeichnet ist nicht die Handlung. Es ist der Schreibstil. Von Kapitel zu Kapitel ändert sich die Betrachtungsweise auf den Hauptcharakter. Mal befindet man sich in der Gedankenwelt von Anatoli, die die Welt blumig, facettenreich, aber auch niederschmetternd darstellt. Und dann steht da auf der anderen Seite die nüchterne Geheimdienstprotokollerzählweise, die sich nahezu ausschließlich mit dem Sexualleben von Anatoli und Jelisaweta auseinandersetzt. Man fühlt sich fast selbst beobachtet und verabscheut die Art, wie der fiktive Geheimdienst arbeitet. Zum Finale hin, wirkt es aber so, als habe der Autor einfach keine Lust gehabt sich ein eigenes Ende einfallen zu lassen und hat - überspitzt gesagt - einfach die letzten 50 Seiten von 1984 abgeschrieben und nur die Namen ausgetauscht. Ich war vom Ende wirklich sehr enttäuscht. Aber nicht, weil es schlecht geschrieben war. Im Gegenteil, die Gedankenwelt von Anatoli hat sich wieder wundervoll eingefügt in die veränderte Situation, aber es wurde einfach nicht den Charakteren Anatoli und Jelisaweta gerecht, die eine so spannende Beziehung aufbauten.

Es kommt im Buch, aber ganz deutlich heraus, warum “Paranoia” in Weißrussland verboten ist. Die Analogien zu den Verhältnissen in Belarus sind einfach zu offensichtlich und davon kann auch kein Disclaimer schützen der sagt, dass es sich eben nicht um Weißrussland handelt. In der deutschen Ausgabe, ist die Redaktion sogar so weit gegangen und hat ein stark polarisierendes Nachwort von Timothy Snyder eingefügt, das die Parallelen von Fiktion zu Wirklichkeit so benennt, wie sie sind.

Wer schon immer wissen wollte, wie Diktaturen ticken und in das eigene Privatleben eingreifen können, hat entweder die Möglichkeit “Das Leben der anderen” anzusehen oder sollte “Paranoia” von Viktor Martinowitsch lesen. Ich rate zu Letzterem!

Video:
Unter folgendem Link habe ich das auch noch einmal in einem Video besprochen:


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Tags: genre - polit-thriller, paranoia, weißrussland   (3)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

erde, mars, sozialismus, utopie

Der Rote Planet

Alexander A. Bogdanov
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hohenheim, Hamburg, 01.03.1991
ISBN 9783814700540
Genre: Sonstiges

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geschichte, frauen, frauenbewegung, philosophie, sozialismus

Die Frau und der Sozialismus

August Bebel , Eduard Bernstein
Flexibler Einband: 456 Seiten
Erschienen bei Dietz, J H
ISBN 9783801210090
Genre: Sachbücher

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131 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

scifi, science-fiction, roman, sci-fi, science fiction

Picknick am Wegesrand

Arkadi Strugatzki , Boris Strugatzki , ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 02.11.1981
ISBN 9783518371701
Genre: Science-Fiction

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moskau, dystopie, metro, russland, überleben

Metro 2033

Dmitry Glukhovsky , M. David Drevs
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2012
ISBN 9783453529687
Genre: Science-Fiction

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299 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

moskau, metro, russland, zukunft, fantasy

Metro 2034

Dmitry Glukhovsky , M. David Drevs
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.10.2009
ISBN 9783453533011
Genre: Science-Fiction

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cyberpunk, science fiction, künstliche intelligenz, eisbrecher

Die Neuromancer-Trilogie

William Gibson , Reinhard Heinz , Peter Robert
Flexibler Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2014
ISBN 9783453315983
Genre: Fantasy

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Die Wasserstoffsonate

Iain Banks , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.07.2014
ISBN 9783453315464
Genre: Science-Fiction

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

science fiction, weltraum, abenteuer

Proxima

Stephen Baxter , Peter Robert
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453315792
Genre: Science-Fiction

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militaryscifi, zukunft, bastei lübbe, campbell, flotte

Die verlorenen Sterne: Enigma

Jack Campbell
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404207800
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Stell dir vor du lebst in einer Welt, in der seit 100 Jahren Krieg herrscht, riesige Weltraumflotten ganze Planeten zerstören und du kannst niemandem mehr vertrauen, weil deine Gesellschaft auf Verrat und Bezichtigung des selben aufbaut.

Damit befinden wir uns im Szenario von Jack Campbells “Die verlorenen Sterne”. Jack Campbell ist kein literarischer Neuling, sondern hat es bereits auf eine komplette Bücherreihe mit dem Namen “Die verlorene Flotte” gebracht. In 9 Büchern ging er dabei auf die Flotte des Weltraumadmirals “Black Jack”, wie er von seinen Feinden genannt wurde, ein. “Die verlorenen Sterne” setzt am Ende der Handlung von “Die verlorene Flotte” an und versetzt uns in die Perspektive der Feinde von Black Jack.

Auf dem Planeten Midway findet eine Revolution gegen das Unterdrückungsregime des Syndikatimperiums statt. Diese wird jedoch nicht von einfachen Bürgern angeführt, sondern von zwei, bis zu dem Zeitpunkt, ranghohen Militärs - Gwen Iceni und Artur Drakon.

Weil die beiden das System seit ihrer Geburt mitgetragen haben, sind sie durchsetzt von Misstrauen gegeneinander und müssen lernen, was Vertrauen heißt.

Das klingt einfach, bis zu dem Zeitpunkt, indem man sich in die beiden hineinversetzt. Denn sie müssen gemeinsam einen Planeten managen und sich gegen das alte Regime wehren, das es versteht Stein um Stein in den Weg zu legen.

Bisher sind die Romane “Der Ritter” und “Enigma” erschienen und fokussieren sich auf unterschiedliche Aspekte der Befreiung.


Geht es in “Der Ritter” noch um die Motive der Umwälzung, der Prozess der Machtgewinnung und die Überlegung nach Konzepten zur Umsetzung einer gerechteren Gesellschaft, so kann “Enigma” leider in der Hinsicht eher enttäuschen. Das kann dem Aspekt geschuldet sein, dass die Anfangskämpfe ausgetragen sind und die Gedanken der Menschen verstanden sind.

Aber mich persönlich hat am zweiten Band am meisten gestört, dass man sich wie in einem Warteraum vorkommt. Raumschiffe fliegen von links nach rechts, fliegen dann mal wieder nicht und auf einmal doch wieder und werden dabei ständig angegriffen. Scheinbar ist, egal wie groß das Weltall ist, überall eine Flotte stationiert, die doch überraschend groß ist.


Die Weltraumschlachten sind ein Fest für Hobbystrategen und detailverliebte Leser. Und das müssen sie auch sein, so besteht nahezu ein Drittel des gesamten Buchs Enigma aus Weltraumgefechten und Schiffsmanövern. In Hinblick auf die Karriere des Autors Jack Campbell ist das auch nur nachvollziehbar.


Wer sich ein Weltraumabenteuer in Form eine Game of Thrones im Weltall freut, sollte aber die Ansprüche zurückschrauben. Um zu zeigen, wie gewieft der Autor ist, hat er den Winkelzügen der Charaktere häufig einen gedanklichen Nachgang verpasst, damit auch der letzte noch versteht, welches fiese Manöver sich eine Person ausgedacht hat und um zu verdeutlichen, wie sich zwischen Charakteren die Beziehung zueinander entwickelt. Die wahren Überraschungen kommen dabei mit relativer Verlässlichkeit in Form von neuen Charakteren daher, die auf einmal irgendwoher kommen.


Dennoch macht es Spaß die Serie zu lesen, da das Setting ein durchaus spannendes ist und den Konflikt Demokratie gegen Diktatur von einer anderen Sicht beleuchtet, die unseren moralischen Überheblichkeiten durchaus einen Dämpfer verpassen kann.


Die Bücher ich empfehle ich gerne Lesern ab 14 Jahren schon, da auf allzu ausladende philosophisch tiefgängige und vor Fremdwörtern strotzende Dialoge glücklicherweise fehlen.


Bei der “Die verlorenen Sterne”-Reihe erwartet dich ein spannender Perspektivwechsel mit interessantem Hintergrund und menschlichen Charakteren, dessen Schwächen der Zugänglichkeit für Jugendliche geschuldet sind.



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science fiction, bastei lübbe, campbell, flotte, sprünge

Die verlorenen Sterne: Der Ritter

Jack Campbell , Ralph Sander
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.04.2014
ISBN 9783404207688
Genre: Science-Fiction

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perry rhodan, perry rhodan neo, sci-fi, buchreihe

Perry Rhodan Neo - Vision Terrania

Frank Borsch , Perry Rhodan
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Moewig - Ein Label der Edel entertainment GmbH, 06.10.2014
ISBN 9783868035544
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Nicht jeder muss über 50 Jahre alt sein und schon zum alten Eisen gehören. Es gibt auch einige unter uns, die sich immer wieder neu erfinden und so zum quietschfidelen Volk der Junggebliebenen gehören - einer dieser Menschen ist Perry Rhodan!

Okay, Perry Rhodan ist kein wirklicher Mensch, sondern ein Charakter der gleichnamigen Romanserie, die seit 1961 läuft und wöchentlich Tausende begeistert mit neuen Abenteuern. Im Laufe der Zeit ist Perry schon mehrmals gestorben und auferweckt worden und hat sicherlich drei Roadtrips durch die komplette Galaxie gemacht.

Und genau, weil er schon soviel erlebt hat, habe ich mich nie herangetraut seine Erlebnisse nachzulesen. Ich hielt es schlichtweg für nicht möglich mehrere Jahrzehnte Abenteuer aufzuholen.

Umso schöner, dass es 2011 eine Neuauflage unter dem Namen Perry Rhodan Neo gab. Leider habe ich auch diesen Starttermin verpasst, aber die Hoffnung, dass ich das aufholen kann, bleibt bestehen.

Ein Glück, dass der Pabel-Moewig Verlag an mich gedacht hat und mit der Platin Edition eine Grundlage für mich als Spätstarter schaffte.

Das erste Buch dieser Serie - Vision Terrania - fasst die ersten vier Heft-Romane von Perry Rhodan Neos in zwei Hardcoverbuchdeckeln zusammen und ist dabei mit 20€ für über 600 Seiten noch erstaunlich günstig.


Aber worum geht es überhaupt: Der US-Amerikanische Astronaut Perry Rhodan wird mit einer eilig zusammengeschusterten Rakete auf den Mond des Jahres 2036 geschickt um zu untersuchen, warum auf einmal der Kontakt zur amerikanischen Mondbasis abgebrochen ist. Dabei entdecken er und seine Kollegen ein fremdartiges Schiff, das eine Spur der Verwüstung auf der Rückseite des Mondes hinterlassen hat. Über Umwege, auf die ich hier nicht eingehen möchte - schließlich sollt ihr auch noch etwas vom Perrykuchen abhaben - findet sich Perry in der Wüste Gobi wieder, umringt von der chinesischen Volksarmee und tausenden Abenteurern, die sich ihm anschließen wollen. Wobei und warum das so ist, solltet ihr besser selbst herausfinden.


Mir persönlich gefiel das Buch sehr, auch weil ich ein Freund von Science Fiction bin und schon immer in das Perryversum einsteigen wollte. Freunde von The Big-Bang-Theory kommen in Band eins der Platinedition übrigens auch auf ihre Kosten.

Steht ihr jedoch auf hitzige Schlachten und kurzweilige Stories, die möglichst innerhalb von 400 Seiten ihren Höhepunkt überschritten haben, dann rate ich euch, lasst besser die Finger von Perry Rhodan.


Perry Rhodan ist eine Reihe, die auf lange Sicht geplant ist und an der mehreren Autoren mitarbeiten. Dadurch kann die Qualität der einzelnen Geschichten durchaus schwanken und der jeweilige Erzählstil muss nicht immer gefallen. Aber ehrlich gesagt, sprechen 50 Jahre Perry Rhodan und eine feste Fanbase andere Bände.


Ab dem 8. Dezember steht übrigens Band 2 der Platin Edition in den Regalen und wartet darauf von euch gelesen zu werden.



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