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52 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

mobbing, drama, liebe, young adult, familie

Holding Up the Universe

Jennifer Niven
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 06.10.2016
ISBN 9780141357058
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Obwohl man zu Beginn des Buches ein bisschen ins Geschehen geworfen wird, klärt sich schnell auf wer wer ist und wie es zu den jeweiligen Situationen kam, sodass man sich als Leser schnell in Libbys und Jacks Welt zurecht findet. 
Sowohl Libby als auch Jack sind sehr interessante Persönlichkeiten, die beide ihr Päckchen zu tragen haben. Besonders Libby habe ich sehr dafür bewundert, dass sie so tough und selbstbewusst ist, obwohl sie durch ihr auffälliges Übergewicht an vielen Stellen in ihrer neuen Schule aneckt. 
Jacks Krankheit fand ich wirklich sehr interessant, denn ich hatte bis zu Beginn dieses Buches noch nie von ihr gehört! Man hatte tatsächlich einmal die einzigartige Möglichkeit die Welt aus den Augen eines gesichtsblinden Menschen zu sehen und wie oft bekommt man schon so eine faszinierende Gelegenheit?
Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und, was ich besonders schön fand, waren die Unterschiede zwischen den Kapiteln von Libby und denen von Jack, sodass das Gefühl von zwei Perspektiven auch wirklich deutlich wurde und nicht nur anhand der wechselnden Namen vorhanden war.Man kann sich ganz wunderbar in die Figuren einfühlen und Jennifer Niven lässt einen ziemlich tief in die Köpfe ihrer Protagonisten schauen, sodass man fast vollkommen in deren Welt abtauchen kann und die Seite nur so dahin fliegen.
Was ich von der Liebesgeschichte zwischen Libby und Jack halten sollte, wusste ich lange Zeite nicht so genau. Zwar war die Turtelei der Zwei an sich ganz süß, aber leider teilweise auch ein bisschen zu klischeehaft und kitschig. Gerade gegen Ende kommt noch einmal eine Wende, die das Kitsch-Fass zum überlaufen gebracht hat und somit für mich das Einzige Manko in dieser sonst so wundervollen Story dargestellt hat.
FAZIT
Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, denn die Geschichte konnte sowohl mit Themen wie Frauenpower, Umgang mit Ausgrenzung, Freundschaft und Familie sowie interessanten neurologischen Krankheiten aufwarten und hat mit damit auf ganzer Linie überzeugt.Einzig in der Liebesgeschichte hat die Autorin etwas zu beherzt in die Romantikschublade gegriffen, dort wäre weniger vielleicht doch mehr gewesen.
Dennoch: Definitiv eine Empfehlung für all diejenigen, die eine toughe Protagonistin und einen wundervollen Schreibstil zu schätzen wissen.

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(64)

101 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

hexen, magie, belle et la magie, verrat, liebe

Belle et la magie - Hexenherz

Valentina Fast
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.09.2016
ISBN 9783646602654
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich den Klappentext und den dazu gehörigen Textausschnitt gelesen habe, dachte ich oooh "Belle" und "Gaston", das muss ein Die Schöne und das Biest Retelling sein! Nachdem die ersten paar Kapitel dann gelesen waren musste ich leider feststellen, dass dem leider nicht so war. Nach dieser kleinen Enttäuschung habe ich aber dennoch versucht mich auf die nun etwas andere Geschichte einzulassen und siehe da, sie hat mich trotzdem sehr gut unterhalten.
Wir begegnen zuerst Belle, unserer Protagonistin, die ein etwas aufbrausender und zickiger Teenager zu sein scheint, sodass sie sich gleich zu Beginn des Buches prompt Ärger einhandelt. Dieser Ärger verfestigt sich dann in Form von Gaston (der seinem Namensvetter aus Die Schöne und das Biest erstaunlich ähnlich ist), der auch mehr als nur ein Geheimnis zu haben scheint.Belle und Gaston schleichen im Laufe der Geschichte immer so ein bisschen umeinander rum, und ich glaube jedem ist klar, was mit Bad Boy und Good Girl in einem Jugendroman passiert...Wenn ich mir so andere Meinungen zu dem Buch anschauen, bin ich glaube ich die Einzige, die NICHT Team Belleston ist, sondern Team Belle solo :D Ich finde einfach die beiden passen nicht so wirklich zusammen, sie teilweise zu naiv und er zu gemein. Ich fürchte jedoch meine Wünsche werden für Band 2 wohl eher nicht erhört :D
Das Thema Hexen finde ich im Übrigen wirklich toll und auch das World Building (also die magische Welt) ist ziemlich gut gelungen, sodass man schon fast glauben könnte, es gibt diesen geheimen Wald wirklich irgendwo auf der Welt.
Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm, sodass sie die Geschichte angenehm leicht und locker entfaltet und man ohne große Anstrengungen abends im Bett gemütlich lesen kann.Der Anfang der Geschichte zieht sich jedoch etwas, sodass es etwa knappe 10 Kapitel dauert bis die Handlung so wirklich in Fahrt kommt. Auch werden viele Themen angerissen und Figuren/Personen vorgestellt, über die ich gerne mehr erfahren hätte, die jedoch leider nur schnell am Rande vorkommen. Da fühlte ich mich teilweise etwas überrumpelt.
Das Ende hat einen kleinen Cliffhänger, sodass ich durchaus neugierig auf Band 2 bin, dass wohl, wenn ich das richtig verstanden habe, auch das Ende der Reihe darstellt.
FAZIT
Belle et la Magie ist der interessante Auftakt einer neuen Hexenreihe, der gut unterhalten konnte, mich jedoch durch einen eher langsamen Anfang und einen etwas zu rasanten Mittelteil ein wenig aus dem Konzept gebracht hat. Dennoch kam oft Spannung auf und ich habe die Geschichte von Belle und Gaston gerne verfolgt, was durch den angenehmen Schreibstil auch zu einem schönen Lesevergnügen wurde.Trotz kleiner Kritikpunkte würde ich hier eine Leseempfehlung für Fantasy- und Hexenfans aussprechen.

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189 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

jugendbuch, liebe, fantasy, wurmloch, parallelwelt

Gefangen zwischen den Welten

Sara Oliver
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473401444
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zu Beginn fiel mir der Schreibstil gleich sehr positiv auf, denn man kommt leicht in die Geschichte rein und versteht sofort was passiert. Auch die folgenden Kapitel lesen sich flott und der Handlung ist leicht zu folgen.
Was ich von Ve als Hauptcharakter halten sollte wusste ich auf den ersten Seiten noch nicht so genau. Sie war für mich der typische Teenager, der halt schnell genervt ist und generell sehr fix kopflose Entscheidungen trifft. Schnell hat sich aber mit fortschreitender Seitenzahl herauskristallisiert: Ich mochte sie einfach nicht. Sie war mir durch und durch unsympathisch, mit ihren sehr egoistischen Entscheidungen, ihrem ständigen Gezicke wegen Kleinigkeiten und ihrer unglaublichen Naivität.Es gab Situationen, die offensichtlicher nicht mehr hätten sein können. Der Leser weiß Bescheid, die Figuren im Buch wissen Bescheid, wahrscheinlich weiß die ganze Welt Bescheid, nur Ve rätselt immer noch, was bestimmte Dinge wohl bedeuten könnten...Auch ist sie unglaublich emotionslos, fast schon kalt, und seltsamerweise von fast nichts in der Parallelwelt so wirklich überrascht, obwohl sie bis zu ihrer versehentlichen Reise dorthin nicht einmal von deren Existenz wusste!
Ihre Doppelgängerin Nicky war mir aber leider nicht minder unsympathisch. Ich schätze mal, die Autorin wollte einfach hervorheben, WIE verschieden doch die beiden Parallelwelten sind und so musste Nicky natürlich das komplette Gegenteil von Ve sein. Sie ist also ein Wissenschaftsnerd, sozial inkompetent und total schüchtern. Mir kam dieses extreme Gegenteil viel zu übertrieben vor, zumal die Parallelwelten ja darauf beruhen sollen, dass man irgendwann anderen Entscheidungen getroffen hat und sich darauf hin zwei verschiedene Welten weiterentwickelt haben. Es kann mir doch aber keiner erzählen, dass sich die komplette Persönlichkeit inklusive Fähigkeiten verändert, nur weil man ein paar andere Entscheidungen trifft...
Nicky trifft ist auch erst einmal die Hälfte des Buches überhaupt nicht anwesend, weil sie ständig zu irgendwelchen Mathe AGs und Naturwissenschaftswettbewerben muss. Ja, wir haben es verstanden. Sie. Ist. Ein. Nerd. Kein Grund das ständig so stark zu verdeutlichen. Zudem trifft auch Nicky wirklich fragwürdige Entscheidungen, die mir völlig übertrieben erscheinen und von denen ich mir auch nicht vorstellen kann, dass ein Teenager so etwas wirklich tun würde.
EIGENTLICH war der Aufhänger der Geschichte ja, dass die beiden Väter von Nicky und Ve verschwunden sind, aber wird auch nur einmal im Buch aktiv nach ihnen gesucht? Nö. Nochmal ganz am Ende wird kurz nach dem Motto "ach ja, da war ja noch was" erwähnt das die beiden ja immer noch weg sind und tja, das ist dann wohl jetzt so. Egal, lieber wieder der großen Liebe Finn widmen, ist ja viel wichtiger...
Nachdem kapitelweise nicht wirklich Spannung aufkam, wurde es dann doch gegen Schluss nochmal ein bisschen spannend und die Autorin konnte mich mit einer Entwicklung sogar ein wenig überraschen, aber dann:Ohje, was war denn das bitteschön für ein Ende...
Dieser unsinnige Abschluss konnte mich leider gar nicht überzeugen. Völlig unnachvollziehbar handeln jetzt sogar die Erwachsenen völlig naiv und ich hatte das Gefühl, die Autorin musste die Handlung irgendwie so zurecht biegen, dass noch genug Stoff für den Folgeband da ist, egal ob das jetzt so wirklich gepasst hat oder nicht.Die letzten paar Sätze verraten dann auch noch schon die Handlung der nächsten Bände der Reihe...oh man. Trotz "Cliffhanger" hat man mich nicht neugierig genug gemacht. Band Zwei werde ich nicht mehr lesen. 
FAZIT
Die Idee der Parallelwelten hat mir wirklich sehr gut gefallen und hätte sich die Autorin mehr auf diesen Aspekt konzentriert, hätte mich das Buch sicherlich auch mehr begeistern können, aber mit ewigen Teenager Zickereien und einer Instant Lovestory, wie sie kitschiger kaum hätte sein können, im Fokus konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen. Dazu kommen noch die unsympathischen Charaktere und ein eher mauer Spannungsverlauf, sodass ich mir abschließend recht sicher war, dass ich diese Reihe nicht weiter verfolgen werde. Schade, das Potenzial war da!

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172 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, entführung, thailand, jugendbuch, spiel

Wonderland

Christina Stein
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783733502898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem die ersten paar Seiten gelesen waren, wusste ich noch nicht so recht, was ich von der Geschichte und vor allem von ihrem etwas eigenwilligen Schreibstil halten sollte. Viele Bandwurmsätze, ineinander geschachtelte Aussagen und Metaphern, die in meinen Augen nicht immer direkt Sinn ergaben machten das Ganze ein bisschen schwierig zu lesen und erschwerten mir damit auch ein wenig den Einstieg.
Die Geschichte an sich war zu Beginn ebenfalls etwas wirr, das Spannungspotenzial jedoch auf jeden Fall hoch und obwohl ich noch nicht gleich vollkommen in der Geschichte angekommen war, hatte ich definitiv Lust mehr zu erfahren.
Was mich vor allem am Anfang auch sehr gestört hat, waren die Spitznamen der einzelnen Figuren, denn jeder wird nicht nur mit seinem normalen Namen vorgestellt, sondern hat auch noch einen Spitznamen. Die Nennung der Figuren mit richtigem oder Spitznamen wird auch immer munter gewechselt, sodass ich zu Beginn immer kurz überlegen musste, wer denn nun nochmal gemeint war. 
Ungefähr das erste Viertel des Buches bestand auch viel aus Hintergrundgeschichten, die die Vergangenheit der Figuren erzählt haben. Einerseits natürlich sehr interessant, da diese Informationen den Charakteren mehr Tiefe geben, andererseits fand ich die Gegenwart sehr viel spannender und habe immer ungeduldig schnell weiter bis zu diesen Abschnitten gelesen.Erzählt wird aus zwei Perspektiven, Jacob und Liz (und ab und zu noch von einer erst einmal unbekannten Person), von denen die von Jacob eindeutig die Angenehmere ist, da er nicht ganz so wirr und metaphorisch erzählt wie Liz.
Vor allem am Anfang hat mich, wie bereits erwähnt, Liz Erzählweise gestört, aber zum Glück wird diese weniger anstrengend und deutlich entspannter mit fortschreitender Seitenzahl.
Etwa nach der Hälfte des Buches fangen Ereignisse auf einmal an sich zu überschlagen und es kommt ordentlich Spannung auf. Ab hier hat mir das Buch dann nun wirklich richtig gut gefallen und man klebt nur so an den Seiten in gespannter Erwartung auf das nächste, unvorhersehbare Ereignis. Es ist sehr aufregend den Charakteren zu folgen, gerade weil man spürt, dass der Schein oft trügt und das sicher bald etwas Schlimmes passieren wird, ähnlich wie im Horrorfilm, wenn langsam die gruselige Musik einsetzt. Hut ab, dieses Gefühl nur mit Worten erzeugen zu können!
Das Ende hat mich echt überrascht und ich habe definitiv mitgefiebert wie es denn nun wirklich ausgehen wird. Die Autorin hat den Spannungsbogen  perfekt aufgebaut, sodass man die letzten Seiten wirklich in Windeseile überflogen hat und das Buch mit einem großen Knall, also dem Spannungshöhepunkt endet. 
FAZIT
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, nur den Start fand ich durch die doch sehr gewöhnungsbedürftige Sprech- und Denkweise von Liz etwas holprig. 
Das Buch zeigt auf jeden Fall auf, was für menschliche Abgründe es doch gibt und prangert (zu recht) an, dass mit genügend Geld eigentlich so gut wie alles zu erreichen ist. Spannung ist ab etwa der Hälfte auch mehr als genügend vorhanden und gleicht somit die etwas schwächere erste Hälfte fast komplett wieder aus. Wirklich gut gemacht!

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129 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

comic con, nerds, john hughes, nerd, jugendbuch

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

Sarvenaz Tash , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850271
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, sodass schnell die ersten paar Kapitel gelesen sind und das Eintauchen in die fabulöse Welt des Comics quasi wie von selbst passiert.
Graham und Roxy sind unsere beiden liebenswerten Hauptcharaktere, die neben ihrer sympathischen Art auch ihre menschlichen Schwächen haben, was sie eben so realistisch macht. Erzählt wird aus Grahams Sicht, was es jedoch ein wenig schwierig macht mehr über Roxy zu erfahren, da er sie die ganze Zeit durch die rosarote Brille sieht und so keine wirklich neutralen Informationen über sie liefert.Dennoch hat mir Graham als etwas tollpatschiger, aber lieber Erzähler gefallen, auch wenn ich die ein oder andere Entscheidung anders getroffen hätte als er.
Ich lese selbst zwar nicht viele Comics, aber dennoch lassen sich die ein oder anderen Anspielungen auch ohne speziellere Vorkenntnisse verstehen, die das Lesevergnügen noch mehr steigern. 
Harry Potter, Game of Thrones und sämtliche Superheldenfiguren sind nur ein Bruchteil der erwähnten Fandoms. 
Der Schreibstil ist locker und, wie bereits erwähnt, gefüllt mit Anspielungen. Sollte man tatsächlich keine davon kennen, würde dieses Buch sicherlich nur halb so viel Spaß machen.Es ist schön den Figuren auf die Comic Convention zu folgen und durch die detailreichen Erzählungen fühlt es sich tatsächlich so an, als wäre man wirklich da gewesen! 
Anders als der Titel es verspricht habe ich die Liebesgeschichte nicht unbedingt als die (beinahe) größte aller Zeiten empfunden, einfach, weil sie wirklich sehr einseitig von statten geht.Von Roxys Seite aus gibt es wirklich keine Andeutungen, Reaktionen, Handlungen oder sonst irgendein Zeichen, das sie Graham gut finden könnte, was der ganzen Geschichte ein bisschen Spannung nimmt.Graham ist dafür verliebt genug für beide und überlegt sich so einige um seine Roxy zu beeindrucken. Teilweise vielleicht schon etwas ZU viel, für meinen Geschmack, aber was will man einem verknallten Teenager Jungen vorwerfen ;)
Ob mir das Ende so wirklich gefällt weiß ich nicht so recht. Eigentlich mag ich es lieber mit einer Gewissheit aus einer Geschichte herauszugehen und nicht mit einem offenen Ende, jedoch hat mir die Art gefallen, auf die das Buch endet, wenn man das so ausdrücken kann.Jugendbuch Klischees mit rosa Herzen und Inta-Liebe gibt es schon genug, da ist ein Buch, dass eine realistische Liebesgeschichte zeigt eine angenehme Abwechslung. 

FAZIT
Eine nerdig süße Liebesgeschichte mit der New Yorker Comic Convention als Schauplatz, die einiges an Humor und verschiedensten Anspielungen auf andere Fantasywelten zu bieten hat.Leider bleibt zwischen den ganzen Cosplays und Autogramm Panels die Spannung ein wenig auf der Strecke, sodass es nicht die volle Punktzahl gibt. Auch Roxy hätte ich gerne noch ein wenig genauer kennengelernt, als es auf den knapp 300 Seiten möglich war. Dennoch ist war es für mich abschließend ein lesenswertes Abenteuer!

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840 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

cassandra clare, schattenjäger, liebe, lady midnight, fantasy

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.05.2016
ISBN 9783442314225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Einstieg in Cassandra Clares neuestes Werk gefiel mir noch sehr gut, aber direkt danach war's dann leider auch schon vorbei mit dem Gefallen. Aber first things first:Wir lernen Emma und Julian kennen. Die beiden sind Parabatai und trotz des Verbots von Eros (der romantischen Liebe) zwischen Parabatai weiß der Leser bereits nach den ersten paar Seiten: Sie sind beide heimlich ineinander verliebt (natürlich ohne das der jeweils andere das weiß).Auch wenn Emma eine etwas stürmische Art hat, war sie mir doch zu Beginn recht sympathisch. Sie hat eine schwierige Vergangenheit, denn ihre Eltern sind unter ungeklärten Umständen ermordet worden.
Julian hingegen ist ein sehr bodenständiger Typ, der gezwungenermaßen die Vaterrolle für seine 4 Geschwister übernommen hat und meist den Part des 'Vernünftigen' einnimmt.Nach den ersten paar Kapiteln tauchen weitere bekannte Figuren aus alten Cassandra Clare Reihen auf, die zeigen, wie eng die Geschichten der verschiedenen Reihen miteinander verwoben sind.
Dennoch denke ich, dass man Lady Midnight lesen kann ohne die anderen Reihen zu kennen. Obwohl ich die anderen Reihe gelesen habe, konnte ich mich an nicht viel mehr als die Namen erinnern und trotzdem konnte ich problemlos allen Handlungen folgen. Der Schreibstil ist wie gewohnt wirklich schön und sehr anschaulich, sodass man von jeder Figur und jeder Szenerie ein genaues Bild vor Augen hat. Leider schweift Frau Clare dann doch ganz gerne mal ins Detail ab, was vielleicht auch zu der enormen Seitenzahl beigetragen hat.Leider kam ich wirklich langsam voran mit dem Buch. Obwohl ich jeden Abend gelesen habe, habe  ich doch immer nur ein paar Seiten geschafft, bevor ich es wieder beiseite gelegt habe. Irgendwie wollte mich das Geschehen einfach nicht so recht fesseln. Am Anfang dachte ich mir noch, okay, es ist ein dickes Buch mit über 800 Seiten, da ist es in Ordnung wenn auf den ersten 200 Seiten noch nicht so viel passiert, aber bald war die Hälfte geschafft und es war gefühlt IMMER noch nichts passiert!
Wann kommt denn endlich die Wende? Die Spannung und der Handlungsumschwung der mich umhaut? 


Nach einiger Zeit war ich am Hin und Her überlegen, ob ich das Buch nicht einfach abbrechen soll, schlicht weil es mich so viel kostbare Lesezeit gekostet hat und mir dabei so gar nicht gefallen wollte. Detailverliebtheit ist im Grunde nichts Schlechtes, aber hier artet es wirklich ein wenig aus... Auch die Tatsache, das Julian und Emma seit 400 Seiten umeinander rumschleichen ohne das was passiert ging mir einmählig auf die Nerven. Ich dachte mir: Bitte liebes Buch, gib mir etwas was mich die Seiten verschlingen und mich an den Buchstaben kleben lässt! Ansonsten sehe ich nicht mehr viel Hoffnung für uns beide!

Aber was soll ich sagen...die zweite Hälfte des Buches hat es leider nicht geschafft meine Meinung zu ändern.  Seit bestimmt 600 Seiten ist dem Leser doch wohl klar, dass die beiden jeweils in den anderen verliebt sind und ich fand es einfach nur noch anstrengend, weiterhin künstlich Missverständnisse und Schleifen reinzubauen, nur damit sie sich erst am Ende des Buches kriegen (und sind wir mal ehrlich, es ist doch allen klar, dass es so kommen wird). Mir war die Lust aufs Weiterlesen wirklich vergangen, aber dennoch wollte ich nicht aufgeben. Einfach um vielleicht zumindest von einem phänomenalen Schluss überrascht zu werden, der eventuell erklären würde, warum dieses Buch so unglaublich viele 5 Sterne Bewertungen bekommen hat.

Und dann: Oh was für eine überraschende Wende...nicht. 
Die "Enthüllung" am Ende des Buches fand ich ehrlich gesagt völlig aus der Luft gegriffen. 
Ich persönlich finde es immer frustrierend, wenn dem Leser an Ende eine Lösung präsentiert wird, auf die man selber gar nicht hätte kommen KÖNNEN, einfach weil es keinerlei und ich meine wirklich GAR KEINE Anzeichen gab, anhand derer man irgendwen hätte verdächtigen können. 
Ich bin insgesamt eher enttäuscht von dem Buch, da eigentlich außer auf vielleicht 20 Seiten insgesamt keinerlei Spannung aufkam und mich dieses ewige Hin und Her zwischen Emma und Julian irgendwann nur noch genervt hat. Auch inhaltlich könnte ich nicht sagen, warum genau das Buch über 800 Seiten nötig hatte, denn den gesamten Plot könnte man auch gut auf 250 Seiten zusammen kürzen, wenn nicht sogar noch weniger...Wirklich sehr schade, nach so vielen positiven Meinungen über Lady Midnight hatte ich mir echt mehr erhofft.
FAZIT
Ein unglaublich dickes Buch mit dafür unglaublich wenig Inhalt. Die "Liebesgeschichte" nervt, Spannung gibt es kaum, einzig der schöne Schreibstil, den man bereits aus Clares anderen Werken kennt, hat die Wertung wieder ein wenig nach oben ziehen können.Leider habe ich mich mehr durch die Seiten gequält als sie wirklich genossen, von daher gibt es von mir für Lady Midnight keine Leseempfehlung.

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61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

familie, freundschaft, traum, alice, liebe

Zwei in einem Traum

Lucy Keating , Susanne Klein
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.04.2016
ISBN 9783846600221
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alice und Max sind DAS Traumpaar, das einzige Problem, die ganze Beziehung sowie Max gesamte Existenz spielt sich nur in Alice Kopf ab...dachte sie zumindest, bis er eines Tages in ihr Klassenzimmer spaziert!
Mir gefiel die Idee des "geträumten" Jungen unglaublich gut und ich habe mir eine unterhaltsame und spannende Mischung aus realer Liebesgeschichte mit ein bisschen Fantasy (den Traumelementen) erwartet.So etwas in der Art habe ich dann auch tatsächlich bereits auf den ersten paar Seiten in Zwei in einem Traum entdecken können, das einzige, was mir allerdings ein wenig gefehlt hat, war die Spannung.
Zunächst lernen wir Alice kennen, die ein liebes Mädchen mit Witz und Verstand zu sein scheint. Kurz darauf treffen wir auch Max, der sehr unnahbar wirkt und unter Stimmungsschwankungen zu leiden scheint, da er sich Alice gegenüber bei jeden Zusammentreffen anders verhält.Obwohl man im Laufe der Geschichte noch einiges mehr über den Hintergrund der beiden Figuren erfährt, sind sie mir doch ein wenig fremd geblieben. Für mich leider keine Liebesgeschichte, bei der ich wirklich mitfiebern konnte, vielleicht auch, weil der Ausgang (zumindest aus meiner Sicht) eigentlich von Beginn an klar war.
Neben einigen wirklich sehr interessanten Storyelementen und amüsanten Träumen, die sehr detailreich beschrieben werden, hatte ich doch ab und zu das Gefühl, dass das "reale" Leben von Alice und Max ein wenig auf der Strecke bleibt, beziehungsweise die Geschichte einfach nicht so recht vorankommt. 
Gegen Ende wurde das Erzähltempo jedoch noch einmal deutlich angehoben, was dem Lesevergnügen wirklich zuträglich war! Auch wenn mir nicht alle Entscheidungen (vor allem die von Max) und Wendungen der Geschichte zu Hundert Prozent gefallen haben, so gefällt mir doch das "Gesamtergebnis" und die Story schließt mit einem schönen Ende, wie ich finde, ab.
FAZIT
Eine etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte mit einigen kuriosen Träumereien und viel Charme.Leider blieb ab und an die Spannung auf der Strecke und auch die Charaktere hätten noch ein wenig aufgeschlossener sein können. Dennoch eine süße, leichte Geschichte für einen schönen Sommerabend und ein paar amüsante Träume.

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156 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

liebe, mara andeck, jugendbuch, freundschaft, experiment

Wolke 7 ist auch nur Nebel

Mara Andeck
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783846600214
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Moya ist nicht unbedingt der typische Teenager wie man ihn kennt. Wo andere von Jungs schwärmen bleibt sie ganz rational und erklärt die angebliche Liebe mit der simplen Ausschüttung von Hormonen, die unserem Gehirn die Liebe vorgaukeln.Um Moya das Gegenteil zu beweisen meldet ihre beste Freundin bei einem psychologischen Experiment als Testperson an, dem "Love Test".Dort läuft es dann aber ganz anders ab, als Moya sich das vorgestellt hat.
Man steigt sehr leicht in die Geschichte ein und erfährt so gleich so einiges über unseren Hauptcharakter Moya und ihre beste Freundin Lena.Wo es für mich am Anfang noch ein bisschen geholpert hat in Sachen Sympathie für Moya, so ändert sich das sehr bald auf den folgenden Seiten, wo Moyas Motive für ihre extreme Rationalität  deutlicher gemacht werden. Zudem wird klar, was für eine starke und selbstsichere Persönlichkeit Moya ist, was sie mir gleich noch einmal viel sympathischer gemacht hat.Neben den beiden Mädchen gibt es auch noch einige andere interessante Nebencharaktere, die jedoch nicht ganz so detailliert ausgeschmückt werden. Wen man wirklich aus tiefstem Herzen hassen konnte, war der furchtbare Regisseur, der im zweiten Teil des Buches eine größere Rolle spielt und ich finde ein guter "Bösewicht" ist mindestens genauso wichtig, wie ein guter Held!
Der Schreibstil ist sehr flüssig und unterhaltsam, sodass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Auch mochte ich die unterschiedlichen Perspektivwechsel sehr, vor allem die Sicht von Luke fand ich immer sehr interessant und abwechslungsreich zu der von Moya und Lena.
Die Geschichte hat sich ganz anders entwickelt als ich gedacht hätte.Ohne zu viel verraten zu wollen, kann man wohl gut sagen, das es dem Bachelor nicht unähnlich wird, jedoch wird sich in meinen Augen eher darüber lustig gemacht (zumindest von Moya), was das Ganze für mich schon wieder sehr amüsant zu lesen gemacht hat!Auch die Entwicklung die Moya im Laufe der Geschichte durchmacht hat mir sehr gefallen und sie in meinen Augen zu einer noch stärkeren Frau werden lassen, als sie es zu Beginn des Buches bereits war.Die ganzen psychologischen Fakten, die im Buch eingestreut werden fand ich ebenfalls sehr interessant zu lesen und tatsächlich waren auch für mich als Psychologie Studentin Dinge dabei, die ich noch nicht kannte oder wusste.
Das Ende war vielleicht nicht gerade unvorhersehbar, aber dennoch war ich freudig überrascht und das Buch mit einem Lächeln schließen können.
FAZIT
Ein starker weiblicher Hauptcharakter trifft auf einen amüsanten Schreibstil und eine spannende Geschichte. Man gebe noch eine Prise Bachelor, Romantik und Psychologie hinzu und tada: Schon hat man eine bunte Mischung, die sich perfekt für einen lustigen Leseabend eignet. Für Wolke 7 ist auch nur Nebel gibt es definitiv eine Leseempfehlung!

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374 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Uff, an diesem Buch habe ich wirklich sehr sehr lange gelesen.
Beginnen wir zunächst mit den Fakten:Geschrieben wird nicht in der normalen Erzählform, sonder in Form von Blogposts, Briefen, Tagebucheinträgen usw. Zudem gibt es auch eine klare fortschreitende Zeitlinie, sondern es wird ständig zwischen Vergangenheit, den Todestag von Alice und Gegenwart hin und her gesprungen.Insgesamt haben wir die Sicht von Megan, Alice bester Freundin, Luke, ihrem Ex-Freund, Jeremy Cooke, ihrem Professor, Mocksy, ihrem WG-Mitbewohner und Alice selbst in Form ihrer alten Tagebucheinträge. 
Am meisten interessiert haben mich tatsächlich die Einträge von Alice etwas verrücktem WG-Mitbewohner, die sich aber leider auf sage und schreibe 3 Stück an der Zahl beschränken.Am wenigsten kümmerten mich die Briefe von Professor Cooke, die aber so ziemlich das ganze Buch dominiert haben. 
Generell hatte ich das Gefühl auch am meisten über Jeremy Cooke zu erfahren, der sich in ewig langen Briefen an seinen Brieffreund Larry über seine gesamte Gefühlswelt philosophisch auslässt und es dabei nicht versäumt über so ziemlich jeden Fehler zu jammern, den er jemals in seinem Leben begangen hat.Ich dachte eigentlich, das Buch heißt "Wer war Alice" und nicht "Wer war Jeremy"...Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, das man absolut gar nichts verpasst, wenn man die Briefe alle nur überfliegt. 
Extrem gestört haben mich auch die Zeitsprünge, da man jedes mal wieder nachrechnen oder sogar nachschauen musste an welchem Datum nochmal was passiert war und ob das bei dem aktuellen Eintrag nun schon passiert ist oder noch kommt.Klingt kompliziert?War es auch.
Das schlimmste war für mich jedoch die Langeweile. Das Gefühl, genervt zu sein, wenn ich das Buch wieder in die Hand nehmen musste und mit Desinteresse Seite um Seite umzublättern.Es gibt einfach keine Spannung in diesem Buch. Null.Und ich finde es fast schon dreist, ein Zitat auf den Buchrücken zu drucken, wo beschrieben wird, was für ein besonderer "Psychothriller" dieses Buch doch ist. Also wenn ich nicht eine völlig falsche Definition von "Psychothriller" im Kopf habe, dann war das hier GANZ SICHER KEINER!
Richtig aufgeregt hat mich auch das Ende, auf das ja schließlich das ganze Buch über hingearbeitet wurde: Die lang ersehnte Auflösung.Die ganze Zeit schleppt sich die Handlung voran und jedes klitzekleine unwichtige Detail von Alice Mordnacht wird enthüllt.Nur die wahre Aufklärung dann findet innerhalb von 2 Seiten statt und ist dann noch verstrickt in 
"es war soundso",
"ok, das stimmt nicht es war soso",
"na gut, das war wieder gelogen, es war doch soundso",sodass ich mir jetzt schlussendlich nicht mal mehr sicher bin ob ich überhaupt wirklich verstanden habe was passiert ist. Zu allem Überfluss bleiben auch noch dutzende Fragen offen und der Leser wird quasi mitten in der Nachhandlung hinausgeworfen.
Für mich gibt es kaum ein schlimmeres Ende, als eins, das mich verwirrt und mich dann auch noch mit Fragen zurücklässt.Das einzig positive was sich zum Abschluss sagen lässt, war, dass er mir logisch und schlüssig erschien, auch wenn er vielleicht nicht ganz so überraschend war, wie der Autor sich das vielleicht gedacht hatte.
FAZIT
Ein Buch, mit leider völligem Mangel an Spannung und einem viel zu großen Fokus auf einem (langweiligen) Nebencharakter, der das gesamte Lesen zu einem zähen Vergnügen macht.Der krönende Abschluss ist leider keiner und lässt mich verwirrt und mit Fragen zurück.Die gesamte (wichtige) Handlung hätte man auf mindestens die Hälfte der Seiten, wenn nicht sogar noch weniger kürzen können.Von mir leider absolut keine Leseempfehlung.

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106 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

liebe, nicola yoon, everything everything, freundschaft, krankheit

Everything, Everything

Nicola Yoon
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Random House Children's, 27.08.2015
ISBN 9780552574235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Anfangs hatte ich ein bisschen Angst, dass mich ein typisches Buch über Krankheit erwartet, dass meist sehr traurige und dramatische Wendungen hat, die aber doch irgendwie immer nach dem gleichen Schema ablaufen. 
Umso positiver hat mich Everything, Everything überrascht mit seinen humorvollen Dialogen, der liebevollen Beziehung zwischen Mutter und Tochter und der etwas anderen Liebesgeschichte zwischen Maddie und Olly.
Maddie ist nämlich keineswegs ein normales Mädchen. Sie ist krank und darf daher nicht das Haus verlassen. Alles was sie draußen berührt könnte einen Immunschock auslösen und ihr Ende bedeuten.Durchs Fenster beobachtet sie gerne die Welt außerhalb. Sie bemerkt, wie neue Nachbarn das Haus neben ihr beziehen und bald schon bekommt sie E-Mails von Olly, dem Nachbarssohn, der sich als sympathischer und amüsanter Freund für Maddie entpuppt.
Beide wollen sich gerne kennen lernen, doch niemand, und vor allem nicht Olly, darf Maddie berühren.
Mir gefiel es besonders gut, wie abwechslungsreich das Buch mit verschiedenen Illustrationen, E-Mails und Krankenberichten gestaltet war. Immer wieder gab es etwas neues zu entdecken, dass das Lesen etwas aufgehellt hat.So fliegen auch die Seiten nur so dahin, was unter anderem aber auch an dem fantastischen Schreibstil liegt, der einem das Gefühl gibt, mit Maddie eingesperrt zu sein.
Die Entwicklung, die Maddie im Laufe des Buches durchmacht ist toll und schön mit anzusehen. Ich glaube ich hätte mir keinen schöneren Verlauf für das Buch wünschen können (außer den kleinen Rückschritt mit Olly vielleicht). 
Die Mutter bleibt etwas verschwommen im Hintergrund. Der Grund dafür wird jedoch im Laufe der Handlung noch genauer erläutert, sodass ich mich im Nachhinein daran nicht mehr gestört habe.
Das Ende war zwar ein klitzekleines bisschen offen, aber genau so viel, dass man die Fantasie ein bisschen spielen lassen kann und ich fand es absolut perfekt so : )
FAZIT
Ein wunderschönes Jugendbuch, dass eine etwas andere Liebesgeschichte, mit einem sehr besonderen Hauptcharakter erzählt. Genau die richtige Mischung zwischen Familie, Liebe, Freundschaft und Abenteuer!Absolute Empfehlung und eines meiner Jahreshighlights 2015!

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

kinderbuch, mädchenbuch, hamburg, st. pauli, fantasy

FOXGIRLS

Sabine Städing ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei cbt, 26.10.2015
ISBN 9783570163795
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wie könnte ich ein Buch nicht lieben, das in der schönsten Stadt der Welt, meiner Heimatstadt Hamburg, spielt und dabei auch eine meiner Lieblingstierarten, Füchse, UND Fantasy beinhaltet?!Natürlich liebe ich es!
Aber einmal ganz von Anfang an.Wir begegnen Puder, die unsere Hauptprotagonistin ist. Ihren Gedanken und Handlungen folgen wir die ganze Zeit und ihr Leben ist es auch, in die der Leser nähere Einblicke bekommt. Puder lebt alleine mit ihrem Vater, der nicht ganz so das klassische Bild eines Elternteils verkörpert, denn er feiert selbst gerne die Wochenenden durch, besitzt auch einen Club und bringt in regelmäßigen Abständen voll tättowierte Mädels mit nach Hause. Bonnie, Puders beste Freundin, lebt genau anders herum. Sie ist alleine mit ihrer Mutter, die sehr viel Wert auf Pünktlichkeit und Ordentlichkeit legt und immer ein wachsames Auge auf Bonnie hat.
Umso schwieriger ist es für die Mädchen, als sie eines Nachts von einem Fuchs gebissen werden und auf einmal anfangen sich zu verwandeln!
Es gibt neben den Fuchsgeistern, dem die Mädchen begegnet sind, noch einige weitere Kreaturen, die unerkannt in Hamburg hausen und die später noch eine Rolle im Laufe der Geschichte spielen. Natürlich gibt es auch die Bösewichter und natürlich geraten außgerechnet Puder und Bonnie an diese und müssen ganz plötzlich Hamburgs Unterwelt retten!
Die Charaktere waren mir alle mehr als sympathisch und die beiden Mädchen, sowie der Fuchs selbst hatten einfach einen herrlich erfrischenden Humor.Auch war es wunderschön auf so eine malerische und fantasievolle Art von Hamburg zu lesen, die wohl immer meine Lieblingsstadt bleiben wird. 
Der Schreibstil ist luftig leicht, mit einer Prise Spannung und Abenteuer gewürzt. Eine kleine Liebesgeschichte ist auch dabei, die ich für das Alter vielleicht aber noch ein wenig zu früh fand. Mir hätte auch eine schöne Freundschaft zwischen den zwei Turteltauben gereicht ;)
Natürlich hat mich das Ende nicht wirklich überrascht, wie es bei Middle Grade ja eigentlich fast immer der Fall ist, aber dennoch gab es unvorhergesehene Wendungen in der Geschichte und einfach so niedliche Charaktere, dass man gut darüber hinweg sehen konnte.
FAZIT
Eine unglaublich süße Geschichte über Freundschaft und Abenteuer, die meine Liebe zu Hamburg (abermals) aufflammen ließ.Sympathische Charaktere und spannende Handlung runden die Story ab.Die fantastischen Wesen sind wundervoll überlegt und so faszinierend, dass ich mir nun jedes mal, wenn ich am Hafen lang spaziere wünsche, dass es sie wirklich geben würde : )

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

der 14.te goldfisch, jugend, naturwissenschaft

Der vierzehnte Goldfisch

Jennifer L. Holm ,
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453270220
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich hätte es mich nicht überraschen dürfen, dass Wissenschaft eine große Rolle in diesem Buch spielt. Aber irgendwie habe ich völlig übersehen, dass der Goldfisch auf dem Cover ja in einem Kolbengefäß schwimmt und eigentlich auch der Klappentext deutlich darauf hinweist. Jedenfalls war ich erstaunt (jedoch in einer positiven Art) plötzlich so viel über berühmte Wissenschaftler wie Marie Curie und Robert Oppenheimer zu erfahren!
Man könnte den Inhalt wohl beschreiben, als den Weg eines Mädchens, dass durch ihren Großvater ihre Liebe zur Wissenschaft entdeckt. Zwar ist dieser Weg alles andere als normal und auch sind viele ihrer Erlebnisse ziemlich abgedreht, aber auf diesen simplen Grundbaustein läuft es doch immer wieder hinaus.
Ellis Großvater Melvin hat nämlich tatsächlich ein Mittel gegen das Altern entdeckt und steht auf einmal als sein 13-Jähriges Selbst bei Elli vor der Haustür. Bis dahin hatte sie wenig mit ihrem Großvater zu tun, aber nun ist er auf sie angewiesen, denn auf einmal ist er ja minderjährig und wird in sein eigenes Labor nicht mehr hineingelassen um seine bahnbrechende Erfindung zu bergen. Die beiden hecken nun also einen Plan aus, wie ihnen eben diese Beschaffung gelingen kann und ganz nebenbei lernt Elli unglaublich viel neues aus der Welt der Wissenschaft.
Zwar konnte ich mich nicht so recht mit Elli oder ihrem Großvater identifizieren, aber beide waren sehr sympathische Figuren, die zwar jeder ihre Marotten haben, aber eben dadurch noch viel interessanter und liebenswerter wurden.Große Gefühle kommen ebenfalls nicht wirklich auf, aber es ist schön zu sehen, wie Elli sich ein wenig weiterentwickelt und mehr an Selbstbewusstsein und Wissen gewinnt.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und eher jüngerem Publikum angepasst. Da es sich ja auch um ein Kinderbuch handelt, ist dass ja auch vollkommen in Ordnung.
Mir hat ein wenig die Spannung gefehlt, den auf den knapp 180 Seiten hat man eher das Gefühl, dass die Handlung einfach eher dahinplätschert. Zwar ist die Geschichte nett zu lesen, aber ich hatte nie das Gefühl unbedingt wissen zu wollen wie es weiter geht, oder etwas zu verpassen, wenn ich ein paar Seiten überspringen würde.Außerdem hätte ich mir noch eine etwas genauere Erklärung erhofft, wie genau das mit der Verjüngung denn nun geklappt hat. So richtig verstanden habe ich das leider nicht, allerdings kann ich mir vorstellen, dass Kinder, das Zielpublikum, so ein Versäumnis viel leichter akzeptieren können als Erwachsene.
Das Ende hat ganz gut in den Gesamtrahmen der Geschichte gepasst, war allerdings nicht mein Wunsch-Abschluss.


FAZIT

Ein süßes Kinderbuch über ein Mädchen, dass ihre Liebe zur Wissenschaft entdeckt. Ich würde das Buch tatsächlich wirklich nur für Jüngere (nicht unbedingt für Erwachsene) empfehlen, da es doch ein paar kleine Logiklücken gibt, die die süße Geschichte nicht ganz wieder wett machen kann. Für Eltern, die ihren Kindern die wissenschaftliche Welt näher bringen wollen, ist  Der Vierzehnte Goldfisch auf jeden Fall eine gute Wahl!

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79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, jugendbuch, freundschaft, monster, jungs

Jungs to go

Lisa Aldin ,
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453269927
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von Jungs to go habe ich mir einen süßen Contemporary Roman für Zwischendurch erwartet und was soll ich sagen, so ziemlich genau das habe ich auch bekommen.
Wir treffen gleich auf unseren Hauptcharakter Toni, die gerade mit ihren 3 besten männlichen Freunden einen schönen Sommertag verbringt. Toni ist anders als andere Mädchen, denn da sie ihr ganzes Leben nur mit Jungs befreundet war, verhält sie sich wie eben diese. Sie rülpst (sehr oft), kratzt sich am Hintern und hasst Pink und Röcke. Ich persönlich finde Fäkalhumor einfach nicht so wirklich lustig und fand es daher eher unangenehm von Tonis "männlichem" Verhalten zu lesen.Auch wird mir persönlich etwas zu viel betont, wie anders und undamenhaft sie doch ist und deswegen auch überhaupt nicht mit Mädchen umgehen kann. 
Die drei anderen wichtigen Charaktere, Tonis 3 Jungs, und ihre spätere Freundin Emma fand ich zwar recht sympathisch, aber etwas zu schwach skizziert. Ich könnte nicht mal genau sagen, wie die Figuren jetzt eigentlich aussehen oder was für kennzeichnende Eigenschaften sie haben.Bis zum Schluss habe ich leider keinen wirklichen Zugang zu ihnen gefunden.

Die Idee der Handlung finde ich an sich wirklich witzig und sie wurde, meiner Meinung nach, auch ziemlich realistisch umgesetzt. Ein paar "Pannen", die im Laufe der Handlung passieren, waren vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen, aber haben sich in das, im Großen und Ganzen gut durchdachte, Konzept eingepasst.
Die kleine Liebesgeschichte die sich entwickelt ist süß zu verfolgen und gibt der ganzen Handlung ein wenig einen roten Faden, an der sich die Story langhangelt.
Das Ende hat, für mich, perfekt gepasst und bildet einen schönen Abschluss für den Einzelband.
FAZIT
Obgleich das Buch einiges an Humor und Romantik bietet, kann ich dem Buch leider "nur" die Hälfte der vollen Wertung geben. Ich bin mit der Protagonistin Toni einfach nicht so recht warm geworden und hätte mir über sie, aber vor allem über die Nebencharaktere viel mehr Informationen gewünscht.Trotzdem habe ich das Lesen genossen und empfehle Jungs to go als eine süße Geschichte für Zwischendurch.

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

informationen, wesen, magie, sammelstück, zeichnunge

Harry Potter

Jody Revenson
Buch: 208 Seiten
Erschienen bei Panini, 16.02.2015
ISBN 9783833229602
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schon die äußere Aufmachung hat mich fasziniert, da sie von der Optik her an alte, klassische Ledereinbände erinnert und die Farben Rot und Gold schöne Erinnerungen an Gryffindor hervor rufen.
Auch von innen kann das Buch mit wunderschönen Konzeptzeichnungen, die man bisher so noch nicht gesehen hat, und interessanten Geschichten zu Sets und Drehorten aufwarten. "Behind the Scenes" Fotos aus den Filmen finden sich hier ebenfalls. Ich persönlich finde es immer total spannend zu sehen, wie denn eigentlich so ein Set aufgebaut wird und was hinter der Kamera alles so statt findet. Gerade bei der magischen Welt von Harry Potter gibt es über die komplizierten Aufbauten dort natürlich auch einiges zu erzählen.
Der Text ist informativ und dennoch nicht zu trocken gestaltet. Es macht Spaß die Texte zu lesen und schneller als ich dachte hatte ich die 200 Seiten auch schon verschlungen. Den Großteil der DIN A4 Seiten nehmen die Bilder ein, so dass man sich auch die Details einmal ganz genau anschauen kann. Die kleinen Bildunterschriften helfen dabei sich zwischen den Abbildungen zu navigieren und sind dabei genau richtig knapp gehalten.
Die etwas dickeren Seiten haben mir eher das Gefühl gegeben ein Fotobuch in der Hand zu halten, was das Lesen für mich noch einmal mehr zu etwas Besonderem gemacht hat. 
Die vielen teilweise auch witzigen Anekdoten (zum Beispiel auch zu den Requisiten) haben mich immer mal wieder Lächeln lassen, sodass dass ich das Buch mit einem positiven Gefühl, aber auch mit einem Seufzen (eine weitere Harry Potter Quelle zu Ende gelesen) geschlossen habe.Ich kann es kaum erwarten noch mehr von dieser wundervollen Welt zu lesen, wenn im November "Die Welt der magischen Figuren" erscheint!
FAZIT
So wie wohl auch viele andere Harry Potter Fans habe ich mir gewünscht, dass die Geschichte um den Jungen der überlebt hat niemals endet. Leider ist der finale Band nun ja aber schon vor einigen Jahren erschienen. Aber endlich gibt es wieder eine Möglichkeit die schönen Erinnerungen sowohl an die Bücher als auch an die Filme wieder aufflammen zu lassen!Harry Potter - Magische Orte ist die perfekte Lektüre um noch einmal in die zauberhafte Welt von Hogwarts, Winkelgasse, Ligusterweg und Co. abzutauchen.
Und ganz nebenbei erfährt man auch noch viele spannende Dinge, die mich als neugieriger Film-Fan schon immer mal interessiert haben!Klare Empfehlung!

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275 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

solitaire, jugendbuch, alice oseman, depression, jugendroman

Solitaire

Alice Oseman ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.08.2015
ISBN 9783423761192
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Man steigt leicht in die Geschichte ein und ich habe bereits auf den ersten Seiten unsere Protagonistin Tori (trotz ihrer pessimistischen Ader) in mein Herz geschlossen. 
Ich konnte in vielen Situationen gut nachvollziehen, besonders ihr Versuch "normal" zu sein und den ein oder anderen bissigen Kommentar, der ihr ab und zu rausrutscht, dann doch zu bereuen kommt mir ziemlich bekannt vor. 
Tori ist außerdem so ehrlich wie ich es mir selbst wünschen würde sein zu können. Zudem geht sie unglaublich liebevoll mit ihren Brüdern um und vor allem ihrem mittleren Bruder, der eine Essstörung hat und außerdem homosexuell ist, ist sie eine wirkliche Stütze.Ihre Abneigung gegen Bücher macht sie zwar ein wenig schwer zu mögen, aber sie ist einfach so einzigartig, interessant und ja anders, dass man ihre Geschichte einfach nur mit Spannung verfolgen kann.
Toris Freunde hingegen fand ich eher nicht so sympathisch und auch sie selbst scheint immer wieder ein paar schlechte Worte über jeden von ihnen zu verlieren. Auch Toris neuer Freund Michael fand ich bis zum Ende hin zu seltsam und unnahbar um mich in ihn hineinfühlen zu können. Vielleicht ist das auch der Grund, warum mir jede "romantische" Szene mit ihm und Tori eher unangenehm war, als dass ich sie schön fand.
Nur über Toris Leben zu lesen hätte mir schon fast ausgereicht, aber es kam ja ebenfalls noch der spannende und mysteriöse Aspekt von Solitaire dazu. Dies ist eine Art Untergrundorganisation, die sich gegen die Schule auflehnt, was natürlich alle Schüler toll finden.Bis zum Schluss habe ich nicht sicher sagen können, wer nun wirklich hinter Solitaire steckt!
Die Themen Homosexualität und den Umgang damit, Gewalt, Freundschaft, Essstörungen und Verrat flechten sich durch die Handlung und Toris Ansicht darauf ist wirklich sehr interessant zu verfolgen. Auch ist sie kaum von ihrer Meinung abzubringen, wobei ich sie in manchen Diskussionen etwas zu sturköpfig fand. 
An sich sind viele Dinge realistisch. Tori ist nicht die Heldin, die immer alles richtig macht. Genau deswegen hat mir auch das Ende des Buches sehr gefallen und haben für mich einen guten Abschluss gebildet. Als Einzelband ist das Buch perfekt und der lockere Schreibstil hat es mich innerhalb weniger Tage durchlesen lassen.
Insgesamt hat mir das Buch echt gut gefallen und auch wenn sich manchmal ein paar Handlungen im Kreis gedreht haben (Tori streitet sich, Tori verträgt sich, Tori streitet sich...) ist es doch alles in allem sehr interessant und spannend aufgebaut. Auf jeden Fall keine gewöhnliche Contemporary Geschichte mit einer sehr eigenwilligen, aber auch einzigartigen Protagonistin.
FAZIT
Ein Contemporary Roman, der nicht nur mit Sarkasmus, sondern auch mit Ernsthaftigkeit überzeugen kann. Die Protagonistin ist genauso interessant, wie sie eigenwillig ist. Sie ist das Herz des Buches, die alle Fäden der Erzählstränge in der Hand hält und der man unglaublich gerne durch die Geschichte folgt.Sehr zu empfehlen, wer einmal Lust auf einen realistische, etwas anderen Contemporary Roman hat. 
BEWERTUNG
4,5/5

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

jungenbuch, trickser, schule, jory john, spa

Miles & Niles - Hirnzellen im Hinterhalt

Jory John , Mac Barnett , ,
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.08.2015
ISBN 9783570163672
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bereits auf den ersten Seiten verzaubern mich die Illustrationen von Kevin Cornell, sodass ich gleich noch mehr Lust hatte in die Geschichte einzusteigen.Es werden erstaunlich häufig Kühe portraitiert, was aber die Geschichte nur umso liebenswerter macht!
Wir begegnen unserem Protagonisten Miles, der, entgegen seinem Willen, in ein Kuhdorf am Ende der Welt ziehen muss. Kuhdorf darf hier wörtlich genommen werden, denn alles in dem kleinen Städtchen scheint sich um Kühe zu drehen.Als er dann auch seinen Ruf als Trickser durch einen grandiosen Streich eines Unbekannten verliert, scheint für ihn alles gelaufen zu sein. Doch lernt Miles dann den Streber Niles kennen und entdeckt, dass hinter Niles Fassade vielmehr als nur sein geschniegeltes Äußeres steckt.
Die Geschichte an sich ist einfach nur sehr niedlich geschrieben und zwar in einer Art, wie auch in Filmen häufig von einem Erzähler gesprochen wird. (Der Name wird immer wiederholt)Kleines Beispiel:Miles machte gerne dies und das. Auch konnte Miles sich für jenes begeistern.Was Miles gar nicht mochte war dieses. Damit konnte man Miles jagen.Dies erzeugt einen witzigen Effekt, der mich die Geschichte noch flüssiger und mit mehr Belustigung hat lesen lassen.
Nach Humor muss man in diesem Buch nicht lange suchen, jedoch waren mir manche Dinge etwas zu übertrieben, sodass ich beim Lesen doch ein paar Mal die Stirn gerunzelt habe. Dennoch ist das Gesamtbild durchaus positiv, wovon auch viel den Illustrationen zu verdanken ist, die die Geschichte optimal unterstützen.Den zweiten Band würde ich auf jeden Fall gerne lesen!
FAZIT
Ein lustiges Kinderbuch mit wundervollen Illustrationen.Teilweise etwas überspitzt, trifft es nicht immer ganz meinen Humor, sollte aber für Kinder ab 10 ideal sein.Her mit Band 2!

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439 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 124 Rezensionen

liebe, zeugenschutzprogramm, jugendbuch, eva völler, kiss & crime

Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm

Eva Völler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.08.2015
ISBN 9783846600153
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon oft wurde mir von der Zeitenzauber-Trilogie von Eva Völler vorgeschwärmt und jedes mal musste ich sagen: Ahja, hm von der hab ich noch gar nichts gelesen.
Ich bin sehr froh, dass sich diese Tatsache mit Zeugenkussprogramm geändert hat!
Bereits zu Beginn der Geschichte wird es spannend, denn schon in den ersten paar Kapitel erfährt der Leser live, warum Emmi und ihre Familie in ein Zeugenschutzprogramm müssen.Obwohl die Charaktere doch gerade erst vorgestellt wurden und ich und sie uns quasi noch "fremd" sind, habe ich mich doch dabei erwischt, wie ich schon mitfieberte und um das Leben der lieben Figuren bangte. Eine so schnelle Verbindung kann ich nicht zu jeden Romanfiguren aufbauen!
Mit Emmi als Hauptperson hat Frau Völler es einem aber auch leicht gemacht.
Ein sympathisches Mädchen durch und durch, die durch ihre kleinen Macken nur noch liebenswerter wird. Ihre Handlungen und Fehler, die sie begeht, kamen mir nicht (wie es bei manch anderen Protagonisten ist) dämlich und unsinnig vor, sonder absolut verständlich und nachvollziehbar.Dadurch war es mir noch einfacher, mich mit Emmi zu identifizieren.Wer mir etwas verschlossen blieb, war Pascal. Obwohl ich die Szenen zwischen Emmi und ihm süß finde, habe ich dennoch nach Beenden des Buches das Gefühl, eigentlich kaum etwas über ihn zu wissen. Schade, gerne hätte ich gewusst, was hinter dem äußerlich so knallharten Mann in Wirklichkeit vor sich geht.
Der Schreibstil ist sehr locker und doch rasant an den richtigen Stellen.Ab und zu gab es mir ein wenig zu viele Beschreibungen von Emmis Alltagsleben, das leider (wie es ja bei jedem von uns normalerweise auch ist) nicht immer so richtig spannend war. Ein etwas angezogenem Erzähltempo hätte die ganze Sache noch rund gemacht.
Das Ende war jetzt nicht direkt offen, lässt aber noch genug Raum für einen zweiten Teil, der, sollte es ihn denn geben, auf jeden Fall von mir gelesen werden wird!
FAZIT
Eine süße Geschichte, die mit einer ordentlichen Prise Spannung und auch einer Messerspritze voll Humor gewürzt ist. Das perfekte Buch wäre es für mich geworden, hätten die spannenden Ereignisse noch etwas schneller aufeinander gefolgt und hätte ich noch mehr über die anderen Figuren außer der Protagonistin erfahren. Dennoch: Ein definitiv lesenswertes Sommerbuch!

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

kuschelflosse, fische, nina müller, kinderbuch, fischhausen

Kuschelflosse - Das unheimlich geheime Zauber-Riff

Nina Müller , Ralf Schmitz
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 20.07.2015
ISBN 9783837131406
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Schon der Titel hat mich gleich ein wenig schmunzeln lassen beim Lesen und als ich dann auch noch gelesen habe, dass Ralf Schmitz das Hörbuch spricht, war klar das ich es hören muss!
Genauso süß wie das Cover und der Name ist auch die Geschichte.Jeder der Freunde von Kuschelflosse trägt einen ulkigen Namen (wie Herr Kofferfisch oder Flauschi, das Haustier), was die Geschichte alleine deswegen wahrscheinlich schon zu einem Highlight für Kinder macht. Zudem ist die Geschichte komplett mit Musik untermalt und auch die passenden Geräuscheffekte werden hier und da eingefügt. Was teilweise ein wenig gestört hat, waren die sich ständig wiederholenden Geräusche, wenn klar gemacht werden sollte, dass eine bestimmte Figur jetzt spricht (Bsp. Klopfen am Glas, Purzelbaumgeräusch).
Ralf Schmitz Art zu lesen macht jedoch alle kleinen Fehlerchen wieder wett und von ihm fühlt man sich sofort in die Fantasiewelt des Unterwasserriffs versetzt.Jede Figur hat eine eigene Stimme, was der ganzen Geschichte viel Lebendigkeit verleiht.
Die Geschichte an sich ist wirklich sehr schön gemacht und bietet viel Abwechslung durch das Treffen vieler neuer Figuren, die ebenfalls alle ihre Eigenarten haben. Für Kinder sicherlich ein großer Spaß und auch mir hat es Freude bereitet Kuschelflosse auf seiner Reise zu begleiten. Dennoch bevorzuge ich Kinderbücher für etwas ältere Kinder.
Kuscheflosse würde ich ab etwa 4 Jahren empfehlen.
FAZIT
Eine tolle Fantasiereise durch die Unterwasserwelt, die Kinder ab 4 begeistern wird.Brillant gesprochen von Ralf Schmitz werden die Figuren fast lebendig und unterhalten Groß und Klein.

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887 Bibliotheken, 31 Leser, 4 Gruppen, 122 Rezensionen

bibliomantik, fantasy, bücher, kai meyer, furia

Die Seiten der Welt - Nachtland

Kai Meyer
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.06.2015
ISBN 9783841421661
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Einstieg in das Buch gefiel mir echt gut, obwohl viel auf einmal passiert, fiel es mir nicht schwer zu folgen, möglicherweise aber auch, weil ich Band 1 vor nicht allzu langer Zeit gelesen habe.
Ich könnte mir vorstellen, dass für Menschen, die den ersten Teil bei dessen Erscheinen vor einem Jahr gelesen haben, der Einstieg in die Geschichte etwas schwieriger ist. Ich persönlich habe jedenfalls häufig Probleme erst einmal wieder zu den Charakteren und in die Geschichte zu finden.
In diesem Fall war das wie gesagt kein Problem und es war schön wieder in die buchige Welt und zu den liebgewonnenen Figuren zurückzukehren.

Zwar passiert in den einzelnen Teilen des Buches recht viel, aber dennoch habe ich das Gefühl mit der Handlung nicht recht voran zu kommen.
Es werden viele Fragen aufgeworfen), auf die die Antworten nicht unbedingt unvermittelt folgen, sodass ich viele Fragen bis zum Ende der Geschichte schon wieder vergessen hatte.

Es werden wirklich wahnsinnig viele Figuren und neue Handlungsstränge eingebaut, sodass es mir wirklich schwer fällt mir alle zu merken. Zusätzlich wird dann auch alle paar Seiten die Sichtweise geswitcht...

Die Geschichte ist mir insgesamt etwas zu ausufernd geworden. Man merkt, dass der Autor ganz viele tolle Ideen hat, die er alle unterbringen möchte, aber für einen Außenstehenden sind die ganzen Erklärungen und neun Erfindungen von Fantasie Dingen leider einfach ein bisschen zu viel des Guten.

Auch mit dem Ende bereits in Sicht hatte ich immer noch nicht so recht das Gefühl richtig im Buch und in der Geschichte zu versinken. Natürlich ist es interessant zu beobachten was die Figuren erleben, aber ich bleibe eben genau das: Ein Beobachter. Richtig identifizieren und reinfühlen konnte ich mich nicht.

Das Ende hat mir, im Gegensatz zum Mittelteil, nochmal wieder ein bisschen besser gefallen.
Es gibt einfach mehr Spannung, sodass die letzten Seiten das doch zügig dahin flogen.
Allgemein gesagt ist mir die Handlung, wie gesagt, aber einfach ein wenig zu umfangreich. Schon in Band 1 ist mir das aufgefallen und auch hier sehe ich keine Besserung. Es ist einfach zu viel was der Leser erfassen muss. Viele Charaktere, viele Handlungsstränge, viele Sichtweisen, viele Erklärungen. Ich hatte zwischendurch das Gefühl mich wirklich stark konzentrieren zu müssen, um an der Story dran zu bleiben und habe das Buch auch mehr als einmal erstmal beiseite legen müssen um meinem Gehirn eine Pause zu gönnen. Lesen soll doch aber Erholung sein!
Dennoch sind die Grundideen natürlich trotzdem fantastisch und unglaublich fantasiereich. Den dritten Band werde ich nur lesen, wenn es bei der Reihe bei einer Trilogie bliebt.

FAZIT

Eine Geschichte, die mir persönlich einfach ein bisschen "zu viel" beinhaltet.
Es war für mich viel Konzentration nötig um das Buch zu lesen, dabei möchte ich mich beim Lesen doch eigentlich lieber entspannen!
Das Buch lässt sich kaum noch als Urban Fantasy einordnen und würde nach meinen Maßstäben eher als High Fantasy durchgehen.
Trotz allem ist die Geschichte schön, nur leider nicht ganz einfach zu lesen.

BEWERTUNG

3/5


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468 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 149 Rezensionen

liebe, schauspieler, hollywood, eversea, liebesroman

Eversea - Ein einziger Moment

Natasha Boyd , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.05.2015
ISBN 9783802597435
Genre: Liebesromane

Rezension:

Für mich war das Lesen dieser Geschichte ein einziges Auf und Ab.
Gleich der Beginn fiel mir etwas schwer, denn unsere Hauptperson Keri Ann hat einen für mich nicht ganz so glücklichen Start in die Geschichte hingelegt. 
Sie scheint sich schon in den ersten paar Seiten ständig in ihren eigenen Aussagen zu verhaspeln und wird zudem wohl auch noch ständig rot. 
Zum Glück wird wenigstens ihre auch noch vorhandene und ziemlich übertriebene Ungeschicklichkeit im Weitergang der Geschichte von ihr bemerkt und auch kommentiert. 
Diese kleinen Stücke Sarkasmus haben sie mir gleich viel sympathischer gemacht, richtig ins Herz schließen konnte ich sie dennoch nicht so wirklich.
Jack erschien mir zu Beginn recht selbstverliebt und von sich überzeugt zu sein und obwohl man im Laufe der Story noch einiges sehr persönliches über ihn und seine verletzlichen Seiten erfährt, konnte ich bis zum Schluss diese erste Impression von ihm nicht abschütteln.
Ab ungefähr der Hälfte des Buches geht es zwischen Jack und Keri Ann ganz schön hoch her. Mir war ehrlich gesagt gar nicht bewusst, dass es sich bei diesem Buch um ein New Adult Roman handelt, sodass mich diese doch ziemlich ausgiebigen und meines Erachtens auch unnötig langwierigen erotischen Szenen überrascht haben.Während dieser Szenen (und auch noch etliche Male später im Buch) gibt es ein ewiges Tauziehen zwischen den beiden Protagonisten. "Ja ich will."..."Nee warte, doch nicht."
Man kann sich vorstellen, dass eine immer andere Fassung dieser Sätze auf Dauer ermüdet.
Trotz des angenehm flüssigen Schreibtsils fehlen mir im Allgemeinen etwas mehr die Details.
Keinesfalls von Personen (Jack's perfektes Sixpack wird mehr als ausreichend beschrieben), sondern viel mehr von der Umgebung. Alle paar 100 Seiten scheint der Autorin aufzufallen, dass sie ja auch beschreiben muss wo die Personen sich gerade befinden und nicht nur was sie gerade tun. Prompt folgen seitenlange Texte über Mobiliar und Wandfarben.
Etwas mehr Kontinuität hätte hier gut getan.
In den letzten 30 Seiten scheinen meine stillen Gebete nach etwas Vorangang in der Handlung endlich erhört worden sein, denn es passiert tatsächlich plötzlich ziemlich viel!Hey, die Frau Boyd kann Emotionen ja doch ziemlich gut rüberbringen, dachte ich mir.
Tatsächlich INTERESSIERTE mich sogar auf einmal was mit unsere Figuren passieren würde.
Als zum Schluss dann sogar noch ein Perspektivwechsel folgte, war ich gerade zu aus dem Häuschen!
Das Ende was dann jedoch folgte, ließ mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgleiten, denn es war sehr deutlich, dass die Autorin hier intendiert hatte DIE überrasche Wende zu präsentieren und das Buch quasi mit einem Knall enden zu lassen.
Tja, schade wenn einem diese Tatsache schon seit mindestens 100 Seiten klar war.

Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde weiß ich noch nicht.
Vielleicht werde ich zuschlagen, wenn sich mir eine günstige Gelegenheit bieten sollte.
FAZIT
Ein Roman mit vielen Höhen und Tiefen, zu meinem Bedauern hauptsächlich Tiefen.
Trotz einiger anstrengender Charakterzüge der Protagonistin und, meines Erachtens nach, viel zu langen erotischen Szenen bot die Geschichte zwischendurch gute Unterhaltung.
Insgesamt kommt die Story über Mittelmaß jedoch nicht hinaus.
BEWERTUNG
2,5/5

  (4)
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301 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

nerd, liebe, comics, jugendbuch, amerika

Flirt mit Nerd

Leah R. Miller , Larissa Rabe , Edigna Hackelsberger
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.05.2015
ISBN 9783570309957
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Buch, das sich dem Thema Comic widmet und dann auch noch ein so verdammt cooles Cover hat? Mir war schnell klar, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen muss!
Tatsächlich steigt man sehr leicht in die Handlung ein, denn die angenehm lockere Schreibweise der Autorin lässt den Leser flüssig Seite um Seite lesen, sodass man gar nicht bemerkt wie die Kapitel nur so dahinfliegen.
Maddyson genannt Maddie ist unsere Hauptfigur in dieser Story und obwohl es mir am Anfang etwas schwer fiel eine Verbindung zu ihr aufzubauen. habe ich sie doch im Laufe der Geschichte immer mehr ins Herz geschlossen. Zu Beginn dachte ich erst: 'Du meine Güte, schon wieder so ein pubertärer Roman in dem Beliebtheit alles ist und du ohne Status gar nichts bist?'Und tatsächlich schien Maddie anfangs sehr oberflächlich zu sein. Seit einem peinlichen Vorfall in der 6. Klasse versteckt sie vor all ihren Freunden ihre "nerdige Seite" und hat seit damals beschlossen, dass sie alles tun muss um auf der Beliebtheitsskala ganz nach oben zu klettern. Dazu gehört unter anderem mit dem Footballstar zusammen sein, Cheerleading machen, die angesagten Bands und Serien mögen und natürlich: Auf gar keinen Fall ein Nerd sein!Dann aber lernt Maddie Logan kennen, der Nerd durch und durch ist. Er zeigt ihr, wie schön es sein kann, wenn man sich nicht verstecken muss und Maddie gerät in einen Zwiespalt zwischen dem was sie für richtig hält und dem was sie eigentlich will.
Die Entwicklung, die Maddie durchmacht, gefällt mir sehr gut, auch wenn ich ihre Ängste, dass das Comic lesen ja total peinlich ist, nicht so wirklich nachvollziehen kann. Mit wem ich mit etwas weniger anfreunden konnte war Logan. Klar, er scheint ein süßer und netter Typ zu sein, aber viel mehr wüsste ich auch nicht über ihn zu sagen. Er bleibt mir leider etwas zu blass und ich hätte gern mehr über ihn erfahren, dann hätte ich vielleicht auch bei der sich entwickelnden Liebesgeschichte etwas intensiver mitgefiebert.Auch empfand ich leider sowohl einige seiner Handlungen als auch Maddies Reaktionen als etwas zu übertrieben und überdramatisch.
Dennoch hat mir der Aufbau der Geschichte im Allgemeinen sehr gut gefallen und besonders die vielen Zusatzinformationen zu Comics und Fantasyrollenspielen fand ich wirklich sehr interessant zu lesen.
FAZIT
Obwohl die Handlungen wohl an dem ein oder anderen Punkt ein wenig überspitzt dargestellt werden ist Flirt mit Nerd doch alles in allem eine sehr süße Sommergeschichte, die ich jedem, der sich schon immer mal näher mit dem Thema Comics befassen wollte, ans Herz lege.Auch die Botschaft "Sei du selbst, egal was andere sagen." kann ich so nur unterschreiben.

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(601)

1.178 Bibliotheken, 37 Leser, 4 Gruppen, 225 Rezensionen

fantasy, liebe, masken, sabaa tahir, elias

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783846600092
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gleich zu Beginn konnte mich das spannende Setting des Buches, was ein wenig an das alte Rom erinnert, in seinen Bann ziehen. 
Wir begegnen als erstes Laia, deren Leben zwar nicht gerade einfach zu sein scheint, die aber trotzdem glücklich ist. Dann muss sie aber einen herben Schicksalsschlag hinnehmen, denn ihr Haus wird von den "Masken" (den Handlangern des Imperiums) überfallen und ihr Bruder wird verschleppt.Um ihn zu retten beschließt sie beim Wiederstand, der sich gegen das Imperium auflehnt, Hilfe zu suchen. In einer zweiten Perspektive treffen wir auf Elias, der so gar nicht zufrieden ist mit seinem Leben. Er befindet sich im Endstadium der Ausbildung zu einer eben solchen Maske, die Laias Familie überfallen hat und wünscht sich nichts sehnlicher als endlich frei zu sein. 
Es dauert lange bis unsere beiden Hauptcharaktere aufeinander treffen und ich muss sagen, dass ich den Weg dorthin teilweise etwas beschwerlich fand. Ungefähr das erste Drittel besteht viel aus Suche und Reise bei Laia und aus Alltag und Warten bei Elias. Etwas das für mich eine Spur zu trocken war, was aber dafür glänzend wieder ausgeglichen wurde, als die Geschichte in ihrem Verlauf Fahrt aufnahm. Seite und Seite habe ich immer mehr mitgefiebert und konnte es kaum erwarten das Buch wieder zur Hand nehmen können.
Auch der detailreiche Schreibstil flacht gegen Mitte des Buches etwas ab, was der Spannung aber ungemein zuträglich ist, denn gerade dieses etwas Wage lässt der Fantasie des Lesers viel mehr Spielraum.
Als es auf das Ende zuging, dachte ich mir die ganze Zeit: Nein, da muss doch noch so viel kommen, die haben doch noch so viel vor! Und dann ZACK! Vorbei!Angeblich soll dieses Buch ja ein Einteiler sein, aber angeblich soll Frau Tahir auch wissen, wie es bei einer eventuellen Fortsetzung weitergehen soll, also lassen Sie mich sagen: Bitte Frau Tahir ich brauche einen zweiten Band! Mit diesem Ende kann ich so nicht leben!! :D
FAZIT
Ein Buch, das zu Beginn etwas Geduld erfordert, aber den fleißigen Leser dafür mit jeder Seite mit einer weiteren Portion Spannung belohnt!Meine Empfehlung für jeden, der gerne über das antike Rom liest oder einfach einmal etwas anderes als nur Vampire, Dämonen und Elfen aus dem Fantasie Genre erleben will.
BEWERTUNG
4,5/5

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thriller, mord, zug, paula hawkins, alkoholismus

The Girl on the Train

Paula Hawkins
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Doubleday, 29.01.2015
ISBN 9780857522313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Einstieg ins Buch viel mir sehr leicht, da die lockere und leicht verständliche Schreibweise der Autorin es gut möglich macht schnell in die Geschichte einzufinden und ihre Charaktere kennen zu lernen.
Auch das englische Vokabular ist alles andere als problematisch und so auch definitiv für Anfänger auf dem Gebiet 'Englisch Lesen' geeignet.Als Erstes treffen wir Rachel. Rachel hat es im Moment ziemlich schwer im Leben. Ihr Mann hat sie für eine neue Frau verlassen und aus ihrem Kummer fängt Rachel an zu Trinken. Als nach ein paar Gläsern Wein am Abend einmälig ganze Flaschen werden und sich das Trinken auch nicht mehr nur auf den Abend beschränkt verliert sie auch noch ihren Job.
Damit ihre Mitbewohnerin und gleichzeitig auch Vermieterin Cathy keinen Verdacht auf möglichen Geldmangel schöpft fährt Rachel weiterhin jeden Tag mit dem 8.07 Uhr Zug in die Stadt und mit dem 17:57 Zug zurück.
Auf der Strecke beobachtet sie gerne die Menschen in den Häusern an denen sie täglich vorbeifährt und stellt sich vor, wie deren Leben wohl aussehen mag.
Am liebsten beobachtet sie Jess und Jason. Sie scheinen das perfekte Leben zu führen, zumindest in Rachels Fantasie.
Dann eines Tages steht Jess in der Zeitung. Ihr Name ist in Wirklichkeit Megan und sie ist  verschwunden und Rachel könnte die einzige Person sein, die etwas beobachtet hat.Neben Rachels Erzählperspektive (die nebenbei ziemlich düster und depressiv ist) wird auch bald die verschwundene Megan eingeführt, die uns jedoch nur aus ihrer Vergangenheit berichtet.
Eine dritte Sichtweise bekommen wir auch noch und zwar von der neuen Frau von Rachels Exmann, Anna. Diese Perspektive fand ich persönlich am interessantesten (obwohl ich Anna am wenigsten leiden konnte), wohl auch, weil man Geschichten selten aus der Sichtweise der 'anderen Frau' hört.Rachels  Anteile an der Geschichte empfand ich manchmal als ein wenig verwirrend, wobei aber eben dieses eigentlich auch zu Rachel passt, da sie ja ein starkes Alkoholproblem hat und die Geschichte entsprechend verworren erzählt.Ich fand es toll, wie unterschiedlich die Erzählpersönlichkeiten gestaltet waren und wie man bei jeder einen ganz eigenen Charakter erkennen konnte.Im Laufe der Geschichte wird dem Leser immer wieder ein neuer Verdächtiger präsentiert und immer wieder stellt sich dieser erneut als unschuldig heraus. Oder auch doch nicht? Ich hatte schon so meinen Verdacht, wer hinter dem Ganzen stecken könnte, war aber dennoch sehr überrascht von der Auflösung. Der Showdown am Ende war wirklich genial und vor allem so spannend, das ich das letzte Drittel des Buches bis spät in die Nacht hinein unbedingt noch durchlesen musste.

Leider hat mir eben diese Spannung ab und zu im Mittelteil gefehlt, der sich viel um Rachels persönliche Probleme mit Alkohol und ihrem Exmann dreht. Hier hätte man die Handlung gut noch etwas anziehen können und so den Leser vielleicht auch noch etwas mehr fesseln können.

FAZIT
Ein beeindruckendes Buch insgesamt, auch wenn der Mittelteil ein wenig in Sachen Spannung leider geschwächelt hat.Wem "Gone Girl" oder "Before I Go to Sleep" gefallen hat, der sollte sich unbedingt an diesem Werk versuchen! 

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jugendkrimi, türkin, 2015, türkei, polizistin

Krähensommer

Brigitte Glaser
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.03.2015
ISBN 9783846600085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover ist für mich bei diesem Buch ein absoluter Blickfang. Man schaut es an und auch  lange nachdem man wieder weggeschaut hat, bleibt einem das Bild dennoch im Kopf.Die geschwungene Schrift bildet hier einen tollen Kontrast zu den eher bedrohlichen Farben Rot und Schwarz und auch den Rahmen finde ich klasse, denn er gibt dem Gesamtbild einen so geschlossenen Aufbau.
Aber lassen wir das Äußere...da spricht nur wieder der Kunstabiturient aus mir :D
Inhaltlich konnte das Buch nämlich ebenfalls überzeugen, auch wenn hier, wie in den meisten Krimis, eher Wert auf den logischen Weg zur Lösung (also mehr "Ermittlungsarbeit") als auf actionreiche Verfolgungsjagden gelegt.
Inci als Hauptcharakter hat mir gut gefallen, auch wenn ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, das Bild von Winnetous Pferd aus dem Kopf zu kriegen, auch wenn der Name nur so ähnlich klingt ;DInci ist eine starke Persönlichkeit, was mir grundsätzlich immer gut gefällt und ihr als anstrebende Kommissarin sicherlich in den nächsten Bänden der Reihe noch zugute kommen wird. Auch ist sie energisch, hilfsbereit und vor allem eine Frau, die es geschafft hat ihre Vergangenheit zu überkommen. Zudem boxt sie und ist ein rundum toughes Mädel.Ihren gewählten Berufsweg finde ich ebenfalls sehr interessant und vor allem für alle angehenden Polizisten oder Kommissare könnten die hier eingeflossenen Informationen über das Studium/die Ausbildung wirklich überaus spannend sein!
Man erfährt außerdem viel über Incis Privatleben, was ich teils wirklich interessant fand, teils aber auch etwas zu langatmig.
Sie erzählt viel aus der Vergangenheit und erinnert sich zurück. Dabei hat mir manchmal leider ein wenig die Spannung und dieses "Was-Passiert-Als-Nächstes-Gefühl" gefehlt, denn da Inci von Vergangenem erzählt und der Leser ja die aktuelle Gegenwart kennt, weiß er ja quasi schon wie ihre Geschichten ausgehen. Da fehlte mir ein bisschen der Reiz unbedingt weiterzulesen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Das Einzige, was mich manchmal stocken ließ, war die besagte fehlende Spannung. Es wird viel von aufregenden Handlungen erzählt, aber wirklich passieren tut selten etwas. Richtig actionreiche Szenen wo einem der Atem stockt und die Seiten nur so dahin fliegen musste ich leider vergeblich suchen.Natürlich kann man bei einem Krimi damit rechnen, das mehr ermittelt als aktiv "gejagt"wird, was auch der vorrangige Grund ist, warum ich dieses Genre eher selten lese. Ich hatte bei dem Buch  ein Thriller erwartet (warum weiß ich selbst nicht, es steht schließlich nicht drauf) und war nur etwas überrascht von der anderen Art des Buches. Das heißt keineswegs, dass es schlecht war.
FAZIT
Für Krimifans und/oder angehende Polizisten sicherlich eine empfehlenswerte Lektüre. Meinen Geschmack hat es leider nicht so ganz getroffen, obwohl mir die Protagonistin und die Grundidee sehr gut gefallen haben. Ich brauche in Kriminalfällen immer etwas Action, denn spannende Verfolgungsjagden und psychologische Spielchen faszinieren mich am meisten. Wer darauf aber etwas weniger Wert legt als ich und sowieso lieber den Ermittlungen und Nachforschungen folgt, für den wird Krähensommer die absolut richtige Wahl sein!
BEWERTUNG
3,5/5

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liebe, zoella, girl online, blog, freundschaft

Girl online

Zoe Sugg , Henriette Zeltner , Zoe Sugg aliaslla
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.02.2015
ISBN 9783570171318
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich persönlich habe noch nie etwas von "Zoella" gehört, geschweige denn ihren Blog gelesen oder ihren Youtube Channel angeschaut. Von daher konnte ich recht unvoreingenommen an die Sache rangehen und habe mich so einfach mal von Geschichte und Autorin überraschen lassen.
Gleich zu Beginn fand ich es recht leicht in die Geschichte einzusteigen, denn man wird, anders als in vielen anderen Büchern, nicht gleich mitten ins Geschehen hineingeworfen, sondern eher langsam an Figuren und Story herangeführt.
Der Schreibstil ist sehr locker und leicht und lässt sich gut flüssig lesen.Auch, dass die Autorin über die ganze Story hinweg kleine Hinweise verstreut hat, die am Ende zur Auflösung der ganzen Geschichte führen, gefiel mir sehr gut.
Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, jedoch hat mir bei manchen der gewisse Hauch einer präsenten Persönlichkeit gefehlt. Natürlich wurde die Eigenschaften der einzelnen Figuren beschrieben, jedoch hat es mir manchmal ein wenig an der wirklichen Umsetzung gefehlt. Oder aber eine Eigenschaft wurde stattdessen so übertrieben dargestellt, dass der Leser sie auch wirklich bemerken MUSS.Bestes Beispiel: Pennys Tollpatschigkeit.Zu Beginn war das ja vielleicht noch ganz süß. Aber vor allem auf den ersten Seiten des Buches wird SO sehr betont, wie unperfekt, ungeschickt, unsicher und noch viel mehr un's sie doch ist.Sie fällt hin, stolpert, verschüttet etwas und macht sich als großes Finale vor der ganzen Schule peinlich.Vielen Dank liebe Frau Sugg, ich habe verstanden, welche Eigenschaft des Hauptcharakters sie betonen möchten :DDennoch gibt es auch noch Charaktere wie zum Beispiel Noahs kleine Schwester Bella oder Elliot, die man einfach sofort ins Herz schließen muss! Alles in allem haben die Figuren ja auch gefallen, nur hoffe ich, dass sie in Band 2 der Reihe nicht ganz so blass bleiben.
Die Liebesgeschichte war an sich wirklich süß und auch wenn mich nichts daran wirklich überrascht hat war sie doch ganz schön zu verfolgen. Vor allem der kleine Twist am Ende hat mir noch einmal gut gefallen.
Besonders interessant fand ich die Abschnitte über Pennys Blog und vor allem, dass Themen wie Cyber Mobbing, Homophobie und fehlendes Selbstbewusstsein angeschnitten wurden. Etwas, dass ich mir in einer ein wenig ausgebauterer Form auch gut für den zweiten Band vorstellen könnte!
FAZIT
Girl Online ist eine süße Geschichte für zwischendurch, die mich zwar gut unterhalten, jedoch nicht unbedingt gefesselt hat. Wer selbst einen Blog hat, wird sich hier vielleicht das ein oder andere mal wiedererkennen und dadurch macht, meiner Meinung nach, das Lesen immer noch ein kleines bisschen mehr Spaß.Wenn ich die Geschichte mit einem Wort zusammenfassen müsste wäre das auf jeden Fall "süß".Wer also Lust auf eine süße Contemporary Geschichte für Zwischendurch mit kleinen Blogger Inhalten hat und nicht übermäßig große Spannung erwartet, der wird mit Girl Online goldrichtig liegen.

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