Leserpreis 2018

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Juli verteilt das Glück und findet die Liebe

Tanja Kokoska
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453422537
Genre: Liebesromane

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28 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Das Haus der Malerin

Judith Lennox , Mechtild Ciletti
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.11.2018
ISBN 9783866124059
Genre: Romane

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Sophies Tagebuch

Nicolas Remin
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 23.10.2018
ISBN 9783463406954
Genre: Romane

Rezension:

West-Berlin, Oktober 1989: Erika zur Linde ist Französischlehrerin, Mitte 40 und geschieden. Außer in ihrer Schule hat sie kaum soziale Kontakte, nur ihren Vater Ulrich besucht sie alle 4 Wochen zum Sonntagsessen. Der wurde in den 50er Jahren mit einem Kriegsroman berühmt, hatte sich kurz darauf aber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Jetzt hat er sich an seinem Schreibtisch erschossen, kurz nachdem er einen Brief aus Amerika bekam. Ein gewisser Paul Singer fragt darin nach seinem Onkel Felix Auerbach, einem Juden, mit dem Ulrich und seine Frau Sophie (Erikas Mutter) während des 2. WKs befreundet waren und nach dessen Manuskript. Erika ist wie vor den Kopf gestoßen, über den Krieg oder gar Felix haben ihre Eltern nie geredet. Ihre Mutter starb, als sie 15 war. Auf der Suche nach weiteren Hinweisen findet sie deren Tagebuch und taucht in die Vergangenheit ihrer Familie ab.

 

Nicolas Remin erzählt auf 2 Zeitebenen Sophies Geschichte und Erikas Suche nach der Wahrheit.

Sophie heiratet 1939 nach nur wenigen Monaten den älteren Ulrich zur Linde, weil er in der Wehrmachts-Uniform gut aussieht und sie unbedingt Journalistin für eine Frauenzeitschrift werden will, was ihre Eltern ihr verboten haben. Ulrich ist sehr in sie verliebt und erlaubt ihr alles, überhäuft sie mit Geschenken. Allerdings wird ihr schnell klar, dass sie ihn nicht liebt. Sie ist extrem naiv und unpolitisch, tritt nur in die NSDAP ein, um bei Journalistin bleiben zu können und weil sie – wie so viele andere Frauen auch – Hitler anhimmelt.

Ulrichs bester Freund Felix Auerbach ist Jude, aber das spielt für sie keine Rolle. Felix sieht zu gut aus – groß, schlank, blond, wie ein echter Arier. Auch er bewundert Hitler, ist t traurig, dass er nicht wieder an der Front kämpfen darf, wie im ersten WK. Als Ulrich in den Krieg zieht, kümmert sich Sophie um Felix, dessen geplante Emigration immer wieder scheitert. Bald müssen sie ihn verstecken, sein Aussehen hilft ihm dabei. Sophie und er verbringen viel Zeit miteinander ...

 

Ich fand es schade, dass Nicolas Remin einen so nüchternen Schreibstil gewählt hat, dadurch sind mir Erika, Sophie und auch die anderen Protagonisten fremd geblieben. Obwohl sie viel Schlimmes erleben, bleibt man beim Lesen seltsam distanziert.

Sophie scheint eine verwöhnte Göre gewesen zu sein. Die „ehelichen Pflichten“ erträgt sie nur mit Alkohol. Glücklich ist sie nur, wenn Ulrich einen neuen Orden bekommt und in der Hierarchie der Wehrmacht aufsteigt oder Pakete aus Frankreich schickt, wo er stationiert ist. Erika hat sie immer als ziemlich kühle Frau bzw. Mutter empfunden und ist genau so geworden. Doch nach dem Tod ihres Vaters blüht Erika in kürzester Zeit plötzlich auf. Sie macht eine 180 Grad-Wendung, ändert ihren Kleidungsstil, ihre Frisur, trägt auf einmal Makeup. Aus dem unscheinbaren Mauerblümchen wird ein heißer Feger. Diese Wandlung fand ich zu extrem, ihre Gründe dafür bleiben nebulös. Zudem lebt Erika in West-Berlin und interessiert sich kaum dafür, was gerade auf der anderen Seite der Mauer passiert. Als diese dann fällt, stört sie sich am Geruch der Trabbis, dass die vielen Menschen aus dem Osten h in Berlin „einfallen“ und die Straßen verstopfen. Was das politisch bedeutet, scheint ihr egal zu sein.

Am meisten irritiert aber war ich von Felix. Gab es wirklich Juden, die zu 100 Prozent hinter Hitler standen und dachten, dass nach dem Endsieg alles wieder gut wird, dass die KZs nur Lügen sind? Oder hat Felix sich das nur eingeredet, weil er es glauben wollte? Auch das wird leider nicht wirklich aufgelöst.

 

Abgesehen von den o.g. Kritikpunkten, hat mir das Buch gut gefallen. Ich fand es faszinierend, wie sich die verschiedenen Menschen in der Nazizeit verhalten und wie viele dabei geholfen haben, Felix zu verstecken oder ihm wieder neue Identitäten zu beschaffen. Der Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen Felix, Ulrich und Sophie waren sehr beeindruckend.

Auch Erikas fast schon manische Suche nach der Wahrheit, das Verdrängen wollen oder Zurechtbiegen, ihre Ängste vor den eigenen Erinnerungen und ihre Gewissenskonflikte waren authentisch.

 

Mein Fazit: Ein weiteres wichtiges Buch #gegendasvergessen

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Zwei auf Umwegen

Taylor Jenkins Reid , RADIOROPA Hörbuch - eine Division der TechniSat Digital GmbH , Cornelia Schönwald
Audio CD: 1 Seiten
Erschienen bei RADIOROPA Hörbuch, 09.09.2015
ISBN 9783836811842
Genre: Romane

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Zehn Wünsche bis zum Horizont

Emma Heatherington , Claudia Geng , Sabina Godec
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio, 24.11.2017
ISBN 9783961080557
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Brote aus dem Topf

Audrey Le Goff
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Südwest, 17.09.2018
ISBN 9783517096407
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wenn Sie erst einmal die wunderbaren Brote aus diesem Buch ausprobiert haben, wird der Topf gar nicht mehr in den Schrank gestellt.“ (S. 9) verspricht die Autorin Audrey Le Goff vollmundig im Vorwort zu ihrem neuen Buch „Brote aus dem Topf“. Ich gebe zu, ich war sehr skeptisch, inwieweit ein Topf Einfluss auf das Backergebnis haben sollte, da ich schon seit Jahren unser Brot selber backe – ganz klassisch, mit Gärform und freigeschoben (also ohne Form gebacken)

Nach einer kurzen Einführung, in der vor allem auf die Topfarten und –größen eingegangen wird, geht es auch schon mit den Rezepten los. Mir gefällt besonders, dass hier für wirklich jeden Geschmack etwas dabei ist. Egal ob süß oder herzhaft, klassisch oder ausgefallen – selbst mich haben einige Rezepte noch echt überrascht. Rotweinbrot mit Salami und Walnüssen, Haselnussbrot mit Käse und Backpflaumen, Kastanienmehlbrot mit Feigen oder Quinoabrot mit Müsli sind mir bis dato noch nie untergekommen.

 

Auch die Zubereitung ist denkbar einfach. Zuerst darf die Hefe ein wenig vorquellen, dann werden alle Zutaten vermischt und mit der Hand ordentlich geknetet (wer, so wie ich, Kraft sparen will, benutzt einfach die Küchenmaschine *hüstel*). In der Zwischenzeit legt man in den vorgewärmten Topf ein mit Öl bestrichenes Stück Backpapier – kleiner Tipp: wenn man das Papier vorher zusammenknüllt, passt es sich besser der Topfform an. Als nächstes kommt der Teigrohling in den Topf, Deckel drauf und ruhen lassen. Nach der ersten Ruhezeit sieht man schon, dass der Topfdeckel beschlagen ist, die Hefe also schön gehen und Wärme entwickeln konnte. Nochmal ordentlich Durchkneten und Formen und wieder ruhen. Am Ende hatte sich der Teig ca. vervierfacht. Auch beim abschließenden Backen wird der Deckel auf dem Topf gelassen und so eine konstante Temperatur gehalten. Wenn das Brot nach der eigentlichen Backzeit noch nicht genug Farbe hat, lässt man es einfach noch ein paar Minuten drin.

 

Ich habe inzwischen schon einige Rezepte getestet und bin begeistert. Bisher haben alle funktioniert und sie machen kaum Aufwand. Auch „kleine Brote“ wie z.B. die Milchbrötchen sind sehr lecker geworden.

 

Mein Fazit: Ausgefallene Rezepte, einfache Zubereitung und sehr leckere Ergebnisse! Durch den Topf wird die Temperatur konstant gehalten und das Ergebnis ist ein wunderbar gleichmäßiges Brot.

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Sowas kann auch nur mir passieren

Mhairi McFarlane , Maria Sophie Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2018
ISBN 9783426520765
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es ist nicht Georginas Tag,
als sie zuerst gefeuert wird und dann auch noch ihren Freund mit einer anderen im Bett erwischt. Aber in Selbstmitleid versinken ist keine Option für sie. Stattdessen macht sie eine lustige Story für ihre Freunde aus dem ganzen Schlamassel. Das ist überhaupt Georginas Ding – nie zeigen wie nah ihr etwas geht, wenn sie jemand verletzt. Stattdessen ist sie immer witzig, überhört Demütigungen und zeigt niemandem, wie es wirklich in ihr aussieht. Lieber sich selbst und Lächerliche ziehen, bevor Andere es machen.
Doch ihr neuer Job im Pub könnte die entscheidende Wendung sein. Die Chefs sind Brüder, sehr nett und bezahlen extrem gut. Nur leider war sie mit einem von ihnen, Lucas, während der Schulzeit zusammen. Er war ihre erste große Liebe. Mit der Abschlussparty damals endete auch ihre Beziehung – warum erkennt er sie jetzt nicht?

„Sowas kann auch nur mir passieren“ ist bereits das 4. Buch von Mhairi McFarlane. Nach dem Klappentext erwartet man einen unterhaltsamen Frauenroman, doch genau das leichte, unbeschwerte ihrer ersten beiden Bücher fehlte mir hier. Wie schon in „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ verpackt die Autorin ein ziemlich ernstes Thema in eine kurzweilige Hülle.

Georgina ist keine „Heldin mit Vorbildfunktion“ sondern eine ganz normale Frau. Als ihr Vater starb, war sie noch ziemlich jung. Die Ehe ihrer Eltern war grauenvoll. Jetzt ist sie Anfang 30 und hält sich mit miesen Bedienungsjobs über Wasser. Bei der Auswahl ihrer Partner hat sie bisher kein glückliches Händchen bewiesen. Ihr Exfreund erweist sich als absoluter Fiesling, der die Menschen nach Lust und Laune manipuliert. Auch der neue Mann der Mutter ist ein Despot. Ihre Mutter hackt dauernd auf ihr rum und ihre Schwester ist kein Sonnenschein, sondern eher der Typ überhebliche, eingebildete Besserwisserin – die Familie würde ich nicht geschenkt haben wollen, dachte ich oft  und hatte Mitleid mit Georgina.

Früher wollte sie übrigens Schriftstellerin werden und entdeckt jetzt den Poetry-Slam für sich. Doch bei jeder witzigen Geschichte, die sie erzählt, bricht ihre Schale etwas mehr auf und sie lässt die Zuhörer in ihr Innerstes schauen, auch wenn sie es urkomisch verpackt. Nach und nach gesteht sie sich ein, dass sie den Humor nutzt, um die Wahrheit, den Kummer zu überspielen.

Doch keine Angst, trotz des schwierigen Themas schreibt Mhairi McFarlane sehr witzig und mit viel Situationskomik. Die Treffen mit ihren Freunden und der Zusammenhalt unter ihnen erinnern an die Bridget-Jones-Filme und ich könnte mir auch „Sowas kann auch nur mir passieren“ sehr gut als Film vorstellen.

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Kekse – Lebkuchen – Teegebäck

Elisabeth Ruckser
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Servus, 11.10.2018
ISBN 9783710401824
Genre: Sachbücher

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Die Brücke zwischen den Welten

Petra Oelker
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.10.2018
ISBN 9783805200271
Genre: Historische Romane

Rezension:

Corriger la fortune

 

... korrigiere das Glück. Würdet ihr das tun, wenn es euch jemand anbietet? Alles was Hans Körner nach seiner Entlassung aus dem Teppichhaus Brooks 1906 dafür machen müsste, wäre für 1 Jahr in die Rolle von Ludwig Brehm zu schlüpfen und an seiner statt in Konstantinopel im Orientteppich-Handelshaus Ihmsen & Witt ein Praktikum (so würde man heute sagen) zu machen. Viel Zeit zum Überlegen hat Hans nicht, der Zug geht schon am gleichen Abend. In Hamburg hält ihn nichts, Familie hat er keine und ähnlich sehen sich Hans und Ludwig auch. „Man kann doch alles sein, wenn man an sich und an seine Pläne glaubt.“ (S. 66)

Doch Hans quälen bereits auf der Reise Zweifel, ob er damit durchkommt. Diese verliert er in seiner Zeit bei Ihmsen & Witt nie ganz. Doch kommt er sich zu Beginn noch wie ein Hochstapler vor, wird er immer mehr zum weltgewandten Ludwig Brehm. Er kleidet sich wie er, wird selbstbewusster, beobachtet seine Umgebung ganz genau, um ja keine Fehler zu machen und lässt sich immer wieder Ausreden einfallen, warum er z.B. nicht Klavier oder Tennis spielen kann, wie der wirkliche Ludwig Brehm es könnte – und er meistert den Drahtseilakt ziemlich gut.

Auf seinen Streifzügen durch Konstantinopel wird er von Edie Witt, der jungen zweiten Frau einer seiner Arbeitgeber, und Milena Bonard, einer Halbrussin/Halbfranzösin begleitet. Letztere soll gleichzeitig seine Fremdsprachenkenntnisse aufpolieren. Und je länger Ludwig in Konstantinopel weilt und hinter die Kulissen blicken kann, um so klarer wird ihm: „Alle waren Hochstapler. ... Alle korrigierten an ihrem Glück herum, betrogen sich selbst, polierten den Schein ...“ (S. 339)

 

Petra Oelker schreibt sehr bildlich, ausschweifen, überbordend und farbenprächtig – genau so stelle ich mir den Orient vor. Sie fabuliert und lässt die alte Zeit lebendig werden, mehr als einmal hat sie mich dabei an Marco Polo erinnert.

 

Allerdings hatte ich mir die Handlung etwas anders vorgestellt. Aufgrund des Klappentextes habe ich einen abenteuerlichen Reiseroman, eine Münchhausen-Geschichte erwartet, aber ein Sittengemälde bekommen.

Ludwigs (also eigentlich Hans’) Geschichte ist nur der Rahmen für umfassende Beschreibungen der Stadt, ihrer Bewohner, der Sitten und Gebräuche und der sich stetig verändernden politischen Lage. In Konstantinopel treffen Orient und Okzident aufeinander, Menschen aller Religionen und Völker. Zudem leidet der herrschende  Sultan an Verfolgungswahn, lässt immer wieder Leute verhaften, die dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Nicht nur Ludwig, auch die anderen Protagonisten haben Geheimnisse und mit Problemen zu kämpfen. Die sehr junge und modern erzogene Edie Witt muss dauernd hinter der verstorbenen ersten Frau ihres Mannes und vor allem deren Schwester zurückstecken, die sich die letzten Jahre um die Kinder aus dieser Ehe gekümmert hat. Zudem gesteht ihr Mann ihr zwar eine eigenen Meinung und auch Hobbys zu, aber reisen oder gar arbeiten – das geht natürlich nicht!

Auch Milena hat ein schweres Päckchen zu tragen. Ihre Eltern sind vor Jahrzehnten mit ihr aus Russland geflohen, nachdem die Brüder ihrer Mutter als Anarchisten verhaftet und in die Strafkolonie nach Sachalin verbannt wurden. Seitdem haben sie nichts mehr von ihnen gehört. Jetzt macht ihr der russische Maler Sergej neue Hoffnungen – allerdings erwartet er auch eine Gegenleistung ...

 

Mein Fazit: Leider etwas viel Politik und Fabulierfreude, sonst aber eine schöne historische Erzählung, wenn auch anders als erwartet.

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Die kleinen Wunder von Mayfair

Robert Dinsdale , Simone Jakob
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226728
Genre: Romane

Rezension:

Als Cathy mit 15 Jahren schwanger wird verlangt ihre Familie, dass sie das Baby in der Fremde bekommt und nach der Geburt weggibt: „ ... und wenn Du zurückkommst, bist Du wieder unser liebes kleines Mädchen.“ (S. 22) Doch Cathy will kein liebes kleines Mädchen sein, sie will ihr Kind behalten. Da stolpert sie über die Anzeige von Papa Jacks Emporium: „Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium.“ Cathy hat zwar Angst wegzugehen, aber ihr Mut überwiegt.

 

Das Emporium ist ein Spielzeugladen, der jedes Jahr mit dem ersten Frost eröffnet und mit dem ersten Schneeglöckchen wieder schließt. Das Haus ist magisch, von innen viel größer als von außen. „Was von außen wie ein kleines Geschäft gewirkt hat, entpuppt sich als weitläufiges Labyrinth.“ (S. 8) und auch die Spielzeuge sind sehr ungewöhnlich – können sie sogar lebendig werden? Cathy ist fasziniert. Sie verbringt Wochen im Emporium, ohne nach draußen zu gehen. Der Laden wird zu einem schützenden Kokon, so wie ihr Bauch für ihr Kind. „Vielleicht bleiben wir für immer hier. Gibt es einen besseren Ort, um ein Kind großzuziehen, als einen Spielzeugladen?“(S. 40).

 

Doch auch in diesem Paradies gibt es Probleme. Papa Jack ist traumatisiert, hat sich in seine Werkstatt zurückgezogen und kümmert sich nur um neue Spielzeuge. Seine Söhne Emil (18) und Kaspar (19) kämpfen seit ihrer Kindheit „die große Schlacht“ mit Spielzeugsoldaten gegeneinander. Emil ist schon immer eifersüchtig auf den großen Bruder und dessen Erfindungen. Außerdem wird nur einer von ihnen später das Emporium übernehmen können – was wird dann aus dem anderen?

Und dann beginnt der erste Weltkrieg. Aus Magie wird Krieg, aus Spiel wird ernst.

 

Auch mich hatten das Cover und der Klappentext des Buches angezogen und ich kann verstehen, dass einige Leser enttäuscht wurden. Man erwartet eine magische Liebesgeschichte und bekommt etwas ganz anderes.

Robert Dinsdale hat mich gleichermaßen bezaubert und schockiert. „Die kleinen Wunder von Mayfair“ beginnen als romantisches Wintermärchen, mit Cathys Flucht und Emanzipation von ihrer Familie, den wundervollen Spielzeugen, dem Emporium als Hort ewig dauernder Kindheit („Die Kinder kommen ins Emporium, weil sie Abenteuer erleben wollen, aber die Erwachsenen, weil sie daran erinnert werden möchten, dass die Welt einst mit so viel Magie angefüllt war, wie ihre Fantasie nur hergab.“ (S. 248)) und der zarten Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und Papa Jacks Söhnen anbahnt. Doch den größten Raum in dem Buch nimmt der Krieg ein. Der zermürbende Kleinkrieg zwischen Emil und Kaspar, der ständige Wettbewerb, wer die besseren Spielzeuge baut, der Kampf um Cathys Zuneigung, später um das Geschäft und zum allergrößten Teil die beiden Weltkriege.

Auch mich haben die Schilderungen der Kriegserlebnisse und ihrer Folgen aufgewühlt und ich habe mich gefragt, ob diese beiden so unterschiedlichen Handlungsstränge denn überhaupt zusammenpassen und nicht zu viele Leser abschrecken. Doch der Autor macht auch immer wieder klar, dass man (fast) überall ein kleines bisschen Magie und Hoffnung finden kann, wenn man nur genau genug sucht. „Einem Menschen können die schrecklichsten Dinge zustoßen, aber er wird sich nie verlieren, wenn er sich immer erinnert, dass er einmal ein Kind war.“ (S. 170)

 

„Die kleinen Wunder von Mayfair“ ist ein sehr philosophisches Buch. Es beschäftigt sich mit Realitäten und Perspektiven, handelt von Hoffnung, Liebe, Mut und Magie. Mein Tipp für alle Fans von „Sophies Welt“ von Jostein Garder.

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Marlow

Volker Kutscher , David Nathan
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 30.10.2018
ISBN 9783869523996
Genre: Krimi und Thriller

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Ketchup, Kult und Kino-Küsse

Dirk M. Schumacher
Buch: 8 Seiten
Erschienen bei Edition Wannenbuch, 15.10.2018
ISBN 9783947409051
Genre: Sachbücher

Rezension:

Badet ihr eigentlich allein oder zu zweit? Mein Mann und ich baden (schon aus Gründen der Wasserersparnis) fast immer zusammen und lauschen dabei gern einem Hörbuch oder lesen ein Wannenbuch. (Diese sind natürlich wasserfest und in 15 Minuten gelesen.)

Dirk M. Schumacher, der Autor von „Buddhas baden besser“, hat jetzt ein neues Wannenbuch geschrieben: „Ketchup, Kult und Kino-Küsse“ kann man super zu zweit lesen und hat noch eine Menge Spaß dabei. Die 33 kniffeligen und kuriosen Fragen drehen sich um Film-Wissen, welches man (hoffentlich) im Laufe seines Lebens gesammelt hat. Wir haben uns auf jeden Fall köstlich darüber amüsiert, was wir alles nicht oder - mit Überzeugung - falsch wissen. Und da man sich die Antworten nicht alle merken kann, macht es auch noch ein zweites oder drittes Mal Spaß. Wir sagen: Bitte mehr davon!

Das perfekte Buch für Kinofanatiker, Besserwisser und Bade-Pärchen.

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Madame Bertin steht früh auf

Julie Masson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.10.2018
ISBN 9783499274718
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Madame Louise Bertin hat vor Jahren die Pariser Boulangerie von ihrer Mutter übernommen und backt die besten Baguettes von Paris. Darum darf sie diese auch zweimal täglich in den Elysee-Palast liefern. Ausgerechnet an dem Tag, als der neue Präsident Charles Bonnet sein Amt antritt, sieht sie morgens im Nachbarhaus eine blutige Hand an einem Fenster des Treppenhauses. Doch die gerufene Polizei entdeckt bei ihrer oberflächlichen Suche keine Spuren. So beginnt Louise auf eigene Faust, Nachforschungen anzustellen und schon bald zieht der Fall größere Kreise, als sie je ahnen konnte.

 

Die Beschreibung von Louise Bertin mit ihrem akkuraten grauen Pagenschnitt, dem auffälligen roten Lippenstift und den edlen Designerklamotten hat mich sofort an Anna Wintour denken lassen. Auch das Alter müsste passen, wobei nie genau gesagt wird, wie alt Louise denn nun eigentlich ist. Allerdings hat sie das Tagesgeschäft der Boulangerie schon lange an ihren Neffen und dessen Frau  übergeben und backt nur noch die Baguettes für den Präsidentenhaushalt. Auch das fällt ihr immer schwerer, aber: „Das Alter war keine Krankheit, sondern nur eine Herausforderung, die sie bewältigen musste.“ (S. 61) Zudem hält sie auch der Flirt mit dem (verheirateten!) Apotheker Olivier Pellegrini jung. Ihn bezieht sie als erstes mit in ihre Ermittlungen ein, denn er beschafft ihr die Chemikalien, um das Blut im Treppenhaus nachzuweisen.

 

„Madame Bertin steht früh auf“ ist ein charmanter Cosy-Krimi von Julie Masson und könnte der Start einer Serie sein. Das Paris-Setting kommt allerdings nur bei Louises Brot-Auslieferungsfahrten durch Paris, ihre Boulangerie und den Blick aus diversen Dachfenstern zum Tragen, ansonsten hätte das Buch überall spielen können.

Louise erinnerte an Miss Marple bzw. Jessica Fletcher aus der Fernsehserie „Mord ist ihr Hobby“ – genau wie diese Damen ist sie der Polizei immer mindestens einen Schritt voraus. Leider war mir der Fall etwas zu konstruiert. Louise stolperte mir zu oft über die nächsten Hinweise bzw. Beweise. Zudem fand ich es auch nicht ganz realistisch, dass der ermittelnde Polizist sie immer wieder an Tatorte lässt, sie mit Hintergrundinformationen versorgt bzw. sie ihm mehrfach Unterlagen entwenden kann.

Davon abgesehen ist das Buch sehr unterhaltsam und Louise eine sympathische, liebenswerte und clevere Ermittlerin mit einer sehr guten Beobachtungsgabe, die ihr Gegenüber zur Not mit ihrer Handtasche ausknockt. Falls Louise wirklich in Serie geht, würde ich mir etwas mehr Paris-Feeling und einen Tick mehr Realität bei den Ermittlungen wünschen.

3,5 von 5 Sternen

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Keine Ahnung, ob das Liebe ist

Julia Engelmann , Julia Engelmann
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 17.09.2018
ISBN 9783844531046
Genre: Romane

Rezension:

Julia Engelmann spricht mir wieder einmal aus der Seele – woher weiß man, ob es Liebe ist? „Immer wenn Du bei mir bist, hör ich auf Dich zu vermissen.“ Doch Liebe ist oft zeitlich begrenzt. Und danach, wenn es vorbei ist? So ziemlich jeder hatte schon einmal Liebeskummer. Aber wie verarbeitet man den am Besten? Aussitzen, verdrängen, ins nächste Abenteuer stürzen? „Ich bin gern allein, aber ungern einsam.“ Lässt man ihn sich anmerken oder spielt man nach außen die Coole? Und vor allem, ist man irgendwann wieder bereit, sich auf eine neue Liebe einzulassen? „Geliebt werden ist einfach, aber Lieben ist ein Kunststück.

 

Diesen und mehr Fragen geht sie in diesem (Hör-)Buch auf den Grund. Ihre Gedichte handeln auch vom endgültigen Erwachsenwerden, dem Abschied von der Jugend. Den habe ich schon länger hinter mir. Und ich weiß, ein neuer Lebensabschnitt ist immer schwer, um so wichtiger sind Freunde, Gleichgesinnte. „Weil von allem was vergeht, auch ein kleines bisschen bleibt.“ Man braucht „Strukturen im Chaos“.

 

Ich habe schon beim letzten Hörbuch von ihrer Stimme geschwärmt und tu es wieder! Julia Engelmann ist eine wunderbare Interpretin ihrer eigenen Texte, man fühlt sich ihr so nah, möchte sie manchmal in den Arm nehmen, weil man Angst hat, dass sie sich in ihrer Trauer und ihrem Schmerz verliert. Und wie so vielen Anderen, geht auch mir „Löwenherz“ besonders nah. Wessen Verlust betrauert sie da?

Besonders berührend finde ich, dass sie sich, nachdem sie sich im letzten (Hör-)Buch an ihren Bruder gewandt hatte, dieses Mal bei ihrer Mutter und ihrem Vater bedankt. Man nimmt als Kind so vieles als selbstverständlich und begreift erst später, was Eltern eigentlich alles für ihre Kinder tun. Sie geben uns unsere Heimat, geben uns Flügel und sind unser Sicherheitsnetz.

 

Julia Engelmann schreibt über Verlust, (Selbst-)Liebe, Verzeihen, Erinnerung, Hoffnung, Dankbarkeit. Über alles, was das Leben ausmacht. Ihre Worte haben mich wieder sehr berührt.

 

Weitere Lieblingszitate:

„Ich lass zu wenig los und viel zu viel zu.“

„Wahre Stärke liegt am Ende in Verletzlichkeit.“

„Scherben bringen jedem Glück, solange man nicht drauf tritt.“

„Bevor ich dich enttäusche, täusch ich lieber etwas vor.“

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Die Engelmacherin von St. Pauli

Kathrin Hanke
Flexibler Einband: 242 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.09.2018
ISBN 9783839223000
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bilshausen im Harz, irgendwann zwischen 1882 und 1888: Elisabeth ist Mitte 20 und Hebamme. Allerdings nicht aus Berufung, sondern weil sie viel Geld verdienen und ein besseres Leben will. Ihr ist es egal, wenn mal ein Kind oder die Mutter unter der Geburt sterben. „Ihr Motto war einfach: Nie etwas zugeben, immer alles abstreiten und möglichst einen anderen Schuldigen nennen. Wenn alles nichts half auch ruhig Gott.“ (S. 10)

Leider durchkreuzt ihre eigene Schwangerschaft ihre Pläne, die Abtreibung hat nicht funktioniert, sie bekommt eine uneheliche Tochter. Aber wer weiß, für was die später mal gut ist, denkt sie sich.

 

Um 1900 lebt Elisabeth in St. Pauli, ist mit dem Kesselflicker Heinrich Wiese verheiratet und zwingt ihre Tochter Paula zur Prostitution. Doch Paula kann fliehen und Elisabeth muss sich nach einer neuen Verdienstmöglichkeit umsehen. Sie vermittelt Kinder lediger Frauen an Pflegefamilien oder neue Eltern. Als einige der Mütter ihre Kinder wiederhaben wollen, sind diese verschwunden. Gerüchte kommen auf und Elisabeth verstrickt sich in Widersprüche – hat sie die Kinder wirklich im umgebauten Küchenofen verbrannt?

 

„Die Engelmacherin von St. Pauli“ von Kathrin Hanke ist aus der „True Crime“ Reihe des Gmeiner Verlages und der zweite historische Kriminalfall, den die Autorin umfassend recherchiert hat. Zwar wurden viele Akten im 2. WK zerstört, doch trotzdem schafft sie es auf der Basis des noch existierenden Materials, „die Hexe“ und ihre Verbrechen für den Lesers wieder aufleben zu lassen.

Elisabeth wird aus der Sicht verschiedener Beteiligter geschildert. Sie alle erleben sie als kaltherzig, jähzornig, herrisch, brutal und geldgierig. Eine Frau, die ihrem Umfeld Angst macht. Selbst ihr eigener Mann traut ihr nicht, vermutet, dass sie ihn vergiften will um an sein Sparbuch zu kommen.

 

Ich hatte beim Lesen immer wieder Gänsehaut. Es war erschreckend, was Elisabeth ihrer Tochter und den anderen Frauen angetan hat. Noch während des Gerichtsverfahrens versucht sie, die Schuld auf andere abzuwälzen – zum Glück erfolglos. Und obwohl es ein reiner Indizienprozess war, wird Elisabeth Wiese am Ende zum Tod durch das Fallbeil verurteilt. Die Beweismittel und vor allem die Widersprüche, in die sie sich immer mehr verstrickt, waren erdrückend.

 

Kathrin Hanke hat es wieder geschafft mich mit einem Buch zu fesseln, dessen Ausgang vorher bekannt ist. Neben den Protagonisten und ihren zum Teil sehr unwirtlichen Lebensumständen, schildert sie auch Hamburg zur damaligen Zeit sehr anschaulich. Die zwischen den einzelnen Kapiteln angedruckten Prozessaussagen von Zeugen, Reportern etc. machen das Buch besonders eindringlich. 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Tage wie Salz und Zucker

Shari Shattuck , Nicole Seifert , Muriel Baumeister
Audio CD
Erschienen bei Argon, 01.10.2014
ISBN 9783839813294
Genre: Liebesromane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Die Fotografin

William Boyd , Ulrike Thiesmeyer , Patricia Klobusiczky , Elisabeth Günther
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.02.2016
ISBN 9783956390777
Genre: Romane

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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Schwert und Krone - Zeit des Verrats

Sabine Ebert
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.11.2018
ISBN 9783426654453
Genre: Historische Romane

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119 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Die Schwestern vom Ku'damm

Brigitte Riebe
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.10.2018
ISBN 9783805203371
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ihre einstige Welt lag begraben unter Tonnen von Schutt – und mit ihr so ziemlich alles, woran sie jemals geglaubt hatte.“ (S. 27)

Berlin, Mai 1945. Rike, ihre Schwestern Silvie und Florentine sowie ihre Stiefmutter Claire sitzen im Keller der elterlichen Villa und haben Angst vor dem, was jetzt kommt. Vor allem vor den Russen. Von ihrem Vater Friedrich haben sie seit Tagen nichts gehört, ihr Bruder Oskar, Silvies Zwilling, wird seit Stalingrad vermisst. Ob das Kaufhaus der Familie am Ku’damm noch steht, wissen sie nicht.

Kurz darauf werden sie aus der Villa vertrieben, das Kaufhaus ist eine Ruine. Rike träumt von einer Wiedereröffnung, aber zuerst muss die Stadt wieder aufgebaut werden. Wie so viele andere Frauen arbeiten sie als Trümmerfrauen. Als Rike dabei auf Miriam Sternberg, die begabte Tochter der ehemaligen (jüdischen) Chefin der Maßschneiderei stößt, scheint ihr Traum vom neuen Kaufhaus Thalheim wieder näher zu rücken ...

 

Ich finde immer wieder faszinierend wie es Brigitte Riebe schafft, mit wenigen Sätzen Situationen und Personen zu beschreiben, ihre Träume, Ziele und Ängste.

Rike ist eine Macherin und Powerfrau. Sie fühlt sich für die Familie verantwortlich und steckt selbst zurück, wenn es dem großen Ganzen dient. Mit Mitte 20 zählt sie schon als alte Jungfer und hat den Traum von einer eigenen Familie fast aufgegeben. Außerdem hatte sie vor dem Krieg ein BWL-Studium angefangen – ob sie es je beenden kann? Dazu kommt noch das Geheimnis um das Erbe ihres Großvaters, dass sie unbedingt vor ihrem Vater geheim halten soll.

Ihre jüngere Schwester Silvie ist da ganz anders. Sie möchte jetzt vor allem endlich leben und verliebt sich regelmäßig neu. Sie macht bald Kariere – wenn auch in einer völlig anderen Richtung als geplant - und hilft damit der Familie auf ihre ganz eigene Weise. „Wenn wir nicht an eine Zukunft glauben, werden wir auch keine haben.“ (S. 88)

Meine Lieblingsnebenprotagonistin ist die Jüdin Miriam. Ich habe durch sie zum ersten Mal davon erfahren, dass einige Juden als „U-Boot“ (getarnt und gleichzeitig in aller Öffentlichkeit) den Krieg mitten unter den Augen der Nazis überlebt haben. Trotzdem allem will sie jetzt keine Sonderstellung: „Nie wieder im Leben eine Sonderbehandlung! Ich bin ein stinknormales Berliner Mädchen, nicht anders als Du. Wir sind genau so wie ihr – nur eben jüdisch.“ (S. 71) Sie hat von ihrer Mutter Schneidern gelernt und träumt vom Besuch einer Modeschule mit einem richtigen Abschluss.

 

Sehr anschaulich schildert Brigitte Riebe die entbehrungsreiche Nachkriegszeit, die politischen und persönlichen Entwicklungen, das Bangen bei der Währungsunion und die Luftbrücke, welche das Überleben der „Westberliner“ nach der Abriegelung durch die sowjetischen Besatzer sicherte. Mehr als eine Szene hat mir echte Gänsehautmomente beschert, vor allem das Ende ...

 

Brigitte Riebe schafft es wie kaum eine andere Autorin, die jüngere deutsche Geschichte extrem fesselnd und mitreißend zu erzählen. „Die Schwestern vom Ku’damm“ ist wieder eines der Bücher, das man kaum aus der Hand legen mag und sich dann am Ende ärgert, es viel zu schnell ausgelesen zu haben. Aber zum Glück ist es der Auftakt einer Trilogie und wir werden schon im nächsten Sommer erfahren, wie es weitergeht.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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In der Nacht hör' ich die Sterne

Paola Peretti , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.10.2018
ISBN 9783423289672
Genre: Romane

Rezension:

Wer Angst hat, verpasst das Leben, Mafalda.“ (S. 209) Das sagt sich relativ leicht, wenn man nicht gerade erst 9 Jahre alt ist und an Morbus Stargardt leidet, einer Augenkrankheit, die den Betroffenen nach und nach erblinden lässt. Mafalda flüchtet sich in den Kirschbaum auf dem Schulhof, noch kann sie ihn sehen und daran hochklettern – aber wie lange noch?

 

„In der Nacht hör’ ich die Sterne“ beruht auf Paola Perettis Geschichte, erklärt sie im Vorwort. Sie ist jetzt in Mafaldas Situation, weiß nicht genau, wie lange sie noch sehen kann. Für eine Erwachsene ist das schon eine schwierige Situation, wie mag es dann erst für ein Kind sein?! Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt sie, wie sich Mafalda auf das „Blindsein“ vorbereitet. So hat sie z.B. eine Liste mit Dingen, die sie jetzt noch machen kann und von der sie bald immer mehr Sachen streichen muss. Sie konzentriert sich auf ihre Trauer, das Negative, den Verlust. Erst die neue Hausmeisterin der Schule, die Rumänin Estella, bringt sie darauf, stattdessen eine Liste mit Dingen zu erstellen, die sie dann immer noch machen können wird. Genau wie der kleine Prinz in der Geschichte von Saint Exupery: „Finde deine Rose, Mafalda. Das, was für Dich wesentlich ist. Das, wozu du keine Augen brauchst.“ (S. 48)

 

Das Buch erzählt die Geschichte von Außenseitern. Mafalda ist nur eine von ihnen. Wegen ihrer Erkrankung grenzen die anderen Schüler sie aus, ihre beste Freundin wendet sich ab. Doch sie bekommt auch unerwartete Unterstützung, findet neue Freunde. Neben Estella, die ihr immer wieder die Wahrheit sagt und ihr Mut macht, setzt sich auch ausgerechnet Filippo, der Schulrüpel, für sie ein. Er sieht sie als Mensch, nicht als Opfer ihrer Krankheit. Und er artikuliert auch, dass ihm gefällt, was er sieht. Zwischen ihnen spinnen sich zarte Bande. Aber darf sich ein blindes Mädchen verlieben? Darf sie glücklich sein? Oder sollte sie sich von der Welt zurück- und auf einen Kirschbaum ziehen?

 

Mafaldas Geschichte hat mich sehr berührt. Manchmal scheint sie schon sehr weit für ihr Alter, lebensklug, und dann ist sie plötzlich wieder das kleine unsichere Mädchen, dass sich am liebstem vor der ganzen Welt verkriechen und ihren dicken Kater streicheln würde: „Hauptsache, er ist da, wenn ich ein Problem habe und etwas Warmes, Weiches brauche, das ich fest an mich drücken kann.“ (S.14).

 

Eine Kleinigkeit hat mich gestört: Die verschiedenen Abschnitte werden nicht durch Zeitangaben unterteilt, sondern durch die Schritte, die Mafalda von „ihrem“ Kirschbaum entfernt stehen und ihn trotzdem noch sehen kann. Leider war dadurch nie klar, wie alt sie gerade ist oder in welcher Klasse.

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Kleinhirn an alle

Otto Waalkes
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 14.05.2018
ISBN 9783837141368
Genre: Biografien

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Die Känguru-Apokryphen

Marc-Uwe Kling , Marc-Uwe Kling
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 12.10.2018
ISBN 9783957131492
Genre: Humor

Rezension:  
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Alleine war gestern

Beatrice Meier , Charlotte Schwab
Audio CD: 5 Seiten
Erschienen bei Argon, 19.02.2015
ISBN 9783839813980
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Alles ist lebend tot

Natalie Mesensky
Flexibler Einband: 313 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.09.2018
ISBN 9783839222430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Barbara Aubert hat ihre erfolgreiche Softwarefirma in Wien verkauft um in Tulln in der Gärtnerei ihrer Freundin Leonie einzusteigen. Deren Mann ist verstorben und hat sie und ihre 2 kleinen Töchter mit einem Berg Schulden. Aber anstatt dankbar zu sein, scheint Leonie immer gereizter – ihr würde Barbaras Geld reichen, ihre Mitarbeit stört sie eher. Zudem hat Barbara eine alte Villa gekauft und saniert, was natürlich in so einer kleinen Stadt ausgiebig diskutiert wird.

Und dann erschüttert eine Einbruchsserie die Stadt, bei der ausschließlich teure Kunstwerke gestohlen werden. Bis eines Tages ein Mord passiert.

 

Barbara hatte sich auf ein ruhiges Leben in der Kleinstadt gefreut, leider ist das nicht ganz so beschaulich ist wie erwartet. Der verheiratete Polizeichef flirtet mit ihr, die Gerüchte kochen hoch, und Leonie wird ihr immer suspekter. Auch ihre Nachbarn sind ihr nicht ganz geheuer. Vor allem Prof. Urban, der sie zu seinem „Inneren Kreis“ – einem „Salon“ einlädt, zu welchem er bisher immer nur Männer und die Leiterin des Finanzamtes eingeladen hat ...

Dazu kommt ein unbekannter Mann, der ihr vor ihrer Villa auflauert und diese unbedingt besichtigen will. Sein Großvater hätte darin gelebt und wäre der beste Freund des berühmten Malers Egon Schiele gewesen. In einer alten Scheune findet sie dann wirklich eine Mappe mit Zeichnungen, die von Schiele sind und gerät ins Visier der Einbrecher.

 

„Alles lebend ist tot“ ist bereits der dritte Krimi von Natalie Mesensky, der in bzw. um Wien spielt und sich um Kunst dreht, kann aber kann unabhängig gelesen werden.

Die Autorin hat einen ganz eigenen Erzählstil. Die erwähnten Kunstwerke und Künstler sind nicht nur Mittel zum Zweck, sondern wichtige Bestandteil der Fälle. Ich bin immer wieder fasziniert, wie geschickt sie ihr umfangreiches Wissen in die Handlung involviert und wie interessant diese dadurch werden. Ich habe wieder viele neue Fakten über Egon Schiele erfahren.

Natalie Mesensky schreibt sehr dicht und lotet ihre Protagonisten psychologisch aus. Alle haben ihr Päckchen zu tragen und man weiß oft nicht, ob sie nun gut oder böse sind. Die Grenzen verlaufen so fliesend, dass ich meine Meinung im Laufe der Handlung mehrfach geändert habe. Der Fall und seine Hintergründe sind extrem spannend, aber (zum Glück für mich) nicht ganz so brutal wie die vorangegangenen.

 

Es gibt natürlich auch ein Wiederlesen mit bereits bekannten Personen der ersten Teile, wie mit Paul Kandler, dem Oberst der Mordkommission, und Barbaras Freundin Ines, einer Archäologin.

 

Übrigens beruht das wunderbare Cover auf dem Gemälde „Sonnenbaum“ von Egon Schiele.

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Die letzte Pirsch

Alexandra Bleyer
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 11.10.2018
ISBN 9783740804619
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer bringt sich denn in dem Alter noch um? Das rentiert sich doch nimma!“ (S. 89) meint Aufsichtsjäger Sepp Flattlacher, als er vom Selbstmord von Gerfried Ragger (85) hört. Eigentlich könnte ihm der egal sein, aber Irmi (Irmgard Leitner) die neue Obfrau des Jagdvereins, war mit dem Toten verwandt und bittet ihn um Hilfe, denn sie meint, es war Mord!

Genau so sieht es auch Polizist Martin, aber seine Kollegen glauben ihm nicht und die Obduktion des Toten ergibt nichts Ungewöhnliches. Doch Gerfried hatte kurz zuvor bei der Polizei angerufen und gemeldet, dass er sich von seiner eigenen Familie bedroht fühlt. Allerdings bilden sich die Kollegen der Polizeiinspektion gerade im Umgang mit Demenzkranken weiter und Gerfried passte genau in das Raster ...

 

„Die letzte Pirsch“ ist schon der dritte Krimi von Alexandra Bleyer rund um den grantigen Aufsichtsjäger Sepp Flattlacher. Da ihr Mann selber Jäger ist, weiß sie genau, wovon sie bei den Jagdszenen und Sitzungen des Jagdvereins schreibt.

 

Sepp hat es dieses Mal besonders schwer. Er schießt auf der Jagd daneben (am Gewehr liegt’s aber nicht, meint der WaffenDoc), jemand legt in seinem Revier Apfeltester aus, um das Wild anzulocken, und außerdem macht sich der „schleimige“ Anwalt / Jagdbruder Dr. Mayerbrugger an Irmi ran. Dabei liebt Sepp die Streitgespräche mit ihr inzwischen doch so sehr!

 

Auch Polizist Martin hat an dem Fall zu knabbern. Die Familie des Toten ist ihm nicht geheuer, wirkt bei den Befragungen eiskalt. „Andere Familien haben die Leichen im Keller, bei uns hängen sie hålt am Baum.“ (S. 148). Allerdings kommt er Dank Irmi bald dahinter, dass die Ursache des Ganzen wahrscheinlich in der Vergangenheit liegt. Doch die Betroffenen schweigen: „Nur a Gulasch wird besser, wenn man´s aufwärmt.“ (S. 123)

Privat gibt´s bei Martin auch so einige Probleme. On/Off-Freundin Bettina ist gerade mal bei ihm eingezogen, schon fragen ihre Eltern nach Hochzeit, Hausbau und Kindern.

 

Diesmal greift Alexandra Bleyer sehr kontroverse Themen auf. Es geht u.a. um Demenz und den Umgang der Gesellschaft bzw. der Familien mit „ihren Alten“. Gibt man sie in ein Heim, wo sich Fremde liebevoll um sie kümmern oder ziehen sie ins Auszugsstiberl und kapseln sich so von allem ab? Beides ist für die Betroffenen leidvoll. Auch die Erbfolge auf den kleinen Höfen und deren Folgen wird ausführlich behandelt. Durch diese schweren Themen fehlte mir die Leichtigkeit, die in den Vorgängerbänden herrschte. Zudem waren mir der Täter ist und sein Motiv zu schnell klar.

 

Trotzdem ist Sepp an sich wieder sehr unterhaltsam und nimmt zur Belustigung des Lesers so ziemlich jedes Fettnäpfchen mit. Sei es, dass er Irmi Wechseljahresbeschwerden unterstellt oder Kinder über den Weihnachtsmann aufklären will – da bleibt kein Auge trocken. Ich bin schon sehr gespannt auf Sepps nächstes Abenteuer und hoffe, dass er und Irmi sich noch näher kommen ;-) ...

PS: Wer wie ich nicht der Kärntener Dialekts mächtig ist, dem lege ich das Glossar ans Herz. 

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