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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

lippstadt, mord, erpressung, hanse, familientragödie

Der Kaufmann von Lippstadt

Rita Maria Fust
Flexibler Einband: 339 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.03.2014
ISBN 9783839214930
Genre: Historische Romane

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37 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

renk

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

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20 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

roman, heyne verlag, perlen, geheimnis, japan

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

archäologie, krimi, mord, venus, österreich

Im Namen der Venus

Natalie Mesensky
Flexibler Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.08.2015
ISBN 9783839217252
Genre: Krimi und Thriller

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

abnehmen, gesund, low carb, ernährung

Das Strunz-Low-Carb-Kochbuch

Ulrich Strunz
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453201446
Genre: Sachbücher

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tuchvilla, jacob, historischer roma, rezension, historie

Das Erbe der Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2016
ISBN 9783734103261
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Das Erbe der Tuchvilla“ ist der 3. und damit letzte Band der Geschichte um die Augsburger Fabrikantenfamilie Melzer und spielt von 1923 bis 25.

Der erste Weltkrieg ist vorbei, die meisten Kriegsgefangenen, wie auch Paul Melzer (seit dem Tod seines Vaters das Familienoberhaupt), sind zurückgekehrt und ganz langsam erholt sich die Wirtschaft, auch in der Tuchfabrik geht es aufwärts.

Maries und Pauls Zwillinge Dodo und Leo und Kittys Tochter Henny gehen inzwischen zur Schule. Leo hat es nicht leicht, er wird in der Schule gehänselt und vom Vater kritisiert, weil er „kein richtiger Junge“ ist. Er mag keine Maschinen und klettert nicht auf Bäume – ihn interessiert nur das Klavierspiel. Seine Schwester Dodo hingehen wäre der perfekte Junge, sie will später unbedingt Pilotin werden. Beide Kinder machen es Paul und dessen Mutter Alicia nicht recht. Dazu kommt, dass Paul Marie das langersehnte Modeatelier einrichtet und sie sich deswegen angeblich zu wenig um Haushalt und Kinder kümmert – eine Gouvernante muss her! Alicia stellt dafür ausgerechnet Serafina von Dobern ein, eine verwitwete Freundin ihrer Tochter Elisabeth. Serafina verfolgt ihre ganz eigenen Pläne und torpediert Marie und Kitty wo es nur geht – bis beide Frauen mit den Kindern ausziehen ...

Und auch Elisabeths Ehe in Pommern geht schief, ihr Mann vergnügt sich lieber mit einer Magd. Doch Elisabeth ist kein Kind von Traurigkeit, ihr gefällt der Bibliothekar des Gutes, Sebastian Winkler. Nur ist der leider extrem schüchtern.

 

Ich habe lange überlegt, ob ich der Rezension den Titel „Die intrigante Gouvernante“ gebe – nicht nur, weil mir das Wortspiel gefällt, sondern weil gerade die Intrigen und Lügen von Serafina die Handlung unglaublich vorantreiben. Sie mischt sich in alle Belange der Familie ein, macht sich bei Alicia unerlässlich und treibt einen Keil zwischen Marie und Paul – anscheinend will sie Maries Stellung einnehmen. Serafina ist eine wunderbar hassenswerte Protagonistin, sowas hat man ja eher selten und deshalb machte es umso mehr Spaß, ihre Winkelzüge und Ränkespiele zu verfolgen. Natürlich gönnt man ihr den Sieg nicht, aber bewundert habe ich ihren Einfallsreichtum trotzdem. Ihre Pläne funktionieren auch deshalb so gut, weil Alicia sich von ihr einwickeln lässt und Paul der Meinung ist: das sollen die Frauen mal schön unter sich klären. Bis zuletzt scheint er nicht zu begreifen, dass sie seine Familie systematisch zu zerstören versucht – Männer eben.

Dabei kommt Serafina auch die beginnende und unerwünschte Emanzipation von Kitty und Marie zugute. Wie kann sich Marie nur mehr um ihr Atelier kümmern als um ihre Kinder und die Haushaltsführung?! Oder (die verwitwete) Kitty sich in der Künstlerszene rumtreiben, Männer anflirten und die Haare kurz tragen? So etwas macht eine ordentliche Frau von Stand nicht – schon gar nicht eine Melzer! Da prallen Welten aufeinander.

 

Aber auch im dritten Teil der Tuchvilla geht es nicht nur um die Probleme der Herrschaft, sondern auch um die der Bediensteten. Gerade 1923 schlägt die Inflation voll zu. Der Verdienst des Tages reicht manchmal kaum für ein Brot. Neu gegründete Existenzen wie der ehemalige Gärtner der Tuchvilla kämpfen schon wieder ums Überleben, die ersten Betriebsräte wurden gegründet – haben aber noch nicht wirklich viel zu sagen.

 

Anne Jacobs ist der Drahtseilakt, geschichtliche Hintergründe in eine tolle Familienstory zu verpacken, wieder sehr gut gelungen. Einzig das Ende war mir etwas zu abrupt und kompakt. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin auch die Chance einer Fortführung nicht komplett verbauen wollte. Gerade der Strang um Kitty klang ganz nach einer Fortsetzung – diese muss ja nicht in der Tuchvilla oder in Deutschland spielen ;-) ...

 

Für diesen sehr spannungsgeladenen, abwechslungsreichen und unterhaltsamen Roman (ich habe die 700 Seiten in 4 nur Tagen verschlungen) vergebe ich die 4,8 von 5 Sternen und hoffe auf irgendeine Art der Fortsetzung!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

frauen, hörbuch, eifersucht, gemeinsame wohnung, beziehung

Die Braut sagt leider nein

Kerstin Gier , Irina von Bentheim
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783838777191
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

paris clara und ich, adriana popescu

Paris, Clara und ich

Adriana Popescu
E-Buch Text: 42 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.12.2016
ISBN 9783641215934
Genre: Sonstiges

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

israel, jerusalem, frauen, familie, liebe

Die Schönheitskönigin von Jerusalem

Sarit Yishai-Levi , Ruth Achlama
Fester Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783351036317
Genre: Romane

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220 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

liebe, london, freundschaft, familie, liebesroman

Das Beste, das mir nie passiert ist

Jimmy Rice , Laura Tait , Marion Herbert
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 02.01.2015
ISBN 9783832162801
Genre: Liebesromane

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63 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, trennung, jimmy rice, leserunde, lovestory

Alles, was vielleicht für immer ist

Jimmy Rice , Laura Tait , Marion Herbert
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.09.2016
ISBN 9783832163747
Genre: Liebesromane

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kurzroman, zimtzauber, familie, winterwonderland, wahrsagerei

Zimtzauber

Katrin Koppold
E-Buch Text: 122 Seiten
Erschienen bei Aureolus Verlag: Inhaberin Katrin Hohme, 28.11.2016
ISBN B01N1M4PJY
Genre: Romane

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

wien, krimi, mord, hist. roman, 16. jh.

Die Donauprinzessin und die Toten von Wien

Beate Maly
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783548287997
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wien zur Jahreswende 1531/32: Die „Donauprinzessin“, Weinbäuerin Fanny, wartet nun schon fast 1 Jahr auf den Heiratsantrag des Mathematikers Sebastian Grün – schließlich wäre es eine Liebesheirat – doch der kann sich zu diesem endgültigen Schritt einfach nicht durchringen. Da kommt ihm der Auftrag von Bürgermeister Treu gerade recht, die rätselhaften Todesfälle der letzten Tage aufzuklären. Schnell wird klar, dass die Morde mit der ehemaligen türkischen Belagerung Wiens zusammenhängen. Aber wie kann Sebastian den Mörder stoppen und was hat es mit der mysteriösen Schatulle auf sich, die anscheinend alle suchen?

 

„Die Donauprinzessin und die Toten von Wien“ hat mich von Beginn an gefesselt. Obwohl es eine Fortsetzung ist und ich den ersten Teil nicht kenne, konnte ich problemlos in die Geschichte und das Setting eintauchen. Besonders gefallen hat mir, dass die historischen Personen (wie Bürgermeister Treu) und Eckdaten (die Belagerung Wiens und der Ausbau der Befestigungsanlagen) scheinbar mühelos in die Geschichte integriert wurden. Auch der Gräuel der Überlebenden nach der Belagerung wird sehr einfühlsam beschrieben.

 

Die Protagonisten sind durch ihre Ecken und Kanten sehr authentisch. Fanny ist Witwe, ihr Ehemann misshandelte sie regelmäßig und in gefährlichen Situationen verfällt sie immer noch in Schockstarre. Jetzt sorgt sie sich zusätzlich auch noch um ihren Vater, dessen Gedächtnis und Wesen sich nach einem Unfall drastisch verändern. Außerdem muss sie bald heiraten, wenn sie den Weinberg behalten will.

Sebastian liebt Fanny ehrlich, hat aber Angst sich zu binden (die Gründe dafür verrate ich hier natürlich nicht ;-) ). Leider kommt es zu einigen Missverständnissen zwischen den beiden. Wird es trotzdem ein Happy End geben?

Für die richtige Würze und das Tempo der Geschichte sorgen außerdem ein sehr geschäftstüchtiger Bürgermeister, ein undurchsichtiger Gesandter und ein intrigierender Pfarrer. Die besondere Spannung kommt mit DEM Bösewicht, dem Weinbauer Geiger ins Spiel, der Fanny um jeden Preis heiraten will und dabei auch vor Gewalt nicht zurückschreckt.

 

Eine erschreckende Aktualität bekommt dieses Buch durch den geschilderten Fremdenhass: je mehr Tote auftauchen, desto höher kocht die Stimmung in der Stadt und am Ende verdächtigt jeder jeden. Fanny und Sebastian tun ihr Bestes, um den Täter zu entlarven und endlich die geheimnisvolle Schatulle zu finden.

 

Dieser tolle historische Krimi hat mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten. Er ist spannend, kurzweilig, humorvoll und schreit geradezu nach einer (weiteren) Fortsetzung. 5 Sterne und meine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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90 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

paris, liebe, spontan, versetzt, roman

Nachts an der Seine

Jojo Moyes , Karolina Fell
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290701
Genre: Romane

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

hörbuch, ab 10, schenken, trauer, kinderbuch

Ein Junge namens Weihnacht

Matt Haig , Sophie Zeitz , Rufus Beck
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783862318292
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

matizio von mainz, herbstmädchen, serie, naumburger kathedrale, thüringen

Der Sünderchor

Claudia Beinert , Nadja Beinert
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516515
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Der Sünderchor“ ist der abschließend Band einer Trilogie, die sich um den Bau der Naumburger Kathedrale dreht, wobei die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich habe die Vorgängerbände nicht gelesen und hatte keine Probleme, in die Geschichte einzusteigen.

 

Im Winter 1248 wird die Burg, auf welcher die 17jährige Hortensia mit ihrer Familie lebt, mittels Brandbomben dem Erdboden gleich gemacht – nur sie überlebt. Hortensia weiß nicht wohin, also flieht sie durch den Schnee, bis sie halberfroren liegen bleibt. Gerettet wird sie ausgerecht vom Meißner Markgrafen Heinrich. Als dieser merkt, dass Hortensias Vater Schreiber war und sie unterrichtet hat, „überredet“ er sie, seinen Halbbruder Dietrich (den Erzbischof von Naumburg) und vor allem dessen Baumeister Matizo von Mainz bzgl. deren Baupläne für den Westchor des Naumburger Doms auszuspionieren.

Doch Hortensia fühlt sich bald zu Matizo hingezogen und außerdem muss sie erfahren, dass Heinrich sie in einer wichtigen Sache belogen hat. Aber auch Matizo hat ein Geheimnis, welches alles ändern könnte ...

 

Die Geschichte lebt vor allem von den starken Frauen und ihrem Zusammenspiel mit den schier übermächtigen Männern.

Hortensia ist von Heinrich beeindruckt und fühlt sich ihm verpflichtet. Sie spioniert gern für ihn, bis sie an seiner Redlichkeit zu zweifeln beginnt. Zudem bindet Matizo sie immer mehr in seine Arbeit ein und aus Vertrauen wird Zuneigung.

Auch Matizos Magd Line ist eine starke Frau. Schon lange verwitwet, macht sie Matizo und Hortensia zu ihrer neuen Familie. Ihre eigene hat sie vor Jahren durch den Freiberger Silberbergbau (und damit Heinrich) verloren.

Diese 3 Protagonisten müssen sich ihren Ängsten und der Vergangenheit stellen, um in ihrem neuen Lebensabschnitt glücklich zu werden.

Heinrichs Frau Agnes ist ebenfalls eine starke Persönlichkeit. Sie versucht alles, damit er ihr entgegen der damaligen Gepflogenheiten treu bleibt und setzt dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel.

Ein weiterer sehr spannender Charakter ist Erzbischof Dietrich, Heinrichs Halbbruder. Der Makel als Bastard hängt ihm trotz päpstlichem Dispens immer noch an. Mit dem Bau des Westchores will er diesen endlich überwinden, sich selbst ein Denkmal setzen. Und er hat Humor, denn es wird vermutet, dass die 10 Stifter (Standbilder des Chores) zu Lebzeiten Sünder waren - daher auch der Buchtitel „Sünderchor“.

 

Das Schicksal der Protagonisten ist sehr eng mit der Handlung verwoben. Dadurch ist das Buch ungemein fesselnd  – eine Mischung aus historischem Roman und Krimi vor realem geschichtlichem Hintergrund. Die damaligen Gegebenheiten werden sehr anschaulich dargestellt. Einzig den letzten Abschnitt mit der für mich etwas zu detailgetreuen Beschreibung der Zeichnungen des Chores fand ich etwas langatmig. Man sieht sie dadurch zwar förmlich vor sich, aber das war für die Handlung m. E. nicht ausschlaggebend.

 

Ergänzt wird das Buch u.a. durch ein Vorwort der Autorinnen zur Geschichte der Uta von Ballenstedt und des Naumburger Doms, außerdem einem Personenverzeichnis, einem Glossar und einem interessanten Kapitel über Dichtung und Wahrheit.

 

Auch das Cover hat Knaur wieder wunderschön passend gestaltet. Der Prägedruck und die Karte im Inneren des Umschlages machen es sehr hochwertig.

 

4,5 von 5 Sternen

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Hochzeitsküsse

Frauke Scheunemann , Andreas Pietschmann
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 22.04.2013
ISBN 9783844512397
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

paderborn, horst schwiete, hilde auffemberg, krimi, serienkrimi

Totensonntag

Jürgen Reitemeier , Wolfram Tewes
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 17.09.2013
ISBN 9783492303408
Genre: Krimi und Thriller

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53 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

fliegen, pilotinnen, frauenbewegung, historischer roman, frauen

Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519011
Genre: Romane

Rezension:

Kassel 1971: Liselotte ist einsam in ihrer lieblosen Ehe – ihrem Mann im wahrsten Sinne des Wortes in allem Untertan. Da sie sich bereits von ihrer Mutter nicht angenommen fühlte, kennt sie es nicht anders und glaubt, es nicht besser verdient zu haben. Sie hat vor allem Angst, auch vor dem Alleinsein, also bleibt sie lieber verheiratet „Bin ich nur einen Ehemann entfernt von der Einsamkeit?“ S. 146 – Nichts kann ihre Trost- und Hoffnungslosigkeit besser beschreiben als dieser Satz.

Als ihre Mutter Amelie nach einem Unfall im Koma liegt, muss Lieselotte allein nach Frankfurt fahren – für sie in der damalige Zeit kaum vorstellbar. Um ihre Mutter im Koma zu erreichen, soll Liselotte ihr Dinge aus der Vergangenheit erzählen. Da sie so gut wie nichts darüber weiß, nicht einmal den Namen ihres Vaters kennt, beginnt sie in Amelies Sachen zu suchen und lernt eine völlig neue Seite ihrer Mutter kennen.

 

Frankfurt 1935: Eine Gruppe junger Frauen hat eine gemeinsame Leidenschaft – das Segelfliegen. Und obwohl es eigentlich unmöglich ist, hoffen sie, Berufspilotinnen zu werden. Vor allem die extrem willensstarke Johanna und ihr „Schatten“, ihr „Albatros“ Amelie kämpfen für diesen Traum. Doch dann verliebt sich Amelie in Johannas Fluglehrer und muss sich entscheiden – „Luft (Fliegen) oder Liebe?!“. „Das ist das Schwierige mit Entscheidungen. ... Man weiß nie, ob man mit der Alternative nicht glücklicher geworden wäre.“ S. 249

Als das Schicksal ihr die Entscheidung abnimmt, sinnt Johanna auf Rache. Sie kann nicht verstehen, dass Amelie aus ihrem Schatten getreten ist, in dem sie all die Jahre – im Leben und auf Fotos – gestanden hat!

 

Ich bin mit Liselotte und Amelie nicht gleich warm geworden, hätte sie ab und an gern schütteln mögen. Sie erschienen mir als Frauen ohne Rückgrat, die anscheinend immer den leichteren Weg wählen. Amelie ordnet sich ihrer herrischen Freundin, der strahlenden Anführerin Johanna, in allem unter, lässt sich von ihr moralisch unter Druck setzen und gibt deren Launen immer wieder nach. Erst die Liebe zwingt sie irgendwann zur Abnabelung und Eigenständigkeit.

Ihre Tochter Liselotte ist zu Beginn regelrecht abgestumpft. Sie fühlt sich in ihrer Ehe überhaupt nicht wohl, will das aber auch nicht ändern - denn diese bietet ihr wenigstens Sicherheit. Dass sie mit der Ehe die Kontrolle über ihr Leben komplett an ihren Ehemann abgetreten hat, hat mich echt schockiert. Er durfte ja wirklich alles für sie entscheiden – das ist für mich unvorstellbar! Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen. Bei uns war es normal, dass auch die Frauen arbeiten gingen, eigenes Geld verdienten und eigene Konten hatten. Im Gegenteil, bei uns war es eine Seltenheit, dass eine Frau „nur Hausfrau“ war. Ich kann mich nicht erinnern, dass es sowas in meiner Umgebung überhaupt gab.

Aber je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto besser versteht man ihre Beweggründe und empfindet tiefes Mitleid für sie. Die Protagnistinnen fangen an sich zu fragen, was sie sich im Leben eigentlich erträumt oder erhofft hatten und ob es dafür wirklich schon zu spät ist. „Nicht einmal der Himmel ist mir geblieben.“ S. 404

 

Das Frauenbild im beginnenden Nationalsozialismus und der BRD in den 70er Jahren zeigt erschreckende Parallelen: für die meisten Männer gehörten Frauen anscheinend barfuß und schwanger an den Herd! Zum Glück gab es immer wieder Frauen, die sich diesen Vorstellungen nicht unterordnen wollten, sondern für ihre Freiheit und Ideale kämpften.

 

Die Erzählstränge verlaufen parallel 1935 und 1971. Erzählt wird die Geschichte von Amelie und Liselotte – Mutter und Tochter, die einander so fremd sind. Sie ist extrem spannend und mitreißend, man fiebert dem nächsten aufzudeckenden Geheimnis geradezu entgegen. Und so ganz nebenbei hat die Autorin spannende Fakten zum Thema „fliegende Frauen“ eingebaut.

 

Wer spannende Familiengeheimnisse vor historischer Kulisse mag, wird „Unsere Hälfte des Himmels“ lieben!

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

historischer roman, münchen, goldene zwanziger, geschichte, berlin

Spiel der Hoffnung

Heidi Rehn
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426515921
Genre: Historische Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

jack london, manesse verlag, thriller

Mord auf Bestellung

Jack London , Eike Schönfeld , Freddy Langer
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Manesse, 29.08.2016
ISBN 9783717524267
Genre: Krimi und Thriller

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

guatemala, bremen, familie, lind, 1902

Im Land des ewigen Frühlings: Guatemala-Roman

Christiane Lind
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei null, 01.12.2016
ISBN B01MRLM8B2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Christiane Lind hat vor ein paar Tagen auf Facebook gefragt, was wir mit Guatemala verbinden. Mein erster Gedanke war Kaffee. So lenkte sie geschickt das Augenmerk auf ihren neuen Roman „Im Land des ewigen Frühlings“.

Mir war nicht bewusst, dass die Ureinwohner Guatemalas die Mayas waren und eine bis heute nicht endgültig entschlüsselte Kultur hinterlassen haben und dass (auch deutsche) Eroberer sich beim Vertreiben und Unterwerfen der Ureinwohner und Anlegen der Kaffeeplantagen nicht gerade mit Ruhm bekleckerten.

Der Roman behandelt diese Themen auf eine sehr spannende, unterhaltsame und lehrreiche Weise. Aufgrund des eng verknüpften Schicksals von 3 Frauen über 2 Zeitebenen versank ich förmlich in der Geschichte Guatemalas und des Kaffees.

 

1902 kehrt Magarete nach einem Jahr in Bremen endlich wieder nach Guatemala auf die Finca ihrer Familie heim. Doch die Wiedersehensfreude wird vom drohenden Bankrott ihres Vaters überschattet. Muss sie ihrer heimlichen Liebe Juan ade sagen und einen reichen Kaufmann heiraten oder kann sie die Finca auch anders retten?

Auf der Überfahrt lernt Margarete die 16jährige Elise kennen. Sie hat bisher wohlbehütet bei ihren Großeltern in Bremen gelebt, aber ihre Eltern sind ehrgeizige Forscher und Elise soll endlich mit ihnen leben und reisen.

2016 forscht Isabells Großmutter Lina nach ihrer berühmten Vorfahrin Elise. Sie will eine Biographie über die Frauenrechtlerin, die sich auch für die Rechte der Ureinwohner einsetzte, veröffentlichen. Auf ihrem Dachboden stoßen Isabell und Lina auf Unterlagen, die sie zu Fabian, dem Erben einer Bremer Kaffeerösterei bringen ...

 

Das Buch lebt von den starken Frauenfiguren, für welche die Autorin berühmt ist. Die Situationen der Frauen scheinen ausweglos: Margarete soll einen ungeliebten Mann heiraten, um die Familie zu retten und wehrt sich trotzdem dagegen. Elise hat Heimweh nach Bremen und vor allem Angst, kennt sie die Welt doch bisher überwiegend aus Jules-Verne-Büchern. Sie erwartet also hinter jeder Ecke mindestens ein tödliches Seeungeheuer oder eine extrem giftige Schlange. Dabei sind der Regenwald, die Vulkane und Banditen schon gefährlich genug. Isabell hat gerade eine schwere Scheidung hinter sich und will eigentlich nur in Ruhe ihre Wunden lecken, doch Lina und Fabian bringen sie ganz schön durcheinander. Im Laufe der Geschichte wachsen Margarete, Elise und Isabell über sich hinaus und kämpfen für ihre Wünsche und Vorstellungen.

Christiane Lind bringt den Leser mit farbenprächtigen Beschreibungen der überbordenden exotischen Natur dazu, Guatemala förmlich zu fühlen. Durch strategisch günstige Zeit- und Ortswechsel, unerwartete Wendungen und diverse Geheinisse ist die Handlung bis zum Ende extrem spannend.

 

„Im Land des ewigen Frühlings“ hat mich so gefesselt, dass ich es an nur einem Tag durchgelesen habe. Deshalb bekommt es auch meine absolute Leseempfehlung und 5 Kaffeebohnen ;-).

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

musik, großvater, enkel, tragik, trauer

Ein letztes Lied für dich

Natasha Solomons , Martin Ruben Becker
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.11.2016
ISBN 9783499290244
Genre: Liebesromane

Rezension:

1946: Die Brüder Jack, George und Fox (eigentlich Harry) kehren nach dem Krieg zu ihrem Familienanwesen Hartgrove Hall zurück. Das sieht genau so aus, wie sie sich fühlen – wie Invaliden. Sie sind pleite, es gibt nichts mehr, was sie zu Geld machen könnten. Die Gemälde und anderen Kunstgegenstände sind längst alle verkauft. Also versuchen sie jeweils auf ihre Art, das Anwesen zu retten. Jack nimmt Geld von seiner Freundin, der berühmten Sängerin Edie, George besinnt sich auf die Landwirtschaft und Fox will mit dem Komponieren Geld verdienen. Er ist geradezu besessen von Musik, hat das absolute Gehör. Und er ist verliebt in Jacks Freundin Edie – das Drama ist also vorprogrammiert.

 

2000: Fox, inzwischen ein berühmter Komponist, kann seit dem Tod seiner Frau vor kurzem nicht mehr komponieren oder Klavier spielen. Sie war seine bessere, ihn ergänzende Hälfte. Wie soll er nach 50 Jahren mit ihr jetzt ohne sie weiterleben? „Ich verweilte am Rand der Dinge, ein Beobachter, dem es nicht mehr gelang, an irgendeinem Gespräch richtig teilzunehmen.“

Sein einziger Lichtblick ist sein 4jähriger Enkel Robin, der sein musikalisches Talent geerbt hat. Robin versteht und fühlt die Musik genau wie er - als wären sie 2 getrennte Seelen. Nur mit ihm fühlt sich Fox nicht mehr einsam. Aber Robin ist kein einfacher Charakter. Ist er „nur“ ein Wunderkind oder hat er eine psychische Störung?

 

Fox Leben ist gezeichnet von der Suche – jetzt nach den langsam verblassenden Erinnerungen an seine Frau, früher nach Erinnerungen an seine früh verstorbene Mutter und die Gemeinsamkeiten mit ihr. Und immer wieder sucht er nach fast vergessenen Melodien, um sie zu erhalten.

Seine Brüder sind extrem verschieden. George ist durch den Krieg noch ruhiger und introvertierter geworden, lebt nur für das Anwesen.

Jack, der Älteste, ist eine Erscheinung. Die Frauen liegen ihm zu Füßen. Er ist der geborene Macher und Anführer. Es ist für die Brüder also nur natürlich, dass sich die berühmte Edie Rose für ihn entschieden hat.

Aber Edie ist eine Kunstfigur, nur selten gibt sie etwas von ihrem Innersten preis. Sie  mag Fox sehr, „entblättert“ sich im Laufe der Jahre für ihn, erzählt Fragmente ihrer Herkunft, ihren wahren Namen.

 

„Ein letztes Lied für Dich“ spielt auf zwei Zeitebenen und besticht durch seine sehr dichte Handlung. Alles ist miteinander verwoben. In Rückblicken werden immer nur Bruchstücke der Vergangenheit preisgegeben, dadurch bleibt es extrem spannend.

 

Ich habe das Schicksal von Fox und seiner Familie sehr gern verfolgt. Die Protagonisten haben Ecken und Kanten, sind keine Heiligen und wirken deshalb so lebensecht, dass es sich durchaus auch um eine Biographie handeln könnte. Ich liebe solche Familiensagas vor realen zeitlichen Hintergründen. Die Entwicklung des englischen Adels nach dem zweiten Weltkrieg, ihr Überlebenskampf wird hier sehr gut widergegeben.

 

Doch das Buch hat mich sehr zwiespältig zurückgelassen. Es ist ergreifend, einerseits träge wie ein lauer Sommerabend, dann wieder schnell wie ein Gebirgsfluss. Freud und Leid liegen sehr eng beieinander. Aber am Ende bleiben für mich zwei wichtige Fragen offen.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

london, tagebuch, bridget jones, helen fielding, roman

Bridget Jones' Baby

Helen Fielding , Karin Diemerling , Heike Reissig , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.11.2016
ISBN 9783442486656
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ja, ich bin ein Serienleser und –Filmegucker. In den ersten beiden Bridget Jones Filmen könnte ich wahrscheinlich mitspielen, so oft hab ich sie schon gesehen und natürlich hab ich „Bridget Jones’ Baby“ als Preview schauen müssen und mich dabei köstlich amüsiert.

Also waren meine Erwartungen an das Buch entsprechend hoch und ich sehr verblüfft, dass die Handlung an einer entscheidenden Stelle ganz anders ist – nein, keine Angst, schwanger ist sie im Buch und im Film. Und in beiden Varianten ist auch unklar, von wem – mehr verrate ich hier aber wirklich nicht ;-)!

 

„Bridget Jones’ Baby“ ist gewohnt amüsant und kurzweilig geschrieben und spielt dabei mit den altbekannten Klischees. Bridget stolpert erst IN und dann recht hilflos DURCH die Schwangerschaft. Die Väter in spe scheinen die Schwangerschaftsbegleitung eher als Wettkampf zu verstehen und versuchen dauernd, sich gegenseitig auszubooten. Dass Bridget und das Baby dabei auf der Strecke bleiben, merken sie erst, als es fast zu spät ist. Daniel ist immer noch ein Egomane und Marc hat nach wie vor einen Stock verschluckt – aber natürlich haben beide auch ihre liebenswerten Seiten.

Bridgets Mutter ist „not amused“, dass diese UNVERHEIRATET schwanger ist – der Supergau! Einzig ihr Vater scheint sich zu freuen und steht ihr mit Rat und Tat zu Seite. Er ist mir in diesem Buch sehr positiv aufgefallen. In den Vorgängerbänden hatte er ja eher kleine Nebenrollen – hier sagt er zwar auch nicht viel, aber das hat dann Gewicht.

Außerdem sind Bridgets Freunde wieder mit von der Partie. Sie sind ebenfalls älter, aber nicht unbedingt weiser geworden und sorgen oft für zusätzliche Verwirrung.

 

Mein Lieblingszitat aus diesem Buch ist übrigens von Bridget: „Es gibt nämlich nicht nur einen großen Unterschied zwischen dem Bild, das wir uns von uns selbst machen, und dem, wie wir wirklich sind, sondern auch zwischen unseren Erwartungen an das Leben und dem, wie es tatsächlich verläuft.“

 

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber – die knapp 250 Seiten hat man viel zu schnell ausgelesen.

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finnland, liebe, freundinnen, auszeit, neubeginn

Finnischer Schnee von gestern

Mina Teichert
E-Buch Text: 398 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 20.09.2016
ISBN 9781503995451
Genre: Romane

Rezension:

Kurz vor Weihnachten und nach 10 Jahren Verlobungszeit erwischt Vivien Christian wiedermal mit einer anderen Frau und zieht einen Schlussstrich. Eh sie jetzt im Selbstmitleid versinken oder sich die Trennung doch noch mal überlegen kann, entführen ihre Freundinnen Meike, Esther und Solja sie über Silvester nach Finnland.
Aber auch bei ihren Freundinnen ist nicht alles Gold, was glänzt. Esther hat 4 Kinder und vermisst die heißen Phasen vom Beginn ihrer Ehe, Soljas übt den Ausbruch aus ihrer Vorzeige-Ehe und Meike lässt sich nicht richtig in die Karten gucken.
Dazu kommt noch, dass von Beginn an alles schief geht, was nur schiefgehen kann. Sie werden von exotischen Tieren angegriffen, Buchungen funktionieren irgendwie nicht und wilde Finnen verfolgen sie durch die Wildnis. Einer von ihnen, Arwo, baggert Vivien bereits auf der Fähre an – und er sieht richtig heiß aus ;-) ... 

Der „Finnische Schnee von gestern“ hat mich köstlich amüsiert. Die Wortgeplänkel und Gespräche zwischen den Mädels erinnern zeitweilig an „Sex and the City“. Es wird gelacht und die gemeinsame Vergangenheit aufgearbeitet. Aber es kommt natürlich auch zu heftigen Diskussionen und zusammen mit einem Schneesturm entladen sich alte, bisher gut gehütete Geheimnisse. Dazu kommen die mehr oder weniger „hilflosen“ Ehemänner, die sich mit Kindern und Haushalt überfordert fühlen, ständig anrufen und ihre Frauen damit in den Wahnsinn treiben. Doch wenn es hart auf hart kommt, halten die Mädels zusammen.
Und dann sind da auch noch die alten Liebesbriefe, welche sie unter einer Diele finden und deren Urheber sie unbedingt ermitteln möchten.

Die Gruppendynamik funktioniert gut: hin und wieder bricht eine aus, aber sie bekommen sich schnell wieder ein. Es sind 4 Freundinnen wie aus dem wahren Leben und man kann sich in jede von ihnen hineinversetzen.
Vivien hat sich jahrelang bewusst an einen untreuen Mann gekettet, war ihm quasi hörig und will nun endlich neu durchstarten. Meike und Esther brauchen dringend eine Auszeit vom Familien-Alltags-Wahnsinn und vermissen die Romantik. Solja, die perfekte Politiker-Gattin, erträgt ihrem goldenen Käfig nicht mehr – schließlich ist sie eine eigenständige Persönlichkeit. Mit ihr hatte ich zwischendurch aber so meine Schwierigkeiten. Sie wurde immer unsympathischer, verstellt sich, bügelt die anderen einfach über und verbreitet wilde Gerüchte.

Natürlich knistert es zwischen Arwo und Vivi gewaltig. Aber will sie sich so kurz nach der letzten Trennung irgendwo im finnischen Wald wirklich schon auf etwas Neues einlassen? Und ist er überhaupt zu haben? „Schlagartig ist mir kalt. Und mir ist klarer als je zu vor, dass die gefährlichsten Tiere in freier Wildbahn die Schmetterlinge in meinem Bauch sind.“

Wer auf modernen Chicklit vor einer tollen Kulisse mit viel Wortwitz und Knistern steht, kann bei diesem Buch eigentlich nichts falsch machen.

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