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Niemals ohne sie

Jocelyne Saucier , Sonja Finck
Fester Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.03.2019
ISBN 9783458178002
Genre: Romane

Rezension:

Auf den neuen Roman von Jocelyne Saucier habe ich mich schon sehr lange gefreut. “Ein Leben mehr” war mit unter das erste Buch, das mich wieder ans Lesen herangeführt und begeistert hat. Ihre ruhige und doch so klare, bildhafte Sprache hat mich schon damals sehr eingenommen. Nun geht es mit “Niemals ohne sie” in die nächste ‘Runde’.

Die Cardinals sind eine recht außergewöhnliche Familie. Mit den insgesamt 21 Kindern behausen sie eine alte, baufällige Hütte in Norco. Ihr Vater hatte dort ein riesiges Zinkvorkommen entdeckt und verkauft sein Wissen an eine Minengesellschaft, die ihn dann jedoch um seinen Anteil verprellt. Der große Wohlstand blieb aus und so leben sie weiterhin unter ärmlichen Verhältnissen. Als dann die Mine geschlossen wird, ziehen nach und nach andere Familien weg, nur die Cardinals erregen weiterhin Aufsehen. So wild, so unberechenbar, so explosiv. Sie halten nicht einfach nur zusammen, sie wollen die Ehre der Familie retten. Es den großen da oben zeigen und ihren Anteil vom Kuchen bekommen. Und so geschieht, was nicht geschehen sollte und aus dem Kampf um Ehre, wird ein Pakt, der die Kinder noch mehr zusammenschweißt und sie noch Jahre später verfolgen wird…

 

“Die geisterhafte Gestalt unserer Mutter spukte durch unsere Nächte und verfolgt uns bis heute. Manchmal, wenn ich allein im Bett liege, in meinem kleinen Zimmer in dem Hotel, in dessen Küche ich mich sechs Tage die Woche abrackere, warte ich auf sie.”

 

An dieser Stelle wäre ich jetzt gerne begeistert. Doch leider muss ich nun gestehen, dass ich mit diesem Buch mehrere Kämpfe geführt habe. Generell sind mir zu viele Namen bzw. Protagonisten immer ein Hindernis, dass es in diesem Fall gleich 21 Kinder plus Vater und Mutter sein müssen und die Kinder dann auch noch jeweils zwei Anreden besitzen… Achje. Auch der Handlungsstrang war für mich dieses Mal nicht ganz so spannend. Die Auflösung, auf die sich die ganze Geschichte zuspitzt, ist zwar logisch, aber dennoch fraglich. Alles hängt hier quasi von der Explosion und der damit folgenden Inszenierung ab bzw. dem fehlenden Zugehörigkeitsgefühl. Die einzelnen Protagonisten erzählen dabei nach und nach von ihren Erinnerungen, Ansichten, Ängsten und lüften so Schritt für Schritt das auftauchende Rätsel. Und dennoch wirft gerade die ‘Lösung’ des Ursprungs bei mir einige Fragen auf, die die Begeisterung schmälern. Warum? Wenn die alle da waren, wie soll denn…? Ahja. Und wieso fühlte sie das denn nicht vorher? Ach, hmm.

Wenn ich dieses allerdings außen vor lasse, dann hat es Saucier mal wieder geschafft mich mit ihrer Erzählweise zu begeistern. “Niemals ohne sie” ist ein eher ruhiges Buch mit enormer Zwischenmenschlichkeit innerhalb der Familie. Schutz, Fürsorge, Ängste, Hierarchien innerhalb einer Familie, die Beziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und auch sehr viel Verständnis kommen innerhalb einzelner Zeilen wunderbar zum Tragen. Auch sprachlich habe ich mir hier wieder sehr viele einzelne Sätze markiert, die nicht nur ein Bild im Kopf erzeugen, sondern auch gedanklich einiges in Gang setzen. Aber ein Roman ist eben mehr als nur die Sprache und so konnte ich in diesem Fall das “Meisterwerk” nicht entdecken.

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91 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 41 Rezensionen

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Agathe

Anne Cathrine Bomann , Franziska Hüther
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 28.01.2019
ISBN 9783446261914
Genre: Romane

Rezension:

Manchmal sinds gerade die kleinen, kurzen Geschichten, die einen irgendwie bewegen und das obwohl sie nicht einmal so eine große Aussagekraft haben. Und gerade "Agathe" von Anne Cathrine Bomann, war für mich ein kurzes Lesevergnügen der besonderen Art.

"Ich bin hier [...] weil ich wieder die Lust am Leben verloren habe. Ich hege nicht die Illusion, mich irgendwann gut zu fühlen, aber ich möchte gern zurechtkommen" - Agathe

Ein Psychiater möchte sich eigentlich mit 72 in den Ruhestand begeben. Geschlagene fünf Monate und damit 800 Gespräche bleiben ihm bis dahin. Alles scheint im total banal. Seine Patienten hören und sehen ihn kaum, denn sie erzählen nur von sich und wollen eigentlich gar keine wirkliche Hilfe. Sie berichten von Kleinigkeiten über die sie sich aufregen, großen Banalitäten, die sie furchtbar stören und auch sonst scheinen alle mehr ein Problem mit sich selbst zu haben - so wie der Psychiater auch. Er hat es nie gelernt zu lieben oder die Nähe zu  anderen Menschen zuzulassen. Ein großes Hindernis und damit geht ein großer Teil seines Lebens verloren. Eines Tages möchte Agathe bei ihm einen Termin vereinbaren, doch aufgrund der begrenzten Zeit, lehnt er ab. Madame Surruge, seine Sekretärin, schleust sie förmlich ein und packt sie auf die Behandlungsliste und bringt damit einfach alles ins Wanken.

"Man kann als sehr kleines Wesen enden, wenn einen niemand mag. Manchmal frage ich mich, ob so ein Wesen überhaupt noch ein Mensch ist."

Man könnte nun meinen, dass diese kleine Geschichte in ein kitschiges Irgendwas abdriftet, aber genau das macht es nicht. Anne Cathrine Bomann schafft es nämlich genau diesen Teil zu umgehen. Agathe ist bereits verheiratet und eben nur eine Patientin, die ihn herausfordert und den Psychiater aus seinem Schneckenhaus herauslockt. Es geht hier auch nicht um eine Liebesbeziehung, denn wo die genaue Reise hingehen mag, bleibt ein Teil der Fantasie. Daher ist es insgesamt auch eher ein leichtes Buch für Zwischendurch, ohne komplexe Handlungsstränge. In kleinen Passagen, lernen wir einzelne Patienten, die Probleme des Psychiaters, Agathes und seiner Sekretärin Madame Surruge kennen. Agathe ist dabei die Rettung und irgendwie hilft sie ihnen allen, dem Leben eine neue Chance zu geben. Und was soll man da groß sagen? Ich fand diesen Roman wirklich unterhaltend, leicht und nicht zu viel. Dieses Buch ist wie ein liebes  
Geschenk, eine kleine Aufmerksamkeit, die optisch wie inhaltlich wahrscheinlich vielen eine kleine Freude bereitet.

"Nur noch vierhunderachtundvierzigmal musste ich mit diesen Menschen sprechen, die ich inzwischen nicht einmal mehr versuche zu verstehen."  
Es gleicht einer "vormittäglichen Parade"         

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Farbenblind

Trevor Noah , Heike Schlatterer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Blessing, 06.03.2017
ISBN 9783896675903
Genre: Biografien

Rezension:


"Farbenblind" ist das Buch von und über den international bekannten Comedian Trevor Noah. Dieses ist bereits 2017 im Blessing Verlag erschienen und mir seit dem immer wieder begegnet oder begeistert empfohlen worden. Nun habe ich es gelesen und was soll ich sagen? Es ist eine sehr aufwühlende und faszinierende Geschichte über einen Jungen, der zu einer politisch recht fragwürdigen Zeit bereits als Verbrechen geboren wurde. Er ist weder weiß noch schwarz, Rassenvermischungen durften damals nicht sein und waren illegal. Er, als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers, wächst in der Zeit des Apartheitsregime in der südafrikanischen Township Soweto auf. Seine Mutter ist eine Rebellin, eine Kämperin und Gottesgläubige. So kommt es auch immer wieder zu neuen Herausforderungen (natürlich von Gott geschickt) denen beide sich stellen müssen. Trevor erzählt nun in seinem Buch 18 Geschichten bzw. Erlebnisse aus den verschiedensten Jahren. Anfangs als er sich nie wirklich mit seiner Mutter oder Vater zeigen durfte und sich daher hauptsächlich in Räumen aufhielt. Er erzählt von dem Vorfall als ihn seine Mutter aus einen fahrenden Bus stößt um ihm das Leben zu retten oder anderen Vorfällen, wie er einmal gestohlen hat und als Weißer durchging, von seinen ersten Erfahrungen mit Mädchen... 

"Wenn ein amerikanischer Ureinwohner zu den Wölfen betet, ist er ein Wiler. Wenn ein Afrikaner zu seinen Vorfahren betet, ist er primitiv. Aber wenn Weiße zu einem Typen beten, der Wasser in Wein verwandelt, tja, dann ist das vollkommen vernünftig."

Auch wenn es mir schwer fällt hier meine Meinung zu äußern... Dieses Buch ist einfach nichts für mich. Ich kam in seine Erzählweise nicht rein und hab mich trotz der verrückten Umstände, in denen er aufgewachsen ist, mehr oder weniger gelangweilt. Die Zwischenkapitel, die jede Erzählung von einander trennen, enthalten genaueres über die Situation des Landes oder weitere Erklärungen und Gedanken, waren für mich persönlich leider oftmals spannender als jede der 18 Geschichten selbst. Ich weiß nicht warum, denn eigentlich bin ich ein großer Fan besonderer, biografischer Geschichten, aber hier ist der Funke einfach nicht übergesprungen. Gut, ich muss auch zugeben ich Trevor Noah überhaupt nicht kenne und seine Berühmtheit quasi auch an mir vorbeigezogen ist. Vielleicht ist es daher auch schwieriger eine Bindung zu dem Gelesenen aufzubauen, vielleicht ist sein unterschwelliger Humor auch einfach mit meinem Sinn nach Komik nicht kompatibel oder ich habe einfach gänzlich was anderes unter "ein fesselndes Buch - aufrüttelnd, traurig, komisch" erwartet.
Auch wenn ich gerne die Begeisterung aller anderen über dieses Buch teilen würde, möchte ich an dieser Stelle dazu raten sich zunächst etwas mit Trevor Noah zu beschäftigen. Sofern man auf einer ähnlichen Wellenlänge mit ihm ist, ist diese 'Autobiografie' sicherlich super, aber so kann ich in diesem Fall nur zwei Sterne geben, denn mehr ist einfach nicht drin.

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35 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Goldschatz

Ingrid Noll
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.02.2019
ISBN 9783257070545
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


 "Goldschatz" - ein scheinbar eher kritischer Roman, der sich mit der Wegwerfgesellschaft beschäftigt.

"Meine Großtante hatte - jedenfalls nach ihren geheimen Notizen  einen Rolf gekannt, ja seinen Namen mit einem Kreuz versehen. Und in ihrem Garten hatten wir menschliche Knochen gefunden. War meine Tante Emma eine Mörderin?"

Eine Gruppe, bestehend aus fünf jungen Menschen, die gemeinsam eine WG gründen wollen. Trixis Eltern haben Tante Emmas altes Bauernhaus mit samt allerlei Gerümpel geerbt. Ihre Tochter macht sich nun gemeinsam mit ihren Freunden daran, es für sich herzurichten. Alles muss am besten noch innerhalb der Semesterferien passieren, doch für die Großrenovierung fehlt ihnen einfach das Geld. Zudem möchten sie als Gruppe "Gegenstrom" den Konsum weitgehend verweigern und sich gegen die Wegwerfgesellschaft auflehnen, doch auch diese Idee scheint leichter gesagt, als getan. Den gefundenen Trödel wollen sie nun aufbereiten und zu Geld machen. Zwischen dem Krimskrams finden sie dann zufällig ein kleines Säckchen mit Goldmünzen. Dieser Fund stellt die Beziehung zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern auf die Probe und auch ihr Nachbar, der alte Herr Gläser, scheint hier so ein gewisses Interesse zu entwickeln. Aber nicht nur das, auch ein weiteres Fundstück, fordert sie alle heraus.

""Was hatte meine Großtante wohl sonst noch auf dem Gewissen? Selbst mein bedächtiger Vater sprach manchmal von der alten Hexe, er hatte bestimmt seine Gründe. Allmählich schäme ich mich fast vor meinen Freunden."


Einen Goldschatz konnte ich in Ingrid Nolls Krimi leider nicht finden. Ich bin sowieso eher überrascht, dass dieses Buch als Krimi eingestuft wird, denn dafür war es dann tatsächlich mehr als langweilig. Einfach und schnell fliegt man beim Lesen durch die Seiten, doch einen wirklichen Mehrwert konnte ich hier leider nicht entdecken. Noll gelingt es zwar Menschen und ihre Gedanken in Dialoge zu verpacken und das rechne ich ihr in diesem Fall wirklich hoch an, aber der Handlungsplot ist teilweise wirklich fraglich. Ein Nachbar, der eine kleptomanische Elster spielt und dem scheinbar alle Funde im Haus gehören und der dann auch selbst noch einen Schatz hat... ach, ich weiß nicht. Schon sehr abstrus das Ganze. Das einzige was ich am Ende dann wirklich mag, ist die Aussage, dass Geld den Menschen verändert. In diesem Fall ist es eine Gemeinschaft, die sich mit dem Ziel nachhaltig und konsumreduziert zu leben, dann durch verschiedene Dinge zu Geld kommt und dadurch einfach alles auf Spiel setzt. Gut, sie scheitern, aber das war mir bereits mit dem Klappentext klar, so konnte es dann in diesem Fall auch keine wirkliche Überraschung geben. Für Noll-Fans ist dies sicherlich ein lohnenswerter Roman bzw. 'Krimi', aber ansonsten würde ich dann doch (leider) eher davon abraten.

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Parasiten

Alan E. Baklayan
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.11.2018
ISBN 9783442222537
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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127 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

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Der Verrat

Ellen Sandberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.12.2018
ISBN 9783328100904
Genre: Romane

Rezension:

Ellen Sandbergs Roman "Die Vergessenen" finde ich ja sehr großartig. Nun erschien vor einiger Zeit ihr neues Buch "Der Verrat", das den Leser in ein Weingut an der Saar einlädt. Doch hinter diesem renommierten, großen Hof, steckt eine große Familientragödie. Alles beginnt im Sommer 1997 als Pia sich in Thomas verliebt. Er hat einen Artikel über ihre Arbeit als Restaurateurin gelesen und besitzt zufällig ein sehr altes Bild, dass etwas Aufwand benötigt. Aus dem Auftrag entwickelt sich in recht kurzer Zeit mehr, sie heiraten und alles scheint toll, doch was sie bis dato nicht weiß, dass ihre Schwester Nane bereits vor ihr ein Verhältnis mit Thomas hatte. Für ihn war es einzig ein kurzzeitiger Spaß, für Nane jedoch die große Liebe, die dann schließlich im Stalking ihrerseits endete.

"Pia hatte den Hang, Nane alles wegzunehmen. In ihrer Kindheit waren es Spielsachen gewesen, Bücher und Kleidungsstücke.", heute der Traum ihres Lebens.

2018 wird Nane aus dem Gefängnis entlassen. Vieles hat sich geändert und sie scheint ihr Leben neu zu planen, doch die Frage was damals genau geschehen ist, lässt sie nicht los. Sie ist eine Mörderin. Sie wollte sich eigentlich an ihrer Schwester Pia rächen. Ein Autounfall sollte sie töten, doch in dem Auto saß nicht Pia, es war Henning, Thomas' Sohn. Und genau dafür ging sie in den Knast. Doch was sich damals wirklich abspielte, blieb nach wie vor geheim... bis ein Herzinfarkt alles neu ins Rollen bringt.

"Ich kann ihr nicht in die Augen sehen. Ja, so war es. Sie war in einem Gespinst aus Lügen gefangen, und für die Wahrheit war es längst zu spät."

Ich würde jetzt so gerne sagen, dass es sich hier, ähnlich wie bei dem Vorgänger um einen tollen Roman handelte, doch bis auf den gleichen Aufbau, sind hier nur wenige Gemeinsamkeiten zu finden. Zu sehr driftet Ellen Sandberg mir hier in eine Familientragödie a la "Rote Rosen" ab. Ihre geschilderten Sexszenen finde ich eher peinlich, viele Charaktere mehr nervig, als toll. Ihr Schreibstil ist gut, aber der Geschichte selbst fehlte etwas oder es war in diesem Fall einfach zu viel. Zu viel Tragik, zu viele einzelne Personen, Flüche, Ereignisse. Selbst das Ende war in diesem Fall beinahe vorherzusehen und hat mich nicht aufs Geringste überrascht. Ich wollte das Buch mehrfach abbrechen, weil es mich um ehrlich zu sein doch recht genervt hat und doch hatte ich eigentlich noch Hoffnung auf Besserung, aber naja... ich wurde enttäuscht. Daher gibt's von mir hier auch nur eine 2-Sterne-Bewertung und die Hoffnung, dass der nächste Roman wieder besser wird und er dann keine fragwürdigen Familiengeheimnisse enthält.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Der traurige Gast

Matthias Nawrat
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 22.01.2019
ISBN 9783498047047
Genre: Romane

Rezension:

Willkommen in Berlin bzw. eigentlich leben die Protagonisten in Matthias Nawrats Roman "Der traurige Gast" alle schon eine Weile dort und sind trotzdem nie so wirklich angekommen. Aufgrund einer gefundenen Visitenkarte meldet sich der Ich-Erzähler bei einer Architektin und möchte mit ihr seine Wohnung renovieren. Er selbst hat gerade erst geheiratet, hat noch keine Kinder und doch hat er in dem Moment den Wunsch nach Veränderung. Aber dazu kommt es scheinbar nie, denn ihre Treffen schweifen oftmals in die persönlichen Erzählungen der ehemals aus Polen stammenden Architektin ab. Und so hört er sich stets ihre Erlebnisse, Verluste, Geschichten an, bis dann keine Zeit mehr bleibt und sie ein erneutes Treffen vereinbaren müssen. Aber er spricht nicht nur von ihr, sondern auch von seiner Begegnung mit einem alten Mann in einem polnischen Lokal, von der Verkäuferin in dem polnischen Laden oder von den Gesprächen mit einem ehemaligen Kommilitonen von der Universität und von Dariusz, der Tankstelle und dessen Leben. Einem jedem schenkt er Raum und Aufmerksamkeit und stellt damit ein faszinierendes Bild verschiedenster Stadien einer immigrierten Gesellschaft her. Menschen, die alles aufgeben und verlassen, um anzukommen und es doch nie so wirklich schaffen.

"Die Wolken hängen tief, und alle Hausfassaden sind suizidgrau, und alle Bäume sind kahl. Das Fenster ist beschlagen, sodass die Leute, die draußen vorbeigehen, nur als Schemen erkennbar sind. Aber das machte uns nichts."

Ich muss zugeben, dieser Roman war für mich keine einfache Hürde. Nawrat schafft insgesamt eine eher bedrückte Atmosphäre, die dann Seite für Seite zunimmt und scheinbar auf ihn überspringt. Der Protagonist ohne Namen kommt ähnlich wie der Autor selbst ursprünglich auch aus dem polnischen Opole und migrierte als Kind nach Deutschland/Berlin. So schildert er sehr eindrucksvoll einzelne Treffen mit alten 'Vertrauten' bzw. eigentlich lernt er seine Gesprächspartner erst kennen und dennoch herrscht zwischen ihnen bereits eine Verbindung. Ihre Vergangenheit schweißt sie zusammen und doch sind sie eher einsam.  Sie teilen mit ihm ihre Geschichten und Eigenarten, ihren Verlust und Schmerz... Am Ende entsteht ein recht eigenartig düsteres, harmonisches, graues Bild, das den Leser mit nimmt, überrascht, aber auch deprimiert zurücklässt. Es herrscht dieses beklemmende, bedrückende Gefühl in Verbindung mit Hoffnungslosigkeit und doch geht es irgendwie immer weiter oder endet teilweise so ganz plötzlich und abrupt. Und gerade das in Kombination mit dieser Nähe und Menschlichkeit... Puh, ich bin beeindruckt.

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Mein loser Faden

Cooper Dennis , Raimund Varga
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Luftschacht, 01.10.2018
ISBN 9783903081239
Genre: Romane

Rezension:

Kennt ihr das? Es gibt so Geschichten, die man eigentlich nur mal so  kurz anlesen möchte und die einen dann allerdings sofort packen, in die Geschehnisse hineinziehen und erst ganz am Ende erschüttert wieder ausspucken. So erging es mir bei "Mein loser Faden" von Dennis Cooper. Ich wollte nur einmal kurz reingucken und zack war ich dann auch schon einige Stunden später und alles andere vergessend am Ende, mehr aufgewühlt und unangenehm berührt, aber auch total fasziniert.
Dennis Cooper redet nicht lange um den heißen Brei und so ist dann auch der Einstieg. Er spielt mit der Verwirrung und Zerrissenheit und so wird auch der Leser in eine Situation reingeworfen, die er zwar noch nicht ganz überblicken kann und deren Ursachen, beteiligte Personen und vorangegangene Geschehnisse zunächst fraglich bleiben.  Nach den ersten Zeilen ist klar, es ist etwas Schlimmes geschehen und so baut sich ein Gefühl auf, das sagt, dass alles einfach nur noch schlimmer werden kann... 

"Hätte ich gewusst, dass ich als Verrückter ende, hätte ich Rand fest  genug geschlagen, um ihn gleich zu töten. Wenn ich realisiere, dass Jim mich geliebt hat, will ich mich und ihn umbringen. Ich kann es nicht ändern. Ich will Jim töten, dann mich.

Larry plagen Schuldgefühle. Vor einem Jahr ist ist sein Freund Rand gestorben und er glaubt, dass die Auseinandersetzung mit ihm und ein zu fester Faustschlag ihm das Leben genommen haben. Aber nicht nur dass, Larry steckt in etwas viel größerem fest. Sein Umfeld? Eine Katastrophe. Seine Mutter? Alkoholikerin. Sein Vater? Schwerst krebskrank. Sein Bruder? Ähnlich gestört wie er selbst. Vielleicht ist auch Larry daran schuld, denn er fühlt sich zu seinem Bruder Jim hingezogen. Misshandlungen und Vergewaltigungen sind keine Seltenheit. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, gibt es noch weitere Charaktere, die den Abgrund immer größer werden lassen. Pete bekam von Gilman, dem Anführer einer rechtsextremen Gruppierung, den Auftrag Bill zu töten und diesem ein Notizbuch abzunehmen. Er bittet Larry im Hilfe, doch dieser ist in seiner Abstrusität aus Lügen, Fragen und Gedächtnislücken gefangen. Und gerade dieses Notizbuch wird alles noch einmal in ein anderes Licht rücken. Er versucht einen Ausweg zu finden, zu verstehen, zwischen Lüge und Wirklichkeit zu unterscheiden, doch  wenn Gewalt im Spiel ist, kann alles einfach nur noch schlimmer werden. 

"Ich glaube, als ich ihn und vielleicht den Jungen oder sogar Tran schlug versuchte ich im Schock, mich selbst zu töten. Ich weiß nicht, ob Rand gelogen hat. Ich weiß nicht, ob Jim nur ein unschuldiges Opfer ist, oder ob Rand das erfunden hat. ich weiß nicht, beziehungsweise will nicht wissen, ob ich Jim diese Male vergewaltigt habe oder ob Rand es so sah, weil er schwul war und ich nicht. Ich weiß nicht ..."

Puh, was es ein furchtbar, aufwühlendes, beklemmendes und zugleich verstörendes Buch. Hier zu sagen, dass es mir sehr gefallen hat, wäre irgendwie fragwürdig, da es schließlich von Gewalt, Missbrauch, Mord, Depression und Liebe handelt, aber genau das hat es letztendlich getan. Diese thematische Wucht in Form eines sehr direkten, kurzen Romans zu verpacken, gleichzeitig die Verwirrung und Zerrissenheit so spürbar zu machen, ist einfach so erschütternd eindrucksvoll, dass ich Cooper hier hohen Respekt zollen muss. Ich könnte nicht mal genau sagen warum, denn zu sehr fehlen mir hier auch noch Tage nach dem Lesen die Worte. Und ich würde nun lügen, dass mir dieser 'Ausflug' leicht gefallen wäre, denn zu sehr behindern die zahlreichen Charaktere und Dialoge das Verständnis, sodass mir vieles erst im Nachhinein so wirklich klar geworden ist. Es ist stillergreifend die deprimierende Gewalt in Buchform. Im Buch selbst heißt es: "Mein loser Faden ist eine Reportage über jugendliche Depression, moralische Leere und die Verwirrungen der Liebe, es ist klaustrophobisch und das Erschütterndste daran ist die Erkenntnis, wie nahe Gewalt an Liebe oder besser dem Wunsch danach liegt." Und genau das ist es. Ich kann es nicht besser beschreiben. Und daher spreche hier eine vorsichtige und doch ganz klare Empfehlung aus, allerdings ist diese dann natürlich nur mit Vorsicht zu genießen.

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Die Kunst zu verlieren

Alice Zeniter , Hainer Kober
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.02.2019
ISBN 9783827013736
Genre: Romane

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Fliegen

Albrecht Selge
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 19.02.2019
ISBN 9783737100670
Genre: Romane

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

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Monster

Yishai Sarid , Ruth Achlama
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 04.02.2019
ISBN 9783036957968
Genre: Romane

Rezension:

Yishai Sarid, eine der bekannteren Stimmen Israels hat sich nun mit seinem neuen Roman an das große Monster der Vergangenheit und der heutigen Erinnerung(skultur) gewagt. "Monster" - ein Buch, der nicht nur das Grauen der Geschichte widerspiegelt, sondern auch unangenehme Fragen aufwirft und am Ende nicht nur einen Regisseur mit einem Faustschlag niederstreckt.

 

"Das muss man begreifen: Die Geschichte derer, die am Leben blieben ist nicht mehr als eine Fußnote, die wahre Geschichte ist die der sofort Toten, die nicht markiert, nicht registriert, nicht tätowiert wurden, hopp, hopp! direkt in die Kammern."

 

"Monster" ist ein Buch, das an einer komplett anderen Ecke als alle anderen Zeitzeugenberichte, Biografien und Romane ansetzt und doch so viel Intensität und Aussagekraft über die Grausamkeiten des Dritten Reichs besitzt. Yishai Sarid setzt sich mit einem Stück Geschichte auseinander, das man normalerweise ausblenden, ungeschehen machen möchte. Die letzten KZ-Überlebenden kämpfen mit ihren Erinnerungen und müssen beinahe ständig darauf aufmerksam machen, welches Leid ihnen damals widerfahren ist, damit sich die Geschichte nicht noch einmal wiederholt. Sie werden ständig mit ihren Gedanken und Erinnerungen an ihre schreckliche Kindheit konfrontiert. Aber nicht nur das damalige KZ-Anlagen und eine generelle Erinnerungskultur werden aufrecht erhalten. Was für den einen vielleicht recht spannend erscheinen mag, ist für den anderen eine herbe Herausforderung. In diesem Buch legt ein jüdischer Tourguide einen Bericht über seine Erlebnisse ab. Früher untersuchte er in seiner Doktorarbeit die "Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Arbeitsmethoden deutscher Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg", nun führt er Schulklassen, Minister und andere Menschen durch die NS-Gedenkstätten. Er schildert ihren Umgang mit dem Holocaust, hinterfragt, was die Menschen zu Mördern gemacht hat und bringt weitere persönliche Beispiele in Bezug auf die Stärkere-und-Schwächere- Beziehung und Inszenierung mit ein. Vor allem geht es ihm um den Umgang mit dem Grauen der Geschichte sowie mit der Selbstinszenierung und Wahrnehmung. Wie wollen wir eigentlich mit der Erinnerung umgehen? Welche gedanklichen Ausflüge zulassen und welche Geschehnisse tabuisieren?
Das Ende des Romans ist bereits bekannt: Der sonst so gelassene Tourguide, der andere für die geschichtlichen Handlungen sensibilisieren möchte und stets ergriffen von den Machenschaften berichtet, schlägt einem Regisseur mit der Faust ins Gesicht. Doch die genaue Ursache bleibt nach wie vor ein großes Gedankenspiel voller aufwühlender Fragen.

 

"Wer von euch hätte einen fremden, verdreckten Jungen gerettet, der nachts an die Tür klopft und damit euch und eure Kinder in Lebensgefahr bringt..."

 

Und Fragen brachte dieses Buch wirklich zahlreich mit sich... Wie würden wir mit der Erinnerung umgehen, wenn die Nazis gewonnen hätten? Würden wir sie als Helden und Befreier feiern? Würden wir eine komplett andere und anders fürchterliche Erinnerungs- und Gedenkkultur haben? Würden wir noch so sein, wie wir sind? Wie würden wir handeln? Und wäre die Welt so, wie wir sie heute erleben? Und was ist generell mit den durch die Medien breit gelatschten 'feierlichen' Gedenkminuten und Kranzniederlegungen zahlreicher Politiker? Ist alles nur ein Schauspiel, welches nur an der Oberfläche des Geschehenen kratzen will und ein Protokoll befolgt, das alles andere möglichst vergessen lassen will? Und wie würde alles aussehen, wenn man die KZs nicht 'weit weg' in Polen, sondern mitten in Deutschland gebaut hätte? Beruhigte die Landesgrenze die Menschen? Geben wir nun wirklich den Polen Schuld an den Vernichtungen? Wie ...
Und gerade diese Gedanken machen dann dieses Buch auch so unwahrscheinlich wertvoll. In der Form eines fiktiven Berichts, eines Beteiligten, der sich tagtäglich mit der Erinnerungskultur auseinandersetzt und persönlich, interessant über das Erlebte aus verschiedensten Perspektiven berichtet. So hat Yishai Sarid mich mit seinen Worten und Gedanken getroffen, mir selbst einen Faustschlag verpasst und mich sehr intensiv mit dem "Monster" verstrickt. Ein jeder könnte, wenn er wollte ein Monster sein.
Daher ist es nun mein größter Wunsch, dass dieses Buch, aufgrund seiner Klarheit, Stärke und auch dem Mut mindestens genauso viel Aufmerksamkeit bekommt wie der aktuell stark besprochene und viel diskutierte Roman "Stella" von Takis Würger, der für mich eindeutig eher zur naiveren Unterhaltungsliteratur gehört.
Navit Barel sagte über "Monster", dass es "Das wichtigste Buch, das je hierzulande über Moral und Opferrollen geschrieben wurde." ist. Und ich ergänze, dass es die persönlich fordernste Auseinandersetzung mit dem Geschehenen verursacht und ich dieses dünne Buch daher beinahe schon als Pflichtlektüre erachte.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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So also endet die Welt

Philip Teir , Thorsten Alms
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blessing, 21.05.2018
ISBN 9783896676061
Genre: Romane

Rezension:


Mit einem recht typisches Urlaubs-Szenario beginnt Philip Teir s Roman "So also endet die Welt" . Julia und Erik wollen gemeinsam mit ihren Kindern Anton und Alice Urlaub im familiären Sommerhaus an der finnischen Westküste machen. Sie ist eine bekannte Autorin, möchte ihrer Schreibblockade entfliehen und hier versuchen einen zweiten Roman zu schreiben. Erik wurde kurz vor ihrem Urlaub entlassen und  versucht dies vor seiner Frau geheim  zu halten und die Zeit zu nutzen eine neue Lösung zu finden. Die beiden Kinder scheinen von der kleinen Idylle mitten in der Natur ohne (viel) Netz und Freunden nicht ganz so begeistert zu sein. Doch mit der Zeit ändert sich alles. Julia zieht sich immer weiter zurück und Erik verfällt dem Alkohol. Als dann noch Julias Jugendfreundin Marika mit einer Gruppe von Umweltaktivisten oder besser gesagt neumodischen Hippiegruppe auftaucht, scheint die Familie noch einmal vor ganz neuen Herausforderungen zu stehen - Eine neue Liebe, neue Erkenntnisse, ein Besuch der Eltern, neue Lebensformen und der Beseitigung ihrer inneren Konflikte.

"Zehn Wochen, dachte Julia jetzt.[...] Erst vor einer Stunde hatte sie darüber fantasiert, allein mit den Kindern zu leben, über ein anderes Leben, und als se sich jetzt an diese Vorstellung zurückerinnerte, kam sie ihr absurd vor."

Ach, was soll ich sagen? Wie der Klappentext schon verrät, passiert in diesem Roman zwischenmenschlich sehr viel. Philip Teir gibt seinen Charakteren sehr viel Raum und so entwickelt sich jeder unabhängig von den anderen und wirklich jeder bringt seine Probleme mit sich. Auch das aktuell recht wichtige Umweltthema scheint anfangs eine wichtige Rolle zu spielen, doch egal wie ich die Geschichte drehe und wende, am Ende bin ich von diesem Roman sehr enttäuscht. Philip Teir startet noch ganz gut und das erste Drittel würde ich sogar noch mit Maja Lundes "Die Geschichte des Wassers" vergleichen, doch dann driftet der gut geschriebene und unterhaltsame Roman in eine Geschichte ohne Tiefgang und wirkliche Aussagekraft ab. Alles plätschert dahin und alle Familienmitglieder kämpfen mit ihren inneren Konflikten. Als es dann schließlich um die Klimaerwärmung und die 'Hippie'Gruppe von nebenan geht, hatte ich zunächst die Hoffnung, dass sich hier nun das Ende der Welt nach und nach auftut. Doch das Ende sieht dann ganz anders aus... einzelne Probleme lösen sich und alles endet in einer neuen Aufbruchsstimmung.
Zwischendurch habe ich mich dann immer wieder gefragt, ob es vielleicht ein typisches Merkmal eines  männlichen Autors bei solchen Geschichten wäre, dass hin und wieder gänzlich aus dem Nichts Informationen wie die Periode der Tochter Alice oder auch Sex ins Spiel kommen. Vielleicht ist es aber auch nur Zufall und unterstützt hier zahlreich den Handlungsplot... (Ironie) Jedenfalls die Grundidee des Romans finde ich gut, doch die Geschichte selbst ist stark ausbaufähig und somit kann ich hier weder eine Empfehlung aussprechen, noch mehr als 2 Sterne vergeben.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

"beklemmende atmosphäre":w=1

Schere, Stein, Papier

Naja Marie Aidt , Flora Fink
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 09.05.2017
ISBN 9783630874265
Genre: Romane

Rezension:


Naja Marie Aidt hat mit "Schere, Stein, Papier" einen Roman geschrieben, von dem ich sehr viel erwartet habe. Eine Geschichte über die Bruchstellen des Lebens umgeben von verschiedenen Beziehungen bis hin zur Verletzlichkeit des Einzelnen.

"Er fühlt sich wieder verfolgt, wie immer, aber diesesmal weder von Zombies noch von seinem Vater. Jetzt ist es ein Mädchen mit schwarzen Augen und langen glänzenden Haaren, das auf ihre Knie hinabblickt. Jetzt ist es er selbst."

Alles beginnt mit dem Tod von Thomas O'Mally Lindströms Vater. Dieser war kein Unschuldsengel, denn aufgrund eines oder gar mehrerer Coups saß er im Gefängnis. Thomas hatte schon in seiner Kindheit nichts mehr von ihm wissen wollen. Er wurde geschlagen und seitdem war sein Vater für ihn gestorben. Auch seine Mutter verlor er bereits recht früh an Brustkrebs. Einzig seine Schwester, der er das Leid in der Kindheit erspart hatte, hing sehr an ihrem Vater, an ihrem Bruder, ihrer eigenen Tochter. Generell scheint sie sehr anhänglich zu sein und so ist für sie auch skurrilerweise gerade der kaputte Toaster des Verstorbenen von enormer Bedeutung. Obwohl sie beide das Erbe ausgeschlagen haben, statten sie der ehemaligen Wohnung des Vaters einen Besuch ab. Doch diese wurde aufgebrochen. Irgendjemand hat etwas gesucht. Und als Thomas etwas später von seiner Schwester gebeten wird den Toaster zu reparieren, wird ihm auch klar was. Denn nach dem Aufschrauben macht er eine überraschende Entdeckung - ein Bündel Geldscheine eingepackt in Alupapier. Er behält es für sich, versteckt es und verliert nach und nach den Halt. Der Tod und das Geld scheinen wie ein Fluch. Er sieht in allem und jedem das Schlechte, will Gutes über seinen Vater nicht wahr haben und in ihm entfachen sich stets neue Aggressionen. Er ist nicht mehr er selbst und dann verliert beinahe alles. 

"Du brauchst keine Angst zu haben. Da ist nichts mehr, was dir Angst machen kann. Es ist vorbei. Er ist tot, alles ist vorbei. Wir können ganz beruhigt sein."


Die Süddeutsche Zeitung weist diesem Roman eine "beklemmende Eindringlichkeit" zu, doch weder diese noch irgend ein Highlight konnte ich hier finden. Es begann irgendwie schon recht stockend mit den verschiedenen Protagonisten und den ständigen Dialogen. Nach einer Weile kam ich zwar 'rein' und Unverständnis und Ablehnung gegenüber Thomas O'Maly Lindströms Haltung stieg in mir auf und hat mich eigentlich immer mehr am Weiterlesen gehindert. Auch die fehlende Spannung und das eher Langatmige der Erzählung selbst, hat es mir in diesem Fall wahnsinnig schwer gemacht. Zwischenzeitlich habe ich das Buch unterbrochen und etwas anderes gelesen und dann erneut probiert in diese Geschichte einzusteigen, doch es blieb bei einer vielleicht ganz guten Grundidee in einem sehr langweiligen Kontext. Erst im letzten Drittel nimmt alles langsam Fahrt auf und genau das war für mich dann auch etwas zu spät und dann letztendlich da auch wieder zu viel. Die Time spricht von universellen Gefühlen, die zum Ausbruch kommen... Gut, selbst Langeweile ist ein Gefühl, Fassungslosigkeit und Unverständnis eher ein Zustand. Ich wurde mit diesem Roman leider nicht warm und umso länger ich darüber nachdenke, umso schwieriger wirkt er auch. Und so gerne ich an dieser Stelle Begeisterung zeigen möchte, umso weniger fällt mir dazu ein. Sehr schade.

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297 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

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Die Vergessenen

Ellen Sandberg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.12.2017
ISBN 9783328100898
Genre: Romane

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Licht

Anthony McCarten , Gabriele Kempf-Allié , Manfred Allié
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.08.2018
ISBN 9783257244335
Genre: Romane

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220 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

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Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Rachel Joyce , Maria Andreas
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.12.2017
ISBN 9783810510822
Genre: Romane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Teich

Claire-Louise Bennett , Eva Bonné
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 23.04.2018
ISBN 9783630875569
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Haymatland

Dunja Hayali
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 12.10.2018
ISBN 9783550200175
Genre: Sachbücher

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Das Kapital bin ich. Meine Daten gehören mir

Hannes Grassegger
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 10.07.2018
ISBN 9783036957913
Genre: Romane

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Handbuch Meditation

Culadasa John Yates , Susanne Kahn-Ackermann
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Arkana, 27.03.2017
ISBN 9783442342150
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meditation ist in seiner ursprünglichen Funktionsweise eine fortgeschrittene Atemtechnik, die hilft zur Ruhe zu kommen und Gedanken auszuschalten. Dass gerade diese Technik gesundheitsfördernd ist, ist nicht gerade überraschend, da der Körper ab und zu auch einmal Phasen, abseits seines Fluchtmodus benötigt. 
Das "Handbuch Meditation" von Culadasa John Yates ist hierbei eine großartige Begleitung/Anleitung/Hilfe und Ratgeber in einem. Es ist nicht einfach so ein Buch, das man einmal liest und wegstellt. Es ist ein Handbuch für beinahe den täglichen Gebrauch.

Im Grunde widmet sich dieses Buch ausführlich den zehn Stufen der Meditation. Diese bauen Schritt für Schritt aufeinander auf. Daher ist dies kein rein hochwissenschaftlich, informatives Buch für fortgeschrittene Meditierende, sondern auch ein super Ratgeber für Anfänger und Neugierige. Das wichtige ist allerdings, dass man den Inhalt nur durch Übung etablieren kann und so langsam zur eigenen Mitte findet. Es leistet keinen Crashkurs und bildet den Leser auch nicht sofort zum versierten Meditierenden aus, denn am Ende zählt einzig die Verinnerlichung und dafür kann von einzelnen Monaten bis hin zu Jahren brauchen. Meditation ist ein Prozess. Ein Prozess mehr und mehr Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen und subtilen Ablenkungen, Blockaden und das hüpfende Känguru in unserem Kopf den Kampf anzusagen, allerdings nicht mit Gewalt, sondern mit Ruhe. 

Yates hat nun diesen Leitfaden geschrieben, um nicht wie viele andere einzig auf die positive Wirkung der Meditation einzugehen oder die positiven Auswirkungen auf Emotionen, Psyche und Soziales zu beschreiben. Er wollte mit diesem Werk die Lücke schließen und Meditierenden etwas an die Hand geben, die verstehen wollen wie der Geist funktioniert und wie dieser sich schulen lässt. Aufgebaut ist dieses Buch dann recht schlicht. Nach einer kurzen Einleitung und einem Überblick über alle Stufen, wechselt Yates zwischen Vorstellung, Hilfestellung/Erreichen einer Stufe und kleinen Zwischenspielen ab.  Jedes Kapitel hat einen anderen Fokus, denn je höher wir auf der Stufe der Meditation stehen, umso mehr 'Umfang unseres Geistes' bedarf es auch. Nach abschließenden Gedanken folgt, wie ich finde, der sehr wichtige Anhang. Hier werden noch einmal verschiedene Formen der Meditation wie die Gehmeditation, die analytische Meditation oder die Meditation der liebenden Güte vorgestellt. Ich fürchte über die einzelnen Inhalte könnte man dann wieder selbst ein Buch schreiben. Dieser Leitfaden ist für mich allumfassend und grade daher auch eine Art Basiswerk in diesem Bereich.

Eine abschließende Meinung kann ich an dieser Stelle dann leider noch nicht geben. Ich selbst bin nach wie vor Anfänger in diesem Bereich und befinde mich daher auch erst nach einiger Zeit in dem Bereich zwischen Stufe 1 und 3. Bisher bin ich allerdings sehr angetan, auch wenn der Anfang für mich etwas schwierig und wuchtig war. Diese Rezension ist daher auch nur mein erster Eindruck und Zwischenmeinung zu sehen. Wer weiß, wann ich endgültig die zehnte Stufe erklommen habe? Ich arbeite daran und blättere zwischenzeitlich immer mal wieder nach, vor und zurück. Insgesamt ein tolles Buch für jeden der etwas mit der Meditation anzufangen weiß oder sich dahingehend probieren möchte.

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Power für die Schilddrüse

Michaela Axt-Gadermann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Südwest, 29.10.2018
ISBN 9783517097244
Genre: Sachbücher

Rezension:

She is back! Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann hat mal wieder mit dem Südwest-Verlag einen neuen Ratgeber rausgebracht. "Power für die Schilddrüse - Alles für einen gesunden Hormonhaushalt" heißt es und wie der Titel schon verrät, dreht sich alles um unser kleines Schmetterlingsorgan im Hals. Dass die Schilddrüse an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt ist, muss ich glaube ich an dieser Stelle gar nicht mehr sagen. In der heutigen Zeit treten Schilddrüsenerkrankungen immer häufiger auf, Über- und Unterfunktionen sind keine Seltenheit mehr und auch Hashimoto wird durch zahlreiche Berühmtheiten an die Öffentlichkeit getragen. Hier muss man sich nun einfach fragen: was läuft falsch? oder schenken wir diesem kleinen Organ einfach zu wenig Aufmerksamkeit? oder oder.
In fast jeder größeren Blutuntersuchung werden die Werte TSH mitbestimmt und nicht gerade selten bekommt man dann so Ratschläge wie: "Sie sollten darauf achten, dass sie etwas mehr Jod zu sich nehmen." Zumindest ging es mir recht häufig so.
Dass nun allerdings nicht nur Jod ein wesentliches Spurenelement ist, welches die Schilddrüse beeinflusst und dass auch hier wiederum der Darm eine Rolle spielt, war mir vor diesem Buch allerdings gar nicht mal so klar. Axt-Gadermann, hauptsächlich bekannt durch die "Schlank/Schlau/Schön mit Darm"-Reihe, hat nun in diesem Buch alles Wichtige über unser 'Hormonorgan' zusammengefasst. Hauptsächlich geht sie hier auf die Funktion, die Bestimmung der Schilddrüsenwerte, ihre Aussage und die einzelnen essentiellen Spurenelemente für einen reibungslosen Ablauf ein. Auch der Darm, die Autoimmunerkrankungen und im speziellen die Hashimoto-Thyreoiditis sowie Morbus Basedow wird an dieser Stelle betrachtet und mit einem Schilddrüsenprogramm und einigen passenden, hilfreichen Rezepten komplementiert.

"Manche Experten bezeichnen Probleme mit der Drüse schon als neue Zivilisationskrankheit. Nicht zu Unrecht, denn fast jeder dritte Mitteleuropäer kann [...] von sich behaupten: >Ich hab Schilddrüse!<"


Die Schilddrüse braucht insgesamt mehr Beachtung. Schwankungen sind vielfältig und schränken das Organ in seiner Arbeit ein oder es sucht sich Auswege, die dann den ganzen Körper in Mitleidenschaft ziehen. Durch unsere Ernährung nehmen wir allerdings nicht nur auf dieses kleine Organ Einfluss, denn eine abwechslungsreiche Ernährung heißt auch Wohlbefinden. In unserer Fast-(Food-)Gesellschaft manchmal gar nicht so einfach und dennoch essentiell mehr als nur Burger, Weißbrot und Schokolade zu essen. Auch eine Stressreduzierung, Bewegung oder ein Spaziergang an der frischen Luft und Sonne führen dazu, dass es uns einfach besser geht. Inwieweit die Schilddrüse dabei eine Rolle spielt, erfahrt ihr in diesem Buch. Eigentlich kann man dann auch gar nicht mehr so viel sagen, ohne gleich tiefgründig in die Thematik einzusteigen. Für Menschen mit Schilddrüsenproblemen oder welche, die sich einfach mal mit diesem recht komplexen, kleinen Organ befassen sollen, ist dies jedenfalls ein tolles Buch!

"Sobald durch Einsatz von Antibiotika, den Zugang zu sauberem Wasser und die Pasteurisierung von Milch die Zahl der Infektionen sinkt, steigt die Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen und Allergien drastisch an."

Mir persönlich ist es allerdings etwas zu viel. Dabei meine ich nicht einmal das fachliche, denn genau diesen Rundumblick bekommt man selten. Axt-Gadermann geht in puncto Ernährung auf viele einzelne Bausteine ein. So beschreibt sie ausführlich den Einfluss von Jod, Selen, Eisen, Zink, Vitamin D, Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, Gluten und Wein/Bier, zusätzlich gibt es ein weiteres Kapitel über die Darmgesundheit. Dies endet dann leider etwas in der Überforderung. Alles ist gut, zu viel oftmals nicht und zu wenig erst recht nicht. Zwar bleibt die Aussage, dass eine vielfältige Nahrungszufuhr wichtig ist und dass man hier und da einzelne Bestandteile durch bessere ersetzen sollte, aber was der Darm dann wieder aufnimmt oder eben nicht und was man dann wie bemerkt... puh.  So bleibt man dann auch mit etwas Unsicherheit zurück und da können die iodarmen und - reichen Rezepte am Ende dann auch wenig auffangen. 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Im Sommer

Karl Ove Knausgård , Paul Berf
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 29.05.2018
ISBN 9783630875132
Genre: Romane

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Im Herbst

Karl Ove Knausgård , Paul Berf
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 18.09.2017
ISBN 9783630875149
Genre: Romane

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Altes Land - Roman

Dörte Hansen
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Penguin, 15.10.2018
ISBN 9783328103868
Genre: Romane

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Am Seil

Erich Hackl
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.07.2018
ISBN 9783257070323
Genre: Romane

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