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867 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 144 Rezensionen

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Der Sommer der Blaubeeren

Mary Simses ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.04.2014
ISBN 9783442382170
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Der Sommer der Blaubeeren“ war eines der Bücher, das ich in meinem Urlaub gelesen habe. Eine Woche vorher hatte ich es bei ,-real auf dem Wühltisch der reduzierten Bücher entdeckt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht – es klang schon auf den ersten Satz genau richtig für ein leichtes Sommerbuch.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Dazu hat besonders der sehr schöne, malerische Schreibstil von Mary Simses beigetragen. Es war, als hätte sie mit einem Pinsel direkt Bilder in meinen Kopf gemalt. Ich konnte mir das kleine Örtchen Beacon in all seinen Einzelheiten vorstellen – die Pension mit dem merkwürdigen Zimmer, die Cidre-Donuts, den Steg direkt am Wasser, die Baustelle, wo das neue Haus gebaut wird… es hat sich angefühlt wie ein sehr schöner Kurzurlaub.

Ellen mochte ich sofort. Sie ist eine starke Frau, die auch mal den Mund aufmacht und den Mut hat, auch unkonventionelle Wege zu gehen, wenn es denn sein muss. Sie nimmt nicht alles als gegeben, sondern hinterfragt sich und die Entscheidungen, die sie getroffen hat. Auf der Suche nach dem, was sie für ihre Großmutter erledigen soll, entwickelt sie sich zu einer kleinen Detektivin, die Entscheidungen aus dem Bauch heraus trifft und das macht, was sie machen muss.

Hayden ist für mich eine typische Großstadtpflanze. Auf seine Art und Weise ist er ein toller Typ, aber er passt nicht zu Ellen, dazu ist er zu karriereorientiert. Aber er hat sich die meiste Zeit über fair verhalten und Ellen zu nichts gedrängt.

Besonders toll hat Mary Simses auch das Kleinstadtleben geschildert. Irgendwie kennt jeder jeden und weiß über alles Bescheid – selbst 3.000 Zeitungsexemplare kann man nicht einfach so verschwinden lassen, ohne dass nicht trotzdem alle Bescheid wissen. Es waren so herrlich lustige Situationen dabei, dass ich manchmal laut lachend am Pool gelegen habe.

Besonders gut hat mir das schöne, gelungene Ende gefallen. Und dass man den Blaubeerduft auf jeder einzelnen Seite riechen konnte!

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Playlist für Zwei

Mary Amato , Bettina Münch
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2014
ISBN 9783423782760
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Playlist für zwei“ zeigt auf ganz herrliche Weise, dass es nicht immer ein schnulziger Liebesroman sein muss, wenn man ganz große Gefühle erleben will.  Auf nur knappen dreihundert Seiten schafft es die Autorin, eine glaubwürdige Geschichte von zwei Freunden zu erzählen, denen die Musik alles bedeutet, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise.

Tripp ist überhaupt kein Traumtyp. Seine Mutter, die er unliebevoll „Termite“ nennt, macht ihm das Leben schwer und auch sonst hat er ohne seine Gitarre ein Problem damit, überhaupt ein normales Leben zu führen. Bei Lyla ist das anders: Ihre Mutter war eine bekannte Musikerin und durch ihren Tod wird sie quasi dazu gedrängt, Geige zu spielen, was sie auch tut.

Schon auf den ersten Seiten bekommt man mit, wie das arme Mädchen mit sich kämpft. Einerseits hat sie den Wunsch, niemanden zu enttäuschen, andererseits will sie nicht mit ihrer besten Freundin im Wettkampf sein und eigentlich möchte sie auch lieber viel mehr Freiheit haben und selbst darüber entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen will.

Auf der anderen Seite steht ihr Vater, der sie früh dazu drängt, das musikalische Werk ihrer Mutter fortzuführen. Das sind zwei Dinge, die kollidieren und ein Ventil entsteht erst, als Lyla im Proberaum auf die Schulgitarre stößt und beginnt, darauf herumzuzupfen. Sie ist in schlechtem Zustand zurückgelassen worden und so beschließt sie, demjenigen, der vor ihr im Proberaum ist, eine Nachricht zukommen zu lassen.

Und so nimmt etwas seinen Lauf, das sowohl Lyla als auch Tripp wirklich gut tut. Es dauert bestimmt zweihundert oder mehr Seiten, bis die beiden sich zum ersten Mal live und in Farbe treffen, aber danach kann sie nichts und niemand davon abhalten, gemeinsam zu musizieren.

Ein wirklich wunderschön gemachtes Buch, das einem schon so ein bisschen das Herz aufgehen lässt. Es hat außerdem eine Besonderheit: Für Tripps und Lylas Musik wurde eine Webseite eingerichtet und an verschiedenen Stellen im Buch bekommt man den Hinweis, dass man sich alle Stücke der beiden online anhören kann. Das war mal eine nette Abwechslung und sorgte dafür, dass man bei jeder Szene gleich immer die passende musikalische Untermalung hatte. Schön gemacht!

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233 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Mit uns der Wind

Bettina Belitz
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 09.03.2015
ISBN 9783839001608
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war im echten Leben noch nie auf einem Festival. „Mit uns der Wind“ hat dafür gesorgt, dass ich jetzt das Gefühl habe, doch schon mal live bei Rock am Ring gewesen zu sein. Unglaublich, wie sehr dieses Buch dazu in der Lage ist, die Festivalstimmung in die eigenen vier Wände zu bringen!

Das Buch war eine Entdeckung auf der Leipziger Buchmesse, ich war bei der LovelyBooks-Lesung von Bettina Belitz und habe mich eigentlich schon nach einer Seite in das Buch verliebt. Zufälligerweise hatte ich es mir tags zuvor auf der Messe am Stand von script5 gekauft, ich denke, das war dann wohl irgendwie Schicksal, auch wenn ich daran eigentlich gar nicht glaube.

Insgesamt war dieses Buch wirklich ein echtes Leseerlebnis und genau richtig für den Sommer. Wir begleiten Mona, ihren Bruder Manuel und seine Freundin Sina zu Rock am Ring. 80.000 Besucher teilen sich mit ihnen das Gelände, aber Mona will nur einen einzigen finden: Han-Ryu, einen YouTuber, der regelmäßig Videos von den Flügen mit seinem Power-Kite online stellt. Was ein bisschen unglaublich klingt, ist auch unglaublich.

Ich muss zugeben, dass ich bisher nur Kitesurfen kannte und dann doch etwas erstaunt darüber war, dass es wirklich Menschen gibt, die ohne Wasser mit einem Drachen in die Luft steigen und riskieren, schmerzhaft auf dem Boden aufzuprallen. Genau das tut Adrian aber, weswegen er schon zahlreiche Verletzungen einstecken musste. Trotzdem ist der Flug mit seinem Kite für ihn wie eine Sucht.

Er ist mit Freunden bei Rock am Ring und hofft auf seine Chance, seiner Flamme Helen endlich nahe zu kommen. Wie Mona auch ist er ein großer 30 Seconds to Mars Fan und fiebert dem Konzert auf der Center Stage entgegen. Während ihres Aufenthalts auf dem Gelände erlebt er mit seinen Kumpels allerlei Dinge, die wir hautnah mitbekommen, weil das Buch abwechselnd aus Monas und Adrians Sicht geschrieben ist.

Das ist übrigens wahnsinnig toll. Man verliert nie den Überblick und hat außerdem das Gefühl, gleich mit zwei ganz unterschiedlichen Gruppen das Festival zu erkunden. Beide, Adrian und Mona, nehmen ganz unterschiedliche Eindrücke mit und so hat man einen 360° Blick auf ein Festival, von dem man normalerweise wohl nicht mehr als die Konzerte, die man wirklich mitnehmen will, mitbekommt.

Ich habe selten ein Buch erlebt, dass mich so in Sommer-, Sonne- und Festivalstimmung versetzt hat. „Mit uns der Wind“ habe ich an einem Tag gelesen, es waren kuschelige 28°, ich lag auf der Liege (und hab mir natürlich prompt einen fetten Sonnenbrand eingefangen, also bitte nicht nachmachen) und ließ die Stimmung des Buchs auf mich wirken.

Die ganze Zeit habe ich überlegt, wie sie für diese Geschichte ein passendes Ende finden will, dass die Zuschauer zufrieden stellt. Man darf nicht außer Acht lassen, dass Mona Narkoleptikerin ist und wohl nie ein normales Leben führen wird. Der freiheitsliebende Adrian ist auch nicht ganz einfach – und trotzdem schließt man das Buch mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, weil man weiß, es muss genau so sein und nicht anders.

Das war mein erstes Buch von Bettina Belitz, aber nach diesem tollen Start wird es sicher nicht das letzte sein.

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93 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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Open Road Summer

Emery Lord , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 02.02.2015
ISBN 9783407745248
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein absolutes Sommerbuch: „Open Road Summer“ hat mich mitgenommen auf eine einmalige Reise quer durch die USA. Und wir hatten alles dabei, tolle Leute, ein nettes Publikum, die beste Musik und die beste Freundin. Was also fehlt? Gar nichts, denn dieses Buch war wirklich perfekt.

Am besten liest man das Buch mit der Sonnenbrille auf der Nase im Liegestuhl, über Kopfhörer hört man ein bisschen Countrymusik und neben einem steht ein Glas mit kalter Cola und ein paar Eiswürfeln. Dann ist man automatisch schon im richtigen Flow und so richtig bereit, sich auf die Geschichte von Dee, Reagan und Matt einzulassen.

Und die beginnt erstmal mit ganz vielen Fragezeichen. Schon auf der ersten Seite liest man, dass Reagan ihre Freundin Dee, ein bekannter Countrystar, auf ihrer Tour durch die USA begleiten will. Reagan hat einen gebrochenen Arm und hadert scheinbar mit der Vergangenheit, während Dee ihren Ex-Freund Jimmy vermisst. Eigentlich keine guten Vorzeichen für so eine Tour, aber beide haben sich vorgenommen, die Chance zu nutzen und ihr Leben auf ihre Weise ein bisschen umzukrempeln.

Wie das bei einem Star nun mal so ist, darf auch das Thema Presse und Paparazzi nicht außen vor gelassen werden. Das fehlt auch in diesem Buch nicht, ist sogar Anlass dafür, dass ein weiterer Star die Bühne betritt: Matt Finch, ehemaliges und gleichzeitig jüngstes Mitglied der Finch Four, hilft Dee aus einer peinlichen Lage, was dafür sorgt, dass die drei den Rest des Sommers gemeinsam auf Tour verbringen.

Damit nimmt die Geschichte dann auch so richtig Fahrt auf. Ich mochte die Situationen, in denen Matt und Dee gemeinsam musiziert haben, genauso aber auch die Szenen, in denen Reagan und Matt sich gegenseitig aufgezogen haben. Die drei harmonierten einfach perfekt miteinander und obwohl man ja eigentlich sagt, dass drei einer zu viel ist, hatte man bei denen einfach nie den Eindruck, das einer stören würde.

Dieses Buch hat Lust gemacht, sich ins Auto setzen zu wollen und einfach loszufahren. Außerdem hat es, zumindest bei mir, dafür gesorgt, dass ich mir jetzt erstmal diverse Country-Alben bestellt und rauf und runter gehört habe. Rundum gelungene Story!

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328 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

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Betörende Dunkelheit

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.12.2014
ISBN 9783442383788
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Betörende Dunkelheit“ findet die insgesamt sieben Bände umfassende Geschichte rund um Cat und Bones ihren Abschluss. Und was wir nicht alles mitgemacht haben: Vampire, Geister, Ghule, Hexen, verrückte Regierungswissenschaftler, Familienprobleme, Eheprobleme, Liebhaberprobleme und was weiß ich nicht noch. Trotzdem hat es sich gelohnt, bis hierher durchzuhalten, denn man bekommt einen ganz großartigen Abschluss mit noch einmal sehr vielen Emotionen geliefert.

Es ist eine Weile her, dass ich die letzten Bände aus der Night Huntress Serie gelesen habe, dementsprechend habe ich mich gefreut, dass es neues Futter von Cat und Bones gibt. Gleichzeitig habe ich aber auch ein weinendes Auge gehabt: es ist der letzte Band, der sich nur um meine Lieblingsvampire und Halbvampire dreht. Ich hatte Angst, dass dieser Band eine Enttäuschung wird, weil eigentlich neun Bände für die Reihe geplant waren – spätestens seit Lost wissen wir ja, dass viele wichtige Infos verloren gehen, wenn man eine (Buch-)Serie drastisch kürzt.

Ich kann alle beruhigen: Bei Cat und Bones ist es ein würdiger Abschluss. Das letzte Buch passt wundervoll in die gesamte Reihe, greift die Figuren wieder auf und vereint zusätzlich auch die anderen Bücher aus der Night Huntress World, die die Autorin inzwischen veröffentlicht hat. Man kann also wirklich ganz prima sehen, wie alle Fäden hier ineinanderlaufen und sich zu einem Band vereinen.

Anfangs hatte ich etwas Schiss. Im Vergleich zu den ersten Büchern haben sich Cat und Bones meiner Meinung nach ab Buch vier ein bisschen… anders entwickelt, als ich es erhofft habe. Es gab ständig Streitereien und Zoff, die beiden haben einander belogen und nicht vertraut – umso überraschter war ich, als dieser „Knoten“ in diesem Buch endlich – Endlich! Endlich! – aufgelöst wurde. Es wird einem richtig warm ums Herz, wenn man sieht, wie liebevoll beide wieder miteinander umgehen, wie greifbar ihre Liebe ist und dass sie einander am Ende des Buchs endlich das nötige blinde Vertrauen schenken.

Natürlich riskiert Bones das ein oder andere Mal wieder sein Leben für sein Kätzchen, aber das gehört mittlerweile dazu. Etwas ungläubig finde ich, dass Bones stärker wird, je stärker die Gegner werden. Das macht das ganze irgendwie witzlos, weil wir wissen, dass er einfach immer ein Ass im Ärmel hat, egal was die anderen auf Lager haben. Deshalb war es gut, dass es endlich mal einen Kampf gab, in dem er mit all seinem Wissen, seiner Erfahrung und seiner Stärke nicht weiterkam. Bones mal ratlos zu sehen, war etwas anderes und sehr erfrischend.

Cat ist ihrem Charakter auch nach sieben Büchern noch treu geblieben – erst schießen, dann fragen, erst meckern, dann zuhören. Insgesamt mag ich sie – sie ist so herrlich unberechenbar, dass man immer wieder überrascht wird. Jede neu umgeblätterte Seite wird deshalb immer wieder aufs Neue spannend!

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563 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 29 Rezensionen

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Verlockung der Nacht

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.08.2012
ISBN 9783442379163
Genre: Fantasy

Rezension:

Ohwehohweh – nur noch zwei Bände, dann hat meine heißbeliebte Serie rund um Cat und Bones wirklich ihr Ende gefunden. Sehr, sehr schade, aber man soll ja bekanntermaßen aufhören, wenn es am schönsten ist. „Verlockung der Nacht“ gehört definitiv mit zu den besten Büchern der Reihe.

Beim ersten Mal lesen hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass eine Blase geplatzt ist. Natürlich, es gab immer schon Mord, Totschlag, Verfolgung, Krieg auf Leben und Tod in den Büchern, aber die Stufe, die der Geist Heinrich erklimmt, ist noch mal eine ganz andere. Damit hat Jeaniene Frost sich selbst übertroffen. Wirklich böse ist eben nur das reine, pure Böse, was sie hier ziemlich gut rüberbringt.

Das ist auch die Blase, die geplatzt ist: Bisher hatte man immer das Gefühl, dass alle einen Grund dazu hatten, böse zu sein. Heinrich ist hingegen ein bisschen wie der Joker aus Batman – der Hund, der seinem eigenen Schwanz nachjagt, aber nicht mal weiß, was er machen würde, wenn er ihn kriegt. Er ist eben böse um des bösen Willens. Verrückt, aber wenn man das Buch liest, ist das wirklich der Eindruck, der dann entsteht.

Gleichzeitig kommt man etwas ins Straucheln. Marie Laveau, Königin der Ghule aus New Orleans, die vor einiger Zeit noch den ultimativen Krieg wollte, sucht auf einmal das Know How und die Hilfe von Cat und Bones, als es darum geht, den uralten Geist irgendwie zu bannen. Eine Wandlung, die man erst nicht nachvollziehen kann, später dann aber doch aufgeht, sodass man nicht mehr an der Logik zweifelt.

Hach. Nur noch ein Buch. Das ist echt traurig, vor allem wenn ich darüber nachdenke, wie lange Cat und Bones mich begleitet haben. Das erste Buch habe ich damals während des Studiums gelesen, das ist fast sechs Jahre her. Und jetzt halte ich den letzten Band in den Händen. Hm.

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722 Bibliotheken, 11 Leser, 9 Gruppen, 52 Rezensionen

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Dunkle Sehnsucht

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.08.2011
ISBN 9783442377459
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich, endlich, endlich! Lange haben Fans darauf gewartet, jetzt ist es endlich soweit: Cat ist, genau wie Bones, ein vollwertiger Vampir – naja, fast jedenfalls. Trotzdem hat man das Gefühl, dass die Beziehung der beiden durch die Verwandlung von Cat eine neue Stufe erreicht hat, was mir wirklich richtig gut gefällt.

Außerdem kommt noch mehr Schwung in die Sache: Bisher drehten sich die Probleme der beiden meist um ihre private Natur, jetzt aber wird’s eine größere Sache. Die Ghul-Königin erklärt der Welt den Krieg – und wer soll sie retten, wenn nicht Cat, Bones und ihre Sippe? Richtig, niemand. Wer jetzt vermutet, dass das so eine typische einer gegen alle Geschichte wird, den kann ich beruhigen. Bei aller Mordlüsternheit verliert die Autorin Jeaniene Frost wichtige und logische Zusammenhänge und Folgerungen doch nicht aus den Augen.

Das ist es auch, was die Bücher um Cat und Bones so anziehend macht. Die Geschichte ist mitten im Hier und Jetzt platziert und man bekommt beim Lesen das Gefühl, dass sich alles genau so und nicht anders auch bei den Nachbarn von nebenan abspielen könnte, von denen man eh nie so viel mitbekommt. Das finde ich sehr faszinierend, denn etwas übernatürliches so „bodenständig“ rüberzubringen, ist in meinen Augen wirklich eine Kunst.

Ganz nebenbei kann man bei Cat und Bones spürbar eine Entwicklung verfolgen. Viele „Reihenpaare“ bleiben stehen, entwickeln und ändern sich nicht. Das ist bei den beiden gar nicht der Fall. Sie haben so unglaublich viele Situationen durchgemacht, dass sie gar nicht anders können, als Sichtweisen und Einstellungen zu ändern. Als Leser bekommt man das hautnah mit, was die Geschichte noch mal eine Spur authentischer macht.

Zwischenzeitlich hatte ich den Wunsch, Cat mit Vlad zu verkuppeln. Nicht, weil ich Bones nicht mag, sondern weil ich finde, dass er genau sie verdient hat. Sie würde prima an seine Seite passen. Wer übrigens Vlad genauso liebgewonnen hat wie ich, sollte einen Blick auf die anderen Bücher der Autorin werfen. Rund um Denise, Spade und Vlad gibt es eigene Bücher, die sich mit ihnen befassen. Ebenfalls ganz toll gemacht!

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864 Bibliotheken, 2 Leser, 15 Gruppen, 50 Rezensionen

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Der sanfte Hauch der Finsternis

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.09.2010
ISBN 9783442375547
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Der sanfte Hauch der Finsternis“ nimmt die Geschichte rund um Cat und Bones wieder so richtig Fahrt auf. Die Autorin gibt der fantastischen Welt noch mehr Fülle, bringt neue Charaktere ins Spiel, die man sofort lieb gewinnt und sorgt dafür, dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt.

Wir haben schon ganz schön viel erlebt, mit Cat und Bones geweint und gelacht und mitgefühlt und gehofft und gebangt – und es geht trotzdem noch ein bisschen mehr. Das beweist Jeaniene Frost mit dem neuen Band der Night Huntress Serie. Dabei wird es fast schon zur Gewohnheit, dass man das Buch einfach in einem Rutsch durchlesen muss – man findet einfach auch beim besten Willen keine Stelle, an der man das Buch freiwillig aus der Hand legt.

Man erfährt ein bisschen mehr über Cats Vergangenheit und auch über Bräuche, Traditionen und Gesetze der vampirischen Welt. Das ist übrigens wirklich gut gemacht: Die Autorin enthüllt mit jedem Band ein Puzzelstückchen mehr und doch hat man nie das Gefühl, dass man jetzt mal sagen müsste „Nu‘ ist aber gut“. Alles passt zusammen und fügt sich spätestens am Ende des Buches immer zu einem großen Ganzen zusammen.

Interessant fand ich, dass jetzt endlich mal etwas Licht in das Thema gekommen ist, wie Cat eigentlich zu dem geworden ist, was sie nun ist. Ein bisschen von ihrer Vergangenheit und von der Vergangenheit ihrer Mutter fehlte eigentlich immer, zeitweise hatte man sogar das Gefühl, dass die Autorin das alles unter den Tisch kehren würde – weit gefehlt. Jetzt ist auch genau der richtige Zeitpunkt, um all das ans Tageslicht zu bringen, was bisher verborgen war.

Insgesamt wieder ein gelungener Band einer sehr schönen Geschichte! Ich freu mich auf den nächsten Teil und mir wird Angst und Bange, wenn ich daran denke, dass die Autorin nicht mehr die geplanten neun Bände veröffentlichen will.


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996 Bibliotheken, 7 Leser, 15 Gruppen, 61 Rezensionen

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Gefährtin der Dämmerung

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.03.2010
ISBN 9783442373819
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach zwei Bänden wird die Geschichte von Cat und Bones auch in „Gefährtin der Dämmerung“ nicht langweilig. Die Autorin hat es geschafft, ihrer eigens erschaffenen Welt noch mehr Tiefgang und Fülle zu verleihen. Neue Wesen treten in Erscheinung und man hat zum ersten Mal den Eindruck, das hinter all dem eine tiefergehende Verschwörung steckt, deren Sinn und Zweck und Forderung man jetzt noch nicht entschlüsseln kann.

Cat und das Verhältnis zu ihrer Mutter nimmt in diesem Buch einen größeren Stellenwert ein, was ich ganz gut gemacht fand, weil man Justina sonst nur als ziemlich zickige und vorurteilsbehaftete Frau sieht, die gegen die Beziehung von Cat und Bones ist und auch sonst der übernatürlichen Welt sehr ablehnend gegenübersteht.

Das ändert sich nicht, als sie den Vampir kennenlernt, der sie damals geschwängert hat und somit Cat’s Vater ist. Cat selbst weiß schon länger, wer er ist, was sie Justina erfolgreich verschwiegen hat. Nach der Konfrontation muss ich sagen, dass das definitiv auch besser war.

In diesem Buch gibt’s eine neue „Spezies“, die die Bildfläche stürmt: Hexen. Im ganz klassischen Sinne, mit Magie und allem drum und dran. Außerdem darf natürlich der bekannteste Vampir aller Zeiten nicht fehlen – Dracula steht Cat und Bones im Kampf gegen das Böse bei, mit einer Fähigkeit, die ich persönlich sehr cool finde. Vlad ist Pyromane und kann Dinge kraft seiner Gedanken in Brand setzen und Feuer kontrollieren. Stark.

Insgesamt bringt die Autorin die Geschichte rund um unsere beiden Lieblingsvampirjäger auch mit diesem Buch wieder ein gutes Stück nach vorne. Man hat das Gefühl, auf etwas zuzusteuern, das man dringend abwenden möchte – geht aber nicht. Ein großer Knall steht bevor – ich bin gespannt auf Band vier!

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1.215 Bibliotheken, 12 Leser, 22 Gruppen, 82 Rezensionen

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Kuss der Nacht

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.07.2009
ISBN 9783442266234
Genre: Fantasy

Rezension:

Meistens hab ich vor Zweitbänden ziemlich Angst. Vor allem dann, wenn der erste Band einer Serie wirklich unglaublich gut war. Bei „Kuss der Nacht“ muss man zum Glück keine Angst haben – es ist ein wirklich total gelungener zweiter Band der siebenteiligen Serie rund um Cat und Bones. Ganz anders als der erste, aber nicht weniger gut. Im Gegenteil!

Im zweiten Teil erfahren wir noch ein bisschen mehr darüber, was Gang und Gäbe bei Vampiren ist und wie ihre Geschichte aussieht. Außerdem treten einige neue Charaktere auf den Plan und einige andere bekommen etwas mehr Rolle als vorher. Ich habe einen regelrechten Hass auf Annette entwickelt, was aber nicht daran liegt, dass sie schlecht geschrieben wäre, sondern einfach, weil sie sich furchtbar mies verhält. Fans von Cat und Bones werden wissen, was ich meine.

Hach ja, Bones. Ich glaube, ich hab noch gar nicht so richtig über ihn geschwärmt. Er ist ein Bad Boy, den man so gar nicht einschätzen kann. Das Einzige, was man weiß, ist dass ihm Loyalität gegenüber den Menschen/Vampiren, die ihm wichtig sind, über alles geht. Er würde für Cat die Hand ins Feuer legen und Gott sei Dank hat sich das unsägliche Ende von Band eins hier wieder „geradegerückt“. Sonst wäre ich echt verdammt enttäuscht gewesen.

Was man wissen muss, ist, dass das Buch rund vier Jahre nach der Trennung von Cat und Bones spielt. Man möge glauben, das wäre eine lange Zeit, aber es kommt einem beim Lesen nicht so vor. So gar nicht. Die Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Band an, aber man hat permanent das Gefühl, das was fehlt: Bones. Lange muss man ihn nicht entbehren. Zum Glück.

Geblieben ist der schöne sarkastisch-humorige Ton und das streitlustige Verhältnis der beiden, was das Buch wirklich großartig zu lesen macht. Ich freue mich wirklich auf die nächste Geschichte und bin wirklich gespannt, ob die Autorin das Tempo und die Spannung aufrecht erhalten kann. Schön wäre es, denn diese Geschichte wäre zu schade, als dass sie halbherzig beendet wird.

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1.660 Bibliotheken, 21 Leser, 21 Gruppen, 151 Rezensionen

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Blutrote Küsse

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.12.2008
ISBN 9783442266050
Genre: Fantasy

Rezension:

„Blutrote Küsse“ ist der Auftakt zur Night-Huntress-Serie. In der Vampirgeschichte geht es um Cat und Bones, die aus unterschiedlichen Motiven heraus Vampire jagen und sich dabei über den Weg laufen – sie als Mensch, er als Vampir. Was nun wie eine „Beiß mich, damit ich auch endlich unsterblich bin und wir die Ewigkeit miteinander verbringen können“-Geschichte werden könnte, wird ein spannendes, actiongeladenes Abenteuer über sieben Bücher, das nie an Tempo und Schnelligkeit verliert.

Es beginnt ganz klassisch: Cat ist auf der Jagd und Bones ihr potentielles Opfer. Sie rechnet aber nicht damit, dass er sich wehren würde, weil ihre bisherigen Kandidaten immer sehr anschmiegsam waren, bis sie sie pfählen konnte. Und zack, sitzt sie in der Falle. Ab jetzt beginnt eine Harmonie zwischen zwei Protagonisten, wie man sie nur selten sieht: Die beiden zicken sich an, ziehen sich auf, beleidigen sich auf üble Art und Weise und merken doch sehr schnell, dass sie nicht ohne einander können, aber eben auch nicht ohne sich zu zoffen. Die Chemie der beiden stimmt einfach.

Umso enttäuschter ist man, als man plötzlich auf der letzten Seite ist. Man hat was anderes erwartet, was ganz anderes, aber genau das macht das Buch zu etwas besonderem. Es ist überraschend und eigentlich tappt man permanent im Dunkeln, was den Verlauf der Geschichte angeht. Eine klassische Liebesgeschichte ist es auf keinen Fall, sogar ganz im Gegenteil.

Besonders schön ist auch, dass das Vampirbild hier wieder etwas ursprünglicher gehalten ist als in vielen neuen Vampir-Schmonzetten. Es gibt kein Geglitzer, dafür aber viel menschliches Blut, Sonnenlicht, das Vampire schwächt und außergewöhnliche Fähigkeiten, die je nach „Altersklasse“ des Vampirs wachsen. Außerdem gibt es einen detaillierten „Stammbaum“ mit entsprechenden Regeln, was der Vampirgesellschaft eigene Regeln und Traditionen verleiht. Das macht es aufregend und zu etwas ganz Anderem.

Die Geschichte von Cat und Bones hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich habe das Buch damals angefangen zu lesen und sofort eine Vorlesung sausen lassen, nur weil ich es nicht mehr aus der Hand packen konnte. Die Geschichte hat einfach alles, was sie braucht, um den Leser nicht loszulassen. Ganz, ganz große Geschichte mit viel schwarzem Humor, jeder Menge Sarkasmus, aber auch was fürs Herz.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Serienunikat

Chantal-Fleur Sandjon
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei script5, 10.03.2014
ISBN 9783839001684
Genre: Romane

Rezension:

„Serienunikat“ ist einfach ein Titel, den man lesen muss. Es geht ums Suchen, ums Finden und vor allem darum, man selbst zu sein, auch wenn man eigentlich anders werden möchte. Mit dem Buch habe ich viele schöne Lesestunden verbracht und im Anschluss wollte ich diese „Anleitung zum Anderssein“ unbedingt ausprobieren.

Der Klappentext hat mich angesprochen, weil ich mir von diesem Buch erhofft habe, dass es ein bisschen moderner ist, die digitale Welt, in der wir heute leben, etwas mehr ins Buch einbezieht. In vielen neueren Büchern ist das immer noch Mangelware, was ich meistens gut finde (schließlich ist nichts so unspannend zu lesen wie eine Gruppe Jugendlicher, die im Kreis steht und synchron auf ihr Smartphone eintippt). Dass es auch anders geht, zeigt Fleur-Chantal Sandjon: Jedes Kapitel beginnt mit einem Facebook Post und entsprechenden Likes und Antworten von Freunden. Erfrischender Einstieg in jedes Kapitel, wie ich finde.

Was mich ebenfalls sehr begeistert hat, war die Tatsache, dass ich mich sofort mit Ann-Sophie und ihrer Suche identifizieren konnte. Zugegeben, ich kenne diese Art der Eltern, die einem ihren eigenen Lebenstraum aufbürdet, nicht – trotzdem kann ich mir vorstellen, wie es sich damit lebt. Den Wunsch des Ausbrechens (und die Angst davor) kenne ich, wie so viele andere wahrscheinlich auch. Dass Ann-Sophie nach Berlin gegangen ist und da ihr eigenes Ding durchzieht, um sich endlich selbst zu finden, finde ich klasse. Es gefällt mir, dass wir sie auf dem gesamten Weg begleiten: Bei der WG-Suche, beim Kennenlernen neuer Leute, ja sogar dabei wie ihre Eltern ihr den Geldhahn abdrehen (was wohl die meisten daran hindern dürfte, einen ähnlichen Versuch auch nur in Angriff zu nehmen). Das macht die Protagonistin greifbarer, man versteht sie jedes Mal noch ein bisschen besser.

Schön ist auch zu sehen, wie sich Ann-Sophie nicht unterkriegen lässt. Die WG, in der sich alle gegenseitig unterstützen, wenn’s mal eng wird, ist wohl jedermanns Traum. Wie Catchy, Monk und Stefan gegenseitig auf einander aufpassen und miteinander harmonieren, ist toll. Da reift in mir glatt der Wunsch, auch noch mal in die weite Welt rauszugehen, obwohl ich das schon hinter mir hab. Einen Zusatzpunkt auch dafür, dass ich zu keinem Zeitpunkt der Geschichte das Gefühl hatte, dass irgendeine Situation nicht passt oder gekünstelt wirkt – das hat die Autorin ganz prima hinbekommen!

Besonders gut gefallen hat mir auch die „Anleitung zum Anderssein“, die es glücklicherweise am Ende des Buchs noch mal in gesammelter Ausführung gibt. Vielleicht probiere ich sie ja auch mal aus.

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 12 Rezensionen

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Mein Hund Marley und ich

John Grogan , Gabriele Zigldrum
Fester Einband: 159 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.03.2008
ISBN 9783570135402
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Mein Hund Marley und ich“ erzählt die autobiografische Geschichte eines jungen Paares, das sich als Vorbereitung auf spätere Kinder „erst einmal einen Hund zum Üben zulegt“. Das Marley aber so ganz anders als jedes Kind werden wird, war ihnen nicht ganz klar und so erleben sie schon gleich zu Beginn einen Hund, der anders ist als alle anderen.

Und das wird auch auf so ziemlich jeder Seite des Buches deutlich. Marley ist ein absoluter Traumhund, obwohl er wirklich ein Chaot ist. Kein Schuh ist vor ihm sicher und wehe es ist mal Gewitter, dann Gnade einem Gott. Aber trotzdem ist dieser liebenswerte, vertrottelte Hund einfach klasse. Er ist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort und weiß genau, was er tun muss.

Vom Stil her ist das Buch sehr flüssig geschrieben, an manchen Stellen liest es sich wie ein Tagebuch (kein Wunder, es ist schließlich wirklich Johns Hund, um den es geht), an manchen Stellen betrachtet er das Geschehen auch etwas objektiver und distanzierter. Das passt insgesamt und sorgt für eine abwechslungsreiche und vor allem mitreißende Geschichte. Auch die real erschienenen Kolumnen, die zwischendurch eingebunden sind, sind immer für einen Lacher gut. Selten musste ich wirklich bei einem Buch so lauthals loslachen, während ich im nächsten Moment schon wieder Rotz und Wasser heulen wollte.

Besonders gegen Ende hin wollte ich ausnahmsweise die Seiten nicht mehr umblättern. Wollte nicht wissen, was passiert – und als ich es dann hinter mir hatte, musste ich meine eigenen vierpfotigen Mitbewohner erst mal ganz fest an mich knuddeln. Dieses großartige Buch kann man einfach nur mögen!

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248 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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My favorite Mistake - Der beste Fehler meines Lebens

Chelsea M. Cameron ,
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2014
ISBN 9783956490149
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Covergestaltung war so schön, dass ich das Buch einfach umdrehen musste. Der Klappentext hat seinen Zweck erfüllt und mich neugierig werden lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Liebesgeschichte von Taylor und Hunter ist an sich nichts Neues, aber die Tatsache, dass die beiden Protagonisten direkt von Anfang an zusammen wohnen und in einem Zimmer schlafen, bietet Stoff für neue, spannende Situationen.

Das hat die Autorin auch genutzt. Von Anfang an ist Taylor Hunter gegenüber aggressiv und voreingenommen und auf den ersten Seiten hat mich ihr Verhalten manchmal etwas genervt. Ich wollte ihr einen Schubs geben und sagen „Mädel, nun sei doch nicht so“. Aber ganz ehrlich: Wenn man mir gegen meinen Willen einen männlichen Mitbewohner, den ich mal so gar nicht kenne, aufs Auge drücken will, dann wäre ich wohl auch vorsichtig. Zumal Taylor eine Vergangenheit mit sich rumschleppt, die sich ganz offensichtlich gewaschen hat.

Das Hunter Gitarre spielt, ein perfekter Gentleman sein kann, kocht und noch dazu ordentlich ist, wirkt am Anfang etwas zu perfekt, fällt aber nicht weiter ins Gewicht, weil er auch seine negativen Seiten hat. Seine Geheimniskrämerei, die Wutanfälle und vor allem sein Ruf als der, der alles vögelt was nicht bei drei auf dem Baum ist, muss ja schließlich irgendwie ausgeglichen werden. Beeindruckend fand ich seine Hartnäckigkeit in Sachen Taylor – obwohl sie ihm immer und immer wieder kontra gegeben hat, ist er bei der Sache geblieben und hat ganz offensichtlich nicht ein einziges Mal darüber nachgedacht, aufzugeben.

Besonders gefallen haben mir auch Taylors und Hunters erste Annäherungsversuche im Wohnzimmer und ihre Versuche, ihn einfach nur zu hassen, was er durch total ungewollte Aktionen beinahe unmöglich gemacht hat. Hervorzuheben sind aber auch die liebevoll gezeichneten Nebencharaktere, von denen man sofort ein Bild vor Augen hat. Etwas schade fand ich, dass der kleinen Harper, die Hunter so wichtig ist, nicht mehr Platz eingeräumt wurde, aber irgendwann sind auch 402 Seiten einfach erschöpft.

Als dann beide Geheimnisse irgendwann ans Licht gekommen sind, musste ich schlucken. Ich weiß nicht warum, aber ich habe mit Hunter beinahe mehr mitgelitten als mit Taylor. Vielleicht liegt es an seiner Erzählweise. Bei ihr hatte man das Gefühl, dass sie es über die Jahre hinweg geschafft hat, etwas Distanz zu dem Vorfall aufzubauen – Hunter nicht, auch wenn er sich so gibt.

Etwas überrascht hat mich die doch recht ausführliche Beschreibung von Taylors erstem Mal. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich um ein klassisches Jugendbuch ab 14 Jahren handelt (auch wegen dem sehr jugendlichen Cover) – dann hätte eine solche Beschreibung dort aber nichts zu suchen. Deshalb lautet meine eigene Empfehlung: lieber erst ab 16 Jahren.

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152 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Wer denkt heute schon an morgen?

Denise Deegan , Silvia Schröer
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.10.2014
ISBN 9783570309339
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ersten Worte, die mir zu diesem Buch eingefallen sind, waren 138 Zeichen lang und stammen aus einem Tweet vom 29. Januar: „Ich bin irgendwie enttäuscht. Lange habe ich mich auf „Wer denkt heute schon an morgen?“ gefreut & jetzt ist es ganz anders als gedacht.“

Damals hatte ich gerade die ersten 50 Seiten gelesen. Den Klappentext hatte ich nicht mehr eins zu eins im Kopf, aber ich war mir sicher, etwas von einem gewissen Shane gelesen zu haben, der Sarahs Leben gehörig auf den Kopf stellt. Gut, das Buch ist mit 480 Seiten kein Snack für Zwischendurch, aber als ich dann auf Seite 80 war und immer noch nicht wusste, was denn jetzt los ist, wollte ich es wegpacken – wie gut, dass ich es nicht gemacht habe!

Zugegeben, am Anfang hat der Leser keine Ahnung, was genau er mit den ganzen Informationen anfangen soll. Sarahs Vater hat sich getrennt, die Mutter ist zur überfürsorglichen Tyrannin geworden, Sarah beginnt zu klauen und irgendwas stimmt mit ihren beiden besten Freundinnen nicht. Nicht gerade schön, aber gehört irgendwie doch mittlerweile dazu. Alles fügt sich ganz ganz langsam zusammen, als Sarah für ihren Diebstahl Sozialstunden aufgebrummt bekommt und in ein Heim geht, wo sie mit den Kranken Bingo spielen soll.

Und ab dem Punkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. 400 Seiten habe ich bis tief in die Nacht durch verschlungen und am Ende lag ich heulend neben meinem Freund. Was einem besonders nahe geht, sind die Figuren, die wirklich bis ins Detail ausgearbeitet sind: Da ist Sarah, die eine wirklich erstaunliche Entwicklung während der Geschichte durchmacht. Ihre Mutter, die man erst so gar nicht leiden kann. Der Vater, den man nie leiden kann. Ihre beiden Freundinnen Alex und Rachel, die total unterschiedlich sind, aber beide auf ihre Art und Weise liebenswert.

Und Shane. Hach, Shane. Endlich mal ein total unperfekter perfekter Kerl. Er hat so viele Macken, so viele teilweise komische Ansichten, dass er nicht in das Bild eines 0815-Klischees passt, was wirklich herrlich erfrischend ist. Bis zur letzten Seite hat er es geschafft, mich zu überraschen und etwas zu machen, mit dem ich nicht gerechnet habe. Er ist ein total glaubhafter Protagonist, der nicht den tragischen Held spielt, sondern einfach ein Held ist.

Meine anfängliche Meinung zum Anfang muss ich übrigens, nachdem ich das Buch gelesen habe, komplett revidieren. Es ist ein toller Anfang. Es passt zum Buch und er ist notwendig, damit diese großartige Geschichte genauso passieren kann, wie sie passiert.

Wenn du das Buch noch nicht gelesen hast: Lesen! Lesen! Lesen!

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267 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

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Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Donna Freitas , Christine Gallus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2014
ISBN 9783423782838
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine ganze Menge Leben – so viel ist einem schon zu Beginn klar, denn dieses Buch hat so viele Facetten, so viel schönes zu bieten, dass man es eigentlich nicht aus der Hand legen möchte. Vielschichtige Charaktere sorgen dafür, dass einem das Umblättern einfach so von der Hand geht – und das Buch ist verschlungen, bevor man mitbekommen hat, das man gerade die letzte Seite umgeblättert hat.

Es ist erstaunlich, wie lebensfroh man ein so ernstes, tiefgründiges Thema darstellen kann, ohne dabei zu überdreht oder nicht authentisch zu wirken. Donna Freitas hat einen Spagat hinbekommen, von dem viele Autoren nur träumen können.

Rose ist erst 16, als ihre Mutter stirbt. Sie kommt damit nicht klar, ihr Vater aber noch weniger. Sie schmeißt nicht nur den Haushalt, sondern kümmert sich um alles, was anfällt, wobei sie aber vergisst, ihre eigene Trauer zu verarbeiten. Das ändert sich erst, als sie merkt, dass sie alleine mit den Aufgaben ihrer Mutter nicht mehr fertig wird und Hilfe braucht. Diese bekommt sie von Will, der ebenso zurückhaltend und verschlossen ist wie sie.

Das hat auch seinen Grund – einen, den man anfangs gar nicht erwartet. An Wills Verhalten kann man kaum erkennen, wie es wirklich in ihm aussehen muss – aber die Art, wie Rose ihn schildert, sorgt dafür, dass man ihn verstehen kann, was sofort dafür sorgt, dass er einem ans Herz wächst. Man will sie beide einfach nur behüten und beschützen – das gleiche, was wohl auch Roses Mutter im Sinn hatte, als sie ihrer Tochter das Survival Kit hinterlassen hat.

Es ist unglaublich, wie sanft und vorsichtig diese Geschichte erzählt wird, ohne langweilig zu wirken. Das teilweise gemächliche Tempo sorgt dafür, dass man die Seiten nahezu verschlingt und das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.

Einziges Manko (was aber kein Herz kostet) ist, dass man beim Umschlag etwas aufpassen muss, wenn man das Buch in der Hand hält. Die ausgestanzten Elemente verknicken leicht oder reißen ein, sodass man vorsichtig sein muss. Am besten löst man den Umschlag und legt ihn während des Lesens bei Seite – im Regal macht er sich nämlich sehr schön.

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530 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 159 Rezensionen

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Heart. Beat. Love.

James Patterson , Emily Raymond , Stephanie Singh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2015
ISBN 9783423761079
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Am Anfang stand ich „Heart. Beat. Love“ mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Da war diese hohe Erwartung und dann dieser doch etwas schleppende Anfang mit Charakteren, von denen man die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass da noch mehr hinter steckt als das, was sie uns zeigen. Und dann wiederum war da das Ende, das mich nicht nur mit dem gesamten Buch versöhnt hat, sondern mir auch eine Lesezeit beschert hat, die ich nicht mehr missen möchte.

Der Knall, das Ereignis, auf das man wartet und das der Geschichte den Tiefgang verleitet, den man sich erhofft und den man auch erwartet, kommt im zweiten Teil des Buches. Und dann ist es auf einmal wie ein Schlag ins Gesicht: Alles, was man bisher gelesen hat, macht Sinn, fügt sich wie ein Puzzel zu einem großen Ganzen zusammen. Eigentlich möchte man zu diesem Zeitpunkt noch mal von vorne anfangen, weil man das Gefühl hat, man sieht den Anfang der Geschichte dann mit anderen Augen.

Trotzdem macht man erstmal weiter. Mit jeder Seite blättert man ein Stück weiter in die Vergangenheit von Axi und Robinson und fragt sich, wie man die beiden auf ein paar Seiten vorher noch für oberflächlich und langweilig halten konnte. Gründe und Motivation für diese Reise sind plötzlich eine andere, die Leichtigkeit und die Lockerheit, die den ersten Teil beherrschte, fällt ab und eröffnet eine Reise auf Leben und Tod.

Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass alle Konsequenzen dieser Geschichte bis zur letzten Seite aufgeklärt werden. Es gab ein paar Stellen an denen ich mir dachte, ohweh, das können sie doch nicht machen, ohne dafür Konsequenzen zu sehen – und die kamen auch. Das macht die Geschichte glaubwürdiger und vor allem greifbarer. So wird das zu einem Roadtrip zum Anfassen.

Am Ende steht man ein bisschen ratlos da. Nicht im Sinne von „Was halte ich jetzt von dem Buch?“, sondern mehr so „Und was jetzt?“. Ich konnte nach dem Lesen nicht direkt mit einem neuen Buch anfangen, weil mich die Geschichte von Axi und Robinson lange nicht losgelassen hat. Keine leichte Kost, aber doch schön.

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537 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

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Das Blut des Dämons

Lynn Raven
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.03.2012
ISBN 9783570307656
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das Blut des Dämons“ ist der dritte Band aus der Dämonen-Trilogie von Lynn Ravens und bildet gleichzeitig den Abschluss. Und was für einen – nie hätte ich erwartet, dass auf knapp 450 Seiten noch mal so viel passieren kann. Die Autorin holt wirklich alles aus der Geschichte raus, reizt den Leser damit gleichzeitig bis ins Unendliche und sorgt dafür, dass man die Geschichte einfach in einem Rutsch lesen muss – bei so viel Spannung ergibt sich einfach keine Stelle, an der man beruhigt sagen könnte „Och ja, jetzt mach ich mal ’n Päuschen“.

Gleichzeitig ist die Geschichte bei aller Spannung total unvorhersehbar. Egal, was man glaubt, was im nächsten Kapitel passiert – man rechnet nicht damit, was tatsächlich passiert. War eine Stimmung eben noch total romantisch, wird sie in der nächsten Zeile schon wieder zerrüttet, nur um in Richtung eines spannungsgeladenen Actionstreifens zu wechseln. Tatsächlich kann man sagen, dass in diesem Buch wirklich für alle Geschmäcker etwas dabei ist – es gibt Liebesszenen, Drama, Action, Thriller-Elemente, traurige Taschentuch-Szenen, eben einfach alles

Dabei sind Dawn und Julien immer noch so glaubwürdig wie in Band eins und zwei. Man kann einfach nicht mehr anders, als mitzufiebern, sich ständig zu fragen, ob die beiden es schaffen, zwischendurch mehrere Herzinfarkte zu erleiden und später dann traurig, aber erleichtert das Buch zuzuklappen. Einmal mehr wird deutlich, wie sehr die beiden aneinander hängen und wie sehr ihr Schicksal vom „Wohlwollen“ beziehungsweise vom Einfluss anderer abhängig ist. Dazu noch die Versteckspielgeschichte rund um Julien und Adrien… man bleibt einfach ganz automatisch am Ball.

Das Ende ist in der Tat überraschend, aber es war für mich das beste, was die Autorin für die beiden hätte schaffen können. Man rechnet nicht damit, kein bisschen, eigentlich fiebert man sogar bis zur letzten Minute noch soweit mit, das man denkt, das ist jetzt alles ein schlechter Scherz – aber nein, all das passiert wirklich und es passt perfekt, weil es den Leser in eine absolute Gefühlsachterbahn stürzt. Das war wie Fallschirmspringen, nur das man einen Moment lang geglaubt hat, dass der Fallschirm im Flugzeug liegen geblieben ist.

Es ist schade, dass wir uns jetzt von Dawn und Julien verabschieden müssen. Beides sind tolle Charaktere, die sowohl einzeln, aber auch zusammen sehr harmonisch agieren. Man schaut Ihnen gerne zu und überlegt ständig, was Julien wohl als nächstes ausheckt. Besonders schön ist, dass Julien mal nicht der waschbrettbauchartige Mr. Universum ist, sondern eben irgendwie ein normaler Typ. Jedenfalls hat man diesen Eindruck, wenn man Lynn Raven lauscht.

Ein letzter Tipp: Auf der Autorenseite von Lynn Raven (www.lynn-raven.de) gibt es „Juliens Blog“, in dem man ein paar Einsichten in seine Zeit in Dubai bekommt. Leider schon sehr veraltet, aber doch immer noch nett zu lesen. Schaut doch mal rein!

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585 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 23 Rezensionen

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Das Herz des Dämons

Lynn Raven
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.02.2011
ISBN 9783570306901
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das Herz des Dämons“ ist der zweite Band der Dämonen-Reihe von Lynn Raven. Da die Bücher aufeinander aufbauen, sollte man in diesem Fall vorher den ersten Band gelesen haben.

Gegen Ende des ersten Bandes hat die Autorin das Tempo ordentlich angezogen – und sie hat es geschafft, die aufgebaute Spannung zu halten, aufgeladene Szenen zu erzeugen und die Geschichte so weiterzuspinnen, das man auch in der Mitte noch keine Ahnung hat, wohin es diesmal geht. Besonders schön ist, dass ähnlich wie im ersten Band auch, einige Einblicke in die Gedanken eines anderen gegeben werden. Auch wenn es diesmal nicht Julien ist, dem wir da in den Kopf gucken können, sind die Szenen nicht weniger spannend zu lesen.

In diesem Band erfährt man mehr über die Welt, aus der Julien kommt, und bekommt die Hintergründe der uralten Gesellschaft mit. Traditionen und Gepflogenheiten werden genauso eingestreut wie ein paar widerliche Rituale (nicht vom Beschreiben her, sondern einfach widerlich aufgrund der Tatsache, dass es sie gibt), was die Geschichte immer weiter auf ein scheinbar unabwendbares Ende zutreiben lässt. Hat man vorher noch gedacht, dass das, was Dawns Onkel mit ihr anstellen wollte, wäre grausam, wird man hier eines Besseren belehrt. Es gibt scheinbar wirklich immer noch einen Größeren am Ende der Schlange.

Dawn macht auch in diesem Buch wieder einen Quantensprung. Sie entwickelt sich immer mehr zu einem selbstständigen Charakter, der auch ohne Julien seine Vorzüge hat. Es ist quasi ein bisschen so, als würde sie lernen, auf eigenen Beinen zu stehen – sie trifft Entscheidungen, ohne sie von ihm abhängig zu machen und handelt so, wie sie es für richtig hält, auch wenn es anderen nicht in den Kram passt. Das hat mir insgesamt sehr gut gefallen und dafür gesorgt, dass mir der zweite Band noch besser als der Erste gefallen hat.

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844 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 43 Rezensionen

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Der Kuss des Dämons

Lynn Raven
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.03.2010
ISBN 9783570305546
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Der Kuss des Dämons“ hat es schon nach den ersten Minuten geschafft, zu einem Herzensbuch zu avancieren. Ich mag diese Art von Romanen – mir gefällt das Vampirthema, mir gefällt der klassische, strahlende Held, der sich schützend vor sein Mädchen stellt. Zumindest dann, wenn er nicht perfekt ist.

Julien ist so ein nicht-perfekter Held. Er ist ganz oft irrational und fällt Entscheidungen, bei denen er lieber noch einmal vorher hätte nachdenken sollen. Das macht ihn wiederum anfassbar, greifbar und gibt ihm ein Gesicht. Lynn Raven hält sich gar nicht groß mit einer Beschreibung ihrer Charaktere auf – muss sie auch gar nicht. Sie lässt Dawn und Julien selbst zu Wort kommen und sorgt so dafür, dass man selbst direkt einen Eindruck bekommt. Während des Lesens sind mir beide sehr ans Herz gewachsen und ich habe wirklich mitgefiebert. Irgendwann blättert man von selbst um, an ein Weglegen des Buchs ist gar nicht zu denken.

Die Handlung ist mal was anderes. Klar kommen auch hier wieder die typischen Szenen vor, in denen der strahlende Held Julien die Normalbürgerin Dawn aus Situationen rettet, die sie eigentlich das Leben gekostet hätten – allerdings passen sie hier in die Handlung. Man hat beim Lesen nicht das Gefühl, dass diese Stelle jetzt konstruiert wurde, nur damit die Protagonistin den Anschub bekommt, Nachforschungen über „den Neuen“ anzustellen. Das sorgt für eine flüssige Handlung ohne „Och, nee“-Momente, was wirklich toll war.

Beide Charaktere haben während des Buches eine Entwicklung durchgemacht. Das fand ich sehr gut dargestellt, man konnte als Leser nämlich sehr gut daran teilhaben. Es war nicht so, dass Dawn sich plötzlich um 180 Grad gedreht hat und der Leser das nun akzeptieren musste – Dawn hat ihre Gedanken mitgeteilt und man bekam an manchen Stellen das Gefühl, als würde sie den Leser aktiv an ihren Entscheidungsprozessen teilhaben lassen wollen. Hut ab, das war schön gemacht!

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Lynn Raven dem Vampirthema ihre eigene Note gegeben hat. Sie ist nicht einfach schnurstraks auf den Zug aufgesprungen, sondern hat sich Mühe gegeben, der Vampirwelt etwas von ihr selbst hinzuzufügen. Die Geschichte mit den Lamia hat mir sehr gut gefallen, war durchdacht und vor allem mal etwas anderes. Das sorgt dafür, dass Julien und Dawn auch gleichzeitig aus dieser Masse an „Vampir-liebt-High-School-Mädchen“ herausstechen. Und das haben die beiden wirklich verdient!

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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In meiner Haut

Deborah Froese , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.02.2013
ISBN 9783407789624
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie fühlt man sich, wenn gut 40% der Haut an deinem Körper verbrannt sind? Wenn du in den Spiegel guckst und das Gefühl hast, dir schaut ein Monster entgegen? Wenn andere dir nicht mehr in die Augen schauen können, weil du sie daran erinnerst, was passiert ist? Im Verlauf von „In meiner Haut“ bekommt der Leser nicht nur darauf eine Antwort, sondern noch einen ganz tiefen Einblick in Dayles Gefühlsleben.

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich dieses Buch gelesen habe, trotzdem hat es mich nachhaltig beeindruckt. Die Geschichte fängt leicht und sommerlich an: Dayle ist in Keith verliebt, ein Junge, der ihr Nachrichten auf kleinen gelben Post-It-Zetteln hinterlässt, wann immer es geht. Man spürt beim Lesen, wie vernarrt das Mädchen in ihren Freund ist, kein Wunder also, dass sie ihm jeden Wunsch von den Augen abliest.

Was dann passiert, verleiht der Geschichte eine Dramaturgie, die anfangs etwas plötzlich kommt und ein bisschen deplatziert wirkt: Das Lagerfeuer gerät außer Kontrolle, Dayle und der beste Freund ihres Freundes werden von den Flammen entstellt. Dayle überlebt und versucht, sich mit ihrer neuen Haut und dem zwangsläufig daraus resultierenden Leben neu zu arrangieren.

Der Leser bekommt jedes Stück, mit dem sie sich zurückerkämpft, was ihr gehört, in leichten, aber intensiven und feinfühligen Happen serviert. Das sensible und tiefgreifende Thema des Entstelltseins wird nicht nur am Rande thematisiert, sondern ausführlich, aber nicht zu überladen erklärt. Stück für Stück schaut man dabei zu, wie Dayle wieder zu dem Mädchen werden möchte, das sie einmal war.

Gleichzeitig greift dieses Buch aber auch auf, wie es ist, wenn man überlebt, aber eigentlich sterben möchte, weil man sich nicht vorstellen kann, so weiterzumachen. Dayle durchlebt nicht nur fünf Phasen der Trauer, sondern viel mehr. Besonders schön ist es, wenn ihre Freunde zu Besuch kommen und versuchen, sie von allem abzulenken, sei es von den anstrengenden Hauttransplantationen oder ähnlichen Dingen.

Das Ende ist überraschend – mich hat es aus den Socken gehauen. Ich weiß nicht, ob ich so viel Mut und Tapferkeit wie Dayle bewiesen hätte. Es muss sie ganz schön viel Kraft gekostet haben, zu machen, was sie eben gemacht hat und dafür bewundere ich sie wirklich.

Mich beschäftigt dieses Buch immer noch, obwohl ich es nur ein einziges Mal gelesen habe. Der schöne, einfühlsame und angenehme Schreibstil der Autorin macht die Geschichte greifbar und lässt den Leser eintauchen, wirklich dabei sein. Das alles sorgt dafür, dass ich schon seit Jahren sage, dass „In meiner Haut“ zu meinen Lieblingsbüchern zählt.

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962 Bibliotheken, 10 Leser, 6 Gruppen, 49 Rezensionen

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Die Beschenkte

Kristin Cashore
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2011
ISBN 9783492267830
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Die Beschenkte“ ist mal was ganz anderes – eine Fantasywelt und eine Thematik, die ich so noch nicht erlebt habe. Kristin Cashore zeichnet Charaktere, die individueller nicht sein könnten und führt dem Leser mit der Gabe der Beschenkten etwas vor Augen, das seinen Reiz hat. Kein Wunder, dass es schon nach den ersten Sätzen ganz leicht fällt, dieses Buch zu lieben!

Ich habe eine Weile gebraucht, um mit Katsa warm zu werden. Sie ist eigenbrödlerisch, stur und wirkt am Anfang ziemlich schlecht gelaunt, teilweise sogar patzig, auch wenn ihr Gegenüber gar nichts dafür kann. Manchmal hat sie Ansichten, die man nicht ganz nachvollziehen kann, aber ich habe auch im realen Leben Freunde, die manchmal eine etwas merkwürdige Weltanschauung haben und die mag ich trotzdem.

Als Bo auftaucht, merkt man, dass Katsa sich verändert. Vielmehr verändert Bo Katsa: Sie wird freundlicher, denkt vor dem Sprechen mal nach und taut vor allem etwas auf. Man merkt, dass sie ihre Schutzmauer herunterlässt und wirklich daran interessiert ist, etwas über Bo zu erfahren, auch wenn er ihr (trotz ihrer eigenen, sehr mächtigen Gabe als Beschenkte) Angst macht.

Die Autorin lässt sich Zeit und überstürzt nicht, was die Geschichte von Katsa und Bo greifbarer macht. Alles andere hätte nicht zur kratzbürstigen Katsa gepasst, deshalb ist es gut, dass die Autorin sich knapp 500 Seiten für ihre Geschichte genommen hat. Als Katsa und Bo schließlich zueinander finden, fühlt man sich als Leser, als wären die Seiten vor einem plötzlich komplett. Man freut sich darüber, dass Katsa auftaut, lockerer wird und scheinbar glücklich ist, weil sie Bo hat. Für mich als Wolke-7-Fan ist es ein bisschen zu unkitschig gewesen, aber vermutlich hätte mehr Gefühlsduselei gar nicht zu Katsa und Bo gepasst.

Die Welt mit Beschenkten und normalen Menschen, die die Autorin hier geschaffen hat, erinnert ein wenig an das Mittelalter, aber mit dem gewissen Etwas. Obwohl die Thematik mir völlig neu war, hatte ich kein Problem, mich in die Geschichte einzufinden und zu begreifen, worum es geht.

Was mich etwas stutzig gemacht hat, war die Leere, die das Buch hinterlassen hat. Eigentlich hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte von Katsa und Bo auf den letzten Seiten erst richtig beginnt – und dann war’s auch schon vorbei und es gibt keine wirkliche Fortsetzung. Ich hätte mir ein bisschen mehr gewünscht, vielleicht auch ein bisschen vom „Danach“, trotzdem ist die Geschichte von Katsa und Bo für mich auch so absolut lesenswert.

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Die Ankunft

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.11.2014
ISBN 9783596195923
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Titel von „Cassia und Ky: Die Ankunft“ ist eigentlich schon recht eindeutig: Nach der Flucht aus dem letzten Teil wird hier die Ankunft und die Eingliederung der beiden bei der Erhebung, der Widerstandsbewegung, geschildert. Wieder müssen sie sich trennen, denn die Erhebung nimmt keine Rücksicht auf die Gefühle, wenn es darum geht, die Regierung zu stürzen.

Am Anfang hat man ein bisschen das Gefühl, das jetzt alles wieder von vorn beginnt: Cassia ist wieder in der Stadt, in der sich noch nicht all zu viel geändert hat (aber bald wird), Ky macht irgendwo außerhalb seine Ausbildung zum Piloten. Wieder sehen die beiden sich nicht, wieder bekommt man die Gefühle und das Prickeln zwischen ihnen nur in ihren Gedanken mit.

Gleichzeitig sieht man so aber auch, was eigentlich Vertrauen bedeutet. Die beiden haben einen grenzenlosen Glauben aneinander, was wirklich schön ist, weil es das einzige ist, was es momentan zwischen ihnen gibt. Als hoffnungslose Romantikerin hätte ich mir manchmal etwas mehr Interaktion gewünscht, mehr Zeit, die die beiden einfach zusammen verbringen können. Aber man wird am Ende für alles entschädigt, so viel kann ich versprechen.

Schön ist, dass Xander wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt und wir sogar Kapitel aus seiner Licht lesen können. Das wirft noch einmal ein ganz anderes Licht auf vieles, was in der Geschichte vorkommt, erklärt ein paar Beweggründe und gibt einem endlich das schon lang ersehnte Hintergrundwissen über die Gesellschaft. Auch werden in diesem Band unheimlich viele Fragen beantwortet, die man seit Band eins mit sich herumschleppt.

Rundherum ein guter und vor allem sehr passender Abschluss für die Trilogie!

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Die Flucht

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.01.2012
ISBN 9783841421449
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Cassia und Ky: Die Flucht“ ist der zweite Band der Trilogie von Ally Condie. In diesem Teil dreht sich alles darum, dass Cassia Ky wiederfindet, der in den Äußeren Provinzen als Soldat für die Gesellschaft kämpft. Die Soldaten dort werden mit dem Versprechen geködert, dass sie nach sechs Monaten Dienst ihren Status als Abberation verlieren und wieder normale Bürger werden. Aber Ky lernt schnell: Niemand überlebt dort draußen sechs Monate.

Diesmal erlebt man die Geschichte sowohl aus der Sicht von Cassia als auch von Ky, was dem ganzen noch mehr Dynamik und noch mehr Spannung verleiht. Man erlebt auch direkt die Unterschiede zwischen beiden Charakteren: Während Ky in der Lage ist, sich in den Äußeren Provinzen zurecht zu finden und sogar im Kampf einigermaßen klarkommt, ist Cassia alles zu viel: Die Arbeit, zu der sie am Anfang gezwungen wird, die Suche nach ihrer großen Liebe, die sie durch wüste Landschaften scheucht.

Und trotzdem reißt sie sich zusammen und macht eine Charakterentwicklung durch, die ich ganz toll geschildert finde. Cassia wächst über sich hinaus und trotz all der schrecklichen Dinge, die sie erfährt und die ihr widerfahren. Auch ohne Ky an ihrer Seite hat sie ein Ziel vor Augen, das größer ist als das, was sie sich kurzfristig vorgenommen hat und sie arbeitet hart darauf hin.

Auch Ky bekommt in diesem Band mehr Aufmerksamkeit. Man kann durch die Kapitel aus seiner Sicht mehr in seinen Kopf gucken und versteht seine Beweggründe besser als zu Beginn. Mit diesem Buch bekommt er mehr Tiefe, gleiches gilt auch für Xander, obwohl er mehr zu einer Randfigur (mit Schlüsselqualifikation) degradiert wurde. Ich mag beide, auch wenn sie ein bisschen blass neben den vielen anderen starken Charakteren bleiben.

Die Anzahl der Charaktere war übrigens der einzige Kritikpunkt, den ich für diesen Band vorweisen kann. Es gibt unglaublich viele Charaktere, die etwas wichtiges zur Handlung beisteuern: Hunter, Eli, Indie, die Funktionärin, Sarah, Cassia, Ky, Xander, Cassias Eltern, ihr Bruder Bram… auf die Dauer des Buches werden das doch viele Namen und Geschichten, die man sich merken muss. Aber irgendwie klappt das trotzdem, weil die Autorin jedem Charakter etwas Einzigartiges verleiht.

Ein guter zweiter Band mit wenigen Schwächen, worüber die tolle Story und das rasche Tempo aber wegtröstet!

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Die Auswahl

Ally Condie ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 19.12.2012
ISBN 9783596188352
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Cassia und Ky“ spielt in einer Welt, die sich durch vollkommene Gleichheit und absolute Fremdbestimmung auszeichnet. Von der Geburt bis zum Tod ist das Leben der Bewohner von Orbia und darüber hinaus bestimmt: Nahrungsaufnahme, Schul- und Freizeitprogramm, Partnerschaft, Kinder, Familie, Beruf. Nirgendwo haben die Menschen Gelegenheit, selbstbestimmt zu leben und zu agieren.

Zu Beginn der Geschichte sieht Cassia sich in der perfekten Welt. Sie versteht, wie alles funktioniert und akzeptiert ihr bestimmtes Leben als das, was ihr blüht, wenn sie in Orbia leben möchte. Es ist, wie eigentlich immer, eine Kleinigkeit, die sie aus ihrer perfekten Kuschelecke und Wohlfühlzone reißt: An dem Tag, an dem ihr Nachbar Xander ihr als Partner fürs Leben zugeteilt wird, bekommt sie alle Informationen über ihn auf einem Mikrochip mit nach Hause. Vorfreudig steckt sie ihn in ihren Computer und will sich alles, was sie noch nicht über Xander weiß, ansehen – aber es ist nicht Xanders Gesicht, das vor ihr auf dem Computer erscheint.

Das ist der Moment, in dem Cassias perfekte Vorstellung einen Riss bekommt und in dem sie anfängt darüber nachzugrübeln, ob wirklich alles gut so ist, wie es ist. Sie lernt Ky kennen, den Jungen, der auf ihrem Mikrochip zu sehen war und erfährt von seiner Vergangenheit. Er ist es auch, der ihr davon erzählt, dass es noch mehr auf der Welt gibt als das, was sie kennt: Bücher, Gedichte, das geschriebene Wort, Gesang, der so herrlich unperfekt ist, dass er einfach perfekt ist. Ky zeigt Cassia die Schönheit der Welt und das Mädchen ist bereit und begierig, jeden Fitzelchen davon in sich aufzunehmen.

Cassia und Ky sind Charaktere, die ganz unterschiedlich sind. Ich habe etwas gebraucht, bis ich mit Cassia warm wurde, was ein bisschen daran liegt, dass sie ein sehr passiver Charakter ist, der viel beobachtet, aber nicht gleich agiert und sich in alles einmischt. Deshalb fällt es etwas schwer, sie einzuschätzen, aber später im Buch wird sie selbstständiger und trifft Entscheidungen und Schlüsse aus freiem Willen, was sie zu einem Charakter macht, der die Handlung aktiv beeinflusst.

Über Ky weiß man noch nicht ganz so viel. Man kennt seine Geschichte, aber er tritt in der Regel nur als der auf, über den man spricht. Er zeigt Cassia eine Welt, wie wir sie für uns normal ist, für alle anderen aber schon längst vergessen. Ganz ehrlich, so möchte ich nicht leben und ich hoffe, dass so eine Dystopie niemals Wirklichkeit wird, aber Ally condie hat sie toll geschrieben. Man kann sich alles bis ins kleinste Detail vorstellen und findet sich in Orbia direkt zurecht.

Mit Band eins ist der Autorin wirklich ein gelungener Einstieg in die Trilogie gelungen!

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