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Alexander Oetker
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 17.03.2017
ISBN 9783455000092
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Zapfig

Felicitas Gruber , Tatjana Pokorny
Audio CD: 5 Seiten
Erschienen bei Audio Media Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783956391842
Genre: Krimi und Thriller

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58 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

krimi, münchen, giesing, bayern, serie

Zapfig

Felicitas Gruber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453358515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nicht nur in München ist es eisig, auch Dr. Elke Falk, Sofies Chefin, könnte so manchem Eisblock noch was beibringen. Dabei müssen sie und Sofie zusammenarbeiten, denn die Todesfälle rund um die Giesinger Brauerei haben es in sich.

Zuerst wird Natalie, die Verlobte des Juniorchefs Tobias tot aufgefunden und kurz darauf auch noch seine Mutter – bei beiden war es Mord. Aber wie hängen die Fälle zusammen? Wer hat ein Motiv?

 

„Zapfig“ fängt quasi da an, wo "Die kalte Sofie" aufgehört hat - man ist man sofort wieder in Sofies Alltag integriert, bis hin zu Murmelchen, den sie sich immer noch mit der Falk teilt. Sofie ist gestresst, denn Tante Vroni ist auf Kur (mischt aber aus der Ferne mit) und der Joe eifersüchtelt gegen den Charly. Und so ganz unrecht hat er nicht, es knistert immer noch gewaltig zwischen den beiden. Gleichzeitig suchen Sofie und Joe auch noch eine gemeinsame Wohnung, kein leichtes Unterfangen in München ...

 

Auch die Lösung des Falls gestaltet sich schwierig. Nach Natalies Tod scheint nur Tobias ernsthaft um sie zu trauern. Ihre Kolleginnen waren alle mal mit Tobias liiert - es gibt also ne ganze Menge Tatverdächtige und Motive. Aber auch Natalie scheint kein Unschuldslamm gewesen zu sein, vielleicht haben also nicht nur Tobias Verflossene ein Mordmotiv? Und wie passt der Tod von seiner Mutter ins Bild? Es ist verzwickt und sehr spannend.

 

Für den Leser ist es allerdings auch sehr amüsant. Die ganzen Granteleien zwischen Sofie, ihrer Chefin, Joe und Charly sind extrem unterhaltsam. Ich konnte verstehen, dass Sofie den einen oder anderen immer mal wieder in seine Schranken weisen musste. Außerdem bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass ich lieber nicht in die Verlegenheit kommen möchte, mir in München eine Wohnung suchen zu müssen. Ich hatte ab der Mitte des Buches zwar einen Verdacht, wer der Täter (die Täterin?) ist, aber beim Motiv lag ich falsch, denn die Autorinnen hatten noch die eine oder andere Überraschung parat – es war wirklich bis zu letzten Seite spannend.

 

5 Sterne für diesen absoluten Wohlfühlkrimi mir viel bayrischem Flair und hohem Unterhaltungswert. Ich hoffe, dass es bald den 5. Teil gibt und wird eigentlich schon über die Filmrechte verhandelt? Ich hätte die eine oder andere Idee bzgl. der Darsteller ;-) ...

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krimi, england, agatha raisin, cotswolds, verdacht

Agatha Raisin und die tote Gärtnerin

M. C. Beaton , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.07.2014
ISBN 9783404169863
Genre: Krimi und Thriller

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Alma

Dagmar Fohl
Fester Einband: 219 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783839220726
Genre: Romane

Rezension:

„Es geht darum, mit Musik eine Geschichte zu erzählen. Es geht immer um die Geschichte, die hinter den Noten steckt. Es geht um Emotionen.“ (S. 19)

Gäbe es eine Melodie zu dieser Geschichte, wäre sie unglaublich traurig und sehr berührend. „Alma“ beschreibt den Überlebenskampf des jüdischen Musikalienhändlers Aaron Stern während der Nazizeit so unglaublich bildhaft und real, dass man ein Herz aus Stein haben müsste, wenn er einen nicht bewegen würde.

 

Aaron wächst in Hamburg auf. Obwohl seine Eltern Juden sind, gehören sie dem evangelischen Glauben an. Sein Vater hat einen Musikalienhandel. Musik, insbesondere das Cellospiel, begleitet Aaron von Kindheit an.

Er ist 14, als Hitler an die Macht kommt und muss bald darauf von der Schule abgehen. Mit 20 übernimmt er den Laden seines Vaters. Als er seine Frau Leah kennenlernt, verbindet die Musik sie sofort. 1938 wird Aaron als Novemberjude ins KZ Sachsenhausen gebracht. Erst im März 1939, kurz vor ihrer Auswanderung nach Amerika, bekommt Leah ihn frei. Ihre Tochter Alma wird im 7. Monat kurz vor ihrer Abreise geboren und ist nicht reisefähig. Sie müssen sie bei einem „arischen“ Freund zurücklassen.

Eine Odyssee über Meere und Kontinente beginnt. Die Auswanderer dürfen nirgendwo von Bord gehen, jedes angelaufene Land verspricht neue Hoffnung und wird zur neuen Enttäuschung. Einige stürzen sich lieber ins Meer, als zurück nach Europa zu fahren. Aaron rettet sich in die Musik. Letzten Endes stranden sie in den Niederlanden im Lager Westerbrock. Von dort geht es bald nach Auschwitz. Im KZ wird er täglich gedemütigt und verhöhnt, ist immer kurz vorm Verhungern – aber er hält irgendwie durch. Die Musik (er spielt im Lagerorchester) und der Glaube an ein Wiedersehen mit Alma hält ihn am Leben. „Wir musizierten um unser Leben, während das Grauen um uns herum immer größere Ausmaße annahm.“ (S. 122) Viele Internierte werfen sich lieber in den Hochspannungszaun, als in die Gaskammer zu gehen oder sich den Nazis anzubiedern. Aber Aaron hält durch, denn in Hamburg wartet hoffentlich seine Tochter auf ihn.

Nach dem Krieg ist er ein gebrochener Mann, wird die Erinnerungen und Albträume nie los. Bei der Suche nach Alma stellt er sich immer wieder die Frage, ob er seinem Kind diese Vergangenheit antun kann und will.

 

Aaron ist der Ich-Erzähler dieses Buches, deshalb ist man als Leser immer dabei, denkt und fühlt wie er. Manchmal war es mir fast zu viel, war ich zu dicht an ihm dran. Ich glaube nicht, dass ich das alles ausgehalten hätte. Egal wie oft er zusammenbricht, er rappelt sich immer wieder auf – für die Suche nach Alma. Wie stark, hoffnungsvoll und zuversichtlich muss man sein, um das alles zu überstehen?! Dieser unbedingte Überlebenswille hat mir sehr imponiert.

Am Ende des Buches sagt er: „Ich hatte nie die Absicht, meine Geschichte zu erzählen. ... Doch ich lebe in Deutschland des Jahres 2016. Ich empfand es als meine Pflicht, zu sprechen.“ (S. 211)

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Herzblätter: Kleine Geschichten vom großen Glück (Rowohlt Rotation)

Anna McPartlin , Juliet Ashton , Mia Morgowski , Sofie Cramer
E-Buch Text: 128 Seiten
Erschienen bei Rowohlt E-Book, 20.01.2017
ISBN 9783644401921
Genre: Sonstiges

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feuerland, mutterundtochter, scheidung, jüngerer lover., beziehung

Anfang 40 - Ende offen

Franka Bloom
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.02.2017
ISBN 9783499272929
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Welche Erwartungen habt ihr am Älterwerden? Wie stellt ihr euch euer Leben mit 40 (oder später) vor? Wie geht ihr mit diesen Gedanken und Vorstellungen um?“ Diese Frage leitet die Lovelybooks-Leserunde zu „Anfang 40 - Ende offen“ ein. Tja, ich hatte mir mein Leben in dem Alter auf jeden Fall anders vorgestellt - Kinder, Erfolg im Beruf, ein (Ferien)Haus an der Ostsee ... Statt Kindern hab ich einen Hund (der hoffentlich sehr, sehr alt wird), statt Erfolg im Beruf haben wir Erfolg mit unserem Buchblog und auf das Haus an der Ostsee hoffe ich weiter ;-). Außerdem habe ich tolle neue Freundinnen gefunden – mein Leben hat also mit 40 wirklich nochmal neu begonnen.

 

Auch Vera plant einen Neuanfang. Sie ist gerade 48 geworden, steht kurz vor der Scheidung, ihre Tochter Greta ist 18 und hat das Abi in der Tasche – Vera könnte sich endlich auf ihr eigenes Leben und ihre Firma konzentrieren. Doch natürlich kommt alles anders, als erhofft. „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ sagte schon John Lennon. Sven, Veras (noch Ehe-) Mann verzögert die Scheidung immer wieder, Greta will das „Hotel Mama“ nicht verlassen und Veras jugendlicher Lover Paul klammert viel zu sehr. Dazu kommt ihre plötzlich paarshippende Mutter, die Storys aus ihrem Leben erzählt, welche nicht nur Vera erröten lassen. Und dann passiert etwas völlig Unvorhergesehenes und sie muss ihr Leben und ihre Pläne komplett neu überdenken.

 

Selten hat mich in ein „Frauen-Selbstfindungsroman“ so amüsiert und unterhalten wie dieser. Am ehesten lässt sich der Stil von Franka Bloom mit dem von Ildikó von Kürthy vergleichen. Das Buch ist spritzig, kurzweilig und amüsant. Ich habe die über 400 Seiten in nur 2 Tagen verschlungen. Außerdem haben die immer wieder auftauchenden Wendungen dafür gesorgt, dass es nie langweilig wurde sondern  überraschend blieb. Jedes Mal wenn ich dachte, ich wüsste endlich wie Vera tickt, änderte sie ihre Meinung. Und das „Schlimmste“ ist – trotzdem war alles nachvollziehbar. Sind wir Frauen wirklich so wechselhaft ;-)?

 

Vera und ihre Freundinnen sind Frauen wie Du und ich: mit Figur- und Beziehungsproblemen, sich sprunghaft vermehrenden Fältchen und grauen Haaren und dabei immer füreinander da. Auch die Herren der Schöpfung sind aus dem Leben gegriffen, sei es Sven – der weder die Scheidung noch von seiner neuen Freundin lassen will – oder Paul, der verwöhnte Sohn, der sich auch bei Vera bald zu sehr zu Hause fühlt. Ein Highlight ist der schwule Kellner Pavel, ihn und seine Lebensweisheiten muss man einfach lieben.

 

Mein Lieblingszitat (weil es nicht nur auf den Roman passt wie die Faust aufs Auge) ist: „Am Ende sucht sich das Leben seinen Weg.“ (S. 355)

 

Fazit: „Anfang 40 – Ende offen“ ist ein MUSS für alle Fans von Ildikó von Kürthy und gehört verfilmt – schließlich ist Franka Bloom das Pseudonym einer bekannten Drehbuchautorin.

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Tannie Maria und der Mechaniker des Teufels

Sally Andrew , Andrea Fischer
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 10.02.2017
ISBN 9783855350049
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Tannie Maria und der Mechaniker des Teufels“ geht genau da weiter, wo der Vorgängerband aufgehört hat. Mit Maria auf ihrer Terrasse im südafrikanische Outback sitzend (die Sonne geht langsam unter, die Hitze flirrt noch etwas), wartend auf Detektive Henk Kannemeyer. Das Feeling ist sofort wieder da, ich kann den Abendhimmel förmlich sehen und die warme Luft spüren – ein tolles Gefühl mitten im deutschen Winter. Man bekommt sofort Lust auf Südafrika.

 

Natürlich wird auch wieder gekocht und gebacken, was das Herz begehrt und dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Schließlich beantwortet Tannie Marie bei einer kleinen Zeitung die Hilferufe ihrer Leser mithilfe von Rezepten. Auch sie selbst stillt ihren Kummer mit Essen, denn sie ist innerlich zerrissen. Sie würde Henks Nähe so gern zulassen, kann es aber nicht. Seit Jahren braucht sie Essen wie die Luft zum Atmen. Nur Kuchen kann die Leere füllen, die Ängste stoppen. Aber irgendwann hilft nicht mal mehr ihr Lieblingskuchen. Sie sucht professionelle Hilfe in einer Selbsthilfegruppe. Allerding ist ihr Therapeut als Satansjünger verschrien und anscheinend auch irgendwie in den Mord an dem Autor Slimkat Kaboo involviert, den Tannie Maria mit angesehen hat und den Henk Kannemeyer gerade untersucht. Henk hat Angst um Maria, sie soll sich raushalten. Schon beim ersten Fall wäre sie beinahe umgekommen. Aber dann passiert der nächste Mord mitten in einer Therapie-Gruppensitzung ...

 

Sally Andrews hat es auch mit diesem Band geschafft, mich hervorragend zu unterhalten. Tannie Maria ist eine eher unauffällige, dabei aber sehr liebevolle und recht zielstrebige Frau. Genau so ist auch dieses Buch. Der Krimi besticht durch leise Töne, interessante zwischenmenschliche Beziehungen, unvorhersehbare Verwicklungen und Menschen, die ihre dunkelsten Geheimnisse geschickt zu verbergen wissen. In jeder Gruppensitzung wird ein Stück eines Geheimnisses aufgedeckt und trotzdem überrascht einen die nächste Sitzung, das nächste Geständnis noch mehr. Dazu kommen die vielen Verdächtigen, die einem geradezu auf dem Silbertablett serviert werden – und mit denen man geschickt vom wirklichen Täter abgelenkt wird.

Natürlich ist Südafrika keine „heile Welt“ Region, deshalb geht es in dieser Geschichte auch um Blutdiamanten, die Landbesitzverhältnisse der Ureinwohner und die Apartheid. Aber es wird nicht moralisiert oder gewertet, diese Hintergründe fließen harmonisch in die Geschichte ein.

 

Neben Tannie Maria ist auch Henk Kannemeyer ein sehr sympathischer Held. Verwitwet, ein guter Ermittler und Menschenkenner, aber kein Heiliger. Er ist besorgt um Tannie Maria, weiß aber, dass er sie nicht einengen kann. Außerdem scheint er den 7. Sinn zu haben, denn wenn sie ihn braucht, ist er zur Stelle. Sein Herz ist so groß, dass er sogar das Lämmchen, welches er geschenkt bekommen hat, nicht schlachtet sondern als Haustier hält und allabendlich in den Schlaf singt. Ein Held zum Verlieben.

 

Für diesen tollen atmosphärischen Krimi vergebe ich sehr gern die Höchstpunktzahl und hoffe auf weitere Ermittlungen mit Tannie Maria und Henk.

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überleben, liebe, steinzeit, wissen, lustig

Jagen, sammeln und verlieben: Die romantische Komödie zur Steinzeit-Diät

Julia Jenner
E-Buch Text
Erschienen bei null, 16.06.2016
ISBN B01H737CXK
Genre: Liebesromane

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

teenieroman, familie, liebesbriefe, jugendliche, chaotisches liebesleben

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann , Leonie Landa
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 29.08.2016
ISBN 9783837136357
Genre: Jugendbuch

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paris, friedhof, montmartre, katzen, mord

Die Katzen von Montmartre

Tessa Korber
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei btb, 11.10.2016
ISBN 9783442714445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich beherrschen die Katzen Montmarte, aber wir Menschen nehmen sie nicht wahr. Dabei könnten sie uns so viel erzählen. Bonnard z.B. muss nur auf seiner Bank auf dem Friedhof liegen, schon kommen die Besucher, setzen sich dazu, streicheln ihn und irgendwann beginnt jeder, ihm sein Geheimnis zu enthüllen. Grisette wohnt im Kiosk bei Madam Chauchat. Sie hält sich für eine Besonderheit, meint, orientalischer Abstammung zu sein, und will als Modell für die Straßenmaler groß rauskommen - die Kater lieben sie dafür. Und Suzanne, die Katze der Bäckerin Madame Valladon, würde ihrer ewig seufzenden Besitzerin so gern einen eigenen Wurf Kinder oder wenigstens einen Mann wünschen – aber wir hören ja nicht auf sie ...

 

Die Katzen in diesem Krimi haben genau wie wir Menschen ihre Stärken und Schwächen – sie sind tröstend, aufreizend, Chefs, verspielt, jugendliche Rowdys oder besorgte Mütter. Sie kümmern sich nicht nur umeinander, sondern auch um „ihre“ Menschen. Denn auch diese haben ihre Besonderheiten und Geheimnisse. Madame Valladon, die Bäckerin, meint für die Sünden ihres Vaters büßen zu müssen, obwohl nur sie sich daran stört. Madame Chauchat, die Kioskbesitzerin, schaut den Menschen nicht nur ins Gesicht sondern vor allem in die Hand und enthüllt dabei so manches. Das Lokal von Monsieur Martis ist der Treffpunkt des Viertels. Er „hat Verbindungen“, kann fast alles besorgen. Und auch seine schüchterne Küchenhilfe Emil verbirgt seine wahre Berufung.

 

Eines Tages tauchen auf dem Friedhof von Montmartre ein deutsches Mädchen, ein arabischer Junge und ein alter Straßenmaler auf. Sie kommen und gehen getrennt, haben ihre Geheimnisse, nichts verbindet sie. Kurz darauf ist das Mädchen tot und Grisette verschwunden. Während die Menschen nach dem Mörder des Mädchens suchen, kümmern sie die Katzen um Grisettes Verschwinden. Und doch treffen sie bei ihren Ermittlungen immer wieder aufeinander. Die Spuren scheinen sich zu kreuzen.

 

Genau wie die Katzen meist auf leisen Pfoten durch ihr Revier streichen, ist auch dieses Buch sehr ruhig, kein knallharter reißerischer Krimi. Aber keine Angst, der Fall und dessen Auflösung sind sehr überraschend und erschreckend zugleich.

Der Krimi besticht durch sein Flair: Paris im Sommer, das Künstlerviertel Montmarte, der Zusammenhalt. Man möchte sofort den nächsten Urlaub buchen. Für mich hätte der Fall aber etwas mehr Spannung vertragen können. Selbst der ermittelnde Commissair, ausgelaugt vom Leben und den Enttäuschungen, agiert nur agiert still im Hintergrund, ist dabei aber hellwach und unerwartet menschlich.

 

„Dann ist es mit den Menschen wie mit den Kunstwerken. Interessant macht sie dass, was man nicht sieht, aber ahnt.“

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vorlesen, bücher, liebe, paris, vorleser

Die Sehnsucht des Vorlesers

Jean-Paul Didierlaurent ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.09.2015
ISBN 9783423260787
Genre: Romane

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29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

frühstück, wenig abwechslung, lecker, start, #nosugar

Mein gesundes, warmes Wohlfühlfrühstück: 70 süße und pikante Rezeptideen

Julia Waldhart
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei Löwenzahn Verlag, 17.01.2017
ISBN 9783706628501
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da wir dieses Jahr mal wieder einen richtig kalten Winter hatten (und eigentlich auch immer noch haben), habe ich mich sehr gefreut, dass ich bei Lovelybooks im Rahmen einer Leserunde ein außergewöhnliches Kochbuch aus dem Löwenzahn Verlag testen durfte: „Mein gesundes, warmes Wohlfühlfrühstück“. Gerade in der kalten Jahreszeit ist es sehr angenehm, schon morgens mit einer warmen Mahlzeit zu starten. Ich finde es toll, dass fast alle Rezepte vegetarisch oder vegan sind bzw. sich ganz leicht umwandeln lassen. Die Rezepte sind für jeweils 2 Personen ausgelegt, lassen sich aber bequem vervielfältigen.

Die letzten Wochen haben wir uns also durch einige der 70 süßen oder pikanten Rezepte gekocht (also ich habe gekocht, mein Mann nur gegessen ;-) ) und bis auf einige wenige Ausnahmen ist auch alles gelungen. Probleme gab es vor allem bei den Gerichten, die in den Backofen mussten. Da haben die Zeiten oder Temperaturen bei mir nicht funktioniert.

 

Unsere süßen Lieblingsgerichte sind die Palatschinken und der Quinoa-Mandel-Mix mit Backpflaumen – letzterer wird mit einem herzhaften Dressing serviert und ist mein absolutes Highlight. Bei den herzhaften Gerichten haben es uns die Stampfkartoffeln (aus dem Ofen) und das Apfelmus mit Kren besonders angetan.

 

Ein klitzekleines Manko hab ich aber trotzdem noch. Bitte, bitte liebe Verleger, lasst nicht immer die Zubereitungszeiten und Nähwertangaben weg. Ich will schon wissen, wie viel Zeit ich einplanen muss und was so drin ist – dabei meine ich nicht mal unbedingt die Kalorien sondern auch Zucker oder Eiweiß etc. Es gibt viele Menschen, die auf so etwas achten müssen und von den fehlenden Angaben evtl. abgeschreckt werden.

 

Fazit: Die meisten Gerichte haben lange satt gemacht, ohne zu schwer im Magen zu liegen. Und gerade bei der Eiseskälte in der letzten Zeit war das warme Frühstück ein echter Gewinn. Ob ich das allerdings auch im Hochsommer machen würde, weiß ich noch nicht ...

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29 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

martin luther, eisleben, lucas cranach, mansfeld, porträt

Die Mutter des Satans

Claudia Beinert , Nadja Beinert
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.02.2017
ISBN 9783426653838
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte wird in Rückblenden erzählt. Margarethe sitzt für Lucas Cranach Modell und erinnert sich dabei an ihr Leben. Geprägt wurde es natürlich vor allem durch ihren ältesten und umstrittensten Sohn Martin Luther.

 

Margarethe hatte ein hartes Leben und einen lieblos wirkenden Ehemann (Hans), dem sie immerhin 6 Kinder gebar. Ihr Vater war Ratsherr, ihr Mann „nur“ Bauer, aber mit großen Ambitionen. Er wollte unbedingt Hüttenmeister werden und zu Ansehen kommen (was er durch harte Arbeit und fast schon grausame Sparsamkeit auch schaffte) - diesem Wunsch hatte sich alles unterzuordnen. Margarethe hatte zu funktionieren – „Das Weib sei dem Manne Untertan.“

Sie war eine gottesfürchtige, sehr gläubige Frau, die ihre Kinder schon früh an ihren Glauben heranführte. Trost findet sie im Gebet und dem Glauben an Gottes Allmächtigkeit – selbst Leibstrafen an den Kindern waren für sie dadurch erklärbar. Aber sie bemerkte auch immer mehr die Widersprüchen und Zwänge, fühlte sich weder durch die gekauften Ablassbriefe noch die Beichten und Bußen beim Pfarrer befreit oder getröstet. Für sie war ihr Leben gottgegeben und vorbestimmt.

Erschreckend fand ich, dass die Pest als Strafe für alle Sünden angesehen wurde. Das ist heute nur schwer vorstellbar und auch Margarethe begann das erste Mal zu zweifeln, als ausgerechnet ihre jüngste und sündenfreie Tochter Barbara daran starb. Margarethe sah den logischen Fehler, zog aber keine Konsequenzen.

Als Martin sein Jurastudium abbrach und stattdessen Mönch wurde, war er für Hans gestorben. Margarethe pflegte den Kontakt zu ihm heimlich über viele Jahre. Sie kämpfte wie eine Löwin für ihren Sohn, auch wenn sie seine Überzeugungen nicht von Beginn an teilte und immer wieder als „Mutter des Satans“ beschimpft wurde – Martin Luther sollte an allem Schuld sein, was in der Welt im allgemeinen (Pest) und den Nachbarn im besonderen (persönliche Unglücke) passierte, weil er sich vom wahren Glauben abgewendet hatte.

 

Leider bin ich mit dem Buch nicht so richtig warm geworden, der Stil war mir zu weitschweifig und langatmig. Die Zeit damals war sehr düster und (für mich zu) deprimierend – das wird sehr anschaulich beschrieben. Der Hexenwahn und die Pest greifen um sich und zerstören neben Leben auch Freundschaften.

Margarethe bleibt lange farblos, duldsam, eine gehorsame Ehefrau. Nur in den Passagen mit Cranach oder beim Tod ihrer Kinder wurde sie für mich lebendig und lies Gefühle zu. In den Szenen im Atelier ist sie sehr leidenschaftlich, taut auf und man kann auch mal hinter ihre harte Schale gucken. Die Stellen wirken sehr hell – ein guter Kontrast zum Rest des Buches, aber ich hätte mir mehr davon gewünscht, ich wollte Margarethe ja schließlich kennenlernen. Aber meistens wirkt so steif wie auf Cranachs Gemälde.

Cranach bringt gleichzeitig auch noch eine andere Sichtweise auf das Geschehen ein. Er reflektiert während der Portraitstunden sein eigenes Leben, den Umgang mit seiner Familie und die Freundschaft zu Martin Luther. Für mich habe genau diese Szenen das Buch aufgelockert.

 

Abschließend ist „Die Mutter des Satans“ für mich zu sehr Biographie und zu wenig Roman.

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Die Glasmacherin

Birgit Hermann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783954519743
Genre: Historische Romane

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130 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:

Vor einigen Tagen erreicht mich folgende Mail aus dem dtv-Verlag:

„Du suchst noch nach einem passendem Roman für die momentan herrschenden kalten Wintertage? Einem Roman, der in den tiefverschneiten Bergen Michigans spielt und eine packende, wilde Mischung aus anrührend, witzig und grotesk ist; dessen Charaktere dich auch nach dem Lesen nicht loslassen; dessen Atmosphäre an Filme wie ›True Grit‹ und ›Winter’s Bone‹ erinnert und dessen Ton an Songs erinnert, die mit rauer Stimme am Lagerfeuer gesungen werden?

Wäre das ein Buch, das du gerne lesen möchtest?

Wenn wir dich mit diesem Wintertipp per Post überraschen dürfen, antworte einfach bis Sonntagnacht, 15. Januar 2017 auf diese E-Mail.“

 

Natürlich konnte ich diesen Zeilen nicht widerstehen und freute mich, als nur wenige Tage später „Sweetgirl“ von Travis Mulhauser stilecht verpackt mit Kunstschnee im Briefkasten lag ;-). Ich gebe zu, ich hätte mir das Buch selber nie ausgesucht, weil schon die Beschreibung für mich zu spannend, zu sehr nach Thriller klang. Aber die Parallelen zu Musik und Film reizten mich.

 

Meine Intuition hat mich nicht getäuscht – „Sweetgirl“ ist so dramatisch und mit dem einen oder anderen gewaltsamen Todesfall gespickt, dass es für mich durchaus als Thriller durchgeht.

Percy, die 16-jährige Ich-Erzählerin, sucht während eines Schneesturms eigentlich ihre Mutter, als sie im Haus von deren Dealer Shelton ein hungriges, krankes, halberfrorenes Baby (Jenna) findet. Obwohl sie weiß, wie gefährlich es ist, nimmt Percy Jenna an sich, um sie in das nächste Krankenhaus zu bringen. Der Blizzard wütet immer weiter und Percy fühlt sich überfordert, also bittet sie Portis, den Ex-Freund ihrer Mutter, um Hilfe. Und daran tut sie gut, denn Shelton ist ihr schon bald auf den Fersen – er will Jenna um wirklich jeden Preis zurück!

 

Zu Beginn des Buches hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil. Percy entstammt der Unterschicht und ihr Jargon war nicht so ganz meins. Aber je spannender das Buch wurde, umso weniger störte es mich. Ich wollte nur noch wissen wie es weiter geht. Ihre atemlose Flucht durch den Blizzard, verfolgt von Shelton und seinen Gewährsmännern, über zugefrorene Seen und vereiste Flüsse, baufällige Brücken und durch unzugängliches Dickicht, war extrem bildhaft. Da hier auch gerade Schnee und Minustemperaturen herrschen, habe ich mit ihr gefroren und gelitten. Ihre Sorgen und Ängste waren sehr direkt und nachvollziehbar, ganz abgesehen von den Schmerzen, die halberfrorene Füße machen ...

 

Ihr merkt schon, das Buch ist nichts für (meine) schwache(n) Nerven. Es ist saukalt und man friert mit, es gibt diverse unschöne Todesfälle und natürlich sind auch Drogenexzesse einschließlich ihrer unschönen Nebenwirkungen (Wahnvorstellungen etc.) inklusive. Und trotzdem war es richtig gut! Ich habe es gestern in einem Ritt durchgelesen. Genau so stelle ich mir einen Thriller vor: Spannung und Tempo müssen mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und auch die Story an sich sollte passen und nicht nur als Umgebung für die vielen Toten dienen. 5 Sterne.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

lippstadt, mord, erpressung, hanse, familientragödie

Der Kaufmann von Lippstadt

Rita Maria Fust
Flexibler Einband: 339 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.03.2014
ISBN 9783839214930
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich bin ja eigentlich ein Fan gut recherchierter historischer Romane, aber dieser hier hat mich an meine Grenzen gebracht. Für mich war er „über-recherchiert“. Es gab Seiten, die bestanden gefühlt aus mehr Quellenangaben bzw. Erläuterungen, als Romaninhalt.

Dabei ist der Fall an sich eigentlich extrem spannend: Innerhalb nur eines Jahres verliert der angesehene Lippstädter Kaufmann Overkamp alles: sein Ehre, seine Würde, sein Geschäft, sein Haus – seinen Lebensmut. Am Ende „flieht“ er gebrochen und pleite nach Lübeck zu seiner dort lebenden Tochter. Wie es genau dazu kam, erzählt Rita Maria Fust in „Der Kaufmann von Lippstadt“. Dabei bedient sie sich zweier Zeitebenen – 1764/65 geht es um Overkamps Absturz und 2010 stößt der Student Oliver auf einen Brief, der mit Overkamps Fall zusammenhängt und versucht deshalb, dessen Geschichte zu rekonstruieren.

 

Alles beginnt damit, dass Overkamps unverheiratete Tochter Elisabeth schwanger ist und den Vater des Kindes verheimlicht. Das will und kann Overkamp nicht hinnehmen, also spioniert er ihr hinterher und glaubt, den Kindsvater zu kennen. Kurz darauf explodiert ein Munitionslager der Stadt und 2 Leichen werden gefunden. Später verschwinden weitere Männer, Gerüchte kommen auf, dass Overkamp vor der Explosion gesehen wurde. Der kann oder will sich nicht wehren und lässt sich erpressen, bis er letztendlich alles verliert.

 

Die Spirale aus Gewalt und Schuld, in die sich Overkamp immer mehr verstrickt, hat mir sehr gut gefallen. Für ihn geht es ab einem bestimmten Punkt nur noch abwärts, weil er sich in einer ausweglosen Situation wähnt und jedes persönliche Unglück als Strafe Gottes wertet.

 

Hingegen fand ich Olivers Part in der Geschichte oft etwas unmotiviert und unüberlegt. Nur auf einen geerbten Brief seiner Oma hin unterbricht er sein Studium und geht nach Lippstadt, um nach Overkamp zu forschen. Auch seine plötzlich auftauchende Freundin Annika und die daraus resultierende Liebesgeschichte empfand ich als eher störend und zu plötzlich. Ich verstehe zwar die Beweggründe der Autorin (Oliver ist dabei, als Leichen und Munition aus Overkamps Zeit auftauchen, dass gibt ihm neue Hinweise), aber das hätte m.E. irgendwie eleganter gelöst werden können. Zumal Annika nur eine sehr blasse Randfigur bleibt.

 

Generell würde ich sagen, dass das Buch für Ortsansässige sicher interessant ist, da viele historische Hintergründe und aktuelle Gegebenheiten verwendet wurden. Mir waren die diversen Stadtrundgänge und sich wiederholenden Erläuterungen zur Stadtgeschichte durch Overkamp bzw. Oliver einfach zu viel und leider zum Teil auch zu trocken und holprig in die Handlung integriert.

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ostpreußen, familiensaga, mitgift, familie, mamsell

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ostpreußen 1920: Frederike (Freddy) ist 11, als ihre Mutter einen Verwandten ihres verstorbenen Mannes heiratet und damit aus Onkel Erik Freddys Stiefvater wird. Dies ist bereits die dritte Ehe ihrer lebenslustigen Mutter. Freddys Halbgeschwister sind echte von Fennhusens, sie „nur“ einen von Weidenfels – „nur“, weil sie kein Erbe, keine Mitgift zu erwarten hat. Aber Freddy ist klug, wissbegierig, lebensklug, und umsichtig. Sie besitzt Einfühlungsvermögen und ist mit einer sehr guten Beobachtungsgabe ausgestattet. Im Gegensatz zu ihrer Mutter findet sich Fredda schnell mit den Abläufen auf dem großen Gut und den Angestellten zurecht. Ihr ist klar, dass sie eine sichere Zukunft nur in einer Ehe oder ein Anstellung z.B. als Mamsell (Vorsteherin des Haushaltes) finden wird.

8 Jahre später hat Freddy erfolgreich eine Ausbildung an einer höheren Töchterschule für Gartenbau absolviert und dort alles gelernt, um einem Gut vorstehen zu können – egal ob als Ehefrau oder Mamsell. Ihre Eltern sähen sie natürlich lieber in der Rolle einer Ehefrau – am liebsten in der von Ax von Stieglitz. Ax ist ein langjähriger Bekannter von Erik und ca. 15 Jahre älter als Freddy. Aber warum war er noch nie verheiratet? Warum wird nie ein Gerücht über eine Affäre laut?! Welches Geheimnis verbirgt er?

 

Was für ein Wohlfühlbuch! Von Anfang an war ich mitten im Geschehen, was vor allem an dem extrem anschaulichen Schreibstil der Autorin lag. Man merkt, dass sie auch eine große Familie hat. Freddys Familie ist toll inszeniert - groß, laut, sympathisch und mit einem ausgezeichneten Zusammenhalt.

Freddy geht in ihrer Rolle als große Schwester perfekt auf und kann sich ein späteres Leben als Gutsherrin gut vorstellen. Das Gutsleben ist hart und alle, auch die Kinder müssen mit anpacken.

Ax ist als enger Freund ihres Stiefvaters oft zu Besuch und sie schwärmt sofort für ihn – und das nicht nur wegen seines zahmen Wolfsrudels.

Mit ihrer Mutter Stefanie bin ich nicht so recht warm geworden. Sie liebt ihre Kinder und Freddy als älteste Tochter wohl besonders, aber sie fordert von ihr immer mehr als von den anderen. Ihrer Meinung nach sollte sich Freddy nach einem reichen Ehemann umschauen. Dabei bleiben ihre Beweggründe im Dunklen. Geht es hier nur um das Ansehen der Familie? 

Erik ist der Ruhepol der Familie, seine Sorge gilt vor allem dem Gut und der politischen Lage, schließlich hängt beides fest zusammen. Der erste WK ist noch nicht lange vorbei und die politische Lage greift immer mehr ins Tagesgeschehen ein. Er liebt die Kinder gleichermaßen und sagt Freddy immer wieder, dass Fennhusen ihre Heimat ist und bleiben wird.

Auch ihre Geschwister sind liebevoll herausgearbeitet, aber die Hauptrolle des Buches machen sie Freddy nie streitig. 

Meine Lieblings-Nebencharaktere waren die Köchin des Gutes, eine Seele von Mensch, und ihr männliches Pendant, der Stallmeister Hans. 

Einen schönen Gegensatz zu Freddy bildet ihre modebewusste Potsdamer Freundin Thea. Sie ist viel weltoffener, auch, was außereheliche Beziehungen angeht.

 

„Das Lied der Störche“ war mein erstes Buch von Ulrike Renk und wird auf jeden Fall nicht mein letztes bleiben. Bereits die Leseprobe hatte mich so gefesselt, dass ich wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.

Wer meine Rezensionen kennt, weiß dass ich Familiensagas und dunkle Geheimisse liebe – meine Erwartungen an das Buch waren also sehr hoch und ich wurde keine Minute enttäuscht. Es war spannend, humorvoll, lehrreich und dabei nie kitschig. Das einzige Manko ist ein ganz gemeiner Cliffhanger am Ende des Buches – zum Glück soll die Fortsetzung aber schon im September erscheinen ("Die Jahre der Schwalben").

 

5 Sterne und meine unbedingte Leseempfehlung.

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liebe, familie, perlen, geheimnis, katie agnew

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Sophia, Mitte 30, entstammt altem englischen Landadel. Sie hat es in ihrem Leben aber nur bis zum Partygirl gebracht. Natürlich ist ihre Familie nicht begeistert, deshalb wurde ihr vor Jahren der Geldhahn abgedreht und jetzt lebt sie mit ihrem besten schwulen Freund Hugo in der heruntergekommenen Stadtvilla eines Freundes. „Manchmal schien diese Haus ... wie ein Ort, an dem Chancen zu Grabe getragen werden.“ Immer auf der Suche nach der nächsten Party, dem nächsten Freigetränk, der nächsten schnellen Nummer. Ihre Eltern haben ihr schon in der Kindheit das Gefühl gegeben, nichts wert zu sein, das hat sie verinnerlicht.

 

Sophie wird erst wach, als ihre im Sterben liegende Großmutter Tilly sie beauftragt ein verschwundenes Perlenhalsband wiederzufinden. Dieses hatte die Großmutter von ihrem Vater zum 18. Geburtstag geschenkt bekommen und hat es am 18.Geburtstag ihrer Tochter Alice weitervererbt. Seither ist es jedoch verschwunden und Sophies Mutter leugnet, es je besessen zu haben. Sophie hängt sehr an ihrer Großmutter und möchte ihr gern diesen Wunsch erfüllen.  Sie macht sich auf die Suche nach dem Armband und muss sich dabei auch mit der Familiengeschichte auseinandersetzten.

Unterstützt wird sie dabei von Hugo, aber auch Tillys Briefe, in denen sie von ihrer Kindheit und Jugend erzählt. Diese wurde durch eine lieblose Mutter, einen überwiegend abwesenden (aber liebevollen) Vater und den 2. WK geprägt. Auch Tillys Leben verlief anders, als geplant.

 

In einem weiteren Erzählstrang geht es um die Geschichte der Perlen von Tillys Kette. Sie stammen aus Japan und die junge Taucherin Manami riskiert sogar ihr Leben, um die Perlen im Meer zu finden. 1927 erhofft sie durch den Verkauf der Perlen eine bessere Zukunft für ihre Familie. Später, im Jahr 2012 lebt Manamis Tochter Aiko als erfolgreiche Geschäftsfrau in New York. Und auch sie konnte die Perlen nie vergessen ...

 

Die Geschichte wird beherrscht von schönen aber kalten Frauen die, genau wie die schönen kalten Perlen ihre Geheimnisse haben. Tillys Mutter interessierte sich nur für ihre Schönheit und Partys, ihre Tochter und ihr Mann (es war eine Vernunftehe) waren ihr egal. Tilly selbst hat später bei dem Versuch, ihrer Tochter Alice ein perfektes Leben zu ermöglichen, einen schlimmen Fehler gemacht, dieses Unrecht möchte sie noch vor ihrem Tod gesühnt wissen. Und Alice – Alice versteckt sich (schon zu lange?) hinter ihrem Mann, um den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und Erinnerungen zu vermeiden.

 

Die Suche nach den Perlen wird für Sophia schnell zur Suche nach der Wahrheit, der Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte. Dabei wird sie endlich erwachsen und begreift, dass sie mehr kann als gut aussehen und sich auf Partys freihalten zu lassen. Mir hat ihre glaubhafte Entwicklung sehr gut gefallen. Aber auch Tillys und Alice Beweggründe und Geheimnisse waren plausibel und bis zur letzten Zeile sehr spannend. Ich habe diese starken Frauen gern durch das Buch begleitet - es wurde trotz fast 600 Seiten nie langatmig oder langweilig.

Einzig eine Stelle am Ende des Buches war für mich etwas zu unrealistisch. 4,5 von 5 Sternen.

 

Übrigens hat der Bucheinband den Glanz und die Farbe von Perlen, was mit sehr gefallen hat. Auch die Kirschblüten als Symbol für Japan passen gut dazu.

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archäologie, krimi, mord, venus, österreich

Im Namen der Venus

Natalie Mesensky
Flexibler Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.08.2015
ISBN 9783839217252
Genre: Krimi und Thriller

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low carb, abnehmen, low-carb-, strunz, gesund

Das Strunz-Low-Carb-Kochbuch

Ulrich Strunz
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453201446
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Mama, eine ehemalige Leistungssportlerin, schwärmt seit Jahren von Dr. med. Ulrich Strunz bzw. seinen Büchern. Deshalb war ich neugierig, als ich dieses neue Kochbuch beim Bloggerportal entdeckte.

 

Vor dem Rezeptteil gibt es eine Einleitung des Autors, in der er wie üblich Zucker und Mehl extrem kritisiert. Sein Zauberwort heißt Paleo – die Steinzeit-/ Eiweißdiät. Übersetzt bedeutet das, dass wir nur essen sollen, was wir gerade Jagen und Sammeln könnten oder z.B. durch Trocknen oder Dörren haltbar gemacht haben.

Allerding stoßen mir ein paar seiner Behauptungen sauer auf. So behauptet er z.B. in einem Nebensatz, so ziemlich jede Krankheit einschließlich Krebs mithilfe seiner Diät heilen zu können. Er wettert gegen Konserven und gentechnisch veränderte Lebensmittel, preist gleichzeitig aber sein Eiweißpulver für Shakes und Suppen an – also m.E. wächst das Pulver auch nicht gerade auf Bäumen?! Zudem schwört er auf einen starken Mixer – bei der Vorstellung von Steinzeitmenschen und Mixern hab ich mich ehrlich gesagt schlapp gelacht. Naja, was nicht passt wird passend gemacht.

 

Jetzt aber zum Rezeptteil.

Zu unseren Highlights gehört die Möhren-Kichererbsensuppe mit Harissa-Kernen. Sie wird zwar nicht so dickflüssig wie auf dem Foto im Buch, aber der Geschmack ist toll und die Harissa-Kerne ergänzen die Suppe perfekt.

Auch das selbstgemachte Knuspermüsli war zusammen mit Skyr und TK-Brombeeren vom letzten Jahr wirklich lecker.

Die Gurken-Lachs-Eier im Glas klangen erstmal nicht spektakulär, haben uns aber ebenfalls überzeugen können. Die wird es sicher noch öfter geben.

 

Ein absolutes Plus des Buches ist, dass die Portionsangaben funktionieren. Ich habe bei anderen Kochbüchern oft das Problem, dass sie mit zu großen Portionen rechnen. Das ist hier nicht der Fall.

Ein kleines Manko ist für mich, dass es leider nur zu ungefähr jedem 3. Rezept ein Bild gibt. Ich persönliche sehe gern, wie das Gericht zubereitet aussehen sollte.

Und auch das Rezeptregister führt nur die vegetarischen und veganen Gerichte auf – Fleisch- und Fischgerichte gibt es zwar im Buch, nicht aber im Verzeichnis. Hier hat m.E. jemand nicht ganz bis zu Ende gedacht.

 

Abschließend bewerte ich das Buch mit 3,5 Sternen. Der Rezeptteil ist gut, doch das Diät-Konzept führt meines Erachtens zu einer zu einseitigen Ernährung.

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tuchvilla, historischer roma, rezension, historie, roman

Das Erbe der Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2016
ISBN 9783734103261
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Das Erbe der Tuchvilla“ ist der 3. und damit letzte Band der Geschichte um die Augsburger Fabrikantenfamilie Melzer und spielt von 1923 bis 25.

Der erste Weltkrieg ist vorbei, die meisten Kriegsgefangenen, wie auch Paul Melzer (seit dem Tod seines Vaters das Familienoberhaupt), sind zurückgekehrt und ganz langsam erholt sich die Wirtschaft, auch in der Tuchfabrik geht es aufwärts.

Maries und Pauls Zwillinge Dodo und Leo und Kittys Tochter Henny gehen inzwischen zur Schule. Leo hat es nicht leicht, er wird in der Schule gehänselt und vom Vater kritisiert, weil er „kein richtiger Junge“ ist. Er mag keine Maschinen und klettert nicht auf Bäume – ihn interessiert nur das Klavierspiel. Seine Schwester Dodo hingehen wäre der perfekte Junge, sie will später unbedingt Pilotin werden. Beide Kinder machen es Paul und dessen Mutter Alicia nicht recht. Dazu kommt, dass Paul Marie das langersehnte Modeatelier einrichtet und sie sich deswegen angeblich zu wenig um Haushalt und Kinder kümmert – eine Gouvernante muss her! Alicia stellt dafür ausgerechnet Serafina von Dobern ein, eine verwitwete Freundin ihrer Tochter Elisabeth. Serafina verfolgt ihre ganz eigenen Pläne und torpediert Marie und Kitty wo es nur geht – bis beide Frauen mit den Kindern ausziehen ...

Und auch Elisabeths Ehe in Pommern geht schief, ihr Mann vergnügt sich lieber mit einer Magd. Doch Elisabeth ist kein Kind von Traurigkeit, ihr gefällt der Bibliothekar des Gutes, Sebastian Winkler. Nur ist der leider extrem schüchtern.

 

Ich habe lange überlegt, ob ich der Rezension den Titel „Die intrigante Gouvernante“ gebe – nicht nur, weil mir das Wortspiel gefällt, sondern weil gerade die Intrigen und Lügen von Serafina die Handlung unglaublich vorantreiben. Sie mischt sich in alle Belange der Familie ein, macht sich bei Alicia unerlässlich und treibt einen Keil zwischen Marie und Paul – anscheinend will sie Maries Stellung einnehmen. Serafina ist eine wunderbar hassenswerte Protagonistin, sowas hat man ja eher selten und deshalb machte es umso mehr Spaß, ihre Winkelzüge und Ränkespiele zu verfolgen. Natürlich gönnt man ihr den Sieg nicht, aber bewundert habe ich ihren Einfallsreichtum trotzdem. Ihre Pläne funktionieren auch deshalb so gut, weil Alicia sich von ihr einwickeln lässt und Paul der Meinung ist: das sollen die Frauen mal schön unter sich klären. Bis zuletzt scheint er nicht zu begreifen, dass sie seine Familie systematisch zu zerstören versucht – Männer eben.

Dabei kommt Serafina auch die beginnende und unerwünschte Emanzipation von Kitty und Marie zugute. Wie kann sich Marie nur mehr um ihr Atelier kümmern als um ihre Kinder und die Haushaltsführung?! Oder (die verwitwete) Kitty sich in der Künstlerszene rumtreiben, Männer anflirten und die Haare kurz tragen? So etwas macht eine ordentliche Frau von Stand nicht – schon gar nicht eine Melzer! Da prallen Welten aufeinander.

 

Aber auch im dritten Teil der Tuchvilla geht es nicht nur um die Probleme der Herrschaft, sondern auch um die der Bediensteten. Gerade 1923 schlägt die Inflation voll zu. Der Verdienst des Tages reicht manchmal kaum für ein Brot. Neu gegründete Existenzen wie der ehemalige Gärtner der Tuchvilla kämpfen schon wieder ums Überleben, die ersten Betriebsräte wurden gegründet – haben aber noch nicht wirklich viel zu sagen.

 

Anne Jacobs ist der Drahtseilakt, geschichtliche Hintergründe in eine tolle Familienstory zu verpacken, wieder sehr gut gelungen. Einzig das Ende war mir etwas zu abrupt und kompakt. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin auch die Chance einer Fortführung nicht komplett verbauen wollte. Gerade der Strang um Kitty klang ganz nach einer Fortsetzung – diese muss ja nicht in der Tuchvilla oder in Deutschland spielen ;-) ...

 

Für diesen sehr spannungsgeladenen, abwechslungsreichen und unterhaltsamen Roman (ich habe die 700 Seiten in 4 nur Tagen verschlungen) vergebe ich die 4,8 von 5 Sternen und hoffe auf irgendeine Art der Fortsetzung!

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frauen, hörbuch, eifersucht, gemeinsame wohnung, beziehung

Die Braut sagt leider nein

Kerstin Gier , Irina von Bentheim
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783838777191
Genre: Romane

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paris clara und ich, adriana popescu

Paris, Clara und ich

Adriana Popescu
E-Buch Text: 42 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.12.2016
ISBN 9783641215934
Genre: Sonstiges

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israel, jerusalem, frauen, familie, liebe

Die Schönheitskönigin von Jerusalem

Sarit Yishai-Levi , Ruth Achlama
Fester Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783351036317
Genre: Romane

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